Sulá GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Zucker, Süßwaren und Backwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carolus Josephus Maria Korsten seit 24.11.2021 | Geschäftsführer |
Alfred Attema seit 16.1.2020 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sulá GmbHMetelenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LAGEBERICHT zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019Gliederung: A. Allgemeines B. Darstellung des Geschäftsverlaufes und des Ergebnisses des Jahres 2019 (§ 289 I HGB) 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung 3. Produktion 4. Beschaffung 5. Investitionen 6. Finanzierung 7. Personal- und Sozialbereich 8. Organisation C. Darstellung der Lage des Unternehmens (§ 289 I HGB) 1. Vermögenslage 2. Finanzlage 3. Ertragslage D. Risikobericht: Risikoberichterstattung E. Prognosebericht: Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung 3. Produktion 4. Forschung und Entwicklung 5. Beschaffung 6. Investitionen 7. Finanzierung 8. Personal- und Sozialbereich 9. Quintessenz A. Allgemeines Die Sulá GmbH mit Sitz in Metelen in Deutschland produziert und vertreibt Bonbons "ohne" und "mit" Zucker. Sie ist 100 %ige Tochtergesellschaft der Misa Deutschland GmbH, Metelen, die ihrerseits 100 %ige Tochtergesellschaft der The European Candy Group B.V., Drachten, Niederlande, ist. Die Sulá GmbH hat sich auf Nischen wie z. B. Produkte ohne Zucker im funktionellen sowie Genuss-Bereich, gegossene Hartbonbons und Toffees spezialisiert. Weiterhin vertreibt Sulá klassische Toffees und Bonbonartikel mit Zucker an Großhändler in Deutschland und an Abnehmer in anderen europäischen sowie außereuropäischen Staaten. Die Sulá GmbH ist u. a. zertifiziert nach ISO 22000 und International Food Standard (IFS) auf höherem Niveau, BRC (British Retail Consortium) sowie GMP (Good Manufacturing Practice). B. Darstellung des Geschäftsverlaufes und des Ergebnisses des Jahres 2019 (§ 289 I HGB) 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Der Umsatz mit Süßwaren im Lebensmittelhandel in Deutschland (LEH, Drogeriemärkte, Impuls, Tankstellen, KWH) betrug im Kalenderjahr 2019 lt. Statista Euro 13,25 Mrd. * Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 3,3 % unterboten. ** Die inländische Produktion von Süßwaren konnte im Jahr 2019 Zuwächse verzeichnen. Dies trifft auch auf den Bereich Zuckerwaren zu, hier stieg die inländische Produktion um 1,0 % auf 566.000 t, der Wert stieg um 1,5 % auf EUR 1.615 Mio. **
* Quelle: Statista Online,
Süßwarenmarkt 2019
Nach einer Schätzung des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) ist 2019 die Ausfuhr der gesamten deutschen Süßwaren wertmäßig um 3,0 % auf EUR 8,5 Mrd. gestiegen, das Absatzvolumen ist um 1,7 % gestiegen und beträgt 2,22 Mio t. ** Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) blickt für die Branche mit ihren genussbringenden Produkten im Jahr 2019 auf eine stabile Entwicklung bei Absatz und Umsatz zurück. Die Produktionsmenge lag leicht über Vorjahresniveau (+1,2 %), der Umsatz stieg um 2,3 %. Die statistische Datenlage verstellt jedoch den Blick auf die wirtschaftlich deutlich angespannte Situation in der Branche. Denn ein harter Konkurrenzdruck im nationalen Wettbewerb, Unsicherheiten im wichtigen Exportgeschäft, ein zunehmender Mangel an Fachkräften und erheblich gestiegene Rohstoffkosten stellen die über 200 industriellen Hersteller deutscher Süßwaren und Knabberartikel aktuell vor enorme Herausforderungen *** Vor allem die hohen Kosten wichtiger landwirtschaftlicher Rohstoffe belasten die Ertragslage vieler der Hersteller deutscher Süßwaren und Knabberartikel. In der zweiten Jahreshälfte 2019 stiegen zudem die Preise für Gelatine dramatisch an. Die Afrikanische Schweinepest hat die Schweinebestände insbesondere in China drastisch reduziert, so dass es auf dem Weltmarkt auch an der aus tierischem Bindegewebe hergestellten Gelatine mangelt. *** Die Süßwarenindustrie ist in allen Regionen Deutschlands ein bedeutender und stabiler Arbeitgeber und leistet gerade im ländlichen Raum einen wichtigen Beitrag für Wohlstand und Beschäftigung. Trotz der insgesamt guten wirtschaftlichen Lage ist die Ertragslage in den Betrieben aber seit Jahren angespannt. Zu den zentralen Herausforderungen gehört die Rekrutierung von Fachkräften, insbesondere in der Produktion, aber auch in den Arbeitsfeldern Controlling und Vertrieb. Darüber hinaus gestaltet sich die Suche nach Saisonarbeitskräften immer schwieriger. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Sulá GmbH liefert ihre Markenprodukte in verschiedene Länder weltweit (insbesondere Europa) nur an eigenständige Distributeure und den LEH. Der Vertrieb an "Private-Label-Kunden" innerhalb und außerhalb Europas erfolgt von Sulá hauptsächlich direkt. Hierbei handelt es sich unter anderem um Produkte für die Süßwaren- und Pharma-Industrie.
** Quelle: BDSI / Süßwarenindustrie
auf einen Blick 2019
Dies hängt auch mit den Möglichkeiten durch die neue Konzernzugehörigkeit (seit 2016) zusammen. Im Bereich Bonbons sind neben internationalen Großkonzernen wie z. B. Mondelez aus USA, Ferrero und Perfetti van Melle aus Italien und Ricola aus der Schweiz, auch deutsche Unternehmen wie Storck, Katjes, Em-eukal, Vivil oder Kalfany in den Sparten tätig. Die Umsatzerlöse der Sulá GmbH sind im Jahre 2019 im Wert mit TEUR 1.066 um 5,1 % deutlich gesunken, in der Menge mit 4.182 t um 6,2 % gesunken. Sowohl das Inlands- als auch das Exportgeschäft waren im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Für das Produktportfolio wurde strategisch weiterhin der Ausbau an zuckerfreien Bonbons ausgeweitet. Die Erschließung bzw. der Ausbau hin zu einer strategischen nationalen und internationalen Kundenstruktur wurde weiter vorangetrieben. Neue Kunden, besonders in UK und in Benelux, wurden aufgrund der neuen Vertriebsstruktur erschlossen. Die Forcierung der Handelskunden von zuckerfreien Produkten und gesünderen Alternativen trägt zur Steigerung des Umsatzes/Absatzes bei. Die größte Kundengruppe trägt mit ca. 32 % zum Umsatz bei. 3. Produktion Die Produktion basiert 2019 im Wesentlichen auf eigengeplanten Absatzvolumina, wobei zum Teil auf Vorrat produziert wird. Die Produktions-/Absatzplanzahlen bestimmen somit auch die Höhe des Vorratsvermögens sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Produktion erfolgt auf modernen und zeitadäquaten Produktionsanlagen. 4. Beschaffung Für die wesentlichen Bestandteile der Produkte verfügt Sulá über eine breite Basis alternativer Lieferanten. Nach Preissteigerungen im Jahr 2018 ist es auch in 2019 sowohl bei den Rohstoffen als auch bei den Energiekosten wieder zu Preissteigerungen gekommen. Der größte Lieferant trägt mit ca. 32 % zum Materialeinsatz bei. 5. Investitionen Vor 2008 hat die Sulá GmbH intensiv in den Kapazitätsausbau und die Modernisierung des Unternehmens investiert. Die anschließenden Investitionen sorgten dafür, dass bis heute moderne und zeitadäquate Produktionsanlagen zur Erhaltung der Kapazität zur Verfügung stehen. Die hohen Abschreibungen in den vergangenen Jahren haben zu einem relativ niedrigen Buchwert des Anlagevermögens (ohne Finanzanlagen) geführt. Das Abschreibungsvolumen hat sich 2019 weiter reduziert. Im Finanzanlagevermögen sind die längerfristigen Ausleihungen an verbundene Unternehmen um TEUR 60 auf TEUR 12.576 gestiegen. 6. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft im Jahre 2019 erfolgte durch Eigenkapital und durch einen guten positiven Cashflow sowie durch die Aufnahme von kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. 7. Personal- und Sozialbereich Nachfolgende Tabelle stellt die jeweils zum 31.12. eines Jahres auf Vollzeitbasis umgerechneten Arbeitnehmerzahlen dar:
Die Vergütungen sind überwiegend tariflich gebunden. 8. Organisation Die Organisation ist der Gesellschaftsgröße, der Mitarbeiterzahl und dem Tätigkeitsfeld u. a. durch die flache Hierarchiestruktur nach wie vor entsprechend schlank und effektiv ausgeprägt. Mittels Strukturmeetings findet ein offener Informationsaustausch zwischen den Abteilungen statt. Die funktionale Integrierung in das neue Konzernumfeld schreitet voran. C. Darstellung der Lage des Unternehmens (§ 289 I HGB) 1. Vermögenslage
Die Vermögensstruktur stellt sich in Verbindung mit der Kapitalstruktur als gesund dar, insbesondere vor dem Hintergrund o. g. Eigenkapitalquote. Die Bilanzsumme ist um etwa TEUR 300 angestiegen, was auf der Aktivseite im Wesentlichen mit einer Erhöhung von TEUR 441 auf Anlagevermögen, mit einer Verminderung von TEUR 772 auf Bankguthaben und einer Erhöhung von TEUR 622 auf Vorräte und Forderungen entfällt. Auf der Passivseite sind der Anstieg beim Eigenkapital von TEUR 1.622 sowie den niedrigeren Verbindlichkeiten und Rückstellungen von TEUR 1.322 ursächlich. 2. Finanzlage
Die Finanzlage stellt sich zum Bilanzstichtag für die Gesellschaft als entspannt dar. Zu den am Bilanzstichtag existierenden künftigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen wird auf den Gliederungspunkt IV. des Anhangs verwiesen. 3. Ertragslage
Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr für die Geschäftsleitung als gut dar. Den geringeren Umsatzerlösen stehen leicht unterproportional gesunkene Materialaufwendungen gegenüber. Die Personalaufwendungen sind mit den um 5,1 % geringeren Umsatzerlöse leicht gesunken. Übrige Aufwands- und Ertragsposten haben sich einschließlich der gesunkenen Ertragsteuern tendenziell verbessert. D. Risikobericht: Risikoberichterstattung Ein Risikomanagement hat das Ziel, potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Die Risikomanagementziele und -methoden sind der Gesellschaftsgröße, der flachen Hierarchiestruktur, der Mitarbeiteranzahl und dem Tätigkeitsfeld entsprechend schlank ausgeprägt. Die Geschäftsleitung wird durch ein umfangreiches Berichtswesen des operativen Controllings kontinuierlich informiert. Auch seitens der Konzernmutter erfolgt ein permanentes Controlling. Grundsätzlich ist eine eher konservative Risikobereitschaft zu verzeichnen, wobei sich bietende Chancen auch aktiv angegangen werden. Nachfolgend werden die Risiken absteigend nach ihrer Intensität der Ausprägung und der Wahrscheinlichkeit des Eintritts dargestellt. Die Sulá GmbH ist als Produktions- und Vertriebsgesellschaft in die The European Candy Group B.V. ("TECG")-Gruppe eingebunden. Wesentliche Betriebsgrundlagen sind von einem Konzernunternehmen angemietet, es bestehen in der Gruppe Vertriebs- und Servicevereinbarungen. Dazu stellt sie für die Konzernfinanzierung der Gruppe Sicherheiten für die Bank zur Verfügung und hat in Höhe von EUR 12,6 Mio. ein Darlehen an die Muttergesellschaft ausgereicht. Mit Datum vom 3. Dezember 2018 hat die TECG eine neue Bankenfinanzierung abgeschlossen, in die auch die Sulá GmbH wiederum eingebunden ist. Im Mai 2019 haben deren Banken eine Anpassung der Kennzahlen nach einer Vertragsverletzung vorgenommen. Der Bestand der Konzernfinanzierung ist an die Erfüllung bestimmter Kennzahlen der TECG-Gruppe geknüpft. Die auch künftige Einhaltung der vereinbarten Kreditbedingungen durch die TECG ist, nicht zuletzt durch die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus, mit Unsicherheiten behaftet. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen. COVID-19 hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Märkte. Obwohl die langfristigen Auswirkungen des COVID-19 Virus noch ungewiss sind, hat das Unternehmen Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf Liquidität und Rentabilität während der Krise abzuschwächen. Basierend auf den verschiedenen vorbereiteten Szenarien erwartet das Management keinen wesentlichen Liquiditätsengpass, und die EBITDA-Ziele werden erreicht. Die TECG hat zur Verbesserung der operativen Ergebnisse insbesondere in den Niederlanden im Mai 2020 eine Restrukturierung beschlossen und ist hinsichtlich der nach unseren Einschätzungen temporären Auswirkungen des COVID-19 Virus auf die Finanzzahlen in enger Abstimmung mit den finanzierenden Banken. Zudem wird von staatlichen Programmen zur Unterstützung von Unternehmen während der COVID-19 Krise Gebrauch gemacht. Die Einhaltung vereinbarter Kennzahlen ist jedoch, nicht zuletzt auch durch die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19, mit Unsicherheit behaftet, was in der Folge auch den Fortbestand der Sulá GmbH beeinflussen kann. Diese Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellen. COVID-19 kann auch die Produktionsbereiche mit ihren Mitarbeitern und die Beschaffung von Rohstoffen und anderen Materialien nachhaltig beeinträchtigen. Hier werden durch uns jeweils geeignete Maßnahmen zur Vermeidung umgesetzt. Preisänderungsrisiken durch Währungskursschwankungen bestehen im Zusammenhang mit dem Verkauf, denen nur bedingt begegnet werden kann. Ein Finanzmanagement umfasst die Themengebiete Liquiditätsmanagement, Management von Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken sowie Bonitäts- und Länderausfallrisiken. Liquiditätsbeschaffungsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch aktive Liquiditätssteuerung und der Beschaffung und Vorhaltung liquider Mittel begegnet. Debitorenrisiken wird durch Kreditlimits und einem frühzeitigen Mahnwesen begegnet. Höchste Produktqualität wird u. a. durch die Einhaltung aller relevanten lebensmittelrechtlichen Standards und strengster interner Qualitätsstandards erreicht. Hierzu gehört u. a. die Zertifizierung nach ISO 22000 und International Food Standard (IFS) auf höherem Niveau sowie BRC und GMP. Hinsichtlich der Produktrisiken besteht darüber hinaus eine Produkthaftpflichtversicherung. Das Risiko aus für eine bestimmte Zeit vereinbarten fixen Absatzpreisen wird durch für eine bestimmte Zeit vereinbarte fixe Einkaufspreise abgemildert. Weiteren operativen Risiken, die in den Bereichen Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung sowie durch den Einsatz von IT entstehen, kommt künftig Bedeutung zu, denen durch kontinuierliche Verbesserung der Prozessabläufe und erweitertes innerbetriebliches Controlling begegnet wird. Darüber hinaus wird auch die Sicherstellung der Nutzung des Produktionsstandortes mit in die Betrachtung einbezogen. Grundsätzlich bestehen darüber hinaus auch allein im Tätigwerden in einer hochentwickelten Wirtschaft (mit all ihren Rechten) Risiken. Mögliche Änderungen des rechtlichen Umfelds werden hinsichtlich ihrer Wirkungen frühzeitig evaluiert. Offen sind dabei mögliche Auswirkungen der derzeitigen Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien. Die Geschäftsleitung geht insgesamt davon aus, dass die Risiken für Sulá weiterhin handhabbar sind. Da Chancen auch das Gegenteil von Risiken sind, wird der Umgang mit Risiken als Chance aufgefasst, die ergriffen wird. E. Prognosebericht: Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Nachfolgend werden die Einschätzungen von Chancen und Risiken hinsichtlich verschiedener Bereiche aus Sicht der Geschäftsleitung dargestellt. 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Weitergehende Konzentrationsprozesse werden erwartungsgemäß in den kommenden Jahren das Wirtschaftsumfeld der Branche nachhaltig beeinflussen. Unternehmen, die sich sowohl produktionstechnisch als auch im Bereich der Qualitätssicherung sowie kommerziell auf die wachsenden Anforderungen der Kunden vorbereitet haben, werden in unserer Branche besser überdauern können. Dabei wird es für kleine/mittelgroße Unternehmen immer ein "Spiel" des Miteinanders und Gegeneinanders mit den Großen der Branche sein. Durch die Einbindung in das neue Konzernumfeld soll Sulá eine weitere Stärke erfahren und seine Chancen nutzen können. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Sulá GmbH hat ihre Erfahrung in der Produktion der Bonbons mit verschiedenen Zucker- und Zuckeraustauschstoffen genutzt und Produkte entwickelt, die in verschiedenen Bereichen (z. B. Marken-, Private-Label- und Lohnproduktion) zum Einsatz kommen. Die Nischenposition von Sulá wird auch unter der neuen Konzernzugehörigkeit weiter vorangetrieben. Breit gefächerte Kundenstrukturen und -märkte bieten entsprechende Unabhängigkeit und sollen daher weiter erschlossen und ausgebaut werden. Die Umsätze der Sulá GmbH sind in 2019 - trotz der neuen Konzernzugehörigkeit - im Jahre 2019 gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % gesunken. Das Jahresergebnis liegt mit TEUR 1.622 um 11,4 % unter Vorjahr. Für 2020 rechnen wir mit einem leichten Anstieg bei den Umsatzerlösen und dem Ergebnis. Hinsichtlich der Verkaufsmengen wird jeweils mit relativ konstanten, leicht unter denen von 2019 liegenden Mengen gerechnet. Die Szenarien basieren jedoch auf den Vorhersagen der zukünftigen Umsatzrentabilität sowie auf verschiedenen beschlossenen Effizienzprogrammen, Umstrukturierungen und Preisverhandlungen, einschließlich der ungewissen möglichen Auswirkungen von COVID-19. Verschiedene Bedingungen können sich auf die tatsächliche Leistung des Unternehmens auswirken. Aufgrund der mit jeder Prognose verbundenen Unsicherheit kann die künftige Entwicklung von unseren Planungen abweichen. 3. Produktion Dank innovativer seinerzeitiger Investitionen stehen heute moderne und zeitadäquate Produktionsanlagen zur Verfügung, und die Produktion ist für die Zukunft gut aufgestellt. Entsprechend wurden auch die Prozessabläufe weiter optimiert. 4. Forschung und Entwicklung Die Produktentwicklungen werden von der Sulá GmbH so betrieben, dass neben der Entwicklung neuer Geschmacksvarianten für bestehende Produkte auch neue Produkte im zuckerfreien sowie im zuckerhaltigen Bereich entwickelt werden. Die verschiedenen Geschmacksrichtungen orientieren sich dabei an den Abnehmern in verschiedenen Staaten rund um den Globus. Ebenso sind neue Produkte in den Bereichen Genuss- und funktionelle Hartkaramellen und Toffees entwickelt worden. 5. Beschaffung Die Vielfalt der Lieferanten versetzt die Sulá GmbH in die Lage, relativ unabhängig zu sein. Beschaffungspreise haben sich 2019 in Bereichen wie Kakao, Zucker und anderen pflanzlichen Produkten erhöht. 6. Investitionen Für das Jahr 2020 sind weitere Ersatzinvestitionen bzw. Investitionen geplant, die die Effizienz vorantreiben. 7. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenkapital und positiven Cashflow sowie durch Bankverbindlichkeiten. 8. Personal- und Sozialbereich Verständlicherweise kann jeder Ausfall eines Mitarbeiters ein Problem darstellen. Jedoch ist die Struktur der Mitarbeiter so gehalten, dass es im Unternehmen für die Schlüsselfunktionen Vertretungsmöglichkeiten gibt, die eine reibungslose Fortführung der täglichen Geschäfte ermöglichen. Zum anderen werden die Mitarbeiter/Innen durch Schulungen immer wieder auf den neuesten Informationsstand gebracht. Der Personalbestand wird in 2020 relativ stabil bleiben. 9. Quintessenz Die Umsätze der Sulá GmbH sind im Jahr 2019 um 5,1 % gesunken. Effizienzsteigerungen, Portfoliostraffung und rigides Kostenmanagement haben trotz Zusatzkosten durch die Integration in das neue Konzernumfeld dazu beigetragen, dass ein positives Jahresergebnis erzielt werden konnte, welches im Plan liegt. In wesentlichen Bereichen der Rohstoffe, bei Energie und Logistikkosten waren 2019 Steigerungen zu verzeichnen. Gleichwohl ist es schwer, eine Preiserhöhung infolge von gestiegenen Kosten voll am Markt durchzusetzen. Mittelfristig erwarten wir bei weiter steigenden Rohstoffkosten leicht höhere Umsatzerlöse und Ergebnisse.
Metelen, den 10. Juli 2020 gez. Alfred Attema gez. Jelbert Kramer Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019
ANHANG für das Geschäftsjahr 2019Übersicht: I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden II. Erläuterungen zur Bilanz III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung IV. Sonstige Angaben I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sulá GmbH mit Sitz in Metelen, Industriestraße 23, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Steinfurt eingetragen (HRB 3424). Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres werden beibehalten. Die Gesellschaft bilanziert unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Bezüglich der wesentlichen Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt D. "Risikobericht: Risikoberichterstattung'' im Lagebericht. Bei der Erstellung des Anhangs werden die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden bei den Gliederungspunkten "Erläuterungen zur Bilanz" und "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung", soweit nicht nachfolgend angegeben, dargestellt. Die Bewertung der Valuta-Forderungen/-Verbindlichkeiten erfolgte zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Devisenkassamittelkurs, soweit nicht für längerfristige Fremdwährungsforderungen/Verbindlichkeiten (> 1 Jahr) am Bilanzstichtag ein gesunkener/gestiegener Kurs eine Abwertung der Forderung/eine Höherbewertung der Verpflichtung erforderlich machte. Kurzfristige Fremdwährungs-Forderungen/-Verbindlichkeiten (< 1 Jahr) werden stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag auf der Basis der Marktzinssätze, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt werden. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. II. Erläuterungen zur Bilanz Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige degressive bzw. lineare Abschreibungen (mit betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren) bewertet. Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen aus dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Finanzanlagen werden zum Nominalbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. An ein verbundenes Unternehmen sind Ausleihungen über TEUR 12.576 mit einer Laufzeit von 5 Jahren ab Auszahlung erfolgt und werden endfällig zurückgezahlt. Der Zinssatz des unbesicherten Darlehens beträgt 1 Monat Euribor + 3 %. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der letzten Einkaufspreise und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten unter Einbeziehung der aktivierungsfähigen Gemeinkosten nach § 255 Abs. 2 HGB sowie unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Die übrigen Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten - ggf. abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen - bzw. ihrem Nennwert angesetzt. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind TEUR 2.009 im Rahmen eines unechten Factoring verkauft. Den dafür erhaltenen liquiden Mitteln stehen entsprechende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gegenüber. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfall- und Wertrisiken durch Wertberichtigungen nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht bemessen worden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen EUR 255.328,76 (Vj: EUR 27.920,93). Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Stammkapital ist voll eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Verpflichtungen aus Arbeitnehmeransprüchen, Urlaubsansprüchen, Jahresabschlusskosten, Garantieleistungen, Kosten der Belegarchivierung, Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen und übrige Verpflichtungen. Die Zusammensetzung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der Bilanz. Die Verbindlichkeiten sind in der Regel durch Eigentumsvorbehalte besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 895 durch Pfandrechte an Gegenständen des Anlagevermögens gesichert. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren belaufen sich auf EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00). Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 277.108,85 (Vj: EUR 277.201,72) enthalten. Latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen Bewertung zwischen Handels- und Steuerbilanz. Der anzuwendende Steuersatz beträgt rd. 30 %. In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte keine Aktivierung. III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten TEUR 195 (Vj.: TEUR 51) Währungskursgewinne. Periodenfremde Erträge sind in folgenden Posten enthalten:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten TEUR 130 (Vj.: TEUR 49) Währungskursverluste. Periodenfremde Aufwendungen sind in folgenden Posten enthalten:
Die Zahl der Arbeitnehmer gem. § 267 Abs. 5 HGB beläuft sich auf durchschnittlich 108 (Vj.: 114) (davon jeweils rd. 3/4 Gewerbliche). IV. Sonstige Angaben Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 31. Dezember 2018 auf TEUR 621 (Vj.: TEUR 666), davon bestehen TEUR 480 (Vj.: TEUR 480) gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie resultieren in Höhe von jährlich TEUR 480 aus Mietverträgen zur Nutzung von Betriebsimmobilien sowie in Höhe von TEUR 141 (Vj.: TEUR 186) aus Leasingverträgen zur betrieblichen Nutzung von Kraftfahrzeugen. Es bestehen Sicherungsvereinbarungen über Sachanlagen, bewegliches Vermögen (außer Vorratsbeständen), Bankguthaben, Intellectual Property und Forderungen im Verbundbereich im Rahmen der Konzernfinanzierung. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer wahrgenommen. Geschäftsführer waren Herr Edwin Waijenberg, (hauptberuflich CEO der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande) bis zum 31. Dezember 2019, und ab Gesellschafterbeschluss vom 24. August 2017 bis zum 18. November 2019 Herr Aschwin Hollander (hauptberuflich CFO der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande). Neue Geschäftsführer sind ab dem 19. November 2019 Herr Alfred Attema (hauptberuflich CEO der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande) und ab dem 1. Januar 2020 Herr Jelbert Kramer (hauptberuflich CFO der The European Candy Group B.V., Drachten/ Niederlande). Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzernabschluss der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande, einbezogen wird. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die Sulá GmbH wird als Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis an Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird bei der Chamber of Commerce in Drachten/Niederlande offengelegt und ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. COVID-19 hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Märkte. Obwohl die langfristigen Auswirkungen des COVID-19 Virus noch ungewiss sind, haben wir Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf die Liquidität und die Rentabilität abzuschwächen. Wir verweisen hierzu auch auf Abschnitt D. Risikobericht: Risikoberichterstattung. Weitere wichtige Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
Metelen, den 10. Juli 2020 Alfred Attema Jelbert Kramer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Sulá GmbH, Metelen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sulä GmbH, Metelen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sulä GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang unter I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss, zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und im Lagebericht unter Abschnitt D. Risikobericht: Risikoberichterstattung, in dem die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft in die Konzernfinanzierung der The European Candy Group B.V., Drachten/Niederlande, ("TECG") eingebunden ist. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft der TECG ein verzinsliches, unbesichertes Darlehen ausgereicht und gegenüber der den Konzern finanzierenden Bank Sicherheiten hinterlegt. Der Bestand der Konzernfinanzierung ist an die Erfüllung bestimmter Kennzahlen der TECG Gruppe geknüpft. Die auch künftige Einhaltung der vereinbarten Kreditbedingungen durch die TECG ist, nicht zuletzt durch die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus, mit Unsicherheiten behaftet. Diese im Lagebericht unter Abschnitt D. dargelegten Ereignisse und Gegebenheiten deuten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen. Unsere Prüfungsurteile sind in diesem Zusammenhang nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 17. Juli 2020 KPMG
AG
Schadeck, Wirtschaftsprüfer Henke, Wirtschaftsprüfer Sonstiger Berichtsteil Der Jahresabschluss ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30.10.2020 festgestellt worden. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.622.161,76 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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