Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 9014
Eingetragen
2.2.2006
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Flaschen und anderen Behältnissen aus Glas
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Dispensern für die Aerosol-Industrie, deren Entwicklung und Forschung auf dem Gebiet der Aerosol-Technik sowie die Herstellung und der Vertrieb von Gegenständen aller Art auf dem Gebiet der Aerosol-Industrie und der Verpackungsindustrie einschließlich der Herstellung, der Reparatur und des Vertriebs von Maschinen sowie von Formen für die Kunststoffspritzerei .

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jörg Stromeyer
seit 13.3.2023
Prokura
Harald Jessen
seit 4.7.2022
Geschäftsführer
Stefan Foitlinski
seit 2.4.2019
Prokura
André Grubbe
seit 15.6.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
33.50%
Alexandra Lilienthal
33.30%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Leonhard Fischer & Co. GmbH
Germany
1.500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LINDAL Dispenser GmbH

Schönberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand der LINDAL Dispenser GmbH ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Verpackungslösungen insbesondere für die Aerosol-Industrie und für alle Arten von Druckverpackungen. Die Unternehmenstätigkeit umfasst dabei neben der Herstellung von Produkten auch Entwicklungs- und Servicedienstleistungen für die genannten Bereiche sowie den Vertrieb der Maschinen und Werkzeuge der Leonhard Fischer & Co. GmbH (letzteres überwiegend im Rahmen von kompletten Kundenprojekten).

Als Unternehmen der LINDAL Gruppe ist die Gesellschaft für die Produktion und den Vertrieb von Aerosolventilen, Sprühköpfen und Sprühkappen - hauptsächlich für die Kosmetikindustrie - zuständig.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die lokalen Ressourcen für Forschung und Entwicklung werden vom "Global Innovation Center" der LINDAL Gruppe von Frankreich aus zentral koordiniert. Die Entwicklungsressourcen der LINDAL Dispenser GmbH werden vorrangig für lokale Projekte eingesetzt. Außerdem werden Gruppenprojekte unterstützt. Die lokale Expertise liegt im Schwerpunkt in der Ventil- und Düsenentwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist die Wirtschaft des Euroraums laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz insgesamt um 0,6% gewachsen. Insbesondere hohe Preise, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland bremsten die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft aus. Das Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft betrug im Gesamtjahr 2023 2,4%.

Gemäß des Monatsberichts Januar 2024 des Bundesfinanzministeriums ist das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem das BIP im Jahr 2022 um 1,9 % gewachsen war. Der Arbeitsmarkt zeigte sich als sehr robust, sodass im Jahresdurchschnitt 2023 die Arbeitslosenquote leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 % stieg. Die Inflationsrate betrug vor allem infolge der starken Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Energie jahresdurchschnittlich 5,9 % nach 7,9 % im Jahr 2022.

Da keine belastbaren Marktdaten des europäischen Aerosolmarktes über das abgelaufene Geschäftsjahr verfügbar sind, wird im Folgenden auf den FEA (European Aerosol Federation) Report 2022 - European Aerosol Production - Bezug genommen. Wesentlichen Veränderungen der branchenbezogenen Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorjahr sind uns nicht bekannt. Wir gehen daher davon aus, dass die nachfolgenden Ausführungen über das Jahr 2022 auch die branchenbezogenen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 im Wesentlichen zutreffend beschreiben. Weil die LINDAL Dispenser zu einem großen Teil den europäischen Markt bedient, wird in den weiteren Ausführungen auf den europäischen Markt abgestellt.

Die gesamtwirtschaftliche Lage des europäischen Aerosolmarktes in 2022 zeigte nach kleineren Einbußen im Vorjahr wieder einen Anstieg, was darauf hindeutet, dass die Talsohle durchschritten zu sein scheint. Die europäischen Produktionszahlen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 5,24 Mrd. auf 5,32 Mrd. Einheiten, womit auch das Ergebnis von 2020 übertroffen wurde und sich eine weitere Konsolidierung abzeichnet. Im globalen Kontext rangiert Europa weiterhin auf Platz eins, auf den Plätzen zwei, drei und vier folgen die USA (3,7 Mrd.), China (2,7 Mrd.) sowie Brasilien (1,2 Mrd.). Das Vereinigte Königreich (UK) vereint 27% der europäischen Volumina auf sich und nimmt damit die Spitzenreiterposition ein, danach folgt Deutschland mit 18,3% auf Platz 2, Frankreich (12,2%) auf dem dritten und Italien auf dem vierten Platz (10%).

In der europäischen Segmentbetrachtung vereint der Personal Care Bereich 55,1% auf sich (führendes Untersegment hier der Bereich Deodorants/Antitranspirants mit 1,66 Mrd. abgefüllten Einheiten, was einem Wachstum gegenüber 2021 um +4,4% entspricht / ähnlicher Trend in Deutschland mit +3,4% bzw. insgesamt 243 Mio. Deo-Einheiten), gefolgt von Haushalts-Anwendungen mit 21,1% (beherrschendes Untersegment hier ist trotz erheblicher Einbußen der Lufterfrischer-Bereich mit jetzt nur noch 538 Mio. Einheiten vs. 600 Mio. im VJ). Die Anteile aller restlichen Segmente belaufen sich in der Summe auf 23,8%, was einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um -0,4%-Punkten entspricht (größtes Segment ist hier der Bereich Farben und Lacke mit ca. 302 Mio. Einheiten, gefolgt von anderen industriellen und technischen Produkten mit 269 Mio. Teilen).

Nach dem leichten Aufwärtstrend des europäischen Aerosolmarktes in 2022, geht die Geschäftsführung für 2023 von einem stabilen Markt aus. Damit geht die Geschäftsführung davon aus, dass die europäischen Produktionszahlen für 2023 auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

Die im Laufe des Jahres 2023 realisierte inflationsgetriebene Preiserhöhung bei Ventilen und Sprühköpfen wurde vom Markt ausnahmslos akzeptiert, so dass es zu keinen hieraus resultierenden Volumenverlusten kam. Der Personal-Care Bereich erwies sich abermals als starkes Rückgrat und Wachstumstreiber, und auch das industrielle Segment (Farben und Lacke) zeigte einen erfreulichen Aufwärtstrend gegenüber dem VJ.

Da sich die Wettbewerbssituation in Bezug auf Anzahl der Wettbewerber nicht verändert hat und alle Marktteilnehmer von diesen Preiserhöhungen konfrontiert wurden, wird davon ausgegangen, dass auch diese die Erhöhungen an ihre Kunden weitergereicht und sich die Markanteile im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert haben werden.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Lagebericht des Vorjahres ging die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 trotz der Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise auf Grund einer stabilen Situation im Kerngeschäft, begleitet von einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse, einer leichten Verbesserung der Materialaufwandsquote, einem deutlichen Anstieg der Personalkosten sowie einer deutlichen Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, von einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern aus.

Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde durch die ab Mitte März 2023 verschärften Sanktionen gegen Russland stark beeinflusst. Diese Sanktionen führten zu einem deutlichen Volumenrückgang, der durch einen, dem Marktumfeld in Brasilien geschuldeten, Volumenrückgang im Lebensmittel Segment verstärkt wurde. Gegenläufig stieg die Nachfrage im Personal Care Segment, insbesondere seitens eines wachstumsstarken Kunden, bei dem wir außerdem unseren Anteil im Ventilbereich signifikant erhöhen konnten, deutlich an. Zusätzlich sahen wir eine spürbare Erholung im Segment der Farben und Lacke durch eine sehr positive Entwicklung bei unseren Top-Industriekunden.

Die Erwartungen der Geschäftsführung wurden bezüglich des Umsatzes und des Ergebnisses vor Steuern nicht erreicht. Der Anstieg der Umsatzerlöse fiel mit den oben beschriebenen, Effekten und den durchgeführten Preiserhöhungen nicht so stark aus wie erwartet. Bei der Materialaufwandsquote ergab sich u.a. aufgrund eines deutlich gesunkenen Bedarfs an Leiharbeitskräften sowie gesunkener Einkaufspreise für Rohmaterial eine leichte Verbesserung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen u.a. aufgrund höherer Reparaturkosten. Insgesamt führten diese Effekte zu einem deutlich niedrigeren Gewinn vor Steuern.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse erhöhten sich um T€ 2.417 bzw. 3,2 % und liegen im Geschäftsjahr 2023 mit T€ 77.439 somit leicht über dem Vorjahreswert von T€ 75.023. Dieser Anstieg ist überwiegend auf eine Preiserhöhung sowie eine gestiegene Nachfrage im Personal Care Segment zurückzuführen und wurde durch ein gesunkenes Intercompany-Geschäft sowie die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland gedämpft.

Der Materialaufwand ist mit T€ 48.632 um T€ 363 bzw. 0,8 % höher als im Vorjahr. Die Rohertragsquote ist mit 37,6 % gegenüber dem Vorjahr mit 36,5 % gestiegen. Im Einzelnen ist dies auf die stark gestiegenen Energiekosten, den gesunkenen Einkaufspreisen bei den Rohwaren sowie gesunkenen Leiharbeiterkosten zurückzuführen. Die Verbesserung der Rohertragsquote führte ceteris paribus zu einem positiven Ergebnisbeitrag von T€ 823.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit T€ 2.374 im Vergleich zum Vorjahr um 353,3 % höher. Der Anstieg im Geschäftsjahr 2023 geht im Wesentlichen auf die Gutschriften aus der Strompreisbremse zurück.

Die Personalaufwendungen sind mit T€ 12.823 gegenüber dem Vorjahr um 26,5% gestiegen. Die Steigerung geht im Wesentlichen auf die deutlich erhöhte Anzahl festangestellter Mitarbeiter, erhöhten Kosten aufgrund der Gehaltsanpassungen sowie Inflationsausgleichszahlungen für die festangestellten Mitarbeiter zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 13.329 gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.318 bzw. 11,0% gestiegen. Der Anstieg geht im Wesentlichen auf erhöhte Reparaturkosten, erhöhte Konzernumlagen für Management, IT und R&D, Rückstellungen für einen Rechtsstreit sowie erhöhten Verwaltungsaufwand zurück. Gegenläufig hierzu sanken die Aufwendungen für Leiharbeiter in den Bereichen Lager und Verwaltung sowie die Vertriebskosten.

In der Folge liegen das Jahresergebnis vor Gewinnabführung, Ertragsteuern, Zinsergebnis und Abschreibungen mit T€ 5.471 um T€ 693, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung, Ertragsteuern, und Zinsergebnis mit T€ 2.344 um T€ 556 und das Ergebnis vor Steuern liegt mit T€ 1.871 um T€ 910 jeweils unter dem des Vorjahres.

Eigenkapital- und Umsatzrentabilität lagen - vor Ergebnisabführung - mit 18,0 % bzw. mit 2,4 % deutlich unter dem jeweiligen Vorjahreswert von 26,7 % bzw. 3,7 %.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Leonhard Fischer & Co. GmbH geschlossen. In diesem Zusammenhang hat die LINDAL Dispenser GmbH als Organgesellschaft ihren Gewinn in Höhe von T€ 1.871 an den Organträger abgeführt, so dass das Jahresergebnis T€ 0 beträgt.

2.3.2 Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote verringerte sich geringfügig von 32,8 % im Vorjahr auf 31,2 %.

Die geringfügige Verringerung der Eigenkapitalquote geht auf die deutliche Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 1.683 zurück. Die deutliche Erhöhung der Bilanzsumme steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den gestiegenen Sachanlagewerten und Forderungen sowie verringerten Vorräten. Das Eigenkapital blieb, bedingt durch den im Geschäftsjahr 2013 geschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit T€ 10.411 konstant.

Investitionsanalyse

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von T€ 4.186 getätigt, die im Wesentlichen auf technische Anlagen entfallen.

Die LINDAL Gruppe implementiert seit dem Geschäftsjahr 2018 ein neues ERP-System, um die heterogene IT-Landschaft der LINDAL Gruppe auf ein homogenes, standardisiertes Daten- und Prozesssystem weiterzuentwickeln. Die Arbeiten sind zum 31. Dezember 2023 noch nicht abgeschlossen. In diesem Zusammenhang bestehen finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften mit weiteren Gesellschaften der LINDAL Gruppe. Die Höhe schätzt die Gesellschaft auf T€ 3.763. Die Inbetriebnahme der Software ist für das Geschäftsjahr 2024 geplant.

Darüberhinausgehende Investitionsverpflichtungen bestehen am Bilanzstichtag gegenüber der Leonhard Fischer & Co. GmbH in Höhe von T€ 295 für georderte Maschinen und Anlagen.

Liquiditätsanalyse

Zum Bilanzstichtag haben die liquiden Mittel T€ 4 betragen. Somit sind die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Ursache für die niedrigen liquiden Mittel ist die im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossene Cashpool-Vereinbarung der deutschen Gesellschaften der LINDAL Gruppe.

Die LINDAL Dispenser GmbH wird im Rahmen einer Cash Pooling-Vereinbarung durch die LINDAL Gruppe finanziert. Die LINDAL Gruppe hat einen umfassenden, noch nicht ausgeschöpften, aber bereits von Banken zugesagten mittel- und langfristigen Finanzierungsrahmen in Höhe von € 177 Mio., der zum 31.12.2023 nur zu ca. 50 % ausgeschöpft wurde.

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet. Kreditbeschränkungen waren zu keinem Zeitpunkt zu verzeichnen.

Die Gesellschaft ist im Rahmen eines "multi-currency credit facility agreements" über insgesamt € 145,0 Mio. sowie zwei Schuldscheindarlehen über insgesamt € 25,0 Mio. Garantiegeber für die in Anspruch genommenen Darlehenstranchen. Eigene Schulden gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die zum 31. Dezember 2023 gezogenen Darlehenstranchen, für die die Gesellschaft eine Garantie gegeben hat, belaufen sich auf € 90,6 Mio.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.683 auf T€ 33.410 zum 31. Dezember 2023. Der deutliche Anstieg geht insbesondere auf einen Anstieg des Anlagevermögens, begleitet von einem leichten Anstieg des Umlaufvermögens, zurück.

Das Anlagevermögen erhöhte sich durch die die Abschreibungen übersteigenden Investitionen und stieg um T€ 1.193 bzw. 10,9 % auf T€ 12.143 zum Bilanzstichtag. Dies führt bei gleichbleibendem Eigenkapital zu einem Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital / Anlagevermögen) von 0,9 (Vorjahr 1,0).

Der insgesamt leichte Anstieg im Umlaufvermögen in Höhe von T€ 481 bzw. 2,3 % geht im Wesentlichen auf die um T€ 598 gestiegenen Forderungen sowie die um T€ 618 gestiegenen sonstigen Vermögensgegenstände zurück. Die Vorräte dagegen verringerten sich um T€ 736. Der Anstieg der Forderungen resultiert aus den gestiegenen Forderungen gegenüber Dritten. Der Anstieg der Forderungen gegenüber Dritten resultiert überwiegend aus einem höheren Forderungsbestand wegen preisbedingt höherer Umsätze zum Jahresende. Der Anstieg der sonstigen Vermögengegenstände geht im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzsteuerforderungen sowie Forderungen aus der Förderung einer neuen Kälteanlage zurück.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehören insbesondere eine hohe Kundenzufriedenheit, die sich auch in den langjährigen Kundenbeziehungen widerspiegelt, eine hohe Marktpenetration sowie die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs.

Im Geschäftsjahr war neben den sanktionsbedingten russischen Kunden kein Abgang von langfristigen Kunden zu verzeichnen.

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Auszubildenden reduzierte sich leicht von 9 im Vorjahr auf 8 im Geschäftsjahr.

2.5 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Im Geschäftsjahresverlauf wurden steigende Umsatzerlöse erzielt. Die Rohertragsquote ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Insgesamt ergibt sich ein gesunkenes Jahresergebnis vor Gewinnabführung. Die Gesamtentwicklung ist für die Gesellschaft insgesamt im Geschäftsjahr 2023 nicht zufriedenstellend verlaufen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Das Management steuert das Unternehmen durch ein umfassendes Monatsberichtswesen mit relevanten Schlüsselkennzahlen des Controllings. Abweichungen bei den Planzahlen im Auftragseingang, beim Auftragsbestand, beim Lagerbestand sowie bei Umsatz, Rohertrag und Kosten können rechtzeitig erkannt werden. Bei wesentlichen Abweichungen werden durch das Managementteam entsprechende Maßnahmen für alle Abteilungen ergriffen.

Gesamtdarstellung der Chancen und Risiken

Die Chancen- und Risikolage der LINDAL Dispenser GmbH bildet mögliche positive oder negative Abweichungen von der dargestellten Prognose ab. Insgesamt hat sich die Chancen- und Risikolage im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert, allerdings haben sich die Unsicherheiten auf den Beschaffungsmärkten und Absatzmärkten weitestgehend normalisiert. Das Management erwartet aus der Russland-Ukraine-Krise keine besonderen wesentlichen Risiken für das Geschäftsjahr 2024. Aus diesem Grund enthält der Chancen- und Risikobericht keinen speziellen Absatz für die Risiken im Zusammenhang mit der Russland-Ukraine-Krise.

Potentielle operative Risiken sind das Markt-, das Produkt-, das Vertriebs- und das Beschaffungsrisiko.

1. Marktrisiko

Eine wesentliche Voraussetzung für die weiterhin positive Entwicklung der LINDAL Dispenser GmbH ist die Wachstumsdynamik der Aerosolindustrie mit dem Hauptabsatzmarkt Kosmetikbranche, insbesondere in Europa.

Ein Halten des Marktanteils bzw. ein leichtes Wachstum auf diesem Markt ist stark verknüpft mit Kundenprojekten und innovativen Problemlösungen.

Wenn sich die Nachfrage in dieser Branche nicht wie erwartet entwickelt, besteht aufgrund der bestehenden Kostenstruktur das Risiko, dass negative Ergebnisabweichungen kurzfristig nur teilweise kompensiert werden können.

Dieses Risiko minimiert die LINDAL Dispenser GmbH durch intensive Prüfung des jeweiligen lokalen Marktes im Vorfeld von Investitionen.

2. Produktrisiko

Risiken aus Gewährleistungs- oder Vertragsverletzungsansprüchen aufgrund von Qualitätsproblemen der Produkte begegnet die LINDAL Dispenser GmbH durch ein zentrales Konzern-Qualitätsmanagement sowie einem eigenen, lokalen Qualitätsmanagement. Dabei werden die Produkte durch regelmäßige Labortests geprüft. Zusätzlich sichert die örtliche Betriebsleitung durch planvolle Wartungsintervalle und Schulung der Mitarbeiter eine gleichbleibende Produktionsqualität.

Das Angebot von Aerosollösungen und Kunststoffprodukten birgt aus ökologischen Gesichtspunkten ein Produktrisiko. Die LINDAL Dispenser GmbH reagiert auf das Risiko, indem sie durch intensive Marktbeobachtungen, unter Einbeziehung der Entwicklungsabteilung der LINDAL Gruppe ("Global Innovation Center") und als Mitglied des Industrie-Gemeinschaft Aerosole e.V., Frankfurt am Main Markttrends früh erkennt und hierauf mit ihrer Produktpalette flexibel reagieren kann.

3. Vertriebsrisiko

Das Unternehmen macht als Teil einer mittelständischen Unternehmensgruppe in einem oligopolistischen Markt einen bedeutenden Umsatzanteil mit wichtigen Schlüsselkunden, woraus ein Vertriebsrisiko resultiert. Durch eine umfassende Diversifizierung der Kunden und Absatzmärkte besitzt die LINDAL Dispenser GmbH jedoch ein umfangreiches Kundenportfolio, mit dem eine einseitige Abhängigkeit von einzelnen Kunden vermieden wird. Beidseitig vorhandene Abhängigkeiten stärken wiederum die Zusammenarbeit. Zudem werden diese Risiken durch eine zentrale Vertriebs- und Einkaufssteuerung überwacht.

Da der Aerosol-Markt absatzseitig durch multinationale Markenhersteller dominiert wird, herrscht ein hoher Preisdruck aufgrund der Marktmacht der Kunden. Hieraus entsteht das Risiko, dass Preiserhöhungen nicht vollständig durchgesetzt werden können. Die LINDAL Dispenser GmbH wirkt diesem Risiko mit engem Kundenkontakt entgegen.

4. Beschaffungsrisiko

Die Abhängigkeit von einzelnen Vorlieferanten reduziert die LINDAL Dispenser GmbH durch eine zentrale Konzern-Einkaufsabteilung. Dies ermöglicht die Bündelung des Bedarfs der wesentlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, so dass die eigene Verhandlungsposition gegenüber den Vorlieferanten gestärkt wird. Außerdem verbessert das zentrale Einkaufs- und Lieferkettenmanagement die Beurteilung der weltweiten Lieferanten und erleichtert die Nutzung von alternativen Materialien und Komponenten. Zudem ermöglicht es bei kurzfristigen lokalen Lieferengpässen firmen- und länderübergreifende Gegenmaßnahmen.

Durch Ausweitung der eigenen Produktionskapazitäten für wesentliche Komponenten versucht die Gesellschaft die Produktionstiefe auszuweiten und kann dadurch die Abhängigkeit von externen Vorlieferanten reduzieren.

Nachteilige Veränderungen von Marktpreisen, insbesondere bezüglich der Beschaffungspreise von Rohstoffen, Energie sowie Transportdienstleitungen, aber auch überproportional steigende Personalkosten stellen ein Preisrisiko dar, welches aktuell durch eine weltweit sinkende Inflation positiv beeinflusst wird. Dem Preisrisiko begegnet die LINDAL Dispenser GmbH durch eine breite Diversifizierung der Lieferanten sowie regelmäßigen Preisverhandlungen und Preisanpassungsmechanismen mit den Kunden.

5. Sonstige Risiken

Lieferungen und Bezüge werden fast ausschließlich auf Euro-Basis getätigt. Fremdwährungsrisiken werden somit fast gänzlich vermieden.

Bilanzielle Risiken, soweit sie bei Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Die Gesellschaft hat alle Möglichkeiten genutzt, Vorsorge im Hinblick auf etwaige Risiken zu treffen.

Elementarrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt. Für geschäftsbezogene Risiken besteht ein marktüblicher Versicherungsschutz, dessen Umfang regelmäßig überprüft wird.

Die LINDAL Dispenser GmbH prüft durch rollierende Umsatzschätzungen in Verbindung mit einem Cash-Flow-Forecast die Auswirkung der sich ändernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die finanzielle Situation der Gesellschaft.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Vor dem Hintergrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der guten Marktpositionierung werden die Risiken insgesamt als beherrschbar eingeschätzt. Es geht keine Bestandsgefährdung von einem einzelnen Risiko oder von Risiken im Verbund aus.

Chancen

Chancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung liegen in der geplanten Ausweitung des Produktportfolios sowie der Nutzung modernster Produktionstechnologie. Der daraus resultierende Anstieg der Produktionskapazität kann, aufgrund der kürzeren Leadtimes, zu einer deutlich höheren Kundenzufriedenheit führen.

Eine gegenseitige Abhängigkeit des Unternehmens mit Kunden im Rahmen von Kundenprojekten mit speziellen Entwicklungen, Maschinen und Werkzeugen für Kunden stellt neben dem begrenzten Risiko auch eine wesentliche Chance am Absatzmarkt dar.

Prognosebericht

Auch für 2024 wird von einer stabilen Situation im Kerngeschäft ausgegangen. In einem stabilen Marktumfeld sind die Wachstumsmöglichkeiten begrenzt.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass durch leicht steigende Umsatzerlöse und einer leichten Verbesserung der Materialaufwandsquote die Wettbewerbsfähigkeit im Geschäftsjahr 2024 leicht verbessert wird. Zudem geht die Gesellschaft von einem deutlichen Anstieg der Personalkosten sowie einer deutlichen Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Die Geschäftsführung erwartet vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.

 

Schönberg, 7. Mai 2024

Harald Jessen

François Gilbert

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 12.142.675,78 10.949.499,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 374.195,53 444.820,13
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.094,73 60.906,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 318.100,80 383.913,80
II. Sachanlagen 11.768.480,25 10.455.955,81
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 321.710,56 161.011,41
2. technische Anlagen und Maschinen 9.449.174,01 8.022.980,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 741.911,51 623.704,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.255.684,17 1.648.259,58
III. Finanzanlagen 0,00 48.723,94
1. sonstige Ausleihungen 0,00 48.723,94
B. Umlaufvermögen 21.218.736,49 20.737.306,44
I. Vorräte 8.900.474,67 9.636.084,47
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.390.339,69 5.930.585,89
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 870.996,32 1.180.076,47
3. fertige Erzeugnisse und Waren 4.241.643,98 3.607.451,31
4. geleistete Anzahlungen 157.500,00 0,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 760.005,32 1.082.029,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.314.698,53 11.098.877,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.500.603,06 7.927.362,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.246.524,09 2.221.489,49
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.567.571,38 950.026,01
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.563,29 2.344,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.819,65 40.767,95
Bilanzsumme, Summe Aktiva 33.410.231,92 31.727.574,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.410.927,51 10.410.927,51
I. gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Kapitalrücklage 4.067.649,52 4.067.649,52
III. Gewinnvortrag 4.843.277,99 4.843.277,99
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 2.920.639,77 2.532.340,43
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.074.473,00 1.118.509,00
2. sonstige Rückstellungen 1.846.166,77 1.413.831,43
C. Verbindlichkeiten 20.076.367,92 18.784.306,33
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.947.108,96 3.989.863,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.826.584,73 14.378.570,85
3. sonstige Verbindlichkeiten 302.674,23 415.872,02
davon aus Steuern 113.861,71 94.928,60
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 13.201,53 6.218,46
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.296,72 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 33.410.231,92 31.727.574,27

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 77.439.200,42 75.022.615,61
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 441.605,55 1.036.722,06
3. sonstige betriebliche Erträge 2.374.446,35 523.838,52
4. Materialaufwand 48.631.745,99 48.269.110,41
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 43.683.733,71 44.856.220,67
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.948.012,28 3.412.889,74
5. Personalaufwand 12.822.947,03 10.137.924,88
a) Löhne und Gehälter 10.675.785,56 8.456.502,21
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.147.161,47 1.681.422,67
davon für Altersversorgung 93.345,57 77.601,94
6. Abschreibungen 3.127.358,43 3.264.090,03
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.127.358,43 3.264.090,03
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 13.328.563,18 12.010.825,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.121,06 80,44
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 475.750,30 118.845,69
davon an verbundene Unternehmen 474.419,70 110.915,09
10. Ergebnis nach Steuern 1.872.008,45 2.782.460,62
11. sonstige Steuern 756,45 1.136,81
12. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.871.252,00 2.781.323,81
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma "LINDAL Dispenser GmbH" mit Sitz in Schönberg ist beim Handelsregister des Amtsgerichts Schwerin unter HRB 9014 eingetragen.

Der Jahresabschluss der LINDAL Dispenser GmbH, Schönberg, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer großen GmbH im Sinne von § 267 HGB auf.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Es waren die nachfolgenden - gegenüber dem Vorjahr unveränderten - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen, um die Finanzanlagen mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie Leistungen werden zu Herstellungskosten angesetzt, gegebenenfalls erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbaren zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Sondereinzelkosten der Fertigung, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die erhaltenen Anzahlungen, die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nennwert bilanziert.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelfallrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Konzernfremden wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % Rechnung getragen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, unter Zugrundelegung der "projected unit credit method", dem nach internationaler Rechnungslegung angewendeten Anwartschaftsbarwertverfahren, bewertet. Grundlegende Annahmen waren ein Rechnungszins von 1,83 % p.a., ein Rententrend von 1 % p.a. und die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der verwendete Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Hiernach ergibt sich ein Erfüllungsbetrag aus Pensionsverpflichtungen von € 1.074.473,00. Bei Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre in Höhe von 1,76 % p.a. ergibt sich ein Erfüllungsbetrag von € 1.079.935,00. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von € 5.462,00 unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag nach versicherungsmathematischen Gutachten, unter Zugrundelegung der "projected unit credit method", dem nach internationaler Rechnungslegung angewendeten Anwartschaftsbewertungsverfahren, bewertet. Grundlegende Annahmen waren ein Rechnungszins von 1,75 % p.a., ein Gehaltstrend von 2,0 % p.a., eine Fluktuationswahrscheinlichkeit von 0,5 % und die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der verwendete Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktwertzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich laufzeitadäquat auf Basis einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen bzw. - verbindlichkeiten wurden bei einer Restlaufzeit von unter einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs des Stichtages bewertet. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden die Forderungen/Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Entstehens unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bzw. des Imparitätsprinzips bewertet.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie im nachfolgenden "Anlagenspiegel" dargestellt.

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbkiche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.826.033,43 22.175,66 4.350,00 0 1.843.859,09
2. Geschäfts- oder Firmenwert 459.589,80 0 0 0 459.589,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.285.623,23 22.175,66 4.350,00 0 2.303.448,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
932.704,73 32.991,83 0 159.049,11 1.124.745,67
2. technische Anlagen und Maschinen 40.375.270,58 914.147,59 504.863,69 3.069.907,64 43.854.462,12
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.720.786,16 222.967,27 92.657,84 157.761,72 4.008.857,31
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.657.499,58 2.994.143,06 0 -3.386.718,47 1.264.924,17
Summe Sachanlagen 46.686.261,05 4.164.249,75 597.521,53 0 50.252.989,27
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 48.723,94 4,06 48.728,00 0 0
Summe Finanzanlagen 48.723,94 4,06 48.728,00 0 0
Summe Anlagevermögen 49.020.608,22 4.186.429,47 650.599,53 0 52.556.438,16
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Geschäftsjahr
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbkiche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.765.127,10 26.987,26 4.350,00 0 1.787.764,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 75.676,00 65.813,00 0 0 141.489,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.840.803,10 92.800,26 4.350,00 0 1.929.253,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
771.693,32 31.341,79 0 0 803.035,11
2. technische Anlagen und Maschinen 32.352.290,25 2.751.449,14 498.857,35 0 34.604.882,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.097.081,67 251.767,24 81.903,11 0 3.266.945,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.240,00 0 0 0 9.240,00
Summe Sachanlagen 36.230.305,24 3.034.558,17 580.760,46 0 38.684.102,95
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Summe Anlagevermögen 38.071.108,34 3.127.358,43 585.110,46 0 40.613.356,31
Buchwerte
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbkiche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 56.094,73 60.906,33
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 318.100,80 383.913,80
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0 374.195,53 444.820,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
0 321.710,56 161.011,41
2. technische Anlagen und Maschinen 199.593,93 9.449.174,01 8.022.980,33
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 741.911,51 623.704,49
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 1.255.684,17 1.648.259,58
Summe Sachanlagen 199.593,93 11.768.480,25 10.455.955,81
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0 0 48.723,94
Summe Finanzanlagen 0 0 48.723,94
Summe Anlagevermögen 199.593,93 12.142.675,78 10.949.499,88

Für den im Geschäftsjahr 2021 entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert wird eine Nutzungsdauer von sieben Jahren zugrunde gelegt, da dies der Restnutzungsdauer der miterworbenen, zur Realisierung des Geschäfts- oder Firmenwerts zwingend benötigten Sachanlagen entspricht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 2.247 (Vorjahr: T€ 2.221) aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 20) Forderungen gegen Gesellschafter.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 470), Verpflichtungen gegenüber Personal (T€ 474), für ausstehende Rechnungen und sonstige Verpflichtungen (T€ 902).

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 T€ kleiner 1 J.
T€
1 bis 5 J.
T€
größer 5 J.
T€
aus Lieferungen und Leistungen 4.947,10 4.947,10 0 0
(Vorjahr) -3.989,90 -3.989,90 0 0
gg. verbundenen Unternehmen 14.826,60 14.826,60 0 0
(Vorjahr) -14.378,60 -14.378,60 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 302,7 302,7 0 0
(Vorjahr) -415,9 -415,9 0 0
Summe 20.076,40 20.076,40 0 0
(Vorjahr) -18.784,40 -18.784,40 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 2.779 (Vorjahr: T€ 3.752) aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 2.710 (Vorjahr: T€ 3.002) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sind mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten unterlegt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Im Geschäftsjahr wurden 77% (Vorjahr: 75%) der Umsatzerlöse mit Drittkunden und 23% (Vorjahr: 25%) der Umsatzerlöse mit Unternehmen der LINDAL Gruppe erzielt.

Geografisch verteilt sich der Umsatz zu 42% (Vorjahr: 38%) auf das Inland, zu 46% (Vorjahr: 49%) auf den europäischen Wirtschaftsraum, zu 4% (Vorjahr: 5%) auf den amerikanischen Kontinent und zu 8% (Vorjahr: 8%) auf andere Kontinente.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 581 (Vorjahr: T€ 387) enthalten. Diese resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und durch den Abgang des Anlagevermögens entstandenen Buchgewinnen. Zudem enthalten die periodenfremden Erträge im Geschäftsjahr Erträge aus einer Zuschreibung im Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 200, welche vorgenommen wurde, da die Gründe der voraussichtlich dauernden Wertminderung entfallen sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalt Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 12) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind zudem außergewöhnliche Erträge in Höhe von T€ 1.649 enthalten. Diese betreffen Erstattungen auf Grund der Energiepreisbremse.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 102 (Vorjahr: T€ 15) enthalten. Darüber hinaus sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 18 (Vorjahr: T€ 86) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 7) enthalten.

D. Sonstige Pflichtangaben

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

Innerhalb 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
Mehr als 5 Jahre
T€
Insgesamt
T€
Verpflichtungen aus:
- Raummietverträgen 1.148 1.148 0 2.296
- Leasingverträgen 162 169 0 331
- schwebenden Geschäften zur Beschaffung von Gegenständen des Anlagevermögens 4.058 0 0 4.058
5.368 1.317 0 6.685

Von den Verpflichtungen bestehen T€ 6.354 (Vorjahr: T€ 5.161) gegenüber verbundenen Unternehmen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen nach § 251 HGB in Form von Garantien in Höhe von T€ 90.573 (Vorjahr: T€ 71.500). Die Haftungsverhältnisse betreffen vollständig Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus der Garantie für die Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden verbundenen Unternehmen als gering eingeschätzt.

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 219 (Vorjahr: 179). Darin enthalten sind durchschnittlich 140 gewerbliche Angestellte und 79 kaufmännische Angestellte. Zudem waren durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.

Die Angabe der von der Gesellschaft im Geschäftsjahr für die Tätigkeit der Geschäftsführer direkt gewährten Gesamtbezüge ist nach § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB ist unterblieben, da diese Angabe in einem das Unternehmen einzubeziehenden Konzernabschluss enthalten ist.

Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, wird von der Familie H. P. Lilienthal GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 116832) erstellt und im Bundesanzeiger offengelegt.

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch nachfolgend aufgeführte Geschäftsführer:

• Harald Jessen, Kaufmann, Hamburg

• Frédéric Noël, Kaufmann, Etalle, Belgien (bis zum 9. Januar 2024)

• François Gilbert, Kaufmann, Barcelona, Spanien (seit dem 10. Januar 2024)

 

Schönberg, 7. Mai 2024

gez. Harald Jessen

gez. François Gilbert

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die LINDAL Dispenser GmbH, Schönberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LINDAL Dispenser GmbH, Schönberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LINDAL Dispenser GmbH, Schönberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

-entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

-vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

-identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen, kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

-gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

-beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

-ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

-beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

-beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

-führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 13. Mai 2024

BONN & PARTNER Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Kuhlmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Wilms, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.