Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 5264
Eingetragen
15.9.2009
Branche
Bergbau auf chemische und DüngemittelmineraleGroßhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von sonstigen Erzeugnissen aus nichtmetallischen Mineralien a. n. g.
Gegenstand
Gewinnung, Veredelung und Vertrieb von Bodenschätzen, Herstellung und Vertrieb von chemischen und technischen Produkten sowie Handel mit chemischen, technischen und mineralischen Produkten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mikhail Dr. Meilikhov
seit 26.1.2024
Prokura
Daniel Ott
seit 8.10.2009
Prokura
Manfred jun. Hoffmann
seit 15.9.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
51.00%
A*** F********* H*******
24.50%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Münchener Str. 75, 86633 Neuburg a.d. Donau
1.530.000 €
51.00%
A*** F********* H*******
735.000 €
24.50%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HOFFMANN MINERAL GmbH

Neuburg a.d. Donau

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg a. d. Donau

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

Die HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg a. d. Donau, wird als Gruppenunternehmen im Rahmen der Unternehmensgruppe Hoffmann rechtlich und wirtschaftlich eigenständig geführt. Das mittelständische, familiengeprägte Unternehmen ist ausschließlich am Standort Neuburg a. d. Donau tätig. Die Leitung und Kontrolle werden durch den geschäftsführenden Gesellschafter, eine erweiterte Geschäftsleitung und den Beirat der Unternehmensgruppe ausgeübt.

1.2 Segmente

Gesellschaftszweck ist die Gewinnung, Veredelung und der Vertrieb von Bodenschätzen (Neuburger Kieselerde), die Herstellung und der Vertrieb von chemischen und technischen Produkten sowie der Handel mit chemischen, technischen und mineralischen Produkten. Die Gesellschaft versteht sich als innovativer Füllstoffspezialist, der Produkte auf der Grundlage von Neuburger Kieselerde herstellt, veredelt und vermarktet. Die Kenntnisse und Produktionsanlagen auf dem Gebiet der Veredelung werden auch für andere Materialien genutzt.

Grundlage für die Gewinnung von Neuburger Kieselerde sind vom zuständigen Bergamt genehmigte Hauptbetriebspläne und Abbau-Verträge mit Kommunen, Stiftungen und Privatpersonen. Sie regeln den Abbau von Kieselerde, die Bohr- und Schürfrechte, Haftpflichten, Erschließung, die eigentliche Förderung und die Rekultivierungsmaßnahmen. Es handelt sich um sehr langfristige Verträge, die teilweise bis in die nächsten Jahrzehnte reichen. Für die Nutzung (Ausbeute) fremder Flächen zahlt die Gesellschaft neben einer Nutzungsausfallentschädigung einen Preis je Kubikmeter gewonnener Kieselerde.

Oberstes Ziel ist es hier, die Kieselerdevorräte auf 30 Jahre und mehr zu kennen. Die Vorerkundung geschieht durch Explorationsbohrungen mit Großlochbohrmaschinen, Einmessung der fündigen Bohrlöcher sowie Verarbeitung der Daten auf Datenträgern. Die Reichweite der erkundeten Lagerstätten liegt gleichbleibend bei diesem Ziel von mehr als 30 Jahren. Zusätzlich sind weitere Lagerstätten bereits bekannt, die noch nicht exakt in Ausdehnung und Volumen erkundet sind. Die Lieferfähigkeit wird garantiert durch eine rechtzeitige Vorbereitung der Abbauarbeiten. Insbesondere die Genehmigung der Tagebaue durch das Bergamt ist wichtig. In diese Genehmigung - durch Hauptbetriebspläne - sind eingebunden die Erlaubnis zur Rodung der genehmigten Flächen, die Festschreibung von Umfang und Art der Rekultivierungs-, sowie eventuelle Ersatzmaßnahmen.

Selbst wenn der Abbau von Kieselerde besonders sorgsam und schonend erfolgt, bedeutet er einen Eingriff in die Natur. Deshalb steht für das Unternehmen die Verantwortung für Mensch und Umwelt im Vordergrund. Seit mehreren Jahrzehnten - schon lange, bevor es diesbezügliche Gesetze gab - wurde bereits vor der Öffnung eines Tagebaus dessen spätere Wiedereinbindung in die Natur geplant, und zwar in Zusammenarbeit mit Bergamt, Forstämtern, Naturschutz und Eigentümern. Hierbei bringt das Unternehmen sowohl ökonomische als auch ökologische Interessen in Einklang. Für alle Schichten der Auffüllung und Rekultivierung werden ausschließlich natürliche Materialien verwendet.

1.3 Produkte und Absatzmärkte

Die Produktpalette von HOFFMANN MINERAL bleibt mit ihren Kernprodukten wie Sillitin, Sillikolloid, den veredelten Aktisil-Typen sowie den kalzinierten Produkten Silfit Z91 und Aktifit in verschiedenen Varianten beständig und kundenorientiert. Die Produktpalette wird kontinuierlich unter Berücksichtigung der Marktanforderungen und wirtschaftlichen Machbarkeit aktualisiert und weiterentwickelt.

Das Jahr 2023 stellte das Unternehmen vor neue Herausforderungen, darunter die anhaltenden Probleme mit Energiepreisen und eine gewisse Zögerlichkeit in der politischen Entscheidungsfindung. Die globale Konjunktur der Industrie zeigte Schwankungen, die eine flexible und vorausschauende Geschäftsstrategie erforderten. Trotz dieser Herausforderungen hat HOFFMANN MINERAL seine Vertriebsstrategie angepasst und konzentriert sich auf Märkte, die einen kostentechnischen Vorteil bieten und die Wertschöpfung der Produkte steigern.

Die größten Chancen für das Wachstum von HOFFMANN MINERAL liegen derzeit in China, Indien und dem europäischen Gebiet. Diese Märkte bieten aufgrund ihrer wirtschaftlichen Dynamik und ihres Bedarfs an hochwertigen Industrieprodukten erhebliche Möglichkeiten. HOFFMANN MINERAL plant diese Chancen durch gezielte Marketing- und Vertriebsstrategien zu nutzen und seine Marktanteile in diesen Schlüsselregionen zu erhöhen.

Die Bedeutung von modernen Füllstoffen für die Verbesserung der technischen Eigenschaften von Materialien bleibt bestehen. Es wird ein stetiges Marktwachstum erwartet. Regionen wie Asien-Pazifik, Nord- und Südamerika profitieren weiterhin von ihren umfangreichen Mineralvorkommen und einer stabileren Energieversorgung, was eine Herausforderung für HOFFMANN MINERAL darstellt, aber auch Chancen für Wachstum und Innovation bietet.

In den Bereichen Farben und Lacke sowie Kunststoffe, insbesondere außerhalb Europas, arbeitet HOFFMANN MINERAL daran, seine Marktpräsenz zu erweitern. Der Fokus liegt auf umweltfreundlichen Lacksystemen und Hochleistungspolymeren, wobei die Beteiligung an Neu- und Weiterentwicklungen bei bestehenden und potenziellen Kunden von großer Bedeutung ist. Insbesondere die steigende Nachfrage nach wasserbasierten Lacken im Korrosionsschutz bietet neue Chancen, da diese Systeme zunehmend als umweltfreundliche Alternative zu lösungs-mittelbasierten Lacken anerkannt werden.

Darüber hinaus sieht das Unternehmen ein erhebliches Potenzial bei Kunden, die nachhaltigere Rezepturen suchen. Die Nachfrage nach Produkten mit verbesserten Ökobilanzen wächst, da Unternehmen zunehmend Wert auf die Umweltauswirkungen der von ihnen verwendeten Rohstoffe legen. HOFFMANN MINERAL reagiert auf diesen Trend, indem es Lösungen anbietet, die sowohl die Leistung als auch die Nachhaltigkeit der Kundenprodukte verbessern.

Die Produktgruppen Aktisil, Puriss und Lohnfertigungsprodukte, zusammen mit den Tailored Filler Solutions, stehen weiterhin im Mittelpunkt der Wachstumsstrategie. Der Bereich der pulvertechnologischen Lohnfertigung zeigt großes Potenzial, er beschäftigt sich vorwiegend mit dem Veredeln von mineralischen Rohstoffen mit diversen Additiven und der Produktion von komplexen Vielkomponentengemischen. Dabei werden die Rohstoffe überwiegend vom Kunden beigestellt, in manchen Fällen wird auch der komplette Rohstoffbezug als Dienstleistung abgewickelt. Stetige Anfragen aus dem Markt zeigen, dass hier ein großes Potenzial liegt, ohne die Rohstoffreserven der Kieselerde zu belasten. Daher bringt der Vertrieb derzeit mehr potenzielle Produkte in den neuen Geschäftsbereich "Tailored Filler Solutions" (TFS) ein. Weitere Anwendungsgebiete, z.B. Poliermittel, Schweißelektroden, Keramik, Reaktionsharze, Kleb- und Dichtstoffe, Lederbeschichtungen oder Papier-Anwendungen werden mit vertretbarem Aufwand weiterentwickelt. Ergeben sich neue gute Marktchancen, werden auch hier strategische Ziele gesetzt.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die mittel- und langfristigen Schwerpunkte der Entwicklungstätigkeiten haben sich im Vergleich zu dem letzten Jahr nicht verändert. Sie liegen nach wie vor

im Sinne der Sortimentsstrategie im Aufrechterhalten der Wettbewerbsfähigkeit von Sillitin/Sillikolloid und in der Weiterentwicklung des Aktisil-Programms sowie technischen Betreuung bei der Optimierung der Produktionsabläufe für Silfit und Aktifit;

auf der Erweiterung des Sortiments durch die Produktreihe Tailored Filler Solutions. Diese umfasst mehrere Produkte der Gloxil- und Struktosil-Programme und differenziert sich durch die Verwendung von anderen Basismaterialien als Neuburger Kieselerde;

im Entwickeln von neuen Produkten und Verfahrenstechniken für den Bereich Pulvertechnik;

im Sinne der Anwendungsgebiete im Erarbeiten von kompetenten, professionellen Informationen, um die Kunden von der Leistungsfähigkeit und Güte der Produkte zu überzeugen;

im Sinne der Marktpositionierung im Auffinden und Erschließen hochwertiger Nischen.

Die im ersten Punkt angesprochenen Themen werden bereits im Rahmen der "Produkte und Absatzmärkte" erörtert. Dabei geht es bei "Sillitin/Sillikolloid" insbesondere um die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten und Erstellungsprozessen. Mögliche Lösungsansätze müssen in hohem Maße das Eigenschaftsprofil eines von der Natur vorgegebenen Minerals und die Wirtschaftlichkeit des Erstellungsprozesses berücksichtigen.

Thermisch behandelte Qualitäten auf Basis von Sillitin, nämlich Silfit und Aktifit, stehen als Serienprodukte zur Verfügung und werden mit anwendungstechnischer Entwicklungsarbeit zur Lösung kundenspezifischer Anforderungen verkaufsfähig gemacht. Im Aktisil-Programm oberflächenbehandelter Kieselerde sind anwendungsspezifische Modifikationen sehr gut möglich, so dass diese Produktserie nach Bedarf erweitert wird. Für den Bereich Pulvertechnik werden Kundenwünsche auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft, und die Produktionsprozesse auf deren Anforderungen spezifisch angepasst.

Die beiden Entwicklungsschwerpunkte "Anwendungsgebiete" und "Marktpositionierung" werden im Rahmen der "Anwendungstechnik" umgesetzt. In den meisten Fällen ist die konkrete Kunden- bzw. Marktanforderung der Ausgangspunkt für eine Aktivität. Die Themenpalette reicht von Elastomeren, Farben und Lacken, sowie Dichtstoffen bis hin zu Thermoplasten, Duroplasten und Klebstoffen. Die Themenschwerpunkte entsprechen den unter "Produkte und Absatzmärkte" genannten Anwendungen.

1.5 Überblick über den Geschäftsverlauf

HOFFMANN MINERAL konnte in 2023 mit TEUR 35.462 (-TEUR 1.232) den Umsatz des Vorjahres nicht erreichen, blieb aber über dem im Vorjahr geplanten Ziel von TEUR 34.310.

Insgesamt hat die Nachfrage im Jahr 2023 die Erwartungen nicht erfüllt. Die schwache Nachfrage aufgrund der konjunkturellen Abschwächung und der Auswirkungen der im internationalen Vergleich hohen Energiepreise hatte im Jahr 2023 einen großen Einfluss auf den Geschäftsverlauf.

Vor diesem Hintergrund hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.296 abgeschlossen. Das Jahresergebnis hat sich somit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.669 erhöht. Die Unternehmensleitung analysiert und beurteilt diesen Geschäftsverlauf wie folgt:

Die Umsatzerlöse sind in 2023 mit TEUR 35.462 um TEUR 1.232 niedriger ausgefallen als im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022. Der Export trug zu 60,2 % zum Umsatz bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 5.414 Die mit der Rückstellung bei betrieblichen Aufwendungen zur Grubenrekultivierung verbundenen Positionen erfuhren eine Auflösung in Höhe von TEUR 1.528.

Durchweg sind die Ergebnisse der Rekultivierungen von Seiten der Grundstückseigentümer und Behörden anerkannt und werden gelobt. Schulen, Institutionen und die Bevölkerung nutzen prinzipiell die Möglichkeiten, Tagebaue und die Bemühungen des Unternehmens für den Artenschutz seltener Tiere und Pflanzen zu sehen. Die Öffentlichkeit konnte nach der Pandemie wieder in vollem Umfang mit Werks-, Tagebau- und Biotopführungen eingebunden werden.

Der vorjährige Prognosebericht wies für das Jahr 2023 einen Umsatz "Produkte" von TEUR 34.310 bei einem Jahresergebnis von TEUR 2.584 aus. Der prognostizierte Umsatz wurde damit um TEUR 3.712 überschritten. Ursächlich hierfür war insbesondere die ergebniswirksame Veränderung der Rückstellungen für Aufwendungen zur Grubenrekultivierung.

Das tatsächliche Jahresergebnis 2023 fiel mit TEUR 6.296 um TEUR 5.669 deutlich höher als erwartet aus.

2. Ertragslage

Die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen der beiden Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt folgendes Bild der Ertragslage und ihrer Veränderungen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Umsatzerlöse 35.462 36.694 -1.232
Bestandsveränderung -1.132 2.235 -3.367
Andere aktivierte Eigenleistungen 133 37 96
Sonstige betriebliche Erträge 3.487 261 3.226
Betriebsleistung 37.950 39.227 -1.277
Materialaufwand -5.200 -6.098 898
Personalaufwand -10.607 -10.510 -97
Abschreibungen -2.178 -2.225 47
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.019 -17.433 5.414
Sonstige Steuern -39 -39 0
Betriebsaufwand -30.043 -36.305 6.262
Betriebsergebnis 7.907 2.922 4.985
Finanz- und Beteiligungsergebnis 485 -1.634 2.119
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.392 1.288 7.104
Ertragsteuern -2.096 -661 -1.435
Jahresüberschuss 6.296 627 5.669

Die wesentlichen Quellen der Ergebnisstruktur wurden bereits im Rahmen des "Überblick über den Geschäftsverlauf" erläutert.

Die wesentlichen Entwicklungen sowie verschiedene Kennzahlen der Ertragslage für die Geschäftsjahre 2019 - 2023 sowie der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024 stellen sich auf der folgenden Seite dar:

Die Umsatzrentabilität zeigt folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Umsatzerlöse Produkte (in TEUR)
Inland 14.030 13.256 13.411 13.825 12.167 12.643
Ausland 23.347 19.752 20.877 21.357 17.509 16.735
Erlösschmälerungen -280 -239 -265 -267 -226 -250
37.097 32.769 34.023 34.915 29.450 29.128
Jahresergebnisse (in TEUR) 7.732 6.296 627 512 5.261 1.997
Umsatzrentabilität (in %) 20,8 19,2 1,8 1,5 17,9 6,9

Die Materialintensität zeigt folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Materialaufwand (in TEUR) 7.427 5.200 6.098 5.925 4.478 5.089
Gesamtleistung (in TEUR)
Umsatzerlöse 39.577 35.462 36.694 37.247 32.204 31.278
Bestandsveränderung 0 -1.132 2.235 472 -818 176
39.577 34.330 38.929 37.719 31.386 31.454
Materialintensität (in %) 18,8 15,1 15,7 15,7 14,3 16,2

Die Personalintensität zeigt folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Personalaufwand (in TEUR) 10.555 10.607 10.510 10.616 10.326 10.317
Gesamtleistung (in TEUR) 39.577 34.330 38.929 37.719 31.386 31.454
Personalintensität (in %) 26,7 30,9 27,0 28,1 32,9 32,8

Die durchschnittliche Beschäftigung der einzelnen Jahre zeigt eine leicht rückläufige Tendenz:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Angestellte 8 8 11 12 11 13
Arbeiter 122 127 129 125 125 129
Auszubildende 13 12 11 13 15 14
143 147 151 150 151 156

Die Abschreibungen zeigen im Verhältnis zur Betriebsleistung folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Betriebsleistung (in TEUR) 39.682 37.950 39.227 38.279 31.717 32.278
Abschreibungen (in TEUR) 1.876 2.178 2.225 2.367 3.181 3.222
Abschreibungen (in %) 4,7 5,7 5,7 6,2 10,0 10,0

Die sonstigen laufenden betrieblichen Aufwendungen zeigen folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Sonstige laufende betriebliche
Aufwendungen (in TEUR)
Betriebsaufwand 9.612 5.136 10.796 12.904 974 5.029
Verwaltungsaufwand 2.999 4.061 2.674 2.261 2.359 2.831
Vertriebsaufwand 3.235 2.645 3.763 3.297 2.387 2.695
Mieten, Pachten, Leasing 177 170 187 175 161 185
Aufwandsminderungen -24 -26 -24 -23 -23 -22
15.999 11.986 17.396 18.614 5.858 10.718

3. Finanzlage

Zur Beurteilung der Finanzlage wurde die nachfolgende Kapitalflussrechnung mit entsprechendem Vorjahresausweis erstellt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Periodenergebnis 6.296 627
+ Saldo aus Zuschreibung/Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.066 4.023
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -1.041 5.760
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) 429 -1.815
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) -580 71
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -233 -35
- Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen -334 -58
- Sonstige Erträge aus Wertpapieren -151 -139
+ Ertragsteueraufwand 2.096 661
- Ertragsteuerzahlungen -377 -1.355
= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.171 7.740
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 313 35
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.262 -712
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -75 -250
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.000 -3.000
+ Erhaltene Zinsen 364 79
+ Erhaltene Erträge aus Wertpapieren 151 139
= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -6.509 -3.709
- Gezahlte Zinsen 0 -2
= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 -2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 662 4.029
+ Finanzmittel am Anfang der Periode 9.855 5.826
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10.517 9.855
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
+ Zahlungsmittel 10.517 9.855

Das Finanzmanagement der Gesellschaft wird zusammen mit den anderen Gruppenunternehmen der Unternehmensgruppe Hoffmann zentral gesteuert. Ziele des Finanzmanagements sind die kurz-, mittel- und langfristige Sicherstellung der Liquidität.

Die Ausstattung der Gesellschaft mit Liquidität ist gut. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 valutieren die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 10.517 (Vorjahr: TEUR 9.855). Einem positiven Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 7.171 (Vorjahr: TEUR 7.740) steht ein investiver Cash-Flow von TEUR -6.509 (Vorjahr: TEUR -3.709) gegenüber. Letzter ist im Wesentlichen auf die Ausgabe von Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 zurückzuführen.

Kreditlinien sind von den Banken für die gesamte Unternehmensgruppe Hoffmann ausgegeben worden. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 hat die Gesellschaft die Kreditlinien nicht in Anspruch genommen.

Absehbare Liquiditätsengpässe auf Grund der geplanten Geschäftsentwicklung sind nicht ersichtlich.

4. Vermögenslage

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Vermögensstruktur
Immaterielle Vermögensgegenstände 554 712 -158
Sachanlagen 9.572 10.334 -762
Finanzanlagen 46.746 39.634 7.112
Langfristig gebundenes Vermögen 56.872 50.680 6.192
Vorräte 7.168 8.564 -1.396
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.183 4.126 57
Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 306 490 -184
Sonstige Vermögensgegenstände 1.961 1.747 214
Liquide Mittel 10.517 9.855 662
Mittel-, und kurzfristig gebundenes Vermögen 24.135 24.782 -647
Rechnungsabgrenzungsposten 107 65 42
81.114 75.527 5.587
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Kapitalstruktur
Gezeichnetes Kapital 3.000 3.000 0
Kapitalrücklage 2.790 2.790 0
Bilanzgewinn 39.285 32.989 6.296
Eigenkapital 45.075 38.779 6.296
Pensionsrückstellungen 754 819 -65
Rückstellungen für Grubenrekultivierung 30.530 32.058 -1.528
Langfristiges Fremdkapital 31.284 32.877 -1.593
Steuerrückstellungen 874 0 874
Sonstige Rückstellungen 1.954 1.388 566
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 926 1.380 -454
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 19 83 -64
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 755 741 14
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25 128 -103
Übrige Verbindlichkeiten 202 151 51
Mittel- und kurzfristiges Fremdkapital 4.755 3.871 884
81.114 75.527 5.587

Die wesentlichen Entwicklungen sowie verschiedene Kennzahlen der Vermögenslage für die Geschäftsjahre 2019 - 2023 sowie der Planzahlen für das Geschäftsjahr 2024 stellen sich wie folgt dar:

Die Sachanlagenintensität zeigt folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Sachanlagen (in TEUR) 9.606 9.572 10.334 11.660 13.058 15.705
Bilanzsumme (in TEUR) 88.925 81.114 75.527 70.305 62.118 59.825
Sachanlagenintensität (in %) 10,8 11,8 13,7 16,6 21,0 26,3

Die Eigenkapitalquote zeigt folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Eigenkapital (in TEUR) 53.348 45.075 38.779 38.152 38.639 33.378
Bilanzsumme (in TEUR) 88.925 81.114 75.527 70.305 62.118 59.825
Eigenkapitalquote (in %) 60,0 55,5 51,4 54,3 62,2 55,8

Die Rückstellung für Rekultivierung zeigt im Verhältnis zur Bilanzsumme folgende Entwicklung:

2024 2023 2022 2021 2020 2019
Rückstellung (in TEUR) 34.913 30.530 32.058 26.099 18.458 21.974
Bilanzsumme (in TEUR) 88.925 81.114 75.527 70.305 62.118 59.825
Rückstellung (in %) 39,3 37,9 42,4 37,1 29,7 36,7

Folgende Investitionen sind für 2024 geplant:

2024
Investitionen (in TEUR)
Grube 385
Produktion 1.008
Sonstige 137
1.530

In Abhängigkeit der vorgenannten Investitionen werden sich die Abschreibungen wie folgt entwickeln:

2024
Abschreibungen (in TEUR) 1.876

5. Chancen- und Risikobericht

Für die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft gibt es zwei Schwerpunkte:

marktseitig

rohstoffseitig

Die Chancen für die nicht-kalzinierten Produkte der Neuburger Kieselerde liegen auf der Marktseite zwar in den hohen und stark gestiegenen Energiekosten, welche bei vergleichbaren synthetischen Füllstoffen von Wettbewerbern die Herstellungskosten deutlicher steigen lassen, allerdings ist hier der Kostenvergleich im internationalen Vergleich zu beachten. Die im Unternehmen von jeher stark beachteten Attribute, wie Lieferfähigkeit, Service und technische Betreuung rücken wieder mehr in den Vordergrund. Bezüglich Arbeits- bzw. Gesundheitsschutz haben sich keine weiteren Risikoaspekte ergeben, die sich hemmend auf die Ausschöpfung der Marktpotentiale auswirken könnten.

Die Risiken liegen bei den mittlerweile absehbar im internationalen Vergleich gleichbleibend zu hohen Energiekosten und der Energieverfügbarkeit, aber auch in einer Konjunkturabschwächung aufgrund von Inflation mit Zurückhaltung der Verbraucher bei Verbrauchsgütern, was den Absatz in den diesbezüglichen Maschinenbau betreffen könnte, und bei Investitionsgütern wie Fahrzeuge, was den Absatz in diese Bereiche beeinflusst.

Weiterhin behindern die langwierigen Genehmigungsverfahren für neue Tagebaue, die durch die steigende Anzahl der erforderlichen Gutachten aufwändiger werden und sich in die Länge ziehen. Auch erhöhen Kompensationsmaßnahmen die Kosten. Vor allem gibt es zwar eine grundsätzliche Zustimmung der Gesellschaft zu Rohstoffgewinnung, allerdings eine immer breitere Ablehnung von Vorhaben in der unmittelbaren Umgebung. Eine ernsthafte und glaubwürdige Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig, um eine positive Einstellung im gesellschaftlichen Umfeld zu bewahren. Diese Einstellung ist die Basis für die erfolgreiche Bearbeitung von Genehmigungsverfahren.

Die Preise für Energie sind auf Grund der seit 2022 gegebenen Rahmenbedingungen mehr als stark gestiegen, die Verfügbarkeit mittlerweile eher sicher. Die Eigenstromerzeugung wird durch hohe Abgaben bestraft. Immer neue Gesetze und Verordnungen bringen hohe Investitionskosten für die Anlagen und erhöhte laufende Aufwendungen für ihren Betrieb mit sich. Die Dieselpreise sind nach starker Steigerung auf stabilem Niveau. Für die Primärenergie wirkt sich zusätzlich der hinzugekommene CO 2 -Preis negativ aus. Aus den politischen Äußerungen lässt sich ableiten, dass Abgaben weiter stark steigen werden und gegenüber ausländischen Wettbewerbern somit weitere Nachteile entstehen. Die Abgasvorgaben der Gesetzgebung erhöhen bei den Maschinen und Fahrzeugen weiterhin die Kosten von Rohstoffgewinnung und Fracht, da die Reparaturkosten der komplizierteren und weniger robusten Maschinen sich verdoppeln. Bei Schlüsselmaschinen wurden daher Full-Service-Verträge abgeschlossen oder Arbeiten werden komplett an Dienstleister verlagert.

6. Prognosebericht

Insgesamt erwartet HOFFMANN MINERAL für 2024 einen deutlich verbesserten Absatz, bei relativ stabilen Preisen auch im Umsatz. Die laufenden Kriege und die gesteigerten, äußerst gewaltsamen Konflikte bringen die Weltwirtschaft weiterhin in eine herausfordernde, von erhöhter Unsicherheit geprägte Situation. Bedingt durch die immensen Kostensteigerungen für die Wirtschaft und die folgende hohe Inflation für die Verbraucher könnte eine erneute Verringerung des Absatzes folgen. Dies gilt für die Märkte der Europäische Union im gleichen Maße wie für jene in China, Südostasien, USA oder Südamerika.

Vor diesem Hintergrund rechnet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 mit nachfolgendem Umsatz und nachfolgendem Jahresergebnis:

2024
Umsatzerlöse (in TEUR) 37.378
2024
Jahresergebnis (in TEUR) 7.732

 

Neuburg a. d. Donau, 26. September 2024

Manfred Hoffmann

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

HOFFMANN MINERAL GMBH, NEUBURG AN DER DONAU

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 56.872.312,77 50.679.867,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 554.045,00 711.882,00
II. Sachanlagen 9.571.930,37 10.333.622,73
III. Finanzanlagen 46.746.337,40 39.634.363,07
B. UMLAUFVERMÖGEN 24.134.149,88 24.781.911,26
I. Vorräte 7.168.083,84 8.563.417,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.449.407,02 6.363.113,37
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 15.235,80 (Vorjahr: EUR 31.016,80)
III. Guthaben bei Kreditinstituten 10.516.659,02 9.855.380,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 107.747,87 65.085,27
81.114.210,52 75.526.864,33

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 45.075.040,08 38.778.976,02
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.790.142,76 2.790.142,76
III. Gewinnvortrag 32.988.833,26 32.361.602,11
IV. Jahresüberschuss 6.296.064,06 627.231,15
B. RÜCKSTELLUNGEN 34.112.070,00 34.264.569,00
C. VERBINDLICHKEITEN 1.927.100,44 2.483.319,31
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25.272,47 128.102,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 926.325,38 1.379.913,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 18.440,70 82.947,36
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 18.440,70 (Vorjahr: EUR 82.947,36)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 755.005,13 740.910,62
5. Sonstige Verbindlichkeiten 202.056,76 151.445,26
- davon aus Steuern: EUR 140.597,19 (Vorjahr: EUR 114.360,35)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 692,02 (Vorjahr: EUR 1.664,90)
81.114.210,52 75.526.864,33

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 32.748.909,02 33.129.206,26
2. Personalaufwand -10.606.687,44 -10.510.308,40
a) Löhne und Gehälter -8.866.360,91 -8.788.349,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.740.326,53 -1.721.958,83
- davon für Altersversorgung: EUR 73.180,79 (Vorjahr: EUR 85.759,11)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.177.540,11 -2.225.454,40
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.019.084,54 -17.433.157,65
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 555,49)
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 510.617,84 215.522,72
- davon aus nahe stehenden Unternehmen: EUR 359.250,00 (Vorjahr: EUR 76.563,00)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.002,46 2.414,92
- Zinsen aus nahe stehenden Unternehmen: EUR 5.002,46 (Vorjahr: EUR 1.437,77)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -1.830.000,00
- davon außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 S. 6 HGB: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.830.000,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.664,92 -21.473,88
- davon aus Aufzinsung: EUR 14.093,00 (Vorjahr: EUR 14.863,00)
- Zinsen an nahe stehende Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10,92)
- Zinsen an Gesellschafter: EUR 16.571,92 (Vorjahr: EUR 4.119,81)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.095.777,60 -660.997,42
10. Ergebnis nach Steuern 6.334.774,71 665.752,15
11. Sonstige Steuern -38.710,65 -38.521,00
12. Jahresüberschuss 6.296.064,06 627.231,15

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg a. d. Donau

A. Allgemeine Angaben und Gliederung des Jahresabschlusses

Die HOFFMANN MINERAL GmbH mit Sitz in Neuburg a. d. Donau ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Ingolstadt unter der Nummer HRB 5264 eingetragen.

B. Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gliederung der Bilanz erfolgte in Anwendung der Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

C. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB) und den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Auf Neuzugänge wurden die Abschreibungen nach der linearen Methode und pro rata temporis vorgenommen.

Für selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Einzelanschaffungspreis ab EUR 250,01 bis zu EUR 1.000,00 wurde im Berichtsjahr ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird über fünf Jahre gleichmäßig mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben.

Die Ausleihungen an nahe stehende Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens und die Bestände an Edelmetallen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit den Nennwerten bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1 % gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Ansatz der Pensionsverpflichtungen erfolgte mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag.

Die Rückstellungen für Grubenrekultivierung wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt und mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Dabei wurde eine durchschnittliche jährliche Kostensteigerung von 4 % zugrunde gelegt. Die Abzinsung erfolgte auf Basis einer mittleren, gewichteten Restlaufzeit von 4 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

D. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, der Sachanlagen und der Finanzanlagen ist im Einzelnen im beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Projected Unit Credit Method) errechneten Wert auf der Basis eines Rechnungszinses nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von 1,83 % angesetzt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Lohn- und Gehaltssteigerungen waren bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen nicht zu berücksichtigen, Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % zugrunde gelegt. Den biometrischen Annahmen bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen liegen die Heubeck Richttafeln 2018 G zugrunde.

Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins für sieben bzw. zehn Geschäftsjahre ergibt, beträgt EUR 4.483,00.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

E. Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251, 268 Abs. 7 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

I. Haftungsverhältnisse nach §§ 251, 268 Abs. 7 HGB

Haftung für kurzfristige Kredite der "Hoffmann-Gruppe" gegenüber Banken EUR 19.500.000,00

(Vorjahr: EUR 19.500.000,00)

Es handelt sich um eine gesamtschuldnerische Haftung der Firmen der Hoffmann-Gruppe (SONAX GmbH, Duro Druck GmbH sowie HOFFMANN MINERAL GmbH) gegenüber den Banken für laufende Kredite bzw. eingeräumte Kreditlinien. Alle Unternehmen der Hoffmann-Gruppe haften für die auf ihren eigenen Konten verbuchten Sollsalden und darüber hinaus als Gesamtschuldner für von allen übrigen Kreditnehmern beanspruchten Kredite bzw. Kreditteilbeträge.

Zum Bilanzstichtag umfassen die eingeräumten Kreditlinien EUR 19.500.000,00, wovon EUR 0,00 in Anspruch genommen wurden.

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten EUR 18.000.000,00

(Vorjahr: EUR 18.000.000,00)

Für die Gewährung eines bis zum 31. Oktober 2025 befristeten Kontokorrentkreditrahmens der SONAX GmbH in Höhe von EUR 8.000.000,00 und eines Darlehens für die SONAX GmbH in Höhe von EUR 10.000.000,00 EUR mit einer Laufzeit bis zum 31. Oktober 2025, wurden Wertpapiere des Anlagevermögens in entsprechender Höhe an die Darlehensgeber verpfändet.

Aufgrund der positiven Entwicklung der Gesellschaften der Unternehmensgruppe Hoffmann schätzt die HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg a. d. Donau, das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering ein.

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen langfristigen Verträgen EUR 103.062,95 (Vorjahr: EUR 49.633,49)

Es handelt sich um folgende Mietobjekte:

Noch fällige Grundmietraten
EUR
6 PKW 84.405,05
13 Kopiergeräte 18.657,90
103.062,95

F. Sonstige Angaben

Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer gemäß § 287 Nr. 7 HGB

Angestellte 2023 Angestellte 2022 Gewerbliche 2023 Gewerbliche 2022 Gesamt 2023 Gesamt 2022
Stand am 31. Dezember
kaufmännisch 6 11 0 0 6 11
technisch 73 71 51 57 124 128
Auszubildende 0 0 13 13 13 13
Gesamt 79 82 64 70 143 152
davon männlich 64 67 60 66 124 133
davon weiblich 15 15 4 4 19 19
Jahresdurchschnitt
kaufmännisch 8 11 0 0 8 11
technisch 72 69 55 60 127 129
Auszubildende 0 0 12 11 12 11
Gesamt 80 80 67 71 147 151
davon männlich 65 65 63 67 128 132
davon weiblich 15 15 4 4 19 19

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 10 HGB

Der Geschäftsführer der HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg a. d. Donau, ist:

Herr Manfred Hoffmann, Dipl. Chemiker, Neuburg a. d. Donau

Herr Manfred Hoffmann ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unterlassen von Angaben

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung ist gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

 

Neuburg a. d. Donau, den 26. September 2024

Manfred Hoffmann

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.610.012,54 75.244,80 0,00 4.003,00 3.681.254,34
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.962.259,22 2.611,00 0,00 78.336,97 15.886.533,25
Technische Anlagen und Maschinen 52.569.627,82 1.163.948,74 172.505,54 756.634,15 53.149.447,95
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.812.671,09 91.290,03 0,00 73.831,59 4.830.129,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 172.505,54 4.291,18 -172.505,54 0,00 4.291,18
73.517.063,67 1.262.140,95 0,00 908.802,71 73.870.401,91
III. FINANZANLAGEN
Ausleihungen an nahe stehende Unternehmen 13.900.000,00 6.000.000,00 0,00 0,00 19.900.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 25.562.974,05 0,00 0,00 0,00 25.562.974,05
Bestände an Edelmetallen 2.504.040,00 0,00 0,00 0,00 2.504.040,00
41.967.014,05 6.000.000,00 0,00 0,00 47.967.014,05
119.094.090,26 7.337.385,75 0,00 912.805,71 125.518.670,30
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.898.130,54 233.081,80 4.003,00 3.127.209,34
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.842.039,03 306.120,00 0,97 10.148.158,06
Technische Anlagen und Maschinen 49.063.221,82 1.441.710,28 756.634,15 49.748.297,95
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.278.180,09 196.628,03 72.792,59 4.402.015,53
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
63.183.440,94 1.944.458,31 829.427,71 64.298.471,54
III. FINANZANLAGEN
Ausleihungen an nahe stehende Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.332.650,98 0,00 1.111.974,33 1.220.676,65
Bestände an Edelmetallen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.332.650,98 0,00 1.111.974,33 1.220.676,65
68.414.222,46 2.177.540,11 1.945.405,04 68.646.357,53
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 554.045,00 711.882,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.738.375,19 6.120.220,19
Technische Anlagen und Maschinen 3.401.150,00 3.506.406,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 428.114,00 534.491,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.291,18 172.505,54
9.571.930,37 10.333.622,73
III. FINANZANLAGEN
Ausleihungen an nahe stehende Unternehmen 19.900.000,00 13.900.000,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 24.342.297,40 23.230.323,07
Bestände an Edelmetallen 2.504.040,00 2.504.040,00
46.746.337,40 39.634.363,07
56.872.312,77 50.679.867,80

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg an der Donau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg an der Donau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg an der Donau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen der HOFFMANN MINERAL GmbH, Neuburg an der Donau, unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, den 27. September 2024

Flick Gocke Schaumburg GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hoppen, Wirtschaftsprüfer

Dr. Rottke, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 28.12.2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

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