Apollo Gößnitz GmbH
Walter-Rabold-Straße 26, 04639 Gößnitz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Werner seit 7.9.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
NAFTECH PUMP LTD | 75.00% |
Apollo Gößnitz GmbHEigenbeteiligung | 25.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Apollo Gößnitz GmbHGößnitzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Die vorliegende PDF-Datei haben wir auf Wunsch unseres Auftraggebers als digitale Kopie erstellt. Wir weisen darauf hin, dass für unsere Berichterstattung ausschließlich unser Bericht bzw. das Testatsexemplar in der unterzeichneten Originalfassung maßgeblich sind. Für die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit der Ihnen als PDF-Datei überlassenen Version übernehmen wir keine Haftung. Hinsichtlich der Weitergabe an Dritte weisen wir darauf hin, dass sich unsere Verantwortlichkeit - auch gegenüber Dritten - allein nach den Auftragsbedingungen im Bericht (Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2027) richtet. INHALTSVERZEICHNIS Bilanz zum 31. Dezember 2023 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Anhang mit Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017 Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Dem Jahresabschluss der Apollo Gößnitz GmbH liegen die Vorschriften des HGB einschließlich der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften und die Vorschriften des GmbH- Gesetzes zugrunde. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß der §§ 266 Abs. 2 und 3 und 275 Abs. 2 HGB. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bzw. bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Aktivierte Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Immaterielle Vermögensgegenstände und abnutzbare Sachanlagen werden planmäßig linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von immateriellen Vermögensgegenständen wurde seit dem Geschäftsjahr 2019 auf bis zu drei Jahren angesetzt. Die Nutzungsdauer von Bauten wurde mit 20 Jahren und 33 Jahren, von technischen Anlagen von sechs Jahren bis 21 Jahren und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung mit drei Jahren bis sechs Jahren angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) wurden bis zu einem Wert von EUR 250,00 sofort als Aufwand verbucht. GWGs mit einem Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert. Darüber hinaus werden Werkzeuge des Vorratsvermögens ab 2013 zum Festwert bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden den Herstellungskosten nicht hinzugerechnet. Dagegen sind die Verwaltungsgemeinkosten sowie Abschreibungen anteilig enthalten. Für unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie unter den unfertigen Erzeugnissen ausgewiesenen Teile wurde der beizulegende Zeitwert in Abhängigkeit von der Lagerdauer auf Basis von Gängigkeitsabschlägen auf die Anschaffungskosten angepasst. Die Vorräte, die fünf Jahre und älter sind, werden mit 80 % wertberichtigt. Dabei wurde unterstellt, dass Bestände, die für konkrete Kundenaufträge reserviert sind bzw. die im ersten Quartal 2024 verwendet werden, voll werthaltig sind. Geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Rechnungsabgrenzungsposten Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Sonderposten Der Sonderposten bezieht sich auf empfangene Investitionszuschüsse. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der Anlagegüter. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rückstellungen größer ein Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gem. der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst (Zugangsbewertung). Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet (Folgebewertung): Sämtliche kurzfristigen Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie die liquiden Mittel oder andere auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Mittel- und langfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Die eingetretenen Kursgewinne bzw. - verluste sind ergebniswirksam erfasst worden. Zum Stichtag lagen lediglich Reisezahlungsmittel in geringer Höhe vor. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 7.267 (Vorjahr: TEUR 4.910). Davon haben TEUR 7.256 (Vorjahr: TEUR 4.910) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Über die Forderungen besteht eine Globalzession bei der Commerzbank AG. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 1.089 (Vorjahr TEUR 644). Diese Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.021 (Vorjahr TEUR 578) sowie sonstige Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr TEUR 67). Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 608 (Vorjahr TEUR 687) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen Forderungen aus Umsatzsteuer (TEUR 344) und Körperschaftsteuerrückforderung (TEUR 170), eine Sicherheitsleistung Zoll in Höhe von TEUR 22, eine Forderung an die Stadt Gößnitz in Höhe von TEUR 62 aus Steuerüberzahlung und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 10. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungen betreffen im Wesentlichen Vorauszahlungen für Softwarepflege. Daneben sind Rechnungen für Versicherungen und Miete für Büro- und Geschäftsausstattung abgegrenzt. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 9.025 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 TEUR 7.961. Die Veränderung beruht auf dem Jahresgewinn des laufenden Geschäftsjahres. Sonderposten Der Sonderposten bezieht sich auf empfangene Investitionszuschüsse TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 28). Die ertragswirksame Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der Anlagegüter, für die die Zuwendungen gewährt wurden. Im Jahr 2023 sind infolge der Auflösung des Sonderpostens sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 9 angefallen. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind folgende wesentliche Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.700 (Vorjahr TEUR 1.859) und beinhalten Geldmarktkredite. Als Sicherheiten für den Kontokorrentkredit, Geldmarktkredite und Avale dienen:
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen TEUR 28.583 (Vorjahr TEUR 25.098), davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 28.557 (Vorjahr TEUR 25.098) und mit einer Restlaufzeit von einem Jahr bis fünf Jahre TEUR 26 (Vorjahr TEUR 0). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 2.297 (Vorjahr TEUR 3.790) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 785 (Vorjahr TEUR 484). Diese Verbindlichkeiten betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag nicht und bestanden auch im Vorjahr nicht. Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 5.448 (Vorjahr TEUR 5.844), davon Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 4.273. Die Darlehen haben zum Bilanzstichtag eine Laufzeit bis Januar 2026. Weitere sonstige Verbindlichkeiten bestehen zum Jahresende des Berichtsjahres für Mietkaufverträge TEUR 635. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten (Restlaufzeiten) in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahreswerte in Klammern)
Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag betrug das Bestellobligo TEUR 7.478. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Rückgarantien, Anzahlungsbürgschaften, Vertragserfüllungsbürgschaften und Mängel-Gewährleistungsbürgschaften über die Zurich Insurance plc, die R+V Allgemeine Versicherung AG und die Commerzbank AG in Höhe von TEUR 7.050 herausgegeben. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 4 Erträge aus Pönalen von Lieferanten und TEUR 489 Erträge aus Kursdifferenzen enthalten. Versicherungsentschädigungen sind in Höhe von TEUR 27 berücksichtigt. Erstattung von Nacharbeitskosten sind in Höhe von TEUR 30 sowie Erträge aus Schadensersatz in Höhe von TEUR 512 enthalten. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 14 aufgelöst. Materialaufwand Materialkosten liegen auftragsabhängig im normalen Verhältnis. Die Materialaufwendungen beinhalten TEUR 2.845 Abschreibungen auf Vorräte. Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen TEUR 0,4 (Vorjahr: TEUR 4) auf Forderungsverluste und TEUR 461 (Vorjahr: TEUR 933) auf Kursdifferenzen. Sonstige Angaben Die Apollo Gößnitz GmbH mit Sitz in Gößnitz ist unter der Nr. HRB 208523 beim Amtsgericht Jena registriert. Im Jahresdurchschnitt 2023 wurden 130 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) beschäftigt, davon 67 Angestellte und 63 gewerbliche Arbeitnehmer. Von der Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB ist Apollo als mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 288 Abs. 2 HGB befreit. Aufgrund der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung. Das für die Aufstellung des Konzernabschlusses für den kleinsten Kreis von Unternehmen zuständige Mutterunternehmen ist die NAFTECH PUMP LTD, Larnaca, Zypern. Das für die Aufstellung des Konzernabschlusses für den größten Kreis von Unternehmen zuständige Mutterunternehmen ist die NAFTECH HOLDING LTD, Larnaca, Zypern. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten. Gesellschaftsorgane
Gößnitz, den 12.September 2024 Thomas Werner, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht 20231. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell Unser Unternehmen, die Apollo Gößnitz GmbH (im Folgenden auch "die Gesellschaft" oder "Apollo" genannt), wurde im Jahr 1863 als Maschinenfabrik und Gießerei gegründet. Ab 1920 spezialisierte sich die Gesellschaft auf die Entwicklung und Fertigung von Pumpen und Kompressoren. Ab den 1950er Jahren wurde der Bereich Pumpen sehr stark ausgeweitet, die Produktionsfläche, Ausrüstungen und die Kapazitäten wurden um ein Mehrfaches erweitert. Das Produktprogramm wurde spezialisiert auf die Kraftwerkstechnik, Chemie- und Verfahrenstechnik sowie spezielle Einsatzfälle. Ab 1990 wurde zum Geschäftsbereich der Pumpen der Geschäftsbereich Systemtechnik aufgebaut. In diesem Bereich werden heute komplexe Fluid-Systeme entwickelt, gefertigt und weltweit vor Ort aufgebaut und in Betrieb genommen. Heute ist Apollo ein weltweit agierendes Unternehmen und fertigt hochwertige Prozesspumpen sowie Fluid- Anlagensysteme. Mit der Strategie der Bereitstellung hochwertiger Prozesspumpen in Verbindung mit pumpenspezifischen Anlagensystemen stellen wir dem Kunden Komplettlösungen mit hoher Zuverlässigkeit und niedrigen Betriebskosten zur Verfügung. Wir bieten unseren Auftraggebern eine breite Palette an Serviceleistungen, angefangen von Inbetriebnahmen kompletter Pumpenanlagen, Reparaturen, Retrofit, Wartungen bis Lieferung von Ersatzteilen. Weiterhin beraten wir unsere Kunden umfassend bei der Auslegung und dem Betrieb der Pumpen und Pumpenanlagen. Dazu stehen dem Unternehmen hoch qualifizierte Fachkräfte, starke Ingenieurabteilungen und die komplette Palette modernster Entwicklungs-, Fertigungs-, Kontroll- und Prüfverfahren zur Verfügung. Die jahrelange umfangreiche Arbeit bei der Qualifizierung, Weiter- und Ausbildung von Facharbeitern, Ingenieuren und Meistern hat zu einem hoch qualifizierten festen Mitarbeiterstamm geführt, welcher in der Lage ist, äußerst komplexe und technisch anspruchsvolle Aufträge umzusetzen. Ziele und Strategien Die Ausrichtung des Unternehmens auf Prozesspumpen und -systeme hat zu folgender Branchenstruktur des Umsatzes 2023 geführt:
Apollo engagiert sich als zuverlässiger Lieferant in allen Schlüsselindustrien. Diese Strategie macht es dem Unternehmen möglich, allen Marktschwankungen aktiv begegnen zu können. Zu den Besonderheiten von Apollo zählt unter anderem das Geschäft mit großen und mittleren Planungsfirmen innerhalb der verschiedenen Märkte, auch EPC genannt. Die flexiblen Strukturen und schlanken Prozesse innerhalb der Gesellschaft, gepaart mit einem starken ingenieurtechnischen Know-how und optimierten Prozessketten, stellen eine ideale Ausrichtung auf diesen Kundenkreis und den Märkten dar. Durch die stetig wachsende Zahl an internationalen Referenzen, auch bei Großprojekten, wird sich Apollo auf dem Markt weiter etablieren. Dies führt zu weiteren Aufträgen und einem stabil hohen Ersatzteil- und Servicegeschäft. Strategisches Ziel ist die Teilnahme an zahlreichen Großprojekten im Bereich Öl und Gas sowie der Kraftwerkstechnik. Die Verschiebung innerhalb der Branchenverteilung zwischen 2022 und 2023 ist auf großvolumige Aufträge im Bereich Wasserversorgung zurückzuführen. Pumpen und Pumpenanlagen und damit verbundenen Ersatzteile und Serviceleistungen für diese Branche laufen unter sonstige Industrien. Energie- und Kraftwerkstechnik ist leicht rückläufig, der Anteil an Öl/Gas, Petrochemie/Raffinerien und Offshore bleibt nahezu konstant. Forschung und Entwicklung Auch im Berichtsjahr 2023 wurde die Strategie der intensiven Entwicklungstätigkeit fortgeführt. Apollo entwickelte im Rahmen des Berichtsjahres zahlreiche neue Pumpen und Pumpenanlagen. Die Entwicklung erfolgt stets kundenorientiert und auftragsspezifisch. Ein weiterer Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt auf der ständigen Optimierung bestehender Lösungen und Verbesserung der Produkte. Apollo hat alle personellen und materiellen Voraussetzungen und Kompetenzen, um schnell und sicher Entwicklungen bei wachsenden Anforderungen in Produkte und Leistungen umzusetzen. Dabei sind umfangreiche Netzwerke und Kooperationsketten vorhanden, um wissenschaftliche Erkenntnisse, technische und technologische Neuheiten in den Entwicklungs- und Fertigungsprozess zu integrieren. Im Berichtsjahr wurden TEUR 1.644 (Vorjahr: TEUR 1.547) in die Entwicklung von Prozess- und Systemtechnik investiert. Das entspricht 5,9 % (Vorjahr: 9,1 %) der Gesamtleistung. Personell wurden wie im Vorjahr 20 Mitarbeiter hierfür eingesetzt, das sind 14,6 % (Vorjahr: 14,1 %) der Beschäftigten. In Gussmodelle wurde im Berichtsjahr 2023 TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 14) investiert. Hieraus lässt sich die intensive Entwicklungstätigkeit neuer Pumpen und Pumpenbaureihen sowie die ständige Optimierung vorhandener Produkte ableiten. Apollo kann, mit dem in den letzten Jahrzehnten entwickelten Portfolio, nahezu alle Kundenanforderungen abdecken. Auch in der Zukunft wird die an den Bedürfnissen der Kunden orientierte Produktentwicklung fortgesetzt. Die Synergien zwischen Pumpenentwicklung, Systemtechnik und Automatisierungstechnik werden dabei gezielt intensiver einfließen. Die materielle wie auch die personelle Absicherung aller dieser Prozesse bleibt deshalb ein Schwerpunkt der Personalpolitik. Gesellschafterstruktur Die Struktur der Gesellschafter der Apollo Gößnitz GmbH hat sich zum Vorjahr nicht geändert. Der Gesellschafter NAFTECH PUMP LTD hält 100 % der Anteile. Bei der Apollo Gößnitz GmbH sind keine Änderungen am Geschäftsmodell, der Ausrichtung und der Struktur der Gesellschaft selbst unternommen worden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. -1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten, und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA- Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Mit der Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert, und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA 2.2 Geschäftsverlauf und -ereignisse Die Entwicklung von Apollo wurde auch in 2023 erfolgreich fortgesetzt. Trotz der unterschiedlichen Bedingungen in verschiedenen Branchen und Ländern ist es gelungen, mit unserem weiter gewachsenen Produkt- und Leistungsprofil die stabile Lage des Unternehmens zu sichern. Die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz ist stabil. In 2023 ist es gelungen, die Folgen der Corona-Krise und des im Februar 2022 begonnen Ukraine-Krieges zu kompensieren. Der Umsatz von Apollo im Jahr 2023 ist teilweise durch die Verschiebung einiger Großprojekte aus dem Vorjahr bedingt. Auch ohne diese Verschiebung weist Apollo ein robustes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr auf. Die im Prognosebericht des Vorjahres enthaltene Umsatzverdopplung konnte erzielt und ein positives Ergebnis erreicht werden. Der Ausfall der Absatzmärkte in den GUS Staaten wegen der geopolitischen Situation wurde durch neue Aufträge aus dem europäischen Raum und Nahen Osten ausgeglichen. Auch wurden Investitionen im Bereich Energietechnik und im Bereich Offshore aufgrund der durch den Ukraine- Krieg hervorgerufenen Energiekrise getätigt. Apollo partizipiert in den Bereichen von neuen Aufträgen. Die Entwicklung vom Umsatz ist auch nach Bereinigung der Umsatzverschiebung von einigen Projekten im Berichtsjahr ansteigend. Dabei hat sich die Branchenverteilung 2023 im Vergleich zum Vorjahr in Richtung sonstige Industrien verschoben. Diese Verlagerung ist sowohl auf einzelne Großprojekte als auch eine größere Anzahl kleinerer und mittlerer Aufträge zurückzuführen. Hier wird das breite Portfolio und die flexible Ausrichtung der Gesellschaft ersichtlich. Folglich sind die sonstigen Industrien sind mit 48 % (Vorjahr 31 %) die stärkste Branche der Gesellschaft in 2023. Nachfolgend liegt der Bereich Öl/Gas bzw. Petrochemie/Raffinerien in der Branchenverteilung bei 28 % (Vorjahr 28 %). Der Bereich Energie- und Kraftwerkstechnik verliert Anteile in der Branchenverteilung und nimmt mit 21 % den dritten Rang (Vorjahr 34 %) ein. Die starken Schwankungen und Veränderungen in diesem Bereich werden hier ersichtlich. Projekte und Planungen für Kraftwerksumrüstungen im Zuge der Dekarbonisierung laufen und werden sich erst in den Folgejahren im Branchenumsatz widerspiegeln. Der Marktanteil der Offshore-Technik ist im Berichtsjahr 2023 mit 3 % vom Gesamtumsatz zurückgegangen. Großprojekte wurden hier nicht umgesetzt, aber ein deutlicher Aufwärtstrend bei der Projekttätigkeit ist zu erkennen. Hohe Ölpreise und notwendige Kompensation von russischem Öl und Gas sorgen für Investitionen in der Branche. Eine positive Entwicklung speziell auf dem Norwegischen Offshore-Markt ist in den nächsten Jahren in Sicht. Davon wird auch Apollo in den nächsten Jahren profitieren können. 2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.3.1 Ertragslage Einen Überblick über die Ertragslage soll die folgende Tabelle geben:
Umsatzentwicklung Der Umsatz von Apollo im Jahr 2023 ist verglichen zum Vorjahr um 114 % gestiegen.
Gesamtleistung Die Gesamtleistung ist im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 64,9 % höher.
Kostenstrukturen Die Kosten haben sich ähnlich wie in den Vorjahren entwickelt. Der Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte höher. Die Materialaufwandsquote ist technisch bedingt und abhängig vom Produktprofil. Der Personalaufwand absolut ist gestiegen. 13 Mitarbeiter sind ausgetreten. Es gab Neueinstellungen in den Bereichen Vertrieb (5 Neueinstellungen), Produktion (7 Neueinstellungen), Qualität (1 Neueinstellung), Einkauf (1 Neueinstellung) sowie Konstruktion (3 Neueinstellungen) und Ingenieure (2 Neueinstellungen). Zwei Auszubildende wurden in den Bereich Produktion übernommen. Der sonstige Aufwand ist absolut im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 113 höher.
Betriebsergebnis / Jahresfehlbetrag /Jahresüberschuss Das Ergebnis der Gesellschaft weist zum Jahresende einen Überschuss von TEUR 1.064 aus. Dies ist vorwiegend auf die positive Umsatzentwicklung zurückzuführen. Die Materialquote ist zwar leicht gestiegen, dafür haben Personalaufwand, sonstiger Aufwand und Abschreibungen im Verhältnis zur Gesamtleistung eine niedrigere prozentuale Quote. Auftragseingangsentwicklung Der Auftragsbestand zum Jahresanfang 2023 war um TEUR 11.385 höher gegenüber Jahresanfang 2022. Damit war der Auftragsbestand zu Beginn des Jahres 2023 auf recht hohem Niveau. Der Schwerpunkt des Auftragsbestandes lag bei den Pumpen. Der Auftragseingang im Jahr 2023 betrug TEUR 40.791, davon TEUR 34.943 Pumpen, TEUR 1.683 Systemtechnik sowie TEUR 4.165 Ersatzteile und Service. Insofern war der Auftragseingang 2023 in etwa so hoch wie in 2022 (TEUR 40.685).
Die breite Branchenaufstellung sichert auch zukünftig den notwendigen Auftragseingang. Kontinuität in den Kundenbeziehungen und Verstärkung der Neukundengewinnung auf dem internationalen Markt stehen auch weiterhin im Mittelpunkt. Mit dem Produkt- und Leistungsprofil stehen dafür die besten Ausgangsbedingungen zur Verfügung. 2.3.2 Finanzlage Kapitalstruktur
Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.064 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist damit um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das langfristige Fremdkapital ist ebenfalls höher als im Vorjahr (+TEUR 1.056). Es besteht im Wesentlichen aus Darlehen in Höhe von TEUR 4.273. Das kurzfristige Fremdkapital weist einen um TEUR 795 höheren Wert im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr aus. Dabei nehmen die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um TEUR 3.459 zu. Im Gegensatz dazu sinken die anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR -2.373). Die Rückstellungen steigen in 2023 um TEUR 137. Liquidität Finanzlage (Kapitalflussrechnung)
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist positiv. Die Vorräte wurden um TEUR 1.776 und die Forderungen um TEUR 2.800 aufgebaut. Die erhaltenen Anzahlungen haben um TEUR 3.485 zugenommen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen sind um TEUR 1.191 geringer als im Vorjahr, ebenso die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -395,3). Das Jahresergebnis 2023 weist einen Gewinn in Höhe von TEUR 1.063,9 aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich aus Zahlungen von Zinsen sowie Kredittilgung zusammen. Der Gesellschaft stehen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ausreichend Mittel zur Finanzierung des Bedarfes aus dem operativen Geschäft zur Verfügung. 2.3.3 Vermögenslage Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem vorangegangenen Bilanzstichtag um TEUR 2.931 höher. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Lieferforderungen sowie der Vorräte bei einer im Vergleich dazu Verringerung der liquiden Mittel. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 778 getätigt. Dabei sind in technische Anlagen und Maschinen 2023 insgesamt TEUR 133 investiert worden, darunter TEUR 78,5 in die Erweiterung des Pumpenprüfstandes und TEUR 46 in eine Lasergravurmaschine sowie eine Bandsäge. In Gussmodelle wurden TEUR 451,9 investiert. Weiterhin wurde die Trafostation in Höhe von TEUR 89 aktiviert. In Transporteinrichtungen sind TEUR 30,4 geflossen. Die übrigen Zugänge entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Den Investitionen stehen im Berichtjahr planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 821 gegenüber, so dass sich das Anlagevermögen um TEUR 44 gegenüber dem Vorjahr verringert hat. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Steuerüberzahlungen für Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 344 und Körperschaftssteuerrückforderungen in Höhe von TEUR 170. 2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Apollo Gößnitz GmbH erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.171 höheres Jahresergebnis. Diese Verbesserung setzt sich aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:
Personalentwicklung Im Jahresdurchschnitt umfasste die Belegschaft 136 Mitarbeiter, davon 70 gewerbliche Arbeitnehmer und 66 Angestellte. Der Bedarf an Personal wird ständig analysiert und durch Fachpersonal ergänzt. Im gewerblichen Bereich hat Apollo durch die eigene Ausbildung auf hohem Niveau den Bedarf durch Übernahme in die Fertigungsbereiche sichern können. Im Jahr 2023 wurden 19 neue Mitarbeiter eingestellt. Es sind 13 Mitarbeiter ausgetreten. Umwelt Im Unternehmen wird die Philosophie gelebt, alle Prozesse und Produkte umweltbewusst zu gestalten. Sowohl die gesetzlich vorgeschriebenen als auch die eigenen Regelungen sind im Qualitätsmanagement - Handbuch festgeschrieben und werden stets geachtet und befolgt. Neue Regelungen werden bei Relevanz sofort umgesetzt. Um auf den Baustellen ebenfalls den Anforderungen zu genügen, ist Apollo auch SCC-zertifiziert. 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1 Risikobericht Apollo ist als international tätiges Unternehmen zahlreichen Risiken ausgesetzt. Neben Risiken, die durch pandemische Ereignisse entstehen, stellen auch weltwirtschaftliche, finanzwirtschaftliche, branchenspezifische und unternehmensspezifische Risiken eine mögliche Beeinträchtigung für das Unternehmen dar. Die Risiken, die sich im Vorjahr aus dem Ukraine-Krieg ergaben, wurden von der Gesellschaft im abgelaufenen Jahr auf ein Minimum reduziert. Der Verlust eines Hauptmarktes für Apollo mit großen Marktanteil speziell im Bereich Pumpen für die Öl- und Gas-Branche wurde durch neu Aufträge aus dem europäischen Raum und Nahen Osten kompensiert. Ausgehend vom laufenden Tempo des Auftragseingangs ist mit einer positiven Umsatzentwicklung zu rechnen. Aus derzeitiger Sicht ergibt sich aus der Gesamtheit aller zurzeit bekannten Risiken und unter Produkt- und Liquiditätsaspekten keine Bestandsgefährdung. Das ist untermauert durch die Entwicklung des Auftragseingangs in der zweiten Jahreshälfte 2023 und die Angebotstätigkeit innerhalb des Berichtsjahrs. Zur Risikobetrachtung wird laufend die Einschätzung aller Geschäftsvorgänge vorgenommen. Das Controlling versorgt dazu die Bereiche mit aktuellen und aussagekräftigen Informationen. Alle Geschäftsprozesse und Geschäftsvorgänge werden durch die Geschäftsleitung und in den Verantwortungsbereichen ständig analysiert. Maßnahmen und Festlegungen werden dokumentiert und deren Umsetzung kontrolliert. Die Prozesse sind im Qualitätsmanagement-Handbuch festgeschrieben und werden im Managementreview ausgewertet. Die Mitarbeiter sind in hohem Maße in die Prozesse integriert. Nachfolgend sind die Risiken absteigend nach ihrer Bedeutung für die Gesellschaft angegeben. Absatz Die Verunsicherung der Märkte ist über alle Branchen ersichtlich. Preissteigerungen durch erhöhte Energie- und Rohstoffkosten und eine starke Inflation weltweit, aber speziell auf einigen Absatzmärkten, beeinträchtigt die Absatzmärkte der Gesellschaft. Die Gesellschaft, mit Sitz und Herstellung in Europa, hat vergleichsweise hohe Herstellkosten. Im Wettbewerb mit Marktbegleitern, welche ihre Fertigungsstätten bereits in Niedriglohn-Länder ausgelagert haben und durch die Akzeptanz dieser Tatsche durch zahlreichen Kunden, erhöht den Preisdruck auf die Gesellschaft. Weitere Risiken für den Absatz liegen in der geopolitischen Situation auf einigen wichtigen Märkten und den damit verbundenen Unsicherheiten für die konjunkturelle Entwicklung. Handelspolitische Konflikte und zahlreiche globale Krisenherde beeinträchtigen auch die Absatzmärkte der Gesellschaft. So zum Beispiel die Sanktionen der US-Regierung gegen einige Länder, machen die Projektabwicklung teilweise sehr schwierig. Dies bedarf ständiger Kontrolle und Überwachung und stellt ein Risiko für die Gesellschaft dar. Durch Lockdowns und Einschränkungen in vielen Ländern werden Lieferketten beeinträchtigt und Entscheidungen verzögert. Investitionen werden in vielen Fällen erneut geprüft und überdacht. Die Aufstellung der Gesellschaft und die Ausrichtung auf verschiedene Märkte und Produktportfolios hilft dabei diese Risiken zu kompensieren. Darüber hinaus begegnet Apollo den Risiken mit kontinuierlicher Produktentwicklung und Produktinnovation. Dadurch ist es uns weiterhin möglich, flexibel am Markt zu agieren und auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können. Die Belieferung unterschiedlichster Märkte stellt die Gesellschaft viel breiter auf. Die konjunkturellen Zyklen verschiedener Branchen sorgen für einen Ausgleich beim Auftragseingang. Produkt In Bezug auf die Produkte gibt es auch in diesem Berichtsjahr nur geringe Risiken. Der Bedarf an kundenspezifischen Prozesspumpen und Pumpenanlagen war auch in 2023 stark ausgeprägt. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des vorhandenen Produktportfolios und die extensive Entwicklung neuer Produkte ist auch in 2023 eine Kernkompetenz der Gesellschaft. Die eingeschlagene Richtung bei Produktentwicklung und die damit verbundenen Chancen auf den belieferten Märkten stellt ein starkes Alleinstellungsmerkmal dar. Im Projektgeschäft können dadurch nahezu alle Anforderungen mit dem vorhandenen Produktportfolio in den verschiedenen Branchen angeboten werden. Das Risiko bei auftragsbezogener Entwicklung wird durch die hohe Kompetenz, Flexibilität und Innovationsfähigkeit der Mitarbeiter, gepaart mit modernsten Entwicklungs-, Berechnungs- und Konstruktionstools minimiert. Die Weiterführung der Personalpolitik sorgt für kontinuierlichen Zuwachs beim Personal und trägt somit ebenfalls zur Minimierung des Risikos bei. Die von der Gesellschaft produzierten und entwickelten Produkte sind innerhalb vieler Branchen und auf zahlreichen Märkten einsetzbar. In Bezug auf die Produkte der Gesellschaft besteht daher ein sehr geringes Risiko. Liquidität Apollo prüft alle Projekte auch nach Liquiditätsgesichtspunkten. Zunehmend sind die Vertragsbedingungen, speziell mit großen internationalen Planungsfirmen, sehr anspruchsvoll für ein mittelständiges Unternehmen. Durch ständige Kontrolle und Überwachung des Forderungsmanagements durch die Geschäftsleitung kann dieser Herausforderung entsprochen werden. Mit neuen Kunden und im Projektgeschäft wurden die Zahlungsbedingungen unter verstärkter Einbeziehung von Anzahlungen geregelt. Der laufende Finanzierungsbedarf konnte gesichert werden. Ausfallrisiko Die Tendenz am Markt ist eine sinkende Zahlungsmoral. Durch ein sehr enges Forderungsmanagement wird einem möglichen Ausfall von Forderungen Rechnung getragen. Gleichzeitig ist auch die permanente und zeitnahe Kontrolle der Warenströme sowie der Lagerbestände Grundlage einer Risikokontrolle und damit Risikominimierung. Das Ausfallrisiko hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verschlechtert. Beschaffung Aus der auftrags- und projektbezogenen Fertigung erfolgt die Beschaffung ebenfalls nach diesen Kriterien. Deshalb hat Apollo langjährige und bewährte Stammlieferantenbeziehungen und Kooperationen weiter ausgebaut. Hier sind Zuverlässigkeit, Flexibilität, Qualität, Innovationsfähigkeit und bei Bedarf schnelle Lieferzeiten die entscheidenden Kriterien. Neue Lieferanten für Guss und andere Komponenten wurden nach Preis- und Qualitätskriterien ausgewählt. Die Preise sind aktuell gepflegt oder werden im Rahmen der Angebotserstellung zu unseren Kunden abgefragt. Im Vergleich zu den Vorjahren haben sich in 2023 die Lieferzeiten und Preise nochmals deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist in allen Bereichen erkennbar. Dabei unterliegen Rohstoffpreise und Lieferzeiten starken marktbedingten Schwankungen. Die deutliche Erhöhung kann als großes Risiko für Ergebnis und Umsatz der Gesellschaft angesehen werden. Speziell im Projektgeschäft ist es schwierig, alle Preis- und Lieferzeiterhöhungen zu kompensieren oder gleichermaßen an die Kunden weiterzugeben. Durch die Konzentration auf Stammlieferanten ist es aber auch während der Corona-Krise und unter den schwierigen geopolitischen Krisen möglich, alle Lieferketten aufrecht zu erhalten. Verschiebungen oder Beschaffungsausfälle können durch eine Auswahl an Alternativlieferanten bzw. ein Lieferantennetzwerk minimiert bzw. kompensiert werden. Die Beschaffung von Materialien und Komponenten in Bezug auf Preis- und Lieferzeit wird wichtiges Kernthema bleiben. Die Gesellschaft schätzt das derzeitige Risiko bei der Beschaffung von Material und Dienstleistungen bei ständiger Überwachung als hohes Risiko, aber kontrollierbar ein. Währungsrisiko Aufgrund des hohen Anteils des Exportgeschäfts besteht ein Währungsrisiko, wenn Aufträge in fremder Währung fakturiert werden. Die Anzahl der Projekte in Fremdwährung ist im Berichtsjahr jedoch gering. Bei den Aufträgen in Fremdwährung begegnet die Gesellschaft dem Risiko durch ständige Analyse und Überwachung der Lage. Zum Bilanzstichtag wurden alle Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die zum Bilanzstichtag vorlagen, mit dem Kurs zum Stichtag bewertet. Sonstige Risiken In der heutigen Zeit haben Daten und Informationen einen sehr hohen Stellenwert in den Unternehmensprozessen. Deshalb wird die Sicherung und Verhinderung von Missbrauch ständig überwacht, das Funktionieren der Maßnahmen kontrolliert und bei Bedarf weiterentwickelt. Personal Die Umsetzung der Unternehmensziele ist nur mit und durch geeignete Mitarbeiter möglich. Kompetenz, Flexibilität und Innovationsfähigkeit des Unternehmens sind in erster Linie Kompetenz, Flexibilität und Innovationsfähigkeit seiner Mitarbeiter. Apollo ist hier nach wie vor sehr gut aufgestellt und konnte seine Kernkompetenzen weiterentwickeln. Fehlende Fachkräfte und hoher Bedarf durch Wachstum und altersbedingte Abgänge stellen ein großes Risiko dar. Zur Sicherung einer langfristigen Entwicklung der Gesellschaft bekommt das Thema Personalgewinnung einen immer größeren Stellenwert. Zur Sicherung des Nachwuchses im gewerblichen Bereich bildet Apollo auch in den kommenden Jahren selbst aus. Hier erwarten wir, wie auch in den vergangenen Jahren, neues Fachpersonal mit spezifischer Ausbildung. Im ingenieurtechnischen Bereich sichert Apollo den Mitarbeiterbedarf über den Markt im In- und Ausland, durch Kontakte zu Schulen, Hochschulen und Universitäten, Praktikumsplätze, Diplomthemen und vor allem über interessante Aufgaben am Arbeitsplatz. Gesamteinschätzung Apollo ist trotz einer breiten Aufstellung in zahlreichen Branchen und auf unterschiedlichsten Märkten in unterschiedlichen Regionen nicht sicher vor wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Im Geschäftsjahr 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden aber keine signifikanten Risiken festgestellt, die die Unternehmungsentwicklung wesentlich und dauerhaft beeinträchtigen. 3.2 Chancenbericht Markt und Wettbewerb Die Pumpenindustrie in Deutschland, die im internationalen Maßstab die führende Stellung einnimmt, unterliegt im Vergleich zu den anderen Branchen des Maschinenbaus den geringsten Schwankungen, sowohl in Zeiten des Wachstums als auch in der Rezession. Das wird dadurch bedingt, dass die Pumpenindustrie in die verschiedensten Bereiche liefert. Nach wie vor hat Apollo die größten Chancen im internationalen Projektgeschäft. Durch eine breite Produktpalette und gute Kooperations- und Lieferantenbeziehungen ist es möglich, individuell und flexibel auf Marktbedürfnisse zu reagieren. Dabei kann das Unternehmen mit einer geringen Mitarbeiteranzahl und damit verbundenen vergleichbar geringen Kosten gegen Wettbewerber bestehen, die mehrheitlich Großunternehmen sind. Apollo hat in den letzten Jahren seine Marktposition im Bereich Pumpen nach API Standard 610 für die Öl- und Gasbranche weiter ausgebaut. Dies wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Gesellschaft in zahlreichen Großprojekten involviert wird. In diesem Rahmen wird auch das Produktportfolio immer weiterentwickelt und optimiert, was diese Position langfristig sichern wird. Der durch die Ukraine-Krise stark gestiegene Bedarf an Öl und Gas aus nicht- russischen Quellen wird mittelfristig auch zu einem steigenden Bedarf bei Produkten führen, die die Gesellschaft herstellt. Potenzial liegt auch im Geschäft mit erneuerbaren Energien durch Ausbau bei Biomasse-Kraftwerken und Müllverbrennung mit angegliederter Stromerzeugung ("Waste-to-Energy"). Dabei werden auch Produkte aus dem Portfolio der Gesellschaft benötigt. Investitionen in neue Kraftwerke und in den Erhalt von Bestandskraftwerken, Wasserstofftechnologien und die Wiederbelebung der Kernenergie stellen weitere starke Chancen für die kommenden Jahre dar. Forschung und Entwicklung Die permanente und intensive Weiterentwicklung vorhandener und Entwicklung neuer Produkte ist der Grundstein für ein flexibles Agieren innerhalb der Projekte. Dabei setzt Apollo auf die Integration innovativer Forschungs- und Entwicklungsmethoden. Apollo konzentriert sich dabei auf seine Kernkompetenzen und nutzt intensiv Netzwerke und Kooperationsbeziehungen. Damit gelingt es, die personellen und finanziellen Vorteile der direkten Wettbewerber bei Forschung und Entwicklung auszugleichen oder zu minimieren. Die für Forschung und Entwicklung eingesetzten personellen und finanziellen Mittel sind im entsprechenden Verhältnis zur Gesamtleistung gehalten und werden auch weiterhin auf hohem Niveau bleiben. Neben der Entwicklung neuer und der Verbesserung bestehender Produkte konzentriert sich die Gesellschaft auf die Innovation und Optimierung von Dienstleistungen und Prozessen. Diese werden auf die Kundenkreise und Märkte zugeschnitten, optimiert und bieten der Gesellschaft einen Wettbewerbsvorteil. 3.3 Prognosebericht Ausblick 2024 Die aktuellen Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 wurden in der letzten Zeit mehrfach deutlich gesenkt. Zurzeit liegt die aktuelle Prognose für den Euro-Raum, bei 0,9% Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP), für Deutschland bei einer unterdurchschnittlichen Entwicklung des BIP von 0,2 %. Grund für diese Entwicklung sind Faktoren wie die schwächelnden Entwicklungen der größten Volkswirtschaften USA und China, stark gestörte Liefer- und Logistikketten, stark gestiegene Rohstoff- und Energiepreise, die deutlich gestiegene Inflation, Preisvolatilität und geopolitische Krisen mit nicht absehbarem Ausgang und die damit verbundenen Unsicherheiten in Bezug auf die Weltwirtschaft. All diese Faktoren werden auch in 2024 negativen Einfluss auf das globale Nachfragewachstum haben, was auch die Prognose der Gesellschaft negativ beeinflusst. Gegen die globalen Trends kann die Gesellschaft aber bereits im Laufe des Berichtsjahres eine deutlich positive Entwicklung in Bezug auf den Auftragseingang verzeichnen. Dabei verteilen sich die eingehenden Projekte auf verschiedene Branchen, Märkte und Produktgruppen, was für eine gesunde Entwicklung und richtige Ausrichtung spricht und nicht für einmalige Effekte aus Nachholprojekten. Die Werte für den Auftragsbestand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Berichtes übersteigt deutlich den Stand der letzten Jahre. Dabei liegen zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes sowohl für das Geschäftsjahr 2024 (ca. TEUR 40.000) aber auch bereits für das Jahr 2025 (ca. TEUR 19.000) maßgebliche Aufträge für die Gesellschaft vor. Weitere maßgebliche Projekte sind in der Vergabe und werden von der Gesellschaft kurzfristig im Auftragseingang erwartet. Die Anpassung an die geopolitischen Krisen und die strategische Ausrichtung auf neue Kunden und Märkte kann damit als erfolgreich umgesetzt angesehen werden. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine weitere Steigerung des Umsatzes um 6,5% im Vergleich zum Jahr 2023 und ein positives Ergebnis. Trotz aller Risiken sehen wir für das Jahr 2024 eine positive Entwicklung der Gesellschaft voraus.
Gößnitz, den 12.September 2024 Thomas Werner Geschäftsführer der Apollo Gößnitz GmbH BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Apollo Gößnitz GmbH, Gößnitz: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Apollo Gößnitz GmbH, Gößnitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Apollo Gößnitz GmbH, Gößnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmens-tätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen-stehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 16. September 2024 AUDECON
GmbH
ppa. Sandra Bulle Butzke, Wirtschaftsprüferin ppa. Thomas Geilenkirchen, Wirtschaftsprüfer Die Verwendung des Bestätigungsvermerks bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird hingewiesen. |
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