Gersthofer Backbetriebe GmbHLiquidiert

Siemensstraße 7, 86368 Gersthofen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 229122
Eingetragen
5.1.1983
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenHerstellung von Backwaren, ohne DauerbackwarenHerstellung von Dauerbackwaren
Gegenstand
Betrieb einer Brotfabrik in Gersthofen sowie Verkauf der in dieser Brotfabrik hergestellten eigenen Produkte. Herstellung und Handel mit Lebensmitteln aller Art und ähnlichen Artikeln.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
72.50%
15.10%
7.40%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Serafin 10. Verwaltungs GmbH
Germany
60.000 DM
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gersthofer Backbetriebe GmbH

München (vormals: Gersthofen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Allgemeines

Die Gersthofer Backbetriebe GmbH ist Teil der Serafin Unternehmensgruppe mit Sitz in München und eine führende Großbäckerei in Süddeutschland. Das Sortiment umfasst Frisch- und Aufback-Backwaren, die unter den Markennamen "Gretl Brot" und "Backstube Lechauen" an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) vertrieben werden. Das Produktsortiment umfasst Brot/Schnittbrot, Brötchen und Kleingebäck sowie Feinbackwaren und Konditoreiartikel. Täglich werden rund 400.000 Artikel hergestellt und ausgeliefert.

1. Darstellung des Geschäftsverlaufes

1.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Brot und Backwaren zählen zu den Grundnahrungsmitteln und zeichnen sich durch eine stabile Nachfrage vor allem in den "klassischen" Backwaren-Kategorien aus. In 2015 verzeichnete die Branche ein leichtes Umsatzplus, getrieben durch den Anstieg im privaten Konsum in Höhe von nominal rund 2,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt, vorläufige Zahlen). In einer Umfrage der Allgemeinen Bäckerzeitung (ABZ-Monitor) berichteten über 80% der befragten Bäckereien und Konditoreien über ein zumindest zufriedenstellendes Jahr 2015 und eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr.

Die Branche durchläuft bereits seit Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel. Innerhalb der Vertriebswege ist eine kontinuierliche Verschiebung weg vom Handwerksbäcker hin zum LEH, inklusive Discount, zu beobachten. Dies verstärkt den anhaltenden Konsolidierungsprozess in der Backbranche. Die Zahl insbesondere der handwerklich geprägten Einzelbetriebe geht weiter zurück. Parallel führt eine zunehmende Automatisierung in der Produktion zu der Entstehung von immer größeren, zentralen Produktionsstätten, die eine Vielzahl von regionalen und überregionalen Verkaufsstätten beliefern können. Dies ist vor allem für den Vorback- und Tiefkühl-Bereich im LEH relevant, welche weiterhin sukzessive auf Kosten der reinen Frischeprodukte Marktanteile gewinnt und den Ausbau von Aufback-Stationen mit Selbstbedienung vorantreibt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der LEH auch vermehrt auf eigene Produktionsstätten setzt und sich so von traditionellen Großbäckern unabhängiger macht.

1.2. Darstellung maßgeblicher Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf

Die Gersthofer Backbetriebe GmbH unterlag in 2015 grundsätzlich den bereits oben ausgeführten konjunkturellen und branchenspezifischen Einflussfaktoren, insbesondere einer sukzessiven, sich stetig verstärkenden Verschiebung des Frische-Umsatzes in Richtung Aufback-Artikel.

Darüber hinaus haben im Berichtsjahr zwei Faktoren den Geschäftsverlauf und das Unternehmensergebnis maßgeblich beeinflusst.

Mit Wirkung zum 31.12.2014 hat die Serafin Unternehmensgruppe sämtliche Anteile der Gersthofer Backbetriebe GmbH übernommen und im Wirtschaftsjahr 2015 das Unternehmen am Standort Gersthofen fortgeführt. Im Rahmen dieser Übernahme wurde das ehemals inhabergeführte Unternehmen in die Serafin Unternehmensgruppe integriert. In diesem Zusammenhang kam es, insbesondere im Hinblick auf die Ermittlung des bei der Gesellschaft bestehenden Beratungs-, Optimierungs- und gegebenenfalls Restrukturierungsbedarfs zu Mehraufwendungen, die das Unternehmensergebnis beeinflussten.

Operativ stand das Jahr 2015 ganz im Zeichen einer umfassenden Sortiments- und Liefer-Regionen-Umstellung. Zeitgleich konnte die Gesellschaft im größeren Umfang zusätzliche LEH-Filialen für die Belieferung hinzugewinnen, was sich langfristig positiv auf den Umsatz auswirken sollte. Zur Sicherstellung einer reibungslosen Begleitung dieser Umstellung wurden in der zweiten Jahreshälfte hohe Sonderaufwendungen in Kauf genommen, unter anderem aufgrund erhöhter Komplexität in den Bereichen Einkauf (insbesondere Verpackungen), Produktion und Versand/Logistik. Diese Sonderaufwendungen beeinflussen zusammen mit den im Rahmen der Integration in die Serafin-Unternehmensgruppe entstandenen Mehraufwendungen das Unternehmensergebnis im Berichtsjahr 2015 erheblich.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der oben erwähnten Umstellung liegt im laufenden Geschäftsjahr 2016 das Hauptaugenmerk auf der Optimierung der Bereiche Produktion und Logistik, um durch Prozesseffizienz und weitere Kosteneinsparungen zukünftig wieder positive Ergebnisse erzielen zu können. Zudem wird kontinuierlich an einer Ausweitung des Kundenstamms gearbeitet, um mit Neukunden v.a. im attraktiven Aufback-Segment Umsatzwachstum zu generieren. Hier konnten im ersten Quartal 2016 bereits vielversprechende Erfolge verzeichnet werden.

1.3. Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Umsatzseitig verlief das abgelaufene Geschäftsjahr zufriedenstellend. Die Gesamtleistung konnte um 4,1% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Das Preisniveau des Hauptrohstoffes Mehl war in 2015 weitgehend stabil. Erhebliche Ergebnis-Auswirkungen hatte dagegen ein unerwarteter Preisanstieg beim Einkauf von Haselnüssen von über 150%. In Summe sind die Materialaufwendungen inkl. bezogene Leistungen (i.W. Kosten für Leiharbeiter) gegenüber dem Vorjahr um 7,7% auf TEUR 15.736 (VJ TEUR 14.606) gestiegen und haben in der Folge im Wesentlichen zusammen mit den gestiegenen Personalkosten (siehe nachfolgend) das vorgenannte Umsatzwachstum nahezu aufgezehrt.

Die Personalkosten beinhalten Tariflohnerhöhungen sowie tarifliche Einmalzahlungen gemäß dem Lohn- und Gehaltstarifvertrag für Arbeitnehmer in bayrischen Bäckereien, an dem sich die Gesellschaft orientiert. In Summe sind die Personalkosten um 7,1% auf TEUR 11.968 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 14,7% zum Vorjahr auf TEUR 6.955. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die Einmalkosten im Zusammenhang mit der Ermittlung des Beratungsbedarfs für die Optimierung und Restrukturierung der Gesellschaft enthalten. Bereinigt um diesen Sondereffekt beträgt die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zu 2014 rund 4,6%.

Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen ein negatives Jahresergebnis von TEUR -1.210 (VJ TEUR +213) aus.

1.4. Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, technische Anlagen, Maschinen, Fuhrpark und Geschäftsausstattung beliefen sich im Berichtsjahr auf rund TEUR 370 (VJ TEUR 558). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erweiterungen und Ersatzinvestitionen im Produktions- und Fuhrparkbereich. Im Rahmen von Sale-And-Lease-Back Verträgen wurden im Berichtsjahr neu angeschaffte LKW in Höhe des Anschaffungswertes von TEUR 331 wieder veräußert.

Die Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen insgesamt TEUR 73 (VJ TEUR 21).

1.5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die getätigten operativen Investitionen konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Leasingverpflichtungen wurden im erforderlichen Umfang für die Anschaffungen im Fuhrpark eingegangen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Bankdarlehen in Höhe von TEUR 2.600 aufgenommen.

1.6. Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt 2015 wurden (ohne Geschäftsführer) 275 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Angestellte und 256 gewerbliche Arbeitnehmer.

Im Rahmen der Übernahme durch die Serafin Unternehmensgruppe wurde die Stelle des Kaufmännischen Leiters zugunsten einer weiteren Professionalisierung des Unternehmens neu geschaffen. Diese Funktion wurde in der Vergangenheit von einem der beiden geschäftsführenden Gesellschafter selbst wahrgenommen.

Die Entlohnung der Mitarbeiter orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und auch bei weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifvorstellungen des Landes-Innungsverbandes für das bayerische Bäckerhandwerk; darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen.

In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u.ä., haben sich im Geschäftsjahr 2015 keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

Die Geschäftsführung spricht an dieser Stellen allen Mitarbeitern für die im Jahr 2015 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

2. Darstellung der Lage

2.1. Vermögenslage

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und der Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Betrachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Das Anlagevermögen betrug im Berichtsjahr TEUR 3.353 (VJ TEUR 183). Wesentliche Veränderungen im Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr betreffen die Finanzanlagen mit TEUR 3.182 (VJ TEUR 0,3). Das Umlaufvermögen weist zum Bilanzstichtag einen Vorratsbestand von TEUR 805 (VJ TEUR 681), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 288 (VJ TEUR 383), sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.366 (VJ TEUR 1.163) und flüssige Mittel von TEUR 507 (VJ TEUR 1.081) aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 3.498 im Vorjahr auf TEUR 6.951 im Jahr 2015.

Das Eigenkapital hat sich von TEUR 582 auf TEUR 0 reduziert. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 628 (VJ TEUR 0) aus.

Die Rückstellungen haben sich von TEUR 584 im Vorjahr auf TEUR 660 im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht.

2.2. Finanzlage

In 2015 konnte weitgehend auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden. Erst zum Jahresende hin wurden die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien teilweise in Anspruch genommen. Die angefallen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - in der Regel unter Erwirtschaftung aller möglichen Skonto-Erträge - fristgerecht erfüllt. Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im Berichtsjahr jederzeit gegeben.

Die Ermittlung des Cashflows ist aus folgender Übersicht aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten dem Vorjahr vergleichend gegenüber gestellt:

CASH FLOW - KENNZAHLEN 31.12.2015 Euro / Wert 31.12.2014 Euro / Wert
= Rohgewinn I und II 17.516.583,3 17.577.204,5
+ Regelmäßige betriebl. Nebenerträge 16.565,9 16.565,9
- Übrige Kosten 18.723.699,6 17.257.103,6
= Ordentlicher Betriebs- erfolg bzw. -ergebnis -1.190.550,5 336.666,8
+ Ordentliches Finanz- und sonstiges neutrales Ergebnis -19.273,0 -6.758,4
= Ordentliches Ergebnis bzw. Ergebnis vor EE-Steuern -1.209.823,5 329.908,4
- Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,0 -117.316,5
= Jahresüberschuss -1.209.823,5 212.591,9
Jahresüberschuss -1.209.823,5 212.591,9
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 72.874,0 21.043,5
+ Erhöhung Pensionsrückstellung 40.320,2 -4.534,4
= Cashflow -1.096.629,2 229.101,0

2.3. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist die Gesellschaft einen Verlust von TEUR 1.210 aus. Wesentliche Einflussfaktoren für das negative Unternehmensergebnis waren die Kostensteigerung im Bereich Material, Personal und bei den Einmalaufwendungen sowie die Sortiments- und Liefer-Regionen-Umstellung eines großen Kunden.

Nachfolgend ist die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Erfolgsrechnung dem Vorjahr vergleichend gegenüber gestellt.

2015
TEUR
% 2014
TEUR
% Veränderung
TEUR
%
Rohergebnis 17.807 53,2 17.655 54,8 152 0,9
Personalaufwand 11.968 35,7 11.169 34,7 799 7,1
Abschreibungen 73 0,2 21 0,0 52 247,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.955 20,8 6.061 18,8 894 14,7
Sonstige Steuern 28 0,1 29 0,1 -1 -3,4
Betriebsergebnis inkl. neutralem -1.217 -3,6 375 1,2 -1.592 -424,5
Ergebnis            
Finanzergebnis 7 0,0 -45 -0,1 53 117,8
Ertragsteuern 0 0,0 -117 -0,4 117 100,0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.210 -3,6 213 0,7 -1.423 -668,1

2.4. Besondere Darstellungsformen zur aktuellen Lage des Unternehmens

Die dargestellte wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes wie folgt zu beurteilen:

Finanz- und Ertragslage

In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016 konnte der Umsatz leicht unterhalb des Vorjahres-Niveaus stabilisiert werden (-1.9% vs. VJ), allerdings bei einer zeitgleich erhöhten Kostenbasis aufgrund erhöhter Komplexität in den Bereichen Produktion und Logistik

Umfangreiche Maßnahmen zur Optimierung der Prozesseffizienz in allen relevanten Bereichen des Unternehmens wurden eingeleitet. Auch im laufenden Geschäftsjahr wurde hierfür ein zusätzlicher Aufwand eingeplant

In Summe hat sich das operative Ergebnis in den ersten Monaten 2016 versus 2015 stabilisiert, ist allerdings aufgrund der gestiegenen Kostenbasis immer noch negativ

Das bereits im Berichtsjahr begonnene aktive Liquiditäts-Management wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2016 konsequent fortgeführt. Die fristgerechte Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen unter höchst möglicher Ausnutzung von Skonto-Erträgen ist aktuell gewährleistet. Die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien werden bei Bedarf in Anspruch genommen.

Vermögenslage

Die Gesellschafterin der Gersthofer Backbetriebe GmbH, die Serafin 10. Verwaltungs GmbH (S10), hat zum 31.05.2016 folgende Änderungen an der Bilanzstruktur der Gersthofer Backbetriebe GmbH veranlasst:

Verkauf und Übertragung aller beweglichen Vermögensgegenstände von der Gersthofer Backbetriebe Immobilien GmbH & Co. KG ("GBI KG") an die Gersthofer Backbetriebe GmbH ("GBB GmbH") im Rahmen eines Asset Deals

Verkauf und Übertragung des Grundbesitzes Flurstück 1238/15, Siemensstraße 7, sowie Flurstück 1238/3, Gutenbergstraße 1 von der GBI KG an die GBB GmbH

Austritt der Gersthofer Backbetriebe Immobilien Verwaltungs GmbH als einzige Komplementärin der GBI KG; sowie

Erlöschen der GBI KG ohne Liquidation und Anwachsung des verbleibenden Gesellschaftsvermögens im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge bei der S10

Als Ergebnis dieser Änderungen wird neben einer einfacheren und weniger kostenintensiven Struktur der Gersthofer Gruppe auch mit einem positiven Ergebnisbeitrag gerechnet, um auf diese Weise dem Verlust aus dem Geschäftsjahr 2015 entgegenzuwirken. In der Folge dieses außerordentlichen Ertragseffektes erwartet die Geschäftsführung eine Konsolidierung der aktuellen Eigenkapitalsituation der Gesellschaft.

3. Darstellung der wesentlichen Risiken (Risikobericht)

Aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgende Makro-Risiken bestehen für die Gersthofer Backbetriebe GmbH nur in geringem Umfang. Brot und Backwaren sind Grundnahrungsmittel und ihr Absatz ist von der Konjunktur nahezu unabhängig. Auch sinkende Konsumausgaben der privaten Haushalte wirken sich nur gering auf den Verbrauch aus. Der Konsum von Brot und Backwaren bewegte sich in Deutschland während der letzten Jahre bei geringen Schwankungen auf einem Niveau von ca. 80-85 kg pro Kopf.

Branchenspezifische Risiken bestehen in dem weiterhin unverändert schwierigen Marktumfeld fort. Der starke Verdrängungswettbewerb wird sich auch weiterhin fortsetzen. Zu nennen sind hier insbesondere die Aufbackstationen des Lebensmitteleinzelhandels, die mit den klassischen Bäckereibetrieben im Verdrängungswettbewerb stehen; dies vor allem, wenn diese Stationen zukünftig vermehrt mit Tiefkühl-Teiglingen bedient werden. Dieser strukturelle Wandel hin zu Tiefkühl-Teiglingen kann zukünftig zur Beeinträchtigung des Lieferumsatzes der Gesellschaft führen. Die vom Kunden zunehmend gewünschte Ausweitung des Mindesthaltbarkeitsdatums bei Frische-Backprodukten könnte ebenfalls zu Lasten des Lieferumsatzes im Bereich Frische und damit des Kerngeschäftes der Gersthofer Backbetriebe GmbH gehen. Insgesamt können diese Marktentwicklungen zukünftig einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Risiken bestehen auch in dem Wegfall größerer Kunden, da der stark konzentrierte Lebensmitteleinzelhandel die Hauptkunden der Gesellschaft darstellt.

Weitere Risiken können sich aus dem Bereich der Einstandspreise für Rohwaren, insbesondere bei dem Hauptrohstoff Mehl ergeben, welche zu höheren Materialkosten insgesamt führen können. Auch eine sich verändernde Preisvolatilität, z. B. bei den Energiekosten für Strom, Heizöl und Diesel stellt ein potenzielles Risiko dar. Diese Kostenrisiken sind allerdings nicht konkret vorhersehbar; aktuell verläuft z. B. das Preisniveau des Hauptrohstoffes Mehl stabil und die Energiepreisvolatilität ist gering. In jüngster Vergangenheit konnten steigende Einkaufspreise nicht oder nicht vollständig durch Verkaufspreisanpassungen gegenüber den Kunden weitergegeben werden. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer möglichst vorausschauenden Einkaufspolitik und der Optimierung des strategischen Einkaufs.

Risiken im Zusammenhang mit der IT-Struktur des Unternehmens werden durch die laufende Verbesserung vorhandener Schutzmaßnahmen reduziert. Der IT-Bereich wird in Zukunft noch stärker im Fokus liegen, um die Zukunftssicherheit des Unternehmens auch IT-seitig zu gewährleisten. Durch gezielte Investitionen in diesem Bereich soll die Professionalisierung des Unternehmens weiter vorangetrieben werden.

Rechtliche Risiken, die zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führen könnten, sind nicht bekannt.

Alle bekannten Risiken lassen derzeit keine Bestandsgefährdung für die Gersthofer Backbetriebe GmbH erkennen.

Den möglichen Risiken ist mit Budget- und Liquiditäts-Planungen und deren regelmäßigen Überprüfungen und Anpassungen sowie mit Investitions- und Rationalisierungsüberlegungen zu begegnen. Diese Maßnahmen versetzen die Gesellschaft in die Lage, im Rahmen des Risikomanagements zeitnah auf auftretende Risiken reagieren zu können.

Die Risikoberichterstattung bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht auch in der Backwarenbranche eine grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse.

4. Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung

Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die Geschäftsleitung einen Umsatz, der leicht unter dem Vorjahresniveau liegt. Die Notwendigkeit einer umfassenden Rationalisierung in den Bereichen Produktion und Logistik führt zu einem Einsatz externer Beratungs- und Umsetzungsunterstützung und damit zu zusätzlichen Kosten. Auch die interimistisch zu überbrückenden Vakanzen in der Geschäftsleitung des Unternehmens führen in der ersten Jahreshälfte noch zu zusätzlichen Aufwendungen. Die Umsatzreduzierungen versus Vorjahr und die aktuelle Kostensituation können das Ergebnis 2016 negativ beeinflussen.

Positiv sollten sich im Gegenzug die erwähnte Ausdehnung des Liefergebietes sowie die gewonnenen Neukunden auswirken.

Eine Aussage für 2017 und Folgende ist aufgrund von erheblichen Unwägbarkeiten äußerst schwierig und kann daher an dieser Stelle nicht belastbar quantifiziert getroffen werden.

5. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und über die im vorliegenden Lagebericht nicht bereits berichtet wurden, liegen nicht vor.

 

Gersthofen, den 25. Mai 2016

Gersthofer Backbetriebe GmbH

Geschäftsführung

Marco Pagacz

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 3.353.381,81 183.219,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 110.581,00 144.618,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 110.581,00 144.618,00
II. Sachanlagen 61.280,00 38.301,00
1. technische Anlagen und Maschinen 23.000,00 9.622,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.280,00 28.679,00
III. Finanzanlagen 3.181.520,81 300,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.382.990,68 0,00
2. sonstige Finanzanlagen 1.798.530,13 300,00
B. Umlaufvermögen 2.965.384,31 3.307.817,86
I. Vorräte 804.709,25 680.517,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.653.616,77 1.545.883,23
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.653.616,77 1.545.883,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 507.058,29 1.081.417,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.833,54 6.833,46
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 627.788,79 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.951.388,45 3.497.870,32

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 0,00 582.034,62
I. gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnvortrag 530.905,43 318.313,50
III. Jahresfehlbetrag 1.209.823,41 -212.591,93
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 627.788,79 0,00
B. Rückstellungen 659.735,36 583.700,16
C. Verbindlichkeiten 6.291.653,09 2.332.135,54
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.890.880,16 72,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 76,64 72,29
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.452.607,36 1.673.616,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.452.607,36 1.673.616,12
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 278.441,14 0,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 669.724,43 658.447,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 662.665,28 653.100,71
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.951.388,45 3.497.870,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Rohergebnis 17.806.924,85 17.655.676,74
2. Personalaufwand 11.967.381,23 11.168.694,05
a) Löhne und Gehälter 9.913.328,49 9.274.534,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.054.052,74 1.894.159,38
davon für Altersversorgung 183.206,00 139.104,82
3. Abschreibungen 72.874,04 21.043,46
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 72.874,04 21.043,46
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.957.220,02 6.061.684,46
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 75.279,80 14.378,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 67.025,84 59.774,62
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.182.296,48 358.858,99
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 117.316,50
9. sonstige Steuern 27.526,93 28.950,56
10. Jahresfehlbetrag 1.209.823,41 -212.591,93

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gersthofer Backbetriebe GmbH für das Geschäftsjahr vom

1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches - §§ 242 ff. und ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 264 ff. HGB - aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB gelten, wurde Gebrauch gemacht.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen:

Die im Vorjahr aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände, bei denen von einer insgesamt dreijährigen Nutzung ausgegangen wird, werden weiterhin linear abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR liegen, wird ein Sammelposten gebildet, der in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Die Berechnungen der Pensionsrückstellungen erfolgen gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG zum 31. Dezember 2015.

Der Erfüllungsbetrag der Altersvorsorgeverpflichtung beträgt zum 31.12.2015 insgesamt 539.887,00 EUR (466.130,00 EUR im Vorjahr). Die Forderung aus der Rückdeckungsversicherung wird ab 2010 gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HG (i.d.F.d. BilMoG) mit der Pensionsverpflichtung verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten (entsprechen dem beizulegenden Zeitwert) dieser Forderung betragen zum 31.12.2015 356.135,00 EUR (322.697,00 EUR im Vorjahr). Diese Forderung wurde bei Pensionszusage durch die Verpfändung zur Sicherheit der Versorgungsansprüche an die Begünstigten dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen:

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Eigenkapital:

Die Gesellschaft weist zum 31.12.2015 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 627.788,79 EUR aus. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose für die Gesellschaft in den nächsten Wirtschaftsjahren aus.

Rückstellungen:

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 475.982 EUR sind im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (423.737 EUR), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Rechtsberatung (20.600 EUR) und Rückstellungen für die Schwerbehindertenabgabe (18.200 EUR) enthalten.

Verbindlichkeiten:

Zum 31.12.2015 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.890.880 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 76,64 EUR; VJ: 72,29 EUR sowie mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren i.H.v. 2.890.803,52 EUR; VJ: 0 EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.452.607 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 2.452.607 EUR; VJ: 1.673.616 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 278.441 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren i.H.v. 150.838 EUR; VJ: 0 EUR sowie mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 127.602 EUR; VJ: 0 EUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 662.665 EUR) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn (551.040 EUR; VJ: 470.660 EUR), Verbindlichkeiten aus Steuern (101.282 EUR; VJ: 158.300 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (13.001 EUR; VJ: 5.346 EUR) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Zum 31.12.2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag für ein Grundstück in Gersthofen mit Parkplatz über 74.136 EUR. Für den Pachtvertrag über das zweite Grundstück in Gersthofen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen pro Jahr über 929.089 EUR Pacht sowie einem variablen Pachtbestandteil.

Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Leasingverträgen in Höhe von 367.803 EUR für 2015, 336.074 EUR für 2016, 200.518 EUR für 2017, 102.232 EUR für 2018 und 24.289 EUR für 2019.

Die gesamten Restlaufzeitverpflichtungen für Folgejahre betragen somit ca. 663 TEUR.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen in Höhe von 31.385 EUR, Erträge aus Vermietung in Höhe von 15.338 EUR sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 974 EUR.

In der Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 13.221 EUR (11.485 EUR im Vorjahr) enthalten, welche die Pensionsrückstellung betreffen. Es erfolgte eine Saldierung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB.

V. Sonstige Angaben

Mitarbeiter:

Im Jahresdurchschnitt 2015 wurden 275 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Angestellte und 256 gewerbliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführer:

Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte die Geschäftsführung der Gersthofer Backbetriebe GmbH durch:

Herr Dr. Jürgen Brandstetter, Aystetten, Diplom-Kaufmann (bis 07.10.2015)

Herr Werner Reißner, Meitingen, Bäckermeister (bis 07.10.2015)

Herr Alf-Friedrich Fasold, Elze, Bäckermeister (vom 01.09.2015 bis 19.02.2016)

Herr Marco Pagacz, München, Diplom-Betriebswirt (FH) (ab 21.01.2016)

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt die Gesellschaft alleine zu vertreten.

Konzernabschluss:

Gersthofer Backbetriebe GmbH wird in den Konzernabschluss der Serafin GmbH, München einbezogen. Serafin GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt.

 

Gersthofen, am 25.05.2016

Der Geschäftsführer der Gersthofer Backbetriebe GmbH:

Marco Pagacz

Anlagespiegel

Anschaffungs‑ Herstellungs‑ kosten 01.01.2015
EUR
Zugänge Abgänge ‑
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2015
EUR
Abschreibungen Zuschreibungen ‑ vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
EUR
Buchwert 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 148.750,88 17.513,92 55.683,80 51.550,92 110.581,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 148.750,88 17.513,92 55.683,80 51.550,92 110.581,00
II. Sachanlagen          
1. technische Anlagen und Maschinen 11.546,00 16.223,38 4.769,38 2.845,38 23.000,00
2. andere Anlagen, Betriebs‑ und Geschäftsausstattung 89.910,21 336.324,74 311.885,56‑ 76.069,39 18.477,74 38.280,00
Sachanlagen 101.456,21 352.548,12 80.838,77 21.323,12 61.280,00
    311.885,56‑      
III. Finanzanlagen          
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   1.382.990,68   0,00 1.382.990,68
2. sonstige Ausleihungen   1.798.230,13   0,00 1.798.230,13
3. Genossenschaftsanteile 300,00     0,00 300,00
Finanzanlagen 300,00 3.181.220,81     3.181.520,81
  250.507,09 3.551.282,85 136.522,57 72.874,04 3.353.381,81
    311.885,56‑      

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gersthofer Backbetriebe GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 2 der negative Geschäftsverlauf sowie die hieraus resultierende bilanzielle Überschuldung dargestellt. Gleichzeitig erfolgt der Hinweis, dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet ist.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 6. Juli 2016

gezeichnet Martina Berger, Wirtschaftsprüfer

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