GHT GmbH
& Co. KG
Dortmund
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A.
Grundlagen des Unternehmens
Als unabhängiger mittelständischer Partner
der Bau- und Baustoffindustrie und Versorger von
Großindustrieanlagen stellen wir für unsere Kunden
in NRW an zwei Standorten in Dortmund-Mengede und Bottrop ein
lückenloses Leistungsspektrum zur Verfügung:
· Herstellung und Lieferung von
Spezialbindemitteln für geotechnische Anwendungen
· Handel mit Baustoffen wie Kalke, Zemente,
Kies, Sand, Branntkalk u. a.
· Logistische Dienstleistung von
Baustoffen aller Art, insbesondere von staubförmigen
Gütern per LKW, mit Schiffen und auf der Schiene
· Gestellung von Baustellensilos bei Kunden
vor Ort · Lagerung von staubförmigen
Gütern · Hafenumschläge von
Massenbaustoffen- Aufbereitung von mineralischen Grundstoffen
Durch unseren Fuhrpark mit mehr als 40 eigenen
Silofahrzeugen, Betonfahrmischern und Planzügen erzielt
unsere Disposition eine Termintreue, auf die sich unsere
Kunden täglich 24 Stunden verlassen können.
Schnelligkeit, Flexibilität und kurze Dienstwege
ersparen unseren Kunden Zeit und sorgen für kurze
Reaktionszeiten. Möglich wird dies durch gut
ausgebildetes, engagiertes Fachpersonal sowie höchste
Produktqualität. Das Ergebnis ist höchste
Kundenzufriedenheit, die durch langjährige
Kundenbeziehungen und eine Vielzahl realisierter
Großprojekte bestätigt wird.
Unsere Stärken, um im Wettbewerb zu bestehen, sind
Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und
Flexibilität. Durch den eigenen Fuhrpark können wir
bei den Auslieferungen unserer Produkte auf die
unterschiedlichsten Kundenwünsche und
Kundenanforderungen eingehen.
B. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik
Deutschland war 2023 negativ, das Wirtschaftswachstum betrug
-0,3 %. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg leicht an und
lag bei 45,9 Mio. Die Quote der Erwerbslosen lag damit bei
2,8 %. Die Bruttolöhne und Bruttogehälter stiegen
in Deutschland im Durchschnitt um 6,1 %.
Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der
erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der
weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden
geopolitischen Krisen und damit möglicherweise
einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die
sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten
Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen
und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der
öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für
die wirtschaftlichen Perspektiven dar.
Die Krise im Bausektor hat 2023 auf die Produktion in
der Baustoffbranche durchgeschlagen. Besonders die Hersteller
keramischer Baumaterialien mussten angesichts hoher
Energiepreise und mangelnder Nachfrage ihre Produktion
drastisch reduzieren. Zum Jahresauftakt 2024 hat sich eine
Stabilisierung des Produktionsniveaus angedeutet. 2023 hat
sich die Ertragslage der Branche verschlechtert. Während
die Energiepreissteigerungen ein Ende fanden, schlug sich die
Inflation in merklich höheren Materialkosten und
Lohnabschlüssen nieder. Gleichzeitig brachen besonders
in den wohnungsbaunahen Sparten die Umsätze ein. Die
Dekarbonisierung der Zement- und Kalkindustrie erfordert
aufgrund unvermeidbarer CO2-Emissionen die Abscheidung und
Speicherung von CO2. Laut einer Branchenstudie könnte
deshalb der jährliche CO2-Transportbedarf bis 2040 auf
35 Mio. Tonnen steigen, was den Bau eines Leitungsnetzes von
4.800 Kilometern Länge erforderlich machen würde.
Schlankere und beschleunigte Verfahren in Planung und Bau
sind für eine rechtzeitige Realisierung entscheidend
(Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Der Wirtschaftszweig "Baustoffindustrie" umfasst die
Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Gips, die
Herstellung von Glas und Glaswaren sowie keramischen
Erzeugnissen und Erzeugnissen aus gebranntem Ton, wobei die
gesamte Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis hin
zu den Fertigwaren vertreten ist. Darüber hinaus sind
die Produktion von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf
Unterlage sowie die Herstellung von be- und verarbeiteten
Natur(werk)steinen und sonstigen Mineralerzeugnissen Teil der
Branche.
Der Bausektor befindet sich weiterhin in der Rezession.
2023 waren die Bauinvestitionen das dritte Jahr in Folge
rückläufig. Besonders schwierig stellt sich dabei
die Situation im Wohnungsbau dar. Bis ins Jahr 2023 stark
gestiegene Hypothekenzinsen und fortwährend hohe
Baupreise haben vor allem private Haushalte davon abgehalten,
Immobilienprojekte umzusetzen. Der Wirtschaftsbau konnte
hingegen leicht zulegen (Quelle: VR Branchen special 6.02,
Juni 2024).
Besonders die Hersteller keramischer Baumaterialien
mussten angesichts hoher Energiepreise und mangelnder
Nachfrage ihre Produktion teils drastisch reduzieren. In den
anderen Sparten fiel der Rückgang etwas geringer aus.
Anfang 2024 hat sich eine Stabilisierung des
Produktionsniveaus angedeutet. Nichtsdestotrotz mussten die
Unternehmen im Januar und Februar deutliche
Umsatzeinbußen verkraften. Positiver war die Lage bei
den Herstellern von sonstigen Porzellan- und keramischen
Erzeugnissen, deren Produktpalette auch Erzeugnisse für
Laboratorien sowie chemische und industrielle Zwecke umfasst.
Diese industrienahe Untersparte konnte bereits
von der Aufhellung der Geschäftslage im Chemiebereich
profitieren. Höhere Lohnkosten und die
rückläufigen Umsätze haben die Lohnquote im
Branchendurchschnitt erhöht. Die laufenden Tarifrunden
machen weitere Lohnsteigerungen wahrscheinlich. Angesichts
der gestiegenen Lebenshaltungskosten haben die
Arbeitnehmervertreter ihre Forderungen erhöht und
verlangen neben Tariferhöhungen auch 2024
Inflationsausgleichsprämien. Dies bringt die Arbeitgeber
in eine schwierige Situation: Einerseits erfordert die
schlechte baukonjunkturelle Lage Einsparmaßnahmen,
andererseits ist ein einmal verringerter
Beschäftigtenstand nur mühsam wieder aufzubauen. Im
Hinblick auf hohe Baubedarfe und altersbedingt schrumpfende
Belegschaften bleibt der Personalbedarf im Baustoffsektor
mittelfristig hoch (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni
2024).
Die Wirtschaftsleistung und die Produktion im
Verarbeitenden Gewerbe sind 2023 zurückgegangen. Gerade
die Beförderung industrieller Vor-, Zwischen- und
Endprodukte ist wichtiger Bestandteil der Tätigkeit
vieler Transport- und Logistikdienstleister. Daher hat sich
auch bei vielen dieser Unternehmen die
Geschäftssituation eingetrübt. Die Ertragssituation
bei den Güterverkehrs- und Logistikunternehmen hat sich
in der Pandemiezeit als stabil erwiesen. 2023 dürften
sich in einem Umfeld deutlich gestiegener Kosten und einer
wenig dynamischen Umsatzentwicklung ertragsseitige
Herausforderungen ergeben haben, die auch 2024 fortwirken
dürften (Quelle: VR Branchen special 4.08, Januar 2024).
Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte
der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben
2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr
2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %,
verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für
Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %.
Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach
Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr
unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist
der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Unternehmen mit 20
und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs um
3,5 %, während die Unternehmen mit weniger als 20
Beschäftigten einen Verlust von 3,2 % einfuhren. Der
Anteil am Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr
Beschäftigten liegt bei 69 %.
Während der Hochbau mit einem nominalen
Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die
Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die
Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau
Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und
Mobilitätswende.
Die Umsatzentwicklung war weiter stark preisgetrieben,
aber mit im Jahresverlauf deutlich fallender Tendenz.
Während zu Beginn des Jahres 2023 die Preisentwicklung
für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei
knapp +16 % lag, wies der Deflator zum Jahresende eine
Dynamik von nur noch knapp +2 % auf. Zum einen hat hierbei
die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite nachgegeben, auch
wenn das Preisniveau immer noch deutlich über dem
Ausgangsniveau von vor der Corona-Pandemie liegt. So lag der
Erzeugerpreisindex im Jahresmittel 2023 gegenüber 2020
bei energieintensiven Produkten wie Zement noch um 64 %
höher. Auch Mineralölerzeugnisse (+59 %),
Betonstahl (+52 %), Dämmung (+43 %), Ziegel, Kies und
Sand (+35 %) und auch Bauholz (+34 %) verfehlten weit das
Ausgangsniveau von 2020 (Quelle: ZDB, Konjunkturentwicklung
Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024).
Die Baustoffbeschaffung bleibt für die
Bauunternehmen insgesamt aufwendig. Es braucht immer noch
deutlich mehr Vorlauf, um Materialien und Baustoffe zu
organisieren, als man es vor der Corona-Pandemie gewohnt war.
Die Einkaufspreise für Baumaterial liegen
insgesamt seit 2021 auf einem historisch hohen Niveau.
Während zunächst die Lieferengpässe infolge
der Corona-Pandemie zu einer Verteuerung global gehandelter
Materialien führten, stiegen die Preisindizes für
energieintensiv hergestellte mineralische Baustoffe infolge
des russischen Kriegs gegen die Ukraine deutlich an.
Vergleicht man die Jahresmittelwerte der
Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten
von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes für
Mineralölerzeugnisse per September 2023 um ca. 60
Prozent über dem Jahresdurchschnitt von 2020, Bitumen um
fast 75 Prozent. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45
Prozent über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls.
Der energieintensiv hergestellte Baustoff Zement verteuerte
sich um mehr als 60 Prozent. Diese Entwicklung hält auch
die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Davon
sind alle Bausparten betroffen. Da der Straßenbau
besonders baumaschinenintensiv unterwegs ist, drücken
hier die Mineralölpreise besonders, im Hochbau sind es
Zement, Beton und Baustahl.
Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Preisdynamik
für Bauleistungen jedoch sichtbar abgeschwächt. So
stiegen die Preisindizes für Bauleistungen an neuen
Wohngebäuden im ersten Quartal 2023 noch um 15,1
Prozent, im zweiten Quartal um 8,8 Prozent und im dritten
Quartal um 6,4 Prozent jeweils gegenüber dem
Vorjahresquartal. Im Vorjahr war der Index noch um 16,4
Prozent gestiegen (Quelle: ZDB, III. Quartal 2023:
Entwicklung Preisindex Baustoffe).
2. Geschäftsverlauf und Lage
Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte
Umsatzentwicklung konnte von uns nicht erreicht werden.
Dennoch hat sich das operative Betriebsergebnis um T€
551 auf T€ 4.549 erhöht. Diese Entwicklung
schlägt sich auch im Jahresergebnis nieder; der
Jahresüberschuss erhöhte sich um T€ 386 auf
T€ 3.367.
Unsere wirtschaftliche Lage ist trotz des schwierigen
Umfeldes innerhalb der Branche, die durch starke
Konzentration und Rohstoffengpässe geprägt ist, als
gutzu bezeichnen. Vor diesem Hintergrund ist die
Geschäftsentwicklung als günstig einzustufen.
3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren,
Sustainability
Aufgrund des Jahresergebnisses konnten wir unsere
Umsatzrentabilität im Vergleich zum Vorjahr steigern,
die Eigenkapitalrentabilität war im Vorjahresvergleich
leicht rückläufig. Diese Kennziffern setzen wir
unter anderem zur internen Steuerung unseres Unternehmens
ein.
Wir haben weiterhin intensiv an neuen Produkten
gearbeitet, um unsere Produktpalette zu erweitern. Durch
regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen wird die
Arbeitsqualität gesichert und erhöht.
In 2023 haben wir weitere Investitionen in unsere
Anlagen und im Bereich Fuhrpark getätigt, um unsere
Produktion weiter zu verbessern und effizienter zu gestalten.
Weiterhin haben wir in EDV-Software investiert, um effektiver
und digitaler zu arbeiten. Weitere Investitionen erfolgen in
2024, unter anderem wird in eine Photovoltaikanlage
investiert, die bereits im Bau ist.
Als Familienunternehmen aus der Baustoffindustrie
setzen wir unsere Verantwortung für unsere Umwelt, auch
für nachfolgende Generationen, täglich in die Tat
um. Alle von uns hergestellten Produkte werden auch
bezüglich ihrer Umweltverträglichkeit
regelmäßig nach den aktuellen Umweltrichtlinien
durch eigene und externe, unabhängige Labore
überwacht, geprüft und zertifiziert. Dabei achten
wir von der Rohstoffgewinnung, über die Produktion und
Lagerung bis zur Auslieferung auf gleichbleibend hohe
Qualität.
Durch den Einsatz geprüfter Grundstoffe, die mit
niedrigem CO2-Ausstoß hergestellt werden, sind wir in
der Lage, nachhaltig Baustoffe zu produzieren und
gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Verstärkt wird diese
CO2-Einsparung durch unsere hochentwickelten
Produktionsanlagen, die verfahrenstechnisch bedingte
Emissionen auf ein unvermeidbares Minimum reduzieren.
Mit der Entwicklung zielgerichteter Produkte für
die individuellen Anforderungen von Bauvorhaben reduzieren
wir den jeweiligen Bindemittelbedarf für das
entsprechende Projekt, was erheblich die Herstellungs-,
Transport-, und Verarbeitungsaufwände verringert.
Möglich wird dies durch die hohe Wirkungsweise unserer
Bindemittel aus eigener Entwicklung und Produktion.
Die Einsparung herkömmlicher Treibstoffe im
LKW-Bereich unterstützen wir zusätzlich durch
unsere eigene Hafenanlage. Mit der Bewegung erheblicher
Transportvolumen über den Wasserweg tragen wir zu der
Entlastung des Straßenverkehrs bei - und der damit
verbundenen CO2-Reduzierung.
4. Ertragslage
Über alle Geschäftsbereiche hat sich der
Umsatz um 2,1 % vermindert. Die Personalkosten beliefen sich
im Jahr 2023 auf 3,976 Mio. €, dies entspricht einer
Minderungsrate von 5,0 %. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich ebenfalls
vermindert.
Zum Jahresüberschuss von T€ 3.367 (Vorjahr
T€ 2.981) trugen folgende Ergebnisquellen bei:
|
2023
|
2022
|
|
TEUR
|
TEUR
|
Rohergebnis
|
10.938
|
11.183
|
Betriebsergebnis
|
4.549
|
3.998
|
Finanzergebnis
|
-285
|
-195
|
Die Ertragslage unserer Gesellschaft ist damit aus
unserer Sicht als gut zu bezeichnen.
5. Finanzlage
Unsere Finanzlage kann als solide bezeichnet werden.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten innerhalb der Skontozahlungsfristen zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen.
Kurzfristige Liquiditätsengpasse waren im
Geschäftsjahr nicht zu überbrücken,
dementsprechend wurden die Kreditlinien der Banken nicht in
Anspruch genommen.
Wir waren jederzeit in der Lage, unsere
Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Unsere Investitionsneigung ist unverändert
ambitioniert, so beträgt der Cashflow aus
Investitionstätigkeit TEUR -1.129 (Vorjahr: TEUR
-1.173).
Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen
Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) erstellt. Der
Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel. Der operative
Cashflow ist mit TEUR 3.938 weiterhin positiv, er hat sich
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.052 vermindert. Dies ist
insbesondere dem Erwerb von Emissionszertifikaten (EUA)
geschuldet. Mit dem Erweb der EUA erfolgt eine
zukunftsgerichtete Vorsorge zur Konditionsverbesserung im
Bereich der Rohstoffbeschaffung.
Die Unternehmensfinanzierung erfolgt
größtenteils durch den Gesellschafterkreis.
6. Vermögenslage
Unsere Bilanzsumme hat sich auf 16,89 Mio. €
erhöht.
Die Vermögenslage ist geprägt durch das
Anlagevermögen sowie die liquiden Mittel.
Die Struktur unseres kurz- und mittelfristig gebundenen
Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir
aufgrund unserer Erfahrungen stabil.
Das Eigenkapital hat sich um T€ 336 auf T€
1.543 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt somit
9,1 % gegenüber 8,5 % im Vorjahr.
Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
machen 3,3 % der Bilanzsumme aus. Diese Verbindlichkeiten
können wir regelmäßig innerhalb der
Zahlungsfristen begleichen
. Daneben sind auf der Passivseite die
Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern erwähnenswert.
C.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
(voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens ab dem
Abschlussstichtag und der mit ihr einhergehenden wesentlichen
Chancen und Risiken)
1. Prognosebericht
Die Konjunktur in Deutschland ist angeschlagen. Eine
langanhaltende Schwächephase und strukturelle Hemmnisse
wie die demographische Entwicklung sowie die mangelnde
preisliche Wettbewerbsfähigkeit begrenzen das Wachstum.
Trotz einer Höchstzahl an Erwerbstätigen bewegt
sich die Wirtschaftsleistung 2024 kaum über dem
vorpandemischen Niveau. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem
privaten Konsum, der durch Reallohnzuwächse wieder
zulegen dürfte. Im Welthandel sollten sich die
Absatzaussichten der deutschen Exporteure im weiteren
Jahresverlauf ebenfalls aufhellen, wenngleich keine
großen Impulse zu erwarten sind.
Auch 2024 bleibt die Situation angespannt. Steigende
Einkommen, sinkende Zinsen und stagnierende Baukosten
könnten aber allmählich eine Trendwende einleiten.
Positive Impulse dürften 2024 hingegen vom Nichtwohnbau
und im Besonderen vom Tiefbau ausgehen, der von Investitionen
in die Verkehrs- und Energieinfrastruktur profitiert. Dennoch
rechnet das ifo Institut 2024 mit einem weiteren
Rückgang der Bauinvestitionen um 3 % (Quelle: VR
Branchen special 6.02, Juni 2024).
Die stark rückläufige Baunachfrage hat mit
gewisser Verzögerung die Beurteilung der
Geschäftslage in der Baustoffindustrie gedrückt.
Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 überwiegen in
der Branche die negativen Stimmen. Immerhin bewegen sich die
Geschäftserwartungen seit dem vierten Quartal 2023
wieder langsam aufwärts. Eine Stütze dürfte
das Preisniveau mineralischer Erzeugnisse sein. Zwar kam es
bei einzelnen Sparten wie der Glas- oder Baukeramik zu
Preisabschlägen, insgesamt aber blieb das Niveau Anfang
2024 vergleichsweise hoch und stieg in der Zementherstellung
sogar weiter an. Die ungünstige Lage der Baustoffbranche
wird bei der Beurteilung der Auftragsbestände deutlich:
Diese waren zwei Jahre in Folge nur abwärtsgerichtet.
2024 zeichnet sich in den Umfragen eine Bodenbildung ab,
wobei die Mehrheit der Befragten im April die
Lagerbestände noch als zu hoch einstuften. Erste
positive Signale vom Wohnungsmarkt geben Anlass zur Hoffnung,
dass die Baukrise bald überwunden ist. Zum einen sind
die Immobilienpreise 2023 leicht gesunken, zum anderen haben
sich die Bauzinsen im Frühjahr 2024 verringert. Umfragen
der Bundesbank unter deutschen Banken im Frühjahr 2024
lassen bereits eine größere Nachfrage nach
Wohnungsbaukrediten erkennen. Für die Baustoffindustrie
ist das noch kein Grund zur Entwarnung, da neue Bauvorhaben
erst mit einiger Verzögerung nachfragewirksam werden.
Für 2024 muss daher die Branche mit einem weiteren
Umsatzrückgang rechnen, wenngleich sich die Umsätze
der industrienahen Sparten verbessern dürften (Quelle:
VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Bei der Dekarbonisierung der Zement- und Kalkindustrie
ist eine Speicherung von CO2 aufgrund des hohen Anteils
unvermeidbarer CO2-Emissionen unausweichlich. Eine Studie des
Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) zeigt, dass zur
Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 der
jährliche CO2-Transportbedarf deutlich ansteigen wird.
Dies erfordert den Aufbau eines CO2-Leitungsnetzes mit einer
Länge von rund 4.800 Kilometern, um die
Produktionsanlagen mit geeigneten Speicherstätten zu
verbinden. Zur Erreichung der Klimaziele muss es gelingen,
dieses Leitungsnetz spätestens bis Mitte der
2030er-Jahre aufzubauen. Dafür sind deutlich
beschleunigte Verfahren für Planung, Genehmigung und
Errichtung entscheidend (Quelle: VR Branchen special 6.02,
Juni 2024).
Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist als stabil zu
bezeichnen. Die Liquiditätslage ist gut; es sind daher
keine Engpässe zu erwarten. Wir werden auch
zukünftig in der Lage sein, unseren
Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Unsere Positionierung im Markt und unsere
Produktinnovationen bestätigen unsere
Geschäftspolitik.
An der Erweiterung unseres bisherigen Kundenstammes
arbeitet unsere Vertriebsabteilung intensiv.
Es sind keine wesentlichen Änderungen in der
Geschäftspolitik in den nächsten 12 Monaten
geplant. Unsere Marktsituation bzw. Lage betrachten wir nach
den vielen Jahren der Geschäftstätigkeit als
gefestigt. Wir müssen jedoch aufgrund der weiteren
Konzentrationsbewegungen, der Rohstofflieferengpässe
innerhalb der Branche und der gegebenen Rahmenbedingungen
zukünftig mit wesentlich schlechteren Ergebnissen
rechnen.
Wir beurteilen derzeit (auf Basis unserer internen
Auswertungen per Ende März 2024) die voraussichtliche
Entwicklung unseres Unternehmens trotz der widrigen
Umstände als gut. Wir erwarten für 2024 aufgrund
des eingetrübten Branchenumfelds eine moderate
Umsatzreduzierung sowie ein Ergebnis auf Basis 2022.
2.
Risikobericht
Außergewöhnliche externe Effekte wie
Naturkatastrophen oder der Ukraine-Krieg können unser
Geschäftsergebnis negativ beeinflussen.In welchem Umfang
sich die Auswirkungen des Ukraine-Krieges zukünftig in
unserem Unternehmen niederschlagen werden, ist zum jetzigen
Zeitpunkt weiterhin nur schwer abzuschätzen. Mit
Sicherheit ist zu erwarten, dass unsere Lieferketten im
Bezugsgeschäft beeinträchtigt bleiben. Weiterhin
ist zu erwarten, dass die Folgen für unser Unternehmen
umso stärker sind, je länger die Krise anhält.
Weitere Unsicherheiten bestehen durch die
weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Herausforderungen der Bauindustrie lassen sich wie
folgt skizzieren:
·
Unsichere Wirtschaftslage: Die Baubranche ist, wie
viele weitere Sektoren, unmittelbar von der
weltwirtschaftlichen Situation abhängig und betroffen.
Bedingt durch globale Handelskonflikte, die Inflation und
auch politische Unsicherheiten gibt es eine allgemeine
Zurückhaltung bei Investoren und Bauherren. Die Folge:
Bauprojekte verzögern sich oder werden gar nicht erst
aufgenommen.
·
Gestiegene Baukosten: Gerade im Bausektor sind
Energiekosten ein großer Faktor, für Herstellung
und Transport von Baumaterialien sowie für den Bau
selbst. Die steigenden Öl- und Gaspreise stellen die
Akteure der Bauindustrie somit vor immer größere
Herausforderungen. Dies führt zu einem Preisanstieg von
Bauvorhaben, den die Auftraggeber oftmals nicht stemmen
können. Folglich werden weniger Bauprojekte
tatsächlich umgesetzt.
·
Lieferkettenprobleme: Die globalen
Handelskonflikte, die durch die Corona-Krise und den Krieg
gegen die Ukraine verschärft wurden, führen zu
Engpässen bei zum Bau benötigten Rohstoffen und
haben eine Preissteigerung zur Folge.
·
Fachkräftemangel: Der
Fachkräftemangel in der Bauindustrie spitzt sich zu. Ein
Großteil der Beschäftigten wird in naher Zukunft
in Rente gehen - und qualifizierter Nachwuchs fehlt. Dies ist
kein neues Problem, setzt gerade mittelständische
Bauunternehmen jedoch immer stärker unter Druck. Hier
versuchen wir mit Aus- und Weiterbildung gegenzusteuern.
·
Klimakrise: Die Branche ist im Wandel hin zu mehr
Nachhaltigkeit im Bauwesen und vor allem Energieeffizienz.
Dies bietet einerseits Chancen und Potenzial für
Unternehmen, auch künftig zukunftsfähig zu arbeiten
- stellt sie gleichzeitig aber auch vor große
Hürden, allen Anforderungen gerecht zu werden.
Schlussendlich ist klar: Der Schlüssel liegt in einer
zunehmend nachhaltigen Bauweise und grünen
Energiequellen.
Weiterhin versuchen wir durch Sicherungsgeschäfte
(EU-Allowances) die Rohstoffeinkaufspreise beherrschbar zu
halten.
Die Gesellschaft ist keinem Währungsrisiko
ausgesetzt. Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen
die zunehmende Konkurrenz, muss weiterhin mit hoher
Qualität reagiert werden. Wir werden weiterhin auf
Pünktlichkeit und Verlässlichkeit Wert legen, um
unsere Kunden zufriedenzustellen und um uns von unserer
Konkurrenz abzusetzen.
Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes
Mahnwesen, Forderungsausfälle sind weiterhin die
Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter
Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.
Zur Minimierung der Datenrisiken wurde ein externer
Datenschutzbeauftragter berufen.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist für uns zudem
die wirtschaftliche Unsicherheit, nicht zuletzt aufgrund der
Gesetzgebung. Ständig wachsende Umweltauflagen
beeinflussen zunehmend unsere strategischen Ausrichtungen und
unsere Produktphilosophie.
Eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft
sehen wir konkret nicht, auch aufgrund der guten
Vermögens- und Liquiditätslage.
3.
Chancenbericht
Die Krise eröffnet uns aber auch neue Chancen: Die
stetig steigenden Rohstoffpreise und die immer knapper zur
Verfügung stehenden Ressourcen waren die Impulsgeber
für die Entwicklung des GeoBinder®; dabei
handelt es sich um ein Spezialbindemittel für die
Bodenbehandlung, welches unter Einsatz von recycelten,
kalkreichen und hydraulischen Bestandteilen hergestellt wird.
Chancen sehen wir überwiegend in unserer
Markstellung als inhabergeführtes mittelständisches
Unternehmen und in unserem umfangreichen Leistungsspektrum
für die Bau- und Baustoffindustrie sowie als Versorger
von Großindustrieanlagen.
Durch unseren modernen Fuhrpark und unser engagiertes
Fachpersonal sind wir jederzeit in der Lage, die vom Markt
verlangten individuellen Lösungen schnell und mit
höchster Produktqualität zu liefern.
Auswirkungen der gegen Russland verhängten
Sanktionen auf Vertragsbeziehungen sind nicht gegeben.
D. Sonstige Angaben
1. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem
Umfang weiterhin eigene Forschungen und Entwicklungen in der
Baustoffherstellung.
2. Bericht über Produktionsstätten
Die Gesellschaft unterhält an den Standorten
Dortmund-Mengede und Bottrop jeweils eine
Produktionsstätte.
Dortmund, 31. März
2024/15. August 2024
gez.
Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT
Verwaltungsgesellschaft mbH)
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
5.713.338,91 |
5.017.590,16 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
74.024,50 |
69.553,00 |
| II.
Sachanlagen |
3.223.042,25 |
2.531.765,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
79.382,00 |
85.845,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
492.056,00 |
642.905,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
2.389.919,00 |
1.803.015,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
261.685,25 |
0,00 |
| III.
Finanzanlagen |
2.416.272,16 |
2.416.272,16 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
2.416.272,16 |
2.416.272,16 |
| B.
Umlaufvermögen |
11.127.882,44 |
9.175.741,97 |
| I.
Vorräte |
596.635,28 |
684.369,84 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.902.722,95 |
772.008,57 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
518,58 |
178,50 |
| 2.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.902.204,37 |
771.830,07 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
8.628.524,21 |
7.719.363,56 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
43.357,71 |
61.977,16 |
| Aktiva |
16.884.579,06 |
14.255.309,29 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.543.426,94 |
1.206.726,94 |
| I.
Kapitalanteile |
440.000,00 |
440.000,00 |
| 1.
Kapitalanteile Kommanditisten |
440.000,00 |
440.000,00 |
| II.
Rücklagen |
1.103.426,94 |
766.726,94 |
| III.
Bilanzgewinn |
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
4.103.774,00 |
3.710.075,72 |
| C.
Verbindlichkeiten |
11.237.378,12 |
9.338.506,63 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
9.056.392,13 |
7.455.229,12 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
9.056.392,13 |
7.455.229,12 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
2.180.985,99 |
1.883.277,51 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
2.180.985,99 |
1.883.277,51 |
| Passiva |
16.884.579,06 |
14.255.309,29 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
10.937.838,01 |
11.182.804,62 |
| 2.
Personalaufwand |
3.975.893,67 |
4.186.996,15 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.330.982,91 |
3.545.269,42 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
644.910,76 |
641.726,73 |
| davon
für Altersversorgung |
6.062,52 |
6.062,52 |
| 3.
Abschreibungen |
873.540,41 |
890.625,51 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
873.540,41 |
890.625,51 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.538.570,79 |
2.107.397,96 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
154.326,46 |
12.968,85 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
91.439,64 |
11.210,70 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
439.478,21 |
208.105,52 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
838.320,33 |
773.683,66 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
3.426.361,06 |
3.028.964,67 |
| 9.
sonstige Steuern |
59.160,27 |
48.091,77 |
| 10.
Jahresüberschuss |
3.367.200,79 |
2.980.872,90 |
| 11.
Einstellungen in Gewinnrücklagen |
336.700,00 |
298.000,00 |
| a)
in andere Rücklagen |
336.700,00 |
298.000,00 |
| 12.
Gutschrift auf Kapitalkonten |
0,00 |
0,00 |
| 13.
Gutschrift auf Verbindlichkeitskonten |
3.030.500,79 |
2.682.872,90 |
| 14.
Bilanzgewinn / Bilanzverlust |
0,00 |
0,00 |
Anhang
I.
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der GHT GmbH & Co. KG wurde auf
der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuchs in der Fassung des
Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.
Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze
ergeben sich aus dem HGB.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die
Größenmerkmale einer mittelgroßen
Personenhandelsgesellschaft gemäß § 267 Abs.
2 i.V. m. § 264 a HGB auf.
Die Gesellschaft hat von den
größenabhängigen Erleichterungen gem. §
288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
GHT GmbH & Co. KG |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Dortmund |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Dortmund |
| Register-Nr.: |
16399 |
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr
angewendet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung
des Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1
Nr. 2 HGB).
Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewendet:
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Anlehnung
an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe
abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens
aus Vereinfachungsgründen jeweils als Zugang und Abgang
bzw. Zuführung und Auflösung ausgewiesen.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv
vorgenommen.
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten
bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Abschlussstichtag
beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare
Einzelrisiken in den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen
berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall-
und Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die
nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 3%
auf den Netto-Forderungsbestand gebildet.
Die Bewertung der Emissionszertifikate (EUA) erfolgte
nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den
durchschnittlichen Anschaffungskosten. Wertberichtigungen
waren nicht angezeigt.
Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet geleistete
Zahlungen für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag.
Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht
veranlagte Steuern für das Geschäftsjahr sowie das
Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und
werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB).
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Wir haben im Rahmen der maßgebenden
Rechnungslegungsgrundsätze angemessene Schritte
unternommen, um mit der Schätzunsicherheit umzugehen,
indem wir eine angemessene Punktschätzung
ausgewählt und die damit zusammenhängenden Angaben
zur Schätzunsicherheit entwickelt haben.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der
Anlage 4 dargestellt. Der Anlagenspiegel enthält auch
die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten
im Wesentlichen den Bestand an Emissionszertifikaten
(European Union Allowances, kurz: EUA) in Höhe von TEUR
1.129.
Das eingetragene Haftkapital der Gesellschaft
beträgt EUR 440.000,00.
Neben den in der Bilanz aufgeführten
Verbindlichkeiten sind die folgenden
Haftungsverhältnisse zu vermerken:
|
TEUR
|
davon ggü.
Gesellschaftern
TEUR
|
Aus Bürgschaften
|
5
|
0
|
Mit einer Inanspruchnahme aus den
Haftungsverhältnissen ist aufgrund der wirtschaftlichen
Lage des Vertragspartners nicht zu rechnen.
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen die nachfolgend aufgeführten
sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietleasing sowie
Miet- und Pachtaufwendungen:
|
TEUR
|
davon ggü.
verbundenen Unternehmen TEUR
|
Fällig 2024
|
131
|
68
|
Fällig 2025-2026
|
169
|
68
|
IV. Sonstige Angaben
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
|
2023
|
Angestellte
|
13
|
Gewerbliche Arbeitnehmer
|
47
|
Aushilfen
|
3 |
|
63
|
Im Geschäftsjahr erfolgte die
Geschäftsführung durch die GHT
Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, diese vertreten durch
ihren Allein-Geschäftsführer, Herrn Jörg-Uwe
Wille, Werne.
Die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen
unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.
Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde
gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB verzichtet, da
diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil
zufügen kann.
Persönlich haftende Gesellschafterin ist die GHT
Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, mit einem gezeichneten
Kapital von EUR 25.564,60.
V. Nachtragsbericht
Wir weisen auf den Ukraine-Krieg hin, der zu
erheblichen Preissteigerungen (Warenbeschaffung, Energie) in
unserer Branche geführt hat. Die weitere Entwicklung
bleibt abzuwarten.
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten
darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von
besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten
wäre.
Dortmund, 31. März
2024
gez.
Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT
Verwaltungsgesellschaft mbH)
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
161.962,23
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
161.962,23
|
2. geleistete Anzahlungen
|
46.074,00
|
13.122,50
|
0,00
|
0,00
|
59.196,50
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
208.036,23
|
13.122,50
|
0,00
|
0,00
|
221.158,73
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
339.396,72
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
339.396,72
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
4.608.066,63
|
9.170,20
|
0,00
|
0,00
|
4.617.236,83
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
7.726.582,28
|
1.306.133,21
|
1.470.067,30
|
0,00
|
7.562.648,19
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
261.685,25
|
0,00
|
0,00
|
261.685,25
|
Summe Sachanlagen
|
12.674.045,63
|
1.576.988,66
|
1.470.067,30
|
0,00
|
12.780.966,99
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
2.416.272,16
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.416.272,16
|
Summe Finanzanlagen
|
2.416.272,16
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.416.272,16
|
Summe Anlagevermögen
|
15.298.354,02
|
1.590.111,16
|
1.470.067,30
|
0,00
|
15.418.397,88
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
138.483,23
|
8.651,00
|
0,00
|
0,00
|
147.134,23
|
2. geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
138.483,23
|
8.651,00
|
0,00
|
0,00
|
147.134,23
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
253.551,72
|
6.463,00
|
0,00
|
0,00
|
260.014,72
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
3.965.161,63
|
160.019,20
|
0,00
|
0,00
|
4.125.180,83
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
5.923.567,28
|
698.407,21
|
1.449.245,30
|
0,00
|
5.172.729,19
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
10.142.280,63
|
864.889,41
|
1.449.245,30
|
0,00
|
9.557.924,74
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
10.280.763,86
|
873.540,41
|
1.449.245,30
|
0,00
|
9.705.058,97
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
14.828,00
|
23.479,00
|
2. geleistete Anzahlungen
|
0,00
|
59.196,50
|
46.074,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
74.024,50
|
69.553,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
79.382,00
|
85.845,00
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
492.056,00
|
642.905,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
2.389.919,00
|
1.803.015,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
261.685,25
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
3.223.042,25
|
2.531.765,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
2.416.272,16
|
2.416.272,16
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
2.416.272,16
|
2.416.272,16
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
5.713.338,91
|
5.017.590,16
|
sonstige Berichtsbestandteile
Dortmund, 31. März
2024/15. August 2024
gez.
Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT
Verwaltungsgesellschaft mbH)
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
Der vorstehend zur Offenlegung bestimmte und nach §
327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den
gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen
Jahresabschluss haben wir folgenden uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk erteilt:
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
An die GHT GmbH & Co. KG, Dortmund
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der GHT GmbH & Co.
KG, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und
der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GHT GmbH
& Co. KG, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom
01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des §
264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
· vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des §
264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu
ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der
gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er
die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist
der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als
notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts
in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis
von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit
der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem
gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen
Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau
und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter
dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht
durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen
Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Münster, 16. August
2024
F I S C H E R & G Ü N N E W I G
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Dipl.-Kfm. Gordon Börder, (Wirtschaftsprüfer)
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