Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 21248
Eingetragen
8.3.2004
Branche
Herstellung von technischen TextilienGroßhandel mit TextilienHerstellung von sonstigen Textilwaren a. n. g.
Gegenstand
Entwicklung von Kollektionen für Druckund Unistoffe und andere textile Flächengebilde sowie deren Vermarktung; Herstellung, Bearbeitung und Vertrieb anderer Erzeugnisse aus der Textilbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Merkel
seit 23.4.2004
Geschäftsführer
Justus Rau
seit 8.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 4 angezeigt

Hainichen
25.000 €
54.20%
Frankenberg/Sa.
14.600 €
29.20%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

InnoTex Merkel & Rau GmbH

Frankenberg/Sa.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis 30.09.2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die InnoTex Merkel & Rau GmbH betreibt am Standort Frankenberg/Sa. eine Textildruckerei für laufende Meterware und entwickelt dazu Kollektionen von textilen Flächendesign für die Damenoberbekleidung, die Heimtextilbranche und die Wäscheindustrie neben einer Reihe weiterer Nischenmärkte. Es wird im traditionellen Rotationssiebdruck sowie im Digitaldruck textile Meterware gedruckt und ausgerüstet.

1.2 Ziele und Strategien

Die grundsätzliche Strategie der InnoTex Merkel & Rau GmbH beinhaltet ein hohes Maß an Investitionen in Design und Kollektion, um diese dann dank der eigenen besonders großen technologischen Breite in möglichst viele Branchen mehrfach zu vermarkten.
Aus diesem Grund werden auch mehrere Zertifikate geführt, neben dem sehr breit im Markt etablierten Ökotex 100 Standard für die Produktklassen 1 (Baby) und 2 (körpernahe Textilien) auch die mit besonders hohen ökologischen Anforderungen verbundenen Zertifikate nach GOTS und IVN Best.

Es wird mit der modernsten verfügbaren Drucktechnologie nach dem neuesten Stand der Technik digital gedruckt und eine marktführende Digitaldruckkapazität vorgehalten.

Ein optimaler Kundenservice mit auch bei hoher Auslastung guter Lieferfähigkeit bleibt ein vorrangiges Ziel der InnoTex.

1.3 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung sind vor allem Produktentwicklungen zum Tarndruck auf Polyamid und zur Nass-in-Nass-Kombination von Farbdruck und Beschichtung in der Rotation zu erwähnen. Darüber hinaus wurden Projekte mit Naturfarbstoffen realisiert sowie im Digitalen der Druck von Non-Wovens oder auf Wolle.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war durch die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges gekennzeichnet, insbesondere durch die Konsumzurückhaltung infolge der Energiekrise. Vor allem die schwerwiegenden und in dieser Breite noch nie dagewesenen Insolvenzen des Handels, hier vor allem bei Galeria Karstadt Kaufhof und P&C sowie bei den Versendern wie beispielsweise Klingel, haben unsere deutschen Konfektionärs-Kunden schwer belastet und zu vielen Geschäftsaufgaben geführt.

Dagegen haben sich viele Befürchtungen in den Energiemärkten nicht bestätigt und es kam weder zu einer Gasmangellage noch haben sich die extrem hohen Spotmarktpreise beim Strom gehalten, sondern sind vielmehr wieder deutlich zurückgegangen. Auch die langen gestörten Beschaffungswege haben sich wieder normalisiert.

Auf der anderen Seite hat der staatlich vorgeschriebene Mindestlohn mit einem übergroßen Schub zum 1.10.2022 auf 12 €/h die Personalkosten erheblich belastet und durch verringerte Lohnabstände zu einer tendenziellen Unzufriedenheit bei besser qualifizierten Mitarbeitern geführt.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Umsatzentwicklung der InnoTex hat sich nach verhaltenem Beginn im Oktober (durch noch in den September des vorangegangenen Geschäftsjahres vorgezogene Aufträge) dann zunächst positiv gestaltet, sodass wir im November 2022 durch sehr viele Bekleidungsaufträge sogar einen Allzeit Monats-Umsatzrekord mit 2,0 Mio. € aufstellen konnten. Umso tiefer war dann der Einbruch danach, so dass man ab April 2023 fast über das ganze Jahr mit Kurzarbeit gegensteuern musste, unterbrochen nur durch eine kurze Phase im Juni. Immerhin hat sich der Bettwäschemarkt einigermaßen gehalten und in der Trachtenmode, sonst nur ein Nischenmarkt, konnte dank nach Corona wiederbelebter Oktoberfeste und einer Erholung in der alpenländischen Gastronomie ein deutlicher Zuwachs erzielt werden.

Allerdings konnte dadurch das Ergebnis nicht gerettet werden, weil durch fehlende Umsätze trotz marktseitig akzeptierter Preiserhöhungen zu viele Deckungsbeiträge vor allem im design- intensivem Modegeschäft ausgefallen sind. Es sind die Kosten für Energie, hier vor allem für Strom, eben doch im Jahresvergleich deutlich gestiegen, wenn auch nicht anhaltend auf überhohem Niveau. Diese Kostensteigerung konnte aber weitgehend durch ein an den Spotmarktpreis gekoppeltes Zuschlagmodell an die Kunden weitergegeben werden.

Insgesamt betrug der Umsatz dann am Ende im Geschäftsjahr noch T€ 15.945 nach T€ 16.250 im Vorjahr, also lediglich ein Rückgang um 1,9 %.

2.3 Lage

· Ertragslage

Das erste Quartal des Geschäftsjahres war durch den hohen Novemberumsatz noch mit nahezu ausgeglichenem Ergebnis, aber danach führte die Marktabschwächung zu laufenden Verlusten, nur punktuell unterbrochen durch die im Saisonverlauf besseren Monate März und Juni. Am Ende steht mit einem Ergebnis von - 267,3 T€ ein sehr enttäuschendes Jahr zu Buche, wie es die Gesellschaft bislang noch nie gehabt hat.

Dabei sind die Personalkosten trotz gesunkenem Personalbestand und viel Kurzarbeit aufgrund des gesetzlichen Mindestlohns und weiterer individueller Lohnerhöhungen sowie Inflationsausgleichsmaßnahmen nur um 3,0 % auf 4.752 T€ gesunken. Schließlich haben sich noch die Zinsauswendungen auf 128 T€ glatt verdoppelt.

· Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch einen gewissen Abbau der Vorräte von T€ 4.143 auf T€ 3.489 gekennzeichnet. Dies ist in erster Linie auf die Normalisierung der Lieferketten zurückzuführen, auf die im Vorjahr mit erheblichen Vorkäufen reagiert werden musste. Dennoch ist der Bestand an unbedruckter Meterware wegen des abgeschwächten Geschäftes in der Bekleidung immer noch hoch.

Das Finanzmanagement ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter Ausnützung aller möglichen Skonti zu begleichen, und Forderungen weitestgehend im Rahmen des Factorings zu verkaufen.

Die Liquidität war aber immer gesichert. Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt werden.

Die nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien bei Banken und Factoring betragen zum Stichtag T€ 223.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aus den genannten Gründen im Vergleich zum Vorjahr deutlich mit einem Rückgang von T€ 1.428 auf T€ 719 fast halbiert und waren zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses vollständig beglichen.

· Vermögenslage

Für die Gesellschaft war das per 30.9.2023 abgelaufene Geschäftsjahr ein durch die Folgen des Ukraine-Krieges geprägtes Krisenjahr. Dabei ergaben sich die negativen Konsequenzen erst zeitverzögert im Frühjahr und Spätsommer.

Insgesamt hat sich auch das Eigenkapital um 12,0 % auf T€ 1.969 ohne Einbeziehung des Sonderpostens in Höhe von T€ 405 Vermindert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 31,8 % bei Einbeziehung von 50 % des Sonderpostens verfügt das Unternehmen weiterhin über eine gute Eigenkapitalausstattung.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die von der Gesellschaft ausgewerteten finanziellen Leistungsindikatoren orientieren sich an intern festgelegten Kennzahlen, welche dem Vorjahr gegenübergestellt werden.

Wesentliche Kennzahlen sind:

· Pro Kopf Gesamtleistung: 133 T€
· Umsatzrendite: -1,3 %

Die Umsatzrendite ist durch die marktbedingte Absatzschwäche und die damit verbundene Kurzarbeit erstmals negativ.

Durch die permanenten Designentwicklungen vergrößert sich stetig der Fundus an textilen Flächendesign, die in einer Datenbank auch für die Kundschaft zugänglich gemacht werden.

Im Bereich Gesundheits- und Arbeitsschutz konnten alle corona-bedingten Maßnahmen wieder aufgehoben werden. Es gab aber weiterhin Wellen mit erhöhtem Personalausfällen, sei es durch Corona oder andere Infektionskrankheiten.

Der Betrieb der flächendeckenden VdS geprüften Bosch Brandmeldeanlage hat die Sicherheit für alle im Betrieb befindlichen Arbeitnehmer weiterhin auf hohem Niveau sichergestellt.

3. Prognose- Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Das neue Geschäftsjahr ist unter den gegenwärtigen Bedingungen sehr schwer gestartet. Erst im November konnte die Kurzarbeit beendet werden und wieder ein Monat mit Gewinn realisiert werden.
Erneut kam es zu Insolvenzen im Handel (Peter Hahn, erneut Galeria Karstadt Kaufhof und zuletzt KadeWe), die sich auf unsere Kundschaft auswirken, so dass im Frühjahr erneut mit Kurzarbeit gerechnet werden muss.
Erschwerend kommt wieder dazu, dass der gesetzliche Mindestlohn weiter steigt und die Belegschaft in ihrer Gesamtheit mitberücksichtigt werden muss. Durch die weitere Abschwächung musste auch der Personalbestand weiter reduziert und auch die Verwaltung gestrafft werden.

Mit allen wesentlichen Kunden wurden erneut Preiserhöhungen verhandelt, was im rezessiven Marktumfeld ein schwierigeres Unterfangen war als ein Jahr zuvor.

Allerdings hat sich durch den Marktaustritt der Druckerei Rueff in Österreich die Wettbewerbslage verändert; bei vielen gemeinsamen Kunden vor allem in der Wäsche kann das Geschäft voraussichtlich ausgeweitet werden.

Der weitere Verlauf der Wirtschaftskrise mit zu erwartenden Auswirkungen auf den Konsum ist allerdings nicht vorhersehbar. Dennoch gehen wir von einer Erholung im Laufe des neuen Geschäftsjahrs aus.

3.2 Risikobericht

Wesentliches übergeordnetes Risiko bleiben die unberechenbaren Auswirkungen der Wirtschaftskrise und spezifisch der Krise im textilen Einzelhandel. Wir gehen daher von weiter schrumpfendem Geschäft aus.

Trotz der angespannten weltpolitischen Situation sehen wir für uns kein existenzgefährdendes Risiko. Auch die Energiemärkte haben sich stabilisiert.

Weiterhin ist im Rahmen unseres Risikomanagements ein wesentlicher Anteil unserer Forderungen an die CommerzFactoring GmbH verkauft. Diese und weitere Forderungen sind darüber hinaus zusätzlich zu einem großen Teil bei Coface kreditversichert.

Die Beschaffung von textilen Flächen und in der Chemie hat sich entspannt und ist stabil.
Allerdings werden durch die Zinswende unsere Finanzierungskosten weiter hoch bleiben.

3.3 Chancenbericht

Durch unsere starke Marktstellung im nationalen Textildruckmarkt und unsere breite technologische Aufstellung mit großer Digitalkapazität sehen wir weiterhin gute Chancen, das Branchenportfolio weiter zu differenzieren und neue Märkte zu erschließen.

Insbesondere der digitale Säuredruck wurde durch die Umstellung einer leistungsstarken Maschine auf Säuretinten nochmals deutlich gestärkt.

Viele Entwicklungen werden in absehbarer Zeit zu Umsätzen mit guten Margen führen. Die Kostenanpassungen im Personalbereich werden zu weiterer Entlastung führen.

Auch die Umweltbilanz des Unternehmens wird sich durch weitere technologische Fortschritte beim Chemieeinsatz verbessern.

4. Finanzinstrumente

Es werden neben dem bereits ausgeführten Factoring und 4 Kfz Leasingverträgen keine relevanten Finanzinstrumente genutzt.

 

Frankenberg in Sachsen, den 26.01.2024

Gez. Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.186.545,00 2.730.717,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.353,00 41.962,00
II. Sachanlagen 2.162.192,00 2.688.755,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 831.126,00 915.701,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.150.297,00 1.551.814,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 151.351,00 197.201,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.418,00 24.039,25
B. Umlaufvermögen 4.619.316,35 5.284.668,93
I. Vorräte 3.488.530,25 4.143.160,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.066.307,44 1.110.905,94
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.630,28 9.459,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 64.478,66 30.602,67
C. Rechnungsabgrenzungsposten 24.279,55 41.542,76
Aktiva 6.830.140,90 8.056.928,94

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.969.207,37 2.236.556,58
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnvortrag 2.186.556,58 1.900.716,39
III. Jahresfehlbetrag 267.349,21 -285.840,19
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 405.243,43 521.010,67
C. Rückstellungen 539.698,31 632.527,89
D. Verbindlichkeiten 3.915.991,79 4.666.833,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.510.852,43 2.461.401,27
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.604.773,85 1.378.773,35
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 906.078,58 1.082.627,92
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.405.139,36 2.205.432,53
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.055.139,36 1.855.432,53
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 350.000,00 350.000,00
Passiva 6.830.140,90 8.056.928,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.066.389,03 8.209.421,15
2. Personalaufwand 4.752.163,56 4.894.567,12
a) Löhne und Gehälter 3.951.486,68 4.053.714,99
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 800.676,88 840.852,13
davon für Altersversorgung 36.094,66 51.524,90
3. Abschreibungen 642.048,61 704.028,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 642.048,61 704.028,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.862.126,14 2.150.352,05
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10,00 5,00
davon aus verbundenen Unternehmen 5,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 127.557,56 64.162,09
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -52.403,00 107.850,04
8. Ergebnis nach Steuern -265.093,84 288.466,56
9. sonstige Steuern 2.255,37 2.626,37
10. Jahresfehlbetrag 267.349,21 -285.840,19

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis 30.09.2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der InnoTex Merkel & Rau GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde teilweise von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 267 i.V.m. § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht lnnoTex Merke! & Rau GmbH
Firmensitz laut Registergericht Frankenberg/Sachsen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht Chemnitz
Register-Nr.: HRB 21248
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00, die vor dem 01.01.2018 angeschafft wurden, wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00, die nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden, wurde ein Sammelposten gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

ln die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind im Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagio-Beträge, die im Zusammenhang mit der Aufnahme langfristiger Bankverbindlichkeiten angefallen sind, in Höhe von insgesamt EUR 2.111,35 (Vorjahr: EUR 2.585,47) enthalten. Der Betrag wird planmäßig aufgelöst.

Das Stammkapital in Höhe von EUR 50.000,00 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 2.281,25 (Vorjahr: EUR 2.281,25).

Pensionsrückstellungen

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 12.397,00 (Vorjahr: EUR 30.002,00), der für die Ausschüttung gem. § 253 Abs. 6 HGB gesperrt ist.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde die Projected Unit Credit Methode (PUCM) angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,81%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,50%
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafel Heubeck 2018 G

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Lohnsonderzahlung (EUR 121.13.860,00), Urlaubsrückstellungen (EUR 92.477,33) sowie Rückstellung für Abschlusskosten (EUR 15.000, 00) enthalten.

Sicherungsrechte der Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 2.260.970,58 (Vorjahr: EUR 2.260.970,58).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten EUR 2.510.852,43 (Vorjahr: EUR 2.461.401,27) sind durch Bürgschaften sowie Sicherungsübereignung der finanzierten Anlagegüter besichert.

Darüber hinaus bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 350.000,00 (Vorjahr: EUR 350.000,00) durch Sicherungsübereignung des Warenlagersvorräte besichert.

Verbindlichkeitenspiegel


Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
30.09.2023 kleiner 1 Jahr über 1 Jahr größer 5 Jahre
(Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr) (Vorjahr)
EUR EUR EUR EUR
gegenüber Kreditinstituten
2.510.852,43
1.781.323,19
595.607,29
133.921,95

(2.461.401,27)
(1.604.916,86)
(652.855,02)
(203.629,39)
erhaltene Anzahlungen
0,0
0,00
0,00
0,00

(9.590,59)
(9.590,59)
(0,00)
(0,00)
aus Lieferungen und Leistungen
719.123,04

719.123,04

0,00

0,00

(1.418.497,02)
(1.418.497,02)
(0,00)
(0,00)
sonstige Verbindlichkeiten
686.036,11
686,036,11
0,00
0,00

(777.344,92)
(777.344,92)
(0,00)
(0,00)
Verbindlichkeiten zum




30.09.2023
3.916.011,58
3.186.428,34
595.607,29
133.921,95
(Vorjahr)
(4.666.833,80)
(2.205432,53)
(652.855,02)
(203.629,39)



Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 340) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

ln den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von EUR 115.767,24 (Vorjahr: EUR 129.513,25) periodenfremde Erträge (EUR 12.455,44) und aus Währungsumrechnungen (EUR 39,52) enthalten.

ln den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 12.826,48) enthalten.

Die Erträge aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 6.722,65 (Vorjahr: EUR 6.439,06) sind unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Beschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 35
Gewerbliche Mitarbeiter 86
121

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Thomas Merkel
ausgeübter Beruf: staatlich geprüfter Betriebswirt

Justus Rau
ausgeübter Beruf: Ingenieur M.S.

Auf die Angaben der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor , den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 267.349,21 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des rückläufigen Konsumverhaltens der Verbraucher und der veränderten Struktur des Einzelhandels aufgrund von Insolvenzen sind spürbar angekommen. Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.

Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September 2023

Entwicklung der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anschaffungs- u. Herstellungskosten Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungs- u. Herstellungskosten
1. Oktober 2022 30. September 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233.645,98 980,00 0,00 0,00 234.625,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.204.921,33 0,00 621,25 0,00 1.205.542,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.555.770,23 7.500,00 0,00 0,00 3.563.270,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.958.983,78 83.396,36 0,00 0,00 4.042.380,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.039,25 6.000,00 -621,25 0,00 29.418,00
8.743.714,59 96.896,36 0,00 0,00 8.840.610,95
8.977.360,57 97.876,36 0,00 0,00 9.075.236,93
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand
1. Oktober 2022 30. September 2023
EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.683,98 18.589,00 0,00 210.272,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 289.220,33 85.196,25 0,00 374.416,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.057.245,23 406.885,00 0,00 2.464.130,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.708.493,78 131.378,36 0,00 3.839.872,14
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.054.959,34 623.459,61 0,00 6.678.418,95
6.246.643,32 642.048,61 0,00 6.888.691,93
Restbuchwert Restbuchwert
30. September 2023 30. September 2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.353,00 41.962,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 831.126,00 915.701,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.099.140,00 1.498.525,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 202.508,00 250.490,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.418,00 24.039,25
2.162.192,00 2.688.755,25
2.186.545,00 2.730.717,25

sonstige Berichtsbestandteile

 

Frankenberg, den 26. Januar 2023

gez. Geschäftsführung

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die InnoTex Merkel & Rau GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der InnoTex Merkel & Rau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der InnoTex Merkel & Rau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 26. Januar 2024

RÖBER HESS PIMME GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dirk Röber, Wirtschaftsprüfer

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