KEBA Handover Automation Germany GmbH

Wüstenbrander Straße 9, 09353 Oberlungwitz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 3140
Vorher
KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH
Eingetragen
25.9.1991
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von elektronischen, mechanischen und elektromechanischen Geräten, Systemen und Komponenten dafür. Die Gesellschaft kann auch mit elektronischen, mechanischen, elektromechanischen und ähnlichen Erzeugnissen Handel betreiben, Service-Dienstleistungen erbringen und/oder fachbezogene Geschäfte vermitteln sowie fachlich einschlägige Beratungen vornehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Kusper
seit 18.3.2025
Geschäftsführer
Jens Seidel
seit 19.6.2019
Prokura
Volker Rattmann
seit 19.6.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KEBA Handover Automation GmbHAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

KEBA Handover Automation GmbH
Austria
40.250 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH

Oberlungwitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Stand am 31.3.2024 Stand am 31.3.2023
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 136.437,28 190
II. Sachanlagen 1.086.021,51 1.098
1.222.458,79 1.288
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4.160.640,74 4.006
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.590.622,82 5.549
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 186.569,13 206
8.937.832,69 9.761
C. Rechnungsabgrenzungsposten 212.209,50 174
10.372.500,98 11.223

Passiva

Stand am 31.3.2024 Stand am 31.3.2023
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75
II. Gewinnvortrag 5.690.552,99 5.154
III. Jahresüberschuss 287.334,37 886
6.052.887,36 6.115
B. Rückstellungen 556.493,51 1.076
C. Verbindlichkeiten 3.544.044,46 3.657
D. Rechnungsabgrenzungsposten 213.061,65 358
E. Passive latente Steuern 6.014,00 17
10.372.500,98 11.223

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2022/2023
T€
1. Rohergebnis 12.801.069,33 13.087
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.937.252,07 -6.695
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.401.791,20 -8.339.043,27 -1.278
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -477.705,84 -571
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.421.842,62 -3.253
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.677,73 0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -125.018,60 -43
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -134.411,59 -351
8. Ergebnis nach Steuern 304.725,14 896
9. Sonstige Steuern -17.390,77 -12
10. Jahresüberschuss 287.334,37 886

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH mit Sitz in Oberlungwitz ist beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 3140 eingetragen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Gesellschaft weist zum 31. März 2024 die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 1 HGB auf.

Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Das Unternehmen wird in den durch die KEBA Group AG mit Sitz in Linz (Österreich) nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Die Veröffentlichung des Konzernabschlusses erfolgt im österreichischen Handelsregister (Firmenbuch).

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Die bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bekannten Risiken und Verluste wurden berücksichtigt.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung erfasst worden.

Das Wahlrecht zu Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen wurde ausgeübt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen linearen Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen angesetzt. Bei den Herstellungskosten werden Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Die Gegenstände des Vorratsvermögens wurden grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für zeitraumbezogene Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag gebildet.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden anhand von versicherungsmathematischen Gutachten in Höhe des vertraglichen Anspruches aus der Rückdeckungsversicherung gebildet (Aktivwert). Die fortgeführten Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände dotierten zum 31. März 2024 in Höhe von T€ 62 und wurden mit den Altersvorsorgeverpflichtungen in Höhe von T€ 62 gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert.

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und des Vorjahres (Bewertung zum notwendigen Erfüllungsbetrag).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für zeitraumbezogene Erträge nach dem Bilanzstichtag gebildet.

Passive latente Steuern werden unter Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern saldiert angesetzt. Sie resultieren aus Bewertungsunterschieden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und Rückstellungen. Die Bewertung erfolgt zum Steuersatz von 28,95 %.

C. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang (Anlagespiegel) dargestellt.

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 0) aktiviert. Der Buchwert selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände beträgt T€ 73 (Vorjahr: T€ 104). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre des Eigenkapitals nach § 268 Abs. 8 HGB. Unter Berücksichtigung der passiven latenten Steuern beträgt die Ausschüttungssperre für das Eigenkapital nach § 268 Abs. 8 HGB T€ 66.

2. Forderungen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen - wie im Vorjahr - nicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen in Höhe von T€ 244 die Gesellschafterin (Vorjahr: T€ 253).

3. Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamtbetrag davon durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
Betrag Art der Sicherheit
Verbindlichkeiten T€ T€ T€ T€ T€ T€
gegenüber Kreditinstituten 740 1.463 0 2.203 1.581 Globalsession Forderungen, Sicherungsübereignung Vorräte und Fahrzeuge
Vorjahr: 1.812 268 0 2.080 1.593
aus Lieferungen und Leistungen 612 0 0 612 0
Vorjahr: 926 0 0 926 0
ggü. verbundenen Unternehmen: 77 0 0 77 0
Vorjahr: 42 0 0 42 0
Sonstige 653 0 0 653 3 Sicherungsübereignung
Vorjahr: 608 0 0 608 5
Summe 2.082 1.462 0 3.544 1.584
Summe Vorjahr: 3.388 268 0 3.656 1.598

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen T€ 77 (Vorjahr: T€ 42) davon entfallen T€ 14 (Vorjahr: T€ 39) auf die Gesellschafterin.

4. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

31.03.2023 Veränderung 31.03.2024
aktive latente Steuern 12.127,00 € 2.961,26 € 15.088,26 €
passive latente Steuern -28.720,00 € 7.617,97 € -21.102,03 €
Saldo -16.593,00 € 10.579,23 € -6.013,77€

5. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aus den Lieferungen von Anlagen und Erbringung von Dienstleistungen entfallen mit T€ 1.856 auf die Europäische Union, mit T€ 551 auf Drittländer und im Übrigen (T€ 17.874) auf das Inland.

6. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von T€ 617 (Vorjahr: T€ 233) enthalten vor allem Erträge aus Sachbezugsverrechnung von T€ 210 (Vorjahr: T€ 215) und Auflösung von Rückstellungen von T€ 284 (Vorjahr: T€ 0).

7. Personalaufwand

Der Personalaufwand betrifft in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 7) Aufwendungen für Altersversorgung.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Mietkosten für die Betriebsgebäude sowie Kfz- und Reisekosten für die Erfüllung von Serviceaufträgen. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von T€ 51 (Vorjahr: T€ 25) enthalten.

D. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus dem langfristigen Mietvertrag für Betriebsgrundstücke in Höhe von T€ 852 (Vorjahr: T€ 1.128), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 796, und für operatives Leasing von Fahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 273 p.a. (Vorjahr: T€ 330 p.a.). Die Anmietungen erfolgen zur Sicherstellung der Produktionsgrundlagen und bergen das Risiko der Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr beträgt 154 , davon sind 55 Angestellte und 99 gewerbliche Arbeitnehmer.

3. Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch:

Björn Grämer, Hohenstein-Ernstthal, Kaufmann

Volker Rattmann, Pirna, Diplom-Kaufmann (FH)

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Angaben zum Jahresergebnis

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Oberlungwitz, den 4. September 2024

Björn Grämer, Geschäftsführer

Volker Rattmann, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.04.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.3.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.020.989,58 0,00 0,00 0,00 1.020.989,58
2. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und EDV-Programme 638.412,95 47.446,26 0,00 0,00 685.859,21
3. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 35.454,64 25.040,64 0,00 0,00 60.495,28
1.694.857,17 72.486,90 0,00 0,00 1.767.344,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 663.772,78 12.187,52 0,00 0,00 675.960,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 410.561,21 13.215,89 0.00 0,00 423.777,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.661.112,50 367.060,01 156.915,92 0,00 2.871.256,59
4. Anlagen im Bau 11.147,51 3.000,00 0,00 0,00 14.147,51
3.746.594,00 395.463,42 156.915,92 0,00 3.985.141,50
Summe Anlagevermögen 5.441.451,17 467.950,32 156.915,92 0,00 5.752.485,57
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.3.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 951.543,58 57.050,00 0,00 1.008.593,58
2. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und EDV-Programme 552.642,95 69.670,26 0,00 622.313,21
3. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 0,00
1.504.186,53 126.720,26 0,00 1.630.906,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 345.686,78 51.971,52 0,00 397.658,30
2. Technische Anlagen und Maschinen 377.702,21 6.624,89 0,00 384.327,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.925.526,50 292.389,01 100.780,92 2.117.134,59
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.648.915,49 350.985,42 100.780,92 2.899.119,99
Summe Anlagevermögen 4.153.102,02 477.705,68 100.780,92 4.530.026,78
Restbuchwerte
Stand am 31.3.2023 Stand am 31.3.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.396,00 69.446,00
2. Entgeltlich erworbene Rechte, Lizenzen und EDV-Programme 63.546,00 85.770,00
3. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 60.495,28 35.454,64
136.437,28 190.670,64
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 278.302,00 318.086,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 39.450,00 32.859,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 754.122,00 735.586,00
4. Anlagen im Bau 14.147,51 11.147,51
1.086.021,51 1.097.678,51
Summe Anlagevermögen 1.222.458,79 1.288.349,15

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmenstätigkeit

Die KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH (KEMAS) ist ein Tochterunternehmen der KEBA Handover Automation GmbH mit Sitz in Linz (Österreich). KEMAS verfügt über eine Wertschöpfungskette für die Entwicklung und Herstellung sowie den Vertrieb und Support von Übergabeautomationslösungen zum physischen Schutz materieller Ressourcen. Gleichzeitig gehören die Entwicklung von Softwareapplikationen zur Steuerung der Verwaltungs- und Nutzerprozesse sowie die Integration von Identifikationstechnologien zur eindeutigen Erkennung von Personen und Objekten in bestehenden Infrastrukturen zu den Tätigkeitsfeldern der Gesellschaft. KEMAS ist hierbei an drei Standorten in Oberlungwitz und einem Büro in Dresden vertreten.

Unsere Geschäftsaktivitäten sind dabei in fünf Geschäftsfelder aufgeteilt: mobility, security, logistics, tex und Service.

Deutschland ist im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht: Im Jahr 2023 war das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. In der Frühjahrsprojektion geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahresverlauf 2024 im Zuge niedrigerer Inflationsraten, geldpolitischer Lockerungen, steigender Löhne und Einkommen, einer anhaltend stabilen Arbeitsmarktentwicklung und zunehmender Impulse von der Außenwirtschaft allmählich erholt und wieder an Dynamik gewinnt.

Insgesamt beschäftigen wir derzeit rund 160 Mitarbeiter (VBE). Mit unseren Stakeholdern führen wir einen offenen, kontinuierlichen Dialog.

Die KEMAS ist im Direktvertrieb in Deutschland sowie mit Partnern weltweit tätig. Der Direktvertrieb ist in Kompetenzzentren aus KeyAccount-Betreuung, technischem Vertrieb/Projektmanagement und Backoffice je Geschäftsfeld organisiert. Dies gewährleistete eine hohe Kundennähe, zielgruppenspezifisches Prozess- Know-How sowie ein hohes Maß an Flexibilität, um individuell auf Kundenforderungen eingehen zu können. Die Kundenbetreuung im Bereich AfterSales/technischer Betriebssupport leistet ein Team von etwa 50 erfahrenen Servicetechnikern, die professionelle Kundenunterstützung beim Betrieb von KEMAS-Systemen zentral sowie über die gesamte Fläche von Deutschland mit jeweils kurzen Reaktions- und Anfahrtszeiten ermöglichen. Mit diesem Team betreut KEMAS zusätzlich Kunden der KEBA Handover Automation GmbH im Bankensektor. KEBA/KEMAS verfügt damit über eine eigene, unabhängige Servicestruktur im deutschen Raum.

KEMAS zählt viele DAX-Unternehmen zu seinen Kunden, beliefert Institutionen der öffentlichen Hand (insbesondere Kunden aus Militär und Justiz) und unterhält Netzwerke in einer Vielzahl unterschiedlicher Zielgruppen mit Schwerpunkt Industriekunden, Gesundheitswesen, Banken/Versicherungen, Ver- und Entsorgern, Transport- und Logistikunternehmen sowie im Bereich Autohandel und Carsharing.

Die Umsetzung von Kundenprojekten der KEMAS beträgt in der Regel zwischen 3 und 5 Monaten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren für die interne Steuerung werden die Umsätze sowie das Rohergebnis verwendet. Des Weiteren werden regelmäßig Soll-Ist bzw. Vorjahresvergleiche sowie Rolling Forecast - Planungen erstellt. Im Sinne einer wertorientierten Steuerung der KEMAS werden Kennzahlen und Ziele regelmäßig auf ihre Ausrichtung und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes geprüft.

Darstellung des Geschäftsverlaufes und Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023/2024 ergaben sich unvorhersehbare Entwicklungen am Markt, die eine uneingeschränkte Umsetzung der ursprünglichen Jahresplanung beeinträchtigten. Insbesondere das Segment "Mobility" war von kundenübergreifenden Investitionszurückhaltungen betroffen. In deren Folge bildeten sich Umsatzbeeinträchtigungen im 4. Quartal deutlich spürbar ab.

Dazu war festzustellen, dass sich nahezu branchenunabhängig die Laufzeit für Entscheidungen zur Projektrealisierung und während der Auftragsrealisierung auf Kundenseite deutlich verlängerten. Es kam infolgedessen immer wieder zu Verschiebungen von Auslieferungen.

Die Investitionen in Software, Hardware, Informationssicherheit und internationale Märkte wurden planmäßig durchgeführt und sind ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Marktposition von KEMAS. Darüber hinaus erfolgte der Aufbau von Sales Teams in Bezug auf die Expansion des internationalen KEMAS-Geschäftes in mehreren europäischen Ländern. Kurzfristig führten die Investitionen und die Inflationsentwicklung zu erhöhten Kosten und beeinträchtigten das Ergebnis. Langfristig jedoch erwartet KEMAS positive wirtschaftliche Effekte, die zur Steigerung der Effizienz, Sicherheit und Marktpräsenz beitragen werden. Durch flexible Anpassungen und eine kontinuierliche strategische Ausrichtung ist KEMAS gut positioniert, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern und die Wachstumschancen zu nutzen.

Die ursprüngliche Jahresplanung berücksichtigte diese Entwicklungen nicht vollumfänglich und wurde daher hinsichtlich der Umsatzziele und Ertragserwartungen angepasst.

Die Situation des Fachkräftemangels hat sich aus Sicht der Bedarfe von KEMAS im Vergleich zu den Vorjahren etwas entspannt. Vakante Stellen konnten in vielen Fällen erfolgreich besetzt werden. Nach einer Einarbeitungsphase wird für das folgende Jahr mit positiven Effekten daraus gerechnet. Im IT-Bereich war und ist das Fachkräfteangebot nach wie vor angespannt, so das KEMAS weiter auf eine Kombination aus eigenen Fachkräften und externen Dienstleistern setzt. Darüber hinaus werden weiterhin vielfältige Aktivitäten im Rahmen der Nachwuchsförderung umgesetzt, um auf die vielfältigen Arbeitsbereiche und Karrierechancen aufmerksam zu machen. KEMAS engagiert sich zudem verstärkt mit Eigeninitiative in Form von Ausbildungsunterstützung, Praktika und Support für regionale Schulen und Bildungseinrichtungen.

Die Servicekapazitäten wurde trotz des schwierigen Marktumfeldes in diesem Segment auf das geografische Gebiet Deutschland bezogen mit einer flächendeckenden Kundenbetreuung mit eigenen Servicetechnikern weiter darauf ausgerichtet, um den wachsenden Ansprüchen von Kunden an einen Betriebssupport (24 h- Betreuung, kurze Reaktionszeiten, Berücksichtigung wachsender Sicherheitsanforderungen) auch perspektivisch gerecht werden zu können. Allerdings blieb der wirtschaftliche Beitrag aus diesem Segment hinter den Zielstellungen und Erwartungen zurück.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

in T€ 2022/2023 2023/2024 Veränderung
Umsatzerlöse 20.864 20.281 -583
Rohergebnis 1 13.088 12.783 -305
Jahresüberschuss 886 287 -599

Der Umsatz lag mit T€ 20.281 unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatzrückgang ist mit einer planmäßigen Reduzierung der Umsätze im Konzernverbund auf 2.888 T€ (Vorjahr 3.953 T€) aufgrund von Umstrukturierungen begründet. Im Kerngeschäft konnte der Umsatz um 488 T€ trotz des schwierigen Marktumfelds gesteigert werden. Die Veränderungen im Jahresüberschuss begründet sich aus höheren planmäßigen Investitionen z.B. in Produktentwicklung und Erschließung ausländischer Märkte sowie unvorhersehbaren Veränderungen im Automobil Segment.

Infolge dieser Entwicklungen im 4.Quartal wurden die Umsatz- und Ertragserwartungen nach unten korrigiert.

Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 384 T€ resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Reduzierung der Umsatzerlöse wirkt sich auch auf das Rohergebnisses (12.783 T€, Vorjahr: 13.088 T€) aus.

Zudem haben sich die Materialaufwendungen insbesondere aufgrund von Preissteigerungen um 221 T€ erhöht. Der Anstieg im Personalaufwand um 366 T€ resultiert aus Lohnsteigerungen, Einmalzahlungen sowie aus dem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.

Der Jahresüberschuss sank im Vergleich zum Vorjahr um 599 T€.

Die Unternehmensleitung der KEMAS bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres trotz der vorgenannten Entwicklung angesichts des gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Umfeldes in Folge der Auswirkungen der Inflation sowie den planmäßigen Investitionen als positiv.

2. Finanzlage

Die Vorräte wurden im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich aufgebaut. Die Finanzierung der Umlaufmittel konnte durch Eigenmittel sowie die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien unproblematisch abgedeckt werden. Auswirkungen auf die Zinsbelastung hatten im Berichtszeitraum stark gestiegene Finanzierungskosten. Die Inanspruchnahme von Skonto durch Kunden hat zugenommen.

Im Berichtsjahr wurden Lieferantenverbindlichkeiten abgebaut. Zugesicherte Kreditlinien wurden zur Abdeckung von Spitzenbelastungen teilweise in Anspruch genommen. Im Betrachtungszeitraum ergab sich ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von insgesamt 727 T€.

Die Investitionstätigkeit führte im Berichtsjahr zu einem Mittelabfluss von -387 T€. Die Investitionen in Sachanlagevermögen umfassten im Wesentlichen die Deckung von Bedarfen im Fuhrparkbereich, der IT, Werk- und Prüfzeugen sowie Büro-/ Geschäftsausstattung.

1 Rohergebnis = Summe der Positionen Nr. 1 - 5 der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit (-358 T€) resultiert hauptsächlich aus den Tilgungen von Kreditverbindlichkeiten (-1.005 T€), Ausschüttungen an den Gesellschafter (-350 T€) und gestiegenen Zinszahlungen (-125 T€), die die Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten (1.122 T€) überstiegen.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit (-387 T€) sowie Finanzierungstätigkeit (-358 T€) sind weitestgehend durch den positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (727 T€) gedeckt worden.

Der Kapitaldienst wurde planmäßig bedient. Zum Bilanzstichtag bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien im Wesentlichen gegenüber der Commerzbank und der DZ-Bank in Höhe von 2.178 T€.

3. Vermögenslage

in T€ 31.03.2023 31.03.2024 Veränderung
Anlagevermögen 1.288 1.222 -66
Umlaufvermögen 9.761 8.938 -823
Rechnungsabgrenzungsposten 174 212 38
Aktiva 11.223 10.372 -851
Eigenkapital 6.115 6.053 -62
Fremdkapital 4.733 4.100 -633
Rechnungsabgrenzungsposten 358 213 -145
Latente Steuern 17 6 -11
Passiva 11.223 10.372 -851

Das Anlagevermögen hat sich um 67 T€ vermindert, da die Abschreibungen die getätigten Investitionen des Geschäftsjahres übersteigen.

Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem stichtagsbedingten Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-1.225 T€). Gegenläufig haben sich die Vorräte um 155 T€ stichtagsbedingt erhöht.

Das Eigenkapital hat sich aufgrund einer Ausschüttung in Höhe von TEUR 350 aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres um 63 T€ reduziert. Die Eigenkapitalquote (58,4 %) hat sich gegenüber dem Vorjahr dennoch aufgrund der verminderten Bilanzsumme erhöht. Dies resultiert insbesondere aus der Verminderung der Rückstellungen, insbesondere durch den Verbrauch und Auflösung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, sowie aus dem stichtagsbedingten Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen.

C. Prognosebericht

Strategische Ausrichtung und Zukunftsaussichten von KEMAS

Ziele:

Weiterer Ausbau der Marktposition, auch international

Nutzung bestehender Innovationspotentiale.

Hohe Kundenzufriedenheit.

Stabile Beziehungen zu internen und externen Stakeholdern.

Strategische Maßnahmen:

Konsequente Umsetzung des strategischen Maßnahmenplans.

Effektive Anpassung an neue Situationen durch Adaption von Produkten, erweiterten Geschäftsmodellen, Partnerkonzepten und intensivierter Kundenbetreuung.

Erwartungen und Planungen für 2024/2025

1. Steigender Kostendruck und Rationalisierung:

Aufgrund des steigenden Kostendrucks (Mindestlohn, Logistikkosten, Zulieferer) wird bei bestehenden und potenziellen Kunden eine verstärkte Rationalisierung in Übergabeprozessen erwartet.

2. Umsatz- und Marktausbau:

Umsatzsteigerung und Ausbau der Marktposition in ausländischen Märkten

Stabile Bewertung der Geschäftsbereiche "Tex"/ "Logistics" und "Security"

Der Erfolg im Bereich ",Mobilty" wird im Wesentlichen von Marktentwicklungen im Automotiv - Sektor abhängen.

Ausbau der Marktposition im öffentlichen Dienst/Behörden mit innovativen Übergabelösungen

Etablierung neuer Geschäftsmodelle, welche für den Kunden kostenorientierter sind und den Investitionsbedarf verringern

Chancen durch Veränderungen im Kundenbedarf und die Notwendigkeit zur Prozessautomatisierung und -digitalisierung.

3. Ausbau des Servicegeschäfts:

wachsender Bedarf an Servicedienstleistungen durch fortschreitende technologische Entwicklung und steigende Anforderungen an IT- und Datensicherheit sowie Verfügbarkeit.

Wachstumspotential im Ersatz- und Erneuerungsgeschäft des Bestandskundenportfolios.

Benefits aus der Verfügbarkeit einer flächendeckenden Serviceorganisation zur Verbesserung der Angebote und der After-Sales-Betreuung.

4. Innovationen und Partnerschaften:

Erschließung weiterer Kundenpotenziale durch Innovationen und Partnerschaften (technologisch, vertrieblich).

Weiter- und Neuentwicklung von Geschäftsmodellen.

5. Zusammenarbeit innerhalb der Muttergesellschaft:

Positive Entwicklungsimpulse durch intensivierte Zusammenarbeit innerhalb der Muttergesellschaft.

Synergien bei Ressourcennutzung in Vertrieb, Entwicklung und Beschaffung.

Verbesserte AfterSales-Betreuung durch gemeinsame Initiativen.

6. Personalentwicklung und Recruiting:

Positive Wirkung intensiver Recruiting-Aktivitäten auf die Personalentwicklung.

Reduktion des Bezugs von Fremdleistungen durch gezielte Personalentwicklung.

7. Technische Betreuung und IT-Integration:

Ausbau des Leistungsangebotes in der technischen Betreuung von Kundensystemen im laufenden Betrieb.

Erweiterung der Ressourcen und Tools.

Intensivere Einbindung in IT-Umfelder und Etablierung neuer Methoden und Technologien zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle.

8. Fokus auf Internationalisierung:

Fortsetzung der Investitionen in die Internationalisierung im kommenden Jahr, kombiniertes Konzept aus Direkt- und Partnervertrieb

Fazit

Die strategische Ausrichtung von KEMAS zeigt einen klaren Fokus auf die Nutzung von Innovationspotentialen, den Ausbau der Marktposition und die Intensivierung der Kundenbetreuung durch fortschrittliche technische Lösungen. Trotz des steigenden Kostendrucks und wirtschaftlicher Unsicherheiten strebt KEMAS mittel- und langfristig nach Umsatzsteigerungen und Marktausbau, insbesondere durch Prozessautomatisierung und -digitalisierung. Die geplanten Maßnahmen zur Personalentwicklung, technischen Betreuung und Internationalisierung untermauern die Wachstumsziele und die Fähigkeit des Unternehmens, sich flexibel an neue Marktbedingungen anzupassen.

Die Geschäftsführung erwartet für das neue Geschäftsjahr 2025 allerdings zunächst einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse und Erträge sowie des Rohergebnisses aufgrund anhaltender Investitionszurückhaltung und Unsicherheiten in den Märkten (Börse, Insolvenzwelle, drohende Konflikte). Ab Kalenderjahr 2025 wird derzeit von einer Erholung ausgegangen.

D. Chancen-/Risikobericht

Die Risikopolitik der KEMAS orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern, mittelfristige finanzielle Ziele zu erreichen und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Risikomanagementsystem bzw. Instrumentarien

Berichts- und Kontrollinstrumente:

KEMAS hat Berichts- und Kontrollinstrumenten implementiert, die eine kontinuierliche Überwachung und frühzeitige Erkennung von Risiken im operativen Geschäft ermöglichen.

Diese Instrumente umfassen regelmäßige Risikoanalysen, interne Audits und Berichterstattungen, die der Geschäftsführung einen klaren Überblick über die Risikosituation geben.

Risikoinventur:

Eine systematische Risikoinventur wird regelmäßig durchgeführt, um potenzielle Risiken zu identifizieren und zu bewerten.

Durch diese Inventur sind der Geschäftsführung derzeit keine weiteren signifikanten Risiken bekannt, die das Unternehmen nachhaltig belasten könnten, abgesehen von den im Folgenden beschriebenen Risiken.

(1) Risiken

1. Marktrisiken:

Nachfrageschwankungen: Veränderungen in der Marktnachfrage können zu Umsatzschwankungen und Lagerbestandsrisiken führen.

Wettbewerbsdruck: Intensiver Wettbewerb kann Margen unter Druck setzen und erfordert kontinuierliche Innovations- und Effizienzsteigerungen.

Die zukünftigen Entwicklungen und Folgen der aktuellen internationalen Krisenherde und politischen Entscheidungen sind ungewiss, was zu wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten führt, die den Geschäftsgang von KEMAS negativ beeinflussen können.

Inflation und politisch gesteuerte Rahmenbedingungen erhöhen die Lebenshaltungskosten, was zu weiter steigenden Personalkosten führen kann.

Preissteigerungen bei Material und Dienstleistungen können die Produktionskosten erhöhen und die Margen verringern. Maßnahmen zur Kompensation dieser Kostensteigerungen könnten nicht vollständig wirksam sein.

Aufgrund der Preissteigerungen könnten Kunden längere Zahlungsfristen fordern, was zu einer erhöhten Liquiditätsbelastung von KEMAS führen würde.

In unsicheren Marktsituationen könnten Unternehmen zurückhaltender bei Investitionen sein, was die Marktnachfrage und das Wachstumspotential hemmen.

Die Marktrisiken werden als hoch eingeschätzt

2. Politische Entwicklungen:

Asiatischer Raum: Spannungen zwischen China und seinen Nachbarländern sowie Handelskonflikte, insbesondere mit den USA, können die globalen Lieferketten beeinträchtigen und zu Preisschwankungen bei Rohstoffen und Komponenten führen.

USA: Politische Unsicherheiten, wie Änderungen in der Handelspolitik oder Sanktionen, können die Marktbedingungen und Geschäftsstrategien beeinflussen.

Ukraine: Der anhaltende Konflikt in der Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen gegen Russland können zu Unterbrechungen in der Energieversorgung und steigenden Energiekosten führen.

Die politischen Spannungen könnten zu verstärkten Sicherheitsanforderungen führen, was höhere Kosten für Sicherheitsmaßnahmen und IT-Infrastruktur bedeutet.

Die politischen Risken werden als hoch eingeschätzt

3. Beschaffungsrisiken:

Beschaffungsrisiken: Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten oder Regionen kann zu Engpässen und Preisschwankungen bei Rohstoffen und Komponenten führen.

Logistikrisiken: Unterbrechungen in der Lieferkette, etwa durch geopolitische Spannungen oder Naturkatastrophen, können die Produktionsprozesse stören.

Die Beschaffungsrisiken werden als mittelschwer eingeschätzt, da zum einen aufgrund der wirtschaftlichen Situation Produktionskapazitäten vorhanden sind, zum anderen aber durch internationale Konflikte Lieferketten wie in jüngster Vergangenheit empfindlich gestört werden können.

4. Risiken aus dem Finanzbereich

Die stabile Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens lässt derzeit keine unmittelbaren Liquiditätsrisiken erkennen. Folgende Entwicklungen können dennoch Einfluss haben:

Finanzierungskosten: Steigende Zinsen erhöhen die Kosten für Fremdkapital und können das Finanzergebnis belasten.

Refinanzierungsrisiken: Erhöhte Zinssätze bei Refinanzierungen bestehender Schulden können zu höheren finanziellen Belastungen führen.

Währungsschwankungen: Volatilität in den Wechselkursen kann die Preise von importierten Rohstoffen und die Wettbewerbsfähigkeit auf Auslandsmärkten beeinflussen.

Das Risiko wird als gering eingeschätzt, da durch proaktives Zinsmanagement, Investitionen in Wachstumsprojekte und eine kontinuierliche Optimierung der Finanzierungsstruktur das Unternehmen jedoch diese Risiken mindern und gleichzeitig Chancen zur Stärkung seiner Marktposition und finanziellen Resilienz nutzen kann.

5. Technologische Risiken:

Cyber-Security: Angriffe auf IT-Systeme können zu Datenverlust, Betriebsunterbrechungen und Reputationsschäden führen.

Technologische Veränderungen: Schneller technologische Wandel erfordert kontinuierliche Anpassung und Investitionen in neue Technologien.

Das Risiko wird als mittelschwer eingeschätzt. Die firmeneigene IT ist kürzlich umfangreich erneuert worden und wird von einem professionellen Partner permanent betreut und regelmäßigen Tests unterzogen. Auf das Kundenumfeld hat KEMAS jedoch wenig Einfluss, hierbei können unplanbare Beeinträchtigungen auftreten, die möglicherweise auch Folgeaktivitäten für KEMAS auslösen.

6. Personalrisiken

Fachkräftemangel:

Trotz einer leichten Entspannung bleibt der Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich der Entwickler, ein Kostenrisiko, da externe Leistungen zu gekauft werden müssen. Dies kann zu Engpässen bei der Umsetzung von Projekten und Verzögerungen bei der Produktentwicklung führen.

Hohe Konkurrenz um talentierte Fachkräfte kann zu steigenden Gehaltskosten und damit zu einem erhöhtem finanziellen Druck auf das Unternehmen führen.

Rekrutierungsaufwand:

Der anhaltende Bedarf an qualifiziertem Personal erfordert kontinuierliche und intensive Rekrutierungsbemühungen, die sowohl zeit- als auch kostenintensiv sind.

Die Personalrisiken werden als gering eingeschätzt, da sich der Arbeitsmarkt zu entspannen scheint.

Fazit:

Das umfassende Risikomanagementsystem von KEMAS gewährleistet eine kontinuierliche Überwachung und frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken. Aktuell sind der Geschäftsführung keine weiteren signifikanten Risiken bekannt, die das Unternehmen nachhaltig belasten könnten. Durch proaktive Risikobegrenzungsmaßnahmen ist KEMAS gut gerüstet, um identifizierte Risiken zu minimieren und die langfristige Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.

(2) Chancen

1) Ertragschancen

• Entspannung am Arbeitsmarkt: Die langsame Entspannung der Nachfrage nach Fachkräften in einigen Berufsgruppen ermöglicht es KEMAS, gezielt in die Personalentwicklung zu investieren und qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dies kann die Innovationskraft und Produktivität des Unternehmens stärken.

1. Digitalisierung und Prozessoptimierung:

Marktwachstum: Der fortlaufende Trend zur Digitalisierung und Prozessnachverfolgung bietet erhebliche Chancen für Marktwachstum in allen Geschäftsbereichen. Unternehmen, die in digitale Lösungen und Prozessoptimierung investieren, können ihre Effizienz steigern und Wettbewerbsvorteile erzielen.

Automatisierung: In Bereichen mit steigenden Lohnkosten und dem Bedarf an 24/7-Verfügbarkeit sowie automatisierten und kontaktlosen Logistikketten ergeben sich zusätzliche Marktchancen. Investitionen in automatisierte Lösungen können die Betriebskosten senken und die Servicequalität verbessern.

2. Neue Geschäftsmöglichkeiten:

Innovative Dienstleistungen: Die Nachfrage nach innovativen, digitalen und automatisierten Dienstleistungen wächst, insbesondere in den durch steigende Lohnkosten belasteten Service- und Dienstleistungsbereichen. KEMAS kann von diesem Trend profitieren, indem es neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die auf diese Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Prozesssicherheit und Verfügbarkeit: Optimierung des Personal- und Umlaufmittelbedarfs zur Sicherstellung der Verfügbarkeit und Prozesssicherheit kann zu Kosteneinsparungen und einer höheren Kundenzufriedenheit führen.

Fazit

Die aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen bringen sowohl Ertragsrisiken als auch Chancen für KEMAS mit sich. Während die Unsicherheiten durch innerpolitische Entwicklungen und internationale Krisenherde Nachfrageschwankungen und finanzielle Belastungen darstellen und die Liquidität beeinflussen können, bietet die Entspannung am Arbeitsmarkt sowie der Trend zur Digitalisierung und Prozessoptimierung erhebliche Wachstumschancen. Durch gezielte Investitionen in Personalentwicklung, digitale Technologien und innovative Lösungen kann KEMAS die Risiken mindern und die Chancen nutzen, um seine Marktposition zu stärken und das Ertragswachstum zu fördern.

2) Volkswirtschaftliche Chancen

Investitionen in Rationalisierung und Prozessüberwachung:

Steigender Kostendruck zwingt Unternehmen dazu, effizientere Prozesse zu implementieren. Dies schafft Chancen für Anbieter von Automatisierungslösungen und Prozessüberwachungstechnologien.

Die Digitalisierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen können zu Kosteneinsparungen und erhöhten Wettbewerbsfähigkeiten führen.

Fazit

Die aktuellen politischen Entwicklungen stellen auch Chancen für verschiedene Branchen dar. Unternehmen müssen flexibel und anpassungsfähig sein, um auf diese Veränderungen reagieren zu können. Dabei sind Investitionen in Cybersicherheit und Prozessoptimierung zentrale Maßnahmen, um Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen.

3) Personalchancen

Aktuelle Lage und Herausforderungen

1. Recruiting und Ausbildung:

Das Unternehmen hat auch im Geschäftsjahr 2024 intensive Bemühungen unternommen, um qualifizierte Fachkräfte zu rekrutieren.

Trotz schwieriger Bedingungen wurde erfolgreich Nachwuchs am Ausbildungsmarkt gesichert.

2. Arbeitsmarktsituation:

Die allgemeine Situation am Arbeitsmarkt für Fachkräfte hat sich - mit Ausnahme der Fachrichtungen Informatik / Softwareentwicklung und Elektronik leicht entspannt.

Es resultieren daraus folgende Chancen

1. Qualitativer Personalbedarf:

Gelingt es, den gewünschten qualitativen Personalbedarf zu decken, ergeben sich mehrere Chancen für das Unternehmen:

Innovationskraft: Mit ausreichend qualifizierten Fachkräften kann das Unternehmen innovative Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die die Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Effizienzsteigerung: Durch gut ausgebildetes Personal können Prozesse optimiert und Effizienzsteigerungen realisiert werden.

Wachstum: Eine ausreichende Anzahl von Fachkräften ermöglicht es, auf Marktchancen schnell zu reagieren und Wachstumspotentiale besser auszuschöpfen.

2. Employer Branding:

Erfolgreiches Recruiting und Ausbildungsinitiativen stärken das Employer Branding und machen das Unternehmen attraktiver für zukünftige Fachkräfte. Ein starkes Arbeitgeberimage kann langfristig die Rekrutierungskosten senken und die Mitarbeiterbindung erhöhen.

Fazit

Die leichte Entspannung auf dem Fachkräftemarkt bietet dem Unternehmen gewisse Erleichterungen, jedoch bleibt die Situation, insbesondere bei Entwicklern, angespannt und stellt ein mittleres Risiko dar. Gleichzeitig bieten sich bei erfolgreicher Rekrutierung und Sicherstellung des qualitativen Personalbedarfs erhebliche Chancen zur Innovationsförderung, Effizienzsteigerung und Wachstum. Kontinuierliche Investitionen in Rekrutierungsstrategien und Ausbildungsprogramme sind daher essenziell, um diese Chancen zu realisieren und den Risiken entgegenzuwirken.

 

Oberlungwitz, den 4. September 2024

Björn Grämer, Geschäftsführer

Volker Rattmann, Geschäftsführer

Protokoll über die Gesellschafterversammlung

der KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH in Oberlungwitz

Die Gesellschafter der KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH in Oberlungwitz halten hiermit unter Verzicht auf alle bestehenden Formen und Fristen zur Einberufung und Durchführung eine Gesellschafterversammlung ab und beschließen folgendes:

1.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem Eigenkapital in Höhe von 6.052.887,36 EUR, einem Jahresüberschuss in der Höhe von 287.334,37 EUR und einer Bilanzsumme von 10.372.500,81 EUR im Testat vom 04.09.2024 festgestellt.

2.

Den Geschäftsführern wird Entlastung erteilt.

3.

Es wird ein Anteil am Gewinn in Höhe von 300.000,00 EUR an die Gesellschafter wie folgt ausgeschüttet:

in Höhe von 300.000,00 EUR nach Ablauf des Geschäftsjahres 2024

Der genaue Zeitpunkt der Auszahlung wird definiert unter Berücksichtigung der jeweiligen wirtschaftlichen Situation.

Die Ausschüttung erfolgt jeweils bargeldlos. Der Beschluss über die Gewinnausschüttung erfolgte einstimmig.

4.

Für die gesetzl. Jahresabschlußprüfung der KEMAS GmbH des Geschäftsjahres 25 zum 31.03.2025 sowie die Prüfung des abgeleiteten Berichtspakets nach IFRS wird bestellt:

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mälzerstraße 3

07745 Jena KEBA

Weiteres war nicht zu beschließen.

 

Ort, Datum

Gesellschafter

Der Jahresabschluss wird wegen der Inanspruchnahme von größenabhängigen Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH, Oberlungwitz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH, Oberlungwitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KEMAS Gesellschaft für Elektronik, Elektromechanik, Mechanik und Systeme mbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Jena, den 4. September 2024

KPMG AG
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