CHERIER
GmbH
Leipzig
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr
2023
A. Grundlagen
Geschäftsmodell
Die CHERIER GmbH entstand aus der Übernahme
eines in Insolvenz geratenen Handwerksbetriebes durch Herrn
Stephan Cherier im Herbst 1984. Die Eröffnung des
Einzelunternehmens erfolgte am 1. Januar 1985 in Leipzig.
Nach zwei Umfirmierungen tragen wir nun den Namen CHERIER
GmbH (im Folgenden kurz CHERIER).
Wir beschäftigen gegenwärtig über
einhundert Mitarbeiter. Als Dienstleister realisieren wir
elektrotechnische Anlagen mit innovativen
elektrotechnischen Systemen. Unser Leistungsspektrum
umfasst dabei den gesamten Bereich der Elektrotechnik. Wir
errichten und warten Hoch- und Niederspannungsanlagen sowie
Daten-, Brand-, Alarm- und Videotechnik im ganzen
Bundesgebiet. Eine Tiefbauabteilung, sowie jeweils
Abteilungen für Solartechnik, Elektromobilität,
Parametrierung und Programmierung von Software sowie der
Verkauf von Einbauküchen stehen zur Verfügung.
Bei der Renovierung von Wohnungen übernehmen wir als
Generalübernehmer auch Dienstleistungen anderer
Gewerke. Alle mit unserem Leistungsspektrum in Verbindung
stehenden Dienstleistungen und sonstigen Tätigkeiten
ergänzen unsere Geschäftsfelder.
Das Leistungsspektrum von CHERIER umfasst Services
und Tätigkeiten von Engineering und Planung über
Herstellung, Montage, Programmierung und Inbetriebnahme bis
zu Instandhaltung und Retrofitting. Material,
ergänzende Produkte sowie Dienstleistungen beziehen
wir von etablierten Herstellern und Lieferanten. Dies
schafft zum einen die Grundlage zur Umsetzung von
kundenspezifischen Anforderungen und zum anderen eine
möglichst hohe Abdeckung in der Betreuung der
Projekte.
CHERIER trägt bei Kundenprojekten meist die
Gesamtverantwortung für die Ausführung der
elektrotechnischen Anlage. Die Auftraggeber von CHERIER
sind überwiegend öffentliche und
privatwirtschaftliche Unternehmen. Somit partizipiert
CHERIER sowohl an Investitionen der öffentlichen
Auftraggeber wie auch der Privatwirtschaft. Es werden
jedoch auch besonders in den Bereichen Smarthome,
Photovoltaik, Elektromobilität und Einbauküchen
Aufträge von Privatpersonen akquiriert.
Ziele und Strategien
Als mittelständischer Dienstleister möchte
sich CHERIER mit seinem Leistungsangebot weiter in den
angestammten Branchen und Märkten behaupten und durch
horizontale Diversifikation seine Marktposition ausbauen.
CHERIER vermarktet seine Leistungen als Dienstleister und
Systemintegrator dabei auf dem bundesdeutschen Markt,
zukünftig verstärkt im Bereich Leipzig und
Umland.
Hauptsächlich ist CHERIER mit der Errichtung
elektrotechnischer Anlagen in Sachsen, München,
Dortmund, Darmstadt und Berlin aktiv. Chancen bieten dabei
besonders die Themen Energieversorgung und Verteilung,
Smarttechnology, sowie erneuerbare Energien. Die breite
Aufstellung im elektrotechnischen Anlagenbau, von der
Automatisierung und Digitalisierung bis zur
Informationstechnik, ermöglicht die Bearbeitung
diverser Großprojekte und sichert so die
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Langfristiger
wirtschaftlicher Erfolg, ein hoher Qualitätsanspruch
und eine solide Weiterentwicklung des Unternehmens sind die
übergeordneten Unternehmensziele.
Steuerungssysteme
Zur Sicherung des Fortbestandes und der Entwicklung
des Unternehmens hat CHERIER ein umfassendes
Überwachungssystem aufgebaut. Die
Geschäftsführung nutzt neben den üblichen
betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten wie
monatliche und jährliche betriebswirtschaftliche
Auswertungen, Kostenstellenauswertungen,
Projektauswertungen und Liquiditätsplanungen auch
Prozesse zur Überwachung der Auftragseingänge,
des Vertriebserfolges, der Leistungsabrechnung und
Rechnungslegung, des Forderungsmanagements sowie von
Vertragsabweichungen. Dafür existieren mehrere
Zertifizierungen, welche von unabhängigen Gutachtern
jährlich auditiert werden.
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Für die E-Handwerke war 2023 erneut ein
erfolgreiches Jahr. Das ergab eine Berechnung des
Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und
Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) auf Grundlage der
aktuellen Handwerkszählung sowie der vorläufigen
Handwerksberichterstattung des Statistischen Bundesamtes
für 2023.
Mit einem Plus von 7,9 % und einem Gesamtumsatz von
87,8 Mrd. € (2022: 81,4 Mrd. €) stellen die
E-Handwerke weiterhin das größte installierende
Gewerk dar. Zwar geht ein Teil der von den E-Handwerken
erzielten Umsatzsteigerungen auf inflationsbedingte
Preiserhöhungen zurück. Die Analyse der
Umsatzentwicklung zeigt aber auch, dass die E-Handwerke von
der mit Energiewende und Digitalisierung einhergehenden
Elektrifizierung profitieren und Einbrüche im
Neubau-Bereich erfolgreich durch Sanierungen kompensieren
konnten. Auch der Umsatz pro Mitarbeiter/-in erhöhte
sich 2023 um 8,6 % auf nun 167.564 Euro.
Bei den Beschäftigtenzahlen, die in den
vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen waren,
verzeichneten die E-Handwerke indes erstmals wieder ein,
wenn auch leichtes, Minus. So ging die Zahl der
Mitarbeiter/- innen nach dem Rekordwert im Jahr 2022
(527.354 Beschäftigte) leicht zurück (- 0,6 %)
und lag 2023 bei 524.224. Dem liegen in erster Linie
statistische Bereinigungseffekte zugrunde.
Ein Minus von 0,8 % verzeichnete die Branche auch bei
der Zahl der Unternehmen. Diese ging 2023 auf 48.225
zurück (2022: 48.616). Damit setzt sich der Trend zu
wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem
Rückgang der Betriebszahl fort. Hintergrund für
diese Entwicklung ist, dass größere Unternehmen
erfolgreicher in der Diversifikation ihrer
Geschäftsfelder sind und damit besser und flexibler
auf neue Märkte wie beispielsweise Photovoltaik oder
E-Mobilität reagieren können.
"Die Branchenkennzahlen für 2023 belegen, was
zuvor auch schon die Frühjahrskonjunkturumfrage des
ZVEH deutlich gemacht hat: Die E-Handwerke als wichtiges
Klimahandwerk profitieren von Energiewende und
Digitalisierung. E-handwerkliche Leistungen sind trotz
Baukrise stark nachgefragt", so Alexander Neuhäuser,
Hauptgeschäftsführer des ZVEH.
Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf von CHERIER im
Geschäftsjahr 2023 ist sehr gut. Das Umsatzziel wurde
zwar nicht erreicht, aber das Geschäftsjahr
schließt mit einem besseren Ergebnis als geplant ab.
Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 beträgt
14,6 Mio. € und liegt mit 0,4 Mio. € unter dem
Planwert. Er entspricht damit ca. dem Umsatz des Vorjahres.
Die Gesamtleistung liegt mit 14,7 Mio. € um 0,3 Mio.
€ unter dem Planwert von 15,0 Mio. €. Mit einer
Umsatzrendite von 8,8 % können wir das
Geschäftsjahr 2023 als ein sehr erfolgreiches Jahr
bewerten.
CHERIER realisierte 2023 ausschließlich
Projekte am inländischen Markt. Besonders zu
erwähnen sind in diesem Zusammenhang der erfolgreiche
Abschluss der Projekte Hauptfeuerwache Leipzig und von der
LVB das Technische Zentrum Heiterblick, sowie in
München die Schule am Mariahilfplatz.
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte der Vertrieb im
regionalen und überregionalen Umfeld
Auftragseingänge im Wert von 26,5 Mio. €. Dabei
ragt der Auftrag "Messehalle 12" auf dem alten
Messegelände in Leipzig mit mehr als 10 Mio. €
heraus. Auszugsweise sind die Aufträge der Stadt
Darmstadt, die Bertolt-Brecht-Schule mit über 1 Mio.
€ und die RB-Leipzig Geschäftsstelle mit
über 3 Mio. € zu nennen. Die Entwicklung bei den
Kunden, mit welchen wir im Rahmenvertrag zusammenarbeiten,
war ebenfalls gut.
Damit konnte CHERIER wiederum seine Marktposition im
regionalen Umfeld von Sachsen, sowie in den genannten
Regionen behaupten.
C. Lage
Ertragslage
Für das Jahr 2023 sah die Planung einen Umsatz
von T€ 15.000 und einen Jahresüberschuss von
T€ 885 vor.
Im Geschäftsjahr 2023 erreichten wir
Umsatzerlöse von T€ 14.564, diese lagen jedoch
unter dem Wert der Planung mit T€ 15.000.
Mit einem Jahresüberschuss von T€ 1.276
erzielte CHERIER T€ 391 mehr als geplant.
Durch den Auftragsbestand von T€ 11.500 zum
Jahresanfang und die Auftragseingänge im
Geschäftsjahr 2023 erreichte CHERIER eine
Gesamtleistung von T€ 14.700. Dies ist nahezu konstant
im Vergleich zu den vergangenen Jahren.
Das erzielte Betriebsergebnis beträgt ohne
Berücksichtigung von Sondereinflüssen und
Finanzergebnis T€ 1.526 und liegt mit T€ 479
über dem Vorjahreswert von T€ 1.047. Unter
Berücksichtigung der Sondereinflüsse, des
Finanzergebnisses und nach Abzug der Ertragsteuern ergibt
sich ein Jahresüberschuss von T€ 1.277. Das
Ergebnis liegt damit T€ 318 über dem
Vorjahresergebnis von T€ 959.
Der Rohertrag liegt mit T€ 8.666 um T€ 783
über dem des Jahres 2022 (T€ 7.883). Der
Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um
T€ 1.374 auf T€ 6.243 verringert. Die
Materialintensität ist damit im Vergleich zum Vorjahr
gefallen, sie ist damit niedriger als in den
vorangegangenen fünf Geschäftsjahren. Der
Personalaufwand hat eine Quote von 35,9 % (Vorjahr: 32,0
%). Die Entwicklung ist durch Lohn- und Gehaltssteigerungen
und mehr Mitarbeiter begründet.
Finanzlage
Kapitalstruktur
Das gezeichnete Kapital sowie die
Kapitalrücklagen sind konstant geblieben.
Das buchmäßige Kapital der Gesellschaft
hat sich um T€ 724 auf T€ 3.396 verringert. Diese
Abnahme des Kapitals ergibt sich aus dem Saldo der Abnahme
des Gewinnvortrages (T€ 791), der Zunahme des
Jahresüberschusses (T€ 317) sowie eine vollzogene
Vorabausschüttung (T€ 250).
Das gezeichnete Kapital sowie die
Kaptalrücklagen sind konstant geblieben.
Mittel- und langfristiges Fremdkapital hat die
Gesellschaft nicht beansprucht. Ebenso bestehen keine
Darlehen oder mittel- und langfristigen Bankschulden
gegenüber der Gesellschaft.
Gegen den Gesellschafter besteht eine
Pensionsverpflichtung in Höhe von T€ 356. Die
dafür abgeschlossene Rückdeckungsversicherung
wurde an die Gesellschaft ausgezahlt und diese Finanzmittel
(T€ 287) auf einem Depot angelegt, welches an den
Gesellschafter verpfändet ist.
Das kurzfristige Fremdkapital besteht aus
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von T€ 532, Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern in Höhe von T€ 1.488 und
sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 946.
Investitionen
Die Finanzmittel wurden vor allem zur Vorfinanzierung
des Projektgeschäftes, für Investitionen in das
Anlagevermögen sowie zur Gewinnausschüttung an
Mitarbeiter*innen und Gesellschafter verwendet.
Durch die im Geschäftsjahr 2023 getätigten
Investitionen kam es zu einem Mittelabfluss von T€
113.
Liquidität
Der Gesamtbetrag des Kassen- und Bankguthabens liegt
zum 31. Dezember 2023 bei T€ 3.627. Die dem
Unternehmen zur Verfügung stehenden liquiden Mittel
erhöhten sich damit gegenüber dem Stand vom
Dezember 2022 um T€ 332. Die Quote der flüssigen
Mittel beträgt damit 48 %.
Der Bestand an unfertigen Leistungen hat sich im
Geschäftsjahr 2023 von T€ 1.626 auf T€ 1.444
reduziert. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen erhöhte sich um T€ 566 auf T€
1.840 (Vorjahr: T€ 1.274).
Die Zahlungen von Verbindlichkeiten erfolgten
fristgemäß und unter Inanspruchnahme
gewährter Skonti.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um T€ 1.117 auf T€ 7.518. Die
Erhöhung der Bilanzsumme ergibt sich in den Aktiva im
Wesentlichen aus der Erhöhung der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie der liquiden Mittel.
Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen
verringert sich um T€ 119 auf T€ 223 (Vorjahr:
T€ 342). Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten bestehen nicht.
Gegenüber Versicherungen besteht Haftung in
Höhe der ausgegebenen Bürgschaften für
Vertragserfüllung und Gewährleistung. Diese
betrugen zum Jahresende für Gewährleistung
T€ 1.114, für Vertragserfüllung
T€ 728, sowie für Vorauszahlung T€ 248.
Eine Inanspruchnahme aus diesen Verpflichtungen ist niemals
erfolgt.
Die projektbezogenen Voraus- und Überzahlungn in
Höhe von T€ 241 sind im Jahresabschluss in
erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen.
Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Die Bruttoumsatzrendite betrug 8,8 % (Vorjahr:
6,2 %).
Im Geschäftsjahr 2023 lagen der EBIT mit T€
1.871 (Vorjahr: T€ 1.427) sowie der EBITDA mit T€
1.985 (Vorjahr: T€ 1.545) über den Werten des
Geschäftsjahres 2022. Im Berichtsjahr ergab sich eine
Eigenkapitalrendite von 37,6 % (Vorjahr: 23,3 %).
In der Beziehung zu Lieferanten und Kunden legt
CHERIER Wert auf eine langfristige und vertrauensvolle
Zusammenarbeit und kann somit auf ein festes Netz an
Herstellern und Lieferanten zurückgreifen. Auch mit
vielen Hauptkunden bestehen langjährige
Geschäftsbeziehungen. Grundsätzlich ist das
Kundenspektrum, bestehend aus privatwirtschaftlichen
Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern, sehr
divers.
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 92,25 Arbeitnehmer
und 10,25 Auszubildende. Durchschnittlich waren 8,25
Arbeitnehmer weiblichen und 84 männlichen Geschlechts.
CHERIER investiert in die Aus- und Weiterbildung
ihrer Mitarbeiter. Die Ausbildung von Nachwuchskräften
erfolgt über eine duale Berufsausbildungen. Im Jahr
2023 befanden sich im Jahresdurchschnitt 13 Mitarbeiter in
einer Berufsausbildung oder einem Studium. Alle Mitarbeiter
im Unternehmen werden gezielt mit internen und externen
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gefördert.
Außerdem fördern wir durch vielfältige
interne Ausbildungsmöglichkeiten im
kaufmännischen und technischen Bereich. Insbesondere
bei Lernfeldern wie der Programmierung, Projektabwicklung
und in den Bereichen Automatisierungs- und
Informationstechnik.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Risikobericht
Unternehmerisches Handeln ist ohne Risiken nicht
möglich. Um Risiken auf ein vertretbares Maß zu
begrenzen, greift CHERIER auf bewährte Maßnahmen
zurück. Ziel dieser ist es Transparenz über
mögliche Risiken zu schaffen, diese im Verhältnis
zu Chancen zu bewerten und Gegenmaßnahmen
einzuleiten.
Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeiten von
CHERIER, der Akquisition und Realisierung von Projekten der
Elektro- und Informationstechnik, bestehen ständig
Risiken bezüglich der vertragsgemäßen
Leistungserbringung, der Einhaltung kalkulierter Kosten
oder auch der vollständigen Begleichung der
Forderungen.
Um Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Risiken
frühzeitig zu erkennen, erfolgt ein
regelmäßiger Austausch zwischen der
Geschäftsführung und den Verantwortlichen der
Bereiche und Abteilungen. Die Kontrolle und
Überwachung von Kennzahlen, Statistiken und Terminen
erfolgen mit Hilfe des Warenwirtschaftssystems Navision,
sowie weiterer Datenbanksysteme. Durch das umfangreiche
Kontrollsystem gelingt es unsere Risiken zu minimieren.
Die hauptsächlichen Einzelrisiken, die in der
Projektrealisierung bzw. Auftragsabwicklung entstehen,
werden im Rahmen des Projektcontrollings im
Realisierungsbereich überwacht. Über das
Projektcontrolling stehen den Projektleitern alle
relevanten Daten zum Projekt zur Verfügung. In
wöchentlichen Besprechungen berichten die
Projektleiter über den Stand und den Verlauf ihrer
Projekte. Mit monatlichen Projektauswertungen werden die
Kostenstellen überwacht und die Änderungswerte in
die Buchhaltung übernommen.
CHERIER hat alle unternehmenskritischen Prozesse in
ein Risikomanagementsystem integriert. Damit werden die
wesentlichen Risiken überwacht und ein
frühzeitiges Erkennen kritischer Entwicklungen
sicherge- stellt. Die Risikoreduzierung wird durch das
zertifizierte Qualitätsmanagement DIN EN ISO 9001
überwacht.
Im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems werden
alle Kernprozesse und Nebenprozesse der technischen und
kommerziellen Projektabwicklung des Unternehmens abgebildet
und geregelt. Auch dieses System unterliegt einer
ständigen Kontrolle, Verbesserung und
Weiterentwicklung. Anhand der erzielten Ergebnisse sowohl
in den einzelnen Projekten, den Unternehmensbereichen und
dem Gesamtunternehmen wird die Wirksamkeit des
Qualitätsmanagements immer wieder hinterfragt. Die
externe Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems
erfolgt im Rahmen von Überwachungsaudits jährlich
sowie durch Wiederholungsaudits aller drei Jahre. Das
letzte Überwachungsaudit wurde im Mai 2024 absolviert.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Eine ständige Überwachung und Kontrolle der
Umsatz- und Ertragsentwicklung erfolgen mit der monatlichen
betriebswirtschaftlichen Auswertung. Gleichzeitig erfolgt
im Monatsrhythmus die Kontrolle aller laufenden Projekte.
Die Entwicklung des Auftragseinganges wird wöchentlich
ausgewertet und überwacht. So unterliegen die Risiken,
wie Aufmaß Erfassung, Leistungsabrechnung und
Überschreitung der kalkulierten Kosten, einer
zyklischen Kontrolle.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken werden besonders durch
ein umfassendes Liquiditätsmanagement und
Forderungsmanagement überwacht und begrenzt. Dazu
dient im Besonderen eine ständig aktualisierte,
detaillierte, kurz- und mittelfristige
Liquiditätsplanung. Forderungen gegen Debitoren
unterliegen einer wöchentlichen Prüfung. Das
Risiko der Zahlungszielüberschreitung und des
Forderungsausfalls wird mit diesem Instrument ständig
überwacht.
Eine zeitnahe Leistungsabrechnung nach
Leistungsfortschritt dient dabei der Minimierung des
offenen Forderungsvolumens und somit der Risikobegrenzung.
Auch die breite Kundenbasis von CHERIER und ein fester
Anteil öffentlicher Auftraggeber vermindern
mögliche Ausfallrisiken. Zusätzlich besteht eine
Warenkreditversicherung, bei welchen unsere Kunden
versichert sind (Ausnahmen Tochterunternehmen der Stadt
(größer 90 %) sowie der Staat und diesen
gleichgestellten Organisationen). Sollte der Versicherer
einen Kunden ablehnen, sichern wir uns durch
Vorauszahlungen oder Bürgschaften ab. Damit erreichen
wir eine für unsere Branche überdurchschnittliche
Kreditbewertung und Zahlungssicherheit.
Neben den bestehenden zinslosen Lieferantenkrediten,
bestehen ausreichende Avalrahmen. Wir verfügen
über eine gute Eigenkapitalquote und haben dank freier
Liquidität ausreichend Mittel zur Projektfinanzierung,
sowie für Wachstum.
Informationstechnische Risiken
Die immer intensivere Vernetzung der
informationstechnischen Systeme und die Notwendigkeit ihrer
permanenten Verfügbarkeit stellen hohe Anforderungen
an die eingesetzten Systeme und Technologien sowie die
verantwortlichen Mitarbeiter. CHERIER beugt möglichen
Risiken mit dem Einsatz moderner Hard- und Software mit
aktuellem Sicherheitsstandard vor. Unsere IT-Systeme
unterliegen einer ständigen Wartung und
Aktualisierung. Bei Bedarf wird die Hard- und Software
erneuert oder erweitert, damit eine sichere Abwicklung
aller Geschäftsprozesse gewährleistet ist. Durch
den Einsatz weitgehend einheitlicher EDV- Infrastruktur
wird neben der erforderlichen Wirtschaftlichkeit auch
für die Kompatibilität und Sicherheit der
EDV-Systeme und des Datenbestands gesorgt. Automatische
Sicherungssysteme garantieren einen per- manenten Schutz
des Datenbestandes. Gegen mögliche
Betriebsstörungen von außen, beispielsweise
durch das Eindringen von Viren in das Computersystem,
werden grundsätzlich die aktuellen auf dem Markt
verfügbaren Hardware-Komponenten und
Software-Anwendungen eingesetzt.
CHERIER setzt die beschriebenen Maßnahmen
konsequent um und minimiert somit, soweit möglich, die
Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken. Für alle
Mitarbeiter haben wir eine neue Schulungs- und
Prüfungsplattform geschaffen.
Sonstige Risiken
Die wirtschaftliche Lage des Handwerks in Deutschland
hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Die
allgemeine Rezession hat demnach auch ihre Spuren im
Handwerk hinterlassen. Dies trifft auch das E-Handwerk.
Jedoch wächst mit der Energiewende der
Fachkräftebedarf in den E-Handwerken. Die Zahl der
offenen Stellen stieg in den letzten zwölf Monaten
weiter an. Aktuell werden 96.580 e-handwerkliche
Fachkräfte gesucht. Das gilt nicht nur für
Auszubildende und Gesellen, sondern insbesondere für
hochqualifizierte Gesellen und Meister.
Der steigende Fachkräftebedarf ist ein typisches
Kennzeichen für eine Wachstumsbranche. Treiber ist die
durch die Energiewende ausgelöste Transformation mit
rasant steigender Elektrifizierung und Digitalisierung.
Abzuwarten bleibt, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage,
insbesondere im Bau, im Jahr 2024 auswirkt.
Darüber hinaus belastet uns die ständig
wachsende Bürokratie und Aufwendungen für
Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Fülle staatlicher
Auflagen und Pflichten erschwert die Arbeit, sodass wir
deutlich mehr Arbeitszeit für administrative Prozesse
aufwenden müssen.
Die vorgenannten Risiken stellen nach unserer
Einschätzung die relevanten Risiken für die
Gesellschaft dar.
Chancenbericht
Mit 75,7 von 100 möglichen Punkten bleibt der
Geschäftsklimaindex im Elektrohandwerk auf einem
stabil hohen Niveau, liegt jedoch 4,3 Punkte unter dem Wert
aus dem Herbst 2023 und weist damit auf eine leicht
abflauende Stimmungslage hin. Dennoch bewerten lediglich
7,3 Prozent der Betriebe ihre Geschäftslage als
schlecht. Im Herbst 2023 lag dieser Wert mit 6,3 Prozent
nur unwesentlich darunter.
Doch auch der Blick auf die ersten sechs Monate von
2024 fällt verhalten aus. So gehen nur 15,5 % der
Unternehmer von einer Verbesserung ihrer
Geschäftssituation aus, während 23,5 % eine
Verschlechterung erwarten. Es ist davon auszugehen, dass
diese Skepsis zumindest teilweise mit der Unsicherheit
über die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
und den für das Elektrohandwerk bedeutenden
Wirtschaftszweigen (wie der Bauwirtschaft)
zusammenhängt.
Diese Aussage trifft nicht auf CHERIER zu. Aufgrund
unserer vielfältigen Tätigkeiten und der
fachlichen Kompetenz in der Elektro-, Mess-, Steuer- und
Regelungstechnik, der Informations- und Datentechnik bis
hin zum eigenen Tiefbau, können wir die neuen
Herausforderungen erfüllen.
CHERIER ist mit einem breiten Leistungsspektrum im
elektrotechnischen Anlagenbau für öffentliche und
private Auftraggeber bzw. Investoren tätig.
Künftig verstärken wir besonders den Bereich
Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie auf die Wartung und
Instandhaltung von Sicherheitsanlagen und kritischer
Infrastruktur. Perspektiven tun sich für CHERIER
hierzu in den Bereichen Energie, Umwelt und Infrastruktur
auf. Auch die Gebiete Energieversorgung und
Energiespeicherung eröffnen neue Möglichkeiten
zur horizontalen Diversifikation.
CHERIER konnte in den vergangenen Jahren ihre
wirtschaftliche Basis systematisch ausbauen. Die
Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung bilden dabei
die Grundlage für die weitere Bearbeitung des Marktes
im elektrotechnischen Anlagenbau.
Ebenfalls hat das kontinuierliche Hinterfragen und
die Weiterentwicklung der bestehenden Strukturen und
Arbeitsabläufe zu einer positiven Entwicklung des
Unternehmens beigetragen. Essenziell dafür ist die
stetige und zielgerichtete Mitarbeiterentwicklung in Form
von Aus- und Weiterbildungen. Somit ist CHERIER mit
qualifizierten Mitarbeitern in Fach- und
Führungspositionen auch personell für die Zukunft
aufgestellt. Ab dem Jahr 2024 sowie in den kommenden Jahren
werden wir die Ausbildung neuer Auszubildender
intensivieren. Die dafür nötige
Ausbildungsstätte haben wir bereits errichtet. Zehn
neue Lehrverträge sind bereits abgeschlossen.
Prognosebericht
Die Bundesregierung erwartet laut ihrer
Frühjahrsprojektion eine bessere Konjunktur als
zuletzt - nach Schätzungen soll die Wirtschaft 2024 um
0,3 % wachsen. Wirtschaftsminister Habeck stellte die
Prognose vor und äußerte sich vorsichtig
optimistisch.
Unterstützt wird die wirtschaftliche Erholung
von Maßnahmen der Bundesregierung für
Privathaushalte und Unternehmen, wie etwa das
Wachstumschancengesetz, steuerliche Entlastungen sowie
Maßnahmen zur Förderung der Transformation hin
zu einer klimaneutralen Wirtschaft.
Diese Einschätzung teilen wir, denn CHERIER
profitiert unmittelbar vom Wachstumschancengesetz und dem
Umbau in eine klimaneutrale Wirtschaft.
Unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024
entstand jedoch in Absprache mit den Abteilungsleitern vor
allem auf Basis des bestehenden Auftragsbestands zum
Jahresende mit ca. 24,5 Mio. €. Wir erwarten einen
Umsatz von 16,4 Mio. € und eine Gesamtleistung von
16,5 Mio. €.
Beim Auftragseingang gehen wir von einem niedrigeren
Wert als 2023 aus, denn ein Einzelauftrag von über 10
Mio. € wie im Jahr 2023 ist nicht zu erwarten. Die
Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2024 wurde
unter Berücksichtigung der üblichen
inflationsbedingten Veränderungen, gestiegener
Personalkosten und zum Geschäftsjahr 2023 höherer
Kosten (ca. 5 - 7 %) aufgestellt. Eine Zunahme des
Personalbestands ist auch für das kommende Jahr
geplant.
Wesentliche Sondereinflüsse für die
wirtschaftliche Lage der CHERIER sind derzeit nicht
absehbar.
Die Analyse der Prognosen zeigt, dass CHERIER
für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung gute
Voraussetzungen hat und das Geschäftsjahr 2024
erfolgreich abschließen wird.
E. Sonstige Angaben
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Im Jahr 2023 wurden keine Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten betrieben.
Zweigniederlassungsbericht
Es gibt keine Zweitniederlassung oder
Betriebsstätten.
Versicherungen der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben
sind.
Leipzig, 9. August 2024 CHERIER GmbH
Christoph Cherier Felix Cherier
Geschäftsführer Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
338.479,75 |
401.001,25 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
1.991,50 |
3.478,00 |
| 1.
sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände |
1.991,50 |
3.478,00 |
| II.
Sachanlagen |
336.488,25 |
397.523,25 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
88.452,54 |
101.711,54 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
44.246,98 |
50.085,82 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
203.788,73 |
245.725,89 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.170.401,69 |
5.994.152,25 |
| I.
Vorräte |
1.426.427,98 |
1.295.916,70 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen
abgesetzt |
241.000,00 |
673.500,00 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.116.891,85 |
1.403.052,16 |
| 1.
sonstige Vermögensgegenstände |
2.116.891,85 |
1.403.052,16 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
3.627.081,86 |
3.295.183,39 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
9.139,49 |
6.251,01 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
7.518.020,93 |
6.401.404,51 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
3.396.161,22 |
4.120.630,76 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
60.000,00 |
60.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
2.309.251,05 |
2.309.251,05 |
| III.
Gewinn- /Verlustvortrag |
0,00 |
791.514,88 |
| IV.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
959.864,83 |
| V.
Bilanzgewinn |
1.026.910,17 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
1.155.940,71 |
852.820,25 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.965.919,00 |
1.427.953,50 |
| 1.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.965.919,00 |
1.427.953,50 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
7.518.020,93 |
6.401.404,51 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
8.666.157,34 |
7.883.014,22 |
| 2.
Personalaufwand |
5.231.736,35 |
4.966.098,25 |
| a)
Löhne und Gehälter |
4.393.317,22 |
4.141.825,33 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
838.419,13 |
824.272,92 |
| davon
für Altersversorgung |
10.196,13 |
15.675,46 |
| 3.
Abschreibungen |
113.377,08 |
118.113,65 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
113.377,08 |
118.113,65 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.436.802,31 |
1.357.563,58 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
30.780,42 |
4.898,03 |
| 6.
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens |
0,00 |
1.786,69 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
26.213,33 |
17.135,74 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
600.077,52 |
453.215,54 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
1.288.731,17 |
973.998,80 |
| 10.
sonstige Steuern |
13.200,71 |
14.133,97 |
| Jahresüberschuss |
1.275.530,46 |
959.864,83 |
Ergebnisverwendung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Jahresüberschuss |
1.275.530,46 |
959.864,83 |
| 2.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
1.379,71 |
|
| 3.
Vorabausschüttung / beschlossene
Ausschüttung GJ |
250.000,00 |
0,00 |
| 4.
Bilanzgewinn |
1.026.910,17 |
0,00 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom
1. Januar 2023
bis zum
31. Dezember 2023
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die als CHERIER GmbH firmierende Gesellschaft hat
ihren Sitz in Leipzig. Sie ist im Handelsregister beim
Amtsgericht Leipzig unter der Registernummer HRB 6350
eingetragen.
Die Gesellschaft ist eine mittelgroße
Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Auf
die größenabhängigen Erleichterungen
gemäß § 276 Satz 1 HGB wurde im Rahmen der
Aufstellung des Jahresabschlusses verzichtet. Dies gilt
nicht für den nach § 325 HGB offenzulegenden
Jahresabschluss, für den auch die Erleichterungen nach
§ 288 Abs. 2 und § 327 HGB in Anspruch genommen
werden.
Soweit Angaben entweder in der Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung oder im Anhang enthalten sein müssen,
wurden sie regelmäßig in den Anhang aufgenommen.
Die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden
entsprechen den Vorschriften der §§ 246 ff. HGB.
Abweichungen von den Ansatz- und Bewertungsvorschriften des
Vorjahres oder von den sonstigen Bewertungsvorschriften des
§ 252 Abs. 1 HGB sind nicht erfolgt.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
(§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrages. Darüber hinaus hat die
Gesellschaft die ergänzenden Vorschriften zu
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für
Kapitalgesellschaften beachtet.
Das Verrechnungsverbot gemäß § 246
Abs. 2 HGB wurde beachtet. Vermögensgegenstände
und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig
bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren
Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag
entstanden sind, berücksichtigt.
Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in fremder Währung
werden mit den jeweiligen Tageskursen oder den dazu
vereinbarten Kursen in Ansatz gebracht. Im
Geschäftsjahr 2023 haben keine
Fremdwährungsgeschäfte stattgefunden.
III. Angaben zur Bilanz
Anlagevermögen
Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung des
Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 wird auf
den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen.
Die Gegenstände des Anlagevermögens sind zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten (ohne Einbeziehung
von Fremdkapitalzinsen) vermindert um planmäßige
und außerplanmäßige Abschreibungen
angesetzt. Immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens sind nur dann bilanziert, wenn sie
entgeltlich erworben wurden.
Die planmäßigen Abschreibungen auf
Vermögensgegenstände, deren Nutzung zeitlich
begrenzt ist, erfolgen auf der Grundlage der
voraussichtlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode,
weil diese unter dem Gesichtspunkt der
Unternehmensfortführung den Wertverzehr des
Anlagevermögens am treffendsten wiedergibt.
Selbstständig nutzbare Vermögensgegenstände
des beweglichen Anlagevermögens, deren Anschaffungs-
oder Herstellungskosten jeweils EUR 800,00 nicht
übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller
Höhe abgeschrieben.
Vorräte
Die als unfertige Leistungen ausgewiesenen in Arbeit
befindlichen (Bau-) Aufträge sind zu den
Herstellungskosten (ohne Einbeziehung von
Fremdkapitalzinsen), die unter fertige Erzeugnisse und
Waren ausgewiesenen Materialbestände zu den
Anschaffungskosten bewertet.
In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten,
angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten
sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit
dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.
Soweit erforderlich, ist der Bewertung der Vorräte ein
niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 4 HGB zugrunde
gelegt.
Sonstiges Umlaufvermögen und
Rechnungsabgrenzungsposten
Die Forderungen und die sonstigen
Vermögensgegenstände mit Forderungscharakter sind
zum Nennwert bilanziert. Inkasso- und Zinskosten sowie
Ausfallrisiken sind durch angemessene Wertberichtigungen
berücksichtigt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände bestehen in Höhe von
TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) mit einer Laufzeit von mehr als 5
Jahren. Alle weiteren haben eine Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr.
Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.
Eigenkapital
Das Stammkapital in Höhe von EUR 60.000,00 ist
als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Die Stammeinlagen
sind vollständig geleistet.
Als Kapitalrücklage ist der Wert des im Rahmen
einer Verschmelzung zu Buchwerten auf die Gesellschaft
übergegangenen Reinvermögens ausgewiesen, soweit
es nicht der Leistung der Stammeinlagen auf die
zusätzlich übernommenen Geschäftsanteile
diente.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
Die Pensionsverpflichtungen werden gemäß
§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den nach § 253 Abs. 2
HGB abgezinsten Erfüllungsbeträgen
(Anwartschaftsbarwertverfahren) in Höhe von TEUR 356
(Vorjahr: TEUR 350) abzüglich der beizulegenden Werte
der zur Anspruchsfinanzierung dienenden und an den
Pensionsberechtigten verpfändeten Ansprüche aus
zwei Investmentfonds in Höhe von TEUR 287 (Vorjahr:
TEUR 277) ausgewiesen.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen für die
Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurden die
Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck sowie ein
durchschnittlicher Marktzinssatz zugrunde gelegt, der sich
bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Dabei wurde ein von dem Gutachter geschätzter
durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre
von 1,81 % (Vorjahr: 1,70 %) angesetzt. Eine Rentendynamik
ist mangels Vereinbarung nicht berücksichtigt.
Aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre
ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit einem vom
Gutachter geschätzten durchschnittlichen Marktzinssatz
der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag
(geringerer Rückstellungsbetrag) von EUR 3.885
(Vorjahr: EUR 20.510,00). Gewinne dürfen
gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB nur insoweit
ausgeschüttet werden, als nach einer Ausschüttung
mindestens dieser Unterschiedsbetrag als ansonsten frei
verfügbares Eigenkapital verbleibt.
Steuerrückstellungen und sonstige
Rückstellungen
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und
Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und
ungewissen Verbindlichkeiten notwendigen
Erfüllungsbeträge angesetzt. Bei
Rückstellungen für Verpflichtungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden bei der
Ermittlung des Erfüllungsbetrags künftige Preis-
und Kostensteigerungen berücksichtigt und die
Erfüllungsbeträge gemäß
§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Abzinsung
erfolgt mit den von der Deutschen Bundesbank bekannt
gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen der
vergangenen sieben Jahre und nach Maßgabe der
Restlaufzeiten der Verpflichtungen. Bei der
Rückstellung für Aufbewahrungspflichten wird aus
Vereinfachungsgründen unterstellt, dass sich die
Wirkungen aus der Abzinsung und den künftigen
Kostensteigerungen kompensieren.
Die Steuerrückstellungen betreffen die
Nachzahlungen für die Steuern auf den Ertrag für
die Erhebungszeiträume 2022 und 2023, soweit noch
keine Steuerbescheide ergangen sind.
Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet
für Gewährleistungsverpflichtungen i. H. v. TEUR
344 (Vorjahr: TEUR 353), für Prozesskostenrisiken
i. H. v. TEUR 60 (Vorjahr: 0), für Personalkosten i.
H. v. TEUR 397 (Vorjahr: TEUR 244), für
Aufbewahrungspflichten i. H. v. TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 40),
für interne und externe Kosten für die Erstellung
und Prüfung von Jahresabschlüssen und
Steuererklärungen, für Betriebsprüfungen i.
H. v. TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 51) sowie für
Beiträge zur Berufsgenossenschaft i. H. v. TEUR 17
(Vorjahr: TEUR 14).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind gemäß §
253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem jeweiligen
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen haben TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 57) eine Laufzeit
von voraussichtlich 1 bis 5 Jahren. Darüber hinaus
haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von weniger
als ein Jahr.
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen bestehen zum Teil branchenübliche
Eigentumsvorbehalte.
IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Verminderung des Bestands an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen (= in Arbeit befindliche
Aufträge) ergibt sich aus der Verminderung der
aktivierten Herstellungskosten um TEUR 182 (Vorjahr:
Erhöhung um TEUR 266).
Die unter den
sonstige Zinsen und ähnlichen Erträgen
ausgewiesenen Zinserträge aus
Vermögensgegenständen zur Verrechnung mit
Rückstellungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR
4) ergeben sich als Saldo aus dem Ertrag aus der zur
Finanzierung der Pensionsrückstellungen
abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung und der
sonstigen dazu getätigten Kapitalanlagen in Höhe
von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) abzüglich des Aufwands
aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in
Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6).
V. Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in
Höhe von TEUR 462 im Jahr.
Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 92 Arbeitnehmer
(Vorjahr: 86 Arbeitnehmer) und 10 Auszubildende (Vorjahr: 9
Auszubildende).
Geschäftsführer
Geschäftsführer sind
Felix Cherier, Diplom-Wirtschaftsingenieur und
Christoph Cherier, Elektromeister.
Leipzig, 9. August 2024 CHERIER GmbH
Christoph Cherier Felix Cherier
Geschäftsführer Geschäftsführer
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
Zugänge
|
davon
FK-Zinsen
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
199.186,45
|
10.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
209.186,45
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
199.186,45
|
10.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
209.186,45
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
165.169,89
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
165.169,89
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
303.461,69
|
4.267,61
|
0,00
|
1.600,00
|
0,00
|
306.129,30
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
870.447,68
|
40.549,47
|
0,00
|
49.783,71
|
0,00
|
861.213,44
|
Summe Sachanlagen
|
1.339.079,26
|
44.817,08
|
0,00
|
51.383,71
|
0,00
|
1.332.512,63
|
Summe
Anlagevermögen
|
1.538.265,71
|
54.817,08
|
0,00
|
51.383,71
|
0,00
|
1.541.699,08
|
|
kumulierte
Abschreibungen
|
Abschreibungen
Geschäftsjahr
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte
Abschreibungen
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
195.708,45
|
11.486,50
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
207.194,95
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
195.708,45
|
11.486,50
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
207.194,95
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
63.458,35
|
13.259,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
76.717,35
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
253.375,87
|
10.105,95
|
0,00
|
1.599,50
|
0,00
|
261.882,32
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
624.721,79
|
78.525,63
|
0,00
|
45.822,71
|
0,00
|
657.424,71
|
Summe Sachanlagen
|
941.556,01
|
101.890,58
|
0,00
|
47.422,21
|
0,00
|
996.024,38
|
Summe
Anlagevermögen
|
1.137.264,46
|
113.377,08
|
0,00
|
47.422,21
|
0,00
|
1.203.219,33
|
|
Zuschreibungen
Geschäftsjahr
|
Buchwert
|
Buchwert
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
1.991,50
|
3.478,00
|
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
1.991,50
|
3.478,00
|
Sachanlagen
|
|
|
|
Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
88.452,54
|
101.711,54
|
technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
44.246,98
|
50.085,82
|
andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
203.788,73
|
245.725,89
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
336.488,25
|
397.523,25
|
Summe
Anlagevermögen
|
0,00
|
338.479,75
|
401.001,25
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 02.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die CHERIER GmbH
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der CHERIER GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der CHERIER
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht
dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar. Mein Prüfungsurteil zum
Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur Unternehmensführung.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Meine
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend
beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit
diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung,
dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für alle Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -
beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen
Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Die Geschäftsführer sind verantwortlich
für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses
der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei
Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da
Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
meines Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung,
den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führe ich
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Ich erörtere mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung
feststelle.
Leipzig, 9. August 2024
Dipl.-Kfm. Björn Reinhardt
Wirtschaftsprüfer
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