InnoTex
Merkel & Rau GmbH
Frankenberg/Sa.
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis
30.09.2023
1. Grundlagen des Unternehmens
1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die InnoTex Merkel & Rau GmbH betreibt am
Standort Frankenberg/Sa. eine Textildruckerei für
laufende Meterware und entwickelt dazu Kollektionen von
textilen Flächendesign für die
Damenoberbekleidung, die Heimtextilbranche und die
Wäscheindustrie neben einer Reihe weiterer
Nischenmärkte. Es wird im traditionellen
Rotationssiebdruck sowie im Digitaldruck textile Meterware
gedruckt und ausgerüstet.
1.2 Ziele und Strategien
Die grundsätzliche Strategie der InnoTex Merkel
& Rau GmbH beinhaltet ein hohes Maß an
Investitionen in Design und Kollektion, um diese dann dank
der eigenen besonders großen technologischen Breite
in möglichst viele Branchen mehrfach zu vermarkten.
Aus diesem Grund werden auch mehrere Zertifikate
geführt, neben dem sehr breit im Markt etablierten
Ökotex 100 Standard für die Produktklassen 1
(Baby) und 2 (körpernahe Textilien) auch die mit
besonders hohen ökologischen Anforderungen verbundenen
Zertifikate nach GOTS und IVN Best.
Es wird mit der modernsten verfügbaren
Drucktechnologie nach dem neuesten Stand der Technik
digital gedruckt und eine marktführende
Digitaldruckkapazität vorgehalten.
Ein optimaler Kundenservice mit auch bei hoher
Auslastung guter Lieferfähigkeit bleibt ein
vorrangiges Ziel der InnoTex.
1.3 Forschung und Entwicklung
Im Bereich Forschung und Entwicklung sind vor allem
Produktentwicklungen zum Tarndruck auf Polyamid und zur
Nass-in-Nass-Kombination von Farbdruck und Beschichtung in
der Rotation zu erwähnen. Darüber hinaus wurden
Projekte mit Naturfarbstoffen realisiert sowie im Digitalen
der Druck von Non-Wovens oder auf Wolle.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene
Rahmenbedingungen
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war durch die
wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges
gekennzeichnet, insbesondere durch die
Konsumzurückhaltung infolge der Energiekrise. Vor
allem die schwerwiegenden und in dieser Breite noch nie
dagewesenen Insolvenzen des Handels, hier vor allem bei
Galeria Karstadt Kaufhof und P&C sowie bei den
Versendern wie beispielsweise Klingel, haben unsere
deutschen Konfektionärs-Kunden schwer belastet und zu
vielen Geschäftsaufgaben geführt.
Dagegen haben sich viele Befürchtungen in den
Energiemärkten nicht bestätigt und es kam weder
zu einer Gasmangellage noch haben sich die extrem hohen
Spotmarktpreise beim Strom gehalten, sondern sind vielmehr
wieder deutlich zurückgegangen. Auch die langen
gestörten Beschaffungswege haben sich wieder
normalisiert.
Auf der anderen Seite hat der staatlich
vorgeschriebene Mindestlohn mit einem übergroßen
Schub zum 1.10.2022 auf 12 €/h die Personalkosten
erheblich belastet und durch verringerte Lohnabstände
zu einer tendenziellen Unzufriedenheit bei besser
qualifizierten Mitarbeitern geführt.
2.2 Geschäftsverlauf
Die Umsatzentwicklung der InnoTex hat sich nach
verhaltenem Beginn im Oktober (durch noch in den September
des vorangegangenen Geschäftsjahres vorgezogene
Aufträge) dann zunächst positiv gestaltet, sodass
wir im November 2022 durch sehr viele
Bekleidungsaufträge sogar einen Allzeit
Monats-Umsatzrekord mit 2,0 Mio. € aufstellen konnten.
Umso tiefer war dann der Einbruch danach, so dass man ab
April 2023 fast über das ganze Jahr mit Kurzarbeit
gegensteuern musste, unterbrochen nur durch eine kurze
Phase im Juni. Immerhin hat sich der Bettwäschemarkt
einigermaßen gehalten und in der Trachtenmode, sonst
nur ein Nischenmarkt, konnte dank nach Corona
wiederbelebter Oktoberfeste und einer Erholung in der
alpenländischen Gastronomie ein deutlicher Zuwachs
erzielt werden.
Allerdings konnte dadurch das Ergebnis nicht gerettet
werden, weil durch fehlende Umsätze trotz marktseitig
akzeptierter Preiserhöhungen zu viele
Deckungsbeiträge vor allem im design- intensivem
Modegeschäft ausgefallen sind. Es sind die Kosten
für Energie, hier vor allem für Strom, eben doch
im Jahresvergleich deutlich gestiegen, wenn auch nicht
anhaltend auf überhohem Niveau. Diese Kostensteigerung
konnte aber weitgehend durch ein an den Spotmarktpreis
gekoppeltes Zuschlagmodell an die Kunden weitergegeben
werden.
Insgesamt betrug der Umsatz dann am Ende im
Geschäftsjahr noch T€ 15.945 nach T€ 16.250
im Vorjahr, also lediglich ein Rückgang um 1,9 %.
2.3 Lage
·
Ertragslage
Das erste Quartal des Geschäftsjahres war durch
den hohen Novemberumsatz noch mit nahezu ausgeglichenem
Ergebnis, aber danach führte die
Marktabschwächung zu laufenden Verlusten, nur
punktuell unterbrochen durch die im Saisonverlauf besseren
Monate März und Juni. Am Ende steht mit einem Ergebnis
von - 267,3 T€ ein sehr enttäuschendes Jahr zu
Buche, wie es die Gesellschaft bislang noch nie gehabt hat.
Dabei sind die Personalkosten trotz gesunkenem
Personalbestand und viel Kurzarbeit aufgrund des
gesetzlichen Mindestlohns und weiterer individueller
Lohnerhöhungen sowie
Inflationsausgleichsmaßnahmen nur um 3,0 % auf 4.752
T€ gesunken. Schließlich haben sich noch die
Zinsauswendungen auf 128 T€ glatt verdoppelt.
·
Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft ist durch einen
gewissen Abbau der Vorräte von T€ 4.143 auf
T€ 3.489 gekennzeichnet. Dies ist in erster Linie auf
die Normalisierung der Lieferketten
zurückzuführen, auf die im Vorjahr mit
erheblichen Vorkäufen reagiert werden musste. Dennoch
ist der Bestand an unbedruckter Meterware wegen des
abgeschwächten Geschäftes in der Bekleidung immer
noch hoch.
Das Finanzmanagement ist grundsätzlich darauf
ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der
Zahlungsfrist unter Ausnützung aller möglichen
Skonti zu begleichen, und Forderungen weitestgehend im
Rahmen des Factorings zu verkaufen.
Die Liquidität war aber immer gesichert.
Zahlungsverpflichtungen konnten jederzeit erfüllt
werden.
Die nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien bei Banken
und Factoring betragen zum Stichtag T€ 223.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
haben sich aus den genannten Gründen im Vergleich zum
Vorjahr deutlich mit einem Rückgang von T€ 1.428
auf T€ 719 fast halbiert und waren zum Zeitpunkt der
Erstellung des Jahresabschlusses vollständig
beglichen.
·
Vermögenslage
Für die Gesellschaft war das per 30.9.2023
abgelaufene Geschäftsjahr ein durch die Folgen des
Ukraine-Krieges geprägtes Krisenjahr. Dabei ergaben
sich die negativen Konsequenzen erst zeitverzögert im
Frühjahr und Spätsommer.
Insgesamt hat sich auch das Eigenkapital um 12,0 %
auf T€ 1.969 ohne Einbeziehung des Sonderpostens in
Höhe von T€ 405 Vermindert.
Mit einer Eigenkapitalquote von 31,8 % bei
Einbeziehung von 50 % des Sonderpostens verfügt das
Unternehmen weiterhin über eine gute
Eigenkapitalausstattung.
2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle
Leistungsindikatoren
Die von der Gesellschaft ausgewerteten finanziellen
Leistungsindikatoren orientieren sich an intern
festgelegten Kennzahlen, welche dem Vorjahr
gegenübergestellt werden.
Wesentliche Kennzahlen sind:
· Pro Kopf Gesamtleistung: 133 T€
· Umsatzrendite: -1,3 %
Die Umsatzrendite ist durch die marktbedingte
Absatzschwäche und die damit verbundene Kurzarbeit
erstmals negativ.
Durch die permanenten Designentwicklungen
vergrößert sich stetig der Fundus an textilen
Flächendesign, die in einer Datenbank auch für
die Kundschaft zugänglich gemacht werden.
Im Bereich Gesundheits- und Arbeitsschutz konnten
alle corona-bedingten Maßnahmen wieder aufgehoben
werden. Es gab aber weiterhin Wellen mit erhöhtem
Personalausfällen, sei es durch Corona oder andere
Infektionskrankheiten.
Der Betrieb der flächendeckenden VdS
geprüften Bosch Brandmeldeanlage hat die Sicherheit
für alle im Betrieb befindlichen Arbeitnehmer
weiterhin auf hohem Niveau sichergestellt.
3. Prognose- Chancen- und Risikobericht
3.1 Prognosebericht
Das neue Geschäftsjahr ist unter den
gegenwärtigen Bedingungen sehr schwer gestartet. Erst
im November konnte die Kurzarbeit beendet werden und wieder
ein Monat mit Gewinn realisiert werden.
Erneut kam es zu Insolvenzen im Handel (Peter Hahn,
erneut Galeria Karstadt Kaufhof und zuletzt KadeWe), die
sich auf unsere Kundschaft auswirken, so dass im
Frühjahr erneut mit Kurzarbeit gerechnet werden muss.
Erschwerend kommt wieder dazu, dass der gesetzliche
Mindestlohn weiter steigt und die Belegschaft in ihrer
Gesamtheit mitberücksichtigt werden muss. Durch die
weitere Abschwächung musste auch der Personalbestand
weiter reduziert und auch die Verwaltung gestrafft werden.
Mit allen wesentlichen Kunden wurden erneut
Preiserhöhungen verhandelt, was im rezessiven
Marktumfeld ein schwierigeres Unterfangen war als ein Jahr
zuvor.
Allerdings hat sich durch den Marktaustritt der
Druckerei Rueff in Österreich die Wettbewerbslage
verändert; bei vielen gemeinsamen Kunden vor allem in
der Wäsche kann das Geschäft voraussichtlich
ausgeweitet werden.
Der weitere Verlauf der Wirtschaftskrise mit zu
erwartenden Auswirkungen auf den Konsum ist allerdings
nicht vorhersehbar. Dennoch gehen wir von einer Erholung im
Laufe des neuen Geschäftsjahrs aus.
3.2 Risikobericht
Wesentliches übergeordnetes Risiko bleiben die
unberechenbaren Auswirkungen der Wirtschaftskrise und
spezifisch der Krise im textilen Einzelhandel. Wir gehen
daher von weiter schrumpfendem Geschäft aus.
Trotz der angespannten weltpolitischen Situation
sehen wir für uns kein existenzgefährdendes
Risiko. Auch die Energiemärkte haben sich
stabilisiert.
Weiterhin ist im Rahmen unseres Risikomanagements ein
wesentlicher Anteil unserer Forderungen an die
CommerzFactoring GmbH verkauft. Diese und weitere
Forderungen sind darüber hinaus zusätzlich zu
einem großen Teil bei Coface kreditversichert.
Die Beschaffung von textilen Flächen und in der
Chemie hat sich entspannt und ist stabil.
Allerdings werden durch die Zinswende unsere
Finanzierungskosten weiter hoch bleiben.
3.3 Chancenbericht
Durch unsere starke Marktstellung im nationalen
Textildruckmarkt und unsere breite technologische
Aufstellung mit großer Digitalkapazität sehen
wir weiterhin gute Chancen, das Branchenportfolio weiter zu
differenzieren und neue Märkte zu erschließen.
Insbesondere der digitale Säuredruck wurde durch
die Umstellung einer leistungsstarken Maschine auf
Säuretinten nochmals deutlich gestärkt.
Viele Entwicklungen werden in absehbarer Zeit zu
Umsätzen mit guten Margen führen. Die
Kostenanpassungen im Personalbereich werden zu weiterer
Entlastung führen.
Auch die Umweltbilanz des Unternehmens wird sich
durch weitere technologische Fortschritte beim
Chemieeinsatz verbessern.
4. Finanzinstrumente
Es werden neben dem bereits ausgeführten
Factoring und 4 Kfz Leasingverträgen keine relevanten
Finanzinstrumente genutzt.
Frankenberg in Sachsen, den
26.01.2024
Gez.
Geschäftsführung
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.186.545,00 |
2.730.717,25 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
24.353,00 |
41.962,00 |
| II.
Sachanlagen |
2.162.192,00 |
2.688.755,25 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
831.126,00 |
915.701,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.150.297,00 |
1.551.814,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
151.351,00 |
197.201,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
29.418,00 |
24.039,25 |
| B.
Umlaufvermögen |
4.619.316,35 |
5.284.668,93 |
| I.
Vorräte |
3.488.530,25 |
4.143.160,32 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.066.307,44 |
1.110.905,94 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
10.630,28 |
9.459,00 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
64.478,66 |
30.602,67 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
24.279,55 |
41.542,76 |
| Aktiva |
6.830.140,90 |
8.056.928,94 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
1.969.207,37 |
2.236.556,58 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
50.000,00 |
50.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
2.186.556,58 |
1.900.716,39 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
267.349,21 |
-285.840,19 |
| B.
Sonderposten mit Rücklageanteil |
405.243,43 |
521.010,67 |
| C.
Rückstellungen |
539.698,31 |
632.527,89 |
| D.
Verbindlichkeiten |
3.915.991,79 |
4.666.833,80 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten |
2.510.852,43 |
2.461.401,27 |
| davon
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.604.773,85 |
1.378.773,35 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
906.078,58 |
1.082.627,92 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
1.405.139,36 |
2.205.432,53 |
| davon
mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.055.139,36 |
1.855.432,53 |
| davon
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
350.000,00 |
350.000,00 |
| Passiva |
6.830.140,90 |
8.056.928,94 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
7.066.389,03 |
8.209.421,15 |
| 2.
Personalaufwand |
4.752.163,56 |
4.894.567,12 |
| a)
Löhne und Gehälter |
3.951.486,68 |
4.053.714,99 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
800.676,88 |
840.852,13 |
| davon
für Altersversorgung |
36.094,66 |
51.524,90 |
| 3.
Abschreibungen |
642.048,61 |
704.028,29 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
642.048,61 |
704.028,29 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.862.126,14 |
2.150.352,05 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
10,00 |
5,00 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
5,00 |
|
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
127.557,56 |
64.162,09 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-52.403,00 |
107.850,04 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
-265.093,84 |
288.466,56 |
| 9.
sonstige Steuern |
2.255,37 |
2.626,37 |
| 10.
Jahresfehlbetrag |
267.349,21 |
-285.840,19 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis
30.09.2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der InnoTex Merkel & Rau GmbH
wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften
des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.
Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die
Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde
teilweise von den größenabhängigen
Erleichterungen nach § 267 i.V.m. § 288 Abs. 2
HGB Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
Firmenname laut Registergericht lnnoTex Merke! &
Rau GmbH
Firmensitz laut Registergericht Frankenberg/Sachsen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht Chemnitz
Register-Nr.: HRB 21248
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs-
bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Für bewegliche Wirtschaftsgüter des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als
EUR 150,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00, die vor dem
01.01.2018 angeschafft wurden, wurde ein Sammelposten
gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Für bewegliche Wirtschaftsgüter des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von mehr als
EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00, die nach dem
31.12.2017 angeschafft wurden, wurde ein Sammelposten
gebildet und linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
ln die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen
Erzeugnisse bzw. Leistungen wurden neben den unmittelbar
zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch
die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert
angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet.
Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde
eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den
nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand vorgenommen.
Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen, sind im Rechnungsabgrenzungsposten aktiv
abgegrenzt.
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind
Disagio-Beträge, die im Zusammenhang mit der Aufnahme
langfristiger Bankverbindlichkeiten angefallen sind, in
Höhe von insgesamt EUR 2.111,35 (Vorjahr: EUR
2.585,47) enthalten. Der Betrag wird planmäßig
aufgelöst.
Das Stammkapital in Höhe von EUR 50.000,00 ist
mit dem Nennbetrag angesetzt.
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus
Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen
gebildet. Die Rückstellungen wurden gem. § 253
Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags bewertet.
Rückstellungen wurden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für
alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei
wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Angaben zur Bilanz
Angaben zu Forderungen gegenüber
Gesellschaftern
Der Wert der Forderungen gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 2.281,25
(Vorjahr: EUR 2.281,25).
Pensionsrückstellungen
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach
dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im
laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 12.397,00
(Vorjahr: EUR 30.002,00), der für die
Ausschüttung gem. § 253 Abs. 6 HGB gesperrt ist.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde
die Projected Unit Credit Methode (PUCM) angewendet.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
| Zinssatz |
1,81% |
| erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen |
1,50% |
| zugrunde gelegte
Sterbetafel |
Richttafel Heubeck 2018
G |
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind im
Wesentlichen Rückstellungen für Lohnsonderzahlung
(EUR 121.13.860,00), Urlaubsrückstellungen (EUR
92.477,33) sowie Rückstellung für Abschlusskosten
(EUR 15.000, 00) enthalten.
Sicherungsrechte der Verbindlichkeiten
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt EUR 2.260.970,58 (Vorjahr: EUR
2.260.970,58).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
EUR 2.510.852,43 (Vorjahr: EUR 2.461.401,27) sind durch
Bürgschaften sowie Sicherungsübereignung der
finanzierten Anlagegüter besichert.
Darüber hinaus bestehen die üblichen
Eigentumsvorbehalte bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen.
Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR
350.000,00 (Vorjahr: EUR 350.000,00) durch
Sicherungsübereignung des Warenlagersvorräte
besichert.
Verbindlichkeitenspiegel
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer
Restlaufzeit |
|
30.09.2023
|
kleiner 1 Jahr
|
über 1 Jahr
|
größer 5 Jahre
|
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
gegenüber
Kreditinstituten
|
2.510.852,43
|
1.781.323,19
|
595.607,29
|
133.921,95
|
|
(2.461.401,27)
|
(1.604.916,86)
|
(652.855,02)
|
(203.629,39)
|
erhaltene Anzahlungen
|
0,0
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
(9.590,59)
|
(9.590,59)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
719.123,04
|
719.123,04
|
0,00
|
0,00
|
|
(1.418.497,02)
|
(1.418.497,02)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
686.036,11
|
686,036,11
|
0,00
|
0,00
|
|
(777.344,92)
|
(777.344,92)
|
(0,00)
|
(0,00)
|
Verbindlichkeiten zum
|
|
|
|
|
30.09.2023
|
3.916.011,58
|
3.186.428,34
|
595.607,29
|
133.921,95
|
(Vorjahr)
|
(4.666.833,80)
|
(2.205432,53)
|
(652.855,02)
|
(203.629,39)
|
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 232
(Vorjahr: TEUR 340) sonstige finanzielle Verpflichtungen
aus Miet- und Leasingverträgen.
Angaben zur Gewinn-
und Verlustrechnung
ln den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in
Höhe von EUR 115.767,24 (Vorjahr: EUR 129.513,25)
periodenfremde Erträge (EUR 12.455,44) und aus
Währungsumrechnungen (EUR 39,52) enthalten.
ln den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 0,00
(Vorjahr: EUR 12.826,48) enthalten.
Die Erträge aus der Aufzinsung der
Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 6.722,65
(Vorjahr: EUR 6.439,06) sind unter den Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen.
Sonstige
Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich
beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
|
Beschäftigte |
| Kaufmännische
Mitarbeiter |
35 |
| Gewerbliche
Mitarbeiter |
86 |
|
121 |
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Thomas Merkel
ausgeübter Beruf: staatlich geprüfter
Betriebswirt
Justus Rau
ausgeübter Beruf: Ingenieur M.S.
Auf die Angaben der Bezüge wird gemäß
§ 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor
, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR
267.349,21 auf neue Rechnung vorzutragen.
Nachtragsbericht
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des
rückläufigen Konsumverhaltens der Verbraucher und
der veränderten Struktur des Einzelhandels aufgrund
von Insolvenzen sind spürbar angekommen. Zu weiteren
Ausführungen verweisen wir auf den Lagebericht.
Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. September
2023
|
Entwicklung der historischen Anschaffungs- und
Herstellungskosten |
|
Anschaffungs- u.
Herstellungskosten |
Zugänge |
Umbuchungen |
Abgänge |
Anschaffungs- u.
Herstellungskosten |
|
1. Oktober 2022 |
|
|
|
30. September 2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
|
ANLAGEVERMÖGEN
|
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| - Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
233.645,98 |
980,00 |
0,00 |
0,00 |
234.625,98 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.204.921,33 |
0,00 |
621,25 |
0,00 |
1.205.542,58 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
3.555.770,23 |
7.500,00 |
0,00 |
0,00 |
3.563.270,23 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.958.983,78 |
83.396,36 |
0,00 |
0,00 |
4.042.380,14 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
24.039,25 |
6.000,00 |
-621,25 |
0,00 |
29.418,00 |
|
8.743.714,59 |
96.896,36 |
0,00 |
0,00 |
8.840.610,95 |
|
8.977.360,57 |
97.876,36 |
0,00 |
0,00 |
9.075.236,93 |
|
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen |
|
Stand |
Zugänge |
Abgänge |
Stand |
|
1. Oktober 2022 |
|
|
30. September 2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
|
ANLAGEVERMÖGEN
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| - Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
191.683,98 |
18.589,00 |
0,00 |
210.272,98 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich Bauten auf fremden
Grundstücken |
289.220,33 |
85.196,25 |
0,00 |
374.416,58 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
2.057.245,23 |
406.885,00 |
0,00 |
2.464.130,23 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.708.493,78 |
131.378,36 |
0,00 |
3.839.872,14 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
6.054.959,34 |
623.459,61 |
0,00 |
6.678.418,95 |
|
6.246.643,32 |
642.048,61 |
0,00 |
6.888.691,93 |
|
Restbuchwert |
Restbuchwert |
|
30. September 2023 |
30. September 2022 |
|
EUR |
EUR |
|
ANLAGEVERMÖGEN
|
|
|
| I.
Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| - Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
24.353,00 |
41.962,00 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich Bauten auf fremden
Grundstücken |
831.126,00 |
915.701,00 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
1.099.140,00 |
1.498.525,00 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
202.508,00 |
250.490,00 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
29.418,00 |
24.039,25 |
|
2.162.192,00 |
2.688.755,25 |
|
2.186.545,00 |
2.730.717,25 |
sonstige Berichtsbestandteile
Frankenberg, den 26. Januar
2023
gez.
Geschäftsführung
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 29.05.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die InnoTex Merkel & Rau GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der InnoTex Merkel
& Rau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der
Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -
geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht
der InnoTex Merkel & Rau GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter
- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im
Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen
als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind,
um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu
dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen
höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße
betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
· führen wir Prüfungshandlungen zu
den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung
feststellen.
Leipzig, 26. Januar 2024
RÖBER
HESS PIMME GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Dirk
Röber, Wirtschaftsprüfer
|