Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 2231
Vorher
FHW FEUCHT-Hygiene-Werk GmbH
Eingetragen
17.1.1991
Branche
Herstellung von Haushalts-, Hygiene- und Toilettenartikeln aus Zellstoff, Papier und PappeHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Schreibwaren und Bürobedarf aus Papier, Karton und Pappe
Gegenstand
Herstellung und der Vertrieb von Hygienepapierprodukten aller Art zur Verwendung in allen Lebensbereichen sowie sämtliche damit zusammenhängende und den Gesellschaftszweck fördernde Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ALBAAD Massuot Yitzhak B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ALBAAD Massuot Yitzhak B.V.
Netherlands
1.040.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALBAAD DEUTSCHLAND GmbH

Ochtrup

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Albaad Deutschland GmbH, Ochtrup

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Albaad Deutschland GmbH ist ein Hersteller von Feuchttüchern. Das Unternehmen mit Sitz in Ochtrup im Münsterland beliefert zahlreiche internationale Einzelhandelsketten und Markenartikler. Die Produkte für Kosmetik, Körperpflege, Hand- und Gesichtspflege sowie Babypflege werden aus Vlies gefertigt. Das Unternehmen gehört zur Albaad-Gruppe, gegründet 1986 in Israel. Stammsitz ist Tel Aviv. 2002 übernahm die Albaad-Gruppe die Feucht-Hygiene-Werk GmbH (FHW) in Ochtrup und gliederte diese als Albaad Deutschland GmbH ein. Die Gruppe hat weitere Niederlassungen in den USA, den Niederlanden und Polen. Alleinige Gesellschafterin der Albaad Deutschland GmbH ist die Albaad Massout Yitzhak B.V. mit Sitz in den Niederlanden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Jahr 2022 wurde geprägt durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und den daraus entstandenen Folgen. Zusätzlich wirkte die Coronavirus-Pandemie negativ, deren Auswirkungen sich zwar in vielen Ländern reduzierten, jedoch sorgten anhaltende Wellen vor allem in China zu weiter spürbaren Folgen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch weiter anhaltende Materialengpässe und der hohen Inflation erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2021 um 1,9% und war somit um 0,7% höher als im Jahr 2019 vor der Corona-Pandemie.

In Deutschland waren im Jahresdurchschnitt 2022 45,6 Mio. Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland an der Wirtschaftsleistung beteiligt, was einer Erhöhung von 1,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Aufbau fand insbesondere in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die Verbraucherpreise sind im Jahresdurchschnitt 2022 gegenüber 2021 um 7,9% gestiegen. Dies ist vor allem auf deutliche Preisanstiege für Energieprodukte und Nahrungsmittel zurückzuführen, die in Folge des Kriegs in der Ukraine auftraten. So erhöhten sich Energieprodukte in 2022 gegenüber dem Vorjahr um 34,7% und Nahrungsmittel um 13,4%. Erzeugerpreise entwickelten sich noch stärker nach oben. So erhöhten sich die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Jahresdurchschnitt 2022 um 32,9% gegenüber 2021. Höchststand waren der August und September mit jeweils 45,8% gegenüber dem Vormonat. Hauptverantwortlich ist die Preisentwicklung bei Energie.

Der Markt für Feuchttücher wächst vor allem im Ausland weiter. Grund dafür ist die steigende Weltbevölkerung, steigende Durchschnittseinkommen und ein besseres Bewusstsein für Hygiene. Laut einer Analyse der GfK bewegt sich der Markt in Deutschland in 2021 aufgrund gestiegener Verbraucherpreise hin zu der Nutzung von Eigenmarken. So werden Handelsmarken für private Haushalte attraktiv bleiben, solange die Preise für Produkte des täglichen Bedarfs steigen. Rund 96% der befragten Endverbraucher gaben an, dass sie beim Kauf von Waren auf Handelsmarken des Marktes zurückgreifen. Ein Anteil von 67% der teilnehmenden Personen gab an, dass sie beim Kauf von Toilettenpapier auf Handelsmarken zurückgreifen. Die erhöhte Inflation scheint dies noch zu verstärken. Nach einer Umfrage von "idealo" greifen 49% der Befragten mehr zu Eigenmarken und weniger zu Produkten bekannter Hersteller.

Um noch schneller auf Markt- und Kundenbedürfnisse zu reagieren, hat die Albaad Gruppe in 2021 einen spanischen Feuchttuchhersteller übernommen, der in die Albaad Gruppe integriert wurde. Dies wird auch die Produkte, Produktionskapazitäten und Logistik weiter optimieren.

Im ersten Quartal 2023 ist eine langsame Beruhigung der Inflation zu beobachten. So betrug die Steigerung des Verbraucherpreises im April gegenüber dem Vorjahr nur noch 7,2% nach 8,7% im Januar und Februar. Laut IWF erhole sich die Wirtschaft jedoch nur sehr langsam. So wurde die Prognose des globalen Wirtschaftswachstums in 2023 auf 2,8% nach 3,4% in 2022 gesenkt. Die deutsche Wirtschaft soll laut der IWF um 0,1% schrumpfen

2. Entwicklung der Albaad Deutschland GmbHt

a) Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Albaad Deutschland GmbH erhöhten sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht von rd. 217,9 Mio. EUR auf 220,9 Mio. EUR (+1,2%). Diese leichte Erhöhung ist auf Änderungen im Produktmix zurückzuführen. Der Anteil des Umsatzes am Gesamtumsatz aus Eigenproduktion entwickelte sich leicht rückläufig. Dem gegenüber steht eine Steigerung des Anteils des Umsatzes am Gesamtumsatz der Fremdproduktion.

Die auch weiterhin unveränderte Sortimentspolitik der Albaad Deutschland GmbH steht unter dem Prinzip: "Komplette feuchte Hygiene aus einem Hause." Der umfassende Produktmix und die Erfahrung mit den verschiedensten Produkten aus dem Feuchttücher Bereich sind Garantie für Flexibilität und verringern deutlich die Gefahr der Austauschbarkeit bei Kunden. Insbesondere die Investitionen in Entwicklung und Sicherung durch Patente wird sowohl von den gehobenen Privatlabeln als auch von den Markenkunden honoriert. Insgesamt wurden rd. 305 Mio. Packungen in Ochtrup produziert. Die Lieferfähigkeit lag 2022 durch eine starke Verknappung von Frachtraum bei 96,8% und somit unter dem Vorjahr. Lieferverzögerungen, beispielsweise durch knappen Frachtraum, können Strafzahlungen bei Kunden nach sich ziehen. In 2022 ist die Summe der Strafzahlungen in Höhe von TEUR 667 gegenüber 2021 gestiegen.

Der Umsatz nach Ländern in Prozent verteilte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

2022
%
2021
%
Veränderung
%
Inland 51,13 48,54 5,35
Europäisches Ausland 48,58 51,01 -4,76
Asien, USA, Afrika 0,28 0,45 -37,46
100,00 100,00

b) Produktion und Beschaffung

Die Produkte werden in erster Linie selbst produziert und darüber hinaus von verbundenen Unternehmen importiert. 72 % des Umsatzes 2022 wurden mit Eigenprodukten aus Ochtrup erzielt. Dies ist sowohl eine Reduktion des Anteils gegenüber dem Vorjahr 2021 (74%), als auch eine Reduktion des absoluten Umsatzes von 161,56 Mio. EUR in 2021 auf 158,29 Mio. EUR in 2022. Diese Reduktion ist auf gesteigerte Herausforderungen in der Personalbeschaffung im operativen Bereich zurückzuführen. Durch Personalknappheit konnten Produktionen nicht im eigenen Betrieb der Albaad Deutschland GmbH durchgeführt werden und wurden fremd vergeben..

In 2022 wurden Unternehmen mit einer starken Erhöhung der Erzeugerpreise konfrontiert. Diese Erhöhung zeigt sich in einer gestiegenen Materialeinsatzquote der Albaad Deutschland GmbH, welche sich von 68,8% in 2021 auf 74,2% erhöhte. Die Steigerungen waren über alle Bereiche hinweg zu beobachten, vorrangig im Bereich der Kartonage, des Trägermaterials und der Chemikalien. Diese Entwicklung ansteigender Beschaffungspreise konnte hierbei das gesamte Geschäftsjahr beobachtet werden, wobei die höchsten Beschaffungspreise in Q4 zu verzeichnen waren.

c) Investitionen und Finanzierung

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.834 in Sachanlagen getätigt, die insbesondere die Erneuerung des Maschinenparks, die Kapazitätserweiterung und der Errichtung von neuen Gebäuden am Werksgelände betrafen.

Diese Investitionen wurden hauptsächlich aus eigenen Mitteln finanziert.

d) Personal- und Sozialbericht

Der Personalbestand stellt sich gemäß § 267 Nr. 5 HGB durchschnittlich wie folgt dar:

2022 2021
Angestellte 92 87
gewerbliche Mitarbeiter 455 496
Personalbestand gesamt 547 583

e) Umweltschutz

Gesetzliche und behördliche Auflagen sind bis auf kleine bauliche Änderungsmaßnahmen erfüllt. Die produktionsbedingt anfallenden Lotionsreste werden gesammelt und entsorgt.

f) Forschung und Entwicklung

Insbesondere im kosmetischen Bereich wurden zahlreiche Neuentwicklungen vorgenommen, um sowohl dem Kostendruck zu begegnen, als auch mit innovativen Produkten die marktführende Position weiter auszubauen und neue Kunden im Bereich Brands zu gewinnen. Insgesamt wurden knapp TEUR 590 für die Forschung und Entwicklung, in der drei Mitarbeiter tätig sind, aufgewendet.

g) Rechtstreitigkeiten

Zurzeit liegen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten vor.

C. Darstellung Lage

1. Finanzielle Faktoren

a) Vermögenslage

Vermögensstruktur 2022
TEUR
% 2021
TEUR
% TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 49 0,1 58 0,1 -9 -15,5
Sachanlagen 23.861 25,6 24.352 24,0 -491 -2,0
Finanzanlagen 13.000 12,8 -13.000 -100,0
Langfristiges Vermögen 23.909 25,7 37.410 36,9 -13.500 -36,1
Vorräte 37.377 40,1 31.179 30,7 6.198 19,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.761 31,9 32.047 31,6 -2.286 -7,1
Forderungen gegen verbunden Unternehmen 1.012 1,1 422 0,4 590 139,8
Sonstige Vermögensgegenstände 717 0,8 423 0,4 294 69,5
Rechnungsabgrenzungsposten 278 0,3 9 0,0 269 2.988,9
Kurzfristiges Vermögen 69.145 74,2 64.080 63,1 5.065 7,9
Liquide Mittel 120 0,1 78 0,1 42 53,8
Liquide Mittel 120 0,1 78 0,1 42 53,8
AKTIVA 93.175 100,0 101.568 100,0 -8.393 -8,3

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 27.145,49 auf TEUR 19.171,26 gesunken, was primär auf eine Verringerung der Finanzanlagen durch die Rückführung einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen zurückzuführen ist.

Das langfristige Vermögen verringerte sich um TERU 6.414,26 auf TEUR 23.909. Das Sachanlagevermögen verringerte sich durch planmäßige Abschreibungen um TEUR 0,00 auf TEUR 75.000,00. Die immateriellen Vermögensgegenstände verringerten sich durch planmäßige Abschreibungenleicht auf 75.000,00. Der Rückgang im Finanzanlagevermögen von TEUR 13.000 resultiert aus der Rückführung eines Darlehens an ein verbundenes Unternehmen

Das kurzfriste Vermögen hingegen stieg um 7,9% an. Hervorgerufen wurde diese Entwicklung primär durch einen erhöhten Vorratsbestand, der um 6.198 auf TEUR 37.377 stieg. Die Erhöhung ist auf einen höheren Bestandswert der Fertigwaren und der Rohmaterialien zurückzuführen. Dies resultiert primär aus den gestiegenen Preisen im Rohmaterial und den dadurch gestiegenen Herstellungskosten der Fertigware.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um TEUR 2.286 auf TEUR 29.761. Hauptursächlich für die Verringerung ist die Nutzung von vorzeitigen Zahlungen unserer Kunden.

Die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 590 auf TEUR 1.012 ist auf erhöhte Verkäufe von Rohmaterial an ein verbundenes Unternehmen zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 294 auf TEUR 717hauptsächlich durch getätigte Vorauszahlungen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich umR 269 auf TEUR 278. Diese Erhöhung ist insbesondere auf bereits verausgabte Beträge bzgl. ökologischer Zertifizierungen und kundenspezifischer Grafikkosten zurückzuführen, die Aufwand erst nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Auf der Aktivseite weist unsere Gesellschaft zum Stichtag ein überwiegend im Umlaufvermögen in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten gehaltenes Vermögen aus.

Kapitalstruktur 2022
TEUR
% 2021
TEUR
% TEUR %
Gezeichnetes Kapital 1.040 1,1 1.040 1,0 0 0,0
Kapitalrücklage 750 0,8 750 0,7 0 0,0
Gewinnvortrag 27.762 29,8 27.453 27,0 309 1,1
Jahresergebnis 3.796 4,1 12.309 12,1 -8.513 -69,2
Eigenkapital 33.348 35,8 41.552 40,8 -8.204 -19,7
Langfristige Bankverbindlichkeiten 180 0,2 1.270 1,3 -1.090 -85,8
Langfristiges Fremdkapital 180 0,2 1.270 1,3 -1.090 -85,8
Mittelfristige Bankverbindlichkeiten 15.473 16,6 19.843 19,5 -4.370 -22,0
Mittelfristiges Fremdkapital 15.473 16,6 19.843 19,5 -4.370 0,0
Steuerrückstellungen 0 0,0 2.154 2,1 -2.154 -100,0
Sonstige Rückstellungen 1.519 1,6 2.659 2,6 -1.140 -42,9
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 19.462 20,9 12.551 12,4 6.911 55,1
Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten 14.247 15,3 7.575 7,5 6.672 88,1
Verbindlichkeiten im Verbundbereich 6.822 7,3 12.139 12,0 -5.317 -43,8
Übrige Verbindlichkeiten 2.124 2,3 1.825 1,8 299 16,4
Kurzfristiges Fremdkapital 44.174 47,4 38.903 38,4 5.271 13,5
PASSIVA 93.175 100,0 101.568 100,0 -8.393 -8,3

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 35,8 % (Vj. 40,8 %).

Die Albaad Deutschland GmbH hat sich seit Gründung der Gesellschaft im Wesentlichen durch kurzfristige Bankdarlehen als auch durch mittel- und langfristige Kredite finanziert. Die Finanzierung der Investitionen in das Sachanlagevermögen wurde in 2022 hauptsächlich durch eigene Mittel getätigt. Des Weiteren bestehen zugesagte, aber nicht vollständig genutzte Kreditlinien mit der Commerzbank i.H.v. TEUR 9.000, mit der LBBW i.H.v. TEUR 10.000 und mit der Deutschen Bank i.H.v. TEUR 9.000. Zusätzlich zu den kurzfristigen Darlehen wurde in 2021 ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 18.000 aufgenommen, wovon TEUR 4.000 in 2022 getilgt wurden.

Darüber hinaus bestehen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten und verbundenen Unternehmen i.H.v. TEUR 21.069. Gemeinsam machen diese jährlich mit stichtagsbedingten Verschiebungen untereinander ca. 22,6% der Bilanzsumme aus. Durch das geringere Ergebnis und einer erhöhten Steuerzahlung im ersten Halbjahr 2022 haben sich die Steuerrückstellungen um TEUR 2.154 auf TEUR 0 verringert.

b) Finanzlage

TEUR 2022
TEUR
2021
TEUR
Periodenergebnis 3.796 12.309
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.333 2.219
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -980 81
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, Forderungen und anderer Aktiva -5.065 2.696
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passiva 2.017 -4.271
- Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten für Investitionen in das Anlagevermögen -75 123
- Gewinn aus dem Abgang vpn Gegenständen des Anlagevermögens 0 -17
- Zinsaufwendungen/Zinserträge -529 -207
+ Ertragsteueraufwand/-erstattungen 1.665 5.335
- Ertragssteuerzahlungen -3.825 -9.696
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -663 8.572
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -17 -40
+ Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.817 -4.328
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens +0 465
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 13.000 -6.500
= Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit 11.166 -10.403
+ Einzahlungen aus Kapitalzuführung 0 0
- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 33.500 44.090
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -31.961 -29.394
- Gezahlte Dividenden -12.000 -14.500
= Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -10.461 196
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 42 -1.635
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 78 1.713
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 120 78
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungsmittel 120 78
120 78

Zum 31. Dezember 2022 verfügt die Albaad Deutschland GmbH über eigene liquide Mittel in Höhe von TEUR 120.

Aus dem operativen Geschäft wurden in 2022 durch das geringere Ergebnis und den Aufbau der Vorräte ein Liquiditätsdefizit erwirtschaftet.

Zusätzliche Liquidität wurde durch vorzeitige Kundenzahlungen im Dynamic Discounting Cash Verfahren erreicht. Hier erhöhte sich der vor Fälligkeit bezahlte Umsatz im Berichtsjahr um TEUR 7.082 auf TEUR 78.537.

c) Ertragslage

2022
TEUR
% 2021
TEUR
% TEUR %
Umsatzerlöse 220.900 100,0 217.922 100,0 2.978 1,4
Betriebsleistung 220.900 100,0 217.922 100,0 2.978 1,4
Herstellungskosten 191.062 86,5 177.778 81,6 13.284 7,5
Vertriebskosten 21.289 9,6 19.415 8,9 1.874 9,7
Verwaltungskosten 2.565 1,2 2.896 1,3 -331 -11,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 0,0 0 0,0 0 0,0
Betrieblicher Aufwand 214.916 97,3 200.089 91,8 14.827 7,4
Sonstige betriebliche Erträge 2 0,0 18 0,0 -16 -88,9
Betriebsergebnis 5.986 2,7 17.851 8,2 -11.865 0,0
Finanz- und Beteiligungsergebnis -525 -0,2 -207 -0,1 -318 153,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 5.461 2,5 17.644 8,1 -12.183 -69,0
Ertragsteuern -1.665 -0,8 -5.335 -2,4 3.670 -68,8
Jahresergebnis 3.796 1,7 12.309 5,7 -8.513 -69,2

Finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Höhe der Umsatzerlöse und das Jahresergebnis. Die Kennzahlen werden dabei gegenüber dem Vorjahr und gegenüber der Planung betrachtet, verglichen und Abweichungen analysiert.

Die Umsatzerlöse in Höhe von rd. TEUR 220.900 sind um 1,4% gestiegen. Somit normalisiert sich der Umsatz nach der hohen Corona-Nachfrage in 2020 weiter. Die Umsatzerlöse sind in der Eigenproduktion gesunken, während die Umsätze mit Handelswaren gestiegen sind.

Das Jahresergebnis hat sich auf TEUR 3.796 reduziert und liegt unter dem in 2021 prognostizierten Rückgang von 25%. Allen voran höhere Beschaffungskosten im Verlauf des Jahres 2022 durch gestiegene Rohmaterialpreise, erhöhte Transportkosten und die Steigerung des Mindestlohns führten relativ betrachtet zu den Umsatzerlösen zu überproportional stark steigenden Herstellungskosten. Die Umsatzrentabilität nach Steuern liegt bei 1,7%.

Die Verwaltungsaufwendungen sind durch niedrigere Beratungs- und IT-Kosten gegenüber 2021 um TEUR 331 verringert.

d) Gesamtaussage

Die Albaad Deutschland GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 3.796. Das ist eine Verringerung um TEUR 8.513 im Vergleich zum Vorjahr. Hauptursächlich hierfür war der Rückgang der margenträchtigeren Eigenproduktion aufgrund von Personalengpässen und zudem die signifikant gestiegenen Kosten der Herstellung, aber auch der Beschaffung von Fertigwaren.

2. Nichtfinanzielle Faktoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren der Albaad Deutschland GmbH sind die Kundenzufriedenheit und ein ökologisches Umweltbewusstsein. Dass der Faktor der Kundenzufriedenheit ein Erfolgsgarant ist, zeigt sich insbesondere am stetig steigenden Umsatzvolumen mit bestehenden Discounterkunden. Mit steigender Kundenzufriedenheit steigt auch immer die Chance, dass der Kunde sämtlichen Bedarf an Feuchttuchprodukten der gesamten Produktpalette über die Albaad Deutschland GmbH aus einer Hand bezieht. Ein Indikator für die Kundenzufriedenheit ist für uns die Lieferfähigkeit. Diese ist mit 96,8% in 2022 gegenüber 98,0% in 2021 zwar gesunken, konnte jedoch trotz einer sehr schwierigen Beschaffung von Frachtraum auf hohem Niveau gehalten werden.

D. Riskomanagement und Risikobericht

Die Albaad Deutschland GmbH ist als 100% iges Tochterunternehmen der Albaad Massout Yitzhak B.V. in das konzerneinheitliche Risikomanagement mit seinen internationalen Kontrollmechanismen eingebunden, um das operationale Risiko zu minimieren. Das Berichtswesen wird auf Basis von Monaten, Quartalen und Jahren gegliedert und durch Vergleich der aktuellen Lage mit den Planzahlen vervollständigt. Im Rahmen der börsennotierten Veröffentlichungen unterliegt die Albaad Deutschland GmbH den SOX Regularien der Tel Aviv Stock Exchange.

Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist insbesondere die Entwicklung der Nachfrage von Feuchttuchprodukten ein Beobachtungsfeld zur Risikoeinschätzung.

Leistungswirtschaftliche Risiken bestehen insbesondere in der Entwicklung der Rohstoffpreise. Laut IFO klagen im April 2023 39,2% der Firmen über Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen, wovon die Albaad Deutschland GmbH und ihre Lieferanten nicht verschont bleiben. Es erfolgen permanent Beobachtungen der Rohstoffpreissituation und Veränderungen werden unmittelbar aufgedeckt, analysiert und Gegenmaßnahmen ergriffen.

Zusätzlich zu den steigenden Materialkosten sind auch steigende Personalkosten ein Risiko. Ab dem 01.10.2022 ist der Mindestlohn in Deutschland auf 12 Euro gestiegen, was auch für die Albaad Deutschland GmbH steigende Personalkosten zur Folge hat. Diesen steigenden Kosten begegnen wir mit weiteren Effizienzgewinnen in der Produktion durch Prozessverbesserungen, aber auch durch weitere Automatisierung.

Das Risiko des Verlusts finanzieller Vermögenswerte und das damit verbundene Liquiditätsrisiko besteht bei der Albaad Deutschland GmbH insbesondere in der Gefahr des Ausfalls von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diesem Forderungsausfallrisiko wird durch ein effizientes Forderungsmanagementsystem mit engmaschiger Überwachung und Mahnwesen entgegengewirkt. Wir gehen davon aus, dass durch die Wertberichtigungen auf Forderungen das tatsächliche Risiko aus originären Finanzinstrumenten abgedeckt ist. Darüber hinaus bestehen Kreditversicherungen für rd. 90% des Forderungsbestandes. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Des Weiteren besteht ein Risiko des Ausfalls finanzieller Vermögenswerte des Vorratsvermögens. Diesem Ausfallrisiko wird durch ständige Überprüfung auf alternative Verwendung entgegengewirkt. Darüber hinaus ist dieses Ausfallrisiko nur minimal, da die Albaad Deutschland GmbH ausschließlich auf die Bestellung des Kunden hin Rohstoffe beschafft und Feuchttücher produziert.

Weitere Vermögensrisiken bestehen in der Überalterung der Maschinen. Hier wird durch vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen und Vorhalten eines Ersatzteillagers das Risiko eines Maschinenausfalls deutlich reduziert.

Ein mögliches Finanzrisiko in Form bspw. einer Überschuldung ist aus der Kapitalstruktur durch das Aufrechterhalten einer stabilen Eigenkapitalquote nicht ableitbar. Auch die Refinanzierung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten ist durch die Corona Pandemie oder den Krieg in der Ukraine aktuell nicht gefährdet.

Es besteht das Risiko des Verlustes von Kunden, wenn benötigte Rohstoffe verknappen und hierdurch die Nachfrage der Kunden nicht oder nicht termingerecht befriedigt werden kann. Darüber hinaus können diese Sachverhalte Strafzahlungen an die Kunden nach sich ziehen. Diese Risiken hat die Albaad Deutschland GmbH in 2022 erfolgreich minimiert - der Lieferantenpool für die Trägermaterialien wurde ausgeweitet und es erfolgt eine engmaschige Überwachung der Einhaltung der Terminwünsche der Kunden, um Strafzahlungen zu vermeiden.

Die Risikosituation des Unternehmens wird regelmäßig von der Geschäftsführung beobachtet. Das Risikoprofil hat sich im Vergleich zum Vorjahr durch die globalen Lieferketteneinschränkungen und den Krieg in der Ukraine erweitert. Die Geschäftsführung erwartet aus oben beschriebenen Risiken und ihren Eintrittswahrscheinlichkeiten und Folgen weder einzeln noch kumuliert eine Gefährdung der Unternehmensfortführung. Aus den Risiken kann die Geschäftsführung derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags , Finanz und Vermögenslage ableiten.

E. Prognose und Chancenbericht

Die folgenden in die Zukunft gerichteten Aussagen und Prognosen basieren auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Einschätzungen. Wir sind davon überzeugt, dass die von uns zugrunde gelegten Annahmen realistisch sind, können jedoch keine Gewähr dafür übernehmen, dass sie sich als richtig erweisen werden.

Gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich die Prognose für die zukünftige Weltwirtschaft im Vergleich zum Jahresanfang verschlechtert. Der IWF gibt an, dass aufgrund von Turbulenzen im Finanzsektor, hoher Inflation, den fortwährenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und den dreijährigen Folgen der Corona-Pandemie erneut Unsicherheit besteht. Die Wirtschaft in Deutschland wird voraussichtlich in diesem Jahr sogar leicht schrumpfen (-0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Die dynamische Entwicklung der Preise im Zusammenhang der Corona-Pandemie hat sich infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine verstärkt. Seit März 2023 ist jedoch eine Beruhigung der Steigerungen zu beobachten. In Folge dessen erwarten wir im Laufe des Jahres sinkende Rohmaterialpreise.

Zahlreiche Einsparungsmaßnahmen in allen Bereichen wie zum Beispiel ein neues Logistikkonzept, durchgesetzte Preiserhöhungen bei den Kunden, sowie die Substitution teurer Vliesmaterialen durch prozess und kostenoptimierte Versionen desselben Materials, werden die Ertragssituation verbessern. Durch weitere logistische Optimierungen möchten wir die Lieferfähigkeit weiter steigern und das Ziel von 98,5% erreichen.

Das Werk der in 2012 gegründeten Tochtergesellschaft in Polen, an der die Albaad Deutschland GmbH beteiligt ist, wurde im Sommer 2013 in Betrieb genommen. Dies ist ein weiterer Schritt, sowohl die Expansion in den östlichen Raum Europas profitabel zu betreiben, als auch Produktionsspitzen in Deutschland im Albaad?Konzern zu lösen. Der Umzug in eine größere Lokalität hat Ende 2016 stattgefunden und 2017 wurde weiter in die Expansion investiert. Die Umsätze entwickeln sich positiv. Im Jahr 2021 wurden weitere Schritte der Expansion eingeleitet, um die europaweite Präsenz zu stärken und die Lieferwege aus Perspektive der Umwelt und der Kosten zu optimieren. In diesem Zuge wurde durch die Albaad B.V. ein Werk in Spanien erworben und in die Albaad Gruppe integriert.

Im Rahmen der Lagedarstellung haben wir bereits auf die zunehmende Wettbewerbsintensität hingewiesen, deren Fortsetzung zu einem Verdrängungswettbewerb in der Branche führen könnte.

Zusammenfassend rechnen wir für das Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr mit leicht erhöhten Umsätzen und aufgrund von Preiserhöhungen zu Kunden und der Inbetriebnahme unseres eigenen Fertigwarenlagers mit einer Erhöhung des Jahresüberschusses um 30% gegenüber 2022. S omit geht die Albaad Deutschland GmbH von einer soliden Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Geschäftsjahr 2023 aus.

F. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289f HGB

Im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB wurde von der Geschäftsführung eine Frauenquote von 10% für Führungspositionen unterhalb der Geschäftsführung, also innerhalb der Geschäftsleitung und der weiteren Führungsebene, beschlossen. Zum vorangegangenen Abschlussstichtag wurde diese Quote erreicht und somit weiterhin als Ziel festgesetzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Quote von 13,3% erreicht und das Ziel somit erfüllt. Die Gesellschaft ist sich der Stärken und Chancen des Gesetzes bewusst und will zukünftig in den oben genannten Bereichen an der bestehenden Frauenquote festhalten und diese innerhalb der folgenden 5 Jahre einhalten. Für die Geschäftsführung ist vorgesehen, dass Männer und Frauen bei der zukünftigen Geschäftsführerauswahl gleichberechtigt sind, die Schaffung einer weiteren Geschäftsführerstelle zur Erfüllung einer Quote jedoch nicht vorgesehen ist.

 

Ochtrup, den 31. Mai 2025

Wolfgang Tenbusch, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

ALBAAD DEUTSCHLAND GMBH, OCHTRUP

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 23.909.470,54 37.408.912,86
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.586,00 58.204,86
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.586,00 58.204,86
II. Sachanlagen 23.860.748,80 24.350.572,26
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.430.985,32 9.206.005,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.150.733,05 14.204.083,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 760.950,48 835.383,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 518.079,95 105.100,40
III. Finanzanlagen 135,74 13.000.135,74
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135,74 135,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 13.000.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 68.987.002,31 64.149.152,56
I. Vorräte 37.377.259,64 31.179.173,68
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.405.860,26 15.980.964,95
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 16.971.399,38 15.198.208,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.489.887,79 32.892.047,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.760.825,16 32.046.807,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.011.861,30 422.026,14
3. Sonstige Vermögensgegenstände 717.201,33 423.213,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 119.854,88 77.931,67
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 278.088,94 9.308,22
93.174.561,79 101.567.373,64

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL 33.347.919,05 41.551.780,90
I. Gezeichnetes Kapital 1.040.000,00 1.040.000,00
II. Kapitalrücklage 750.000,00 750.000,00
III. Gewinnvortrag 27.761.780,90 27.452.600,17
IV. Jahresüberschuss 3.796.138,15 12.309.180,73
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.518.742,66 4.812.899,18
1. Steuerrückstellungen 0,00 2.153.745,54
2. Sonstige Rückstellungen 1.518.742,66 2.659.153,64
C. VERBINDLICHKEITEN 58.307.900,08 55.202.693,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.114.391,55 33.664.156,61
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.246.841,18 7.574.748,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.822.226,65 12.138.761,31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.124.440,70 1.825.027,42
- davon aus Steuern: EUR 674.318,83 (Vorjahr: EUR 889.851,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 27.352,86 (Vorjahr: EUR 35.466,15)
93.174.561,79 101.567.373,64

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 220.900.069,60 217.921.527,80
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -191.061.801,37 -177.777.847,31
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 29.838.268,23 40.143.680,49
4. Vertriebskosten -21.289.101,35 -19.414.791,76
5. Allgemeine Verwaltungskosten -2.565.403,55 -2.896.138,37
6. Sonstige betriebliche Erträge 2.476,81 17.911,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -145,00 0,00
8. Betriebsergebnis 5.986.095,14 17.850.661,57
9. Erträge aus Beteiligungen 4.262,67 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.584,91 274.536,49
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -575.595,29 -481.039,69
12. Finanzergebnis -524.747,71 -206.503,20
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.665.209,28 -5.334.977,64
14. Ergebnis nach Steuern 3.796.138,15 12.309.180,73
15. Jahresüberschuss 3.796.138,15 12.309.180,73

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Albaad Deutschland GmbH, Ochtrup

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Hinweise

Die Albaad Deutschland GmbH mit Sitz in Ochtrup ist unter der Registernummer HRB 2231 beim Amtsgericht Steinfurt im Handelsregister eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederungen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre um planmäßige Abschreibungen vermindert. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen.

Die Posten des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze degressiv oder linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Folgende Nutzungsdauern liegen zugrunde:

Anlagenklasse Nutzungsdauer (Jahre)
Gebäude- und Grundstückseinrichtungen 10 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst.

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Der Wertansatz der unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sowie der fertigen Erzeugnisse enthält neben Fertigungsmaterial und Fertigungslohn auch die anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen im erforderlichen Umfang. Nicht oder schwer gängige Artikel werden mit angemessenen Teilwertabschlägen versehen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Forderungen werden gegebenenfalls mit dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag, Verbindlichkeiten mit dem höheren Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung erfolgt entsprechend den jeweils vereinbarten Lieferbedingungen mit Versand der Ware bzw. bei Auslieferung an den Kunden.

II. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sie enthalten EUR 27.145,49 (Vj. EUR 19.171,26) Forderungen gegenüber der Gesellschafterin, die vollständig aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche i.H.v. EUR 6.414,26 (Vj. EUR 0,00) enthalten.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 1.040.000,00 und wird in voller Höhe von ALBAAD Massuot Yitzhak B.V., Niederlande, gehalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen für ausstehende Boni und Rabatte, für Berufsgenossenschaftsbeiträge, für nicht genommene Urlaubstage, für Werbekosten, für Tantieme, für Jahresabschlusskosten, für ausstehende Grafikkosten, für Abfindungen und sonstige ausstehende Rechnungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.114.391,55 19.461.761,55 15.472.630,00 180.000,00
Vorjahreswerte 33.574.050,00 12.460.760,00 19.843.040,00 1.270.250,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.246.841,18 14.246.841,18 0,00 0,00
Vorjahreswerte 7.586.120,57 7.586.120,57 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.822.226,65 6.822.226,65 0,00 0,00
Vorjahreswerte 13.769.542,01 13.769.542,01 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 2.124.440,70 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.829.263,94 1.829.263,94 0,00 0,00
58.307.900,08 40.530.829,38 15.472.630,00 180.000,00
Vorjahreswerte 56.758.976,52 35.645.686,52 19.843.040,00 1.270.250,00

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 21.113.290,00 durch Grundpfandrechte im Wert von EUR 6.500.000,00 gesichert. Die technischen Anlagen und Maschinen sind an Kreditinstitute abgetreten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten EUR 75.000,00 (Vj. EUR 75.000,00) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, die vollständig aus Lieferungen und Leistungen resultieren.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse bestanden in Form von Bürgschaften insgesamt in einer Höhe von TEUR 357, davon betrafen TEUR 282 Bürgschaften ggü. einem verbundenen Unternehmen.

Aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaftsverpflichtungen ausgegangen.

Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten findet sich im Lagebericht.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen ist wie folgt:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Feuchttücher 220.485.441,13 216.544.265,25
Tampons 414.628,47 1.377.171,55
220.900.069,60 217.921.436,80

Materialaufwand

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Aufwendungen für Roh , Hilfs und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 163.519.101,65 149.474.697,01
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.664.367,21 2.378.700,76
166.183.468,86 151.853.397,77

Personalaufwand

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Löhne und Gehälter 16.712.305,89 16.587.244,83
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.288.855,31 3.223.172,18
20.001.161,20 19.810.417,01

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten EUR 161.328,10 an Altersversorgung (Vj. EUR 160.477,77).

Im Personalaufwand sind EUR 0,00 periodenfremde Aufwendungen (Vj. EUR 0,00 periodenfremde Aufwendungen) enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten EUR 23.240,49 Erträge (Vj. EUR 38.148,04) aus der Währungsumrechnung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten EUR 27.213,22 Aufwendungen (Vj. EUR 44.184,00) aus der Währungsumrechnung.

III. ERGÄNZENDE ANGABEN

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverträge

Die Gesellschaft war im Berichtsjahr durch Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von EUR 547.550,14 (Vj. EUR 425.921,75) belastet. Die Laufzeiten dieser Verträge dauern bis in das Jahr 2027. Die Verträge wurden mit dem Ziel der Liquiditätsschonung und zur Bilanzstrukturverbesserung abgeschlossen. Da es sich um Standardmiet- und -leasingverträge handelt, sind keine gesonderten Risiken zu erkennen..

Sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3 HGB bestehen nicht.

Geschäftsführung und Vertretung

Hauptberuflicher Geschäftsführer ist Herr Dipl. Ing. Wolfgang Tenbusch, Rheine.

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft gemeinsam durch jeweils zwei von ihnen vertreten. Ist nur ein Geschäftsführer vorhanden, vertritt dieser die Gesellschaft allein.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) beträgt:

31.12.2022 31.12.2021
Angestellte 92 84
gewerbliche Mitarbeiter 455 496
Personalbestand gesamt 547 580

Prüfungs und Beratungshonorare

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für:

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 35
Andere Bestätigungsleistungen 9
Steuerberatungsleistungen 11
Sonstige Leistungen 16
71

Konzernverhältnisse

Das voll eingezahlte Stammkapital beträgt EUR 1.040.000,00. Alleinige Anteilseignerin ist die ALBAAD Massuot Yitzhak B.V., Amstelveen, Niederlande. Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der ALBAAD Massuot Yitzhak Ltd., Sde Gat/Israel zum 31.12.2022 einbezogen, die gleichzeitig den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen erstellt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Vorfälle ereignet, die Vermögens , Finanz oder Ertragslage nachhaltig gegenüber der im Jahresabschluss dargelegten Situation beeinflusst haben. Die weltweite Corona Pandemie oder der Krieg in der Ukraine hat keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Albaad Deutschland GmbH. An dieser Stelle verweisen wir auf die weiterführenden Darstellungen im Lagebericht.

Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschläge

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 31.557.919,05 (Vj. EUR 39.761.780,90) auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ochtrup, den 31. Mai 2023

Wolfgang Tenbusch, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.350.687,05 16.971,42 0,00 0,00 4.367.658,47
4.350.687,05 16.971,42 0,00 0,00 4.367.658,47
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.080.513,70 659.062,82 0,00 0,00 15.739.576,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.215.724,55 613.904,79 105.100,40 0,00 28.934.729,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.159.355,28 25.641,57 0,00 0,00 4.184.996,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.100,40 518.079,95 -105.100,40 0,00 518.079,95
47.560.693,93 1.816.689,13 0,00 0,00 49.377.383,06
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135,74 0,00 0,00 0,00 135,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 13.000.000,00 0,00 0,00 -13.000.000,00 0,00
13.000.135,74 0,00 0,00 -13.000.000,00 135,74
64.911.516,72 1.833.660,55 0,00 -13.000.000,00 53.745.177,27
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.292.482,19 26.590,28 0,00 4.319.072,47
4.292.482,19 26.590,28 0,00 4.319.072,47
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.874.508,16 434.083,04 0,00 6.308.591,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.011.641,25 1.772.355,44 0,00 15.783.996,69
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.323.972,26 100.074,11 0,00 3.424.046,37
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
23.210.121,67 2.306.512,59 0,00 25.516.634,26
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
27.502.603,86 2.333.102,87 0,00 29.835.706,73
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2022
EUR
31. Dez. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.586,00 58.204,86
48.586,00 58.204,86
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.430.985,32 9.206.005,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.150.733,05 14.204.083,30
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 760.950,48 835.383,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 518.079,95 105.100,40
23.860.748,80 24.350.572,26
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 135,74 135,74
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 13.000.000,00
135,74 13.000.135,74
23.909.470,54 37.408.912,86

Die Feststellung erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 22.12.2023.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Albaad Deutschland GmbH, Ochtrup

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresschluss der Albaad Deutschland GmbH, Ochtrup, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Albaad Deutschland GmbH, Ochtrup, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Essen, 31. Mai 2023

Carsten Greiwe, Wirtschaftsprüfer

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