ATEC Pharmatechnik GmbH

Schulstraße 48, 24966 Sörup, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 3279 FL
Eingetragen
9.5.2005
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von verfahrenstechnischen Apparaten und Anlagen, insbesondere Maschinen und Anlagen für die pharmazeutische Industrie, sowie für die kosmetische Industrie und die Nahrungsmittelindustrie. Hierzu gehört auch die ingenieurmäßige Planung, die Layout-Erstellung sowie die Erarbeitung von verfahrenstechnischen Abläufen für Produktionsanlagen in und für steriltechnische Prozesse.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Lasse Wittich
seit 28.8.2025
Prokura
Prokura
Stephan Göttsche
seit 5.7.2024
Geschäftsführer
Lasse Jacobsen
seit 9.2.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

11.70% identifiziert88.30% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
11.70%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
AGIC Investments (UK) Aseptic LimitedGBR
85.10%
3.20%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ATEC Beteiligungs GmbH
Germany
350.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ATEC Pharmatechnik GmbH

Sörup

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Gesamtwirtschaftliche- und Branchenentwicklung

Im vergangenen Jahr konnte die ATEC Pharmatechnik GmbH in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld bestehen. Die globale Wirtschaft erholte sich langsam von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, während neue geopolitische Spannungen und Lieferkettenprobleme die Märkte weiterhin belasten. Der Pharmamarkt zeigte jedoch eine starke Resilienz, da die Nachfrage nach pharmazeutischen Produkten und Technologien weiterhin hoch blieb.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet nach der letzten für das Jahr 2023 vorliegenden Prognose mit einem Anstieg der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1%.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in %
2023 2022
World 3,1 3,4
Advanced Economies 1,6 2,7
USA 2,5 2,0
Germany -0,3 1,9
Japan 1,9 1,4
Emerging Markets and Developing Economies 4,1 3,9
China 5,2 3,0
Brazil 3,1 3,1
Russia 3,0 -2,2

Quelle: International Währungsfonds (IWF) - World Economic Outlook, Januar 2024

Als Anbieter von Anlagen für hauptsächlich die pharmazeutische Industrie gehen von der Entwicklung dieser Branche wichtige Impulse für die Geschäftsentwicklung aus.

Insgesamt gilt die Pharmaindustrie unverändert als eine der krisensichersten. Laut dem Markforschungsinstituts IQVIA (Stand: Oktober 2023) lag das Volumenwachstum des globalen Pharmamarktes im Jahr 2023 bei 1,3 %. Auf dieser Basis errechnet IQVIA eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate für die Jahre 2018 bis 2023 von 2,3 %. Regional lässt sich eine Veränderung zum vorherigen Jahr von 1,8 % in Europa, 1,3 % in Nordamerika sowie +1,9 % in Asien beobachten. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der letzten fünf Jahre von 1,2 % für Europa, 1,9 % für Nordamerika und 2,6 % für Asien. Die Schwellenländer lagen mit einer Wachstumsrate von 3,1% über den Industrienationen, die im Schnitt einen Anstieg von 0,9% aufwiesen.

2. Unternehmensentwicklung

Die Gesellschaft konnte ihre Gesamtleistung durch stetige Verbesserung der Produkte, die Qualifizierung des Mitarbeiterstammes sowie die Erweiterung der Produktionskapazitäten weiter erhöhen.

Zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und der damit verbundenen Steigerung des Qualitätsniveaus durch Fehlerfrüherkennung und -vermeidung wurde im Jahr 2009 ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 eingeführt. Dies wurde Ende 2021 vom Lloyd ́s Register rezertifiziert. Durch das Qualitätsmanagementsystem versprechen wir uns auch eine stetig gesteigerte Effektivität in allen Bereichen des Unternehmens.

2.1 Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Auslegung, Konstruktion, Herstellung sowie der Vertrieb von Anlagen, Apparaten und Maschinen, welche der Durchführung verfahrenstechnischer Produktionsprozesse dienen.

Die Produkte sind vor allem für den Einsatz in der pharmazeutischen Industrie, der Kosmetikindustrie und der Lebensmittelindustrie konzipiert. Ebenfalls zählen zum Kundenkreis des Unternehmens Teile der chemischen Industrie.

Die Herstellung der Produkte beinhaltet, neben ihrer Auslegung und Konstruktion, in erster Linie das fachgerechte Zusammenfügen zugekaufter sowie selbst hergestellter Komponenten. Der handwerkliche Schwerpunkt ist im Bau von Behältern und in der Verrohrung der Anlagenteile zu sehen.

Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt der Produktion ist die Ausrüstung der Anlagen und Apparate mit MSR-Komponenten (MSR; Mess-, Steuer- und Regeltechnik). In enger Zusammenarbeit von Verfahrensingenieuren und MSR-Technikern werden für die Prozessabläufe Programme erstellt, die ein Höchstmaß an Automation, Bedienerkomfort und Prozesssicherheit garantieren.

Das zweite Standbein des Unternehmens ist der Dienstleistungsbereich. Auf der gewerblichen Seite umfasst dieser die Wartung und Betreuung von Anlagen und Apparaten, sowie die Modifizierung vorhandener Systeme auf Kundenwunsch.

2.2 Produkt- und Leistungsangebot

Die Produktpalette des Unternehmens umfasst Standardausrüstungsgegenstände, die mit geringem konstruktivem Aufwand zu fertigen sind, aber auch komplette, komplexe Anlagen mit sehr hohem Automatisierungsgrad. Im Folgenden soll eine Übersicht der Produktpalette aufgezeigt werden:

Sterilkannen

Ansatzbehälter

CIP/SIP-Anlagen

Pulvertransfer

Reinraumlifte

Ansatzsysteme

Stopfenwaschanlagen

(automatisierte) Transferlösungen

Single-Use Anwendungen

Wartung

Engineering

2.3 Markt und Wettbewerb

Zum Kundenkreis des Unternehmens zählt die pharmazeutische Industrie, die Kosmetikindustrie, die Lebensmittelindustrie sowie Teile der chemischen Industrie. Damit nicht nur Kunden in Deutschland von den hochqualitativen Produkten der Gesellschaft profitieren, wurden Vertriebsvereinbarungen weltweit abgeschlossen.

Es besteht eine Absicherung der wichtigsten Produkte durch Patente.

2.4 Vermögens-, Finanz und Ertragslage inkl. Kennzahlen

Vermögenslage :

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 8.967 auf T€ 47.037 erhöht.

Auf der Aktivseite erhöhten sich die Sachanlagen im Wesentlichen durch den Neubau um T€ 5.020 auf T€ 15.436. Die Vorräte nahmen stichtagsbezogen um T€ 6.357 auf T€ 17.456 zu.

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert. Die Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen hingegeben sind stichtagsbezogen um T€ 3.236 auf T€ 854 gesunken. Gegenläufig sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 898 auf T€ 1.184 gestiegen.

Auf der Passivseite blieb das handelsrechtliche Eigenkapital aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Rückstellung für Pensionen betrug am Jahresende T€ 725, T€ 22 niedriger als im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im Wesentlichen durch die Verschmelzung mit der Atec Steritec GmbH um T€ 3.098.

Zur Finanzierung des Inbetriebnahmegebäudes wurde ein Darlehen in Höhe von T€ 9.000 bei der Hausbank aufgenommen. Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich damit auf T€ 11.816.

Der Bestand an erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen reduzierte sich um T€ 6.155 auf T€ 10.610. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen um T€ 1.929 auf T€ 3.008 gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um T€ 4.263 auf T€ 9.401.

Die Eigenkapitalquote beträgt unter Einbeziehung von 60% des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Bilanzstichtag 17,2% (VJ: 21,3 %).

Finanzlage :

Die Finanzlage der Firma ist gut.

Ertragslage :

Die Gesellschaft hat das abgelaufene Geschäftsjahr bei einer Gesamtleistung in Höhe von T€ 36.364 (VJ: T€ 35.309) mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von T€ 1.935 (VJ: T€ 4.026) abgeschlossen. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter dem im Vorjahr prognostizierten Ergebnis.

Auf Grund eines Anfang 2019 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags wurde das gesamte Ergebnis an die Muttergesellschaft abgeführt.

2.5 Investitionen

Ende 2021 wurde mit dem Bau eines Inbetriebnahmezentrums mit weiteren Büro- und Lagerflächen begonnen. Das Investitionsvolumen liegt bei ca. 12 Mio. € und der Abschluss des Bauvorhabens ist für das 2. Quartal 2024 geplant.

2.6 Auftragsbestand

Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist hoch. Damit ist eine vollständige Auslastung für 2024 sichergestellt.

2.7. Personal

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 30 Mitarbeiter auf 225 Mitarbeiter erhöht.

3. Chancen und Risiken, Risikomanagement

Risiken:

Weltweite Umverteilung der Märkte

Trend zu Einwegsystemen

Währungskursschwankungen

Angespannte Supply-Chain-Situation

Chancen:

Wettbewerbsvorteil durch Innovationen

Kundenneugewinnung und -bindung durch Flexibilität

Stärkere Marktpräsenz durch Ausbau des Vertriebsnetzes

Entwicklung neuer Produkte

Umsatzsteigerung durch Expansion

4. Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr

Die gesamtwirtschaftliche Lage ist weiterhin angespannt. Die anhaltende Russland-Ukraine-Krise sowie die allgemeinen geopolitischen Spannungen bremsen die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie weiter aus. Der internationale Währungsfonds (IWM) hat zu Jahresbeginn für 2024 eine Wachstumsprognose von 3,1% für die Weltwirtschaft getroffen. Damit liegt das erwartete Wachstum erneut deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 3,8%.

Die Coronapandemie hat der Pharmaindustrie in den letzten Jahren einen starken Umsatzschub beschert. Mittlerweile ist die Wachstumsrate wieder auf ein normales Maß gesunken. Speziell neue Medikamente gegen Diabetes, Krebs, etc. sowie Produkte zur Gewichtsreduktion werden aber auch in den kommenden Jahren für Wachstum sorgen. Nordamerika wird weiterhin der größte Markt für Pharmazeutika sein, gefolgt von China.

Auf dieser Basis ist es geplant, die Gesamtleistung des Unternehmens im Jahr 2024 weiter zu steigern. Ab Mitte 2024 wird dann der Neubau zur Verfügung stehen und eine Reorganisation der internen Abläufe ermöglichen.

Für 2024 erwarten wir ein Ergebnis leicht über dem Vorjahresniveau. Speziell die Folgen der aktuellen geopolitischen Spannungen können noch nicht final abgeschätzt werden. Das geplante Ergebnis steht unter der Annahme, dass durch diese keine weiteren negativen Einflüsse entstehen.

 

Sörup, den 15. April 2024

gez. Stephan Göttsche

gez. Stefan Andrej Engelhardt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 18.878.370,48 15.490.278,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.489.991,17 260.131,20
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1.025.536,06 0,00
II. Sachanlagen 15.436.662,23 10.415.706,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.964.568,75 3.986.851,77
2. technische Anlagen und Maschinen 611.449,00 787.491,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.875.833,41 1.212.009,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.984.811,07 4.429.354,32
III. Finanzanlagen 1.951.717,08 4.814.441,19
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.613,55 3.255.614,30
2. Beteiligungen 134.290,50 67.013,86
B. Umlaufvermögen 28.037.166,60 22.545.965,75
I. Vorräte 17.456.294,17 11.099.486,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.691.097,44 9.937.156,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 365.178,68 20.921,98
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.184.458,84 286.645,77
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.184.458,84 286.645,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 853.949,37 4.089.997,90
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.889.774,99 1.509.323,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 121.471,23 33.545,69
Summe Aktiva 47.037.008,31 38.069.790,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.046.743,02 8.046.743,02
I. gezeichnetes Kapital 350.000,00 350.000,00
II. Gewinnrücklagen 650.000,00 650.000,00
III. Bilanzgewinn 7.046.743,02 7.046.743,02
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 107.281,06 114.637,47
C. Rückstellungen 3.603.373,68 6.722.978,76
D. Verbindlichkeiten 35.279.610,55 23.185.431,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 27.435.929,59 23.125.221,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.843.680,96 60.209,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.816.296,65 32.250,70
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.048.935,57 32.250,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.767.361,08 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.401.659,22 5.138.433,74
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.401.659,22 5.138.433,74
davon aus Steuern 301.564,84 139.452,30
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.045,26 4.173,10
Summe Passiva 47.037.008,31 38.069.790,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 24.827.373,57 23.409.578,68
2. Personalaufwand 13.847.901,70 10.947.630,89
a) Löhne und Gehälter 11.561.802,45 9.037.656,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.286.099,25 1.909.974,80
davon Aufwendungen für Altersversorgung 37.845,00 96.385,00
3. Abschreibungen 1.211.189,24 813.343,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.211.189,24 813.343,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.497.029,72 7.195.814,25
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19.470,99 32.739,02
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.963,09 1.245,88
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 404.865,12 436.964,11
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 12.106,96
9. sonstige Steuern 12.934,94 12.042,05
10. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -1.934.886,93 -4.025.661,89
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 7.046.743,02 7.046.743,02
3. Bilanzgewinn 7.046.743,02 7.046.743,02

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die ATEC Pharmatechnik GmbH hat ihren Sitz in Sörup und ist beim Amtsgericht Flensburg unter der Nummer HRB 3279 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilRUG erstellt. Die Gesellschaft hat auf Grund ihrer Größenmerkmale die für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB geltenden Vorschriften zur Rechnungslegung, Prüfung und Publizität zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren wurde in Anlehnung an die Produktlebenszyklen der Gesellschaft gewählt. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Verschmelzung der Atec Steritec GmbH zum 1. Januar 2023 auf die Gesellschaft.

Die Anschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt.

Sämtliche Anlagegüter werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer degressiv oder linear abgeschrieben. Die Abschreibungen der Zugänge des Geschäftsjahres werden zeitanteilig (pro rata temporis) verrechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert bis € 800,00 wurden im Geschäftsjahr voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht vorgenommen.

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) nach der Brutto-Methode ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung (§ 268 Abs. 2 Satz 1 HGB). Aus dem Anlagenspiegel ergeben sich u. a. die auf die einzelnen Posten des Anlagevermögens verrechneten Abschreibungen (für das Geschäftsjahr 2023 sowie kumuliert).

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital
in %
Währung Eigenkapital Ergebnis 2023
Atec Trnsfer Systems GmbH & Co. KG 1 Sörup 100 EUR ./. 203.859,71 ./. 110.534,80
ATS Verwaltungs GmbH 1 Sörup 100 EUR 22.695,30 2.654,47
Atec Japan K.K. 2 Osaka 50 JPY 491.188.141 143.898.070

1 Da die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2023 bei Berichtserstellung noch nicht vorlagen, enthält dieser Beteiligungsspiegel das Eigenkapital und das Jahresergebnis von 2022.

2 Das Wirtschaftsjahr der Gesellschaft endet am 31.03. eines Jahres. Ausgewiesen werden die Zahlen zum 31.03.2023.

3 Wechselkurs zum 31.03.2023 1 EUR = 144,83 JPY

2. Im Finanzanlagevermögen wurden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen zu Anschaffungskosten angesetzt.

3. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten wurden unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen ermittelt.

In die Herstellungskosten für die sich in Arbeit befindlichen Aufträge sind Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten eingeflossen. Die Erzeugnisse sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen werden aktivisch von den in Arbeit befindlichen Aufträgen abgesetzt, soweit den erhaltenen Anzahlungen auftragsbezogen aktivierte in Arbeit befindliche Aufträge gegenüberstehen. Erhaltene Anzahlungen, die auftragsbezogen den Bestand der in Arbeit befindlichen Aufträge übersteigen, werden unter den Verbindlichkeiten passiviert.

4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenständen erfolgt mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Bilanzstichtag. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung als Abzug bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1% auf den Nettoforderungsbestand berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie stellen in Höhe von T€ 19 (VJ: T€ 16) gleichfalls Forderungen gegen Gesellschafter dar.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

5. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

6 Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

7. Das gezeichnete Kapital beträgt T€ 350 und war zum Bilanzstichtag in voller Höhe eingezahlt. In dem Bilanzgewinn von T€ 7.047 ist ein Gewinnvortrag in Höhe von T€ 7.047 enthalten. Der Bilanzgewinn in Höhe von T€ 7.047 ist aufgrund der vollständigen Ergebnisabführung unverändert zum Vorjahr.

8. Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Absatz 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt T€ 173. Der Betrag entfällt in voller Höhe auf Vermögensgegenstände bewertet zum beizulegenden Zeitwert im Sinne des § 246 Absatz 2 Satz 4 HGB.

9. Im Geschäftsjahr 2009 wurde ein Investitionszuschuss von der Investitionsbank Schleswig-Holstein in Höhe von T€ 269, in dem Jahr 2014 ein Investitionszuschuss vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Höhe von T€ 6 bewilligt. Die Investitionszuschüsse wurden gem. § 265 Abs. 5 S. 2 HGB in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert. Eine Auflösung des Sonderpostens erfolgt korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegegenstände.

10. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

11. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Bewertung von auf fremde Währung lautenden Schulden erfolgt mit dem Devisenkassa-Mittelkurs zum Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 1.157 (VJ: T€ 854) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 8.245 T€ (VJ: T€ 4.284) sonstige Verbindlichkeiten. Sie stellen in Höhe von T€ 2.237 (VJ: T€ 554) gleichfalls Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern dar.

12. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen in Höhe von T€ 1.000.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch eingetragene Grundschulden, Globalzessionen sowie durch einen Raumsicherungsübereignungsvertrag besichert.

Für die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden in Höhe von T€ 7.803 Bürgschaften von Kreditinstituten beim Kunden hinterlegt. Die Besicherung der Bürgschaften erfolgt durch Verpfändung von einem Depot.

13. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 215 (VJ: T€ 46) enthalten sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von T€ 7 (VJ: T€ 8).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ebenfalls außerordentliche Erträge in Höhe von T€ 3.226 (VJ: T€ 0) enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Provisionsrückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 351 (VJ: T€ 55) enthalten.

Im Finanzergebnis werden Aufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von T€ 37 (VJ: T€ 35).

14. Im Jahr 2022 wurden aktive latente Steuern mit passiven latenten Steuern saldiert. Der aktivische Überhang aus latenten Steuern wurde unter Ausnutzung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert.

15. Die Gesellschaft verzichtet gem. § 288 Satz 2 HGB auf eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB und gem. § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe gem. § 285 Nr. 9a HGB.

III. Sonstige Angaben

1. Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer der ATEC Pharmatechnik GmbH sind Herr Stefan Andrej Engelhardt sowie Herr Stephan Göttsche. Beide Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Von § 286 Abs. 4 HGB, wonach die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer unterbleiben kann, wurde Gebrauch gemacht.

2. Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Wirtschaftsjahr 2023 225 Arbeitnehmer ohne Berücksichtigung der Auszubildenden. Die Zusammensetzung im Einzelnen stellt sich wie folgt dar:

Ø 2023 Ø 2022
Beschäftigte gesamt 225 195
- davon gewerbliche 61 68
- davon Angestellte 164 127
- davon befristet 30 37

3. Die ATEC Pharmatechnik GmbH wird in den Konzernabschluss der ATEC Beteiligungs GmbH, Sörup, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim elektronischen Bundesanzeiger erhältlich.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind:

Der Geschäftsführer Herr Dr. Marcus Michel wurde zum 10. April 2024 als Geschäftsführer abberufen. Als neue Geschäftsführer wurden die Herren Stephan Göttsche und Stefan Andrej Engelhardt bestellt.

 

Sörup, den 15. April 2024

gez. Stephan Göttsche

gez. Stefan Andrej Engelhardt

Anlagenspiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
Abgang
EUR
Umbuchung
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäft- oder Firmenwert 0,00 1.139.484,51 0,00 0,00 0,00 1.139.484,51
2. übrige Bilanzpositionen 974.470,88 365.595,04 4.485,00 0,00 0,00 1.344.550,92
974.470,88 1.505.079,55 4.485,00 0,00 0,00 2.484.035,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.887.814,05 0,00 216.103,39 0,00 0,00 6.103.917,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.468.171,57 32.386,74 0,00 0,00 0,00 1.500.558,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.028.601,04 1.130.163,81 156.086,08 174.597,50 40.000,00 5.180.253,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.429.354,32 4.595.456,75 0,00 0,00 -40.000,00 8.984.811,07
15.813.940,98 5.758.007,30 372.189,47 174.597,50 0,00 21.769.540,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.255.614,30 0,00 0,00 2.930.000,75 0,00 325.613,55
2. Beteiligungen 67.013,86 0,00 67.276,64 0,00 0,00 134.290,50
3. übrige Bilanzpositionen 1.491.813,03 0,00 0,00 0,00 0,00 1.491.813,03
4.814.441,19 0,00 67.276,64 2.930.000,75 0,00 1.951.717,08
21.602.853,05 7.263.086,85 443.951,11 3.104.598,25 0,00 26.205.292,76
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang aus Verschmelzung
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäft- oder Firmenwert 0,00 0,00 113.948,45 0,00 113.948,45
2. übrige Bilanzpositionen 714.339,68 2.564,00 163.192,13 0,00 877.531,81
714.339,68 2.564,00 163.192,13 0,00 991.480,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.900.962,28 43.130,39 195.256,02 0,00 2.096.218,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 680.680,57 0,00 208.428,74 0,00 889.109,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.816.591,54 54.211,08 530.363,90 96.746,50 3.250.208,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5.398.234,39 97.341,47 934.048,66 96.746,50 6.235.536,55
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. übrige Bilanzpositionen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
6.112.574,07 99.905,47 1.097.240,79 96.746,50 7.227.016,81
Nettowerte
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäft- oder Firmenwert 1.025.536,06 0,00
2. übrige Bilanzpositionen 464.455,11 260.131,20
1.489.991,17 260.131,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.964.568,75 3.986.851,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 611.449,00 787.491,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.875.833,41 1.212.009,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.984.811,07 4.429.354,32
15.436.662,23 10.415.706,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 325.613,55 3.255.614,30
2. Beteiligungen 134.290,50 67.013,86
3. übrige Bilanzpositionen 1.491.813,03 1.491.813,03
1.951.717,08 4.814.441,19
18.878.370,48 15.490.278,98

Der Jahresabschluss wurde wegen der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der nachstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Empfänger

An die ATEC Pharmatechnik GmbH, Sörup

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der ATEC Pharmatechnik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ATEC Pharmatechnik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter/des Aufsichtsgremiums für Abschluss/Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Abschlusses/Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Helmut Ermer, Wirtschaftsprüfer Hannes Nebelung, Wirtschaftsprüfer

Ort der Niederlassung des Abschlussprüfers

Flensburg

Datum

29.08.2024

Name Wirtschaftsprüfungsgesellschaft(-en)

EEP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 5.12.2024.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

7 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.