DELTA DORE RADEMACHER GmbH (vormals:
Rademacher Geräte-Elektronik GmbH)
Rhede
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
A. Grundlagen
1. Organisatorische Struktur und
Geschäftsmodell
Im Geschäftsjahr 2023 ist eine
gesellschaftsrechtliche Änderung erfolgt. So ist in
der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 die
Neufassung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die
Änderung der Firma beschlossen worden. Die ehemalige
Rademacher Geräte-Elektronik GmbH firmiert danach
nunmehr unter DELTA DORE RADEMACHER GmbH. Die Eintragung in
das Handelsregister erfolgte am 22. Mai 2023.
Alleinige Gesellschafterin der DELTA DORE RADEMACHER
GmbH ist unverändert die Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich, die gleichzeitig die oberste
Muttergesellschaft der Delta Dore-Gruppe darstellt.
Im Geschäftsjahr 2023 ist zudem erneut eine
Verschmelzung durchgeführt worden. So ist die
ehemalige Schwestergesellschaft Delta DoreSchlüter
GmbH, Landau in der Pfalz, mit der DELTA DORE RADEMACHER
GmbH als übernehmenden Rechtsträger verschmolzen
worden (Verschmelzung zur Aufnahme). Alleinige
Gesellschafterin der Delta DoreSchlüter GmbH (als
übertragender Rechtsträger) und der DELTA DORE
RADEMACHER GmbH (als übernehmender Rechtsträger)
war bzw. ist jeweils die Delta Dore Finance S.A.
Anlässlich der vorgenannten Verschmelzung hat
keine Kapitalerhöhung stattgefunden, da die Delta Dore
Finance S.A. als alleinige Gesellschafterin auf die
Gewährung von Geschäftsanteilen verzichtet hat.
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat in der Handelsbilanz die
ausgewiesenen Buchwerte der Delta DoreSchlüter GmbH
fortgeführt (Buchwertfortführung). Der
Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen
Vermögensgegenständen und den Schulden von TEUR
1.174 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Durch die vorgenannte Verschmelzung hat sich die
Geschäftstätigkeit der DELTA DORE RADEMACHER GmbH
nicht grundlegend geändert. Bedingt durch die
Verschmelzung sind aber sowohl die Bilanz zum 31. Dezember
2023 als auch die Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr 2023 mit dem Vorjahr (2022) nur bedingt
vergleichbar. Im Folgenden erfolgen die Erläuterungen
im Lagebericht entsprechend anhand von "Pro-Forma"-Angaben
für das Vorjahr (2022). Bei den
Pro-Forma-Vorjahresangaben werden die
Vermögensgegenstände und Schulden sowie
Rechnungsabgrenzungsposten und Ergebnisbeiträge der
verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft
hinzugerechnet und um Verschmelzungsbuchungen bereinigt.
2. Absatz- und Vertriebsbereich
Die wesentlichen Vertriebskanäle sind der
Elektrogroßhandel, der Eisenwarenhandel, die
Rollladen- und Sonnenschutzhersteller und
-fachinstallateure sowie der eCommerce-Handel.
Im eCommerce-Handel bzw. im B2C-Bereich (business to
consumer) ist die DELTA DORE RADEMACHER GmbH neben diversen
eTailern und Marktplätzen bereits seit dem Jahr 2020
mit einem eigenen Webshop am Markt präsent.
Im Vertriebskanal für Großkunden (Key
Accounts) bzw. dem B2B-Bereich (business to business)
werden neben dem Großhandel auch Industriekunden bzw.
Erstausrüster (Original Equipment Manufacturer bzw.
OEM) beliefert.
Die Delta Dore-Gruppe vertreibt ihre Produkte unter
den Markennamen "RADEMACHER" und "DELTA DORE" an den
Fachhandel bzw. an B2B-Kunden sowie seit Mai 2023 unter der
Marke "HOMEPILOT" an End- bzw. B2C-Kunden.
Der Hauptabsatzmarkt befindet sich im Inland.
Darüber hinaus werden auch Kunden im europäischen
Ausland beliefert (einschließlich im Ausland
ansässige verbundene Unternehmen).
3. Produkte
Die Produkte der DELTA DORE RADEMACHER GmbH sind im
Wesentlichen Smart Home-Systeme und Automationsprodukte
für die Gewerke Rollladen-, Sicht- und Sonnenschutz,
Türen und Tore, Licht, elektrische Verbraucher,
Heizungs- und Klimatechnik sowie Sicherheitstechnik.
Hierzu gehören die Produktgruppen Gurtwickler
(z.B. RolloTron), Rohrmotoren (z.B. RolloTube),
Garagentorantriebe (z.B. RolloPort), Steuerungen zur
Automation (z.B. RolloHomeControl) sowie Alarmsysteme (z.B.
Tyxal) und Smart Home Zentralen (z.B. RADEMACHER Smart Home
Gateway, HOMEPILOT) als umfängliche Smart
Home-Lösung. Diese Smart Home-Lösungen beinhalten
neben den Endgeräten (z.B. Sensoren und Aktoren) und
den zentralen Steuerungseinheiten auch
Software-Lösungen (z.B. Apps, WebUI, Clouddienste
sowie Schnittstellen zu anderen Smart Home Eco-Systemen wie
etwa Amazon und Google oder zu Fremdprodukten wie etwa von
Philips oder weiteren Produkten von Fremdanbietern, die
gemäß des Zigbee 3.0-Funkstandards arbeiten).
Darüber hinaus bietet die DELTA DORE RADEMACHER
GmbH speziell entwickelte bzw. eigens produzierte Produkte
für Industriekunden bzw. OEM-Kunden bzw. als EMS-
(Electronic Manufacturing Services) -Dienstleistungen an.
4. Forschung und Entwicklung
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat eine eigene
Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Zudem arbeitet die
DELTA DORE RADEMACHER GmbH in Abhängigkeit der zu
entwickelnden Produkt- und Systemlösungen mit externen
Dienstleistern und Lieferanten zusammen.
Eine Stärke der Forschung und Entwicklung ist
nach Einschätzung der Geschäftsführung unter
anderem, dass eine Vielzahl der Produkt- und
Systemlösungen in Deutschland konzipiert, entwickelt,
produziert und gehostet (Clouddienste für Smart
Home-Systeme) werden.
In Zusammenarbeit mit den nachgelagerten Abteilungen
(Marketing, Vertrieb, Service) und einem Netzwerk von
Fachpartnern bietet die DELTA DORE RADEMACHER GmbH neben
den eigentlichen Produkten auch Smart
Home-Systemintegrationskompetenz direkt "vor Ort" (in
Deutschland bzw. Europa) an. Am Standort in Rhede werden
auch Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für
die gesamte Delta Dore-Gruppe erbracht und es werden
Ressourcen der Delta Dore-Gruppe genutzt.
Bei den entwickelten Produkt- und Systemlösungen
handelt es sich um Antriebe, Aktoren, Sensoren und Sender
zur (Haus-)Automation bis hin zu kompletten Smart
Home-Lösungen. Hierbei können verschiedene
Anwendungen in den verschiedenen Gewerken per Funk
gesteuert, automatisiert und miteinander vernetzt werden.
Darüber hinaus betreibt die DELTA DORE RADEMACHER GmbH
eigens entwickelte Clouddienste, welche den Fernzugriff auf
die Produkt- und Systemlösungen via Internetverbindung
zulässt, sowie die Anbindung des eigenen Systems an
die Produkt- und Systemlösungen fremder Hersteller
bzw. Eco-Systeme ermöglicht.
Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen von insgesamt TEUR 2.116 (Vorjahr
TEUR 2.135) angefallen, wovon TEUR 1.212 (Vorjahr TEUR
1.419) unter den selbst geschaffenen gewerblichen
Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten
aktiviert wurden.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr
2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.
Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der
Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor
krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand
bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für
Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten
Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen
Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen
ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende
Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und
Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen
Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht
weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem
Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das
Bruttoinlandsprodukt 2023 um 0,7 % höher. (siehe
https://www.destatis.de/DE/Presse/
Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html).
Nach Angaben des Zentralverband Elektrotechnik- und
Elektronikindustrie e.V. hat die deutsche Elektro- und
Digitalindustrie auch im Oktober 2023 weniger neue
Bestellungen erhalten als im gleichen Vorjahresmonat.
Insgesamt - also über alle Fachbereiche hinweg -
gingen die Auftragseingänge hier um 3,2 % zurück.
Bei den Auslandsorders fiel das Minus mit 4,7 % höher
aus als bei den inländischen Bestellungen (- 1,4 %).
Vor allem die Aufträge aus der Eurozone verfehlten ihr
Vorjahreslevel im Oktober deutlich, und zwar um 9,8 %. Die
Bestellungen aus Drittländern gaben um 1,8 % nach.
Über den Gesamtzeitraum der ersten zehn Monate des
Jahres hielt sich der Auftragsrückgang letztlich noch
in engen Grenzen. Um 1,4 % lagen die Bestellungen zwischen
Januar und Oktober niedriger als noch in 2022. Dabei
standen sich ein Plus bei den Inlandsorders um 4,6 % und
ein Minus bei den Bestellungen ausländischer Kunden um
6,1 % gegenüber. Auch hier fielen die Neuaufträge
aus dem Euroraum (- 9,4 %) stärker zurück als die
aus Ländern außerhalb des gemeinsamen
Währungsraums (- 4,3 %) (siehe
ZVEI-Konjunkturbarometer-Dezember-2023.pdf).
Gemäß Einschätzung des Bundesverband
Rollladen + Sonnenschutz e.V. hat sich im I. Quartal 2023
die Konjunkturlage bereits etwas aufgehellt und sich dieser
Trend auch im II. Quartal 2023 fortgesetzt. (siehe
https://rs-fachverband.de/blog/category/nachrichten/).
Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel
Deutschland e.V. spiegelt die geringere
Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher
sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen
Gesamtumsätzen im deutschen eCommerce wider. Der
Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals
zweistellig um 11,8 % auf EUR 79,7 Mrd., nach EUR 90,4 Mrd.
im Jahr davor (siehe
https://bevh.org/detail/umsaetze-im-e-commerce-erreichen-talsohle).
2. Produktion
Die Fertigung besteht aus Elektronikfertigung und der
Endmontage. Hierbei werden in der Elektronikfertigung der
überwiegende Teil aller elektronischen Baugruppen in
der SMD- (Surface Mounted Devices) und THT- (Through Hole
Technology) -Linie bestückt und per AOI (Automized
Optical Inspection) mit Funktionstestern geprüft. Die
Endmontage zeichnet sich durch die vollständige
Montage aller Komponenten (Metall- und Kunststoffteile,
elektrische Antriebe etc.) sowie der elektronischen
Baugruppen und einer Endkontrolle der montierten Produkte
aus.
3. Investitionen
Das Investitionsvolumen bewegt sich mit TEUR 1.821
leicht unter dem Vorjahresniveau. Den Hauptanteil der
Investitionen machten mit TEUR 1.469 dabei erneut die
Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
(insbesondere aktivierte Eigenleistungen) aus.
4. Personalbereich
Im Geschäftsjahr 2023 haben sich im
Personalbereich keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Bei der DELTA DORE RADEMACHER GmbH waren insgesamt
durchschnittlich 186 (Pro-Forma-Vorjahr 191) Mitarbeiter
(inklusive Aushilfen) beschäftigt.
5. Organisation/Zertifizierung
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ist nach ISO9001
zertifiziert. Zusätzlich zur ISO9001-Zertifizierung
werden regelmäßig interne Prüfungen
durchgeführt und jeweils einem Management-Review
unterzogen. Die Ergebnisse werden als Arbeitsgrundlage
verwendet, um Verbesserungen in den einzelnen
Organisationsbereichen zu erzielen.
6. Analyse des Geschäftsverlaufs
Der Bruttoumsatz (Umsatz vor
Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen)
und das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes,
Depreciation and Amortization) stellen die bedeutsamsten
finanziellen Leistungsindikatoren für die interne
Unternehmenssteuerung dar. Nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren werden nicht zur Unternehmenssteuerung
verwendet. Als EBITDA wird das Ergebnis der operativen
Geschäftstätigkeit vor Berücksichtigung von
Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf das
Sachanlagevermögen und auf immaterielle
Vermögensgegenstände definiert.
Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr
2023 war insgesamt nicht zufriedenstellend. Die
Bruttoumsätze (Umsätze vor
Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen)
des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 29.100 liegen hinter
den Erwartungen zurück und konnten zudem das
Vorjahreswertniveau nicht erreichen. Die gesamten
Umsatzerlöse gemäß Gewinn- und
Verlustrechnung sind von TEUR 33.637
(Pro-Forma-Vorjahreswert) um TEUR 5.781 bzw. 17,2 % auf
TEUR 27.856 deutlich zurückgegangen.
Die Budgetwerte mit geplanten Bruttoumsätzen von
rund EUR 35 Mio. wurden insbesondere aufgrund der anhaltend
schwierigen gesamtwirtschaftlich Rahmenbedingungen deutlich
verfehlt. So wurde die Geschäfts- und
Umsatzentwicklung auch im Geschäftsjahr 2023 durch den
anhaltenden Krieg in der Ukraine und weitere geopolitische
Spannungen (z.B. im Verhältnis zwischen den USA und
China oder der Konflikt zwischen Israel und den
palästinensischen Autonomiegebieten) negativ
beeinflusst bzw. belastet. Die über Jahre anhaltende
positive Entwicklung im eCommerce hatte sich ferner bereits
im Vorjahr (2022) deutlich verlangsamt bzw. war sogar
rückläufig. Die negative Entwicklung hat sich im
Berichtsjahr 2023 fortgesetzt bzw. verschärft. Der
anhaltende Fachkräftemangel hat sich im Übrigen
weiterhin negativ auf die Entwicklung der gesamten Branche
ausgewirkt.
Zudem war die Einführung der Marke "HOMEPILOT"
(zeit)-aufwendiger als ursprünglich geplant bzw. hatte
sich verzögert. Im End- bzw. B2C-Kundengeschäft
konnten die erwarteten Umsatzsteigerungen daher
zeitversetzt erst ab dem III. Quartal 2023 festgestellt
werden. Im Vertriebskanal für den B2B-Bereich konnte
zudem die vakante Stelle des Vertriebsleiters zunächst
nicht neu besetzt werden. Entsprechend ist auch in diesem
Bereich die Umsatzentwicklung hinter den Erwartungen
zurückgeblieben.
Die Ergebnissituation war auch im Berichtsjahr 2023
durch die anhaltend hohen Preise auf den Beschaffungs- und
Logistikmärkten sowie Personal- und Energiekosten
geprägt. Preissteigerungen auf der Einkaufsseite
konnten nicht in vollem Umfang durch Preiserhöhungen
an die Kunden weitergegeben werden. Zudem war die
Einführung der Marke "HOMEPILOT" kostenintensiver als
ursprünglich vorgesehen. Diese beiden Entwicklungen
haben die Ergebnissituation belastet. Danach ist das EBITDA
mit TEUR -993 nunmehr negativ (im Pro-Forma-Vorjahr mit
TEUR +3.704 positiv). Im abgelaufenen Geschäftsjahr
2023 konnten damit die Ergebniserwartungen nicht erreicht
werden. Das Ziel-EBITDA von rund EUR + 0,5 Mio. wurde
deutlich verfehlt.
In der Nachbetrachtung waren die gesetzten Ziele
sowohl in Bezug auf die Erlös- als auch die
Ergebnisentwicklung vor dem Hintergrund der schwierigen
Marktbedingungen und den Verzögerungen bei der
Einführung der Marke "HOMEPILOT" deutlich zu
ambitioniert.
7. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage
7.1 Vermögenslage
Bedingt durch die unbefriedigende Umsatzentwicklung
haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
bei einem unveränderten Factoring-Rahmen von TEUR
4.000 im Vergleich zum Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 796
auf TEUR 2.499 vermindert.
Gleichzeitig haben sich auch die Lagerbestände,
insbesondere die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe,
gegenüber dem Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 825 auf
TEUR 5.799 vermindert.
Die liquiden Mittel belaufen sich auf TEUR 4.130.
Es wird ein Jahresfehlbetrag von TEUR 2.841
ausgewiesen, während im Vorjahr (Pro-Forma Werte) noch
ein - um den Verschmelzungsverlust von TEUR 39.922
bereinigter - Jahresüberschuss von TEUR 769
erwirtschaftet werden konnte.
Aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR 2.841 hat
sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 der nicht durch
Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf TEUR 30.257
erhöht.
Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen
einer Überschuldung hat die Alleingesellschafterin
Delta Dore Finance S.A. eine unbefristete und
betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung
abgegeben.
Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR
2.854 etwas unter dem Niveau des Pro-Forma-Vorjahreswerts
(TEUR 2.671). Der Rückgang der sonstigen
Rückstellungen betrifft vor allem die Auflösung
von Rückstellungen für Kundenboni.
Die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten
(einschließlich verbundener Unternehmen) sind
aufgrund des Rückgangs im Geschäftsvolumen im
Vergleich zum Pro-Forma-Vorjahreswert um TEUR 568 auf TEUR
2.600 zurückgegangen.
7.2 Finanzlage
Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin
über langfristige Darlehen der Alleingesellschafterin
bzw. Konzernobergesellschaft Delta Dore Finance S.A. (TEUR
41.146). Das Darlehen ist jährlich mit TEUR 2.000 zu
tilgen. Bezüglich des Darlehens sowie der damit in
Verbindung stehenden Zinsen hat die Gesellschafterin eine
Rangrücktrittserklärung abgegeben. Vor diesem
Hintergrund und auf Grund der bestehenden
Überschuldung erfolgten im Jahr 2023 keine Tilgung und
keine Zinszahlung. Entsprechend erhöhte sich die
Verbindlichkeit inklusive abgegrenzter Zinsen im
Geschäftsjahr 2023 um TEUR 505 auf TEUR 42.579.
Die flüssigen Mittel der Gesellschaft haben sich
um TEUR 1.100 auf TEUR 4.130 erhöht. Damit ist die
Liquidität der Gesellschaft aus Sicht der
Geschäftsführung auch unter Berücksichtigung
des erwarteten Ergebnisses 2024 für die nächsten
zwölf Monate gesichert. Zudem ist die Gesellschaft in
das konzernweite Cash-Management-System unter Führung
der Delta Dore Finance S.A. eingebunden. Darüber
hinaus hat die Gesellschafterin eine unbegrenzte
Patronatserklärung erteilt.
7.3 Ertragslage
Unter Berücksichtigung einer
Bestandserhöhung um TEUR 49 (Pro-Forma-Vorjahr TEUR 5)
und Materialaufwendungen von TEUR 12.628 (Pro-Forma-Vorjahr
TEUR 15.175) beläuft sich der Rohertrag auf TEUR
16.515 (Pro-Forma-Vorjahr TEUR 19.906). Die Rohertragsmarge
bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse
zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter
Eigenleistungen) liegt damit bei unverändert 56,7 %.
Der Personalaufwand liegt bei einer weitestgehend
stabilen Gesamtbelegschaft mit TEUR 10.074 zwar leicht
über dem Niveau des Pro-Forma-Vorjahreswerts (TEUR
9.707). Die Personalaufwandsquote, bezogen auf die
Gesamtleistung, erhöhte sich aber deutlich auf 34,6 %
(Pro-Forma-Vorjahr 27,7 %).
Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
(im Vorjahr Pro-Forma-Wert vor Verschmelzungsverlust),
bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich
insbesondere aufgrund der hohen Marketingaufwendungen
deutlich auf 28,1 % (Pro-Forma-Vorjahr 20,8 %).
Das Jahresergebnis ist mit TEUR 2.841 insgesamt
negativ. Im Vorjahr wurde auf Basis der Pro-Forma Zahlen
ein positives Ergebnis (vor Verschmelzungsverlust) von TEUR
769 erzielt, während die Gewinn- und Verlustrechnung
der DELTA DORE RADEMACHER GmbH ohne Berücksichtigung
des Verschmelzungsverlustes für 2022 einen Verlust von
TEUR 123 aufweist.
7.4 Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft
Der Verlust von TEUR 2.841 erhöht den "Nicht
durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" der Gesellschaft
zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 30.257. Damit ist liegt eine
(bilanzielle) Überschuldung vor.
Aufgrund der finanziellen Unterstützung durch
die Delta Dore Finance S.A. und eines hohen
Liquiditätsniveaus sieht die
Geschäftsführung derzeit kein Risiko, das den
Fortbestand des Unternehmens bedroht.
Die Bilanzierung erfolgt entsprechend unter der
Annahme der Unternehmensfortführung ("Going Concern").
Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der
Entwicklung der Gesellschaft im Hinblick auf die
Vermögens-Ertrags- und Finanzlage nicht zufrieden.
C. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Das Berichtswesen erfolgt monatlich in Form eines
"Group-Reportings", in dem die Geschäftsentwicklung
und wichtige Finanzkennzahlen aufbereitet und analysiert
werden. Dadurch können Abweichungen (z.B.
Umsatzentwicklung) frühzeitig erkannt und bewertet
werden, um ggf. angemessen agieren bzw. frühzeitig
reagieren zu können.
Währungsrisiken resultieren vor allem aus dem
Einkaufsbereich, da der Einkauf unter anderem in USD
(US-Dollar) und CNY (Chinesische Renminbi) erfolgt. Eine
Absicherung von Wechselkursverlusten erfolgt einerseits
durch Devisentermingeschäfte sowie anderseits durch
die laufende Unterhaltung der USD- und CNY-Konten in
Abhängigkeit der aktuellen Kursentwicklung und der
verfügbaren freien Liquidität. Durch diese
Maßnahme wird ein Teil des Einkaufsvolumens in
Fremdwährung abgesichert.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Chancenbericht
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH hat sich in den
letzten Jahren von einem fachhandelsorientierten Anbieter
für Antriebs- und Automationslösungen im Bereich
der Rollladen- und Sonnenschutztechnik hin zu einem Smart
Home-Lösungsanbieter entwickelt. Hierbei fokussieren
die drei Business Units - Consumer, Professional, Key
Account - ihre Marketing- und Vertriebsmaßnahmen
gezielt auf die jeweilige Kundengruppe.
Die Verschmelzung mit der Delta DoreSchlüter
GmbH soll dabei weitere Synergien freisetzen. So bringt die
ehemalige Delta DoreSchlüter GmbH neue Produkte mit,
die durch die bestehende Vertriebsmannschaft der DELTA DORE
RADEMACHER GmbH voraussichtlich besser vermarktet werden
können.
Im Zuge der Vertriebsstrategie der Delta Dore-Gruppe
sollen zukünftig die Produkte nur noch unter dem
Markennamen "RADEMACHER" an den Fachhandel bzw. an
B2B-Kunden vertrieben werden. Im End- bzw.
B2C-Kundengeschäft werden gleichzeitig
Endkunden-fokussierte Produkte unter der Marke "HOMEPILOT"
vermarktet.
Der Fachhandel wird im Inland weiterhin über die
Vertriebskanäle Elektrogroßhandel,
Eisenwarenhandel, Rollladen- und Sonnenschutzhersteller und
-fachinstallateure bedient. Der Endkunde - speziell der "Do
It Yourself"-Typ bzw. Heimwerker - wird über diverse
eCommerce-Marktplätze sowie über den eigenen
Webshop angesprochen. Unterstützt werden diese
Maßnahmen durch Marketingaktivitäten in der
Fachpresse sowie Online-Marketingaktivitäten.
Großkunden (Key Accounts) werden durch eine
dedizierte Vertriebsorganisation direkt angesprochen und
betreut.
Im Zuge dieser Entwicklung macht die DELTA DORE
RADEMACHER GmbH mit dem Geschäftsfeld Smart Home
mittlerweile einen großen Teil ihres Umsatzes. Die
Geschäftsführung sieht hier Wachstumschancen
sowohl im Inland (alle Marken) als auch im Ausland
("HOMEPILOT"). Hierbei soll im eCommerce-Bereich die
Zusammenarbeit mit großen Online-Marktplätzen
sowie dem eigenen Webshop im In- und Ausland kontinuierlich
weiter ausgebaut werden. Parallel hierzu werden im Inland
weiterhin der Fachhandel und der Industriebereich (Fokus
Rollladen- und Sonnenschutztechnik) angesprochen.
Insbesondere die zunehmende Etablierung der Marke
"HOMEPILOT" soll dabei die Entwicklung im B2C-Bereich
fördern.
Darüber hinaus verstärkt die DELTA DORE
RADEMACHER GmbH den Ausbau der technischen
Möglichkeiten sowie die Darstellung ihrer
Produktlösungen in Kombination mit Produkten fremder
Hersteller und bei der Integration in andere Smart
Home-Eco-Systeme. Hierzu wurden und werden insbesondere
Schnittstellen (Software) im eigenen Smart Home-System
implementiert, um zukünftig weitere Produkte fremder
Hersteller direkt per Funk (Funkstandard wie z.B. Zigbee)
oder via IP einzubinden. Neben den technischen
Möglichkeiten werden durch entsprechende
Online-Marketingaktivitäten Anwendungslösungen
(so genannte "Use Cases") über die diversen
Schulungsmaßnahmen, Inbetriebnahme-Videos,
Newsletter, Influencer etc. vermarktet.
Durch endkundenorientierte Produktentwicklungen
erweitert die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ihre
Produktpalette mit Entwicklungen von neuartigen
Produktlösungen (batteriebetriebene Aktorik,
Elektroinstallationsprodukte), die sich speziell an den
Fachhandel wenden.
Im Rahmen der gruppenweiten Fertigungsstrategie sind
die Produktionskapazitäten am Standort Rhede
insbesondere für einen Großkunden (Key Account)
bzw. den B2B-Bereich ausgeweitet worden. Im Gegenzug sind
die Produktionskapazitäten für andere Produkte
innerhalb der Delta Dore-Gruppe zu anderen Standorten
verlagert worden. Mittelfristig wird aufgrund der Umsetzung
der Fertigungsstrategie aber eine deutliche Ausweitung der
Umsatzerlöse in Deutschland erwartet.
Die Chancenlage wird insbesondere durch die
Einbindung in die Delta Dore-Gruppe als positiv
eingeschätzt. Die Eingliederung in die Delta
Dore-Gruppe führt zu einem deutlich höheren
Marktgewicht in Europa. Nach Einschätzung der
Geschäftsführung werden sich die Marktchancen
durch die Fortsetzung der konzernweiten Vertriebs- und
Fertigungsstrategie verbessern. Insofern haben sich die
zukünftigen Perspektiven der DELTA DORE RADEMACHER
GmbH trotz der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung
im abgelaufenen Geschäftsjahr verbessert.
2. Risikobericht
Hinsichtlich des Überschuldungsrisikos sowie des
Risikos einer Zahlungsunfähigkeit bzw. der
Abhängigkeit von der Gesellschafterfinanzierung wird
auf die Ausführungen in Abschnitt "B.7.4 Gesamtaussage
zur Lage der Gesellschaft" verwiesen.
Am 24. Februar 2022 war der Konflikt zwischen der
Russischen Föderation und der Ukraine eskaliert und
wird seit der Invasion russischer Truppen militärisch
ausgefochten. Es ist weiterhin festzustellen, dass sich der
Krieg in der Ukraine auf die weltweite Realwirtschaft und
den internationalen Waren- und Finanzverkehr negativ
auswirkt (z.B. die Energieversorgung). Das gesamte
Ausmaß dieses Risikos ist auch nach inzwischen rund
zwei Jahren Krieg bzw. zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht
abschließend abzuschätzen.
Wesentliche weitere Risiken der Gesellschaft sind
Konjunktur-, Wettbewerbs-, Kunden- sowie Beschaffungs-,
Produktions- und forderungsausfallbezogene Risiken sowie
Cyberrisiken und das allgemeine Risiko eines EDV-Ausfalls,
die in absteigender Bedeutungsreihenfolge nachfolgend
dargestellt werden:
Kunden sind erheblich von den konjunkturellen und
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Der
Zinsanstieg hat die wichtige Neubautätigkeit deutlich
negativ beeinflusst. Einkaufsseitig ist die Gesellschaft
von Stabilität der Lieferketten abhängig. Die
Auswirkungen der weltweiten konjunkturellen Unsicherheiten
vor dem Hintergrund der Konflikte in der Ukraine und Israel
prägen auch weiterhin diese Lieferkettenproblematik.
Der Smart Home-Markt ist nach Einschätzung der
Geschäftsführung ein umkämpfter Markt mit
hoher Wettbewerbsintensität. Hier kann nur der
bestehen, der flexible Produktlösungen, welche sich
mit anderen Systemen integrieren lassen, zu einem
attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis anbietet. Hier
sieht sich die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, als Teil der
Delta Dore-Gruppe, durch ihre verschiedenen
Marketingmaßnahmen und Produktentwicklungen gut
aufgestellt. Zudem sieht sie die Produktion "Made in
Europe/Germany" in Punkto Vertrauenswürdigkeit im
Kontext Smart Home-Datensicherheit als Pluspunkt.
Dem Risiko der Abhängigkeit von einzelnen
großen Kunden (Kundenstrukturrisiken) begegnet die
DELTA DORE RADEMACHER GmbH durch eine breite Kundenbasis
auch im Bereich des eCommerce.
Beschaffungsrisiken durch Engpässe auf der
Einkaufsseite sowie unvorhergesehene Preiserhöhungen
aufgrund von Nachfrage- und Wechselkurseffekten können
nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die
Beschaffungsrisiken betreffen sowohl den Bezug von
Komponenten als auch von Vormaterialien. Diesen
möglichen Negativfaktoren wird mit einem engen
Controlling und der intensiven Pflege der Beziehung zu den
verschiedenen Lieferanten entgegengewirkt. Das Risiko der
so genannten "Single-Source"-Lieferanten bzw. die
Abhängigkeit zu einzelnen Lieferanten hat sich durch
die Einbindung in die Delta Dore-Gruppe zwischenzeitlich
relativiert.
Risiken rund um die Produktion sieht die DELTA DORE
RADEMACHER GmbH in drei Bereichen. Das krankheitsbedingte
Ausfallrisiko von Personal wird in Zusammenarbeit mit dem
ASZ e.V. (Partner im Bereich der Arbeitssicherheit)
reduziert. Ein Stillstand der Produktion aufgrund eines
Defekts der Produktionsanlagen soll durch entsprechende
Wartungsintervalle, Serviceverträge und teilweise
redundante Produktionsanlagen weitestgehend vermieden
werden. Zudem kann die DELTA DORE RADEMACHER GmbH durch
Schichtmodelle und Arbeitszeitkonten auf solche Situationen
reagieren. Die produzierte Qualität stellt die DELTA
DORE RADEMACHER GmbH durch ein nach ISO9001 zertifiziertes
Qualitätsmanagement sicher und vermeidet dadurch, dass
fehlerhafte Ware zum Endkunden gelangt.
Ausfallrisiken von Kundenforderungen werden über
das Forderungsmanagement und eine Warenkreditversicherung
reduziert. Nennenswerten Ausfallrisiken ist die DELTA DORE
RADEMACHER GmbH derzeit nicht ausgesetzt.
Zunehmende globale Bedrohungen der
Informationssicherheit und komplexere, gezielte
Computerkriminalität stellen ein Risiko für die
Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität von
Daten, Abläufen und Infrastruktur dar. EDV-Systeme und
Netzwerke sowie Einrichtungen und Dienstleistungen sind
potenziell anfällig für Industriespionage oder
Cyberangriffe. Je nach Art und Umfang könnten solche
Bedrohungen zur missbräuchlichen Nutzung vertraulicher
Informationen sowie zur Manipulation und Zerstörung
von Daten und zu Betriebsunterbrechungen führen. Dies
würde sich wiederum negativ sowohl auf den Ruf als
auch die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragslage
auswirken.
Neben dem vorgenannten Cyberrisiko besteht auch das
allgemeine Risiko eines EDV-Ausfalls oder das Risiko von
Störungen bzw. Unterbrechungen bei dem Betrieb und der
Anwendung von EDV-Systemen und Netzwerken sowie
EDV-Programmen.
Risiken mit Bestandsgefährdungscharakter sind
aufgrund der erteilten Rangrücktritts- und
Patronatserklärungen sowie die Einbindung in das
konzernweite Cash-Management-System für die DELTA DORE
RADEMACHER GmbH derzeit nicht erkennbar. Nach
Einschätzung der Geschäftsführung hat sich
die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr aufgrund
der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung aber eher
verschlechtert.
3. Prognosebericht
Nach Überwindung der Coronavirus-Pandemie werden
- auch im Falle etwaiger lokaler Wellen aufgrund von
Virusmutationen - keine nennenswerten Auswirkungen mehr
erwartet. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und weitere
geopolitische Spannungen und die dadurch bedingt hohe
Inflation sorgen allerdings weiterhin für erhebliche
Unsicherheiten.
Für das Geschäftsjahr 2024 sind Prognosen
aufgrund der dynamischen Entwicklung und dem damit
verbundenen hohen Grad an Unsicherheit weiterhin nur sehr
eingeschränkt möglich und entsprechend sind die
Erwartungen eher verhalten.
Für das kommende Geschäftsjahr 2024 wird
u.a. aufgrund von Preissteigerungen bei den Produkten
dennoch ein zumindest moderates Wachstum der
Bruttoumsätze (Umsätze vor
Erlösschmälerungen und Konzernweiterbelastungen)
rund EUR 33,6 Mio. erwartet. Die negativen Auswirkungen
geopolitischer Spannungen und Kriege werden voraussichtlich
deutlich spürbar und es wird erwartet, dass sich diese
Entwicklung weiter fortsetzen wird. So werden die
Preissteigerungen bzw. die anhaltend hohen Material- und
Energie- sowie Personal- und Logistikkosten voraussichtlich
auch im Geschäftsjahr 2024 das Ergebnis belasten. Das
EBITDA soll dennoch mit voraussichtlich rund EUR 0,7 Mio.
zumindest leicht positiv ausfallen.
Mittelfristig soll die Fortsetzung der konzernweiten
Vertriebs- und Fertigungsstrategie zu einer Ausweitung der
Umsatzerlöse in Deutschland führen. Gleichzeitig
sollen durch Synergie- und Skaleneffekte sowie
Preissteigerungen Verbesserung der Deckungsbeiträge
bzw. Roherträge erzielt werden. Insgesamt sollen damit
mittelfristig die Bruttoumsätze nachhaltig gesteigert
und entsprechend wieder positive und kontinuierlich
höhere EBITDA erwirtschaftet werden können.
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH ist in das
konzernweite Cash-Management-System unter der Führung
der Delta Dore Finance S.A., ihrer alleinigen
Gesellschafterin, eingebunden, die ihr im Rahmen der
beschlossenen Strategie finanzielle Unterstützung
gewährt. Die tatsächlichen Ergebnisse können
jedoch von der Erwartung über die voraussichtliche
Entwicklung abweichen.
Rhede, den 28. März
2024
DELTA
DORE RADEMACHER GmbH
Pascal
Portelli
Yannick
Schreiber
Ralf
Kern
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
4.030.515,56 |
4.232.314,28 |
| 2.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie |
|
|
| Lizenzen
an solchen Rechten und Werten |
727.931,87 |
433.554,96 |
| 3.
Geleistete Anzahlungen |
0,00 |
247.572,98 |
|
4.758.447,43 |
4.913.442,22 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
901.567,82 |
945.134,85 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
599.257,51 |
761.517,65 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
490.371,39 |
541.733,93 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
33.006,80 |
70.495,65 |
|
2.024.203,52 |
2.318.882,08 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| Beteiligungen |
25.000,00 |
0,00 |
|
6.807.650,95 |
7.232.324,30 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
3.117.486,74 |
3.847.238,39 |
| 2.
Unfertige Erzeugnisse |
1.136.787,41 |
992.826,89 |
| 3.
Fertige Erzeugnisse und Waren |
1.342.720,71 |
1.318.061,42 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
202.139,27 |
447.976,92 |
|
5.799.134,13 |
6.606.103,62 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.499.195,32 |
2.875.184,83 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
269.120,09 |
306.245,48 |
| 3.
Forderungen gegen Gesellschafter |
129.180,19 |
216.365,99 |
| 4.
Sonstige Vermögensgegenstände |
207.619,64 |
752.702,41 |
|
3.105.115,24 |
4.150.498,71 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
4.129.599,79 |
3.030.299,39 |
|
13.033.849,16 |
13.786.901,72 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
151.380,66 |
148.075,41 |
| D.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
30.257.041,31 |
28.589.796,93 |
|
50.249.922,08 |
49.757.098,36 |
Passiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| -
Nennbetrag eigener Anteile |
-125,00 |
-125,00 |
|
24.875,00 |
24.875,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
6.109.449,39 |
4.935.646,00 |
| -
Verrechnung eigener Anteile |
-36.870,00 |
-36.870,00 |
|
6.072.579,39 |
4.898.776,00 |
| III.
Verlust-/Gewinnvortrag |
-33.513.447,93 |
6.531.452,97 |
| IV.
Jahresfehlbetrag |
-2.841.047,77 |
-40.044.900,90 |
| V.
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
30.257.041,31 |
28.589.796,93 |
|
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Steuerrückstellungen |
724.006,00 |
369.916,79 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
2.854.583,91 |
2.558.195,02 |
|
3.578.589,91 |
2.928.111,81 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.379.591,57 |
1.764.900,96 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
590.309,86 |
105.947,72 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
43.209.652,46 |
42.582.100,32 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
1.491.778,28 |
1.181.955,24 |
|
46.671.332,17 |
45.634.904,24 |
| D.
Passive latente Steuern |
0,00 |
1.194.082,31 |
|
50.249.922,08 |
49.757.098,36 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
27.856.003,91 |
28.861.600,07 |
| 2.
Erhöhung des Bestandes an fertigen |
|
|
| und
unfertigen Erzeugnissen |
48.920,16 |
5.323,97 |
| 3.
Andere aktivierte Eigenleistungen |
1.238.943,22 |
1.438.977,64 |
| 4.
Sonstige betriebliche Erträge |
744.434,47 |
389.756,46 |
| 5.
Materialaufwand |
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und |
|
|
| Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
-10.935.002,32 |
-11.614.211,28 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
-1.693.491,76 |
-862.518,58 |
| 6.
Personalaufwand |
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-8.445.899,40 |
-7.760.390,23 |
| b)
Soziale Abgaben |
-1.628.341,45 |
-1.496.741,22 |
| 7.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des |
|
|
| Anlagevermögens
und Sachanlagen |
-2.161.530,58 |
-1.976.425,89 |
| 8.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-8.178.846,46 |
-46.406.956,89 |
| 9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
1.293,34 |
12.306,00 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-582.354,39 |
-625.573,15 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
921.551,24 |
17.009,87 |
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-2.814.320,02 |
-40.017.843,23 |
| 13.
Sonstige Steuern |
-26.727,75 |
-27.057,67 |
| 14.
Jahresfehlbetrag |
-2.841.047,77 |
-40.044.900,90 |
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Im Geschäftsjahr 2023 ist erneut eine
gesellschaftsrechtliche Änderung erfolgt. So ist in
der Gesellschafterversammlung vom 27. April 2023 die
Neufassung des Gesellschaftsvertrages und mit ihr die
Änderung der Firma beschlossen worden. Die ehemalige
Rademacher Geräte-Elektronik GmbH firmiert danach
nunmehr unter DELTA DORE RADEMACHER GmbH.
Sitz der Gesellschaft ist weiterhin Rhede. Die
Gesellschaft ist unter der Nummer HR B 15249 in das
Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld eingetragen.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember
2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für
Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter
Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die
Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB aufgestellt.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, ist zum
Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.
Im Interesse einer besseren Klarheit und
Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen
Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die
Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang
aufgeführt.
Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH auf die
DELTA DORE RADEMACHER GmbH
Die Schwestergesellschaft Delta DoreSchlüter
GmbH mit Sitz in Landau in der Pfalz (Amtsgericht Landau in
der Pfalz HR B 2786) nach Maßgabe des
Verschmelzungsvertrages vom 14. August 2023 sowie der
Zustimmungsbeschlüsse vom 14. August 2023 mit der
DELTA DORE RADEMACHER GmbH als übernehmenden
Rechtsträger verschmolzen worden (Verschmelzung zur
Aufnahme). Die Eintragung der vorgenannten Verschmelzung in
das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld ist am 17.
Oktober 2023 erfolgt.
Alleinige Gesellschafterin der Delta
DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz (als
übertragender Rechtsträger), und der DELTA DORE
RADEMACHER GmbH, Rhede (als übernehmender
Rechtsträger) war bzw. ist jeweils die Delta Dore
Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich.
Anlässlich der vorgenannten Verschmelzung hat
keine Kapitalerhöhung stattgefunden, da die Delta Dore
Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, als alleinige
Gesellschafterin auf die Gewährung von
Geschäftsanteilen verzichtet hat.
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede (als
übernehmender Rechtsträger) hat in der
Handelsbilanz die ausgewiesenen Buchwerte der Delta
DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz,
fortgeführt (so genannte "Buchwertfortführung").
Der Unterschiedsbetrag zwischen den übernommenen
Vermögensgegenständen und den Schulden sowie
Rechnungsabgrenzungsposten von EUR 1.173.803,39 wurde in
die Kapitalrücklage eingestellt.
Aufstellung des Abschlusses unter Anwendung der
Going-Concern-Prämisse
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, weist im
Geschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag von EUR
2.841.047,77 aus. Aufgrund des Jahresfehlbetrags hat sich
zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 - trotz der
vorgenannten Einstellung in die Kapitalrücklage - der
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf EUR
30.257.041,31 (Vorjahr EUR 28.589.796,93) erhöht.
Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Konsequenzen
hatte die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich, bereits im Vorjahr (2022) mit Datum
vom 29./28. September 2022 eine unbefristete und
betragsmäßig unbegrenzte Patronatserklärung
abgegeben, um die Unternehmensfortführung
sicherzustellen. Die Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich, verpflichtet sich darin, die
Gesellschaft jederzeit finanziell so auszustatten, dass
diese ihre Verbindlichkeiten fristgerecht erfüllen
kann. Zudem hatte die Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich, mit Datum vom 2. September 2022 eine
unbefristete Rangrücktrittserklärung in Bezug auf
das langfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von
EUR 41.146.379,36 sowie damit in Verbindung stehender
Zinsen in Höhe von EUR 1.433.327,10 (Vorjahr EUR
927.777,96) abgegeben.
Aufgrund der vorgenannten Patronats- und
Rangrücktrittserklärungen sowie vor dem
Hintergrund ausreichender Liquidität sieht die
Geschäftsführung derzeit keine
bestandsgefährdenden Risiken. Die Bilanzierung erfolgt
entsprechend unter der Annahme der
Unternehmensfortführung ("Going Concern").
2. Auswirkungen der Verschmelzung
Bedingt durch die in Abschnitt 1. "Allgemeine Angaben
zum Jahresabschluss" erläuterte Verschmelzung sind
sowohl die Bilanz zum 31. Dezember 2023 als auch die
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
2023 mit dem Vorjahr (2022) nur bedingt vergleichbar.
Zur Herstellung der Vergleichbarkeit des
Jahresabschlusses werden die Änderungen in der Bilanz
sowie der Gewinn- und Verlustrechnung infolge der
Verschmelzung in einer so genannten "Pro-Forma-Bilanz" und
einer "Pro-Forma-Gewinn- und Verlustrechnung" dargestellt.
Bei den von den Änderungen betroffenen weiteren
Angaben im Anhang werden nachfolgend ebenfalls
Pro-Forma-Angaben für das Jahr 2022 gemacht.
Bei der nachfolgenden Pro-Forma-Bilanz zum 31.
Dezember 2022 wurden die Vermögensgegenstände und
Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten der
verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft
hinzugerechnet und notwendige
Pro-Forma-Verschmelzungsbuchungen durchgeführt:
|
31.12.2023 |
Pro-Forma
31.12.2022 |
| AKTIVA |
EUR |
EUR |
| Selbst geschaffene
immaterielle Vermögensgegenstände |
4.030.515,56 |
4.232.314,28 |
| Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
727.931,87 |
433.555,46 |
| Geschäfts- oder
Firmenwert |
0,00 |
2,00 |
| Geleiste
Anzahlungen |
0,00 |
255.867,48 |
| Sachanlagen |
2.024.203,52 |
2.318.882,08 |
| Finanzanlagen |
25.000,00 |
25.000,00 |
| Vorräte |
5.799.134,13 |
6.623.790,41 |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
2.499.195,32 |
3.295.345,82 |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
269.120,09 |
419.874,48 |
| Forderungen gegen
Gesellschafter |
129.180,19 |
216.365,99 |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
207.619,64 |
811.885,32 |
| Kassenbestand, Guthaben
bei Kreditinstituten |
4.129.599,79 |
4.799.125,18 |
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
151.380,66 |
150.907,41 |
| Nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag |
30.257.041,31 |
27.415.993,54 |
|
50.249.922,08 |
50.998.909,45 |
| PASSIVA |
EUR |
EUR |
|
Steuerrückstellungen |
724.006,00 |
548.759,79 |
| Sonstige
Rückstellungen |
2.854.583,91 |
2.670.595,20 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.379.591,57 |
1.789.718,52 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
590.309,86 |
864.829,05 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern |
43.209.652,46 |
42.587.830,74 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.491.778,28 |
1.343.093,84 |
| Passive latente
Steuern |
0,00 |
1.194.082,31 |
|
50.249.922,08 |
50.998.909,45 |
Bei der nachfolgenden Pro-Forma-Gewinn- und
Verlustrechnung 2022 wurden die Ergebnisbeiträge der
verschmolzenen ehemaligen Schwestergesellschaft
hinzugerechnet. Pro-Forma-Verschmelzungsbuchungen waren
nicht erforderlich:
|
2023 |
Pro-Forma
2022 |
|
EUR |
EUR |
| Umsatzerlöse |
27.856.003,91 |
33.637.458,35 |
|
Bestandsveränderung |
48.920,16 |
5.274,26 |
| Andere aktivierte
Eigenleistungen |
1.238.943,22 |
1.438.977,64 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
744.434,47 |
790.845,12 |
| Materialaufwand |
-12.628.494,08 |
-15.175.296,87 |
| Personalaufwand |
-10.074.240,85 |
-9.706.644,73 |
| Abschreibungen |
-2.161.530,58 |
-1.981.210,87 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen (vor Verschmelzungsverlust) |
-8.178.846,46 |
-7.286.862,69 |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
1.293,34 |
12.306,00 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
-582.354,39 |
-625.573,15 |
| Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
921.551,24 |
-313.058,13 |
| Sonstige Steuern |
-26.727,75 |
-27.057,67 |
| Jahresergebnis vor
Verschmelzungsverlust |
-2.841.047,77 |
769.157,26 |
|
Verschmelzungsverlust |
0,00 |
-39.922.014,37 |
| Jahresfehlbetrag |
-2.841.047,77 |
-39.152.857,11 |
Bereits im Vorjahr (2022) waren Verschmelzungen
erfolgt. Der im Vorjahr (2022) ausgewiesene
Verschmelzungsverlust ergab sich dabei wie folgt:
|
EUR |
| Superrollo
Hausautomatisierung GmbH auf die ehemalige Rademacher
Geräte-Elektronik GmbH ("alt") |
|
| (anteiliges)
Eigenkapital der Superrollo Hausautomatisierung
GmbH |
25.000,00 |
| Wert
der Beteiligung auf Ebene der ehemaligen Rademacher
Geräte-Elektronik GmbH ("alt") |
0,00 |
| Verschmelzungsergebnis
1 |
25.000,00 |
| ehemalige
Rademacher Geräte-Elektronik GmbH ("alt") auf
die ARCA |
|
| Beteiligungen
GmbH |
|
| (anteiliges)
Eigenkapital der ehemaligen Rademacher
Geräte-Elektronik GmbH |
|
| ("alt") |
13.166.030,80 |
| Wert
der Beteiligung auf Ebene der ARCA Beteiligungen
GmbH |
-19.373.455,24 |
| Verschmelzungsergebnis
2 |
-6.207.424,44 |
| ARCA Beteiligungen GmbH
auf die Rademacher Holding GmbH |
|
| (anteiliges)
Eigenkapital der ARCA Beteiligungen GmbH |
1.563.918,50 |
| Wert
der Beteiligung auf Ebene der Rademacher Holding
GmbH |
-38.088.656,71 |
| Verschmelzungsergebnis
3 |
-36.524.738,21 |
| Rademacher Holding GmbH
auf die Rademacher Beteiligungs GmbH |
|
| (anteiliges)
Eigenkapital der Rademacher Holding GmbH |
7.120.070,01 |
| Wert
der Beteiligung auf Ebene der ehemaligen Rademacher
Beteiligungs GmbH |
-4.334.921,73 |
| Verschmelzungsergebnis
4 |
2.785.148,28 |
|
Verschmelzungsverlust |
-39.922.014,37 |
3. Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Gesellschaft hat von ihrem Wahlrecht
gemäß § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und
selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
aktiviert. Die Herstellungskosten umfassen neben intern
angefallenen Personalkosten vor allem extern eingekaufte
Dienstleistungen. Die selbst
geschaffenen immateriellen
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden über einen Zeitraum von fünf Jahren
abgeschrieben.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände werden zu
Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen
entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer,
bewertet.
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
werden über sieben bis zwanzig Jahre abgeschrieben.
Der im Pro-Forma-Vorjahr (2022) ausgewiesene
Geschäfts- oder Firmenwert resultierte aus der
Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in
der Pfalz. Er war bereits im Geschäftsjahr 2002 durch
die entgeltliche Übernahme der Marke "Sabi"
entstanden. Bereits im Vorjahresabschluss der Delta
DoreSchlüter GmbH, Landau in der Pfalz, zum 31.
Dezember 2022 war der vorgenannte Geschäfts- oder
Firmenwert auf Erinnerungswerte von insgesamt EUR 2,00
abgeschrieben worden. Im Rahmen der Verschmelzung ist der
Geschäfts- oder Firmenwert nunmehr als Abgang
behandelt worden.
Das
Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten
vermindert um lineare Abschreibungen angesetzt. In
Orientierung an den steuerlichen Afa-Tabellen werden die
Abschreibungen auf der Basis folgender Nutzungsdauern
sämtlich linear vorgenommen:
|
Nutzungsdauer in
Jahren |
| EDV-Hard- und
Software |
3 |
| Bauten sowie Bauten auf
fremden Grundstücken |
5-25 |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
1-20 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1-25 |
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00
werden im Jahr der Anschaffung vollständig
abgeschrieben.
Das ausgewiesene
Finanzanlagevermögen ist im Rahmen der
Verschmelzung der Delta DoreSchlüter GmbH, Landau in
der Pfalz, zugegangen und wird zu Anschaffungskosten bzw.
dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten
unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu
Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten
enthalten gemäß § 255 Abs. 2 HGB neben den
direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der
Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie des
Werteverzehrs des Anlagevermögens. Bestandsrisiken,
die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit
ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge
berücksichtigt. Zinsen der Fremdkapitalkosten und
Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die
Herstellungskosten einbezogen.
Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen sind zum
Nennwert angesetzt.
Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden
mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken
werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Dem allgemeinen Skonto-, Zins- und Ausfallrisiko wird durch
eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die
sonstigen Vermögensgegenstände werden mit
dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden
niedrigeren Wert angesetzt.
Der
Kassenbestand und die
Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem
Nennbetrag angesetzt.
Der
aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst
ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag,
soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem
Tag darstellen.
Das
gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die
Rückstellungen sind mit ihrem nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen. Längerfristige
Rückstellungen werden unter Verwendung des zum
Stichtag durch die Deutsche Bundesbank
veröffentlichten Zinssatzes gemäß §
253 Abs. 2 HGB über ihre Laufzeit abgezinst.
Die
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit
ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.
Latente Steuern werden auf temporäre
Differenzen abgegrenzt. Diese Differenzen werden aus dem
Vergleich der Buchwerte der einzelnen
Vermögensgegenstände, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten mit ihren für steuerliche
Zwecke korrespondierenden Werten ermittelt. Ferner werden
latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
gebildet. Die aktiven latenten Steuern werden mit dem
Überhang bei den passiven latenten Steuern verrechnet
bzw. saldiert.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten
mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden zum
Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren
Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr werden Fremdwährungsforderungen und
-verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am
Bilanzstichtag bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung
von Währungsrisiken genutzt und mit ihren
Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag
beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Sind die
Voraussetzungen zur Bildung von Bewertungseinheiten
erfüllt, werden die Sicherungs- und
Grundgeschäfte gemäß § 254 HGB zu
einer Bewertungseinheit zusammengefasst.
4. Angaben zur Bilanz
Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz
erfassten
Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der
Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023 (separate
Anlage zum Anhang) dargestellt. Der Anlagenspiegel ist
Bestandteil des Anhangs.
Die Zugänge infolge der Verschmelzung wurden in
Ausübung des Wahlrechts in Bruttoform übernommen.
Die Darstellung im Anlagespiegel erfolgt entsprechend in
separaten Spalten mit den historischen Werten bei sowohl
den Anschaffungskosten als auch den (kumulierten)
Abschreibungen.
Die unter den
Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen beinhalten
Minderheitenanteile (< 20 %) an der LHEDCO (Logement,
Habitat, Études et Développement
Coopératif) Société
coopérative, Luxemburg.
Sämtliche
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie
im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Zur Abbildung von Forderungsausfällen wurden
Einzelwertberichtigungen in Höhe von EUR 93.682,82
(Vorjahr EUR 77.930,59; Pro-Forma-Vorjahr EUR 100.160,99)
gebildet. Die Pauschalwertberichtigung beträgt zum 31.
Dezember 2023 EUR 16.854,73 (Vorjahr EUR 20.809,13;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 21.809,13).
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR
269.120,09 (Vorjahr EUR 306.245,48; Pro-Forma-Vorjahr EUR
419.874,48) resultieren aus dem Lieferungs- und
Leistungsverkehr. Sie betreffen Forderungen gegen
verschiedene Gesellschaften der Delta Dore Finance
S.A.-Gruppe. Sämtliche Forderungen gegen verbundene
Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von
weniger als einem Jahr.
Die
Forderungen gegen Gesellschafter von EUR 129.180,19
(Vorjahr EUR 216.365,59; Pro-Forma-Vorjahr EUR 216.365,59)
resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie
betreffen die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance
S.A., Saint-Malo/Frankreich. Sämtliche Forderungen
gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr.
In den
sonstigen Vermögensgegenständen sind
Forderungen in Höhe von EUR 160.800,00 (Vorjahr EUR
142.800,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 160.800,00) enthalten,
die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.
Das
gezeichnete Kapital beläuft sich auf EUR
25.000,00 und ist voll einbezahlt.
Die
sonstigen Rückstellungen setzen sich im
Wesentlichen aus Rückstellungen für Kundenboni in
Höhe von EUR 1.143.954,16 (Vorjahr EUR 1.126.287,17;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 1.126.287,17), Rückstellungen
für Garantieverpflichtungen in Höhe von EUR
545.133,95 (Vorjahr EUR 559.888,58; Pro-Forma-Vorjahr EUR
581.888,58) sowie Rückstellungen für ausstehende
Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 393.304,78 (Vorjahr
EUR 5.363,65; Pro-Forma-Vorjahr EUR 37.199,03), offene
Urlaubsverpflichtungen in Höhe von EUR 309.422,00
(Vorjahr EUR 333.117,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR 346.691,80),
Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von EUR
189.684,02 (Vorjahr EUR 189.020,62; Pro-Forma-Vorjahr EUR
189.020,62) und Rückstellungen für Tantieme in
Höhe von EUR 108.965,00 (Vorjahr EUR 160.376,00;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 189.266,00) zusammen.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren mit EUR 590.309,86 (Vorjahr EUR
105.947,72, Pro-Forma-Vorjahr EUR 864.829,05) aus dem
Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie betreffen
Verbindlichkeiten gegenüber verschiedenen
Gesellschaften der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von
EUR 43.209,652,46 (Vorjahr EUR 42.582.100,32;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 42.587.830,74) resultieren mit EUR
41.146.379,36 (Vorjahr EUR 41.146.379,36; Pro-Forma-Vorjahr
EUR 41.146.379,36) aus Darlehensgewährung und mit EUR
1.433.327,10 (Vorjahr EUR 927.777,96; Pro-Forma-Vorjahr EUR
927.777,96) aus abgegrenzten Zinsen sowie mit EUR
629.946,00 (Vorjahr EUR 507.943,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR
513.673,42) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Sie
betreffen die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance
S.A., Saint-Malo/Frankreich.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern,
die aus Darlehensgewährung resultieren, sind
grundsätzlich jährlich mit nicht weniger als EUR
2.000.000,00 zu tilgen. Unter bestimmten Bedingungen kann
sich die Höhe der halbjährlichen Tilgungen von je
EUR 1.000.000,00 erhöhen (i.e.
überschüssiger Cash-Flow) oder reduzieren (i.e.
Cash-Flow-Defizit). Die danach verbliebenen Darlehen
wären dann am 31. Dezember 2028 zu Rückzahlung
fällig. Die Alleingesellschafterin Delta Dore Finance
S.A., Saint-Malo/Frankreich, hat in Bezug auf die Darlehen
eine unbefristete Rangrücktrittserklärung
abgegeben. Vor diesem Hintergrund und auf Grund der
bestehenden Überschuldung erfolgten im
Geschäftsjahr 2023 wie im Vorjahr (2022) weder Tilgung
noch Zinszahlungen.
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern, die aus Zinsabgrenzungen sowie dem
Lieferungs- und Leistungsverkehr resultieren, haben wie im
Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die
sonstigen Verbindlichkeiten enthalten
Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR
347.208,83 (Vorjahr EUR 111.445,74; Pro-Forma-Vorjahr EUR
223.455,65) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen
Sicherheit von EUR 10.244,62 (Vorjahr EUR 13.055,90;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 13.055,90).
Die Verbindlichkeiten haben die folgenden
Restlaufzeiten:
|
31.12.2023 |
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
davon über
5 Jahre |
Total |
| Verbindlichkeiten |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| aus Lieferungen und
Leistungen |
1.380 |
0 |
0 |
1.380 |
| gegenüber
verbundenen Unternehmen |
590 |
0 |
0 |
590 |
| gegenüber
Gesellschaftern |
4.064 |
39.146 |
0 |
43.210 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.492 |
0 |
0 |
1.492 |
|
31.12.2022 |
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
davon über
5 Jahre |
Total |
| Verbindlichkeiten |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| aus Lieferungen und
Leistungen |
1.765 |
0 |
0 |
1.765 |
| gegenüber
verbundenen Unternehmen |
106 |
0 |
0 |
106 |
| gegenüber
Gesellschaftern |
3.436 |
8.000 |
31.146 |
42.582 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.182 |
0 |
0 |
1.182 |
|
Pro-Forma
31.12.2022 |
|
bis 1 Jahr |
1-5 Jahre |
davon über
5 Jahre |
Total |
| Verbindlichkeiten |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| aus Lieferungen und
Leistungen |
1.790 |
0 |
0 |
1.790 |
| gegenüber
verbundenen Unternehmen |
865 |
0 |
0 |
865 |
| gegenüber
Gesellschaftern |
3.442 |
8.000 |
31.146 |
42.588 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
1.343 |
0 |
0 |
1.343 |
Zum Vorjahresbilanzstichtag (31. Dezember 2022)
wurden
passive latente Steuern von EUR 1.194.082,31
ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich nunmehr
aktive latente Steuern von EUR 168.011,89. In Ausübung
des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB
wurde zum 31. Dezember 2023 auf die Aktivierung
vorgenannter aktiver latenter Steuern verzichten.
Folgende Übersicht zeigt die temporären
Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und
steuerlichen Wertansätzen sowie die steuerlichen
Verlustvorträge, auf denen die latenten Steuern
beruhen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt mit
einem unveränderten Steuersatz von 30,88 %.
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
aktive latente
Steuern |
passive latente
Steuern |
aktive latente
Steuern |
passive latente
Steuern |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Selbst geschaffene
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte |
2.975.835,69 |
-4.220.257,37 |
2.544.780,02 |
-3.851.507,05 |
| Sonstige
Rückstellungen |
55.926,76 |
0,00 |
58.600,90 |
0,00 |
| Temporäre
Differenzen |
3.031.762,45 |
-4.220.257,37 |
2.603.380,92 |
-3.851.507,05 |
|
Körperschaftsteuerliche
Verlustvorträge |
710.784,41 |
|
42.233,48 |
|
| Gewerbesteuerliche
Verlustvorträge |
645.722,40 |
|
11.810,34 |
|
| Steuerliche
Verlustvorträge |
1.356.506,81 |
|
54.043,82 |
|
| Saldierung |
-4.220.257,37 |
4.220.257,37 |
-2.657.424,74 |
2.657.424,74 |
|
168.011,89 |
|
|
-1.194.082,31 |
Die Berechnung des erwarteten Steueraufwands basiert
auf der Anwendung des Gewerbesteuersatzes von
unverändert 15,05 %, des Körperschaftsteuersatzes
von unverändert 15,00 % und des
Solidaritätszuschlages von 5,50 %. Es ergibt sich
somit rechnerisch ein gemischter Steuersatz von
unverändert 30,88 %.
5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Für Forschung und Entwicklung fielen im
Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen von insgesamt EUR
2.116.489,14 (Vorjahr EUR 2.135.357,64; Pro-Forma-Vorjahr
EUR 2.135.357,64) an. Davon wurden EUR 1.211.791,00
(Vorjahr EUR 1.418.727,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR
1.418.727,00) unter den selbst geschaffenen gewerblichen
Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten
aktiviert. Die gesamten
aktivierten Eigenleistungen belaufen sich im
Geschäftsjahr 2023 auf EUR 1.238.943,22 (Vorjahr EUR
1.438.977,64; Pro-Forma-Vorjahr EUR 1.438.977,64).
In den
sonstigen betrieblichen Erträgen sind
periodenfremde Erträge von EUR 671.031,22 (Vorjahr EUR
179.437,49; Pro-Forma-Vorjahr EUR 187.645,01) enthalten;
sie resultieren mit EUR 616.262,30 aus der Auflösung
von Rückstellungen (Vorjahr EUR 179.437,49;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 184.767,31) und mit EUR 27.184,80 aus
Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen
auf Forderungen (Vorjahr EUR 0,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR
2,877,70) sowie mit EUR 27.584,12 aus Buchgewinnen aus
Anlagenabgängen (Vorjahr EUR 0,00; Pro-Forma-Vorjahr
EUR 0,00).
Die Erträge aus der Währungsumrechnung
belaufen sich auf EUR 47.306,10 (Vorjahr EUR 174.903,33;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 174.903,33).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten
wie im Vorjahr (2022) keine Erträge von
außergewöhnlicher Größenordnung oder
Bedeutung.
Die
sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den
Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverlusten
von EUR 37.982,63 (Vorjahr EUR 15.327,63; Pro-Forma-Vorjahr
EUR 18.404,63). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
enthalten Buchverluste aus Anlagenabgängen von EUR
18.152,22 (Vorjahr EUR 2.092,84; Pro-Forma-Vorjahr EUR
2.092,84).
Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
belaufen sich auf EUR 140.362,44 (Vorjahr EUR 64.953,10;
Pro-Forma-Vorjahr EUR 64.953,10).
Im Vorjahr (2022) wurden darüber hinaus
Verschmelzungsverluste von EUR 39.922.014,37
(Pro-Forma-Vorjahr EUR 39.922.014,37) ausgewiesen; es
handelte sich um Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung und
Bedeutung. Darüber hinaus enthalten die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen weder im Geschäftsjahr 2023
noch im Vorjahr (2022) Aufwendungen von
außergewöhnlicher Größenordnung oder
Bedeutung.
Die
sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
enthielten im Vorjahr (2022) periodenfremde Erträge
von EUR 12.306,00 (Pro-Forma-Vorjahr EUR 12.306,00).
Die
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit
EUR 505.549,14 (Vorjahr EUR 572.154,93; Pro-Forma-Vorjahr
EUR 572.154,93) verbundene Unternehmen. Sie betreffen die
Verzinsung der Gesellschafterdarlehen von der
Alleingesellschafterin Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich.
Die
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten
periodenfremde Aufwendungen von EUR 272.531,07 (im Vorjahr
Steuererträge EUR 20.193,18; im Pro-Forma-Vorjahr
Steuererträge EUR 20.193,18). Die Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag enthalten latente
Steuererträge von EUR 1.194.082,31 (im Vorjahr latente
Steueraufwendungen EUR 3.183,31; im Pro-Forma-Vorjahr
latente Steueraufwendungen EUR 3.183,31).
6. Sonstige Angaben
a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft mietet Betriebs- und
Geschäftsausstattung und hat darüber hinaus
Pkw-Leasingverträge abgeschlossen. Der Vorteil aus der
Miete bzw. dem Leasing besteht insbesondere in der
geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der Bindung
an die Miet- bzw. Leasingobjekte. Ferner bestehen ggf. zum
Ende der Miet- bzw. Leasingdauern Risiken, dass keine
Einigung über die Verlängerung der Miet- bzw.
Leasingverträge erzielt werden kann.
Die Verpflichtungen aus aktuell bestehenden Miet- und
Leasingverpflichtungen betragen insgesamt EUR 447.768,84,
davon sind EUR 205.364,15 innerhalb eines Jahres
fällig. Es bestehen keine sonstigen finanziellen
Verpflichtungen, die nach dem 31. Dezember 2028 fällig
werden.
b) Außerbilanzielle Geschäfte
Auf der Grundlage einer Vereinbarung vom 1. Dezember
2021 hat die Gesellschaft Forderungen von EUR 4.000.000,00
(Vorjahr EUR 4.000.000,00; Pro-Forma-Vorjahr EUR
4.000.000,00) im Rahmen eines echten Factorings an eine
Factoring-Gesellschaft veräußert. Der Zweck des
Factorings liegt hauptsächlich in der Optimierung der
Finanzierung. Risiken, die für die Beurteilung der
Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären, sind
nicht ersichtlich.
c) Derivative Finanzinstrumente
Die DELTA DORE RADEMACHER GmbH, Rhede, nutzt
Devisentermingeschäfte ausschließlich zur
Absicherung gegen Währungsrisiken bei operativen
Beschaffungsgeschäften:
|
Nominalwert |
Gegenwert |
(positive)
Marktwerte |
(negative)
Marktwerte |
|
Fremdwährung |
EUR |
EUR |
EUR |
|
USD-Devisentermingeschäfte |
612.000,00 |
541.456,83 |
0,00 |
-16.095,95 |
|
CNY-Devisentermingeschäfte |
15.186.000,00 |
1.919.389,35 |
0,00 |
-73.876,22 |
Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist
der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten
von einer anderen Partei übernehmen würde. Die
Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der
Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden
Marktinformationen und nach marktgängigen
Bewertungsmethoden vom Finanzdienstleistungsunternehmen
bewertet.
Die Devisentermingeschäfte bilden zusammen mit
abgeschlossenen Beschaffungsgeschäften geschlossen
Positionen (Bewertungseinheiten), die als ausgeglichene
schwebende Geschäfte zum Stichtag nicht zu bilanzieren
sind.
d) Mitarbeiterzahlen
Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich
186 (Vorjahr 186; Pro-Forma-Vorjahr 191) Mitarbeiter
beschäftigt, davon 99 (Vorjahr 96; Pro-Forma-Vorjahr
101) Angestellte und 76 (Vorjahr 79; Pro-Forma-Vorjahr 79)
gewerbliche Arbeitnehmer sowie 11 (Vorjahr 11;
Pro-Forma-Vorjahr 11) geringfügig Beschäftigte.
e) Abschlussprüferhonorar
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers
beträgt in 2023 EUR 75.498,77. Es betrifft
Abschlussprüfungsleistungen (EUR 58.950,00 zzgl. ca.
10 %-Auslagen) und andere Bestätigungsleistungen (EUR
8.991,34) sowie Steuerberatungsleistungen (EUR 1.662,43).
f) Geschäftsführung
Die Geschäftsführung erfolgte im
Geschäftsjahr 2023 durch:
| ― |
Pascal Portelli,
Dinard/Frankreich, Chief Executive Officer der Delta
Dore Finance S.A.-Gruppe
|
| ― |
Yannick Schreiber,
Lanvalley/Frankreich, Chief Operating Officer der
Delta Dore Finance S.A.-Gruppe
|
| ― |
Ralf Kern, Bocholt, Chief
Executive Officer der DELTA DORE RADEMACHER GmbH
|
| ― |
Rüdiger Schmidt,
Düsseldorf, Chief Financial Officer (der
ehemaligen) Rademacher Geräte-Elektronik GmbH
(bis 31. März 2023)
|
Auf die Angabe der
Geschäftsführerbezüge wird gemäß
§ 286 Nr. 4 HGB verzichtet, da nur zwei
Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft
erhalten.
g) Gesellschafter
Alleinige Gesellschafterin ist die Delta Dore Finance
S.A., Saint-Malo/Frankreich. Die Gesellschaft wird in den
Konzernabschluss der Delta Dore Finance S.A.,
Saint-Malo/Frankreich, einbezogen. Die Delta Dore Finance
S.A., Saint-Malo/Frankreich, stellt den Konzernabschluss
für den größten und kleinsten Kreis von
Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Delta Dore
Finance S.A., Saint-Malo/Frankreich, unterliegt in
Frankreich keiner Offenlegungspflicht.
h) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen umfassen
den Liefer- und Leistungsverkehr, sonstige Verrechnungen
sowie den Finanzverrechnungsverkehr mit verschiedenen
verbundenen Unternehmen der Delta Dore Finance S.A.-Gruppe
und werden zu marktüblichen Bedingungen erbracht.
7. Ergebnisverwendung
Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr
2023 von EUR 2.841.047,77 soll auf neue Rechnungen
vorgetragen werden.
8. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
(Nachtragsbericht)
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in
der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz
berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
Rhede, den 28. März
2024
DELTA
DORE RADEMACHER GmbH
Pascal
Portelli
Yannick
Schreiber
Ralf
Kern
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Verschmel-
zung |
Zugänge |
Abgänge |
Umbu-
chungen |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Immaterielle |
|
|
|
|
|
|
|
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene |
|
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
12.660.271,78 |
0,00 |
1.211.791,00 |
17.458,00 |
0,00 |
13.854.604,78 |
| 2.
Entgeltlich erworbene |
|
|
|
|
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen |
|
|
|
|
|
|
| Rechten
und Werten |
2.541.158,72 |
750,00 |
257.283,13 |
0,00 |
247.572,98 |
3.046.764,83 |
| 3.
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
1.150.952,16 |
0,00 |
1.150.952,16 |
0,00 |
0,00 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
247.572,98 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
-247.572,98 |
0,00 |
|
15.449.003,48 |
1.151.702,16 |
1.469.074,13 |
1.168.410,16 |
0,00 |
16.901.369,61 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
5.245.198,79 |
0,00 |
10.993,28 |
0,00 |
24.500,00 |
5.280.692,07 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
|
|
|
|
| und
Maschinen |
5.847.188,38 |
9.949,75 |
155.461,29 |
282.655,01 |
40.958,36 |
5.770.902,77 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
2.954.502,29 |
365.992,14 |
152.291,42 |
406.344,19 |
5.037,29 |
3.071.478,95 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
70.495,65 |
0,00 |
33.006,80 |
0,00 |
-70.495,65 |
33.006,80 |
|
14.117.385,11 |
375.941,89 |
351.752,79 |
688.999,20 |
0,00 |
14.156.080,59 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
0,00 |
25.000,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
25.000,00 |
|
29.566.388,59 |
1.552.644,05 |
1.820.826,92 |
1.857.409,36 |
0,00 |
31.082.450,20 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Verschmel-
zung |
Zugänge |
Abgänge |
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| Immaterielle |
|
|
|
|
|
|
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Selbst geschaffene |
|
|
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
8.427.957,50 |
0,00 |
1.396.131,72 |
0,00 |
9.824.089,22 |
| 2.
Entgeltlich erworbene |
|
|
|
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
|
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
|
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
|
|
|
| Lizenzen
an solchen |
|
|
|
|
|
| Rechten
und Werten |
2.107.603,76 |
749,50 |
210.479,70 |
0,00 |
2.318.832,96 |
| 3.
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
1.150.950,16 |
2,00 |
1.150.952,16 |
0,00 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
10.535.561,26 |
1.151.699,66 |
1.606.613,42 |
1.150.952,16 |
12.142.922,18 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
4.300.063,94 |
0,00 |
79.060,31 |
0,00 |
4.379.124,25 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
|
|
|
| und
Maschinen |
5.085.670,73 |
9.947,25 |
268.180,57 |
192.153,29 |
5.171.645,26 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
2.412.768,36 |
357.700,14 |
207.676,28 |
397.037,22 |
2.581.107,56 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
|
|
|
| Anlagen
im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
11.798.503,03 |
367.647,39 |
554.917,16 |
589.190,51 |
12.131.877,07 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Beteiligungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
22.334.064,29 |
1.519.347,05 |
2.161.530,58 |
1.740.142,67 |
24.274.799,25 |
|
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| Immaterielle |
|
|
|
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Selbst geschaffene |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
4.030.515,56 |
4.232.314,28 |
| 2.
Entgeltlich erworbene |
|
|
| Konzessionen,
gewerbliche |
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche |
|
|
| Rechte
und Werte sowie |
|
|
| Lizenzen
an solchen |
|
|
| Rechten
und Werten |
727.931,87 |
433.554,96 |
| 3.
Geschäfts- oder Firmenwert |
0,00 |
0,00 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
0,00 |
247.572,98 |
|
4.758.447,43 |
4.913.442,22 |
| Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke und Bauten |
901.567,82 |
945.134,85 |
| 2.
Technische Anlagen |
|
|
| und
Maschinen |
599.257,51 |
761.517,65 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
490.371,39 |
541.733,93 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und |
|
|
| Anlagen
im Bau |
33.006,80 |
70.495,65 |
|
2.024.203,52 |
2.318.882,08 |
| Finanzanlagen |
|
|
| Beteiligungen |
25.000,00 |
0,00 |
|
6.807.650,95 |
7.232.324,30 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die DELTA DORE RADEMACHER GmbH (bis zum 22. Mai
2023: Rademacher Geräte-Elektronik GmbH), Rhede
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der DELTA DORE
RADEMACHER GmbH (bis zum 22. Mai 2023: Rademacher
Geräte-Elektronik GmbH), Rhede, - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der DELTA DORE RADEMACHER GmbH
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage des Unternehmens.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 19.
April 2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Jessen,
Wirtschaftsprüfer
van
der Lake, Wirtschaftsprüfer
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10.
Juni 2024 festgestellt.
|