gazcologne Flüssiggas-Service GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Dempewolf-Reichling seit 26.1.2024 | Geschäftsführer |
Hendrik Derek seit 13.5.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.67% | |
| 26.66% | |
| 26.66% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
gazcologne Trading-Service GmbHSankt AugustinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die gazcologne Trading-Service GmbH hat ihren Sitz in Sankt Augustin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (Reg.Nr. 7114). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den § 266 und § 275 des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen des § 288 HGB in Anspruch. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst. Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden. Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt. Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wurden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben. Finanzanlagen Es bestehen Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens. Es handelt sich um sonstige Ausleihungen. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von € 42.321,24 (Vj. € 38.246,04) ausgewiesen. Eigenkapital Das Stammkapital von € 75.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Zertifikate, Aufbewahrungsverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von € 0,00 (Vj. € 400.801,37) ausgewiesen. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in einem Gesamtbetrag von € 100.000,00 (Vj. € 100.000,00 und $ 600.000,00), mit deren Eintritt aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme nicht gerechnet wird. Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Bürgschaften. Die Personen / Unternehmen zu deren Gunsten Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen wurden, kommen den ihnen obliegenden Verpflichtungen entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen nach. Durch regelmäßigen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind negative Entwicklungen zeitnah erkennbar. Derzeit bestehen keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme aus den gewährten Bürgschaften hindeuten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von € 63.782,22 (Vj. € 9.122,63). Gegenstand der Leasingverträge sind Fahrzeuge mit einer Laufzeit bis Mai 2026 und einer Laufzeit bis September 2027. Arbeitnehmer Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich sechs Mitarbeiter beschäftigt. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 73.604,14 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung
Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor. Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.
Sankt Augustin, 25. Oktober 2024 Hendrik Derek, Geschäftsführer Tobias Dempewolf-Reichling, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die gazcologne Trading-Service GmbH ist seit 2001 ein Flüssiggas-Trader. Wir versorgen ca. 80 Großabnehmer aus dem Flüssiggashandel, der Industrie, sowie kommunale Versorgungsbetriebe im In- und Ausland. Das Unternehmen unterhält gefestigte Kontakte zu den weltweit größten Mineralölkonzernen, darunter Exxon-Mobil, Shell, SHV-Primagas und Total Energies. Das zu verkaufende Flüssiggas - LPG, Liquified Petroleum Gas, (Propan C3H8, Butan C4H8 oder entsprechende Gemische) - bezieht gazcologne hauptsächlich aus Standorten aus dem sogenannten ARA Raum, Antwerpen Rotterdam Amsterdam, also in den Niederlanden und Belgien, aber auch zu nicht unwesentlichen Anteilen in Deutschland oder Polen. Hier handelt es sich i. d. R. um Raffinerien oder Terminals, in denen das Propan als Nebenprodukt der Rohölverarbeitung gewonnen wird oder in denen es per Schiff aus der Nordsee oder den USA angeliefert wird, wo es als Begleitgas bei der Rohölförderung oder der Erdgasförderung gewonnen wird. Zusätzlich hat das Unternehmen die Möglichkeit, Propan selbst an zwei Standorten in Deutschland einzulagern. Zur Auslieferung werden teilweise externe Speditionen eingesetzt, mit denen das Unternehmen langjährige Geschäftsbeziehungen pflegt, teilweise nutzen die Kunden auch den eigenen Fuhrpark um das in den Standorten verkaufte Produkt abzuholen. Unsere Kunden werden im Streckengeschäft mit Straßentankwagen und Bahnkesselwagen versorgt und beliefert. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Geschäften, die das Unternehmen betreibt. Back-to-back- Geschäfte, die dem Kalenderjahr oder der Wintersaison angepasst sind und bei denen mit einer fixen Marge kalkuliert wird, und Geschäfte auf dem Spot-Markt, wobei diese in der Häufigkeit eher der Wintersaison (Okt-Apr) zugeordnet werden können, bei denen das Unternehmen Mengen auf einer marktüblichen Formelbasis im Voraus kauft, um diese dann später zu höheren Preisen zu verkaufen. Dies kann kurzfristig im laufenden Monat geschehen, was nahezu gleichbedeutend mit keinerlei unternehmerischem Risiko verbunden ist, oder aber bereits im Sommer vor der Wintersaison. Aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte und der Tatsache, dass die Preisentwicklung während einer Wintersaison in der Regel eher steigende Tendenz aufweist bzw. aufgewiesen hat, hat sich das Risiko hier in der Vergangenheit als überschaubar herausgestellt. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass viele Kunden in der Vergangenheit bewusst überwiegend ihre Mengen auf dem Spot-Markt kaufen wollten. Die generelle Nachfrage nach Propan ist unverändert hoch, hat sich in 2023 jedoch aufgrund des Nachfragebooms in 2022 etwas auf Normalniveau reduziert. Die Anzahl der Kunden und abgesetzten Mengen konnten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und im Jahr 2023 stabilisiert werden. Auch die Anzahl der Lieferanten ist in den letzten Jahren gewachsen. Geschäftsverlauf und Nachwirkungen des Ukrainekrieges Die eingebrochene Nachfrage zu Beginn des Winters 2022 und der Eingriff der Bundesregierung in den Gasmarkt haben das Geschäftsjahr 2023 maßgeblich geprägt. Durch die von der Bundesregierung angekündigte Gaspreisbremse und des Ausbleibens der Gasknappheit im Bereich Erdgas gab es auch keine Propanabnahmen durch den Industriesektor, der sehr große Investitionen in Flüssiggasanlagen (LPG) getätigt hatte. Die Anlagen wurden zum größten Teil, wegen des verfallenen Erdgaspreises, bis heute nicht in Betrieb genommen. Gleichzeitig blieb die Nachfrage bei Endverbrauchern extrem niedrig, da diese ihre Tanks bereits im Sommer aufgefüllt hatten und bedingt durch die bereits oben genannte mediale und politische Verunsicherung versuchten, ihren Gasverbrauch auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die hierdurch kontinuierlich fallenden Propangaspreise sorgten dafür, dass viele Vertragskunden im Streckengeschäft ihre Mengen nicht zu 100% abnehmen konnten und die für den Winter 2022/2023 abgeschlossenen Vertragsmengen auf Long-Basis teilweise nur unter hohen Verlusten veräußert werden konnten. Dieser Zustand dauerte bis April 2023 an. Ab Mai 2023 begannen die Preise allmählich zu fallen und die Abnahmeverpflichtungen teurer Vertragsmengen endete. Ab diesem Zeitpunkt stabilisierte sich die Nachfrage auf ein für Sommer übliches Niveau, welches jedoch aufgrund voller Läger im Großkundenbereich keine großen Erträge erbrachte, so dass bis Ende September 2023 lediglich ein Ergebnis von ca. 50.000€ vor Steuern erzielt werden konnte. Mit Beginn des Winters 2023 konnte aufgrund strategischer richtiger Entscheidungen in der Planung und Mengenbeschaffung das Jahresergebnis im letzten Quartal und bis Ende 2023 auf ca. 110.000€ vor Steuern gesteigert werden. Unter dem Strich bliebt somit nach Abzug von Rückstellungen für u.a. Wirtschaftsprüfung, Jahresabschlusskosten und Tantiemen ein Jahresüberschuss von ca. 74.000€ nach Steuern.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Vermögenslage des Unternehmens kann als weiter stabil bezeichnet werden. Das Gesamtvermögen hat sich leicht von 7,8 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro erhöht. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 439.373,87€ auf 512.978,01€ erhöht. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist auf die notwendige Inanspruchnahme kurzfristiger Kredite bedingt durch die Reduzierung des Eigenkapitals im Jahre 2022 zurückzuführen. Die Vorräte konnten um ca. 366 T€ reduziert werden, was der Liquidität des Unternehmens zugutekommt. Die Höhe der Sachanlagen hat sich bedingt durch Normalabschreibungen von ca. 250 T€ auf ca. 220 T€ reduziert. Finanzlage Die Finanzlage gestaltet sich grundsätzlich stabil. Aufgrund der Übersichtlichkeit des Marktes, sowie dem steten Austausch zwischen Buchhaltung und Debitoren, gab es in den letzten Jahren keine größeren Schwierigkeiten im Bereich des Forderungsmanagements. Der ausscheidende Geschäftsführer wird aller Voraussicht nach die Jahresüberschüsse von 2022 und 2023 bis 2025 im Unternehmen belassen. Alle Überschüsse ab 2024 werden im Unternehmen belassen. Ertragslage Die Ertragslage des Unternehmens war, abgesehen vom ersten Quartal 2023, gut und hat sich ab Oktober 2023 mit Einsetzen des Wintergeschäfts kontinuierlich gesteigert. Insgesamt hat sich das Rohergebnis zwar um 3.071.941,47€ im Vergleich zum Vorjahr erhöht, allerdings haben krisenbedingt erhöhte Kosten der Warenabgabe sowie eine Zunahme der zu zahlenden Zinsen, bedingt durch eine Ausschüttung, dafür gesorgt, dass der Jahresüberschuss für 2023 geringer als in 2022 ausfällt. Grundsätzlich hat sich die Energiebranche speziell in unsicheren Zeiten als krisensicher erwiesen, was sich auch am höheren Rohertrag ablesen lässt. Die generelle Nachfrage nach Propangas ist weiter vorhanden, und wird bedingt durch die unklare Kommunikation der Politik, sowie die heikle geopolitische Situation auch weiterhin nicht abreißen. Generell ist es daher weiter möglich durch geschickte Ein- und Verkaufspolitik gute Margen zu erzielen. Prognose Ausblick 2024/2025 Der gegen Ende 2022 beschriebene Zustand der geringen Nachfrage und sinkenden Preise setzte sich auch im ersten Quartal 2023 fort, so dass sich die Geschäftslage in diesem Zeitraum als äußerst schwierig erwies. Der Großteil der geschlossenen Vertragsmengen auf Longterm-Basis endete jedoch zum 30.04.2023, so dass sich ab diesem Zeitpunkt eine Entspannung einstellte und ab dem letzten Quartal 2023 eine deutliche Steigerung erzielt wurde. Für die Wintersaison 2024/2025 rechnen wir aufgrund des Inkrafttretens des 12. EU-Sanktionspakets im Dezember 2024 mit einer erhöhten Nachfrage nach Produkten aus Osteuropa (allein der polnische Markt hat eine jährliche Nachfrage von ca. 2,5 Millionen Tonnen, von denen in 2022 ca. 45% aus Russland importiert wurden) sowie einem dadurch verbundenen Preisanstieg, welcher bereits zum Oktober 2024 eingetreten ist und weiter anziehen könnte. Aufgrund der immer noch anhaltenden Volatilität des Marktes und den Erfahrungen aus 2022 ist jedoch eine Mengenbeschaffung mit Augenmaß und überschaubaren Positionen auf Long-Term-Basis zu empfehlen. Für 2024 wurde zum August 2024 bereits ein Jahresüberschuss von ca. 195.000€ vor Steuern erzielt. Der Umsatz liegt im Jahr 2023 bei ca. 57 Millionen Euro und somit unter dem Vorjahreswert von knapp 66 Millionen Euro. Dies ist teilweise auf geringere Nachfrage im Jahre 2023, aber hauptsächlich auf ein niedrigeres Preisniveau am Markt zurückzuführen. Für 2024 rechnen wir, unter der Annahme, dass die Rahmenbedingungen und vor allem die geopolitische Situation unverändert bleibt, bei sehr konservativer Kalkulation mit einem Jahresüberschuss, welcher mindestens dem Wert von 2023 entspricht. Die Höhe des Umsatzes ist aufgrund der schwankenden Marktpreise und der oben genannten Faktoren vorab schwer einzuschätzen, würde sich demnach aber zwischen 60 und 70 Millionen Euro bewegen. Die größte Änderung ab 2024 ist sicherlich das Ausscheiden des bisherigen Mehrheitsanteilseigners als Geschäftsführer. Dieser Abgang wurde jedoch in den vergangenen drei Jahren vorbereitet, so dass der anstehende Know-How-Verlust in diesem Zeitraum reduziert wurde. Außerdem steht der Mehrheitsanteilseigner auch nach seinem Ausscheiden als Berater der gazcologne, wenn nötig, zur Verfügung. Das bestehende Team arbeitet bereits seit mehreren Jahren erfolgreich und produktiv zusammen. Zum 01.01.2024 konnte das Unternehmen eine weitere Vollzeitkraft einstellen, welche dabei hilft, den steigenden Anforderungen der Geschäftsentwicklung ausreichend gewachsen zu sein. Die Gewinnausschüttung bedeutet jedoch auch eine Reduzierung des verfügbaren Eigenkapitals. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen von Kreditversicherern, Lieferantenlimits und marktüblichen Vorkassegeschäften, ist daher eine Aufstockung der Liquidität durch die neuen Anteilseigner zwingend zu empfehlen, um einen reibungslosen Geschäftsablauf zu ermöglichen. Die aktuell geopolitisch schwierige Situation mit den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten könnte für 2025 zu stark steigenden Preisen und evtl. erschwerter Mengenbeschaffung führen. Da der Markt sich jedoch in der Vergangenheit als krisensicher erwiesen hat, könnten diese Faktoren sich jedoch aus finanzieller Sicht sogar zum Vorteil des Unternehmens entwickeln. Ausblick 2025 und folgend Die von der Politik eingebrachte Diskussion um das GEG sollte in den nächsten Jahren noch keinen erheblichen Einfluss auf das tägliche Geschäft haben. Die Nachfrage nach Propangas gerade im ländlichen Raum und teilweise in der Industrie lässt sich trotz politischen Wunschdenkens nicht von heute auf morgen ändern. Insbesondere die große Anzahl an neu eingebauten Gasthermen in 2023 sowie der Einbruch der verkauften Wärmepumpen in 2024 belegen diese These. Eventuell steht der Markt jedoch vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren verstärkt sogenannte grüne Gase ins Portfolio mit aufzunehmen. Hierzu sind natürlich entsprechende politische Rahmenbedingungen erforderlich, welche aufgrund politischer Unwissenheit jedoch bis heute nicht klar ausgearbeitet sind, wodurch der aktuelle Status-Quo auch noch langfristiger erhalten bleiben könnte. Dennoch hat das Unternehmen sich im Jahr 2024 bereits in einem Bioregister zum künftigen Handel mit Bio- Propan und entsprechenden Zertifikaten registriert. Durch die langjährigen Geschäftsbeziehungen und guten Kontakte des Unternehmens mit großen Energielieferanten und Einkäufern ist das Unternehmen für beide Eventualitäten vorbereitet.
Sankt Augustin, 25. Oktober 2024 Hendrik Derek, Geschäftsführer Tobias Dempewolf-Reichling, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 12. Dezember 2024 AHW
Treuhand GmbH
Michael Becker, Wirtschaftsprüfer Oliver Conrad, Wirtschaftsprüfer |
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