Solon AG für SolartechnikLiquidiert
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Historie
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Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOLON AG für SolartechnikBerlinKonzernabschluss für das Geschäftsjahr 2006Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-BilanzAKTIVA
Konzern-Kapitalflussrechnung
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Erläuternde Angaben zum Konzernabschluss 2006 (Konzernanhang)SOLON AG für Solartechnik, Berlin1. Grundlagen Wirtschaftliche Grundlagen Die SOLON AG für Solartechnik mit Sitz in Berlin (Ederstraße 16, 12059 Berlin), Deutschland, wurde 1997 gegründet und war mit dem Börsengang 1998 das erste börsennotierte Solarunternehmen in Deutschland. Sie ist als Konzernmutter und Holding sowohl für die Strategieentwicklung, die Projektgeschäfte, die Finanzierung des SOLON-Konzerns, den Bereich Forschung und Entwicklung sowie für den Vertrieb der deutschen und österreichischen Produktionsgesellschaften verantwortlich. Das Unternehmen vereint unter seinem Dach die Herstellung von Photovoltaikmodulen, industriell gefertigten Solarkraftwerken und Wechselrichtern und ist mit Produktionsstandorten in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz vertreten. Der SOLON-Konzern ist einer der größten Solarmodulproduzenten in Europa und ein führender Anbieter von intelligenten Photovoltaiklösungen für Großprojekte. Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss des SOLON-Konzerns zum 31. Dezember 2006 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Die Konzernwährung lautet auf Euro. Sämtliche Beträge werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (Tsd. Euro) angegeben. Wir weisen daraufhin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Auswirkungen neuer Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres wurden im Zuge der Fortentwicklung der IFRS und des Konvergenzprojekts zwischen dem IASB und dem FASB zur Annäherung von IFRS und US-GAAP Standards geändert bzw. neu verabschiedet. Die folgenden Tabellen fassen die neuen bzw. geänderten Standards, ihre Anwendung und Relevanz sowie die erwarteten Auswirkungen auf den SOLON-Konzern zusammen. Angewendete neue bzw. geänderte Standards
Für den SOLON-Konzern bisher nicht relevante neue bzw. geänderte Standards
Nicht angewendete neue bzw. geänderte Standards
Konsolidierungsmethoden Alle Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der SOLON AG stehen, werden, sofern wesentlich, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode (Purchase Method) durchgeführt. Bei der erstmaligen Konsolidierung von Tochterunternehmen werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen dem Konzernanteil am Buchwert des Eigenkapitals des jeweiligen Tochterunternehmens gegenübergestellt. In einem zweiten Schritt werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens sowie weitere im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierungsfähige immaterielle Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Weiterhin werden im Rahmen der Folgekonsolidierungen die so aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird einer oder mehreren Berichtseinheiten (Cash Generating Units) zugeordnet und als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Dieser wird im SOLON-Konzern seit dem 1. Januar 2005 entsprechend den Regelungen des IFRS 3 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich oder falls Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment Test) und im Falle einer Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Umsätze, Materialaufwendungen sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen, Zinserträge und Zinsaufwendungen, Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungen, Beteiligungserträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Übertragungen im Konzern, die zum 31. Dezember 2006 nicht durch Veräußerung an Dritte realisiert worden waren, wurden eliminiert. Auf temporäre sowie quasi-permanente Unterschiede, die aus der Konsolidierung resultieren, wurden gemäß IAS 12 latente Steuern gebildet. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der SOLON AG, Berlin, zum 31. Dezember 2006 wurden die folgenden Unternehmen einbezogen:
* Der Gründungszeitpunkt/Zugang entspricht
dem Erstkonsolidierungszeitpunkt.
Die Einbeziehung weiterer Tochterunternehmen konnte unterbleiben, da deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung war. Die Auswirkungen der Nichteinbeziehung hatte einen Effekt von weniger als 5 % auf Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme. Der Geschäftsanteil an der SOLON Solar Investments GmbH (ehemals Soline GmbH) wurde im Berichtszeitraum mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2006 auf 100 % aufgestockt. Der Kauf erfolgte zum Nominalwert in Höhe von 8 Tsd. Euro. Im August 2006 wurde der Firmensitz von Berlin nach Freiburg verlegt. Mit Wirkung vom 1. Januar 2006 erwarb die SOLON AG 100 % des Eigenkapitals und der Stimmrechte der S.E. Project s.r.l. Die Übertragung der im Dezember 2005 von SOLON emittierten Aktien erfolgte am 3. März 2006. Das Unternehmen ist der größte Anbieter von Solarmodulen und solarer Systemtechnik auf dem italienischen Markt. Als Kaufpreis wurden 500.000 Aktien der SOLON AG festgelegt. Die Höhe des Kaufpreises wurde dabei durch den Zeitwert der Eintragung der hingegebenen Anteile ins Handelsregister am 22. Dezember 2005 bestimmt. Dieser belief sich auf 25,06 Euro pro Aktie (Schlusskurs Xetra am 22. Dezember 2005). Zusätzlich wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 162 Tsd. Euro berücksichtigt. Im Rahmen der Kaufpreisallokation sind nach IFRS 3 alle bilanzierten Aktiva und Passiva zum Marktwert am Akquisitionsstichtag anzusetzen. Des Weiteren sind zusätzliche, bislang nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte und Schulden unter Berücksichtigung von Steuereffekten zu aktivieren. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem neuen Eigenkapital und dem Einlagewert ist als Firmenwert zu aktivieren. Die folgende Tabelle stellt die Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) gemäß den Vorschriften des IFRS 3 dar:
Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde für folgende Vermögenswerte Fair-Value-Anpassungen vorgenommen:
Nach Berücksichtigung der Aufdeckung der oben dargestellten stillen Reserven und Lasten sowie Eventualschulden und der Bilanzierung der oben dargestellten Vermögenswerte ergibt sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 9.031 Tsd. Euro, der die zukünftigen Ertragserwartungen der S.E. Project s.r.l. widerspiegelt, die nicht als separater Vermögenswert gemäß IFRS 3 zu bilanzieren sind. Dieser Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend den Regelungen des IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und falls Anzeichen für eine Wertminderung gegeben sind, einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Im Folgenden werden die wesentlichen Vermögenswerte und Schulden der S.E. Project s.r.l. zum Akquisitionsstichtag (vor Fair Value-Bewertung) dargestellt:
Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden werden mit den Stichtagskursen am Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnungen mit den Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital mit den historischen Kursen umgerechnet. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Hieraus resultierende Wertänderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zum Abschlussstichtag wurden für die Fremdwährungsumrechnung folgende wesentliche Wechselkurse zugrunde gelegt:
Verwendung von Annahmen und Schätzungen Die Erstellung des Jahresabschlusses nach IFRS erfordert, dass die Geschäftsführung zu einem gewissen Grad Annahmen trifft und Schätzungen vornimmt, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen während der Berichtsperioden auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf konzerneinheitliche Festlegungen wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Umsatzrealisierung bezüglich des Eingangs und der Einbringlichkeit von Forderungen, verschiedene Annahmen bei der Kaufpreisallokation der S.E. Project s.r.L, die Liefertermine für Rohstoffe bezüglich der Bewertung verschiedener Lieferverträge sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die sich tatsächlich in zukünftigen Perioden einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Details zu den einzelnen Annahmen und Schätzungen finden sich im Anhang, so u.a. zur Realisierbarkeit von Verlustvorträgen (Punkt 11: Steuern vom Einkommen und Ertrag) oder zu den Gewährleistungsrückstellungen (Punkt 28: Rückstellungen). 2. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die im Zusammenhang mit der Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten anfallenden Umsatzsteuern gehen insoweit in die Anschaffungskosten ein, wie sie aufgrund der steuerlichen Vorschriften nicht als Vorsteuer abzugsfähig sind. Während Forschungskosten entsprechend den Regelungen des IAS 38.54 in der Periode als Aufwand zu erfassen sind, werden Entwicklungskosten aktiviert, sofern diese die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Das Wahlrecht des IAS 23 zur Aktivierung von Fremdkapitalkosten wird nicht wahrgenommen. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Produkte. Dabei werden folgende Nutzungsdauern angewandt:
Im Geschäftsjahr 2006 wurden insgesamt 1.537 Tsd. Euro (Vorjahr: 935 Tsd. Euro) an Forschungskosten und nicht aktivierbaren Entwicklungskosten aufwandswirksam in der GuV des SOLON-Konzerns erfasst. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und sofern erforderlich, außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse werden grundsätzlich am Tag der Zuteilung der Zuschüsse vom Restbuchwert abgesetzt und so über die Laufzeit der bezuschussten Vermögenswerte verteilt. Der Ansatz der Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Gemeinkosten. Das Wahlrecht des IAS 23 zur Aktivierung von Fremdkapitalkosten wird nicht wahrgenommen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens wird linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Dabei werden folgende Nutzungsdauern angewandt:
Die aufgrund von steuerlichen Sonderabschreibungen nach HGB gebildeten Sonderposten mit Rücklagenanteil werden im IFRS-Abschluss eliminiert. Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude (Investment Property) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im SOLON-Konzern wird ein Grundstück als Investment Property klassifiziert, aus Wesentlichkeitsgründen jedoch im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Weitere Informationen zu diesem Sachverhalt sind unter Punkt 14. Sachanlagen dargestellt. Finanzanlagevermögen Unter den Finanzanlagen wurden langfristige Ausleihungen, Wertpapiere und sonstige Beteiligungen erfasst. Gemäß IAS 39 werden Finanzanlagen unterschieden in solche, die zur Veräußerung verfügbar sind (Available for Sale (AfS)) solche, die bis zur Endfälligkeit (Held to Maturity (HtM)) gehalten werden, sowie originäre Forderungen. Finanzinstrumente, die zur Veräußerung verfügbar sind, werden, soweit verlässlich bestimmbar, mit ihrem Marktwert angesetzt. Wertschwankungen zwischen den Bilanzstichtagen werden grundsätzlich erfolgsneutral in die Neubewertungsrücklage eingestellt. Die erfolgswirksame Auflösung der Rücklage erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwerts unter die Anschaffungskosten. Finanzinstrumente, die den originären Forderungen des Unternehmens zuzuordnen sind, zu denen die Ausleihungen gehören, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Leasingverhältnisse Leasingverträge werden gemäß IAS 17 in Operating-Leasing- und Finanzierungsleasing-Verhältnisse unterteilt und entsprechend bewertet. Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer übertragen werden. Bei Vertragsabschluss werden die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses erfassten Vermögenswerte in Höhe des niedrigeren Wertes aus beizulegendem Zeitwert und Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt und eine Verbindlichkeit in gleicher Höhe passiviert. In der Folge werden die Vermögenswerte planmäßig über den kürzeren Zeitraum aus wirtschaftlicher Nutzungsdauer und Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Ein Leasingverhältnis wird dagegen als Operating-Leasing klassifiziert, wenn die Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, im Wesentlichen beim Leasinggeber verbleiben. Forderungen Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert angesetzt. Grundsätzlich ist der Einzelbewertungsgrundsatz bei der Bewertung von Forderungen anzuwenden. Demzufolge werden die nach HGB gebildeten Pauschalwertberichtigungen eliminiert. Allerdings werden Abwertungen auf Forderungen in Form pauschalierter Einzelwertberichtigungen auf Basis von Erfahrungswerten vorgenommen. Weiterhin werden Forderungen nach IFRS entsprechend ihrer Fristigkeit dargestellt. Im SOLON-Konzern werden Forderungen als langfristig klassifiziert, wenn sie zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Langfristige Forderungen werden, sofern sie über eine feste Laufzeit verfügen, mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten wird für die meisten Rohstoffe das FIFO-Verfahren (first in first out) angewendet. Für die Zellen werden gewichtete Durchschnittspreise kalkuliert. Die Herstellungskosten umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten (Fertigungseinzelkosten) sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Letztere enthalten Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich fertigungsbedingter Abschreibungen und produktionsbezogener Verwaltungsgemeinkosten. Die Ermittlung erfolgt dabei auf Grundlage der Normalauslastung der einzelnen Konzernunternehmen. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Bestandsrisiken im Zusammenhang mit einer geminderten Verwertbarkeit wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Ein Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) wird nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten, finanzielle Vermögenswerte entsprechend den Vorschriften des IAS 39 bewertet. Der Ansatz erfolgt als gesonderter Posten in der Bilanz. Ergebnisse aus aufgegebenen Geschäftsbereichen werden separat in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Rückstellungen Gemäß den Vorschriften des IAS 37 sind unter den sonstigen Rückstellungen unsichere rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber konzernexternen Dritten auszuweisen, die auf in der Vergangenheit liegenden Ereignissen beruhen, Vermögensabflüsse erwarten lassen und zuverlässig ermittelbar sind. Diese sind abzugrenzen von den Eventualverbindlichkeiten. Der Ansatz von Rückstellungen erfolgt unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag, wobei der Wertansatz zu jedem Bilanzstichtag überprüft wird. Langfristige Rückstellungen werden mit ihrem Barwert angesetzt. Im Bereich der Verbindlichkeiten wird zwischen Rückstellungen (Provisions) und sonstigen Schulden unterschieden. Unter die sonstigen Schulden fallen z.B. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder abgegrenzte Schulden (Accruals). Aufgrund des unterschiedlichen Rückstellungsbegriffs nach HGB und IFRS werden beim SOLON-Konzern verschiedene Umgliederungen vorgenommen. So werden z.B. Urlaubsansprüche und Aufsichtsratsvergütungen unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, ausstehende Rechnungen unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden nach IFRS entsprechend ihrer Fristigkeit dargestellt. Im SOLON-Konzern werden alle Verbindlichkeiten als langfristig klassifiziert, welche zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzen zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Wertminderung von Vermögenswerten (Impairment) Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird im SOLON-Konzern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten einer Wertminderung ein Werthaltigkeitstest (Impairment Test) durchgeführt. Dabei wird der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) mit dem Restbuchwert der einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGU) verglichen. Der erzielbare Betrag errechnet sich dabei als höherer Betrag aus Nettoveräußerungspreis (Net Selling Price) und Nutzungswert (Value In Use). Liegt der erzielbare Betrag unter dem Restbuchwert, ist eine ergebniswirksame Wertminderung (Impairment) in Höhe der Differenz zu erfassen. Bei Wegfall der Gründe einer in Vorjahren vorgenommenen Wertminderung wird, außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten, der Vermögenswert höchstens bis zum Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend den Regelungen des IFRS 3 im SOLON-Konzern seit dem 1. Januar 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen. Im Folgenden wird das Vorgehen bei der Durchführung dieses Tests beschrieben. Entsprechend der Definition des IAS 36 werden die Segmente des SOLON-Konzerns als Cash Generating Units für den Impairment Test verwendet. In den Fällen, in denen der Buchwert eines Segments höher als sein erzielbarer Betrag ist, wird in Höhe der Differenz eine Abwertung vorgenommen. In einem ersten Schritt werden die so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen mit dem Geschäfts- oder Firmenwert des betroffenen Segments verrechnet. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird grundsätzlich anteilig auf die weiteren Vermögenswerte des jeweiligen Segments auf Basis der Restbuchwerte zum Abschlussstichtag verteilt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Segmente erwartet wird, zugrunde gelegt. Die erwarteten Zahlungsströme für das Segment Konsolidierung / Sonstiges werden auf Basis der Segmentergebnisse (EBIT) auf die beiden Segmente Solarmodule und Systemtechnik zugeteilt. Die Prognose der Zahlungsströme basiert auf der aktuellen Fünfjahresplanung des SOLON-Konzerns. Für die Ermittlung der Cashflow Prognosen jenseits dieses Planungszeitraums wird eine Wachstumsrate von 1 % angesetzt. Die zur Diskontierung verwendeten Kapitalkosten (WACC: Weighted Average Cost of Capital) werden im SOLON-Konzern als gewichteter Durchschnitt von Eigenkapital und Fremdkapital berechnet. Die Ermittlung des Verschuldungsgrades und der Eigenkapitalkosten, welche die Renditeerwartung unserer Aktionäre darstellt, erfolgt auf Basis vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) und wird aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Als Fremdkapitalkosten werden die aktuellen Finanzierungskonditionen des SOLON-Konzerns verwendet. Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen der einzelnen Zahlungsmittel generierenden Einheiten Rechnung zu tragen, werden für die Segmente individuelle Kapitalkosten vor Ertragsteuern berechnet. Diese betrugen zum 31. Dezember 2006 für das Segment Solarmodule 12,38 %, für das Segment Systemtechnik 15,70 %. Diese Kapitalkosten werden zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen vor Steuern herangezogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert im SOLON-Konzern wird wie folgt den Segmenten zugeteilt:
Auf Basis des oben beschrieben Impairment-Tests wurden für das Geschäftsjahr 2006 weder für das Anlagevermögen noch für die einzelnen Segmente Wertberichtigungen vorgenommen, da der erzielbare Betrag den Buchwert jeweils überstieg. Latente Steuern Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteueraufwand/-ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Bilanz und dem entsprechenden Steuerwert wider. Aktive und passive latente Steuern werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 auf alle nicht permanenten Differenzen zwischen den steuerlichen und den IFRS-Wertansätzen, auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge sowie auf realisierbare Verlustvorträge gebildet. Ein latenter Steueranspruch ist für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede in dem Maß zu bilanzieren, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das der temporäre bzw. quasi-permanente Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt SOLON nicht bilanzierte latente Steueransprüche und den Buchwert latenter Steueransprüche neu. Im SOLON-Konzern werden latente Steueransprüche in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruchs gestatten wird. Umgekehrt vermindert es den Buchwert eines latenten Steueranspruchs in dem Umfang, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um vom Nutzen des latenten Steueranspruchs, entweder zum Teil oder insgesamt, Gebrauch zu machen. Bei der Bemessung der latenten Steuern werden gemäß IAS 12 die Steuersätze in den einzelnen Ländern angewendet, die nach der derzeitigen Rechtslage zu dem Zeitpunkt gelten, in dem sich die vorübergehenden Differenzen wahrscheinlich wieder ausgleichen werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden in der Periode des Inkrafttretens des Gesetzes ergebniswirksam berücksichtigt. Die Berechnung der latenten Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge wird anhand eines überschaubaren Planungshorizonts vorgenommen. Aufwands- und Ertragsrealisierung Die Erfassung von Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Leistungserbringung bzw. zum Zeitpunkt der Auslieferung an den Kunden, d.h., wenn der Gefahrenübergang auf den Kunden stattgefunden hat. Umsätze aus Fertigungsaufträgen werden entsprechend den Regelungen des IAS 11 nach der "Percentage-of-Completion"-Methode erfasst, gemäß welcher die erfolgswirksame Vereinnahmung der vereinbarten Gesamterlöse entsprechend den Fertigstellungsgraden der Aufträge in jeder Periode der Auftragsabwicklung vorgenommen wird. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird je Auftrag durch das Verhältnis der aufgelaufenen Kosten zu den geplanten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Kann das Projektergebnis nicht verlässlich ermittelt werden, werden Umsätze in Höhe der angefallenen Kosten realisiert (Zero-Profit-Margin-Methode). Soweit die kumulierten Leistungen (angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne) erhaltene Anzahlungen und Teilabrechnungen übersteigen, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Verbleibt nach Abzug von Anzahlungen und Teilabrechnungen ein negativer Saldo, erfolgt der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand gebucht. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Eventualschulden/ -forderungen Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren. Ein Ausweis in der Bilanz ist allerdings nicht vorzunehmen, da entweder die tatsächliche Existenz erst noch durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse - die nicht vollständig beeinflusst werden können - bestätigt werden muss, oder der Abfluss von wirtschaftlichen Ressourcen nicht wahrscheinlich ist bzw. die Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualforderungen sind mögliche Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Anstelle eines Bilanzausweises werden Eventualschulden/ -forderungen im Anhang angegeben, sofern die Möglichkeit eines Abflusses bzw. Zuflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht gering (remote) ist. Minderheitenanteile Das Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Eigenkapital und das Jahresergebnis werden in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird ein auf den Minderheitsgesellschafter entfallender Verlust allerdings nur in Höhe des passivischen Minderheitenanteils verrechnet. Eine über den Minderheitenanteil hinausgehende Verlustverrechnung findet nicht statt, sondern ist direkt mit dem Konzerneigenkapital zu verrechnen. Sofern der Minderheitsgesellschafter eine vertragliche Verpflichtung hat, die Verluste auszugleichen, erfolgt ein aktivischer Ausweis in Höhe der vertraglichen Nachschusspflicht. Eigene Anteile Eigene Anteile werden gemäß IAS 1 separat im Anhang angegeben. In der Bilanz selbst werden diese Anteile entsprechend den Regelungen des IAS 32 vom Eigenkapital abgezogen. Wandelschuldverschreibung Die vom SOLON-Konzern am 29. Juni 2005 begebene Wandelschuldverschreibung wird gemäß den Vorschriften des IAS 32 in eine Eigenkapital- und eine Fremdkapitalkomponente aufgeteilt. Die Bewertung erfolgt dabei getrennt für die Anleihe (Fremdkapitalkomponente) und die Wandlungsoption (Eigenkapitalkomponente). Für weitere Details verweisen wir auf die Ausführungen zu den Rücklagen und Anleihen. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm / Aktienoptionen Der SOLON-Konzern hat insgesamt Aktienoptionen in sieben Tranchen ausgegeben, um Mitarbeiter und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Aktienoptionen, die nach dem 7. November 2002 ausgegeben wurden, werden gemäß IFRS 2 bewertet. Für Details zu den bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen verweisen wir auf die Ausführungen zu Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung3. Umsatzerlöse Der Großteil der Umsatzerlöse in Höhe von 346.376 Tsd. Euro (Vorjahr: 201.169 Tsd. Euro) resultiert aus der Modulproduktion sowie aus dem Verkauf von SOLON-Movern. Davon entfällt ein Betrag von 30.969 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Euro) auf Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen, welche aus dem Engagement des Konzerns in Kraftwerksprojekten resultieren, die entsprechend IAS 11 nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) ermittelt werden. Der Fertigstellungsgrad wird durch das Verhältnis der angelaufenen Projektkosten zur den kumulierten Projektplan kosten ermittelt (Cost-to-Cost-Methode). Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Kosten für Fertigungsaufträge auf 27.252 Tsd. Euro. Die Umsatzerlöse der Berichtsperiode aus Fertigungsaufträgen ergeben sich aus der Multiplikation der vertraglich vereinbarten Gesamterlöse mit dem Fertigstellungsgrad. Für eine detaillierte Aufteilung der Umsatzerlöse nach Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung. 4. Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 1.513 Tsd. Euro (Vorjahr: 244 Tsd. Euro) betreffen aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 926 Tsd. Euro (Vorjahr: 163 Tsd. Euro) sowie sonstige aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 587 Tsd. Euro (Vorjahr: 81 Tsd. Euro) für das Customizing des SAP-Systems und eine selbst erstellte Testanlage. 5. Sonstige betriebliche Erträge Die Aufteilung der sonstigen betrieblichen Erträge stellt sich wie folgt dar:
In den übrigen sonstigen Erträgen sind u.a. Steuererstattungen aus Vorjahren, Mieterträge sowie Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen enthalten. 6. Materialaufwand Der Materialaufwand betrifft die folgenden Positionen:
7. Personalaufwand Der Personalaufwand gliedert sich wie folgt:
SOLON beschäftigte im Geschäftsjahr 2006 (ohne die Mitglieder des Vorstands) durchschnittlich 511 Mitarbeiter. 8. Abschreibungen Zur Entwicklung der Abschreibungen in den dargestellten Perioden verweisen wir auf den unter den Punkten 13 - 15 dargestellten Anlagenspiegel. 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die nachfolgenden Positionen:
In den übrigen sonstigen Aufwendungen sind u.a. Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagevermögen an Dritte, Jahresabschlusskosten sowie Telekommunikationskosten enthalten. 10. Finanzergebnis Das Finanzergebnis setzt sich aus folgenden Positionen zusammen:
Der Zinsaufwand aus der Wandelschuldverschreibung wird periodengerecht abgegrenzt und setzt sich zusammen aus den realen Zinsaufwendungen und aus den Transaktionskosten, die anhand der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihe verteilt werden. 11. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich folgendermaßen zusammen:
Die Realisierung steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren führte im Geschäftjahr 2006 zu einer Minderung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 2.689 Tsd. Euro (Geschäftsjahr 2005: 2.610 Tsd. Euro). Zum 31. Dezember 2006 bestanden bei verschiedenen Konzerngesellschaften Verlustvorträge in Höhe von 6.165 Tsd. Euro (Vorjahr: 12.213 Tsd. Euro). Auf Basis der steuerlichen Planungsrechnungen wurden auf Verlustvorträge in Höhe von 6.070 Tsd. Euro aktive latente Steuern gebildet. Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand ist im Folgenden dargestellt:
Latente Steuern nach Bilanzposten Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfielen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:
12. Minderheitenanteile am Konzernergebnis Im Geschäftsjahr 2006 entfiel auf die Minderheitsgesellschafter ein Anteil von -2 Tsd. Euro am Konzernergebnis (Vorjahr: -10 Tsd. Euro). Erläuterungen zur Bilanz13. Immaterielle Vermögenswerte
Alle wesentlichen immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, weisen eine begrenzte Nutzungsdauer auf. 14. Sachanlagen
Aus unterzeichneten Verträgen entstanden SOLON zum 31. Dezember 2006 Abnahmeverpflichtungen für Sachanlagevermögen in Höhe von 4.045 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro). In der Position Grundstücke und Bauten ist das Grundstück für den Solarpark Gut Erlasee (Landkreis Main-Spessart) enthalten, welches zur Vermietung an fremde Dritte genutzt wird und deshalb nach IAS 40 als Investment Property kategorisiert wird. Unter Berücksichtigung der Lage, Beschaffenheit und Nutzung des Grundstücks erfolgt die Bilanzierung in Ermangelung zuverlässiger vergleichbarer Marktdaten zum aktuellen Buchwert in Höhe von 1.594 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.525 Tsd. Euro). Der Anstieg des Buchwertes resultiert aus dem Zukauf zweier weiterer Flurstücke. Die Mieteinnahmen der Periode aus dem Grundstück beliefen sich auf 175 Tsd. Euro (Vorjahr: 25 Tsd. Euro). Die sonstigen Aufwendungen der Periode aus dem Grundstück beliefen sich auf 20 Tsd. Euro (Vorjahr: 18 Tsd. Euro). Die Position Finanzierungsleasing enthält geleaste Produktionsmaschinen, die über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben werden. 15. Finanzanlagen
Der ausgewiesene Buchwert der Ausleihungen entspricht deren beizulegendem Zeitwert. 16. Sonstige langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich folgendermaßen zusammen:
In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten sind geleistete Kautionen sowie sonstige langfristige Forderungen enthalten. 17. Aktive latente Steuern Details zu den passiven latenten Steuern sind unter Punk 11: Steuern vom Einkommen und Ertrag dargestellt. 18. Vorräte Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Unter Berücksichtigung der erzielbaren Nettoveräußerungserlöse wurden folgende Abwertungen auf den Vorratsbestand vorgenommen:
19. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich in der Berichtsperiode auf 485 Tsd. Euro (Vorjahr: 365 Tsd. Euro). Dabei werden sowohl Einzelwertberichtigungen als auch pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Basis von historischen Ausfallquoten und zukünftigen Erwartungen bezüglich der Einbringlichkeit der Forderungen gebildet. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden mit den erhaltenen Anzahlungen, die bereits für diese Fertigungsaufträge erhalten wurden, verrechnet.
20. Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die Ausleihungen und Darlehen weisen eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten auf oder enthalten die kurzfristigen Komponenten langfristiger Finanzanlagen, die innerhalb von zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig werden. 21. Liquide Mittel Die liquiden Mittel in Höhe von 9.440 Tsd. Euro (Vorjahr: 14.129 Tsd. Euro) setzen sich aus Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten in Höhe von 9.391 Tsd. Euro (Vorjahr: 14.117 Tsd. Euro) sowie aus Bargeld und Schecks zusammen. Zur Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des SOLON-Konzerns verweisen wir auf die Kapitalflussrechnung. 22. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält u.a. Vorauszahlungen für Pacht, Marketing, Versicherungen und Reisekosten. 23. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Die Anteile an der Solland Solar Holding B.V. durch SOLON AG werden zum Bilanzstichtag als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert, da der zugehörige Buchwert überwiegend durch das Veräußerungsgeschäft realisiert werden soll. Die Bewertung der als Available-for-Sale-Wertpapiere klassifizierten Anteile erfolgt zum Marktwert, der auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Bewertung ermittelt wurde, wobei die Erhöhung der Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital unter der Position "Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen" erfasst wird. 24. Gezeichnetes Kapital Die Aktien der SOLON AG sind nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Am 14. Juni 2006 gab der SOLON-Konzern aus dem am 26. Juli 2000 genehmigten Kapital im Zuge der Ausübung von Aktienoptionen insgesamt 93.326 Bezugsaktien aus. Dadurch wurde das Grundkapital um 93 Tsd. Euro auf 9.338 Tsd. Euro erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde am 1. Februar 2006 im Handelsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg eingetragen. Im Geschäftsjahr 2006 wurden insgesamt 6.664 Optionen aus der im Juni 2005 ausgegebenen Wandelschuldverschreibung gewandelt. Dadurch wurde das Grundkapital um 7 Tsd. Euro auf 9.344 Tsd. Euro erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde am 1. Februar 2007 im Handelsregister des Amtsgerichtes Berlin-Charlottenburg eingetragen. 25. Rücklagen Die Rücklagen erhöhten sich im Rahmen der unter Punk 24: Gezeichnetes Kapital dargestellten Kapitalerhöhungen um 2.494 Tsd Euro. Ab dem Geschäftsjahr 2006 werden die bisher getrennt dargestellten Positionen Gewinnrücklage und Kapitalrücklage zu einer Position zusammengefasst. 26. Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderungen Die Position enthält den erfolgsneutral erfassten Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Marktwert der Beteiligung an der Solland Solar Holding B.V. in Höhe von 9.954 Tsd. Euro, die unter der Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen ist, sowie den negativen Marktwert der erfolgsneutralen Bewertung anderer Available-for-Sale-Wertpapiere in Höhe von -1.433 Tsd. Euro (Vorjahr: -336 Tsd. Euro). Weiterhin sind darin erfolgsneutral gebildete latente Steuern in Höhe von -166 Tsd. Euro (Vorjahr: 6 Tsd. Euro) sowie Differenzen aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen, die nicht in Euro bilanzieren, enthalten. 27. Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile an der ERLASEE Liegenschaften GbR, an welcher der SOLON-Konzern 90% hält. 28. Rückstellungen
Die Gewährleistungsrückstellungen betreffen neben der gesetzlichen Garantiefrist weitgehend freiwillige Leistungszusagen über einen Zeitraum von 20-25 Jahren. Deren Berechnung basiert auf historischen Gewährleistungsaufwendungen sowie auf Schätzungen der zukünftigen Kosten unter Berücksichtigung inflationsbedingter Kostensteigerungen. Die langfristigen Gewährleistungsrückstellungen werden dabei mit laufzeitadäquaten Zinssätzen diskontiert. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten werden bei Klagen gegen Unternehmen des SOLON-Konzerns gebildet. Dabei wird der wahrscheinlichste Betrag zurückgestellt, der vom Management bzw. den beauftragten Rechtsanwälten erwartet wird. Die erwarteten Mittelabflüsse für die in den Geschäftsjahren 2005 und 2006 bilanzierten Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
29. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stellen sich wie folgt dar:
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten zur Finanzierung der Maschinenparks mehrerer Konzernunternehmen sowie verschiedene kurzfristige Kreditlinien und Kontokorrentkredite zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Darlehen zur Finanzierung der Maschinenparks mehrerer Konzernunternehmen. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind marktübliche Zinssätze vereinbart. Die Kredite sowie Avalkredite des SOLON-Konzerns werden teilweise durch Sicherungsübereignung gesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende vom SOLON-Konzern gewährte Sicherheiten gegenüber Banken:
30. Anleihen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten Die SOLON AG emittierte im Juni 2005 eine Wandelschuldverschreibung mit einem Nennwert von 42.262.500 Euro zu Stücken von je 500 Euro. Die Schuldverschreibung weist bei einer konstanten Verzinsung von 4,5 % auf den Nennwert eine Laufzeit bis Juni 2010 auf. Die vertraglichen Cashflows aus der Wandelschuldverschreibung werden durch die Möglichkeit der Gläubiger, jede Anleihe in 14,49 Aktien der SOLON AG zu tauschen, beeinflusst. Weiterhin ist die SOLON AG ab dem 29. Juni 2007 berechtigt, die Wandelschuldverschreibung zu kündigen, falls der Kurs der SOLON AG an 15 von 30 aufeinander folgenden Handelstagen den Wandlungspreis um 35 % übersteigt. Im Fall der Kündigung wird der SOLON AG das Wahlrecht eingeräumt, die Wandelschuldverschreibung entweder gemäß dem Wandlungspreis in Aktien zurückzuzahlen, vorausgesetzt, dass an den letzten beiden Handelstagen der Xetra-Kurs den an diesen Handelstagen jeweils geltenden Wandlungspreis um 10 % übersteigt, oder zum Nennwert. Die Schuldverschreibung wird als finanzielle Verbindlichkeit klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die gesamte Wandelschuldverschreibung wies zum Ausgabestichtag einen Fair Value von 42.263 Tsd. Euro auf. Der Fair Value des Gesamtinstruments wird anhand der Marktpreise für die Wandelschuldverschreibung an der Luxemburger Börse ermittelt. Der Kurswert belief sich am 31. Dezember 2006 auf 103,00 %. Der Fair Value des Schuldinstruments wird durch die Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Als Diskontierungszins wurde der risikolose Zinssatz für die Restlaufzeit der Anleihe zuzüglich eines Risikozuschlags verwendet. Der zu Grunde gelegte Zinssatz beläuft sich auf 6,5 %. Das Wandlungsrecht der Wandelschuldverschreibung wurde bei Ausgabe mit einem Residualwert von 3.513 Tsd. Euro im Eigenkapital erfasst. Dem gegenüber standen dem Eigenkapitalinstrument zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von 130 Tsd. Euro, die mit der Kapitalrücklage verrechnet wurden. Der Bilanzansatz der Anleihe erfolgt gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zum 31. Dezember 2006 belief sich der langfristige Anteil des bilanziellen Werts des Schuldinstruments auf 38.430 Tsd. Euro (Vorjahr: 37.750 Tsd Euro). Der effektive Zinssatz wurde mit 7,4 % ermittelt. In der Berichtsperiode fielen Zinsen aus der Wandelschuldverschreibung in Höhe von 2.806 Tsd. Euro an (Vorjahr: 1.393 Tsd. Euro). Davon gehen 909 Tsd. Euro (Vorjahr: 431 Tsd. Euro) auf die Auflösung von Transaktionskosten zurück. Die Zinsverbindlichkeiten aus der Wandelschuldverschreibung sind in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 956 Tsd. Euro (Vorjahr: 961 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr 2006 wurden erstmals Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 230 Tsd. Euro in 6.664 Aktien gewandelt. Der SOLON AG erwachsen aus der Wandelschuldverschreibung keine direkten Zinsrisiken. Eine Änderung des Zinsniveaus kann sich jedoch auf den Marktpreis der Schuldverschreibung auswirken und einen eventuellen Rückkauf der Schuldverschreibung verteuern. Neben dem bilanziellen Wert des Schuldinstruments der Wandelschuldverschreibung sind in der Bilanzposition Anleihen und sonstige langfristige Verbindlichkeiten noch langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing für Maschinen in Höhe von 1.199 Tsd. Euro enthalten (Vorjahr: 0 Tsd. Euro). 31. Passive latente Steuern Details zu den passiven latenten Steuern sind unter Punkt 11: Steuern vom Einkommen und Ertrag dargestellt. 32. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hatten zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie sind durch einen Eigentumsvorbehalt im üblichen Sinn gesichert. 33. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing Im Folgenden sind die Details zu den Mindestleasingzahlungen aus den Finanzierungsleasingverhältnissen im SOLON-Konzern dargestellt:
Im Geschäftsjahr 2005 existierten keine Leasingverträge im SOLON-Konzern, die als Finanzierungsleasing klassifiziert wurden. Aus dem Finanzierungsleasing ergaben sich im Berichtszeitraum folgende Aufwendungen:
Das Finanzierungsleasing betrifft geleaste Maschinen für die Produktion. Kaufoptionen oder ein automatischer Eigentumsübergang am Ende der Laufzeit existieren nicht. 34. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Steuerverbindlichkeiten (keine Einkommen- und Ertragsteuern) setzen sich v.a. aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten zusammen. Die Barsicherheiten betreffen von Kunden geleistete Sicherheiten für die Vertragserfüllung, welche auf Treuhandkonten verwaltet werden und bei Nichterfüllung von SOLON als Kompensation herangezogen werden können. 35. Ergebnis je Aktie
Die Basis für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie ist das Konzernergebnis nach Minderheiten. Die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien ermittelt sich aus der gewichteten durchschnittlichen Aktienanzahl der Periode. Das korrigierte Konzernergebnis nach Minderheiten berücksichtigt den Zinseffekt nach Steuern aus der Begebung der Wandelschuldverschreibung. Dieser belief sich zum 31. Dezember 2006 auf 1.277 Tsd. Euro (Vorjahr: 647 Tsd. Euro). Die korrigierte durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie berücksichtigt das Aktienoptionsprogramm und die Wandelschuldverschreibung. Die durchschnittliche Erhöhung der Aktienanzahl aus dem Aktienoptionsprogramm belief sich zum 31. Dezember 2006 auf 274 Tsd. Stück (Vorjahr: 337 Tsd. Stück), die durchschnittliche Erhöhung der Aktienanzahl auf Grund der Wandelschuldverschreibung auf 1.180 Tsd. Stück (Vorjahr: 603 Tsd. Stück). 36. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme. Dabei werden Cashflows aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, das heißt Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Die Zahlungsmittel unterliegen, mit Ausnahme der unter Punkt 29: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dargestellten Besicherungen über 98 Tsd. Euro (Vorjahr: 280 Tsd. Euro), keinen Verfügungsbeschränkungen. Während die Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt werden, wird der Cashflow aus Geschäftstätigkeit, ausgehend vom Jahresüberschuss nach Ertragsteuern, indirekt abgeleitet. Im Rahmen der indirekten Ermittlung werden die berücksichtigten Veränderungen von Bilanzpositionen im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit um Effekte aus der Währungsumrechnung und den Änderungen im Konsolidierungskreis bereinigt. Sie können daher nicht zwingend mit den entsprechenden Veränderungen auf Grundlage der veröffentlichten Konzernbilanz abgestimmt werden. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Zugänge aus der Aktivierung von Entwicklungskosten. 37. Segmentberichterstattung Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des SOLON-Konzerns nach Geschäftsfeldern als primäres Berichtsformat abgegrenzt. Das sekundäre Berichtsformat richtet sich nach geografischen Gesichtspunkten. Die Aufteilung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung im SOLON-Konzern und berücksichtigt die unterschiedlichen Risiko- und Ertragsstrukturen der Geschäftsfelder. Der SOLON-Konzern ist in den Geschäftsfeldern Solarmodule und Systemtechnik tätig. Weiterhin werden im Segment Konsolidierung/Sonstige die Holdingaktivitäten der SOLON AG sowie die intersegmentäre Konsolidierung erfasst. Das traditionelle Geschäft des SOLON-Konzerns ist die Herstellung photovoltaischer Module. Diese erfolgt bei der SOLON Photovoltaik GmbH sowie der SOLON Nord GmbH. Durch die Bündelung der vertrieblichen Aktivitäten in der Holdinggesellschaft SOLON AG sind ab 2006 auch Aktivitäten der Konzernmutter dem Segment Solarmodule zuzurechnen. Den italienischen Markt bedient seit dem Geschäftsjahr 2006 die S.E. Project s.r.l., die dort sowohl eigens produzierte Module als auch Handelsware vertreibt. Neben dem traditionellen Geschäft agiert der SOLON-Konzern im Segment Systemtechnik, dessen Hauptaktivitäten in der Entwicklung und Produktion industriell gefertigter solarer Nachführsysteme sowie in Projekten zur Errichtung solarer Kraftwerke bestehen. In diesem Segment sind die Systemtechnik-Sparte der SOLON AG, die asp AG, die ERLASEE Liegenschaften GbR, die SOLON Solar Investments GmbH, die SOLON Hilber Technologie GmbH sowie die Systemtechnik-Sparte der S.E. Project s.r.l. tätig. Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. Transaktionen zwischen den Segmenten werden im Segment Konsolidierung / Sonstige eliminiert. Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der Segmente des SOLON-Konzerns liegen Preise zugrunde, die nach dem Cost-Plus-Verfahren ermittelt wurden. Das betriebliche Segmentvermögen und die Segmentschulden setzen sich aus den Vermögenswerten bzw. dem Fremdkapital - ohne finanzielle Vermögenswerte und Finanzschulden sowie ohne latente Steuern und Ertragsteuerschulden - zusammen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind ebenfalls als Vermögenswerte der Segmente ausgewiesen. Die Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge von immateriellen Vermögenswerten (inklusive Geschäfts- oder Firmenwerte) und Sachanlagen. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsfelder beinhalten Aktiva und Passiva, die zur Erzielung des EBIT beitragen. Die Segmentberichterstattung stellt sich für die Berichtszeiträume wie folgt dar: Primäre Segmentberichterstattung nach Geschäftsfelder
Im Segment Solarmodule wurden im Geschäftsjahr 2006 mit drei wesentlichen Kunden Umsatzerlöse in Höhe von 79.318 Tsd. Euro (Vorjahr: 51.626 Tsd. Euro) erzielt. Der Forderungsbestand gegenüber diesen Unternehmen belief sich zum 31. Dezember 2006 auf 14.075 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.145 Tsd. Euro). Im Segment Systemtechnik wurden im Geschäftsjahr 2006 mit drei wesentlichen Kunden Umsatzerlöse in Höhe von 69.613 Tsd. Euro (Vorjahr: 52.364 Tsd. Euro) erzielt. Der Forderungsbestand gegenüber diesen Unternehmen belief sich zum 31. Dezember 2005 auf 7.835 Tsd. Euro (Vorjahr: 28.713 Tsd. Euro). Sekundäre Segmentberichterstattung nach Regionen
Basierend auf der Umstellung der internen Berichterstattung nach Regionen vom Segment "Europa" zum Segment "Europäische Union" im Geschäftsjahr 2006 wurde die externe Berichterstattung nach Regionen entsprechend umgestellt. Für die dargestellten Vorjahreswerte wurde der Ausweis analog angepasst. 38. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Der SOLON-Konzern gibt regelmäßig Aktienoptionen aus, um Mitarbeiter und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Im Folgenden sind die bis zum Beginn der Berichtsperiode 2006 noch nicht ausgeübten Tranchen dargestellt:
Die beizulegenden Werte für die zum Bilanzstichtag ausstehenden Aktienoptionen sind im Folgenden dargestellt:
Der Gesamtwert der nach IFRS bewerteten und ausgegebenen Aktienoptionen belief sich zum 31. Dezember 2006 auf 7.995 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.660 Tsd. Euro). Für die Berechnungen anhand eines modifizierten Black-Scholes-Modells wurden die folgenden Modellparameter sowie folgende erwartete Fluktuation zu Grunde gelegt:
Die erwartete Laufzeit der Optionen basiert auf der Einschätzung des Vorstands, dass die Aktienoptionen möglichst schnell ausgeübt werden. Grund dafür ist unter anderem die steuerliche Behandlung von Erlösen aus der Ausübung von Aktienoptionen als Gehaltsbestandteil gegenüber dem Verkauf von Aktien nach einer Haltefrist von einem Jahr. Das Erfolgsziel einer Steigerung des Börsenkurses um mindestens 20 % des Basispreises wurde nicht als separater Parameter in die Bewertung einbezogen, da die Erreichung dieses Ziels nach Einschätzung des Vorstands zu den jeweiligen Ausgabestichtagen erwartet wurde. Weiterhin besitzt der SOLON-Konzern das Wahlrecht, dem Bezugsberechtigten anstatt der Aktien einen Barausgleich zu gewähren, falls dies für das Unternehmen günstiger ist. Da keine Verpflichtung für SOLON zum Barausgleich besteht, ist entsprechend den Regelungen des IFRS 2.43 keine Bewertungsanpassung erforderlich. Die zukünftige Volatilität während der erwarteten Laufzeiten der Aktienoptionen wurde auf Basis historischer Volatilitäten unter Berücksichtigung der zukünftigen erwarteten Kursentwicklung geschätzt. Grundsätzlich ist unter Berücksichtigung von IFRS 2.B25 die annualisierte historische Volatilität über die erwartete Laufzeit der Optionen zu verwenden. Diese beträgt für den SOLON-Konzern pro Tranche zwei bzw. drei Jahre. Die Vergleichbarkeit historischer Perioden mit zukünftigen Perioden ist nach einer Einschätzung des Managements für den SOLON-Konzern aufgrund der Entwicklung des Konzerns in den letzten Jahren nur sehr eingeschränkt möglich. Ein Rückgriff auf rein historische Daten über einen Zeitraum von mehreren Jahren ist als Basis für die Schätzung der zukünftig erwarteten Volatilitäten über mehrere Jahre damit nicht geeignet. Die Schätzung der zukünftigen erwarteten Volatilitäten erfolgt einerseits auf Basis annualisierter historischer Volatilitäten über ein Jahr, andererseits auf Basis der Einschätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Wertentwicklung der SOLON-Aktien. Die Aktienoptionen wiesen zum Bilanzstichtag folgende maximale vertragliche Laufzeiten auf:
Aus dem Aktienoptionsprogramm entstand dem SOLON-Konzern zum Bilanzstichtag folgender Aufwand:
39. Aktien- und Optionsbesitz sowie Vergütung von Organmitgliedern Vergütung des Vorstands
Vergütung des Aufsichtsrats Derzeit enthält die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats weder erfolgsbezogene Komponenten noch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung (siehe hierzu die Ausführungen in der Entsprechenserklärung zu Ziff. 5.4.7 DCGK).
* Reiner Lemoine und Immo Ströher sind mit
Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 24. August 2006
aus dem Aufsichtsrat der SOLON AG ausgeschieden.
Besitz des Vorstands an Aktien und Optionen, Stand 31. Dezember 2006
Besitz des Aufsichtsrats an Aktien und Optionen, Stand 31. Dezember 2006
40. Erklärung zum Corporate Governance Kodex Die gesetzlich geforderte Erklärung zum Corporate Governance Kodex haben der Vorstand und der Aufsichtsrat der SOLON AG am 1. Dezember 2006 abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der SOLON AG unter www.solonag.com zugänglich gemacht. 41. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Gesellschaften des SOLON-Konzerns nahmen folgende Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PKF in Anspruch:
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen betreffen überwiegend Due-Diligence-Leistungen, prüferische Durchsichten sowie sonstige Prüfungshandlungen. 42. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus den bestehenden Operating-Leasing-Verträgen stellen sich wie folgt dar:
Die wesentlichen Leasingverträge betreffen die Anmietung von Grundstücken und Gebäuden und wiesen zum 31. Dezember 2006 eine Restlaufzeit von ein bis vier Jahren auf. In der Regel verlängern sich die Verträge bei Ablauf automatisch um ein Jahr, wenn keine Kündigung einer der beiden Vertragsparteien erfolgt. Zur Sicherung der Rohstoffversorgung mit Solarzellen, Aluminium und Glas für die Produktion wurden im SOLON-Konzern langfristige Verträge mit Lieferanten abgeschlossen, in welchen verpflichtende, indikative Preise und Abnahmemengen festgelegt wurden. Dadurch entstanden SOLON zum 31. Dezember 2006 Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten in Höhe von 1.898.248 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.024.500 Tsd. Euro). Einige dieser Lieferverträge enthalten eingebettete, trennungspflichtige Derivate nach IAS 39, die in erster Linie US-Dollar-Zahlungen betreffen. Aufgrund der nur approximativ bestimmbaren Zahlungszeitpunkte sowie von Preisgestaltung, die teilweise von zukünftigen Ereignissen abhängen, ist eine exakte Bestimmung des Marktwerts dieser Derivate nicht möglich. Deshalb wurden im Sinne des IAS 39 verschiedene Szenarien berechnet. Durch die für den SOLON-Konzern günstige Entwicklung des US-Dollars gegenüber dem Euro wiesen die eingebetteten, trennungspflichtigen Derivate zum 31. Dezember 2006 einen positiven Marktwert auf, der sich in einer Bandbreite von 9.827 Tsd. Euro bis 10.865 Tsd. Euro bewegte. Zum 31. Dezember 2006 bestanden im SOLON-Konzern Eventualverpflichtungen in Höhe von 140 Tsd. Euro. (Vorjahr: 1.032 Tsd. Euro). 43. Transaktionen mit nahe stehenden Personen / Unternehmen Im Rahmen eines seit Oktober 2003 bestehenden Beratungsverhältnisses zwischen der SOLON AG und der Kanzlei Vogler, Roessink, Chalupnik, welcher der Aufsichtsrat der SOLON AG Olaf Roessink als Partner angehört, wurden der SOLON AG im Jahr 2006 für die Beratung durch einen der beiden anderen Partner Honorare in Höhe von 261.544 Euro in Rechnung gestellt. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind oder waren in den vergangenen Jahren als Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglied bei anderen Unternehmen tätig oder hatten kontrollierenden oder maßgeblichen Einfluss auf andere Unternehmen. SOLON unterhält zu diesen Unternehmen gewöhnliche Geschäftsbeziehungen. Der Verkauf von Produkten und Dienstleistungen erfolgt dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Die laufenden Geschäftsbeziehungen betreffen vor allem die Rohstoffversorgung des SOLON-Konzerns, die Anmietung eines Gebäudes sowie sonstige Kooperationen. Das Volumen der Transaktionen des SOLON-Konzerns mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen zur Rohstoffversorgung stellt sich wie folgt dar:
Das Volumen der Transaktionen des SOLON-Konzerns mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen im Bereich der Anmietung von Immobilien stellt sich wie folgt dar:
Das Volumen der Transaktionen des SOLON-Konzerns mit nahe stehenden Unternehmen im Bereich der sonstigen Kooperationen stellt sich wie folgt dar:
44. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Berichtsstichtag Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht unter "Besondere Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres". Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2006SOLON AG für SolartechnikGeschäft und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeit Die SOLON AG für Solartechnik wurde im Jahr 1997 in Berlin gegründet und war 1998 das erste börsennotierte Solarunternehmen in Deutschland. Mittlerweile verfügt SOLON über Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz und beschäftigt aktuell über 500 Mitarbeiter. Sitz der Konzernzentrale ist Berlin. Eine im Januar 2007 gegründete Tochtergesellschaft in den USA befindet sich im Aufbau. Das Kerngeschäft des SOLON-Konzerns setzt sich zusammen aus den Bereichen Solarmodule und Systemtechnik. Sowohl mit seinen Solarmodulen unterschiedlicher Leistungsklassen als auch mit seinen intelligenten Photovoltaik-Komplettsystemen für den Bau von Solarkraftwerken, genannt SOLON-Mover, hat sich SOLON europaweit unter den führenden Anbietern positioniert. Mit einer Produktionskapazität von 90 Megawatt an den deutschen Produktionsstandorten und einer Jahresproduktion von 75 Megawatt konnte die SOLON AG ihre Position als größter deutscher Solarmodulhersteller im Jahr 2006 weiter ausbauen. Konzernweit betrug die Produktionskapazität zum Jahresende 120 Megawatt, die Jahresproduktion lag bei 84 Megawatt und damit 50 % über dem Vorjahreswert von 56 Megawatt.
Geschäftsfelder Das Segment Solarmodule umfasst Standardmodule der Leistungsklassen 130 bis 230 Watt. Die Produktion erfolgt durch die deutschen Gesellschaften SOLON Photovoltaik GmbH, Berlin, und SOLON Nord GmbH, Greifswald, sowie durch die italienische Tochtergesellschaft S.E. Project s.r.l., San Pietro in Gù. Die Mehrzahl der Module wird unter den Eigenmarken SOLON und S.E. Project vertrieben. In geringerem Umfang werden an diesen Standorten auch OEM-Produkte gefertigt. Neben der Modulproduktion ist in diesem Segment auch der Großhandel mit Modulen anderer Hersteller durch die S.E. Project s.r.l. angesiedelt. Wichtigste Zielkunden sind auf Solartechnik spezialisierte Fachgroßhändler und Installationsbetriebe. Die anhaltend hohe Nachfrage deutscher Kunden nach Solaranlagen hatte zur Folge, dass auch 2006 der überwiegende Teil der im SOLON-Konzern gefertigten Standardmodule im Inland verkauft wurde. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen eine erhöhte Nachfrage aus dem europäischen Ausland. Zum Gesamterlös des SOLON-Konzerns mit Dritten leistete das Segment Solarmodule im Jahr 2006 einen Beitrag von 58 % (Vorjahr: 70 %). Das Segment Systemtechnik beinhaltet die Herstellung und den Vertrieb der Kraftwerkssysteme vom Typ SOLON-Mover sowie Projektgeschäfte mit Solarmodulen. Hinzu kommen die Aktivitäten der Schweizer Tochterfirma asp AG, die auf die Produktion von Wechselrichtern für den netzunabhängigen Betrieb spezialisiert ist. Des Weiteren ist diesem Segment die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft SOLON Solar Investments GmbH auf dem Gebiet der Projektentwicklung zugeordnet. Beim SOLON-Mover handelt es sich um ein industriell gefertigtes Photovoltaik-Komplettsystem, das je nach eingesetztem Solarzellentyp eine Leistung zwischen 6,5 und 9,3 Kilowatt erzielt. Der SOLON-Mover wurde speziell für den Einsatz in großen Solarkraftwerken entwickelt; zentrale Zielgruppe sind international tätige Projektentwicklungsgesellschaften. Seit der Einführung des SOLON-Movers im Jahr 2005 wurden Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 25 Megawatt realisiert, was einer installierten Flottengröße von mehr als 4.500 Systemen entspricht. Neben Deutschland, wo im Berichtsjahr in Franken und Sachsen zwei große Solarkraftwerke mit über 15 Megawatt Gesamtleistung fertig gestellt wurden, entwickelte sich Spanien zu einem wichtigen Zielmarkt für den SOLON-Mover. Dort realisierte die SOLON AG im vergangenen Jahr teils als Komponenten-, teils als Systemlieferant eine Vielzahl von Projekten im Megawatt-Bereich. Gleichzeitig gab es vermehrt Anfragen aus anderen südeuropäischen Ländern sowie aus den USA und Asien. Diese Märkte werden kontinuierlich sondiert um sich bietende Chancen frühzeitig zu identifizieren. Die wachsende Bedeutung des internationalen Kraftwerksgeschäfts spiegelt sich auch in der Umsatzentwicklung des Segments Systemtechnik wider: Mit einem Umsatzplus von 146 % gegenüber dem Vorjahr und einem Anteil von 42 % am Gesamtumsatz des SOLON-Konzerns mit Dritten trägt dieser Geschäftsbereich zunehmend zum Konzernwachstum bei. Organisatorische und rechtliche Struktur Zum SOLON-Konzern gehören neben der SOLON AG die 100-prozentigen Tochtergesellschaften SOLON Photovoltaik GmbH, Berlin, SOLON Nord GmbH, Greifswald, SOLON Hilber Technologie GmbH, Steinach/Österreich, asp AG, Laupen/Schweiz, S.E. Project s.r.l., San Pietro in Gù/Italien sowie die durch Umfirmierung aus der Soline GmbH hervorgegangene SOLON Solar Investments GmbH mit Sitz in Freiburg. Darüber hinaus umfasst der Konsolidierungskreis des SOLON-Konzerns eine 90-prozentige Beteiligung an der ERLASEE Liegenschaften GbR. Die SOLON AG ist als Konzern-Holding für Strategieentwicklung, Finanzierung und Projektgeschäfte sowie für den Vertrieb der deutschen und österreichischen Produktionsgesellschaften verantwortlich.
Leitung und Kontrolle Vorstand Der Vorstand der SOLON AG besteht seit dem 24. August 2006 aus zwei Mitgliedern, denen die Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt: Thomas Krupke (45), Vorstandsvorsitzender/CEO
Dr. Lars Podlowski (42), Technikvorstand/CTO
Bis zu seinem Wechsel in den Aufsichtsrat im August 2006 gehörte Alexander Voigt ebenfalls dem Vorstand an. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand und bestellt die Vorstandsmitglieder. Die Mitglieder des amtierenden Aufsichtsrats wurden in der ordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens am 24. August 2006 gewählt. Dem Aufsichtsrat der SOLON AG gehören an:
Tobias Wahl und Olaf Roessink üben derzeit keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien aus.
Internes Steuerungssystem Die Steuerung des SOLON-Konzerns erfolgt über ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Sowohl auf Konzernebene als auch für jedes Einzelunternehmen werden Budgetpläne erarbeitet, deren Einhaltung anhand einer monatlichen Berichterstattung überwacht wird. Darüber hinaus findet ein intensiver standortübergreifender Informationsaustausch auf Abteilungsebene statt. Um eine optimale Zusammenarbeit zu gewährleisten und konzerneinheitliche Strukturen zu etablieren, statten Mitarbeiter der Konzernzentrale den Tochtergesellschaften regelmäßig Besuche ab. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2006 Konzernstruktur Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 erwarb die SOLON AG 100 % des Eigenkapitals und der Stimmrechte der S.E. Project s.r.l. mit Sitz in San Pietro in Gù, Italien. Das Unternehmen ist der größte Anbieter von Solarmodulen und solarer Systemtechnik auf dem italienischen Markt. Die Übernahme erfolgte mit dem Ziel, den noch jungen italienischen Photovoltaikmarkt frühzeitig zu erschließen. Im dritten Quartal 2006 erhöhte die SOLON AG mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2006 ihre Beteiligung an der Soline GmbH, einer Betreibergesellschaft für konzerneigene Anlagen, von 70 % auf 100 %. Der Sitz der Tochtergesellschaft wurde von Berlin nach Freiburg verlegt. Im Dezember 2006 erfolgte die Umfirmierung von Soline GmbH in SOLON Solar Investments GmbH. Die Tochtergesellschaft verfolgt nunmehr den Geschäftszweck, an nationalen und internationalen Standorten Solarkraftwerke im Multimegawattbereich zu entwickeln, auf diese Weise attraktive Produkte für Kapitalanleger zu schaffen und das Projektgeschäft des Konzerns auszubauen. Mit Veröffentlichung der Neunmonatszahlen im November 2006 gab SOLON die Absicht bekannt, den Sitz der Berliner Konzernzentrale sowie die Produktionsstätte Berlin-Neukölln nach Berlin-Adlershof zu verlagern. Ein wichtiges Kriterium war die Einbindungsmöglichkeit in die Struktur des Wirtschafts-, Forschungs- und Wissenschaftsstandorts Adlershof. Der Umzug ist für das 1. Halbjahr 2008 geplant. Beteiligungen Im März 2006 übernahm die SOLON AG als strategischer Investor einen Anteil von 19 % an Global Solar Energy Inc. Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Tucson, Arizona, produziert Dünnschicht-Solarzellen nach dem Kupfer-Indium-Gallium-Selenid-Verfahren (CIGS) und ist Systemintegrator von Photovoltaikanlagen. Diese strategische Beteiligung erfolgte mit dem Ziel, bei der Entwicklung von Solarmodulen aus Dünnschichtzellen zu kooperieren. Wie im Januar 2007 verkündet, plant Global Solar Energy Inc. den Ausbau der Fertigungskapazitäten in Tucson sowie den Aufbau einer Produktionsstätte für Dünnschicht-Solarzellen in Berlin. Im Mai 2006 erfolgte eine weitere strategische Beteiligung in Höhe von 19 %, diesmal am österreichischen Startup-Unternehmen Blue Chip Energy GmbH. Das Unternehmen mit Sitz in Güssing im Burgenland plant die Herstellung hocheffizienter Solarzellen auf Siliziumbasis. Die erste Produktionslinie mit einer Jahreskapazität von 20 Megawatt soll Anfang 2008 in Betrieb genommen werden. Beschaffung Die langfristige Versorgung mit Solarzellen, dem wichtigsten Vorprodukt für die Herstellung von Solarmodulen, bildet die Grundlage für das weitere Wachstum der SOLON AG. Um den Nachschub zu sichern, schloss das Unternehmen im August 2006 mit dem Erfurter Solarzellenhersteller ErSol Solar Energy AG einen weiteren Mehrjahresvertrag über den Bezug von Solarzellen mit einem Gesamtvolumen von 320 Mio. Euro ab. Projekte Die SOLON AG baute im Jahr 2006 ihr internationales Kraftwerksgeschäft deutlich aus. Seit der Markteinführung des SOLON-Movers im Jahr 2005 wurden in Projekten in Deutschland und Spanien bereits mehr als 4.500 dieser Photovoltaik-Komplettsysteme installiert. Damit hat sich das Systemtechnikgeschäft zu einem starken zweiten Standbein des Unternehmens entwickelt. Das bislang größte Kraftwerksprojekt, bei dem der SOLON-Mover zum Einsatz kam, ist der am 1. September 2006 eingeweihte Solarpark Gut Erlasee im fränkischen Arnstein. Mit einer Gesamtleistung von 12 Megawatt ist dieser Solarpark das derzeit größte realisierte Solarkraftwerk der Welt. Auch in Spanien gingen im Jahr 2006 mehrere SOLON-Mover-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 8 Megawatt ans Netz. Personalveränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat Mitte des Jahres gab es Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der SOLON AG. Bei der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 24. August 2006 legte Alexander Voigt, letztes Gründungsmitglied im Vorstand und langjähriger Vorstandsvorsitzender der SOLON AG, sein Amt nieder. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Finanzvorstand Thomas Krupke berufen. Die SOLON AG wird seither von einem Zwei-Personen-Vorstand geführt, dem neben Thomas Krupke der Technikvorstand Dr. Lars Podlowski angehört. Bei der Hauptversammlung wurde turnusgemäß ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied Tobias Wahl wurde im Amt bestätigt, neu im Aufsichtsrat sind der Berliner Rechtsanwalt und Steuerberater Olaf Roessink sowie der bisherige SOLON-Vorstandsvorsitzende Alexander Voigt. Immo Ströher und Reiner Lemoine hatten sich aus persönlichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt. Vorsitzender des neuen Aufsichtsrats ist Tobias Wahl, stellvertretender Vorsitzender Olaf Roessink. TecDAX Am 20. März 2006 wurde die SOLON AG in den TecDAX aufgenommen, den Index der 30 größten deutschen Technologieaktien. Seitdem registriert das Unternehmen mehr Investoren- und Analystenanfragen aus dem In- und Ausland. Um dem wachsenden internationalen Interesse gerecht zu werden und neue Anlegergruppen zu gewinnen, hat die SOLON AG ihre Aktivitäten im Bereich Investor Relations deutlich intensiviert. Durch regelmäßige Teilnahme an Investorenkonferenzen und Road-Shows in Finanzzentren wie New York, London, Frankfurt, Zürich und Paris ist es gelungen, die Investorenbasis kontinuierlich zu verbreitern. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2006 erneut, wobei die Steigerungsrate mit 5,4 % noch höher ausfiel als im Vorjahr (4,9 %). Insbesondere das Wachstum in China und dem gesamten asiatischen Raum setzte sich unvermindert fort. Auch im Euroraum war mit einem Plus von 2,6% (Vorjahr: 1,4 %) ein deutlicher Aufschwung zu verzeichnen. In Deutschland gewann die Konjunktur im Jahr 2006 stark an Fahrt. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,7 % zu, womit sich die deutsche Volkswirtschaft erheblich dynamischer entwickelte als zu Jahresbeginn erwartet. Wenngleich Deutschland 2006 seine Position als Exportweltmeister erneut behaupten konnte, war die wirtschaftliche Entwicklung im Gegensatz zu den Vorjahren nicht mehr allein von der Exportwirtschaft getragen, sondern zugleich von einer spürbaren Belebung der Inlandsnachfrage. Entwicklung der Solarbranche Der Weltmarkt für Photovoltaik erreichte nach Einschätzung der SOLON AG im Jahr 2006 eine Leistung von rund 2.000 Megawatt (Vorjahr: 1.397 Megawatt). Etwa drei Viertel der neu installierten Photovoltaikleistung entfielen auf die drei größten Ländermärkte Deutschland, Japan und USA. Das starke Wachstum, das der weltweite Markt für Solartechnik in den zurückliegenden Jahren erfahren hat und das nach Ansicht vieler Experten weiter anhalten dürfte, ist im Wesentlichen von zwei Faktoren getrieben: zum einen vom Bestreben, die Energieversorgung für zukünftige Generationen zu sichern, zum anderen von der Angst vor den Folgen des globalen Klimawandels. Angesichts kontinuierlich steigender Preise für konventionelle Energien und der Abhängigkeit von Energieimporten aus politisch instabilen Regionen erfolgt in immer mehr Ländern der Welt ein grundsätzliches Umdenken in der Energiepolitik -- weg von den endlichen fossilen hin zu erneuerbaren Energien. Diese Entwicklung wurde in jüngster Zeit noch beschleunigt durch die wachsende Besorgnis über eine globale Klimakatastrophe. Die neuesten Expertenberichte haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel nicht nur ein globales, sondern auch ein sehr akutes Problem mit großteils bereits irreversiblen Folgen darstellt, die sich nur noch durch sehr schnelles, konzertiertes Handeln der Weltgemeinschaft eindämmen lassen. Zudem gilt der Klimawandel inzwischen auch als gravierendes ökonomisches Problem, das zu einer Weltwirtschaftskrise führen könnte, wie sie die Welt zuletzt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt hat. Diese immer drängenderen Ressourcen- und Klimafragen haben bereits etliche Staaten dazu bewogen, die Verbreitung der erneuerbaren Energien gezielt voranzutreiben. Allein in der Europäischen Union verfügen inzwischen 17 Mitgliedsstaaten über entsprechende Fördergesetze, ebenso China und eine Reihe weiterer asiatischer Länder sowie mehrere Bundesstaaten der USA. Allerdings sind diese Märkte allesamt noch sehr jung und haben mit typischen Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Häufig sind die gesetzlichen Bestimmungen zu komplex und die bürokratischen Hürden hoch, so dass die Entwicklung langsamer voranschreitet als mancherseits erwartet. In Spanien beispielsweise, wo Investitionen in Solarstromanlagen bereits seit 2004 gefördert werden, hatten administrative Hürden und die Vorlage eines weiterentwickelten Einspeisegesetzes zur Folge, dass im Gesamtjahr 2006 nur 106 Megawatt Photovoltaikleistung installiert wurden. Auch der italienische Photovoltaikmarkt blieb 2006 deutlich hinter den Erwartungen zurück: Hier führten die überaus komplizierten Regelungen des im Juli 2005 eingeführten Einspeisevergütungsgesetzes, die überbordende Bürokratie sowie Probleme beim Anlagenanschluss durch die Stromversorger dazu, dass bis zum Jahresende lediglich 9 Megawatt Photovoltaikleistung ans Netz gehen konnten. Griechenland schließlich, das seit Juni 2006 ebenfalls über ein nationales Einspeisegesetz verfügt und sich die Installation von 700 Megawatt Solarstromanlagen bis 2020 zum Ziel gesetzt hat, befindet sich mit einer im Jahr 2006 neu installierten Photovoltaikleistung von 0,6 Megawatt noch ganz am Anfang der Entwicklung. Selbst die USA, nach Deutschland und Japan der weltweit drittgrößte Markt für Solartechnik, blieben mit einem geschätzten Marktvolumen von 130 Megawatt für 2006 nach 100 Megawatt im Vorjahr hinter den Erwartungen zurück. Die Ankündigung der California Solar Initiative durch den kalifornischen Gouverneur im Januar 2006, in deren Rahmen bis 2017 insgesamt 3 Mrd. USD in Solartechnik investiert werden sollen, war zwar ein deutliches Bekenntnis zur Förderung der Solarenergie im großen Maßstab, der daraufhin erwartete Boom blieb jedoch bislang aus. Mit einem Anteil von über 50 % am Weltmarkt für Photovoltaik hat sich Deutschland erneut als wichtigster Wachstumsmotor behauptet. Allerdings schwächte sich auch hier die Dynamik im Vergleich zu den Boomjahren 2004 und 2005 ab. Aufgrund der nach wie vor unsicheren Datenbasis fallen die Schätzungen über das Marktvolumen 2006 sehr unterschiedlich aus: Während nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft im abgelaufenen Jahr in Deutschland Solaranlagen von 750 Megawatt installiert wurden, gehen andere Beobachter davon aus, dass die 1000 Megawatt-Grenze überschritten wurde. Eigenen Einschätzungen zufolge liegt der realistische Wert bei rund 950 Megawatt neu installierter Leistung, was einem Marktwachstum von rund 20 % entspräche. Ursache für die nachlassende Dynamik auf hohem Niveau war die Preisentwicklung bei den Photovoltaiksystemen, die sich infolge der anhaltenden Siliziumknappheit im ersten Halbjahr 2006 spürbar verteuert hatten. Dies führte zu einer gewissen Kaufzurückhaltung seitens potenzieller Investoren, die aber gegen Ende des Jahres aufgrund sinkender Systempreise wieder nachließ. Forschung und EntwicklungDie Aktivitäten der SOLON AG im Bereich Forschung und Entwicklung wurden im Jahr 2006 weiter intensiviert. Die zunehmende Zahl an bearbeiteten Vorhaben führte dazu, dass das F&E-Team erweitert wurde und zum Jahresende zwölf Mitarbeiter umfasste (Vorjahr: 10). Zugleich engagierte sich SOLON zunehmend in Verbundprojekten mit externen Forschungseinrichtungen, um das dort vorhandene Know-how für das Unternehmen zu erschließen. Weiter ausgebaut wurde auch die Kooperation mit der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin. Um die Durchführung neuer Studienformen zu unterstützen, bot SOLON erstmals Bachelor-Arbeiten an. Die bisherigen Erfahrungen aus dieser Zusammenarbeit sind sehr positiv, und die Ergebnisse der Arbeiten flossen zu großen Teilen in laufende F&E-Aktivitäten des Unternehmens ein. Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten im Bereich Photovoltaikmodule mit kristallinen Siliziumzellen standen wie schon im Vorjahr zwei Themen: die Identifikation von Chancen und Risiken bei der Verarbeitung immer dünnerer Solarzellen sowie die Ermittlung des Jahresenergieertrags. Die Verarbeitung von Solarzellen mit einer Zelldicke von 200 Mikrometern ist inzwischen Produktionsalltag. Um dem Trend zu immer dünneren Solarzellen Rechnung zu tragen, führt SOLON derzeit mit mehreren Zelllieferanten Projekte zur Evaluierung einer weiteren Reduzierung der Zelldicke auf 160 Mikrometer durch. Dabei geht es zum einen um die Prozessierbarkeit dieser extrem dünnen Zellen in der Modulfertigung, zum anderen um die Langzeitbeständigkeit der Produkte. Um neue Erkenntnisse über den Jahresenergieertrag von Solarmodulen zu gewinnen, wird seit 2006 das Ertragsverhalten von Photovoltaikanlagen mit SOLON-Modulen in allen Klimaregionen der Erde mit aufwändigen Messverfahren ermittelt. Um die Objektivität der Messungen zu gewährleisten, werden die Anlagen größtenteils von externen Instituten überwacht. Die Ergebnisse dieser Studien ermöglichen künftig noch genauere Ertragsprognosen für den Einsatz von Photovoltaiksystemen. Im Bereich Produktentwicklung lag der Schwerpunkt im Jahr 2006 auf integrierten Photovoltaiksystemen, bei denen es den ästhetischen Anspruch mit hohem Montagekomfort zu verbinden gilt. Für zwei dieser neuen Produkte ist die Entwicklungsphase weitgehend abgeschlossen, die Serieneinführung wird derzeit vorbereitet. Mit ihrer Beteiligung am US-amerikanischen Unternehmen Global Solar Energy, Inc. im April 2006 startete die SOLON AG die Entwicklung von Photovoltaikmodulen auf der Basis flexibler Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS)-Solarzellen. In enger Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Dünnschichtzellenhersteller wurde eine Modultechnologie definiert, die eine hohe Langzeitstabilität dieser Zellen gewährleistet. Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase und einer erweiterten Vorserien-Phase ist geplant, Anfang 2008 mit der Großserienfertigung von Dünnschichtmodulen zu beginnen. Aus der Komponentenentwicklung ist die Einführung einer neuen Anschlussdose zu berichten. Dieses neue Produkt, das bereits alle Bedingungen der ab April 2008 verbindlichen EU-Norm IEC 61215-Ed.2 erfüllt, bestärkt die Technologieführerschaft der SOLON AG im Bereich Photovoltaikmodule. Je nach individueller Spezialisierung führten im Jahr 2006 auch einige Tochtergesellschaften umfangreiche Entwicklungsarbeiten durch. Einer der Schwerpunkte war die Weiterentwicklung des Kraftwerkssystems SOLON-Mover durch die österreichische Konzerntochter SOLON Hilber Technologie GmbH. Wichtigste Merkmale der neusten SOLON-Mover-Generation sind die größere Modulfläche und die veränderte Antriebs- und Verankerungstechnik. Die auf Systemelektronik spezialisierte Tochtergesellschaft asp AG in der Schweiz schloss im Jahr 2006 die Entwicklung eines neuen Wechselrichters zur Netzeinspeisung ab. Das 4 Kilowatt-Gerät mit dem Namen satis ist der erste Baustein einer neuen Produktreihe, die sich durch überdurchschnittliche Wirkungsgrade und hohe Zuverlässigkeit vom Wettbewerb absetzt. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2006 war für den SOLON-Konzern insgesamt sehr erfolgreich. Im vierten Quartal kam es auf dem spanischen Markt zunächst zu Projektverzögerungen, die bis zum Jahresende jedoch wieder weitgehend aufgeholt werden konnten. Für das Gesamtjahr ergibt sich ein Konzernumsatz, der am oberen Ende der im November korrigierten Jahresprognose liegt. Beim Konzernergebnis konnte die Planung sogar übertreffen werden. Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung Der SOLON-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2006 einen Gesamtumsatz in Höhe von 346,4 Mio. Euro (Vorjahr: 201,2 Mio. Euro). Dies entspricht einem Anstieg um 72 %. Das vierte Quartal erwies sich mit einem erzielten Umsatz in Höhe von 128,4 Mio. Euro wie bereits in den Vorjahren als erfolgreichster Dreimonatszeitraum im Geschäftsjahr. Infolge der veränderten Nachfragesituation in Deutschland passte SOLON in der zweiten Jahreshälfte 2006 die Preisstruktur an, was sich in einem leichten Rückgang des durchschnittlichen Verkaufspreises äußerte. Die geringfügigen Einnahmeeinbußen konnten durch die Realisierung von Skaleneffekten vollständig kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2006 baute die SOLON AG ihre Spitzenstellung im deutschen Photovoltaikmarkt weiter aus. Daneben gelang es dem Unternehmen, sich in neu entstehenden internationalen Märkten wie Spanien, Italien und den USA stark zu positionieren. Der Anteil der außerhalb Deutschlands erzielten Umsatzerlöse stieg im Geschäftsjahr 2006 auf 60 % (Vorjahr: 12 %). Neben dem deutlichen Anstieg des ausländischen Kraftwerksgeschäfts resultiert die Zunahme des Auslandsumsatzes insbesondere aus der erstmaligen Konsolidierung der italienischen Tochtergesellschaft S.E. Project s.r.l.
Die Gesamtleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 99 % von 199,3 Mio. Euro auf 396,4 Mio. Euro. Der gegenüber den Umsatzerlösen stärkere Anstieg der Gesamtleistung ergibt sich vor allem aus der Zunahme des Projektgeschäfts. Für die zeitnahe Realisierung von Projekten ist es erforderlich, dass sowohl bei den Solarmodulen unterschiedlicher Leistungsklassen als auch bei den SOLON-Movern größere Lagerbestände vorgehalten werden. Für das Geschäftsjahr 2007 ist eine konzernweite Produktionsmenge von 110 Megawatt geplant. Ende 2006 verzeichnete SOLON einen Auftragsbestand in Höhe von zwei Dritteln dieser Zielgröße. Entwicklung der Einzelunternehmen Zur Veranschaulichung der konzernweiten Veränderungen wird im Folgenden die Entwicklung der größten Einzelunternehmen innerhalb des SOLON-Konzerns dargestellt. Zusammen hatten diese Gesellschaften einen Anteil an Umsatz und Gesamtleistung des Konzerns von über 98 %. Auf Einzelunternehmensbasis, das heißt vor Konsolidierungsmaßnahmen, erzielte die SOLON AG im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz von 139,7 Mio. Euro (Vorjahr: 57,9 Mio. Euro) und eine Gesamtleistung von 149,1 Mio. Euro (Vj. 58,9 Mio. Euro). Hauptgrund für den Anstieg war die Zunahme der Verkäufe an SOLON-Movern. Bei der SOLON Photovoltaik GmbH erhöhten sich die Umsatzerlöse dank des verstärkten Absatzes von Standardmodulen auf 85,0 Mio. Euro (Vorjahr: 55,1 Mio. Euro), die Gesamtleistung stieg auf 91,0 Mio. Euro (Vorjahr: 58,9 Mio. Euro). Auch die SOLON Nord GmbH verzeichnete ein Wachstum auf Basis steigender Absatzzahlen. Der Umsatz nahm von 100,5 Mio. Euro auf 113,0 Mio. Euro zu, die Gesamtleistung verbesserte sich auf 119,0 Mio. Euro (Vorjahr: 101,6 Mio. Euro). Die SOLON Hilber Technologie GmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 113,0 Mio. Euro (Vorjahr: 41,5 Mio. Euro) und eine Gesamtleistung von 124,2 Mio. Euro (Vorjahr: 36,0 Mio. Euro). Von den Umsatzerlösen entfielen 104,3 Mio. Euro auf Verkäufe an verbundenen Unternehmen. Die Vergleichswerte des Vorjahres berücksichtigen dabei ausschließlich den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit der SOLON Hilber Technologie GmbH (rund vier Monate). Die seit Beginn des Geschäftsjahres 2006 zum SOLON-Konzern zählende S.E. Project s.r.l. erzielte in der Berichtsperiode einen Umsatz von 77,5 Mio. Euro, die Gesamtleistung betrug 99,1 Mio. Euro. Ertragslage Die Materialaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr konzernweit 313,8 Mio. Euro (Vorjahr: 156,5 Mio. Euro). Die Steigerung resultiert überwiegend aus der Zunahme der produzierten Menge. Beim Rohergebnis konnte ein Zuwachs auf 82,6 Mio. Euro realisiert werden (Vorjahr: 42,8 Mio. Euro). Die Rohergebnisquote bezogen auf die Gesamtleistung blieb konstant bei 21 %. Durch konzernweite Neueinstellungen und die Übernahme der S.E. Project s.r.l. lagen die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr 2006 mit 21,4 Mio. Euro um 78 % über dem Vorjahreswert von 12,0 Mio. Euro. Hierin enthalten sind 18,1 Mio. Euro für Löhne und Gehälter sowie 3,3 Mio. Euro für Sozialabgaben und Aufwendungen zur Altersversorgung. Bleibt die Übernahme der S.E. Project s.r.l. unberücksichtigt, ergeben sich Personalaufwendungen in Höhe von 19,1 Mio. Euro (siehe auch Abschnitt "Mitarbeiter"). Im Geschäftsjahr 2006 nahmen die Abschreibungen von 3,1 Mio. Euro auf 6,0 Mio. Euro zu. Davon entfielen 4,0 Mio. Euro auf das Sachanlagevermögen und 2,0 Mio. Euro auf immaterielle Vermögensgegenstände. Ursächlich für den Anstieg waren die Übernahme der S.E. Project s.r.l. sowie die Teilmodernisierung und Erweiterung des vorhandenen Maschinenparks. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 30,4 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro). Der im Vergleich zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung stärkere Anstieg beruht vor allem auf Einmaleffekten. Für den laufenden Berichtszeitraum rechnet SOLON mit einem wesentlichen Rückgang der einmaligen Aufwendungen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 71 % von 14,5 Mio. Euro auf 24,8 Mio. Euro und entwickelte sich somit nahezu proportional zum Umsatz. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte ein Wachstum von 76 % auf 30,9 Mio. Euro erzielt werden. Die Margen bezogen auf den Konzernumsatz blieben konstant bei 7 % (EBIT) und 9 % (EBITDA). Aufgrund einer erhöhten Fremdkapitalinanspruchnahme sank das Finanzergebnis im Berichtszeitraum von -1,4 Mio. Euro auf -1,8 Mio. Euro. Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag entstanden in Höhe von 8,6 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr (5,3 Mio. Euro) ergab sich ein Anstieg um 62 %. Die Steuerquote ging durch eine vermehrte Wertschöpfung im Ausland von 40 % auf 38 % zurück. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg das Konzernergebnis nach Minderheiten um 82 % von 7,9 Mio. Euro auf 14,4 Mio. Euro. Die Umsatzrendite blieb unverändert bei 4 %. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich im Geschäftsjahr 2006 von 0,95 Euro auf 1,56 Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 64 %. Entwicklung der Einzelunternehmen Die SOLON AG erzielte nach Übernahme der HGB-Jahresergebnisse der SOLON Photovoltaik GmbH und der SOLON Nord GmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: 7,2 Mio. Euro). Der SOLON Photovoltaik GmbH sind hiervon 2,1 Mio. Euro zuzurechnen (Vorjahr: 0,7 Mio. Euro). SOLON Nord trug 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 13,8 Mio. Euro) zum Jahresergebnis der SOLON AG bei. Das Jahresergebnis der SOLON Hilber Technologie GmbH stieg von 1,1 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro. Der Vergleichswert des Vorjahres bezieht sich dabei ausschließlich auf den Zeitraum der Konzernzugehörigkeit. Die S.E. Project s.r.l. erwirtschaftete im ersten Jahr ihrer Konzernzugehörigkeit einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,3 Mio. Euro. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich im Geschäftsjahr 2006 von 181,4 Mio. Euro auf 326,9 Mio. Euro. Langfristige Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2006 investierte der SOLON-Konzern 21,3 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Davon entfielen 12,6 Mio. Euro auf die SOLON AG, 2,3 Mio. Euro auf die SOLON Photovoltaik GmbH und 1,9 Mio. Euro auf die SOLON Nord GmbH. Die Investitionen der SOLON Hilber Technologie GmbH beliefen sich auf 3,1 Mio. Euro, die der S.E. Project s.r.l. auf 1,1 Mio. Euro. 0,3 Mio. € entfielen auf die übrigen Konzerngesellschaften. Der Anteil der Investitionen in Sachanlagen betrug 11,1 Mio. Euro. Hierin enthalten sind 0,8 Mio. Euro für Grundstücke und Bauten, 2,2 Mio. Euro für technische Anlagen, 0,9 Mio. Euro für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, 1,9 Mio. Euro für Finanzierungsleasing sowie 5,3 Mio. Euro für geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Den Investitionen standen im Konzern Anlagenabgänge in Höhe von 1,0 Mio. Euro gegenüber. Zum 31. Dezember 2006 wiesen die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte einen Bestand in Höhe von 22,4 Mio. Euro (Vorjahr: 18,1 Mio. Euro) bzw. 28,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro) aus. In das Finanzanlagevermögen wurden im Geschäftsjahr 21,5 Mio. Euro investiert. Hierin enthalten sind insbesondere langfristige Ausleihungen im Zusammenhang mit der Sicherung zukünftiger Zelllieferungen sowie die im Berichtszeitraum eingegangenen neuen Beteilungen. Zum Jahresende betrug das Finanzanlagevermögen 36,4 Mio. Euro (Vorjahr: 29,4 Mio. Euro). Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte und Forderungen stiegen von 5,9 Mio. Euro auf 18,7 Mio. Euro. Verantwortlich für den Zuwachs sind geleistete Anzahlungen der SOLON Photovoltaik GmbH und der S.E. Project s.r.l. Insgesamt nahmen die langfristigen Vermögenswerte gegenüber dem Vorjahr von 74,5 Mio. Euro auf 108,2 Mio. Euro zu. Kurzfristige Vermögenswerte Der Wert der Vorräte stieg im Berichtsjahr von 31,4 Mio. Euro auf 102,5 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit einem Volumen von insgesamt 30,4 Mio. Euro, unfertige Erzeugnisse in Höhe von 2,0 Mio. Euro, fertige Erzeugnisse in einem Umfang von 54,5 Mio. Euro und geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 15,5 Mio. Euro. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an geleisteten Anzahlungen auf Vorräte wurde im Geschäftsjahr 2006 planmäßig erhöht und gewährleistet nunmehr eine langjährige hohe Auslastung der konzernweiten Produktionskapazitäten. Die zunehmende Bedeutung des Projektgeschäfts und die wachsenden Kundenansprüche machen es erforderlich, im Lager größere Mengen an sortenreinen Solarmodulen einer Leistungsklasse sowie eine größere Anzahl an SOLON-Movern vorzuhalten. Dies hat zur Folge, dass sich das Verhältnis des benötigten Lagerbestandes zum Umsatz gegenüber den Vorjahren deutlich erhöhte. Bei den kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kam es zu einem Anstieg von 39,4 Mio. Euro auf 77,7 Mio. Euro. Die Entwicklung beruht auf der erstmaligen Anwendung der "Percentage-of-Completion"-Methode, den im Projektgeschäft gewährten Zahlungszielen in Verbindung mit dem hohen Umsatzanteil des letzten Quartals sowie auf dem Anstieg der verkauften Menge. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte betrugen zum Jahresende 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 21,8 Mio. Euro). Hierin enthalten sind unter anderem Darlehen, die im Rahmen der Zellbeschaffung gewährt wurden. Zum 31. Dezember 2006 verfügte der SOLON-Konzern über liquide Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,1 Mio. Euro). Die Anfang des Jahres 2007 veräußerte Beteiligung an der Solland Solar Energy Holding B.V. wird in der Bilanz zum 31. Dezember 2006 als eigene Position unter "Zum Verkauf bestimmtes Vermögen" ausgewiesen. Aufgrund eines am Bilanzstichtag vorliegenden Gutachtens zur Unternehmenswertbestimmung wird die Beteiligung bereits mit dem späteren Verkaufspreis angesetzt. Die Erhöhung des Beteiligungswerts erfolgte erfolgsneutral durch Gegenbuchung in der Position "Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung" sowie unter den passiven latenten Steuern. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007 wurde die Position "Kumulierte erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung" unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgswirksam in Höhe des erzielten Veräußerungsgewinns aufgelöst. Insgesamt erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2006 auf 218,7 Mio. EUR (Vorjahr: 106,9 Mio. EUR). Eigenkapital Durch die Ausübung von Aktienoptionen und die Wandlung von Schuldverschreibungen erhöhte sich das Grundkapital gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 0,1 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro. Bei einer Aktienanzahl von ebenfalls 9,3 Mio. ergibt sich ein rechnerischer Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,00 Euro je Aktie. Gemäß WpHG-Mitteilung vom 15. Dezember 2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Immosolar GmbH für Energiemanagement in Mörfelden 30,84 %. Darüber hinaus lagen SOLON zum Ende des Geschäftsjahres keine Informationen über den Besitz von Stimmrechtsanteilen in einem Umfang von mindestens 5 % durch einen Aktionär vor. Die zur Übernahme der S.E. Project s.r.l. im Geschäftsjahr 2005 neu emittierten und zum 31. Dezember 2005 als eigene Anteile ausgewiesenen Aktien wurden im März 2006 an die Verkäufer übertragen. Insgesamt stieg das Eigenkapital im Berichtszeitraum von 77,3 Mio. Euro auf 116,1 Mio. Euro. Da die kurzfristigen Schulden im Vergleich zur Entwicklung des Eigenkapitals überproportional anstiegen, reduzierte sich die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2006 von 43 % auf 36 %. Der Anteil an Fremdmitteln stieg entsprechend von 57 % auf 64 %. Die Hauptversammlung am 24. August 2006 ermächtigte den Vorstand zum Erwerb eigener Aktien sowie zum Ausschluss des Bezugsrechts und zur Ausgabe neuer Aktien. Die Gesellschaft erhielt gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG die Erlaubnis, bis zum 31. Januar 2008 eigene Aktien in Höhe von maximal 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Zum Erwerb von Sach- oder Bareinlagen wurde der Bildung eines bis zum 31. Juli 2011 befristeten genehmigten Kapitals in Höhe von 4,7 Mio. Euro zugestimmt. Zum 31. Dezember 2006 verfügte SOLON über ein bedingtes Kapital von 4,7 Mio. Euro. Langfristige Schulden Die langfristigen Rückstellungen stiegen im Berichtszeitraum von 2,3 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro. Die Zunahme basiert auf einer Erhöhung der Gewährleistungsrückstellungen infolge gestiegener Verkaufsmengen. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten zum Ende des Geschäftsjahres 2006 auf 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,9 Mio. Euro) reduziert werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um Fremdmittel zur Finanzierung von Maschinen. Bei den Anleihen und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten kam es zu einem leichten Anstieg von 37,8 Mio. Euro auf 39,6 Mio. Euro. Wie bereits im Vorjahr beinhaltet diese Position vor allem die am 29. Juni 2005 emittierte Wandelanleihe. Zum Stichtag 31. Dezember 2006 beliefen sich die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten auf 38,4 Mio. Euro. Im Falle einer Änderung der Unternehmenskontrolle besteht für die Gläubiger das Recht zur Kündigung der Wandelanleihe. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die langfristigen Schulden insgesamt von 47,6 Mio. Euro auf 45,1 Mio. Euro. Kurzfristige Schulden Die Summe der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrug zum Bilanzstichtag 80,2 Mio. Euro (Vorjahr: 24,3 Mio. Euro). Gründe für die Zunahme sind der Anstieg der Anzahlungen zur langfristigen Sicherung von Solarzellen, die Investitionstätigkeit sowie die Ausweitung des Projektgeschäfts. Um die Finanzierung zu verbessern und das Risiko von Zahlungsausfällen zu reduzieren, schließt SOLON insbesondere im Projektgeschäft verstärkt Lieferverträge gegen Anzahlungen ab. Hieraus ergaben sich zum 31. Dezember 2006 Verbindlichkeiten aus Anzahlungen in Höhe von 12,3 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 50,1 Mio. Euro (Vorjahr: 18,7 Mio. Euro) und lagen somit um 27,6 Mio. Euro (Vorjahr: 20,7 Mio. Euro) unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zunahme der Verbindlichkeiten ist insbesondere auf den Anstieg der produzierten Menge und den damit verbundenen höheren Materialbedarf zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 9,0 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro. Hierin enthalten sind Steuerverbindlichkeiten (ohne Einkommen- und Ertragsteuern) in Höhe von 4,9 Mio. Euro. Insgesamt erhöhten sich die kurzfristigen Schulden gegenüber dem Vorjahr von 56,5 Mio. Euro auf 165,7 Mio. Euro. Finanzmanagement Am Ende des Geschäftsjahres 2006 standen dem SOLON-Konzern Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Neben den Inanspruchnahmen zum 31. Dezember 2006 verblieb ein ausreichender Sicherheitspuffer, damit gegebenenfalls nicht vorhersehbare zusätzliche Zahlungen in wesentlichem Umfang geleistet werden können. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Der SOLON-Konzern konnte sämtliche Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2006 planmäßig bedienen. Auch künftig sind bei der Erfüllung der Verbindlichkeiten keine Schwierigkeiten zu erwarten. Finanzierungsbilanz
Finanzierungsbilanz SOLON-Konzern Die langfristigen Vermögenswerte des SOLON-Konzerns in Höhe von 108,2 Mio. Euro waren am Stichtag 31. Dezember 2006 vollständig durch Eigenkapital (116,1 Mio. Euro) gedeckt. Cashflow-Rechnung Zum 31. Dezember 2006 betrug der Cashflow aus Geschäftstätigkeit -36,9 Mio. Euro (Vorjahr: -13,1 Mio. Euro). Hauptgründe für den negativen operativen Cashflow sind die Zunahmen bei den Vorräten, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere aus dem vierten Quartal, sowie bei den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten. Aus den Investitionstätigkeiten des SOLON-Konzerns ergab sich für das vergangene Geschäftsjahr ein Cashflow von -12,9 Mio. Euro (Vorjahr: -51,9 Mio. Euro). Ursächlich sind Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 10,7 Mio. Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich insbesondere aufgrund einer Zunahme der Finanzschulden in Höhe von 46,3 Mio. Euro zum Ende der Berichtsperiode auf 45,1 Mio. Euro (Vorjahr: 74,5 Mio. Euro). Entwicklung der einzelnen Unternehmensbereiche Die Geschäftstätigkeit des SOLON-Konzerns gliedert sich in die drei Segmente Solarmodule, Systemtechnik und Konsolidierung/Sonstige. *
Solarmodule Im Segment Solarmodule wird die traditionelle Geschäftstätigkeit des SOLON-Konzerns erfasst, die in der Herstellung von photovoltaischen Modulen besteht. Die Produktion erfolgt durch die Einzelgesellschaften SOLON Photovoltaik GmbH, SOLON Nord GmbH sowie durch die Modulsparte der zum 1. Januar 2006 erworbenen S.E. Project s.r.l. Umsatz- und Ertragslage Das Segment Solarmodule verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr ein Wachstum des Umsatzes mit Dritten um 41 % von 141,2 Mio. Euro auf 199,5 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden mit Konzernunternehmen anderer Segmente Umsatzerlöse in Höhe von 50,2 Mio. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Gesamtleistung um 80 % von 155,8 Mio. Euro auf 281,1 Mio. Euro gesteigert werden. Die Differenz zwischen Gesamtleistung und Umsatzerlösen ergibt sich vor allem aus dem Anstieg der unfertigen und fertigen Erzeugnisse. Bei den Materialaufwendungen kam es infolge der größeren Produktionsmenge und höherer Einkaufspreise zu einer Zunahme von 123,1 Mio. Euro auf 240,2 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund der Realisierung von Skaleneffekten bezogen auf die Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung unterproportional um 8 % auf 8,2 Mio. Euro. Das im Geschäftsjahr 2006 erwirtschaftete EBIT betrug 18,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro). Weitere Informationen Im Segment Solarmodule wurden im Geschäftsjahr 2006 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 12,9 Mio. Euro getätigt. Das Segmentvermögen stieg im Berichtszeitraum von 53,7 Mio. Euro auf 170,6 Mio. Euro. Die Segmentschulden nahmen im gleichen Zeitraum von 60,4 Mio. Euro auf 76,7 Mio. Euro zu. Zum 31. Dezember 2006 waren 286 der insgesamt 505 Mitarbeiter des SOLON-Konzerns im Segment Solarmodule tätig. Systemtechnik Das Segment Systemtechnik umfasst seit dem Geschäftsjahr 2005 insbesondere die Aktivitäten um den von SOLON selbst entwickelten SOLON-Mover. Der Mover ist ein zweiachsig der Sonne nachgeführtes Photovoltaik-Komplettsystem, das speziell für den Bau von Solarkraftwerken konzipiert wurde. Weiterer Bestandteil des Segments ist unter anderem das Projektgeschäft mit Solarmodulen. Die Akteure im Bereich Systemtechnik sind die Einzelgesellschaften SOLON Hilber Technologie GmbH, SOLON Solar Investments GmbH, asp AG und ERLASEE Liegenschaften GbR. Beteiligt sind zudem die Systemtechniksparten der SOLON AG und der S.E. Project s.r.l. Umsatz- und Ertragslage Der Umsatz mit Dritten im Segment Systemtechnik nahm in der Berichtsperiode um 145 % von 59,9 Mio. Euro auf 146,9 Mio. Euro zu. Die Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen anderer Segmente betrugen 0,9 Mio. Euro. Ein noch stärkerer Anstieg war bei der Gesamtleistung zu verzeichnen, die wegen des Lagerbestandsaufbaus bei 165,8 Mio. Euro lag (Vorjahr: 56,1 Mio. Euro). Lerneffekte und Einsparungen durch den Einkauf größerer Materialmengen führten dazu, dass sich die Materialaufwendungen im Vergleich zur Gesamtleistung unterproportional erhöhten, und zwar von 45,9 Mio. Euro auf 124,2 Mio. Euro. Die Personalaufwendungen in diesem Segment stiegen auf 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro), das EBIT legte im Berichtszeitraum von 4,1 Mio. Euro auf 19,4 Mio. Euro zu. Weitere Informationen Im Geschäftsjahr 2006 wurden im Segment Systemtechnik Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Umfang von 5,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,4 Mio. Euro) getätigt. Das Segmentvermögen erhöhte sich von 73,9 Mio. Euro auf 113,1 Mio. Euro. Die Segmentschulden stiegen von 13,2 Mio. Euro auf 36,1 Mio. Euro. Am Jahresende waren 171 der 505 SOLON-Mitarbeiter im Segment Systemtechnik beschäftigt. Konsolidierung/Sonstige Im Segment Konsolidierung/Sonstige werden die Holdingaktivitäten der SOLON AG erfasst sowie die Konsolidierung der Geschäftsvorfälle zwischen den einzelnen Segmenten durchgeführt. Aufgrund des begrenzten Informationsgehalts wird auf eine gesonderte Beschreibung der Entwicklung dieses Segments verzichtet. MitarbeiterIm Berichtsjahr beschäftigte der SOLON-Konzern im Durchschnitt - ohne die Mitglieder des Vorstands - 511 (Vorjahr: 346) und zum Stichtag 31. Dezember 2006 505 Mitarbeiter (Vorjahr: 420 Mitarbeiter). * Dies entspricht einem Anstieg um 48 % bzw. 20 %. Das Verhältnis von Mitarbeitern in der Produktion zu Angestellten betrug am Jahresende konzernweit 304 zu 201. Der Standort Deutschland verzeichnete zum Jahresende 308 Beschäftigte, in den übrigen Ländern waren für SOLON insgesamt 197 Mitarbeiter tätig. Die Mitglieder des Vorstands sind hier nicht berücksichtigt.
Der Umsatz pro Mitarbeiter stieg, basierend auf der durchschnittlichen Beschäftigtenanzahl zuzüglich Vorstand, von 0,6 Mio. Euro auf 0,7 Mio. Euro; der Personalaufwand erhöhte sich von 12,0 Mio. Euro auf 21,4 Mio. Euro. Das Verhältnis von Personalaufwand zu Gesamtleistung betrug 5,4 % (Vorjahr: 6,0 %). Ausbildung Zum Ende des Berichtsjahrs 2006 beschäftigte SOLON neun Auszubildende (Mechatroniker, Büro- und Industriekaufleute). Bislang konnte SOLON allen Auszubildenden nach Abschluss ihrer Lehrzeit eine Festanstellung anbieten. Personalauswahl und -entwicklung Mitarbeiter stellen die wichtigste Ressource des SOLON-Konzerns dar. Entsprechend legt das Unternehmen großen Wert auf die professionelle Auswahl und Integration neuer Kolleginnen und Kollegen sowie auf die kontinuierliche Weiterentwicklung aller Beschäftigten. Die hohe Besetzungsqualität und Mitarbeiterzufriedenheit spiegelt sich unter anderem in der ausgesprochen niedrigen Fluktuationsquote wider. Unternehmensführung Der langjährige SOLON-Vorstandsvorsitzende Alexander Voigt wechselte am 24. August 2006 in den Aufsichtsrat des Unternehmens. Der bisherige Finanzvorstand Thomas Krupke wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Dr. Lars Podlowski setzte seine Tätigkeit als Technikvorstand fort. Damit steht auch die weitere Entwicklung des Unternehmens im Zeichen von Kontinuität an der Führungsspitze. BeschaffungDie benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bezieht SOLON über jahrelang gewachsene Lieferverbindungen. Während die internationale Nachfrage nach Vormaterialen im Jahr 2006 erneut anzog und folglich Materialknappheit herrschte, verzeichnete SOLON dank der engen Kontakte zu den Lieferanten sowie der Bereitschaft zum Abschluss langfristiger Lieferverträge nur einen geringen Anstieg der Beschaffungspreise. Im zweiten Halbjahr 2006 war bereits eine Tendenz zu sinkenden Einkaufspreisen zu beobachten. Für die laufende Berichtsperiode rechnet SOLON mit einem Rückgang der Beschaffungspreise um rund 5 %. Die höheren Materialaufwendungen für das Geschäftsjahr 2006 konnten durch Anpassung der Verkaufspreise sowie durch Realisierung von Skaleneffekten ausgeglichen werden. Nachdem bereits im Geschäftsjahr 2005 mehrere langfristige Lieferverträge zum Bezug von Solarzellen abgeschlossen werden konnten, kam im August 2006 noch ein weiterer Beschaffungsvertrag im Umfang von rund 320 Mio. Euro mit der ErSol Solar Energy AG, Erfurt, hinzu. Durch die frühzeitige Beschaffung konnte sich SOLON die für das laufende Geschäftsjahr benötigten Zuliefermaterialien bereits vollständig sichern. Auch für die folgenden Jahre garantieren die langfristigen Vereinbarungen eine Steigerung der Liefermengen und damit eine hohe Auslastung der Maschinenkapazitäten. Der Anteil der Aufwendungen für den Bezug von Solarzellen an den gesamten Materialaufwendungen lag im Geschäftsjahr 2006 bei 78 %. Dabei konnte SOLON auf 13 Zulieferer zurückgreifen. Die fünf größten Zelllieferanten trugen insgesamt mit 70 % zu den Materiallieferungen bei. RisikomanagementRisikomanagementsystem Als Unternehmen, das sich an innovativem Wachstum orientiert, sieht sich der SOLON-Konzern aufgrund der hohen Dynamik im Weltmarkt für Photovoltaik mit einer Reihe von Chancen und Risiken konfrontiert. Zur Stärkung der eigenen Wettbewerbsposition ist es erforderlich, Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und potenzielle Auswirkungen auf die Photovoltaikindustrie frühzeitig zu erkennen und die Geschäftstätigkeit entsprechend anzupassen. Konkret gilt es, Risiken zeitnah zu identifizieren, zu überwachen und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu begrenzen sowie gleichzeitig die sich bietenden Geschäftschancen für ein wertorientiertes Wachstum konsequent zu nutzen. Somit kommt dem Abwägen von Chancen und Risiken größte Bedeutung zu. Die gegenwärtige und prognostizierte Risikosituation wird auf Konzernebene vom zentralen Risikomanagement durch Berichte dokumentiert und an den Vorstand kommuniziert. Bestandteil der Berichte ist das Risikoinventar, das sämtliche identifizierten Risiken erfasst. Die Einzelrisiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und voraussichtlicher Schadenshöhe bewertet. Darüber hinaus werden mögliche und im Hinblick auf den wirtschaftlichen Nutzen sinnvoll erscheinende Maßnahmen zur Risikovermeidung und -bewältigung dargestellt. Die Zuordnung der Risikoverantwortung, die Definition von Frühwarnindikatoren sowie eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Einzelrisiken sind weitere Berichtsbestandteile. Im Zuge der operativen Geschäftstätigkeit werden sämtliche Entscheidungen, die die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen könnten, einer ausführlichen Chancen-/Risikoabwägung unterzogen. Oberes und mittleres Managements und Vorstand treffen sich regelmäßig zur eingehenden Besprechung der gegenwärtigen Geschäftslage und der darin enthaltenen Implikationen für die Risikosituation des Unternehmens. Im Falle einer Verschlechterung der Risikoposition werden geeignete Reaktionsmaßnahmen erörtert. Darüber hinaus werden die auf Konzern- und Einzelunternehmensebene erstellten Monatsberichte auf mögliche Veränderungen der einzelnen Risikopositionen analysiert. Kurzfristige Risiken mit erheblicher Bedeutung werden umgehend an Vorstand und Geschäftsführung übermittelt. Das schnelle Wachstum des SOLON-Konzerns und die Umstellung der eingesetzten Unternehmenssoftware erfordern eine Neustrukturierung des operativen Risikomanagements insbesondere in den Bereichen Risikodokumentation und -aggregation sowie einen Wechsel der eingesetzten Risikomanagementsoftware. Die Identifikation und Überwachung von Risiken sowie die Adhoc-Berichterstattung über neue Risiken bzw. sich wandelnde Risikopositionen waren im gesamten Geschäftsjahr 2006 in Funktion. Bis Ende 2007 strebt SOLON die vollständige Implementierung des operativen Risikomanagementsystems sowie die Umstellung der Risikomanagementsoftware an. Umbau und Weiterentwicklung werden durch die interne Revision begleitet und überwacht. Im Folgenden werden alle erfassten Einzelrisiken, die sowohl die Geschäftsentwicklung als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen könnten, näher erläutert. Einzelrisiken Marktrisiken Aufgrund des Mangels an Solarsilizium ist die gesamte Photovoltaikindustrie mit Schwierigkeiten bei der Beschaffung ausreichender Mengen von Zuliefermaterialien auf Siliziumbasis konfrontiert. Obwohl nahezu sämtliche Anbieter den Ausbau der Siliziumgewinnung forcieren und der Markteintritt neuer Siliziumproduzenten angekündigt ist, rechnet SOLON frühestens im zweiten Halbjahr 2008 mit einem deutlichen Anstieg der aufbereiteten Siliziummengen. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die Siliziumnachfrage in den kommenden Jahren noch weiter zunimmt. Als Reaktion auf diesen voraussichtlich längerfristigen Engpass ging SOLON bereits im Geschäftsjahr 2005 mehrere langfristige Beschaffungsverträge für Solarzellen ein. Im Berichtsjahr wurde darüber hinaus ein zusätzlicher Mehrjahresvertrag mit der ErSol Solar Energy AG abgeschlossen. Die langfristige Versorgung garantiert SOLON für die kommenden Geschäftsjahre einen Wettbewerbsvorteil durch hohe Maschinenauslastung. Der Zugang zu weiteren Zellkontingenten wird beispielsweise durch strategische Beteiligungen erschlossen. So konnte sich SOLON durch den Anteilserwerb an Global Solar Energy Inc. die Versorgung mit Dünnschichtzellen sichern, für deren Herstellung kein Silizium benötigt wird. Um eine langfristige Beschaffung zu gewährleisten, beteiligt sich SOLON außerdem über das Joint Venture SOL Holding AG, das im Februar 2007 mit der niederländischen Firma Econcern vereinbart wurde, an der Errichtung eines Siliziumwerkes. Neben der verfügbaren Menge an Solarzellen sind für die weitere Unternehmensentwicklung auch die Beschaffungspreise entscheidend. Nachdem sich im zweiten Halbjahr 2006 ein Rückgang der Einkaufspreise abzeichnete, erwartet SOLON auch für die kommenden Jahre insbesondere aufgrund von Produktivitätssteigerungen der vorgelagerten Wertschöpfungsstufen weitere Preissenkungen. Da SOLON in der Lage ist, durch steigende Produktionsmengen Skaleneffekte zu realisieren, könnten Mehrkosten infolge einer abweichenden Entwicklung der Beschaffungspreise größtenteils kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2006 kam es auf dem deutschen Markt zu einem vorübergehenden Rückgang der Nachfrage nach Solarmodulen. Daraufhin belieferte SOLON verstärkt ausländische Märkte, das Projektgeschäft wurde ausgeweitet und ein neues Verkaufspreismodell für Solarmodule konzipiert. Da in Spanien Unsicherheiten bezüglich der künftigen Förderung von Photovoltaikanlagen auftraten, kam es dort im zweiten Halbjahr 2006 zu kurzzeitigen Verzögerungen insbesondere im Projektgeschäft. Zum Ende des Geschäftsjahres zog jedoch sowohl in Deutschland als auch in Spanien die Nachfrage wieder deutlich an. Um dem Risiko temporärer Nachfragerückgänge in einzelnen Märkten zu begegnen, hat SOLON die Verkaufsaktivitäten in weiteren Ländern wie Italien, Griechenland, Frankreich und den USA deutlich intensiviert. Nachdem im Jahr 2006 zeitweise über eine Herabsetzung der Photovoltaikförderung in Deutschland spekuliert wurde, ist mittlerweile ein deutlicher Stimmungswandel zu verzeichnen. Dazu trägt bei, dass die deutsche EU-Ratspräsidentschaft den Klimaschutz zu einem Schwerpunktthema ihrer Tätigkeit im ersten Halbjahr 2007 gemacht hat. Das deutsche Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG) hat für viele Länder Vorbildcharakter. Aufgrund dieser Entwicklungen schätzt SOLON das Risiko, dass die Photovoltaikförderung anlässlich der bis Ende 2007 geplanten turnusgemäßen Überprüfung des EEG wesentlich herabgesetzt werden könnte und folglich der Bedarf an Photovoltaikanlagen in Deutschland nachhaltig zurückginge, als gering ein. Unternehmensbezogene Risiken Das kontinuierliche Wachstum des SOLON-Konzerns und insbesondere auch die Integration der akquirierten Unternehmen stellen hohe Anforderungen an die interne Organisationsstruktur. Durch enge Zusammenarbeit und zeitnahe Information der Abteilungsverantwortlichen wird ein möglichst reibungsloser Ablauf gewährleistet. Dennoch lassen sich Mehrkosten infolge kurzfristiger Ineffizienzen zunächst nicht vollständig verhindern. Da in den bestehenden Niederlassungen Erweiterungsinvestitionen getätigt werden, besteht das Risiko einer Projektbudgetüberschreitung. Um ungeplante Kostenanstiege frühzeitig zu erkennen, werden die Ausbaumaßnahmen stets durch ein umfassendes Projektcontrolling begleitet. Die Expansion des SOLON-Konzerns erfordert eine Umstellung der Unternehmenssoftware. Trotz der intensiven Kooperation interner und externer Experten können zusätzliche Kosten im Rahmen der vollständigen und konzernweiten Implementierung nicht ausgeschlossen werden. Finanzierungsrisiken Zur Finanzierung seiner Wachstumsstrategie ist der SOLON-Konzern unter anderem auf Fremdkapital angewiesen. Folglich könnte eine Erhöhung der Leitzinsen zu einem wesentlichen Anstieg der Zinsaufwendungen führen. Die möglichen Mehraufwendungen sind teilweise in der Unternehmensplanung berücksichtigt. Die langjährige Zusammenarbeit des Unternehmens mit seinen Schlüsselkunden und die Strategie der Lieferung gegen Anzahlung, die vor allem im Projektgeschäft verfolgt wird, minimieren das Risiko von Zahlungsausfällen. Durch die Verteilung der Umsätze auf eine erweiterte Kundenbasis werden die Auswirkungen eines möglichen Zahlungsausfalls zusätzlich reduziert. Für den Fall einer Überziehung der Zahlungsfristen berechnet SOLON seinen Kunden marktübliche Verzugszinsen. Im Einkauf tätigt SOLON Geschäfte auch in US-Dollar. Ihr Anteil am gesamten Materialeinsatz im Geschäftsjahr 2006 belief sich auf rund 11 %. Die Volumenentwicklung der Fremdwährungsgeschäfte wird ständig überwacht. In US-Dollar zu leistende Anzahlungen mit Fälligkeitsziel in mehr als sechs Monaten und von wesentlichem Umfang werden durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Gesamtrisikosituation Die Gesamtrisikoposition hat sich im Vergleich zum Vorjahr erneut deutlich entspannt. Insbesondere das Risiko einer ausreichenden Versorgung mit Solarzellen ging wesentlich zurück, da die mittelfristig erforderlichen Zellkontingente gesichert werden konnten. Wie im Geschäftsjahr 2006 deutlich wurde, ist SOLON in der Lage, auf sich kurzfristig ergebende Nachfragerückgänge in einzelnen Ländern wirksam zu reagieren. Würde allerdings in einem der Hauptabsatzmärkte die Photovoltaikförderung nachhaltig herabgesetzt, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des SOLON-Konzerns. Aufgrund der beschriebenen Faktoren ist eine solche Entwicklung aus Sicht des Vorstands jedoch nicht zu erwarten. Trotz größter Sorgfalt im Bereich der Risikoidentifizierung kann nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich bedeutende bislang nicht erkannte Risiken negativ auf die Geschäftstätigkeit auswirken. Bestandsgefährdende Risiken waren weder im Geschäftsjahr 2006 noch zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts zu erkennen. Sonstige AngabenGrundzüge des Vergütungssystems Vergütung des Vorstands Die Mitglieder des Vorstands erhalten Bezüge, die sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzen:
Kriterien für die Höhe der Vergütung sind insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Mitglieds des Vorstands, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands insgesamt sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds. Die variable Vergütung sowie das Aktienoptionsprogramm sind mit Risiken behaftet, so dass es sich dabei nicht um gesicherte Bezüge handelt. Die feste Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt und in regelmäßigen Abständen auf Angemessenheit überprüft. Im Jahr 2006 übten die Vorstandsmitglieder Thomas Krupke und Dr. Lars Podlowski sowie das bis zum 24. August 2006 amtierende Vorstandsmitglied Alexander Voigt einen Teil der im Geschäftsjahr 2004 gewährten Aktienoptionen aus. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung. Die Höhe der Vergütung wird von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit festgesetzt. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag 9.343.884,00 Euro und war eingeteilt in 9.343.884 nennwertlose auf den Inhaber lautende stimmberechtigte Stückaktien. Das genehmigte Kapital betrug zum Bilanzstichtag 4.671.935,00 Euro. Das genehmigte Kapital versetzt den Vorstand in die Lage, mit Zustimmung des Aufsichtsrats kurzfristig Kapitalmaßnahmen durchzuführen, insbesondere soweit der Vorstand dazu ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts zu entscheiden. Dadurch hat die SOLON AG die Möglichkeit, in geeigneten Einzelfällen Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen nicht nur im Wege einer Barkaufpreiszahlung, sondern auch durch Überlassung von Aktien der SOLON AG zu erwerben. Das Grundkapital der Gesellschaft ist durch Ausgabe von bis zu 934.387 auf den Inhaber lautenden Stückaktien um bis zu 934.387,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Das bedingte Kapital dient der Einlösung von Bezugsrechten (Aktienoptionen), deren Ausgabe von den Hauptversammlungen am 26. Juli 2000, 26. August 2003, 26. August 2004, 24. August 2005 und 24. August 2006 beschlossen wurde. Das Bedingte Kapital II, das zum Bilanzstichtag 1.218.336,00 Euro betrug, dient ausschließlich der Gewährung von Options- und Umtauschrechten an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung vom 26. Juli 2000 bis zum 30. Juni 2005 von der Gesellschaft ausgegeben wurden. Das Bedingte Kapital III, das zum Bilanzstichtag 2.512.548,00 Euro betrug, dient der Gewährung von Optionsrechten bzw. Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. von Umtauschrechten bzw. Umtauschpflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelanleihen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 24. August 2006 bis zum 31. Juli 2011 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben werden. Dadurch sollen die Möglichkeiten der SOLON AG zur Finanzierung ihrer Aktivitäten gesichert und erweitert werden. Dem Vorstand soll mit Zustimmung des Aufsichtsrats insbesondere bei Eintritt günstiger Kapitalmarktbedingungen der Weg zu einer im Interesse der Gesellschaft liegenden flexiblen und zeitnahen Finanzierung eröffnet werden. Von der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelanleihen wurde im Berichtszeitraum kein Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 24. August 2006 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben und diese unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre insbesondere dazu zu verwenden, sie gegebenenfalls im Rahmen des Zusammenschlusses mit anderen Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran anzubieten bzw. sie im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen auszugeben. Hiervon hat die Gesellschaft im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht. Gemäß WpHG-Mitteilung vom 15. Dezember 2006 betrug der Stimmrechtsanteil der Immosolar GmbH für Energiemanagement in Mörfelden 30,84 %. Darüber hinaus lagen SOLON zum Ende des Geschäftsjahres keine Informationen über den Besitz von Stimmrechtsanteilen in einem Umfang von mindestens 5 % durch einen Aktionär vor. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands ist in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 7 der Satzung in der Fassung vom 25. Januar 2007 geregelt. Gemäß § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen, im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder. Die Satzung kann gemäß § 133 AktG nur durch einen Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Für den Fall eines unmittelbaren oder mittelbaren Erwerbs von mindestens 30 % der Stimmrechte an der SOLON AG hat der Vorstandsvorsitzende Thomas Krupke das Recht, innerhalb einer Frist von sechs Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels das Amt als Vorstand unter Einhaltung einer dreimonatigen Frist zum Monatsletzten niederzulegen, sofern gleichzeitig die Kündigung des Dienstvertrags durch ihn selbst erfolgt. Zum Ausscheidezeitpunkt werden dem Vorstand die gesamten Bezüge ausgezahlt, die er erhalten hätte, wenn er seinen Dienstvertrag bis zum vereinbarten Ende erfüllt hätte. Der Zielerreichungsgrad wird auf 100 % festgesetzt. Zudem erhält der Vorstand zum Ausscheidezeitpunkt eine Abfindungszahlung in Höhe von brutto 2,0 Mio. Euro. Besondere Ereignisse nach Ende des GeschäftsjahrsGründung der SOLON America Corporation Im Januar 2007 wurde die SOLON America Corporation gegründet. Die Gesellschaft mit Sitz in Tucson, Arizona, befindet sich derzeit im Aufbau und wird künftig die Produktion und den Vertrieb von Photovoltaikprodukten für den US-amerikanischen Markt übernehmen. Beteiligung am australischen Energieunternehmen CBD Energy Ltd. Ende Januar 2007 gab die SOLON AG ihre Absicht bekannt, bis zu 20 % der Anteile am australischen Energieunternehmen CBD Energy Ltd. zu übernehmen. Der Kaufpreis für die Beteiligung beträgt voraussichtlich 3 Mio. Euro. Das Unternehmen mit Sitz in Sydney ist auf Energiemanagement und Energiedienstleistungen spezialisiert und hat kürzlich eine Lizenz für ein Verfahren zur Energiespeicherung auf Graphitbasis erworben. In einem Joint Venture mit Hydro Tasmania, dem größten auf erneuerbare Energien spezialisierten Energieversorger Australiens, arbeitet CBD Energy derzeit am Aufbau eines netzfernen Energieversorgungssystems auf der tasmanischen Insel King Island. Für SOLON besteht das Ziel der strategischen Partnerschaft darin, mit CBD Energy als Turnkey Contractor bei der Realisierung von CO 2-freien Kraftwerksprojekten in Australien zu kooperieren und sich so diesen Ländermarkt zu erschließen. Verkauf der Beteiligung am niederländischen Solarzellenproduzenten Solland Solar Energy B.V. Am 1. Februar 2007 veräußerte die SOLON AG ihren 13 %-igen Anteil am niederländischen Solarzellenhersteller Solland Solar Energy Holding B.V. an zwei niederländische Investoren. Das Veräußerungsergebnis (vor Steuern) von 10,0 Mio. Euro soll für neue strategische Investitionen verwendet werden. Gleichzeitig wurden die seit 2004 bestehenden Geschäftsbeziehungen zwischen SOLON und Solland durch die Verlängerung des bisherigen Zellliefervertrages intensiviert. Danach erhält SOLON von Solland bis zum Jahr 2015 Solarzellen in einem Gesamtvolumen von mindestens 400 Mio. Euro. Gründung des Joint Ventures SOL Holding AG Ende Februar 2007 vereinbarte SOLON mit dem niederländischen Solarunternehmen Econcern ein Joint Venture mit dem Ziel, sich als strategischer Investor am Aufbau von Produktionskapazitäten am oberen Ende der solaren Wertschöpfungskette zu beteiligen. An dem in Gründung befindlichen Gemeinschaftsunternehmen SOL Holding AG ist die SOLON AG mit 48 %, das Econcern-Tochterunternehmen Ecoventures mit 52 % beteiligt. Die SOL Holding AG wird sich als Mehrheitsgesellschafter beim Aufbau einer Siliziumfertigung in Frankreich engagieren. Das Unternehmen Silicium de Provence SAS (SilPro) ist im Bereich der Herstellung von solarem Polysilizium tätig. Die Gesamtinvestitionssumme in SilPro wird rund 300 Mio. Euro betragen. Die Siliziumproduktion soll im ersten Ausbauschritt eine Jahreskapazität von über 3.000 Tonnen erreichen. Der Start der Produktion ist für Ende 2008 geplant. PrognoseberichtAusblick Weltwirtschaft und Solarbranche Weltwirtschaft Wirtschaftsexperten rechnen für 2007 mit einer leichter Abschwächung der Weltkonjunktur. Zwar dürfte sich das Wachstumstempo in den Schwellenländern Asiens nur wenig verringern, die Wachstumslokomotive USA scheint jedoch weiter an Fahrt zu verlieren. Für Deutschland wird erwartet, dass der Aufschwung weiter anhält. Solarbranche international/national Nach Auffassung von Branchenexperten wird die weltweite Nachfrage nach Solaranlagen das Angebot auf Jahre übersteigen. Das Bankhaus Sarasin rechnet in seiner jüngsten Solarstudie mit einem jährlichen Wachstum des internationalen Photovoltaikmarktes bis zum Jahr 2010 von 25 bis 30 %. Die Analysten von Goldman Sachs erwarten bis 2015 durchschnittliche Wachstumsraten von 27 %. Nach ihrer Einschätzung werden die drei großen Photovoltaikmärkte Europa, Japan und USA bis 2010 weiterhin rund 85 % des Weltmarktes auf sich vereinen, während das dynamischste Wachstum in den Mittelmeerländern erwartet wird, die heute schon über EEG-ähnliche Marktunterstützungsprogramme verfügen. Damit die Entwicklung in diesen neuen Märkten an Fahrt gewinnen kann, müssen allerdings zunächst die dort noch bestehenden bürokratischen Hürden beseitigt werden. In Spanien wurde im Dezember 2006 ein Entwurf zur Neuregelung der Einspeisetarife vorgelegt, dessen Verabschiedung für dieses Frühjahr erwartet wird. In der Folge dürfte sich der im Berichtsjahr eingetretene Antragsstau für Photovoltaikprojekte sukzessive auflösen. Experten rechnen für das laufende Jahr mit einer deutlichen Beschleunigung des Wachstums, von der insbesondere der Markt für große Kraftwerksanlagen profitieren sollte. Ähnlich positive Signale kommen auch aus Italien, wo Ende Februar 2007 die Eckdaten der neuen Einspeiseregelung bekannt gegeben wurden. Demnach soll das Antragsverfahren in Anlehnung an das deutsche EEG stark vereinfacht werden. Das neue Gesetz sieht die Förderung von Solarinstallationen mit einer Gesamtleistung von 3.000 Megawatt bis zum Jahr 2016 vor. Trotz ihres Schwerpunkts auf solaren Kleinanlagen stellt die Einspeiseregelung auch für große Photovoltaikprojekte attraktive Vergütungssätze in Aussicht. In den USA, wo die SOLON AG für 2007 mit einem Marktvolumen von 180 bis 200 Megawatt rechnet, dürfte sich die Entwicklung auch weiterhin auf einige Bundesstaaten im Südwesten und im Nordosten des Landes konzentrieren. Nach Inkrafttreten der California Solar Initiative im Januar 2007 wird Kalifornien dabei voraussichtlich auch in Zukunft Vorreiter bleiben. Für die deutsche Photovoltaikindustrie erwartet die SOLON AG auch für 2007 wieder ein zweistelliges Wachstum. Mit jährlichen Neuinstallationen von über 1.000 Megawatt dürfte sich der deutsche Markt in den kommenden Jahren auf sehr hohem Niveau einpendeln und damit auf lange Sicht weltweiter Spitzenreiter bleiben. In Deutschland herrscht ein breiter gesellschaftlicher und politischer Konsens über die Notwendigkeit der Förderung erneuerbarer Energien; folglich deutet derzeit nichts darauf hin, dass sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen mit der EEG-Novellierung Ende des Jahres 2007 signifikant verändern könnten. Ausblick SOLON Märkte Für das Standardmodul-Geschäft von SOLON wird Deutschland in den Jahren 2007 und 2008 wichtigster Markt bleiben. Allerdings war in den vergangenen Monaten wachsendes Interesse aus Spanien, Italien und Frankreich zu verzeichnen, weshalb im laufenden Jahr mit einem weiteren Anstieg des Auslandsgeschäfts in diesem Segment zu rechnen ist. Das Systemtechnikgeschäft, das 2006 bereits einen Anteil von 42 % an den Gesamtumsätzen des SOLON-Konzerns mit Dritten hatte, wird kontinuierlich ausgebaut. Wichtigster Markt für das Geschäft mit dem SOLON-Mover wird auch 2007 Spanien sein. Aktuell verhandelt SOLON dort über Kraftwerksprojekte im Gesamtvolumen von mehr als 60 Megawatt. Entsprechend der Entwicklung in Südeuropa, USA und Asien wird SOLON auch in diesen Ländermärkten das Kraftwerksgeschäft ausweiten. Internationalisierung Beim Aufbau des internationalen Vertriebsnetzes konzentriert sich SOLON konsequent auf die Märkte, für die kurzfristig bereits ein nennenswertes Wachstum erwartet wird. Zugleich beobachtet der Konzern die Entwicklung in anderen Regionen, um Chancen frühzeitig zu erkennen. Infolge der zunehmenden Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten wird der Auslandsumsatz im Jahr 2007 voraussichtlich erneut über 50 % liegen. Mit der Minderheitsbeteiligung an Global Solar Energy im April 2006 erschloss sich SOLON den Zugang zum US-amerikanischen Markt. Mittlerweile wurde in den USA mit dem Aufbau einer eigenen Tochtergesellschaft namens SOLON America Corp. begonnen, die die Produktion und den Vertrieb von SOLON-Produkten im nordamerikanischen Markt übernehmen soll. Produkte Im Jahr 2006 wurden sowohl im Modulbereich als auch in der Systemtechnik diverse neue Produkte entwickelt, darunter dachintegrierte Photovoltaiksysteme und die nächste SOLON-Mover-Generation. Die Produkte stehen kurz vor der Markteinführung und sollen dazu beitragen, weitere Marktsegmente und Kundengruppen zu erschließen. Beschaffung Durch intensive Beziehungen zu langjährigen Partnern ist es SOLON in den letzten 24 Monaten gelungen, Lieferverträge mit einem Gesamtvolumen von über 2 Mrd. Euro abzuschließen. In einer Phase, in der die Nachfrage nach Solarsilizium das Angebot auch auf mittlere Sicht deutlich übersteigt, konnte das Unternehmen somit frühzeitig die Versorgung mit dem für die Modulproduktion wichtigsten Rohmaterial sichern. Die Verträge bilden eine solide Grundlage für das weitere starke Wachstum des SOLON-Konzerns in den kommenden Jahren. Strategische Partnerschaften Die SOLON AG wird sich auch künftig als "Pure Player" unter den deutschen Solarunternehmen positionieren und den Schwerpunkt der Aktivitäten klar auf die Stärkung ihrer Kernkompetenzen legen. Gleichzeitig ist geplant, bestehende strategische Partnerschaften zu Lieferanten und Vertriebspartnern weiter auszubauen und neue Partnerschaften einzugehen. Damit verbindet SOLON die Absicht, die Rohstoffbasis über die bestehenden Verträge hinaus zu verbreitern und sich den Zugang zu neuen Märkten und Marktsegmenten zu eröffnen. Angesichts der dargestellten Rahmenbedingungen sieht sich SOLON gut positioniert, in den kommenden Jahren weiter zu expandieren und dabei auch künftig das Marktwachstum zu übertreffen. Für das laufende Jahr plant SOLON bei Umsatz und Ergebnis eine Steigerung von jeweils über 30 %. Für 2008 wird ein beschleunigtes Wachstum von über 50 % erwartet.
Berlin, 29. März 2007 Der Vorstand der SOLON AG für Solartechnik Thomas Krupke Dr. Lars Podlowski Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der SOLON AG für Solartechnik aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, den 29. März 2007 PKF
Pannell Kerr Forster GmbH
Thum, Wirtschaftsprüfer Beier, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006Es wird verwiesen auf den mit den Unterlagen für den Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2006 eingereichten Bericht des Aufsichtsrats, der sich sowohl auf den Einzel- als auch auf den Konzernabschluss der SOLON AG für Solartechnik bezieht. |
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