TOYOTA Kreditbank GmbH
Selbe AdresseKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Holger Nelsbach seit 4.3.2026 | Geschäftsführer |
Rocco Eisebith seit 3.1.2024 | Geschäftsführer |
Sascha Kepper seit 5.4.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Toyota Financial Services Corporation | 51.00% |
Toyota Motor Europe NV/SA | 49.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KINTO Deutschland GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024A. Allgemeine Angaben und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Allgemeine Angaben Am 11. März 2021 wurde die Toyota Leasing GmbH auf die KINTO Deutschland GmbH umfirmiert. Die KINTO Deutschland GmbH ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG und ist unter der Nummer HRB 20031 beim Amtsgericht Köln eingetragen. Das von der ehemaligen Toyota Leasing GmbH betriebene Leasinggeschäft inklusive der damit in Verbindung stehenden Vermögensgegenstände und Schulden wurde am 31. März 2021 auf die Muttergesellschaft Toyota Kreditbank GmbH übertragen. Nach Übertragung des Portfolios der ehemaligen Toyota Leasing GmbH an die Toyota Kreditbank AG, hat die KINTO Deutschland GmbH zum 1. April 2021 als neu aufgesetzte Gesellschaft mit eigenem Personal und einer neu eingeführten Leasingsoftware die Geschäftstätigkeit aufgenommen und ein eigenes Leasingportfolio aufgebaut. 'Die KINTO Deutschland GmbH hat ihren Jahresabschluss zum 31. März 2024 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie unter Beachtung der rechtsformspezifischen Anforderungen des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufzustellen. Die handelsrechtlichen Anforderungen aus den §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (Kreditinstituts-Rechnungslegungsverordnung - RechKredV) sind zu beachten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform beibehalten. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden werden zu Nennwerten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen auf Basis von Einzelfallbetrachtungen vorgenommen. Dies betrifft Forderungen, die länger als 90 Tage überfällig sind und damit technisch als ausgefallen gelten. Die Risikovorsorgeermittlung erfolgt dabei auf Basis eines Lifetime- Expected Loss Modells. Forderungen gegenüber Schuldnern, bei denen die Insolvenz eingetreten ist, oder Forderungen die an Inkassounternehmen abgegeben wurden und bei denen die Beitreibungsversuche erfolglos verlaufen sind, werden ausgebucht. Das Leasingvermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände werden linear über die Vertragslaufzeit auf den kalkulatorischen Restwert abgeschrieben. Die für mögliche Restwertrisiken gebildete Vorsorge wird vom Leasingvermögen abgesetzt. Für Verträge, bei denen keine signifikante Ratingverschlechterung eingetreten ist, wird eine pauschalierte Risikovorsoge auf Basis eines Ein-Jahres-Ausfallhorizontes ermittelt und als außerplanmäßige Abschreibung auf das Leasingvermögen abgesetzt. Für Verträge, die eine wesentliche Verschlechterung des Ratings aufweisen (31- 90 Tage überfällig) wird die Risikovorsorge auf Basis eines Life-Expected Loss Modells ermittelt und als außerplanmäßige Abschreibung vom Leasingvermögen abgesetzt. Gleiches gilt für die Buchwerte der Fahrzeuge von Verträgen die länger als 90 Tage überfällig sind und damit als ausgefallen gelten. Der Bilanzansatz der Immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gebildet, soweit eine dauerhafte Wertminderung bzw. Nutzungseinschränkung vorliegt. In den immaterielle Anlagewerten wird Software zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von drei Jahren ausgewiesen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Betrag von 1.000 Euro werden in einen Sammelposten eingestellt und über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben. Für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurde das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch genommen. Es liegt eine entsprechende Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 1 HGB vor. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Zinsabgrenzungen werden berücksichtigt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Leasingsonderzahlungen sowie Subventionszahlungen der Toyota Deutschland GmbH. Die Abgrenzungsposten werden linear über die Laufzeit der zugrundeliegenden Leasingverträge aufgelöst. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für ungewisse Verbindlichkeiten bilanziert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Pensionsrückstellungen werden zum 31. März 2024 in der Handelsbilanz unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens, eines Diskontierungszinssatzes von 1,83 % (VJ: 1,79%), einer Gehaltsdynamik von 3,00 % (VJ: 3,00%) und einer Rentendynamik von 3,00 % (VJ:3,00%) ermittelt. Als Berechnungsgrundlage dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Marktzins der vergangenen 10 Jahre angewendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre und dem der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt TEUR 4. In Höhe des Unterschiedsbetrags liegt eine Ausschüttungssperre vor. Für die Mitarbeiterfluktuation werden im Pensionsgutachten unternehmensspezifische Alters- und dienstzeitabhängige Wahrscheinlichkeiten zugrunde gelegt. Die als Deckungsvermögen zur Erfüllung bestimmter Pensionsansprüche gehaltenen Wertpapierfonds, welche die KINTO Deutschland GmbH im Rahmen eines Contractual Trust Agreements von dem übrigen Unternehmensvermögen separiert hat, werden mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die entsprechenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff aller Gläubiger entzogen und dürfen nur zur Deckung der Schulden verwendet werden. Den Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.223 (VJ: TEUR 1.078) steht ein Zeitwert für die Wertpapierfonds (zzgl. des Barmittelbestandes) in Höhe von TEUR 696 (VJ: TEUR 484) gegenüber. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 614 (VJ: TEUR 431). Anteilige Beiträge für Investitionen in das Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 527 (VJ: TEUR 594), welche jeweils erst im Januar des Folgejahres fällig werden, werden unter dem Posten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen. Die aus der Vermögensverrechnung im Geschäftsjahr 2023/2024 entstandenen Aufwendungen in Höhe von TEUR 176 (VJ: TEUR 158) wurden mit den entstandenen Erträgen in Höhe von TEUR 115 (VJ: TEUR 19) verrechnet. Die anderen Rückstellungen berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrags. Bei den Rückstellungen für Servicekosten der Leasingverträge werden pro Vertrag für die mit einem externen Servicedienstleister vereinbarten Serviceentgelte je nach Fortschreiten des Vertrags Rückstellungen gebildet. Sobald die entsprechenden Leistungen abgerechnet werden, wird die Rechnung als Inanspruchnahme der Rückstellung gebucht. Für Rückstellungen für offene Rechnungen erfolgt die Rückstellungsbildung auf Basis des erwarteten Rechnungsbetrages. Im Bereich der Risikovorsorge werden Zuführungen und Auflösungen für den Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung kompensiert. B. Erläuterungen zur Bilanz 1. Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig. Im Geschäftsjahr sind keine Forderungen in fremder Währung enthalten. 2. Forderungen an Kunden Zum Bilanzstichtag gliedern sich die Restlaufzeiten wie folgt:
Die Forderungen an Kunden sind bereits um Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.690 (VJ: TEUR 782) gemindert. 3. Leasingvermögen Das Leasingvermögen beinhaltet die seit dem Go-Live der Gesellschaft zum 1. April 2021 neu geschlossenen KFZ-Leasingverträge. Das Leasingvermögen umfasst zum Bilanzstichtag 26.735 Fahrzeuge (VJ: 17.749) und hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
4. Anlagevermögen Die Entwicklung der Posten Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen im Geschäftsjahr geht aus dem nachfolgenden Brutto-Anlagespiegel hervor.
Im Anlagevermögen sind mit der Software "Camunda" selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände enthalten, bei denen das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 S. 1 HGB in Anspruch genommen wurde. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 41 (VJ: TEUR 206) . In dieser Höhe liegt eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 S. 1 HGB vor. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 29.666 (VJ: TEUR 45.502) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin KINTO Europe GmbH zum Ausgleich des Verlustes des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.933 (VJ: TEUR 9.583), sonstige Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 15.746 (VJ: TEUR 5.879) sowie Vorsteuererstattungsansprüche gegenüber den Finanzbehörden in Höhe von TEUR 4.651 (VJ: TEUR 4.457). Die Restlaufzeiten gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
6. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 21 (VJ: TEUR 0) enthalten vorschüssig bezahlte über die Vertragsdauer abgegrenzte Rechnungen. 7. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Fremdfinanzierung der KINTO Deutschland GmbH erfolgt derzeit ausschließlich über die Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande. Zum Bilanzstichtag gliedern sich die Restlaufzeiten wie folgt:
* davon täglich fällig TEUR 62
8. Sonstige Verbindlichkeiten In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.977 (VJ: TEUR 16.364) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Cash in Transit i.H.v. TEUR 33.996 (VJ: TEUR 15.309) sowie gegenüber den Finanzbehörden aus der Pauschalversteuerung des Incentiveprogramms "Best of Kinto" in Höhe von TEUR 807 (VJ: TEUR 575) enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Cash in Transit beinhalten im Wesentlichen noch zu zahlende Fahrzeugrechnungen an unsere Händler und die Toyota Deutschland GmbH aus der Aktivierung von Leasingverträgen. 9. Rechnungsabgrenzungsposten Der Posten i.H.v. TEUR 52.685 (VJ: TEUR 36.959) beinhaltet im Wesentlichen über die Vertragslaufzeit abgegrenzte Importeur-Subventionen der Toyota Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 36.151 (VJ: TEUR 22.424) sowie über die Vertragslaufzeit abgegrenzte Leasing-Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 16.509 (VJ: TEUR 14.412). Die Importeursubventionen werden seitens des Importeurs als Teil der Absatzförderung gewährt, um den Kunden günstigere Leasingsraten anbieten zu können. 9. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen i.H.v. TEUR 527 (VJ: TEUR 594) beinhalten die seit Beginn der Geschäftstätigkeit zum 1. April 2021 verdienten Ansprüche der Mitarbeiter aus dem Pensionsprogramm "Toyota.One". In den anderen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.715 (VJ: TEUR 4.293) sind im Wesentlichen Rückstellungen für Servicekosten der Leasingfahrzeuge in Höhe von TEUR 4.837 (VJ: TEUR 2.305) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 3.014 (VJ: TEUR 1.534) enthalten.
In der Bilanz sind keine Vermögensgegenstände oder Schulden in fremden Währungen enthalten. B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Leasingerträge in Höhe von TEUR 193.538 (VJ: TEUR 130.346) betreffen im Wesentlichen Erlöse aus der Verwertung von gebrauchten Leasingfahrzeugen in Höhe von TEUR 74.717 (VJ: TEUR 63.763), Mieterträge aus den Leasingverträgen in Höhe von TEUR 82.290 (VJ: TEUR 48.539), Erträge aus der Vereinnahmung über die Vertragslaufzeit abgegrenzter Importeur-Subventionen in Höhe von TEUR 11.525 (VJ: TEUR 6.946) sowie Serviceerträge in Höhe von TEUR 10.942 (VJ: TEUR 3.937). Die Geschäftstätigkeit beschränkt sich dabei auf in Deutschland ansässige Leasingnehmer. Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 88.748 (VJ: TEUR 70.281) enthalten im Wesentlichen Kosten aus dem Abgang der Restbuchwerte der Fahrzeuge in Höhe von TEUR 74.717 (VJ: TEUR 63.789). Darüber hinaus sind in den Leasingaufwendungen im Wesentlichen Kosten für die Erbringung von Serviceleistungen in Höhe von TEUR 5.199 (VJ: TEUR 3.297) enthalten. Die Zinserträge in Höhe von TEUR 895 (VJ: TEUR 12) enthalten ausschließlich Erträge aus der Guthabenverzinsung von Sichteinlagen der Gesellschaft. In den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 9.221 (VJ: TEUR 3.148) sind im Wesentlichen in Höhe von TEUR 9.166 (VJ: TEUR 3.148) Zinsaufwendungen aus Darlehensverträgen mit der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 455 (VJ: TEUR 720) beinhalten im Wesentlichen Erträge mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 240, die wiederum im Wesentlichen aus Kostenerstattungen resultieren. Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 14 (VJ: TEUR 9) enthalten. Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 6.103 (VJ: TEUR 5.892) beinhalten im Wesentlichen Beratungskosten in Höhe von TEUR 2.279 (VJ: TEUR 1.229). Darüber hinaus sind in den anderen Verwaltungsaufwendungen im Wesentlichen Kostenumlagen der KINTO Europe GmbH aus der Umlage laufender Kosten in Höhe von TEUR 1.422 (VJ: TEUR 1.355) enthalten. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen in Höhe von TEUR 87.838 (VJ: TEUR 51.641) beinhalten im Wesentlichen laufende Abschreibungen auf das Leasingvermögen. Um den Restwertrisiken und antizipierten Adressenausfallrisiken Rechnung zu tragen, wurde darüber hinaus eine außerplanmäßige Abschreibung des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 9.770 (VJ: TEUR 3.564) vorgenommen. Bei den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 575 (VJ: TEUR 472) handelt es sich um lineare Abschreibungen über die Vertragslaufzeit. C. Sonstige Angaben 1. Zusammensetzung der Organe und deren Gesamtbezüge Geschäftsführung Im Geschäftsjahr lag die Geschäftsführung bis zum 31.12.2023 bei Herrn Jürgen Brustbauer, ab dem 01.01.2024 bei Herrn Christian Schmitz und Herrn Rocco Eisebith. Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Herr Brustbauer war bis 31.12.2023 sowohl Geschäftsführer der KINTO Deutschland GmbH als auch der KINTO Europe GmbH . Auf die Veröffentlichung der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Inanspruchnahme der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 2. Anzahl der Mitarbeiter Die KINTO Deutschland GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 69 (VJ: 56) Mitarbeiter/innen. Diese verteilen sich wie folgt auf Mitarbeitergruppen: Durchscchnittliche Anzahl der Mitarbeiter/ innen
3. Angaben zum Konzernabschluss Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 der KINTO Deutschland GmbH wird in den Teilkonzernabschluss der Toyota Financial Services Corporation, Nagoya/Japan als kleinster Kreis einbezogen. Dieser geht in den Konzernabschluss der Toyota Motor Corporation, Toyota City/Japan, als größter Kreis ein. Die Konzernabschlüsse werden in Nagoya bzw. Toyota City/Japan offen gelegt. 4. Name und Sitz der Mutterunternehmen
5. Ergebnisverwendung Der Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.933 (VJ: TEUR 9.583) wird auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungs- und Verlustübernahmevertrags von der Gesellschafterin ausgeglichen. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere in Form von Mietverpflichtungen für Büroflächen sowie Wartungs- und Dienstleistungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 871 (VJ: TEUR 607). Davon betreffen TEUR 132 (VJ: TEUR 132) verbundene Unternehmen. 7. Unwiderrufliche Kreditzusagen Kreditzusagen bestehen für noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge in Höhe von TEUR 112.727 (VJ: EUR 161.677). Bei den Kreditzusagen für noch nicht ausgelieferte Fahrzeuge hat die KINTO Deutschland GmbH ein vertragliches Rücktrittsrecht, sofern sich die Bonität des Kunden bis zum Vertragsbeginn wesentlich verschlechtern sollte. 8. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet. 9. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für die Jahresabschlussprüfung zum 31. März 2024 beträgt TEUR 166 (VJ: TEUR 180) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.
Köln, den 11. Juni 2024 KINTO Deutschland GmbH Rocco Eisebith Christian Schmitz Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024Inhaltsverzeichnis A. Grundlagen der KINTO Deutschland GmbH B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a. Ertragslage b. Vermögens- und Finanzlage C. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen 2. Risikomanagement a. Risikomanagementorganisation b. Risikomanagementprozess c. Risikostrategie d. Wesentliche Risikoarten e. Risikotragfähigkeitskonzept f. Kapitalplanung 3. Risikoarten a. Kreditrisiko b. Marktpreisrisiko c. Restwertrisiko d. Liquiditätsrisiko e. Operationelle Risiken 4. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage D. Prognosebericht 1. Zukünftige gesamtwirtschaftliche Situation 2. Entwicklung der KINTO Deutschland GmbH A. Grundlagen der KINTO Deutschland GmbH Am 11. März 2021 wurde die Toyota Leasing GmbH auf die KINTO Deutschland GmbH umfirmiert. Das von der KINTO Deutschland GmbH betriebene Leasinggeschäft inklusive der damit in Verbindung stehenden Vermögenswerte und Schulden wurde am 31. März 2021 auf die damalige Muttergesellschaft der KINTO Deutschland GmbH - die Toyota Kreditbank GmbH - übertragen. Mit der KINTO Europe GmbH als neue Gesellschafterin hat die KINTO Deutschland GmbH zum 1. April 2021 als neu organisierte Gesellschaft mit eigenem Personal und einer neu eingeführten Leasingsoftware die Geschäftstätigkeit aufgenommen und ein eigenes Leasingportfolio aufgebaut. Die KINTO Deutschland GmbH ist ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der KINTO Europe GmbH mit Sitz in Köln. Mit der Muttergesellschaft wurde mit Datum vom 14. Februar 2022 ein Gewinnabführungs- und Verlustübernahmevertrag geschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 18. Februar 2022 erfolgt. Die Muttergesellschaften der KINTO Europe GmbH wiederum sind die in Japan ansässige Toyota Financial Services Corporation mit 51 Prozent der Anteile sowie die in Belgien ansässige Toyota Motor Europe N.V. , die 49 Prozent der Gesellschaftsanteile hält. Konzernobergesellschaft ist der japanische Autobauer Toyota Motor Corporation. Somit besteht auch unter Marketing-Gesichtspunkten eine sehr enge Verbindung zwischen den Gesellschaften. Die Beteiligungsstruktur lässt sich der nachfolgenden Übersicht entnehmen.
Die KINTO hat die Erlaubnis zum Betreiben des Leasinggeschäfts und wird entsprechend durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht. Die KINTO Deutschland GmbH bietet mit dem Produkt KINTO One Leasingfinanzierungen für gewerbliche Kunden in Deutschland an. Daneben werden verschiedene Mobilitätsservices und Mobilitätsprodukte durch die Gesellschaft entwickelt und angeboten; diese reichen vom Carsharing bis hin zum flexiblen Auto-Abo. Zum Go-Live der neuen KINTO Deutschland GmbH am 1. April 2021 ist die Gesellschaft zunächst mit dem Produkt "KINTO One" an den Markt gegangen. Dieses Produkt ist eine Kooperation von der HLA Fleet Services GmbH, des Toyota Geschäftskundenservice (TGS), der KINTO Deutschland GmbH, der Toyota Deutschland GmbH und dem Toyota Versicherungsdienst. Es kombiniert klassisches Finanzierungsleasing mit verschiedenen Servicebausteinen. Die Servicebausteine sind flexibel und einzeln vom Kunden wählbar. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres 2021/2022 mit dem stationsgebundenen Carsharing "KINTO Share" mit Minuten- oder Tagespauschalen sowie "KINTO Flex" einem Autoabo, bei dem in der monatlichen Gebühr planmäßige Wartungen, Versicherungen und Steuern enthalten sind, begonnen. Zielgruppe dieser Produkte sind neben gewerblichen Kunden auch Privatkunden. Den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der KINTO Deutschland GmbH bildet die Vermietung (Leasing) von Kraftfahrzeugen. Bei den Leasingfahrzeugen handelte es sich um Neu- und Vorführfahrzeuge der Marken Toyota und Lexus. Auch bei Gebrauchtwagen wurden im Wesentlichen Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus verleast. Daneben bietet die Gesellschaft ihren Kunden die Möglichkeit Neu- und Gebrauchtwagen konzernfremder Marken zu leasen, dies macht derzeit aber nur einen geringen Teil der Fahrzeuge im Portfolio aus. Die KINTO Deutschland GmbH bietet im Rahmen des Leasinggeschäftes Restwert-Verträge und Kilometer- Verträge an. Bei Restwert-Verträgen wird bereits bei Vertragsabschluss der voraussichtliche Restwert des Leasingfahrzeuges zum Zeitpunkt des Vertragsablaufs im Leasingvertrag festgelegt. Bei Kilometer-Verträgen wird bei Vertragsabschluss die Gesamtfahrleistung in Kilometern über die Dauer des Leasingvertrages festgelegt. Die Leasingverträge für Fahrzeuge werden zwischen der KINTO Deutschland GmbH als Leasinggeber und den Kunden als Leasingnehmern geschlossen, wobei die Verträge weitestgehend von Toyota- bzw. Lexus- Vertragshändlern auf Veranlassung der Leasingnehmer initiiert werden und nach Prüfung und Genehmigung durch die KINTO Deutschland GmbH abgeschlossen werden. Bei den Leasingnehmern handelt es sich ausschließlich um gewerbliche Kunden. Auf Grundlage der Leasingverträge erwirbt die KINTO Deutschland GmbH die Leasingfahrzeuge von den Toyota- bzw. Lexus- Vertragshändlern oder von der Toyota Deutschland GmbH. Ziel der KINTO Deutschland GmbH ist es, als Leasinggesellschaft im Konzernverbund der Toyota Motor Corporation, den Verkauf von Fahrzeugen durch das Anbieten von Leasingprodukten zu unterstützen und gleichzeitig neue Mobilitätsdienstleistungen zu entwickeln und anzubieten. Zentrale Steuerungsinstrumente für die KINTO Deutschland GmbH sind das Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsstandards sowie die Anzahl der neu aktivierten Leasingverträge. Die Kennzahl Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsstandards wird konzernweit nach IFRS ermittelt und gesteuert. Aufgrund von unterschiedlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ist eine unmittelbare Überleitbarkeit aus den handelsrechtlichen Zahlen nur grob möglich. B. Wirtschaftsbericht 1 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Weltwirtschaft Die globale Wirtschaftsleistung stieg nach Angaben des Internationalen Währungsfonds im Kalenderjahr 2023 um 3,2 %, verglichen mit einem Wirtschaftsaufschwung von 3,4 % im Vorjahr. Die Volkswirtschaften der Industrieländer sind dabei im Schnitt mit 1,6 % geringer als der Rest der Welt gewachsen. Im Vorjahr war noch ein Wachstum in Höhe von 2,7 % zu verzeichnen. Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 weiterhin gewachsen, wenn auch geringer als im Vorjahr. Die weiterhin expansive Fiskalpolitik der Regierungen hatte auch im Jahr 2023 eine positive Auswirkung auf die Wirtschaftsleistung. Die positive Entwicklung wurde durch die allmähliche Auflösung der Engpässe bei den Liefer- und Transportketten sowie die Entspannung an den Energiemärkten begünstigt. Gegenläufig wirkten sich die Erhöhung der Zinsen durch die Notenbanken und die weiterhin hohe globale Gesamtinflation in Höhe von 6,8 % aus - auch wenn letztere im Vergleich zum Vorjahr (8,7 %) deutlich zurückgegangen ist. Ein stabiles Wachstum und eine zunehmend rückläufige Inflation, das Abklingen früherer Energieschocks und die nachlassende Spannung in den Liefer- und Transportketten begünstigen die Angebotsentwicklung. Verstärkt wird dies durch die starken Einwanderungsströme in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Auch wenn die Weltwirtschaft weiterhin den geopolitischen Spannungen, wie dem bestehenden Russland-Ukraine-Konflikt und der Entwicklungen des Nahostkonfliktes in Israel und Gaza, ausgesetzt ist. Geschäftsgebiet Das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Euroraum lag im Jahr 2023 bei 0,4 % und damit deutlich unter dem Vorjahreswachstum in Höhe von 3,5 %. Das wirtschaftliche Umfeld war 2023 weiterhin durch den andauernden Russland-Ukraine-Konflikt, die Entwicklung des Nahostkonfliktes in Israel und Gaza und die straffe Geldpolitik bestimmt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Eurozone zuletzt am 20. September 2023 auf 4,5 % erhöht und damit den bis dato höchsten Stand erreicht. Für 2024 wird eine Senkung der Leitzinsen erwartet. Die Erhöhung des Leitzinses sollte zur Eindämmung der hohen Inflation dienen. Die am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) gemessene Inflation im Euroraum lag 2023 bei 5,4 %, während diese im Vorjahr noch bei 8,4 % lag. Wirtschaftsindikatoren in Europa
Quelle: IWF
1) Reales Bruttoinlandsprodukt
Abb. 2
1 Generelle Quelle: IMF World Economic Outlook
April 2022
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist 2023 mit einem realen Wachstum von -0,3 % deutlich hinter dem Vorjahreswachstum von 1,8% zurückgeblieben und ist auf die anhaltend schwache Verbraucherstimmung zurückzuführen. Entwicklung des Automobilmarktes Der EU-Automobilmarkt stieg im Kalenderjahr 2023 um 13,9 % und die Pkw-Neuzulassungen lagen im Kalenderjahr 2023 bei 10,5 Mio. Einheiten. 2 Obwohl die drei größten EU-Märkte einen zweistelligen Zuwachs erzielen konnten, verzeichnete Deutschland im Vergleich zum Vorjahr nur einen Anstieg von 7,3 %. Dies ist insbesondere auf die schwächere Entwicklung der Absatzzahlen im Dezember zurückzuführen. Mit weltweit 11,23 Millionen verkauften Fahrzeugen im Kalenderjahr 2023 lag Toyota nahe dem Vorjahreswert von 10,48 Millionen verkauften Fahrzeugen und war damit erneut der größte Automobilhersteller der Welt. Während die Verkaufszahlen der meistverkauften Modelle, Yaris und RAV4, von Toyota in Europa im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, konnte der Absatz von den Modellen C-HR, Corolla und Aygo/Ayogo X gesteigert werden. Die Strategie der kontinuierlichen Emissionsreduzierung der Toyota Flotte und die Technologieführerschaft im Bereich umweltfreundlicher Antriebe wird konsequent unterstützt durch das erste in Großserie hergestellte Brennstoffzellenfahrzeug "Mirai", den Plug-In Modellen Prius und RAV4 sowie den Elektromodellen ProAce und ProAce Verso sowie dem bZ4X. In jedem Segment der Toyota Modellpalette wird ein Hybridantrieb angeboten. Darüber hinaus sind alle Lexus-Modelle auch als Hybridfahrzeuge erhältlich und seit 2020 gibt es das erste vollelektrische Lexusmodell UX300 auf dem Markt. Mit dem Geschäftsjahr 2023 ergänzte der Lexus RZ450e die vollelektrische Produktpalette. Seit 2021 wird mit dem Lexus NX auch bei Lexus ein Plug-in Modell angeboten. Die Anzahl der verkauften Hybridfahrzeuge im vergangenen Kalenderjahr beläuft sich auf 3.679.557 Einheiten weltweit. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug 953.282 Einheiten, was einem Zuwachs von 34,97 % entspricht. Der Anteil der Hybridfahrzeuge am Gesamtabsatz von Toyota und Lexus verringerte sich insignifikant im Jahr 2023 in Europa auf 65,6 % (im Vorjahr 66,6 %) und steigerte sich in Deutschland auf 70,1 % (im Vorjahr 69,2 %). Die Marke von 50 % Hybridanteil bei Neuzulassungen wurde damit in Deutschland bereits das siebte Mal in Folge erreicht.
2 Quelle: ACEA, Monthly Press Release Jan. 2024
2. Geschäftsverlauf Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung in der Automobilbranche waren im abgelaufenen Geschäftsjahr auch weiterhin durch den Krieg in der Ukraine und den damit einhergehenden Entwicklungen geprägt. Die Automobilindustrie war im Geschäftsjahr weiterhin von Lieferengpässen betroffen, wobei sich die Liefersituation bis zum Geschäftsjahresende deutlich verbessert hat. Dies ging mit einer deutlichen Absatzschwäche in der zweiten Geschäftsjahreshälfte aufgrund der schwierigen konjunkturellen Lage in Deutschland einher. In diesem schwierigen Umfeld konnte die KINTO Deutschland GmbH das geplante Ergebnis- (Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsstandards) erreichen. Beim Absatzziel (Anzahl der neu aktivierten Leasingverträge) blieb die Gesellschaft aufgrund einer schwachen zweiten Geschäftsjahreshälfte jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Orderbank konnte vor diesem Hintergrund von 7.262 Einheiten zum Vorjahresstichtag um 2.658 Einheiten auf 4.604 Fahrzeuge abgebaut werden. Das Leasinggeschäft der KINTO Deutschland GmbH ist zu einem großen Teil von den Zulassungen von Toyota und Lexus-Fahrzeugen abhängig. Die Zulassungszahlen von Toyota und Lexus haben sich im GJ 2023/2024 wie folgt entwickelt: Zulassungen Neuwagen
Abb. 3 Insgesamt sind die Toyota- und Lexus-Zulassungen im Geschäftsjahr um 1,7 Prozent gestiegen. Innerhalb der Toyota-Gruppe ist der Anteil der Leasingverträge an den Gesamtzulassungen im Geschäftsjahr leicht gestiegen: Entwicklung Leasingfinanzierung in Deutschland innerhalb der Toyota-Gruppe
Abb. 4 Das Neugeschäft der KINTO Deutschland GmbH im GJ 2023/2024 betrug 13.038 Einheiten. Das Ziel von 15.581 neu aktivierten Einheiten wurde damit nicht erreicht. Zum Ende des Geschäftsjahres lag das Portfolio bei 26.735 Einheiten. Zum Bilanzstichtag verteilten sich die Fahrzeuge wie in Abbildung 5 dargestellt auf das Portfolio der Gesellschaft. Leasingfinanzierung KINTO DE
Abb. 5 3. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a. Ertragslage Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR -8.933 (VJ: TEUR -9.583). Das Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (wesentlicher finanzieller Leistungsindikator) lag im Geschäftsjahr bei TEUR -4.726 (VJ: TEUR -5.935 ) und war damit etwas besser als die geplanten TEUR -5.051. Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist nach wie vor durch den weiteren Aufbau des Leasing- und Mobilitätsgeschäfts und den damit verbundenen allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belastet, die weiterhin noch nicht durch einen Überschuss aus dem Leasinggeschäft getragen werden können. Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich zum Bilanzstichtag wie in Abbildung 6 abgebildet dar: Ertragslage
Abb. 6 Das Leasingergebnis in Höhe von TEUR 104.790 (VJ: TEUR 60.065) setzt sich zum einen aus Erträgen in Höhe von TEUR 193.538 (VJ: TEUR 130.346) zusammen, die im Wesentlichen aus Fahrzeugverkäufen in Höhe von TEUR 74.717 (VJ: TEUR 63.789), den mit den Kunden vertraglich vereinbarten Leasingraten in Höhe von TEUR 82.290 (VJ: TEUR 48.539) sowie aus über die Vertragslaufzeit vereinnahmten Subventionen der Toyota Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 11.525 (VJ: TEUR 6.946) geprägt sind. Weiterhin sind anteilig vereinnahmte Leasingsonderzahlungen in Höhe von TEUR 7.507 (VJ: TEUR 4.499) sowie Serviceerträge in Höhe von TEUR 10.942 (VJ: TEUR 3.937) enthalten. Den Leasingerträgen stehen zur Ermittlung des Leasingergebnisses Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 88.748 (VJ: TEUR 70.281) gegenüber. Diese beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang für Restbuchwerte in Höhe von TEUR 74.717 (VJ: TEUR 63.789) sowie im Zusammenhang mit den Leasingverträgen erbrachten vertraglich vereinbarten Serviceleistungen in Höhe von TEUR 5.199 (VJ: TEUR 3.937). Im Zinsergebnis in Höhe von TEUR - 8.326 (VJ: TEUR - 3.177) sind im Wesentlichen in Höhe von TEUR 9.166 (VJ: TEUR 3.148) Zinsaufwendungen aus Darlehensverträgen mit der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, enthalten. Die Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.591 (VJ: TEUR 2.446) betreffen im Wesentlichen Bonuszahlungen an die Händler für die Vermittlung von Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.748 (VJ: TEUR 1.784). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 455 (VJ: TEUR 720) beinhalten im Wesentlichen Erträge mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 240 (VJ: TEUR 400), die wiederum im Wesentlichen aus Kostenerstattungen resultieren. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 13.606 (VJ: TEUR 11.849) beinhalten im Wesentlichen Personalkosten in Höhe von TEUR 7.503 (VJ: TEUR 5.957) die aufgrund von Neueinstellungen zur Abwicklung des gestiegenen Leasingportfolios gestiegen sind, Beratungskosten in Höhe von 2.279 (VJ: TEUR 1.524), sowie Kostenumlagen der KINTO Europe GmbH aus der Umlage laufender Kosten in Höhe von TEUR 1.422 (VJ: TEUR 1.355). Um den Restwertrisiken und antizipierten Adressenausfallrisiken Rechnung zu tragen, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung des Leasingvermögens in Höhe von TEUR 9.770 (VJ: TEUR 2.783) vorgenommen. Um den im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld vorliegenden latenten makroökonomischen Risiken Rechnung zu tragen, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Management-Overlay in Höhe von 10% auf die zu bildende Risikovorsorge gebildet, der bei der Ermittlung der Abschreibungen berücksichtigt wurde. Bei den übrigen Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von TEUR 78.068 (VJ: TEUR 48.859) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen über die Vertragslaufzeit. Bei den Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von TEUR 575 (VJ: TEUR 472) handelt es sich um lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer. Bei den Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.242 (VJ: TEUR 782) handelt es sich um Einzelwertberichtigungen auf Forderungen mit erhöhten Ausfallrisiken, die dem Stage 3 zugeordnet wurden. Dies betrifft insbesondere Verträge mit offenen Forderungen, die länger als 90 Tage überfällig sind, sowie Kunden, über die das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Der Anstieg ist insbesondere auf das gestiegene Leasingportfolio zurückzuführen. Der Verlust des Geschäftsjahres wurde aufgrund des mit der KINTO Europe GmbH bestehenden Gewinnabführungs- und Verlustausgleichsvertrages ausgeglichen, sodass sich ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 0 ergibt. b. Vermögens- und Finanzlage Das Bankguthaben in Höhe von TEUR 43.794 (VJ: TEUR 19.545) setzt sich aus Guthaben auf dem laufenden Konto bei der Hessischen Landesbank, Düsseldorf, in Höhe von TEUR 43.776 (VJ: TEUR 19.538), der Mizuho Bank, Ltd., Filiale Düsseldorf in Höhe von TEUR 8 (VJ: TEUR 6) sowie auf dem Tagesgeldkonto bei der SUMITOMO MITSUI BANKING CORPORATION, Filiale Düsseldorf, in Höhe von TEUR 10 (VJ: TEUR 1) zusammen. Das Leasingvermögen der KINTO Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 533.909 (VJ: TEUR 383.559) entspricht 86,5 Prozent (VJ: 83,0 Prozent) der Bilanzsumme der Gesellschaft in Höhe von TEUR 617.013 (VJ: TEUR 462.196) und wurde seit dem Go-Live der Gesellschaft am 1. April 2021 neu aufgebaut. Zum Bilanzstichtag waren 26.735 (VJ: 17.749) Fahrzeuge im Leasingbestand. Unter Berücksichtigung von Vertragsbeendigungen wurde das Portfolio im Geschäftsjahr um 8.986 Fahrzeuge erweitert. Durch eine Entspannung der Liefersituation im Geschäftsjahr ist die Orderbank von 7.262 Fahrzeugen zum Vorjahresstichtag auf 4.604 Fahrzeuge zurück gegangen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 29.666 (VJ: TEUR 45.502) enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Gesellschafterin KINTO Europe GmbH auf Ausgleich des Verlustes des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 8.933 (VJ: TEUR 9.583) sowie sonstige Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 15.746 (VJ: TEUR 5.879). Darüber hinaus sind im Wesentlichen Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 4.651 (VJ: TEUR 4.457) enthalten. Die Passivseite ist durch die konzerninterne Refinanzierung bei der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, geprägt. Zum Bilanzstichtag hat die KINTO Deutschland GmbH insgesamt 34 (VJ: 26) Darlehen mit verschiedenen Restlaufzeiten inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von insgesamt TEUR 456.369 (VJ: TEUR 341.246) offen. Die Darlehen weisen Ursprungslaufzeiten von 24 bis 48 Monaten aus und sind spätestens bis zum 27. März 2028 fällig. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten i.H.v. TEUR 52.685 (VJ: TEUR 36.959) beinhaltet über die Vertragslaufzeit abgegrenzte Importeur-Subventionen der Toyota Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 36.151 (VJ: TEUR 22.425) sowie über die Vertragslaufzeit abgegrenzte Leasing-Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 16.509 (VJ: TEUR 14.412). Die Importeur-Subventionen werden seitens des Importeurs als Teil der Absatzförderung gewährt, um den Kunden günstigere Leasingraten anbieten zu können. Zum Bilanzstichtag verfügte die KINTO Deutschland GmbH über ein bilanzielles Eigenkapital in Höhe von TEUR 62.740. Neben dem Stammkapital in Höhe von TEUR 1.000 wurden in den Vorjahren drei Eigenkapitalerhöhungen in Höhe von insgesamt TEUR 61.740 zur Stärkung der Kapitalrücklage vorgenommen. Zuletzt wurde die Kapitalrücklage mit Beschluss vom 28. März 2023 um TEUR 24.540 erhöht. Im Zuge des Aufbaus des Leasingportfolios sind weitere Kapitalerhöhungen durch die Gesellschafterin geplant. Durch die Kapitalerhöhungen soll auf Basis des nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften berechneten Eigenkapitals eine Capital-Adequacy Ratio von 10,5 Prozent sichergestellt werden. Die KINTO Deutschland GmbH hat die Möglichkeit sich über die konzerninterne Refinanzierungsgesellschaft der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, bis zu einem Betrag in Höhe von Mio. EUR 680 nach kurzfristiger Bedarfsanmeldung zu refinanzieren. Darüber hinaus besteht eine unwiderrufliche Kreditzusage in Höhe von Mio. EUR 80 bei der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, die mit Wirkung zum 29. Dezember 2023 für ein Jahr geschlossen wurde und nach Ablauf prolongiert werden kann. Weiterhin war während des Geschäftsjahres freie Liquidität auf Tagesgeldkonten bei drei Geschäftsbanken angelegt, sodass die Gesellschaft jederzeit ausreichende Liquidität vorhalten konnte, um den Aufbau des Portfolios zu finanzieren und allen finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachzukommen. Die Geschäftsführung ist unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfeldes und der Zinsstruktur mit der wirtschaftlichen Lage der KINTO Deutschland GmbH zufrieden. C. Chancen- und Risikobericht Auf Grund des zwischen der KINTO Deutschland GmbH und der KINTO Europe GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresfehlbetrag zum 31. März 2024 der KINTO Deutschland GmbH von der KINTO Europe GmbH ausgeglichen. Die Risikoüberwachung und die Risikosteuerung der KINTO Deutschland GmbH wurden von der Gesellschaft eigenständig durchgeführt. Die Gesamtverantwortung für die Risikoüberwachung und -steuerung sowie die Verantwortung, unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu steuern, liegt bei der Geschäftsleitung der Gesellschaft. 1. Chancen Die Geschäftsentwicklung ist zu einem großen Teil von der Autoabsatzentwicklung der Konzernmarken im Geschäftsgebiet abhängig. Entsprechend ergeben sich Chancen für die Gesellschaft, wenn die Marken Toyota und Lexus ihren Marktanteil am Gesamtabsatz in Deutschland steigern, da sich dies bei gleichbleibender Penetration auf ein gesteigertes Leasingvolumen der KINTO Deutschland GmbH auswirken kann. Im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses und der damit verbundenen mittel- und langfristigen Geschäftsplanung, wurden Chancen für weiteres profitables Wachstum ermittelt und in den Entscheidungsprozess eingebracht. Unternehmerische Chancen wurden im Rahmen der strategischen und mittelfristigen Planungsrechnungen erfasst und unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt. Wachstumsimpulse für die KINTO Deutschland GmbH können sich durch ein stärkeres Wirtschaftswachstum ergeben, welches zu einer stärkeren positiven Absatzentwicklung von Konzernmarken und damit zu einem verstärkten Neugeschäft führen kann. Das Geschäftsumfeld der KINTO Deutschland GmbH ist derzeit durch verschiedene Unsicherheitsfaktoren geprägt. In diesem schwierigen Umfeld ergeben sich neben den Risiken auch Chancen für die KINTO Deutschland GmbH, wenn sich die Konjunktur besser entwickelt als ursprünglich vor dem Hintergrund der vielen Unwägbarkeiten vorsichtig prognostiziert. Eine besser als vorausgesagte Entwicklung der Konjunktur ist in der Vergangenheit z.B. durch die positiven Effekte von fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen während der Corona- Pandemie beobachtet worden. 2. Risikomanagement a. Risikomanagementorganisation Zur Abwicklung ihres Geschäfts verfügt die KINTO Deutschland GmbH über eine eigene Aufbau- und Ablauforganisation. Die wesentlichen Risiken werden auf Ebene der KINTO Deutschland GmbH überwacht und gesteuert. Wesentliche Risiken, denen sich die KINTO Deutschland GmbH ausgesetzt sieht, werden in Abb. 9 dargestellt. Die Festlegung der Risikostrategie sowie die Risikobeurteilung, - steuerung, -überwachung und -kommunikation erfolgt innerhalb der KINTO Deutschland GmbH. Nachfolgend wird das Risikomanagementsystem der KINTO Deutschland GmbH dargestellt. Die Entscheidungen der KINTO Deutschland GmbH beruhen auf der laufenden Beurteilung des Verhältnisses von erzielbarer Rendite und einzugehenden Risiken unter konsequenter Sicherung der Risikotragfähigkeit. Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für die Organisation des Risikomanagements in der KINTO Deutschland GmbH. Es wurde eine Risikomanagement-Organisation geschaffen, die die Grundlage für eine risiko- und kostenorientierte Gesamtsteuerung bildet.
Abbildung 7: Teilnehmer und Themen im Risk CommitteeIm Rahmen der Risikomanagement-Organisation nimmt das Risk Committee als höchstes Risikogremium eine wesentliche Stellung ein. Während das Risk Management die operativen Teile ausführt, übernimmt das Risk Committee die Überwachung und Kommunikation der durch die Geschäftsleitung festgelegten Risikostrategie. Das Risk Management beurteilt die Einzel- und Gesamtrisikosituation der KINTO Deutschland GmbH, insbesondere unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit und spricht Empfehlungen an das Risk Committee aus. Zielsetzung ist eine möglichst frühzeitige Erkennung von Risiken sowie die Festsetzung von Maßnahmen zur Risikominderung. Das Risiko-Reporting erfolgt direkt an die Geschäftsleitung sowie an die Mitglieder des Risk Committees. Im Rahmen des vierteljährlich tagenden Risk Committees wird über die Risikoentwicklung und aktuelle Situation berichtet und darauf aufbauend werden Entscheidungen getroffen. Die KINTO Deutschland GmbH hat zudem die unabhängigen Funktionen des Geldwäschebeauftragten und des Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements zur Steuerung des Gesamtrisikoprofils der KINTO Deutschland GmbH ist die Betrachtung von Stresstests. Stresstests sind neben der Risikoinventur und Risikotragfähigkeitsrechnung ein weiterer Baustein des Risikomanagementkonzeptes und unterstützen die Steuerung des Gesamtrisikoprofils der KINTO Deutschland GmbH. Um die Risikoauswirkungen neuer Produkte eingehend beurteilen zu können und in dem Gesamtbankrisikoprofil entsprechend zu berücksichtigen, ist das Risikomanagement in den Prozess der Entwicklung neuer Produkte integriert. Im Auftrag der Geschäftsleitung wurde im Geschäftsjahr 2021/22 eine Interne Revision eingerichtet, welche an die Toyota Kreditbank GmbH ausgelagert ist. Diese überwacht seitdem die Ordnungsmäßigkeit der Prozesse, die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems. Prüfungsplanung und Prüfungsdurchführung sollen dabei risikoorientiert erfolgen. Die Geschäftsleitung wird regelmäßig im Rahmen der Quartalsberichte bzw. des Jahresberichts über die im Geschäftsjahr durchgeführten Prüfungen einschließlich des Status der beschlossenen Umsetzungsmaßnahmen informiert. b. Risikomanagementprozess Die Geschäftsstrategie der KINTO Deutschland GmbH bildet den Rahmen für die Risikostrategie der KINTO Deutschland GmbH. Im Mittelpunkt der Risikostrategie steht das ertragsorientierte Eingehen von Risiken unter Berücksichtigung des ökonomischen Eigenkapitals bei gleichzeitiger Sicherstellung der Liquidität und Einhaltung des Risikoprofils. Das Risikomanagementsystem ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Das Risikomanagementsystem verfolgt das Ziel, wesentliche Risiken in einem definierten Rahmen unter strikter Beachtung von Risikotragfähigkeitsgesichtspunkten einzugehen. Das Risikomanagement setzt sich zusammen aus der Risikostrategie, der Steuerung der Risikotragfähigkeit und dem internen Kontrollsystem sowie Risikoidentifizierung, Risikomessung und Risikokommunikation. Das interne Kontrollsystem besteht aus der schriftlich fixierten Ordnung, der Aufbau- und Ablauforganisation und dabei insbesondere den Prozessen zur Risikosteuerung und zum Risikocontrolling.
Abbildung 8: Einfluss der Geschäfts- und Risikostrategiec. Risikostrategie Den Rahmen für die Risikosteuerung bildet unter Berücksichtigung des Risikotragfähigkeitskonzepts die Risikostrategie. Diese berücksichtigt alle durch die geschäftspolitischen Ausrichtungen identifizierten Risiken und legt in Übereinstimmung mit den aufsichtlichen Anforderungen das Zielrisikoprofil, das Limitsystem und den grundsätzlichen Umgang mit Risiken der KINTO Deutschland GmbH fest. Im Mittelpunkt der Risikostrategie stehen die langfristige Existenzsicherung sowie eine ausgewogene Balance von Ertrag und Risiko. Ein bewusstes Eingehen von Risiken unter Berücksichtigung des ökonomischen Eigenkapitals ist Bestandteil der Risikostrategie und leitet sich aus der Gesamtstrategie ab. Die KINTO Deutschland GmbH betreibt als Anbieter von Mobilitätslösungen zur Unterstützung des Automobilabsatzes Finanzdienstleistungen mit Toyota-Händlern sowie Geschäftskunden. Es gehört zum Geschäftsmodell der KINTO Deutschland GmbH, bewusst Konzentrationsrisiken einzugehen. Innerhalb des Small Fleet-Portfolios sind aufgrund der Kundenstruktur Konzentrationsrisiken von untergeordneter Bedeutung. Hingegen zeichnet sich das Large Fleet-Portfolio im Verhältnis zum Small-Fleet-Portfolio durch eine geringe Anzahl von Kunden aus und weist demnach erhöhte Konzentrationsrisiken auf. d. Wesentliche Risikoarten Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde eine expertenbasierte Risikoinventur durchgeführt, in der alle für die KINTO Deutschland GmbH relevanten Risiken auf ihre Wesentlichkeit überprüft wurden. Im Rahmen der Risikoinventur wurde nach der Identifizierung aller relevanten Risiken eine quantitative und qualitative Einschätzung der Risikoarten zur Feststellung der Wesentlichkeit vorgenommen. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der KINTO besteht die Gefahr, dass Risiken schlagend werden können. Als Risiko wird die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinn verstanden, diese können auf internen oder externen Einflussfaktoren beruhen. Folgende Risiken wurden im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentliche (Sub-)Risikoarten identifiziert:
Abbildung 9: Gesamtrisikoprofil der KINTOe. Risikotragfähigkeitskonzept Die KINTO Deutschland GmbH hat zur regelmäßigen Beurteilung der Risikolage ein Risikotragfähigkeitskonzept implementiert. Die Risikotragfähigkeit beschreibt, inwieweit die definierte Risikodeckungsmasse die eingegangenen Risiken tragen kann. Der relevante Steuerungskreis der KINTO Deutschland GmbH umfasst die ökonomische Perspektive. Die Festlegung der Risikotragfähigkeit bildet den Rahmen für die Risikosteuerung und das Risikomanagement der KINTO Deutschland GmbH. Die Berechnung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit ist daher ein elementarer Bestandteil der Gesamtsteuerung. Das gesamte zur Verfügung stehende Risikodeckungspotential von Mio. EUR 59,9 (Vj. Mio. EUR 63,2) setzt sich aus dem gezeichneten Kapital sowie der Kapitalrücklage unter Berücksichtigung der geplanten Kapitalzuführung nach Abzug des Jahresfehlbetrags nach HGB von TEUR 8.933, der immateriellen Vermögensgegenstände von TEUR 56 und einem Management Adjustment für ESG-Risiken von TEUR 1.000 zusammen.
Abbildung 10: ökonomische Perspektive per 31.03.2024Nach Berücksichtigung aller wesentlichen Risiken ergibt sich ein freies Risikodeckungspotential in Höhe von Mio. EUR 12,3 (Vj. Mio. EUR 30,6) welches für den geplanten Aufbau des Portfolios genutzt werden kann. Das Risikodeckungspotenzial war am Bilanzstichtag mit 69 Prozent (Vj. 42 Prozent) ausgelastet. Im Rahmen der Kapitalplanung ist eine weitere Kapitalerhöhung zur Sicherstellung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung im Folgejahr geplant. Zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit werden die Risiken je Risikoart mit geeigneten Instrumenten quantifiziert. Für die Berechnung der operationellen Risiken nutzt die KINTO den Basisindikatoransatz, wobei hier der Jahresabschluss der beiden Vorjahre sowie der aktuelle Jahresabschluss zugrunde gelegt wurden. Zur Erreichung einer ganzheitlichen und risikoartenübergreifenden Betrachtungsweise sind auf Basis von Szenario- und Sensitivitätsanalysen Stressszenarien implementiert. Hier werden durch die KINTO Deutschland GmbH eigene marktweite Einflussfaktoren für alle wesentlichen Risikoarten aus Abbildung 9 die in der ökonomischen Perspektive durch Risikodeckungspotenzial unterlegt werden berücksichtigt. Für das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird im Rahmen der Risikomessung die Kennziffer DAF2 (siehe Abschnitt 2 c. Liquiditätsrisiko) im Basis-Szenario und die Kennziffer DAF2 Stress im Stress-Szenario ermittelt. Auch wenn das Zahlungsunfähigkeitsrisiko für die KINTO wesentlich ist, ist eine Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept aufgrund der nicht sinnvoll möglichen Begrenzung dieser Risikoart durch das Risikodeckungspotenzial nicht erforderlich. Die Berücksichtigung des strategischen Risikos erfolgt in Verbindung mit dem Geschäftsrisiko im Rahmen der Planung der von den Erwartungen abweichenden Ergebnisgrößen in adversen Szenarien. Das in der Risikotragfähigkeit betrachtete "Basis-Szenario" entspricht jeweils dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld. Die Risikotragfähigkeit der KINTO Deutschland GmbH war im Geschäftsjahr 2023/2024 zu jederzeit gegeben. f. Kapitalplanung Die KINTO Deutschland GmbH führt zusätzlich zu dem Risikotragfähigkeitskonzept einen Prozess zur Planung des zukünftigen Kapitalbedarfs durch, um sicherzustellen, dass auch in Zukunft genug Kapital für die zukünftigen Risiken zur Verfügung steht. Im Basisszenario werden die zukünftige strategische Ausrichtung und die Änderung des ökonomischen Umfeldes berücksichtigt. Dabei wird über einen Betrachtungszeitraum von drei Jahren ermittelt, welche Kapitalzuführungen unter Berücksichtigung des geplanten Wachstums notwendig sind, um die konzerninternen Kapitalvorgaben einzuhalten. Auf dieser Basis werden dann entsprechende Kapitalerhöhungen mit der KINTO Europe GmbH als Muttergesellschaft vereinbart. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist eine Erhöhung der Kapitalrücklagen in Höhe von Mio. EUR 14,4 geplant. Weitere Kapitalerhöhungen sind in den nächsten Jahren vorgesehen, um eine angemessene Kapitalausstattung vor dem Hintergrund des wachsenden Geschäfts zu gewährleisten. 3. Risikoarten Als Risiko wird die Gefahr eines Verlustes oder Schadens durch eine ungünstigere als die ursprünglich erwartete Entwicklung definiert. Die Betrachtung der Risiken erfolgt netto, das bedeutet nach risikobegrenzenden Maßnahmen. Folgende Risiken wurden im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentliche Risiken identifiziert: a. Kreditrisiko Unter dem Kreditrisiko wird das Risiko eines möglichen Verlusts aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder dem Zahlungsausfall einer Gegenpartei verstanden. Innerhalb des Kreditrisikos kann man in Abhängigkeit des zugrundeliegenden Geschäfts folgende Unterscheidungen treffen: Das Adressenrisiko bezeichnet das Risiko einer Bonitätsverschlechterung einschließlich eines Ausfalls des Schuldners. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie in das Migrationsrisiko unterteilt. Das Adressenausfallrisiko steht hier für den möglichen Verlust aufgrund eines Zahlungsausfalls des Leasingnehmers. Das Migrationsrisiko bezeichnet in diesem Zusammenhang die Gefahr, dass sich die Bonität eines Kreditnehmers verschlechtert und dadurch der Barwert des Kreditengagements negativ beeinflusst wird. Das Kreditkonzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko einer gehäuften Materialisierung von Ausfallrisiken durch eine Konzentration des Portfolios auf wenige individuelle Vertragsparteien, Gruppen von Vertragsparteien oder Konzentrationen auf einzelne Marktsektoren. Das Kerngeschäft der KINTO Deutschland GmbH besteht im Wesentlichen aus dem Leasing für Unternehmen. Ausfall- und Kreditkonzentrationsrisiko (große Kundenengagements) nehmen daher eine herausragende Stellung unter den Adressausfallrisiken ein. Der Schwerpunkt des Managements der Adressausfallrisiken liegt daher in der Bewertung und Steuerung dieser Risiken. Organisation des Kreditrisikomanagements Die Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für ein funktionsfähiges und ordnungsgemäßes Management der Adressausfallrisiken. Darüber hinaus tragen Geschäftsleitung und die Risikocontrolling-Funktion gemeinsam die Verantwortung für die Einführung geeigneter Instrumente zur Bewertung der Adressausfallrisiken. Dem Risk Management der KINTO Deutschland GmbH obliegt die Verantwortung für die Implementierung und Anwendung dieser Bewertungsinstrumente sowie weiterer operativer Maßnahmen der Kreditrisikosteuerung sowie der Identifizierung, Analyse, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Ausfall- und Kreditkonzentrationsrisiken. Risikostrategie Die KINTO Deutschland GmbH betrachtet Kreditrisiken als wesentlichen Bestandteil der Geschäftsaktivitäten. Als solches werden Kreditrisiken bewusst eingegangen und unterliegen einer fortlaufenden Steuerung, Messung und Überwachung. Dies trifft insbesondere auf das Adressen- und Kreditkonzentrationsrisiko zu. Die Wesentlichkeit von Kreditrisiken wird im Rahmen der jährlichen Risikoinventur untersucht. Die Risikostrategie folgt den Leitlinien der Geschäftsstrategie und spiegelt somit die Ausrichtung der KINTO Deutschland GmbH wider. Kreditrisiken werden grundsätzlich nur im Einklang mit der Risikostrategie eingegangen. Die Kreditentscheidung und die Höhe des Engagements werden immer auf Basis der Kreditwürdigkeit bestimmt. Dies beinhaltet eine Analyse der aktuellen und zukünftigen Fähigkeit des Schuldners, seine Schulden bedienen zu können. Die KINTO Deutschland GmbH bildet im Sinne des Vorsichtsprinzips in Höhe der erwarteten Ausfälle eine Risikovorsorge, um Verlusten aus dem Kreditgeschäft Rechnung zu tragen. Sie besteht aus einer pauschalierten Risikovorsorge, die als außerplanmäßige Abschreibung auf das Leasingvermögen abgesetzt wird, sowie Einzelwertberichtigungen zur Abbildung von Kreditrisiken. Die Risikovorsorge erhöht sich auf Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR (Vj. 4,2 Mio. EUR). Elemente der Kreditrisikosteuerung Für die Steuerung der Adressausfallrisiken hat die KINTO Deutschland GmbH verschiedene Instrumente implementiert. Im Folgenden sollen diese genauer beschrieben werden.
Abbildung 11: Instrumente für das Management von AdressenrisikenZusätzlich werden bei der KINTO Deutschland GmbH zur Steuerung noch Risikoindikatoren für die einzelnen Kreditportfolios überwacht. Risikodeckungsmasse Die Geschäftsführung hat in diesem Geschäftsjahr die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse mit Blick auf die in der Risikoinventur ermittelten wesentlichen Risiken in ein Zielrisikoprofil und Limitsystem integriert. Kreditrisikomessung Für die Messung und Bewertung der Adressausfallrisiken werden interne und externe Verfahren für die Bonitätseinschätzung und Stresstests verwendet. Basierend sowohl auf den Erfahrungswerten der früheren Toyota Leasing GmbH aus der Vergangenheit als auch den geplanten Veränderungen im Kreditportfolio erfolgt eine Abstimmung mit dem Controlling zur Berechnung der Risikoprämie und der Planung der Kreditrisikokosten. Die Aussagekraft der statistischen Modelle wird jährlich durch ein Backtesting gegen die realisierten Werte überprüft. Dabei identifizierte Auffälligkeiten werden in vertieften Analysen weiter untersucht. Bei Anpassungsbedarf erfolgt mit Zustimmung der Geschäftsleitung eine Rekalibrierung. Im Folgenden werden die wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit den Ratingverfahren erläutert. Die Definition des Verlusts erfolgte in Anlehnung an die Capital Requirement Regulation (CRR). Diese definiert den Verlust als den "ökonomischen Verlust, einschließlich erheblicher Diskontierungseffekte sowie direkter und indirekter Kosten, die mit der Rückerlangung ausstehender Beträge für das Geschäft verbunden sind". Auf das Kerngeschäft der KINTO Deutschland GmbH bezogen ergibt sich der Verlust daher als die nach Abschluss der Verwertung noch ausstehenden Forderungen. Dieses schließt Diskontierungseffekte und durch die Verwertung entstandene Kosten mit ein. Die Forderungshöhe bei Ausfall (exposure at default - EAD) bezeichnet die erwartete Höhe des Kreditengagements zum Zeitpunkt des Ausfalls. Die Definition des Ausfalls erfolgt in Übereinstimmung mit der CRR und Vorsichtsprinzip. Demnach wird ein Engagement als ausgefallen betrachtet, falls eine oder beide der folgenden Ereignisse eingetreten sind:
Ein Engagement, das sich nicht im Ausfall befindet, wird als aktives Engagement bezeichnet. Die Ausfallwahrscheinlichkeit gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass ein Schuldner sich innerhalb eines Jahres mindestens einmal im Ausfall befindet. Die Ausfallwahrscheinlichkeit für einen Schuldner wird durch das jeweilige Ratingverfahren bestimmt. Dabei wird zunächst jedem Engagement eine Bonitätsklasse zugeordnet. Diese Zuordnung erfolgt durch das zugehörige Ratingverfahren. Die Definition der Bonitätsklassen erfolgt über die verschiedenen Teilportfolien hinweg identisch durch eine konzerninterne Masterskala. Die Masterskala umfasst elf Klassen für aktive und eine Klasse für ausgefallene Engagements. Für die elf Bonitätsklassen der aktiven Engagements werden durch die Masterskala eine maximale Ausfallwahrscheinlichkeit vorgegeben.
Abbildung 12: Ratingklassen MasterskalaDie Verlustquote (loss given default - LGD) bezeichnet den erwarteten Anteil der Forderungshöhe bei Ausfall, welcher im Fall eines Ausfalls verloren geht. Ebenso wie die Ausfallwahrscheinlichkeit wird die Verlustquote eines Engagements durch ein statistisches Modell ermittelt. Der erwartete Verlust (expected loss - EL) wird nach IFRS9 kalkuliert und gibt den Verlust aus Adressausfallrisiken an, der zum jeweiligen Berichtstermin zu erwarten ist. Auf Grundlage eines Staging Konzepts wird in Stage 1 für die Ausfallwahrscheinlichkeit ein Horizont von einem Jahr berücksichtigt. In Stage 2 wird hingegen die Ausfallwahrscheinlichkeit über die gesamte Laufzeit des Vertrags mit einbezogen. Es handelt sich hierbei um einen statistischen Durchschnittswert, welcher unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote und der Forderungshöhe bei Ausfall berechnet wird. Der unerwartete Verlust (unexpected loss - UL) beschreibt potenzielle Verluste, welche über den erwarteten Verlust hinausgehen. Potenziell bedeutet hier, dass die tatsächlich auftretenden Verluste entsprechend der ökonomischen Perspektive innerhalb eines Jahres den UL mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 Prozent nicht übersteigen. Die Berechnung des UL erfolgt in Anlehnung an die aufsichtsrechtlichen Vorgaben für IRBA-Verfahren. Durch die Berücksichtigung der Portfoliogranularität wird dabei auf Kreditkonzentrationsrisiken eingegangen. Quartalsweise sowie anlassbezogen werden Stresstests durchgeführt, um sicherzustellen, dass auch bei einem außergewöhnlichen, aber plausiblen Verlauf der geschäftlichen Entwicklung die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Im Rahmen der Stresstests wird zum einen die Sensitivität des Risikomodells bezüglich verschiedener Risikofaktoren ermittelt. Zum anderen werden im Rahmen von Szenario-Analysen die Auswirkungen von ökonomischen Stressereignissen auf das Portfolio untersucht. Dabei werden sowohl historische Ereignisse als auch fiktive synthetische Ereignisse betrachtet. Um das Bild über das Kreditrisiko abzurunden, werden bei der KINTO Deutschland GmbH zusätzlich zu den obigen Parametern noch die folgenden weiteren Haupt-Risikoindikatoren für das Leasingportfolio überwacht:
Operative Komponenten Der Prozess der Kreditentscheidung greift sowohl auf Kreditantragsverfahren als auch auf Ratingmodelle zurück. Für Small Fleet Kunden ist dieser Entscheidungsprozess weitestgehend automatisiert jedoch wird jede Entscheidung von Kreditanalysten geprüft und ggfs. freigegeben. Für Large Fleet Kunden müssen Kreditgenehmigungen durch Kreditgremien genehmigt werden. Hierzu wurde ein lokales Kreditkomitee implementiert, welches alle relevanten Fälle prüft und ggfs. freigibt (Local Credit Committee-LCC). Auf Gruppenebene ist das europäische Kreditgremium (European Fleet Credit Committee - EFCC) bei Kreditentscheidungen ab einem Betrag von Mio. EUR 5,0 einzubeziehen. Zur Begrenzung von Ausfall- und Kreditkonzentrationsrisiken wurden Limite für Kreditengagements eingeführt. Die Limithöhe wird in Abhängigkeit von der Kreditwürdigkeit des Kunden gewählt. Limite werden sowohl einzelnen Schuldnern als auch Schuldnergruppen zugeordnet. Für große Kundenengagements findet in Einklang mit dem Kreditwesengesetz eine Überwachung der Auslastung der Limits statt. Innerhalb des Large Fleet Segments existiert ein standardisierter Prozess für die Bewertung von Garantien und Sicherheiten. Diese dienen im Falle eines Ausfalls der Gegenpartei der Kompensation von Verlusten. Primäre Sicherheiten im Endkundengeschäft sind die verleasten Fahrzeuge, deren Berücksichtigung nach vorgegebenen Standards erfolgt. Im Large Fleet Bereich können auf Einzelfallbasis zusätzlich auch andere Sicherheiten akzeptiert werden. Im Small und Large Fleet Segment ist ein Frühwarnsystem installiert, welches die Bonitätsveränderungen der Kunden überwacht. Ein solch identifizierter Schuldner erfährt eine besondere Betreuung durch das Intensivmanagement, um Maßnahmen für die Risikoreduktion einzuleiten und einem Ausfall vorzubeugen. Darüber hinaus existiert eine Watchlist mit unmittelbar vom Ausfall bedrohten Schuldnern. Durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen werden Adressausfallrisiken inkl. eines Management-Overlays nach IFRS 9 Rechnung getragen. Bei den Ausfallkriterien orientiert sich die KINTO an Artikel 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR). Dies betrifft insbesondere Verträge mit offenen Forderungen, die länger als 90 Tage überfällig sind, sowie Kunden, über die das Insolvenzverfahren eröffnet wurde (Stage 3). Für Verträge, die seit der Kreditvergabe keine signifikanten Ratingverschlechterungen aufweisen (Stage 1), werden die Pauschalwertberichtigungen auf Basis eines Ein-Jahres-Ausfallhorizontes ermittelt. Für Verträge, die eine wesentliche Verschlechterung der Bonität aufweisen (Verträge mit offenen Forderungen, die länger als 30 Tage überfällig sind, Stage 2), erfolgt die Ermittlung der Vorsorge auf Basis des Lifetime Expected Loss. Überwachung und Kommunikation Das Risk Management erstellt monatlich einen Bericht zu den Frühwarnindikatoren für die Geschäftsführung. Zudem wird quartalsweise ein Risikobericht erstellt. Die Berichte stellen einen wesentlichen Bestandteil der Risiko- und Unternehmenssteuerung dar. Das Kreditportfolio der KINTO Deutschland GmbH weist zum 31. März 2024 Wertberichtigungen auf Forderungen (inkl. Management-Overlay) in Höhe von insgesamt Mio. EUR 8,7 (Vj. Mio. EUR 4,2) aus. Um den im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld vorliegenden latenten Risiken Rechnung zu tragen, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Management-Overlay in Höhe von insgesamt TEUR 788 gebildet, der in den Wertberichtigungen enthalten ist. Das Exposure at default beträgt für die KINTO Deutschland GmbH insgesamt Mio. EUR 523 (Vj. Mio. EUR 359). b. Marktpreisrisiko Marktpreisrisiken sind Risiken, die auf Grund einer Veränderung von Renditen, Kursen und Preisen an Finanzmärkten entstehen können. Hierbei kann es zu einem Vermögensverlust kommen, da sich diese Risiken auf offene Zins-, Aktien- und Währungspositionen auswirken. Für die KINTO Deutschland GmbH ergeben sich hauptsächlich Zinsänderungsrisiken. Strategie In der aktuellen Treasury Richtlinie wird der grundlegende Rahmen für das Asset und Liability Management der KINTO Deutschland GmbH definiert. Dieser Rahmen wird durch konzerninterne Anforderungen und weitere Richtlinien/Handbücher konkretisiert. Für die Steuerung der Zinsrisiken werden keine Derivate eingesetzt, sondern sie werden direkt über die Aufnahme von fristen- bzw. zinskongruenter Refinanzierungen gesteuert. Die KINTO Deutschland GmbH führt kein Handelsbuch und betreibt keine Handelsgeschäfte im Sinne einer kurzfristigen Gewinnerzielungsabsicht aus der Ausnutzung von Marktpreisschwankungen. Alle getätigten Handelsgeschäfte dienen dazu, eine effiziente Refinanzierung des Anlagebuches unter Risiko- und Ertragsgesichtspunkten zu schaffen. Die Handelsgeschäfte werden vornehmlich zur Sicherung der Liquidität der KINTO Deutschland GmbH abgeschlossen. Überschüssige Liquidität darf bei ausgewählten Kreditinstituten angelegt werden. Zinsänderungsrisiko Im Bereich des Zinsänderungsrisikos nutzt die KINTO Deutschland GmbH verschiedene Ansätze zur Steuerung und Überwachung. Die Überwachung und Steuerung basiert auf der Square-Hedge-Ratio, einem 100 Basispunkte Zinsschock, der mögliche Auswirkungen von Zinsänderungen auf die Ertragslage analysiert und der DV100 Interest Rate Sensitvity. Für den Zinsschock, die Square-Hedge Ration und dem DV100 sind Limits bzw. Bandbreiten festgelegt worden, in denen sich die jeweilige Kennzahl bewegen soll. Für die Ermittlung der Square-Hedge-Ratio wird die Summe der Refinanzierungen über alle Laufzeitbänder ins Verhältnis zur Summe der zu refinanzierenden Aktiva über alle Laufzeitbänder gesetzt (jeweils bis zur aktuell gültigen Zinsbindung). Für die Berechnung des Zinsschocks wird ein Betrachtungszeitraum von 12 Monaten zugrunde gelegt. Für die KINTO Deutschland GmbH errechnete sich für den 31. März 2024 eine Square Hedge Ratio von 78,0 Prozent (Vj. 72,3 Prozent) was im vorgegebenen Bereich von 65-90 Prozent lag. Zudem befand sich der 100 Basispunkte Zinsschock mit +2,3 Prozent (Vj. +0,5 Prozent) ebenfalls außerhalb der vergebenen Schwellen von - /+ 7 Prozent = gelb und -/+ 10 Prozent =rot. Der DV100 betrug 411 TEUR, das zur Verfügung stehe Limit ist 2.500 TEUR, somit war die Limitauslastung bei 17 %. Daraus folgt, dass die Vorgaben in allen Punkten vollumfänglich eingehalten wurden. Steuerung Zukünftige Marktpreisänderungen sind naturgemäß in Richtung, Zeitpunkt und Höhe unbekannt. Die KINTO Deutschland GmbH steuert diese entsprechend, indem sie die Auswirkungen von Marktpreisänderungen auf die finanzielle Ertragskraft und auf die Risikodeckungsmasse begrenzt. Mit Hilfe von Sensitivitäts- und Barwertanalysen werden die Limite systemseitig überwacht. Überwachung und Kommunikation Das Middle Office (Asset and Liability Management) der Abteilung Treasury der Toyota Kreditbank GmbH erstellt für die KINTO Deutschland GmbH die relevanten Berichte auf monatlicher Basis. Das Reporting stellt die Information über die Überwachung der aufgestellten Limite und Anforderungen sicher. c. Restwertrisiko Restwertrisiken entstehen durch eine negative Abweichung des tatsächlichen vom kalkulierten Restwert des Leasinggutes. In Abhängigkeit von den lokalen Besonderheiten und Erfahrungswerten aus der Gebrauchtwagenvermarktung gehen aktualisierte interne und externe Informationen über Restwertentwicklungen fortlaufend in die Restwertprognosen ein. Bezogen auf den Träger der Restwertrisiken wird zwischen direkten und indirekten Restwertrisiken unterschieden. Von direkten Restwertrisiken wird gesprochen, wenn die Restwertrisiken durch die KINTO Deutschland GmbH getragen werden. Die Messung von Restwertrisiken erfolgt über ein Quantifizierungsverfahren innerhalb der Risikotragfähigkeitskonzeption. Hierzu verwendet die KINTO extern bereitgestellte Restwertprognosen. Grundsätzlich ermittelt die KINTO das Restwertrisiko eines Fahrzeugtyps durch die Differenz zwischen dem extern bereitgestellten prognostizierten Restwert zum Ende eines Vertrags und dem durch die KINTO fixierten Restwert. Sie werden innerhalb der KINTO Deutschland GmbH überwacht. Die Steuerung von Restwertrisiken erfolgt im Wesentlichen im Rahmen des vierteljährlichen Quarterly Pricing Review Meetings, in dem auch die Festlegung der Restwerte für die einzelnen Fahrzeugmodelle und Vertragstypen erfolgt. Es wurde durch einen externen Dienstleister eine Bewertung des Leasingvermögens zum Auslaufzeitpunkt vorgenommen und eine Risikovorsorge für direkte Restwertrisiken in Höhe von insgesamt Mio. EUR 6,4 (Vj. Mio. EUR 0,5) gebildet. Ein indirektes Restwertrisiko liegt vor, wenn das Restwertrisiko auf Grund einer Restwertgarantie auf einen Dritten übergegangen ist. Bei den bisher vertriebenen Produkten der KINTO Deutschland GmbH wird das Restwertrisiko im Regelfall (Standardprodukt "KINTO One") auf den Leasingnehmer (Restwertleasingvertrag) oder auf den Händler (Kilometerleasingvertrag) übertragen, so dass hier zunächst hinsichtlich der Restwertgaranten ein Adressausfallrisiko besteht. Fällt der Händler als Restwertgarant aus, so gehen der Leasinggegenstand und damit das Restwertrisiko auf die KINTO Deutschland GmbH über. Beim Produkt KINTO One Plus, wird das Restwertrisiko von der KINTO Deutschland GmbH getragen. Die KINTO Deutschland GmbH wird in Zukunft das Produkt KINTO One Plus weiterhin verstärkt fokussieren. d. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht nachgekommen werden kann (kurzfristige Liquidität) oder dass im Falle einer Liquiditätskrise Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen (Refinanzierungskosten) generiert werden können. Basierend auf der Teil-Risikostrategie zur Steuerung von Liquiditätsrisiken verfolgt die KINTO Deutschland GmbH das Ziel, eine stabile und komfortable Liquiditätsposition zu sichern, die insbesondere die Zahlungsunfähigkeit verhindern sowie etwaige Verluste aus der Refinanzierung am Geld- und Kapitalmarkt begrenzen soll. Die Steuerung erfolgt durch das Vorhalten von Guthaben auf Tagesgeldern und die fortlaufende Aufnahme neuer Gelder bei der konzerninternen Refinanzierungsgesellschaft Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande. Die Überwachung der Liquidität findet im Rahmen des monatlichen ALCO-Meetings statt, indem mit Unterstützung der Treasury-Abteilung der Toyota Kreditbank GmbH der Liquiditätsbedarf für den jeweiligen Monat ermittelt und eine fortlaufende Kreditaufnahme über die Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, angestoßen wird. Zur Sicherstellung der Liquidität im Falle einer Knappheit von Liquidität am Markt besteht eine unwiderrufliche Kreditzusage in Höhe von Mio. EUR 80 per 31. März 2024 bei der Toyota Motor Finance (Netherlands) B.V., Amsterdam, Niederlande, diese ist für ein Jahr geschlossen und soll nach Ablauf der Laufzeit prolongiert werden. Für das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird im Rahmen der Risikomessung die Kennziffer "Days until alternativ Funding 2" (DAF2) ermittelt. Diese drückt aus, für wie viele Tage die aktuell zur Verfügung stehenden sicheren Liquiditätsquellen (Kontoguthaben, bestätigte Bankkreditlinien etc.) ausreichen, um die zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (inklusive Neugeschäft) abzudecken. Die DAF2 per 31.03.2024 betrugt 213 (Vj. 178). Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko wird in der Risikotragfähigkeitsberechnung nicht berücksichtigt, da dieses sich auf der Zahlungs- und nicht auf der Erfolgsebene bewegt. Darüber hinaus wird zur Messung von Liquiditätsrisiken die Balance Sheet Liquidity Ratio verwendet. Sie gibt das Verhältnis zwischen der in der Bilanz kurzfristig fälligen Forderungen und den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten zum Stichtag an (Cashflow Betrachtung). Liegt diese Kennzahl unter 100 Prozent, bedeutet dies, dass kurzfristige Verbindlichkeiten nicht durch kurzfristige Forderungen beglichen werden können. Per 31. März 2024 lag die Balance Sheet Liquidity Ratio bei 346 Prozent (Vj. 147 Prozent). Im Fall eines außerordentlichen Krisenszenarios gibt es eine eigens eingerichtete Prozessbeschreibung (Liquidity Contingency Plan) wie in einem solchen Fall zu verfahren ist, um den Liquiditätsbedarf decken zu können. Zusätzlich werden noch Stresstests (z. B. Downgrade) in der Steuerung berücksichtigt. e. Operationelle Risiken Operationelle Risiken werden als Gefahr von Verlusten definiert, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur, dem Geschäft oder infolge externer Einflüsse eintreten. Bei der KINTO Deutschland GmbH schließt die Definition des operationellen Risikos auch Modellrisiken aus unangemessenen Modellen, rechtliche Risiken aus vertraglichen Übereinkünften oder den gesetzlichen Rahmenbedingungen und IT-Risiken aufgrund der Unangemessenheit oder des Versagens der Hard- und Software von technischen Infrastrukturen sowie das Projektrisiko ein. Das wichtigste Ziel des Managements des operationellen Risikos ist es, mögliche Ursachen für Verluste rechtzeitig zu erkennen und insbesondere die Unterbrechung der Geschäftstätigkeit (z. B. durch schwerwiegende Schäden von wesentlichen Betriebsmitteln) zu vermeiden. Im Rahmen eines umfassenden und integrierten Ansatzes werden daher potenzielle operationelle Risiken der KINTO Deutschland GmbH identifiziert, analysiert und bewertet. Die Verantwortung für das Management und die Steuerung des operationellen Risikos liegt zentral bei der Abteilung Risk Management. Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen wird die angemessene Bewertung der operationellen Risiken sichergestellt. Die Aufgaben des Risk Managements besteht im Wesentlichen aus der methodischen Entwicklung zur Identifizierung, Quantifizierung und Steuerung der operationellen Risiken und einer adäquaten Berichterstattung an das Risk Committee, in der die Geschäftsleitung über die Risikosituation und initiierte Maßnahmen informiert wird. So wird gewährleitest, dass die Summe aller Risiken immer durch die Deckungsmasse laut Risikotragfähigkeitskonzept gedeckt und der Fortbestand der Gesellschaft sichergestellt ist. Zur Berechnung der Risikotragfähigkeit wurde aufgrund der geringen Komplexität des Geschäftsmodells der Basisindikator Ansatz gewählt. Zur Absicherung gegen rechtliche Risiken sieht die KINTO Deutschland GmbH grundsätzlich die Verwendung von standardisierten und von der Abteilung Recht geprüften Rahmenverträgen vor. Durch die Compliance Funktion findet eine Überwachung der für das Geschäft der KINTO Deutschland GmbH wesentlichen Gesetzgebung und Rechtsprechung statt. Bei individuellen einzelvertraglichen Regelungen findet eine juristische Prüfung durch die Rechtsabteilung statt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Implementierung neuer Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Formulare, sowie die Überarbeitung/Aktualisierung bestehenden Dokumente durchgeführt. Die Dokumente sind für alle Mitarbeiter zugänglich. Eine Kommunikation erfolgte über die Compliance-Abteilung an die Mitarbeiter. Sämtliche Mitarbeiter, die vor dem Geschäftsjahr 2023/2024 bei der KINTO ihr Arbeitsverhältnis aufgenommen haben, haben die Auffrischungsschulungen zu Kartellrecht, und zur Informationssicherheit absolviert. Des Weiteren wurde eine Schulung für alle Mitarbeiter zum Thema Code of Conduct durchgeführt. Neue Mitarbeiter haben mehrerer verpflichtenden Schulungen in den Themenschwerpunkten Geldwäscheprävention, Kartellrecht, Datenschutz und IT-Sicherheit erfolgreich abgeschlossen. Um das Risiko innerhalb der Prozessrisiken zu minimieren, wurde die Prozessmodellierung unter Berücksichtigung eines Freigabeprozesses weiter vorangetrieben. Das Risikomanagement und die Compliance Abteilung wurde in die Prozessüberprüfung und -freigabe zur Überprüfung und ggf. Ergänzung der notwendigen Kontrollen eingebunden. 3. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Die jeweiligen Gesamtrisiken haben im Geschäftsjahr 2023/2024 an keinem der quartalsweisen Berechnungsstichtage das eingesetzte Risikodeckungspotential der KINTO Deutschland GmbH überschritten. Das Risikodeckungspotenzial war am Bilanzstichtag mit 69 Prozent (Vj. 42 Prozent) ausgelastet. Die Risikotragfähigkeit der KINTO Deutschland GmbH war im Geschäftsjahr 2023/2024 jederzeit gegeben. Die zusätzlich durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche, aber plausible Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial vollständig abgedeckt werden können. Die Risikolage beurteilt die KINTO Deutschland GmbH unter Berücksichtigung der geschilderten Rahmendaten als insgesamt weiterhin ausgewogen. D. Prognosebericht 1. Zukünftige gesamtwirtschaftliche Situation Reales Bruttoinlandsprodukt und Verbraucherpreise 2024 - 2026
Quelle: IWF, Focus Economics
1) Reales Bruttoinlandsprodukt
Abb. 13 Die Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung ist geprägt durch den Rückgang der zuvor hohen Inflation und dem Umfeld der bisher gestiegenen Zinsen - die sich im Euroraum nun auf einem Peak befinden dürften. Die Unsicherheit, die durch den weiterhin andauernden Russland-Ukraine-Krieg ausgelöst wurde, wird nun noch verstärkt durch den Konflikt im Gazastreifen. Die Normalisierung der Energiepreise und der Rückgang von Lieferengpässen hatten im vergangenen Geschäftsjahr bereits einen positiven Effekt auf die Weltwirtschaft, der sich weiterhin fortsetzen dürfte. Im Jahr 2024 dürfte die Unsicherheit durch die zuvor angesprochenen Konflikte, sowie die Auswirkungen der hierdurch weiterhin bestehenden Sanktionen gegen Russland die Konjunktur weiterhin belasten. Die hohe Verschuldung einiger Staatenwird ein Risiko für die finanzielle Stabilität darstellen. Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für 2024 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes im Euroraum von 0,6 % und erwartet für 2025 ein Wachstum von 1,4 %. Für Deutschland wird im laufenden Jahr lediglich mit einem Wachstum von 0,1 % gerechnet, welches sich in 2025 auf 1,3 % steigern soll. Die Europäische Zentralbank hatte bereits Ende März 2022 die Nettokäufe im Rahmen des pandemischen Notkaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme - PEPP) eingestellt. Der EZB-Rat hat in seiner aktuellen Sitzung am 11. April 2024 beschlossen, die Tilgunszahlungen weiterhin zu reinvestieren. Demgegenüber wurde aufgrund der rückläufigen Inflation beschlossen, die geplante Verkleinerung ihres wichtigsten quantitativen Programms, des Asset Purchase Programms (APP) zu beschleunigen, indem die Tilgungszahlungen aus diesem Programm nicht mehr reinvestiert werden. So wird das Portfolio in einem moderaten Tempo abgebaut. Aufgrund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes und des hierdurch spürbaren Mangels an Vorprodukten, konnten viele Unternehmen ihre Auftragsbestände trotz hoher Nachfrage nicht bedienen, was einen Anstieg der Preise zur Folge hatte. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, hat die EZB den Leitzins bis September 2023 auf 4,5 % erhöht und in ihren Sitzungen seitdem auf diesem Niveau belassen. Die langfristigen Zinsen sind aufgrund der hohen Inflation und der daraus resultierenden Erwartungshaltung der Investoren bereits gestiegen - es wird nun im Laufe des Jahres 2024 von rückläufigen Zinsen ausgegangen. Die Verkäufe auf dem EU-Markt sind im Gesamtjahr 2023 mit rund 13,9 % deutlich angestiegen. 3 Der Grund dafür lag in den sich entspannenden Lieferkettenproblemen, welche zur Beeinträchtigung der Fahrzeugverfügbarkeit führten. Durch die zunehmende Lösung der Lieferkettenproblematik und den langsamen Rückgang der bis dato nicht ausgelieferten Neuwagenbestellungen der Marken Toyota und Lexus, erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr 2024/2025 im Vergleich zum Vorjahr steigende Neuzulassungen.
3 Quelle: Economic and Market Report: Global and
EU auto industry - Full year 2023
2. Entwicklung der KINTO Deutschland GmbH Auch das kommende Geschäftsjahr wird durch den weiteren Aufbau des Leasingportfolios geprägt sein. Im Geschäftsjahr plant die Gesellschaft bei einer konstanten Penetrationsrate von 15,4 Prozent insgesamt 14.603 Fahrzeuge neu aktivieren zu können. Das Leasingportfolio ist zum Ende des Geschäftsjahres bei 32.591 Fahrzeugen geplant. Die Entwicklung des Leasingportfolios ist dabei insbesondere von der Entwicklung der Neuzulassungen in Deutschland sowie der Länge der Lieferzeiten abhängig. Für das kommende Geschäftsjahr plant die Geschäftsführung den Break-Even-Point zu erreichen und beim Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsstandards die Gewinnzone zu erreichen. Bei im Vergleich zur Kostenbasis überproportional steigenden Leasingerlösen und einem weiter wachsendem Leasingportfolios plant die Geschäftsführung ein Vorsteuerergebnis nach internationalen Rechnungslegungsstandards in Höhe von TEUR 2.816.
Köln, den 11. Juni 2024 KINTO Deutschland GmbH Rocco Eisebith Christian Schmitz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KINTO Deutschland GmbH, Köln PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der KINTO Deutschland GmbH, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KINTO Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 14. Juni 2024 BDO
AG
Schmidt, Wirtschaftsprüfer Gaiser, Wirtschaftsprüfer |
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