Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 6350
Vorher
Elektro-Borger GmbH
Eingetragen
12.11.1992
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenHerstellung von elektrischen HaushaltsgerätenGroßhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Ausführung aller Leistungen und Nebenleistungen des Elektrotechnikerhandwerks, Handel mit Elektroartikeln und Werkzeugen sowie Planung, Beratung und Handel mit Einbauküchenmöbeln und Kücheneinrichtungsgegenständen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Pierre Christoph Cherier
Leipzig
50.00%
Felix Maurice Cherier
Leipzig
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CHERIER GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen

Geschäftsmodell

Die CHERIER GmbH entstand aus der Übernahme eines in Insolvenz geratenen Handwerksbetriebes durch Herrn Stephan Cherier im Herbst 1984. Die Eröffnung des Einzelunternehmens erfolgte am 1. Januar 1985 in Leipzig. Nach zwei Umfirmierungen tragen wir nun den Namen CHERIER GmbH (im Folgenden kurz CHERIER).
Wir beschäftigen gegenwärtig über einhundert Mitarbeiter. Als Dienstleister realisieren wir elektrotechnische Anlagen mit innovativen elektrotechnischen Systemen. Unser Leistungsspektrum umfasst dabei den gesamten Bereich der Elektrotechnik. Wir errichten und warten Hoch- und Niederspannungsanlagen sowie Daten-, Brand-, Alarm- und Videotechnik im ganzen Bundesgebiet. Eine Tiefbauabteilung, sowie jeweils Abteilungen für Solartechnik, Elektromobilität, Parametrierung und Programmierung von Software sowie der Verkauf von Einbauküchen stehen zur Verfügung. Bei der Renovierung von Wohnungen übernehmen wir als Generalübernehmer auch Dienstleistungen anderer Gewerke. Alle mit unserem Leistungsspektrum in Verbindung stehenden Dienstleistungen und sonstigen Tätigkeiten ergänzen unsere Geschäftsfelder.
Das Leistungsspektrum von CHERIER umfasst Services und Tätigkeiten von Engineering und Planung über Herstellung, Montage, Programmierung und Inbetriebnahme bis zu Instandhaltung und Retrofitting. Material, ergänzende Produkte sowie Dienstleistungen beziehen wir von etablierten Herstellern und Lieferanten. Dies schafft zum einen die Grundlage zur Umsetzung von kundenspezifischen Anforderungen und zum anderen eine möglichst hohe Abdeckung in der Betreuung der Projekte.
CHERIER trägt bei Kundenprojekten meist die Gesamtverantwortung für die Ausführung der elektrotechnischen Anlage. Die Auftraggeber von CHERIER sind überwiegend öffentliche und privatwirtschaftliche Unternehmen. Somit partizipiert CHERIER sowohl an Investitionen der öffentlichen Auftraggeber wie auch der Privatwirtschaft. Es werden jedoch auch besonders in den Bereichen Smarthome, Photovoltaik, Elektromobilität und Einbauküchen Aufträge von Privatpersonen akquiriert.

Ziele und Strategien

Als mittelständischer Dienstleister möchte sich CHERIER mit seinem Leistungsangebot weiter in den angestammten Branchen und Märkten behaupten und durch horizontale Diversifikation seine Marktposition ausbauen. CHERIER vermarktet seine Leistungen als Dienstleister und Systemintegrator dabei auf dem bundesdeutschen Markt, zukünftig verstärkt im Bereich Leipzig und Umland.
Hauptsächlich ist CHERIER mit der Errichtung elektrotechnischer Anlagen in Sachsen, München, Dortmund, Darmstadt und Berlin aktiv. Chancen bieten dabei besonders die Themen Energieversorgung und Verteilung, Smarttechnology, sowie erneuerbare Energien. Die breite Aufstellung im elektrotechnischen Anlagenbau, von der Automatisierung und Digitalisierung bis zur Informationstechnik, ermöglicht die Bearbeitung diverser Großprojekte und sichert so die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg, ein hoher Qualitätsanspruch und eine solide Weiterentwicklung des Unternehmens sind die übergeordneten Unternehmensziele.

Steuerungssysteme

Zur Sicherung des Fortbestandes und der Entwicklung des Unternehmens hat CHERIER ein umfassendes Überwachungssystem aufgebaut. Die Geschäftsführung nutzt neben den üblichen betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten wie monatliche und jährliche betriebswirtschaftliche Auswertungen, Kostenstellenauswertungen, Projektauswertungen und Liquiditätsplanungen auch Prozesse zur Überwachung der Auftragseingänge, des Vertriebserfolges, der Leistungsabrechnung und Rechnungslegung, des Forderungsmanagements sowie von Vertragsabweichungen. Dafür existieren mehrere Zertifizierungen, welche von unabhängigen Gutachtern jährlich auditiert werden.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für die E-Handwerke war 2023 erneut ein erfolgreiches Jahr. Das ergab eine Berechnung des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) auf Grundlage der aktuellen Handwerkszählung sowie der vorläufigen Handwerksberichterstattung des Statistischen Bundesamtes für 2023.
Mit einem Plus von 7,9 % und einem Gesamtumsatz von 87,8 Mrd. € (2022: 81,4 Mrd. €) stellen die E-Handwerke weiterhin das größte installierende Gewerk dar. Zwar geht ein Teil der von den E-Handwerken erzielten Umsatzsteigerungen auf inflationsbedingte Preiserhöhungen zurück. Die Analyse der Umsatzentwicklung zeigt aber auch, dass die E-Handwerke von der mit Energiewende und Digitalisierung einhergehenden Elektrifizierung profitieren und Einbrüche im Neubau-Bereich erfolgreich durch Sanierungen kompensieren konnten. Auch der Umsatz pro Mitarbeiter/-in erhöhte sich 2023 um 8,6 % auf nun 167.564 Euro.
Bei den Beschäftigtenzahlen, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen waren, verzeichneten die E-Handwerke indes erstmals wieder ein, wenn auch leichtes, Minus. So ging die Zahl der Mitarbeiter/- innen nach dem Rekordwert im Jahr 2022 (527.354 Beschäftigte) leicht zurück (- 0,6 %) und lag 2023 bei 524.224. Dem liegen in erster Linie statistische Bereinigungseffekte zugrunde.
Ein Minus von 0,8 % verzeichnete die Branche auch bei der Zahl der Unternehmen. Diese ging 2023 auf 48.225 zurück (2022: 48.616). Damit setzt sich der Trend zu wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem Rückgang der Betriebszahl fort. Hintergrund für diese Entwicklung ist, dass größere Unternehmen erfolgreicher in der Diversifikation ihrer Geschäftsfelder sind und damit besser und flexibler auf neue Märkte wie beispielsweise Photovoltaik oder E-Mobilität reagieren können.
"Die Branchenkennzahlen für 2023 belegen, was zuvor auch schon die Frühjahrskonjunkturumfrage des ZVEH deutlich gemacht hat: Die E-Handwerke als wichtiges Klimahandwerk profitieren von Energiewende und Digitalisierung. E-handwerkliche Leistungen sind trotz Baukrise stark nachgefragt", so Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des ZVEH.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf von CHERIER im Geschäftsjahr 2023 ist sehr gut. Das Umsatzziel wurde zwar nicht erreicht, aber das Geschäftsjahr schließt mit einem besseren Ergebnis als geplant ab.
Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 beträgt 14,6 Mio. € und liegt mit 0,4 Mio. € unter dem Planwert. Er entspricht damit ca. dem Umsatz des Vorjahres. Die Gesamtleistung liegt mit 14,7 Mio. € um 0,3 Mio. € unter dem Planwert von 15,0 Mio. €. Mit einer Umsatzrendite von 8,8 % können wir das Geschäftsjahr 2023 als ein sehr erfolgreiches Jahr bewerten.
CHERIER realisierte 2023 ausschließlich Projekte am inländischen Markt. Besonders zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang der erfolgreiche Abschluss der Projekte Hauptfeuerwache Leipzig und von der LVB das Technische Zentrum Heiterblick, sowie in München die Schule am Mariahilfplatz.
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Vertrieb im regionalen und überregionalen Umfeld Auftragseingänge im Wert von 26,5 Mio. €. Dabei ragt der Auftrag "Messehalle 12" auf dem alten Messegelände in Leipzig mit mehr als 10 Mio. € heraus. Auszugsweise sind die Aufträge der Stadt Darmstadt, die Bertolt-Brecht-Schule mit über 1 Mio. € und die RB-Leipzig Geschäftsstelle mit über 3 Mio. € zu nennen. Die Entwicklung bei den Kunden, mit welchen wir im Rahmenvertrag zusammenarbeiten, war ebenfalls gut.
Damit konnte CHERIER wiederum seine Marktposition im regionalen Umfeld von Sachsen, sowie in den genannten Regionen behaupten.

C. Lage

Ertragslage

Für das Jahr 2023 sah die Planung einen Umsatz von T€ 15.000 und einen Jahresüberschuss von T€ 885 vor.
Im Geschäftsjahr 2023 erreichten wir Umsatzerlöse von T€ 14.564, diese lagen jedoch unter dem Wert der Planung mit T€ 15.000.
Mit einem Jahresüberschuss von T€ 1.276 erzielte CHERIER T€ 391 mehr als geplant.
Durch den Auftragsbestand von T€ 11.500 zum Jahresanfang und die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2023 erreichte CHERIER eine Gesamtleistung von T€ 14.700. Dies ist nahezu konstant im Vergleich zu den vergangenen Jahren.
Das erzielte Betriebsergebnis beträgt ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen und Finanzergebnis T€ 1.526 und liegt mit T€ 479 über dem Vorjahreswert von T€ 1.047. Unter Berücksichtigung der Sondereinflüsse, des Finanzergebnisses und nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 1.277. Das Ergebnis liegt damit T€ 318 über dem Vorjahresergebnis von T€ 959.
Der Rohertrag liegt mit T€ 8.666 um T€ 783 über dem des Jahres 2022 (T€ 7.883). Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.374 auf T€ 6.243 verringert. Die Materialintensität ist damit im Vergleich zum Vorjahr gefallen, sie ist damit niedriger als in den vorangegangenen fünf Geschäftsjahren. Der Personalaufwand hat eine Quote von 35,9 % (Vorjahr: 32,0 %). Die Entwicklung ist durch Lohn- und Gehaltssteigerungen und mehr Mitarbeiter begründet.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das gezeichnete Kapital sowie die Kapitalrücklagen sind konstant geblieben.
Das buchmäßige Kapital der Gesellschaft hat sich um T€ 724 auf T€ 3.396 verringert. Diese Abnahme des Kapitals ergibt sich aus dem Saldo der Abnahme des Gewinnvortrages (T€ 791), der Zunahme des Jahresüberschusses (T€ 317) sowie eine vollzogene Vorabausschüttung (T€ 250).
Das gezeichnete Kapital sowie die Kaptalrücklagen sind konstant geblieben.
Mittel- und langfristiges Fremdkapital hat die Gesellschaft nicht beansprucht. Ebenso bestehen keine Darlehen oder mittel- und langfristigen Bankschulden gegenüber der Gesellschaft.
Gegen den Gesellschafter besteht eine Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 356. Die dafür abgeschlossene Rückdeckungsversicherung wurde an die Gesellschaft ausgezahlt und diese Finanzmittel (T€ 287) auf einem Depot angelegt, welches an den Gesellschafter verpfändet ist.
Das kurzfristige Fremdkapital besteht aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 532, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.488 und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 946.

Investitionen

Die Finanzmittel wurden vor allem zur Vorfinanzierung des Projektgeschäftes, für Investitionen in das Anlagevermögen sowie zur Gewinnausschüttung an Mitarbeiter*innen und Gesellschafter verwendet.
Durch die im Geschäftsjahr 2023 getätigten Investitionen kam es zu einem Mittelabfluss von T€ 113.

Liquidität

Der Gesamtbetrag des Kassen- und Bankguthabens liegt zum 31. Dezember 2023 bei T€ 3.627. Die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden liquiden Mittel erhöhten sich damit gegenüber dem Stand vom Dezember 2022 um T€ 332. Die Quote der flüssigen Mittel beträgt damit 48 %.
Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich im Geschäftsjahr 2023 von T€ 1.626 auf T€ 1.444 reduziert. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich um T€ 566 auf T€ 1.840 (Vorjahr: T€ 1.274).
Die Zahlungen von Verbindlichkeiten erfolgten fristgemäß und unter Inanspruchnahme gewährter Skonti.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.117 auf T€ 7.518. Die Erhöhung der Bilanzsumme ergibt sich in den Aktiva im Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der liquiden Mittel.
Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen verringert sich um T€ 119 auf T€ 223 (Vorjahr: T€ 342). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.
Gegenüber Versicherungen besteht Haftung in Höhe der ausgegebenen Bürgschaften für Vertragserfüllung und Gewährleistung. Diese betrugen zum Jahresende für Gewährleistung T€ 1.114, für Vertragserfüllung T€ 728, sowie für Vorauszahlung T€ 248. Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen ist niemals erfolgt.
Die projektbezogenen Voraus- und Überzahlungn in Höhe von T€ 241 sind im Jahresabschluss in erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Bruttoumsatzrendite betrug 8,8 % (Vorjahr:  6,2 %).
Im Geschäftsjahr 2023 lagen der EBIT mit T€ 1.871 (Vorjahr: T€ 1.427) sowie der EBITDA mit T€ 1.985 (Vorjahr: T€ 1.545) über den Werten des Geschäftsjahres 2022. Im Berichtsjahr ergab sich eine Eigenkapitalrendite von 37,6 % (Vorjahr: 23,3 %).
In der Beziehung zu Lieferanten und Kunden legt CHERIER Wert auf eine langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit und kann somit auf ein festes Netz an Herstellern und Lieferanten zurückgreifen. Auch mit vielen Hauptkunden bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Grundsätzlich ist das Kundenspektrum, bestehend aus privatwirtschaftlichen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern, sehr divers.
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 92,25 Arbeitnehmer und 10,25 Auszubildende. Durchschnittlich waren 8,25 Arbeitnehmer weiblichen und 84 männlichen Geschlechts.
CHERIER investiert in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Die Ausbildung von Nachwuchskräften erfolgt über eine duale Berufsausbildungen. Im Jahr 2023 befanden sich im Jahresdurchschnitt 13 Mitarbeiter in einer Berufsausbildung oder einem Studium. Alle Mitarbeiter im Unternehmen werden gezielt mit internen und externen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Außerdem fördern wir durch vielfältige interne Ausbildungsmöglichkeiten im kaufmännischen und technischen Bereich. Insbesondere bei Lernfeldern wie der Programmierung, Projektabwicklung und in den Bereichen Automatisierungs- und Informationstechnik.

D. Prognose-, Chancen- und Risikobe­richt

Risikobericht

Unternehmerisches Handeln ist ohne Risiken nicht möglich. Um Risiken auf ein vertretbares Maß zu begrenzen, greift CHERIER auf bewährte Maßnahmen zurück. Ziel dieser ist es Transparenz über mögliche Risiken zu schaffen, diese im Verhältnis zu Chancen zu bewerten und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten von CHERIER, der Akquisition und Realisierung von Projekten der Elektro- und Informationstechnik, bestehen ständig Risiken bezüglich der vertragsgemäßen Leistungserbringung, der Einhaltung kalkulierter Kosten oder auch der vollständigen Begleichung der Forderungen.
Um Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risiken frühzeitig zu erkennen, erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen der Geschäftsführung und den Verantwortlichen der Bereiche und Abteilungen. Die Kontrolle und Überwachung von Kennzahlen, Statistiken und Terminen erfolgen mit Hilfe des Warenwirtschaftssystems Navision, sowie weiterer Datenbanksysteme. Durch das umfangreiche Kontrollsystem gelingt es unsere Risiken zu minimieren.
Die hauptsächlichen Einzelrisiken, die in der Projektrealisierung bzw. Auftragsabwicklung entstehen, werden im Rahmen des Projektcontrollings im Realisierungsbereich überwacht. Über das Projektcontrolling stehen den Projektleitern alle relevanten Daten zum Projekt zur Verfügung. In wöchentlichen Besprechungen berichten die Projektleiter über den Stand und den Verlauf ihrer Projekte. Mit monatlichen Projektauswertungen werden die Kostenstellen überwacht und die Änderungswerte in die Buchhaltung übernommen.
CHERIER hat alle unternehmenskritischen Prozesse in ein Risikomanagementsystem integriert. Damit werden die wesentlichen Risiken überwacht und ein frühzeitiges Erkennen kritischer Entwicklungen sicherge- stellt. Die Risikoreduzierung wird durch das zertifizierte Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001 überwacht.
Im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems werden alle Kernprozesse und Nebenprozesse der technischen und kommerziellen Projektabwicklung des Unternehmens abgebildet und geregelt. Auch dieses System unterliegt einer ständigen Kontrolle, Verbesserung und Weiterentwicklung. Anhand der erzielten Ergebnisse sowohl in den einzelnen Projekten, den Unternehmensbereichen und dem Gesamtunternehmen wird die Wirksamkeit des Qualitätsmanagements immer wieder hinterfragt. Die externe Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems erfolgt im Rahmen von Überwachungsaudits jährlich sowie durch Wiederholungsaudits aller drei Jahre. Das letzte Überwachungsaudit wurde im Mai 2024 absolviert.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Eine ständige Überwachung und Kontrolle der Umsatz- und Ertragsentwicklung erfolgen mit der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung. Gleichzeitig erfolgt im Monatsrhythmus die Kontrolle aller laufenden Projekte. Die Entwicklung des Auftragseinganges wird wöchentlich ausgewertet und überwacht. So unterliegen die Risiken, wie Aufmaß Erfassung, Leistungsabrechnung und Überschreitung der kalkulierten Kosten, einer zyklischen Kontrolle.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken werden besonders durch ein umfassendes Liquiditätsmanagement und Forderungsmanagement überwacht und begrenzt. Dazu dient im Besonderen eine ständig aktualisierte, detaillierte, kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung. Forderungen gegen Debitoren unterliegen einer wöchentlichen Prüfung. Das Risiko der Zahlungszielüberschreitung und des Forderungsausfalls wird mit diesem Instrument ständig überwacht.
Eine zeitnahe Leistungsabrechnung nach Leistungsfortschritt dient dabei der Minimierung des offenen Forderungsvolumens und somit der Risikobegrenzung. Auch die breite Kundenbasis von CHERIER und ein fester Anteil öffentlicher Auftraggeber vermindern mögliche Ausfallrisiken. Zusätzlich besteht eine Warenkreditversicherung, bei welchen unsere Kunden versichert sind (Ausnahmen Tochterunternehmen der Stadt (größer 90 %) sowie der Staat und diesen gleichgestellten Organisationen). Sollte der Versicherer einen Kunden ablehnen, sichern wir uns durch Vorauszahlungen oder Bürgschaften ab. Damit erreichen wir eine für unsere Branche überdurchschnittliche Kreditbewertung und Zahlungssicherheit.
Neben den bestehenden zinslosen Lieferantenkrediten, bestehen ausreichende Avalrahmen. Wir verfügen über eine gute Eigenkapitalquote und haben dank freier Liquidität ausreichend Mittel zur Projektfinanzierung, sowie für Wachstum.

Informationstechnische Risiken

Die immer intensivere Vernetzung der informationstechnischen Systeme und die Notwendigkeit ihrer permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Systeme und Technologien sowie die verantwortlichen Mitarbeiter. CHERIER beugt möglichen Risiken mit dem Einsatz moderner Hard- und Software mit aktuellem Sicherheitsstandard vor. Unsere IT-Systeme unterliegen einer ständigen Wartung und Aktualisierung. Bei Bedarf wird die Hard- und Software erneuert oder erweitert, damit eine sichere Abwicklung aller Geschäftsprozesse gewährleistet ist. Durch den Einsatz weitgehend einheitlicher EDV- Infrastruktur wird neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit auch für die Kompatibilität und Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands gesorgt. Automatische Sicherungssysteme garantieren einen per- manenten Schutz des Datenbestandes. Gegen mögliche Betriebsstörungen von außen, beispielsweise durch das Eindringen von Viren in das Computersystem, werden grundsätzlich die aktuellen auf dem Markt verfügbaren Hardware-Komponenten und Software-Anwendungen eingesetzt.
CHERIER setzt die beschriebenen Maßnahmen konsequent um und minimiert somit, soweit möglich, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken. Für alle Mitarbeiter haben wir eine neue Schulungs- und Prüfungsplattform geschaffen.

Sonstige Risiken

Die wirtschaftliche Lage des Handwerks in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die allgemeine Rezession hat demnach auch ihre Spuren im Handwerk hinterlassen. Dies trifft auch das E-Handwerk. Jedoch wächst mit der Energiewende der Fachkräftebedarf in den E-Handwerken. Die Zahl der offenen Stellen stieg in den letzten zwölf Monaten weiter an. Aktuell werden 96.580 e-handwerkliche Fachkräfte gesucht. Das gilt nicht nur für Auszubildende und Gesellen, sondern insbesondere für hochqualifizierte Gesellen und Meister.
Der steigende Fachkräftebedarf ist ein typisches Kennzeichen für eine Wachstumsbranche. Treiber ist die durch die Energiewende ausgelöste Transformation mit rasant steigender Elektrifizierung und Digitalisierung. Abzuwarten bleibt, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage, insbesondere im Bau, im Jahr 2024 auswirkt.
Darüber hinaus belastet uns die ständig wachsende Bürokratie und Aufwendungen für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Fülle staatlicher Auflagen und Pflichten erschwert die Arbeit, sodass wir deutlich mehr Arbeitszeit für administrative Prozesse aufwenden müssen.
Die vorgenannten Risiken stellen nach unserer Einschätzung die relevanten Risiken für die Gesellschaft dar.

Chancenbericht

Mit 75,7 von 100 möglichen Punkten bleibt der Geschäftsklimaindex im Elektrohandwerk auf einem stabil hohen Niveau, liegt jedoch 4,3 Punkte unter dem Wert aus dem Herbst 2023 und weist damit auf eine leicht abflauende Stimmungslage hin. Dennoch bewerten lediglich 7,3 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als schlecht. Im Herbst 2023 lag dieser Wert mit 6,3 Prozent nur unwesentlich darunter.
Doch auch der Blick auf die ersten sechs Monate von 2024 fällt verhalten aus. So gehen nur 15,5 % der Unternehmer von einer Verbesserung ihrer Geschäftssituation aus, während 23,5 % eine Verschlechterung erwarten. Es ist davon auszugehen, dass diese Skepsis zumindest teilweise mit der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und den für das Elektrohandwerk bedeutenden Wirtschaftszweigen (wie der Bauwirtschaft) zusammenhängt.
Diese Aussage trifft nicht auf CHERIER zu. Aufgrund unserer vielfältigen Tätigkeiten und der fachlichen Kompetenz in der Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, der Informations- und Datentechnik bis hin zum eigenen Tiefbau, können wir die neuen Herausforderungen erfüllen.
CHERIER ist mit einem breiten Leistungsspektrum im elektrotechnischen Anlagenbau für öffentliche und private Auftraggeber bzw. Investoren tätig. Künftig verstärken wir besonders den Bereich Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie auf die Wartung und Instandhaltung von Sicherheitsanlagen und kritischer Infrastruktur. Perspektiven tun sich für CHERIER hierzu in den Bereichen Energie, Umwelt und Infrastruktur auf. Auch die Gebiete Energieversorgung und Energiespeicherung eröffnen neue Möglichkeiten zur horizontalen Diversifikation.
CHERIER konnte in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftliche Basis systematisch ausbauen. Die Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung bilden dabei die Grundlage für die weitere Bearbeitung des Marktes im elektrotechnischen Anlagenbau.
Ebenfalls hat das kontinuierliche Hinterfragen und die Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen und Arbeitsabläufe zu einer positiven Entwicklung des Unternehmens beigetragen. Essenziell dafür ist die stetige und zielgerichtete Mitarbeiterentwicklung in Form von Aus- und Weiterbildungen. Somit ist CHERIER mit qualifizierten Mitarbeitern in Fach- und Führungspositionen auch personell für die Zukunft aufgestellt. Ab dem Jahr 2024 sowie in den kommenden Jahren werden wir die Ausbildung neuer Auszubildender intensivieren. Die dafür nötige Ausbildungsstätte haben wir bereits errichtet. Zehn neue Lehrverträge sind bereits abgeschlossen.

Prognosebericht

Die Bundesregierung erwartet laut ihrer Frühjahrsprojektion eine bessere Konjunktur als zuletzt - nach Schätzungen soll die Wirtschaft 2024 um 0,3 % wachsen. Wirtschaftsminister Habeck stellte die Prognose vor und äußerte sich vorsichtig optimistisch.
Unterstützt wird die wirtschaftliche Erholung von Maßnahmen der Bundesregierung für Privathaushalte und Unternehmen, wie etwa das Wachstumschancengesetz, steuerliche Entlastungen sowie Maßnahmen zur Förderung der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft.
Diese Einschätzung teilen wir, denn CHERIER profitiert unmittelbar vom Wachstumschancengesetz und dem Umbau in eine klimaneutrale Wirtschaft.
Unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024 entstand jedoch in Absprache mit den Abteilungsleitern vor allem auf Basis des bestehenden Auftragsbestands zum Jahresende mit ca. 24,5 Mio. €. Wir erwarten einen Umsatz von 16,4 Mio. € und eine Gesamtleistung von 16,5 Mio. €.
Beim Auftragseingang gehen wir von einem niedrigeren Wert als 2023 aus, denn ein Einzelauftrag von über 10 Mio. € wie im Jahr 2023 ist nicht zu erwarten. Die Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2024 wurde unter Berücksichtigung der üblichen inflationsbedingten Veränderungen, gestiegener Personalkosten und zum Geschäftsjahr 2023 höherer Kosten (ca. 5 - 7 %) aufgestellt. Eine Zunahme des Personalbestands ist auch für das kommende Jahr geplant.
Wesentliche Sondereinflüsse für die wirtschaftliche Lage der CHERIER sind derzeit nicht absehbar.
Die Analyse der Prognosen zeigt, dass CHERIER für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung gute Voraussetzungen hat und das Geschäftsjahr 2024 erfolgreich abschließen wird.

E. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Im Jahr 2023 wurden keine  Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten betrieben.

Zweigniederlassungsbericht

Es gibt keine Zweitniederlassung oder Betriebsstätten.

Versicherungen der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Leipzig, 9. August 2024 CHERIER GmbH
Christoph Cherier Felix Cherier Geschäftsführer Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 338.479,75 401.001,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.991,50 3.478,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.991,50 3.478,00
II. Sachanlagen 336.488,25 397.523,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.452,54 101.711,54
2. technische Anlagen und Maschinen 44.246,98 50.085,82
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 203.788,73 245.725,89
B. Umlaufvermögen 7.170.401,69 5.994.152,25
I. Vorräte 1.426.427,98 1.295.916,70
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 241.000,00 673.500,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.116.891,85 1.403.052,16
1. sonstige Vermögensgegenstände 2.116.891,85 1.403.052,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.627.081,86 3.295.183,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.139,49 6.251,01
Bilanzsumme, Summe Aktiva 7.518.020,93 6.401.404,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.396.161,22 4.120.630,76
I. gezeichnetes Kapital 60.000,00 60.000,00
II. Kapitalrücklage 2.309.251,05 2.309.251,05
III. Gewinn- /Verlustvortrag 0,00 791.514,88
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 959.864,83
V. Bilanzgewinn 1.026.910,17 0,00
B. Rückstellungen 1.155.940,71 852.820,25
C. Verbindlichkeiten 2.965.919,00 1.427.953,50
1. sonstige Verbindlichkeiten 2.965.919,00 1.427.953,50
Bilanzsumme, Summe Passiva 7.518.020,93 6.401.404,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.666.157,34 7.883.014,22
2. Personalaufwand 5.231.736,35 4.966.098,25
a) Löhne und Gehälter 4.393.317,22 4.141.825,33
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 838.419,13 824.272,92
davon für Altersversorgung 10.196,13 15.675,46
3. Abschreibungen 113.377,08 118.113,65
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 113.377,08 118.113,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.436.802,31 1.357.563,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.780,42 4.898,03
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 1.786,69
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.213,33 17.135,74
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 600.077,52 453.215,54
9. Ergebnis nach Steuern 1.288.731,17 973.998,80
10. sonstige Steuern 13.200,71 14.133,97
Jahresüberschuss 1.275.530,46 959.864,83

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.275.530,46 959.864,83
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.379,71  
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 250.000,00 0,00
4. Bilanzgewinn 1.026.910,17 0,00

Anhang

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die als CHERIER GmbH firmierende Gesellschaft hat ihren Sitz in Leipzig. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig un­ter der Registernummer HRB 6350 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Auf die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses verzichtet. Dies gilt nicht für den nach § 325 HGB offenzulegenden Jahresabschluss, für den auch die Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 und § 327 HGB in Anspruch genommen werden.

Soweit Angaben entweder in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang enthalten sein müssen, wurden sie regelmäßig in den Anhang aufgenommen.

Die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften der §§ 246 ff. HGB. Abweichungen von den Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Vorjahres oder von den sonstigen Bewertungsvorschriften des § 252 Abs. 1 HGB sind nicht erfolgt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Kapitalgesellschaften beachtet.

Das Verrechnungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den jeweiligen Tageskursen oder den dazu vereinbarten Kursen in Ansatz gebracht. Im Geschäftsjahr 2023 haben keine Fremdwährungsgeschäfte stattgefunden.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.

Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen) vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nur dann bilanziert, wenn sie entgeltlich erworben wurden.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode, weil diese unter dem Gesichtspunkt der Unternehmensfortführung den Wertverzehr des Anlagevermögens am treffendsten wiedergibt. Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils EUR 800,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Vorräte

Die als unfertige Leistungen ausgewiesenen in Arbeit befindlichen (Bau-) Aufträge sind zu den Herstellungskosten (ohne Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen), die unter fertige Erzeugnisse und Waren ausgewiesenen Materialbestände zu den Anschaffungskosten bewertet.

In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Soweit erforderlich, ist der Bewertung der Vorräte ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 4 HGB zugrunde gelegt.

Sonstiges Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit Forderungscharakter sind zum Nennwert bilanziert. Inkasso- und Zinskosten sowie Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren. Alle weiteren haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 60.000,00 ist als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Die Stammeinlagen sind vollständig geleistet.

Als Kapitalrücklage ist der Wert des im Rahmen einer Verschmelzung zu Buchwerten auf die Gesellschaft übergegangenen Reinvermögens ausgewiesen, soweit es nicht der Leistung der Stammeinlagen auf die zusätzlich übernommenen Geschäftsanteile diente.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinsten Erfüllungsbeträgen (Anwartschaftsbarwertverfahren) in Höhe von TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 350) abzüglich der beizulegenden Werte der zur Anspruchsfinanzierung dienenden und an den Pensionsberechtigten verpfändeten Ansprüche aus zwei Investmentfonds in Höhe von TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 277) ausgewiesen.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck sowie ein durchschnittlicher Marktzinssatz zugrunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde ein von dem Gutachter geschätzter durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,81 % (Vorjahr: 1,70 %) angesetzt. Eine Rentendynamik ist mangels Vereinbarung nicht berücksichtigt.

Aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem vom Gutachter geschätzten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag (geringerer Rückstellungsbetrag) von EUR 3.885 (Vorjahr: EUR 20.510,00). Gewinne dürfen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nur insoweit ausgeschüttet werden, als nach einer Ausschüttung mindestens dieser Unterschiedsbetrag als ansonsten frei verfügbares Eigenkapital verbleibt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt. Bei Rückstellungen für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und die Erfüllungsbeträge gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Abzinsung erfolgt mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre und nach Maßgabe der Restlaufzeiten der Verpflichtungen. Bei der Rückstellung für Aufbewahrungspflichten wird aus Vereinfachungsgründen unterstellt, dass sich die Wirkungen aus der Abzinsung und den künftigen Kostensteigerungen kompensieren.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Nachzahlungen für die Steuern auf den Ertrag für die Erhebungszeiträume 2022 und 2023, soweit noch keine Steuerbescheide ergangen sind.

Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für Gewährleistungsverpflichtungen i. H. v. TEUR 344 (Vorjahr: TEUR 353), für Prozesskostenrisiken i. H. v. TEUR 60 (Vorjahr: 0), für Personalkosten i. H. v. TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 244), für Aufbewahrungspflichten i. H. v. TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 40), für interne und externe Kosten für die Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen und Steuererklärungen, für Betriebsprüfungen i. H. v. TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 51) sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft i. H. v. TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 14).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 57) eine Laufzeit von voraussichtlich 1 bis 5 Jahren. Darüber hinaus haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger als ein Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum Teil branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (= in Arbeit befindliche Aufträge) ergibt sich aus der Verminderung der aktivierten Herstellungskosten um TEUR 182 (Vorjahr: Erhöhung um TEUR 266).

Die unter den sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen ausgewiesenen Zinserträge aus Vermögensgegenständen zur Verrechnung mit Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 4) ergeben sich als Saldo aus dem Ertrag aus der zur Finanzierung der Pensionsrückstellungen abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung und der sonstigen dazu getätigten Kapitalanlagen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) abzüglich des Aufwands aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 462 im Jahr.

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 92 Arbeitnehmer (Vorjahr: 86 Arbeitnehmer) und 10 Auszubildende (Vorjahr: 9 Auszubildende).

Geschäftsführer

Geschäftsführer sind
Felix Cherier, Diplom-Wirtschaftsingenieur und Christoph Cherier, Elektromeister.

Leipzig, 9. August 2024 CHERIER GmbH
Christoph Cherier Felix Cherier Geschäftsführer Geschäftsführer


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
Zugänge
davon
FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten

01.01.2023




31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen






Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
199.186,45
10.000,00
0,00
0,00
0,00
209.186,45
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
199.186,45
10.000,00
0,00
0,00
0,00
209.186,45
Sachanlagen






Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
165.169,89
0,00
0,00
0,00
0,00
165.169,89
technische Anlagen und Maschinen
303.461,69
4.267,61
0,00
1.600,00
0,00
306.129,30
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
870.447,68
40.549,47
0,00
49.783,71
0,00
861.213,44
Summe Sachanlagen
1.339.079,26
44.817,08
0,00
51.383,71
0,00
1.332.512,63
Summe Anlagevermögen
1.538.265,71
54.817,08
0,00
51.383,71
0,00
1.541.699,08

kumulierte
Abschreibungen
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte
Abschreibungen

01.01.2023




31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen






Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
195.708,45
11.486,50
0,00
0,00
0,00
207.194,95
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
195.708,45
11.486,50
0,00
0,00
0,00
207.194,95
Sachanlagen






Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
63.458,35
13.259,00
0,00
0,00
0,00
76.717,35
technische Anlagen und Maschinen
253.375,87
10.105,95
0,00
1.599,50
0,00
261.882,32
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
624.721,79
78.525,63
0,00
45.822,71
0,00
657.424,71
Summe Sachanlagen
941.556,01
101.890,58
0,00
47.422,21
0,00
996.024,38
Summe Anlagevermögen
1.137.264,46
113.377,08
0,00
47.422,21
0,00
1.203.219,33

Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert
Buchwert


31.12.2023
31.12.2022

EUR
EUR
EUR
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
1.991,50
3.478,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
1.991,50
3.478,00
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
88.452,54
101.711,54
technische Anlagen und Maschinen
0,00
44.246,98
50.085,82
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
203.788,73
245.725,89
Summe Sachanlagen
0,00
336.488,25
397.523,25
Summe Anlagevermögen
0,00
338.479,75
401.001,25

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

des unabhängigen Abschlussprüfers

An die CHERIER GmbH
Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der CHERIER GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der CHERIER GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Geschäftsführer sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass we­sent­liche falsche Darstellungen nicht aufge­deckt wer­den, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zu­sammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Leipzig, 9. August 2024
Dipl.-Kfm. Björn Reinhardt Wirtschaftsprüfer

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