RELOAD Motors GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peggy Kandziora seit 5.3.2025 | Prokura |
Jörg Stohl seit 8.11.2017 | Prokura |
Christoph Schmidt seit 8.1.2009 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Land Berlin | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GRÜN BERLIN GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Grün Berlin GmbH, BerlinInhalt 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Gesellschaftszweck 1.2. Geschäftstätigkeit 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren 2.2.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Erläuterung zur Ertrags- Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage 3.2. Finanzlage 3.3. Vermögenslage 5. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 5.1 Risikobericht - Risikomanagement 5.1.2. Risiken bei Baumaßnahmen 5.1.3. Strukturelle Risiken 5.2. Prognose- und Chancenbericht 1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1. Gesellschaftszweck Alleinige Gesellschafterin ist das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen. Grundlage der Tätigkeiten sind die Satzungsschwerpunkte der gemeinnützigen Gesellschaft:
Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. 1.2. Geschäftstätigkeit Als landeseigenes Unternehmen sieht die Grün Berlin Ihren Fokus in der Schaffung nachhaltiger Infrastrukturen für Berlin, die Klimaschutz und -resilienz, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und einen für Mensch und Natur gleichermaßen wertvollen Lebensraum zu schaffen und zu erhalten. Dabei stehen Partnerschaftlichkeit und Kooperationsfähigkeit für die nachhaltige Stadtentwicklung im Vordergrund. Denn die Ansprüche an Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung, Effizienz und Inklusion waren noch nie so hoch wie in der Gegenwart. Schon zu Beginn von Projektphasen muss weit, detailliert und kompetent in die Zukunft gedacht werden. Auch Koordinations- und Kommunikationsstrategien werden immer komplexer. Nachhaltiger finanzierbarer Fortschritt kann hier nur funktionieren, wenn sich die verschiedenen Stakeholder untereinander auf Augenhöhe verständigen und unterstützen. In diesem Kontext kommt der Grün Berlin eine zentrale Rolle zu. Als landeseigenes Unternehmen ist Grün Berlin ein zuverlässiger Partner für eine klimaresiliente, ressourcenschonende Stadtentwicklung, der nachhaltig konzipierte Projekte entwickelt, umsetzt und betreibt, von grünen Infrastrukturen und blauen Infrastrukturen über Parks und öffentliche Bauten bis hin zu Mobilitätslösungen. Bei all diesen Vorhaben auch als integrative Kraft zu wirken, die unterschiedlichen Akteure an einen Tisch und in den Austausch zu bringen, hat in der Arbeit der Grün Berlin daher hohe Priorität. Die mit Abstand wichtigste Instanz, mit der Grün Berlin täglich an zahlreichen Orten der Stadt intensiv kooperiert, wird dabei nicht vergessen: Die Partizipation der Bürger*innen im Rahmen der Konzeption von Projekten, während der Arbeit an ihnen und anschließend begleitend im Betrieb mit rd. 7,5 Mio. Parkbesucher*innen im Jahr 2023. Das Geschäftsjahr 2023 zeichnete sich durch Handlungsschwerpunkte aus, die sowohl in projekt- und objekt- · managementbezogenen als auch in unternehmensorganisatorischen Themenbereichen anzusiedeln sind. Basis hierfür sind der vom Aufsichtsrat genehmigte Wirtschaftsplan sowie die per Zuwendungen bereitgestellten Mittel. Projekte Grüne Infrastrukturen und lebenswerte öffentliche Räume: Infrastruktur: Berliner Mauerweg (Schlesischer Busch/Lohmühle; Südlicher Mauerweg/Jenbacher Weg), Grün Berlin Seilbahn, Touristisches Informationssystem, Nord-Süd-Grünzug, Grünzug an der Panke, Döberitzer Grünzug, Ersatzmaßnahmen Dresdner Bahn Parks: Britzer Garten, Gärten der Welt, Natur Park Südgelände, Lokhalle, Kienbergpark, Park am Gleisdreieck, Tempelhofer Feld, Mauerpark, Spreepark, Eierhäuschen Urbane Freiräume: Gendarmenmarkt, Rathaus- und Marx-Engels-Forum, Landschaftsraum Tegeler Stadtheide, Vorplätze Ostkreuz Öffentliche Bauten: Besucher*innenzentrum Gärten der Welt, Tourismus-Besucher*innenzentrum Glienicke, Erweiterung des Museums Schloss Schönhausen (Besucher*innenzentrum) Sonderprojekte: Campus Stadt Natur, Berlin bewegt sich, Peter-Joseph-Lenné-Preis, Sowjetische Ehrenmale, Beweidung Die enge Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, sowie den Bezirksverwaltungen bleibt dabei stets als Konstante im Vordergrund. Neben der erfolgreichen Projektarbeit hat sich Grün Berlin auch intern weiterentwickelt. Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und die Synergien zwischen den Gesellschaften standen und stehen im Mittelpunkt. Der im Jahr 2022 begonnene Umstrukturierungsprozess bezüglich der Controlling- und Steuerungsprozesse wurde im Geschäftsjahr fortgeführt. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wesentliche Bestandteile der Unternehmensstrategie. Denn umweltfreundliches Bauen und Bewirtschaften sind wichtige Säulen der Reduzierung von CO 2 Emissionen. Die mit dem Land Berlin vereinbarten Ziele wurden und werden weiter kontinuierlich mit Priorität umgesetzt. Seit dem Jahr 2023 wendet die Gesellschaft den Deutschen Nachhaltigkeitskodex an. Um auch den europäischen Vorgaben im Rahmen der CSRD-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu begegnen, wurde im Geschäftsjahr damit begonnen eine zukunftsgerichtete Nachhaltigkeitsstrategie zu erbarbeiten, für 2024 ist die Implementierung vorgesehen. 1.3. Verbundene Unternehmen Grün Berlin Service GmbH Grün Berlin GmbH ist alleinige Gesellschafterin der Grün Berlin Service GmbH. Die Grün Berlin Service GmbH nimmt Aktivitäten wahr, die einen steuerrechtlich wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb darstellen und erbringt für die GRÜN BERLIN GmbH und deren Tochtergesellschaften bestimmte Dienstleistungen im kaufmännischen Bereich. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte sind die Geschäftsbesorgung für den Landesbetrieb Krematorium Berlin, das Regionalmanagement für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf sowie buchhalterische Tätigkeiten für die Berlin Energie Gruppe. Im Jahr 2023 wurden zwei Klassikkonzerte durchgeführt. Die Grün Berlin Service GmbH finanziert sich ausschließlich aus eigenen Erträgen. Der Jahresumsatz 2023 beträgt rd. 1,23 Mio. €, der Jahresüberschuss 48,4 T€. GB infraVelo GmbH Die GRÜN BERLIN GmbH ist alleinige Gesellschafterin der GB infraVelo GmbH. Diese nimmt Projektsteuerungs-, Projektmanagement-, Baumanagement- sowie Bauherrenaufgaben im Zusammenhang mit anstehenden Infrastrukturmaßnahmen des Landes Berlin, hier insbesondere auch Radverkehrsinfrastrukturmaßnahmen einschließlich der dafür erforderlichen kaufmännischen, administrativen, technischen und sonstigen Dienstleistungen wahr. Die Finanzierung dieser Aufgaben erfolgt wie bei der Grün Berlin GmbH über Zuwendungen. Der Jahresumsatz 2023 beträgt rd. 12,7 Mio. €. Grün Berlin Stiftung Die Stiftung hat die Aufgabe der Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung von stadtpolitisch herausragenden Projekten der Freiraumgestaltung mit besonderer Bedeutung für die Erholung der Allgemeinheit, für das Stadtbild und die Stadtgeschichte, für städtebauliche Entwicklungsbereiche und weitere Schwerpunkte der Stadtentwicklung, um gesamtstädtisch Akzente zur Förderung der Ziele des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu setzen; sowie die Realisierung von überörtlichen Park- und Freianlagen. Das Stiftungskapital beträgt 100.000 €. Da die Grün Berlin Stiftung nicht über eigenes Personal verfügt, werden die Aufgaben von bei der GRÜN BERLIN GmbH beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit wahrgenommen. Die Grün Berlin Stiftung erstattet die entsprechenden Sach- und Personalkosten an die GRÜN BERLIN GmbH. Der Jahresumsatz 2023 beträgt rd. 9,04 Mio. €. GB infraSignal GmbH Die Grün Berlin ist seit dem 01.01.2023 alleinige Gesellschafterin der GB infraSignal GmbH. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Leistungen des Managements von Planung, Bau, Betrieb, Instandhaltung, Modernisierung sowie des Datenmanagements (dMIS) der Lichtsignalanlagen-Infrastruktur in Berlin sowie die Erfüllung der damit zusammenhängenden Anforderungen, insbesondere aus den zugrundeliegenden Dienstleistungsverträgen insbesondere mit dem Land Berlin, dem Mobilitätsgesetz und den Vorgaben zu Kritischen Infrastrukturen. Das Eigenkapital beträgt 442 T€, das Jahresergebnis ist ausgeglichen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach Informationen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem sie im Jahr 2022 noch um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen war. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Inflationsrate lag im Dezember 2023 bei 3,7 %, im Jahr 2023 insgesamt betrug die Inflationsrate im Durchschnitt 5,9 %. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 5,3 % nach einem Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Verlauf des Jahres 2024 dürfte sich der Auftrieb des Verbraucherpreisniveaus etwas reduzieren. Eine deutliche Reduzierung, insbesondere aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine ist nicht absehbar. Private Konsumenten und Händler sind aufgrund der deutlich gestiegenen Preise weiterhin verunsichert. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit durch Fachkräftemangel behindert sehen, ist durch die Konjunkturabschwächung bis zum vierten Quartal 2023 zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder unter die 40%-Marke gefallen. Aber die Fachkräfteknappheit behindert immer noch einen großen Teil der Unternehmen. Mehr als 50 % Betroffene waren es in der Gastronomie, im Beherbergungsgewerbe, unter Architektur- und Ingenieurbüros sowie in der Gebäude- und Gartenbetreuung. Das geht aus einer Erhebung im Rahmen der KfW ifo Konjunkturumfragen seit dem Jahr 2009 hervor. 2.2 Geschäftsverlauf Die Grün Berlin GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 bei vielen ihrer nachhaltigen Stadtentwicklungsprojekte wesentliche Meilensteine erreicht. Im November wurden die Hauptarbeiten am Eierhäuschen im Spreepark abgeschlossen, der reguläre Betrieb startet im Frühjahr 2024. Bereits im Sommer ist der Schiffsanleger fertiggestellt worden. Der Park entwickelt sich vom gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelten Konzept zur Realität. Am Gendarmenmarkt ist die Hälfte des klimaresilienten und tourismusnahen Umbaus geschafft. Am Platz der Luftbrücke, am Rathaus- und Marx-Engels-Forum sowie für das neue, perspektivisch 190 Hektar große Areal des ehemaligen Flugfeldes in Tegel sind die Planungen gemeinsam mit unseren Partnern weiter vorangeschritten. Dies gilt ebenso für die Lokhalle im Natur Park Südgelände, bei der die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz den Projektfortschritt begünstigt. Insgesamt bilanziert die Geschäftsleitung ein herausforderndes Wirtschaftsjahr 2023. Mit einem Gesamtumsatz in Höhe 72,1 Mio. € wurde das Ergebnis des Vorjahres (59,5 Mio. €) deutlich übertroffen. Nachfolgend zur Wiederholungswahl des Berliner Abgeordnetenhaus, einhergehend mit neuen Prioritätensetzungen und Einsparvorgaben, konnten die bisherigen Umsetzungsziele aber nicht vollständig erreicht werden. Der beschlossene Wirtschaftsplan sah ursprünglich 93,9 Mio. € vor (Zuwendungen um Umsatzsteuer bereinigt). 2.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren Die gemeinnützige Grün Berlin GmbH erzielt keinen Gewinn. Sowohl die Projekte als auch die nicht eintrittspflichtigen Parks finanzieren sich zu 100% aus Zuwendungen. Die eintrittspflichtigen Parks werden hingegen aus eigenen Einnahmen und Zuwendungen finanziert. Wesentliche Kenngrößen für die Geschäftsleitung sind deswegen die erzielten eigenen Erträge und die verwendeten Zuwendungen. Diese finanziellen Leistungsindikatoren geben Aufschluss über den Abgleich zu dem ursprünglichen Wirtschaftsplan sowie den tatsächlich abgeforderten Haushaltsmitteln
2.2.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit ist die DNA der Grün Berlin. Für die Geschäftsleitung der Grün Berlin GmbH war es von großer Bedeutung das "Schlagwort" strategisch und auf Basis von digitalen Daten weiter mit Leben zu füllen, einerseits um die neuen europäischen Vorgaben im Rahmen der CSRD-Richtlinie und der DNK-Erklärung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erfüllen, andererseits um einen Handlungsleitfaden zu entwickeln, der auf strategischer und operativer Ebene datengestützte Entscheidungen ermöglicht. Der Grundstein wurde 2023 gelegt und mit der Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie begonnen; Fertigstellung und Implementierung erfolgen im Jahr 2024. Ein erster messbarer Meilenstein war in dem Prozess die fristgerechte Einreichung der DNK-Erklärung am 19.10.2023; Zielvorgabe durch den Senat war der 31.12.2023. Qualität; Services, Gästeangebote und der bauliche Zustand und Pflegezustand der bewirtschaften Parkanalgen spielen für die Geschäftsleitung eine große Rolle. Die Gästezahlen in den eintrittspflichtigen Parkanalgen und die Anzahl der Verkauften Jahreskarten sind dabei ein wesentlicher Indikator, wobei natürlich das Wetter eine nicht zu beeinflussende Größe ist und Auswirkungen auf die Gästezahlen haben kann. Nach den Rekordzahlen der letzten 3 Jahre konnten die entsprechenden Gästezahlen und Jahreskartenverkäufe des Vorjahres nicht ganz erreicht werden, befinden sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.
Trotz der insgesamt positiven Projekt- und Unternehmensentwicklung fällt die Bewertung des letzten Jahres im Rückblick zwiespältig aus. Die geopolitischen Folgen weiter andauernder militärischer Konflikte und das Wiedererstarken von rechtsextremem Gedankengut in Deutschland lösen berechtigte Sorge und Unsicherheit aus. Umso mehr sind Politik, Verwaltung und landeseigene Akteure gefordert, sich klar zu positionieren und mit der erfolgreichen Arbeit das Vertrauen in die Daseinsvorsorge zu erhalten und auszubauen. 3. Erläuterung zur Ertrags- Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage Als zu 100 % landeseigene gemeinnützige Institution finanziert sich die Gesellschaft durch eigene Einnahmen, überwiegend jedoch aus Zuwendungen Die Grün Berlin GmbH erhielt 2023 Zuwendungen aus dem öffentlichen Haushalt und erzielte eigene Erträge. Die Zuwendungen ermöglichen die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Satzungszwecks. Das Budget für das Jahr 2023 basiert auf dem beschlossenen Wirtschaftsplan. Das Ergebnis ist neutral. Die Erträge aus Zuwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 60.232 Mio. € (Vorjahr 47,232 Mio. €), die Erträge aus der Bewirtschaftung der Parkanlagen belaufen sich auf 7,226 Mio. € (7,444 Mio. €). Die sonstigen Erträge betrugen 3.884 T€ (3.545 T€). Zuwendungen und eigene Erträge dienen der Finanzierung des Anlagevermögens und Umlaufvermögens sowie der Deckung der betrieblichen Aufwendungen, Personalkosten und Steuern. Die betrieblichen Aufwendungen für Bezogene Leistungen und Materialaufwand beliefen sich auf 36,3 Mio. € (28,784 Mio. €), die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 8,026 Mio. € (8,415 Mio. €). 3.2. Finanzlage Gewinne werden aufgrund der Zuwendungsfinanzierung nicht erzielt. Der Bankbestand an liquiden Mitteln beträgt zum Stichtag 32.486 T€ (Vorjahr 31.543 T€). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.3. Vermögenslage Im Berichtsjahr verfügte die Gesellschaft über ein Anlagevermögen in Höhe von 86.015 T€ (Vorjahr 81.754 T€). Die unfertigen Anlagen aus dem Umlaufvermögen haben sich auf 23.154 T€ erhöht, (Vorjahr 11.097 T€). Das Bilanzvolumen hat sich von 128,41 Mio. € auf 146,90 Mio. € erhöht. Für den Erwerb von Flächen des ehemaligen Flughafengeländes in Tegel wurde vom Gesellschafter eine Kapitalrücklage in Höhe von 16,1 Mio. € gebildet. Die finanzielle Abwicklung des Erwerbs ist weiterhin offen und erfolgt voraussichtlich 2024. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 5.175 T€ (Vorjahr 3.886 T€). Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 16,6 Mio. € (Vorjahr 15,2 Mio. €) Forderungen und Verbindlichkeiten haben regelmäßig eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Sicherheitseinbehalten in Höhe von 453 T€ (Vorjahr 255 T€) und Verbindlichkeiten aus Mietkautionen in Höhe von 141 T€ (Vorjahr 147 T€) haben eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Die Verbindlichkeit aus Rückzahlung der Mietkaution (250 T€) an den Zuwendungsgeber hat eine Laufzeit größer 5 Jahre. Grundsätzlich werden zur Berücksichtigung der Finanzierung der fertigen und unfertigen Anlagen aus Zuwendungen in gleicher Höhe Sonderposten auf der Passivseite gebildet, die in Höhe der Abgänge aufgelöst wurden. Der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlage- und Umlaufvermögen beträgt insgesamt 109,24 Mio. € (Vorjahr 92,92 Mio. €). Die Rückstellungen betragen 4.186 T€ (Vorjahr 3.615 T€). Die Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten betragen 16.644 T€ (Vorjahr 15.240 T€). Das kurz- und mittelfristige Fremdkapital beträgt 21.490 T€ (Vorjahr 19.316 T€). 5. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 5.1 Risikobericht - Risikomanagement Ein essenzieller Bestandteil der Risikosteuerung ist der regelmäßige Planungsprozess, der sich im Wesentlichen über den Mittelfristzeitraum von fünf Jahren erstreckt und mit dem Aufsichtsrat abgestimmt ist. Das laufende Berichtswesen stellt dabei einen zentralen Aspekt der Risikosteuerung dar. So werden jeweils monatlich bzw. quartalsweise im Rahmen aller Planzahlen die Ist- den soll-Größen gegenübergestellt und entsprechende Prognoseberechnungen durchgeführt, um Abweichungen vom Wirtschaftsplan frühzeitig zu identifizieren und steuern eingreifen zu können. Über Kostenrisiken oder Bauzeitenrisiken, die möglicherweise außerhalb der regelmäßigen Berichtszeiträume auftreten, berichtet das Unternehmenscontrolling bzw. die Bereichsleitungen im Bedarfsfall sofort. Die Gesellschaft verfügt für alle wesentlichen Arbeitsprozesse über definierte Arbeitsabläufe in Form von Arbeitsanweisungen, die an die veränderten Organisationstrukturen angepasst wurden. Hierin sind die notwendigen Freigabe- und Dokumentationsschritte niedergelegt. Für sämtliche Beauftragungs- und Freigabevorgänge wird mindestens ein Vier-Augen-Prinzip angewendet. In regelmäßigen Besprechungen werden sowohl die Planungs- und Baumaßnahmen aber auch weitere Aktivitäten besprochen. Risiken können somit erkannt, bewertet und kommuniziert sowie daraus resultierende Maßnahmen hergeleitet werden. Im Geschäftsjahr wurde damit fortgeführt, über das Planungstool Jedox ein Risikofrüherkennungssystem für Kosten- und Zeitrisiken zu entwickeln. Die Funktion einer Internen Revision wurde wiederum im Geschäftsjahr an einen externen Revisions- Dienstleister vergeben. 5.1.1. Finanzielle Risiken Als zu 100 % landeseigene Institution finanziert sich die Gesellschaft durch eigene Einnahmen, überwiegend jedoch aus Zuwendungen. Die gemeinnützige Gesellschaft verfolgt mithin nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Gewinnbezogene Kennzahlen können deshalb nicht herangezogen werden. Ein aus wirtschaftlicher Tätigkeit begründetes Bestandsrisiko besteht nicht. Die von der Grün Berlin GmbH erbrachten Leistungen stellen nicht marktfähige öffentliche Güter mit Dienstleistungscharakter dar, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke verfolgt, die dem Allgemeinwohl der Bürger*innen dienen. Auf Grund der Aufgabenstellung gemäß Gesellschaftsvertrag und der Finanzierung der Gesellschaft durch den Gesellschafter liegen bestandsgefährdende Risiken überwiegend im Bereich der Nachfrage der öffentlichen Hand nach den spezifischen Leistungen der Gesellschaft und stehen in einem engen Zusammenhang mit der Finanzlage des Landes Berlin sowie politischen Entscheidungen. Sollten Zuwendungen gekürzt oder nicht bewilligt werden, so müssen Baumaßnahmen verschoben werden bzw. Bewirtschaftungsmaßnahmen reduziert oder eingestellt werden. Liquiditätsrisiken bestehen nur bedingt, da die Gesellschaft Aufträge grundsätzlich erst nach Vorliegen von Zuwendungsbescheiden erteilt und Zuwendungen und Zuschüsse vor Abfluss der Ausgaben vereinnahmt. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass sämtliche Zuwendungsbescheide bereits am Jahresanfang vorliegen. Verbleibende Risiken stehen eng im Zusammenhang mit der Erzielung der eigenen Erträge, die überwiegend von den Besucherzahlen abhängig sind und diese wiederum ganz stark vom Wetter und von der Qualität der eintrittspflichtigen Anlagen beeinflusst werden. Unvorhersehbare Ereignisse können aber zum Ausfall von eigenen Erträgen führen, was z.B. die vergangene Corona-Pandemie im Bereich der Gastronomie gezeigt hatte. Auch führen die deutlich gestiegenen Energiekosten und die hohe Inflation dazu, dass die Parkgäste insgesamt zurückhaltender agieren. Für die Beauftragungen von eingekauften Leistungen findet im Unternehmenscontrolling eine permanente Budgetüberwachung statt. Eine unbemerkte Auslösung von Aufträgen, die die Budgets überschreiten, ist dadurch nahezu ausgeschlossen. Wirtschaftsplananmeldungen, Beauftragungen, Rechnungsprüfung und - freigaben sowie Zahlungsvorgänge werden durchgängig nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt, so dass Risiken aus unbegründeten Forderungen und fehlerhafte Zahlungen wirksam begrenzt werden. Darüber hinaus wird im Unternehmenscontrolling zusätzlich bei der Termin- und Bauzeitenüberwachung mitgewirkt. Über alle Bewirtschaftungs- und Baumaßnahmen der Gesellschaft ist weiterhin festzustellen, dass die Kosten sowohl im Bereich der Honorarkosten als auch durch die steigenden Bau- und Bewirtschaftungspreise, sowie steigende Löhne weiter in die Höhe schnellen. Hier wird fortlaufend ein noch größeres Augenmerk auf die Preisentwicklung zu legen sein. Auch zeigt die aktuelle Entwicklung durch den Krieg in der Ukraine, dass es zu massiven Preissteigerungen und Lieferengpässen kommen kann. 5.1.2. Risiken bei Baumaßnahmen Ein intensives und präzises Baustellenmanagement, die Pflege des Baulogistikkonzeptes, die juristische Begleitung der Vergabeverfahren, baubegleitende Ausschüsse, stringentes Kosten- und Nachtragsmanagement, eine konservative Terminplanung soweit möglich sowie regelmäßige Statusberichte unterstützen die Umsetzung der Bauvorhaben. Um gestiegenen Kosten entgegenzuwirken, wird die Vergabestruktur durch modulhafte Ausschreibungen optimiert, es besteht eine strenge Gesamtkostenkontrolle mit regelmäßigen · Statusberichten, unterstützt vom Unternehmenscontrolling. Deutliche Preissteigerungen, zunehmende Insolvenzen sowie längere Lieferzeiten aufgrund von Materialknappheit erhöhen diese Risiken. Grundsätzlich sind die aktuellen Baukostenentwicklungen kaum durch geeignete Gegenmaßnahmen kompensierbar und schwer kalkulierbar. 5.1.3. Strukturelle Risiken Die Gesellschaft konnte das strukturelle Personaldefizit der letzten Jahre reduzieren und zusätzliche Personalstellen besetzen bzw. nachbesetzen. Dennoch zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt, dass zunehmend qualifizierte Bewerber*innen fehlen, bzw. deren Anforderungen an Vergütungen und sozialen Aspekten deutlich zunehmen und mit dem jetzigen "vorgegebenen" Vergütungssystem in Teilen nicht mehr abzubilden ist. Es werden von Seiten der Gesellschaft vielfältige Maßnahmen ergriffen, um allen Mitarbeitenden attraktive und sichere Arbeitsplätze anzubieten. Die Gesundheitsförderung, die Aus- und Weiterbildung, die Gleichbehandlung, sowie die Vereinbarung von Beruf und Familie stehen dabei im Vordergrund. Auch zeigt sich ein Personalmangel aufseiten der Planungsbüros und beteiligten Fachplaner*innen, Gutachter*innen bzw. Sachverständigenbüros, die nicht immer dauerhaft die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stellen können. 5.2. Prognose- und Chancenbericht Der Geschäftsleitung der Grün Berlin GmbH ist es wichtig, Chancen zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und auszubauen. Die Ansprüche an Nachhaltigkeit, Effizienz und Inklusion waren noch nie so hoch wie in der Gegenwart. Partnerschaftlichkeit und Kooperationsfähigkeit für die nachhaltige Stadtentwicklung sind hierfür auch in Zukunft entscheidend, bei der die Grün Berlin entscheidend mitwirken kann. Die unternehmensorganisatorischen Herausforderungen lagen weiterhin in der Führung des sog. Change- Management- Prozesses innerhalb der erforderlichen Anpassungsprozesse in der Unternehmensorganisation und Unternehmensstruktur. Es wurde damit fortgefahren, den intensiven Umsetzungsprozess zu forcieren, der sämtliche Bereiche des Unternehmens betrifft. Die erforderlichen Umstrukturierungen gehen einher mit dem Wachstum der Gesellschaft und sollen die Stabilität der Geschäftsprozesse sowie die Effizienzerhöhung der internen Abläufe für die Zukunft sicherstellen. Im Jahr 2023 wurde mit der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Unternehmensgruppe begonnen und der Grundstein für die zukünftige Nachhaltigkeitsberichterstattung gelegt. Die Konzeptionelle Fertigstellung und die Implementierung auch unter Berücksichtigung der EU-Taxonomie sowie die Erstellung einer Nachhaltigkeits-Governance erfolgen im Jahr 2024. Es ist darüber hinaus geplant, ein entsprechendes Nachhaltigkeitstool einzurichten. Die Nachhaltigkeitsstrategie wurde am 30.04.2024 fertiggestellt. Für die Grün Berlin spielen die Themen Umweltschutz und Klimaresilienz eine zentrale Rolle. Neben umweltfreundlicher Mobilität und der Umwandlung von Verkehrs- und versiegelten Flächen in grüne Aufenthaltsräume spielt in Zukunft das Thema Regenwassermanagement die zentrale Rolle. Im Sinne des Schwammstadtprinzips werden zukünftige Maßnahmen mit einem innovativen, auf den jeweiligen Ort zugeschnittenen System zum dezentralen Regenwassermanagement ausgerüstet. Das Prinzip, das hinter dem städteplanerischen Begriff "Schwammstadt" steht, leuchtet sofort ein. Plätze und Straßen sollen zu Räumen werden, in denen Regenwasser nicht einfach abfließt und ungefiltert in die Kanalisation strömt, sondern zunächst wie von einem Schwamm festgehalten wird. Bei starken Unwettern kann man auf diese Art lokale Überschwemmungen eindämmen und anschließend das wertvolle Wasser gezielt zurück in den Grund sickern lassen. In Berlin gibt es immer mehr Orte, an denen Bestandsbebauungen oder Neuerschließungen nach den Grunds- ätzen der Schwammstadt gestaltet wurden und werden. Eines der prominentesten, auch überregional bedeutendsten Beispiele ist der Gendarmenmarkt. Grün Berlin treibt hier seit 2018 die klimagerechte und barrierefreie Sanierung und Modernisierung voran - und arbeitet unter anderem beim Thema Regenwassermanagement eng mit den Berliner Wasserbetrieben zusammen. Die diesbezüglichen Bauarbeiten konnten 2023 schon zur Hälfte fertiggestellt werden; Zielsetzung ist eine abschließende Fertigstellung Ende 2024. Langfristig angelegte Programm- und Zielplanungen dienen einer strategisch richtigen Ausrichtung zur Weiterentwicklung der Objekte mit jahresbezogenen Schwerpunktthemen, die zukünftig nicht nur zum Substanzerhalt, sondern zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Anlagen und Objekte führen werden. Projektschwerpunkte der Jahre 2024 und 2025 liegen in den Umsetzungen von Maßnahmen im Südgelände, den Gärten der Welt, dem Britzer Garten, am Gendarmenmarkt, im Spreepark, in der Tegeler Stadtheide, am Rathausforum und am Ostkreuz. Neben der großen Chance auch in Zukunft aktiv an der Umgestaltung der Stadt im Sinne der Nachhaltigkeit mitzuwirken, sind aufgrund des gegenwärtig unbeständigen wirtschaftlichen Umfelds Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2024 mit gewissen Unsicherheiten verbunden. Die derzeitig wesentlichen Risiken aus den kriegerischen Handlungen in der Ukraine und dem Nahostkonflikt und deren Einflüsse auf den Geschäftsverlauf können nur schwer eingeschätzt werden. Hinzu kommt die schwierige Finanzlage im Land Berlin. Der Wirtschaftsplan 2024/2025 ist vom Aufsichtsrat festgestellt worden und berücksichtigt die bis dahin bekannten Einsparvorgaben des Landes Berlin. Er sieht ein Gesamtbudget in Höhe von rd. 115,91 Mio. € für das Jahr 2024 vor, wovon 50,0 Mio. für Projekte aus Zuwendungen zur Verfügung stehen. Von dem Budget für den institutionellen Bereich und er Bewirtschaftung der Parks in Höhe von 65,9 Mio. €, sind 11,84 Mio. Euro durch eigene Einnahmen und 54,1 Mio. durch institutionelle Zuwendungen finanziert. Entsprechend dem beschlossenen Wirtschaftsplan sind die Zuwendungen als Indikator für 2024 eingeplant worden. Die Gästezahlen kalkuliert die Gesellschaft mit jeweils rd. 1. Mio. in den Gärten der Welt und dem Britzer Garten, der Jahreskartenverkauf hat eine Zielgröße von mindestens 50.000 Jahreskarten. Trotz der insgesamt positiven Projekt- und Unternehmensentwicklung fällt die Bewertung für den zukünftigen Geschäftsverlauf aufgrund der aktuellen Haushaltslage und damit einhergehenden Kürzungen zwiespältig aus, zumal der Landeshaushalt noch nicht beschlossen ist und mit weiteren Kürzungen zu rechnen ist. Ein aus wirtschaftlicher Tätigkeit begründetes Bestandsrisiko besteht aufgrund der Zuwendungsfinanzierung zwar nicht, es wird aber deutlich, dass die geplanten Projektumsetzungen aufgrund der Haushaltskürzungen nicht in vollem Maße wie geplant umgesetzt werden können. Weiter an einer nachhaltigen Stadtentwicklung mitwirken - eine Aufgabe, die immer komplexer wird. Ein oder auch einige wenige Akteure können die zukunftsgerichtete Entwicklung Berlins auch vor dem Hintergrund der Klimakrise und der sozialen Herausforderungen unmöglich alleine stemmen. Es braucht neben dem kontinuierlichen Dialog und der Vernetzung von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, den landeseigenen Unternehmen und selbstverständlich den Bürger*innen unserer grünen Metropole die geballte Expertise aller Akteure der Stadtgesellschaft. Um Stadtentwicklung zukunftsgerichtet gestalten zu können, arbeiten bei Grün Berlin inzwischen nicht gewerbliche Mitarbeiter* innen aus rund 30 Berufsgruppen jeden Tag in interdisziplinären Teams zusammen. Gleichzeitig sind Klimaresilienz und -schutz, attraktive öffentliche Räume und zukunftsweisende Mobilität Mammutaufgaben, für deren Bewältigung viele Partner an einem Strang ziehen müssen - trotz manchmal unterschiedlicher Interessensschwerpunkte.
Berlin, 10.06.2024 GRÜN BERLIN GmbH Christoph Schmidt Entsprechenserklärung des Aufsichtsrates und der Geschäftsführung der Grün Berlin GmbH zum Berliner Corporate Governance Kodex 1. Grundsatzerklärung nach Maßgabe der Berliner Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Grün Berlin GmbH erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung des gemäß den Beteiligungshinweisen in der Fassung vom 15.12.2015 geltenden Berliner Corporate Governance Kodex (BCGK) im Geschäftsjahr 2023 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde. 2. Ausnahmen zu II. Geschäftsleitung Nr. 10 In den Anstellungsverträgen der Mitglieder der Geschäftsleitung ist kein Abfindungs-Cap geregelt. Die Vorgaben des BCGK werden jedoch im Falle einer vorzeitigen Beendigung des Anstellungsvertrages berücksichtigt. Nr. 11 Für die Mitglieder der Geschäftsleitung besteht eine D&O Versicherung aufgrund der besonderen Risiken der GmbH-Geschäftsführung. zu III. Aufsichtsrat Nr. 3 Der Aufsichtsrat hat keine Altershöchstgrenze für das Ausscheiden aus dem Unternehmen festgelegt. Aktuell ist dies jedoch nicht von Relevanz. Nr. 5 u. 6 Aufgrund der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens, seiner Größe und der Zahl der Mitglieder des Aufsichtsrates, wurden keine Fach- und Prüfungsausschüsse gebildet. Nr. 11 Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten keine gesonderte Vergütung, lediglich eine Aufwandsentschädigung (sog. Sitzungsgeld). Nr. 13 Für die Mitglieder des Aufsichtsrates ist in der D&O Versicherung kein Selbstbehalt vereinbart worden. Ein Selbstbehalt wäre unangemessen, da die Aufsichtsratsmitglieder keine Vergütung erhalten. Nr. 16 Der Aufsichtsrat hat von einer Evaluierung der Effizienz seiner Tätigkeit im Jahr 2023 abgesehen. Am 13.12.2023 hat der Aufsichtsrat die Sitzungsanzahl und -termine für das Jahr 2024 beschlossen. Ferner verständigte sich der Aufsichtsrat darauf, im Jahr 2024 eine Fortbildung durchzuführen, ggf. mit Schwerunkt Nachhaltigkeitsberichterstattung. zu IV. Interessenkonflikte Nr. 5 u. 6 Der Geschäftsführer und der Prokurist sind nicht Mitglieder eines Aufsichtsrates. Der Geschäftsführer ist auch Vorstand der Grün Berlin Stiftung. Der Prokurist ist stellvertretender Vorstand der Grün Berlin Stiftung. Die Handlungsbevollmächtigten der Grün Berlin GmbH sind bei Grün Berlin Stiftung die dortigen besonderen Vertreter. Eine Handlungsbevollmächtigte war bis 31.07.2023 zugleich Prokuristin der Tochtergesellschaft GB infraVelo GmbH. Der weitere Handlungsbevollmächtigte ist zugleich Geschäftsführer der Tochtergesellschaft Grün Berlin Service GmbH und in dieser Funktion auch in der Geschäftsleitung des Landesbetriebes Krematorium Berlin tätig. Interessenskonflikte haben nicht bestanden, zumal sich alle Gesellschaften im Unternehmensverbund befinden. zu VI. Rechnungslegung Nr. 2 Der Jahresabschluss wird in der zweiten Sitzung des Aufsichtsrates i. d. R. im Juli eines Jahres gemäß Gesellschaftsvertrag geprüft, der eine Beschlussempfehlung für den Gesellschafter beschließt. Die Gesellschafterversammlung fasst ihre Beschlüsse über den Jahresabschluss gemäß Gesellschaftsvertrag innerhalb der ersten 8 Monate des Geschäftsjahres. Dieser Ablauf deckt sich mit den Maßgaben gemäß § 42 a GmbHG. Eine Vorlage binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende ist wegen der Prüfungsabläufe nicht praktikabel.
Berlin, 13/3/2024 Britta Behrendt, Vorsitzende des Aufsichtsrates
Berlin, 13.03.2024 Christoph Schmidt Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang Geschäftsjahr 2023Inhalt I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden III. Angaben zur Bilanz Aktiva Passiva IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Ergänzende Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse Angaben zu den Organen der Gesellschaft Angaben zu Arbeitnehmer/innen Angaben zum Prüfungshonorar Beteiligungen Nachtragsberichterstattung I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die GRÜN BERLIN GmbH hat ihren Sitz in Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 15772 geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) (§§ 242 ff. HGB) unter Anwendung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages erstellt. Nach § 16 (1) des Gesellschaftsvertrages der GRÜN BERLIN GmbH, zuletzt geändert am 30. Dezember 2022, soll der Jahresabschluss der Gesellschaft nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde um die Posten "Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen" und "Sonderposten für Zuschüsse zum Umlaufvermögen" erweitert. Die Gliederung der GuV wurde um die Posten "Zuführung zum Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen" sowie "Auflösung des Sonderposten für Zuschüsse zum Anlage- und Umlaufvermögen" erweitert. Im Folgenden geben die Angaben in Klammern jeweils den Vorjahreswert an, sofern sich aus dem Text kein anderer Zusammenhang ergibt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt, und es wurden lineare Abschreibungen vorgenommen. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten den Wert von 800 € nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), wurden analog zur steuerlichen Vorschrift des § 6 (2) EStG im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet. Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt und ggf. wertberichtigt. Flüssige Mittel sind mit dem Nominalbetrag ausgewiesen. Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Aufgrund der überwiegenden Finanzierung des Anlage- und Umlaufvermögens aus Zuwendungen, wurden entsprechende Sonderposten auf der Passivseite gebildet. Zugänge und Abgänge im Anlage- und Umlaufvermögen, mit Ausnahme von Anschaffungsnebenkosten für einen Grundstückskauf, wurden durch Zuführungen und Auflösungen der Sonderposten berücksichtigt. Die Gliederungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden um entsprechende Posten erweitert. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und zum Bilanzstichtag bestehende ungewisse Verpflichtungen. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen wurden unsaldiert ausgewiesen. Von den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Vorjahres wurde nicht abgewichen. III. Angaben zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten auch geleistete Anzahlungen für die Anschaffung eines ERP- Systems. Weitere Einzelheiten zum Anlagevermögen ergeben sich aus dem Anlagenspiegel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen bestehen in Höhe von € 1.039.481,34 (T€ 813). Davon zweifelhaft sind Forderungen in Höhe von € 849,04.(T€ 0,8). Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen gegen Gesellschafter Aus noch nicht ausgezahlten Zuwendungen des Landes Berlin bestehen Forderungen an die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Höhe von € 966.069,84 (T€ 71) für Umwelt, Mobilität, Verbraucher und Klimaschutz in Höhe von € 222.041,68 (T€ 565) und an die Senatsverwaltung. Sonstige Vermögensgegenstände Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Steuern in Höhe von € 1.886.650,57 (T€ 1.282) ausgewiesen. Davon betreffen € 671.592,23 (T€ 690) Vorsteuern, die erst in Folgeperioden anrechenbar sind. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten In Höhe von € 138.934,04 (T€ 125) bestehen Guthaben bei Kreditinstituten aus erhaltenen Mietkautionen sowie in Höhe von € 250.412,22 (T€ 250) aus geleisteter Mietkaution. Die jeweiligen Konten sind nicht frei verfügbar, da sie auf den Namen der jeweiligen Kautionsgeber bzw. -empfänger lauten. Mit Gesellschafterbeschluss vom 12.12.2022 wurden der Gesellschaft von Seiten der Gesellschafterin € 16.120.000 für den Erwerb und Erwerbsnebenkosten einer Liegenschaft in Berlin-Tegel zur Verfügung gestellt. Mangels Fälligkeit des Kaufpreises werden € 16.000.000 unterjährig als Festgeld mit einer Laufzeit von jeweils 30 Tagen bei der Hausbank angelegt. Passiva Eigenkapital Das in voller Höhe eingezahlte Gezeichnete Kapital von € 51.640,48 (T€ 52) wird vom Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen gehalten. Mit Gesellschafterbeschluss vom 12.12.2022 wurden der Gesellschaft von Seiten der Gesellschafterin € 16.120.000 zur Einstellung in die Kapitalrücklage zugeführt. Hierbei handelt es sich um die erforderlichen Finanzmittel zum Erwerb einer Liegenschaft in Berlin-Tegel. An Anschaffungsnebenkosten sind bislang € 43.445,08 angefallen, die über die Kapitalrücklage finanziert wurden. Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen Da das Anlagevermögen überwiegend aus Zuwendungsmitteln finanziert wird, wurde in Höhe der hierfür erhaltenen Zuwendungen ein Sonderposten gebildet. Veränderungen des Sonderpostens ergeben sich aus Zuführungen und Auflösungen bzw. Abschreibungen des Geschäftsjahres. Sonderposten für Zuschüsse zum Umlaufvermögen Ebenso wie beim Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen, wurde für das aus Zuwendungsmitteln finanzierte Umlaufvermögen ein Sonderposten gebildet. Er enthält den Sonderposten für Zuschüsse für unfertige Leistungen sowie den Sonderposten für die Entschädigungszahlung aus der Räumung des ehemaligen Betriebsgeländes. Die Mittel aus der Entschädigungszahlung werden nach Genehmigung der Senatsverwaltung für die Erhaltung der Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit sowie für die Beseitigung sicherheitsrelevanter Baumängel in den Gärten der Welt verwendet. Die Höhe dieses Sonderpostens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf € 110.764,12 (T€ 110). Veränderungen der Sonderposten ergeben sich aus Zuführungen und Auflösungen des Geschäftsjahres. Rückstellungen In den Steuerrückstellungen sind noch Restbeträge der im Vorjahr gebildeten Rückstellung für drohende Umsatz - und Ertragsteuernachforderungen in Höhe von € 35.700,-enthalten. Es liegen erste Steuerbescheide vor, gegen die fristgerecht Einspruch eingelegt wurde, jedoch ohne Aussetzung der Vollziehung. Die abschließende Entscheidung steht noch aus. Die Rückstellung wurde aufgrund der vorläufigen Feststellungen zur Betriebsprüfung des Finanzamtes für Körperschaften I für den Zeitraum 2018 bis 2019 gebildet. Hinzu kommen noch Rückstellungen in Höhe von € 88.258,91 für den vergangenen Veranlagungszeitraum sowie € 15.138,00 für den laufenden Veranlagungszeitraum. Von den sonstigen Rückstellungen entfallen auf Personal € 1.026.145,34 (T€ 535), auf unterlassene Instandhaltung € 272.384,52 (T€ 205), auf Jahresabschlussprüfung € 56.741,75 (T€ 40), auf Rückstellungen zur Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen € 48.624,00 (T€ 49) und auf ausstehende Rechnungen € 2.642.840,81 (T€ 2.633). Die bei Erhalt von öffentlichen Zuwendungen nach den Ausführungsvorschriften zu § 44 Landeshaushaltsordnung Berlin erforderliche Zustimmung zur Bildung von Rückstellungen, wurde mit den Zuwendungsbescheiden erteilt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten werden in einer Kreditorenbuchhaltung geführt. Die Position enthält Beträge in Höhe von insgesamt € 453.118,69 (T€ 255), die eine Laufzeit von ein bis fünf Jahren haben. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter Aus nicht verausgabten Zuwendungen bestehen Verbindlichkeiten an die Senatsverwaltungen für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz in Höhe von € 5.590.157,72 (T€ 5.598), für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Höhe von € 3.080,22 (T€ 401), Bezirksamt Marzahn in Höhe von € 0,00 (T€ 84), für Landesamt für Gesundheit und Soziales € 0,00 (T€ 47) und an das Bezirksamt Pankow € 0,00 (T€ 1). Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aus der Zuwendung für Mietkaution, welche unter den nicht frei verfügbaren liquiden Mitteln ausgewiesen ist, besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Höhe von € 250.000,00 (T€ 250) mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre. Die Rückzahlung erfolgt nach Freigabe des Mietkautionskontos. Sonstige Verbindlichkeiten Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden auch Verbindlichkeiten aus erhaltenen Mietkautionen ausgewiesen. Dabei haben diese in Höhe von € 4.290,70 (T€ 4) eine Restlaufzeit bis 1 Jahr und in Höhe von € 140.543,34 (T€ 147) eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erträge aus Zuwendungen Zur institutionelle Förderung erhielt die Gesellschaft Zuwendungsmittel in Höhe von € 38.089.019,03 (T€ 32.122). Für die Projektförderungen wurden Mittel in Höhe von € 22.142.549,65 (T€ 15.049) gewährt. Erträge aus der Bewirtschaftung der Park- und Gartenanlagen Die Gesellschaft nahm in den von ihr bewirtschafteten Anlagen Eintrittsgelder in Höhe von € 5.074.273,25 (T€ 5.290) ein. Aus Vermietungen und Verpachtungen erzielte sie Einnahmen in Höhe von € 2.151.609,14 (T€ 2.154). Sonstige betriebliche Erträge Der Posten enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 355.508,21 (T€ 233). Im Vorjahr waren ferner € 830.832,90 an Erträgen aus einem außergerichtlichen Vergleich mit einem Dienstleister enthalten. Da dieser Betrag in voller Höhe an die ehemaligen Zuwendungsgeber abgeführt werden musste, gab es einen korrespondieren Betrag in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Aufwand aus der Bewirtschaftung Der Aufwand für den Betrieb und die Pflege sowie die Instandhaltung und Reinigung der Park- und Gartenanlagen betrug im Geschäftsjahr € 24.242.471,26 (T€ 21.046). Personalaufwand Der Personalaufwand enthält Aufwand für eigenes Personal in Höhe von € 16.614.623,75 (T€ 14.140). Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten beinhaltet den übrigen Aufwand für den Geschäftsbetrieb, insbesondere den Aufwand für Öffentlichkeitsarbeit, Wartungs- und Instandhaltungskosten, Beratungs-, Büro- und Mietkosten. Enthalten sind auch Aufwendungen für Fremdpersonal in Höhe von € 211.938,99 (T€ 306) sowie Personalaufwand aus der Verrechnung mit verbundenen Unternehmen mit € 270.994,05 (T€ 253). Ferner waren im Vorjahr Rückzahlungen an Zuwendungsgeber in Höhe von € 830.832,90 enthalten. Korrespondierende Einnahmen befanden sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen. V. Ergänzende Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gemäß Haushaltsbeschluss zum Doppelhaushalt 2022/2023 wurden Verpflichtungsermächtigungen bis zu einer Höhe von € 41.184 Mio bewilligt. Hiervon entfallen € 8,00 Mio auf den investiven Bereich. Diese versetzen die Gesellschaft in die Lage, Aufträge für Folgejahre bis zu dieser Höhe zu erteilen. Für die Gesellschaft bestehen finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Abs. 3a HGB im Rahmen der Investitionsmaßnahmen aus Verträgen, die mit den Leistungsträgern bis zum Bilanzstichtag abgeschlossen wurden. Die Verpflichtungen liegen innerhalb der bewilligten Verpflichtungsermächtigungen. Es bestehen darüber hinaus Mietverpflichtungen im Zeitraum von 2024 bis 2030 in Höhe von € 9,5 Mio. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Angaben zu den Organen der Gesellschaft Aufsichtsrat Nach § 8 Gesellschaftsvertrag besteht der Aufsichtsrat aus neun Mitgliedern. Das Land Berlin bestellt alle Mitglieder. Im Berichtszeitraum gehörten dem Aufsichtsrat neun Mitglieder an: Britta Behrendt, Vorsitzende Staatssekretärin, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt; Berlin
Iris Brockmann Referatsleiterin II E Senatsverwaltung für Finanzen Ephraim Gothe Bezirksstadtrat, Bezirksamt Mitte von Berlin Martin Hikel Bezirksbürgermeister, Bezirksamt Neukölln von Berlin Carsten Henselek für Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) Hans-Joachim Henzgen Abteilungsleiter VII Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Ursula Hochrein für Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) Dr. Silke Karcher, Vorsitzende Staatssekretärin, Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz
Gordon Lemm Bezirksbürgermeister, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Beate Profé, Stellv. Vorsitzende Abteilungsleiterin | Stadtplanung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Nadja Zivkovic Bezirksbürgermeisterin, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin; Berlin
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr Sitzungsgelder von insgesamt € 2.880,00 (Vorjahr € 1.600,00). Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.01.2020 wurde das Sitzungsgeld zuletzt für die Mitglieder des Aufsichtsrats auf € 160,00 erhöht. Geschäftsführung Geschäftsführer ist: Christoph Schmidt Vorschüsse oder Darlehen wurden dem Geschäftsführer nicht gewährt. Der Geschäftsführer, Herr Christoph Schmidt, ist seit dem 07.03.2024 auch Geschäftsführer der GB infraVelo GmbH und befugt, als Vertreter Dritter Rechtsgeschäfte mit der GB infraVelo GmbH abzuschließen. Hinsichtlich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung (§ 285 Nr. 9 HGB) wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Gemäß zweitem Vergütungs- und Transparenzgesetz vom 19. April 2011/Offenlegung der Vergütung von Mitgliedern der Unternehmensorgane sind die Gesamtbezüge, jeweils einzeln aufgegliedert nach festen und variablen Bestandteilen und Auflistung der Einzelbestandteile, im Anhang zum Jahresabschluss oder an anderer geeigneter Stelle anzugeben. Die Gesamtvergütungen wurden nicht im Anhang zum Jahresabschluss ausgewiesen, sondern im separaten Bezügebericht. Angaben zu Arbeitnehmer/innen Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 239 Angestellte beschäftigt (Vorjahr 209 Angestellte). Angaben zum Prüfungshonorar Das Prüfungshonorar für Abschlussprüfungsleistungen gemäß § 285 Nr. 17 a) HGB beträgt im Geschäftsjahr € 27.700 (davon € 2.500,00 periodenfremd). Für sonstige Leistungen gemäß § 285 Nr. 17 d) HGB wurden im Berichtsjahr € 1.000,00 (davon € 200,00 periodenfremd) aufgewendet. Beteiligungen Die GRÜN BERLIN GmbH ist die alleinige Gesellschafterin der am 10. Mai 2010 gegründeten GRÜN BERLIN Service GmbH mit Sitz am Mariendorfer Damm 1 in 12099 Berlin. Der Geschäftsanteil beträgt € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Das Ergebnis der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 € 48.355,74 (T€ -16), das Eigenkapital beträgt € 348.833,11 (T€ 365). Die GRÜN BERLIN GmbH ist die alleinige Gesellschafterin der am 16.05.2017 gegründeten GB infraVelo GmbH mit Sitz am Mariendorfer Damm 1 in 12099 Berlin. Der Geschäftsanteil beträgt € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Das Ergebnis der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 € 0,00, das Eigenkapital beträgt € 25.000,00. Die GRÜN BERLIN GmbH ist die alleinige Gesellschafterin der GB infraSignal GmbH mit Sitz Walther-Nernst-Straße 3 in 12489 Berlin. Der Geschäftsanteil beträgt € 25.000,00 und ist voll eingezahlt. Das Ergebnis der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 € 0,00, das Eigenkapital beträgt € 441.936,03. Erklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat haben sich gemäß § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages dazu verpflichtet, jährlich zu erklären, dass den die Unternehmensführung betreffenden Empfehlungen des Gesellschafters Land Berlin (Berliner Corporate Governance Kodex) in der jeweiligen Fassung entsprochen wird. Die Erklärung ist Bestandteil des Lageberichts. Sie wird dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht. Nachtragsbericht Es sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten.
Berlin, 15.05.2024 GRÜN BERLIN GmbH Christoph Schmidt Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
7.1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die GRÜN BERLIN GmbH, Berlin: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der GRÜN BERLIN GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRÜN BERLIN GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25. Juni 2024 Rödl
& Partner GmbH
Fischl, Wirtschaftsprüfer Fehlauer, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG JAHRESABSCHLUSS 2023Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. August 2024 festgestellt worden. |
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