Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

Rolandsweg 80, 33102 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 13728
Eingetragen
19.12.2018
Branche
Bauträger für WohngebäudeVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Zweck der Gesellschaft ist eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung in der Stadt Paderborn. Die Gesellschaft soll dabei den Schwerpunkt auf den öffentlich geförderten Wohnungsbau legen; der Bestand an geförderten Wohnungen soll (nach der Anlaufphase) zu keiner Zeit unter 40% liegen. Die Gesellschaft errichtet, erwirbt, bewirtschaftet und verwaltet Wohngebäude in allen Rechtsformen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen zu Mietzwecken auf dem Gebiet der Stadt Paderborn. Sie kann Liegenschaften erwerben und entwickeln, belasten und veräußern, sofern dies dem Gesellschaftszweck dient. Die Gesellschaft kann im Stadtgebiet Paderborn gelegene Konversionsliegenschaften der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben erwerben und entwickeln. Die Gesellschaft ist im Rahmen der Erfüllung des Gesellschaftszweckes einer sozialen, ökologischen, ökonomischen und damit gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsaspekten unterliegenden Aufgabenerfüllung verpflichtet. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne der §§ 109 ff. GO NRW zu verfahren. Die Preisbildung für die Überlassung von Mietwohnungen und die Veräußerung von Wohnungsbauten soll daher angemessen sein, d. h. eine Kostendeckung einschließlich angemessener Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Bildung notwendiger Rücklagen ermöglichen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sören Lühr
seit 15.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Stadt Paderborn
61.68%
32.82%
Kreis Paderborn
5.50%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

Paderborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.243.475,12 3.243.475,12
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.400.080,16 2.637.559,23
14.643.555,28 5.881.034,35
14.643.555,28 5.881.034,35
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 3.500.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.953.045,88 2.922.002,39
2.953.045,88 6.422.002,39
II. Guthaben bei Kreditinstituten 7.416.335,85 1.512.624,78
10.369.381,73 7.934.627,17
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 374,85
SUMME 25.012.937,01 13.816.036,37

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 18.500.000,00 8.000.000,00
III. Verlustvortrag - 729.436,79 - 531.451,08
VI. Jahresfehlbetrag - 542.362,38 - 197.985,71
17.728.200,83 7.770.563,21
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 6.000.000,00 6.000.000,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 6.880,00 6.700,00
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.231.209,75 29.897,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.317,58 7.041,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 28.564,64 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.764,21 1.834,33
davon aus Steuern 806,60 Euro Vorjahr 880,89 Euro
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 957,61 Euro Vorjahr 911,87 Euro
1.277.856,18 38.773,16
SUMME 25.012.937,01 13.816.036,37

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

2023 2022
Euro Euro
1. andere aktivierte Eigenleistungen 235.910,65 64.584,26
2. sonstige betriebliche Erträge 619,60 300,00
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 87.874,64 71.760,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 22.135,10 19.828,02
davon für Altersversorgung 4.935,16 Euro Vorjahr 4.846,29 Euro
110.009,74 91.588,31
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,00 3.878,54
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 582.930,97 158.605,10
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 61.222,49 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 143.840,00 5.463,61
davon an verbundenen Unternehmen 0,00 Euro Vorjahr 5.463,61 Euro
8. Ergebnis nach Steuern -539.027,97 - 194.651,30
9. sonstige Steuern - 3.334,41 - 3.334,41
10. Jahresfehlbetrag - 542.362,38 - 197.985,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Wohnungsgesellschaft Paderborn GmbH

Allgemeine Angaben

Die Wohnungsgesellschaft Paderborn GmbH hat ihren Sitz in Paderborn. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 13728 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach § 267a Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft eine Kleinstkapitalgesellschaft. Sie erstellt den Jahresabschluss jedoch nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Sie wurde um die Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen, Forderungen gegen Gesellschafter sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter ergänzt.

Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, werden die Angaben überwiegend in den Anhang übernommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um die planmäßigen Abschreibungen linear vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten einbezogen. Anlagenzugänge werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das Guthaben bei Kreditinstituten wird mit dem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird für Ausgaben bis zum Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ausweis erfolgt mit dem Nennwert.

Das Gesellschaftskapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden entsprechend der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Abzinsungen waren nicht erforderlich

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen sind dem in diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben -wie im Vorjahr jeweils eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 3.500.000,00 Euro) Forderungen gegen verbundenen Unternehmen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen

TEuro
Personalaufwendungen 0,6
Jahresabschluss 6,3
Summe 6,9

Verbindlichkeiten

< 1 Jahr > 1 Jahr gesamt > 5 Jahre
Euro Euro Euro Euro
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.231.209,75 0,00 1.231.209,75 0,00
Vorjahr 29.897,23 0,00 29.897,23
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.317,58 0,00 16.317,58 0,00
Vorjahr 7.041,60 0,00 7.041,60
davon aus Lieferungen und Leistungen 16.317,58 0,00 16.317,58 0,00
Vorjahr 7.041,60 0,00 7.041,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 28.564,64 0,00 28.564,64 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00
davon aus Lieferungen und Leistungen 28.564,64 0,00 28.564,64 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.764,21 0,00 1.764,21 0,00
Vorjahr 1.834,33 0,00 1.834,33
Summe 1.277.856,18 0,00 1.277.856,18 0,00
Vorjahr 38.773,16 0,00 38.773,16

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen in Höhe von 28.564,64 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Wesentliche Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aufgrund von Investitionen in Höhe von 78.296,3 TEuro, davon 27.353,8 TEuro kleiner ein Jahr.

Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 3 Mitarbeiter beschäftigt.

Name der Geschäftsführung

Geschäftsführer ist Herr Sören Lühr, Paderborn, Betriebsleiter Gebäudemanagement der Stadt Paderborn.

Gesamtbezug der Geschäftsführung

Der Geschäftsführer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Bezüge über 6,5 T€ von der Gesellschaft erhalten.

Zusammensetzung und Bezüge des Aufsichtsrates

Name Beruf Bezüge
Euro
Dreier, Michael Bürgermeister der Stadt Paderborn, Vorsitzender 1.000,00
Henze, Franz-Josef Diplom-Ingenieur i.R. stellv. Vorsitzender 600,00
Borgmeier, Reinhard bis zum 18.10.2023 Gewerkschaftssekretär 300,00
Bürger, Markus Rechtsanwalt 600,00
Dülme, Matthias Industriekaufmann 600,00
Harth, Stefanie Ingenieurin für Stadtplanung 600,00
Honervogt, Dietrich Bäckermeister i.R. 500,00
Hoppe, Stephan Berater 400,00
Koch, Dirk Technischer Angestellter 600,00
Krugmann, Manfred Schulleiter i.R. 500,00
Lex, Alexander Student 600,00
Pape, Gerrit Student 400,00
Prof. Dr. Pusch, Rainer Professor und Laborleiter 500,00
Dr. Schröder, Klaus Informatiker 500,00
Senn, Alexander Wissenschaftlicher Mitarbeiter 400,00
Springer, André Selbstständiger Berater 600,00
Elke Süsselbeck ab dem 19.10.2023 Rechtsanwältin 100,00

Konzernabschluss

Mutterunternehmen im Sinne des § 290 Abs.1 HGB ist die Paderborner Kommunalbetriebe GmbH, Paderborn. Die Wohnungsgesellschaft Paderborn GmbH ist in den Konzernabschluss der Paderborner Kommunalbetriebe GmbH einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der Paderborner Kommunalbetriebe GmbH.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse von besonderer Bedeutung, die sich in besonderer Weise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Es wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 542.362,38 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Paderborn, 12. September 2024

Sören Lühr, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.122,36 0,00 0,00 5.122,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.243.475,12 0,00 0,00 3.243.475,12
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.292,56 0,00 0,00 6.292,56
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.637.559,23 8.762.520,93 0,00 11.400.080,16
5.887.326,91 8.762.520,93 0,00 14.649.847,84
SUMME 5.892.449,27 8.762.520,93 0,00 14.654.970,20
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Euro Euro Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.122,36 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 0,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.292,56 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
6.292,56 0,00 0,00
SUMME 11.414,92 0,00 0,00
Abschreibungen Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023
Euro Euro
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.122,36 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 3.243.475,12
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.292,56 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.400.080,16
6.292,56 14.643.555,28
SUMME 11.414,92 14.643.555,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH

I. Grundlage und Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft wurde am 07.12.2018 gegründet und am 19.12.2018 in das Handelsregister unter HR B 13728 beim Amtsgericht Paderborn eingetragen.

Zweck der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH (WGP) ist eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung in der Stadt Paderborn. Die Gesellschaft soll dabei den Schwerpunkt auf den öffentlich geförderten Wohnungsbau legen; wobei der Bestand an geförderten Wohnungen (nach der Anlaufphase) zu keiner Zeit unter 40 % liegen soll. Die Gesellschaft errichtet, erwirbt, bewirtschaftet und verwaltet Wohngebäude in allen Formen, darunter Eigenheime und Eigentumswohnungen zu Mietzwecken auf dem Gebiet der Stadt Paderborn. Sie kann Liegenschaften erwerben, entwickeln, belasten und veräußern, sofern dies dem Gesellschaftszweck dient.

Ebenso kann die Gesellschaft im Stadtgebiet Paderborn gelegene Konversionsliegenschaften der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben AöR (BlmA) erwerben und entwickeln. Im Rahmen der Erfüllung ihres Gesellschaftszweckes ist die Gesellschaft einer sozialen, ökologischen, ökonomischen und damit gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsaspekten unterliegenden Aufgabenerfüllung verpflichtet.

Darüber hinaus unterliegt die WGP den allgemeinen Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne des § 109 GO NRW. Die Preisbildung für die Überlassung von Mietwohnungen und die Veräußerung von Wohnungsbauten soll angemessen sein, das heißt eine Kostendeckung einschließlich angemessener Verzinsung des Eigenkapitals sowie die Bildung notwendiger Rücklagen ermöglichen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2023 noch teilweise von den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine insbesondere durch die dadurch ausgelöste Energiekrise für die deutsche Wirtschaft und die Bevölkerung spürbar. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Jahr 2022 erneut deutlich an, durchschnittlich um 5,9 %. Gleichzeitig sank das (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,2 %.

Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft legte im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 9,2% zu und beträgt somit im Kalenderjahr 2023 rd. 10% der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland. Sie gilt damit weiterhin als Stabilitätsanker. Nachdem die Bauwirtschaft verhältnismäßig gut durch die Corona-Krise gekommen war, ging im Kalenderjahr 2023 die Bruttowertschöpfung im Jahresmittel erneut um 2,1% gegenüber dem Vorjahr zurück. Die Bauwirtschaft leidet im Vergleich zum Vorjahr weiterhin an deutlichen Preissteigerungen für Baumaterialien (Frischbeton rd. 25%, Dämm- und Leichtbauplatten rd. 12%). Lediglich die Kosten für Materialien aus Holz und Metall gingen im Jahr 2023 zurück (jeweils rd. 30%). Zunehmend macht sich der Fachkräftemangel im Baugewebe bemerkbar.

Des Weiteren setzte sich der Trend zu steigenden Zinsen im Jahr 2023 weiter fort und sorgte somit zu verschlechterte Finanzierungsbedingungen, die einen zusätzlichen Rückgang der Nachfrage nach Bauleistungen zur Folge hatte. Die Bauinvestitionen im Wohnungsbau gingen - preisbereinigt - im Vergleich zum Vorjahr 2,9% zurück. Korrespondierend dazu brach die Anzahl der Wohnungsbaugenehmigungen um 29,7% deutlich ein.

Für den geförderten Wohnungsbau bedeuten die stark gestiegenen Baukosten, die deutliche Erhöhung des Zinsniveaus und die unveränderten bzw. teilweise sogar verschlechternden Förderkonditionen eine große Herausforderung und Finanzierungsproblematik. Auf der einen Seite steigen die Kosten überproportional und auf der anderen Seite ist die Einnahmesituation aufgrund der gedeckelten Mieten begrenzt. Außerdem werden immer wieder neue Gesetze in kürzeren Zeitabständen eingeführt bzw. geändert, die zum Teil zu höheren Anforderungen und somit auch zu steigenden Kosten führen. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Nachfrage nach den öffentlichen Förderprogrammen deutlich steigt, da die Investoren/Projektierer zunehmend Vermarktungsschwierigkeiten haben und der geförderte Wohnungsbau sodann als vorteilhafter angesehen wird.

Insgesamt bleibt der Bedarf für den geförderten Wohnungsbau für Paderborn weiterhin hoch. In den kommenden Jahren laufen in Paderborn viele Wohnungen aus der Mietpreis- und/oder Belegungsbindung. Würde man eine Kompensation anstreben, müssten bis 2035 jedes Jahr 214 Wohneinheiten gebaut werden, um den aktuellen Wohnungsbestand der geförderten Wohnungen zu sichern. Im Kalenderjahr 2023 wurden insgesamt 326 Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau bewilligt, davon 276 Wohneinheiten durch die Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH. Die Landesregierung NRW schätzt, dass 30% - 40% aller Haushalte einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben.

2. Geschäftsverlauf

Auf der ehemaligen Kasernenfläche im Westen der Stadt Paderborn entsteht gegenwärtig das neue Quartier Alanbrooke. Auf dem Areal sollen rund 800 Wohnungen und diverse Gewerbeeinheiten realisiert werden. Für das Quartier wurde ein Rahmenplan aufgestellt und ein Quartiershandbuch im Rat verabschiedet und damit die städtebauliche und freiraumplanerische Quartiersentwicklung determiniert. Zielvorstellung ist, ein städtebaulich anspruchsvolles, sozial durchmischtes Quartier mit gelebten Nachbarschaften entstehen zu lassen. Rund 30% des Quartiers sind für den öffentlich geförderten Wohnungsbau vorgesehen.

Die Gesellschaft wird in diesem Quartier auf sechs Baufeldern insgesamt 14 Gebäude mit 317 Wohnungen errichten, davon sind 276 dem geförderten Wohnungsbau zuzuordnen. Die WGP wird als einziger Investor in dem Quartier sozialen Wohnungsbau betreiben.

Das Geschäftsjahr 2023 war von dem Baustart und der Ausführung der ersten Gewerke sowie der weiteren Konkretisierung der Planung auf allen sechs Baufeldern geprägt. So wurde auf allen Baufeldern mit den Tiefbauarbeiten und teilweise mit den Hochbauarbeiten begonnen.

Personal

Die fachliche Projektleitung ist mit einer Architektenstelle besetzt. Der weitere Projektverlauf wird die notwendigen Personalressourcen bestimmen und im Wirtschaftsplan berücksichtigt.

Investitionen

Die Investitionen (8.763 TEuro) betreffen insbesondere die Baukosten auf allen sechs Baufeldern sowie die laufenden Planungskosten des Generalplaners.

3. Lage der Gesellschaft

a. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt 25.013 TEuro. Den größten Anteil an der Bilanzsumme hat auf der Aktivseite das Sachanlagevermögen mit 14.644 TEuro, davon entfallen 3.243 TEuro auf die Grundstücke sowie 11.401 TEuro auf die Anlagen im Bau. Das Umlaufvermögen (10.369 TEuro) betrifft neben den Flüssigen Mitteln mit 7.416 TEuro eine Forderung gegen die Stadt Paderborn aus der Weiterleitung eines Investitionszuschusses. Dieser Zuschuss von der BlmA in Höhe von 6.000 TEuro wird auf der Passivseite unter dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen bilanziert. Aufgrund der geleisteten Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 10.500 TEuro und unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages 2023 beläuft sich das Eigenkapital zum Bilanzstichtag auf 17.728 TEuro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des Beginns der Bauarbeiten auf 1.231 T€ angestiegen, Vorjahr 30 T€.

b. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 weist die WGP einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 542 TEuro aus. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die insbesondere Gebühren für Förderdarlehen und Rechts- und Beratungskosten enthalten. Der überwiegende Anteil der Personalaufwendungen und der Bereitstellungszinsen für nicht abgerufene Darlehen wurde als aktivierte Eigenleistungen erfasst. Erst Mietumsätze wird die WGP voraussichtlich im Geschäftsjahr 2025 generieren.

4. Gesamtaussage

Die Anforderungen an den Wohnungsbau, insbesondere an den geförderten Wohnungsbau für kommunale Unternehmen sind anspruchsvoll und werden sich in der entsprechenden Qualität widerspiegeln. Mit diesen Qualitäten, die das gesamte Areal und die Wohnungen betreffen, ist eine zukünftige Sicherung der Mieteinnahmen verbunden. So werden mit der Fertigstellung der Wohnungen die ersten Erlöse generiert.

Die gesetzlichen Änderungen zum Klimaschutz, z. B. das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG), die neue Heizkostenverordnung, die laufenden Anpassungen des Gebäudeenergiegesetzes, haben einen direkten Einfluss auf die Planungen, Baukosten und Finanzierung.

Die WGP ist effizient aufgestellt und verfügt über die notwendigen Voraussetzungen zur Errichtung der Gebäude und der anschließenden Vermietungstätigkeit sowie den erforderlichen Rückhalt der Gesellschafterin.

III. Risikomanagement und -prozess

Die Gesellschaft verfügt über ein Risikomanagement, damit Risiken frühzeitig und gebündelt identifiziert sowie bewertet werden. Entsprechend der möglichen Schadenshöhe werden die Risiken in Klassen eingeordnet und mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe versehen. Die Klassen reichen von "gering" über "mittel" bis hin zu "groß". Die Risikolage der Gesellschaft ist somit transparent und bedarfsgerecht dargestellt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

IV. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem zügigen Voranschreiten der Bauarbeiten auf allen sechs Baufeldern. Entsprechend werden das Anlagevermögen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich ansteigen. Aufgrund dieser Bilanzsummenverlängerung wird die Eigenkapitalquote von 70,9% (31.12.2023) spürbar reduzieren.

Umsätze aus der Vermietung wird die WGP voraussichtlich erst im Jahr 2025 generieren. Der Wirtschaftsplan weist für das Jahr 2024 einen Jahresfehlbetrag von 759 TEuro aus.

V. Chancen und Risiken

Die Realisierung aller 14 Gebäude auf den sechs Baufeldern des Alanbrooke Quartiers und damit der wirtschaftliche Erfolg der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH ist neben den Ausschreibungsergebnissen der noch ausstehenden Bauleistungen insbesondere zunehmend auch von dem Nachtragsaufkommen während der Bauphase abhängig.

Die Entwicklung der Baupreise wird sich im Geschäftsjahr 2024 und folgenden vermutlich nur wenig entspannen. Aufgrund der anhaltenden hohen Energiekosten und der inflationsbedingten höheren Tarifabschlüsse wird der Lohnkostenanteil bei den zu beauftragenden Bauleistungen in den kommenden Jahren steigen. Gleichzeitig werden die Bauunternehmen - vor dem Hintergrund der rückläufigen Nachfrage - gezwungen sein, niedrigere Angebote abzugeben. Gerade dies kann die Bauunternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage oder sogar in die Insolvenz führen. Insofern bleibt abzuwarten, ob die WGP von vergleichbaren Fällen betroffen sein wird.

Die im Geschäftsjahr 2023 realisierten Ausschreibungsergebnisse zeigen, dass die Baukostenberechnung aus dem Jahr 2022 inkl. der Risikoeinschätzung zutreffend in der Planung der WGP abgebildet ist. Etwaige Nachträge und Mehrkosten können über einen - ausfinanzierten - branchenüblichen Baukostenpuffer aufgefangen werden. Dennoch besteht ein Risiko darin, dass die "tatsächlichen" Baukosten den ausfinanzierten Kostenrahmen übersteigen.

Darüber hinaus besteht ein Risiko darin, dass die jeweils einzelnen Gebäude nicht innerhalb der gesetzten Fertigstellungsfrist der BlmA errichtet werden.

Es werden aktuell keine weiteren besonderen Risiken für die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft gesehen.

Eine Chance besteht in der Realisierung weiterer Bauprojekte in Paderborn, beispielsweise auf anderen Konversionsflächen. Dies wird aber im Wesentlichen davon abhängig sei, ob der Gesellschaft in den kommenden Jahren ausreichende Landesförderungen für den sozialen Wohnungsbau erhalten kann.

 

Paderborn, 12. September 2024

Sören Lühr, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH, Paderborn

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH, Paderborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wohnungsgesellschaft Paderborn mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und der Gesellschafterversammlung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Gesellschafterversammlung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, das aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt,

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 17. September 2024

DR. RÖHRICHT - DR. SCHILLEN GmbH
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Stephan-Ulrich Cebulla, Wirtschaftsprüfer

Marc Heidbrink, Wirtschaftsprüfer

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