Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 15204
Eingetragen
1.12.2014
Branche
Herstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von KrafträdernHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Design und Vertrieb von 2- sowie 3-rädrigen Elektrofahrzeugen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sanjay Singh
seit 27.5.2024
Geschäftsführer
Bärbel Karwath
seit 27.3.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert99.99% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (19)

NameAnteil
HERO INTERNATIONAL B.V.NLD
84.00%
15.78%
Commerzbank AG
0.04%
UniCredit S.p.A.ITA
0.03%
0.03%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
HERO INTERNATIONAL B.V.
Netherlands
84.00%
IBG Risikokapitalfonds III GmbH & Co. KG
Germany
15.78%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HNF GmbH

Biesenthal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.870,00 29.630,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.636,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.083,00 418.900,70
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48.446,00 4.989,60
463.529,00 428.526,30
III. Finanzanlagen 521,00 3.790.013,00
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen: EUR 1,00 (Vorjahr: EUR 3.784.853,00)
490.920,00 4.248.169,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 19.842.763,66 24.234.477,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.313.205,10 10.337.583,99
- davon gegen verbundene Unternehmen: EUR 789.898,87 (Vorjahr: EUR 645.817,31)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 301.638,87 51.471,29
41.457.607,63 34.623.532,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten 82.893,95 7.282,80
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.340.848,62 0,00
57.372.270,20 38.878.984,89

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 899.761,00 899.761,00
II. Kapitalrücklage 14.842.722,17 14.842.722,17
III. Verlustvortrag -13.604.496,54 -6.644.368,68
IV. Jahresfehlbetrag -17.478.835,25 -6.960.127,86
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 15.340.848,62 0,00
0,00 2.137.986,63
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 7.282,00 7.282,00
C. Rückstellungen 531.904,77 457.842,63
D. Verbindlichkeiten 56.833.083,43 36.275.873,63
- davon gegenüber Kreditinstituten EUR 13.375.648,70 (Vorjahr: EUR 8.982.506,86)
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 1.462.005,32 (Vorjahr: EUR 3.457.822,61)
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 28.062.385,16 (Vorjahr: EUR 13.448.305,01)
57.372.270,20 38.878.984,89

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 3.470.531,15 -258.555,98
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.314.586,42 -891.142,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -295.634,25 -184.802,83
-1.610.220,67 -1.075.945,04
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -200.935,68 -154.529,21
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -5.090.724,00 -1.337.730,05
-5.291.659,68 -1.492.259,26
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.716.513,41 -3.304.526,02
- davon aus Währungsumrechnungen: EUR 240.767,38 (Vorjahr: EUR 103.937,74)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 353,40
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen -3.784.852,00 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.654.793,90 -824.970,80
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 1.836.230,41 (Vorjahr: EUR 709.455,33)
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -886.000,99 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.490,60 -2,74
10. Ergebnis nach Steuern -17.475.000,10 -6.955.906,44
11. Sonstige Steuern -3.835,15 -4.221,42
12. Jahresfehlbetrag -17.478.835,25 -6.960.127,86

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die HNF GmbH hat ihren Sitz in Biesenthal. Sie ist unter HRB 15204 FF im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt/Oder eingetragen.

2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des HGB unter Berücksichtigung des GmbHG aufgestellt.

Das Gliederungsschema der Bilanz nach § 266 HGB wurde gemäß § 265 Abs. 5 S. 2 HGB um die Posten „Sonderposten für Investitionszuschüsse“ und „Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern“ erweitert. Darüber hinaus wurde gemäß bzw. analog zu § 265 Abs. 6 HGB die Bezeichnung von Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung an ihren tatsächlichen Inhalt angepasst.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des 288 Abs. 2 HGB bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird von dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 einen weiteren Jahresfehlbetrag von vorläufig rund 12 Mio. € erwirtschaftet und ist somit auch zum 31.12.2024 weiterhin bilanziell überschuldet. Der Mehrheitsgesellschafter hat für von ihm gewährte Darlehen eine geeignete Rangrücktrittserklärung sowie eine geeignete Patronatserklärung abgegeben. Aufgrund der in 2024 erfolgten Restrukturierung inkl. der Schließung der Produktionsstätte der Tochtergesellschaft, der verschobenen Lancierung neuer Produkte in das Jahr 2026 sowie des weiteren Abverkaufs der Bestände sollten derzeit keine weiteren finanziellen Stützungsmaßnahmen aus dem Gesellschafterkreis benötigt werden. Ausweislich der von der Geschäftsführung vorgelegten Planungsrechnungen besteht für die Gesellschaft eine positive Fortbestehensprognose. Sollten die der Planung zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten und weitere finanziellen Stützungsmaßnahmen der mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafter für weitere benötigte Mittel kurz- und mittelfristig ausbleiben bzw. deutlich reduziert werden, kann sich ein bestandsgefährdendes Risiko ergeben.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß § 255 Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB zu (fortgeführten) Anschaffungskosten. Es wird die lineare Abschreibungsmethode nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewandt.

Das Finanzanlagevermögen wurde aufgrund einer dauernden Wertminderung zum 31.12.2023 auf 1 € abgewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung von § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

Geleistete Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert erfolgt.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen und fällige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die Aufwand für das folgende Geschäftsjahr darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Investitionszuschüsse für Investitionen des Anlagevermögens werden nicht von den Anschaffungskosten der bezuschussten Anlagengegenstände abgesetzt, sondern als Sonderposten passiviert. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer der betreffenden Vermögensgegenstände (analog Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.: IDW-HFA 1/1984) ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, soweit diese nicht unter anderen Bilanzposten erfasst sind, und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Fremdwährungsumrechnung von Posten erfolgt gem. § 256a HGB.

Vom Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Aktivierung von latenten Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

4. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten und der Entwicklung der Abschreibungen, ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.376 (VJ. TEUR 8.982) sind durch Haftungserklärung der Hauptgesellschafterin besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 576 (VJ. TEUR 3.458 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 886.

Verbindlichkeiten gegenüber der Hauptgesellschafterin bestehen aus rangrücktrittbesicherten Darlehen (inkl. Zinsverbindlichkeiten) in Höhe von TEUR 28.062 (VJ. TEUR 13.448).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten (Vorjahr in Klammern) stellen sich wie folgt dar:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Restlaufzeit
TEUR bis zu einem Jahr
TEUR
mehr als einem Jahr
TEUR
davon mehr als fünf Jahren
TEUR
56.833 28.750 28.083 0
Verbindlichkeiten (36.276) (36.194) (82) (0)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.376 13.355 21 0
(8.982) (8.900) (82) (0)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.462 1.462 0 0
(3.458) (3.458) (0) (0)
- davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 28.062 0 28.062 0
(13.448) (13.448) (0) (0)

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 249 enthalten. Diese stellen Erträge im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB dar.

Die Abschreibungen auf Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 5.091 stellen Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von TEUR 1.718, periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 462 sowie Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 357 enthalten. Diese Aufwendungen stellen Aufwendungen im Sinne von § 285 Nr. 31 HGB dar.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.785 entfallen vollständig auf die Anteile an der Tochtergesellschaft HNF Works GmbH und stellen ebenfalls Aufwendungen im Sinne § 285 Nr. 31 HGB dar.

6. Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung erfolgt(e) hauptamtlich durch:

Bhawnesh Vij (bis 27. Mai 2024)

Sanjay Singh (ab 27. Mai 2024)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der HNF Works GmbH, Berlin. Das Eigenkapital der HNF Works GmbH zum 31.12.2023 beträgt TEUR 1.006. Zwischen der Gesellschaft und der HNF Works GmbH bestand im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Hero Cycles Ltd., Ludhiana, Indien einbezogen. Die Offenlegung des Hero Cycles Ltd. Konzernabschlusses erfolgt nach indischem Recht.

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 90 Es handelt sich Verpflichtungen aus Mietverträgen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 21 (VJ. 20) Mitarbeiter beschäftigt.

7. Nachtragsbericht

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2024 Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Unter anderem wurde der Produktionsstandort Bitterfeld geschlossen um ihr Geschäft auf ein vollständig ausgelagertes Fertigungs- und Lagermodell umzustellen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sind noch 14 Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt.

Gemäß dem vorläufigen Jahresabschluss 2024 beläuft sich der Jahresfehlbetrag auf rund 12 Mio. EUR.

Die Gesellschaft hat bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses weitere Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,8 Mio. EUR erhalten.

Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der HNF Works GmbH wurde mit Wirkung zum 31.12.2024 gekündigt.

 

Biesenthal, 30. April 2025

gez. Sanjay Singh, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.268,83 24.672,10 30.000,00 0,00 207.940,93
213.268,83 24.672,10 30.000,00 0,00 207.940,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 7.199,65 0,00 7.199,65 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.033.014,66 186.580,88 9.369,00 0,00 1.210.226,54
3. Geleistete Anzahlungen 4.989,60 52.850,00 4.989,60 0,00 52.850,00
1.045.203,91 239.430,88 21.558,25 0,00 1.263.076,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.784.853,00 0,00 0,00 0,00 3.784.853,00
2. Sonstige Ausleihungen 5.160,00 0,00 4.640,00 0,00 520,00
3.790.013,00 0,00 4.640,00 0,00 3.785.373,00
5.048.485,74 264.102,98 56.198,25 0,00 5.256.390,47
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 183.638,83 14.848,10 17.416,00 0,00 181.070,93
183.638,83 14.848,10 17.416,00 0,00 181.070,93
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.563,65 654,00 3.217,65 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 614.113,96 181.029,58 0,00 0,00 795.143,54
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 4.404,00 0,00 0,00 4.404,00
616.677,61 186.087,58 3.217,65 0,00 799.547,54
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.784.852,00 0,00 0,00 3.784.852,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 3.784.852,00 0,00 0,00 3.784.852,00
800.316,44 3.985.787,68 20.633,65 0,00 4.765.470,47
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.870,00 29.630,00
26.870,00 29.630,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.636,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 415.083,00 418.900,70
3. Geleistete Anzahlungen 48.446,00 4.989,60
463.529,00 428.526,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 3.784.853,00
2. Sonstige Ausleihungen 520,00 5.160,00
521,00 3.790.013,00
490.920,00 4.248.169,30

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Unternehmensübersicht

Das Unternehmen HNF ist ein führender Hersteller von E-Bikes im Premiumsegment, das sich durch Innovationskraft und hohe Qualitätsstandards auszeichnet. Das Produktportfolio erstreckt sich von Urban E-Bikes über All Terrain E-Bikes bis hin zum E-Cargobike mit patentierter Neigetechnik.

2019 wurde HNF von der indischen HERO Cycles Group, einem der weltweit größten Fahrradhersteller, übernommen, um das Geschäftswachstum durch Investitionen und Marktexpansion voranzutreiben

2. Marktentwicklung

Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin vor Herausforderungen durch die Energiekrise und sinkende Realeinkommen infolge der hohen Inflation, was die kurzfristigen Wirtschaftsaussichten trübt. Mittelfristig bremsen strukturelle Probleme wie ein Rückgang der Erwerbsbevölkerung, eine veraltete Kapitalinfrastruktur und ein Mangel an innovativen Unternehmen das Wirtschaftswachstum zusätzlich und verharren auf einem historischen Tiefstand.

Die steigende Inflation hat das Verbraucherverhalten und die Gesamtnachfrage der Premium-E-Bike-Branche in Deutschland 2023 erheblich beeinflusst. Während die Fahrradbranche in Deutschland insgesamt relativ widerstandsfähig erscheint, ist das Premium-E-Bike-Segment besonders betroffen. Dieses Segment sieht sich einem verschärften Marktwettbewerb und Preiskämpfen ausgesetzt, da Unternehmen versuchen, überschüssige Lagerbestände abzubauen. Dies spiegelt den besonderen Druck in dieser Premium-Marktnische wider.

3. Unternehmensentwicklung und Innovation

Anfang 2023 führte das Unternehmen neue Modelle der 4er-Reihe ein, um neue Kunden zu gewinnen und die Beziehungen zu Vertriebspartnern zu stärken. Im Rahmen seiner Wachstumsstrategie investierte HNF zudem in die Entwicklung und Produktion von Cargo-E-Bikes für Familien und als Ersatz für das Auto in der Stadt. Darüber hinaus erschloss das Unternehmen mit den Marken INSYNC und VIKING das mittlere und niedrige Preissegment des E-Bike-Marktes, um den Absatz zu steigern.

Die Nachfrage nach E-Bikes im Premiumsegment war stark beeinträchtigt, was zu einem Preiskampf zwischen den Herstellern führte, die enorme Rabatte auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) gewährten. Dies führte das ganze Jahr über zu einem intensiven Marktwettbewerb.

Infolgedessen sah sich das Unternehmen einem zunehmenden Druck auf Gewinn und Betriebskapital ausgesetzt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wurden Maßnahmen zur Optimierung von Lagerbeständen und Liquidität umgesetzt und gleichzeitig der Fokus auf die Senkung der Fixkosten gelegt.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres reagierte HNF auf die steigenden Fixkosten mit der Entscheidung, die eigene Produktionsstätte ab März 2024 zu schließen und auf ein vollständig ausgelagertes Fertigungs- und Lagermodell umzustellen.

Operativ konzentriert sich HNF seitdem auf seine Kernaktivitäten, darunter Produktdesign, Qualitätsmanagement, Vertrieb, Marketing und Kundenservice. Wichtige Aspekte der Produktion, Montage, Logistik und Lagerhaltung wurden an spezialisierte, zuverlässige Partner in Europa ausgelagert, um die Abläufe zu optimieren und die Kapazitäten zur Deckung der Marktnachfrage zu erhöhen. Die Entscheidung für die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Logistik- und Lagerpartner zielte auf die Verbesserung des Materialflusses, der Betriebseffizienz und der Kontrollen ab.

4. Finanzielle Entwicklung

HNF strebte für das Jahr ein deutliches Umsatz- und Ertragswachstum an. Die wichtigsten finanziellen Kennzahlen sind die Anzahl verkaufter E-Bikes, der Umsatz und das Ergebnis.

Wie geplant wurden Anfang 2023 neue Produkte der 4er-Reihe eingeführt, die im ersten Halbjahr eine starke Nachfrage verzeichneten. Überbestände der Händler bremsten jedoch die Produktabnahme in der zweiten Jahreshälfte, was letztlich zu niedrigeren Umsätzen als erwartet im Schlussquartal führte.

Der Absatz stieg 2023 um 19 % auf 9.100 E-Bikes. Der Umsatz erhöhte sich sogar um 32 % auf 31,1 Mio. €.

Die Kombination aus hohen Lagerbeständen, erhöhtem Preisdruck auf der Absatzseite, Zahlungsverzug und einer steigenden Zahl von Insolvenzen am Markt machte entsprechende Wertberichtigungen bei den Forderungen und den Vorräten von insgesamt rund 6,8 Mio. EUR erforderlich.

Höhere Beratungs- und Rechtskosten sowie Währungsverluste belasten das Ergebnis zusätzlich.

Eine weitere deutliche Erhöhung der Gesellschafterfinanzierung sowie der Bankkredite zur Finanzierung des Betriebskapitals führte zu Zinsaufwendungen von 2,6 Mio. € (VJ. 0,8 Mio. €).

Das Impairment der Beteiligung von rund 3,8 Mio. € erhöhte den Jahresfehlbetrag zusätzlich.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wurde der Verlust von HNF Works GmbH in Höhe von 0,9 Mio. € im Jahr 2023 direkt im Ergebnis berücksichtigt.

Der Jahresfehlbetrag beträgt -17,5 Mio. € (VJ. -7,0 Mio. €). Das erhoffte Ertragswachstum wurde damit deutlich verfehlt.

Die Bilanzsumme (ohne nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag) erhöhte sich im Jahr 2023 um 4 Mio. € auf 42 Mio. €. Die Vorräte machen 49 % des Vermögens aus (VJ. 63 %).

Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögensgegenständen stiegen aufgrund höherer Umsätze und einer Verschlechterung des Zahlungseingangs deutlich auf 21 Mio. € (VJ. 10 Mio. €).

Seit April 2022 wird ein Teil der Forderungen über ein Factoring-Modell abgewickelt. Dieser Vertrag wurde jedoch Ende April 2024 gekündigt.

Die Verbindlichkeiten ohne Bank- und Gesellschafterdarlehen stiegen um 1,5 Mio. €.

Die Darlehen der Muttergesellschaft HERO International BV erhöhten sich 2023 um 14,6 Mio. € (inkl. Zinsverbindlichkeiten) zur Finanzierung des Betriebskapitals. Sie sind alle nachrangig, und die Rückzahlung wurde bis zum 30. Juni 2026 gestundet.

Darüber hinaus stiegen die kurzfristigen Bankdarlehen um 4 Mio. € auf 13 Mio. €.

Aufgrund des Jahresdefizits ist das Eigenkapital von HNF negativ. Das Unternehmen ist daher bilanziell, jedoch nicht insolvenzrechtlich überschuldet, da alle Gesellschafterdarlehen und die kumulierten Zinsen nachrangig sind. Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung der Unternehmensplanung ergibt sich eine positive Prognose für den Fortbestand.

5. Ausblick

Entgegen anfänglich hoher Wachstumserwartungen steht die Premium-E-Bike-Branche vor einer herausfordernden Zeit, die sowohl für HNF als auch für die gesamte Fahrradbranche schwierig werden dürfte.

Zu den Herausforderungen zählen hohe Lagerbestände entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Fahrradhändler, Hersteller, Komponentenlieferanten), anhaltende Zahlungsschwierigkeiten der Händler und ein voraussichtlicher Anstieg der Insolvenzzahlen. Der Preisdruck, der zu höheren Rabatten führt, nimmt ebenfalls weiter zu.

Als Reaktion darauf hat HNF ein umfassendes Restrukturierungsprogramm und Kostensenkungsmaßnahmen, insbesondere im Bereich der Fixkosten, beschlossen. Oberste Priorität hat weiterhin der signifikante Abbau von Fertigwaren- und Komponentenbeständen, um Liquidität zur Deckung des Betriebsmittelbedarfs zu generieren. Zusätzlich zum konventionellen Vertriebsmodell über Vertriebspartner konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf den Verkauf von Fahrrädern über Online-Plattformen und Großabnehmer, um Lagerbestände schneller abzubauen.

Angesichts der Überbestände und des begrenzten Kapitals hat HNF Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte verschoben. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen aktiv mit seinem Managementteam daran, um die Möglichkeit strategischer Partnerschaften zu prüfen und das Potenzial für langfristigen Erfolg zu bewerten. HNF wird sich in den nächsten Monaten auf die Planung seiner zukünftigen Strategie konzentrieren und bleibt optimistisch, die Herausforderungen in der E-Bike-Branche zu meistern.

Die Umsatzerlöse im Jahr 2024 sind auf ca. 8,5 Mio. € gesunken. Der deutliche Rückgang der Verkaufspreise wurde bei der Bestandsbewertung für 2023 berücksichtigt. Der vorläufige Jahresverlust beträgt -12 Mio. €.

Obwohl das Unternehmen bilanziell überschuldet ist, liegt keine insolvenzrechtliche Überschuldung vor, da auf der Grundlage der Unternehmensplanung und der gestundeten, nachrangigen Gesellschafterdarlehen eine Fortführung überwiegend wahrscheinlich erscheint.

Des Weiteren verweisen wir auf die Angaben im Nachtragsbericht im Anhang.

6. Risiken und Chancen

Es wird erwartet, dass sich der Fahrradmarkt im Laufe des Jahres 2025 wieder normalisiert. Dabei werden Wachstumsraten im unteren zweistelligen Bereich prognostiziert, insbesondere für E-Bikes. Dank der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2024 wird HNF sein Geschäftsmodell kostenbewusster und agiler gestalten und die zukünftigen Chancen mit einem schlanken, aber kompetenten Managementteam, einem neuen Produktportfolio und sorgfältig ausgewählten Handelspartnern nutzen können.

Das HNF-Händlerportal wurde im Mai 2024 eingeführt, und die Zusammenarbeit mit einem großen deutschen Fahrradhändlerverband begann im Juni 2024.

Im veränderten Marktumfeld dürften sich die Lieferzeiten der Hersteller erneut verkürzen und so zur Reduzierung des Umlaufvermögens beitragen.

Das Management hat die Risiken identifiziert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Forderungsausfallrisiken werden durch konsequentes Mahnwesen minimiert.

Die Fahrradbranche und ihre Umsätze sind nach wie vor stark wetterabhängig.

Aufgrund der Entwicklungen im Beschaffungsbereich der letzten Jahre legt HNF besonderen Wert auf die Überwachung der Beschaffungsseite.

Nach der Restrukturierung ist es besonders wichtig, die verbleibenden Mitarbeiter zu unterstützen und zu motivieren, um dem Verlust und der Abwerbung qualifizierter Mitarbeiter entgegenzuwirken.

Die aktuelle Zinsentwicklung führt zu weiter steigenden Finanzierungskosten, denen durch eine finanzielle Restrukturierung begegnet werden soll.

Die Verfügbarkeit liquider Mittel ist entscheidend für die Fähigkeit des Unternehmens, allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Zu diesem Zweck wurde ein kurzfristiger 16-wöchiger Liquiditätsplan eingeführt. Erklärtes Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit von Gesellschaftern und Kreditinstituten. Neue Finanzierungsquellen werden ebenfalls geprüft.

Die bestehenden Gesellschafterdarlehen (26 Mio. EUR) sind nachrangig. HERO verpflichtet sich, die gewährten Darlehen und kumulierten Zinsverbindlichkeiten zu verlängern oder nicht fällig zu stellen, solange die Zahlungsfähigkeit von HNF beeinträchtigt ist. Die Laufzeitverlängerung gilt derzeit bis zum 30. Juni 2026. Gemäß der Unternehmensplanung geht das Management davon aus, dass die Zahlungsfähigkeit von HNF durch zusätzliche Darlehen der Muttergesellschaft sowie eine Patronatserklärung in Höhe von 4 Mio. EUR bis zum 30. April 2026 jederzeit sichergestellt ist. Sollte abweichend von der aktuellen Geschäftsentwicklung die Unternehmensplanung verfehlt werden bzw. die weitere geplante Unterstützung seitens des Gesellschafters nicht erfolgen, können sich hieraus bestandsgefährdende Tatsachen für die HNF ergeben.

 

Biesenthal, 30. April 2025

gez. Sanjay Singh, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorsthenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die HNF GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HNF GmbH - bestehend aus der Bilanz zum31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HNF GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben unter Punkt 3 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ im Anhang sowie die Angaben unter Punkt 6 „Risiken und Chancen Prognose“ des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass zur kurz- und mittelfristigen Finanzierung der erforderlichen operativen und finanziellen Neuausrichtung der Gesellschaft weitere finanzielle Stützungsmaßnahmen der mittelbaren und unmittelbaren Gesellschafter dringend erforderlich sind. Ohne diese finanziellen Stützungsmaßnahmen auch von Kreditinstituten, anderen Kapitalgebern oder der Gesellschafter bzw. die Akquisition weiterer Finanzquellen bei Abweichungen von der Unternehmensplanung ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der HNF GmbH und ihrer Tochtergesellschaft stark gefährdet.

Wie in vorgenannten Punkten im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebricht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 30. April 2025

Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer

Tobias Adler, Wirtschaftsprüfer

Angaben gemäß § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB

In der Gesellschafterversammlung am 23. Juni 2025 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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