Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 73419
Eingetragen
10.5.1984
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus HolzVeredlung von HolzwarenHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln
Gegenstand
Herstellung und Verkauf von Holzfußböden und Holzfurnieren sowie Planung und Vornahme von Innenausbauarbeiten und Inneneinrichtungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Stibi
seit 21.9.2021
Prokura
Maximilian Hansen
seit 21.9.2021
Prokura
Bernhard Heinloth
seit 20.8.2015
Geschäftsführer
Torben Hansen
seit 10.11.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
66.67%
B******* H*******
10.00%
M********* H*****
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Murnau-Weidorf
315.000 €
70.00%
B******* H*******
45.000 €
10.00%
M********* H*****
45.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schotten & Hansen GmbH

Peiting

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

der Schotten & Hansen GmbH

Inhalt:

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

C. Prognosebericht

D. Chancen- und Risikobericht

E. Risikoberichtserstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Schotten & Hansen GmbH ist eine inhabergeführte oberbayerische Holzmanufaktur mit Sitz in Peiting. Vertrieben werden ihre Produkte weltweit über Vertriebspartner und Tochterunternehmen. Außerdem ist sie für die Durchführung und Abwicklung von internationalen Projekten wie privaten Residenzen, den Yachtbereich und zunehmend öffentliche Bauten, z.B. Hotels, zuständig.

Neben den Hauptprodukten Dielen/Parkett und Furniere werden auftragsbezogen kundenindividuell Interior-Produkte wie Stufen, Treppen, Möbel, Akustikelemente, Türen und andere Innenausbauprodukte gefertigt. Zudem bieten wir unseren weltweiten Kunden einen lebenslangen Service (durch eigene Service-Mitarbeiter, bzw. geschulte Servicepartner) sowie selbsthergestellte Service- und Pflegemittel an.

Unser weltweiter Vertrieb stützt sich auf internationale Vertriebs- und Kooperationspartner, Tochterunternehmen sowie Endkunden (Direktgeschäft) im BtoC sowie im BtoB Segment. Als Multiplikatoren dienen renommierte Architekturbüros und Designer, welche gezielt über unser Business Development Management geworben, informiert und geschult werden. Die Kernmärkte sind Europa, USA und Asien. In diesen Märkten wird mit Showrooms und Kooperationspartnern die Produktpalette ausgestellt.

Unsere Alleinstellungsmerkmale wie "Manufaktur für die Gestaltung ganzer Räume in einzigartiger, kundenspezifischer Farbgebung, gesundes Raumklima, Regenerierbarkeit und dadurch Nachhaltigkeit, Hochwertigkeit, Kundenindividualität und Generationentauglichkeit" gewähren uns auch zukünftig ein hohes Marktpotential. Darüber hinaus wird ein besonderer, professioneller Planungs-, Beratungs- und Logistikservice geboten.

2. Forschung und Entwicklung

Produktmanagement und -Entwicklung

Der Fokus der Entwicklungsinvestitionen lag beispielsweise in der Modernisierung und Kapazitätssteigerung der Trocknungsanalage für Sägeholzfurniere, in der Entwicklung zwei neuer Fußbodenkollektionen aus besonders nachhaltigen Holzarten, in der Entwicklung eines neuen Holzpflegeproduktes, wie auch in der strategischen Erweiterung des Produktangebotes für Wand- und Deckenpaneele aus Holz.

Qualitätsmanagement

Die Qualitätskostenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Gründe hierfür sind u.a. eine schlechter werdende Qualität (Lieferzeiten, Kundenwünsche, verdeckte Materialmängel) wichtiger Lieferanten, eine hohe Krankenquote der Mitarbeiter führte zu teilweise nicht optimal geschulten Vertretungen in kritischen Wertungsprozessen, wie auch ein hoher Auftragsbestand und eine damit engere Taktung der Fertigungsplanung.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut dem Hauptverband der deutschen Holzindustrie lag der Umsatz der Holzindustrie im Jahr 2023 10,6% unter dem Niveau von 2022. Der Einbruch hat mehrere Gründe. Zum einen sank die Baunachfrage stark aufgrund massiv gestiegener Baukosten, zunehmend schlechteren Finanzierungskonditionen und unklaren Förderbedingungen. Aber auch bei Holzverpackungen sank der Umsatz dramatisch. Dies ist besonders aufschlussreich, da dies als Frühindikator für Wirtschaftstrends betrachtet werden kann und somit auch ein sorgenvoller Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung geben kann. Auch die Möbelindustrie hatte ein Minus von 4,3% verzeichnen.

Der konkurrierende Wettbewerb im Mittel- und Niedrigpreissektor ist durch unsere Spezialisierung auf kundenindividuelle, beratungsintensive und hochwertigste Holzprodukte und Projekte und der damit verbunden Stellung als Qualitätsführer für uns nicht maßgebend. Bei den Qualitätsmerkmalen sind die Produkte aufgrund der Ästhetik, der Wertbeständigkeit und der Wohngesundheit im Wettbewerb führend. Die Bandbreite von aufeinander abgestimmten Böden, Interieurs, Schnittstellenlösungen und Dienstleistungen (z.B. Vorfertigung, individuelle Kundenlösungen und Service-Leistungen) aus einer Hand ermöglicht uns, einen Mehrwert anzubieten und uns vom Wettbewerb abzuheben.

Darüber hinaus ist Schotten & Hansen in der Lage gesamte Projektlösungen für den Innenausbau einschließlich Planung, Zeichnung und Vorvermessung anzubieten. Hinzu kommt der verstärkte B2B Markt, welcher in der Möbelherstellung international immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das erkennt man aufgrund der starken Wachstumsraten im Bereich der Furniere. Erfreulich ist auch die Nachfrage nach gesundem und hochwertigem Wohnraum und im Luxusbereich Yacht.

Mit der Konzeption und kontinuierlichen Weiterentwicklung der neuen "Farbwelt Torben Hansen", der Kooperation mit NCS sowie mit den neuen oberflächenfertigen Furnierprodukten sind wir in der Lage, einerseits den unterschiedlichsten Kundenfarbwünschen zu entsprechen, andererseits unsere Wettbewerbssituation zu stärken und weiter auszubauen.

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Umsatz im Jahr 2023 mit 17.838 T€ lag knapp (0,23 %) unter dem Umsatz von 2022 mit 17.879 T€. Sehr erfreulich ist dabei die Zunahme der Erlöse im Inland, in der EU und bei den Yachten. Weniger zufriedenstellend ist der Rückgang der Erlöse im Drittland. Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang im Drittland ist der Abschluss zweier internationaler Großprojekte im Jahr 2022. Im Yachtbereich liegt die Tatsache der Erhöhung der Umsätze darin, dass sich die Projekte in diesem Geschäftsbereich meist über einen längeren Zeitraum erstrecken. Es konnten im Jahr 2023 vermehrt Schlussrechnungen geschrieben werden. Im Jahr vorher hingegen konnten nur vertraglich vereinbarte Abschlagsrechnungen gestellt werden können (langes Hinziehen der Projekte).

Produktion:

Die bereits im Jahr 2015 eingeleiteten und weiter betriebenen Maßnahmen zur Flexibilisierung der Produktionsprozesse sowie in den weiteren betrieblichen Bereichen gewährleisten eine flexiblere Kostenstruktur und Produktionskapazität.

Durch die personelle Aufstockung von fachlichem Personal und das Fokussieren auf die Digitalisierung werden die Produktionskapazitäten ebenfalls erweitert.

Marketing:

Für die Weiterentwicklung der Marke Schotten & Hansen in den Kernmärkten werden aktiv diverse Marketingkanäle bespielt und strategisch ausgebaut. Insbesondere digitale Wege werden in der Werbung und Vermarktung entsprechend der Marktsituation forciert. Die Verknüpfung von Marketing und Vertrieb steht im Vordergrund, um den Zielgruppen bestmöglich Informationen sowie Beratung anbieten zu können. Insbesondere die Vermarktung der neuen Produkt- und Farbwelt durch Systematisierung in Kollektionen sollen Beratungen und Verkauf kundenorientierter und somit erfolgreicher gestalten.

Vertrieb:

Mit der Einführung eines CRM Programms, einem Vertriebsprogramm mit Schnittstelle zu unserem ERP System, ist es schnell und effektiv möglich mit den Kundendaten zu arbeiten. Dadurch gibt es vielfältige Möglichkeiten, das riesige Potential des Programms für uns zu nutzen und Kunden gezielter anzuschreiben. Außerdem können so einfacher Verknüpfungen und Auswertungen gemacht werden, sodass unsere Kunden optimal betreut werden und neue Kunden leichter generiert werden können. Weiterhin erfolgt die Betreuung der Top-Partner durch die Geschäftsführung und in einigen Märkten durch unsere Tochtergesellschaften.

Die weltweiten Präsentationen auf Messen, bei Architekten und Designern wurden weiter intensiviert. Sowohl neue als auch bestehende Netzwerke wurden stetig auf- und ausgebaut. Somit wurden und werden bestehende Zielgruppen erweitert bzw. neue Zielgruppen erschlossen.

Die Akquise und Pflege von Marken-Kooperationen sorgt ebenfalls für eine verbesserte Markenbekanntheit.

Ertragslage:

Die Gesamtleistung verringerte sich 2023 um 7,30 % von 19.900 T€ auf 18.448 T€.

Die Materialaufwandsquote verringerte sich von 31,02% im Jahr 2022 auf 23,58 % im Jahr 2023. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind um 24,97 %, die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 17,12 % gesunken. Die Preise am Markt für Rohstoffe haben sich stabilisiert und wir konnten zusätzlich viel Ware aus unserem Lager entnehmen. Der Rückgang von Fremdfertigungen ist v. a. im Bereich des Innenausbaus und der Yachten. Die absoluten Personalkosten stiegen um 2,38% von 8.433 T€ (2022) auf 8.634 T€ (2023). Die Personalkosten im Vergleich zur Gesamtleistung verschlechterten sich, was sich in der Personalkostenquote von 46,80 % (Vorjahr: 42,37 %) widerspiegelt.

Ertragslage Geschäftsjahr
T€
Vorjahr
T€
Veränderung
T€
EBIT 531 491 40
Zinsergebnis -230 -145 -852
Steuerergebnis 146 105 40
Jahresergebnis 133 218 -85

Der EBIT liegt mit 531 T€ um 40 T€ über dem Vorjahreswert. Daraus resultiert eine Erhöhung der EBIT-Marge auf 2,98% im Vergleich zu 2,75 % im Geschäftsjahr 2022.

Die Abschreibungen erhöhten sich von 496 T€ im Jahr 2022 auf 527 T€ im Jahr 2023. Es wurden einige selbsterstellte Anlagegüter aktiviert und kaum etwas verkauft oder verschrottet, das vor Nutzungsende aus dem Anlageverzeichnis ausgebucht hätte werden müssen.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gab es eine Verringerung um 387 T€ von 4.936 T€ im Jahr 2022 auf 4.549 T€ im Jahr 2023. Durch den etwas niedrigeren Umsatz verringerten sich auch die Kosten der Warenabgabe. Die Werbe- und Reisekosten sowie die Verwaltungskosten, die Heizungs- und Instandhaltungskosten sind ebenfalls zurückgegangen. Einzig die Fahrzeugkosten haben sich etwas erhöht. Das Verhältnis zur Gesamtleistung verringert sich leicht auf 24,66 % im Jahr 2022 von 24,80 % im Jahr 2022.

Der Zinsaufwand ist um 84 T€ von 163 T€ auf 248 T€ gestiegen.

Das Betriebsergebnis lag aufgrund des etwas geringeren Umsatzes sowie der höheren Kosten marginal unter dem Vorjahr bei 302 T€ (2022: 345 T€). Es fielen trotzdem mehr Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an (2023: 146 T€; 2022: 105 T€).

Das Jahresergebnis lag mit einem Gewinn von 133 T€ unter dem Vorjahresgewinn von 218 T€.

Wir gehen mit einem hohen Auftragsbestand in Höhe von 8.365 T€ und einem gewichteten Angebotsbestand von 7.244 T€, jeweils per Jahresende, zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr.

3. Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Bestände im Umlaufvermögen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber dem Vorjahr um 318 T€ verringert. Die unfertigen Erzeugnisse haben sich um 6,97 % erhöht, die fertigen Erzeugnisse um 12,13 % verringert. Insgesamt gab es eine Erhöhung bei den Vorräten von 168 T€, dies entspricht einem Anstieg von 1,95 %. Die Verringerung der Fertigerzeugnisse lag fast ausschließlich an einem geringeren Wert im Versandlager wohingegen die Erhöhung der Unfertigen Erzeugnisse hauptsächlich an den Furnieren und Dielen festzumachen ist.

Bei den aktivierten Eigenleistungen zur Errichtung von neu geplanten Anlagen und Maschinen gab es einen Rückgang von 320 T€ im Jahr 2022 auf 129 T€ im Jahr 2022 geführt. Für die Eigenleistungen zeichnet die betriebsinterne Werktechnik verantwortlich.

Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 18,69 % gegenüber dem Vorjahr mit 17,45 %.

Das wirtschaftliche Eigenkapital, bestehend aus bilanziellem Eigenkapital (2.710 T€) und den eigenkapitalersetzenden Gesellschafter-Nachrangdarlehen (1.637 T€) beträgt 65,54 % (2022: 26,25%).

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Investitionen in das Sachanlagevermögen leicht um 244 T€ von 3.491 T€ (2022) auf 3.247 T€. Dabei handelt es sich vornehmlich um Umbauten und Anpassungen von Maschinen, um Produktinnovationen besser herstellen zu können.

Vermögenslage Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 3.541 3.723 -182 4,89%
kurzfristige Vermögenswerte 10.653 10.740 -87 0,81%
liquide Mittel 102 105 -4 -3,77%
Aktive Latente Steuern 202 201 1 0,50%
Passiva
Eigenkapital 2.710 2.576 133 5,16%
Rückstellungen 2.491 2.390 143 4,23%
kurzfristige Verbindlichkeiten 6.162 6.160. 2 4,51%
langfristige Verbindlichkeiten 3.135 3.643 509 19,81%
Bilanzsumme 14.498 14.769 271 1,83%

Das Umlaufvermögen hat sich aufgrund eines kleinen Bestandabbaus um 17 T€ auf nunmehr 10.655 T€ verringert.

Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 1 €.

Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten nur gering von 6.160 T€ auf 6.162 T€. Die Bankverbindlichkeiten haben sich erhöht, die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich jedoch verringert.

Im Bereich der langfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich die Bankverbindlichkeiten, da wir diese laufend tilgen. Insgesamt haben sich die langfristigen Verbindlichkeiten um 508 T€ auf 3.135 T€ verringert.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs ist durch Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen gesichert und gewährleistet jederzeit, unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kassenbestände, Lieferantenkrediten, Kreditlinien bzw. kurzfristigen Darlehen verschiedener Banken sowie Gesellschafterdarlehen.

4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

• Umsatzentwicklung,

• EBIT

• Jahresüberschuss und

• Branchenentwicklung.

Der Umsatz verringerte sich von 17.879 T€ im Jahr 2022 auf 17.838 T€ im Jahr 2023. Er verschlechterte sich dabei um 0,23 %.

Der EBIT liegt mit 531 T€ über dem Wert von 2022 mit 491 T€. Daraus ergibt sich eine Erhöhung von 40 T€ (8,15 %). Die EBIT-Marge erhöht sich leicht sich von 2,75 % im Jahr 2022 auf 2,98 % im Jahr 2023.

Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren gehört der Personal- und Sozialbereich.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Arbeitsvertrag über 20 Stunden verringerte sich 2023 um sechs Personen auf 142 Personen am Jahresende. Davon waren 72 Mitarbeiter in der Fußbodenproduktion, 20 im Innenausbau und 50 in Verwaltung/Vertrieb beschäftigt.

Erfreulicherweise konnten wiederholt auch 2023 alle Pflichtarbeitsplätze für Schwerbehinderte nach §§ 154 ff. SGB IX besetzt werden.

5. Gesamtaussage

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung war nicht ganz wie erhofft. Auch aufgrund der steigenden Bau- und Finanzierungszinsen lässt sich ein etwas zurückhaltendes Angebots- und Abschlussverhalten bei Kunden feststellen. Weiterhin sind Speditionsprobleme über das Jahr verteilt auszumachen. Das Umsatzziel konnte erreicht werden.

C. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen Umsatz von 20,0 Mio. € bis 21,0 Mio. € trotz der weiterhin angespannten Marktsituation. Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel befand sich auf einem guten Niveau. Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2024 zeigte, dass aufgrund der Zinslage in der Baubranche ein weiteres schwieriges Jahr 2024 werden könnte. Allerdings haben wir bereits einige Aufträge von Großprojekten bekommen, was uns dadurch sehr optimistisch in die Zukunft blicken lässt.

Wir gehen von einem positiven EBIT von rund 650 - 850 T€ und einem Jahresergebnis von XX T€ für das Geschäftsjahr 2024 aus.

Wir erhoffen uns weitere Umsatzzuwächse aufgrund der Investitionen in eine verstärkte Vertriebsstruktur in internationalen Märkten durch unsere Tochtergesellschaften und Netzwerkpartner und eine größere Markenbekanntheit aufgrund der Kooperationen mit weiteren Marken sowie der Einführung von neuen Produkten. Ebenfalls halten wir an der kontinuierlichen Verbesserung der internen Prozesse und einem Lieferantenmanagement fest.

Dadurch bedingt erwarten wir eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Geschäftsrisiken

Die Abhängigkeit von einzelnen großen Kunden und der daraus resultierenden Risiken verringert sich weiter durch die Realisierung unserer Vertriebsstrategie durch unser Partnervertriebskonzept als auch durch Direktvertrieb (Tochterfirmen sowie eigene Mitarbeiter in Kernmärkten) und das Projektgeschäft stetig. Es findet eine Verlagerung von wenigen Partnern hin zu mehreren international aufgestellten und größeren Partnern statt. Die Kernkompetenz im Fußbodenbereich bleibt erhalten. Durch Produktdiversifikation werden aber auch andere Geschäftsfelder wie der Service, Interieur mit Türen, Akustikelemente und Furnieranwendungen gestärkt, sowohl im B2B als auch im B2C Bereich.

Der firmeneigene Showroom in München soll noch stärker an regionaler, aber auch internationaler Bedeutung für den Vertrieb gewinnen. Das gilt auch für den Showroom in Kitzbühel und am Züricher See. Ebenfalls gibt es Showroom Kooperation in vielen anderen Ländern.

Ein Risiko stellen weiterhin Projektgeschäfte und deren starke Komplexität dar, da diese mit schwankenden Auftragseingängen verbunden sind, was eine extreme Flexibilität abverlangt. Diese muss durch Arbeitszeitmodelle und Mitarbeiterflexibilität sowie eventuell Zeitarbeitsfirmen gewährleistet werden, was das Risiko des Fachkräftemangels am derzeitigen Arbeitsmarkt hindert.

Auch das Projektgeschäft mit seinen komplexen Anforderungen kann in Bezug auf die Faktoren Qualität, Zeit und Kosten Risiken beinhalten, die es gilt, zu erkennen bzw. abzuwenden. Zur Minimierung dieser Projektrisiken setzen wir auf ein noch professionelleres internes und externes Projektmanagement, verbunden mit unserer langjährigen Erfahrung in der Projektabwicklung.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der derzeit turbulenten Märkte aufgrund Rohstoffknappheit, Energiekrise, Zinslage und geopolitischer Situationen beobachtet das Management täglich und richtet konsequent das Handeln an den sich verändernden Rahmenbedingungen aus. Das Management leitet dabei sämtliche Maßnahmen ein, die für die Existenzsicherung und das Fortbestehen notwendig sind. Das Maßnahmenportfolio ist bereits existent und wird unter Berücksichtigung von Veränderungen und staatlichen Möglichkeiten kontinuierlich weiterentwickelt. Ebenfalls werden politische Risiken wie Embargos und andere Verwerfungen beachtet. Zur Bewältigung der weltwirtschaftlichen Auswirkungen befindet sich das Unternehmen in Kommunikation mit sämtlichen Stakeholdern. Die aktuelle Auftragssituation ist zurzeit positiv.

2. Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen im Rahmen einer normalen Gewährleistung.

Auslandsaktivitäten, speziell im Projektgeschäft, erfordern zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich rechtlicher und gesetzlicher Anforderungen einschließlich Risiken im Umgang mit Embargobestimmungen, welche derzeit vermehrt vorkommen.

3. Finanzielle Risiken

Finanzielle Risiken können durch den Ausfall von Forderungen entstehen. Diesem Risiko versucht die Schotten & Hansen GmbH durch ein aktives Forderungsmanagement zu begegnen. Bei Neukunden finden Bonitätsbeurteilungen statt. Zusätzlich arbeiten wir mit verschiedenen Arten von Bürgschaften.

Von der Firma Schotten & Hansen nicht verschuldete und oft nicht vorhersehbare Verzögerungen im Projektfortschritt stellen ein finanzielles Risiko dar, da sie geplante Umsätze und Geldeingänge verzögern können.

Erhöhte Preise und Verfügbarkeit von Rohstoffen und Halbfertigprodukten können sich auf den Rohertrag und den Aufwand auswirken. Ebenso ein Lageraufbau von Betriebshilfsmitteln.

4. Währungsrisiken

Da wir in allen Ländern grundsätzlich in Euro abwickeln, sind Kursverluste nicht zu befürchten. Die Tochtergesellschaften sind mit dem Kursrisiko vertraut, und eine regelmäßige Kontrolle und Anpassung reduziert das Risiko.

Ein schwacher Euro kann den Export unserer Produkte in die Schweiz, die USA und in Länder, in denen die Landeswährung an den Dollar gekoppelt ist, erleichtern. Davon betroffen sind ca. 50% unseres Geschäftes. Ein starker Euro hat den gegenteiligen Effekt.

5. Beschaffungsrisiken

Naturgemäß sind wir vom Rohstoff Holz abhängig. Für 2024 sind etwas geringere Preissteigerungen als in den Vorjahren zu erwarten, denen wir durch strategische Lieferantenbeziehungen sowie langfristig geplante und gesicherte Materialeinkäufe entgegenwirken. Partnerschaftliche, langjährige Lieferantenbeziehungen (Holz, Kleber, Oberflächenmaterialien) konnten erhalten und ausgebaut werden. Aufgrund der Produktionsmenge pro Jahr und der speziellen Anforderungen an Rohmaterialien können wir auf ein großes Netzwerk von Lieferanten zurückgreifen, was das Risiko reduziert.

In der Personalbeschaffung bestehen die Risiken im Fachkräftemangel und der wenigen verfügbaren Ressourcen, welche es zu akquirieren und zu binden gilt.

6. Chancenbericht

Mit der Gründung der Tochtergesellschaften und das Einstellen von Mitarbeitern in Kernmärkten wollen wir uns zusätzlich auf den Direktvertrieb fokussieren, die Markenpräsenz ausbauen, eine größere Unabhängigkeit von Projekten aufbauen sowie auf die lokale Betreuung der Partner vor Ort ("Näher am Markt"). Die weltweiten Märkte schätzen die Hochwertigkeit der Schotten & Hansen Oberflächen / Produkte mehr und mehr (maßgeblich die Natürlichkeit und die Regenerierbarkeit). Zusätzlich werden wir durch unser neues Marketingkonzept (Webseite, CI) und verstärkte Bildung von Netzwerken sowie Kooperationen weltweit bekannter. Unser Netzwerk und das damit verbundene Kooperationsshowroomkonzept ist für ein stetiges Wachstum ausgelegt.

Des Weiteren ist Schotten & Hansen durch die Entwicklung und Implementierung weiterer neuer Produkte sowie die Kooperation mit weiteren ebenfalls hochwertigen Herstellern gut gerüstet für die Zukunft (z. B. Akustikelemente, Interieur Produkte).

Mit dem Merkmal der Regenerierbarkeit sehen wir realistische Umsatzsteigerungen speziell in Hotels.

Eine Professionalisierung der Organisation und der Prozesse ermöglichen eine wachsende Leistungsfähigkeit und eine schnelle Adaption von marktseitigen Potentialen und Trends.

Die Gesellschafter streben eine weitere Stärkung des Eigenkapitals an.

7. Gesamtaussage

Risiken für die künftige geschäftliche Entwicklung könnten einerseits durch geänderte gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Weltkrisen entstehen, andererseits durch geändertes Kundenverhalten. Wir sehen uns für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet, da wir stets Prozesse hinterfragen und verbessern und auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen können. Eine schwerwiegende Bedrohung für den Fortbestand des Unternehmens können wir derzeit nicht erkennen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten, Kreditlinien bzw. kurzfristiger Darlehen verschiedener Banken sowie Gesellschafterdarlehen.

 

Peiting, den 31.08.2024

Torben Hansen, Geschäftsführer

Bernhard Heinloth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.541.331,63 3.722.757,57
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 90.369,00 96.602,22
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 51.407,22
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 90.369,00 45.195,00
II. Sachanlagen 3.247.411,64 3.490.614,96
1. technische Anlagen und Maschinen 484.872,00 663.159,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.160.509,89 1.728.725,33
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 602.029,75 1.098.730,63
III. Finanzanlagen 203.550,99 135.540,39
1. Beteiligungen 203.550,99 135.540,39
B. Umlaufvermögen 10.654.627,26 10.771.501,28
I. Vorräte 8.714.315,60 8.546.773,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.838.507,40 2.119.147,41
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 822.970,32 640.687,76
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.015.537,08 1.478.459,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 101.804,26 105.580,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 99.941,88 74.153,77
D. Aktive latente Steuern 202.000,00 201.000,00
Summe Aktiva 14.497.900,77 14.769.412,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.709.679,41 2.576.566,64
I. Gezeichnetes Kapital 450.000,00 450.000,00
II. Kapitalrücklage 90.000,00 90.000,00
III. Gewinnrücklagen 128.600,00 128.600,00
IV. Gewinnvortrag 1.907.966,64 1.690.407,86
V. Jahresüberschuss 133.112,77 217.558,78
B. Rückstellungen 2.491.812,00 2.390.205,44
C. Verbindlichkeiten 9.296.409,36 9.802.640,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.971.776,09 3.777.408,75
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.324.633,27 6.025.231,79
Summe Passiva 14.497.900,77 14.769.412,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.241.364,30 14.354.191,29
2. Personalaufwand 8.634.118,02 8.432.961,08
a) Löhne und Gehälter 7.181.912,96 7.101.157,35
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.452.205,06 1.331.803,73
davon für Altersversorgung 42.558,41 21.639,47
3. Abschreibungen 527.278,75 495.068,04
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 527.278,75 495.068,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.548.633,05 4.935.507,44
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 719,63 497,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.065,82 17.922,18
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 247.594,67 163.254,79
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 145.985,87 105.184,60
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.000,00 42.000,00
8. Ergebnis nach Steuern 155.819,76 240.137,52
9. sonstige Steuern 22.706,99 22.578,74
10. Jahresüberschuss 133.112,77 217.558,78

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Schotten und Hansen GmbH hat ihren Sitz in Peiting. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 73419 eingetragen

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 I, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

1. Gliederung

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 I 2, 266 ff. HGB). Die Bilanz ist nach dem allgemeinen Gliederungsschema aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, sind zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der einzelnen Vermögensgegenstände nach der linearen und degressiven Methode (Altbestände) vorgenommen. Bei den Anlagezugängen erfolgte die Abschreibung im Jahr der Anschaffung zeitanteilig.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Soweit erforderlich, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

In die Herstellungskosten der aktivierten Eigenleistungen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkostenanteile einbezogen.

Die Finanzanlagen bestehen aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Diese wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Ein etwaiger Abwertungsbedarf wird anhand eines diskontierten Kapitalflussmodells ermittelt. Im Geschäftsjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich (§ 253 I, III HGB).

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zu den Anschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen (Strenges Niederstwertprinzip). Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Stichtagswert angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten sowie die Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten.

Zinsen für Fremdkapital sind nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug von Einzelwertberichtigungen - bei erkennbaren Einzelrisiken - und Pauschalwertberichtigungen zur Abgeltung des allgemeinen Kreditrisikos angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gemäß der jeweiligen Laufzeit periodengerecht abgegrenzt.

Die Pensionszusage für Herrn Torben Hansen wurde mit Nachtrag zum Gesellschaftervertrag auf den bis zum 31.12.2016 erdienten Teil der Anwartschaft beschränkt. Die Pensionsrückstellung wurde für Anwartschaften gebildet und ist voll dotiert. Der Erfüllungsbetrag zum 31.12.2023 wurde gemäß § 253 HGB sowie unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Grundsätze unter Anwendung der "projected unit credit method" ermittelt. Bei der Bewertung zum 31.12.2023 wurden ein Rechnungszinsfuß von 1,82 % (10-Jahresdurchschnitt), die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck 2018 G sowie ein Gehaltstrend von 0,00 % und ein Rententrend von 3,00 % zu Grunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit durchschnittlichem Marktzins der vergangenen 10 Jahre im Vergleich zu dem der vergangenen 7 Jahre beträgt € 13.232,00. Dieser Betrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen, mit Laufzeit unter einem Jahr, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag gem. § 256a HGB bewertet.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Auf Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS 2023

Schotten & Hansen GmbH, Peiting

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Umbuchungen 2023
Stand 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 426.617,02 10.025,63 54.156,72 490.799,37
2. Geleistete Anzahlungen 51.407,22 2.749,50 -54.156,72 0,00
478.024,24 12.775,13 0,00 0,00 490.799,37
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.922.482,75 36.037,84 15.487,68 9.181,03 2.952.213,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.531.405,98 37.556,62 84.799,30 686.634,31 5.170.797,61
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.098.730,63 199.114,46 0,00 -695.815,34 602.029,75
8.552.619,36 272.708,92 100.286,98 0,00 8.725.041,30
III. FINANZANLAGEN
1. Verbundene Unternehmen 135.540,39 68.010,60 0,00 0,00 203.550,99
135.540,39 68.010,60 0,00 0,00 203.550,99
9.166.183,99 353.494,65 100.286,98 0,00 9.419.391,66
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023
Zugänge 2023
Abgänge 2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 381.422,02 19.008,35 400.430,37 90.369,00 45.195,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 51.407,22
381.422,02 19.008,35 0,00 400.430,37 90.369,00 96.602,22
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.259.323,75 218.790,61 10.772,42 2.467.341,94 484.872,00 663.159,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.802.680,65 289.479,79 81.872,72 3.010.287,72 2.160.509,89 1.728.725,33
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 602.029,75 1.098.730,63
5.062.004,40 508.270,40 92.645,14 5.477.629,66 3.247.411,64 3.490.614,96
III. FINANZANLAGEN
1. Verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 203.550,99 135.540,39
0,00 0,00 0,00 0,00 203.550,99 135.540,39
5.443.426,42 527.278,75 92.645,14 5.878.060,03 3.541.331,63 3.722.757,57

2. Finanzanlagen

Unternehmen, Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
Schotten & Hansen Schweiz AG, Zürich/Schweiz 100 % -431 TCHF -73 TCHF
Schotten & Hansen Austria GmbH, Tirol/Österreich 100 % 45 T€ 21 T€
Schotten & Hansen Holding Inc., Vereinigte Staaten von Amerika 100 % -269 T$ -110 T$

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Bei den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen für € 564.106,88 (Vj. T€ 589) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Unter der Position Sonstige Vermögensgegenstände sind noch nicht fällige Ansprüche aus einer Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen in Höhe von € 122.032,14 enthalten. Eine Saldierung mit den Pensionsrückstellungen nach § 246 (2) S 2 HGB war nicht vorzunehmen, da die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung nicht dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.

4. Latente Steuern

Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von € 202.000,00 gebildet, welche im Wesentlichen auf der Abweichung der Pensionsrückstellungen in Handels- und Steuerbilanz beruhen. Die Ermittlung erfolgte mit einem Unternehmenssteuersatz von 29,13 %. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von € 202.000,00 unterliegen der Ausschüttungssperre nach § 268 (8) HGB.

5. Eigenkapital

Die anderen Gewinnrücklagen betragen auf den 31.12.2023 unverändert € 128.600,00.

Zum Ende des Geschäftsjahrs bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von T€ 202, die auf den Überhang aktiver latenter Steuern entfallen und in Höhe von T€ 13 aufgrund der Bewertung der Pensionsrückstellung.

5. Pensionsrückstellungen

durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre, der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde 1,82 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0%
Rententrend 3%
Zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

T€
Erfüllungsbetrag der Schulden 1.459
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 0
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 0
Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,74 % ergibt sich folgender Erfüllungsbetrag der Schulden 1.472
Ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag 13

6. Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen über 630 T€ (Vj.: 557 T€), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.972 T€ (Vj.: 3.778 T€), Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen über 2.874 T€ (Vj. 3.261) sowie sonstige Verbindlichkeiten über 1.820 T€ (Vj.: 2.207 T€). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr bestehen in Höhe von 6.161T€ (Vj.: 5.895 T€). Es bestehen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 1.832 T€ (Vj.: 2.020). Es sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 82T€ (Vj.: 147 T€) sowie Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 7 T€ (Vj.: 3 T€) enthalten.

Es bestehen durch die Abgabe von Rangrücktrittserklärungen nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.637.

7. Sicherheiten

Für finanzierte Wirtschaftsgüter (Ausweis unter Sonstige Verbindlichkeiten) existieren Sicherheiten in Form von Sicherheitsübereignungen bzw. Eigentumsvorbehalten in Höhe von T€ 50.

IV. Sonstige Ausführungen

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen am Bilanzstichtag insgesamt T€ 3.594 und entfallen auf:

a) Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen T€
fällig innerhalb eines Jahres 854
fällig in zwei bis fünf Jahren 1.781
fällig nach mehr als fünf Jahren 0
2.635
b) Verpflichtungen aus Leasing- und sonstigen Mietverträgen T€
fällig innerhalb eines Jahres 231
fällig in zwei bis fünf Jahren 243
fällig nach mehr als fünf Jahren 0
474

Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus der Altersversorgung und keine gegenüber assoziierten oder verbundenen Unternehmen.

2. Angabe zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführung: Torben Hansen, Schreiner, Murnau

Bernhard Heinloth, Forst- und Betriebswirt, Hohenpeißenberg

Gemäß § 286 (4) HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

3. Angaben gem. § 42 Abs. 3 GmbHG

Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Es bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von € 1.637.000,00 (Vj. 1.825 T€) gegenüber Gesellschaftern.

4. Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden 162,00 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren:

Produktiv 77,00
Verwaltung 85,00

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine gem. § 285 Nr. 33 HGB berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

6. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss 2023 beträgt € 133.112,77. Er wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Peiting, den 31.08.2024

Schotten & Hansen GmbH, Peiting

Bernhard Heinloth, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Schotten & Hansen GmbH, Peiting.

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schotten & Hansen GmbH, Peiting, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schotten & Hansen GmbH, Peiting, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 29. Oktober 2024

Habersetzer & Kollegen GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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