Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 202873
Vorher
heptus 183. GmbH
Eingetragen
9.1.2013
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Erwerb, Vermietung und Bewirtschaftung von Grundbesitz und Betriebsvorrichtungen sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Yoram, David Biton
seit 7.5.2024
Geschäftsführer
David Piekarz
seit 9.8.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Rennes Holdings S.à.r.l.LUX
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Rennes Holdings S.à.r.l.
Luxembourg
50.00%
David Piekacz
München
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Piettal Operation GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

A. Prüfungsauftrag

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

II. Art und Umfang der Prüfung

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

2. Zusammenfassende Beurteilung

F. Schlussbemerkung

Anlagen:

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

Anhang zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017

Hinweis:

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.

A. Prüfungsauftrag

Die Geschäftsführung der Piettal Operation GmbH, München, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft") hat uns aufgrund des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 17. November 2023 mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und des Lageberichts beauftragt.

Bei unserer Abschlussprüfung haben wir die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet.

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2017. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Der vorliegende Prüfungsbericht richtet sich an die Gesellschaft. Er wurde nach IDW PS 450 n.F. (10.2021) erstellt.

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Piettal Operation GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Piettal Operation GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Piettal Operation GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

C. Grundsätzliche Feststellungen

I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse halten wir die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht für zutreffend.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte:

Die Piettal Operation GmbH, München, betreibt drei Hotels in München: Leonardo Hotel München City Center mit 80 Zimmern, Leonardo Hotel Munich City North mit 80 Zimmern und Leonardo Hotel Munich City Olympiapark mit 196 Zimmern.

Das Jahr 2023 hat sich für München als das erfolgreichste touristische Jahr seit Beginn der Aufzeichnung der Übernachtungszahlen erwiesen. Die Anzahl der Übernachtungen ist von 16,0 Millionen im Jahr 2022 auf 18,6 Millionen in 2023 angestiegen (+16,3 % Veränderung gegenüber Vorjahr) und überholt damit das Vorkrisenjahr 2019 mit 18,3 Millionen Übernachtungen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss i. H. v. von TEUR 178 (Vorjahr TEUR 652) erzielt.

Im Vergleich zu 2022 ist der Hotelumsatz um TEUR 1.032 bzw. 8,0 % auf TEUR 13.899 gestiegen. Somit hat der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 das Vorkrisenjahr 2019 mit einem Hotelumsatz von TEUR 13.542 übertroffen.

Die Gesamtauslastungsrate der Hotels ist mit 81,3% um 1,2 Prozentpunkte höher als budgetiert und um 5,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die Gesamtauslastungsrate hat sich auch um 0,7 Prozentpunkte besser als das Vorkrisenjahr 2019 gezeigt. Der durchschnittliche Zimmerpreis ist mit EUR 118,03 um EUR 12,31 niedriger als budgetiert und nur geringfügig (EUR 0,55) niedriger als im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist die durchschnittliche Zimmerrate um EUR 0,90 angestiegen.

Das EBITDAR (Earnings before Interests, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent) ist im Vergleich zum Vorjahr um absolut TEUR 95 auf TEUR 4.909 (Vj. TEUR 5.004) gesunken. Im Vergleich zu EBITDAR im Geschäftsjahr 2019 mit TEUR 5.943 gibt es weiteres Aufholungspotenzial.

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber der Vorperiode um TEUR 234 auf TEUR 4.524 verringert.

Zur Verringerung der Bilanzsumme führt auf der Aktivseite hauptsächlich der Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 302. Darüber hinaus verzeichnet die Gesellschaft einerseits die Erhöhung der Gesellschafterdarlehen um TEUR 554 und andererseits den abschreibungsbedingten Rückgang des Sachanlagevermögens um TEUR 493.

Auf der Passivseite ist die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 178 zu verzeichnen. Gegenläufig wirkt der Abbau von Verbindlichkeiten um TEUR 386 und führt insgesamt zur Verringerung der Bilanzsumme.

Korrespondierend zur Normalisierung des Geschäftsverlaufes steigt die Eigenkapitalquote um 6,18 Prozentpunkte auf 49,64 % (Vorjahr: 43,46 %).

Die Geschäftsführung der Piettal Operation GmbH beurteilt den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der hohen monatlichen Inflationsraten als positiv.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen:

Mit Ausnahme allgemeiner Markt- und finanzwirtschaftlicher Risiken sind nach Angabe der Geschäftsführung keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar, die die Fortführung der Geschäftstätigkeit gefährden könnten.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht das Management von einer weiteren Verbesserung des Geschäftsverlaufes gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 aus. Die der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 zugrundeliegenden Annahmen umfassen im Wesentlichen die Verbesserung der Durchschnittszimmerrate um 5,3% auf EUR 124,33; die Auslastung wird mit 80,8% erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse aus dem reinen Hotelgeschäft von EUR 14,6 Mio. erwartet, was einer Steigerung um 6% gegenüber dem Jahr 2023 (EUR 13,8 Mio.) entspricht.

Unter denselben Annahmen wird der GOP (Gross Operating Profit before Interests, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent) des Hotelbetriebes für das Geschäftsjahr 2024 auf ca. EUR 6,6 Mio. (45 % in Relation zum Umsatz) geschätzt, was einer Steigerung um 12 % gegenüber dem Jahr 2023 (EUR 5,9 Mio.) entspricht.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Höhe von TEUR 578 geplant.

II. Falsche Darstellungen und sonstige Verstöße

Bei der Durchführung der Abschlussprüfung haben wir die im Folgenden aufgeführten Tatsachen festgestellt, die Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften darstellen oder erkennen lassen (sonstige Verstöße):

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind entgegen § 264 Abs. 1 S.3 HGB nicht innerhalb der ersten drei Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgestellt worden.

D. Prüfungsdurchführung

I. Gegenstand der Prüfung

Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß §317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft.

Die maßgebenden Rechnungslegungsgrundsätze für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288HGB. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289 HGB.

II. Art und Umfang der Prüfung

Ausgangspunkt unserer Prüfung war der von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüfte und unter dem 31. August 2023 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Vorjahresabschluss; er wurde am 17. November 2023 festgestellt.

Unsere Prüfung haben wir in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Die Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

Grundlage unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes ist die Entwicklung einer Prüfungsstrategie und eines darauf abgestimmten Prüfungsprogramms, mit dem Ziel ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu erlangen, um das Prüfungsrisiko auf ein vertretbar niedriges Maß zu reduzieren. Das Prüfungsprogramm enthält die von den Mitgliedern des Prüfungsteams durchzuführenden Prüfungshandlungen nach Art, zeitlicher Einteilung und Umfang.

Bei der Identifizierung und Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern auf Abschluss- und Aussageebene erlangen wir ein Verständnis von dem Unternehmen und dessen Umfeld, einschließlich des internen Kontrollsystems und ggf. der für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen. Darauf aufbauend führen wir ggf. Funktionsprüfungen durch, um die Wirksamkeit von relevanten Kontrollen zu beurteilen. Die Erkenntnisse aus diesen Prüfungshandlungen haben wir bei der Festlegung der aussagebezogenen analytischen Prüfungshandlungen und der Einzelfallprüfungen berücksichtigt, die darauf ausgerichtet sind, wesentlich falsche Darstellungen aufzudecken.

Bei der Planung und Durchführung der Prüfung als auch bei der Beurteilung der Auswirkungen von identifizierten falschen Darstellungen auf die Prüfung und von etwaigen nicht korrigierten falschen Darstellungen auf den Jahresabschluss und ggf. den Lagebericht haben wir das Konzept der Wesentlichkeit beachtet.

Unser Prüfungsprogramm hat folgende Schwerpunkte umfasst:

Prüfung der Eröffnungsbilanzwerte

Vollständigkeit von Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Periodenabgrenzung von Umsatzerlösen und Aufwendungen

Prüfung der Vollständigkeit der Angaben im Anhang

Prüfung der Angaben im Lagebericht, insbesondere prognostischer Angaben

Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:

Einholung von

Bankbestätigungen

Rechtsanwaltsschreiben über schwebende Rechtsstreitigkeiten

Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erbracht worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt.

E. Feststellungen zur Rechnungslegung

I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht die Buchführung den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt.

Als zusammenfassendes Ergebnis unserer Prüfung, die sich auf

die Ordnungsmäßigkeit der Bestandteile des Abschlusses und deren Ableitung aus der Buchführung,

die Ordnungsmäßigkeit der im Anhang gemachten Angaben,

die Beachtung der Ansatz-, Ausweis- und Bewertungsvorschriften,

die Beachtung aller für die Rechnungslegung geltenden gesetzlichen Vorschriften einschließlich der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und aller größenabhängigen, rechtsformgebundenen oder wirtschaftszweigspezifischen Regelungen und

die Beachtung von Regelungen des Gesellschaftsvertrags, soweit diese den Inhalt der Rechnungslegung betreffen,

erstreckt hat, haben wir den in Abschnitt B. wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt.

II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

1. Bewertungsgrundlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den für die Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden maßgeblichen Faktoren einschließlich etwaiger Auswirkungen von Änderungen an diesen Methoden verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

2. Zusammenfassende Beurteilung

Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir zu der in unserem Bestätigungsvermerk getroffenen Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

F. Schlussbemerkung

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Piettal Operation GmbH, München, erstatten wir in Übereinstimmung mit §321 HGB unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

 

Hamburg, den 19. Juli 2024

FAIR AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Kannen, Wirtschaftsprüfer

Dennis Schelling, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 7,00 7,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 125.246,00 107.262,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.076.855,00 1.587.668,00
1.202.101,00 1.694.930,00
Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 2.059.235,50 1.505.223,39
3.261.343,50 3.200.160,39
UMLAUFVERMÖGEN
Vorräte
Waren 25.755,34 30.430,63
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 460.377,46 469.593,44
Sonstige Vermögensgegenstände 254.207,90 233.845,81
714.585,36 703.439,25
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 508.761,52 810.993,20
1.249.102,22 1.544.863,08
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.201,08 12.167,81
4.523.646,80 4.757.191,28

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Gewinnvortrag 2.042.527,36 1.390.325,33
Jahresüberschuss 177.849,87 652.202,03
2.245.377,23 2.067.527,36
RÜCKSTELLUNGEN
Steuerrückstellungen 0,00 11.484,00
Sonstige Rückstellungen 272.232,92 286.313,78
272.232,92 297.797,78
VERBINDLICHKEITEN
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 341.038,05 233.409,67
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 414.434,24 515.463,78
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 982.525,29 1.400.722,75
Sonstige Verbindlichkeiten 268.039,07 242.269,94
2.006.036,65 2.391.866,14
4.523.646,80 4.757.191,28

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
Umsatzerlöse 13.898.892,93 12.866.570,90
Sonstige betriebliche Erträge 77.592,97 146.809,24
Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren -475.756,33 -423.500,16
Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.756.507,64 -1.501.712,19
-2.232.263,97 -1.925.212,35
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -2.059.083,94 -1.691.495,81
Soziale Abgaben -411.948,48 -333.931,10
-2.471.032,42 -2.025.426,91
Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -558.482,54 -572.954,09
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.595.189,48 -7.857.600,12
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens* 54.012,11 0,00
- davon von Gesellschaftern: EUR 54.012,11 (Vorjahr: EUR 0,00)
Zinsen und ähnliche Erträge 13,00 31.499,70
- davon von verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 29.252,33)
Ergebnis vor Steuern 173.542,60 663.686,37
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.307,27 -11.484,34
Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 177.849,87 652.202,03
* Vorjahresausweis in "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge"

Anhang zum 31. Dezember 2023

(1) Vorbemerkung

Der Jahresabschluss der Piettal Operation GmbH, München - im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" oder "Piettal Operation" genannt - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie ergänzend des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 266 Abs. 2 und 3 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Gesellschaft erfüllt zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. §267 Abs. 2 a.F. HGB. Das Wahlrecht gern des Artikel 93 Abs. 2 EGHGB zur Anwendung der neuen Schwellenwerte wurde nicht ausgeübt.

Die Gesellschaft betreibt die folgenden 4 Sterne Hotels in München:

Leonardo Hotel München City Center mit 80 Zimmern

Leonardo Hotel Munich City North mit 80 Zimmern

Leonardo Hotel Munich City Olympiapark mit 196 Zimmern

Die Immobilien werden über langfristige Verträge innerhalb des Leonardo Konzernverbunds gepachtet.

Die Piettal Operation GmbH ist eine 50 %-ige Tochter der Rennes Holdings S.à.r.l., Luxemburg. Weitere 50 % werden von David Piekarz gehalten.

Die Piettal Operation GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Register-Nummer HRB 202873).

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Stetigkeit der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr blieben die für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Bilanzierung und Bewertung im Rahmen des Jahresabschlusses erfolgte auf der Grundlage einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going Concern).

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, gemäß der jeweiligen Nutzungsdauer, angesetzt.

Die Abschreibungssätze richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengruppen.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Hierfür war bisher keine Notwendigkeit gegeben.

Finanzanlagen

Die Bewertung der Ausleihungen erfolgt zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen.

Als niedrigerer Marktpreis werden bei Waren die Wiederbeschaffungskosten angesetzt.

Von der Bewertungsvereinfachung gemäß § 256 HGB wird insoweit Gebrauch gemacht, dass unterstellt wird, dass die zuerst angeschafften oder hergestellten Vermögensgegenstände auch als zuerst verbraucht oder veräußert gelten.

Die Bestände werden jährlich durch eine Stichtagsinventur zum Jahresende ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Ausfall- und Transferrisiken sowie allgemeine Kreditrisiken werden durch Abschreibungen und Wertberichtigungen berücksichtigt.

Liquide Mittel

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag betreffen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert bewertet.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

(3) Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und der Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Ausleihungen an Gesellschafter

Die Ausleihungen an Gesellschafter bestehen i. H. v. TEUR 1.217 (Vj. TEUR 1.178) gegen Rennes Holding S.à.r.l., Luxemburg sowie i. H. v. TEUR 842 (Vj. TEUR 327) gegen David Piekarz. Das an David Piekarz gewährte entfällige Darlehen hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2028 mit einem Zinssatz von 3,3 %.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Wie im Vorjahr beträgt die Restlaufzeit sämtlicher Forderungen weniger als ein Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen i. H. v. TEUR 187 (Vj. TEUR 221).

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen TEUR 178 (Vj. TEUR 175) Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und TEUR 94 (Vj. TEUR 112) für Personalkosten enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr vollständig auf Lieferungen und Leistungen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachstehend dargestellten Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst.

2023 (Vorjahr) Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 341 341 0 0
(233) (233) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Lieferungen und Leistungen 414 414 0 0
(515) (515) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 983 983 0 0
(1.401) (1.401) (0) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 268 268 0 0
(242) (242) (0) (0)
- davon aus Steuern 14 14 0 0
(15) (15) (0) (0)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gesamt 2.006 2.006 0 0
(2.392) (2.392) (0) (0)

(4) Angaben zur GuV

Umsatzerlöse

Folgende Tabelle stellt die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Segmenten dar:

2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Segmente TEUR TEUR TEUR %
Beherbergung 12.471 11.676 795 6,8 %
Speisen 758 696 62 8,9 %
Getränke 191 163 28 17,2 %
Sonstiger Hotelumsatz inkl. Bankett 479 332 147 44,3 %
13.899 12.867 1.032 8,0 %

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten in Höhe von TEUR 60 (Vj. TEUR 81) die Auflösung von Rückstellungen und TEUR 17 (Vj. TEUR 66) Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Folgende Tabelle stellt die Aufgliederung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nach Kostenarten dar:

in TEUR 2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
TEUR %
Raumkosten 4.792 4.465 327 7,3 %
Kommissionen 1.460 1.236 224 18,1 %
Managementfees 871 866 5 0,6 %
Werbe- und Reisekosten 251 278 -27 -9,7 %
Reparaturen und Instandhaltungen 305 261 44 16,9 %
Prüfungs,-Rechts- und Beratungskosten 195 192 3 1,6 %
Versicherungen, Beiträgen und Abgaben 45 47 -2 -4,3 %
Fahrzeugkosten 25 22 3 13,6 %
Forderungsverluste 11 6 5 83,3 %
Verschiedene betriebliche Kosten 640 485 155 32,0 %
8.595 7.858 737 9,4 %

Die Position verschiedene betriebliche Kosten enthält TEUR 161 (Vj. TEUR 171) Weiterbelastungen von der Managementgesellschaft Sunflower Management GmbH & Co. KG, Berlin, aufgrund eines Dienstleistungsvertrages für die Abteilungen Human Resources, IT, Finance, Revenue, Einkauf und Management.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei erklärungsgemäßer Veranlagung werden für das Geschäftsjahr 2023 keine Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer erwartet.

(5) Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 63 (Vj. 58) Angestellte, davon 43 (Vj. 39) Vollzeitkräfte, 7 (Vj. 6) Teilzeitkräfte und 13 (Vj. 14) Aushilfen, beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus den bestehenden Mietverträgen resultieren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 42.613. Davon sind TEUR 3.890 innerhalb eines Jahres und TEUR 15.561 zwischen zwei und fünf Jahren fällig. Die Mietverträge laufen bis zum 30. Juni 2034 für das Hotel Leonardo Hotel München City Center, zum 31. Dezember 2034 für das Hotel Leonardo Hotel Munich City North und zum 31. März 2035 für das Hotel Leonardo Hotel Munich City Olympiapark.

Außerbilanzielle Geschäfte

Es wurden keine außerbilanziellen Geschäfte getätigt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer der Piettal Operation GmbH, München, sind David Piekarz (Kaufmann) und mit Gesellschafterbeschluss vom 11. März 2024 Yoram Biton (General Manager) bestellt. Daniel Roger (General Manager) wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 11. März 2024 als Geschäftsführer abberufen.

 

Berlin, 19.Juli 2024

Die Geschäftsführung

Yoram Biton

David Piekarz

Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 17.843,30 0,00 17.843,30
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 194.700,96 37.068,30 231.769,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.153.239,35 28.585,24 6.181.824,59
6.347.940,31 65.653,54 6.413.593,85
Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 1.505.223,39 554.012,11 2.059.235,50
1.505.223,39 554.012,11 2.059.235,50
7.871.007,00 619.665,65 8.490.672,65
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge 31.12.2023
Euro Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 17.836,30 0,00 17.836,30
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 87.438,96 19.084,30 106.523,26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.565.571,35 539.398,24 5.104.969,59
4.653.010,31 558.482,54 5.211.492,85
Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
4.670.846,61 558.482,54 5.229.329,15
Buchwert Buchwert
31.12.2022 31.12.2023
Euro Euro
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Lizenzen an gewerblichen Schutzrechten 7,00 7,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 107.262,00 125.246,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.668,00 1.076.855,00
1.694.930,00 1.202.101,00
Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 1.505.223,39 2.059.235,50
1.505.223,39 2.059.235,50
3.200.160,39 3.261.343,50

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Piettal Operation GmbH, München, betreibt drei Hotels in München: Leonardo Hotel München City Center mit 80 Zimmern, Leonardo Hotel Munich City North mit 80 Zimmern und Leonardo Hotel Munich City Olympiapark mit 196 Zimmern. Die Piettal Operation GmbH gehört zur Fattal Hotelgruppe. Die Immobilien werden über langfristige Verträge innerhalb des Leonardo Konzernverbunds gepachtet.

Fattal Hotel Group

Die Fattal Hotel Group wurde 1998 von David Fattal in Israel gegründet und ist im Hotelgewerbe tätig. Seitdem zählen Gastfreundschaft, Innovation und stetiges Streben nach Exzellenz zu den wichtigsten Unternehmenswerten. Zu der Fattal Hotel Group zählen inklusive geplanter Eröffnungen 282 Hotels (Vorjahr: 255) mit ca. 50.000 Zimmern, in 21 Ländern und 123 Städten. In Israel ist die Gruppe mit 67 Hotels und 11.386 Hotelzimmern präsent. Leonardo Hotels ist die europäische Marke der israelischen Fattal Hotel Group und bereits in mehreren Europäischen Ländern präsent. Zu der Fattal Hotel Group gehören in Deutschland 71 Hotels (u. a. in München, Berlin, Hamburg, Köln und Frankfurt), in Großbritannien und Irland 52 Hotels (u. a. in London, Edinburgh, Dublin und Manchester), in den Niederlanden 14 Hotels (u. a. Amsterdam), in Spanien 20 Hotels (u. a. in Madrid und Barcelona) und in Italien 8 Hotels (u. a. Mailand und Rom). Weitere Hotels gibt es in Österreich (10), Portugal (2), Belgien (2), Tschechien (1), Polen (4), Ungarn (2), Griechenland (7), Zypern (9), und der Schweiz (3). Getragen ist es durch das Engagement von ca. 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Markenportfolio

Um den individuellen Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden, bietet die Hotelgruppe ein abwechslungsreiches Markenportfolio, zu dem u. a. folgende Marken zählen: Leonardo Hotels, Leonardo Royal Hotels, Leonardo Boutique Hotels, NYX Hotels by Leonardo Hotels, Leonardo Limited Edition sowie Master Collection, alle angesiedelt im 3- bis 4-Sterne-Superior Segment sowie gleichartigem Niveau. Im Zuge der Wachstumsstrategie wurde die Marke Jurys Inn in Großbritannien und Irland Ende 2022 in Leonardo Hotels umbenannt.

Die Hotelmarke "Leonardo Hotels" ist in weiten Teilen Europas und Israels registriert. Im Jahr 2017 wurden die Rechte zur Nutzung der Marke "NYX Hotels by Leonardo Hotels" erworben. NYX Hotels ist die neue Lifestyle-Marke der Leonardo Hotel Group in trendigen Metropolen, die vor allem auf Gäste ausgerichtet ist, die einen individuellen Lebensstil pflegen.

Meeting Kompetenz

In mehr als 1000 lichtdurchfluteten Räumen, ausgestattet mit modernster Technik, schafft die Fattal Hotel Group einen optimalen Rahmen für Veranstaltungen jeglicher Art-von Firmenevents über Messen bis hin zu Konferenzen. Die Gäste erwartet dabei ein vielseitiges Meeting-Angebot mit individuellem Service, maßgeschneiderten Lösungen und einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wachstumsstrategie

Im Fokus der Fattal Hotel Group steht eine intensive Expansionspolitik mit fortlaufender Portfolioerweiterung, die seit der Unternehmensgründung ununterbrochen ist. Dabei stehen attraktive und wirtschaftlich starke Standorte sowie Häuser in erstklassigen Lagen im Fokus. Erklärtes Ziel der Fattal Hotel Group ist es, durch hohes Serviceniveau und Erschließung einer Vielzahl von neuen Destinationen ihre Gäste langfristig an die Hotelgruppe zu binden.

Kundenbindungsprogramm Leonardo Advantage Club

Der Leonardo Advantage Club ist ein von Sunflower angebotener Kundenbindungsprogramm. Mit der Mitgliedschaft wird den Gästen immer der beste Preis garantiert. Die Mitglieder erhalten Rabatte auf die verfügbaren Tagesraten in allen Leonardo Häusern. Bonuspunkte, die für direkt gebuchte Übernachtung gesammelt werden, können zu jeder Zeit für kostenfreie Hotelaufenthalte in allen Hotels in Europa und Israel umgetauscht werden. Darüber hinaus bietet der Leonardo Advantage Club weitere exklusive Vorteile an. Der Club gewinnt kontinuierlich neue Mitglieder; zum 31. Dezember 2023 zählt er ca. 1 Million Teilnehmer (Vorjahr: 829 Tausend).

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist in 2023 um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022 ausgefallen. Auf einem hohen Niveau anhaltende Preise in Kombination mit Teuerung der Finanzierung dämpften das Wirtschaftswachstum. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 konnte sich die deutsche Wirtschaft - trotz der schwierigen Bedingungen - gut behaupten und fiel um 0,7 % höher aus. 1

Im Jahr 2023 stieg der Umsatz im Gastgewerbe im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 nominal um 8,8 %, real ergab sich ein Rückgang um 11,3 %. Im Beherbergungsgewerbe konnte der Umsatz im Vergleich zu 2019 nominal um 12,0 % gesteigert werden, wobei real eine Senkung um 5,2 % verzeichnet wurde. Die Entwicklung in Gaststättengewerbe ist wie folgt verlaufen: nominal Anstieg um 9,5 %, real Rückgang um 12,7 %. Im Gesamtjahr 2023 gab es deutschlandweit 487,1 Millionen Übernachtungen im Vergleich zu 450,7 Millionen in 2022, was einem Anstieg um 8,1 % entspricht. Die Anzahl der Übernachtungen der Inländer stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,2 % auf 406,2 Millionen und die der Ausländer stieg um 18,8 % auf 80,9 Millionen. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 mit 495,6 Millionen Übernachtungen liegt die Anzahl der Übernachtungen im Geschäftsjahr 2023 noch leicht zurück (-1,7 %). 2 Die durchschnittliche Zimmerauslastung ist im Vergleich zu 2022 um 4,9 %-Punkte deutschlandweit auf 30,7 % gesunken (2022: 35,6 %) und lag damit immer noch deutlich hinter der Auslastung im Jahr 2019 i. H. v. 63,0 %. 3

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 19 vom 15. Januar 2024
2 Dehoga Bundesverband: Zahlenspiegel Q4 2023, siehe auch: https://www.dehoga-bundesverband.de/zahlen-fakten/dehoga-zahlenspiegel/
3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/72869/umfrage/auslastung-der-betten-im-beherbergungsgewerbe/, veröffentlicht am 13.03.2024 von L. Graefe

2. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Jahr 2023 hat sich für München als das erfolgreichste touristische Jahr seit Beginn der Aufzeichnung der Übernachtungszahlen erwiesen. Die Anzahl der Übernachtungen ist von 16,0 Millionen im Jahr 2022 auf 18,6 Millionen in 2023 angestiegen (+16,3 % Veränderung gegenüber Vorjahr) und überholt damit das Vorkrisenjahr 2019 mit 18,3 Millionen Übernachtungen. 4

Hinsichtlich der Ertragslage der Gesellschaft lassen sich die folgenden Aspekte festhalten, dabei wird die operative Geschäftstätigkeit im Wesentlichen anhand der Auslastung, der Gesamtdurchschnittszimmerrate und des EBITDAR (Earnings before Interests, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent) gemessen.

2023 Budget Abw. Budget
absolut
Auslastung 81,3% 80,1% 1,2 1,5%
Verfügbare Zimmer 129.940 129.940 0 0,0%
Belegte Zimmer 105.663 104.046 1.617 1,6%
Durchschnittszimmerrate in EUR 118,03 130,34 -12,31 -9,4%
RevPAR (Revenue per available room) 95,98 104,36 -8,38 -8,0%
Umsatz in TEUR
Zimmerumsatz 12.471 13.561 -1.090 -8,0%
Umsatz Speisen 758 1.006 -248 -24,7%
Umsatz Getränke 191 288 -97 -33,7%
Sonstiger Umsatz inkl. Bankett 479 347 132 38,0%
Total 13.899 15.202 -1.303 -8,6%
2022 Abw. VJ
absolut relativ
Auslastung 75,8% 5,5 7,3%
Verfügbare Zimmer 129.940 0 0,0%
Belegte Zimmer 98.468 7.195 7,3%
Durchschnittszimmerrate in EUR 118,58 -0,55 -0,5%
RevPAR (Revenue per available room) 89,86 6,12 6,8%
Umsatz in TEUR
Zimmerumsatz 11.676 795 6,8%
Umsatz Speisen 696 62 8,9%
Umsatz Getränke 163 28 17,2%
Sonstiger Umsatz inkl. Bankett 332 147 44,3%
Total 12.867 1.032 8,0%

Die Gesamtauslastungsrate der Hotels ist mit 81,3 % um 1,2 Prozentpunkte höher als budgetiert und um 5,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Die Gesamtauslastungsrate hat sich auch um 0,7 Prozentpunkte besser als im Vorkrisenjahr 2019 gezeigt. Der durchschnittliche Zimmerpreis ist mit EUR 118,03 um EUR 12,31 niedriger als budgetiert und nur geringfügig (EUR 0,55) niedriger als im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ist die durchschnittliche Zimmerrate um EUR 0,90 angestiegen.

Für das Jahr 2023 wurde ein Hotelumsatz von TEUR 15.202 budgetiert. Mit Erlösen aus dem operativen Geschäft in Höhe von TEUR 13.899 wurde das Budget zu 91,4 % erreicht. Im Vergleich zu 2022 ist der Hotelumsatz um TEUR 1.032 bzw. 8,0 % gestiegen. Somit hat der Geschäftsverlauf im Jahr 2023 das Vorkrisenjahr 2019 mit einem Hotelumsatz von TEUR 13.542 übertroffen. Diese Umsatzentwicklung zeigt, dass die Auswirkungen der Corona Pandemie hinsichtlich des operativen Hotelgeschäftes in München überwunden wurden.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 78, Vorjahr TEUR 147) im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 69 ist im Wesentlichen auf die Ausbuchung der verjährten Verbindlichkeiten zurückzuführen.

4 Pressemitteilung von Landeshauptstadt München, Referat für Arbeit und Wirtschaft vom 26.02.2024

Die Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr sowohl absolut betrachtend als auch in Relation zu den Umsatzerlösen gestiegen. Ursächlich für diese Entwicklung sind inflationsbedingte Preissteigerungen in vielen Wirtschaftssektoren. Im Jahresdurchschnitt belief sich der Verbraucherpreisindex im Jahr 2023 auf 5,9 % im Vergleich zum Jahr 20225.

Das Verhältnis der Materialaufwendungen zu den Umsatzerlösen ist um 1,10 Prozentpunkte angestiegen (Geschäftsjahr 16,06 %; Vorjahr 14,96 %).

Die Personalaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr im Verhältnis zu den Umsatzerlösen um 2,04 Prozentpunkte (Geschäftsjahr 17,78 %; Vorjahr 15,74%) bzw. absolut um TEUR 446 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind absolut um TEUR 737 und relativ zu den Umsatzerlösen nur geringfügig um 0,77 Prozentpunkte (Geschäftsjahr 61,84 %; Vorjahr 61,07%) gestiegen.

Das EBITDAR ist im Vergleich zum Vorjahr um absolut TEUR 95 auf TEUR 4.909 (Vj. TEUR 5.004) gesunken. Im Vergleich zu EBITDAR im Geschäftsjahr 2019 mit TEUR 5.943 gibt es weiteres Aufholungspotenzial.

Insgesamt erzielte die Gesellschaft in 2023 einen Jahresüberschuss i. H. v. von TEUR 178 (Vorjahr TEUR 652).

3. Vermögens- und Finanzlage

3.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber der Vorperiode um TEUR 234 auf TEUR 4.524 verringert.

Zur Verringerung der Bilanzsumme führt auf der Aktivseite hauptsächlich der Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 302. Darüber hinaus verzeichnet die Gesellschaft einerseits die Erhöhung der Gesellschafterdarlehen um TEUR 554 und andererseits den abschreibungsbedingten Rückgang des Sachanlagevermögens um TEUR 493.

Auf der Passivseite ist die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 178 zu verzeichnen. Gegenläufig wirkt der Abbau von Verbindlichkeiten um TEUR 386 und führt insgesamt zur Verringerung der Bilanzsumme.

Korrespondierend zur Normalisierung des Geschäftsverlaufes steigt die Eigenkapitalquote um 6,18 Prozentpunkte auf 49,64 % (Vorjahr: 43,46 %).

5 Pressemitteilung Statistisches Bundesamt Nr.020 vom 16.01.2024

3.2 Finanzlage

Über die Veränderung der Finanz- und Liquiditätslage gibt die folgende Kapitalflussrechnung der Berichtsgesellschaft Aufschluss:

TEUR
2023 2022
Periodenergebnis 178 652
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 558 573
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen -14 143
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 0 -913
-/+ Zu-/Abnahme der Vorräte 5 -9
-/+ Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände -11 1.003
-/+ Zu-/Abnahme anderer Aktiva -1 -4
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva -386 -808
+/- Zinsaufwendungen / Zinserträge -54 -31
+/- Ertragsteueraufwand / -ertrag -4 11
- Ertragsteuerzahlungen -7 -179
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 264 483
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -66 -29
- Auszahlungen aus der Begebung von langfristigen Gesellschafterdarlehen -500 -600
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -566 -629
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 0 913
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 913
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes -302 722
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 811 89
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 509 811

Die liquiden Mittel sind im Jahresvergleich um TEUR 302 auf TEUR 509 gesunken.

Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 264 resultiert hauptsächlich aus dem Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 178 sowie der Bereinigung um die zahlungsunwirksamen Abschreibungen i. H. v. TEUR 558. Der Abbau von Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR -386 verringern den operativen Cashflow.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR - 566 und resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der Gesellschafterdarlehen um TEUR 500.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt OTEUR.

Die finanzielle Situation der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird vom Management positiv eingeschätzt. Alle finanziellen Verpflichtungen wurden vereinbarungsgemäß bedient. Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3.3 Zusammengefasste Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Wird dem Rechnung getragen, dass im gesamten Jahr 2023 die monatlichen Inflationsraten hoch waren, hat sich das Geschäft der Piettal Operation GmbH im Berichtsjahr positiv entwickelt. Das Jahresergebnis 2023 fiel mit TEUR 178 positiv aus. Der GOP (Gross Operating Profit before Interests, Taxes, Depreciation, Amortization and Rent) des Hotelbetriebes beträgt im Jahr 2023 TEUR 5.942 (Vorjahr: TEUR 6.106) und liegt 2,7 % hinter dem um staatliche Corona-Hilfen bereinigten Vorjahreswert und 19,8 % unter dem budgetierten Wert (TEUR 7.407).

Dank der positiven Branchenentwicklung in den Jahren vor der Pandemie, der zahlreichen Maßnahmen, die das Management zur Bekämpfung der Pandemiefolgen implementiert hat, und nicht zuletzt dank des starken touristischen Geschäftes in München, beurteilt die Geschäftsführung der Piettal Operation GmbH den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres unter Berücksichtigung des Gesamtumfeldes der Hotellerie als positiv.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Annahmen für die im Lagebericht des Vorjahres abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2023 umfassten im Wesentlichen eine voranschreitende Rückkehr zur Geschäftsaktivität nahe dem Vorkrisenniveau 2019. Somit ist das Management von einer Verbesserung des Geschäftsverlaufs gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 ausgegangen. Für das Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse aus dem reinen Hotelgeschäft um EUR 15,2 Mio. erwartet. Der GOP des Hotelbetriebes für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf ca. EUR 7,4 Mio. geschätzt. Insgesamt haben sich die prognostizierten Ziele insbesondere hinsichtlich der Durchschnittszimmerrate - als zu ambitioniert erwiesen. Die Umsatzerlöse aus dem reinen Hotelgeschäft haben EUR 13,8 Mio. und der GOP EUR 5,9 Mio. erreicht. Dabei ist die Auslastungsrate um 1,2 %-Punkte besser als geplant ausgefallen; die Durchschnittszimmerrate lag um 9,4 % hinter dem budgetierten Wert. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Durchschnittszimmerrate mit -0,5 % im Jahr 2023 auf einem ähnlichen Niveau.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht das Management von einer weiteren Verbesserung des Geschäftsverlaufes gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 aus. Die der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 zugrundeliegenden Annahmen umfassen im Wesentlichen die Verbesserung der Durchschnittszimmerrate um 5,3 % auf EUR 124,33; die Auslastung wird mit 80,8 % erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Umsatzerlöse aus dem reinen Hotelgeschäft von EUR 14,6 Mio. erwartet, was einer Steigerung um 6 % gegenüber dem Jahr 2023 (EUR 13,8 Mio.) entspricht. Unter denselben Annahmen wird der GOP des Hotelbetriebes für das Geschäftsjahr 2024 auf ca. EUR 6,6 Mio. (45 % in Relation zum Umsatz) geschätzt, was einer Steigerung um 12 % gegenüber dem Jahr 2023 (EUR 5,9 Mio.) entspricht. Obwohl die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 den zum Aufstellungszeitpunkt aktuellen und gewissenhaften Kenntnisstand widerspiegelt, weist das Management darauf hin, dass alle zukunftsbezogenen Aussagen mit Unsicherheit behaftet sind.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in Höhe von TEUR 578 geplant.

Das Management ist der Auffassung, dass die oben beschriebenen Maßnahmen unter den zum Zeitpunkt der Jahresabschlussaufstellung geltenden Bedingungen es der Gesellschaft ermöglichen werden, alle ihre Zahlungsverpflichtungen zumindest, aber nicht beschränkt auf, im kommenden Jahr ab dem Aufstellungsdatum zu erfüllen.

2. Chancen und Risikobericht

Finanzwirtschaftliche Risiken

Anhaltendes Kriegsgeschehen und damit verbundene Unruhen sowohl in Osteuropa als auch im Nahen Osten stellen ein makroökonomisches Risiko dar und sorgen weiterhin für Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen Wirtschaftstätigkeit. Die aktuellen Entwicklungen im makroökonomischen Umfeld werden vom Management kontinuierlich verfolgt und die Auswirkungen auf das operative Geschäft in Deutschland untersucht und beobachtet. Die Piettal Operation GmbH, München, wird ihre Verkaufsaktivitäten weiterhin dem Marktumfeld anpassen und versuchen, die Auslastung der Hotels und ihr operatives Geschäft zu erhöhen. Gleichzeitig intensiviert die Gesellschaft ihre Bemühungen die Preissteigerungen auf der Kostenseite aufzufangen.

Das Management der Piettal Operation GmbH ist derzeit der Ansicht, dass aufgrund der Eigenkapitalquote und der konzerninternen Finanzierungen sowie in Anbetracht der Post-Corona-Normalisierung der Geschäftslage keine signifikanten Risiken hinsichtlich der finanziellen Situation zu erwarten sind. Gleichzeitig angesichts der inhärenten Unsicherheiten ist das Ausmaß der Auswirkungen des Kriegsgeschehens in Europa auf die finanzielle Situation schwer abzuschätzen und ist daher weiterhin laufend zu beobachten.

Markt- und Wettbewerbsrisiken

In Anbetracht der hohen Inflation gehen aktuell einige Ökonomen von der Abkühlung der Wirtschaft aus. Ein solches Umfeld kann zu niedrigeren Zimmer- und Belegungsraten führen und infolgedessen zur negativen Auswirkungen auf die Profitabilität führen. Auch aus dem Bereich der Zimmerstandards und -ausstattungen kann Wettbewerbsrisiko abgeleitet werden.

Das Management glaubt daran, durch stetig wachsende Präsenz am Markt, regelmäßige Investitionen in Ausstattung und Modernisierung, hohen Standard sowie Freundlichkeit und Zuverlässigkeit, Wettbewerbsfähigkeit der Leonardo Gruppe zu stärken und weiter auszubauen.

Gesamtrisikoeinschätzung

Mit Ausnahme der oben aufgeführten, sind keine Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erkennbar, die die Fortführung der Geschäftstätigkeit gefährden könnten. Risikokonzentrationen oder Interdependenzen von Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, sind derzeit ebenfalls nicht ersichtlich.

Chancen

Durch die Präsenz am Markt stärkt die Gesellschaft die Markenwahrnehmung ihrer Gäste und bietet den gewohnten Standard an Service an. Insbesondere große Flexibilität bei Buchungen und Stornierungen wird von den Gästen der Leonardo Hotels geschätzt.

Die Verhandlungsposition der Gesellschaft gegenüber den Geschäftspartnern und Lieferanten ist durch den Zentraleinkauf für alle Hotels nicht unbedeutend. Korrespondierend zu der fortlaufenden Expansion gewinnt die Verhandlungsposition kontinuierlich an Stärke.

Aus- und Fortbildung unserer Mitarbeiter und die damit einhergehende Serviceorientierung erlauben es, weiterhin unseren Gästen das Gefühl des "value for money" erfolgreich zu vermitteln. Mit der unternehmenseigenen "Leonardo-Academy" haben Kandidaten die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszubauen. Gleichzeitig wird durch Förderung und Weiterentwicklung für Nachwuchs gesorgt.

Als Gesellschaft leisten wir gerne zusammen mit unseren Gästen einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und zur Stärkung der sozialen und ökologischen Wahrnehmung. Das Green-Option-Programm ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, Ressourcen umzuverteilen und zurückzugeben. Indem der Gast auf die Reinigung seines Zimmers verzichtet, werden nicht nur Kosten, sondern vor allem auch Wasser, Desinfektions- und Reinigungsutensilien eingespart. Die Beträge, die wir durch die regelmäßigen Aktionen sammeln, werden im Rahmen von verschiedenen Kooperation an hilfsbedürftige Organisationen bzw. Projekte gespendet. Der Aspekt der Nachhaltigkeit, aus ökologischer oder sozialer Sicht, steht bei der Wahl immer im Vordergrund.

 

Berlin, 19. Juli 2024

Yoram Biton

David Piekarz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Piettal Operation GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Piettal Operation GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Piettal Operation GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 19. Juli 2024

FAIR AUDIT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Kannen, Wirtschaftsprüfer

Dennis Schelling, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

57 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.