Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 6700 KI
Vorher
Surgical Dynamics GmbHStryker Trauma Holding GmbH
Eingetragen
7.2.2002
Branche
Herstellung von orthopädischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Einfuhr, Verkauf und Handel mit Implantaten, Geräten und anderen Hilfsmitteln für orthopädische oder andere chirurgische Anwendungen und medizinisch-technischer Erzeugnisse sowie Erwerben, Halten, Verwalten und Veräußern von Beteiligungen an Gesellschaften und Unternehmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geert von Oldenburg
seit 19.12.2022
Prokura
Yann Dubourg
seit 27.7.2020
Geschäftsführer
Nils Reimers
seit 24.3.2020
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stryker Manufacturing Holding Company B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stryker Manufacturing Holding Company B.V.
Netherlands
26.355 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stryker Trauma GmbH

Schönkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Der Schwerpunkt der Gesellschaft liegt in der Produktion und Auftragsentwicklung von orthopädischen Implantaten und den dazugehörigen Instrumenten. Das Produktportfolio der Gesellschaft ist fokussiert auf die Versorgung von Hüftfrakturen und die intramedulläre Versorgung von Femur-, Tibia- und Humerus-Frakturen. Die bedeutenden Systeme sind das Gamma-System für Hüftfrakturen sowie das T2-System für die übrigen intramedullären Frakturen. Der Vertrieb erfolgt über verbundene Unternehmen des Stryker-Konzerns.

Der Sitz der Gesellschaft ist Schönkirchen. Die Gesellschaft ist zu 100 % eingebunden in den Stryker-Konzern mit Sitz in Kalamazoo, Michigan/USA. Die Gesellschaft ist direkt und indirekt (über die Stryker Beteiligungs-GmbH) zu 100 % Eigentümerin der Stryker Leibinger GmbH & Co. KG, Freiburg i. Br.

Die Stryker Trauma GmbH ist seit 2014 in den bestehenden Verbund der europäischen Contract Manufacturer integriert. Im Zuge dieser Reorganisation im Jahr 2017 ist die Stryker Trauma GmbH ein Contract Manufacturer für das europäische Headquarter geworden. Ein Haupttreiber für die Reorganisation war die Realisierung von Synergien in Form eines einfacheren und schlankeren Setups innerhalb des weltweiten Fertigungsverbunds. Ziel war es die Netzwerkkomplexität zu reduzieren und strategische Partner besser zu nutzen, um Kostenvorteile bei weiterhin sehr guter Qualität und gutem Service generieren zu können. Darüber hinaus wurde dieses Setup gewählt, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Werken, rechtlichen Einheiten, Unternehmensfunktionen und Regionen möglichst zu begünstigen und zu stärken.

Durch den "Contract Manufacturer" Status für das europäische Headquarter wird seit dem vierten Quartal 2014 die Cost Plus Methode in der Verrechnungspreislogik angewendet.

Die Gesellschaft ist für die Fertigung der Produkte, die sie an verbundene Unternehmen verkauft, verantwortlich und hat nur mittelbaren Einfluss auf die Vertriebstätigkeiten.

1.2 Steuerungssystem

Für die Steuerung des operativen Geschäfts verwendet die Gesellschaft vornehmlich Kennzahlen, die auf den Managementbüchern des Unternehmens basieren. Für den Produktionsbereich sind dies die Cost Of Goods Sold (COGS), das Operating Income (Abweichung der Istkosten der Fertigung gegenüber den zu Standard geplanten COGS abzüglich Kosten für Inventory Adjustments und Verwaltungskosten) und die Bestandsreichweite.

Bei der Abweichung zwischen den Ist-Kosten der Fertigung gegenüber den zu Standard geplanten COGS ist das Konzernziel für die Fertigungsstandorte eine Unterschreitung der Plankosten.

Die konzerninternen Kennzahlen lassen nur einen mittelbaren Rückschluss auf das handelsrechtliche Ergebnis zu.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft erfolgen seit 2014 in Form einer Auftragsentwicklung.

Im Jahr 2023 konzentrierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Weiterentwicklung der traumatologischen Versorgung, im Einklang mit der Mission "Together with our customers we are driven to make healthcare better". Im Fokus standen dabei verschiedene Projekte zur Entwicklung von neuartigen Implantate- und Instrumentensystemen für die Versorgung der langen Röhrenknochen und fußgelenksnaher Frakturen sowie im Bereich der sterilen Verpackung.

Parallel dazu wurde die Systempflege bestehender Implantat- und Instrumentensysteme (T2 Alpha, Gamma) vorangetrieben, um die Compliance mit sich verändernden regulatorischen Anforderungen sicherzustellen und die Produktsicherheit bei Prozessumstellungen kontinuierlich zu gewährleisten. Die oben genannten Aktivitäten umfassten umfangreiche Literaturrecherchen, Anwendergespräche mit Unfallchirurgen, Konzept- und Designarbeiten, CAD-Konstruktionen, Lastmodellierungen, Prototypenfertigungen, mechanische Tests sowie Bemusterungen und Funktionstests - teils in Zusammenarbeit mit unfallchirurgischen Ärzteteams, auch am Humanpräparat (nicht intern durchgeführt).

Für die nähere Zukunft, insbesondere das Jahr 2024 und darüber hinaus, sind die Weiterführung und Fertigstellung der genannten Entwicklungsprojekte sowie deren Implementierung in die Fertigung und anschließenden Vertrieb geplant.

Im Jahr 2023 lagen die Aufwände für Forschung und Entwicklung bei TEUR 17.258 (Vorjahr TEUR 15.633). Es wurden öffentliche Mittel in Höhe von TEUR 602 (Vorjahr TEUR 812) verwendet.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Branchenbezogene und gesamtwirtschaftlich Rahmenbedingungen

Marktseitig wirkten sich auch im Jahr 2023 die bereits in den vergangenen Jahren zu beobachtenden Trends von zunehmendem Preis- und Wettbewerbsdruck, auch verstärkt durch eine fortschreitende Konsolidierung auf der Anbieterseite und stetig steigenden regulatorischen Anforderungen auf die Gesellschaft aus. Auf der regulatorischen Seite ist zu beobachten, dass die Anforderungen der Zulassungsbehörden zur Sicherung der Produktqualität, hier vor allem seitens der amerikanischen und europäischen Aufsichtsbehörden FDA (Food & Drug Administration, US-Zulassung) und TRLP (TÜV Rheinland LGA Products, CE-Zulassung), innerhalb der Organisation zu prozessseitigen und organisatorischen Anpassungen führen.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, hat die Gesellschaft auch im Jahr 2023 ihre bereits begonnenen Projekte und Partnerschaften fortgeführt.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der deutschen Wirtschaft war im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr, was unter anderem auf globale Krisen, steigende Zinsen und Inflation zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Jahr 2019, also dem Jahr vor der Pandemie, ist das BIP um 0,7% gestiegen.

2.2 Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft weiterhin einen guten Geschäftsverlauf.

Die im Jahr 2011 initiierte Zusammenfassung aller Produktionsstandorte im Stryker Konzern in einer Global Quality & Operations ("GQO") Organisation wurde auch im Jahr 2023 weiter vorangetrieben. Das hat insbesondere die Zusammenarbeit der Produktionsstandorte in Kontinentaleuropa verbessert und Synergien gehoben, was zu einer Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Qualität geführt hat. Im Bereich Qualität wurden darüber hinaus die vor einigen Jahren vorgenommenen eigenen Anstrengungen zur strukturellen Anpassung an die gestiegenen regulativen Anforderungen auch im Jahr 2023 fortgesetzt.

Die im Jahr 2008 begonnene Kooperation mit einem Unternehmen des Stryker-Konzerns in China, welches sich mit der Herstellung und Lieferung von Instrumenten und deren Komponenten beschäftigt, wurde im Jahr 2023 fortgesetzt.

Die Gesellschaft wird in regelmäßigen Abständen von der Food and Drug Administration sowie vom TRLP ("TÜV Rheinland LGA Products GmbH") im Hinblick auf das Qualitätsmanagement überprüft. Im Jahr 2023 fand durch den TÜV Rheinland ein Audit statt, welches positiv abgeschlossen wurde.

2.3 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatzanstieg um 18 % auf TEUR 252.525 (Vj. TEUR 213.290). Somit haben wir unsere Erwartung eines leichten Volumenanstieges der Umsatzerlöse für das Jahr 2023 übertroffen.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss von TEUR 15.568 abgeschlossen. Verglichen zum Vorjahr, welches mit TEUR 8.817 abgeschlossen wurde, bedeutet dies eine Erhöhung um 77 %. Der operative Gewinn (EBIT) entwickelte sich entgegen unserer Erwartung eines leichten Anstiegs und ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.778 auf TEUR 24.807 stark gestiegen. Der Anstieg des Jahresüberschusses und des EBIT begründet sich hauptsächlich aus den deutlich gestiegenen Umsatzerlösen und gesunkenen Aufwänden für die Betriebliche Altersvorsorge.

Die Materialaufwendungen haben sich auf TEUR 111.561 (Vj. TEUR 94.187) stark erhöht. Damit hat sich unsere Prognose leicht steigender Materialaufwendungen als operative Konzernkennzahl des Vorjahres nicht bestätigt. Dies resultiert hauptsächlich aus gestiegener Auslastung aufgrund des Umsatzanstieges und aus gestiegenen Materialpreisen im Einkauf.

Der Personalaufwand ist mit TEUR 1.406 leicht gestiegen. Dies ist zurückzuführen auf um über 10% gestiegene Löhne und Gehälter, sowie gegenläufig gesunkene Altersvorsorgeaufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch höhere Konzernumlagen auf TEUR 51.156 deutlich gestiegen.

Das Finanzergebnis hat sich mit einem Aufwand von TEUR 1.145 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.984) deutlich verbessert. Dies ergibt sich hauptsächlich aus Zinserträgen in Höhe von TEUR 996 (Vorjahr TEUR 61) aufgrund von gestiegenen Zinssätzen (EURIBOR) und daraus steigenden Zinszahlungen durch die Stryker IFSC Ltd.

2.4 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist gut. Die Forderungen der Gesellschaft betreffen im Wesentlichen Forderungen an konzernverbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 90.551 (Vj. TEUR 61.458). Die Werthaltigkeit dieser Position ergibt sich aus der allgemeinen Liquiditätslage des Stryker-Konzerns.

Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 72.058 (Vj. TEUR 56.491). Die Eigenkapitalquote beläuft sich in diesem Jahr auf 28 % (Vj. 26 %).

Die langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 126.422 (Vj. TEUR 119.520). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt auf TEUR 18.889 (Vj. TEUR 16.328) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich stichtagsbedingt auf TEUR 16.674 (Vj. TEUR 12.368) erhöht.

2.5 Finanzlage

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist gut. Die Gesellschaft nimmt am Cash-Pooling des Stryker- Konzerns teil und kann bei Bedarf von finanziellen Mittel auf den Cash Pool zurückgreifen. Die daraus resultierende kurzfristige Forderung gegen Stryker IFSC Ltd., Dublin/Irland, betrug am Bilanzstichtag TEUR 69.714 (Vj. TEUR 49.264). Die Werthaltigkeit dieser Position ergibt sich aus der allgemeinen Liquiditätslage des Stryker-Konzerns.

Die Investitionen der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen TEUR 4.439 (Vj. TEUR 4.407) und betrafen geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Erwartung an das Gesamtvolumen an Investitionen im Jahr 2023 in Höhe von TEUR 4.945 wurde somit leicht um TEUR 506 unterschritten.

2.6 Mitarbeiterstruktur

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 durchschnittlich 631 Arbeitnehmer (Vj. 639).

Hinsichtlich des "Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" wurde festgelegt, dass der Frauenanteil in der Geschäftsführung sowie den ersten beiden Führungsebenen unter der Geschäftsführung jeweils 25 % bis 2025 erreichen soll. Der tatsächliche Frauenanteil in der Geschäftsführung beträgt 0 % und auf den ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung 21 % (Vj. 16 %).

Ist 2023 Frauen Männer
Geschäftsführung 0% 0 2
1./2. Managementebene unter Geschäftsführung 21% 5 19

2.7 Mitarbeiterzufriedenheit

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der Fokus Strykers auf das Engagement der Mitarbeiter, insbesondere die Mitarbeiterzufriedenheit. Um diese zu messen, führt Stryker zweimal im Jahr in Zusammenarbeit mit Gallup eine Mitarbeiterbefragung durch (Q12 und Pulse Survey) und leitet aus den Rückmeldungen relevante Maßnahmen ab.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Herstellung orthopädischer Implantate und Instrumente stellt für die Gesellschaft weiterhin das Kerngeschäft dar.

Für die kurzfristige Entwicklung der Geschäftslage des Unternehmens wird die weitere Entwicklung der allgemeinen weltweiten wirtschaftlichen Lage, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung des Krieges in der Ukraine, von Bedeutung sein. Während wir im Jahr 2024 keine wesentlichen Beeinträchtigungen feststellen konnten, besteht weiterhin das Risiko von Lieferengpässen und Produktionsausfällen sowie eines Nachfragerückgangs, sollten sich die Bedingungen aufgrund des Krieges in der Ukraine für unsere Produktionsstätten oder unsere Lieferanten und Kunden deutlich verschlechtern. Die Stryker Trauma GmbH verkauft ihre Produkte innerhalb des Konzerns und ist deshalb auf der Absatzseite durch den Krieg nicht unmittelbar betroffen. Die Beschaffungsseite ist ebenso nicht direkt durch den Krieg betroffen, da die Stryker Trauma GmbH keine Produkte aus den betroffenen Regionen bezieht. Auswirkungen, welche insbesondere aufgrund des Ukraine-Krieges auftreten könnten, sind Störungen der globalen Lieferketten und Preiserhöhungen, insbesondere im Energiesektor.

Mittel- bis langfristig ist davon auszugehen, dass aufgrund der derzeitigen demographischen Entwicklung die Nachfrage nach hochwertigen Implantaten, wie sie die Gesellschaft herstellt, weiterwachsen wird und somit die Geschäftsgrundlage des Unternehmens sichergestellt ist.

Als Contract Manufacturer für das europäische Headquarter wird in Zukunft von Bedeutung sein, wie sich die Gesellschaft innerhalb des GQO-Produktionsnetzwerkes positioniert. Aufgrund der etablierten Zusammenarbeit mit anderen verbundenen Unternehmen in diesem Netzwerk und der Tatsache, dass Stryker sich das Ziel setzt in einigen Produktgruppen als Technologieführer betrachtet zu werden, gehen wir davon aus, dass bei gleichbleibendem ökonomischem Umfeld die Volumina leicht ansteigen.

Der wichtigste Aspekt der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebes von medizintechnischen Produkten liegt weiterhin in der Qualität - sowohl in der Übereinstimmung der tatsächlichen mit den zugesicherten Eigenschaften eines jeden einzelnen Artikels - als auch in der Einhaltung aller qualitätsrelevanten Vorschriften. Die Nichteinhaltung notwendiger Qualitätsstandards und daraus resultierende Kundenbeanstandungen stellen insbesondere bei medizinischen Implantaten und den zugehörigen Instrumenten ein erhebliches Risiko dar. Dieses Risiko kann nicht nur das Image des Unternehmens und seiner Produkte, sondern auch die finanziellen Ergebnisse erheblich beeinträchtigen. Um dem entgegenzuwirken, legt das Unternehmen besonderen Wert auf die Umsetzung eines den internationalen Standards entsprechenden Qualitätsmanagementsystems. In diesem Zusammenhang setzt das Unternehmen auch auf eine umfassende Ausbildung seiner Mitarbeiter. Schwerpunktmäßig geschult werden a) die Einhaltung/Anwendung von Regulierungs-/Qualitätsrichtlinien und Vorschriften sowie b) Grundlagen zur Korruptionsbekämpfung nach FCPA (Foreign Corrupt Practices Act). Dies trägt auch der engen wirtschaftlichen Beziehung zu den USA Rechnung. Im Jahr 2023 wurde der globale Stryker Code of Conduct neu formuliert und veröffentlicht.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung, insbesondere USD und CHF lauten, sind durch Terminsicherungs-Geschäfte, die von Stryker Corporation zentral durchgeführt werden, vor unkontrollierten Währungsverlusten geschützt, so dass das Risiko aus Währungskursschwankungen minimiert wird. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

3.2 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im Bereich der operativen Konzernkennzahlen leicht steigende Materialaufwendungen gegenüber dem Vorjahr.

Wir erwarten gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr einen deutlichen Volumenanstieg mit einhergehenden Kostensenkungen- und Umsatzanstiegen, so dass wir von einem entsprechend stark steigenden operativen Gewinn (EBIT) gegenüber dem Vorjahr ausgehen.

Die Kennzahlvorgaben für Jahr 2024 basieren auf der Annahme eines starken Volumenanstiegs für die Gesellschaft im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Diese Annahme erscheint vor dem Hintergrund der allgemeinen Marktentwicklung und auch unter dem Einbezug der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine schlüssig, und schein sich so auch zu realisieren.

Für alle Bereiche sind Investitionen in Anlagegüter von TEUR 6.072 geplant.

Für das Jahr 2025 erwarten wir einen starken Umsatzrückgang und damit verbunden einen starken Rückgang der Materialaufwendungen. Damit einhergehend gehen wir von einem starken Rückgang des operativen Gewinns (EBIT) gegenüber dem Jahr 2024 aus.

4. Gesamtaussage

Innerhalb einer mit Unsicherheiten geprägten globalen Wirtschaftslage haben wir das Wachstum der Vorjahre fortführen können, da wir stabil am Markt positioniert sind. Der prognostizierte leichte Volumenanstieg wurde übertroffen, was sich anhand von deutlich gestiegenen Umsatzerlöse zeigt. Der erwartete leichte Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) wurde ebenfalls deutlich übertroffen. Unter anderem deshalb beurteilt die Geschäftsführung das Jahr 2023, vor allem vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insgesamt als sehr zufriedenstellend.

Auf Basis der dargestellten Annahmen über die Entwicklung des Gesundheitsmarktes und dem Ukraine-Konflikt sowie den Chancen und Risiken im aktuellen Marktumfeld würden wir grundsätzlich eine positive Geschäftsentwicklung für die folgenden Jahre erwarten. Dem schließt sich die Erwartung steigender Umsätze und eines steigenden operativen Ergebnisses (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr an. Die Stryker Trauma GmbH wird auch für die Zukunft weiter gut aufgestellt sein.

 

Schönkirchen, den 13. Januar 2025

Die Geschäftsführung der Stryker Trauma GmbH

gez. Goncalo Ferreira

gez. Yann Dubourg

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.341,00 111.096,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 615.337,00 635.499,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.067.334,00 20.562.302,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.798.245,38 15.379.651,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.735.294,81 1.659.787,20
35.216.211,19 38.237.240,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.303.460,30 24.303.460,30
59.911.012,49 62.651.796,39
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.267.732,83 18.923.274,72
2. Unfertige Erzeugnisse 13.303.666,88 12.080.842,07
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 19.723.915,07 19.952.481,82
56.295.314,78 50.956.598,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 612.541,51 382.009,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sämtlich mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 90.551.282,68 61.457.853,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.173.729,69 8.855.355,97
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 322.121,43 (Vj. EUR 281.613,81)
95.337.553,88 70.695.218,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10,05 462,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 55.900,07 92.299,21
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 42.473.053,00 36.722.053,00
254.072.844,27 221.118.428,32

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 26.355,00 26.355,00
II. Kapitalrücklage 50.000,00 50.000,00
III. Bilanzgewinn 71.982.061,74 56.414.163,42
72.058.416,74 56.490.518,42
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 126.422.356,00 119.520.467,86
2. Steuerrückstellungen 0,00 858.162,00
3. Sonstige Rückstellungen 18.422.847,93 14.672.522,98
144.845.203,93 135.051.152,84
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.889.176,32 16.327.823,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 18.889.176,32 (Vj. EUR 16.327.823,92)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 16.674.440,82 12.368.095,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 16.674.440,82 (Vj. EUR 12.368.095,94)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.350.037,66 639.745,21
davon aus Steuern: EUR 924.222,70 (Vj. EUR 632.749,56)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 334.058,17 (Vj. EUR 0,00)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.350.037,66 (Vj. EUR 639.745,21)
36.913.654,80 29.335.665,07
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 255.568,80 241.091,99
254.072.844,27 221.118.428,32

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 252.524.606,17 213.290.420
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 994.258,06 1.258.301
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.078.083,26 1.042.225
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 815.143,23 (Vj. EUR 787.152,92)
254.596.947,49 215.590.946
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 97.266.998,27 80.300.315
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.294.172,76 13.887.046
111.561.171,03 94.187.360
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 46.871.466,36 42.246.811
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.403.097,21 16.621.558
davon für Altersversorgung: EUR 5.638.433,05 (Vj. EUR 9.207.303,05)
60.274.563,57 58.868.369
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.797.702,28 6.452.441
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 51.156.108,26 40.305.127
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 945.653,76 (Vj. EUR 906.676,41)
24.807.402,35 15.777.649
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 996.154,84 60.722
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 996.154,84 (Vj. EUR 60.722,08)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.140.928,42 2.044.467
davon an verbundene Unternehmen: EUR 3.681,42 (Vj. EUR 0,00)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 2.135.567,00 (Vj. EUR 2.044.467,00)
-1.144.773,58 -1.983.745
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.419.234,01 4.535.137
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuem: EUR -5.751.000,00 (Vj. EUR -6.298.319,35)
11. Ergebnis nach Steuern 16.243.394,76 9.258.768
12. Sonstige Steuern 675.496,44 441.508
13. Jahresüberschuss 15.567.898,32 8.817.260
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 56.414.163,42 47.596.904
18. Bilanzgewinn 71.982.061,74 56.414.163

Anhang für 2023

der Stryker Trauma GmbH

Schönkirchen

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet Stryker Trauma GmbH. Ihr Sitz ist in Schönkirchen. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kiel unter der Nr. HRB 6700 Kl eingetragen.

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wurde für bewegliche Anlagegüter die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden neu angeschaffte Anlagegüter ausschließlich linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Für selbständig nutzungsfähige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Für Teile der Hilfs- und Betriebsstoffe wurde ein Festwert gebildet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Rückstellungen

Für die Pensionsrückstellungen wurde als Bewertungsmethode die Projizierte Einmalbetragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode) benutzt. Als grundlegende Annahmen für die Berechnung zum Bilanzstichtag wurden grundsätzlich verwendet:

Rechnungszinsfuß in Höhe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren mit 1,82 % (Vj. 1,78 %).

Lohn- und Gehaltssteigerungen mit einer Einkommensdynamik von 3,50 % (Vj. 3,50 %) und Rentensteigerungen mit einer Anpassungsdynamik von garantiert 1,00 % (Vj. 1,00 %) und ansonsten 2,50 % (Vj. 2,50 %).

Altersabhängige Fluktuationsrate von 2,0 % (Vj. 2,0 %) im Durchschnitt.

"Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit Modifikationen zur Anpassung an aktuellere Lebenserwartungen auf Basis von Daten des statistischen Bundesamtes.

Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitablauf verändernden Zinssätzen und Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Soweit Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten sind, wurden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden grundsätzlich nicht abgezinst. Aufwendungen und Erträge aus sich im Zeitablauf verändernden Zinssätzen und Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem entsprechenden konzerneinheitlichen Umrechnungskurs bei Zugang bewertet. Zum Stichtag erfolgte eine Bewertung zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB.

Bewertungseinheiten

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Für immaterielle Vermögensgegenstände wird eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer von Gebäuden beträgt 30 Jahre, von technischen Anlagen und Maschinen 5-10 Jahre, von anderen Anlagen 3-10 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre.

Finanzanlagen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der nachfolgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
Stryker Leibinger GmbH & Co. KG, Freiburg i. Br. 100,00 65.960 22.487
Stryker Beteiligungs GmbH, Freiburg i. Br. 100,00 450 4

Die Angaben entsprechen - mit Ausnahme der Angaben zur Stryker Beteiligungs GmbH - dem Stand zum 31. Dezember 2023. Da bei der Stryker Beteiligungs GmbH, Freiburg i. Br., derzeit noch kein aufgestellter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vorliegt, wurden die Zahlenangaben dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 entnommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 69.714 (Vj. TEUR 49.264) Forderungen aus Cash-pooling, mit TEUR 2.352 (Vj. TEUR 2.352) Forderungen gegen die Stryker Leibinger GmbH & Co. KG, Freiburg i. Br., und somit insgesamt mit TEUR 72.066 (Vj. TEUR 51.616) sonstige Vermögensgegenstände sowie mit TEUR 18.485 (Vj. TEUR 9.841) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Latente Steueransprüche auf Differenzen
bilanzieller Wertansätze für
Finanzanlagen 18.489.645,00 13.923.546,00
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 351.692,00 351.692,00
Pensionsrückstellungen 23.455.972,00 22.296.307,00
Jubiläumsrückstellungen 175.744,00 150.508,00
Latente Steueransprüche 42.473.053,00 36.722.053,00

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von rd. 28,8 % zugrunde gelegt. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft, die unter den Finanzanlagen ausgewiesen sind, auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,8 %.

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 56.414 enthalten.

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gemäß §§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 44.982.790,00.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung latenter Steuern 42.473.053,00
Ertrag aus geändertem Zinssatz zur Abzinsung von aus der Passivierung von Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB 2.509.737,00
Gesamtbetrag 44.982.790,00

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt EUR 2.509.737,00 (Vj. EUR 10.490.741,00). In Höhe dieses Betrages besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich und Verpflichtungen aus noch offenen Abrechnungen mit Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit TEUR 16.674 (Vj. TEUR 12.368) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen auf

2023
TEUR %
Inland 1.165 0,5
USA 882 0,3
Asien 37 0,0
Europa 250.502 99,2
252.525 100

Der Vertrieb erfolgt weltweit über verbundene Unternehmen des Stryker Konzerns.

Nahezu sämtliche Erlöse entfallen - mit Ausnahme von Erlösen in Höhe von rd. TEUR 19.427 für die Erbringung von insbesondere konzernbezogenen Dienstleistungen - auf den Bereich von orthopädischen Implantaten (53%) und den dazugehörigen Instrumenten (47%).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Es ergaben sich keine wesentlichen periodenfremden Erträge und Aufwendungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.751 (Vj. TEUR 6.298). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind ferner Steueraufwendungen/-erträge in Höhe von TEUR 0 enthalten, welche sich aus dem Mindeststeuergesetz oder vergleichbaren ausländischen Mindeststeuergesetzen für das Geschäftsjahr ergeben.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse liegen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 955 (Vj. TEUR 577). Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen bestehen zum Jahresende über TEUR 1.103 (Vj. TEUR 1.697).

Gegenstand der Miet- und Leasingverträge ist die Anmietung von Immobilien und von Fahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattungsgegenständen. Die Verträge stellen eine Finanzierungs-alternative dar, durch die im Wesentlichen eine Liquiditäts- und Eigenkapitalbindung vermieden wird.

Bewertungseinheiten

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft / Sicherungsinstrument Risiko / Art der Bewertungseinheit Einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos
1 Fremdwährungsverbindlichkeit / Devisenderivat Währungsrisiko / micro hedge TUSD 27 TEUR 0,1
2 Fremdwährungsverbindlichkeit/ Devisenderivat Währungsrisiko / micro hedge TUSD 27 TEUR 0,0
3 Fremdwährungsverbindlichkeit/ Devisenderivat Währungsrisiko / micro hedge TUSD 1.853 TEUR 4,9
4 Fremdwährungsverbindlichkeit / Devisenderivat Währungsrisiko / micro hedge TUSD 1.846 TEUR 13,4
5 Fremdwährungsverbindlichkeit / Devisenderivat Währungsrisiko / micro hedge TUSD 77 TEUR 0,6

Die gegenläufigen Wertänderungen / Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Wesentlichen in vollem Umfang im Sicherungszeitraum Januar/Februar 2024 aus, weil laut Konzernrisikopolitik Risikopositionen (Grundgeschäft) unverzüglich nach Entstehung in betragsgleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfts abgesichert werden. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die "Critical-Terms-Match-Methode" verwendet.

Geschäftsführung

Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Berichtszeitraum die Herren:

 

Gonçalo Ferreira, Senior Director Operations, Kiel

 

Yann Dubourg, Vice President Division Operations, Amsterdam/Niederlande

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge im Geschäftsjahr TEUR 160 (Vj. TEUR 160).

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 1.992 (Vj. TEUR 2.062).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 334 344
Angestellte 245 229
Befristete Arbeitsverhältnisse 38 50
617 623
Auszubildende 14 16
631 639

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 108 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüferleistungen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich nicht.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stryker Corporation Kalamazoo, Michigan/USA, für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen einbezogen, welcher am Sitz der Konzernobergesellschaft erhältlich ist.

Ergebnisverwendung

Am 13. Dezember 2024 hat die Gesellschafterversammlung beschlossen, aus dem für die Geschäftsjahre 2023 und 2024 erwarteten Bilanzgewinn bzw. Jahresüberschuss einen Teilbetrag in Höhe von EUR 70.000.000,00 vorab auszuschütten.

 

Schönkirchen, den 13. Januar 2025

Stryker Trauma GmbH

gez. Goncalo Ferreira, Geschäftsführer

gez. Yann Dubourg, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.532.571,37 0,00 461.759,99 345.032,14 3.649.299,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 694.191,78 0,00 19.515,70 0,00 713.707,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.240.066,85 0,00 2.272.097,27 831.964,07 50.680.200,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 36.768.241,57 0,00 1.393.065,06 804.204,63 37.357.102,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.659.787,20 4.438.679,00 -4.146.438,02 216.733,37 1.735.294,81
88.362.287,40 4.438.679,00 -461.759,99 1.852.902,07 90.486.304,34
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 31.885.960,83 0,00 0,00 0,00 31.885.960,83
123.780.819,60 4.438.679,00 0,00 2.197.934,21 126.021.564,39
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.421.475,37 181.514,99 345.032,14 3.257.958,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.692,78 39.677,70 0,00 98.370,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 28.677.764,85 3.306.809,44 371.708,24 31.612.866,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.388.589,68 3.269.700,15 1.099.433,21 23.558.856,62
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
50.125.047,31 6.616.187,29 1.471.141,45 55.270.093,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.582.500,53 0,00 0,00 7.582.500,53
61.129.023,21 6.797.702,28 1.816.173,59 66.110.551,90
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 391.341,00 111.096,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 615.337,00 635.499,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 19.067.334,00 20.562.302,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.798.245,38 15.379.651,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.735.294,81 1.659.787,20
35.216.211,19 38.237.240,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 24.303.460,30 24.303.460,30
59.911.012,49 62.651.796,39

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stryker Trauma GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stryker Trauma GmbH, Schönkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stryker Trauma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "2.6 Mitarbeiterstruktur" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg i. Br., 13. Januar 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses

In der Gesellschafterversammlung vom 11.03.2025 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Stryker Trauma GmbH festgestellt. Ferner wurde beschlossen, den nach der am 13. Dezember 2024 getätigten Vorabausschüttung verbleibenden Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

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