GHT GmbH & Co. KG

44359 Dortmund, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Dortmund HRA 16399
Vorher
GHT Gesellschaft für Handel und Transporte mbH & Co KG
Eingetragen
7.11.1980

Finanzübersicht

Historie

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Management

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Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GHT GmbH & Co. KG

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Als unabhängiger mittelständischer Partner der Bau- und Baustoffindustrie und Versorger von Großindustrieanlagen stellen wir für unsere Kunden in NRW an zwei Standorten in Dortmund-Mengede und Bottrop ein lückenloses Leistungsspektrum zur Verfügung:
·  Herstellung und Lieferung von Spezialbindemitteln für geotechnische Anwendungen ·  Handel mit Baustoffen wie Kalke, Zemente, Kies, Sand, Branntkalk u. a.
·  Logistische Dienstleistung von Baustoffen aller Art, insbesondere von staubförmigen Gütern per LKW, mit Schiffen und auf der Schiene ·  Gestellung von Baustellensilos bei Kunden vor Ort ·  Lagerung von staubförmigen Gütern ·  Hafenumschläge von Massenbaustoffen- Aufbereitung von mineralischen Grundstoffen Durch unseren Fuhrpark mit mehr als 40 eigenen Silofahrzeugen, Betonfahrmischern und Planzügen erzielt unsere Disposition eine Termintreue, auf die sich unsere Kunden täglich 24 Stunden verlassen können.
Schnelligkeit, Flexibilität und kurze Dienstwege ersparen unseren Kunden Zeit und sorgen für kurze Reaktionszeiten. Möglich wird dies durch gut ausgebildetes, engagiertes Fachpersonal sowie höchste Produktqualität. Das Ergebnis ist höchste Kundenzufriedenheit, die durch langjährige Kundenbeziehungen und eine Vielzahl realisierter Großprojekte bestätigt wird.
Unsere Stärken, um im Wettbewerb zu bestehen, sind Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Flexibilität. Durch den eigenen Fuhrpark können wir bei den Auslieferungen unserer Produkte auf die unterschiedlichsten Kundenwünsche und Kundenanforderungen eingehen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland war 2023 negativ, das Wirtschaftswachstum betrug -0,3 %. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg leicht an und lag bei 45,9 Mio. Die Quote der Erwerbslosen lag damit bei 2,8 %. Die Bruttolöhne und Bruttogehälter stiegen in Deutschland im Durchschnitt um 6,1 %.

Dennoch bleiben die Risiken bezüglich der erwarteten wirtschaftlichen Erholung angesichts der weltwirtschaftlichen Schwächephase, der anhaltenden geopolitischen Krisen und damit möglicherweise einhergehenden Rohstoffpreisausschlägen hoch. Auch die sich aus dem Urteil des BVerfG vom 15.11.2023 zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 ergebenden fiskalischen Implikationen und die Unsicherheiten über die Ausgestaltung der öffentlichen Haushalte stellen eine Belastung für die wirtschaftlichen Perspektiven dar.
Die Krise im Bausektor hat 2023 auf die Produktion in der Baustoffbranche durchgeschlagen. Besonders die Hersteller keramischer Baumaterialien mussten angesichts hoher Energiepreise und mangelnder Nachfrage ihre Produktion drastisch reduzieren. Zum Jahresauftakt 2024 hat sich eine Stabilisierung des Produktionsniveaus angedeutet. 2023 hat sich die Ertragslage der Branche verschlechtert. Während die Energiepreissteigerungen ein Ende fanden, schlug sich die Inflation in merklich höheren Materialkosten und Lohnabschlüssen nieder. Gleichzeitig brachen besonders in den wohnungsbaunahen Sparten die Umsätze ein. Die Dekarbonisierung der Zement- und Kalkindustrie erfordert aufgrund unvermeidbarer CO2-Emissionen die Abscheidung und Speicherung von CO2. Laut einer Branchenstudie könnte deshalb der jährliche CO2-Transportbedarf bis 2040 auf 35 Mio. Tonnen steigen, was den Bau eines Leitungsnetzes von 4.800 Kilometern Länge erforderlich machen würde. Schlankere und beschleunigte Verfahren in Planung und Bau sind für eine rechtzeitige Realisierung entscheidend (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Der Wirtschaftszweig "Baustoffindustrie" umfasst die Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Gips, die Herstellung von Glas und Glaswaren sowie keramischen Erzeugnissen und Erzeugnissen aus gebranntem Ton, wobei die gesamte Wertschöpfungskette von den Rohstoffen bis hin zu den Fertigwaren vertreten ist. Darüber hinaus sind die Produktion von Schleifkörpern und Schleifmitteln auf Unterlage sowie die Herstellung von be- und verarbeiteten Natur(werk)steinen und sonstigen Mineralerzeugnissen Teil der Branche.
Der Bausektor befindet sich weiterhin in der Rezession. 2023 waren die Bauinvestitionen das dritte Jahr in Folge rückläufig. Besonders schwierig stellt sich dabei die Situation im Wohnungsbau dar. Bis ins Jahr 2023 stark gestiegene Hypothekenzinsen und fortwährend hohe Baupreise haben vor allem private Haushalte davon abgehalten, Immobilienprojekte umzusetzen. Der Wirtschaftsbau konnte hingegen leicht zulegen (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).

Besonders die Hersteller keramischer Baumaterialien mussten angesichts hoher Energiepreise und mangelnder Nachfrage ihre Produktion teils drastisch reduzieren. In den anderen Sparten fiel der Rückgang etwas geringer aus. Anfang 2024 hat sich eine Stabilisierung des Produktionsniveaus angedeutet. Nichtsdestotrotz mussten die Unternehmen im Januar und Februar deutliche Umsatzeinbußen verkraften. Positiver war die Lage bei den Herstellern von sonstigen Porzellan- und keramischen Erzeugnissen, deren Produktpalette auch Erzeugnisse für Laboratorien sowie chemische und industrielle Zwecke umfasst. Diese  industrienahe  Untersparte konnte bereits von der Aufhellung der Geschäftslage im Chemiebereich profitieren. Höhere Lohnkosten und die rückläufigen Umsätze haben die Lohnquote im Branchendurchschnitt erhöht. Die laufenden Tarifrunden machen weitere Lohnsteigerungen wahrscheinlich. Angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten haben die Arbeitnehmervertreter ihre Forderungen erhöht und verlangen neben Tariferhöhungen auch 2024 Inflationsausgleichsprämien. Dies bringt die Arbeitgeber in eine schwierige Situation: Einerseits erfordert die schlechte baukonjunkturelle Lage Einsparmaßnahmen, andererseits ist ein einmal verringerter Beschäftigtenstand nur mühsam wieder aufzubauen. Im Hinblick auf hohe Baubedarfe und altersbedingt schrumpfende Belegschaften bleibt der Personalbedarf im Baustoffsektor mittelfristig hoch (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Die Wirtschaftsleistung und die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe sind 2023 zurückgegangen. Gerade die Beförderung industrieller Vor-, Zwischen- und Endprodukte ist wichtiger Bestandteil der Tätigkeit vieler Transport- und Logistikdienstleister. Daher hat sich auch bei vielen dieser Unternehmen die Geschäftssituation eingetrübt. Die Ertragssituation bei den Güterverkehrs- und Logistikunternehmen hat sich in der Pandemiezeit als stabil erwiesen. 2023 dürften sich in einem Umfeld deutlich gestiegener Kosten und einer wenig dynamischen Umsatzentwicklung ertragsseitige Herausforderungen ergeben haben, die auch 2024 fortwirken dürften (Quelle: VR Branchen special 4.08, Januar 2024).
Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt in allen Betrieben 2023 ca. 162,6 Mrd. €, nach 160,4 Mrd. € im Jahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich damit nominal um 1,3 %, verlor aber real um 5,3 %. Die Preissteigerung für Bauleistungen im Bauhauptgewerbe lag 2023 bei 7 %.
Dabei verlief die Umsatzentwicklung nach Größenklassen der Unternehmen und Bausparten sehr unterschiedlich. Die Umsatzsteigerung um nominal 1,3 % ist der Saldo einer zweigeteilten Entwicklung. Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten erreichten einen Umsatzzuwachs um 3,5 %, während die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten einen Verlust von 3,2 % einfuhren. Der Anteil am Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten liegt bei 69 %.
Während der Hochbau mit einem nominalen Umsatzrückgang um 2,2 % schloss, stiegen die Umsätze im Tiefbau um 7,5 %. Insbesondere die Nachfrageschwäche im Wohnungsbau kostete den Hochbau Kraft. Den Tiefbau stützen Projekte der Energie- und Mobilitätswende.
Die Umsatzentwicklung war weiter stark preisgetrieben, aber mit im Jahresverlauf deutlich fallender Tendenz. Während zu Beginn des Jahres 2023 die Preisentwicklung für Bauleistungen gegenüber dem Vorjahr noch bei knapp +16 % lag, wies der Deflator zum Jahresende eine Dynamik von nur noch knapp +2 % auf. Zum einen hat hierbei die Preisentwicklung auf der Einkaufsseite nachgegeben, auch wenn das Preisniveau immer noch deutlich über dem Ausgangsniveau von vor der Corona-Pandemie liegt. So lag der Erzeugerpreisindex im Jahresmittel 2023 gegenüber 2020 bei energieintensiven Produkten wie Zement noch um 64 % höher. Auch Mineralölerzeugnisse (+59 %), Betonstahl (+52 %), Dämmung (+43 %), Ziegel, Kies und Sand (+35 %) und auch Bauholz (+34 %) verfehlten weit das Ausgangsniveau von 2020 (Quelle: ZDB, Konjunkturentwicklung Bauhauptgewerbe 2023 - Prognose 2024).
Die Baustoffbeschaffung bleibt für die Bauunternehmen insgesamt aufwendig. Es braucht immer noch deutlich mehr Vorlauf, um Materialien und Baustoffe zu organisieren, als man es vor der Corona-Pandemie gewohnt war.
Die Einkaufspreise für Baumaterial liegen insgesamt seit 2021 auf einem historisch hohen Niveau. Während zunächst die Lieferengpässe infolge der Corona-Pandemie zu einer Verteuerung global gehandelter Materialien führten, stiegen die Preisindizes für energieintensiv hergestellte mineralische Baustoffe infolge des russischen Kriegs gegen die Ukraine deutlich an.
Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes für Mineralölerzeugnisse per September 2023 um ca. 60 Prozent über dem Jahresdurchschnitt von 2020, Bitumen um fast 75 Prozent. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45 Prozent über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Der energieintensiv hergestellte Baustoff Zement verteuerte sich um mehr als 60 Prozent. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Davon sind alle Bausparten betroffen. Da der Straßenbau besonders baumaschinenintensiv unterwegs ist, drücken hier die Mineralölpreise besonders, im Hochbau sind es Zement, Beton und Baustahl.
Im Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Preisdynamik für Bauleistungen jedoch sichtbar abgeschwächt. So stiegen die Preisindizes für Bauleistungen an neuen Wohngebäuden im ersten Quartal 2023 noch um 15,1 Prozent, im zweiten Quartal um 8,8 Prozent und im dritten Quartal um 6,4 Prozent jeweils gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Vorjahr war der Index noch um 16,4 Prozent gestiegen (Quelle: ZDB, III. Quartal 2023: Entwicklung Preisindex Baustoffe).

2. Geschäftsverlauf und Lage
Die im Lagebericht des Vorjahres prognostizierte Umsatzentwicklung konnte von uns nicht erreicht werden. Dennoch hat sich das operative Betriebsergebnis um T€ 551 auf T€ 4.549 erhöht. Diese Entwicklung schlägt sich auch im Jahresergebnis nieder; der Jahresüberschuss erhöhte sich um T€ 386 auf T€ 3.367.
Unsere wirtschaftliche Lage ist trotz des schwierigen Umfeldes innerhalb der Branche, die durch starke Konzentration und Rohstoffengpässe geprägt ist, als gutzu bezeichnen. Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsentwicklung als günstig einzustufen.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, Sustainability
Aufgrund des Jahresergebnisses konnten wir unsere Umsatzrentabilität im Vergleich zum Vorjahr steigern, die Eigenkapitalrentabilität war im Vorjahresvergleich leicht rückläufig. Diese Kennziffern setzen wir unter anderem zur internen Steuerung unseres Unternehmens ein.
Wir haben weiterhin intensiv an neuen Produkten gearbeitet, um unsere Produktpalette zu erweitern. Durch regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen wird die Arbeitsqualität gesichert und erhöht.
In 2023 haben wir weitere Investitionen in unsere Anlagen und im Bereich Fuhrpark getätigt, um unsere Produktion weiter zu verbessern und effizienter zu gestalten. Weiterhin haben wir in EDV-Software investiert, um effektiver und digitaler zu arbeiten. Weitere Investitionen erfolgen in 2024, unter anderem wird in eine Photovoltaikanlage investiert, die bereits im Bau ist.
Als Familienunternehmen aus der Baustoffindustrie setzen wir unsere Verantwortung für unsere Umwelt, auch für nachfolgende Generationen, täglich in die Tat um. Alle von uns hergestellten Produkte werden auch bezüglich ihrer Umweltverträglichkeit regelmäßig nach den aktuellen Umweltrichtlinien durch eigene und externe, unabhängige Labore überwacht, geprüft und zertifiziert. Dabei achten wir von der Rohstoffgewinnung, über die Produktion und Lagerung bis zur Auslieferung auf gleichbleibend hohe Qualität.
Durch den Einsatz geprüfter Grundstoffe, die mit niedrigem CO2-Ausstoß hergestellt werden, sind wir in der Lage, nachhaltig Baustoffe zu produzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Verstärkt wird diese CO2-Einsparung durch unsere hochentwickelten Produktionsanlagen, die verfahrenstechnisch bedingte Emissionen auf ein unvermeidbares Minimum reduzieren.
Mit der Entwicklung zielgerichteter Produkte für die individuellen Anforderungen von Bauvorhaben reduzieren wir den jeweiligen Bindemittelbedarf für das entsprechende Projekt, was erheblich die Herstellungs-, Transport-, und Verarbeitungsaufwände verringert. Möglich wird dies durch die hohe Wirkungsweise unserer Bindemittel aus eigener Entwicklung und Produktion.
Die Einsparung herkömmlicher Treibstoffe im LKW-Bereich unterstützen wir zusätzlich durch unsere eigene Hafenanlage. Mit der Bewegung erheblicher Transportvolumen über den Wasserweg tragen wir zu der Entlastung des Straßenverkehrs bei - und der damit verbundenen CO2-Reduzierung.

4. Ertragslage
Über alle Geschäftsbereiche hat sich der Umsatz um 2,1 % vermindert. Die Personalkosten beliefen sich im Jahr 2023 auf 3,976 Mio. €, dies entspricht einer Minderungsrate von 5,0 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vorjahresvergleich ebenfalls vermindert.
Zum Jahresüberschuss von T€ 3.367 (Vorjahr T€ 2.981) trugen folgende Ergebnisquellen bei:


2023
2022

TEUR
TEUR
Rohergebnis
10.938
11.183
Betriebsergebnis
4.549
3.998
Finanzergebnis
-285
-195


Die Ertragslage unserer Gesellschaft ist damit aus unserer Sicht als gut zu bezeichnen.

5. Finanzlage
Unsere Finanzlage kann als solide bezeichnet werden. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontozahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Kurzfristige Liquiditätsengpasse waren im Geschäftsjahr nicht zu überbrücken, dementsprechend wurden die Kreditlinien der Banken nicht in Anspruch genommen.
Wir waren jederzeit in der Lage, unsere Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Unsere Investitionsneigung ist unverändert ambitioniert, so beträgt der Cashflow aus Investitionstätigkeit TEUR -1.129 (Vorjahr: TEUR -1.173).
Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) erstellt. Der Finanzmittelfonds umfasst die liquiden Mittel. Der operative Cashflow ist mit TEUR 3.938 weiterhin positiv, er hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.052 vermindert. Dies ist insbesondere dem Erwerb von Emissionszertifikaten (EUA) geschuldet. Mit dem Erweb der EUA erfolgt eine zukunftsgerichtete Vorsorge zur Konditionsverbesserung im Bereich der Rohstoffbeschaffung.
Die Unternehmensfinanzierung erfolgt größtenteils durch den Gesellschafterkreis.

6. Vermögenslage
Unsere Bilanzsumme hat sich auf 16,89 Mio. € erhöht.
Die Vermögenslage ist geprägt durch das Anlagevermögen sowie die liquiden Mittel.
Die Struktur unseres kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen stabil.
Das Eigenkapital hat sich um T€ 336 auf T€ 1.543 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt somit 9,1 % gegenüber 8,5 % im Vorjahr.
Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen machen 3,3 % der Bilanzsumme aus. Diese Verbindlichkeiten können wir regelmäßig innerhalb der Zahlungsfristen begleichen . Daneben sind auf der Passivseite die Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erwähnenswert.

C. Prognose-, Chancen-  und Risikobericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens ab dem Abschlussstichtag und der mit ihr einhergehenden wesentlichen Chancen und Risiken)
1. Prognosebericht
Die Konjunktur in Deutschland ist angeschlagen. Eine langanhaltende Schwächephase und strukturelle Hemmnisse wie die demographische Entwicklung sowie die mangelnde preisliche Wettbewerbsfähigkeit begrenzen das Wachstum. Trotz einer Höchstzahl an Erwerbstätigen bewegt sich die Wirtschaftsleistung 2024 kaum über dem vorpandemischen Niveau. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem privaten Konsum, der durch Reallohnzuwächse wieder zulegen dürfte. Im Welthandel sollten sich die Absatzaussichten der deutschen Exporteure im weiteren Jahresverlauf ebenfalls aufhellen, wenngleich keine großen Impulse zu erwarten sind.
Auch 2024 bleibt die Situation angespannt. Steigende Einkommen, sinkende Zinsen und stagnierende Baukosten könnten aber allmählich eine Trendwende einleiten. Positive Impulse dürften 2024 hingegen vom Nichtwohnbau und im Besonderen vom Tiefbau ausgehen, der von Investitionen in die Verkehrs- und Energieinfrastruktur profitiert. Dennoch rechnet das ifo Institut 2024 mit einem weiteren Rückgang der Bauinvestitionen um 3 % (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Die stark rückläufige Baunachfrage hat mit gewisser Verzögerung die Beurteilung der Geschäftslage in der Baustoffindustrie gedrückt. Seit der zweiten Jahreshälfte 2023 überwiegen in der Branche die negativen Stimmen. Immerhin bewegen sich die Geschäftserwartungen seit dem vierten Quartal 2023 wieder langsam aufwärts. Eine Stütze dürfte das Preisniveau mineralischer Erzeugnisse sein. Zwar kam es bei einzelnen Sparten wie der Glas- oder Baukeramik zu Preisabschlägen, insgesamt aber blieb das Niveau Anfang 2024 vergleichsweise hoch und stieg in der Zementherstellung sogar weiter an. Die ungünstige Lage der Baustoffbranche wird bei der Beurteilung der Auftragsbestände deutlich: Diese waren zwei Jahre in Folge nur abwärtsgerichtet. 2024 zeichnet sich in den Umfragen eine Bodenbildung ab, wobei die Mehrheit der Befragten im April die Lagerbestände noch als zu hoch einstuften. Erste positive Signale vom Wohnungsmarkt geben Anlass zur Hoffnung, dass die Baukrise bald überwunden ist. Zum einen sind die Immobilienpreise 2023 leicht gesunken, zum anderen haben sich die Bauzinsen im Frühjahr 2024 verringert. Umfragen der Bundesbank unter deutschen Banken im Frühjahr 2024 lassen bereits eine größere Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten erkennen. Für die Baustoffindustrie ist das noch kein Grund zur Entwarnung, da neue Bauvorhaben erst mit einiger Verzögerung nachfragewirksam werden. Für 2024 muss daher die Branche mit einem weiteren Umsatzrückgang rechnen, wenngleich sich die Umsätze der industrienahen Sparten verbessern dürften (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Bei der Dekarbonisierung der Zement- und Kalkindustrie ist eine Speicherung von CO2 aufgrund des hohen Anteils unvermeidbarer CO2-Emissionen unausweichlich. Eine Studie des Vereins Deutscher Zementwerke (VDZ) zeigt, dass zur Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 der jährliche CO2-Transportbedarf deutlich ansteigen wird. Dies erfordert den Aufbau eines CO2-Leitungsnetzes mit einer Länge von rund 4.800 Kilometern, um die Produktionsanlagen mit geeigneten Speicherstätten zu verbinden. Zur Erreichung der Klimaziele muss es gelingen, dieses Leitungsnetz spätestens bis Mitte der 2030er-Jahre aufzubauen. Dafür sind deutlich beschleunigte Verfahren für Planung, Genehmigung und Errichtung entscheidend (Quelle: VR Branchen special 6.02, Juni 2024).
Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist als stabil zu bezeichnen. Die Liquiditätslage ist gut; es sind daher keine Engpässe zu erwarten. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Unsere Positionierung im Markt und unsere Produktinnovationen bestätigen unsere Geschäftspolitik.
An der Erweiterung unseres bisherigen Kundenstammes arbeitet unsere Vertriebsabteilung intensiv.
Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik in den nächsten 12 Monaten geplant. Unsere Marktsituation bzw. Lage betrachten wir nach den vielen Jahren der Geschäftstätigkeit als gefestigt. Wir müssen jedoch aufgrund der weiteren Konzentrationsbewegungen, der Rohstofflieferengpässe innerhalb der Branche und der gegebenen Rahmenbedingungen zukünftig mit wesentlich schlechteren Ergebnissen rechnen.
Wir beurteilen derzeit (auf Basis unserer internen Auswertungen per Ende März 2024) die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens trotz der widrigen Umstände als gut. Wir erwarten für 2024 aufgrund des eingetrübten Branchenumfelds eine moderate Umsatzreduzierung sowie ein Ergebnis auf Basis 2022.

2. Risikobericht
Außergewöhnliche externe Effekte wie Naturkatastrophen oder der Ukraine-Krieg können unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen.In welchem Umfang sich die Auswirkungen des Ukraine-Krieges zukünftig in unserem Unternehmen niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin nur schwer abzuschätzen. Mit Sicherheit ist zu erwarten, dass unsere Lieferketten im Bezugsgeschäft beeinträchtigt bleiben. Weiterhin ist zu erwarten, dass die Folgen für unser Unternehmen umso stärker sind, je länger die Krise anhält. Weitere Unsicherheiten bestehen durch die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Herausforderungen der Bauindustrie lassen sich wie folgt skizzieren:
·    Unsichere Wirtschaftslage: Die Baubranche ist, wie viele weitere Sektoren, unmittelbar von der weltwirtschaftlichen Situation abhängig und betroffen. Bedingt durch globale Handelskonflikte, die Inflation und auch politische Unsicherheiten gibt es eine allgemeine Zurückhaltung bei Investoren und Bauherren. Die Folge: Bauprojekte verzögern sich oder werden gar nicht erst aufgenommen.
·    Gestiegene Baukosten: Gerade im Bausektor sind Energiekosten ein großer Faktor, für Herstellung und Transport von Baumaterialien sowie für den Bau selbst. Die steigenden Öl- und Gaspreise stellen die Akteure der Bauindustrie somit vor immer größere Herausforderungen. Dies führt zu einem Preisanstieg von Bauvorhaben, den die Auftraggeber oftmals nicht stemmen können. Folglich werden weniger Bauprojekte tatsächlich umgesetzt.
·   Lieferkettenprobleme: Die globalen Handelskonflikte, die durch die Corona-Krise und den Krieg gegen die Ukraine verschärft wurden, führen zu Engpässen bei zum Bau benötigten Rohstoffen und haben eine Preissteigerung zur Folge.
·   Fachkräftemangel: Der Fachkräftemangel in der Bauindustrie spitzt sich zu. Ein Großteil der Beschäftigten wird in naher Zukunft in Rente gehen - und qualifizierter Nachwuchs fehlt. Dies ist kein neues Problem, setzt gerade mittelständische Bauunternehmen jedoch immer stärker unter Druck. Hier versuchen wir mit Aus- und Weiterbildung gegenzusteuern.
·    Klimakrise: Die Branche ist im Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit im Bauwesen und vor allem Energieeffizienz. Dies bietet einerseits Chancen und Potenzial für Unternehmen, auch künftig zukunftsfähig zu arbeiten - stellt sie gleichzeitig aber auch vor große Hürden, allen Anforderungen gerecht zu werden. Schlussendlich ist klar: Der Schlüssel liegt in einer zunehmend nachhaltigen Bauweise und grünen Energiequellen.
Weiterhin versuchen wir durch Sicherungsgeschäfte (EU-Allowances) die Rohstoffeinkaufspreise beherrschbar zu halten.
Die Gesellschaft ist keinem Währungsrisiko ausgesetzt. Gegen den Wettbewerb am Markt, vor allem gegen die zunehmende Konkurrenz, muss weiterhin mit hoher Qualität reagiert werden. Wir werden weiterhin auf Pünktlichkeit und Verlässlichkeit Wert legen, um unsere Kunden zufriedenzustellen und um uns von unserer Konkurrenz abzusetzen.
Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle sind weiterhin die Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.
Zur Minimierung der Datenrisiken wurde ein externer Datenschutzbeauftragter berufen.
Ein wesentlicher Risikofaktor ist für uns zudem die wirtschaftliche Unsicherheit, nicht zuletzt aufgrund der Gesetzgebung. Ständig wachsende Umweltauflagen beeinflussen zunehmend unsere strategischen Ausrichtungen und unsere Produktphilosophie.
Eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft sehen wir konkret nicht, auch aufgrund der guten Vermögens- und Liquiditätslage.

3. Chancenbericht
Die Krise eröffnet uns aber auch neue Chancen: Die stetig steigenden Rohstoffpreise und die immer knapper zur Verfügung stehenden Ressourcen waren die Impulsgeber für die Entwicklung des GeoBinder®; dabei  handelt es sich um ein Spezialbindemittel für die Bodenbehandlung, welches unter Einsatz von recycelten, kalkreichen und hydraulischen Bestandteilen hergestellt wird.
Chancen sehen wir überwiegend in unserer Markstellung als inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen und in unserem umfangreichen Leistungsspektrum für die Bau- und Baustoffindustrie sowie als Versorger von Großindustrieanlagen.
Durch unseren modernen Fuhrpark und unser engagiertes Fachpersonal sind wir jederzeit in der Lage, die vom Markt verlangten individuellen Lösungen schnell und mit höchster Produktqualität zu liefern.
Auswirkungen der gegen Russland verhängten Sanktionen auf Vertragsbeziehungen sind nicht gegeben.

D. Sonstige Angaben
1. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang weiterhin eigene Forschungen und Entwicklungen in der Baustoffherstellung.
2. Bericht über Produktionsstätten
Die Gesellschaft unterhält an den Standorten Dortmund-Mengede und Bottrop jeweils eine Produktionsstätte.

 

Dortmund, 31. März 2024/15. August 2024

gez. Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT Verwaltungsgesellschaft mbH)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.713.338,91 5.017.590,16
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.024,50 69.553,00
II. Sachanlagen 3.223.042,25 2.531.765,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 79.382,00 85.845,00
2. technische Anlagen und Maschinen 492.056,00 642.905,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.389.919,00 1.803.015,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 261.685,25 0,00
III. Finanzanlagen 2.416.272,16 2.416.272,16
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.416.272,16 2.416.272,16
B. Umlaufvermögen 11.127.882,44 9.175.741,97
I. Vorräte 596.635,28 684.369,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.902.722,95 772.008,57
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 518,58 178,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.902.204,37 771.830,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.628.524,21 7.719.363,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.357,71 61.977,16
Aktiva 16.884.579,06 14.255.309,29

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.543.426,94 1.206.726,94
I. Kapitalanteile 440.000,00 440.000,00
1. Kapitalanteile Kommanditisten 440.000,00 440.000,00
II. Rücklagen 1.103.426,94 766.726,94
III. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 4.103.774,00 3.710.075,72
C. Verbindlichkeiten 11.237.378,12 9.338.506,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 9.056.392,13 7.455.229,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.056.392,13 7.455.229,12
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.180.985,99 1.883.277,51
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.180.985,99 1.883.277,51
Passiva 16.884.579,06 14.255.309,29

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.937.838,01 11.182.804,62
2. Personalaufwand 3.975.893,67 4.186.996,15
a) Löhne und Gehälter 3.330.982,91 3.545.269,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 644.910,76 641.726,73
davon für Altersversorgung 6.062,52 6.062,52
3. Abschreibungen 873.540,41 890.625,51
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 873.540,41 890.625,51
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.538.570,79 2.107.397,96
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 154.326,46 12.968,85
davon Erträge aus Abzinsung 91.439,64 11.210,70
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 439.478,21 208.105,52
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 838.320,33 773.683,66
8. Ergebnis nach Steuern 3.426.361,06 3.028.964,67
9. sonstige Steuern 59.160,27 48.091,77
10. Jahresüberschuss 3.367.200,79 2.980.872,90
11. Einstellungen in Gewinnrücklagen 336.700,00 298.000,00
a) in andere Rücklagen 336.700,00 298.000,00
12. Gutschrift auf Kapitalkonten 0,00 0,00
13. Gutschrift auf Verbindlichkeitskonten 3.030.500,79 2.682.872,90
14. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der GHT GmbH & Co. KG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.
Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze ergeben sich aus dem HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Personenhandelsgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 i.V. m. § 264 a HGB auf.

Die Gesellschaft hat von den größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: GHT GmbH & Co. KG
Firmensitz laut Registergericht: Dortmund
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dortmund
Register-Nr.: 16399
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmenstätigkeit ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und in der Entwicklung des Anlagevermögens aus Vereinfachungsgründen jeweils als Zugang und Abgang bzw. Zuführung und Auflösung ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen in Höhe von 3% auf den Netto-Forderungsbestand gebildet.

Die Bewertung der Emissionszertifikate (EUA) erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Wertberichtigungen waren nicht angezeigt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet geleistete Zahlungen für Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht veranlagte Steuern für das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Wir haben im Rahmen der maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze angemessene Schritte unternommen, um mit der Schätzunsicherheit umzugehen, indem wir eine angemessene Punktschätzung ausgewählt und die damit zusammenhängenden Angaben zur Schätzunsicherheit entwickelt haben.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 4 dargestellt. Der Anlagenspiegel enthält auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen den Bestand an Emissionszertifikaten (European Union Allowances, kurz: EUA) in Höhe von TEUR 1.129.

Das eingetragene Haftkapital der Gesellschaft beträgt EUR 440.000,00.

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken:




TEUR
davon ggü. Gesellschaftern
TEUR
Aus Bürgschaften
5
0



Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Vertragspartners nicht zu rechnen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen die  nachfolgend  aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietleasing sowie Miet- und Pachtaufwendungen:




TEUR
davon ggü. verbundenen Unternehmen TEUR
Fällig 2024
131
68
Fällig 2025-2026
169
68



IV. Sonstige Angaben

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

 
   2023
Angestellte
13
Gewerbliche Arbeitnehmer
47
Aushilfen
3

63



Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch die GHT Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, diese vertreten durch ihren Allein-Geschäftsführer, Herrn Jörg-Uwe Wille, Werne.

Die Angabe zu den Geschäftsführerbezügen unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 2 HGB verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die GHT Verwaltungsgesellschaft mbH, Dortmund, mit einem gezeichneten Kapital von EUR 25.564,60.

V. Nachtragsbericht

Wir weisen auf den Ukraine-Krieg hin, der zu erheblichen Preissteigerungen (Warenbeschaffung, Energie) in unserer Branche geführt hat. Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres traten darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.

 

Dortmund, 31. März 2024

gez. Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT Verwaltungsgesellschaft mbH)


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
161.962,23
0,00
0,00
0,00
161.962,23
2. geleistete Anzahlungen
46.074,00
13.122,50
0,00
0,00
59.196,50
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
208.036,23
13.122,50
0,00
0,00
221.158,73
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
339.396,72
0,00
0,00
0,00
339.396,72
2. technische Anlagen und Maschinen
4.608.066,63
9.170,20
0,00
0,00
4.617.236,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
7.726.582,28
1.306.133,21
1.470.067,30
0,00
7.562.648,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
261.685,25
0,00
0,00
261.685,25
Summe Sachanlagen
12.674.045,63
1.576.988,66
1.470.067,30
0,00
12.780.966,99
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
2.416.272,16
0,00
0,00
0,00
2.416.272,16
Summe Finanzanlagen
2.416.272,16
0,00
0,00
0,00
2.416.272,16
Summe Anlagevermögen
15.298.354,02
1.590.111,16
1.470.067,30
0,00
15.418.397,88

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
138.483,23
8.651,00
0,00
0,00
147.134,23
2. geleistete Anzahlungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
138.483,23
8.651,00
0,00
0,00
147.134,23
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
253.551,72
6.463,00
0,00
0,00
260.014,72
2. technische Anlagen und Maschinen
3.965.161,63
160.019,20
0,00
0,00
4.125.180,83
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.923.567,28
698.407,21
1.449.245,30
0,00
5.172.729,19
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
10.142.280,63
864.889,41
1.449.245,30
0,00
9.557.924,74
III. Finanzanlagen





Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
10.280.763,86
873.540,41
1.449.245,30
0,00
9.705.058,97

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
14.828,00
23.479,00
2. geleistete Anzahlungen
0,00
59.196,50
46.074,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
74.024,50
69.553,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
79.382,00
85.845,00
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
492.056,00
642.905,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
2.389.919,00
1.803.015,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
261.685,25
0,00
Summe Sachanlagen
0,00
3.223.042,25
2.531.765,00
III. Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
2.416.272,16
2.416.272,16
Summe Finanzanlagen
0,00
2.416.272,16
2.416.272,16
Summe Anlagevermögen
0,00
5.713.338,91
5.017.590,16

sonstige Berichtsbestandteile

 

Dortmund, 31. März 2024/15. August 2024

gez. Jörg-Uwe Wille, (Geschäftsführer der GHT

  Verwaltungsgesellschaft mbH)


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehend zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die GHT GmbH & Co. KG, Dortmund
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der GHT GmbH & Co. KG, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GHT GmbH & Co. KG, Dortmund, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und ·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
·  beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 16. August 2024


F I S C H E R &  G Ü N N E W I G  GmbH   
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Gordon Börder, (Wirtschaftsprüfer)

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