Autohaus Pflanz GmbH
Hanielstraße 10, 44801 Bochum, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Felix Maria Babilas seit 29.10.2013 | Prokura |
Heike Tag seit 25.5.2012 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Pflanz GmbHBochumJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023der Autohaus Pflanz GmbHBochumI. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftstätigkeit Die Gesellschaft betreibt am Hauptstandort in Bochum sowie an Standorten in Dortmund, Gelsenkirchen und Herne auf angemieteten Immobilien einen Handel mit neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen des Herstellers PEUGEOT und mit Gebrauchtfahrzeugen. Am Standort Bochum werden zusätzlich auch PKWs und leichte Nutzfahrzeuge der Marken OPEL, FIAT, Abarth und JEEP vertrieben. Am Standort Herne werden zusätzlich auch PKWs und leichte Nutzfahrzeuge der Marken FIAT, Abarth, ALFA ROMEO und JEEP vertrieben. Am Standort Gelsenkirchen werden zusätzlich auch PKWs und leichte Nutzfahrzeuge der Marken FIAT und Abarth vertrieben. Fahrzeugfinanzierungen und Fahrzeugverkauf auf dem Leasingweg erfolgen vorwiegend über die Bank der Hersteller. Zudem werden markenspezifische Teile und Zubehör vertrieben sowie Werkstätten für die jeweiligen Marken an den einzelnen Standorten betrieben. Die Gesellschaft ist in dem von den Marken PEUGEOT, JEEP und ALFA ROMEO vorgegebenen Vertriebsgebiet im westlichen Ruhrgebiet der größte Marktteilnehmer. Für die Marken OPEL, FIAT und Abarth ist die Gesellschaft einer von vielen Vertriebspartnern im westlichen Ruhrgebiet. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt über ein vom Hersteller empfohlenes Kostenrechnungsmodul. II. Wirtschaftsbericht a) Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach einem sehr schwachen Autojahr 2022 konnte sich der Markt 2023 leicht erholen. Die Neuzulassungen und Besitzumschreibungen wuchsen nach Informationen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) kumuliert jeweils um 7%. In Zahlen bedeutet dies 6.030.873 Besitzumschreibungen und 2.844.609 Neuzulassungen. Von Letzteren entfielen lediglich 944.032 Pkw (-1% gegenüber 2022) auf private Halter, was einem Drittel aller Neuzulassungen entspricht. Zwei Drittel waren erneut gewerblich zugelassene Neuwagen (1.900.577 Einheiten), d.h. Zulassungen auf Firmenfuhrparks, Fahrzeughandel, Fahrzeugbau und Autovermieter. Auf dem Neu- und Gebrauchtwagenmarkt machte sich die generell starke Kaufzurückhaltung im Jahr 2023 bemerkbar. Viele Menschen haben aus finanziellen Gründen den Autokauf verschoben oder waren schlicht mit ihren bestehenden Fahrzeugen noch zufrieden. Die generelle Zurückhaltung könnte auch durch die kritische Sicht der Endverbraucher auf das Thema E-Mobilität beeinflusst worden sein. Immerhin bestätigten 80%, ihr aktuelles Fahrzeug länger zu halten, um die weitere Entwicklung bei der E-Mobilität zunächst abzuwarten. Apropos Elektromobilität: Der Hochlauf kam 2023 nur langsam voran. In Summe wurden zwar 524.219. BEV (+11% gegenüber 2022) und 175.724 PHEV (-52% gegenüber 2022) neu zugelassen, die beliebteste Antriebsart allerdings blieben auch 2023 die Verbrenner - bei Neu- und Gebrauchtwagen. Bei der Betrachtung der monatlichen Entwicklungen ist zu Jahresbeginn die saisonübliche Frühjahrsbelebung bei Neu- und Gebrauchtwagen zu erkennen. Anschließend wurden im Frühling und Sommer insbesondere im Neuwagenmarkt kurz vor Ablauf der E-Auto-Förderung (Ende August) noch massiv gewerbliche Zulassungen getätigt. Die von vielen erhoffte Neuwagen-Jahresendrallye entfiel allerdings komplett und auch der Gebrauchtwagenmarkt brach im Dezember regelrecht ein. (Quelle: DAT Report 2024) Auch bei STELLANTIS ist man zufrieden mit den Ergebnissen aus 2023 und geht nicht ohne Optimismus in das neue Jahr, da zahlreiche neue Modelle und Modellvarianten in 2024 auf den Markt kommen. Man analysiert weiterhin konsequent Stärken und Schwächen - die Ergebnisse des Konzerns im vergangenen Jahr in Deutschland konnten durchaus überzeugen: "Über alle Marken hinweg haben wir bei STELLANTIS 2023 in Deutschland mehr als 390.000 Fahrzeuge (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) verkauft - gut 5% mehr als 2022. Dabei haben wir mit einem starken zweiten Halbjahr eine Aufholjagd hingelegt und das schwächere erste Halbjahr, das von internen Transformationen geprägt war, kompensiert. Einigen unserer Marken und markenübergreifenden Bereiche ist es gelungen, 2023 tolle Ergebnisse zu erzielen: So ist beispielsweise die Marke ALFA ROMEO um gut zwei Drittel gewachsen und hat 6.200 Fahrzeuge verkauft. Und Citroën hat mit einem Plus von gut 15% ebenfalls überdurchschnittliches Wachstum erzielt. FIAT hat rund 93.000 Neuwagen in Deutschland verkauft - 4% mehr als 2022. Erfolgsgarant war der 500 Elektro, der 2023 zu den in Deutschland am häufigsten verkauften Elektro-Modellen gehörte. Ein echtes Ausrufezeichen. Auch die größte deutsche Marke, OPEL, ist gewachsen (+ gut 3 %) und stellte 2023 mit dem Corsa (fast 53.700 Neuzulassungen) erneut Deutschlands meistverkauften Kleinwagen. Besonders überzeugt hat unser Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen: Im Dezember war STELLANTIS zum vierten Mal in Folge die Nummer eins im deutschen Markt. Eine herausragende Leistung. Wir haben auch zahlreiche großartige neue Modelle eingeführt. Dabei bleibt das Umfeld schwierig, wie die kurzfristige Entscheidung der Bundesregierung vor Weihnachten zeigt, die staatliche Förderung für Elektroautos einzustellen. Wir haben auf diese Entscheidung schnell reagiert, indem wir unseren Kund:innen für E-Fahrzeuge zugesichert haben, sie nicht allein zu lassen und den Umweltbonus zu übernehmen. Ich bin mir sicher, dass diese schnelle Reaktion zur Steigerung der Kundenzufriedenheit sowie Ihrer Planungssicherheit beigetragen hat. Lassen Sie uns gemeinsam mit viel Überzeugung und Zuversicht ins Jahr 2024 starten. Mit vielen Produktneuheiten und überzeugenden Plänen werden wir unsere Chancen im neuen Jahr konsequent nutzen." (Quelle: Grußwort Lars Bialkowski, Geschäftsführer STELLANTIS Germany GmbH, interner Newsletter Deutschland News Nr 1, Januar 2024) b) Geschäftsverlauf Insgesamt zeigte sich das Jahr 2023 in Bezug auf die Auftragseingänge bei Neufahrzeugen monatsweise volatil. Die internen Transformationsprozesse bei STELLANTIS Deutschland und vor allem bei der STELLANTIS Bank Deutschland erschwerten vor allem im ersten Halbjahr nicht nur die reibungslose Abwicklung von Kaufverträgen und Finanzierungsangeboten, sondern sorgten auch für ein großes Maß an Unzufriedenheit bei allen Händlern. Die Erreichbarkeit gewohnter Ansprechpartner war in den ersten Monaten des Jahres zeitweise kaum gegeben, sodass Verkaufsprozesse behindert wurden und stockten. Insbesondere die speziellen markenspezifischen Leasing- und Finanzierungsaktionen, mit denen STELLANTIS deutschlandweit über nationale Medien die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden weckt, blieben aus oder waren zu kurzfristig bemessen. Vor allem Leasingraten sind zum wesentlichen Absatzinstrument bei allen Käufergruppen geworden, da die Bindung an ein einzelnes eigenes Fahrzeug mit einer langen Haltedauer nicht mehr die Attraktivität von früher genießt. Beflügelt wird die Einstellung der Konsumenten durch die überall präsente Diskussion um die Zukunft der elektrifizierten Mobilität und das "Ende" des Verbrenners. Kaum ein Käufer möchte sich langfristig durch Erwerb an ein Fahrzeug, insbesondere ein E-Fahrzeug, binden, welches vielleicht in einem relativ kurzen Zeitraum der kommenden Jahre mehr an Wert verliert, als es bei den herkömmlichen Verbrennermodellen der Fall war. Daher sind national beworbene Leasingaktionen durch die Hersteller in Zusammenarbeit mit den Herstellerbanken, die auch vor Ort auf lokaler Ebene zeitnah und auf diversen Kommunikationskanälen durch die Marketingabteilung umgesetzt werden, derzeit das wichtigste Absatzinstrument und in der Regel sehr erfolgreich. Diese oftmals zeitlich begrenzten Aktionen wecken schon alleine durch die Kommunikation von attraktiven monatlichen Leasingraten das Käuferinteresse. Hierbei wechseln sich die STELLANTIS-Marken durchaus in der Konzeption von Leasingraten für einzelnen Fabrikate und Modelle ab, sodass zeitübergreifend ein dauerhaftes Angebot in den einzelnen Fahrzeugsegmenten der verschiedenen Marken dargestellt werden kann. Analog zu den nur für kurze Zeiträume ausgelegten Finanzierungsangeboten der Autobanken, hier vor allem der STELLANTIS-Bank, schwankte unterjährig der Auftragseingang stark. In der Folge lag der Auftragseingang im Bereich Neuwagen im ersten Halbjahr bei starker monatlicher Schwankung auf insgesamt zu niedrigem Niveau. Da diese deutschlandweite Tendenz für alle STELLANTIS-Marken bedrohlich schien, sorgte eine Gegensteuerung durch Konzern samt Konzernbank mit der Auflage neuer, attraktiver Finanzierungs- und Leasingkonditionen für einen anhaltend guten Auftragseingang, der sich durch das gesamte zweite Halbjahr 2023 zog. Nach zwei sehr schwachen Monaten zu Jahresbeginn mit durchschnittlich nur 39 Neuwagenfakturen an Endkunden, die im Wesentlichen aus enormen Problemen in der Belieferung von Neufahrzeugen resultierten, erholte sich der Absatz erst mit einer Verbesserung der Liefersituation zum Ende des 1. Halbjahres. Schlussendlich konnten die Absatzzahlen im Neuwagenbereich im Gesamtjahr um 28 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Wesentlich für die Entwicklung der Gesellschaft in 2023 war die Aufnahme der Konzernmarken FIAT, FIAT Professional, Abarth, JEEP und ALFA ROMEO in das Angebotsportfolio. Während bereits 2022 am Standort Bochum die Marke OPEL hinzugekommen war, konnten die weiteren genannten Marken nach Plan in Verkauf und Service implementiert werden. Bereits zu Jahresbeginn wurde an den Standorten Herne und Gelsenkirchen eine zunächst übergangsweise geltende aufmerksamkeitsstarke Außen-CI angebracht, die deutlich die Aufnahme der neuen Marken an diesen Standorten signalisierte. Nach umfangreichen Personalschulungen in Verkauf und Service konnten im Anschluss die konzerninternen Verkaufs- und Werkstattprogramme auch EDV-technisch genutzt werden, sodass sich ab März erste Verkaufserfolge einstellten. Im Wesentlichen wurden die bereits vor Ort befindlichen Verkaufsberater auf die neuen Marken zusätzlich geschult bzw. Auszubildende in die Festanstellung übernommen. Ab Juni bereits sind insbesondere bei der Marke FIAT samt Abarth deutliche Verkaufserfolge zu verzeichnen - eine für einen Neustart in einem bislang vernachlässigten oder unbesetzten Absatzgebiet beachtliche Leistung. Beflügelt durch die konzerneigenen Leasingangebote und eigene Marketingmaßnahmen im großen Stil wie Neueröffnungsangebote, E-Mail-Newsletter und eine verstärkte Präsenz in den sozialen Medien konnten die neuen Marken somit zu Neuwagen- sowie Serviceumsatz beitragen. Gerade die Marke FIAT mit einer frischen, an jüngere Kunden gerichtete Werbung und einem überzeugenden Angebot des Elektro 500 konnte hier Käuferschichten erobern, die bis 2023 die Standorte des Autohauses als reine PEUGEOT-Vertretungen nicht wahrgenommen hatten. Sowohl FIAT als auch OPEL verfügen analog zu PEUGEOT über eine eigene Nutzfahrzeugsparte - hier können unsere universell geschulten B2B-Verkäufer zukünftig mehr Modellvarianten anbieten als lediglich bei PEUGEOT zur Verfügung stehen. Auch die Marken ALFA ROMEO und JEEP starteten erfolgversprechend und erschlossen für das Autohaus neue Zielgruppen. Bei der Implementierung der neuen Marken war vor allem der verkehrsgünstig gelegene und mit aufmerksamkeitsstarker Außenwerbung versehene Standort Herne besonders erfolgreich in der Umsetzung. Nach einem derart erfolgreichen Marktstart von FIAT zog der Standort Gelsenkirchen im Jahresverlauf nach und konnte, flankiert durch lokal ausgerichtete Marketingmaßnahmen, ebenfalls seinen Beitrag zu den Absatzerfolgen leisten. Der Standort Bochum war durch die Neuerrichtung des OPEL gewidmeten Ausstellungsraums von Problemen der Erreichbarkeit und Zugänglichkeit betroffen. Bauarbeiten am neuen Ausstellungsraum sorgten für Platznot auf dem gesamten Gelände und zogen sich von Baubeginn im Januar über das ganze Jahr 2023. Im Januar 2024 konnte jedoch der neue Showroom eröffnet werden und der Standort konnte zu seiner reibungslosen Funktionalität zurückkehren. Die neue OPEL-Außen-CI wurde durch die aktualisierte CI der Marken FIAT, FIAT Professional, JEEP und PEUGEOT ergänzt, sodass die Außenpräsentation des Standorts eine deutliche Aufwertung erfuhr. Die E-Mobilität erhielt in Deutschland bereits zu Jahresbeginn einen Dämpfer, da die staatliche Förderung durch Zulassungsprämien phasenweise eingeschränkt und schließlich endgültig eingestellt wurde. Das Segment der E-Fahrzeuge spielte bei Kaufanbahnungen kaum noch eine Rolle. Angesichts der Unsicherheit, die Prämie für rein batteriegetriebene Fahrzeuge (BEV) noch in 2023 zu erhalten, schreckten viele private Käufer vom Kauf zurück - hierbei spielte auch die Unsicherheit über die Liefertreue des Herstellers eine Rolle. Das Vertrauen in die E-Mobilität sank gravierend - dies spiegelt sich in den Zulassungszahlen 2023 national und im Autohaus wider. Angesichts der im August auslaufenden Förderung für gewerbliche Zulassungen erfolgten zahlreiche Eigenzulassungen von Lagerfahrzeugen, um diese dann mit Preisvorteil nach Ablauf der Haltedauer an Endkunden vermarkten zu können - eine Praxis, die branchenweit verbreitet war: "Als größter Treiber der emissionsfreien Mobilität erwiesen sich gewerblich zugelassene E-Fahrzeuge. Allein im ersten Halbjahr (vor dem Wegfall des Umweltbonus) gingen 60,4 Prozent aller BEV auf deren Zulassung zurück. Auf das Aus der Umweltprämie für PHEV im Januar 2023 und der gewerblich zugelassenen E-Fahrzeuge ab September folgte am 17. Dezember 2023 abrupt der Förderstopp für private Käufer. Betroffen waren laut einer ZDK-Blitzumfrage im markengebundenen Fabrikatshandel rund 60.000 E-Mobile und damit Käufer, die ihre Fahrzeuge unter der Voraussetzung einer Fördersumme bestellt hatten. Den Umweltbonus erhielten nur noch bereits zugesagte Förderungen. Autohausbetriebe standen vor einer Riesenherausforderung. Sie mussten den Kunden erklären, dass ein Rücktritt vom Kaufvertrag nicht ohne weiteres möglich sei und der Erwerb eventuell teurer wird. Auch Betriebe verloren Planungssicherheit von Förderungen. Insgesamt wurde das Vertrauen in die Politik der Bundesregierung massiv beschädigt." (Quelle: Jahresbericht des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe 2023/2024) Die Entscheidung, die Marken FIAT, FIAT Professional, Abarth, ALFA ROMEO und JEEP zusätzlich in das Portfolio aufzunehmen, hat somit schon im ersten Jahr der Implementierung zu Wachstum bei den Absatzzahlen in Verkauf und Service geführt, wobei in den ersten Monaten organisationsbedingt noch kein aktiver Verkauf und Service bei den neuen Marken stattfinden konnte. Die erheblichen Anfangsinvestitionen vor allem bei Personalschulungen- und -ausstattung sowie im Marketing waren für das Geschäftsjahr 2023 zwar enorm, stellen jedoch eine Investition in die Zukunft dar, deren Amortisierung sich voraussichtlich in den kommenden Jahren realisieren wird. Die Erfolge des zweiten Halbjahres 2023 konnten absatztechnisch 2024 fortgeführt werden und bestätigen die Unternehmerentscheidung zu der Aufnahme weiterer Marken des STELLANTIS Konzerns. Lediglich die Liefertreue und -fähigkeit blieb bei allen Marken ein andauerndes Ärgernis für Handel und Kunden - augenscheinlich haben das Zusammenspiel von Zulieferern und Herstellen und damit die Verlässlichkeit und der reibungslose Ablauf der Fahrzeugproduktion noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Lange Wartezeiten auf zu bestimmten Lieferterminen zugesagte und dann teils um viele Monate verspätete Fahrzeuge sorgten für Unmut bei Kunden und Verkaufsmitarbeitern, während zeitweise Fahrzeugbestellungen Monate vor dem Liefertermin eintrafen. Analog zur Entwicklung beim Neuwagengeschäft stieg der Serviceumsatz bei Werkstattleistungen und Ersatzteilverkäufen im Jahresverlauf. Auch hier zeigen sich erste positive Auswirkungen der Aufnahme der neuen Marken. Allerdings sind noch deutliche Umsatzpotentiale für die folgenden Jahre gegeben. Die Voraussetzungen, um diese heben zu können, wurden durch die getätigten Investitionen in Personal und Infrastruktur geschaffen. Neben gestiegenen Personalaufwendungen aus dem Aufbau des Personalbestandes, deutlich erhöhten Marketingausgaben, die die Einführung der neuen Marken flankierten, und einem inflationsbedingten Kostenanstieg führte insbesondere der dramatische Anstieg der Einkaufsfinanzierungskosten (+TEUR 672) dazu, dass das Jahresergebnis mit TEUR 70 unterhalb des Vorjahres liegt. Ergebnis verbessernd wirkte sich dabei ein Forderungsverzicht i.H.v. TEUR 227 aus. III. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage a) Vermögenslage Auf der Vermögensseite der Bilanz der Autohaus Pflanz GmbH spielt nach wie vor der Bestand an Fahrzeugen und Ersatzteilen im Umlaufvermögen die wesentliche Rolle. Zum 31. Dezember 2023 machte er einen Anteil von 56,0% (Vorjahr: 48,9%; 2021: 47,3%) und somit über die Hälfte der Bilanzsumme aus. Einem Anstieg des Bestandes an Neuwagen (+TEUR 7.859) steht dabei ein Rückgang des Gebrauchtwagenbestandes um TEUR 370 gegenüber. Das Sachanlagevermögen, zu dem insbesondere Vorführfahrzeuge und Mietwagen zählen, stieg um TEUR 3.474, was insbesondere auf die im Vorjahresvergleich gestiegene Zahl an im Bestand befindlichen Miet- und Vorführwagen zurückzuführen ist. Des Weiteren ist der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände (+TEUR 1.749) sowie der Lieferforderungen maßgeblich ursächlich für den Anstieg der Bilanzsumme von TEUR 17.802 um TEUR 13.040 auf TEUR 30.842. Sowohl die sonstigen Vermögensgegenstände als auch die Lieferforderungen steigen im Wesentlichen aufgrund der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit zum Ende des Geschäftsjahres. So lagen die Neuwagenfakturen im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat auf einem doppelt so hohen Niveau. Gegenläufig verringerten sich die Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 754. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag sank ergebnisbedingt um TEUR 70 und minderte so den Bilanzsummenanstieg. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Einkaufsfinanzierung für Fahrzeuge im Umlauf- und Anlagevermögen bei den Herstellerbanken betreffen, liegen als Folge des Bestandsaufbaus deutlich über dem Vorjahresniveau. Aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr geringeren Umsatzsteuerlast für den Veranlagungszeitraum Dezember sanken die sonstigen Verbindlichkeiten. b) Ertragslage Analog zum dargestellten Geschäftsverlauf erhöhte sich das Rohergebnis (§ 276 HGB) auch aufgrund des Anstiegs der sonstigen betrieblichen Erträge (vgl. Ausführungen zum Geschäftsverlauf) gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.480 auf TEUR 10.861. Die abermals gestiegene durchschnittliche Mitarbeiterzahl führte zu einem Anstieg des Personalaufwands um TEUR 327. Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen führten erhöhte Werbeaufwendungen im Zusammenhang mit Einführung des Vertriebs und Service der neuen Marken FIAT, FIAT Professional, Abarth, ALFA ROMEO und JEEP zu einem Anstieg der Kosten. Ebenso spiegelt sich in den sonstigen Aufwendungen (insb. bei den Fuhrparkkosten) die hohe Inflation wider. Neben den Auswirkungen des Bestandsaufbaus an Fahrzeugen führte das deutlich gestiegene Zinsniveau zu einer wesentlichen Verschlechterung des Finanzergebnisses (TEUR -866; 2023: TEUR -215). Die Ertragsteuerentlastung von TEUR 196 ist ein Ergebnis der Betriebsprüfung der Veranlagungszeiträume 2016 bis 2020. Das im letztjährigen Lagebericht prognostizierte, leicht negativ angenommene Jahresergebnis für 2023 konnte leicht übererfüllt werden. Ursächlich hierfür sind insbesondere die über der Planung gestiegenen Absatzzahlen im Neuwagenbereich. Die Ergebnisse hieraus konnten im Gesamtjahr die ebenfalls höher als erwartet gestiegenen Kosten (insbesondere für Zinsen) überkompensieren. Zusätzlich trägt ein Forderungsverzicht seitens der Schwestergesellschaft zu einem positiven Jahresergebnis von TEUR 70 bei. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag konnte somit weiter abgebaut werden. c) Finanzlage Die Gesellschaft hat einen vor allem ergebnisbedingt positiven Jahres-Cashflow (nach DVFA/SG) von TEUR 14 erzielt (Vorjahr: TEUR 346). Unter Berücksichtigung insbesondere der Zahlungsmittelabflüsse aus dem Aufbau des Vorratsvermögens, der Lieferforderungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände ergab sich ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 10.736. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit i. H. v. TEUR 3.654 resultiert aus dem Aufbau des Bestandes an Mietwagen und Vorführwagen. Die Investitionen des Geschäftsjahres betragen exklusive der im Anlagevermögen ausgewiesenen Vorführwagen und Mietwagen TEUR 318. Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR 71 betrifft i.H.v. TEUR 250 die von der Schwestergesellschaft Pflanz Immobilien GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel, die die planmäßigen Tilgungsleistungen von langfristigen Darlehen bei Kreditinstituten übersteigen. Der Finanzmittelfonds setzt sich in Höhe von TEUR 148 aus liquiden Mitteln und Guthaben bei Kreditinstituten sowie in Höhe von TEUR -28.911 aus kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zusammen und besteht im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber der PSA Bank Deutschland GmbH. Des Weiteren wurden zur Finanzierung des Gebrauchtwagenbestandes im Geschäftsjahr Finanzierungslinien bei der Bank11 für Privatkunden und Handel GmbH sowie der CA Auto Bank S.p.A. Niederlassung Deutschland in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt weiterhin maßgeblich durch die Fahrzeugfinanzierung über die Bank der Hersteller (PSA) ergänzt um weitere Kontokorrent- bzw. Betriebsmittellinien. Die Liquiditätslage hat sich trotz des ausgeglichenen Ergebnisses leicht verschlechtert, was insbesondere aus dem mit der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit einhergehenden deutlich erhöhten Vorfinanzierungsbedarf resultiert; Diese Entwicklung spiegelt sich im um TEUR 754 verminderten Bestand an liquiden Mitteln widerspiegelt. Die Liquidität wird weiterhin engmaschig überwacht. Die Gesellschaft ist insgesamt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die operative wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zeigt im sechsten Berichtsjahr in Folge ein positives Geschäftsergebnis. Negative Effekte der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise sowie der hohen Inflationsraten und den damit verbundenen Unsicherheiten konnten insgesamt erfolgreich aufgefangen werden. Wie in den Vorjahren trugen die Bereiche Neuwagen- und Gebrauchtwagenvertrieb wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Durch den operativen Gewinn konnte die buchmäßige Überschuldung der Gesellschaft weiter verringert werden. Abgesehen von der Überschuldung ist die wirtschaftliche Lage als zufriedenstellend einzustufen. Auf der Grundlage der operativen Ergebnisse der Jahre 2018 bis 2023 sowie der weiteren Ausweitung der Geschäftstätigkeit durch den erstmalig ganzjährigen Vertrieb der weiteren Marken des STELLANTIS-Konzerns in Service und Vertrieb ist die Fortführung des Unternehmens und die Verbesserung des Eigenkapitals durch weitere positive Ergebnisse ab 2024 geplant. 2024 wird mit einem signifikant positiven Jahresergebnis geplant, da trotz weiter zunehmenden Margendrucks im Neuwagenbereich die im Geschäftsjahr geschaffenen betriebstechnischen Voraussetzungen für die neuen Marken durch Einstellung von Personal und Schaffung von Infrastruktur positiv auswirken werden. Der aktuelle Auftragsvorlauf sowie das erste Halbjahr 2024 bestätigen diese Erwartung. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Die Geschäftsführung sieht die folgenden Risiken, Chancen und Perspektiven der künftigen Entwicklung: Risiken aus der Elektromobilität Nach dem phasenweisen Entfall und der schlussendlichen Beendigung zum Jahresende der Förderung durch staatliche Zulassungsprämien ist die Nachfrage bereits in 2023 stark zurückgegangen und eine Belebung wird auch für 2024 und die Folgejahre kaum erwartet. In den kommenden Jahren werden zunehmend Leasingrückläufer aus dem Bereich der Elektrofahrzeuge erwartet, bislang ist deren Anteil an der Gesamtzahl der Rückläufer eher gering; größere Risiken bestehen auch für die Folgejahre nicht, da die Elektrofahrzeuge größtenteils entweder von den Herstellern direkt zurückgenommen werden oder deren Marktrisiken durch die Hersteller abgesichert werden. Wesentliche Risiken bestehen somit nicht. Eine Ausnahme bei der Kaufzurückhaltung bildet die Marke FIAT, deren Elektro 500 sich flankiert durch attraktive Leasingangebote großer Beliebtheit erfreut und das Gros der verkauften FIAT Fahrzeuge in 2023 bildete. Alle STELLANTIS Marken haben allerdings nach wie vor ein überzeugendes Portfolio von Verbrennungsmotoren im Angebot, auch wenn die Bandbreite der Motorvarianten im Laufe der Jahre geschrumpft ist. Aus Konsumentensicht sind die Elektrofahrzeuge insgesamt zu teuer und auch die Komplexität der Ladeinfrastruktur sorgt für Abschreckung. Trotz der momentanen Schwäche auf dem deutschen Markt halten viele Hersteller, so auch STELLANTIS, an ihrer Elektrifizierungsstrategie fest und haben konkrete Pläne für eine verbrennerfreie Zukunft, um das Thema Klimaneutralität weiter zu verfolgen: "Aktuell findet ein Hochlauf der E-Mobilität statt. Es vergeht kaum ein Quartal, in dem wir nicht neue E-Autos ankündigen oder vorstellen - die Entwicklung ist rasant. Alleine bis Ende nächsten Jahres werden wir in Europa die Zahl der reinelektrischen Autos aus dem Markt von gegenwärtig 24 fast verdoppeln. Und unsere E-Modelle kommen an: zum Beispiel der FIAT 500 Elektro und der OPEL Corsa Electric, die zu den meistverkauften Elektroautos in Deutschland gehören. Wir liegen mit unserem Marktanteil bei batterie-elektrischen Fahrzeugen seit Monaten über dem allgemeinen Marktanteil - das ist ein gutes Signal für die Zukunft, die zweifelsohne elektrisch ist. Übrigens: Die Elektrifizierung des Portfolios wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass STELLANTIS global bis 2038 klimaneutral unterwegs sein wird". Quelle: Interview Beilage der Branchenzeitschrift Autohaus mit dem Thema: STELLANTIS, Januar 2024 Auch die chinesischen Hersteller gewinnen an Sichtbarkeit - hier sind die Effekte von Einfuhrbeschränkungen abzuwarten, um das Thema langfristig zu beurteilen. Bislang sind nennenswerte Auswirkungen der Elektromobilität auf das Service- und Teilegeschäft nicht eingetreten. Die weitere Entwicklung bleibe abzuwarten und hängt maßgeblich von Entscheidungen und Förderprogrammen der Bundesregierung ab. Risiken aus der anhaltenden Unterbrechung weltweiter Lieferketten und der geopolitischen Lage Nach wie vor gibt die Kriegslage in der Ukraine Anlass zur Sorge, hinzu gekommen ist im Oktober 2023 ein Nahostkonflikt, der täglich neu an Brisanz gewinnt und in dessen Folge sich eine ganze Region als zusätzlicher massiver Kriegsherd erweisen könnte. Zu der gefühlt bedrohlichen Unsicherheit in Bezug auf die globale Lage, der Angst vor negativen ökonomischen Auswirkungen auf den Einzelnen gesellen sich noch Spätfolgen der Corona-Krise. Die weltweiten Lieferketten sind mehr von diesen Krisen betroffen, als 2020 noch abzusehen war. Die Belieferung mit Fahrzeugen bleibt schleppend und schwierig, konkrete Liefertermine können teilweise nicht genannt werden bzw. wurden auch noch in 2023 von den Herstellern teils gravierend über- oder auch unterschritten. Von diesen Effekten scheint die gesamte Branche gleichermaßen betroffen zu sein, sodass STELLANTIS hier keinen Einzelfall darstellt. Auch im Servicebetrieb inkl. Vertrieb von Ersatzteilen und Zubehör sind nach wie vor Lieferengpässe bei Ersatzteilen andauernd und ziehen weiterhin den schon bekannten Verwaltungs- und Organisationsaufwand bei der Ersatzteildisposition und Werkstattplanung nach sich. Zudem sorgen sie für unzufriedene Kunden, die die Standorte gerade in der Startphase der neuen Marken noch nicht kennen und Versäumnisse oftmals als Unzulänglichkeit des Autohauses interpretieren. Allgemeine Risiken Die Gesellschaft unterliegt weiterhin den allgemeinen konjunkturellen und weltpolitischen Risiken, die Auswirkung auf die Kaufbereitschaft unserer Klientel haben. Hierbei spielen Emotionen und Ängste eine nicht unbedeutende Rolle. Die Kaufbereitschaft hängt maßgeblich von der Beschäftigungs- und Einkommenssituation der in unserem Einzugsgebiet angesiedelten Klientel ab. Das stetige Steigen des EZB-Leitzinses seit Mitte 2022 mit einem Zinssatz von 4,5% in der Spitze im September 2023 traf viele Haushalte überraschend und sorgte für Angst um die zukünftige Finanzierung von Haus oder Auto. Hinzu gesellte sich der allgemein als belastend empfundene Kostendruck durch steigende Verbraucherpreise nicht nur bei den Energiekosten, sondern auch bei Verbrauchsgütern. Ein eigenes Fahrzeug scheint jedoch für viele immer noch unverzichtbar zu sein. Das Delkredererisiko wird bei Neuwagen durch die Finanzierung über die Herstellerbank abgefedert. Gebrauchtwagengeschäfte laufen sofern nicht über eine Partnerbank finanziert grundsätzlich gegen Sofortzahlung im Vorfeld der Abholung. Wesentliche Risiken bestehen somit nicht. Die Händlerverträge mit den STELLANTIS-Marken sind als elementare Geschäftsgrundlage einzuschätzen, deren Wegfall ein bedeutendes, bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft darstellen würde. Vor dem Hintergrund der Neustrukturierung des Händlernetzes der STELLANTIS Unternehmensgruppe wurden sämtliche Händlerverträge neu abgeschlossen mit einer Gültigkeit bis zum 31.12.2026. Über die genaue Ausgestaltung des Agenturmodells, welches im Anschluss in Kraft treten soll, sind noch keine Einzelheiten bekannt. Erfahrungen innerhalb der Branche mit bereits umgesetzten Agenturmodellen zeigen eine Vielzahl an möglichen Modellen der Zusammenarbeit, einige mit äußerst positiver Wirkung auf die Ertragssituation durch den Wegfall einzelner Kostenpositionen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Finanzierungskosten hervorzuheben, die mit Blick auf die das Zinsniveau 2023 und 2024 und den erhöhten Bestand an Lagerfahrzeugen stark gestiegen sind. Im Agenturverhältnis entfallen diese in der Regel für das Autohaus. Mögliche Investitionsverpflichtungen zur Umsetzung der neuen STELLANTIS-CI sind der Höhe nach noch nicht abzusehen. Es gibt noch laufende Änderungen, die wesentliche Kostenreduzierungen bei innenliegenden CI-Elementen und Erleichterungen bei den baulichen Vorschriften beinhalten. Der erhöhte Aufwand für Recruiting und Schulungen war in 2023 deutlich spürbar, nicht zuletzt auch wegen der sinkenden Bereitschaft der Hersteller, sich an den Schulungs- und Unterbringungskostenkosten zu beteiligen. Auch weiterhin ist der akute Fachkräftemangel ein Thema, dem mit erhöhten Aufwendungen für die Personalbeschaffung begegnet werden muss. Auch das Marketing zur Implementierung der fünf neuen Marken an den Standorten hat zu erheblich erhöhten Aufwendungen vor allem zu Beginn des Jahres geführt. Trotz des Einsatzes kostenneutraler Marketinginstrumenten wie täglicher Präsenz in den neuen Medien und verstärkter Einsatz von Newslettern dürfen auch konventionelle teure Maßnahmen wie Printwerbung, Sponsoring oder Plakatwerbung nicht vernachlässigt werden, um eine Vielzahl an Kundengruppen anzusprechen. Chancen aus der Erweiterung des Markenportfolios und Prognose Nach der Aufnahme der OPEL-Aktivitäten am Standort Bochum konnte in 2023 der Verkauf der Marke erstmalig ein akzeptables Niveau erzielen, das sich auch für 2024 abzeichnet. Die neuen Marken an allen Standorten sind gut gestartet und haben die Erwartungen erfüllt. Die avisierten Synergieeffekte in Bezug auf die Service-EDV-Systeme haben sich noch nicht vollständig realisieren können, sind aber angekündigt. Auch im Bereich der STELLANTIS Bank gibt es noch Nachholbedarf bei der Vereinheitlichung von Prozessen und Systemen, die aber auch in naher Zukunft beseitigt werden sollen. Insgesamt sind die Eindrücke und Ergebnisse des zweiten Halbjahres 2023, in denen die Standorte Bochum, Herne und Gelsenkirchen vollen Einsatz bei den neuen Marken zeigen konnten, vielversprechend. Auf jeden Fall können sich die STELLANTIS-Partner in den kommenden Jahren auf eine Vielzahl an Neuvorstellungen und Innovationen bei den Fahrzeugmodellen aller Marken freuen. Ziel ist es, dem Konzern in Deutschland auf die Position zwei in Bezug auf die Markanteile zu bringen, was auch Lars Bialkowski, Geschäftsführer STELLANTIS Germany GmbH, in einer STELLANTIS gewidmeten Beilage des Branchenmagazins AUTOHAUS in einem Interview aus Januar 2024 bestätigt: "Unser Potenzial ist riesig. Wir wollen nachhaltig unsere Marktposition als Konzern Nummer zwei behaupten, den Marktanteil dabei steigern und dem Marktführer näherkommen. Das sind ambitionierte Ziele. Ich bin mir aber zu 100 Prozent sicher, dass wir das Zeug haben, diese auch zu erreichen. Unser kräftiges Wachstum in den vergangenen Monaten ist ein Beleg dafür. Bei leichten Nutzfahrzeugen wollen wir unsere Marktführerschaft weiter ausbauen, vor allem bei elektrischen leichten Nutzfahrzeugen, wo wir schon heute die klare Nummer eins sind." Auch zur weiteren Elektrifizierungsstrategie des Konzerns, deren Einschätzung als unabdingbare Zielrichtung für die nahe Zukunft er mit vielen Branchenwettbewerbern teilt, findet er hoffnungsvolle Worte: "Vier neue Plattformen bilden das Rückgrat der elektrifizierten Fahrzeuge der STELLANTIS-Marken. Sie wurden mit einem hohen Maß an Flexibilität konzipiert. Dank "STLA Medium" wird der neue E-3008 uns beim Thema E-Mobilität auf eine neue Ebene heben: mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Es werden natürlich noch viele weitere spannende Modelle auf dieser Plattform kommen, auf die sich unsere Kundinnen und Kunden freuen können." Neben den PKW und Privatkunden sind auch die leichten Nutzfahrzeuge (NFZ) eine wichtige Säule des Absatzgeschäftes. Neben den KFZ der Marke PEUGEOT können nun auch die NFZ der Marken OPEL und FIAT bei der Angebotserstellung in das Kalkül gezogen werden - die Modelle haben bei ähnlicher Optik jeweils spezifische Ausstattungen, Maße und Eigenheiten, sodass nun vielen Kundenwünschen Rechnung getragen werden kann. Auch hier findet sich in den Magazinbeilage eine konkrete Aussage zur Zukunftsfähigkeit dieses umkämpften Segments, auf das STELLANTIS nicht weniger Wert legt als auf das PKW-Geschäft: "Mit gewachsenen Kundenbeziehungen vor allem im traditionsreichen Transportergeschäft soll dabei jede Marke ihre Stärken ausspielen. Es wird daher für jede Marke auch eine komplett erneuerte Transporter-Modellreihe vorgestellt, die emissionsfreie Antriebe der zweiten Generation, eine einzigartige Wasserstofflösung, vollständige Konnektivität und autonome Fahrerassistenzsysteme der Spitzenklasse aufweist." Die Vorstellung aller in 2024 vorgestellten Modell und Motorvarianten würde hier den Rahmen sprengen. Die Geschäftsführung ist jedoch überzeugt davon, dass die Zukunft im Mehrmarkenhandel liegt. Der STELLANTIS-Konzern bietet durch das Angebot an PKWs in allen Marktsegmenten eine hervorragende Perspektive, zumal die Marken in Deutschland ihren eigenständigen Markenauftritt behalten werden und jede Marke einen eigenen Käuferkreis ansprechen wird, der bislang nicht erschlossen werden konnte. Im Bereich der NFZ gilt dies analog bzw. hier sorgen die einzelnen Ausstattungsvarianten der Markenmodelle für eine Verbreiterung des zur Auswahl stehenden Angebots. Inwieweit sich Kannibalisierungs- oder -gegenläufige-Synergieeffekte ergeben, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. In jeden Fall sieht die Geschäftsführung eine äußerst positive Prognose für die Zukunft von STELLANTIS in Deutschland und teilt hiermit die Einschätzung von Lars Bialkowski, der in seinem internen Newsletter aus Juli 2024 vor dem Hintergrund des erfolgreichen ersten Halbjahres von STELLANTIS in Deutschland diese Wertung abgibt: "Die Gesamtbilanz der STELLANTIS Marken in Deutschland im bisherigen Jahresverlauf fällt nicht nur dank des starken Junis ebenfalls sehr positiv aus: Knapp 189.000 verkaufte Pkw bedeuten ein Absatzplus von 20,5%, der Marktanteil des Vorjahres wurde mit 12,8% um mehr als 1,6 Prozentpunkte übertroffen. "Der Juni - und damit das erste Halbjahr 2024 - ist ein großer Erfolg für STELLANTIS in Deutschland gewesen. Dank des großen Engagements unserer Handelspartner sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir einen richtig starken Endspurt hingelegt. Wir haben die Anpassungen der Organisation aus dem vergangenen Jahr weitestgehend hinter uns gelassen und konzentrieren uns weiterhin gemeinsam mit dem Handel auf Wachstum. Wir gehen auch im zweiten Halbjahr von einem komplexen Marktumfeld aus, in dem STELLANTIS weiter zugewinnen möchte. Wir wollen mit Schwung in die zweite Hälfte des Jahres starten. Dank unserer neuen Modelle bin ich zuversichtlich, dass wir die gute Entwicklung auch in den kommenden Monaten fortsetzen werden." Die Unternehmensfortführung wäre insbesondere dann gefährdet, wenn die Gesellschafter und nahestehenden Personen oder eine finanzierende Bank ihr Engagement zurückziehen oder erhebliche negative Planabweichungen auftreten. Davon gehen wir zurzeit nicht aus. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vor Eintritt der geschilderten Entwicklungen, der bereits ergriffenen Maßnahmen sowie planmäßig ausreichender Refinanzierungsmöglichkeiten, geht die Geschäftsführung davon aus, dass der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet ist. Die Gesellschaft ist weiterhin bilanziell überschuldet. Die Geschäftsführung erwartet jedoch weiterhin nachhaltig ausreichende Jahresergebnisse bei planmäßig gegebener Liquidität und einer positiven Fortbestehensprognose im Planungszeitraum. Die Prognosen sind in Anbetracht des Kriegsgeschehens und der Entwicklung der allgemeinen Preissteigerungen weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. In Abhängigkeit vom weiteren Verlauf dieser Faktoren und den zu ergreifenden Maßnahmen kann eine weniger günstige Entwicklung der wirtschaftlichen Lage unserer Gesellschaft nicht ausgeschlossen werden. Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023der Autohaus Pflanz GmbHBochumI. Allgemeine Angaben 1. Allgemeines Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bochum und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Bochum unter der Registernummer 5273 eingetragen. Der Jahresabschluss der Firma Autohaus Pflanz GmbH, Bochum, zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände verteilt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert (entspricht dem Nettoveräußerungswert) angesetzt. Der Nettoveräußerungswert von Fahrzeugen stellt dabei den voraussichtlichen erzielbaren Veräußerungserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Vertriebskosten dar. Ersatzteile und Zubehör werden mit durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Bei der Bewertung von Ersatzteilen und Zubehör erfolgt die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes durch angemessene Wertabschläge. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nominalwerten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1,0 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände sind mit den Nominalwerten angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind jahresanteilig abgegrenzt. Der Nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beinhaltet den nicht gedeckten Anteil der Jahresfehlbeträge der Vergangenheit. Aufgrund der positiven Fortbestehens-prognose liegt trotz der bilanziellen Überschuldung keine Überschuldung im insolvenz-rechtlichen Sinne vor. Das gezeichnete Kapital entspricht dem Nennbetrag. Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. II. Erläuterungen zur Bilanz AKTIVA Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Es bestehen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, wurde ausgeübt. PASSIVA Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
Eine Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachstehenden Tabelle:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind i. H. v. T€ 25.661 durch abgetretene Eigentumsvorbehalte der Lieferanten an Fahrzeugen und Ersatzteilen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte besichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Autohaus Pflanz GmbH, Bochum, ist Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie Rückkaufverpflichtungen für Fahrzeuge eingegangen, die sich wie folgt darstellen: Aus den Aktivitäten des Buy-Back-Programms bestehen Rückkaufverpflichtungen i. H. v. T€ 23.684 zum 31. Dezember 2023. Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ist zu den Rückkaufverpflichtungen eine Rückstellung i. H. v. T€ 19 gebildet worden. Des Weiteren bestehen Rückkaufverpflichtungen i. H. v. T€ 3.253 gegenüber einem Kunden. Für die Gesellschaft bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Es bestehen aufschiebend bedingte, vom Ergebnis zukünftiger Geschäftsjahre abhängige Verpflichtungen i. H. v. T€ 353. III. Sonstige Angaben gemäß § 285 HGB Die Gesellschaft setzt keinerlei derivative Finanzinstrumente für Sicherungsgeschäfte ein. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse teilen sich nach Bereichen wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge / sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus einem vom nahestehenden Unternehmen Pflanz Immobilien GmbH & Co. KG ausgesprochenen Forderungsverzicht i. H. v. T€ 227 sowie von T€ 39 Erträge aus Versicherungsentschädigungen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen i. H. v. T€ 42 aus Rückzahlungen von erhaltenen Kurzarbeitergeldern enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen i. H. v. -T€ 196 die Vorjahre. Aufgrund der Feststellungen der Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2016-2020 ist ein Großteil der geleisteten Steuerzahlungen für die Veranlagungszeiträume 2020-2022 erstattet worden bzw. zu erstatten. V. Sonstige Angaben 1. Personalbestand Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2023 wurden 84 Mitarbeiter beschäftigt:
2. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer sind:
3. Organbezüge Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. VI. GewinnverwendungsvorschlagGesetzeskonform wird der Jahresüberschuss von € 70.454,51 mit dem bestehenden Verlustvortrag von € 1.932.313,32 verrechnet und i. H. v. € 1.861.858,81 als Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen. VII. Bestandsgefährdende Risiken Zur Darstellung und Erläuterung der bestehenden bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Bochum, den 29. Oktober 2024 Heike Tag, Geschäftsführerin Felix Babilas, Geschäftsführer Mensur Kolic,Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12. Dezember 2024 festgestellt. Die zur Offenlegung bestimmten Unterlagen werden unter Inanspruchnahme von Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches bekannt gemacht. Dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Autohaus Pflanz GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Pflanz GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Pflanz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.1.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angabe im Abschnitt IV. des Lageberichts, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Unternehmensfortführung dann gefährdet wäre, wenn eine finanzierende Bank ihr Engagement zurückzieht oder erhebliche negative Planabweichungen auftreten. Zudem besteht eine buchmäßige Überschuldung von T€ 1.707. Diese Umstände deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 30. Oktober 2024 Dr. Dunker, Wirtschaftsprüfer Weitzel, Wirtschaftsprüfer |
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