Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 827
Vorher
Haniel Bau-Industrie GmbH
Eingetragen
30.7.2002
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
das Halten und Verwalten von Gesellschaften im In- und Ausland, die die Gewinnung, Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Baustoffen, sonstigen Baumaterialien und Bauzubehör aller Art sowie mit dem Bau zusammenhängende Geschäfte betreiben. Die Gesellschaft kann die vorgenannten Geschäfte auch selbst ausführen, die Geschäftsführung bei Unternehmen, die die vorgenannten Geschäfte ausführen, übernehmen und/oder sich an solchen Unternehmen beteiligen, solche Unternehmen oder Zweigniederlassungen errichten und alles tun, was geeignet ist, dem Gesellschaftszweck zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Stefan Pohlmann
seit 15.10.2025
Prokura
Joana Ney
seit 7.4.2025
Prokura
Ramona Tooren
seit 12.7.2024
Prokura
Radmila Dr. Petrovic
seit 31.5.2023
Prokura
Dana Gronemann
seit 24.3.2023
Prokura
Cécile Fages
seit 22.7.2021
Prokura
Christophe Clemente
seit 15.1.2021
Geschäftsführer
Prokura
Daniel Peter
seit 8.9.2020
Prokura
Prokura
Roman Frank Steinfels
seit 14.7.2020
Prokura
Petra Leijser
seit 28.11.2019
Prokura
Dörte Conrad
seit 23.9.2019
Prokura
Ilka Hoffmann
seit 18.10.2017
Prokura
Nicole Rebling
seit 9.8.2017
Prokura
Geschäftsführer
Michael Dr. Leicht
seit 14.10.2016
Prokura
Frank Fuchs
seit 2.8.2012
Prokura
Volker Blech
seit 3.11.2003
Prokura
Volker Dr. Löhnig
seit 1.8.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Xella International S.A.LUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
52.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Xella International GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023

der Xella International GmbH

1. Geschäftstätigkeit

Die Xella International GmbH nimmt mit den Beschäftigten ihrer Stabsabteilungen strategische Aufgaben für die gesamte Xella Gruppe wahr und sie hat die Funktion einer Konzernbank, so dass sie das Profil einer strategischen Führungsholding besitzt.

Das primäre Ziel der Finanzierung der Xella Gruppe besteht unverändert in der Aufrechterhaltung einer jederzeit ausreichenden Liquiditätsversorgung zur Sicherstellung der uneingeschränkten Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften der Xella Gruppe. Darüber hinaus werden durch das aktive Finanzmanagement finanzielle Spielräume geschaffen. Durch die Einbindung der Gesellschaft in der Cash-Pooling der Xella Gruppe spiegelt sich die Liquidität der Xella International GmbH auch in ihren Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wider.

Als Holdinggesellschaft wird die Xella International GmbH in ihrer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich von der Geschäftsentwicklung und dem Ausschüttungsverhalten ihrer Tochter- und Beteiligungsgesellschaften beeinflusst.

Die Xella International GmbH ist eine Zwischenholding der Geschäftseinheit (GE) Baustoffe der Xella Gruppe. Sie ist eine direkte Tochtergesellschaft der XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, der Führungsgesellschaft der GE Baustoffe. Diese ist organisatorisch in Markträume gegliedert, die jeweils ein oder mehrere Länder mit eigenständigen Tochtergesellschaften umfassen.

Diese Tochtergesellschaften entwickeln, produzieren und vertreiben hochwertige, ökologische und nachhaltige Wandbaustoffe und mineralische Dämmstoffe, die sowohl im Neubau (Wohn- und Nichtwohnbau) als auch im Renovierungssektor Anwendung finden. Ergänzungsprodukte und Dienstleistungen vervollständigen das Angebot als Vollsortimenter. Mit den Marken Ytong, Hebel und Silka ist sie im Verbund der GE Baustoffe einer der großen Hersteller von Porenbeton und Kalksandstein europaweit. Mit Multipor bieten die operativen Einheiten der Gesellschaft ihren Kunden eine mineralische, nicht brennbare und ökologische Dämmplatte.

Die gesamte operative Organisation war zum Bilanzstichtag 31.12.2023 - über Zwischenholdings - der zu dem Privat Equity Unternehmen "Lone Star" gehörenden Führungsgesellschaft LSF10 XL Investments S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg unterstellt.

2. Erläuterungen zur konjunkturellen Entwicklung

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Auch im Jahr 2023 war die wirtschaftliche Entwicklung schwach. Auswirkungen der Inflation, die darauf reagierenden Geldpolitik mit steigenden Zinsen sowie der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine führten zu einer Stagnation in Europa. Dies wirkte sich auch negativ auf die Bauwirtschaft aus. Die stagnierende Wirtschaft in Europa führte zu einem deutlich geringerem Neubauvolumen und einem Rückgang der Baugenehmigungen und beeinträchtigte auch unsere Beschaffungsmärkte.

Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ging auch in 2023 in den meisten Ländern zurück. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) verzeichnet in seinem Sommergutachten vom Juni 2024 ein globales Welthandelsvolumen von -1,9 % für das Jahr 2023. Mit Blick auf Europa verzeichnet das IfW für die Europäische Union ein Wachstum von +0,6 % nach +3,6 % im Vorjahr. Diese Abschwächung der Dynamik ist vor allem auf die Stagnation Deutschlands zurückzuführen, das innerhalb der EU ein Gewicht von fast einem Viertel hat. Laut IfW stagniert das BIP in Deutschland im Jahr 2023 mit 0,0 % nach +1,9 % im Jahr 2022.

2.2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Blickt man auf die letzten Jahre im Bauwesen zurück, so trafen günstige Finanzierungsbedingungen auf eine starke Nachfrage und ein starkes Wirtschaftswachstum. Daher wurde eine Art Abschwächung auf ein moderateres Wachstum erwartet. Aber mit Beginn der Covid 19 Pandemie in 2020 kam es zu einem abrupten Nachfragerückgang und damit verbunden ein Rückgang der Neubautätigkeit. Im Jahr 2021 war das Ausmaß der raschen Erholung dem rapiden Rückgang ähnlich (V-förmige Erholung), teilweise bedingt durch finanzielle und politische Unterstützung durch die Regierungen, wobei es von Land zu Land Unterschiede gab. Der Krieg in der Ukraine und die steigende Inflation in verschiedenen Sektoren stoppten den Aufschwung und führten zu einer Rezession in Europa. Im Jahr 2023 begann vor allem im europäischem Wohnungsbau ein schwerer Abschwung.

Die Forscher von Euroconstruct, einem europäischen Netzwerk von Wirtschaftsinstituten, das die Bauwirtschaft in 19 europäischen Ländern erfasst, schätzten in der neusten Prognose per Juni 2024 für die von ihnen beobachteten Länder im Jahr 2023 einen Rückgang der gesamten Bauproduktion inkl. Tiefbau von -1,4 % nach +2,6 % im Jahr 2022.

Es gibt mehrere Gründe, warum die meisten der 19 erfassten Länder des Euroconstruct-Netzwerks in ihrer Bautätigkeit nach unten zeigen: stark steigende Zinsen und Baupreise, hohe Inflation, Kaufkraftverlust der privaten Haushalte, schwächeres Wirtschaftswachstum, angespannte öffentliche Haushaltslage, sinkende Immobilienpreise, Rentabilitätsüberlegungen, die in der Summe zu mehr Unsicherheit führen.

Nach der Prognose der Forschungsgruppe Euroconstruct per Juni 2024 sinken die gesamten Neubauinvestitionen im Hochbau, einschließlich Wohn- und Nichtwohngebäuden, um -6,3 % im Jahr 2023 gegenüber +1,8 % im Jahr 2022 und +3,5 % im Jahr 2021.

Unsere Produkte werden nicht nur im Neubau, sondern auch bei der Renovierung eingesetzt, zum Beispiel unsere Multipor Mineraldämmplatten. Generell ist das Renovierungsvolumen weniger konjunkturabhängig, da die Nachfrage auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten tendenziell stabiler ist als im Neubaubereich. Die Klimaziele innerhalb der Europäischen Union und die Bedeutung des Gebäudebestands für die Erreichung dieser Ziele werden die Renovierungsaktivitäten in diesem Jahrzehnt unterstützen.

Das prognostizierte Volumen an Renovierungsarbeiten für Wohngebäude in der Euroconstruct-Zone ging in 2023 um nur -0,5% zurück, während der Neubau um -9,7% deutlich schrumpfte.

3. Ertragslage der Xella International GmbH

Der Jahresabschluss der Xella International GmbH weist im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von 73,1 Mio. € (VJ 81,2 Mio. €) aus und wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrags an die XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, abgeführt. Diese rückläufige Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung des Beteiligungsergebnisses von 95,2 Mio. € (VJ 99,8 Mio. €) sowie einem aufgrund der gestiegen Marktzinsen deutlich niedrigeren Zinsergebnis von -11,3 Mio. € (VJ -1,5 Mio. €). Zur Entwicklung des Beteiligungsergebnis verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind um +3,6 Mio. € auf 11,6 Mio. € angestiegen und beinhalten im Wesentlichen Betriebs- und Verwaltungskostenumlagen sowie Lizenzeinnahmen von verbundenen Unternehmen.

4. Vermögenslage der Xella International GmbH

Das Vermögen der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2023 insgesamt 862,7 Mio. € (VJ 830,6 Mio. €) und beinhaltet im Wesentlichen Finanzanlagen von 610,9 Mio. € (unverändert ggü. VJ), Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 72,2 Mio. € (VJ 75,7 Mio. €) sowie flüssige Mittel i.H.v. 176,6 Mio. € (VJ 141,0 Mio. €). Der deutliche Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten ist hauptsächlich in den von der Xella Baustoffe GmbH im Rahmen des Cash Pooling durchgeleiteten Zahlungseingängen aus erhöhten Beteiligungserträgen und Desinvestitionen begründet.

5. Finanzlage der Xella International GmbH

Auf der Passivseite der Bilanz entfallen 162,1 Mio. € auf Eigenkapital und 700,6 Mio. € auf Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 18,8 % nach 19,5 % im Vorjahr. Die wesentlichen Veränderungen auf der Passivseite entfallen auf gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus dem an die XI (BM) im Berichtsjahr abgeführten Gewinn i.H.v. 73,1 Mio. €.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Xella International GmbH hat das Ziel, ihre personellen, natürlichen und finanziellen Ressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung bestmöglich einzusetzen. Entsprechend wird die Leistungsfähigkeit der Xella International GmbH und ihrer Tochterunternehmen nicht nur durch finanzielle, sondern auch durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt.

6.1. Mitarbeitende

Kompetente, leistungsfähige und engagierte Mitarbeitende sind die Basis für den Erfolg und die Weiterentwicklung der Xella International GmbH. Ziel ist es, auf den verschiedenen betrieblichen Ebenen und entsprechend den fachlichen Anforderungen eine jederzeit hinreichende Zahl sehr gut qualifizierte und hoch engagierte Mitarbeitende zu beschäftigen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dazu tragen die Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeitenden ebenso bei wie eine faire, leistungsorientierte Vergütung, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und flexible Möglichkeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Höchste Priorität hat die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Beschäftigten.

Zum 31. Dezember 2023 waren in der Xella International GmbH 68 Mitarbeitende (VJ 67) beschäftigt (Headcount).

Bewerberansprache und Rekrutierung

Der Bereich Human Resources unterstützt alle Funktionsbereiche bei der Suche nach kompetenten Fach- und Führungskräften. Im Jahr 2023 lag ein Schwerpunkt auf der Einführung unseres neu gestalteten Jobportals in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland mit einem moderneren und benutzerfreundlicheren Rahmen. Darüber hinaus haben wir an unserem Marketingkonzept gearbeitet, um bestimmte Mitarbeitergruppen wie Auszubildende über die sozialen Medien anzusprechen und zu gewinnen.

Damit positioniert sich die Xella International GmbH als modernes, transparentes und zukunftsorientiertes Unternehmen.

Bindung und Verpflichtung von Mitarbeitern

Im Herbst 2023 führten wir eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durch, um das Engagement der Mitarbeiter zu messen, d. h. ihre Motivation, zum Erfolg des Unternehmens beizutragen, und um unsere Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten aus Sicht der Mitarbeiter zu ermitteln. Die Teilnahmequote lag auf einem hohen Niveau. Unser Engagement-Index - basierend auf 11 Faktoren wie Beziehung zu Vorgesetzten und Kollegen, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Lernmöglichkeiten - wurde mit 3,8 von 5 Punkten bewertet.

Aus- und Weiterbildung

Durch die berufliche Förderung und Entwicklung der Mitarbeitenden passt die Xella International GmbH die Qualifikationen und Erfahrungen der Belegschaft den sich wandelnden Anforderungen der Industrie und Arbeitswelt an und kann somit auch den zukünftigen Erfolg sichern. Daher bieten wir unseren Mitarbeitenden und Führungskräften eine breite Palette an internen und externen Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen in verschiedenen Formen an. Junge Talente werden im Rahmen der Ausbildungs- und Traineeprogramme gefördert.

6.2. Arbeitssicherheit

Sicherheit steht bei Xella ganz oben auf der Liste der Grundwerte. Wir betrachten Sicherheit nicht einfach als eine Priorität, die sich leicht ändern könnte, sondern als Teil unserer Unternehmenskultur; Sicherheit ist die Art und Weise, wie wir in jedem Aspekt unseres Geschäfts arbeiten (Entwurf, Herstellung, Lieferung, Installation usw.). Der Schutz unserer Mitarbeiter, die im Mittelpunkt unseres Geschäfts stehen, und die Gewährleistung, dass sie nach jedem Arbeitstag sicher zu ihren Familien nach Hause zurückkehren, ist ein zentraler Grundsatz unserer Geschäftspraxis.

Die Gesamtverantwortung dafür liegt bei der Konzernleitung, aber die Sicherheit ist in der Führung unserer Manager und in der Mentalität unserer Mitarbeiter verankert. Die Grundlage unserer Gesundheits- und Sicherheitsstandards bildet die Konzernrichtlinie für Gesundheit und Sicherheit, die die Risikobewertung, die Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter, die Untersuchung von Vorfällen und die Berichterstattung umfasst. Audits, Inspektionen und eine regelmäßige Berichterstattung über Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren sorgen für Transparenz über Leistung und Fortschritt in diesem Bereich.

Zusätzlich zu diesen organisatorischen Sicherheitsverbesserungen und trotz widriger Marktbedingungen blieben wir 2023 konsequent und investierten weiter in Sicherheitsverbesserungen.

Unser Hauptaugenmerk lag auch im Jahr 2023 auf der weiteren Umsetzung unserer Sicherheitskultur, die von unseren Führungskräften vorangetrieben wird.

6.3. Corporate Governance / Compliance

Xella will ein vertrauenswürdiger, verlässlicher Geschäftspartner sein, der ein hohes Ansehen genießt. Dementsprechend haben wir ein Compliance-Management-System implementiert, um zu unterstützen, dass sich alle Mitarbeiter an die gesetzlichen Vorgaben sowie unsere internen Regeln und Richtlinien halten. Wir betrachten Compliance nicht nur als eine notwendige Aufgabe, sondern auch als ein Mittel zur Förderung eines ethischen Arbeitsumfelds und einer nachhaltigen Unternehmensführung.

Alle Compliance-Instrumente und -Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und an die regulatorischen Anforderungen sowie an Veränderungen im Risikoumfeld angepasst. Unser Compliance-Management-System umfasst "Integrity Reporting Channels", ein Meldesystem für unsere Mitarbeiter und externe Stakeholder, um uns vertraulich über vermeintliche externe (rechtliche) und interne Compliance-Verstöße zu informieren (Whistleblowing). Relevante Compliance-Risiken werden im Rahmen unseres regelmäßigen Risikomanagementprozesses ermittelt und mit dem Management erörtert.

6.4. Digitalisierung

In der aktuellen Wirtschaftslage, die durch einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum und qualifizierten Arbeitskräften auf den Baustellen gekennzeichnet ist, bemühen wir uns als Xella effiziente Bau- und Renovierungslösungen anzubieten. Die Digitalisierung unserer Prozesse steht im Mittelpunkt dieser Agenda.

Wir verfügen über eine Reihe digitaler Lösungen, die es uns ermöglichen, unsere Produkte schneller zu unseren Kunden zu bringen und sie dabei unterstützen, effizienter und kostengünstiger zu bauen und die Gesamtkosten deutlich zu senken.

7. Darstellung der Chancen und Risiken

7.1. Chancenbericht

Die Beurteilung und Nutzung von Chancen ist ein wichtiger Bestandteil erfolgreicher Unternehmensführung. Unser Ziel ist es, interne und externe Chancen, die sich positiv auf unseren wirtschaftlichen Erfolg auswirken können, zu identifizieren und die entsprechenden Umsetzungsmaßnahmen zu definieren.

Zur zeitnahen Erkennung möglicher Chancen beobachten und analysieren wir kontinuierlich unsere Märkte, das Wettbewerbsumfeld sowie globale Trends. Wir stehen im ständigen Kontakt mit unseren Stakeholdern, insbesondere mit unseren Kunden, Lieferanten und Regulatoren, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Für die Xella International GmbH ergeben sich wesentliche Chancen aus der Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit, der Fortführung der Digitalisierungsstrategie, einer Verbesserung unserer finanziellen Basis, Steigerungen der Effizienz und gegebenfalls auch durch Wachstum infolge von sich anbietenden Akquisitionen. Da die Ertragslage der Xella International GmbH auch vom Ausschüttungsverhalten und von Ergebnisübernahmen der Tochtergesellschaften beeinflusst ist, bestehen auch Chancen durch die steigende Bedeutung der Nachhaltigkeit, Energie- und Resourceneffizienz, die erhöhte Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und Innovationen.

7.2. Risikobericht

Die Xella International GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Xella Gruppe eingebunden. Es ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und -bewältigung.

In der Xella Gruppe werden regelmäßig alle konzernrelevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines gruppeneinheitlichen Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und dem Risikomanagement Board zur Festlegung der Risikobehandlung vorgelegt. Regelmäßige Planungen und die kontinuierliche Berichterstattung aus den einzelnen Geschäftsbereichen sind wesentliche Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass die für die Xella Gruppe relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet,

vorausschauend gesteuert und überwacht werden.

Operative Risiken der direkten und indirekten Tochtergesellschaften

Operative Risiken können die Ausschüttungen und Ergebnisübernahmen in die Xella International GmbH negativ beeinflussen. Zu diesen operativen Risiken gehören globale und geopolitische Risiken, Absatz- und Wettbewerbsrisiken, Umweltrisiken, produktionstechnische Risiken, Beschaffungsrisiken sowie rechtliche Risken, die infolge von Produktfehlern trotz einer ständigen Produktionskontrolle und Produktüberwachung entstehen können.

Informationssicherheits- und Datenschutz-Risiken

Unsere IT-gestützten Geschäftsprozesse sind verschiedenen Informationssicherheitsrisiken ausgesetzt. Risiken können durch menschliche Fehler, organisatorische oder technische Abläufe und/oder Sicherheitslücken in der Informationsverarbeitung entstehen. Dadurch können die Vertraulichkeit von Daten, die Verfügbarkeit von Systemen und die Integrität von Informationen gefährdet werden. Wir haben Strukturen und Prozesse implementiert, die sicherstellen, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten in Übereinstimmung mit den Datenschutzbestimmungen der Datenschutz Grund-Grundverordnung (DSGVO) und ggf. weiterer nationaler Gesetzgebungen verarbeitet werden. Alle relevanten Mitarbeitenden werden im verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten geschult und die Aufmerksamkeit durch Sensibilisierungskampagnen aufrechterhalten. Auch jeder neue Vertragspartner oder Dienstleister wird auf die Einhaltung der Anforderungen des Datenschutzes geprüft. Da die Datenschutzorganisation Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist, ermöglicht sie uns die Umsetzung neuer Anforderungen zu implementieren, um das Risiko der Nichteinhaltung zu mindern. Die Risikosituation der Cyber-/Informationssicherheit bei Xella ergibt sich aus der zunehmenden globalen Bedrohungslage. Cyberattacken auf Unternehmen haben ein hohes Niveau erreicht. Entsprechend erweitern wir unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen, aktualisieren interne Prozesse und Regelungen und führen regelmäßig Sicherheitstests durch.

Regulatorische Risiken

Die Xella-Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Derzeit werden die Eintrittswahrscheinlichkeit der regulatorischen Risiken und deren Einfluss auf die finanzielle Situation und das geplante operative Ergebnis als gering eingeschätzt.

Rechnungslegungsbezogene Risiken

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird zur Abbildung der buchhalterischen Vorgänge Standardsoftware eingesetzt, wobei die Zugriffsberechtigungen der Beteiligten differenziert geregelt sind. Es besteht eine klare Aufgabenabgrenzung. Grundsätze der Funktionstrennung, wie beispielsweise das Vier-Augen-Prinzip, sind Bestandteil des Rechnungslegungsprozesses. Die Einhaltung dieser Prinzipien wird stichprobenartig innerhalb eines risikoorientierten Prüfungsplans durch das Corporate Internal Audit geprüft. Komplexe versicherungsmathematische Gutachten und Bewertungen werden durch darauf spezialisierte Dienstleister erstellt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher rechnungslegungsbezogenen Risiken wird daher als gering eingeschätzt.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Xella International GmbH ist mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierbei sind im Wesentlichen Liquiditäts- und Kreditrisiken sowie Zinsänderungs-, Währungs- und Marktrisiken zu nennen, die beispielsweise Preisveränderungen auf den Rohstoffmärkten umfassen können. Das Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagementsystems besteht darin finanzielle Risiken zu überwachen und zu reduzieren. Das Management legt die Richtlinien für das finanzwirtschaftliche Risikomanagementsystem und die generellen Verfahren fest, um die Xella Gruppe gegen finanzielle Risiken abzusichern. Die Xella Gruppe verfügt über eine eigene Treasury Abteilung, die entsprechende Maßnahmen zur Vermeidung und Reduzierung solcher Risiken ergreift, nachdem sie die finanziellen Risiken identifiziert, analysiert und abgeschätzt hat. Sie berät die Gesellschaften der Xella Gruppe und führt eigene Absicherungsgeschäfte durch. Finanzielle Risiken können sich aus der Volatilität der Devisen- und Kapitalmärkte ergeben. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen sowie künftiger Zahlungsströme werden Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Die Anlage unserer liquiden Mittel im Inland erfolgt im Rahmen des Cash Poolings bei der Xella International GmbH, die ihrerseits die Guthaben bei verschiedenen Banken mit guter Bonität anlegt, so dass unser Risiko bei Ausfall einzelner Kreditinstitute reduziert ist.

Personalrisiko

Das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg der Xella International GmbH.

Personalrisiken ergeben sich unter anderem durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation. Scheiden Mitarbeitende in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus, fließen wichtiges Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen ab und es besteht die Gefahr, die Positionen nicht gleichwertig und zeitnah nachzubesetzen. Attraktive Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle, vielfältige Karriereperspektiven, umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und ein modernes und gesundes Arbeitsumfeld sollen Personalrisiken begrenzen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen dieses Risikos werden aber als gering eingeschätzt.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Nach Überprüfung der Risikolage zum 31. Dezember 2023 liegen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Xella International GmbH gefährden. Auch für die Zukunft, und insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen des Ukraine Kriegs sind bisher keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar.

8. Voraussichtliche Entwicklung und Ausblick

8.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2023 sind die Energiekosten gesunken, die Inflation hat sich verlangsamt, die Reallöhne steigen langsam, aber die Unsicherheit bleibt bei allen Wirtschaftsakteuren hoch. Diese Vorsicht beruht auf geopolitischen Spannungen wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine oder der zunehmend instabilen Lage im Nahen und Mittleren Osten, die sich auch auf die Lieferketten auswirken. Hinzu kommen weitere wirtschaftliche Kämpfe, eine uneinheitliche Wirtschaftspolitik wie in Europa oder innenpolitische Unsicherheiten wie in den USA. Unter diesen Umständen gehen die Forscher des IfW in ihrem Sommergutachten vom Juni 2024 für die Weltwirtschaft von einem Wachstum von +3,2 % im Jahr 2024 nach +3,2 % im Jahr 2023 aus, wobei das Wachstum vor allem von Staaten außerhalb Europas getragen wird.

8.2. Branchenbezogene Entwicklung

Während das IfW für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts ein wenig optimistisch ist, sind die Aussichten für die Bauwirtschaft weniger optimistisch, da viele dämpfende Faktoren auch in den nächsten Jahren anhalten und sowohl für die Nachfrage- als auch für die Angebotsseite deutlichen Gegenwind darstellen: verschärfte Finanzierungsbedingungen, immer noch hohe Kreditzinsen, erhöhte Baupreise, Kaufkraftverlust bei privaten Investoren, angespannte Haushaltslage der öffentlichen Hand, mehr Unsicherheiten, schwächeres Wirtschaftswachstum, was die Chance auf einen schnellen Aufschwung der Bauwirtschaft verhindert.

Infolgedessen ist das Vertrauen in das europäische Baugewerbe stetig gesunken, und die geringe Nachfrage spielt eine immer wichtigere Rolle, was sich auch an den Auftragsbeständen ablesen lässt. Laut Euroconstruct wird für die Neubauinvestitionen im Hochbau in der Euroconstruct-Zone für 2024 ein weiterer Rückgang von -6,3% prognostiziert und erst ab 2025 mit einer leichten Stabilisierung von +0,5% gerechnet. Am stärksten betroffen ist nach Ansicht der Euroconstruct-Experten der Wohnungsneubau, für den ein Rückgang von insgesamt -9,5 % im Jahr 2024 prognostiziert wird, während die Investitionen in den Nichtwohnungsneubau in der Euroconstruct-Zone nur um -2,4 % zurückgehen werden. Das Renovierungssegment wird als ein wichtiger Faktor für die Stabilisierung der Situation des gesamten Bausektors angesehen. Euroconstruct prognostiziert für den Renovierungsmarkt in den Ländern des Euroconstruct-Netzwerks (Wohnungs- und Nichtwohnungsbau) einen moderaten Rückgang von -2,3 % im Jahr 2024, nach einem stabilen Jahr 2023.

8.3. Entwicklung der Beschaffungsmärkte

Xella geht davon aus, dass die Beschaffungsmärkte auch im Jahr 2024 unter Inflationsdruck stehen werden. Insbesondere die Rohstoffe, die Xella für die Produktion einsetzt, werden aufgrund des oligopolistischen Charakters der Märkte unter Kostendruck bleiben (z.B. Kalk, Zement, Sand, Gips). Im Allgemeinen nimmt die Verfügbarkeit zu, und für fast alle Rohstoffmärkte ist bereits ein Nachfragerückgang absehbar. Eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten, Kostenmanagement und die Förderung strategischer Liefer- und Kostenverbesserungsprojekte sind nach wie vor erforderlich, um die allgemeinen Marktentwicklungen zu bewältigen und künftige Chancen zu nutzen.

Die hohen Lagerbestände der europäischen Erdgasspeicherunternehmen Ende 2023, verbunden mit einem relativ warmen Winterwetter und einem Rückgang der Energienachfrage, haben zu stabilen Preisen Anfang 2024 geführt. Wir gehen davon aus, dass dieses Preisniveau anhalten wird, wenn die bestehenden Konflikte (z. B. der Krieg in der Ukraine) nicht eskalieren und keine neuen Konflikte aufflammen.

8.4. Geplante Ertragslage der Xella International GmbH

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung und Prognosen planen wir für die berichtende Xella International GmbH ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten leicht unter dem Vorjahresniveau. Das Beteiligungsergebnis -im Wesentlichen bestehend aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Xella Baustoffe GmbH- schätzen wir deutlich unterhalb des Vorjahres ein. Hier hat die schwierige wirtschaftliche Situation bereits in 2023 bei einigen unserer indirekten Auslandsbeteiligungen zu signifikanten Gewinneinbußen geführt was zu entsprechend niedrigeren Ausschüttungen/Dividendenzahlungen in 2024 führen wird. Die zeitgleich vereinnahmten Erträge aus Ergebnisabführungen erwarten wir aufgrund der anhaltendenden Flaute im Bausektor und niedriger Margen nochmals deutlich unter dem Vorjahr. Erwartete Zinssenkungen sollten allerdings das Zinsergebnis positiv beeinflussen. Dem entsprechend planen wir gegenüber dem Vorjahr für 2024 insgesamt mit einem deutlich geringeren Ergebnis nach Steuern.

8.5. Geplante Finanz- und Liquiditätslage der Xella International GmbH

Die Xella International GmbH ist Cash-Pooling Führerin der Xella Gruppe, so dass sich die Liquidität der Gesellschaft neben den Bankguthaben/Bankverbindlichkeiten auch in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen widerspiegelt. Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung und auf Basis des Finanzmittelbestandes von 248,7 Mio. € (VJ 216,6 Mio. €) zum Ende des Geschäftsjahres 2023 ist die Finanzierung der Xella International GmbH für das gesamte Jahr 2024 gesichert. Die Liquidität des Cash-Pools der Xella Gruppe ist gewährleistet, da neben den vorhandenen liquiden Mitteln auch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien aus dem bestehende SFA (Senior Facilities Agreement) zur Verfügung stehen. Die SFA Vereinbarung hat aktuell eine Laufzeit bis April 2028.

 

Duisburg, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Christophe Clemente

Dr. Jens Kimmig

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.494 2.494
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 7
2. Ausbeutegrundstücke 8 8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128 180
140 195
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 610.890 610.890
613.524 613.579
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 72.158 75.662
2. Sonstige Vermögensgegenstände 340 325
72.498 75.987
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 176.577 140.970
249.075 216.957
C. Rechnungsabgrenzungsposten 110 75
862.709 830.611

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 52.000 52.000
II. Kapitalrücklage 109.816 109.816
III. Andere Gewinnrücklagen 250 250
162.066 162.066
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 30.701 27.656
2. Sonstige Rückstellungen 11.667 13.798
42.368 41.454
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.807 893
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 656.058 625.084
3. Sonstige Verbindlichkeiten 385 1.110
(davon aus Steuern T€ 121; Vj T€ 142)
658.250 627.087
D. Rechnungsabgrenzungsposten 25 4
862.709 830.611

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse
a) Umsatzerlöse mit Fremden 30 31
b) Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen 11.547 7.985
11.577 8.016
2. Sonstige betriebliche Erträge 8.692 8.508
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.639 -1.889
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.090 -11.428
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.504 -3.352
(davon für Altersversorgung T€ 2.499; Vorjahr T€ 2.342)
-12.594 -14.780
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -72 -184
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -23 -911
-95 -1.095
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.675 -15.907
7. Erträge aus Beteiligungen 45 37
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 45; Vorjahr T€ 37)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 95.106 99.779
9. Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen 0 -24
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.066 1.765
(davon aus verbundenen Unternehmen T€ 3.385; Vorjahr T€ 1.726)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18.405 -3.228
(davon an verbundene Unternehmen T€ 17.603; Vorjahr T€ 2.300)
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -9 -5
13. Ergebnis nach Steuern 73.069 81.177
14. Sonstige Steuern -14 -16
15. Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung 73.055 81.161
16. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -73.055 -81.161
17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Xella International GmbH hat ihren Sitz in Duisburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (HRB Nr. 827) eingetragen.

Sie steht über ihre Alleingesellschafterin die XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, als abhängiges Unternehmen unter der Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l, Luxemburg. Als deren Tochtergesellschaft ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der Jahresabschluss trägt diesen Unternehmensverbindungen Rechnung.

Der Jahresabschluss der Xella International GmbH für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Xella International GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Angaben erfolgen in T€ und können aufgrund von Rundungsdifferenzen um T€ 1 abweichen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer von 2 bis 4 Jahren planmäßig linear pro rata temporis abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die unter den immateriellen Vermögensgenständen ausgewiesenen Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden keine unentgeltlich erworbenen Emissionsberechtigungen gehalten.

Aktivierungen von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden nicht vorgenommen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer sowie leistungsbedingten Abschreibungen bei den Ausbeutegrundstücken. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Abschreibung erfolgt auch hier i. d. R. über die erwartete Nutzungsdauer planmäßig linear.

Es gelten folgende Nutzungsdauern:

Gebäude / Ausbauten in Mieträumen 5 - 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 15 Jahre

Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden direkt im Sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht.

Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von über € 250,00 bis zu € 800,00 im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung i. S. d. § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen, bzw. bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung i. S. d. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB nicht vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt.

Die Ausleihungen sind zum Nominalwert bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Zuschreibungen von in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen i. S. d. § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB werden auf Anschaffungs- und Herstellungskosten - ggf. unter Berücksichtigung der fortgeführten planmäßigen Abschreibungen - vorgenommen, soweit die Gründe für die Abwertung nicht mehr bestehen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Risiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Aus- und Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen sind gemäß den Vorschriften des § 253 HGB unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens - Projected-Unit-Credit-Methode - ermittelt worden. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB das Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (bis 2015 sieben Jahre) in Anspruch genommen, der sich bei einer angenommenen pauschalen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser betrug zum Zeitpunkt der Berechnung 1,83 % (Vj. 1,78 %). Der prognostizierte Zinssatz weicht um 0,01 % Punkte von den durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen ab. Wesentliche Auswirkungen aus der Anwendung des prognostizierten Zinssatzes haben sich nicht ergeben. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt bei den Zinssätzen) der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31.12.2023 ein Unterschiedsbetrag i. H. v. T€ 399 der ausschüttungsgesperrt jedoch nicht abführungsgesperrt ist. Weiterhin wurden der Berechnung ein Gehaltstrend von 3 % (Vj. 3 %), ein Rententrend von 2,50 % (Vj. 2,25 %) und die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden in Abhängigkeit von Alter und Dienstzeit berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und alle ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden künftig zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag entsprechend der Laufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre vorgenommen.

Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde ebenfalls auf Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Mit Ausnahme des Rechnungszinssatzes (7-Jahresdurchschnitt) liegen der Berechnung die gleichen Bewertungsparameter und Annahmen zugrunde wie bei den Pensionsrückstellungen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

8. Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

Die Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen werden nach dem Stand der jeweiligen Hauptschuld bewertet.

9. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Devisenbriefkurs bzw. zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Forderung bzw. Verbindlichkeit oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zum höheren Stichtagskurswert unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt.

Unrealisierte Gewinne aus der Umrechnung von langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden somit nicht berücksichtigt.

10. Latente Steuern

Latente Steuern werden aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der XI (BM) Holdings GmbH im handelsrechtlichen Jahresabschluss nicht ausgewiesen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Das Gliederungsschema des § 266 HGB wird gem. § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB in der Hinsicht erweitert, dass im Bereich der Sachanlagen der Posten Ausbeutegrundstücke gesondert ausgewiesen wird.

Die im Anlagenspiegel gezeigten Abschreibungen i. H. v. T€ 72 (Vj. T€ 184) entfallen vollständig auf planmäßige Abschreibungen.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden erstmalig 550.000 EU-Emissionsberechtigungen im Wert von T€ 6.733 erworben und als immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert. Diese dienten dem Konzern zunächst zur Absicherung von zu erwartenden Minderzuteilungen in der Handelsphase III (2013-2020). Durch konzerninterne Verkäufe war der Bestand bis zum Ende der Vorperiode auf 203.768 Stück gesunken. In der Berichtsperiode wurden keine weiteren Emissionsberechtigungen verkauft. Der Buchwert der Zertifikate beträgt zum Bilanzstichtag unverändert T€ 2.494.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind unverändert zum Vorjahr. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 ist als Anlage zu diesem Anhang beigefügt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr
vom 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.554 0 0 2.554
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.628 0 0 1.628
2. Ausbeutegrundstücke 971 0 0 971
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.808 18 -43 1.783
4.407 18 -43 4.382
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 610.890 0 0 610.890
610.890 0 0 610.890
617.851 18 -43 617.826
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
31.12.2023
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -60 0 0 -60
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -1.622 -2 0 -1.624
2. Ausbeutegrundstücke -963 0 0 -963
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.628 -70 43 -1.655
-4.213 -72 43 -4.242
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
-4.273 -72 43 -4.302
Nettowerte
31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.494 2.494
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4 7
2. Ausbeutegrundstücke 8 8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128 180
140 195
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 610.890 610.890
610.890 610.890
613.524 613.579

2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 72.158; Vj. T€ 75.662) resultieren aus Finanzforderungen in Form von kurzfristigen Ausleihungen und Forderungen aus dem Konzernverrechnungsverkehr der Xella Gruppe. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen gegen Gesellschafter enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 340; Vj. T€ 325) enthalten im Wesentlichen eine Mietkaution für angemietete Bürogebäude (T€ 295; Vj. T€ 295).

Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 295 (Vj. T€ 295) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Guthaben bei Kreditinstituten

Der deutliche Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten (T€ 176.577; Vj. T€ 140.970) spiegelt im Wesentlichen die von der Xella Baustoffe GmbH im Rahmen des Cash Pooling durchgeleiteten Ausschüttungen / Dividendenzahlungen der operativen Auslandstöchter sowie Zahlungseingänge aus Desinvestitionen wieder.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital (T€ 52.000) und die ausgewiesene Kapitalrücklage (T€ 109.816) haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die anderen Gewinnrücklagen (T€ 250) beinhalten ebenfalls unverändert die erfolgsneutralen Effekte aus der Neubewertung der Jubiläumsrückstellungen (T€ 10) und der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen (T€ 240) im Rahmen der zum 01. Januar 2010 erfolgten Umstellung auf das BilMoG.

5. Rückstellungen

Bei den Pensionsrückstellungen (T€ 30.701; Vj. T€ 27.656) ergab sich durch die Umstellung der Bewertung nach BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbedarf i. H. v. T€ 3.092. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird Gebrauch gemacht. Danach wird den Pensionsrückstellungen von diesem einmaligen Rückstellungsbedarf bis zum Jahr 2024 jährlich 1/15 i. H. v. T€ 206 als Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB erfolgswirksam zugeführt. Der in der verbleibenden Übergangszeit bis 2024 noch zuzuführende Betrag der Unterdeckung beträgt zum Bilanzstichtag noch T€ 206 (Vj. T€ 412).

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 11.667; Vj. T€ 13.798) setzen sich aus langfristigen Rückstellungen (T€ 6.874; Vj. T€ 8.480) und kurzfristigen Rückstellungen (T€ 4.792; Vj. T€ 5.318) zusammen und beinhalten unter beiden Fristigkeiten im Wesentlichen Personalrückstellungen.

6. Verbindlichkeiten

Stand 31.12.2023
T€
bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
davon über 5 Jahr e
T€
Stand 31.12.2022 bis 1 Jahr
T€
Stand 31.12.2022 Über 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.807 1.807 0 0 893 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 656.058 656.058 0 0 625.084 0
Sonstige Verbindlichkeiten 385 385 0 0 1.110 0
(davon aus Steuern) (121) (121) (0) (0) (142) (0)
658.250 658.250 0 0 627.087 0

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Die Verbindlichkeiten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Funktion als Hausbank im Konzernverrechnungsverkehr der Xella Gruppe. Darin sind Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin XI (BM) Holdings GmbH i. H. v. T€ 219.785 (Vj. T€ 188.560) enthalten. Der deutliche Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem an die XI (BM) Holdings GmbH im Berichtsjahr abgeführten Gewinn i. H. v. T€ 73.055.

Das im Vorjahr unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Mitarbeiter-Bonus-Darlehen i. H. v. T€ 602 wurde in der Berichtsperiode fällig und zurückgezahlt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederung

Der Gewinn- und Verlustrechnung liegt die Gliederung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) in der Fassung des BilRUG zugrunde.

2. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse (T€ 11.577; Vj. T€ 8.016) beinhalten im Wesentlichen Betriebs- und Verwaltungskostenumlagen sowie Lizenzeinnahmen von verbundenen Unternehmen (T€ 9.775; Vj. T€ 6.096), sowie Mieterträge von verbundenen Unternehmen (T€ 1.772; Vj. T€ 1.889).

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge (periodisch) 2023
T€
2022
T€
Umlagen für Betriebs- u. Verwaltungskosten
an verbundene Unternehmen (ohne Leistungsaustausch) 6.432 7.228
Kursgewinne (realisiert) 10 1
Erträge aus der Umrechnung von Femdwährungsposten 0 888
Sonstige 84 26
6.526 8.143
Sonstige betriebliche Erträge (aperiodisch)
Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen 522 0
Auflösung von Rückstellungen 1.601 334
Sonstige 43 31
2.166 365
8.692 8.508

4. Materialaufwand

Der Materialaufwand (T€ 1.639; Vj. T€ 1.889) resultiert in vollem Umfang aus Mietaufwendungen, welche im direkten Zusammenhang mit der Erzielung der unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Mieterträge aus der Untervermietung an verbundene Unternehmen und Dritte stehen.

5. Personalaufwand

Bei den Personalkosten (T€ 12.594; Vj. T€ 14.780) konnten die tariflichen Erhöhungen bei fast unveränderter Anzahl der Mitarbeiter im Wesentlichen durch deutlich niedrigere variable Vergütungen mehr als kompensiert werden.

6. Abschreibungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen (T€ 72; Vj. T€ 184) beinhalten die planmäßigen Abschreibungen.

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, die die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten

Die Abschreibungen (T€ 23; Vj. T€ 911) resultieren aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellt sich folgt dar:

Sonstige betriebliche Aufwendungen (periodisch) 2023
T€
2022
T€
Betriebs- und Verwaltungskosten von verbundenen
Unternehmen 8.994 9.146
Rechts- und Beratungskosten 4.222 2.291
Kursverluste (realisiert) 526 0
Reise-, Bewirtungs- und Marketingkosten 745 1.375
Sonstige Betriebs- und Verwaltungskosten an Dritte 1.964 2.860
16.451 15.672
Sonstige betriebliche Aufwendungen (aperiodisch)
Sonstige betriebliche Aufwendung (aperiodisch) 18 29
18 29
Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 206 206
16.675 15.907

8. Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis zeigt die Erträge und Aufwendungen aus den abgeschlossenen Gewinnabführungsverträgen mit der Xella Baustoffe GmbH (T€ 93.854; Vj. T€ 99.119), der Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH (T€ 1.111; Vj. T€ 660) und der Xella Facility Management GmbH (T€ 141, Vj. T€ -24 Verlust) , sowie die Dividendenausschüttungen der Xella CZ s.r.o (T€ 38; Vj. T€ 31) und der Xella Slovensko spol. s r.o. (T€ 7; Vj. T€ 6).

9. Zinsergebnis

Die Entwicklung des Zinsergebnisses (T€ -11.339; Vj. T€ -1.463) ist geprägt von nochmals deutlich gestiegenen Leitzinsen und weist unter "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" (T€ 7.066; Vj. T€ 1.765) im Wesentlichen Zinserträge aus kurzfristigen Forderungen an verbundene Unternehmen (T€ 3.385; Vj T€ 1.726) und der Festgeldanlage (T€ 3.647; Vj T€ 0) aus. Unter "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind hauptsächlich Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen (T€ 17.603; Vj. T€ 2.300) und aus der Aufzinsung von Rückstellungen (T€ 497; Vj. T€ 468) ausgewiesen.

10. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag (T€ 9; Vj. T€ 5) betreffen ausländische Quellensteuern auf Zins- und Beteiligungserträge.

11. Ergebnis

Der Gewinn (T€ 73.055 ; Vj. T€ 81.161) wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrags an die XI (BM) Holdings GmbH, Duisburg, abgeführt.

V. Sonstige Angaben

1. Konzernzugehörigkeit

Die Xella International GmbH steht über ihre Mehrheitsgesellschafterin XI (BM) Holdings GmbH im Mehrheitsbesitz und unter der Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg. Die LSF10 XL Investments S.à r.l. stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in den die Xella International GmbH einbezogen ist. Als deren Tochterunternehmen ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der befreiende Konzernabschluss der LSF10 XL Investments S.à r.l. wird in englischer Sprache sowohl beim Handelsregister Luxemburg, Registre de Commerce et des Sociétés, Luxemburg, als auch bei der das Unternehmensregister führenden Stelle in Deutschland eingereicht und offengelegt.

Der befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU angewendet werden, aufgestellt und weicht insoweit von den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ab.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse zum 31. Dezember 2023 bestehen zum einen in Form von Bürgschaften und Patronatserklärungen i. H. v. T€ 3.621 (Vj. T€ 5.780). Diese wurden zugunsten von verbundenen Unternehmen heraus-/abgegeben und sind allesamt ungesichert. Nach unseren Erkenntnissen können die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen.

Im April 2021 wurde das bisherige SFA-Darlehen zur Finanzierung der Xella Gruppe im Rahmen einer Refinanzierung durch ein neues SFA-Darlehen mit verlängerter Laufzeit bis April 2028 (vorher Oktober 2026), abgelöst. Die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) hat sich von 175 Mio. € auf 283 Mio. € erhöht. Zur Besicherung des neuen Konsortialdarlehens (Term Loan B) sind sowohl Bankkonten als auch die Geschäftsanteile an ausgewählten Beteiligungen mit allen damit verbundenen Rechten und Ansprüchen verpfändet.

Der Buchwert, der von der Xella International GmbH verpfändeten Sicherheiten für die Verbindlichkeiten von Dritten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 787.230 (Vj. T€ 751.617).

Davon entfallen T€ 610.863 (Vj. T€ 610.863) auf Anteile an verbundenen Unternehmen und T€ 176.367 (Vj. T€ 140.754) auf Bankguthaben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme ist weiterhin als gering einzustufen. Das SFA basiert unverändert auf einer sogenannten Covenant-lite Struktur, die im Wesentlichen keine sogenannten Maintenance Covenants enthält. Lediglich die Betriebsmittel-Kreditlinie (Revolving Credit Facility) in Höhe von € 283 Mio. beinhaltet einen auf den Verschuldungsgrad bezogenen Covenant, der einen hinreichend großen Puffer aufweist. Zudem ist die Einhaltung dieses einzigen Covenants nur dann nachzuweisen, wenn die Revolving Credit Facility mit mehr als 40% ihres Gesamtbetrages in Anspruch genommen ist.

Die Xella Gruppe finanziert sich im Wesentlichen über dieses SFA-Darlehen und die Xella International GmbH erhält von ihrer Muttergesellschaft einen Teil dieser Bankdarlehen im Rahmen des Cash-Pooling als Baustein der Konzernfinanzierung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat die Xella International GmbH die Möglichkeit, bei Bedarf zusätzliche liquide Mittel durch Inanspruchnahme der Revolving Credit Facility unter dem SFA zu erhalten. Als Sicherheiten dienen die von der Gesellschaft gehaltenen Beteiligungen. Als Geschäftsführung gehen wir daher davon aus, dass diese Konzernfinanzierung dauerhaft zur Verfügung steht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Form von Miet- und Leasingverpflichtungen i. H. v. T€ 8.202 (Vj. T€ 9.786). Gegenstand der Verpflichtungen sind hauptsächlich Bürogebäude, Fahrzeuge und Büroausstattung. Der Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude in Huckingen wurde Ende 2021 um 5 Jahre bis nunmehr 2028 verlängert.

3. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zur Absicherung von eigenen bzw. Währungsrisiken von Tochtergesellschaften schließt die Xella International GmbH Fremdwährungsderivate in Form von Devisentermingeschäften mit externen Vertragspartnern (Banken) ab und leitet diese konzernintern an die jeweils betreffenden Tochtergesellschaften durch. Diese gegenläufigen Geschäfte werden jeweils in Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen des § 254 HGB erfüllt sind. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich mit Geschäftspartnern guter Bonität abgeschlossen. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. D. h. die Wertveränderung aus Grund- und Sicherungsgeschäft werden, soweit sie sich ausgleichen, nicht erfasst. Die Wertveränderungen, die sich nicht ausgleichen, werden in Form von Drohverlustrückstellung erfasst, soweit diese negativ sind. Positive Wertveränderung, die sich nicht ausgleichen, werden nach dem Vorsichtsprinzip nicht erfasst.

Zum 31. Dezember 2023 bestanden mit externen Vertragspartnern abgeschlossene Währungsderivate mit einem Nominalvolumen von insgesamt T€ 29.802 (Vj. T€ 23.294), die als Sicherungsinstrumente einer Bewertungseinheit bilanziert werden. Sie dienen zur Absicherung von gegenläufigen Innenderivaten mit einem identischen Nominalvolumen.

Die gegenläufigen Zahlungsströme der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente gleichen sich bis Dezember 2023 nahezu vollständig aus. Die Höhe der negativen Marktwerte der Währungsderivate beträgt T€ 637 (Vj. T€ 665).

Die prospektive Wirksamkeit der Mikro-Bewertungseinheiten wird aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen Bewertungsparameter von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument anhand der Critical Terms Match Methode nachgewiesen. Schwebend unwirksame negative Teile der Bewertungseinheiten werden als Rückstellung erfasst, positive Teile bleiben außer Ansatz.

Zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem Marktwert der derivativen Finanzinstrumente, soweit dieser verlässlich feststellbar ist. Liegt ein verlässlich feststellbarer Marktwert nicht vor, wird der beizulegende Zeitwert aus dem Marktwert gleichartiger derivativer Finanzinstrumente abgeleitet oder mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden bestimmt (Discounted-Cash-Flow-Methode). Dies erfolgt u. a. unter Berücksichtigung aktueller Terminkurse und Zinsstrukturkurven.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine nennenswerten Ereignisse ergeben die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und den Fortbestand der Gesellschaft haben könnten.

5. Mitglieder der Geschäftsführung

 

Christophe Clemente, Villennes-sur-Seine/Frankreich

Chief Executive Officer

 

Dr. Jens Kimmig, Bonn

Chief Financial Officer

6. Bezüge der Geschäftsführung

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung werden unter Berufung auf die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung und ihren Hinterbliebenen sind T€ 9.172 zurückgestellt und die Bezüge an ehemalige Geschäftsführer betrugen T€ 103.

7. Arbeitnehmerzahl

Im Jahre 2023 waren durchschnittlich 67 Angestellte (Vj. 69) beschäftigt.

 

Duisburg, den 22. August 2024

Die Geschäftsführung

Christophe Clemente

Dr. Jens Kimmig

Anteilsbesitzliste zum 31.12.2023

Nr. Name und Sitz der Beteiligung Eigenkapital in T€ 1) Ergebnis in T€ 1) Gehalten von Anteile
in %
Verbundene Unternehmen
Inland
HDE0025 YTONG Bausatzhaus GmbH, Duisburg 3.947 (447) 2) HDE0561 100,00
HDE0057 Kalksandsteinwerke Thörl & Meyer GmbH, Munster 75 4 HDE0561 50,00
HDE0058 Kalksandsteinwerke Thörl & Meyer GmbH & Co. KG, Seevetal 2.720 166 HDE0561 59,00
HDE0510 Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH, Duisburg 28.076 7.299 HDE0561 61,50
HDE0534 Xella Facility Management GmbH, Duisburg 25 (25) 2) HDE0501 100,00
HDE0561 Xella Deutschland GmbH, Duisburg 151.168 45.065 2) HDE0564 100,00
HDE0563 KS-INVEST Unternehmensbeteiligungs- und Vermögensverwaltungs GmbH, Duisburg 312 137 2) HDE0561 100,00
HDE0564 Xella Baustoffe GmbH, Duisburg 942.636 99.119 2) HDE0501 100,00
HDE0593 KS Baustoffwerke Blatzheim Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Kerpen 66 2 HDE0510 100,00
HDE0594 KS Baustoffwerke Blatzheim GmbH & Co. KG, Kerpen 6.885 3.383 HDE0510 100,00
HDE0769 SILIKALZIT Marketing GmbH, Munich 103 2.939 2) HDE0564 100,00
HDE0771 Porenbetonwerk EUROPOR GmbH, Boxberg 4.122 562 HDE0774 51,00
HDE0773 Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH, Kloster Lenin 2.106 660 2) HDE0501 100,00
HDE0774 Xella Aircrete Systems GmbH, Duisburg 541 313 2) HDE0564 100,00
Ausland
HAT0035 Xella Porenbeton Österreich GmbH, Loosdorf, Austria 1.950 (1.400) HAT0037 100,00
HAT0037 Xella Baustoffe Alpe-Adria Holding GmbH, Loosdorf, Austria 11.061 1.362 HDE0564 100,00
HBA0330 Ytong BH doo, Tuzla, Bosnia-Herzegovina 2.812 1.689 HAT0037 76,00
HBG0042 Xella Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgaria 88 (90) HDE0564 100,00
HBG0145 Xella TCS EOOD, Sofia, Bulgaria 271 82 HDE0564 100,00
HCH0036 Xella Porenbeton Schweiz AG , Zurich, Switzerland 1.202 129 HDE0564 100,00
HCN0405 Shanghai Xella Consulting Co., Ltd. (Management Company), Shanghai, China 13 856 HDE0564 100,00
HCZ0034 Xella CZ, s.r.o., Hrušovany u Brna, Czech Republic 42.447 36.653 HDE0564 99,90
HDE0501 0,10
HDK0082 Xella Danmark A/S, Løsning, Denmark 7.886 897 HDE0564 100,00
HFR0772 Xella Thermopierre S.A., Saint Savin, France 6.789 3.358 HDE0564 99,999998
HDE0501 0,000002
HHR1332 Ytong porobeton d.o.o., Zagreb, Croatia 1.873 332 HDE0564 100,00
HHU0031 Xella Magyarország Építoanyagipari KFt., Budapest, Hungary 12.501 9.714 HDE0564 100,00
HIT0039 Xella Italia s.r.l., Grassobbio, Italy 39.176 9.332 HDE0564 73,00
HNO0088 Xella Norge A/S, Drammen, Norway 954 82 HDE0564 100,00
HRO0047 XELLA RO S.R.L, Bukarest, Romania 54.012 14.998 HDE0564 99,99999
HHU0031 0,00001
HRO0142 Simcor VAR S.R.L., Targu Jiu, Romania 7.072 (180) HRO0047 100,00
HRO0148 Xella Shared Service Center S.R.L., Sibiu, Romania 156 147 HDE0564 100,00
HRS0146 PGP "Rapid" a.d. Apatin, Apatin, Serbia (235) HYU0045 73,15
HSE0092 Xella Sverige AB , Malmö, Sweden 2.746 845 HDE0564 100,00
HSI0044 XELLA porobeton SI, d.o.o., Kisovec, Slovenia 5.675 1.512 HAT0037 99,796
HSI0150 Xella gradbene storitve SI d.o.o. (Xella GS SI d.o.o.), Kisovec, Slovenia HDE0564 100,00
HSK0758 Xella Slovensko, spol. s.r.o., Šaštín-Stráže, Slovakia 10.340 7.419 HDE0564 99,90
HDE0501 0,10
HUS0793 Xella Aircrete North America, Inc., Atlanta, U.S.A. (21.612) 39 HDE0564 100,00
HYU0045 Xella Srbija d.o.o., Vreoci, Serbia 16.905 3.275 HAT0037 100,00
Assoziierte Unternehmen
Inland
XDE561A Kalksandsteinwerk Rückersdorf GmbH & Co. KG, Rückersdorf 1.437 780 HDE0561 50,00
XDE563A Kalksandsteinwerk Wendeburg, Radmacher GmbH & Co. KG, Wendeburg 8.030 862 HDE0563 28,00
Ausland
XDE564C Türk Ytong Sanayi A.Ş., Istanbul, Turkey 29.848 20.693 HDE0564 25,41
Sonstige Beteiligungen mit mehr als 20 % Beteiligungsquote
Inland
XDE058A Baumaterial Recyclinggesellschaft mbH, Seevetal 288 30 HDE0058 50,00
Verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert)
Ausland
XDE564A Siporex, S.A., Barcelona, Spain 60 - HDE0564 100,00

1) Letzter verfügbarer lokaler Abschluss i. d. R. 31.12.2022

2 ) Ergebnisabführungsvertrag

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Xella International GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Xella International GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xella International GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, den 23. August 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ronald Koch, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 02.09.2024 festgestellt.

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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