Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 1057
Vorher
Heinrich Schwarz G.m.b.H.
Eingetragen
3.9.1963
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Betrieb eines Mineralölgroßhandels sowie der Betrieb von Tankstellen und der Handel mit allen damit zusammenhängenden Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Raphael Laux
seit 11.12.2024
Geschäftsführer
Karl-Heinz Schwarz
seit 1.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Unter dem Hain 8, 65582 Diez
1.441.960 €
94.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Heinrich Schwarz GmbH

Diez/Lahn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Entwicklung und Standortbestimmung

Seit 1925 ist die Firma Heinrich Schwarz GmbH im Mineralöl-Handel tätig. Beständigkeit, Zielstrebigkeit und umfassende Dienstleistungen brachten mehr und mehr zufriedene Kunden und führten das Unternehmen zu seiner heutigen Größe und Bedeutung: Ein leistungsfähiges mittelständisches Mineralölhandelsunternehmen in Diez/Limburg mit Abnehmern und Tankstellen in weiten Gebieten von Rheinland-Pfalz und Hessen.

Die Leistungsfähigkeit wird durch die Zusammenarbeit mit der Shell Deutschland Oil GmbH als kompetenter und zuverlässiger Partner gestärkt.

Der Kundenkreis des Unternehmens umfasst Betriebe aus Industrie, Gewerbe, Handel, Landwirtschaft sowie Behörden und private Haushalte.

In einem weiteren bedeutenden Unternehmensbereich wird mit Partnern und Verwaltern ein großes Netz öffentlicher Tankstellen unter der Marke Shell betrieben. Außerdem bestehen Lieferrechte an zwei Bundesautobahntankstellen (BAT). Bei der Belieferung der beiden BAT ́s ist die Heinrich Schwarz GmbH Federführer.

Die Flexibilität des mittelständischen Unternehmens sowie die kurzen Entscheidungswege im eigenen Haus tragen ebenso wie die praktizierte Kundennähe und das intensive Eingehen auf die verschiedensten Kundenbedürfnisse zum Erfolg bei, was sich auch in einem breiten und zufriedenen Kreis von Abnehmern widerspiegelt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wuchs die Wirtschaftskraft im Jahr 2022 um 1,9%. Mit den steigenden Energiepreisen, dem noch anhaltenden Krieg in der Ukraine und der Rekordinflation fiel, lt. Statistischen Bundesamt im Jahr 2023 die Wirtschaftsleistung um 0,3%.

Die Entwicklung der Verbraucherpreise, insbesondere der Energiepreise, belasten den Verbraucherpreisindex im Jahr 2022 zusehend, der um 6,9% anstieg. Umfangreiche Maßnahmen der Regierung wirken sich teilweise auf den Verbraucherpreis aus, so dass der Verbraucherpreisindex im Jahr 2023 nur um weitere 5,9% stieg.

Die Erwerbslosenquote, die im Jahr 2022 bei 2,9% lag, veränderte sich im Berichtsjahr nicht.

2. Aktuelle Situation in der Mineralölbranche

Nach Erhebungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) war der Absatz von Mineralölprodukten in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2022 leicht gestiegen. Jedoch im Jahr 2023 sank der Absatz gegenüber dem Vorjahr von 93,6 auf 88,4 Millionen Tonnen und damit um 5,2%.

Der Absatz von Ottokraftstoff, der im Jahr 2022 um 3,5% stieg, konnte auch im Jahr 2023 um 2,5% gesteigert werden.

Während im Vorjahr beim Dieselkraftstoff ein Rückgang von 0,6% verzeichnet wurde, sank dieser im Jahr 2023 um weitere 3,6%, da viele Branchen mit den Auswirkungen der Inflation zu kämpfen haben. Der Heizölabsatz ist im Jahr 2023 bundesweit um 5,3% gesunken (2022: 8,2%).

Die Heinrich Schwarz GmbH konnte im Jahr 2023 beim Absatz von Diesel ein Plus von 2,07% (2022: -5,59%) erwirtschaften. Jedoch beim Ottokraftstoff, sowie auch beim Heizölabsatz, verzeichnete die Gesellschaft im Berichtsjahr ein Minus. Während der Ottokraftstoff ein Minus von 3,44% auswies (2022: 7,57%), wuchs der Heizölabsatz auf ein Minus von 6,18% (2022: 3,03%).

Im Schmierstoffgeschäft verzeichnete die Branche ein Minus von 6,80% im Berichtsjahr. Auch die Heinrich Schwarz GmbH musste erneut ein Minus von 2,16% hinnehmen (2022: -7,8%).

3. Investition und Finanzierung

Im Jahr 2023 erfolgten planmäßige Investitionen in den Fuhrpark (T€ 73), in Tankstellen (T€ 230) und in Sonstiges (T€ 116). Sämtliche Investitionen erfolgten aus Eigenmitteln.

Der Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug T€ 6.054 (2022: T€ 832). Der Zufluss der Investitionstätigkeit beträgt T€ 286 (2022: 97 T€) und der Abfluss im Finanzierungsbereich beträgt T€ 6 (2022: T€ 11).

Die Gesellschaft war stets in der Lage ihre laufenden Verbindlichkeiten zu begleichen.

4. Finanz-, Vermögens- und Ertragslage

Die Finanz- und Vermögenslage ist geordnet. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln, mit deren Hilfe sie kurzfristig auf anstehende finanzielle Anforderungen reagieren kann. Der Finanzmittelbestand ist im Jahr 2023 deutlich gestiegen und betrug per 31.12.2023 T€ 31.673 (2022: T€ 25.339). Diese Mittel sichern unter anderem die Finanzierung der Pensionszusagen.

Die Preise für Diesel, Super und Heizöl haben sich wie folgt entwickelt:

Durchschnitt 2022 Durchschnitt 2023 Mai 2024
Heizöl Verbraucherpreis, 3.000 Ltr. 1,3556 1,0344 0,9809
Diesel, Endverbraucher 196,04 173,73 175,72
Superbezin, Endverbr. 192,59 184,87 191,18

Angaben lt. Brennstoffspiegel + Mineralölrundschau; incl. EnergieSt. und MwSt. in Cent/100 Liter

Im Jahresdurchschnitt ist demnach z.B. der Preis für Heizöl von 135,56€/100 Liter auf 103,44€/100 Liter deutlich um 23,69% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Trotz gesunkener Preise haben sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 0,7% auf T€ 8.049 (2022: T€ 7.994) erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen ebenfalls um 12,9% auf T€ 16.202 (2022: T€ 14.353).

Ebenfalls haben sich die Wertpapiere durch Käufe und Zuschreibungen auf T€ 26.402 (2022: T€ 21.014) erhöht.

In Summe resultierte ein Anstieg der Bilanzsumme um 13,9% auf T€ 47.115 (2022: T€ 41.373).

Da der Umsatz um T€ 21.025 auf T€ 132.545 (2022: T€ 153.570) stärker gesunken ist als die Wareneinkäufe um T€ 20.451 auf T€ 120.836 (2022: T€ 141.287), sank das Rohergebnis um 4,3% auf T€ 10.516 (2022: T€ 10.991).

Die betrieblichen Aufwendungen haben sich durch den leichten Anstieg von Personal- und Mietkosten um 5,0% auf T€ 6.418 erhöht (2022: T€ 6.112), was letztendlich zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses um 16,0% auf T€ 4.098 führt (2022: T€ 4.879).

Dennoch wird eine Steigerung des Jahresüberschusses im Berichtsjahr um 49,5% auf T€ 3.581 (2022: T€ 2.396) verzeichnet, da das Vorjahresergebnis durch Abschreibungen von Wertpapieren in Höhe von T€ 1.300 gemindert wurde. Der Überschuss soll auf neue Rechnung zur Stärkung des Betriebskapitals vorgetragen werden.

Dadurch steigt das Eigenkapital auf T€ 27.363 (2022: T€ 23.782) an und führt zu einer Eigenkapital-Quote von 58,1% (2022: 57,5%).

5. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Steuerung zieht die Gesellschaft als finanziellen Leistungsindikator hauptsächlich die Umsatzerlöse (2022: T€ 153.570, 2023: T€ 132.545) heran. In diesem Zusammenhang wird auf die Ausführungen in Punkt B.4. verwiesen. Die Umsatzprognose des Vorjahres konnte damit erreicht werden. Das erwartete Jahresergebnis wurde aufgrund von guten Kursentwicklungen übertroffen.

Das Personal hat per 31.12.2023 mit 33 Vollzeit- sowie 9 Teilzeitkräften Zuwachs erhalten (2022: 29/11).

Die bereits in den 1990er Jahren eingeleiteten Maßnahmen im Bereich Umwelt bzw. Umweltschutz werden konsequent und kontinuierlich überwacht und auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Hierzu zählen insbesondere moderne Tankanlagen. Flüssigkeitsdichte Fahrbahnen besonders im Bereich von Tanks bzw. Tankstellen sowie die Gasrückführung und das Gasrückführungsmonitoring an Tankstellen. Ein eigener Gefahrgutbeauftragter beschäftigt sich intensiv mit allen relevanten Fragen des Umweltschutzes. Neben den ohnehin durch externe Behörden regelmäßig durchgeführten Prüfungen und Schulungen besonders im Bereich der Fahrer werden durch den Gefahrgutbeauftragten regelmäßig interne Schulungen durchgeführt und deren Umsetzung überwacht.

6. Gesamtaussage

Den Geschäftsverlauf 2023 unserer Gesellschaft sehen wir aus unserer Sicht unter den nach wie vor schwierigen Gegebenheiten der Lieferengpässe, des Ukraine Kriegs sowie der Rekordinflation als gut an. Es konnte ein sehr gutes Jahresergebnis erzielt werden, welches über den Erwartungen lag. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unverändert als geordnet anzusehen.

A. Prognose-, Chance- und Risikobericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

Im vergangenen Berichtsjahr ist die auf Rekordhöhe gestiegene Inflation ein großes Thema. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die Energie und Wirtschaft, wie unter anderem die gestiegenen Rohstoff- und Verbraucherpreise sind nur einige prekäre Folgen davon. Die Gesamtinflationsrate betrug lt. Destatis im Juli 2024 2,3%. Das führt insgesamt zu gedämpften Konjunktur- und Einkommenserwartungen.

Weiterhin sehr große Auswirkungen wird das Gebäudeenergiegesetz mit sich bringen, wo die Änderungen 2024 voll in Kraft treten und die Kaufkraft an Heizöl nachlassen wird.

Auch die ursprünglich für das Jahr 2023 anstehende CO 2 -Preis-Erhöhung für die fossilen Brennstoffe für Kraftstoffe, Heizöl und Erdgas wurden um ein Jahr verschoben. Sie stiegen nun im Januar 2024. Diese Änderung dürfte sich auf die Preisentwicklung für Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas auswirken.

Hinzu kommen politische Entscheidungen zum Klimawandel.

Die Heinrich Schwarz GmbH rechnet mit einer weiterhin angespannten Lage.

Prognosen für das Jahr 2024 sind mit Unsicherheiten behaftet. Die Heinrich Schwarz GmbH rechnet mit einer Geschäftsentwicklung auf Vorjahresniveau bei Umsatzerlöse von TEUR 133.000 und einem Jahresüberschuss von TEUR 2.500€.

2. Chancen und Risiken

Grundsätzlich garantieren die Leistungsfähigkeit der Heinrich Schwarz GmbH und die Zusammenarbeit mit dem Partner Shell Deutschland Oil GmbH auch in Zukunft eine sichere flächendeckende Versorgung mit einer breiten Palette von Mineralölprodukten auf höchstem Qualitätsstandard.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch eine intensive Bonitätsprüfung von Neukunden sowie eine laufende Überwachung von Bestandskunden minimiert. Die finanziellen Risiken, insbesondere bei der Belieferung von Großverbrauchern (z.B. Spediteure) und Tankstelenpartnern/-Pächtern, werden auch weiterhin über individuelle Sicherheiten bzw. im Rahmen der bestehenden Warenkreditversicherung weitgehend abgesichert. Vereinzelte Forderungsverluste werden sich nicht ganz vermeiden lassen. Im Berichtsjahr waren keine nennenswerten Forderungsverluste zu verzeichnen (unter 0,1%). Mit einer Gefährdung des Unternehmens ist durch die hervorragende Eigenkapitalausstattung auch in herausfordernden Zeiten, wie im Jahr 2023, nicht zu rechnen.

 

Diez, 18. September 2024

Karl-Heinz Schwarz

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 76.309,00 92.048,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 76.309,00 92.048,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 471.547,00 541.079,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.786,00 71.458,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.928.229,00 2.102.249,00
Summe Sachanlagen 2.549.562,00 2.714.786,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 1.000.000,00 1.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 1.078.501,16 1.240.637,69
Summe Finanzanlagen 2.078.501,16 2.240.637,69
Summe Anlagevermögen 4.704.372,16 5.047.471,69
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 2.410.471,60 2.658.925,61
Summe Vorräte 2.410.471,60 2.658.925,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.048.941,60 7.993.719,71
2. Sonstige Vermögensgegenstände 278.271,17 334.329,10
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.327.212,77 8.328.048,81
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere 26.401.690,32 21.013.915,12
Summe Wertpapiere 26.401.690,32 21.013.915,12
IV. Kassenbestand,Guthaben bei Kreditinstituten 5.271.593,64 4.324.892,32
Summe Umlaufvermögen 42.410.968,33 36.325.781,86
C. Bilanzsumme Aktiva 47.115.340,49 41.373.253,55

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534.000,00
- Gezeichnetes Kapital: 1.534.000,00 (Vj: 1.534.000,00)
II. Kapitalrücklage 1.278.105,34 1.278.105,34
III. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 20.970.313,54 18.574.257,39
IV. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 3.580.783,95 2.396.056,15
Summe Eigenkapital 27.363.202,83 23.782.418,88
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.289.509,00 1.427.840,00
2. Steuerrückstellungen 365.329,00 753.266,00
3. Sonstige Rückstellungen 542.400,00 499.400,00
Summe Rückstellungen 2.197.238,00 2.680.506,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.201.631,45 14.352.766,08
2. Sonstige Verbindlichkeiten 1.353.268,21 557.562,59
- davon aus Steuern: 691.408,89 (Vj: 22.767,83)
Summe Verbindlichkeiten 17.554.899,66 14.910.328,67
D. Bilanzsumme Passiva 47.115.340,49 41.373.253,55

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 132.545.327,01 153.570.527,07
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.229.273,01 1.004.188,04
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -120.835.863,19 -141.286.825,78
b. Aufwendungen für Provisionen -2.422.557,52 -2.296.128,93
Summe Materialaufwand -123.258.420,71 -143.582.954,71
4. Rohergebnis 10.516.179,31 10.991.760,40
5. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -2.376.056,02 -2.232.585,15
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -275.872,57 -303.961,20
- davon für Altersversorgung: 58.841,34 (Vj: 15.251,25)
Summe Personalaufwand -2.651.928,59 -2.536.546,35
6. Abschreibungen
a. auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -595.991,23 -562.063,32
Summe Abschreibungen -595.991,23 -562.063,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.152.892,56 -2.997.618,74
8. Ordentliches Betriebsergebnis 4.115.366,93 4.895.531,99
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 131.701,30 48.793,64
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 383.303,33 254.014,62
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -2.038,00 -1.300.370,86
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -23.682,00 -49.125,52
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: -17.556,00 (Vj: -38.273,00)
13. Finanzergebnis 489.284,63 -1.046.688,12
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.007.278,40 -1.437.339,12
15. Ergebnis nach Steuern 3.597.373,16 2.411.504,75
16. Sonstige Steuern -16.589,21 -15.448,60
17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 3.580.783,95 2.396.056,15

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft wird unter HRB 1057 im Handelsregister des Amtsgerichts Montabaur geführt. Sitz der Gesellschaft ist Diez/Lahn.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Heinrich Schwarz GmbH, Diez, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 3 HGB als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend den Vorschriften des § 266 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung vorgenommen.

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die unter dieser Position ausgewiesenen geleisteten Baukostenzuschüsse werden über die Laufzeiten der zugrundeliegenden Verträge abgeschrieben.

Sachanlagevermögen:

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, teils linear, teils degressiv auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Zugänge bei beweglichen Anlagegütern werden ab dem Monat des Zugangs pro-rata-temporis abgeschrieben. Bewegliche Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Folgende Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

Position Nutzungsdauer
Software und immaterielle VG 3-5 Jahre
Bauten auf fremden Grundstücken 10-25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-23 Jahre

Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden mit Ausnahme des Diesels, Vergaserkraftstoffes und des Heizöls, welche nach der Lifo-Methode bewertet werden, zu durchschnittlichen Einkaufspreisen oder zum geringeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung mit der Lifo-Methode führte zu Bewertungsunterschieden von TEUR 1.467 (31.12.2022: TEUR 1.802).

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen von 0,7 % (31.12.2022: 0,7 %) des Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Abschreibungen auf den Kurswert waren in Höhe von TEUR 2 (31.12.2022: TEUR 1.300) notwendig. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, sofern die Gründe hierfür nicht mehr bestehen. Aus diesem Grund erfolgten Zuschreibungen in Höhe von TEUR 819 (31.12.2022: TEUR 9).

Die liquiden Mittel wurden mit den Nominalwerten bewertet.

Der sich nach Saldierung ergebende Aktivüberhang der latenten Steuern in Höhe von TEUR 186 (31.12.2022: TEUR 496) wurde entsprechend des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB nicht in der Bilanz angesetzt und ergibt sich aus unterschiedlichen Nutzungsdauern bei Geschäfts- und Firmenwerten, Bewertungsvorschriften für Wertpapiere des Umlaufvermögens und Beteiligungen sowie aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen bei einem Steuersatz von 29 %.

Die Bewertung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennbetrag.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit ihrem notwendigen Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. Abs. 2 HGB) bewertet. Die Bewertung beruht auf der "projected unit credit method" (Methode der laufenden Einmalprämien). Es wurde ein Rechnungszins von 1,82 % p. a. (31.12.2022: 1,78 %) gemäß § 253 Abs. 2 HGB und Rückstellungsabzinsungsverordnung für eine Restlaufzeit von 15 Jahren sowie die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Bewertung wurde ein Rententrend von 1,50 % bei den unmittelbaren Pensionszusagen angesetzt. Die Berechnung der Rückstellung auf Basis eines 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes (1,74 %) würde zu einer Rückstellung von TEUR 1.300 (31.12.2022: TEUR 1.476) führen. Für den Unterschiedsbetrag von TEUR10 (31.12.2022: TEUR 48) besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden entsprechend des Wahlrechts im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Bewertungsverfahren sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

A. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Bei den Beteiligungen handelt es sich um die Beteiligung an der Siebte WIDe Vermietungs GmbH & Co. KG, Ebermannstadt. Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital von TEUR 23.982 bei einem Jahresfehlbetrag von TEUR 420 auf.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von TEUR 1.078 (Vorjahr TEUR 110) haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1.131 von größer einem Jahr.

Die Laufzeiten der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und der Verbindlichkeiten betragen weniger als ein Jahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 1.500) durch Sicherheiten, die durch Dritte gestellt wurden, abgesichert (Bankavale).

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich überwiegend um Personalrückstellungen von TEUR 495 (Vorjahr TEUR 456).

B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden überwiegend durch den Verkauf von Kraftstoffen (TEUR 104.351) und Heizöl (TEUR 22.381) in weiten Gebieten von Rheinland-Pfalz und Hessen erzielt.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Karl-Heinz Schwarz, Diez. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiteranzahl

Der Personalbestand betrug 2023 im Durchschnitt 39 (Vorjahr 40) Arbeitnehmer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aufgrund von Miet- und Pachtverträgen sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 678 (Vorjahr TEUR 590).

Bankavale bestehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 1.500).

Abschlussprüferhonorar

Das im Geschäftsjahr an den Abschlussprüfer gezahlte Honorar betrug TEUR 22 (Vorjahr TEUR 22). An Steuerberatungsleistungen wurden TEUR 19 (Vorjahr TEUR 8) berechnet. Für das laufende Geschäftsjahr wurden Rückstellungen von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 35) gebildet.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Diez, 18. September 2024

Karl-Heinz Schwarz

Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 872.577,53 0,00 0,00 872.577,53
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 872.577,53 0,00 0,00 872.577,53
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.452.574,66 0,00 5.057,70 2.447.516,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 106.867,69 93.314,10 0,00 200.181,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.452.634,25 325.784,13 186.110,77 7.592.307,61
Summe Sachanlagen 10.012.076,60 419.098,23 191.168,47 10.240.006,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.240.637,69 2.391,89 164.528,42 1.078.501,16
Summe Finanzanlagen 2.240.637,69 2.391,89 164.528,42 2.078.501,16
Summe Anlagevermögen 13.125.291,82 421.490,12 355.696,89 13.191.085,05
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Berichtsjahr
EUR
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 780.529,53 15.739,00 0,00 796.268,53
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 780.529,53 15.739,00 0,00 796.268,53
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.911.495,66 69.532,00 5.057,70 1.975.969,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.409,69 14.986,10 0,00 50.395,79
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.350.385,25 495.734,13 182.040,77 5.664.078,61
Summe Sachanlagen 7.297.290,60 580.252,23 187.098,47 7.690.444,36
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 8.077.820,13 595.991,23 187.098,47 8.486.712,89
Buchwerte
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 76.309,00 92.048,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 76.309,00 92.048,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 471.547,00 541.079,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 149.786,00 71.458,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.928.229,00 2.102.249,00
Summe Sachanlagen 2.549.562,00 2.714.786,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.000.000,00 1.000.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 1.078.501,16 1.240.637,69
Summe Finanzanlagen 2.078.501,16 2.240.637,69
Summe Anlagevermögen 4.704.372,16 5.047.471,69

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Heinrich Schwarz GmbH, Diez

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Heinrich Schwarz GmbH, Diez, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Heinrich Schwarz GmbH, Diez, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

" gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

" beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

" ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Montabaur, den 18. September 2024

PSB Steuern PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dirk Klatt, Wirtschaftsprüfer

Christian Klatt, Wirtschaftsprüfer

 

Diez, den 18. September 2024

gez. Karl-Heinz Schwarz

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 11. Oktober 2024.

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