Geberit Logistik GmbH

88630 Pfullendorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 725751
Eingetragen
11.11.2010
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen für andere Gesellschaften der Geberit Gruppe, insbesondere auf dem Gebiet der Distribution von Waren sowie der Versorgung mit Produktionsmaterialien

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Münz
seit 2.12.2024
Prokura
Daniel Steinmeier
seit 10.4.2024
Geschäftsführer
Hansjörg Hottendorf
seit 23.10.2018
Prokura
Martin Ziegler
seit 30.1.2018
Geschäftsführer
Stefan Dreilich
seit 23.3.2016
Prokura
Alexander Kille
seit 17.6.2015
Prokura
Hermann Möller
seit 11.11.2010
Prokura
Yvonne Klaus
seit 11.11.2010
Prokura
Marko Barlecaj
seit 11.11.2010
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Geberit Deutschland GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geberit Logistik GmbH

Pfullendorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhalt

A. Grundlagen

1. Das Unternehmen und Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

3. Personal

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

2. Gesamtentwicklung des Unternehmens

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

b) Vermögens- und Kapitallage c) Finanzlage

C. Chancen- und Risikobericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen

1. Das Unternehmen und Geschäftsmodell

Die Geberit Logistik GmbH mit Sitz in Pfullendorf ist der zentrale Logistikdienstleister der Geberit Gruppe. In dieser Funktion betreibt sie das hoch automatisierte Logistikzentrum am Standort Pfullendorf mit einer Kapazität von 70.000 Palettenlager- und 59.000 Behälterlagerplätzen.

Die Geberit Logistik GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit Verwaltungs GmbH, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Über die Muttergesellschaften ist die Geberit Logistik GmbH eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der Geberit AG, Rapperswil-Jona (Schweiz), in deren aufgestellten Konzernabschluss die Geberit Logistik GmbH einbezogen ist.

2. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Geberit Gruppe erfolgen grundsätzlich zentral am Standort Jona in der Schweiz sowie für ausgewählte Produkte in einigen regionalen Kompetenzzentren. Die Geberit Logistik GmbH betreibt unverändert zum Vorjahr selbst keine Forschung oder Entwicklung.

3. Personal

In der Geberit Logistik GmbH waren zum Stichtag 2023 332 (Vorjahr: 382) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Geberit Logistik GmbH bietet allen Mitarbeitenden ein umfangreiches Gesundheitsmanagementprogramm an. Dies trägt dazu bei, die Krankenquote mit 6,5% auf einem niedrigen Niveau zu halten.

B. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin angespannt aufgrund der anhaltend restriktiven Zinspolitik zur Reduktion der hohen Inflationsraten. Für 2023 wird ein weltweites Bruttoinlandsproduktwachstum von 2,9% prognostiziert, das sich 2024 weiter auf 2,7% abschwächt. Erst im Jahr 2025 wird eine leichte Erholung der Weltwirtschaft mit einem Wachstum von 3,0% erwartet, aufgrund steigender Reallöhne und erwarteten Leitzinssenkungen. Die Zuwächse sind stark getrieben durch Schwellenländer, während Industrieländer zurückfallen. [1]

Die prognostizierte wirtschaftliche Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum 2023 fällt mit 0,6% gering aus. Grund hierfür sind die gestiegenen Finanzierungskosten, starke Preisanstiege über die Energiekomponente hinaus und die hohe Unsicherheit aufgrund geopolitischer Konflikte. Für 2024 wird ein geringfügiger Anstieg der BIP-Wachstumsrate auf 0,9% erwartet, welcher 2025 weiter zulegt auf 1,5%. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind prognostizierte Reallohnzuwächse, die den privaten Konsum stimulieren. [2]

Die deutsche Wirtschaft stagniert 2023 voraussichtlich mit -0,3%, da die erwarteten Wachstumsimpulse aus dem privaten Konsum und dem globalen Warenhandel ausblieben und die allgemeinen Rahmenbedingungen aufgrund der hohen Inflation sowie Leitzinsen herausfordernd waren. Der Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als stabil und die Angebotsengpässe aus den Vorjahren sind annährend vollständig überwunden. Ein Bruttoinlandsproduktzuwachs mit 0,9% wird für 2024 erwartet, zugrunde liegt dieser Entwicklung eine Steigerung der privaten und öffentlichen Konsumausgaben sowie Wachstum im Bereich der Exporte. [3]

Die zum Ende des Jahres 2022 eingeleitete Zinswende zur Bekämpfung der Inflation sowie anhaltend hohe Baukosten haben die deutsche Bauwirtschaft im Jahr 2023 weiter unter Druck gesetzt. Deutlich wird dies am Einbruch des Auftragseingangs im Hochbau in den ersten 10 Monaten 2023 in Höhe von -5,5%. [4] In den Bauinvestitionen 2023 kommt der Rückgang der Auftragseingänge mit Verzögerung zum Tragen, da hohe Auftragsbestände (Stand November 2023: 3,6 Monate [5] ) die negative Entwicklung abschwächen. Im Jahr 2023 wird ein Rückgang der Bauinvestitionen im Hochbau von -2,8% angenommen, 2024 legt dieser zu auf -3,3%. [6]

Insbesondere der Wohnungsbau befindet sich derzeit in einer äußerst angespannten Situation, da gestiegene Bau- und Finanzierungskosten die Nachfrage senken. Der Auftragseingang bis Oktober 2023 lag um über 15% [7] unter dem Vorjahreswert, für die Baugenehmigungen wird 2023 ein Rückgang um 28% erwartet, gefolgt von -12% im Jahr 2024. [8] Für das Segment Wohnungsbau wird 2023 ein Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um -3,0% erwartet, der sich 2024 mit -3,3% nochmals steigert. [9]

Nach einem rückläufigen ersten Halbjahr im gewerblichen Hochbau im Jahresvergleich, zeichnete sich in Q3 ein positiver Trend im Hinblick auf die Auftragseingangsentwicklung ab. [10] Insgesamt wird jedoch ein Rückgang der Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau von -3,0% für 2023 erwartet. Für 2024 gehen die aktuellen Prognosen von einer Stagnation der Investitionen aus. [11]

[1] OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2

[2] OECD Economic-Outlook Volume 2023 Issue 2

[3] Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

[4] Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007

[5] Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11

[6] Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11

[7] Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007

[8] Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11

[9] Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11

[10] Statistisches Bundesamt (Destatis) 44111-0007

[11] Ifo Baukonjunkturdaten 2023-11

2. Gesamtentwicklung des Unternehmens

Zur operativen Steuerung der Geberit Logistik GmbH wird ein umfangreiches Kennzahlensystem, bestehend aus finanziellen und nicht finanziellen Kennzahlen, verwendet. Dabei liegt der Fokus der finanziellen Kennzahlen auf der Steuerung der Drittkosten (konzernexterne Aufwendungen ohne Warenaufwand und Abschreibungen) und bei den nicht finanziellen Kennzahlen auf dem Controlling der Personalproduktivität, der Krankenquote, der Lieferbereitschaft und des Lagerbestands.

Die Geberit Logistik GmbH war im Geschäftsjahr 2023 wie prognostiziert in der Lage die Kostensituation an die Geschäftsentwicklung anzupassen. Ebenso wie erwartet entwickelten sich die Produktivität, die Lieferbereitschaft sowie die durchschnittlichen Lagerbestände. Entgegen unseren Erwartungen ist die Krankenquote tatsächlich höher ausgefallen, liegt aber dennoch auf einem niedrigen Niveau. Demgegenüber gingen die Anzahl Lieferpositionen als Mengenindikator sowie die Anzahl Mitarbeiter deutlicher zurück als erwartet. Durch den deutlicheren Mengenrückgang blieben Umsatz und Ergebnis hinter den Erwartungen zurück.

Die Geschäftsentwicklung war im abgelaufenen Jahr 2023 in einem schwierigen Marktumfeld bei deutlich tieferen Volumina und erheblicher Lohninflation sehr herausfordernd. Die Kostensituation konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen an die niedrigere Menge angepasst werden. Diese starke Leistung wurde hauptsächlich durch die hohe operative Flexibilität und die konsequente Budgetdisziplin ermöglicht. Neben schwierigen Rahmenbedingungen für die Bauindustrie haben sich die geopolitischen Risiken im abgelaufenen Jahr deutlich erhöht. Die Inflation und die höheren Zinsen führen sowohl im Neubau- wie auch im Renovationsgeschäft zu einer rückläufigen Nachfrage. Zudem ergaben sich spezifische Herausforderungen für die Sanitärindustrie aus Vorzieheffekten aus dem COVID-19-bedingten Home-Improvement-Trend der letzten Jahre sowie der Verschiebung in einigen europäischen Ländern von Sanitär- zu Heizungslösungen, hauptsächlich Wärmepumpen. Vor diesem Hintergrund hat die Geberit Logistik GmbH ein gutes Jahr hinter sich.

Der Umsatz ging um 4,3 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro zurück, wobei -1,5 Mio. Euro aus der Umgliederung eines Kontos von den Umsatzerlösen in die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren. Als Index für die Mengenentwicklung wird die Kennzahl Anzahl Lieferpositionen verwendet. Sie gingen um 11,1% zurück.

Im gleichen Zeitraum stieg die Produktivität um 0,7%. Im Rahmen des flexiblen Arbeitszeitmodells wurde der Personaleinsatz an die Auslastungsschwankungen angepasst.

Die Lieferbereitschaft hat sich deutlich verbessert. Die niedrigen Lagerbestände wurden sukzessive aufgebaut. Die Drittkostensituation wurde an die Mengenentwicklung, gemäß der Vorgabe der Geberit Gruppe, angepasst.

Im Jahr 2023 wurden 0,7 Mio. Euro unter anderem in Flurförderzeuge investiert.

Die Umweltbelange der Gesellschaft werden von einem Umweltbeauftragten wahrgenommen. Die wesentlichen Umweltparameter werden systematisch verfolgt und fließen in den Nachhaltigkeitsbericht der Geberit Gruppe ein.

Die Geschäftsleitung der Geberit Logistik GmbH ist vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden.

3. Darstellung der Lage

a) Ertragslage

Der Umsatz ging um 4,3 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro zurück, wobei -1,5 Mio. Euro aus der Umgliederung eines Kontos von den Umsatzerlösen in die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren. Ursache für diese Entwicklung sind niedrigere Betriebskosten, resultierend aus den tieferen Volumina. Sämtliche Umsatzerlöse werden mit der Erbringung von Dienstleistungen für andere Gesellschaften der Geberit Gruppe, insbesondere auf dem Gebiet der Distribution von Waren sowie der Versorgung mit Produktionsmaterialien, erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,1 Mio. Euro enthalten vor allem Erträge der Weiterberechnung von Ladehilfsmitteln.

Der Materialaufwand i. H. v. 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) betrifft Aufwendungen für Verpackungsmaterial in den Bereichen Kommissionierung und Versand sowie für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Sie sanken vor allem aufgrund der rückläufigen Mengen und niedrigerer Materialeinstandpreise. Der Personalaufwand beträgt 26,4 Mio. Euro (Vorjahr: 27,8 Mio. Euro).

Die Abschreibungen betragen planmäßig 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro). Sie enthalten unter anderem Aufwendungen für Mieten, Instandhaltungen und Dienstleistungen, wie Finanzen und Controlling sowie IT.

Das Finanzergebnis zeigt einen Ertrag von 0,9 Mio. Euro (Vorjahr: Aufwand 0,6 Mio. Euro). Es enthält unter anderem die Zinserträge IC. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung beträgt 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro).

b) Vermögens- und Kapitallage

Die Bilanzsumme beläuft sich am 31.12.2023 auf 43,0 Mio. Euro (Vorjahr: 41,9 Mio. Euro). Die größte Bilanzposition auf der Aktivseite sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 37,2 Mio. Euro. Die Forderung aus dem Cash-Pooling erhöhte sich um 1,9 Mio. Euro und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen-IC reduzierten sich um 1,0 Mio. Euro. Auf der Passivseite sind vor allem die Pensionsrückstellungen in Höhe von 29,0 Mio. Euro (Vorjahr: 29,8 Mio. Euro) hervorzuheben.

c) Finanzlage

Durch die Einbeziehung in das Cash-Pooling der Geberit Gruppe ist die Finanzierung jederzeit sichergestellt. Die insbesondere aufgrund des Jahresüberschusses erzielten Liquiditätsüberschüsse werden entsprechend abgeführt. Die Gesellschaft ist zu ganz wesentlichen Teilen innenfinanziert.

C. Chancen- und Risikobericht

Die Geberit Gruppe betreibt ein aktives Risikomanagement zum kontinuierlichen Schutz vor sämtlichen Geschäftsrisiken. Das Risikomanagement wird mittels eines strukturierten Prozesses gesteuert, der eine Risiko-Identifikation, Risiko-Analyse, Risiko-Steuerung und ein Risiko-Reporting umfasst. Es wird in regelmäßigen Abständen auf seine Wirksamkeit und Effizienz hin überprüft. Die Verantwortlichkeiten in diesem Prozess liegen beim Revisionsausschuss der Geberit Gruppe, der Konzernleitung, den Betreuern der Risikokategorien und Risikoverantwortlichen für Einzelrisiken. Alle Geberit Gesellschaften sind Bestandteil dieses Risikomanagements.

Mit der Einführung des Transferpreissystems bei Geberit in 2009 haben die operativen Gesellschaften in der Regel konzerninterne Fertigungs- und Vertriebsverträge abgeschlossen. Die Verträge regeln die Übertragung von wesentlichen Betriebsrisiken und garantieren ein bestimmtes Ertragsniveau, sodass wirtschaftlich eine weitgehende Freistellung der operativen Gesellschaften von Risiken erfolgt, andererseits aber auch eine Limitierung der Chancen besteht.

Die Geberit Logistik GmbH betreibt als Logistikdienstleister ein zentrales Distributionszentrum am Standort Pfullendorf. Durch diese Funktion partizipiert sie mittelbar an allen Chancen und Risiken der Produktions- und Vertriebsgesellschaften, welche sich auf die Produktions-/Absatzmengen auswirken.

Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in Europa könnte sich negativ auf die Ergebnisse des Unternehmens auswirken. Diesem Risiko wird mit einer zunehmenden geografischen Diversifizierung durch überproportionales Wachstum auf internationalen Märkten und der kontinuierlichen Einführung neuer Produkte begegnet. Darüber hinaus wird eine strikte operative Kostenkontrolle mit einer flexiblen Produktions- und Logistikorganisation gekoppelt, die die Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an Auslastungsschwankungen unterstützt.

Ein weiteres Risiko ist die Gefährdung des zukünftigen Wachstums durch den Mangel an qualifiziertem Personal. Dem wird durch die Einführung neuer Methoden zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter, z.B. durch Active Sourcing, begegnet. Zudem ist die Berufsausbildung bei Geberit seit vielen Jahren ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung neuer Mitarbeitender. Darüber hinaus sind Aktivitäten in sozialen Netzwerken und Employer Branding von großer Bedeutung.

Prinzipiell besteht ein Risiko durch Cyber-Attacken, Sabotageversuche oder Datendiebstahl, welche eine Auswirkung auf die Rentabilität (bspw. durch Angriffe auf die Produktions- und Betriebstechnik) oder auch die Reputation haben könnten. Durch die systematische Administration, Wartung und einem regelmäßigen Monitoring von Zugriffen und Systemen, in Verbindung mit Sensibilisierungsschulungen und Sicherheitsprüfungen wird diesem kritischen Risiko Rechnung getragen.

Das Risiko in einem hoch automatisierten Distributionszentrum konzentriert sich auf Betriebsunterbrechungen aufgrund technischer Probleme. Diesem wird jedoch mit bestehenden Wartungs- und Serviceverträgen für die wesentlichen Einrichtungen entgegengewirkt. Reparaturen in kleineren Umfängen können durch Personal vor Ort mit den vorhandenen Ersatzteilen kurzfristig durchgeführt werden. Darüber hinaus wird die Leistungsfähigkeit der Anlagen laufend gemessen, um deren Verfügbarkeit permanent sicherstellen zu können.

Chancen ergeben sich für die Gesellschaft insbesondere hinsichtlich weiterer Automatisierungen interner Prozesse sowie durch Optimierungen entlang der gesamten Supply Chain.

Schlussfolgernd liegen zurzeit keine Risiken vor, die bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 gehen die Konjunkturprognosen von einer Erholung der privaten und staatlichen Konsumausgaben sowie Exporte aus, was die deutsche Wirtschaft zurück auf einen moderaten Wachstumskurs setzt. Ausschlaggebend hierfür sind die sich weiter abschwächende Inflation, eine Absenkung der Leitzinsen, erwartete Reallohnsteigerungen, eine stabile Beschäftigungslage sowie Wachstumsimpulse aus dem globalen Handel. [1] Investitionen in Bauten stehen zu Jahresbeginn 2024 voraussichtlich weiter stark unter Druck, was weitere Rückgänge zur Folge hat. Im zweiten Halbjahr werden erste Aufholeffekte für die Bauinvestitionen erwartet, die jedoch die Verluste zu Jahresbeginn nicht ausreichend kompensieren können. [2]

Die starken Sondereffekte in der Sanitärbranche aus den Vorjahren durch Teuerungszuschläge und hohe Lagerbestände dürften sich im Verlauf von 2023 weitestgehend bereinigt haben und somit 2024 keinen signifikanten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung darstellen.

[1] Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

[2] Ifo Konjunkturprognose Winter 2023

Vor dem Hintergrund der genannten Herausforderungen, geht die Geschäftsleitung von einer schwierigen Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 aus. Die Unternehmensleitung erwartet einen leichten Rückgang des Umsatzes sowie eine leichte Erhöhung des Ergebnisses nach Steuern. Die Geberit Logistik GmbH wird die Kostensituation gemäß den Vorgaben der Geberit Gruppe an die Mengenentwicklung anpassen und die Produktivität auf dem hohen Niveau halten. Konkret erwarten wir einen leichten Rückgang der Lieferpositionen und der Mitarbeiteranzahl. Die Lieferbereitschaft sowie der durchschnittliche Lagerbestand werden auf unverändertem Niveau gesehen. Die Krankenquote erwarten wir auf einem niedrigeren Niveau.

 

Pfullendorf, den 28. Februar 2024

Gerd Hailfinger, Geschäftsführer

Martin Ziegler, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 29 35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.760 1.639
1.789 1.674
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.133 2.892
3.133 2.892
4.922 4.566
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 555 537
555 537
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 37.245 36.368
2. Sonstige Vermögensgegenstände 231 454
37.476 36.822
38.031 37.359
42.953 41.925

Passiva

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500 500
500 500
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 29.068 29.800
2. Sonstige Rückstellungen 5.816 3.392
34.884 33.192
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 473 579
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.144 3.751
3. Sonstige Verbindlichkeiten 3.952 3.903
7.569 8.233
42.953 41.925

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
T€
2022
T€
1. Umsatzerlöse 43.421 47.764
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.056 999
45.477 48.763
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.439 -1.714
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2 -8
-1.441 -1.722
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.959 -20.758
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersverorgung und für Unterstützung -5.448 -7.067
-26.407 -27.825
5. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -479 -485
-479 -485
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.732 -15.188
1.418 3.543
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.632 427
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -742 -1.020
9. Ergebnis nach Steuern 2.308 2.950
10. Sonstige Steuern -14 -15
2.294 2.935
11. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -2.294 -2.935
12. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Geberit Logistik GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRB 725751 geführt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in T€ angegeben.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Der Jahresabschluss der Geberit Logistik GmbH wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Geberit AG, Jona/Schweiz, einbezogen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben, soweit nachfolgend nicht gesondert erläutert, gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibung von Zugängen im Berichtsjahr erfolgt für sämtliche Anlagegüter nach der linearen Methode. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anlagenklasse Range Nutzungsdauer
Maschinen von 10 bis 15 Jahre
Fuhrpark von 5 bis 10 Jahre
Betriebsausst. von 5 bis 20 Jahre
Geschäftsausst. von 5 bis 14 Jahre
IT-Ausstattung von 3 bis 5 Jahre
GwG auf 1 Jahr / Sofortabzug

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt.

Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Die Sonstigen Ausleihungen beinhalten Rückdeckungsversicherungsansprüche für Pensionsverpflichtungen sowie eine Mietkaution. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum vorgezogenen Inventurstichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verwendete Rechnungszins ist nicht identisch mit dem Rechnungszins zum vorgezogenen Inventurstichtag; vielmehr wurde dieser zur Vermeidung wesentlicher Abweichungen auf den Bilanzstichtag prognostiziert. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Arbeitgeberbeiträgen wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, eine Bezügedynamik von 2,75 % und ein Rententrend von 2,25 % unterstellt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen aus Direktzusagen aus Entgeltumwandlung wurde ein Rechnungszinsfuß von 1,83 %, keine Bezügedynamik und kein Rententrend unterstellt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2023 (7-jähriger Zins 1,76 %) beträgt 228 T€ und ist ausschüttungsgesperrt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verpflichtungen aus Langzeitkonten in Höhe von T€ 5.340 (Vorjahr T€ 4.965) werden mit dem Deckungsvermögen T€ 2.706 (Vorjahr T€ 2.776) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert und in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Als Deckungsvermögen dient eine an den Treuhänder verpfändete und zweckexklusive Rückdeckungsversicherung sowie ein verpfändetes und zweckexklusives Bankkonto.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die enthaltenen Rentenverpflichtungen sind zum Barwert angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsaktionen werden zum konzerninternen Wechselkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden Fremdwährungspositionen zu konzerneinheitlichen Jahresendkursen bewertet und Kursdifferenzen erfolgswirksam erfasst.

Latente Steuern

Latente Steuern sind aufgrund des geschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages mit der Geberit Verwaltungs GmbH bei der Organträgerin zu erfassen.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen sowie aus dem Organschaftsverhältnis und dem Cash-Pooling mit der Geberit Verwaltungs GmbH.

Es bestehen Forderungen gegen die Alleingesellschafterin, die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf. Diese resultieren überwiegend aus einem Erstattungsanspruch aus der steuerlichen Organschaft in Höhe von T€ 130 (Vorjahr: T€ 117), aus Lieferungen und Leistungen T€ 165, sowie aus der bestehenden Cash Management-Vereinbarung in Höhe von T€ 34.669 (Vorjahr: T€ 32.816), für die eine Mitzugehörigkeit zur Position "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" gegeben ist.

Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen - wie im Vorjahr - unter einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

31.12.2023
T €
Gezeichnetes Kapital 500
500

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für offene Optionen (T€ 1.511), Bonus (T€ 464), Inflationsgeld (T€ 440), Arbeitnehmerjubiläen (T€ 345) sowie Urlaubs- und Gleitzeitguthaben (T€ 186).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeiten
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
d avon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 473 473 0 0
(Vorjahr) (579) (579) 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.144 3.144 0 0
(Vorjahr) (3.751) (3.751) 0 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 850 850 0 0
(Vorjahr) (816) (816) 0 0
-davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 2.294 2.294 0 0
(Vorjahr) (2.965) (2.965) 0 0
a) Geberit Verwaltungs GmbH
- davon aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
(Vorjahr) (30) (30) 0 0
- davon Cash-Pooling 0 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
- davon Gewinnabführung 2.294 2.294 0 0
(Vorjahr) (2.935) (2.935) 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.953 1.312 2.641 265
(Vorjahr) (3.903) (1.315) (2.588) (235)
- davon aus Steuern 280 280 0 0
(Vorjahr) (378) (378) 0 0
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0
(Vorjahr) 0 0 0 0
7.570 4.929 2.641 265
Vorjahr 8.233 5.645 2.588 235

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Sämtliche Umsatzerlöse werden mit der Erbringung von Dienstleistungen für andere Gesellschaften der Geberit Gruppe - insbesondere auf dem Gebiet der Distribution von Waren sowie der Versorgung mit Produktionsmaterialien im deutschen Markt - erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält im Wesentlichen verrechnete Kosten sowie Erträge aus der Rückdeckungsversicherung und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 117 (Vorjahr: T€ 883) enthalten.

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Diese Position enthält in Höhe von T€ 1.557 (Vorjahr: T€ 2.711) Aufwendungen für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Position enthält im Wesentlichen Verwaltungskosten, Aufwendungen für Informatikdienstleistungen sowie Raumkosten.

Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 1) angefallen.

Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.240 (Vorjahr T€ 163). Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von T€ 393 (Vorjahr: T€ 264) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind in Höhe von T€ 350 (Vorjahr: T€ 819) enthalten.

V. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs liegen keine Sachverhalte von besonderer Bedeutung vor.

VI. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 344 (Vorjahr 402) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 276 in Vollzeit und 68 in Teilzeit tätig.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

Die Beteiligung von Mitarbeitern erfolgt im Rahmen des Geberit Participation Program ("GPP"). Das "GPP" ist in die folgenden vier Unterprogramme unterteilt:

Im Rahmen des Apprentice Share Participation Program (ASPP) erhielten Auszubildende die Zusage, bei einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss fünf kostenlose Aktien sowie einen Bonus in Höhe der während der Ausbildungszeit auf diese Aktien anfallenden Dividenden zu beziehen.

Im Rahmen des Employee Share Participation Program (ESPP) wurde praktisch allen Mitarbeitern, die nicht bereits am ASPP oder MSPP teilnahmeberechtigt sind, das Recht gewährt, bis zu einer bestimmten maximalen Obergrenze vergünstigte Aktien zu erwerben. Die Höhe des Rabatts auf den Aktienwert hängt von der Geschäftsentwicklung - Umsatz und Ergebnis - der Geberit Gruppe ab und liegt zwischen 10 - 50 %. Die Aktien bleiben während zwei Jahren gesperrt.

Durch das Management Share Participation Program (MSPP) konnte die weitgehende Mehrheit des Gruppenmanagements den jeweiligen Gruppenbonus wahlweise entweder in Geld und/oder in Aktien beziehen. Falls Aktien bezogen wurden, wurde eine zusätzliche Vergütung in Form von Gratisoptionen gewährt, die einer festgelegten Laufzeit und Sperrfrist sowie einem bestimmten Ausübungspreis unterliegt.

Im Rahmen des Management Share Option Program (MSOP) erhielt die weitgehende Mehrheit des Gruppenmanagements Optionen zum Erwerb von Aktien, die einer festgelegten Laufzeit und Sperrfrist sowie einem bestimmten Ausübungspreis unterliegen.

Angaben zur Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren bei der Geberit Logistik GmbH, Pfullendorf, im Geschäftsjahr die folgenden Herren bestellt:

Gerd Hailfinger, Sonnenbühl, Head of Group Logistics

Dipl. Betriebs- und Produktionsing. (ETH) Martin Ziegler, Altendorf/Schweiz,

Mitglied der Konzernleitung / Head of Operations

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Beziehungen und Geschäfte zu nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2023 haben weder Organmitglieder noch deren nahe Familienangehörigen Geschäftsbeziehungen zur Geberit Logistik GmbH unterhalten.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft kann Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in folgenden Bereichen unterhalten:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Geberit AG, Jona Schweiz, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Verträgen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von T€ 35.

Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen für 2024 T€ 5.635. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen für 2023 betrugen T€ 7.151.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

Honorar für T€
Abschlussprüfungsleistungen 7
Steuerberatungsleistungen 0
Summe 7

Konzernabschluss

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Geberit AG, Jona/Schweiz. Diese erstellt einen Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einbezogen wird (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz des obersten Mutterunternehmens erhältlich und abrufbar unter www.geberit.com. Unterschiede zwischen den internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen sowie der latenten Ertragssteuern.

Auswirkungen des Mindeststeuergesetzes

Der übergeordnete Geberit-Konzern fällt in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MInStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15 % aufweist. Die Bestimmung des effektiven Steuersatzes nach dem MinStG ist sehr komplex und beinhaltet eine Vielzahl von spezifischen Anpassungen. Auf die Geberit Logistik GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Geberit Logistik GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Geberit Logistik GmbH noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Pillar 2 Gesetzgebung und der Berechnung der möglichen steuerlichen Auswirkungen, sind derzeit die quantitativen und qualitativen Auswirkungen für zukünftige Geschäftsjahre noch nicht zuverlässig abschätzbar.

Gewinnverwendung

Das Jahresergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Geberit Verwaltungs GmbH, Pfullendorf, abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschaftern ist erfasst.

 

Pfullendorf, den 28. Februar 2024

Gerd Hailfinger

Martin Ziegler

Anlagenspiegel per 31.12.2023

Historische Anschaffungskosten
01.01.2023
Zugang
Abgang
Umbuchung
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 2 0 -1 0 1
2 0 -1 0 1
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 395 0 0 0 395
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.094 625 -259 0 5.460
5.489 625 -259 0 5.855
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 2.892 393 -152 0 3.133
2.892 393 -152 0 3.133
8.383 1.018 -412 0 8.989
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
Zugang
Abgang
31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software -2 0 1 -1
- 2 0 1 - 1
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen -360 -6 0 -366
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -3.455 -473 228 -3.700
-3.815 -479 228 -4.066
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
0 0 0 0
-3.817 -479 229 -4.067
Buchwerte 31.12.2023
Buchwerte 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 0 0
0 0
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 29 35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.760 1.639
1.789 1.674
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 3.133 2.892
3.133 2.892
4.922 4.566

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Geberit Logistik GmbH, Pfullendorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Geberit Logistik GmbH, Pfullendorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Geberit Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 29. Februar 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 15. März 2024 festgestellt.

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