Badewelt Sinsheim GmbH

Badewelt 1, 74889 Sinsheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 715475
Vorher
Badeparadies Sinsheim GmbH
Eingetragen
26.9.2011
Branche
Betrieb von SportanlagenSonstiges Gesundheitswesen a. n. g.Betrieb von Kläranlagen
Gegenstand
Der Betrieb von Badeanlagen für die Gesundheitsvorsorge.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sofia Mirja Bernardy
seit 11.6.2024
Prokura
Uwe Jürgen Barth
seit 9.5.2022
Prokura
Stephan Roth
seit 22.9.2020
Prokura
Prokura
Geschäftsführer
Heiko Wollmann
seit 4.10.2012
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Badewelt Sinsheim GmbH

Sinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1.

Geschäftsmodell des Unternehmens

2.

Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1.

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmen-

bedingungen

1.

Geschäftsverlauf

a)

Ertragslage

b)

Finanzlage

c)

Vermögenslage

1.

Finanzielle Leistungsindikatoren

2.

Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1.

Risikobericht

2.

Chancenbericht

3.

Gesamtaussage

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Badewelt Sinsheim betreibt eine Thermen- und Badeweltanlage, die durch Saunaangebote ergänzt wird.

2. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen entwickelt fortlaufend Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität und Kundenzufriedenheit. Insbesondere wird in die Digitalisierung der Prozesse (Ticketing, Einlass- und Auslassprozesse, Reservierungssysteme, Kundenbindung, Kundeninformation) und die Entwicklung regenerativer und nachhaltiger Energiekonzepte investiert. Ein Hauptaugenmerk liegt weiterhin in der Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsstandards und im Angebot neuer Attraktionen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 war das erste nicht mehr durch pandemiebedingte Einschränkungen des Betriebs geprägte Geschäftsjahr seit drei Jahren. Allerdings hatten im Winter 2022/2023 einige Freizeitbäder und Thermen noch Maßnahmen zur Reduzierung des Energiebedarfs getroffen, die sich zu Jahresbeginn noch negativ auf die Besucherzahlen auswirkten. Es zeigte sich, dass vor allem deutliche Senkungen bei den Wassertemperaturen oder gar Schließungen einzelner Becken zu erheblichen Besucherzahlenrückgängen (bis 30 Prozent) führten und dass auch nach der Rücknahme dieser Maßnahmen die Gäste nicht wieder im gewohnten Umfang in das Bad kamen. Daher hatten im Geschäftsjahr 2023 rund die Hälfte der von der European Waterpark Association e.V. (EWA) befragten Freizeitbäder und Thermen die Besucherzahlen aus dem Jahr 2019, das als letztes "normales" Betriebsjahr vor Pandemie und Energiekrise als Referenz dient, noch nicht erreicht. (Quelle: EWA-Lagebericht zur europäischen Bäderbranche vom Oktober 2024).

Gesamtgesellschaftliche Entwicklungen und Freizeitmarkt allgemein

Auch wenn die Corona-Krise längst Vergangenheit scheint und die Energiepreisentwicklung durch andere Themen aus den Schlagzeilen verdrängt wurde, bleibt die gesamtgesellschaftliche Entwicklung in Europa angespannt und auch nicht ohne Auswirkungen auf die Bäderbranche. (Quelle: EWA-Lagebericht zur europäischen Bäderbranche vom Oktober 2024).

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft kann trotz der Kostensteigerungen auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken.

Die Besucherzahlen sind im Geschäftsjahr um ca. 7 % auf rund 672.000 (Plan 658.800) gestiegen. Durch die Einführung dynamischer Eintrittspreise konnten die Basiseintrittspreise weitgehend konstant gehalten werden, so dass sich Preissteigerungen nur in Zeiten hoher Nachfrage ergaben. Insgesamt konnte eine Steigerung der Umsatzerlöse um ca. 3 % auf TEUR 32.005 (Vj. TEUR 30.995) erzielt werden, von denen allerdings ca. 7 % (TEUR 2.087) (Vj. 10% TEUR 3.369) die Ausbuchung von Gutscheinverbindlichkeiten für Gutscheine, deren gesetzliches Ablaufdatum erreicht war, betraf.

a) Ertragslage

Die Umsätze in Höhe von TEUR 32.005 resultieren zu ca. 83 % aus Eintrittserlösen (davon Erträge aus der Auflösung von Gutscheinverbindlichkeiten TEUR 2.087 ca. 7%) und zu ca. 8 % aus Umsatzpachten aus der Verpachtung von Flächen an Gastronomen. Der restliche Umsatz resultiert aus städtischen Nutzungsgeldern für den Betrieb des Schul- und Vereinssports, Einspeisevergütungen und konzerninternen Umsätzen, etc.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 667 (Vj. TEUR 207). Sie resultierten in erster Linie aus den Erträgen aus der Schlussabrechnung der Corona-Hilfen und aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Personalaufwendungen betrugen TEUR 5.054 (Vj. TEUR 4.570) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund von Gehaltsanpassungen und einem höheren Mitarbeiterbestands erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten hauptsächlich Mietaufwendungen für die Überlassung der Betriebsimmobilie sowie der technischen Einrichtungen, Energie- und Reinigungskosten sowie Instandhaltungskosten und allgemeine Betriebs- und Verwaltungskosten.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 20.315 im Vorjahr auf TEUR 21.048 im Geschäftsjahr ist vor allem bedingt durch die Aufwendungen für unbewegliche Wirtschaftsgüter und Reinigungskosten (+ TEUR 604) und Werbung und Marketing (+ TEUR 191) sowie höhere Konzernumlagen für interne IT Dienstleistungen und Managementumlagen (+ TEUR 819) zurückzuführen. Diese sind insbesondere auf Grund der gestiegenen Kosten für die Betreuung und Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur begründet. Gegenläufig ergaben sich deutliche Verringerungen bei den Energiekosten.

Somit ist das Ergebnis vor Steuern um 0,3 Mio. € auf 5,9 Mio. € erhöht worden.

b) Finanzlage

Die Finanzlage ist nach wie vor als sehr gut zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, ausreichende Liquiditätsreserven vorzuhalten und Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen.

Die liquiden Mittel einschließlich Geldtransit sind im Geschäftsjahr um TEUR 5.751 auf TEUR 7.982 (Vj. TEUR 13.733) gesunken. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (unter Berücksichtigung der Veränderung der Gutscheinverbindlichkeiten) betrug TEUR +1.492.

Infolge des seit dem Jahr 2021 überwiegenden Verkauf von nicht umsatzsteuerbaren Mehrzweckgutscheinen, ist die Umsatzsteuer erst bei Einlösung der Gutscheine abzuführen. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen enthalten somit einen Anteil von noch nicht fälligen Umsatzsteuern in Höhe von ca. TEUR 914. Die konzerninternen Darlehen wurden im Umfang von 7,3 Mio. € getilgt und es wurden neue Darlehen im Umfang von ca. 10,1 Mio. € neu ausgereicht. Zudem erfolgten Auszahlungen für Investitionen ins Anlagevermögen von ca. 0,8 Mio. € und das KfW-Darlehen wurde mit 2 Mio. € getilgt.

Die Zahlungsverpflichtungen konnten stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

c) Vermögenslage

Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 5.247 (Vj. TEUR 6.042) aus, was einer Eigenkapitalquote von rd. 15 % (Vj. 16 %) zum Stichtag 30.06.2024 entspricht.

Das Vermögen auf der Aktivseite besteht im Wesentlichen aus konzerninternen Forderungen (TEUR 23.324) und liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 7.983.

Es wurden in Vorjahren gegenüber drei Schwestergesellschaften Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 3.500 (Valuta 30.06.2024: TEUR 3.328) zur Finanzierung von Erweiterungsmaßnahmen der Badewelt Sinsheim ausgereicht. Die Darlehensnehmer verfügen über erworbene Assets (Grundstücke und Planungsentwürfe) mit einem Buchwert zum 30.06.2024 von TEUR 2.467, deren Werthaltigkeit u.a. von der zukünftigen Umsetzung der Maßnahmen abhängig ist, die derzeit weiterhin in Planung ist. Die Darlehensforderungen wurden bereits in Vorjahren aus Vorsichtsgründen um TEUR 720 wertberichtigt und sind mit TEUR 2.542 in den Forderungen enthalten.

Die Finanzierung auf der Passivseite erfolgt neben dem bilanziellen Eigenkapital (TEUR 5.247) im Wesentlichen durch Kundenanzahlungen für Wertkarten, Tickets und Gutscheine (TEUR 15.928), durch eine passive Rechnungsabgrenzung forfaitierter Nutzungsentgelte (TEUR 2.401) sowie durch ein ausgereichtes KfW-Darlehen mit einer Restvaluta in Höhe von TEUR 4.000.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Besucherzahlen, der Umsatz und das Ergebnis vor Steuern.

Die für das Geschäftsjahr 2023/2024 ursprünglich geplanten Besucherzahlen von 658.800 wurden mit ca. 672.000 deutlich übertroffen. Auch der geplante Umsatz von ca. 29,7 Mio. € wurde ebenso wesentlich übertroffen. Dadurch konnte trotz gestiegener Kosten ein Gewinn deutlich über dem erwarteten Umfang erzielt werden.

4. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet.

Die erreichten Besucherzahlen und die damit verbundenen Umsätze waren in Anbetracht der derzeit negativen Rahmenbedingungen erfreulich.

III. Prognosebericht

Die Entwicklung der Ertragslage ist in hohem Maße abhängig, ob das derzeitige Niveau der Besucherzahlen und der Betriebskosten weiterhin erreicht wird.

Das Unternehmen geht im laufenden Geschäftsjahr von einem moderaten Anstieg der Gästezahlen aus und plant, dass Besucherzahlen in der Größenordnung von 700.700 erreicht werden. Im Jahr 2023/24 waren in den Umsatzerlösen TEUR 2.087 Erträge aus der Auflösung von Gutscheinen enthalten. Für das Jahr 2024/25 werden Umsätze auf dem Gesamtniveau des Jahres 2023/24 (einschließlich Erträge aus der Auflösung von Gutscheinen) erwartet. Hierbei sind noch keine Erträge aus der Auflösung von Gutscheinen mit einkalkuliert.

Sofern die Betriebskosten planmäßig auf dem Niveau des Jahres 2024 gehalten werden können, ist für das Jahr 2024/25 mit einem Jahresergebnis vor Steuern zu rechnen, das nach aktuellem Kenntnisstand mindestens auf Vorjahresniveau liegt.

Auf dieser Grundlage und den bestehenden finanziellen Reserven können alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht bedient werden.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Ertragsorientierte Risiken

Die aktuelle Inflation und die aktuell wirtschaftliche angespannte Situation in Deutschland kann dazu führen, dass wesentliche Betriebskosten (Personal, Energie, Instandhaltungen) steigen, Eintritte erhöht werden müssen und die Besucher aufgrund der Reduzierung ihres Realeinkommens weniger für Freizeit und Erholung ausgeben können oder wollen. Dieses Risiko ist derzeit als mittel einzuschätzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten erschweren die Rahmenbedingungen für umfangreiche Modernisierungen und die Realisierung neuer Projekte und Attraktionen. Dieses Risiko ist derzeit als mittel einzuschätzen.

Corona-Finanzhilfen

Die Gesellschaften der Thermengruppe Wund haben Corona Finanzhilfen (Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe IIIplus) als Billigkeitsleistungen in Anspruch genommen. Die WUND HOLDING GmbH hat den Antrag für den Unternehmensverbund gestellt. Aus der im Februar 2024 eingereichten Schlussabrechnung ergeben sich insgesamt Ansprüche auf Corona Finanzhilfen in Höhe von TEUR 28.767. Die im Rahmen der diversen Antragsverfahren erhaltenen Auszahlungen durch die Bewilligungsstelle betrugen TEUR 28.676, wodurch sich eine voraussichtliche Erstattung für den gesamten Unternehmensverbund in Höhe von TEUR 91 ergibt. Die Verteilung der Corona Finanzhilfen auf die einzelnen Gesellschaften erfolgte verursachungsgerecht auf Basis der Umsatzeinbrüche.

Auf die Badewelt Sinsheim GmbH entfallen Corona Finanzhilfen in Höhe von TEUR 12.175. Es wurden bereits TEUR 11.773 vereinnahmt. Für die sich ergebende Forderung weist die Gesellschaft eine Forderung gegen die Antragstellerin WUND HOLDING GmbH in Höhe von TEUR 402 in der Bilanz zum 30. Juni 2024 aus (Vorjahr TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgte eine erfolgswirksame Erfassung der Hilfen infolge der Schlussabrechnung, die als periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 402 (von insgesamt TEUR 91 periodenfremder Ertrag der gesamten Gruppe) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Die Schlussabrechnung wurde im Januar 2024 eingereicht, aber bislang nicht final von der Bewilligungsstelle bearbeitet. Da es sich bei den Corona Finanzhilfen um Billigkeitsleistungen ohne Rechtsanspruch handelt und die Ermittlung des Covid-bedingten Umsatzeinbruches sowie der erstattungsfähigen Fixkosten nicht immer eindeutig geregelt ist, kann die Rückforderung eines Teils der Corona Finanzhilfen nicht ausgeschlossen werden. Dieses Risiko schätzen wir derzeit als mittel ein.

Branchenspezifische Risiken

Die Vergangenheit zeigt, dass staatliche Eingriffe wie die Schließungsverordnungen im Rahmen der Pandemie, die im Jahr 2022 diskutierte Schließung von Bädern im Rahmen des Stufenplans zur Einsparung von Energie oder die zeitweise im Raum gestandenen Erhöhung der Umsatzsteuersätze die Entwicklung und teilweise sogar den Bestand von Unternehmen in der Bäderbranche gefährden können. Dieses Risiko ist derzeit als gering einzuschätzen.

2. Chancenbericht

Wirtschaftskrisen und inflationäre Strömungen haben bisher dazu geführt, dass das Produkt "Kurzurlaub im eigenen Land" stärker nachgefragt wurde. Wir sehen daher trotz der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Prognosen und der Inflation und auch vor dem Hintergrund der Verteuerung von Flugreisen und dem Fokus auf Nachhaltigkeit, die Chance, dass mehr Menschen sich einen Tag Kurzurlaub leisten, da dieser einfacher und günstiger zu realisieren ist.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter, wird weiterhin durch Erfahrung, Innovationskraft insbesondere im Bereich von neuen, virtuellen Erlebnissen, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität begegnet. Durch Erweiterungen der Anlage um neue Bereiche und Attraktionen können immer wieder neue Besucherzielgruppen erreicht werden.

Mit der Entwicklung regenerativer und nachhaltiger Energiekonzepte, Digitalisierung und flexiblen Preisstrukturen sollen weiterhin Besucher vom Angebot begeistert und überzeugt werden.

3. Gesamtaussage

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

 

Sinsheim, den 17. März 2025

Edelfired Balle, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2024

Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim

AKTIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.845.872,80 1.485.432,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35,00 1.031,00
II. Sachanlagen 1.845.837,80 1.484.401,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.165,00 183.285,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.077,00 1.216,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.649.504,00 1.299.900,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.091,80 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 33.096.304,72 35.440.873,80
I. Vorräte 125.149,53 193.018,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 24.988.776,26 21.514.404,62
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.323.920,28 19.983.772,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.982.378,93 13.733.450,22
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 204.152,73 230.815,49
35.146.330,25 37.157.121,29

PASSIVA

30.6.2024
EUR
30.6.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.247.107,12 6.042.209,95
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 210.448,73 0,00
III. Gewinnvortrag 942.209,95 2.221.683,04
IV. Jahresüberschuss 3.994.448,44 3.720.526,91
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.468.364,07 2.967.066,16
C. VERBINDLICHKEITEN 25.030.055,06 25.518.393,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000.000,00 6.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.843.680,02 2.249.369,07
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.400.804,00 2.629.452,00
35.146.330,25 37.157.121,29

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023/2024

2023/2024
EUR
2022/2023
EUR
1. Rohergebnis 32.125.763,35 30.659.236,93
2. Personalaufwand -5.053.599,89 -4.570.130,73
a) Löhne und Gehälter -4.162.326,53 -3.764.079,56
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -891.273,36 -806.051,17
- davon für Altersversorgung: EUR 77.107,09 (Vorjahr: EUR 85.803,24)
3. Abschreibungen -452.776,47 -411.502,64
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -452.776,47 -411.502,64
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -21.048.480,42 -20.314.679,16
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 649.842,60 619.551,09
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 518.686,28 (Vorjahr: EUR 594.190,35)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -290.298,68 -318.916,92
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.858.340,94 -1.847.928,46
8. Ergebnis nach Steuern 4.072.109,55 3.815.630,11
9. Sonstige Steuern -77.661,11 -95.103,20
10. Jahresüberschuss 3.994.448,44 3.720.526,91

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Badewelt Sinsheim GmbH hat ihren Sitz in Sinsheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 715475 eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 wurden folgende Gesellschaften auf die Badewelt Sinsheim GmbH verschmolzen:

Badeparadies Schwarzwald Service GmbH

Gesundheitsimmobilienverwaltung GIV 115 GmbH

Badeparadies Schwarzwald Vital GmbH

Badewelt Sinsheim Service GmbH

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde die Hotel Garni Therme Erding Verwaltungs GmbH auf die Badewelt Sinsheim GmbH verschmolzen.

Die Verschmelzungen erfolgten im Wege der Aufnahme durch Übertragung des Vermögens auf die Badewelt Sinsheim GmbH als aufnehmender Rechtsträger. Gesellschafter sämtlicher verschmolzenen Gesellschaften war die WUND HOLDING GmbH. Der Vermögensübergang erfolgt zu Buchwerten. Es handelt sich um Verschmelzungen ohne Kapitalerhöhung. Der sich ergebende positive Differenzbetrag zwischen den Nettobuchwerten der übernommenen Vermögensgegenständen abzgl. Schulden wurde unmittelbar in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt (insgesamt TEUR 210).

Die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses zum 30. Juni 2024 ist hierdurch nicht eingeschränkt, da die verschmolzenen Gesellschaften keine aktive Geschäftstätigkeit ausgeführt haben.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen waren nicht erforderlich.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gemäß steuerlichen Vorschriften soweit möglich voll oder linear über einen Sammelposten abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Einzelrisiken bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, welche Aufwände für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und die zu erwartende Steuernachzahlungen aus Vorjahren.

Bei der Bewertung von sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage A zum Anhang in Form eines Anlagespiegels dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
30. Jun. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 968.773,21 0,00 968.773,21
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 358.897,29 2.798,13 361.695,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 152.084,50 0,00 152.084,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.036.684,12 768.327,34 3.805.011,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 42.091,80 42.091,80
3.547.665,91 813.217,27 4.360.883,18
4.516.439,12 813.217,27 5.329.656,39
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jul. 2023
EUR
Zugänge
EUR
30. Jun. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 967.742,21 996,00 968.738,21
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 175.612,29 32.918,13 208.530,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 150.868,50 139,00 151.007,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.736.784,12 418.723,34 2.155.507,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
2.063.264,91 451.780,47 2.515.045,38
3.031.007,12 452.776,47 3.483.783,59
NETTOBUCHWERTE
30. Jun. 2024
EUR
30. Jun. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 35,00 1.031,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.165,00 183.285,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.077,00 1.216,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.649.504,00 1.299.900,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.091,80 0,00
1.845.837,80 1.484.401,00
1.845.872,80 1.485.432,00

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 8.500.000,00 (Vorjahr EUR 3.900.000,00) enthalten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Darlehen in Höhe von EUR 22.884.532,48 (Vorjahr EUR 19.967.398,26) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 439.387,80 (Vorjahr EUR 16.374,00) enthalten.

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 14.422.183,73 (Vorjahr EUR 17.748.777,63) mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr.

Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 670.557,52 (Vorjahr EUR 595.340,38) mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr.

4.3 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 30. Juni 2024 auf insgesamt EUR 25.030.055,06 (Vorjahr EUR 25.518.921,80), davon betragen die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 23.005.095,96 (Vorjahr EUR 20.493.923,48) bzw. mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.024.959,10 (Vorjahr EUR 5.024.469,70). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 966.962,80 (Vorjahr EUR 236.432,38) enthalten.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind auf Basis der eingereichten Schlussabrechnungen der Corona-Finanzhilfen TEUR 402 (Vorjahr TEUR 0) periodenfremde Erträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

6. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für fremde Bankverbindlichkeiten von Schwestergesellschaften in Höhe von TEUR 11.698.

Mit einer Inanspruchnahme aus dem Haftungsverhältnis ist derzeit nicht zu rechnen, da die Kreditnehmerin allen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gläubigerbank durch ihre laufenden Einnahmen nachkommen kann. Es ist davon auszugehen, dass die Verpflichtungen zukünftig vertragsgemäß erfüllt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 30.06.2024 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen sowie Verpflichtungen aus Wärmelieferungen in Höhe von TEUR 7.712. Davon entfallen TEUR 3.360 auf die Miete für das Gebäude, TEUR 2.040 auf die Miete der Betriebsvorrichtungen (Laufzeit jeweils 1 Jahr) gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie TEUR 1.755 auf die Wärmelieferungsvereinbarung.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Berichtsjahr Vorjahr
Vollzeit 76 68
Teilzeit 52 52
gesamt 128 120

Geschäftsführer

Während des Berichtsjahres war Geschäftsführer:

Herr Edelfried Balle (Dipl.-Betriebswirt (BA))

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Konzernzugehörigkeit

Unsere Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen der WUND HOLDING GmbH, Markdorf, das gleichzeitig oberstes Mutterunternehmen ist und in den Konzernabschluss der WUND HOLDING GmbH als kleinster und größter Konsolidierungskreis einbezogen wird.

Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, einen Teilbetrag i.H.v. 2.700.000,00 EUR aus dem Jahresüberschuss auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag i.H.v. EUR 1.294.448,44 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Sinsheim, den 17. März 2025

Edelfried Balle, Geschäftsführer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Festellung:

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 10.04.2025 wurde der Jahresabschluss zum 30.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Da für den Zweck der Offenlegung von größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 327 HGB Gebrauch gemacht wurde, wird darauf hingewiesen, dass sich der Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfung auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Badewelt Sinsheim GmbH, Sinsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Sindelfingen, 24. März 2025

KMZ Kullen Müller Zinser Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sebastian Otten, Wirtschaftsprüfer

Yvonne Müller, Wirtschaftsprüferin

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