QMP Metal Powders GmbHLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 5905
Eingetragen
23.5.2003
Branche
Herstellung von pulvermetallurgischen ErzeugnissenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Metallprodukten aller Art, insbesondere von Pulvermetall.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Steven Din
seit 20.12.2006
Geschäftsführer
John Boyle
seit 23.5.2003
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

QMP Metal Powders GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum 31.12.2006

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006



1. Allgemeine Geschäftslage

Die Gesamtsituation für pulvermetallurgische Erzeugnisse ist, wie in den vergangenen Jahren, gekennzeichnet durch hohe Produktionskapazitäten von ca. 1.400.000 t und einen Bedarf von annähernd 1.100.000 t bis 1.200.000 t. Obwohl laut Statistik des FPM (Fachverband für Pulvermetallurgie) die gelieferte Pulvermenge innerhalb der BRD in 2006 gegenüber 2005 einen Zuwachs von 8.5 % verbuchen konnte, hat die QMP GmbH gegenüber 2005 einen Verkaufsrückgang von 2% zu verzeichnen.

Dazu kommen der hohe Kostendruck seitens der Automobilhersteller, der Zulieferindustrie sowie die hohen Rohstoffpreise für Schrott, Nickel, Kupfer und andere Additive.

Weltmarktführer im Eisen-/Stahlpulvergeschäft ist nach wie vor Höganäs AB aus Schweden,

gefolgt von Hoeganaes Corperation USA, QMP Ltd. Canada sowie Kobe und Kawasaki Steel aus Japan. Dazu kommen noch einige kleinere bzw. mittlere Anbieter aus Italien ( Pometon ) sowie aus Asien und Russland.

2. Vertrieb

Die verkaufte Menge erreichte eine Gesamtmenge von 27.074 t. Das Volumen liegt um 463t oder 2% unter der verkauften Menge in 2005.

Der Anteil der Pulvermenge, der in die chemische sowie andere Non Automotive Industrien geliefert worden ist, liegt bei 1.212t und hat einen Anteil von 4.5%. Durch die gestiegenen Rohstoffpreise für Eisen-/Stahlschrott, Nickel, Kupfer und Molybdän hat QMP GmbH wie auch alle anderen Pulverhersteller, die Verkaufspreise vierteljährlich überprüft und den Rohstoffpreisentwicklungen angepasst. Dieses System wird soweit von den Kunden akzeptiert.

Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Tonne lag bei 1.137 Euro und damit 13 Euro oder 1% unter dem Budget. Hervorgerufen wurde dies durch einen verschobenen Produktmix.

Die größten Absatzsteigerungen wurden in Deutschland mit 1.121t, Italien mit 287t, Spanien mit 414t und Asien mit 146t erzielt.

Leider gab es auch Verkaufseinbrüche in der Schweiz mit -1.040t sowie in Russland mit
- 1.052t. Diese negative Entwicklung ist auf eine größere Reklamation sowie auf Schwierigkeiten einer konkurrenzfähigen Preisentwicklung gegenüber Höganäs auf dem russischen Markt zurückzuführen.

3. Produktion

Die produzierte Menge lag mit 26.145t um 1.032t bzw. 4 % unterhalb des Budgets. Durch die geringere Produktionsmenge war QMP GmbH in der Lage, die Bestände an Fertigmaterial auf 2.878t (-722t oder -20% gegenüber Budget) zu reduzieren, ohne jedoch die Lieferfähigkeit zu beeinträchtigen. Die Liefertreue verbesserte sich von 98% in 2005 auf 98,4%.

Die nach wie vor angespannte Marktlage sowie die signifikant gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten haben dazu geführt, wie in 2005 schon erfolgreich durchgeführt, ein neues Kosteneinsparprogramm aufzulegen. Dieses Programm umfasste 10 Punkte und als Ziel sollten 574.000 Euro eingespart werden, davon konnten 473.000 Euro realisiert werden.

Das im Jahr 2005 eingeführte Betriebsdatenerfassungssystem wurde weiter optimiert und ergänzt. Durch die gewonnenen Daten konnten mit der Zeit die Produktionsparameter weiter optimiert werden. Dies führte zu einer verbesserten Produktqualität, als auch zu einer Verminderung der eingesetzten Energien. Hervorzuheben ist die Verringerung von Erdgas
(-5% gegenüber 2005) sowie Stickstoff (-11% gegenüber 2005).

Durch die vorbeugende Instandsetzung, die im Jahr 2004 eingeführt worden ist, konnte auch die Verfügbarkeit der beiden Reduktionsöfen in 2006 weiter erhöht werden. Die Ofenverfügbarkeit erhöhte sich gegenüber 2005 um jeweils 3%. Dadurch konnten 293 t Rohpulver mehr reduziert werden als im Jahr 2005.

4. Qualitätsmanagement und Entwicklung

Die Aktivitäten des Bereichs Qualitätsmanagement konzentrierten sich im Berichtsjahr auf eine weitere Verbesserung der gesamten Produktpalette sowie die Weiterentwicklung der statistischen Prozesskontrolle.

Die Reklamationsrate sank von 0,43 auf 0,4 und die Anzahl der gesperrten Fertigungslose sank ebenfalls von 2,54% auf 2,17%. Aus den Ergebnissen der statistischen Prozesskontrolle wurde ein Projekt zur Einführung eines neuen Mischkonzeptes durchgeführt. Bei diesem Projekt wurden verschiedene Mischkonzepte untersucht, die wichtigsten Mischungen in Versuchsanlagen gemischt und ausgewertet sowie die relevanten Angebote inkl. Konstruktion verglichen.

Im Bereich der Produktentwicklung wurde die Reduktion des Materials Atomet 4401 auf unseren Öfen mit Erfolg abgeschlossen. Es wurden ferner 2 Mischungen (Premix 0208 und Premix 30AB) für PMG erfolgreich freigefahren und in größeren Mengen geliefert.

5. Vermögenslage

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber 2005 vor allem durch die schließungsbedingte Sonderabschreibung (vgl. Abschnitt 8) reduziert. Bis zur Entscheidung zur Schließung wurden noch einige Ersatzinvestitionen getätigt.

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen durch die Vorräte sowie die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände geprägt. Diese machen zusammen 89% der Bilanzsumme aus. Während die Vorratsbestände leicht abgebaut werden konnten (vgl. Abschnitt Produktion) haben sich die Lieferforderungen aufgrund gestiegener Verkaufspreise deutlich erhöht. Das Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unverändert. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der leicht gesunkenen Bilanzsumme von 41,6 % auf 42,1 % erhöht.

6. Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich aus eigenen Mitteln sowie durch Lieferkredite. Die liquiden Mittel haben sich um T€ 1.021 verringert, was insbesondere auf die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

7. Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist mit 447 T Euro erstmalig in der Firmengeschichte positiv, die Eigenkapitalverzinsung beläuft sich auf 5,5% und der Rohertrag beträgt 7.725 T Euro oder 285 Euro / t.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus dem Rückgang der Wechselkursverluste. Die ausgewiesenen außerordentlichen Erträge und Aufwendungen werden in Absatz 8 dargestellt.

8. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Trotz aller Anstrengungen hat sich die wirtschaftliche Situation der QMP GmbH nicht im Sinne der Konzernführung entwickelt und die Eigenkapitalverzinsung liegt hinter der Zielsetzung der Muttergesellschaft zurück.

Einer der wesentlichen Gründe für die unzureichenden Ergebnisse der Gesellschaft besteht in der Kursentwicklung des kanadischen Dollars im Vergleich zum Euro. Da der Euro im Vergleich zum kanadischen Dollar insbesondere in den letzten beiden Jahren beträchtlich an Wert verloren hat, musste die QMP GmbH erheblich höhere Euro-Beträge aufwenden, um den Rohmaterialpreis in kanadischen Dollar zu begleichen.

Weiterhin konnte keine ausreichende Rentabilität erzielt werde, obwohl QMP Roheisen von der Muttergesellschaft zu Preisen erworben hat, die deutlich unterhalb der üblichen Marktpreise lagen, und außerdem erheblicher Anstrengungen unternommen hat, die Preise in Form von Metallzuschlägen gegenüber den Kunden anzuheben.

Als weiterer Punkt ist anzuführen, dass die QMP GmbH im Vergleich zu QMP Kanada einen Kostennachteil hat, der in der höheren Produktivität der in Kanada eingesetzten Anlagen begründet liegt. Die drei in Kanada vorhandenen Reduktionsöfen produzieren pro Jahr jeweils 37.000t Pulver, während jeder der beiden in Mönchengladbach vorhandenen Reduktionsöfen lediglich 15.000t Pulver pro Jahr herstellt. Das führt dazu, dass die Reduktionskosten bei der QMP GmbH 45% höher sind als bei QMP Kanada. Die Kosten der Mischerei liegen bei QMP GmbH 55% höher als bei QMP Kanada.

Die Produktivitätsnachteile der QMP GmbH könnten nur durch eine erhebliche Ausweitung der Produktion kompensiert werden. Diese Erweiterung würde einen Kapitalaufwand erfordern, zu dessen Investition der Gesellschafter angesichts bereits bestehender Überkapazitäten im Markt nicht bereit ist.

Deshalb wurde per Gesellschafterbeschluss vom 28. Oktober 2006 die Geschäftsleitung beauftragt, die Schließung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 vorzubereiten und die hierfür erforderlichen Schritte einzuleiten. Am 30. Oktober 2006 wurde das Management, der Betriebsrat sowie die ganze Belegschaft über die Schließung umfassend informiert.

Nach Schließung des Betriebs der Gesellschaft ist eine Verschmelzung mit der Gesellschafterin vorgesehen.

Die Gesellschaft wird somit ihre eigenständige unternehmerische Tätigkeit in 2007 beenden. Daher wurde der Jahresabschluss zum 31.Dezember 2006 nicht mehr unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Für erwartete Risiken und Kosten ist im Rahmen der Bilanzierung Vorsorge getroffen worden, wie im Folgenden dargestellt wird.

Zwischen der Firma QMP GmbH und dem Betriebsrat der QMP GmbH wurde eine Betriebsvereinbarung über einen Interessenausgleich sowie ein Sozialplan geschlossen. Beide Dokumente wurden am 18. Dezember 2006 verabschiedet und von beiden Parteien unterzeichnet.

Die Schließung wird in Teilschritten vorgenommen.

1. Schließung der Reduktion 30. Juni 2007

2. Schließung der Mischerei 30. September 2007

3. Einstellung von Versand und Logistik 31. Oktober 2007

4. Einstellung Sekretariat/QM/Produktionstechnologie/Personal 31. Dezember 2007

Alle Mitarbeiter erhalten gemäß Sozialplan eine Abfindung sowie eine Outplacement-Beratung zur beruflichen Neuorientierung.

Beim Rückbau der Produktionsanlagen werden zurzeit aufgrund des sehr sauberen Produktionsprozesses verbunden mit der Tatsache, dass nur unkritische Substanzen verarbeitet wurden, keine Umweltrisiken gesehen.

Die Kosten der Schließung setzen sich wie folgt zusammen:

1. Sozialplan 2.843 T Euro
2. Schließungskosten 1.312 T Euro
3. Rückstellungen Pensionen 397 T Euro
4. Bewertungsänderung Anlagevermögen 166 T Euro
4.718 T Euro

Damit summieren sich die Schließungskosten auf 4.718 T Euro.

Am 4. September 2007 wurde zwischen der QMP Metal Powders GmbH und Quebec Metal Powders Limited ein Vertrag zum Verkauf von immateriellen Wirtschaftsgütern wie Patente, Kundenlisten, Software, Handelsnamen etc. unterzeichnet. Die Erlöse aus diesem Verkauf belaufen sich auf 5 Mio US Dollar bzw. 3.793 Mio Euro.

Damit reduzieren sich die Schließungskosten wie folgt:

1. Summe Schließungskosten 4.718 T Euro
2. Erlöse immaterielle Wirtschaftsgüter 3.793 T Euro
Summe reduzierte Schließungskosten 925 T Euro

 

Mönchengladbach, den 5. September 2007

Dipl. Ing. Michael Olle

Geschäftsleitung



Bilanz zum 31. Dezember 2006



Aktiva 31.12.2006 31.12.2005
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 53.719,34 55.191,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 236.711,04 317.909,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 508.919,10 602.077,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.417,20 316.287,00
1.057.047,34 1.236.273,00
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 66.713,10 67.990,06
1.177.479,78 1.359.454,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.489.301,15 3.175.585,78
2. Unfertige Erzeugnisse 701.000,92 1.029.416,42
3. Fertige Erzeugnisse 3.491.287,87 3.704.494,21
4. Geleistete Anzahlungen 78.624,00 0,00
7.760.213,94 7.909.496,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.736.690,14 6.410.176,65
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1.164.341,67 1.396.010,47
3. Sonstige Vermögensgegenstände 445.048,87 433.605,61
9.346.080,68 8.239.792,73
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 31.916,07 31.401,83
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 846.417,90 1.867.180,59
17.984.628,59 18.047.871,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.023,41 25.747,26
19.189.131,78 19.433.072,88
Passiva 31.12.2006 31.12.2005
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.138.500,00 5.138.500,00
II. Kapitalrücklage 2.940.532,48 2.940.532,48
III. Verlustvortrag -693,57 -693,57
8.078.338,91 8.078.338,91
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.042.541,00 1.548.312,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.069.378,74 1.448.900,68
7.111.919,74 2.997.212,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.266.892,61 726.077,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.728.938,52 7.490.524,36
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.042,00 140.919,05
(davon aus Steuern € 0; Vorjahr T€ 47)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0; Vorjahr T€ 88)
3.998.873,13 8.357.521,29
19.189.131,78 19.433.072,88

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006



2006 2005
1. Umsatzerlöse 31.659.348,77 31.461.815,67
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -541.621,84 1.032.614,65
3. Sonstige betriebliche Erträge 894.158,16 621.139,63
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.420.494,26 23.654.208,35
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.865.990,06 1.874.279,95
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 3.504.817,28 3.767.265,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 899.543,96 973.083,66
(davon für Altersversorgung € 142.903,96; Vorjahr T€ 164)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 424.239,70 408.441,81
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.467.574,14 3.355.662,76
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.839,35 3.184,19
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.116,36 8.914,45
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 25.385,55
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 447.181,40 -930.659,21
12. Außerordentliche Erträge 3.793.338,90 0,00
13. Außerordentliche Aufwendungen 4.718.336,79 0,00
14. Außerordentliches Ergebnis -924.997,89
15. Erträge aus Verlustübernahme 477.816,49 930.659,21
16. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2006



1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der QMP Metal Powders GmbH, Mönchengladbach, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die QMP Metal Powders GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt im Vergleich zum Vorjahr unverändert € 5.138.500,00 und ist voll eingezahlt.

Die QMP ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Rio Tinto Iron & Titanium Holdings GmbH, Eschborn, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Schließung des Geschäftsbetriebs zum 31. Dezember 2007

Aufgrund des Gesellschafterbeschlusses vom 28.10.2006 ist die Geschäftsführung vom Gesellschafter beauftragt, die Schließung des Betriebs der Gesellschaft zum 31.12.2007 vorzubereiten.

Der Jahresabschluss 2005 war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschließend geprüft und hätte aufgrund der beabsichtigten Schließung des Geschäftsbetriebs nicht mehr unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt werden dürfen. Da dies nicht berücksichtigt worden ist, sind die folgenden Auswirkungen erstmalig als periodenfremde Aufwendungen im Jahresabschluss 2006 enthalten. Die Bewertung der Vermögensgegenstände erfolgt unter Liquidationsgesichtspunkten und richtet sich daher im Wesentlichen nach den Verhältnissen des Absatzmarktes. Aus diesem Grunde wurde das Anlagevermögen unter Berücksichtigung eines möglichen Verkaufserlöses zum Schließungszeitpunkt und der Verkürzung der Abschreibungsdauer auf den Tag der Schließung neu bewertet. Daraus resultieren Mehrabschreibungen in Höhe von T€ 166. Zusätzlich wurden die anfallenden Aufwendungen für den Sozialplan in Höhe von T€ 2.843, die Mehraufwendungen aus der Änderung der Bewertungsmethode (Barwert) der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 397 sowie die übrigen mit der Schließung zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe von T€ 1.312 im Jahresabschluss 2006 berücksichtigt.

Der Jahresabschluss 2006 wurde demnach aufgrund der geplanten Schließung zum 31. Dezember 2007 unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt, bzw. es wurde davon ausgegangen, dass die Unternehmensfortführung bis zum 31. Dezember 2007 begrenzt ist.

2. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungsgrundsätze

Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Aufgrund der Schließung zum 31. Dezember 2007 werden ab November 2006 alle Anlagegüter über die geplante Restnutzungsdauer von maximal 14 Monaten auf den geschätzten Liquidationswert abgeschrieben. Im Rahmen dieser Neubewertung des Anlagevermögens ergaben sich außerordentliche Abschreibungen von T€ 166.

Auswechselbare und aufarbeitungsfähige Reserveteile, die zum Einbau in Gegenstände des Sachanlagevermögens, vorgesehen sind, insbesondere in Maschinen und Anlagen, werden unter den Vorräten ausgewiesen. Hierzu gehören Einzelzweckteile (Spezialreserveteile), Vielzweckteile sowie Reservemotoren und Transformatoren. Als aufarbeitungsfähige Reserveteile gelten aus Vereinfachungsgründen Teile, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als € 200,00 betragen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie die Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sind nicht aktiviert. Die Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, wurden durch Abwertungen berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Ausfallrisiken werden durch Kreditversicherungen abgedeckt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund des Beschlusses zur Schließung gemäß § 6a EStG nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % mit ihrem Barwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen und die Rückstellungen für die Schließung berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Rückstellungen für den Sozialplan wurden anhand der im Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter vereinbarten Leistungen ermittelt.

Die Verbindlichkeiten wurden zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung erfolgt grundsätzlich zu den im Anschaffungszeitpunkt geltenden Umrechnungskursen unter Beachtung des Niederst-/Höchstwertprinzips.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

3. Erläuterungen zur einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2006 zeigt der folgende Anlagespiegel:

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
01.01.2006 Zugänge Abgänge 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 754.227,87 31.610,57 11.608,67 774.229,77
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 438.931,80 0,00 0,00 438.931,80
Technische Anlagen und Maschinen 3.657.501,90 241.313,92 16.447,75 3.882.368,07
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.259.459,80 137.022,00 34.711,24 1.361.770,56
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 32.846,90 32.846,90 0,00
5.355.893,50 411.182,82 84.005,89 5.683.070,43
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen (Darlehen) 67.990,06 21.000,00 22.276,96 66.713,10
6.178.111,43 463.793,39 117.891,52 6.524.013,30
Abschreibungen
01.01.2006 Zugänge außerordentliche Abschreibungen Abgänge 31.12.2006
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 699.036,87 31.765,08 1.317,15 11.608,67 720.510,43
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 121.022,80 14.585,91 66.612,05 0,00 202.220,76
Technische Anlagen und Maschinen 3.055.424,90 245.585,07 88.886,75 16.447,75 3.373.448,97
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 943.172,80 132.303,64 9.588,16 34.711,24 1.050.353,36
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.119.620,50 392.474,62 165.086,96 51.158,99 4.626.023,09
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen (Darlehen) 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.818.657,37 424.239,70 166.404,11 62.767,66 5.346.533,52
Buchwerte
31.12.2006 31.12.2005
EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 53.719,34 55.191,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 236.711,04 317.909,00
Technische Anlagen und Maschinen 508.919,10 602.077,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 311.417,20 316.287,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
1.057.047,34 1.236.273,00
Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen (Darlehen) 66.713,10 67.990,06
1.177.479,78 1.359.454,06

Immaterielle Vermögensgegenstände

Diese betreffen im Wesentlichen EDV-Programme, die pro rata temporis nach der linearen Methode über maximal drei Jahre bis spätestens zum 31.12.2007 abgeschrieben werden.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich linear abgeschrieben; Altbestände werden zum Teil noch degressiv abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang erfasst.

Aufgrund der Schließung werden ab November 2006 alle Anlagegüter über die geplante Restnutzungsdauer von maximal 14 Monaten auf den geschätzten Liquidationswert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 7.736) entfallen T€ 3.235 auf Inlands- und T€ 4.284 auf Auslandsforderungen.

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen von T€ 1.164 (Vorjahr T€ 1.396) beinhalten Forderungen von T€ 1.124 gegen die Alleingesellschafterin Rio Tinto Iron & Titanium Holdings GmbH, Eschborn und von T€ 40 gegen die Quebec Metal Powders Limited in Tracy, Kanada.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmenhaben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenständehaben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit T€ 8.078 unverändert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen sind aufgrund der geplanten Schließung zum versicherungsmathematischen Barwert gemäß § 6a EStG passiviert.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aufgrund der Schließung in Höhe von 3.989 T€, Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 560 T€  (Vorjahr 684 T€) und Verpflichtungen aus dem Aktienoptionssparplan in Höhe von 166 T€ (Vorjahr 188 T€).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

4. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus dem Verkauf von metallurgischen Produkten und wurden zu 50,6 % im Inland und zu 49,4 % im Ausland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen (526 T€) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (163 T€) und weitere periodenfremde Erträge (100 T€).

Außerordentliche Erträge

Die außerordentlichen Erträge resultieren aus dem Verkauf von immateriellen Vermögensgegenständen an die Quebec Metal Powders Limited im Zuge der Schließung des Betriebs in 2007.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Kosten der Schließung, die in Abschnitt 2. dargelegt und darüber hinaus umfassend im Lagebericht erläutert werden.

5. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Dienstleistungsverträgen belaufen sich auf 662 T€ p.a. (Vorjahr 650 T€).

Die Gesellschaft hat im Jahresdurchschnitt 29 (Vorjahr 32) Angestellte und 42 (Vorjahr 42) gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2006 waren:

Herr Dipl.-Ing. (SFI) Michael Olle, Mönchengladbach ,

Bis 20.12.2006 Herr Rolland Morier, Pointe Claire/Quebec (Kanada)

Ab 20.12.2006 Herr Steven Din, Montreal (Kanada)

Die Angabe der Gesamtbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Unsere Gesellschaft ist eine 100-prozentige Tochter der Rio Tinto Iron & Titanium Holdings GmbH, Eschborn. Sie wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Rio Tinto Plc., London, Großbritannien einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft erhältlich.

 

Mönchengladbach, 05. September 2007

Geschäftsführer

Dipl.-Ing. (SFI) Michael Olle Steven Din



Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers



Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der QMP Metal Powders GmbH, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführer in Abschnitt 1 des Anhangs und Abschnitt 8 des Lageberichts hin, dass die Gesellschafter die Schließung der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 beschlossen haben und der Jahresabschluss daher unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt wurde.

 

Düsseldorf, den 5. September 2007

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

S. v. Parzotka-Lipinski, Wirtschaftsprüfer

ppa. S. Stanowski, Wirtschaftsprüfer



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