FLSmidth Wadgassen GmbHLiquidiert
59320 Ennigerloh, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Grue seit 9.2.2024 | Geschäftsführer |
Rebhardt Möller seit 6.3.2019 | Prokura |
Trutz Thor-Björn Kaiser seit 6.8.2018 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FLS Germany Holding GmbHAugsburg (vormals: Pinneberg)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Inhalt 1 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 2 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 3 Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 4 Konzerneigenkapitalspiegel zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2019 5 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 31. Dezember 2019 6 Konzernlagebericht 7 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2019
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019A. Vorbemerkung Die FLS Germany Holding GmbH ("FLS Germany Holding" oder "Muttergesellschaft") ist die Muttergesellschaft des unter C. aufgeführten Konsolidierungskreises. B. Gesetzliche Vorschriften Die FLS Germany Holding GmbH hat ihren Sitz in Augsburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter Abteilung B, (Reg. Nr. HRB 35799) eingetragen. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Geschäftsjahr 2021 von Pinneberg nach Augsburg verlegt. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften gemäß §§ 290 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. In Aufbau und Gliederung folgen Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung den gesetzlichen Regelvorschriften. Zahlenangaben im Konzernanhang erfolgen in tausend Euro (TEUR). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB angewandt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht. C. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der FLS Germany Holding alle Gesellschaften einbezogen, bei denen die FLS Germany Holding unmittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann oder ihr direkt die Stimmrechtsmehrheit zusteht. Grundsätzlich ausgenommen hiervon sind solche Tochtergesellschaften, die für sich allein und insgesamt von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind. Die Kapitalkonsolidierung der bis zum 31. Dezember 2009 konsolidierten Tochterunternehmen erfolgt auf der Grundlage der Wertverhältnisse im Erwerbszeitpunkt. Für später erworbene Tochterunternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Mit Wirkung auf den 1. Januar 2017 wurde die FLSmidth Oelde GmbH, Oelde, auf die FLSmidth Wiesbaden GmbH, Walluf, verschmolzen. Folgende Gesellschaften haben wir in den Konzernabschluss einbezogen:
Die FLSmidth Wuppertal GmbH, Wuppertal wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2019 24:00 Uhr auf die FLS Germany Holding GmbH, Augsburg verschmolzen. Die Gesellschaften (2. bis 7.) nehmen für das Geschäftsjahr 2019 die Regelung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Die nach § 264 Abs. 3 HGB notwendigen Beschlüsse wurden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Folgendes verbundene Unternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 bzw. § 311 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
D. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für verbundene Unternehmen erfolgt für bis zum 31. Dezember 2009 konsolidierte Unternehmen gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung (Buchwertmethode). Aktivische Unterschiedsbeträge der einzelnen konsolidierten Unternehmen aus der Erstkonsolidierung zum 1. Januar bzw. zum 31. Dezember 2008 werden als Firmenwerte auf der Aktivseite ausgewiesen. Die Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden linear über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bei voraussichtlich andauernden Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Für die in den Geschäftsjahren 2010 und 2012 einbezogenen Unternehmen wird gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB die Neubewertungsmethode angewendet. Für entstandene aktive Unterschiedsbeträge werden Firmenwerte auf der Aktivseite ausgewiesen. Bei der Schuldenkonsolidierung gemäß § 303 HGB werden Ausleihungen und andere Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden gemäß § 305 HGB Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwandsposten verrechnet. Die Zwischenerfolgseliminierung wird entsprechend § 304 Abs. 1 HGB vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 sind keine Zwischengewinne vorhanden. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen werden nach § 306 HGB berücksichtigt. E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Firmenwerte werden linear über 10 Jahre bzw. für die ab dem 1. Januar 2010 einbezogene Tochterunternehmen über 5 Jahre abgeschrieben. Der Kundenstamm sowie die übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt entsprechend der Einschätzung der Nutzungsdauer bestehender Geschäfts- und Kundenbeziehungen und des Know-hows der Mitarbeiter. Bei voraussichtlich andauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen 3 bis 5 Jahre, bei Gebäuden 20 bis 51 Jahre, bei Außenanlagen 10 bis 30 Jahre, bei Einbauten in fremde Gebäude 10 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen bzw. bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 10 Jahre. Bei Zugängen von beweglichen Anlagen erfolgt die Jahresabschreibung pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegen, werden in einem jährlichen Sammelposten zusammengefasst, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird. Für Werkzeuge, die unter den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen werden, wird ein Festwert gemäß § 240 Abs. 3 i. V. m. § 256 HGB angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten oder erforderlichenfalls mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ausleihungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Unfertige Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt worden. Diese beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch einzubeziehende Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen auf das Anlagevermögen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Dabei wird das Niederstwertprinzip beachtet und es werden Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Der verlustfreien Bewertung wird Rechnung getragen. Die Bilanzierung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Anzahlungen auf Vorräte erfolgt entweder zum Nominalwert, den Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren Wert. Forderungsrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen und durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellt. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden ab 2010 in den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Zudem werden auch Differenzen, die bei Konsolidierungsmaßnahmen auf den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der FLS Germany Holding GmbH von aktuell rd. 30 %. Der kombinierte Ertragsteuersatzes umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Das Saldierungswahlrecht wird in Anspruch genommen. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit" Methode) bewertet. Biometrische Rechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Ansatz eines Rechnungszinses im 10-Jahresdurchschnitt von 2,71 % p. a. (Vj. 3,21 % p.a.). Für die Ermittlung des Unterschiedsbetrags nach § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszins im 7-Jahresdurchschnitt von 1,97 % (Vj. 2,32 %) p. a. angewendet. Der Bewertung liegt wie im Vj. eine Gehaltsdynamik zwischen 0,0 % und 3,0 % p. a. und eine Rentendynamik wie im Vj. des Ruhegeldes von 1,25 % bis 2 % p. a. zugrunde. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Zugangszeitpunkt mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls sowie mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder dem Devisenkassamittelkurs bewertet, soweit eine Neubewertung nach dem Niederst- bzw. Höchstwertprinzip erforderlich ist. Die unter Abschnitt G ausgewiesene davon-Vermerke aus der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Der Grundsatz der einheitlichen Bewertung nach § 308 HGB ist gewahrt. F. Erläuterungen zur Bilanz 1. Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kapitalkonsolidierung haben sich folgende Firmenwerte zu den Erwerbszeitpunkten ergeben:
Die Firmenwerte haben sich wie folgt entwickelt:
Die Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung waren zum Geschäftsjahresende 2018 bereits vollständig abgeschrieben. 2. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 7.814 (Vorjahr: TEUR 7.099) auf Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 79.403 (Vorjahr: TEUR 85.017) auf sonstige Vermögensgegenstände. Es bestehen keine Forderungen gegen Gesellschafter. 4. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert werden, entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen (Pensionsrückstellungen und Garantierückstellungen), bei denen die handelsrechtlichen Werte die steuerlichen Werte übersteigen, sowie auf gewerbe- und körperschaftsteuerliche Verlustvorträge. 5. Rückstellungen Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen zehn bzw. sieben Jahre beträgt TEUR 1.670. Die Steuerrückstellungen entfallen in Höhe von TEUR 1.064 Ertragsteuerbelastungen für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 70). Die Steuerrückstellungen betreffen Vorjahre. In Höhe von TEUR 1.000 wurden Rückstellungen für Betriebsprüfungsrisiken gebildet. Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen TEUR 34.577 (Vorjahr: TEUR 38.067), auf Drohverluste TEUR 2.010 (Vorjahr: TEUR 12.297), auf Rückstellungen für Restrukturierungskosten TEUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 4.436), auf Vertriebsrückstellungen TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 2.791) sowie auf Personalverpflichtungen TEUR 2.672 (Vorjahr: TEUR 2.690). 6. Verbindlichkeiten Die Art und Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung: Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.
7. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern gemäß § 306 HGB entfallen in voller Höhe auf einen aktivierten Kundenstamm. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Miet- und Leasingverpflichtungen) bestehen Verpflichtungen im Folgejahr in Höhe von TEUR 3.323 In den darauffolgenden vier Jahren betragen sie TEUR 7.262. Die Miet- und Leasingverpflichtungen dienen in der Regel der Verbesserung der Liquidität und der Reduzierung der Bilanzsumme. Aus den zu geschäftsüblichen Konditionen eingegangenen Miet- und Leasingverträgen werden keine besonderen Risiken eingegangen. 9. Haftungsverhältnisse Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB aus Bürgschaften und Bankgarantien in Höhe von TEUR 54.842. Auf Grundlage der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen über die wirtschaftliche Lage der jeweiligen Unternehmen, für die Haftungsverhältnisse eingegangen wurden, ist eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen nicht wahrscheinlich. G. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.483 (Vorjahr: TEUR 8.735), Erträge aus Auflösung der Wertberichtigungen der Forderungen TEUR 1.329 (Vorjahr: TEUR 1.905) und im Vorjahr Erträge aus dem Abgang der Anlagevermögen in Höhe von TEUR 3.384. Die periodenfremde Erträge resultieren in Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen der Forderungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 671). Die unter dem Personalaufwand ausgewiesenen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung enthalten in Höhe von TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 1.418) Aufwendungen für Altersversorgung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1.932 (Vorjahr: TEUR 2.327). Die Zinserträge enthalten in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 88) Zinsen aus verbundenen Unternehmen. Die Zinsaufwendungen entfallen in Höhe von TEUR 611 (Vorjahr: TEUR 199) auf verbundene Unternehmen. In den Zinsaufwendungen ist der Aufwand aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 474) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten im Vorjahr einen Ertrag für Vorjahre in Höhe von TEUR 65; dieser betraf Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag für Vorjahre. Im Geschäftsjahr 2019 entfällt ein Aufwand auf Vorjahre in Höhe von TEUR 8; dieser Aufwand betrifft mit TEUR 8 Körperschaftsteuer/ Solidaritätszuschlag. H. Sonstige Angaben Personal Im Jahresdurchschnitt waren 238 (Vorjahr: 364) Angestellte und 30 (Vorjahr: 31) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Organe Mitglieder der Geschäftsführung der FLSmidth Germany Holding: Frau Brigitte Anne-Line Schnakenbourg, HR Director bei der FLSmidth Hamburg GmbH, Pinneberg (ab 13. September 2017 bis 31. Juli.2018) Hendrik Rehage, Country Head und CFO FLSmidth Germany (ab 1. August.2018) Die Geschäftsführer erhielten für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2019 keine Bezüge. Honorare für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Für den Abschlussprüfer des Mutterunternehmens wurden im Geschäftsjahr für die Konzerngesellschaften Gesamthonorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 75 berechnet. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 5.792), Cashpool-Forderungen (TEUR 76.405), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.810) und Cashpool-Verbindlichkeiten (TEUR 0) zusammen. Mutterunternehmen Die Geschäftsanteile der FLS Germany Holding GmbH werden von der FLSmidth TysklandA/S, Valby, Dänemark, gehalten. Die FLS Germany Holding GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, den übergeordneten Konzernabschluss stellt die FLSmidth & Co. A/S, Valby, Dänemark, auf. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der FLS Germany Holding GmbH wird im Bundesanzeiger, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 der FLSmidth & Co. A/S in Kopenhagen unter der CVR-Nummer 58180912 veröffentlicht. Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Der um das Jahresergebnis veränderte Konzern-Bilanzverlust wird auf weitere Rechnung vorgetragen. Der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Die zunehmende Verbreitung der Corona Pandemie wirkt sich seit März 2020 auch auf die globalen FLS Aktivitäten und damit auch auf die deutschen Einheiten der FLS Germany Holding aus. Flankierend zu den verschiedenen behördlichen Maßnahmen haben die Konzerngesellschaften schon früh mit eigenen Maßnahmen reagiert. Im Focus der eingeleiteten Maßnahmen im März und April 2020 standen dabei an allererster Stelle die gesundheitliche Vorsorge der Mitarbeiter bei möglichst unterbrechungsfreier Aufrechterhaltung des operativen Betriebes inklusive der Erhaltung der Lieferketten. Dies ist bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Abschlusses sehr gut gelungen. 95 % der administrativen Mitarbeiter (White Colour) arbeiteten seit Mitte März bis Mitte Mai 2020 voll produktiv im Homeoffice. Die Werkstätten und Läger (Blue Colour) sind weiterhin voll im Betrieb unter Einhaltung der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen. Inzwischen sind alle Mitarbeiter an allen Strandorten wieder zurück in den Büros. Die physischen Lieferketten national wie international blieben in den für uns relevanten Märkten bisher weitestgehend stabil. Der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie in den verschiedenen regionalen Märkten stellt weiterhin ein Risiko dar. Aufgrund der hohen Impfquoten in den meisten Industrienationen und damit verbunden Aufhebungen der Beschränkungen wird das Risiko insbesondere über 2021 hinaus aber deutlich geringer angesehen. Es wurde beschlossen den Standort Oelde zum Ende des Jahres 2020 zu schließen und die Aktivitäten und die Infrastruktur (Büro, Lager) in den Standort Wiesbaden zu integrieren. Zum Geschäftsführer der FLSmidth Pfister GmbH wurde im Jahr 2019 Herr Armin Hauser, Augsburg, bestellt. Verkauf FLSmidth Hamburg Zum 31.12. 2020 wurde die FLSmidth Hamburg GmbH im Zuge eines Share Deals veräußert. Schließung der Fertigung in Augsburg Gemäß den Planungen zur Zentralisierung im FLS Konzern wurde im April 2021 beschlossen den Bereich der Fertigung der FLSmidth Pfister GmbH zum 31.12.2021 zu schließen. Sämtliche bislang bei der FLSmidth Pfister GmbH erledigten Fertigungsleistungen sollen von der FLSmidth Ventomatic S.p.a., Italien oder anderen FLS Gesellschaften bezogen werden. Thyssenkrupp Mining Am 29.7.2021 wurde im Namen der FLS Germany Holding ein Vertrag zum Kauf der Mining Sparte von thyssenkrupp unterzeichnet (,signing'). Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung. Mit dem Vollzug (,closing') wird frühestens im zweiten Halbjahr 2022 gerechnet. Bis dahin agieren die FLS Einheiten weiterhin unverändert als Wettbewerber gegenüber den entsprechenden Einheiten von thyssenkrupp. Weitere Risiken bestehen insbesondere aus den branchenüblichen Risiken im Anlagenbau, u.a. im Bereich Auftrags- und Zahlungsabwicklung mit dem Auftraggeber. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung führten auftraggeberseitig geltend gemachte Ansprüche zu Zahlungsmittelabflüssen, die durch die Gesellschaft als unbegründet zurückgewiesen wurden und zurückgefordert werden. Die Durchsetzbarkeit der Ansprüche ist als hoch einzustufen. Darüber hinaus liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nicht in dem vorliegenden Abschluss berücksichtigt wurden.
Augsburg, 27. Oktober 2021 Die Geschäftsführung Hendrik Rehage Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Konzernlagebericht 2019I. Grundlagen des Konzerns A. Geschäftsmodell des Konzerns Der FLS Konzern ist ein globaler Anbieter von Anlagen, Produkten und Dienstleistungen in den beiden Kernindustrien des FLS Konzerns Zement ("Cement") einerseits und Berg- und Tagebau ("Mining") andererseits. In diesen Industrien haben auch die deutschen Konzerngesellschaften ihre Kernaktivitäten. Die deutschen Konzernunternehmen sind insbesondere in den Leistungsbereichen des Anlagenbaus für die Kraftwerk-, Zement-, Kalk-, Gips-, Aluminium- und Stahlindustrie tätig. Sie sind führende Lieferanten für Transport- und maschinelle Umschlagsanlagen, für Schüttgüter im Anlagenbau. Daneben ist FLS Deutschland speziell in der FLSmidth Pfister GmbH in der Dosiertechnik und mit seiner Tochtergesellschaft FLSmidth Wiesbaden GmbH in den Bereichen der Bandfilter zur Rauchgasentschwefelung für Kohlekraftwerke und der Scheiben-, Trommelfilter sowie der Eindicker aktiv. Diese werden in der Produktion von Tonerde in der Aluminiumindustrie eingesetzt. In allen Leistungsbereichen wird das Primär- oder Liefergeschäft von Neuanlagen bedient als auch das komplette Aftersales Geschäft im Bereich Ersatzteile und Servicedienstleistungen abgedeckt. Die FLS Germany Holding GmbH (kurz: Gesellschaft) hält sämtliche Geschäftsanteile der nachstehend aufgeführten Beteiligungen der in den Konzernverbund einbezogenen Gesellschaften: FLSmidth Pfister GmbH, Augsburg, (kurz: Pfister), FLSmidth Hamburg GmbH, Hamburg, (kurz: Hamburg), FLSmidth Wiesbaden GmbH, Walluf, (kurz: Wiesbaden), FLSmidth Real Estate GmbH, Augsburg, (kurz: Real Estate) FLSmidth Wadgassen GmbH, Wadgassen, (kurz: Wadgassen), FLSmidth Wuppertal GmbH, Wuppertal, (kurz: Wuppertal, Verschmelzung auf die FLS Germany Holding GmbH zum 30. Juni 2019), Die Aktivitäten der FLS Wadgassen standen seit Anfang 2016 zum Verkauf. Der Verkaufsprozess wurde Anfang 2019 mit einem Asset Deal abgeschlossen. Damit entfallen ab Februar der größte Teil der Geschäftsaktivitäten. Einige wenige Altprojekte und die damit verbundenen Aktivitäten verbleiben in der FLSmidth Wadgassen GmbH genauso wie die Abwicklung eines russischen Großauftrages. Die Leistungen für Projektabwicklung werden ausnahmslos vom Käufer in Dienstleistung erbracht. Die FLSmidth Wadgassen GmbH hat keine eigenen Mitarbeiter mehr. Die FLS Wuppertal hatte Ende 2014 ihren operativen Geschäftsbetrieb eingestellt. Die Gesellschaft wurde in 2019 auf die FLS Germany Holding GmbH verschmolzen. Die operativen Gesellschaften des Konzerns bearbeiten ihre Geschäftsfelder jeweils selbstständig und sind daneben leistungsübergreifend im globalen FLS Konzernverbund tätig. B. Forschung und Entwicklung In 2011 haben die deutschen FLS Unternehmen ihre immateriellen Wirtschaftsgüter an die dänische Konzernmutter FLSmidth & Co. A/S, Valby, Dänemark (kurz: FLS & Co. A/S) verkauft. Darunter auch Technologien und Patente, die seitdem ausschließlich von der FLS & Co. A/S gehalten werden. Seitdem werden alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das gesamte FLS Produktportfolio zentral von der Konzernmutter in Dänemark gesteuert. Auch die spezifischen Forschungs- und Entwicklungsleistungen in Bezug auf das Produkt- und Marktportfolio der deutschen Unternehmen werden somit größtenteils zentral in den globalen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen erbracht. Basierend auf dem spezifischen Produkt- und Technologiewissen werden aber teilweise auch in den deutschen Unternehmen weiter Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten durchgeführt, dies allerdings dann im Auftrag der Konzernmutter. Insbesondere in den produktorientierten Einheiten in Augsburg und Hamburg wurden in 2019 insgesamt 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,7Mio.) aufgewendet, wobei es sich in erster Linie um intern erbrachte Personalleistungen handelt. Im Rahmen des konzernweiten Entwicklungs- u. Lizenzvertrages werden diese Leistungen an den Halter der Patente die FLS & Co. A/S weiterberechnet. Für die Nutzung der Patente und Technologie bezahlen die deutschen Gesellschaften eine Lizenzgebühr. II. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftlicher Langzeittrendtrend in den Absatz- und Beschaffungsmärkten Die Nachfrage nach Mineralien und Zement wird vom wirtschaftlichen Wachstum und einer wachsenden Bevölkerung gesteuert. Mit der Entwicklung von Ländern geht eine wachsende Urbanisierung einher sowie die Notwendigkeit in Infrastruktur zu investieren. Die Nachfrage nach Mineralien/Rohstoffen, wie Kupfer, wird auch durch andere Faktoren angetrieben, einschließlich Industriemaschinen und der Agenda der erneuerbaren Energien. Zement Kalkstein, Lehm und andere Rohstoffe, die in der Zementproduktion eingesetzt werden, sind weltweit verfügbar. Die häufigste Einschränkung im Zementbereich ist der Zugriff auf Kapital (in frei konvertierbarer und stabiler Währung). In einigen Fällen stellt die Verfügbarkeit von Energie und der Zugang zu ausgebildeten Arbeitskräften ebenfalls Einschränkungen dar. Die Hersteller von Mineralien wie z.B. Kupfer sind mit verschiedenen anderen Herausforderungen konfrontiert, wie Wasserknappheit, rückläufiger Erzgehalt, zunehmender Betriebskomplexität, Vorschriften sowie umweltbezogene Restriktionen. Zudem fehlte schon in den letzten Jahren vor der Corona Pandemie der Erfolg bei der Exploration von Kupfer. Dies hatte zur Folge, dass die Produktion in den bestehenden Minen verstärkt werden musste, um die Nachfrage bedienen zu können. Zement ist ein lokales oder regionales Geschäft und einige Länder, die die Nachfrage nach neuen Zementwerken in den letzten Jahren angetrieben haben, sind gesättigt. Das ist ein typisches Muster in der Zementindustrie. Da die Weltwirtschaft wächst, werden letztendlich andere Länder eine insgesamt zunehmende Nachfrage für Zementkapazität verursachen, momentan allerdings ist dieser Übergang langsam. Während der Zementkonsum stetig wächst, ist der Markt für Kapazitätserweiterung sehr konjunkturabhängig. Ein auch in 2019 weiterhin gedämpfter Markt im Anlagengeschäft ist der Anlass eines anhaltenden Preisdrucks in der Industrie. Das Ersatzteilgeschäft ist dagegen stabiler und der Verbrauch von Ersatzteilen wächst zusammen mit dem Produktionsvolumen. Größere Aufwendungen für Ersatz oder Modernisierung von Teilanlagen führen aber auch hier zu Unstetigkeiten in der Nachfrage. Mining Der frühere Aufschwung im Berg- und Tagebau ("Mining"), endete im Laufe des Jahres 2011 und war Teil eines Kapazitätskreislaufs, mit einer Phase der Neuschaffung von Kapazitäten. Seitdem konzentrieren sich dagegen die meisten Mining Unternehmen verstärkt auf die Steigerung der Produktivität, d.h. Optimierung bestehender Anlagen, um die Produktion zu erhöhen und die Betriebskosten zu senken. Dies bedeutet eine erhöhte Nachfrage nach Komplettanbietern wie FLSmidth, die betriebseigene Prozess- und Produktkenntnisse haben und den Fokus auf innovative and digitale Lösungen legen. Das Augenmerk auf Nachhaltigkeit, einschließlich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt wächst. Ein höherer Lebensstandard, die Rolle der sozialen Medien und die gestiegene Bedeutung von ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) bei Investitionsentscheidungen lenkt die Nachfrage zu mehr nachhaltigen Lösungen. Im Jahr 2019 haben der globale wirtschaftliche Gegenwind die Stimmung im Berg- und Tagebau dominiert. Die zunehmende Verringerung der Akzeptanz des Bergbaus eskalierte während des Jahres. Soziale Unruhen und politische Instabilität sind vor allem in Südamerika ein Problem geworden. Bergbauunternehmen sahen sich großem Widerstand von der einheimischen Bevölkerung ausgesetzt, die Verschmutzung und Verlust der Wasserversorgung befürchten. Folglich besteht weiterhin starkes Interesse an den nachhaltigen Technologien von FLS, welche Bergbauunternehmen helfen können, Sicherheit zu maximieren und eine Betriebserlaubnis zu erhalten. Die Verlangsamung der weltweiten Handelsströme, der Gegenwind zur chinesischen Nachfrage nach Basismetallen, wie auch die Schwäche der globalen Industrieproduktion, drückten die Preise für die meisten Rohstoffe während des Jahres. Die Kupferpreise fielen während des Jahres 2019, stiegen jedoch Mitte Dezember auf den höchsten Stand seit sieben Monaten, nachdem gemeldet wurde, dass die USA und China ein limitiertes Handelsabkommen abschließen. Der Goldpreis kletterte gegen Ende des Jahres auf den höchsten Stand seit fast sieben Jahren. Die Tendenz der Investitionszurückhaltung setzte sich im Verlauf von 2019 fort. "Greenfield" Aktivitäten und andere große Kapitalinvestitionen waren begrenzt und Haupttätigkeiten konzentrierten sich auf kleinere Erweiterungen bestehender Werke, Einzelanlagen und OPEX, um die Produktivität zu verbessern und die Produktionskosten zu senken. Insgesamt jedoch befinden sich die Bergbauunternehmen in einer gesunden Finanzlage und haben die Fähigkeit und das Grundbedürfnis zu investieren. Dies spiegelt sich in einer vielversprechenden Projekt Pipeline schon Ende 2019 als Grundlage für die Erholung der Auftragseingänge in 2020. Dass Service- und Ersatzteilgeschäft (Aftersales) im Berg und- u. Tagebau zeigte auch 2019 weiterhin eine positive Entwicklung. Dennoch war das Wachstum geringer als im Bereich des Anlagengeschäftes. Es wird eine weiterhin stabile Entwicklung für FLS erwartet. Dem kundenseitigen Versuch die Betriebsausgaben zu optimieren steht eine größere Anzahl der installierten Anlagen ("Installed Base") gegenüber. B. Geschäftsverlauf FLS Germany Holding Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in den globalen Märkten spiegeln in der Tendenz auch im Geschäftsverlauf der deutschen Unternehmen wider. Der Gesamtauftragseingang aller Gesellschaften hat leicht niedriger aber auf gleichem Niveau wie in den Vorjahren abgeschlossen.
Insbesondere in Hamburg konnte aufgrund der Umsetzung der Umstrukturierungsmaßnahmen in der Vertriebsorganisation im Laufe des Jahres 2018 der Auftragseingang 2019 gesteigert werden. Wie erwartet konnten nach zwei Jahren wieder einige größere Kraftwerksprojekte gebucht werden. Die Auftragseingänge in Wiesbaden sind gegenüber den Geschäftsjahr 2018 um -15 Mio. EUR gesunken, bleibt jedoch mit 59 Mio. EUR weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Der Auftragseingang im Projekt- u. Anlagengeschäft resultiert ist im Wesentlichen aus zwei Großaufträgen. Hierbei ist es der Gesellschaft gelungen, einen weiteren Auftrag in Marokko für eine Flotationsanlage zugewinnen. Daneben haben sich die Anstrengungen im Bereich der Kalisalzgewinnungen der letzten Jahre durch die Gewinnung eines Engineering Auftrags in Belarus ausgezahlt. Nachdem Auftragseingang im Geschäftsjahr 2015 und einer 4-jährigen Auftragsabwicklung der Erstellung einer kompletten Zementanlage in Algerien, konnte der größte Auftrag der Unternehmensgeschichte im Geschäftsjahr 2019 abgeschlossen werden. Darüber hinaus konnten auch im Geschäftsfeld Kegelbrecher solide Auftragseingänge in Höhe von 10 Mio. EUR verzeichnet werden. Auch das damit verbundene Ersatzteilgeschäft hat sich auf einem vergleichbaren Niveau gezeigt. Der Bereich der Trogkettenfördersysteme bleibt im Bereich der Neuanlagen weiterhin hinter den Erwartungen zurück und hat sich im Auftragseingang nochmals weiter zurückentwickelt. Durch die Zusammenlegung des Servicebereiches der Sparten Bergbau und Zement wurden in Wiesbaden weitere Synergien für die Gesellschaft generiert. Insbesondere der Servicebereich für rotierende Anlagentechnik hat es im Geschäftsjahr 2019 geschafft, wieder zu einem normalen Auftragseingangsniveau zurückzufinden, nach einem schwachen Geschäftsjahr 2018. Im Bereich des Ersatzteilgeschäfts hat sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr reduziert. Dieser Effekt liegt im Wesentlichen in einem Rückgang der sog. "First Time Spares" begründet. In der Dosier- und Wägetechnik in FLS Pfister bleibt die Marktsituation insbesondere im Neuanlagengeschäft angespannt, so dass weiterhin von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen wird. In 2019 konnten 29,2 Mio. EUR gebucht werden. Im profitablen Ersatzteilgeschäft dagegen wurde auch in 2019 wieder eine Steigerung erzielt und auch mittelfristig wird von soliden Wachstumsraten ausgegangen. Nach Abschluss des Verkaufsprozesses im Februar 2019 werden in Wadgassen nur noch Nachträge im Zusammenhang mit den Altprojekten gebucht. In 2020 sind keine nennenswerten Auftragseingänge mehr zu erwarten. C. Lage 1. Ertragslage Das Konzernjahresergebnis ergibt sich maßgeblich zum einen aus den Betriebsergebnissen der operativen Beteiligungsgesellschaften und zum anderen bis 2018 aus den Abschreibungen auf die aus der Erstkonsolidierung entstandenen Firmenwerte im Konzern sowie den Ertragsteuern des Konzerns. Betriebsergebnis
Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein deutlich niedrigere Gesamtleistung von 153 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (251 Mio. EUR) verbucht, was größtenteils auf den Wegfall von Leistungen aus Wadgassen (-85 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Es wurden Umsatzerlöse von 476 Mio. EUR (Vorjahr 131 Mio. EUR) realisiert. Der größte Teil der Steigerung ist auf die Endabrechnung eines großen Zementauftrages in Wiesbaden zurückzuführen. Auch in Wadgassen wurden ca. +92 Mio. EUR mehr Leistungen fakturiert aufgrund der verschobenen Abrechnungen und Abschlüssen aus den Bestandsprojekten, während dagegen in Pfister und Hamburg die Umsatzerlöse aus abgerechneten Aufträgen um jeweils ca. 5 Mio. EUR zurückgingen. Dagegen steht ein deutlicher Bestandabbau von -323 Mio. EUR im Vergleich zum relativ hohen Bestandsaufbau von +121 Mio. EUR im Vorjahr. Analog zur Fakturierung schlägt der größte Teil des Bestandsabbaus in Wiesbaden (-227 Mio. EUR) und Wadgassen (-65 Mio. EUR) zu Buche. Der lfd. Materialaufwand sinkt deutlich, auch hier insbesondere in Wadgassen (-103 Mio. EUR) aufgrund des Wegfalls der laufenden Aktivitäten aus Neuprojekten und dem Ersatzteilgeschäft. Gleichsam ist die Verringerung der Personalkosten von -15 Mio. EUR fast ausschließlich auf den Abbau des Personals in Wadgassen zurückzuführen. Nachdem in 2019 keine Abschreibungen auf die Firmenwerte mehr zu Buche schlagen (Vorjahr 2,6 Mio. EUR, konnte damit in 2019 seit einigen Jahren erstmals wieder ein positives Betriebsergebnis von +9 Mio. EUR erzielt werden. Betrachtet man die einzelnen operativen Gesellschaften (Wiesbaden, Pfister, Hamburg, Wadgassen) wurde in 2019 in allen Gesellschaften jeweils ein positives Ergebnis erzielt: In Wiesbaden wurde ein Ergebnis von 10 Mio. EUR erwirtschaftet, maßgeblich beeinflusst durch die Umsatzrealisierung des Großauftrages in Algerien und die Umsatzrealisierung eines Kalisalz-Auftrags in Thailand. In Hamburg wird ein positives ausgeglichenes Ergebnis erzielt, nach dem außergewöhnlichen hohen Ergebnisausschlag in 2018 von 16 Mio. EUR aufgrund der Endabrechnung der großen, schon lange im Bestand befindlichen Großaufträge. Die FLS Pfister GmbH erzielt auch in 2019 wieder ein sehr solides Ergebnis von 6,6 Mio. EUR. Basierend auf sehr stabilen Umsätzen und Margen in allen Segmenten. Die Verringerung zum Vorjahr ergibt sich aus dem Veräußerungsgewinn im Vorjahr aufgrund des Verkaufs der Immobilie in 2018. In Wadgassen wird aufgrund der noch nicht abgeschlossenen technischen Nacharbeiten eines Projektes zwar erwartungsgemäß auch in 2019 noch ein Verlust von -7,4 Mio. EUR realisiert, allerdings ist das Ergebnis damit um +29 Mio. EUR verbessert im Vergleich zu dem hohen Verlust im Vorjahr. Die Kostenstrukturen und Ergebnisse in der Holding Gesellschaft und der FLS Real Estate bleiben in 2019 nahezu unverändert. Finanzergebnis Zwischen der FLS & Co. A/S als oberste Muttergesellschaft und der FLS Germany Holding GmbH und ihren Konzerngesellschaften besteht ein Cash Pool-Verhältnis zur Anlage freier Liquidität und zur Finanzierung der für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Kreditmittel. Damit ergibt sich das Zinsergebnis des Konzerns in 2019 weitestgehend aus dem Saldo der Zinsaufwendungen und der Zinserträge der operativ tätigen Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit der Finanzierung ihrer Projektgeschäfte sowie den temporären Geldanlagen aus erhaltenen Anzahlungen aus dem Projektgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine größeren Schwankungen im Finanzergebnis. Die leichte Erhöhung resultiert in erster Linie aus höhere Zinserträgen in der deutschen Holdinggesellschaft aufgrund unterjähriger Schwankungen in der Cash Pool Position. 2. Vermögens u. Finanzlage Kapitalstruktur
Das Anlagevermögen von 5,5 Mio. EUR ist nahezu unverändert zum Vorjahr, die Verringerung resultiert in erster Linie aus den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlage. Dagegen stehen Zugänge in Pfister Augsburg im Zusammenhang mit den neuen Büroräumlichkeiten. Darüber hinaus sind in den anderen Einheiten nur wenige Investitionen in Sachanlagen erfolgt. Das Geschäftsmodell aller Konzerneinheiten ist "asset-light". Ein großer Teil des Anlagevermögens besteht aus den zum Verkauf stehenden Immobilien in Wadgassen und Oelde (2,9 Mio EUR). Den Vorräten von 311 Mio. EUR (Vorjahr 629 Mio. EUR), bei denen es sich hauptsächlich um angearbeitete Projekte handelt, stehen insbesondere kurzfristige Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen von Kunden in Höhe von 319 Mio. EUR (Vorjahr 621 Mio. EUR) gegenüber. Der Rückgang in beiden Positionen geht mit der Endabrechnung des Zementauftrages in Wiesbaden und der Projekte in Wadgassen einher. Insbesondere bei den Großprojekten ist stichtagsbezogene Schwankung aus dem Saldo erhaltener Anzahlungen von Neuprojekten und Reduzierung der Anzahlung zum Abrechnungszeitpunkt üblich. Von den Forderungen und sonstigen Aktiva entfallen 87 Mio. EUR (Vorjahr 92 Mio. EUR) auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen meistens in Dänemark. Hiervon betreffen 76 Mio. EUR (Vorjahr 85 Mio. EUR) Cash Pool Forderungen. Die Veränderung resultiert aus den veränderten Ergebnissen und Cash-Flows der Einzelgesellschaften. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen in 2019 31 Mio.EUR. Die Erhöhung zum Vorjahr (23 Mio. EUR) ist hauptsächlich aus den höheren Fakturen im letzten Quartal in Wiesbaden und Wadgassen zurückzuführen. Die Gesamtrückstellungen von 58 Mio. EUR (Vorjahr 77 Mio. EUR) enthalten 14,4 Mio. EUR Rückstellungen für Pensionen (Vorjahr 14 Mio. EUR), 1,0 Mio. EUR Steuerrückstellungen (Vorjahr 1 Mio. EUR) und 41 Mio. EUR Sonstige Rückstellungen (Vorjahr 62 Mio. EUR). Die Sonstigen Rückstellungen enthalten alle auftrags- und projektbezogenen Rückstellungen einschließlich der Gewährleistungs- und Drohverlustrückstellungen. Die Reduzierung resultiert wiederum hauptsächlich aus Wadgassen aufgrund des Verkaufs der Bestandsprojekte. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Anzahlungen in Höhe von 319 Mio. EUR (Vorjahr 620 Mio. EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 22 Mio. EUR (Vorjahr 26 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 14 Mio. EUR (Vorjahr 11 Mio. EUR). Der starke Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert in erster Linie aus dem Rückgang der Anzahlungsposition des Zementauftrages in Wiesbaden. Aufgrund des positiven Ergebnisses hat sich die Eigenkapitalquote weiter erhöht auf 7,2% (Vorjahr 3,2 %). Liquidität und Finanzierung Zwischen der FLS & Co. A/S als oberste Muttergesellschaft und der FLS Germany Holding GmbH und ihren Konzerngesellschaften besteht ein Cash Pool-Verhältnis zur Anlage freier Liquidität und zur Finanzierung des für die Geschäftsbetriebe jeweils erforderlichen Kreditbedarfs, so dass die Liquidität im laufenden Geschäft immer gesichert ist. Darüber hinaus wird die Gesellschaft durch von der Muttergesellschaft langfristig zu Verfügung gestelltes Eigenkapital finanziert. Bei Bedarf wurde in der Vergangenheit zusätzliches Eigenkapital durch Kapitalerhöhung zu Verfügung gestellt. Aus dem Cash Pool-Verhältnis ergibt sich zum 31. Dezember 2019 als Saldo eine Forderung von 75 Mio. EUR (Vorjahr Forderung 83 Mio. EUR), so dass sich zusammen mit den liquiden Mitteln von 6 Mio. EUR (Vorjahr 5 Mio. EUR) stichtagsbezogen Liquidität des Konzerns im von insgesamt 80 Mio. EUR (Vorjahr 83 Mio. EUR) ergibt. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich von -34 Mio. EUR im Vorjahr auf -6 Mio. EUR in 2019 im Wesentlichen aufgrund des Konzerjahresüberschusses. Der Mittelabfluss aus Investitionsniveau ist in 2019 mit -0,4 Mio. EUR wieder auf einem normalen Niveau nach dem deutlichen Mittelzufluss von 7,5 Mio. EUR im Vorjahr 2018 aufgrund des Immobilienverkaufes in Augsburg. Der Konzern unterhält keine nennenswerten Darlehenspositionen und damit verbundenen Zahlungen aus Finanzierung. Nach der Erhöhung der Kapitalrücklage mit einem Mittelzufluss von 40 Mio. EUR im Vorjahr war in 2019 kein Nennenswerter Mittel Zu- oder Abfluss aus Finanzierungstätigkeit zu verzeichnen. Gesamtaussage Insgesamt ist somit in den FLS Kernmärkten ein stabiler Geschäftsverlauf in allen operativen Gesellschaften gemessen am Auftragseingang in 2019 festzustellen. Nachdem Verkauf der verlustbringenden Aktivitäten in Wadgassen konnte ein positives Ergebnis erzielt und die Eigenkapitalposition gestärkt werden. D. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Mitarbeiter Die Kompetenzen unserer Mitarbeiter ist für den FLS Konzern von strategischer Bedeutung und das Unternehmen ist bestrebt seine Mitarbeiter beim Erreichen ihres ganzen Potenzials, hervorragender Leistung und Erfolg zu unterstützen. Mitarbeiterstatistik
Der Konzern beschäftigte per Dezember 2019 271 Mitarbeiter. Damit geht die Gesamtmitarbeiterzahl weiter zurück, was in erster Linie auf den Abbau in Wadgassen zurückzuführen ist. Arbeitsschutz und Sicherheit (HSE) Der Konzern ist entschlossen Schaden von der Bevölkerung abzuwenden und der Umwelt keinen Schaden zuzufügen im Sinne einer Null-Fehler Philosophie. Dies wird auch als Voraussetzung für eine nachhaltige Produktivitätssteigerung erachtet. Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sowie anderen Personen, die unter der Kontrolle des FLS Konzerns arbeiten, stehen an oberster Stelle. Qualität Die Qualität der Produkte und Dienstleistungen ist der wichtigste Erfolgsfaktor in Bezug auf die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung und stellt den Markenkern von FLSmidth dar. Die Qualität wird durch umfassende Qualitätsmanagementsysteme sichergestellt. Die deutschen Konzernunternehmen sind nach ISO 90001 zertifiziert. FLS Pfister und FLS Hamburg auch nach ISO 14001 (Umweltmanagement) und OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) zertifiziert. Nachhaltigkeit Der FLS Konzern verpflichtet sich zu den internationalen Nachhaltigkeitszielen als integraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Von den 17 von der UN definierten Zielen (Sustainable Development Goals, SDGs) wurde für den FLS Konzern sieben als relevant definiert und finden bei allen Geschäftsprozessen und -entscheidungen besondere Aufmerksamkeit. Ganz besonderer Focus liegt dabei auf zwei Zielen: Klimaschutz und Sauberes Wasser. III. Nachtragsbericht COVID-19 Auswirkungen Seit Frühjahr 2020 hat die COVID-19-Pandemie erhebliche Auswirkungen auf unsere Branchen, Kunden, Unternehmen und Mitarbeiter. Wir beobachten und bewerten seit Beginn der Pandemie bis heute laufend die Situation und ergreifen bei Bedarf schnell Maßnahmen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, die Interessen unserer Kunden zu schützen und unsere Lieferkette zu sichern. Die meisten unserer Kunden haben während der Pandemie die Geschäftskontinuität aufrechterhalten. Um jedoch das Risiko einer COVID-19-Übertragung innerhalb ihrer Belegschaft zu verringern, haben sich viele von ihnen dafür entschieden, ihren Betrieb mit minimalem Personal vor Ort zu führen, und einige haben den Zugang zu Lieferanten vor Ort geschlossen. Etwa 97% der Minenstandorte und 95% der Zementwerke sind aber inzwischen wieder in Betrieb, viele Zementwerke laufen mit reduzierter Kapazitätsauslastung und der Zugang zu den Standorten bleibt für Lieferanten schwierig. Die Pandemie hat die Nachfrage der Kunden nach digitaler Optimierung beschleunigt. Die Anzahl der Stunden, die für die digitale Fehlersuche bei den Kunden aufgewendet wurden, hat sich seit Anfang des Jahres verdoppelt. Eine wachsende Zahl von Kunden genießt mittlerweile die Vorteile unserer Tools und Services für die Fernüberwachung und steht in regelmäßigem Kontakt mit unseren Mitarbeitern des technischen Fernsupports rund um die Uhr. Unsere Vor-Ort-Lösungen haben sich auch während der Pandemie bei Kunden bewährt. Obwohl der eingeschränkte Zugang zum Standort die Installation neuer digitaler Lösungen vor Ort erschwert hat, haben wir erfolgreich Remote Software-Upgrades und Anlagenverbesserungen implementiert. Als globales Unternehmen waren Zeitpunkt und Ausmaß der Auswirkungen der Pandemie auf an unseren weltweiten Standorten sehr unterschiedlich. Als Reaktion darauf haben wir uns bemüht, die Widerstandsfähigkeit und Flexibilität innerhalb unserer globalen Lieferkette und die Fähigkeit, von Lieferanten aus allen Regionen zu beziehen, zu erhalten. Infolgedessen haben sich zwar partiell die Kosten erhöht, es gab jedoch während der Pandemie nur sehr wenige Unterbrechungen in unserer globalen Lieferkette. Um die Lieferantenbasis zu vereinfachen und zu fokussieren, haben wir die Anzahl der Lieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, stetig reduziert. Die verbliebenden Lieferanten sind gleichmäßig auf die Regionen verteilt, um Transport und Vorlaufzeit zu reduzieren und die Agilität mit stärkerer Lieferfähigkeit zu verbessern. Ein immer größer werdender Teil der Lieferanten haben ihren Sitz in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen. Zusammen mit dem partnerschaftlichen Ansatz ermöglicht dies ein besseres Lieferanten-Screening und ein verbessertes Kundenerlebnis. Die Gewährleistung der Sicherheit unserer Mitarbeiter hat seit jeher die höchste Priorität. Nach Ausbruch und Ausbreitung der Pandemie haben wir Krisenmanagementteams auf Konzern- und regionaler Ebene eingerichtet und fortlaufend Risikobewertungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Minimierung der Infektionsraten wirksam waren. Zu diesen Maßnahmen gehörten die Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung, die Gewährleistung eines sicheren Mitarbeitertransports und die Durchsetzung von Reiseverboten, Kontaktverfolgungsprogramme, Temperatur-Screenings und je nach Standort Eingangstests. Ende 2020 war ein Großteil unserer Arbeiter an unseren Produktions-, Montage- und Lagerstandorten wieder vor Ort, während ein großer Teil unserer Büromitarbeiter noch bis zum Sommer 2021 aus dem Homeoffice arbeiten. Reisebeschränkungen wirken sich weiterhin auf die Kapazitätsauslastung unserer weltweiten Servicetechniker aus, und die aufgrund der jüngsten Welle von COVID-19-Fällen verhängten Sperren und Reisebeschränkungen werden sich auch noch auf unser Geschäft im ersten Halbjahr 2021 auswirken. Verkauf FLSmidth Hamburg Zum 31.12. 2020 wurde die FLSmidth Hamburg GmbH im Zuge eines Share Deals veräußert. Schließung der Fertigung in Augsburg Gemäß den Planungen zur Zentralisierung im FLS Konzern wurde im April 2021 beschlossen den Bereich der Fertigung der FLSmidth Pfister GmbH zum 31.12.2021 zu schließen. Sämtliche bislang bei der FLSmidth Pfister GmbH erledigten Fertigungsleistungen sollen von der FLSmidth Ventomatic S.p.a., Italien oder anderen FLS Gesellschaften bezogen werden. Thyssenkrupp Mining Am 29.7.2021 wurde im Namen der FLS Germany Holding ein Vertrag zum Kauf der Mining Sparte von thyssenkrupp unterzeichnet (,signing'). Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung. Mit dem Vollzug (,closing') wird frühestens im zweiten Halbjahr 2022 gerechnet. Bis dahin agieren die FLS Einheiten weiterhin unverändert als Wettbewerber gegenüber den entsprechenden Einheiten von thyssenkrupp. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht A. Prognosebericht Gesamtwirtschaftliche Marktausblick Zement Der Zementmarkt ist mit erheblichen Überkapazitäten in das Jahr 2020 gestartet und wurde von der Pandemie stark getroffen. Wir rechnen kurz- bis mittelfristig nicht mit einer Erholung. Große Konjunkturprogramme in Verbindung mit einem zunehmenden Fokus auf kohlenstoffarmen Zement dürften mittel- bis langfristig gute Chancen schaffen, aber Zeitpunkt und Ausmaß einer allgemeinen Erholung des Zementmarktes bleiben ungewiss. Nach der Stilllegung von rund 20 % ist der Anteil der in Betrieb befindlichen Zementwerke seit Jahresende wieder auf über 95 % gestiegen. Viele Anlagen laufen jedoch weiterhin mit reduzierter Kapazität und Standorte bleiben aufgrund von Restriktionen und Präventivmaßnahmen von Behörden und Anlagenbetreibern schwer zugänglich. Dies hat sich auf die Serviceaktivitäten ausgewirkt und Investitionen gebremst. Da Wirtschaftswachstum einer der wichtigsten Treiber für die Zementnachfrage ist, reagieren unsere Kunden sensibel auf Marktschwankungen und reagieren in der Regel mit Liquiditätssicherung. Der Zementverbrauch wird weiterhin von einer geringeren Bautätigkeit beeinflusst, und über alle Regionen hinweg wurden die meisten großen Investitionen ausgesetzt, bis sich die Geschäftsaussichten verbessert haben. Auch die Betriebsausgaben sind zurückgegangen, da die Zementunternehmen bemüht sind, in Zeiten geringer Nachfrage und hoher Unsicherheit profitabel zu bleiben. In Nordamerika hat der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen dazu beigetragen, die Unsicherheit, die Investitionen behindert hat, zu beseitigen, sodass die Branche wieder vorausplanen kann. Der Gesetzentwurf, der mehr als 1 Billion US-Dollar für den Ausbau der nationalen Infrastruktur vorsieht, könnte im ersten Halbjahr 2021 verabschiedet werden, was den Optimismus unter den Zementherstellern stärken und das Vertrauen in den Markt stärken würde. In Indien hat sich die Marktaktivität im Vergleich zu den niedrigen Niveaus der vorherigen Quartale verbessert und die indische Regierung drängt auf Infrastrukturinvestitionen und Wohnungsbau. Die chinesische Wirtschaft hat sich fast wieder normalisiert, aber die meisten anderen asiatischen Länder sind aus gesundheitlicher oder wirtschaftlicher Sicht weiterhin stark von COVID-19 betroffen. Die Marktaktivität in Afrika und im Nahen Osten bleibt deutlich geringer und Lockdowns reduzieren weiterhin die Aktivität in Zementwerken in ganz Südamerika. Die meisten unserer Zementkunden in Europa, Nordafrika und Russland werden eine verbesserte Cash-Generierung benötigen, bevor sie ihre Investitionen hochfahren. Alle Investitionen in absehbarer Zeit werden voraussichtlich in eine nachhaltigere Zementproduktion fließen. In den letzten Wochen des Jahres 2020 einigte sich die EU-Kommission auf ein Reduktionsziel von 55 % für die Treibhausgasemissionen bis 2030 und ein Budget, das eine grüne Konjunkturbelebung nach den COVID-19-Beschränkungen ermöglicht. Die grüne Konjunkturbelebung wird die Nachfrage nach emissionsmindernden Technologien ankurbeln und die Zementindustrie wird erhebliche Investitionen tätigen müssen, um die jüngsten Verpflichtungen der Global Cement and Concrete Association und der European Cement Association zu erfüllen. Der erneute Beitritt der USA zum Pariser Klimaabkommen und die bevorstehende Umsetzung der Phase IV des EU-Emissionshandelssystems (ETS) sind weitere Faktoren, die Zementproduzenten wahrscheinlich ermutigen werden, in emissionsmindernde Technologien zu investieren. Gesamtwirtschaftliche Marktausblick Mining Während die Weltwirtschaft von der COVID-19-Pandemie betroffen war, blieb die Bergbauindustrie im Laufe des Jahres 2020 relativ widerstandsfähig, und die meisten Minen in allen Regionen waren in Betrieb. Die Standorte wurden im April geschlossen, aber fast alle Standorte haben seitdem die Produktion wieder aufgenommen und die meisten laufen mit hohen Produktionsraten. Unter normalen Umständen würde dies Investitionen anregen und gute Bedingungen für unser Servicegeschäft schaffen, aber Reisebeschränkungen und eingeschränkter Zugang zu den Standorten haben sich weiterhin auf die technischen Dienste vor Ort ausgewirkt, was zu einer geringeren Nachfrage geführt hat. Minen befinden sich oft an entfernten Standorten und viele Kunden setzen immer noch Sicherheitsprotokolle durch und beschränken den Standortzugang auf externe Dienstleister, um die Mitarbeiter zu schützen und die Produktion zu sichern, was sich auf ihre Ausrüstungs- und Serviceausgaben auswirkt. Auf der positiven Seite haben sich die Rohstoffpreise seit dem Frühjahr 2020, als die erste Pandemiewelle einschlug, stark erholt, und es wird erwartet, dass sich die Branche innerhalb relativ kurzer Zeit auf das Aktivitätsniveau vor der Pandemie erholt. Im Dezember erreichten die Kupferpreise mit 8.000 USD pro Tonne ein Siebenjahreshoch, was einem Anstieg von 70 % gegenüber dem Tiefpunkt im März 2020 entspricht. Bergleute erwirtschaften gute Cashflows, aber trotz der gesunden Fundamentaldaten der Branche haben sie aufgrund der pandemiebedingten Unsicherheit und Verzögerungen im Zusammenhang mit verlängerten Umwelt- und anderen behördlichen Genehmigungsverfahren weiterhin große Kapitalinvestitionen zurückgestellt. In vielen unserer Regionen wurden Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten verschoben, was zu neuen Chancen führen soll, wenn der Markt zurückkehrt. Der Zeitpunkt der Umwandlung von Chancen in Aufträge bleibt jedoch unvorhersehbar, und da die Infektionsfälle derzeit in vielen Teilen der Welt zunehmen, ist es immer noch schwierig, den Verlauf der Erholungskurve vorherzusagen. Es wird jedoch erwartet, dass die Pandemie im ersten Halbjahr 2021 wieder Auswirkungen auf die Branche haben wird. Die zweite Welle und dritte Welle trafen Regionen zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichem Ausmaß. Nationale Lockdowns reduzierten weiterhin die Aktivität in vielen südamerikanischen Ländern, in denen Quarantänen zahlreiche Minen und Entwicklungsprojekte gestoppt oder verlangsamt haben. In Nordamerika führte die Pandemie im Frühjahr zu einem starken Einbruch der Geschäftstätigkeit und während sich die Lage im Sommer 2020 verbesserte, verschlechterte sie sich gegen Ende des Jahres mit steigenden Infektionszahlen und erneuter Verunsicherung. Trotz hoher Infektionsraten hat sich das Aktivitätsniveau in Osteuropa gut gehalten, während die zweite Welle neue Standortschließungen und einen sehr eingeschränkten Zugang zu Minen in Subsahara-Afrika und im Nahen Osten ausgelöst hat. In Indien hat sich die Marktaktivität im Vergleich zu den niedrigen Niveaus in den vorherigen Quartalen verbessert und wir sehen eine steigende Nachfrage nach Lösungen im Bereich Aufbereitungsmanagement und Wasserrückgewinnung. Die Eisenerz- und Goldproduktion in Australien bleibt stark, unterstützt durch rekordhohe Produktionsmengen. Alles in allem hat die Pandemie die Bergbauindustrie in geringerem Maße gestört als viele andere Branchen. Die Aussichten für Investitionen im Bergbau bleiben positiv, und wir haben eine gesunde Pipeline mit kleinen und großen Chancen. Darüber hinaus wird die Umstellung auf umweltfreundliche Energie und elektrisch betriebene Transportmittel einen massiven Ausbau der Infrastruktur erfordern und die Bergbauindustrie wird ihre Investitionen in Kupfer, Batteriemetalle und andere Mineralien erhöhen müssen, um diese wachsende Nachfrage zu decken. Geschäftsverlauf FLS Germany Holding Der Beginn der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020 hat zu einem merklichen Abfall der Auftragseingänge geführt. Obwohl der zeitliche Verlauf des Corona Einflusses in den verschiedenen Regionen und Märkten sehr unterschiedlich war und bis ins Jahr 2021 weiter fluktuiert, so war doch im zweiten Quartal 2020 in fast allen Regionen eine große Zurückhaltung bei der Vergabe von neuen Aufträgen und Projekten zu verzeichnen. Im Verlauf des zweiten Quartals sind die Märkte dann mit zeitlichem Versatz teilweise zurückgekommen. Dennoch insgesamt auch bis in das Jahr 2021 hinein noch nicht auf das Niveau vor der Pandemie.
Die Auftragseingänge in Wiesbaden sind gegenüber den Geschäftsjahr 2019 um knapp +8,4 Mio. EUR gestiegen und liegen damit mit 73 Mio. EUR wieder auf dem Niveau aus dem Geschäftsjahr 2018. Der Auftragseingang in Wiesbaden im Projekt- und Anlagengeschäft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10 auf 41 Mio. EUR. Der Auftragseingang resultiert im Wesentlichen aus einem Großauftrag für die Lieferung einer Anlage zur Gewinnung und Aufbereitung von Kalisalz im Zusammenhang mit dem im Vorjahr gewonnen Auftrag für das Engineering. Die Pandemie hat in Wiesbaden auch die Abwicklung des Projektgeschäfts stark beeinflusst. So wurden alle Baustellen in Marokko geschlossen und werden planmäßig erst im kommenden Geschäftsjahr wieder geöffnet. Leider hat sich der rückläufige Trend im Geschäftsfeld Kegelbrecher fortgesetzt. Ein Großkunde war zu Beginn des Geschäftsjahres im Speziellen in Asien stark durch die Pandemie betroffen. Trotz der Erholung in Asien ist das Geschäftsfeld der Kegelbrecher im Geschäftsjahr 2020 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die begonnene Konsolidierung im Servicebereich wurde im Geschäftsjahr 2020 abgeschlossen. Um eine vollständige Integration in Gesellschaft zu erreichen und alle Synergien optimal nutzen zu können, wurde der Standort in Oelde geschlossen und in den Stammsitz in Walluf integriert. Erst Ende des Geschäftsjahres 2021 wird der Servicebereich wieder die Leistungsfähigkeit der Vorjahre erreicht haben. Das Ersatzteilgeschäfts in Wiesbaden hat sich auf einem stabilen Niveau gezeigt und hat einen leicht gestiegenen Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 10 Mio. EUR erreicht. Darüber hinaus ist es gelungen einen Auftragseingang in Höhe von 4,7 Mio. EUR im Bereich der Upgrades zu erreichen. Dieser Bereich konnte in den vergangenen Jahren neu integriert werden und zielt darauf ab, in bestehenden Anlagen Prozessverbesserungen und damit einhergehend Effizienzsteigerungen für unsere Kunden zu erzielen. Der Bereich der Trogkettenfördersysteme wurde aufgegeben. Das Geschäftsjahr 2021 wird für Wiesbaden vielerlei Hinsicht ein sehr herausforderndes Jahr werden. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie werden sich auch in 2021 weiterhin auf die Weltwirtschaft und auf die Produkt- und Serviceportfolio auswirken. Der Auftragseingang im Bereich der Großprojekte wird nicht mehr das Volumen der Vorjahre erreichen. Die Gesellschaft wird sich zukünftig stärker auf die Bereiche Ersatzteile, Produkte und Upgrades, sowie Service konzentrieren. Hierdurch wird das Auftragseingangsvolumen signifikant sinken. Jedoch sinkt ebenfalls das wirtschaftliche Risiko aus dem Projektgeschäft deutlich. Auch in der Dosier- und Wägetechnik in FLS Pfister ist die Marktsituation in 2020 maßgeblich von der COVID-19-Pandemie geprägt. Insgesamt ist der Auftragseingang in 2020 deutlich niedriger ausgefallen als 2019, regional waren die größten Abfälle in Südamerika und Indien zu verzeichnen. Bis auf den Ersatzteilbereich sind im zweiten Quartal die Auftragseingänge fast auf null abgefallen. Das Anlagengeschäft hat sich beginnend zum Ende des Jahres wieder erholt, das erste Halbjahr 2021 war dagegen außergewöhnlich stark auch im Vergleich zu 2019 vor der Pandemie. Das Servicegeschäft ist aufgrund der Reisebeschränkungen das ganze Jahr 2020 und das erste Quartal 2021 weiterhin auf sehr niedrigem Niveau geblieben. Dagegen konnte das margenträchtige Ersatzteilgeschäft fast über das ganze Jahr stabil auf sehr hohem Niveau gehalten werden, was sich auch in 2021 fortsetzt. In Hamburg konnte das Auftragseingangsniveau aus dem Vorjahr nicht gehalten werden. Ein Großprojekt wurde an den Wettbewerb verloren. Ansonsten ist der verringerte Auftragseingang in erster Linie durch eine kundenseitige Verschiebung der Auftragsvergaben in das Jahr 2021 verbunden. Nach dem Verkauf der Einheit zum Ende des Jahres 2021 fließen keine Auftragseingänge aus den von FLSmidth Hamburg bearbeitenden Geschäftsfeldern in das deutsche Konzernergebnis. In Wadgassen werden nach Abschluss des Verkaufsprozesses im Februar 2019 nur noch Nachträge im Zusammenhang mit den Altprojekten gebucht. In 2020 sind keine nennenswerten Auftragseingänge mehr zu erwarten. Ergebnis Einhergehend mit dem pandemiebedingten Abfall des Auftragseingangs sind auch die Umsatzerlöse und vor allem die Gesamtleistung im Jahr 2020 deutlich niedriger ausgefallen als im Jahr 2019. Es wurden Umsatzerlöse von ca. 85 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 476) und eine Gesamtleistung von 110 Mio. EUR (Vorjahr 153). Bei dem starken Rückgang der Umsatzerlöse schlagen -285 Mio. EUR geringere Umsatz aus Wiesbaden aufgrund des abgerechneten Zementauftrage in 2019 zu Buche. In Wadgassen wurde -26 Mio. EUR weniger Leistung erbracht aufgrund des Bestandsabbaus an Altprojekten in 2019. Es wird auch in 2020 wieder ein positives Jahresergebnis von ca. 3 Mio. EUR erzielt (Vorjahr 7,4 Mio. EUR). Der Ergebnisrückgang im Vergleich zu 2019 resultiert in erster Linie aus der FLS Wiesbaden. Auch im Ergebnisbeitrag schlägt in 2020 der ,fehlende' Beitrag aus dem in 2019 abgerechneten Zementauftrag zu Buche. Darüber hinaus sind in Wiesbaden im Jahr 2020 ca. 4 Mio EUR Restrukturierungskosten entstanden aufgrund der Schließung der Standorte in Oelde und Wadgassen. Aus dem operativen Geschäft hat sich besonders der pandemiebedingte deutliche Rückgang des margenträchtigen Servicegeschäftes negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. Insgesamt wird Wiesbaden in 2020 voraussichtlich mit einem negativen Ergebnis von ca. 6.7 Mio. EUR abschließen. Auch in Hamburg ist pandemiebedingt in 2020 das Servicegeschäft um ca. -60% und das Ersatzteilgeschäft um. Ca. -10% zurückgegangen. Daher wurde voraussichtlich ein leicht negatives Ergebnis von -0,5 Mio. EUR erwirtschaftet. Bei der FLSmidth Pfister GmbH wurde insgesamt in 2020 sogar ca. +0,7 Mio. höherer Umsatz aus der Abrechnung des Bestandes verbucht. Obwohl auch bei Pfister der Serviceumsatz zurückgegangen ist, konnten erfreulicherweise die margenträchtigen Ersatzteilumsätze das ganze Pandemierjahr über auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden. Im Gesamtjahr wurde damit sogar ein um +12% höherer Ersatzteilumsatz als im Vorjahr erreicht. Daher konnte auch in 2020 in der Pfister GmbH wieder ein sehr solides Ergebnis von von voraussichtlich +7,7 Mio. EUR erwirtschaftet werden. Die Kostenstrukturen und Ergebnisse in der Holding Gesellschaft und der FLS Real Estate bleiben auch in 2020 nahezu unverändert. In 2021 wird wieder eine hohe Umsatzzahl von ca. 300 Mio. EUR aufgrund der Endabrechnung von einigen Großprojekten in Wiesbaden und Wadgassen erwartet. Die Gesamtleistung wird allerdings niedriger ausfallen aufgrund des geringeren abzuarbeitenden Projekt- und Auftragsbestandes aus 2020. Dies trifft auf allen operativen Einheiten zu. Aus Hamburg fließen aufgrund des Verkaufes keine Umsätze und Leistungen mehr in das Konzernergebnis ein. In allen operativen Einheiten wir ein solides positives Ergebnis erwartet. Das Ergebnis der FLSmidth Pfister GmbH enthält dabei ca. 4 Mio. Restrukturierungskosten für die Schließung und Verlagerung der Fertigung. Insgesamt wird für 2021 eine positives Konzernergebnis von ca. 10 Mio. EUR erwartet. Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement ist ein Bestandteil der zentralen sowie der dezentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse. Das Planungs- und Steuerungssystem gibt Übersicht über die Risikosituation. Das Risikomanagement wird dabei dezentral vorgenommen und zentral koordiniert. Risiken in der Beschaffung bezüglich terminlicher Verfügbarkeit, Logistik und Kosten bei Rohstoffen sowie der Inanspruchnahme von Leistungen wird durch ein kontinuierliches Monitoring der Märkte und der Lieferanten begegnet. Der FLS Konzern begegnet dem anhaltenden Wettbewerbsdruck mit entsprechenden Maßnahmen wie der internationalen Beschaffung sowie dem Outsourcing von Ingenieur- und anderen Dienstleistungen. Hierzu kann auf die globalen Ressourcen des gesamten FLS Konzerns zurückgegriffen werden. Währungsrisiken begrenzen wir durch Devisentermingeschäfte, die auf Ebene des Mutterkonzerns abgeschlossen werden. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen. Das Risiko aus Projektkündigungen oder Projekteinstellungen vor Fertigstellung durch Auftraggeber während der Projektdurchführungsphase beachten wir durch den möglichst - im Verhältnis zu den bei uns angefallenen Leistungen - deckungsgleichen Bezug von Kundenanzahlungen und den Abschluss von entsprechenden Kreditversicherungen. Risiken bestehen bei Projektaufträgen dadurch, dass bei vereinbarten Verkaufspreisen die Projektkosten in der Phase der Projekterstellung die ursprünglichen Planungsansätze übersteigen und sich somit Projektverluste ergeben, die durch eine entsprechende Risikovorsorge bilanziell berücksichtig werden. Diese Risiken und die ggf. erforderliche Risikovorsorge überwachen die Konzerngesellschaften durch eine fortlaufende Projektnachkalkulation während der Projekterstellungsphase. Ein Monitoring der Kundenbeziehungen, ein aktives Forderungsmanagement sowie der selektive Einsatz von Warenkreditversicherungen wirken Risiken durch Forderungsausfälle entgegen. Im Allgemeinen können Risiken der künftigen Entwicklung branchenbedingt durch eine unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung in den durch die Konzerngesellschaften belegten Geschäftsfeldern bestehen. Die größeren Risiken ergeben sich bei der Abwicklung von Großaufträgen, soweit Zusatzkosten entstehen, die die jeweiligen operativen Konzerngesellschaften wirtschaftlichen tragen müssen. Die kaufmännische Verminderung dieser Risiken wird durch den Einsatz von Projektingenieuren sowie durch projektbegleitende Kalkulationsüberwachungen angestrebt. Dies ist insbesondere in der FLSmidth Wadgassen GmbH relevant, aber in Teilen auch in der FLSmidth Wiesbaden GmbH und FLSmidth Hamburg GmbH. Die breite Aufstellung des Konzerns auf mehrere Geschäftsfelder und Kunden aus unterschiedlichen Industriezweigen als auch auf das stabile und risikoarme Produkt- u. Ersatzteilgeschäft wirken diesen Risiken entgegen und werden vom Konzern als Chance für die zukünftige Geschäftsentwicklung gesehen. Daneben gibt es in erster Linie die Risiken der verbleibenden und noch abzuwickelnden Großprojekte in der FLS Wadgassen, die weitestgehend erst im Jahre 2020 abgeschlossen werden. Es bleiben weiterhin Risiken aus der endgültigen Abweichung der Altprojekte der FLS Wadgassen bestehen. Der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie in den verschiedenen regionalen Märkten stellt weiterhin ein Risiko dar. Aufgrund der hohen Impfquoten in den meisten Industrienationen und damit verbunden Aufhebung der Beschränkungen wird das Risiko insbesondere über 2021 hinaus als deutlich geringer angesehen. Der Konzern hat in den Jahren 2020 und 2021 bewiesen, dass die globale Organisationsstruktur die Risken deutlich abschwächt. Virtuelles Arbeiten in der globalen Matrixstruktur genauso wie das Ausnutzen wechselnder globaler Lieferketten (China, Indien, Europa) aus der eigenen Organisation sind Teil des regulären Geschäftsmodells der FLS Gruppe. Das heißt der Leistungserstellungsprozess ist auch während der Krise weitestgehend unter der eigenen Kontrolle. Damit sind die Risiken hier deutlich geringer als die marktseitigen Risiken. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind unter Berücksichtigung ergriffener beziehungsweise geplanter Maßnahmen keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des FLS Konzerns gefährden.
Augsburg, 27. Oktober.2021 Die Geschäftsführung Hendrik Rehage Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FLS Germany Holding GmbH, Augsburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der FLS Germany Holding GmbH, Augsburg, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FLS Germany Holding GmbH, Augsburg für das Geschäftsjahr vom Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 27. Oktober 2021 Moore
Treuhand Kurpfalz GmbH
Dr. Matthias Ritzi, Wirtschaftsprüfer Stefan Hambsch, Wirtschaftsprüfer |
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