DELTA DORE RADEMACHER GmbH

Buschkamp 7, 46414 Rhede, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 15249
Vorher
Platin 1094. GmbHEBnedgeinRnöRtöutnugng Rademacher Beteiligungs GmbHBEnedgeinRnöRtöutnugng Rademacher Geräte-Elektronik GmbH
Eingetragen
16.6.2014
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb von Elektrotechnik und Elektrogeräten aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Udo Schlüter
seit 13.1.2025
Geschäftsführer
Pascal Portelli
seit 14.10.2021
Geschäftsführer
Ralf Kern
seit 5.3.2015
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DELTA DORE RADEMACHER GmbH (vormals: Rademacher Geräte-Elektronik GmbH)

Rhede

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

1. Organisatorische Struktur und Geschäftsmodell

Im Geschäftsjahr 2023 ist eine gesellschaftsrechtliche Änderung erfolgt. So ist in der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 die Neufassung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die Änderung der Firma beschlossen worden. Die ehemalige Rademacher Geräte-Elektronik GmbH firmiert danach nunmehr unter DELTA DORE RADEMACHER GmbH. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 22. Mai 2023.

Alleinige Gesellschafterin der DELTA DORE RADEMACHER GmbH ist unverändert die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, die gleichzeitig die oberste Muttergesellschaft der Delta Dore-Gruppe darstellt.

Im Geschäftsjahr 2023 ist zudem erneut eine Verschmelzung durchgeführt worden. So ist die ehemalige Schwestergesellschaft Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz, mit der DELTA DORE RADEMACHER GmbH als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen worden (Verschmelzung zur Aufnahme). Alleinige Gesellschafterin der Delta DoreSchlüter GmbH (als übertragender Rechtsträger) und der DELTA DORE RADEMACHER GmbH (als übernehmender Rechtsträger) war bzw. ist jeweils die Delta Dore Finance S.A.

Anlässlich der vorgenannten Verschmelzung hat keine Kapitalerhöhung stattgefunden, da die Delta Dore Finance S.A. als alleinige Gesellschafterin auf die Gewährung von Geschäftsanteilen verzichtet hat. Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat in der Handelsbilanz die ausgewiesenen Buchwerte der Delta DoreSchlüter GmbH fortgeführt (Buchwertfortführung). Der Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen Vermögensgegenständen und den Schulden von TEUR 1.174 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Durch die vorgenannte Verschmelzung hat sich die Geschäftstätigkeit der DELTA DORE RADEMACHER GmbH nicht grundlegend geändert. Bedingt durch die Verschmelzung sind aber sowohl die Bilanz zum 31. Dezember 2023 als auch die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 mit dem Vorjahr (2022) nur bedingt vergleichbar. Im Folgenden erfolgen die Erläuterungen im Lagebericht entsprechend anhand von "Pro-Forma"-Angaben für das Vorjahr (2022). Bei den Pro-Forma-Vorjahresangaben werden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten und Ergebnisbeiträge der verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft hinzugerechnet und um Verschmelzungsbuchungen bereinigt.

2. Absatz- und Vertriebsbereich

Die wesentlichen Vertriebskanäle sind der Elektrogroßhandel, der Eisenwarenhandel, die Rollladen- und Sonnenschutzhersteller und -fachinstallateure sowie der eCommerce-Handel.

Im eCommerce-Handel bzw. im B2C-Bereich (business to consumer) ist die DELTA DORE RADEMACHER GmbH neben diversen eTailern und Marktplätzen bereits seit dem Jahr 2020 mit einem eigenen Webshop am Markt präsent.

Im Vertriebskanal für Großkunden (Key Accounts) bzw. dem B2B-Bereich (business to business) werden neben dem Großhandel auch Industriekunden bzw. Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer bzw. OEM) beliefert.

Die Delta Dore-Gruppe vertreibt ihre Produkte unter den Markennamen "RADEMACHER" und "DELTA DORE" an den Fachhandel bzw. an B2B-Kunden sowie seit Mai 2023 unter der Marke "HOMEPILOT" an End- bzw. B2C-Kunden.

Der Hauptabsatzmarkt befindet sich im Inland. Darüber hinaus werden auch Kunden im europäischen Ausland beliefert (einschließlich im Ausland ansässige verbundene Unternehmen).

3. Produkte

Die Produkte der DELTA DORE RADEMACHER GmbH sind im Wesentlichen Smart Home-Systeme und Automationsprodukte für die Gewerke Rollladen-, Sicht- und Sonnenschutz, Türen und Tore, Licht, elektrische Verbraucher, Heizungs- und Klimatechnik sowie Sicherheitstechnik.

Hierzu gehören die Produktgruppen Gurtwickler (z.B. RolloTron), Rohrmotoren (z.B. RolloTube), Garagentorantriebe (z.B. RolloPort), Steuerungen zur Automation (z.B. RolloHomeControl) sowie Alarmsysteme (z.B. Tyxal) und Smart Home Zentralen (z.B. RADEMACHER Smart Home Gateway, HOMEPILOT) als umfängliche Smart Home-Lösung. Diese Smart Home-Lösungen beinhalten neben den Endgeräten (z.B. Sensoren und Aktoren) und den zentralen Steuerungseinheiten auch Software-Lösungen (z.B. Apps, WebUI, Clouddienste sowie Schnittstellen zu anderen Smart Home Eco-Systemen wie etwa Amazon und Google oder zu Fremdprodukten wie etwa von Philips oder weiteren Produkten von Fremdanbietern, die gemäß des Zigbee 3.0-Funkstandards arbeiten).

Darüber hinaus bietet die DELTA DORE RADEMACHER GmbH speziell entwickelte bzw. eigens produzierte Produkte für Industriekunden bzw. OEM-Kunden bzw. als EMS- (Electronic Manufacturing Services) -Dienstleistungen an.

4. Forschung und Entwicklung

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Zudem arbeitet die DELTA DORE RADEMACHER GmbH in Abhängigkeit der zu entwickelnden Produkt- und Systemlösungen mit externen Dienstleistern und Lieferanten zusammen.

Eine Stärke der Forschung und Entwicklung ist nach Einschätzung der Geschäftsführung unter anderem, dass eine Vielzahl der Produkt- und Systemlösungen in Deutschland konzipiert, entwickelt, produziert und gehostet (Clouddienste für Smart Home-Systeme) werden.

In Zusammenarbeit mit den nachgelagerten Abteilungen (Marketing, Vertrieb, Service) und einem Netzwerk von Fachpartnern bietet die DELTA DORE RADEMACHER GmbH neben den eigentlichen Produkten auch Smart Home-Systemintegrationskompetenz direkt "vor Ort" (in Deutschland bzw. Europa) an. Am Standort in Rhede werden auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die gesamte Delta Dore-Gruppe erbracht und es werden Ressourcen der Delta Dore-Gruppe genutzt.

Bei den entwickelten Produkt- und Systemlösungen handelt es sich um Antriebe, Aktoren, Sensoren und Sender zur (Haus-)Automation bis hin zu kompletten Smart Home-Lösungen. Hierbei können verschiedene Anwendungen in den verschiedenen Gewerken per Funk gesteuert, automatisiert und miteinander vernetzt werden. Darüber hinaus betreibt die DELTA DORE RADEMACHER GmbH eigens entwickelte Clouddienste, welche den Fernzugriff auf die Produkt- und Systemlösungen via Internetverbindung zulässt, sowie die Anbindung des eigenen Systems an die Produkt- und Systemlösungen fremder Hersteller bzw. Eco-Systeme ermöglicht.

Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von insgesamt TEUR 2.116 (Vorjahr TEUR 2.135) angefallen, wovon TEUR 1.212 (Vorjahr TEUR 1.419) unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten aktiviert wurden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher. (siehe https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html).

Nach Angaben des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. hat die deutsche Elektro- und Digitalindustrie auch im Oktober 2023 weniger neue Bestellungen erhalten als im gleichen Vorjahresmonat. Insgesamt - also über alle Fachbereiche hinweg - gingen die Auftragseingänge hier um 3,2 % zurück. Bei den Auslandsorders fiel das Minus mit 4,7 % höher aus als bei den inländischen Bestellungen (- 1,4 %). Vor allem die Aufträge aus der Eurozone verfehlten ihr Vorjahreslevel im Oktober deutlich, und zwar um 9,8 %. Die Bestellungen aus Drittländern gaben um 1,8 % nach. Über den Gesamtzeitraum der ersten zehn Monate des Jahres hielt sich der Auftragsrückgang letztlich noch in engen Grenzen. Um 1,4 % lagen die Bestellungen zwischen Januar und Oktober niedriger als noch in 2022. Dabei standen sich ein Plus bei den Inlandsorders um 4,6 % und ein Minus bei den Bestellungen ausländischer Kunden um 6,1 % gegenüber. Auch hier fielen die Neuaufträge aus dem Euroraum (- 9,4 %) stärker zurück als die aus Ländern außerhalb des gemeinsamen Währungsraums (- 4,3 %) (siehe ZVEI-Konjunkturbarometer-Dezember-2023.pdf).

Gemäß Einschätzung des Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. hat sich im I. Quartal 2023 die Konjunkturlage bereits etwas aufgehellt und sich dieser Trend auch im II. Quartal 2023 fortgesetzt. (siehe https://rs-fachverband.de/blog/category/nachrichten/).

Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. spiegelt die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen eCommerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf EUR 79,7 Mrd., nach EUR 90,4 Mrd. im Jahr davor (siehe https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle).

2. Produktion

Die Fertigung besteht aus Elektronikfertigung und der Endmontage. Hierbei werden in der Elektronikfertigung der überwiegende Teil aller elektronischen Baugruppen in der SMD- (Surface Mounted Devices) und THT- (Through Hole Technology) -Linie bestückt und per AOI (Automized Optical Inspection) mit Funktionstestern geprüft. Die Endmontage zeichnet sich durch die vollständige Montage aller Komponenten (Metall- und Kunststoffteile, elektrische Antriebe etc.) sowie der elektronischen Baugruppen und einer Endkontrolle der montierten Produkte aus.

3. Investitionen

Das Investitionsvolumen bewegt sich mit TEUR 1.821 leicht unter dem Vorjahresniveau. Den Hauptanteil der Investitionen machten mit TEUR 1.469 dabei erneut die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (insbesondere aktivierte Eigenleistungen) aus.

4. Personalbereich

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich im Personalbereich keine wesentlichen Änderungen ergeben. Bei der DELTA DORE RADEMACHER GmbH waren insgesamt durchschnittlich 186 (Pro-Forma-Vorjahr 191) Mitarbeiter (inklusive Aushilfen) beschäftigt.

5. Organisation/Zertifizierung

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ist nach ISO9001 zertifiziert. Zusätzlich zur ISO9001-Zertifizierung werden regelmäßig interne Prüfungen durchgeführt und jeweils einem Management-Review unterzogen. Die Ergebnisse werden als Arbeitsgrundlage verwendet, um Verbesserungen in den einzelnen Organisationsbereichen zu erzielen.

6. Analyse des Geschäftsverlaufs

Der Bruttoumsatz (Umsatz vor Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen) und das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die interne Unternehmenssteuerung dar. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zur Unternehmenssteuerung verwendet. Als EBITDA wird das Ergebnis der operativen Geschäftstätigkeit vor Berücksichtigung von Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen und auf immaterielle Vermögensgegenstände definiert.

Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 war insgesamt nicht zufriedenstellend. Die Bruttoumsätze (Umsätze vor Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen) des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 29.100 liegen hinter den Erwartungen zurück und konnten zudem das Vorjahreswertniveau nicht erreichen. Die gesamten Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und Verlustrechnung sind von TEUR 33.637 (Pro-Forma-Vorjahreswert) um TEUR 5.781 bzw. 17,2 % auf TEUR 27.856 deutlich zurückgegangen.

Die Budgetwerte mit geplanten Bruttoumsätzen von rund EUR 35 Mio. wurden insbesondere aufgrund der anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlich Rahmenbedingungen deutlich verfehlt. So wurde die Geschäfts- und Umsatzentwicklung auch im Geschäftsjahr 2023 durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische Spannungen (z.B. im Verhältnis zwischen den USA und China oder der Konflikt zwischen Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten) negativ beeinflusst bzw. belastet. Die über Jahre anhaltende positive Entwicklung im eCommerce hatte sich ferner bereits im Vorjahr (2022) deutlich verlangsamt bzw. war sogar rückläufig. Die negative Entwicklung hat sich im Berichtsjahr 2023 fortgesetzt bzw. verschärft. Der anhaltende Fachkräftemangel hat sich im Übrigen weiterhin negativ auf die Entwicklung der gesamten Branche ausgewirkt.

Zudem war die Einführung der Marke "HOMEPILOT" (zeit)-aufwendiger als ursprünglich geplant bzw. hatte sich verzögert. Im End- bzw. B2C-Kundengeschäft konnten die erwarteten Umsatzsteigerungen daher zeitversetzt erst ab dem III. Quartal 2023 festgestellt werden. Im Vertriebskanal für den B2B-Bereich konnte zudem die vakante Stelle des Vertriebsleiters zunächst nicht neu besetzt werden. Entsprechend ist auch in diesem Bereich die Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Die Ergebnissituation war auch im Berichtsjahr 2023 durch die anhaltend hohen Preise auf den Beschaffungs- und Logistikmärkten sowie Personal- und Energiekosten geprägt. Preissteigerungen auf der Einkaufsseite konnten nicht in vollem Umfang durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Zudem war die Einführung der Marke "HOMEPILOT" kostenintensiver als ursprünglich vorgesehen. Diese beiden Entwicklungen haben die Ergebnissituation belastet. Danach ist das EBITDA mit TEUR -993 nunmehr negativ (im Pro-Forma-Vorjahr mit TEUR +3.704 positiv). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnten damit die Ergebniserwartungen nicht erreicht werden. Das Ziel-EBITDA von rund EUR + 0,5 Mio. wurde deutlich verfehlt.

In der Nachbetrachtung waren die gesetzten Ziele sowohl in Bezug auf die Erlös- als auch die Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen und den Verzögerungen bei der Einführung der Marke "HOMEPILOT" deutlich zu ambitioniert.

7. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

7.1 Vermögenslage

Bedingt durch die unbefriedigende Umsatzentwicklung haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei einem unveränderten Factoring-Rahmen von TEUR 4.000 im Vergleich zum Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 796 auf TEUR 2.499 vermindert.

Gleichzeitig haben sich auch die Lagerbestände, insbesondere die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, gegenüber dem Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 825 auf TEUR 5.799 vermindert.

Die liquiden Mittel belaufen sich auf TEUR 4.130.

Es wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 2.841 ausgewiesen, während im Vorjahr (Pro-Forma Werte) noch ein - um den Verschmelzungsverlust von TEUR 39.922 bereinigter - Jahresüberschuss von TEUR 769 erwirtschaftet werden konnte.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR 2.841 hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 der nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf TEUR 30.257 erhöht.

Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen einer Überschuldung hat die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A. eine unbefristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben.

Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 2.854 etwas unter dem Niveau des Pro-Forma-Vorjahreswerts (TEUR 2.671). Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen betrifft vor allem die Auflösung von Rückstellungen für Kundenboni.

Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (einschließlich verbundener Unternehmen) sind aufgrund des Rückgangs im Geschäftsvolumen im Vergleich zum Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 568 auf TEUR 2.600 zurückgegangen.

7.2 Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin über langfristige Darlehen der Alleingesellschafterin bzw. Konzernobergesellschaft Delta Dore Finance S.A. (TEUR 41.146). Das Darlehen ist jährlich mit TEUR 2.000 zu tilgen. Bezüglich des Darlehens sowie der damit in Verbindung stehenden Zinsen hat die Gesellschafterin eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der bestehenden Überschuldung erfolgten im Jahr 2023 keine Tilgung und keine Zinszahlung. Entsprechend erhöhte sich die Verbindlichkeit inklusive abgegrenzter Zinsen im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 505 auf TEUR 42.579.

Die flüssigen Mittel der Gesellschaft haben sich um TEUR 1.100 auf TEUR 4.130 erhöht. Damit ist die Liquidität der Gesellschaft aus Sicht der Geschäftsführung auch unter Berücksichtigung des erwarteten Ergebnisses 2024 für die nächsten zwölf Monate gesichert. Zudem ist die Gesellschaft in das konzernweite Cash-Management-System unter Führung der Delta Dore Finance S.A. eingebunden. Darüber hinaus hat die Gesellschafterin eine unbegrenzte Patronatserklärung erteilt.

7.3 Ertragslage

Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung um TEUR 49 (Pro-Forma-Vorjahr TEUR 5) und Materialaufwendungen von TEUR 12.628 (Pro-Forma-Vorjahr TEUR 15.175) beläuft sich der Rohertrag auf TEUR 16.515 (Pro-Forma-Vorjahr TEUR 19.906). Die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter Eigenleistungen) liegt damit bei unverändert 56,7 %.

Der Personalaufwand liegt bei einer weitestgehend stabilen Gesamtbelegschaft mit TEUR 10.074 zwar leicht über dem Niveau des Pro-Forma-Vorjahreswerts (TEUR 9.707). Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich aber deutlich auf 34,6 % (Pro-Forma-Vorjahr 27,7 %).

Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (im Vorjahr Pro-Forma-Wert vor Verschmelzungsverlust), bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich insbesondere aufgrund der hohen Marketingaufwendungen deutlich auf 28,1 % (Pro-Forma-Vorjahr 20,8 %).

Das Jahresergebnis ist mit TEUR 2.841 insgesamt negativ. Im Vorjahr wurde auf Basis der Pro-Forma Zahlen ein positives Ergebnis (vor Verschmelzungsverlust) von TEUR 769 erzielt, während die Gewinn- und Verlustrechnung der DELTA DORE RADEMACHER GmbH ohne Berücksichtigung des Verschmelzungsverlustes für 2022 einen Verlust von TEUR 123 aufweist.

7.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Der Verlust von TEUR 2.841 erhöht den "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 30.257. Damit ist liegt eine (bilanzielle) Überschuldung vor.

Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die Delta Dore Finance S.A. und eines hohen Liquiditätsniveaus sieht die Geschäftsführung derzeit kein Risiko, das den Fortbestand des Unternehmens bedroht.

Die Bilanzierung erfolgt entsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern").

Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Gesellschaft im Hinblick auf die Vermögens-Ertrags- und Finanzlage nicht zufrieden.

C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das Berichtswesen erfolgt monatlich in Form eines "Group-Reportings", in dem die Geschäftsentwicklung und wichtige Finanzkennzahlen aufbereitet und analysiert werden. Dadurch können Abweichungen (z.B. Umsatzentwicklung) frühzeitig erkannt und bewertet werden, um ggf. angemessen agieren bzw. frühzeitig reagieren zu können.

Währungsrisiken resultieren vor allem aus dem Einkaufsbereich, da der Einkauf unter anderem in USD (US-Dollar) und CNY (Chinesische Renminbi) erfolgt. Eine Absicherung von Wechselkursverlusten erfolgt einerseits durch Devisentermingeschäfte sowie anderseits durch die laufende Unterhaltung der USD- und CNY-Konten in Abhängigkeit der aktuellen Kursentwicklung und der verfügbaren freien Liquidität. Durch diese Maßnahme wird ein Teil des Einkaufsvolumens in Fremdwährung abgesichert.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancenbericht

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat sich in den letzten Jahren von einem fachhandelsorientierten Anbieter für Antriebs- und Automationslösungen im Bereich der Rollladen- und Sonnenschutztechnik hin zu einem Smart Home-Lösungsanbieter entwickelt. Hierbei fokussieren die drei Business Units - Consumer, Professional, Key Account - ihre Marketing- und Vertriebsmaßnahmen gezielt auf die jeweilige Kundengruppe.

Die Verschmelzung mit der Delta DoreSchlüter GmbH soll dabei weitere Synergien freisetzen. So bringt die ehemalige Delta DoreSchlüter GmbH neue Produkte mit, die durch die bestehende Vertriebsmannschaft der DELTA DORE RADEMACHER GmbH voraussichtlich besser vermarktet werden können.

Im Zuge der Vertriebsstrategie der Delta Dore-Gruppe sollen zukünftig die Produkte nur noch unter dem Markennamen "RADEMACHER" an den Fachhandel bzw. an B2B-Kunden vertrieben werden. Im End- bzw. B2C-Kundengeschäft werden gleichzeitig Endkunden-fokussierte Produkte unter der Marke "HOMEPILOT" vermarktet.

Der Fachhandel wird im Inland weiterhin über die Vertriebskanäle Elektrogroßhandel, Eisenwarenhandel, Rollladen- und Sonnenschutzhersteller und -fachinstallateure bedient. Der Endkunde - speziell der "Do It Yourself"-Typ bzw. Heimwerker - wird über diverse eCommerce-Marktplätze sowie über den eigenen Webshop angesprochen. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch Marketingaktivitäten in der Fachpresse sowie Online-Marketingaktivitäten. Großkunden (Key Accounts) werden durch eine dedizierte Vertriebsorganisation direkt angesprochen und betreut.

Im Zuge dieser Entwicklung macht die DELTA DORE RADEMACHER GmbH mit dem Geschäftsfeld Smart Home mittlerweile einen großen Teil ihres Umsatzes. Die Geschäftsführung sieht hier Wachstumschancen sowohl im Inland (alle Marken) als auch im Ausland ("HOMEPILOT"). Hierbei soll im eCommerce-Bereich die Zusammenarbeit mit großen Online-Marktplätzen sowie dem eigenen Webshop im In- und Ausland kontinuierlich weiter ausgebaut werden. Parallel hierzu werden im Inland weiterhin der Fachhandel und der Industriebereich (Fokus Rollladen- und Sonnenschutztechnik) angesprochen. Insbesondere die zunehmende Etablierung der Marke "HOMEPILOT" soll dabei die Entwicklung im B2C-Bereich fördern.

Darüber hinaus verstärkt die DELTA DORE RADEMACHER GmbH den Ausbau der technischen Möglichkeiten sowie die Darstellung ihrer Produktlösungen in Kombination mit Produkten fremder Hersteller und bei der Integration in andere Smart Home-Eco-Systeme. Hierzu wurden und werden insbesondere Schnittstellen (Software) im eigenen Smart Home-System implementiert, um zukünftig weitere Produkte fremder Hersteller direkt per Funk (Funkstandard wie z.B. Zigbee) oder via IP einzubinden. Neben den technischen Möglichkeiten werden durch entsprechende Online-Marketingaktivitäten Anwendungslösungen (so genannte "Use Cases") über die diversen Schulungsmaßnahmen, Inbetriebnahme-Videos, Newsletter, Influencer etc. vermarktet.

Durch endkundenorientierte Produktentwicklungen erweitert die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ihre Produktpalette mit Entwicklungen von neuartigen Produktlösungen (batteriebetriebene Aktorik, Elektroinstallationsprodukte), die sich speziell an den Fachhandel wenden.

Im Rahmen der gruppenweiten Fertigungsstrategie sind die Produktionskapazitäten am Standort Rhede insbesondere für einen Großkunden (Key Account) bzw. den B2B-Bereich ausgeweitet worden. Im Gegenzug sind die Produktionskapazitäten für andere Produkte innerhalb der Delta Dore-Gruppe zu anderen Standorten verlagert worden. Mittelfristig wird aufgrund der Umsetzung der Fertigungsstrategie aber eine deutliche Ausweitung der Umsatzerlöse in Deutschland erwartet.

Die Chancenlage wird insbesondere durch die Einbindung in die Delta Dore-Gruppe als positiv eingeschätzt. Die Eingliederung in die Delta Dore-Gruppe führt zu einem deutlich höheren Marktgewicht in Europa. Nach Einschätzung der Geschäftsführung werden sich die Marktchancen durch die Fortsetzung der konzernweiten Vertriebs- und Fertigungsstrategie verbessern. Insofern haben sich die zukünftigen Perspektiven der DELTA DORE RADEMACHER GmbH trotz der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert.

2. Risikobericht

Hinsichtlich des Überschuldungsrisikos sowie des Risikos einer Zahlungsunfähigkeit bzw. der Abhängigkeit von der Gesellschafterfinanzierung wird auf die Ausführungen in Abschnitt "B.7.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft" verwiesen.

Am 24. Februar 2022 war der Konflikt zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch ausgefochten. Es ist weiterhin festzustellen, dass sich der Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ auswirkt (z.B. die Energieversorgung). Das gesamte Ausmaß dieses Risikos ist auch nach inzwischen rund zwei Jahren Krieg bzw. zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend abzuschätzen.

Wesentliche weitere Risiken der Gesellschaft sind Konjunktur-, Wettbewerbs-, Kunden- sowie Beschaffungs-, Produktions- und forderungsausfallbezogene Risiken sowie Cyberrisiken und das allgemeine Risiko eines EDV-Ausfalls, die in absteigender Bedeutungsreihenfolge nachfolgend dargestellt werden:

Kunden sind erheblich von den konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der Zinsanstieg hat die wichtige Neubautätigkeit deutlich negativ beeinflusst. Einkaufsseitig ist die Gesellschaft von Stabilität der Lieferketten abhängig. Die Auswirkungen der weltweiten konjunkturellen Unsicherheiten vor dem Hintergrund der Konflikte in der Ukraine und Israel prägen auch weiterhin diese Lieferkettenproblematik.

Der Smart Home-Markt ist nach Einschätzung der Geschäftsführung ein umkämpfter Markt mit hoher Wettbewerbsintensität. Hier kann nur der bestehen, der flexible Produktlösungen, welche sich mit anderen Systemen integrieren lassen, zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet. Hier sieht sich die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, als Teil der Delta Dore-Gruppe, durch ihre verschiedenen Marketingmaßnahmen und Produktentwicklungen gut aufgestellt. Zudem sieht sie die Produktion "Made in Europe/Germany" in Punkto Vertrauenswürdigkeit im Kontext Smart Home-Datensicherheit als Pluspunkt.

Dem Risiko der Abhängigkeit von einzelnen großen Kunden (Kundenstrukturrisiken) begegnet die DELTA DORE RADEMACHER GmbH durch eine breite Kundenbasis auch im Bereich des eCommerce.

Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der Einkaufsseite sowie unvorhergesehene Preiserhöhungen aufgrund von Nachfrage- und Wechselkurseffekten können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Beschaffungsrisiken betreffen sowohl den Bezug von Komponenten als auch von Vormaterialien. Diesen möglichen Negativfaktoren wird mit einem engen Controlling und der intensiven Pflege der Beziehung zu den verschiedenen Lieferanten entgegengewirkt. Das Risiko der so genannten "Single-Source"-Lieferanten bzw. die Abhängigkeit zu einzelnen Lieferanten hat sich durch die Einbindung in die Delta Dore-Gruppe zwischenzeitlich relativiert.

Risiken rund um die Produktion sieht die DELTA DORE RADEMACHER GmbH in drei Bereichen. Das krankheitsbedingte Ausfallrisiko von Personal wird in Zusammenarbeit mit dem ASZ e.V. (Partner im Bereich der Arbeitssicherheit) reduziert. Ein Stillstand der Produktion aufgrund eines Defekts der Produktionsanlagen soll durch entsprechende Wartungsintervalle, Serviceverträge und teilweise redundante Produktionsanlagen weitestgehend vermieden werden. Zudem kann die DELTA DORE RADEMACHER GmbH durch Schichtmodelle und Arbeitszeitkonten auf solche Situationen reagieren. Die produzierte Qualität stellt die DELTA DORE RADEMACHER GmbH durch ein nach ISO9001 zertifiziertes Qualitätsmanagement sicher und vermeidet dadurch, dass fehlerhafte Ware zum Endkunden gelangt.

Ausfallrisiken von Kundenforderungen werden über das Forderungsmanagement und eine Warenkreditversicherung reduziert. Nennenswerten Ausfallrisiken ist die DELTA DORE RADEMACHER GmbH derzeit nicht ausgesetzt.

Zunehmende globale Bedrohungen der Informationssicherheit und komplexere, gezielte Computerkriminalität stellen ein Risiko für die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. EDV-Systeme und Netzwerke sowie Einrichtungen und Dienstleistungen sind potenziell anfällig für Industriespionage oder Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher Informationen sowie zur Manipulation und Zerstörung von Daten und zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage auswirken.

Neben dem vorgenannten Cyberrisiko besteht auch das allgemeine Risiko eines EDV-Ausfalls oder das Risiko von Störungen bzw. Unterbrechungen bei dem Betrieb und der Anwendung von EDV-Systemen und Netzwerken sowie EDV-Programmen.

Risiken mit Bestandsgefährdungscharakter sind aufgrund der erteilten Rangrücktritts- und Patronatserklärungen sowie die Einbindung in das konzernweite Cash-Management-System für die DELTA DORE RADEMACHER GmbH derzeit nicht erkennbar. Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung aber eher verschlechtert.

3. Prognosebericht

Nach Überwindung der Coronavirus-Pandemie werden - auch im Falle etwaiger lokaler Wellen aufgrund von Virusmutationen - keine nennenswerten Auswirkungen mehr erwartet. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische Spannungen und die dadurch bedingt hohe Inflation sorgen allerdings weiterhin für erhebliche Unsicherheiten.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Prognosen aufgrund der dynamischen Entwicklung und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich und entsprechend sind die Erwartungen eher verhalten.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 wird u.a. aufgrund von Preissteigerungen bei den Produkten dennoch ein zumindest moderates Wachstum der Bruttoumsätze (Umsätze vor Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen) rund EUR 33,6 Mio. erwartet. Die negativen Auswirkungen geopolitischer Spannungen und Kriege werden voraussichtlich deutlich spürbar und es wird erwartet, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird. So werden die Preissteigerungen bzw. die anhaltend hohen Material- und Energie- sowie Personal- und Logistikkosten voraussichtlich auch im Geschäftsjahr 2024 das Ergebnis belasten. Das EBITDA soll dennoch mit voraussichtlich rund EUR 0,7 Mio. zumindest leicht positiv ausfallen.

Mittelfristig soll die Fortsetzung der konzernweiten Vertriebs- und Fertigungsstrategie zu einer Ausweitung der Umsatzerlöse in Deutschland führen. Gleichzeitig sollen durch Synergie- und Skaleneffekte sowie Preissteigerungen Verbesserung der Deckungsbeiträge bzw. Roherträge erzielt werden. Insgesamt sollen damit mittelfristig die Bruttoumsätze nachhaltig gesteigert und entsprechend wieder positive und kontinuierlich höhere EBITDA erwirtschaftet werden können.

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ist in das konzernweite Cash-Management-System unter der Führung der Delta Dore Finance S.A., ihrer alleinigen Gesellschafterin, eingebunden, die ihr im Rahmen der beschlossenen Strategie finanzielle Unterstützung gewährt. Die tatsächlichen Ergebnisse können jedoch von der Erwartung über die voraussichtliche Entwicklung abweichen.

 

Rhede, den 28. März 2024

DELTA DORE RADEMACHER GmbH

Pascal Portelli

Yannick Schreiber

Ralf Kern

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte 4.030.515,56 4.232.314,28
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen Rechten und Werten 727.931,87 433.554,96
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 247.572,98

4.758.447,43 4.913.442,22
II. Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 901.567,82 945.134,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 599.257,51 761.517,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 490.371,39 541.733,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.006,80 70.495,65

2.024.203,52 2.318.882,08
III. Finanzanlagen

Beteiligungen 25.000,00 0,00

6.807.650,95 7.232.324,30
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.117.486,74 3.847.238,39
2. Unfertige Erzeugnisse 1.136.787,41 992.826,89
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.342.720,71 1.318.061,42
4. Geleistete Anzahlungen 202.139,27 447.976,92

5.799.134,13 6.606.103,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.499.195,32 2.875.184,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 269.120,09 306.245,48
3. Forderungen gegen Gesellschafter 129.180,19 216.365,99
4. Sonstige Vermögensgegenstände 207.619,64 752.702,41

3.105.115,24 4.150.498,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.129.599,79 3.030.299,39

13.033.849,16 13.786.901,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.380,66 148.075,41
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 30.257.041,31 28.589.796,93

50.249.922,08 49.757.098,36


Passiva


31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
- Nennbetrag eigener Anteile -125,00 -125,00

24.875,00 24.875,00
II. Kapitalrücklage 6.109.449,39 4.935.646,00
- Verrechnung eigener Anteile -36.870,00 -36.870,00

6.072.579,39 4.898.776,00
III. Verlust-/Gewinnvortrag -33.513.447,93 6.531.452,97
IV. Jahresfehlbetrag -2.841.047,77 -40.044.900,90
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 30.257.041,31 28.589.796,93

0,00 0,00
B. Rückstellungen

1. Steuerrückstellungen 724.006,00 369.916,79
2. Sonstige Rückstellungen 2.854.583,91 2.558.195,02

3.578.589,91 2.928.111,81
C. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.379.591,57 1.764.900,96
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 590.309,86 105.947,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 43.209.652,46 42.582.100,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.491.778,28 1.181.955,24

46.671.332,17 45.634.904,24
D. Passive latente Steuern 0,00 1.194.082,31

50.249.922,08 49.757.098,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023


2023 2022

EUR EUR
1. Umsatzerlöse 27.856.003,91 28.861.600,07
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen

und unfertigen Erzeugnissen 48.920,16 5.323,97
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.238.943,22 1.438.977,64
4. Sonstige betriebliche Erträge 744.434,47 389.756,46
5. Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und

Betriebsstoffe und für bezogene Waren -10.935.002,32 -11.614.211,28
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.693.491,76 -862.518,58
6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter -8.445.899,40 -7.760.390,23
b) Soziale Abgaben -1.628.341,45 -1.496.741,22
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen -2.161.530,58 -1.976.425,89
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.178.846,46 -46.406.956,89
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.293,34 12.306,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -582.354,39 -625.573,15
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 921.551,24 17.009,87
12. Ergebnis nach Steuern -2.814.320,02 -40.017.843,23
13. Sonstige Steuern -26.727,75 -27.057,67
14. Jahresfehlbetrag -2.841.047,77 -40.044.900,90

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Im Geschäftsjahr 2023 ist erneut eine gesellschaftsrechtliche Änderung erfolgt. So ist in der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 die Neufassung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die Änderung der Firma beschlossen worden. Die ehemalige Rademacher Geräte-Elektronik GmbH firmiert danach nunmehr unter DELTA DORE RADEMACHER GmbH.

Sitz der Gesellschaft ist weiterhin Rhede. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 15249 in das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH auf die DELTA DORE RADEMACHER GmbH

Die Schwestergesellschaft Delta DoreSchlüter GmbH mit Sitz in Landau in der Pfalz (Amtsgericht Landau in der Pfalz HR B 2786) nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 14. August 2023 sowie der Zustimmungsbeschlüsse vom 14. August 2023 mit der DELTA DORE RADEMACHER GmbH als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen worden (Verschmelzung zur Aufnahme). Die Eintragung der vorgenannten Verschmelzung in das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld ist am 17. Oktober 2023 erfolgt.

Alleinige Gesellschafterin der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz (als übertragender Rechtsträger), und der DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede (als übernehmender Rechtsträger) war bzw. ist jeweils die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich.

Anlässlich der vorgenannten Verschmelzung hat keine Kapitalerhöhung stattgefunden, da die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, als alleinige Gesellschafterin auf die Gewährung von Geschäftsanteilen verzichtet hat.

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede (als übernehmender Rechtsträger) hat in der Handelsbilanz die ausgewiesenen Buchwerte der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz, fortgeführt (so genannte "Buchwertfortführung"). Der Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen Vermögensgegenständen und den Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten von EUR 1.173.803,39 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Aufstellung des Abschlusses unter Anwendung der Going-Concern-Prämisse

Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, weist im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von EUR 2.841.047,77 aus. Aufgrund des Jahresfehlbetrags hat sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 - trotz der vorgenannten Einstellung in die Kapitalrücklage - der nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf EUR 30.257.041,31 (Vorjahr EUR 28.589.796,93) erhöht.

Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen hatte die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, bereits im Vorjahr (2022) mit Datum vom 29./28. September 2022 eine unbefristete und betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung abgegeben, um die Unternehmensfortführung sicherzustellen. Die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, verpflichtet sich darin, die Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass diese ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen kann. Zudem hatte die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, mit Datum vom 2. September 2022 eine unbefristete Rangrücktrittserklärung in Bezug auf das langfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 41.146.379,36 sowie damit in Verbindung stehender Zinsen in Höhe von EUR 1.433.327,10 (Vorjahr EUR 927.777,96) abgegeben.

Aufgrund der vorgenannten Patronats- und Rangrücktrittserklärungen sowie vor dem Hintergrund ausreichender Liquidität sieht die Geschäftsführung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. Die Bilanzierung erfolgt entsprechend unter der Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern").

2. Auswirkungen der Verschmelzung

Bedingt durch die in Abschnitt 1. "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" erläuterte Verschmelzung sind sowohl die Bilanz zum 31. Dezember 2023 als auch die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 mit dem Vorjahr (2022) nur bedingt vergleichbar.

Zur Herstellung der Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses werden die Änderungen in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung infolge der Verschmelzung in einer so genannten "Pro-Forma-Bilanz" und einer "Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt.

Bei den von den Änderungen betroffenen weiteren Angaben im Anhang werden nachfolgend ebenfalls Pro-Forma-Angaben für das Jahr 2022 gemacht.

Bei der nachfolgenden Pro-Forma-Bilanz zum 31. Dezember 2022 wurden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten der verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft hinzugerechnet und notwendige Pro-Forma-Verschmelzungsbuchungen durchgeführt:


31.12.2023 Pro-Forma
31.12.2022
AKTIVA EUR EUR
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 4.030.515,56 4.232.314,28
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 727.931,87 433.555,46
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2,00
Geleiste Anzahlungen 0,00 255.867,48
Sachanlagen 2.024.203,52 2.318.882,08
Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
Vorräte 5.799.134,13 6.623.790,41
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.499.195,32 3.295.345,82
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 269.120,09 419.874,48
Forderungen gegen Gesellschafter 129.180,19 216.365,99
Sonstige Vermögensgegenstände 207.619,64 811.885,32
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.129.599,79 4.799.125,18
Rechnungsabgrenzungsposten 151.380,66 150.907,41
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 30.257.041,31 27.415.993,54

50.249.922,08 50.998.909,45
PASSIVA EUR EUR
Steuerrückstellungen 724.006,00 548.759,79
Sonstige Rückstellungen 2.854.583,91 2.670.595,20
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.379.591,57 1.789.718,52
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 590.309,86 864.829,05
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 43.209.652,46 42.587.830,74
Sonstige Verbindlichkeiten 1.491.778,28 1.343.093,84
Passive latente Steuern 0,00 1.194.082,31

50.249.922,08 50.998.909,45


Bei der nachfolgenden Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung 2022 wurden die Ergebnisbeiträge der verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft hinzugerechnet. Pro-Forma-Verschmelzungsbuchungen waren nicht erforderlich:


2023 Pro-Forma
2022

EUR EUR
Umsatzerlöse 27.856.003,91 33.637.458,35
Bestandsveränderung 48.920,16 5.274,26
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.238.943,22 1.438.977,64
Sonstige betriebliche Erträge 744.434,47 790.845,12
Materialaufwand -12.628.494,08 -15.175.296,87
Personalaufwand -10.074.240,85 -9.706.644,73
Abschreibungen -2.161.530,58 -1.981.210,87
Sonstige betriebliche Aufwendungen (vor Verschmelzungsverlust) -8.178.846,46 -7.286.862,69
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.293,34 12.306,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -582.354,39 -625.573,15
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 921.551,24 -313.058,13
Sonstige Steuern -26.727,75 -27.057,67
Jahresergebnis vor Verschmelzungsverlust -2.841.047,77 769.157,26
Verschmelzungsverlust 0,00 -39.922.014,37
Jahresfehlbetrag -2.841.047,77 -39.152.857,11


Bereits im Vorjahr (2022) waren Verschmelzungen erfolgt. Der im Vorjahr (2022) ausgewiesene Verschmelzungsverlust ergab sich dabei wie folgt:


EUR
Superrollo Hausautomatisierung GmbH auf die ehemalige Rademacher Geräte-Elektronik GmbH ("alt")
(anteiliges) Eigenkapital der Superrollo Hausautomatisierung GmbH 25.000,00
Wert der Beteiligung auf Ebene der ehemaligen Rademacher Geräte-Elektronik GmbH ("alt") 0,00
Verschmelzungsergebnis 1 25.000,00
ehemalige Rademacher Geräte-Elektronik GmbH ("alt") auf die ARCA
Beteiligungen GmbH
(anteiliges) Eigenkapital der ehemaligen Rademacher Geräte-Elektronik GmbH
("alt") 13.166.030,80
Wert der Beteiligung auf Ebene der ARCA Beteiligungen GmbH -19.373.455,24
Verschmelzungsergebnis 2 -6.207.424,44
ARCA Beteiligungen GmbH auf die Rademacher Holding GmbH
(anteiliges) Eigenkapital der ARCA Beteiligungen GmbH 1.563.918,50
Wert der Beteiligung auf Ebene der Rademacher Holding GmbH -38.088.656,71
Verschmelzungsergebnis 3 -36.524.738,21
Rademacher Holding GmbH auf die Rademacher Beteiligungs GmbH
(anteiliges) Eigenkapital der Rademacher Holding GmbH 7.120.070,01
Wert der Beteiligung auf Ebene der ehemaligen Rademacher Beteiligungs GmbH -4.334.921,73
Verschmelzungsergebnis 4 2.785.148,28
Verschmelzungsverlust -39.922.014,37


3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gesellschaft hat von ihrem Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen neben intern angefallenen Personalkosten vor allem extern eingekaufte Dienstleistungen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer, bewertet. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte werden über sieben bis zwanzig Jahre abgeschrieben.

Der im Pro-Forma-Vorjahr (2022) ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz. Er war bereits im Geschäftsjahr 2002 durch die entgeltliche Übernahme der Marke "Sabi" entstanden. Bereits im Vorjahresabschluss der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz, zum 31. Dezember 2022 war der vorgenannte Geschäfts- oder Firmenwert auf Erinnerungswerte von insgesamt EUR 2,00 abgeschrieben worden. Im Rahmen der Verschmelzung ist der Geschäfts- oder Firmenwert nunmehr als Abgang behandelt worden.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. In Orientierung an den steuerlichen Afa-Tabellen werden die Abschreibungen auf der Basis folgender Nutzungsdauern sämtlich linear vorgenommen:


Nutzungsdauer in
Jahren
EDV-Hard- und Software 3
Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken 5-25
Technische Anlagen und Maschinen 1-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-25


Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Das ausgewiesene Finanzanlagevermögen ist im Rahmen der Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz, zugegangen und wird zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Zinsen der Fremdkapitalkosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Skonto-, Zins- und Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Längerfristige Rückstellungen werden unter Verwendung des zum Stichtag durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB über ihre Laufzeit abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen abgegrenzt. Diese Differenzen werden aus dem Vergleich der Buchwerte der einzelnen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren für steuerliche Zwecke korrespondierenden Werten ermittelt. Ferner werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die aktiven latenten Steuern werden mit dem Überhang bei den passiven latenten Steuern verrechnet bzw. saldiert.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungsrisiken genutzt und mit ihren Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sind die Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten erfüllt, werden die Sicherungs- und Grundgeschäfte gemäß § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst.

4. Angaben zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 (separate Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Anlagenspiegel ist Bestandteil des Anhangs.

Die Zugänge infolge der Verschmelzung wurden in Ausübung des Wahlrechts in Bruttoform übernommen. Die Darstellung im Anlagespiegel erfolgt entsprechend in separaten Spalten mit den historischen Werten bei sowohl den Anschaffungskosten als auch den (kumulierten) Abschreibungen.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen beinhalten Minderheitenanteile (< 20 %) an der LHEDCO (Logement, Habitat, Études et Développement Coopératif) Société coopérative, Luxemburg.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Zur Abbildung von Forderungsausfällen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 93.682,82 (Vorjahr EUR 77.930,59; Pro-Forma-Vorjahr EUR 100.160,99) gebildet. Die Pauschalwertberichtigung beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 16.854,73 (Vorjahr EUR 20.809,13; Pro-Forma-Vorjahr EUR 21.809,13).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR 269.120,09 (Vorjahr EUR 306.245,48; Pro-Forma-Vorjahr EUR 419.874,48) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen Forderungen gegen verschiedene Gesellschaften der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter von EUR 129.180,19 (Vorjahr EUR 216.365,59; Pro-Forma-Vorjahr EUR 216.365,59) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich. Sämtliche Forderungen gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 160.800,00 (Vorjahr EUR 142.800,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 160.800,00) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Das gezeichnete Kapital beläuft sich auf EUR 25.000,00 und ist voll einbezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für Kundenboni in Höhe von EUR 1.143.954,16 (Vorjahr EUR 1.126.287,17; Pro-Forma-Vorjahr EUR 1.126.287,17), Rückstellungen für Garantieverpflichtungen in Höhe von EUR 545.133,95 (Vorjahr EUR 559.888,58; Pro-Forma-Vorjahr EUR 581.888,58) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 393.304,78 (Vorjahr EUR 5.363,65; Pro-Forma-Vorjahr EUR 37.199,03), offene Urlaubsverpflichtungen in Höhe von EUR 309.422,00 (Vorjahr EUR 333.117,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 346.691,80), Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von EUR 189.684,02 (Vorjahr EUR 189.020,62; Pro-Forma-Vorjahr EUR 189.020,62) und Rückstellungen für Tantieme in Höhe von EUR 108.965,00 (Vorjahr EUR 160.376,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 189.266,00) zusammen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit EUR 590.309,86 (Vorjahr EUR 105.947,72, Pro-Forma-Vorjahr EUR 864.829,05) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen Gesellschaften der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe. Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von EUR 43.209,652,46 (Vorjahr EUR 42.582.100,32; Pro-Forma-Vorjahr EUR 42.587.830,74) resultieren mit EUR 41.146.379,36 (Vorjahr EUR 41.146.379,36; Pro-Forma-Vorjahr EUR 41.146.379,36) aus Darlehensgewährung und mit EUR 1.433.327,10 (Vorjahr EUR 927.777,96; Pro-Forma-Vorjahr EUR 927.777,96) aus abgegrenzten Zinsen sowie mit EUR 629.946,00 (Vorjahr EUR 507.943,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 513.673,42) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die aus Darlehensgewährung resultieren, sind grundsätzlich jährlich mit nicht weniger als EUR 2.000.000,00 zu tilgen. Unter bestimmten Bedingungen kann sich die Höhe der halbjährlichen Tilgungen von je EUR 1.000.000,00 erhöhen (i.e. überschüssiger Cash-Flow) oder reduzieren (i.e. Cash-Flow-Defizit). Die danach verbliebenen Darlehen wären dann am 31. Dezember 2028 zu Rückzahlung fällig. Die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, hat in Bezug auf die Darlehen eine unbefristete Rangrücktrittserklärung abgegeben. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der bestehenden Überschuldung erfolgten im Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr (2022) weder Tilgung noch Zinszahlungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die aus Zinsabgrenzungen sowie dem Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 347.208,83 (Vorjahr EUR 111.445,74; Pro-Forma-Vorjahr EUR 223.455,65) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 10.244,62 (Vorjahr EUR 13.055,90; Pro-Forma-Vorjahr EUR 13.055,90).

Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:


31.12.2023

bis 1 Jahr 1-5 Jahre davon über
5 Jahre
Total
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.380 0 0 1.380
gegenüber verbundenen Unternehmen 590 0 0 590
gegenüber Gesellschaftern 4.064 39.146 0 43.210
Sonstige Verbindlichkeiten 1.492 0 0 1.492

31.12.2022

bis 1 Jahr 1-5 Jahre davon über
5 Jahre
Total
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.765 0 0 1.765
gegenüber verbundenen Unternehmen 106 0 0 106
gegenüber Gesellschaftern 3.436 8.000 31.146 42.582
Sonstige Verbindlichkeiten 1.182 0 0 1.182

Pro-Forma 31.12.2022

bis 1 Jahr 1-5 Jahre davon über
5 Jahre
Total
Verbindlichkeiten TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.790 0 0 1.790
gegenüber verbundenen Unternehmen 865 0 0 865
gegenüber Gesellschaftern 3.442 8.000 31.146 42.588
Sonstige Verbindlichkeiten 1.343 0 0 1.343


Zum Vorjahresbilanzstichtag (31. Dezember 2022) wurden passive latente Steuern von EUR 1.194.082,31 ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich nunmehr aktive latente Steuern von EUR 168.011,89. In Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde zum 31. Dezember 2023 auf die Aktivierung vorgenannter aktiver latenter Steuern verzichten.

Folgende Übersicht zeigt die temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen sowie die steuerlichen Verlustvorträge, auf denen die latenten Steuern beruhen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit einem unveränderten Steuersatz von 30,88 %.


31.12.2023 31.12.2022

aktive latente
Steuern
passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern

EUR EUR EUR EUR
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.975.835,69 -4.220.257,37 2.544.780,02 -3.851.507,05
Sonstige Rückstellungen 55.926,76 0,00 58.600,90 0,00
Temporäre Differenzen 3.031.762,45 -4.220.257,37 2.603.380,92 -3.851.507,05
Körperschaftsteuerliche Verlustvorträge 710.784,41
42.233,48
Gewerbesteuerliche Verlustvorträge 645.722,40
11.810,34
Steuerliche Verlustvorträge 1.356.506,81
54.043,82
Saldierung -4.220.257,37 4.220.257,37 -2.657.424,74 2.657.424,74

168.011,89

-1.194.082,31


Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands basiert auf der Anwendung des Gewerbesteuersatzes von unverändert 15,05 %, des Körperschaftsteuersatzes von unverändert 15,00 % und des Solidaritätszuschlages von 5,50 %. Es ergibt sich somit rechnerisch ein gemischter Steuersatz von unverändert 30,88 %.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für Forschung und Entwicklung fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen von insgesamt EUR 2.116.489,14 (Vorjahr EUR 2.135.357,64; Pro-Forma-Vorjahr EUR 2.135.357,64) an. Davon wurden EUR 1.211.791,00 (Vorjahr EUR 1.418.727,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 1.418.727,00) unter den selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten aktiviert. Die gesamten aktivierten Eigenleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 1.238.943,22 (Vorjahr EUR 1.438.977,64; Pro-Forma-Vorjahr EUR 1.438.977,64).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von EUR 671.031,22 (Vorjahr EUR 179.437,49; Pro-Forma-Vorjahr EUR 187.645,01) enthalten; sie resultieren mit EUR 616.262,30 aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr EUR 179.437,49; Pro-Forma-Vorjahr EUR 184.767,31) und mit EUR 27.184,80 aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (Vorjahr EUR 0,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 2,877,70) sowie mit EUR 27.584,12 aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen (Vorjahr EUR 0,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 0,00).

Die Erträge aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf EUR 47.306,10 (Vorjahr EUR 174.903,33; Pro-Forma-Vorjahr EUR 174.903,33).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr (2022) keine Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverlusten von EUR 37.982,63 (Vorjahr EUR 15.327,63; Pro-Forma-Vorjahr EUR 18.404,63). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Buchverluste aus Anlagenabgängen von EUR 18.152,22 (Vorjahr EUR 2.092,84; Pro-Forma-Vorjahr EUR 2.092,84).

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf EUR 140.362,44 (Vorjahr EUR 64.953,10; Pro-Forma-Vorjahr EUR 64.953,10).

Im Vorjahr (2022) wurden darüber hinaus Verschmelzungsverluste von EUR 39.922.014,37 (Pro-Forma-Vorjahr EUR 39.922.014,37) ausgewiesen; es handelte sich um Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weder im Geschäftsjahr 2023 noch im Vorjahr (2022) Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthielten im Vorjahr (2022) periodenfremde Erträge von EUR 12.306,00 (Pro-Forma-Vorjahr EUR 12.306,00).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 505.549,14 (Vorjahr EUR 572.154,93; Pro-Forma-Vorjahr EUR 572.154,93) verbundene Unternehmen. Sie betreffen die Verzinsung der Gesellschafterdarlehen von der Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Aufwendungen von EUR 272.531,07 (im Vorjahr Steuererträge EUR 20.193,18; im Pro-Forma-Vorjahr Steuererträge EUR 20.193,18). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten latente Steuererträge von EUR 1.194.082,31 (im Vorjahr latente Steueraufwendungen EUR 3.183,31; im Pro-Forma-Vorjahr latente Steueraufwendungen EUR 3.183,31).

6. Sonstige Angaben

a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft mietet Betriebs- und Geschäftsausstattung und hat darüber hinaus Pkw-Leasingverträge abgeschlossen. Der Vorteil aus der Miete bzw. dem Leasing besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der Bindung an die Miet- bzw. Leasingobjekte. Ferner bestehen ggf. zum Ende der Miet- bzw. Leasingdauern Risiken, dass keine Einigung über die Verlängerung der Miet- bzw. Leasingverträge erzielt werden kann.

Die Verpflichtungen aus aktuell bestehenden Miet- und Leasingverpflichtungen betragen insgesamt EUR 447.768,84, davon sind EUR 205.364,15 innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nach dem 31. Dezember 2028 fällig werden.

b) Außerbilanzielle Geschäfte
Auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 1. Dezember 2021 hat die Gesellschaft Forderungen von EUR 4.000.000,00 (Vorjahr EUR 4.000.000,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 4.000.000,00) im Rahmen eines echten Factorings an eine Factoring-Gesellschaft veräußert. Der Zweck des Factorings liegt hauptsächlich in der Optimierung der Finanzierung. Risiken, die für die Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind nicht ersichtlich.

c) Derivative Finanzinstrumente
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, nutzt Devisentermingeschäfte ausschließlich zur Absicherung gegen Währungsrisiken bei operativen Beschaffungsgeschäften:


Nominalwert Gegenwert (positive) Marktwerte (negative) Marktwerte

Fremdwährung EUR EUR EUR
USD-Devisentermingeschäfte 612.000,00 541.456,83 0,00 -16.095,95
CNY-Devisentermingeschäfte 15.186.000,00 1.919.389,35 0,00 -73.876,22


Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden vom Finanzdienstleistungsunternehmen bewertet.

Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit abgeschlossenen Beschaffungsgeschäften geschlossen Positionen (Bewertungseinheiten), die als ausgeglichene schwebende Geschäfte zum Stichtag nicht zu bilanzieren sind.

d) Mitarbeiterzahlen
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 186 (Vorjahr 186; Pro-Forma-Vorjahr 191) Mitarbeiter beschäftigt, davon 99 (Vorjahr 96; Pro-Forma-Vorjahr 101) Angestellte und 76 (Vorjahr 79; Pro-Forma-Vorjahr 79) gewerbliche Arbeitnehmer sowie 11 (Vorjahr 11; Pro-Forma-Vorjahr 11) geringfügig Beschäftigte.

e) Abschlussprüferhonorar
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt in 2023 EUR 75.498,77. Es betrifft Abschlussprüfungsleistungen (EUR 58.950,00 zzgl. ca. 10 %-Auslagen) und andere Bestätigungsleistungen (EUR 8.991,34) sowie Steuerberatungsleistungen (EUR 1.662,43).

f) Geschäftsführung
Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch:

Pascal Portelli, Dinard/Frankreich, Chief Executive Officer der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe

Yannick Schreiber, Lanvalley/Frankreich, Chief Operating Officer der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe

Ralf Kern, Bocholt, Chief Executive Officer der DELTA DORE RADEMACHER GmbH

Rüdiger Schmidt, Düsseldorf, Chief Financial Officer (der ehemaligen) Rademacher Geräte-Elektronik GmbH (bis 31. März 2023)


Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Nr. 4 HGB verzichtet, da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

g) Gesellschafter
Alleinige Gesellschafterin ist die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, einbezogen. Die Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Delta Dore Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, unterliegt in Frankreich keiner Offenlegungspflicht.

h) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen den Liefer- und Leistungsverkehr, sonstige Verrechnungen sowie den Finanzverrechnungsverkehr mit verschiedenen verbundenen Unternehmen der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe und werden zu marktüblichen Bedingungen erbracht.

7. Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 von EUR 2.841.047,77 soll auf neue Rechnungen vorgetragen werden.

8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Rhede, den 28. März 2024

DELTA DORE RADEMACHER GmbH

Pascal Portelli

Yannick Schreiber

Ralf Kern

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023


Anschaffungs- oder Herstellungskosten

01.01.2023 Verschmel-
zung
Zugänge Abgänge Umbu-
chungen
31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle





Vermögensgegenstände





1. Selbst geschaffene





gewerbliche Schutzrechte und





ähnliche Rechte und Werte 12.660.271,78 0,00 1.211.791,00 17.458,00 0,00 13.854.604,78
2. Entgeltlich erworbene





Konzessionen, gewerbliche





Schutzrechte und ähnliche





Rechte und Werte sowie





Lizenzen an solchen





Rechten und Werten 2.541.158,72 750,00 257.283,13 0,00 247.572,98 3.046.764,83
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.150.952,16 0,00 1.150.952,16 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 247.572,98 0,00 0,00 0,00 -247.572,98 0,00

15.449.003,48 1.151.702,16 1.469.074,13 1.168.410,16 0,00 16.901.369,61
Sachanlagen





1. Grundstücke und Bauten 5.245.198,79 0,00 10.993,28 0,00 24.500,00 5.280.692,07
2. Technische Anlagen





und Maschinen 5.847.188,38 9.949,75 155.461,29 282.655,01 40.958,36 5.770.902,77
3. Andere Anlagen, Betriebs-





und Geschäftsausstattung 2.954.502,29 365.992,14 152.291,42 406.344,19 5.037,29 3.071.478,95
4. Geleistete Anzahlungen und





Anlagen im Bau 70.495,65 0,00 33.006,80 0,00 -70.495,65 33.006,80

14.117.385,11 375.941,89 351.752,79 688.999,20 0,00 14.156.080,59
Finanzanlagen





Beteiligungen 0,00 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00

29.566.388,59 1.552.644,05 1.820.826,92 1.857.409,36 0,00 31.082.450,20

Kumulierte Abschreibungen

01.01.2023 Verschmel-
zung
Zugänge Abgänge 31.12.2023

EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle




Vermögensgegenstände




1. Selbst geschaffene




gewerbliche Schutzrechte und




ähnliche Rechte und Werte 8.427.957,50 0,00 1.396.131,72 0,00 9.824.089,22
2. Entgeltlich erworbene




Konzessionen, gewerbliche




Schutzrechte und ähnliche




Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen




Rechten und Werten 2.107.603,76 749,50 210.479,70 0,00 2.318.832,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.150.950,16 2,00 1.150.952,16 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

10.535.561,26 1.151.699,66 1.606.613,42 1.150.952,16 12.142.922,18
Sachanlagen




1. Grundstücke und Bauten 4.300.063,94 0,00 79.060,31 0,00 4.379.124,25
2. Technische Anlagen




und Maschinen 5.085.670,73 9.947,25 268.180,57 192.153,29 5.171.645,26
3. Andere Anlagen, Betriebs-




und Geschäftsausstattung 2.412.768,36 357.700,14 207.676,28 397.037,22 2.581.107,56
4. Geleistete Anzahlungen und




Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

11.798.503,03 367.647,39 554.917,16 589.190,51 12.131.877,07
Finanzanlagen




Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

22.334.064,29 1.519.347,05 2.161.530,58 1.740.142,67 24.274.799,25

Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022

EUR EUR
Immaterielle

Vermögensgegenstände

1. Selbst geschaffene

gewerbliche Schutzrechte und

ähnliche Rechte und Werte 4.030.515,56 4.232.314,28
2. Entgeltlich erworbene

Konzessionen, gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche

Rechte und Werte sowie

Lizenzen an solchen

Rechten und Werten 727.931,87 433.554,96
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 247.572,98

4.758.447,43 4.913.442,22
Sachanlagen

1. Grundstücke und Bauten 901.567,82 945.134,85
2. Technische Anlagen

und Maschinen 599.257,51 761.517,65
3. Andere Anlagen, Betriebs-

und Geschäftsausstattung 490.371,39 541.733,93
4. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau 33.006,80 70.495,65

2.024.203,52 2.318.882,08
Finanzanlagen

Beteiligungen 25.000,00 0,00

6.807.650,95 7.232.324,30

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die DELTA DORE RADEMACHER GmbH (bis zum 22. Mai 2023: Rademacher Geräte-Elektronik GmbH), Rhede
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DELTA DORE RADEMACHER GmbH (bis zum 22. Mai 2023: Rademacher Geräte-Elektronik GmbH), Rhede, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DELTA DORE RADEMACHER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 19. April 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jessen, Wirtschaftsprüfer

van der Lake, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juni 2024 festgestellt.

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Aktuelle Insolvenzverfahren

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3 nahegelegene Organisationen

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