Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 7114
Vorher
Gazcologne Energie-Service GmbH
Eingetragen
27.11.2001
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Mineralölprodukten und chemischen Produkten aller Art sowie damit verbundene Dienstleistungen im Logistikbereich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Hendrik Derek
seit 13.5.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dempewolf Vermögensverwaltung GmbH
Germany
60.000 €
80.00%
K**** S*******
7.500 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

gazcologne Trading-Service GmbH

Sankt Augustin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 2.610,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.924,00 2.566,00
1.928,00 5.176,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.692,00 2.968,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.874,00 246.152,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 944,50
219.566,00 250.065,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 35.965,30 90.153,49
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.273.275,78 1.639.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.124.023,69 4.844.232,72
2. Forderungen gegen Gesellschafter 42.321,24 38.246,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 953.556,82 595.441,01
- davon aus Steuern: EUR 601.018,69 (Vorjahr: EUR 153.072,65)
6.119.901,75 5.477.919,77
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 880.584,91 337.694,76
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 29.256,64 35.899,30
8.560.478,38 7.836.508,32

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Gewinnvortrag 364.373,87 0,00
III. Jahresüberschuss 73.604,14 364.373,87
512.978,01 439.373,87
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 158.530,00 52.797,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.235.965,30 3.136.393,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.935.022,72 2.077.373,90
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 400.801,37
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.717.982,35 1.729.768,68
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 286,36 (Vorjahr: EUR 257,45)
7.888.970,37 7.344.337,45
8.560.478,38 7.836.508,32

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 56.934.163,31 65.708.061,37
2. Sonstige betriebliche Erträge 337.679,96 20.717,30
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -45.957.743,90 -57.486.620,77
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -432.618,00 -452.757,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -35.400,36 -28.519,71
- davon für Altersversorgung: EUR 1.752,00 (Vorjahr: EUR 1.752,00) -
-468.018,36 -481.277,65
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -41.141,68 -54.264,99
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.467.233,11 -3.339.531,15
7. Erträge aus Beteiligungen 23,79 24,06
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.431,53 32.176,19
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -112.365,04 -41.360,14
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -36.748,12 -182.899,00
11. Ergebnis nach Steuern 7.208.048,38 4.175.025,22
12. Sonstige Steuern -7.134.444,24 -3.810.651,35
13. Jahresüberschuss 73.604,14 364.373,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die gazcologne Trading-Service GmbH hat ihren Sitz in Sankt Augustin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (Reg.Nr. 7114).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss erfolgte nach den § 266 und § 275 des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG).

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen des § 288 HGB in Anspruch.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 werden in den Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst.

Die sonstigen Ausleihungen sind zum Nennwert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwerte, deren voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, wurden über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Es bestehen Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens. Es handelt sich um sonstige Ausleihungen.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 31.12.2023 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr Vorjahr 31.12.2022 davon mit Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige Vermögensgegenstände 6.119.901,75 € 16.989,40 € 5.477.919,77 € 6.764,87 €

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen gegen Gesellschafter von € 42.321,24 (Vj. € 38.246,04) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Stammkapital von € 75.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Zertifikate, Aufbewahrungsverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Geschäftsjahr 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 7.888.970,37 € 7.866.302,67 € 22.667,70 € 0,00 €
Vorjahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten 7.344.337,45 € 7.270.291,59 € 74.045,86 € 0,00 €

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von € 0,00 (Vj. € 400.801,37) ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in einem Gesamtbetrag von € 100.000,00 (Vj. € 100.000,00 und $ 600.000,00), mit deren Eintritt aufgrund der geringen Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme nicht gerechnet wird.

Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Bürgschaften. Die Personen / Unternehmen zu deren Gunsten Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen wurden, kommen den ihnen obliegenden Verpflichtungen entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen nach. Durch regelmäßigen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind negative Entwicklungen zeitnah erkennbar. Derzeit bestehen keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme aus den gewährten Bürgschaften hindeuten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von € 63.782,22 (Vj. € 9.122,63).

Gegenstand der Leasingverträge sind Fahrzeuge mit einer Laufzeit bis Mai 2026 und einer Laufzeit bis September 2027.

Arbeitnehmer

Am Bilanzstichtag waren im Unternehmen durchschnittlich sechs Mitarbeiter beschäftigt.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31.12.2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 73.604,14 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Name, Vorname Tätigkeit/ausgeübter Beruf
Kieslinger, Roman Geschäftsführer (bis 26.01.2024)
Derek, Hendrik Geschäftsführer
Dempewolf-Reichling, Tobias Geschäftsführer (ab 26.01.2024)

Die Voraussetzungen des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff, 284 ff HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen.

 

Sankt Augustin, 25. Oktober 2024

Hendrik Derek, Geschäftsführer

Tobias Dempewolf-Reichling, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 63.380,05 0,00 0,00 0,00 63.380,05
Geschäfts- oder Firmenwert 14.400,00 0,00 0,00 0,00 14.400,00
77.780,05 0,00 0,00 0,00 77.780,05
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.865,55 0,00 0,00 0,00 3.865,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 399.531,73 25.408,18 944,50 137.987,60 287.896,81
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 944,50 0,00 -944,50 0,00 0,00
404.341,78 25.408,18 0,00 137.987,60 291.762,36
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 90.153,49 0,00 0,00 54.188,19 35.965,30
572.275,32 25.408,18 0,00 192.175,79 405.507,71
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 60.770,05 2.606,00 0,00 63.376,05
Geschäfts- oder Firmenwert 11.834,00 642,00 0,00 12.476,00
72.604,05 3.248,00 0,00 75.852,05
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 897,55 276,00 0,00 1.173,55
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 153.379,23 37.617,68 119.974,10 71.022,81
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
154.276,78 37.893,68 119.974,10 72.196,36
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
226.880,83 41.141,68 119.974,10 148.048,41
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 2.610,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1.924,00 2.566,00
1.928,00 5.176,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.692,00 2.968,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.874,00 246.152,50
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 944,50
219.566,00 250.065,00
FINANZANLAGEN
Sonstige Ausleihungen 35.965,30 90.153,49
257.459,30 345.394,49

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die gazcologne Trading-Service GmbH ist seit 2001 ein Flüssiggas-Trader. Wir versorgen ca. 80 Großabnehmer aus dem Flüssiggashandel, der Industrie, sowie kommunale Versorgungsbetriebe im In- und Ausland. Das Unternehmen unterhält gefestigte Kontakte zu den weltweit größten Mineralölkonzernen, darunter Exxon-Mobil, Shell, SHV-Primagas und Total Energies.

Das zu verkaufende Flüssiggas - LPG, Liquified Petroleum Gas, (Propan C3H8, Butan C4H8 oder entsprechende Gemische) - bezieht gazcologne hauptsächlich aus Standorten aus dem sogenannten ARA Raum, Antwerpen Rotterdam Amsterdam, also in den Niederlanden und Belgien, aber auch zu nicht unwesentlichen Anteilen in Deutschland oder Polen. Hier handelt es sich i. d. R. um Raffinerien oder Terminals, in denen das Propan als Nebenprodukt der Rohölverarbeitung gewonnen wird oder in denen es per Schiff aus der Nordsee oder den USA angeliefert wird, wo es als Begleitgas bei der Rohölförderung oder der Erdgasförderung gewonnen wird. Zusätzlich hat das Unternehmen die Möglichkeit, Propan selbst an zwei Standorten in Deutschland einzulagern. Zur Auslieferung werden teilweise externe Speditionen eingesetzt, mit denen das Unternehmen langjährige Geschäftsbeziehungen pflegt, teilweise nutzen die Kunden auch den eigenen Fuhrpark um das in den Standorten verkaufte Produkt abzuholen. Unsere Kunden werden im Streckengeschäft mit Straßentankwagen und Bahnkesselwagen versorgt und beliefert.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Geschäften, die das Unternehmen betreibt. Back-to-back- Geschäfte, die dem Kalenderjahr oder der Wintersaison angepasst sind und bei denen mit einer fixen Marge kalkuliert wird, und Geschäfte auf dem Spot-Markt, wobei diese in der Häufigkeit eher der Wintersaison (Okt-Apr) zugeordnet werden können, bei denen das Unternehmen Mengen auf einer marktüblichen Formelbasis im Voraus kauft, um diese dann später zu höheren Preisen zu verkaufen. Dies kann kurzfristig im laufenden Monat geschehen, was nahezu gleichbedeutend mit keinerlei unternehmerischem Risiko verbunden ist, oder aber bereits im Sommer vor der Wintersaison. Aufgrund der Erfahrungswerte der letzten Jahrzehnte und der Tatsache, dass die Preisentwicklung während einer Wintersaison in der Regel eher steigende Tendenz aufweist bzw. aufgewiesen hat, hat sich das Risiko hier in der Vergangenheit als überschaubar herausgestellt. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass viele Kunden in der Vergangenheit bewusst überwiegend ihre Mengen auf dem Spot-Markt kaufen wollten.

Die generelle Nachfrage nach Propan ist unverändert hoch, hat sich in 2023 jedoch aufgrund des Nachfragebooms in 2022 etwas auf Normalniveau reduziert. Die Anzahl der Kunden und abgesetzten Mengen konnten in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert und im Jahr 2023 stabilisiert werden. Auch die Anzahl der Lieferanten ist in den letzten Jahren gewachsen.

Geschäftsverlauf und Nachwirkungen des Ukrainekrieges

Die eingebrochene Nachfrage zu Beginn des Winters 2022 und der Eingriff der Bundesregierung in den Gasmarkt haben das Geschäftsjahr 2023 maßgeblich geprägt. Durch die von der Bundesregierung angekündigte Gaspreisbremse und des Ausbleibens der Gasknappheit im Bereich Erdgas gab es auch keine Propanabnahmen durch den Industriesektor, der sehr große Investitionen in Flüssiggasanlagen (LPG) getätigt hatte. Die Anlagen wurden zum größten Teil, wegen des verfallenen Erdgaspreises, bis heute nicht in Betrieb genommen. Gleichzeitig blieb die Nachfrage bei Endverbrauchern extrem niedrig, da diese ihre Tanks bereits im Sommer aufgefüllt hatten und bedingt durch die bereits oben genannte mediale und politische Verunsicherung versuchten, ihren Gasverbrauch auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Die hierdurch kontinuierlich fallenden Propangaspreise sorgten dafür, dass viele Vertragskunden im Streckengeschäft ihre Mengen nicht zu 100% abnehmen konnten und die für den Winter 2022/2023 abgeschlossenen Vertragsmengen auf Long-Basis teilweise nur unter hohen Verlusten veräußert werden konnten. Dieser Zustand dauerte bis April 2023 an. Ab Mai 2023 begannen die Preise allmählich zu fallen und die Abnahmeverpflichtungen teurer Vertragsmengen endete. Ab diesem Zeitpunkt stabilisierte sich die Nachfrage auf ein für Sommer übliches Niveau, welches jedoch aufgrund voller Läger im Großkundenbereich keine großen Erträge erbrachte, so dass bis Ende September 2023 lediglich ein Ergebnis von ca. 50.000€ vor Steuern erzielt werden konnte. Mit Beginn des Winters 2023 konnte aufgrund strategischer richtiger Entscheidungen in der Planung und Mengenbeschaffung das Jahresergebnis im letzten Quartal und bis Ende 2023 auf ca. 110.000€ vor Steuern gesteigert werden. Unter dem Strich bliebt somit nach Abzug von Rückstellungen für u.a. Wirtschaftsprüfung, Jahresabschlusskosten und Tantiemen ein Jahresüberschuss von ca. 74.000€ nach Steuern.

2023 2022
EUR EUR
Jahresüberschuss 73.604,14 364.373,87

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Vermögenslage des Unternehmens kann als weiter stabil bezeichnet werden. Das Gesamtvermögen hat sich leicht von 7,8 Mio. Euro auf 8,6 Mio. Euro erhöht. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital von 439.373,87€ auf 512.978,01€ erhöht. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist auf die notwendige Inanspruchnahme kurzfristiger Kredite bedingt durch die Reduzierung des Eigenkapitals im Jahre 2022 zurückzuführen. Die Vorräte konnten um ca. 366 T€ reduziert werden, was der Liquidität des Unternehmens zugutekommt. Die Höhe der Sachanlagen hat sich bedingt durch Normalabschreibungen von ca. 250 T€ auf ca. 220 T€ reduziert.

Finanzlage

Die Finanzlage gestaltet sich grundsätzlich stabil. Aufgrund der Übersichtlichkeit des Marktes, sowie dem steten Austausch zwischen Buchhaltung und Debitoren, gab es in den letzten Jahren keine größeren Schwierigkeiten im Bereich des Forderungsmanagements. Der ausscheidende Geschäftsführer wird aller Voraussicht nach die Jahresüberschüsse von 2022 und 2023 bis 2025 im Unternehmen belassen. Alle Überschüsse ab 2024 werden im Unternehmen belassen.

Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens war, abgesehen vom ersten Quartal 2023, gut und hat sich ab Oktober 2023 mit Einsetzen des Wintergeschäfts kontinuierlich gesteigert. Insgesamt hat sich das Rohergebnis zwar um 3.071.941,47€ im Vergleich zum Vorjahr erhöht, allerdings haben krisenbedingt erhöhte Kosten der Warenabgabe sowie eine Zunahme der zu zahlenden Zinsen, bedingt durch eine Ausschüttung, dafür gesorgt, dass der Jahresüberschuss für 2023 geringer als in 2022 ausfällt. Grundsätzlich hat sich die Energiebranche speziell in unsicheren Zeiten als krisensicher erwiesen, was sich auch am höheren Rohertrag ablesen lässt. Die generelle Nachfrage nach Propangas ist weiter vorhanden, und wird bedingt durch die unklare Kommunikation der Politik, sowie die heikle geopolitische Situation auch weiterhin nicht abreißen. Generell ist es daher weiter möglich durch geschickte Ein- und Verkaufspolitik gute Margen zu erzielen.

Prognose

Ausblick 2024/2025

Der gegen Ende 2022 beschriebene Zustand der geringen Nachfrage und sinkenden Preise setzte sich auch im ersten Quartal 2023 fort, so dass sich die Geschäftslage in diesem Zeitraum als äußerst schwierig erwies. Der Großteil der geschlossenen Vertragsmengen auf Longterm-Basis endete jedoch zum 30.04.2023, so dass sich ab diesem Zeitpunkt eine Entspannung einstellte und ab dem letzten Quartal 2023 eine deutliche Steigerung erzielt wurde. Für die Wintersaison 2024/2025 rechnen wir aufgrund des Inkrafttretens des 12. EU-Sanktionspakets im Dezember 2024 mit einer erhöhten Nachfrage nach Produkten aus Osteuropa (allein der polnische Markt hat eine jährliche Nachfrage von ca. 2,5 Millionen Tonnen, von denen in 2022 ca. 45% aus Russland importiert wurden) sowie einem dadurch verbundenen Preisanstieg, welcher bereits zum Oktober 2024 eingetreten ist und weiter anziehen könnte. Aufgrund der immer noch anhaltenden Volatilität des Marktes und den Erfahrungen aus 2022 ist jedoch eine Mengenbeschaffung mit Augenmaß und überschaubaren Positionen auf Long-Term-Basis zu empfehlen.

Für 2024 wurde zum August 2024 bereits ein Jahresüberschuss von ca. 195.000€ vor Steuern erzielt. Der Umsatz liegt im Jahr 2023 bei ca. 57 Millionen Euro und somit unter dem Vorjahreswert von knapp 66 Millionen Euro. Dies ist teilweise auf geringere Nachfrage im Jahre 2023, aber hauptsächlich auf ein niedrigeres Preisniveau am Markt zurückzuführen. Für 2024 rechnen wir, unter der Annahme, dass die Rahmenbedingungen und vor allem die geopolitische Situation unverändert bleibt, bei sehr konservativer Kalkulation mit einem Jahresüberschuss, welcher mindestens dem Wert von 2023 entspricht. Die Höhe des Umsatzes ist aufgrund der schwankenden Marktpreise und der oben genannten Faktoren vorab schwer einzuschätzen, würde sich demnach aber zwischen 60 und 70 Millionen Euro bewegen.

Die größte Änderung ab 2024 ist sicherlich das Ausscheiden des bisherigen Mehrheitsanteilseigners als Geschäftsführer. Dieser Abgang wurde jedoch in den vergangenen drei Jahren vorbereitet, so dass der anstehende Know-How-Verlust in diesem Zeitraum reduziert wurde. Außerdem steht der Mehrheitsanteilseigner auch nach seinem Ausscheiden als Berater der gazcologne, wenn nötig, zur Verfügung. Das bestehende Team arbeitet bereits seit mehreren Jahren erfolgreich und produktiv zusammen. Zum 01.01.2024 konnte das Unternehmen eine weitere Vollzeitkraft einstellen, welche dabei hilft, den steigenden Anforderungen der Geschäftsentwicklung ausreichend gewachsen zu sein. Die Gewinnausschüttung bedeutet jedoch auch eine Reduzierung des verfügbaren Eigenkapitals. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen von Kreditversicherern, Lieferantenlimits und marktüblichen Vorkassegeschäften, ist daher eine Aufstockung der Liquidität durch die neuen Anteilseigner zwingend zu empfehlen, um einen reibungslosen Geschäftsablauf zu ermöglichen.

Die aktuell geopolitisch schwierige Situation mit den Konflikten in der Ukraine und im Nahen Osten könnte für 2025 zu stark steigenden Preisen und evtl. erschwerter Mengenbeschaffung führen. Da der Markt sich jedoch in der Vergangenheit als krisensicher erwiesen hat, könnten diese Faktoren sich jedoch aus finanzieller Sicht sogar zum Vorteil des Unternehmens entwickeln.

Ausblick 2025 und folgend

Die von der Politik eingebrachte Diskussion um das GEG sollte in den nächsten Jahren noch keinen erheblichen Einfluss auf das tägliche Geschäft haben. Die Nachfrage nach Propangas gerade im ländlichen Raum und teilweise in der Industrie lässt sich trotz politischen Wunschdenkens nicht von heute auf morgen ändern. Insbesondere die große Anzahl an neu eingebauten Gasthermen in 2023 sowie der Einbruch der verkauften Wärmepumpen in 2024 belegen diese These. Eventuell steht der Markt jedoch vor der Herausforderung, in den nächsten Jahren verstärkt sogenannte grüne Gase ins Portfolio mit aufzunehmen. Hierzu sind natürlich entsprechende politische Rahmenbedingungen erforderlich, welche aufgrund politischer Unwissenheit jedoch bis heute nicht klar ausgearbeitet sind, wodurch der aktuelle Status-Quo auch noch langfristiger erhalten bleiben könnte. Dennoch hat das Unternehmen sich im Jahr 2024 bereits in einem Bioregister zum künftigen Handel mit Bio- Propan und entsprechenden Zertifikaten registriert. Durch die langjährigen Geschäftsbeziehungen und guten Kontakte des Unternehmens mit großen Energielieferanten und Einkäufern ist das Unternehmen für beide Eventualitäten vorbereitet.

 

Sankt Augustin, 25. Oktober 2024

Hendrik Derek, Geschäftsführer

Tobias Dempewolf-Reichling, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gazcologne Trading-Service GmbH, Sankt Augustin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 12. Dezember 2024

AHW Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Becker, Wirtschaftsprüfer

Oliver Conrad, Wirtschaftsprüfer

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