Schmidt & Pappert GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dennis Schmidt seit 28.3.2023 | Geschäftsführer |
Rafael Pappert seit 28.3.2023 | Geschäftsführer |
Sandro Brauns seit 28.3.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 49.90% | |
| 49.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hiller Logistik GmbHLüneburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Hiller Logistik GmbH, LüneburgI. Grundlagen des Unternehmens 1. Unternehmen Die Hiller Logistik GmbH (kurz: Hiller Logistik) ist ein inhabergeführtes mittelständisches Logistikunternehmen mit Sitz in Lüneburg, dessen Kerngeschäft neben der Erbringung von Logistik- und Lagerdienstleistungen ebenfalls in der Kontraktlogistik liegt. Für seine Kunden entwickelt und implementiert das Unternehmen maßgeschneiderte Logistiklösungen. 2. Geschäftsmodell Die Kernkompetenz der Hiller Logistik besteht darin, die meist komplexen logistischen Prozesse der Kunden aus Industrie und Handel optimal zu gestalten. Grundpfeiler des Geschäftsmodells und zugleich wichtigstes Ziel sind hierbei langfristige Partnerschaften, von denen beide Seiten profitieren. Als vertrauensvoller Geschäftspartner bieten wir unseren Kunden hochwertige und individuelle Lösungen. Gleichzeitig unterstützen wir sie dabei, ihre Logistikprozesse IT-gestützt zu verbessern. Wir setzen hierbei auf ein qualitatives Wachstum durch kontinuierliche Qualitätssteigerungen und Mehrwertangebote für unsere Kunden. Zusammen mit der Hiller Spedition GmbH und der Hiller Holding GmbH bieten wir eine Full-Service-Logistik. 3. Ziele und Strategien Das Wachstum zu stärken und die Profitabilität zu erhöhen ist das oberste strategische Ziel der Hiller Logistik. Ganz bewusst werden die dafür notwendigen Maßnahmen in den Bereichen Effizienzsteigerung, digitale Transformation und Kostensenkung sukzessive und behutsam vollzogen, damit die Umsetzung sowohl für die Kunden als auch unsere Mitarbeiter erfolgreich durchgeführt werden kann. Gepaart mit den Bestrebungen, die hohe Qualität unserer Logistikdienstleistungen zu erhalten und fortlaufend zu verbessern, steht als finales Ziel den hohen Ansprüchen eines wirtschaftlich leistungsstarken Qualitätslogistikers zu entsprechen, im Fokus der unternehmerischen Ausrichtung. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser seit 2007 bestehendes Unternehmen konnte sich als Ergänzung zum Speditionsgeschäft fest am Markt etablieren und sich trotz des volatilen Marktumfeldes als Full-Service-LogistikDienstleister das Vertrauen zahlreicher renommierter Geschäftspartner erarbeiten. Die Logistikbranche ist geprägt durch sich schnell verändernde Anforderungen in den Bereichen Personal, Technologie, Qualität und Service, die alle in diesem Marktsegment tätigen Unternehmen vor große organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen stellt. Die Hiller Logistik konnte diesen Herausforderungen vollumfänglich begegnen, was sich in dem überproportionalen Wachstum (Wachstum der Logistikbranche in Deutschland seit 2018 bis 2023 um insgesamt 19,3 Prozent) der letzten Jahre widerspiegelt. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf war insgesamt positiv. Die Hiller Logistik erwirtschaftete im Vergleich zum Vorjahr einen um 4,0 Prozent höheren Umsatz. Diese Steigerungen lassen sich vor allem auf Dienstleistungen im Bereich der Lagerung zurückführen. Die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) sind überproportional zum Umsatz gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem bei bezogenen Leistungen mit T€ 2.863 (Vorjahr T€ 1.884) zu erkennen und insbesondere auf steigende Mietaufwendungen infolge veräußerter Grundstücke zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich auf T€ 1.817 (Vorjahr T€ 1.122) erhöht. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Ausgliederung administrativer Aufgaben, wie z.B. der Finanzbuchhaltung, der IT-Abteilung oder des Qualitätsmanagements, an die Hiller Holding GmbH zurückzuführen. Dahingegen waren die Abschreibungen mit T€ 265 (Vorjahr T€ 809) infolge veräußerter bebauter Grundstücke im Vorjahr deutlich rückläufig. Die Aufwendungen für unternehmenseigenes Personal sind im Vergleich mit dem Vorjahr gesunken. Dies liegt vor allen an der Ausgliederung der administrativen Aufgaben in die Hiller Holding GmbH. Kurzfristigen Steigerungen des weiteren Personalbedarfs wurde durch den temporären Einsatz von Leiharbeitskräften begegnet, wodurch die Aufwendungen für Fremdarbeiten um T€ 27 im Vergleich zum Vorjahr erhöht wurden. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde das Jahresergebnis im Berichtsjahr nicht mehr durch den Ertrag aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden und die damit verbundene Aufdeckung stiller Reserven beeinflusst. a. Ertragslage
Das Betriebsergebnis (EBIT) ohne Grundstücks- und Gebäudeverkauf ist infolge gestiegener Aufwendungen trotz Umsatzwachstum gesunken. Das Finanzergebnis, das insbesondere die Bankzinsen enthält, ist weniger negativ als im Vorjahr. Eine wesentliche Ursache liegt in der Tilgung bestehender Darlehen, ohne dass weitere Darlehen zum Geschäftsjahresende in Anspruch genommen worden sind. Auf das Steuerergebnis wirkte sich insbesondere die - aus dem Rechtsformwechsel in eine GmbH folgende - Körperschaftssteuer (T€ 326) aus. b. Finanzlage Die Finanzlage wird trotz einiger Veränderungen als gut eingeschätzt. Die Eigenkapitalquote ist um 19,3 Prozentpunkte auf 29,8 % (Vorjahr 10,5 %) gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die voraussichtliche Gewinnthesaurierung zurückzuführen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss i.H.v. T€ 1.477 zzgl. Abschreibungen i.H.v. T€ 265) beträgt im Berichtsjahr T€ 1.742. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Investitionen finanziert und die Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. c. Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 867 gesunken. Dabei stehen den Investitionen in Höhe von T€ 35 Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von T€ 76 und Abschreibungen in Höhe von T€ 265 gegenüber. Sonstige Ausleihungen durch ein - im Rahmen des Grundstücksverkaufs im Jahr 2022 abgeschlossenes - Verkäuferdarlehen in Höhe von T€ 4.036 (Vorjahr T€ 4.597) wirken einer weiteren Bilanzverkürzung entgegen. Der Barmittelbestand wird unter anderem zur Rückführung von Bankverbindlichkeiten genutzt und stieg am Geschäftsjahresende auf T€ 1.735. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um T€ 49 auf T€ 1.212 gesunken. Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements im Berichtsjahr weiterhin sehr niedrig gehalten werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis (EBIT) und Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Personalaufwandsquote, Umsatzrendite und den Cashflow heran. Die Personalaufwandsquote (ohne Fremdarbeiten) beträgt im Berichtsjahr 37,3 Prozent und ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozentpunkte gesunken. Die Personalaufwandsquote (inkl. Fremdarbeiten) beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf 41,1 Prozent und liegt damit 4,2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Die Netto-Umsatzrendite (Jahresergebnis/Umsatzerlöse) ist - ohne eine Berücksichtigung des im Vorjahr erfolgten Verkaufs von Grundstücken und Gebäuden - im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent gesunken. Dabei weist die Hiller Logistik weiterhin eine überdurchschnittliche Ertragskraft auf (Branchendurchschnitt 2 bis 8 Prozent). 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. So wurde im Berichtsjahr weniger Fremdkapital benötigt und der Umsatz stieg leicht an. Gleichzeitig waren die Personalaufwendungen (inklusive Fremdarbeiten) rückläufig. Allerdings wirkte sich die Ausgliederung der Verwaltungstätigkeiten in die Hiller Holding GmbH unmittelbar aus. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Das in der Prognose im Lagebericht des Vorjahres erwartete Umsatzwachstum von circa 5 % wurde nicht vollständig erreicht. Gleichzeitig lagen (ohne Berücksichtigung des Grundstücks- und Gebäudeverkaufs) EBIT, EBIT-Marge, Netto-Umsatzrendite und Cashflow unter dem Niveau des Vorjahres und damit tendenziell niedriger als prognostiziert. Es wurde jedoch erneut ein überdurchschnittlicher EBIT erzielt. III. Prognosebericht Unser Konzept des Full-Service-Qualitätslogistikers wird sich auch künftig insbesondere durch die stetig steigenden Anforderungen unserer Kunden positiv auf unsere Geschäftsentwicklung im Allgemeinen, primär jedoch im Bereich der industriellen Kontraktlogistik auswirken. Die Umsatzsteigerung innerhalb der nächsten drei Jahre auf insgesamt circa 10 Prozent geschätzt. Nach einer Stagnation im Jahr 2024 wird in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 ein Wachstum von circa 5 Prozent angenommen. Aufgrund der verringerten Mitarbeiteranzahl bei der Hiller Logistik wird für das Jahr 2024 eine Personalaufwandsquote (ohne Fremdarbeiten) in Höhe von circa 33,0 % bzw. eine Personalaufwandsquote (mit Fremdarbeiten) in Höhe von circa 38,0 % erwartet. Bei EBIT, EBIT-Marge, Netto-Umsatzrendite und Cashflow werden rückläufige Ergebnisse erwartet, die tendenziell oberhalb des Branchendurchschnitts liegen werden. Diese Entwicklung kann maßgeblich auf steigende Aufwendungen für Lagermieten und administrative Dienstleistungen der Hiller Holding GmbH zurückgeführt werden. Ergänzend wird ein leichter Nachfragerückgang nach Lager- und Logistikdienstleistungen erwartet. Durch die Kombination aus der Bildung einer Kapitalrücklage, fortlaufenden Darlehenstilgungen und einer Gewinnthesaurierung kann ein weiterer Anstieg der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 möglich werden. Dem hohen Personalbedarf sowie den steigenden technologischen und qualitativen Ansprüchen des Marktes wird die Hiller Logistik durch die Einbindung von Dienstleistungen der Hiller Holding GmbH im Bereich Personalmanagement, IT-Management und Qualitätsmanagement gerecht und stellt somit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig sicher. Wir erwarten insgesamt eine positive Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage sowie überdurchschnittliche Ertragslage, jedoch auf leicht gesunkenem Niveau. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen beeinflussen maßgeblich den Geschäftserfolg der Hiller Logistik. Die Nachfrage nach sowohl standardisierten als auch kundenspezifischen Logistikdienstleistungen und die damit verbundenen Umsätze sind im Berichtsjahr trotz eines volatilen Umfeldes gestiegen. Eine Reihe externer Größen eröffnet der Hiller Logistik zahlreiche Chancen und einzelne Risiken. Eine dieser Größen ist der anhaltende Outsourcing-Trend in Bezug auf industrielle Logistikdienstleistungen. In diesem Marktsegment hat sich die Hiller Logistik überregional sehr gut platzieren können, was für das Berichtsjahr einen wesentlichen Umsatzsteigerungstreiber darstellte. Da zum einen nicht erwartet wird, dass dieser Trend in den kommenden Jahren nachlässt und von einer weiteren Ansiedelung relevanter Unternehmen im Großraum Lüneburg auszugehen ist, besteht weiterhin ein überdurchschnittliches Wachstumspotential für die Hiller Logistik. Zudem sind auch die langfristigen Wachstumsprognosen der überwiegenden Anzahl der Kunden als positiv zu bewerten. Aufgrund des signifikanten Anteils jeweiliger industrieller Dienstleistungen am Gesamtumsatz der Hiller Logistik können sich strategische Entscheidungen von Kunden zu Produktionsminderungen oder -verlagerung am Standort Lüneburg sichtbar auf Umsatz und Ertrag der Hiller Logistik auswirken. 2. Chancen und Risiken aus dem Bereich Personal Um langfristig erfolgreich sein zu können, ist die Hiller Logistik im besonderen Maße auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter angewiesen. Sowohl die Abkehr von einem Arbeitgeber- hin zu einem Arbeitnehmermarkt sowie der demografische Wandel können allerdings dazu führen, dass die Zahl verfügbarer, qualifizierter Arbeitskräfte weiter abnimmt. Neben der Arbeitsmarktlage sind ebenfalls die steigenden Kosten im Bereich Personal als risikobehaftet zu bewerten. Zum einen lässt ein aktueller Tarifabschluss einen deutlichen Anstieg der direkten Personalkosten erwarten. Zum anderen werden aber auch die weichen Faktoren wie Arbeitsklima, angenehme Arbeitsumgebung, die Vermeidung ineffizienter Aufgaben (aus Arbeitnehmersicht) aber auch die Bereiche Aus- und Fortbildung sowie Mitarbeiterschulungen mit hohen Kosten verbunden sein. Des Weiteren wird die Aufgabe zu lösen sein, die Hiller Logistik weiterhin als Familienunternehmen zu führen, um den Mitarbeitern auch zukünftig einen guten und sicheren Arbeitsplatz bieten zu können. Dem Risiko, zu wenige qualifizierte Mitarbeiter gewinnen zu können, begegnet die Hiller Logistik mit verschiedenen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Diese sollen die Beschäftigten motivieren, engagieren, entwickeln und fördern. Mit strategischer Personalplanung wird den Alterungs- und Kapazitätsrisiken, die sich aus den veränderten Markt-, Alters und Sozialstrukturen ergeben, begegnet. Zudem setzt die Hiller Logistik vor allem im operativen Bereich verstärkt auf die berufliche Ausbildung junger Menschen mit dem Ziel einer anschließenden Übernahme, da dies ein sehr hohes Maß an Identifikation mit dem Unternehmen schafft und somit junge Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen bindet. Durch die häufigere Zusammenarbeit mit Hochschulen - zum Beispiel im Rahmen von Abschlussarbeiten - besteht die Möglichkeit, weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Aufgrund der mittelständischen Größe und der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens wird es zukünftig möglich sein, sich gerade in diesem Bereich von vielen Marktteilnehmern zu differenzieren und sich somit eine gute Marktposition im Personalbereich zu erarbeiten. Des Weiteren besteht die Möglichkeit Mitarbeiter mit Aufgaben zu betrauen, die Ihren Stärken und Fähigkeiten entsprechen. Somit wird es möglich sein, diese auch langfristig an das Unternehmen zu binden. 3. Chancen und Risiken aus dem Bereich IT-Systeme Die Digitalisierung wird in der Zukunft ein entscheidendes Erfolgskriterium in der Logistikbranche sein, da die Lieferketten auch in Zukunft zunehmend digitaler abgebildet werden. Somit wird es erforderlich sein, eine sehr gute IT-Infrastruktur sicherzustellen, die es zu jeder Zeit ermöglicht auf neue Anforderungen und Probleme zeitnah zu reagieren. Neben den positiven Effekten auf teils ineffiziente und wiederkehrende "manuelle" Tätigkeiten, wird es zudem möglich sein, die Fehlerquoten signifikant zu senken, da die Digitalisierung die Chance bietet "menschliches Versagen" als Fehlerquelle deutlich zu mindern. Die IT-Systeme werden zum einen durch die eingesetzte Hard- und Software immer komplexer. Zum anderen wird diese Situation wird durch die Verknüpfung verschiedener Systeme verstärkt werden. Parallel dazu wird die Abhängigkeit von diesen Systemen weiter ansteigen. Zudem besteht durch die steigende Komplexität und die Verknüpfung der Systeme die Gefahr, dass diese für ein mittelständisches Unternehmen nicht mehr zu bewältigen bzw. zu finanzieren sind. Aus diesem Grund kann der Bedarf an Kapital und Human Resources stark ansteigen. 4. Risiken durch den Ukraine-Krieg Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Kurzfristig besteht das Risiko, dass unterbrochene oder verzögerte Lieferketten bei Kunden der Hiller Logistik zu deutlichen Schwankungen der Nachfrage nach Lager- und Logistikdienstleistungen führen. Im Falle solcher Nachfrageschwankungen kann ein geminderter Umsatz nicht kurzfristig veränderbaren Kapazitäten gegenüberstehen. Mittelfristig ist ein Nachfragerückgang unter das prognostizierte Niveau möglich. Eine geminderte Produktion in der Ukraine kann sich mittelbar auswirken. So können Lieferverzögerungen und erhebliche Preissteigerungen bei Investitionsgütern die Flexibilität und die Kostenstruktur der Hiller Logistik negativ beeinflussen. 5. Risiken durch den Gaza-Krieg Mit einem Terrorangriff der Hamas auf israelisches Staatsgebiet am 7. Oktober 2023 begann ein weiterer, bewaffneter Konflikt unweit von Europa. Seit der Militäroffensive Israels greift die jemenitische Huthi-Miliz im Roten Meer Handelsschiffe an. Auch in diesem Fall besteht kurzfristig das Risiko deutlicher Nachfrageschwankungen nach Lager- und Logistikdienstleistungen aufgrund unterbrochener oder verzögerter Lieferketten bei Kunden der Hiller Logistik. 6. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Die Hiller Logistik ist nur bedingt finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Aufgrund der stringenten Einhaltung der Fristenkongruenz bei der Finanzierung des Anlagevermögens sowie der entsprechend langen vertraglich vereinbarten Zinsbindungsdauern kann das Liquiditätsrisiko deutlich reduziert werden. Zudem werden Forderungsausfälle durch ein konsistentes Forderungsmanagement vermieden, wobei diese zusätzlich durch eine Warenkreditversicherung abgesichert werden. 7. Gesamteinschätzung der Chancen und Risiken Im Rahmen des Risikomanagements erfolgte keine quantitative Erfassung und Bewertung der möglichen Risiken und Chancen. Die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation durch die Geschäftsführung hat ergeben, dass keine den Fortbestand der Hiller Logistik gefährdenden Risiken bestehen. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.
Lüneburg, den 30. Juli 2024 gez. Dennis Schmidt gez. Rafael Pappert BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Hiller Logistik GmbH, Lüneburg1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Hiller Logistik GmbH hat ihren Sitz in Lüneburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HRB 211173 eingetragen. Mit notariellem Vertrag vom 27. Dezember 2022 wurde die formwechselnde Umwandlung mit Wirkung zum 1. Januar 2023 beschlossen. Die Eintragung der Hiller Logistik GmbH im Handelsregister erfolgte am 28. März 2023. Durch den Rechtsformwechsel in eine GmbH hat sich die Darstellung des Eigenkapitals in der Bilanz verändert. Weiterhin ergeben sich Auswirkungen auf die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung. Dies führt in den zuvor genannten Posten zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit der Vorjahresangaben. Mit Ausnahme der vertragsgemäßen Darstellung der Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten als Kapitalrücklage in Höhe von € 516.918,41 erfolgte keine Anpassung der Vorjahreszahlen. Mit notariellem Vertrag vom 27.Dezember 2022 wurde die Hiller & Schmidt GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2023 ohne Kapitalerhöhung auf die Hiller Logistik GmbH zu Buchwerten verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung erfolgte am 2. Mai 2023. Der Jahresabschluss der Hiller Logistik GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Finanzanlagen werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen waren danach nicht erforderlich. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Liquide Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag erhaltenen Einnahmen passiviert, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. 3. Angaben zur Bilanz Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen.
In den sonstigen Vermögensgegenständen befinden sich Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr T€ 250 (Vorjahr: T€ 120).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 814 (im Vorjahr: T€ 2.097). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 31 (im Vorjahr: T€ 400) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 74 (im Vorjahr: T€ 81). Die Besicherung der Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte erfolgt wie folgt: Für Verbindlichkeiten bei der Hamburger Sparkasse (T€ 4.036): • Globalabtretung der Mieten Für Verbindlichkeiten bei der Sparkasse Lüneburg (T€ 617): • Sicherungsübereignung des Schieberegallagers Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten (im Wesentlichen Eigentumsvorbehalte). Zum Stichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse: aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten
Die Sicherheiten wurden für andere Gesellschaften der Hiller-Gruppe erteilt. Nach unseren Erkenntnissen können die zu Grunde liegenden Verpflichtungen von der betreffenden Gesellschaft erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nach unserer Einschätzung nicht zu rechnen. Folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen:
Die Summe der vertraglichen Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Restlaufzeit von größer einem Jahr beträgt T€ 9.785, davon haben T€ 1.593 eine Restlaufzeit von größer 5 Jahren. 4. Sonstige Angaben Angabe der beschäftigten Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt:
Zu Geschäftsführern waren bestellt: - Herr Dennis Schmidt, Kaufmann, Adendorf - Herr Rafael Pappert, Kaufmann, Lüneburg. Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer gem. § 285 Nr. 9a HGB unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 5. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
Lüneburg, den 30. Juli 2024 gez. Dennis Schmidt gez. Rafael Pappert sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hiller Logistik GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hiller Logistik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hiller Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lüneburg, 30. Juli 2024 AMP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ppa Heinatz, Wirtschaftsprüfer Petersen, Wirtschaftsprüfer |
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