WAFA Kunststofftechnik GmbH
Schafweidstraße 37, 86179 Augsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang K. Müller seit 29.7.2002 | Geschäftsführer |
Maria Hohenleitner-Müller seit 29.7.2002 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WAFA Kunststofftechnik GmbHAugsburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2011Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20111. Wirtschaftsbericht1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltkonjunktur wurde in der ersten Jahreshälfte 2011 durch verschiedene Ereignisse gedämpft. Dazu zählten ein kräftiger Ölpreisanstieg infolge der politischen Umbrüche im arabischen Raum, das Erdbeben in Japan und die Eskalation der Schuldenkrise im Euro-Raum. Die beiden erstgenannten Ereignisse wurden bis zur Jahresmitte weitestgehend verarbeitet. Durch Beschlüsse im Herbst 2011 und durch nationale Konsolidierungspläne im Kampf gegen die Schuldenkrise, hat sich das weltwirtschaftliche Wachstum insgesamt nur geringfügig abgeschwächt. Das reale Wirtschaftswachstum (BIP) in Europa stieg um ca. 1,6 % an. Doch Dauerverstöße etlicher EU-Staaten gegen die Maastricht-Kriterien, Haushaltsdefizite und Gesamtverschuldung haben den Euro 2011 in eine schwere Krise gestürzt, die noch nicht ausgestanden ist. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Jahr 2011 erneut kräftig. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0 % höher als im Vorjahr. Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. 1.2 Branche Der Weltautomobilmarkt zeigte sich im Jahr 2011 in robuster Verfassung. Während die USA, China, Indien und Russland zum Teil zweistellige Zuwachsraten aufwiesen, war in Japan, das durch die Naturkatastrophe gezeichnet war, ein Rückgang der Absatzzahlen zu verzeichnen. Insgesamt stiegen am Weltmarkt für Neuwagen 2011 die Einheiten um 6 % auf 65,4 Millionen. Auch für 2012 ist mit einem moderaten Wachstum von ca. 4 % zu rechnen. In Europa ging die Zahl der Neuzulassungen, zum vierten Mal in Folge, um 1,7 % auf 13,11 Millionen Pkws zurück. In den meisten der 27 EU-Länder sank die Nachfrage, hauptursächlich der Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit geschuldet. Während in Westeuropa vor allem in Spanien und Italien der Einbruch am stärksten war, vermeldeten die osteuropäischen Länder wie beispielsweise Bulgarien und die baltischen Staaten die größten Zuwächse. Die deutsche Automobilindustrie hat das Jahr 2011 mit neuen Höchstständen bei Produktion, Export und Umsatz abgeschlossen. Schon heute ist jedes fünfte Auto, das weltweit gekauft wird, eine deutsche Konzernmarke. Die Unternehmen stellten rund 12,9 Millionen Pkw her, gut 5,9 Millionen davon im Inland, das sind 7 % mehr als 2010. In den Export gingen 4,55 Millionen Fahrzeuge, auch das ein Anstieg um 7 %. Im Inland wurden rund 3,17 Millionen neue Autos zugelassen, 9 % mehr als 2010. Die Schuldenkrise in Europa und den USA bremst momentan die Dynamik. Wenn es gelingt die Finanzmärkte zu stabilisieren, besteht berechtigte Zuversicht auch für 2012, denn die weltweite Nachfrage nach Autos ist vorhanden. Langfristig bleibt die Automobilindustrie Wachstumsbranche. Bis zum Jahr 2020 könnte der Weltautomobilmarkt um 40 Prozent auf 90 Millionen Einheiten steigen. 1.3 Geschäftsablauf und Geschäftslage Durch neue Serienanläufe konnte das Betriebsergebnis erheblich gesteigert werden. Die kontinuierlichen Maßnahmen zeigen positive Auswirkungen. Vor Abzug des Gewinnanteils für die stille Beteiligung und vor Ergebnisabführung beträgt das abzuführende Ergebnis T€ 1.965. Der Geschäftsverlauf entspricht den Erwartungen. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. 2. Ertragslage2.1 Umsatzentwicklung Die Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr und die Umsatzstruktur gestalten sich im Jahr 2011 wie folgt:
Die Entwicklung des Umsatzes nach Regionen verteilt sich wie folgt:
Der Gesamtumsatz der WAFA Kunststofftechnik GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 48.850 auf T€ 54.639 erhöht. Bedingt durch Neuanläufe stieg der reine Warenumsatz im Vergleich zum Vorjahr von T€ 43.274 auf T€ 48.466 (+ 12%). 2.2 Projektmanagement Insgesamt starteten im Jahr 2011 Serienanläufe für Audi, BMW, Mercedes, Ford und VW mit einem geplanten Jahresumsatz von ca. T€ 5.058 (Vj.: T€ 3.875) Weitere Neuaufträge für die Jahre 2012 bis 2014 sind für Audi, BMW, VW, Mercedes, VW, CI und Bosch mit einem durchschnittlichen Jahresumsatz von Mio. € 6 bereits platziert. 2.3 Produktion Die steigenden Absatzzahlen zeichneten sich 2011 auch in der Produktion ab. Durch gezielte Produktionssteuerung konnten Lieferengpässe weitestgehend vermieden werden. Die Produktivität der einzelnen Abteilungen wurde gesteigert.
2.4 Beschaffung Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren und Leistungen hat sich von T€ 27.567 im Jahr 2010 auf T€ 32.473 im Berichtsjahr erhöht. Die Wareneinsatzquote (ohne Werkzeuge) beträgt 58,2 % (Vj.: 53,2 %) und ist i.W. auf eine erhöhte externe Fertigung (teilw. im Konzernverbund) zurückzuführen. 2.5 Personalaufwand und sonstige Aufwendungen Trotz gestiegener Umsatzerlöse konnten die Personalaufwendungen reduziert werden. Durch Effizienzsteigerungen reduzierte sich der sonstige betriebliche Aufwand. Die Abschreibungen haben sich bedingt durch Neuinvestitionen leicht erhöht. 3. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögenslage unserer Gesellschaft stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Finanzlage hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Unsere Gesellschaft weist im Vergleich zum Vorjahr einen wesentlich höheren Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Dieser wurde für Investitionen und Reduzierung der Lieferanten- und Bankverbindlichkeiten genutzt. 3.1 Investitionen Im Geschäftsjahr 2011 wurden Investitionen in Höhe von T€ 994 getätigt (davon Werkzeuge in Höhe von T€ 425). Der Galvanomat wurde aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgegliedert, da damit eine zweite Galvanisierungsanlage erstellt wird. Des Weiteren wurden zur Ausweisbereinigung Werkzeuge aus dem Umlaufvermögen in das Anlagevermögen umgegliedert. 3.2 Personal und Sozialbereich Am Abschlussstichtag waren 355 Mitarbeiter (Vj.: 386) sowie 23 Auszubildende (Vj.: 24) im Unternehmen beschäftigt. Der Personalstand unterteilt sich in 273 gewerbliche Mitarbeiter (Vj.: 294) und 82 Angestellte (Vj.: 92). Im Geschäftsjahr wurden 9 Arbeitsunfälle angezeigt (7 im Vorjahr). 3.3 Qualität Die WAFA Kunststofftechnik GmbH ist nach ISO 16949:2002 und ISO 14001:2004 zertifiziert. Diese erfüllen die Anforderungen der Automobilindustrie. Die jährliche Rezertifizierung für beide Normen wurde erfolgreich bestanden. 4. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens4.1 Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die durchlebte Krise im Automotive Sektor führte zu einer drastischen Marktbereinigung im Zulieferbereich. Gleichzeitig bietet sie den überlebenden und erfolgreichen Unternehmen neue Chancen. Die WAFA Kunststofftechnik GmbH hat sich während der Krise neu aufgestellt und die Organisation gestrafft, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Maßnahmen zur aktiven Risikominimierung und Risikostreuung werden laufend umgesetzt. Das System wird weiterentwickelt und optimiert. Projekte zur Erschließung strategischer Wachstumsfelder wurden gestartet. Gezielte Investitionen in neue Produktionseinheiten und strategische Kooperationen mit Entwicklungspartnern sollen die technologieorientierte Ausrichtung des Unternehmens weiter stärken. Die WAFA Kunststofftechnik wird sich weiter auf dem Markt etablieren und mit den bestehenden Kundenkontakten den Expansionskurs vorantreiben. 4.2 Chancen- und Risikobericht 4.2.1 Allgemeiner Chancen- und Risikobericht Die Gesellschaft verfügt über ein umfassendes Berichts- und Controllingsystem zur Steuerung und Überwachung des Unternehmens. Die Geschäftsführung hat alle erforderlichen Maßnahmen getroffen, um mögliche bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Alle erkannten Risiken wurden in der Planung voll berücksichtigt. Wo erforderlich, wurden entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht festgestellt. Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf solide, qualitätsbewusste Lieferanten zurück mit denen wir größtenteils in langjährigen Geschäftsverbindungen stehen. 4.2.2 Spezieller Chancen- und Risikobericht Im Finanz- und Risikomanagement verfolgt das Unternehmen das Ziel, finanzielle Risiken jeglicher Art zu sichern. Beim Finanzmanagement verfolgen wir, wie in den vergangenen Jahren, eine konservative Risikopolitik. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen - Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Absicherung eventueller Liquiditätsrisiken existiert ein fortlaufender Liquiditätsplan, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Es wird außerdem eine Übersicht über die Vorfinanzierung von neuen Projekten, sowie eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung für jedes zu finanzierende Projekt erstellt. Die Rohstoffpreiserhöhungen werden als Materialteuerungszuschläge (MTZ) weitestgehend an die Kunden weitergegeben. Differenzen werden durch Rationalisierungsmaßnahmen ausgeglichen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wir setzen nur originäre Finanzinstrumente ein. Diese beinhalten auf der Aktivseite im Wesentlichen Forderungen, flüssige Mittel und die Finanzanlagen. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zum Rückzahlungsbetrag bewerteten Verbindlichkeiten. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz gibt das maximale Ausfallrisiko an. Für die Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind Risikorichtlinien vorgegeben. 4.3 Prognosebericht Zwei Großkunden haben die WAFA Kunststofftechnik GmbH - aufgrund von fortgesetzten Liefer-/Qualitätsproblemen mit ihren bestehenden Lieferanten - im 1. Quartal mit der kurzfristigen Übernahme von Projekten beauftragt. Durch die strukturierte Übernahme und Umsetzung einer adäquaten Serienproduktion, z.T. binnen weniger Tage, konnten wir die Versorgung unserer Kunden kurzfristig wiederherstellen bzw. sichern. Der zu erwartende und ungeplante zusätzliche Jahresumsatz liegt bei € 2 Mio. In 2012 ist eine positive wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Doch die Prognosen sind verhalten auf Grund der zunehmenden Währungsunsicherheit des Euros und weiter steigender Rohstoff- und Energiepreise. Die langsamere Gangart der Weltwirtschaft dürfte ebenfalls den Außenhandelszuwachs Deutschlands dämpfen. Die Exportdynamik wird sich zwar auf hohem Niveau bewegen aber dennoch verlangsamen. Weiter ist abzuwarten, wie sich die positive Ertragslage der OEMs auf das Verhalten gegenüber ihrer Lieferanten auswirken wird. Die straffe Preispolitik der letzten Jahre sollte sich wieder, entsprechend des geforderten hohen Qualitätsstandards, relativieren. Für 2012 wurde eine konservative Umsatzplanung vorgenommen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit wird auf Ergebnisverbesserung gerichtet, um in den Folgejahren für ein erfolgreiches Wachstum gerüstet zu sein. Für 2012 werden keine bestandsgefährdenden Risiken befürchtet. Die Geschäftsführung rechnet mit einem Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau. Ab 2013 erwarten wir die weiteren Jahre wesentlichen Umsatzsteigerungen. Damit verbunden und ergänzt durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen wird sich auch das Ergebnis (ROS) weiter verbessern. 4.4 Nachtragsbericht Die Rückzahlung der bei der Muttergesellschaft WAFA Beteiligungs GmbH im August 2012 fälligen PREPS Tranche ist erfolgt. Ein Teilbetrag wurde umfinanziert, mit einer zunächst vereinbarten Laufzeit bis 31. Mai 2013. Damit ist die Finanzierung der Gruppe bis auf weiteres sichergestellt. 4.5 Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Gesellschaft beschäftigt sich mit der technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte und neuen Fertigungsprozessen. So arbeiteten wir an neuen Recyclingverfahren, innovativen Verfahren im Galvanikprozess und an neuen Veredelungsverfahren für unsere Dekorteile. Die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten wird ständig weiter ausgebaut. 4.6 Sonstiges Die WAFA Kunststofftechnik GmbH betreibt eine Betriebsstätte in Hutthurm.
Augsburg, 16. August 2012 WAFA Kunststofftechnik GmbH Die Geschäftsleitung Bilanz zum 31. DEZEMBER 2011AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2011
Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20111. Allgemeine GrundsätzeDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 wurde unter Beachtung der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Das Wahlrecht für den Ausweis von Pflichtangaben wird grundsätzlich dahingehend ausgeübt, dass sämtliche erforderlichen Angaben im Anhang enthalten sind. Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. AusweisänderungenDie im Vorjahr im Umlaufvermögen ausgewiesenen auftragsübergreifenden Werkzeuge wurden im Berichtsjahr von den Vorräten in das Anlagevermögen umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. Die Erträge aus Strom- und Energiesteuererstattungen wurden im Vorjahr teilweise in den Umsatzerlösen und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Berichtsjahr wurden diese Erträge vollständig in die sonstigen betrieblichen Erträge umgegliedert. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst. 3. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung waren bei den einzelnen Posten die nachfolgenden Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend: 3.1. Anlagevermögen 3.1.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. 3.1.2. Sachanlagen Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Vermögensgegenstände des beweglichen Anlagevermögens werden linear abgeschrieben. Die Werkzeuge werden entsprechend dem wirtschaftlichen Verbrauch abgeschrieben. Die der Abschreibung zugrunde liegende Nutzungsdauer beträgt bei den Gebäuden 9 und 30 Jahre, bei den technischen Anlagen und Maschinen 1 bis 10 Jahre und bei den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15 Jahre. Die ab dem Jahr 2008 angeschafften oder hergestellten abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgüter, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150 aber nicht € 1.000 übersteigen, werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. 3.2. Umlaufvermögen Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer beizulegender Wert geboten ist. 3.2.1 Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Absatz 4 HGB angesetzt. Einer beschränkten Gängigkeit oder Verwendbarkeit wurde durch Abschläge Rechnung getragen. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten grundsätzlich Material- und Fertigungskosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Einer beschränkten Gängigkeit oder Verwendbarkeit wurde durch Abschläge Rechnung getragen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. 3.2.2 Forderungen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Einzelabwertungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. 3.2.3 Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen. 3.3 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und berücksichtigen künftige Preis- und Kostensteigerungen. Für die Abzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde der laufzeitadäquate Marktzins nach Maßgabe des Einzelbewertungsgrundsatzes für jede einzelne Rückstellung ermittelt. Die gebildete Rückstellung für Jubiläumsleistungen beruhen auf einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Anwendung eines Zinsfußes von 5,14 v. H. sowie einer geschätzten künftigen Gehaltsanpassung von 1,0 v. H. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. 3.4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. 3.5. Währungsumrechnung Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (vgl. § 256a Satz 2 HGB) werden Anschaffungskosten-, Realisations- und Höchstwertprinzip beachtet. 4. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Anlagevermögen Die nach Bilanzposten gegliederte Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 ist auf der letzten Seite des Anhangs aufgeführt und ist integraler Bestandteil des Anhangs. 4.2 Umlaufvermögen 4.2.1 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen setzen sich entsprechend ihren Restlaufzeiten wie folgt zusammen:
Die bestehenden Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen werden seit dem Geschäftsjahr 2003 teilweise an einen Factor verkauft. 4.3 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert € 1.533.875,65 (DM 3.000.000,00). Mit Organschafts- und Ergebnisabführungsvertrag vom 9. Dezember 2000 hat sich die WAFA Kunststofftechnik GmbH seit dem 1. Januar 2001 verpflichtet, den ganzen nach den maßgeblichen handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Gesellschafterin WAFA Beteiligungs GmbH, Bayreuth, abzuführen. 4.4 Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Gesellschaft hat von der Regierung von Schwaben mit Zuwendungsbescheid vom 12. August 1999 einen Zuschussbetrag in Höhe von Mio. € 1,023 aus dem bayerischen Regionalförderungsprogramm für die gewerbliche Wirtschaft erhalten. Die Fördermittel dienen zur Teilfinanzierung für Kauf- und Folgeinvestitionen bis zu einer Höhe von insgesamt Mio. € 14,83. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird im Verhältnis zu den Abschreibungen auf die Investitionsgegenstände aufgelöst. Für den Sonderposten wurde das Beibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB ausgeübt. 4.5 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Personalkosten (T€ 533), für ausstehende Rechnungen (T€ 128), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (T€ 93) sowie Gewährleistungen (T€ 87). 4.6 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag, Konzernumlagen, Forderungsabtretungen, kurzfristigen Finanzierungsvorgängen sowie der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Kreissparkasse Augsburg waren besichert durch die Sicherungsübereignung der vorhandenen Maschinen, Geräte und Einrichtungen sowie des Warenlagersund durch die Abtretung von Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen, soweit sie nicht dem Factoring der SüdFactoring unterliegen. 4.7 Umsatzerlöse
4.8 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erlöse aus der Auflösung der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 9 (i. Vj.: T€ 9) und Kursgewinne in Höhe von T€ 2 (i. Vj.: T€ 2) enthalten. 4.9 Zinsaufwendungen Der Zinsaufwand beinhaltet Zinseffekte aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellung von T€ 4 (i. VJ.: T€ 5). 4.10. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
4.11 Verbundene Unternehmen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 122 enthalten. 5. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften5.1 Factoring: Wir haben im Rahmen eines revolvierenden Prozesses Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen in Höhe von Mio. € 4,13 an eine Factoring Gesellschaft veräußert. Das Factoring dient zur kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf den Factor über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement inne. 5.2. Leasing: Der Nutzung eines Teils unserer Produktionsanlagen liegen Operating-Leasingverträge zugrunde. Dies trägt auch zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber. Die Leasingverträge haben noch eine Restlaufzeit von 1 - 5 Jahren (vgl. hierzu auch die Angaben unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen). 5.3 Sonstige Finanzielle Verpflichtungen Der voraussichtliche Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet- und Leasingverträgen beträgt insgesamt T€ 1.612, davon entfallen auf das Geschäftsjahr 2012 T€ 588. Daneben bestehen weitere finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen. Der Betrag der finanziellen Verpflichtung beträgt hieraus jährlich T€ 219. 6. Sonstige Angaben6.1 Anzahl der Mitarbeiter
Darüber hinaus wurden durchschnittlich 23 Auszubildende (Vj.: 24 Auszubildende) beschäftigt. 6.2 Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2011 waren zum Geschäftsführer bestellt:
6.3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 6.4 Gesellschafter Alleiniger Gesellschafter ist die WAFA Beteiligungs GmbH, Bayreuth. 6.5 Haftungsverhältnisse Die Grundschulden in Höhe von T€ 9.348 haften gemäß separaten Zweckbestimmungserklärungen auch für Darlehen der WAFA Beteiligungs GmbH. Am Bilanzstichtag haben sich keine Anzeichen für eine Inanspruchnahme ergeben, da die Darlehensvereinbarungen durch die WAFA Beteiligungs GmbH erfüllt wurden. 6.6 Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2011 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug T€ 60 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. 6.7 Konzernverhältnisse Die WAFA Beteiligungs GmbH, Bayreuth, stellt einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der WAFA Kunststofftechnik GmbH, Augsburg, gem. § 29 0HGB einbezogen wird. Der Abschluss wird dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und von diesem veröffentlicht.
Augsburg, 16. August 2012 WAFA Kunststofftechnik GmbH Die Geschäftsleitung ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2011
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der WAFA Kunststofftechnik GmbH, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der WAFA Kunststofftechnik GmbH, Augsburg, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 16. August 2012 INVRA
TREUHAND AG
Rudolf Böck, Wirtschaftsprüfer Andrea Folger, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde am 02. November 2012 von der Gesellschafterversammlung festgestellt. |
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