Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Realeyes Group Holding GmbH
Heisfelder Straße 221, 26789 Leer (Ostfriesland), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hajo Berndt Remmers seit 10.9.2024 | Geschäftsführer |
Anja Fornacon seit 28.2.2024 | Prokura |
Kerstin Karen Dr. Eisenbeiß seit 28.2.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 35.97% | |
| 14.47% | |
| 13.59% | |
| 5.40% | |
Rechtsanwaltsversorgungswerk Niedersachsen, Körperschaft des öffentlichen Rechts | 3.60% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Zentrum Gesundheit Holding GmbHLeerKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Konzerns 1.1 Unternehmensstruktur und regionale Präsenz Die Unternehmensgruppe betreibt zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 42 augenärztliche Praxisstandorte in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sowie eine Hals-Nasen-Ohren-Belegklinik in Schleswig-Holstein. Die augenärztlichen Standorte verfügen zusammen über 58,75 kassenärztliche Zulassungen (KV-Sitze). An 13 operativen Standorten werden ambulante Eingriffe vorgenommen. Organisatorisch sind die Einrichtungen in 17 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) nach § 95 SGB V eingebunden. Die MVZ ermöglichen eine strukturierte, fachübergreifende und qualitätsgesicherte Versorgung im ambulanten Bereich und bieten rechtlichen Rahmen für Kooperationen mit weiteren Leistungserbringern, auch im Kontext innovativer Versorgungsformen wie der integrierten Versorgung. Die operative Leistungsfähigkeit der Gruppe hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit, Qualifikation und Bindung von medizinischem Personal ab. Darüber hinaus beeinflussen regionale gesetzliche und zulassungsrechtliche Rahmenbedingungen die operative Ausgestaltung der Versorgung. 1.2 Konsolidierungskreis Zum Bilanzstichtag umfasst der Konsolidierungskreis zehn Gesellschaften, bestehend aus der Muttergesellschaft und neun Tochtergesellschaften:
1.3 Geschäftsmodell und medizinisches Leistungsspektrum Die Unternehmensgruppe verfolgt ein auf Qualität, Spezialisierung und flächendeckende Versorgung ausgerichtetes Geschäftsmodell. Der Fokus liegt auf der ambulanten augenärztlichen Versorgung, ergänzt durch belegärztliche und stationäre Leistungen. Das medizinische Angebot umfasst sämtliche Kernbereiche der Augenheilkunde: Dazu gehören die Diagnostik und konservative Behandlung, die Kataraktchirurgie, intravitreale Injektionen (IVOM), refraktive Eingriffe wie LASIK oder Linsenchirurgie sowie spezialisierte Eingriffe an Netzhaut, Hornhaut, Glaukomstrukturen und Lidapparat. Ergänzend werden individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) angeboten, die das kassenärztliche Leistungsspektrum erweitern. 1.4 Strategische Ausrichtung, Leistungsprofil und Versorgungsansatz Ziel der Gruppe ist es, eine umfassende, patientenzentrierte Versorgung auf hohem medizinischem Niveau sicherzustellen. Die strategische Ausrichtung sieht eine enge Verzahnung zwischen konservativer und operativer Versorgung sowie zwischen ambulanter und stationärer Behandlung vor, um Versorgungsbrüche zu vermeiden. 1.5 Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Zentrum Gesundheit Holding GmbH war im Verlauf des Jahres 2023 personellen Veränderungen unterworfen. Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft besteht aus:
2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Auch im Jahr 2023 war das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland von vielfältigen Herausforderungen geprägt. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der anhaltende Krieg in der Ukraine, inflationsbedingte Preissteigerungen sowie gestiegene Zinsen beeinflussten die wirtschaftliche Gesamtlage und damit auch den ambulanten Gesundheitssektor in erheblichem Maße. Nach einem Rückgang der pandemiebedingten Einschränkungen ab 2022 hat sich die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland nur langsam stabilisiert. Die Inflationsrate lag 2023 laut Statistischem Bundesamt (Destatis) bei durchschnittlich 5,9 % (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 028 vom 16. Januar 2024), während die Leitzinsen im Euroraum von der Europäischen Zentralbank zur Inflationsbekämpfung weiter auf einem hohen Niveau gehalten wurden. Trotz dieses herausfordernden Umfelds blieb der Gesundheitssektor ein wachstumsstarker Bereich innerhalb der deutschen Volkswirtschaft. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland beliefen sich im Jahr 2023 auf rund 497,7 Mrd. €, was einem Anstieg von 4,8 % bzw. 22,7 Mrd. € gegenüber dem Jahr 2021 entspricht (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 154 vom 15. April 2024). Dieser Anstieg betrifft sowohl die stationäre als auch die ambulante medizinische Versorgung und spiegelt die zunehmende Inanspruchnahme medizinischer Leistungen sowie gestiegene Kosten wider. Im ambulanten Bereich, insbesondere in der fachärztlichen Versorgung wie der Augenheilkunde, ist trotz struktureller Herausforderungen weiterhin eine hohe Nachfrage zu verzeichnen. Treiber hierfür sind neben der demografischen Entwicklung - insbesondere die Zunahme altersbedingter Augenerkrankungen - auch der medizinisch-technologische Fortschritt sowie ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung. Die Rahmenbedingungen für ambulante augenärztliche Versorgungsstrukturen bleiben dennoch anspruchsvoll. Neben inflationsbedingten Kostensteigerungen etwa bei Personal, Mieten und Material schlagen auch stagnierende oder nur moderat steigende Vergütungen aus dem kassenärztlichen Bereich negativ zu Buche. Gleichzeitig erfordert der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich gezielte Maßnahmen zur Personalgewinnung und -bindung. 2.2 Geschäftsverlauf Veränderungen im Konsolidierungskreis Im Berichtszeitraum gab es keine Zugänge oder Abgänge von Tochterunternehmen oder sonstige strukturelle Veränderungen, die den Konsolidierungskreis beeinflusst hätten. Branchen- und Wettbewerbsentwicklung Die ambulante Augenheilkunde zeigte sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin als stabiler und wachstumsorientierter Sektor innerhalb des deutschen Gesundheitswesens. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der demografische Wandel: Die alternde Bevölkerung führt zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach augenärztlichen Leistungen, insbesondere im Bereich chronisch-degenerativer Augenerkrankungen wie Katarakt, Glaukom und Makuladegeneration. Neben der Versorgung im vertragsärztlichen Bereich gewinnt der Bereich individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) zunehmend an Bedeutung. Der Konzern verzeichnete im Berichtsjahr eine wachsende Nachfrage nach refraktiven Eingriffen, insbesondere nach Femto-Laser-Kataraktoperationen (FemtoCats) sowie nach intraokularen Sonderlinsen. Darüber hinaus setzt sich der Trend zur Marktkonsolidierung im augenärztlichen Sektor fort. Der Konzern beobachtete auch im Jahr 2023 eine zunehmende Integration inhabergeführter Einzelpraxen in größere augenärztliche Versorgungseinheiten und Plattformstrukturen. Dies wird begünstigt durch Skaleneffekte, Nachfolgeprobleme in der Einzelpraxisführung sowie steigende regulatorische und administrative Anforderungen. Zudem deuteten sich 2023 erste Anzeichen für ein verstärktes Interesse internationaler Finanzinvestoren am deutschen Markt für ambulante augenärztliche Leistungen an. Der Wettbewerb im Bereich der Plattformstrukturen dürfte sich damit in den kommenden Jahren weiter intensivieren. Der Konzern positioniert sich in diesem Umfeld durch eine klare Wachstumsstrategie, hohe medizinische Versorgungsqualität und die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Prozesse und Strukturen, um auch künftig wettbewerbsfähig und innovationsführend zu bleiben. 2.3 Ertragslage Der Konzern erzielte im Berichtsjahr einen Umsatz von 59,4 M€, darin im Vergleich zum Vorjahr erstmalig ausgewiesene Umsätze für die REALEYES-Gruppe, Wismar und Neu-Ulm in Höhe von 26,4 M€ für ein vollständiges Geschäftsjahr. Der korrespondierende Umsatz ohne die anorganischen Erweiterungen betrug 33,2 M€ (Vorjahr: 30,7 M€), welches einem Wachstum von 8,1 % entspricht. Zu der organischen Umsatzsteigerung hat ein deutlicher Anstieg der Erlöse aus Kassenleistungen in Höhe von 8,9 %, eine Steigerung der konservativen und operativen Privaterlöse um 15,0 % sowie eine Erhöhung der IVOC/BDOC-Behandlungen in Höhe von 11,0 % beigetragen. Der Konzern erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (EBITDA) von 7,7 M€ (Vorjahr 2022: 1,8 M€.). Dies entspricht einem Anstieg um mehr als dem Vierfachen. Ohne Berücksichtigung der Zukäufe wurde die letztjährige Prognose erreicht. Unter Berücksichtigung der Zukäufe fiel der erwartete Umsatz geringer aus. Neben den Umsatzerlösen entwickelten sich die übrigen GuV-Positionen wie folgt:
Das Ergebnis nach Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern ergibt einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von 19,6 M€. 2.4 Finanzlage Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen am 31. Dezember 2023 3,0 M€. Der Konzern war in 2023 jederzeit in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. In 2023 wurde ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 9,3 M€. erzielt. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 18,3 M€ resultiert im Wesentlichen aus der im Berichtszeitraum erfolgten Bezahlung der Verkaufspreisverpflichtung für die Akquisition Neu-Ulm dem Kauf sowie aus Investitionen in Sachanlagevermögen (-3,6 M€), darin vorwiegend medizinische Geräte und Praxisausstattung. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 9,6 M€ resultiert im Wesentlichen aus der Neuaufnahme von Darlehen gegenüber Kreditinstituten (10,7 M€) sowie von Gesellschafterdarlehen (8,6 M€). Demgegenüber stehen geleisteten Zinszahlungen in Höhe von 7,7 M€. Der Konzern bietet Leistungsträgern des Unternehmensverbunds die Möglichkeit Genussrechte in Anspruch zu nehmen. Die Genussrechte dienen in der Art ihrer Strukturierung der Stärkung des Eigenkapitals sowie der nachhaltigen Bindung von Leistungsträgern. Insgesamt betragen die ausgegebenen Genussrechte des Konzerns Ende 2023 1,6 M€ (Vorjahr:1,6 M€). Zum Stichtag 31. Dezember 2023 ist die finanzielle Lage des Konzerns angespannt, da zu diesem Zeitpunkt das in der neuen Finanzierung festgelegte Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA (Covenant) nicht eingehalten wurde. Die Kaufpreisverpflichtung aus der Akquisition Neu-Ulm in Höhe von gesamt 16,0 M€ ist im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen worden und Berichtszeitraum vollständig beglichen. Im 1. Halbjahr 2023 wurde die Finanzierung des Praxiskaufs Neu-Ulm mit allen Parteien einvernehmlich vertraglich final geregelt und umgesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch diesen Vorgang im Laufe des 1. Halbjahres 2023 um 8,0 M€ auf 104,7 M€. Ergänzt wurde die Fremdfinanzierung (8,0 M€) durch Gesellschafter-Darlehen in Höhe von 7,75 M€. Im September 2023 wurde ein weiteres Gesellschafter-Darlehen in Höhe von 1,0 M€ in Anspruch genommen, um die operative Liquidität abzusichern. Aufgrund des in 2022 / 2023 gestiegenen Zinsniveaus an den Finanzmärkten, der Höhe der Nettoverschuldung, der zeitlichen Dauer der Integration und damit Umsetzung der Synergien in den Beteiligungen und der kritischen Entwicklung der vertraglichen Kreditparameter (Covenant siehe oben) hat die Gesellschaft mit den Eigentümern und dem finanzierenden Institut intensive Gespräche zur Überarbeitung der Kapitalisierung und Fremdfinanzierung, und damit zur Stabilisierung der Finanzierungsstruktur aufgenommen. Im November 2023 wurde mit dem finanzierenden Institut eine Zins- und Tilgungsstundung bis zum Abschluss einer überarbeiteten Finanzierung vereinbart (Standstill Agreement). Zum 23. Dezember 2024 wurde ein überarbeiteter Kreditvertrag mit dem finanzierenden Institut abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2025 sieht der Kreditvertrag eine Verzinsung in Höhe von 2,0 M€ sowie ab dem 1. Januar 2026 bis zum Ende der Vertragslaufzeit eine jährliche Verzinsung in Höhe von 6,0 M€ vor. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gesellschaft pro Geschäftsquartal bis zum Ende der Vertragslaufzeit, ein jeweils nominal benanntes Mindest-EBITDA zu erwirtschaften sowie eine Mindestliquidität in Höhe von 1,5 M€ zum Q1 2025 sowie alle darauffolgenden Quartale in Höhe von 2,0 M€ vorzuhalten. Des Weiteren verpflichtet sich die Gesellschaft eine zinsähnliche Gebühr in Höhe von bis zu 24,0 M€ an den Finanzierer zuzahlen. Die Verpflichtung zur Zahlung der Gebühr entsteht zum 1. Januar 2025 und steigt in dem Zeitraum bis zum 31. Oktober 2026 linear bis zu dem Maximalbetrag von 24,0 M€ an. Die Gebühr wird erst am Ende der Vertragslaufzeit oder bei Veräußerung der von der Nord Holding gehaltenen Gesellschaftsanteile fällig. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des überarbeiteten Kreditvertrages verpflichten sich die Gesellschafter zusätzliche, zeitlich gestaffelte nachrangige Gesellschafterdarlehen in Höhe von bis zu 12,6 M€ bis zum 15. Oktober 2026 auszureichen, von denen bereits 8,6 M€ bis zum 31. Dezember 2024 ausgezahlt worden sind. Der verbleibende Restbetrag wird für die Finanzierung von wertsteigernden Projekten ausgezahlt, wobei die Auszahlung noch unter der abschließenden Genehmigung der internen Gesellschaftergremien steht. Mit Abschluss des Kreditvertrages wird die operative Handlungsfähigkeit des Konzerns gestärkt und die Grundlage für eine stabile Finanzierungsstruktur gelegt sowie die Voraussetzung sowohl für den geplanten Wachstumspfad als auch die weitere Verbesserung der Ertragsqualität in den nächsten Jahren geschaffen. Insgesamt ist festzuhalten, dass gegen die Covenant-Regelungen des ursprünglich mit der HayFin abgeschlossenen Kreditvertrages verstoßen worden ist. In Folge dessen sind ab November 2023 Standstill Agreements und im Dezember 2024 ein überarbeiteter Kreditvertrag geschlossen worden. Die gesetzlichen Vertreter gehen - ausweislich der Liquiditätsplanung - davon aus, dass die Covenants des überarbeiteten Kreditvertrags in Form der Mindestliquidität und Mindest-EBITDA im Prognosezeitraum einzuhalten. 2.4.1 Kapitalstruktur Eigenkapitalquote und Entwicklung Zum Bilanzstichtag weist der Konzern ein negatives Eigenkapital in Höhe von 20,2 M€ aus (Vorjahr: 0,6 M€). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von -15,4% (Vorjahr: -0,6%). Die negative Eigenkapitalausstattung ist im Wesentlichen auf dauerhafte Wertminderungen des Anlagevermögens sowie kumulierte Verluste aus den Vorjahren zurückzuführen. Fremdkapital und Verschuldungsgrad Das gesamte Fremdkapital beläuft sich zum Stichtag auf 124,4 M€, davon entfallen 7,2 M€ auf kurzfristige sowie 117,2 M€ auf langfristige Verbindlichkeiten. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten zu Eigenkapital) ist aufgrund des negativen Eigenkapitals rechnerisch nicht aussagekräftig. Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalstruktur Der Konzern hat Maßnahmen eingeleitet, um die Kapitalstruktur mittelfristig zu stärken. Dazu zählen:
2.4.2 Investitionen Die Investitionen in 2023 mit insgesamt 3,4 M€ betrugen im Wesentlichen Investitionen im Bereich der medizinischen Ausstattung und betrieblichen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung einen Wert von 2,6 M€ sowie Anlagen in Höhe von 0,7 M€ im Bau im Zusammenhang mit dem Bau von ambulanten Operationsstandortes. Die Investitionen wurden aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert. 2.4.3 Liquidität Die operative Zahlungsfähigkeit des Konzerns war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Die Liquidität vom 31. Dezember 2023 in Höhe von 3,0 M€ liegt am unteren Rand einer notwendigen, operativen Mindestliquidität. Zum 31. Dezember 2023 wies der Konzern eine Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5,8 M€ aus (Vorjahr: 19,2 M€). Der starke Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Begleichung von Kaufpreisverpflichtungen, welche durch die Aufnahme von Darlehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8,0 M€ sowie Gesellschafterdarlehen in Höhe von 7,75 M€ finanziert worden sind. 2.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 111,4 M€ (Vorjahr: 125,4 M€). Der wesentlichste Posten auf der Aktivseite sind mit 86,5 M€ die immateriellen Vermögenswerte (Vorjahr: 100,5 M€). Hiervon entfallen 86,3 M€ auf Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb von verschiedenen Artpraxen (33,9 M€) resultieren und die in der Konsolidierung aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem geleisteten Kaufpreis und dem Wert der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden (50,4 M€) entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,9 M€ bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber privatversicherten Patienten, der Kassenärztlichen Vereinigung (GKV) sowie gegenüber Integrierten Versorgungsträgern (IVOC, BDOC). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,7 M€ gegenüber Vorjahr ist stichtagsbedingt. Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum 31. Dezember 2023 3,0 M€ (Vorjahr: 2,4 M€). Bedingt durch das negative Jahresergebnis beträgt das Eigenkapital zum Stichtag -20,2 M€ (Vorjahr: -0,6 M€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum 31. Dezember 2023 107,1 M€ (Vorjahr: 97,4 M€). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von 11,8 M€ betreffen in Höhe von 8,8 M€ Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. 2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Konzern zieht zur internen Unternehmenssteuerung insbesondere folgende finanzielle Leistungsindikatoren heran:
Zusätzlich unterstützen nicht-finanzielle Leistungsindikatoren die Unternehmenssteuerung
Darüber hinaus finden wöchentliche Besprechungen innerhalb der Konzerngeschäftsführung und regelmäßige Management-Meetings der Regionalleitungen statt, um einen optimalen Informationsaustausch zu gewährleisten und zeitnahe Entscheidungen und Lösungen zu erarbeiten. So können negative Entwicklungen frühzeitig erkannt und entsprechend gegensteuert werden. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Geschäftsverlauf in 2023 zufridenstellund für die Gesellschaftt verlaufen ist. 3 Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht 3.1 Chancenbericht Es wird davon ausgegangen, dass der stationäre und ambulante medizinische Bereich auch in Zukunft wachsen wird. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Augenheilkunde ein wachsender Markt. Der Anteil der älteren Patienten wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter ansteigen. Besonders stark ist in der Medizin von dieser Entwicklung die Augenheilkunde betroffen, da sie im Vergleich zu vielen anderen Fächern proportional viele altersbedingte Erkrankungen hat und ab einem bestimmten Alter gewisse Erkrankungen nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel sind. Mit der in Deutschland stetig alternden Bevölkerung und damit dem steigenden Bedarf nach Leistungen der Augenheilkunde, und gepaart mit neuer medizinischer Technologie und einem Angebot an individuellen, z.T. hochwertigen Leistungen, befindet sich der Konzern als Gesundheitsdienstleister in einem wachsenden Marktsegment, welches eine kontinuierliche Entwicklung des Konzerns trägt. An den Konzern-Standorten wird der medizinische Versorgungsbedarf in der jeweiligen Region abgedeckt und die Patienten werden mit allen augenärztlichen Leistungen versorgt. Die Einrichtungen des Konzerns bieten nahezu das gesamte Spektrum der Augenheilkunde an und sind in allen Versorgungsformen (ambulant, teilstationär, stationär, integriert) tätig. Das medizinische Angebot wird durch ein umfassendes Angebot an zusätzlichen, individuellen Leistungen der Augenheilkunde ergänzt. Aufgrund der hochtechnologischen (z.B. FemtoCAT) und vielfältigen Möglichkeiten, das Sehvermögen zu verbessern (z.B. das Einsetzen von Multifokallinsen), wird mit einer entsprechenden Nachfrage gerechnet. Die Weiterbildungsermächtigung der AEKN (Ärztekammer Niedersachsen) für die Facharztausbildung (5 Jahre) lässt eine kontinuierliche Ärzteentwicklung zu, die als Möglichkeit für die Entwicklung eigener Nachwuchs-Operateure und Fachärzte genutzt wird. Daher ist der Konzern in der Lage, zukünftige Geschäftsausweitungen mit einem entsprechenden Kapazitätsangebot sicherzustellen. Übergeordnetes Ziel ist es, die personengebundenen Weiterbildungsermächtigungen an peripheren Standorten aufrecht zu erhalten bzw. zu erweitern. Eine ergänzende Versorgungsmöglichkeit wird in dem E-Health-Gesetz sowie dem Digitale-Versorgung-Gesetz gesehen. Im Rahmen dessen soll die Telematikinfrastruktur sowie die Abrechenbarkeit telemedizinischer Leistungen weiter ausgebaut werden. Über den Telematik-Ansatz kann einer weiteren Patientengruppe augenärztliche Versorgung angeboten werden. Auf Basis einer wirtschaftlich starken und technologisch offenen Bevölkerungsgruppe (mittlere Generation mit relativ hohem Einkommen) wächst die Zahl an Patienten, die innovative Zusatzleistungen für ein optimales Sehen nachfragen und auf privatvertraglicher Basis vergüten. 3.2 Risikobericht Im Hinblick auf die langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung werden entsprechende Risiken für die laufende Geschäftstätigkeit als gering angesehen. Grundsätzlich ist zu beobachten, dass nicht genügend (Nachwuchs-)Ärzte zur Verfügung stehen, um entweder Nachfolgen wegen Pensionierungen auszugleichen oder zusätzliche Versorgungsleistungen anzubieten. Diesem Umstand wird durch die gezielte Weiterbildung von Ärzten im eigenen Konzern und selektiver Akquisition von Ärzten auch aus dem Ausland entgegengewirkt. Das Ausmaß dieses Risikos wird dennoch als hoch erachtet. Potenzielle Risiken können auf regulatorischer Ebene entstehen, wenn strukturelle Änderungen zur Finanzierung medizinischer Leistungen im Gesundheitswesen beschlossen werden. Ob sich die derzeit in der politischen Diskussion der Neuordnung der Kliniklandschaft direkt oder indirekt auf die Leistungen der Augenheilkunde auswirken, kann nicht beurteilt werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit hiervon wird als gering und das mögliche Ausmaß als hoch eingeschätzt. Ein Teil des Leistungsspektrums des Konzerns wird seitens der Patienten aus dem Einkommen oder Vermögen finanziert. Das derzeit inflationäre Umfeld sowie eine heterogene wirtschaftliche Erwartung in Deutschland kann dazu führen, dass private Gesundheitsausgaben, die nicht unmittelbar notwendig sind, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Eine allgemeine Zurückhaltung bei privaten Gesundheitsausgaben ist daher in dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld möglich und wird mit einem geringen Risiko bewertet. Mit der inflationären Entwicklung in Deutschland hat sich ein deutlicher Kostendruck entwickelt. Dies bezieht sich sowohl auf eingesetzte Materialien, aber auch auf die Personalkosten. Die beschleunigte gehaltliche Entwicklung bei Ärzten und medizinischem Personal wird durch ein nicht ausreichendes Angebot an Fachkräften verstärkt. Es besteht das Risiko, dass notwendige Kostensteigerungen kurzfristig nicht vollständig auf die Abrechnungen und Preise umgelegt werden können. Mit einer kontinuierlichen Verbesserung und Optimierung der Praxis- und OP-Abläufe wird versucht, diese Deckunglücke zu verkleinern. Die wirtschaftlichen Risken hieraus werden als mittel beurteilt. Im Umfeld steigender Zinsen kann es zu einem deutlich höheren Liquiditätsabfluss durch Zinszahlungen als geplant kommen. Diese Risiko ist dahingehen adressiert worden, dass mit Abschluss der überarbeiteten Finanzierung nominal feststehenden Zinsen unabhängig von zukünftigen Euribor-Entwicklungen definiert worden sind. 3.3 Prgonosebericht Nach einer grundsätzlichen Erholung von der Corona-Krise sind die allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland aus unterschiedlichen Gründen schwierig. Auch können weitere Auswirkungen aus dem Ukraine-Konflikt und anderen geopolitischen Spannungen nicht ausgeschlossen oder eingeschätzt werden. Eine signifikant erhöhte Inflation, steigende Zinsen und das derzeit begrenzte Wirtschaftswachstum bilden daher schwierige Rahmenbedingungen. Im Geschäftsjahr 2024 beträgt der Gesamtumsatz (vorläufig) 60,5 M€. Das EBITDA (vorläufig) liegt bei 8,3 M€, wobei dieser Betrag gesonderte Aufwendungen für gesellschaftsrechtliche und finanzierungsbedingte Vorgänge (inkl. Arbeiten zur Überarbeitung der Finanzierung) in Höhe von 2,7 M€ beinhaltet. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurden leichte Steigerungen gegenüber dem Vorjahr erzielt. Im Geschäftsjahr 2025 wird sich das EBITDA-Niveau weiter stabilisieren und in der Folge geplante und strukturelle Mehrkosten decken. Die Konzernumsatzerlöse werden mit einer gestiegenen Größenordnung im Vergleich zum Vorjahr 2024 prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2025 wird ein Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 8,8 M€ sowie ein um 0,8 M€ gestiegenes EBITDA prognostiziert. Für das Geschäftsjahr 2026 wird mit einem Umsatzanstieg von 7,8 M€ sowie einem EBITDA-Anstieg von 3,0 M€ gegenüber dem Vorjahr gerechnet.
Leer, 7.7.2025 Zentrum Gesundheit Holding GmbH - Geschäftsführung - Dr. Kerstin Eisenbeiß Hajo Remmers Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Konzerngewinn- und -verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben Die Zentrum Gesundheit Holding GmbH (die „Gesellschaft“ oder das „Mutterunternehmen“) hat ihren eingetragenen Sitz unter folgender Adresse: Ostersteg / Ecke Ledastr. 1, in 26789 Leer. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgericht Aurich unter der HRB-Nummer 204989 geführt. Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. März 2022 wurde das Stammkapital um 5.028,00 EUR auf 34.439,00 EUR erhöht und mit Beschluss vom 22. Juli 2022 um 313,00 EUR auf 34.752,00 EUR erhöht. Die Gesellschafter der Zentrum Gesundheit Holding sind:
Gegenstand des Mutterunternehmens ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen und die Erbringung von Serviceleistungen an Unternehmen, die insbesondere im Gesundheitsbereich tätig sind, unter anderem zugelassene Krankenhäuser und Unternehmen, die medizinische Versorgungszentren (MVZ) und ambulante Versorgungseinrichtungen betreiben. 2. Grundlagen der Aufstellung des Abschlusses Der Konzernabschluss wurde gemäß der §§ 290 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Das Gliederungsschema des § 266 HGB wurde um die Position „Genussrechtskapital“ erweitert. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet. 3. Angaben zum Konsolidierungskreis 3.1 Tochterunternehmen Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der Zentrum Gesundheit Holding GmbH und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2023. Einbezogen in den Konzernabschluss per 31. Dezember 2023 sind neben der Muttergesellschaft Zentrum Gesundheit Holding GmbH die folgenden Tochterunternehmen:
Bei der erstmaligen Einbeziehung der REALEYES MVZ München GmbH, REALEYES MVZ Dachau GmbH und der Realeyes Augenklinik Theresienhöhe GmbH wurden die in den Konzernabschluss aufgenommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten im Rahmen der Kaufpreisallokation neu bewertet bzw. mit dem Zeitwert zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. März 2022 angesetzt. Dies führte zu einer Höherbewertung gegenüber dem Jahresabschluss des Tochterunternehmens. Die Marke Realeyes ist mit einem Wert von insg. 2.555 TEUR aktiviert und wird mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Ebenfalls erstkonsolidiert wurden die MVZ Augenlaserzentrum Neu-Ulm GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 1. Dezember 2022) und die neu gegründete MVZ Augenärzte am Kurpark GmbH (Erstkonsolidierungszeitpunkt 29. September 2022). 3.2 Gemeinschaftsunternehmen Es besteht eine Beteiligung an der Praxisgemeinschaft Augenärzte Heiligengeiststr. GbR, Oldenburg. Der Anteil am Kapital beträgt 50%. Die Praxisgemeinschaft wurde zum 1. Juli 2021 gegründet und wird wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Zentrum Gesundheit Holding GmbH wird in keinen weiteren Konzernabschluss einbezogen. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger. 4. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Wertansätze der Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallende Eigenkapital. Die Ergebnisse der einbezogenen Unternehmen zwischen Erwerbszeitpunkt und dem Erstkonsolidierungsstichtag sind erfolgsneutral in die Bilanz eingeflossen. Differenzen zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital werden ganz oder teilweise den Vermögensgegenständen und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet, sofern dort stille Reserven und/oder Lasten vorhanden sind. Der verbleibende Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Gruppeninterne Ausleihungen und andere Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Zwischenergebnisse aus Transaktionen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. 5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, wie gewerbliche Schutzrechte sowie Softwarelizenzen, werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Für die Bestimmung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer werden die von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen zugrunde gelegt, wobei es sich um die zulässigen Höchstsätze handelt. Die Nutzungsdauer der erworbenen Praxiswerte beträgt 10 Jahre. Der Schätzung der individuellen betrieblichen Nutzungsdauern liegen folgende ermessenbehafteten Annahmen zu Grunde:
Die Abschreibung des aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt planmäßig über die Nutzungsdauer (10 Jahre). Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen der Sachanlagen werden dabei nach der linearen Abschreibungsmethode basierend auf den steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt, wobei es sich um die zulässigen Höchstsätze handelt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Auf Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls Abschreibungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bilanziert. Im Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, die nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert. Die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung werden mit dem voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ermittelt. Das gekennzeichnete Kapital ist zum Nennwert bilanziert. Die Genussrechte sind zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Geschäftsjahre der von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Der vorliegende Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltende Vorschriften im Sinne von § 267 HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. 6. Erläuterungen zum Konzernabschluss 6.1 Erläuterungen der Bilanz 6.1.1 Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt. 6.1.2 Immaterielle Vermögensgegenstände Die Immateriellen Vermögengegenstände bestehen im Wesentlichen aus Geschäfts- und Firmenwerten. Diese resultieren in Höhe von TEUR 33.896 aus dem Erwerb von verschiedenen Arztpraxen. Im Jahr 2023 betrafen die Zugänge im Wesentlichen nachträgliche Kaufpreisverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von kleineren Praxen in der ZG Zentrum Gesundheit GmbH. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum Stichtag TEUR 50.379. Im Geschäftsjahr 2022 entfielen auf die Erstkonsolidierung mit der Realeyes MVZ München GmbH und Realeyes MVZ Dachau GmbH - München , Geschäfts-oder Firmenwerte inh Höhe von TEUR 39.806 (2023: TEUR 30.091). Auf Letzteren ist im Geschäftsjahr 2022 aufgrund einer dauerhaften Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen worden. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis eines Impairmenttests unter Anwendung der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt und lag unter dem fortgeführten Buchwert. Die Abschreibung belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 31.640 (2023: TEUR 0). Es handelte sich hierbei um Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung im Sinne des § 314 Nr. 23 HGB. 6.1.3. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände Die Forderungen beinhalten Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von TEUR 8.088 (VJ TEUR 8.905) und setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen die Kassenärztliche Vereinigung (GKV), privatversicherte Personen sowie gegen Integrierte Versorgungsträger (IVOC, BDOC) zusammen. Die Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht in Höhe von TEUR 423 (VJ TEUR 756) betreffen im Wesentlichen Erlösausgleichsforderungen. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind in der Regel nicht ausfallgefährdet. Die sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 625) beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 138, Kautionsforderungen in Höhe von TEUR 167, Geldtransit in Höhe von TEUR 67 und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 43 sowie Forderungen gegen die Bundesagentur aus Coronahilfen in Höhe von TEUR 34.
6.1.3 Eigenkapital Das Eigenkapital (Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag TEUR 20.165; (VJ TEUR 626) setzt sich aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von TEUR 35 (VJ TEUR 35), einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 65.184 (VJ TEUR 65.184), Genussrechten in Höhe von TEUR 1.600 (VJ TEUR 1.600), dem Verlustvortrag von TEUR 67.466 (VJ TEUR 14.813) und einem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19.553 (VJ TEUR 52.632) zusammen. In den vier bestehenden Genussrechtsverträgen sind insgesamt 103 Genussrechte verbrieft. Drei Verträge verbriefen jeweils ein Genussrecht und einer 100 Genussrechte. Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 1.500 ist ausschließlich mit einer ergebnisabhängigen Verzinsung ausgestattet. In diesem Vertrag wurde eine Nachrangigkeit der Zahlungsansprüche aus dem Genussrechtsvertrag in einer Höhe, die zur Verhinderung oder Beseitigung einer etwaigen Überschuldung oder Zahlungsfähigkeit erforderlich ist sowie im Falle der Insolvenz oder Liquidation hinter sämtlichen andere Gläubigerforderungen vereinbart. Für TEUR 100 Genussrechtskapital ist außerdem im Fall eines Gesellschafterwechsels und dem damit verbundenen vorzeitigem Ende der Laufzeit ein „Exiterlösbetrag“ verbrieft, der an die Entwicklung des Eigenkapitalwerts der Gesellschaft geknüpft ist. In diesem Vertrag wurdeebenfalls eine Nachrangigkeit der Genussrechte vereinbart. Alle Genussrechte haben eine ordentliche Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030. 6.1.4 Sonstige Rückstellungen Im Folgenden sind die Sonstigen Rückstellungen mit nicht unerheblichem Umfang genannt.
6.1.6 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Verpfändung der Gesellschaftsanteile, Abtretungen von Forderungen, Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen sowie Grundpfandrechten. Im Wesentlichen sind die Erhöhungen der Verbindlichkeiten ggü. KI durch den Erwerb der Neuzugänge im Konzernverbund entstanden. In den Verbindlichkeiten L+L ist der Kaufpreis der Praxis MVZ Neu-Ulm enthalten. 6.1.7 Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 624 resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen. Die latenten Steuern (Steuersatz 29%) beruhen auf folgenden Differenzen:
6.2 Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung 6.2.1 Umsatzerlöse Die ausschließlich inländischen Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
6.2.2 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.749 (VJ TEUR 1.881) enthalten Weiterbildungsförderungen für die Ausbildung von ambulanten Fachärzten in Höhe von TEUR 653 (VJ TEUR 518) sowie Erstattungen aus Aufwendungsausgleichs Gesetzt in Höhe von TEUR 80. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten persiodenfremde Erträge aus Immbolibienverkäufen in Höhe von TEUR 630 (VJ TEUR 0) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 656 (VJ TEUR 11). 6.2.3 Personalaufwand Der Personalaufwand beträgt im Berichtszeitraum TEUR 31.577 (VJ TEUR 25.255). 6.2.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.943 (VJ TEUR 15.966) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 1.278 (VJ TEUR 1.398), sowie Aufwendungen für Miete und Nebenkosten in Höhe von TEUR 4.785 (VJ TEUR 3.376) als auch Aufwendungen für Werbe- und Reisekosten in Höhe von TEUR 1.111 und EDV-Kosten in Höhe von TEUR 1.057. Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen aus der Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 896 sowie aus Forderungsverlusten in Höhe von TEUR 701. 6.2.5 Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 16.484 betreffen im Wesentlichen Abschreibungen von immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 14.048. 6.2.6 Zinsaufwendungen Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 10.975 (VJ TEUR 6.325) resultieren im Wesentlichen aus der Darlehensverbindlichkeit gegenüber der HayFin (Hayfin DLF III LuxCo 1 S.à.r.l und Hayfin Services LLP). 7. Sonstige Angaben 7.1 Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Zentrum Gesundheit Holding, Leer sind:
Die Geschäftsführer der Muttergesellschaft sind nicht bei der Gesellschaft angestellt und erhalten für ihre Tätigkeit von dieser keine Bezüge. 7.2 Arbeitnehmer Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 566 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:
Der Jahresdurchschnitt wurde auf Basis eines vierteljährlichen Personalbestandsvergleichs ermittelt. 8. Befreiung Mehrere in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften haben gemäß § 264 Abs. 3 HGB von den Erleichterungen für abhängige Unternehmen Gebrauch gemacht. Die folgenden Gesellschaften haben diese Erleichterungen in Anspruch genommen:
Die Befreiung erfolgt auf Grundlage ihrer Einbindung in diesen Konzernabschluss. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den folgenden Geschäftsjahren werden Aufwendungen in vergleichbarer Höhe erwartet. Weiterhin ist die Muttergesellschaft Mitgesellschafter an einer GbR. Auf Grund der gesamtschuldnerischen Haftung können hieraus weitere Verpflichtungen entstehen. Sofern bekannt, wurden diese bereits berücksichtigt. Das Honorar für den Abschlussprüfer beläuft sich auf TEUR 150. 10. Organschaft Mit Verschmelzung der vorherigen umsatzsteuerlichen Organträgerin Eye Clinic Holding GmbH auf die ZG Augenklinik Holding GmbH und der im Anschluss hieran erfolgten Überführung der umsatzsteuerlichen Organschaft auf die Zentrum Gesundheit Holding GmbH ist die Zentrum Gesundheit Holding GmbH gemäß Bestätigung des Finanzamtes Leer vom 8. März 2023 Organträgerin der umsatzsteuerlichen Organschaft im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG. In diese Organschaft sind folgende Tochtergesellschaften einbezogen:
Als Organträgerin ist die Zentrum Gesundheit Holding GmbH gegenüber den Finanzbehörden für die umsatzsteuerlichen Verpflichtungen der Organgesellschaften verantwortlich. Innerorganschaftliche Lieferungen und Leistungen werden umsatzsteuerlich nicht als steuerbare Umsätze behandelt. Ereignisse nach der Berichtsperiode Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben oder eine Anpassung der im Konzernabschluss enthaltenen Beträge erfordern. Zum 23. Dezember 2024 wurde ein überarbeiteter Kreditvertrag mit dem finanzierenden Institut abgeschlossen. Für das Geschäftsjahr 2025 sieht der Kreditvertrag eine feste jährliche Verzinsung in Höhe von 2% sowie ab dem 1. Januar 2026 bis zum Ende der Vertragslaufzeit in Höhe von 5% vor. Darüber hinaus verpflichtet sich die Gesellschaft pro Geschäftsquartal bis zum Ende der Vertragslaufzeit, ein jeweils nominal benanntes Mindest-EBITDA zu erwirtschaften (Minimum EBITDA Covenant) sowie eine Mindestliquidität in Höhe von 1,5 Mio. € zum Q1 2025 sowie alle darauffolgenden Quartale in Höhe von 2,0 Mio. € vorzuhalten (Minimum Liquidity Covenant). Des Weiteren verpflichtet sich die Gesellschaft eine zinsähnliche Gebühr in Höhe von 24 Mio. € an den Finanzierer zuzahlen. Die Gebühr wird erst am Ende der Vertragslaufzeit oder bei Veräußerung der von der Nord Holding gehaltenen Gesellschaftsanteile fällig. Es besteht eine wesentliche Unsicherheit darin, zukünftig die verhandelten Vorgaben insbesondere die bereits genannten Covenants-Regelungen und die weiteren Kreditbestimmungen des zum 23. Dezember 2024 überarbeiteten Kreditvertrags („Amendment an Restatement Agreement“), wie beispielsweise die Fristen zur Vorlage der Konzernabschlüsse, zu erfüllen und somit das Risiko einer vorzeitigen Auflösung durch den Kreditgeber. Im Zusammenhang mit dem Abschluss des überarbeiteten Kreditvertrages verpflichten sich die Gesellschafter zusätzliche, zeitlich gestaffelte nachrangige Gesellschafterdarlehen in Höhe von bis zu 12,6 Mio. € bis zum 15. Oktober 2026 auszureichen.
Leer, 07.07.2025 Geschäftsführung Dr. Kerstin Eisenbeiß Hajo Remmers AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagespiegel dargestellt.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Zentrum Gesundheit Holding GmbH, Leer Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Zentrum Gesundheit Holding GmbH, Leer, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Zentrum Gesundheit Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 7. Juli 2025 KPMG AG Schrum, Wirtschaftsprüfer Nobis, Wirtschaftsprüferin |
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