Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gersthofer Backbetriebe GmbHLiquidiert
Siemensstraße 7, 86368 Gersthofen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Martin Dr. Grebner seit 9.6.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (4)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 72.50% | |
| 15.10% | |
| 7.40% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gersthofer Backbetriebe GmbHMünchen (vormals: Gersthofen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015Allgemeines Die Gersthofer Backbetriebe GmbH ist Teil der Serafin Unternehmensgruppe mit Sitz in München und eine führende Großbäckerei in Süddeutschland. Das Sortiment umfasst Frisch- und Aufback-Backwaren, die unter den Markennamen "Gretl Brot" und "Backstube Lechauen" an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) vertrieben werden. Das Produktsortiment umfasst Brot/Schnittbrot, Brötchen und Kleingebäck sowie Feinbackwaren und Konditoreiartikel. Täglich werden rund 400.000 Artikel hergestellt und ausgeliefert. 1. Darstellung des Geschäftsverlaufes 1.1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Brot und Backwaren zählen zu den Grundnahrungsmitteln und zeichnen sich durch eine stabile Nachfrage vor allem in den "klassischen" Backwaren-Kategorien aus. In 2015 verzeichnete die Branche ein leichtes Umsatzplus, getrieben durch den Anstieg im privaten Konsum in Höhe von nominal rund 2,9% (Quelle: Statistisches Bundesamt, vorläufige Zahlen). In einer Umfrage der Allgemeinen Bäckerzeitung (ABZ-Monitor) berichteten über 80% der befragten Bäckereien und Konditoreien über ein zumindest zufriedenstellendes Jahr 2015 und eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Die Branche durchläuft bereits seit Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel. Innerhalb der Vertriebswege ist eine kontinuierliche Verschiebung weg vom Handwerksbäcker hin zum LEH, inklusive Discount, zu beobachten. Dies verstärkt den anhaltenden Konsolidierungsprozess in der Backbranche. Die Zahl insbesondere der handwerklich geprägten Einzelbetriebe geht weiter zurück. Parallel führt eine zunehmende Automatisierung in der Produktion zu der Entstehung von immer größeren, zentralen Produktionsstätten, die eine Vielzahl von regionalen und überregionalen Verkaufsstätten beliefern können. Dies ist vor allem für den Vorback- und Tiefkühl-Bereich im LEH relevant, welche weiterhin sukzessive auf Kosten der reinen Frischeprodukte Marktanteile gewinnt und den Ausbau von Aufback-Stationen mit Selbstbedienung vorantreibt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass der LEH auch vermehrt auf eigene Produktionsstätten setzt und sich so von traditionellen Großbäckern unabhängiger macht. 1.2. Darstellung maßgeblicher Einflussfaktoren für den Geschäftsverlauf Die Gersthofer Backbetriebe GmbH unterlag in 2015 grundsätzlich den bereits oben ausgeführten konjunkturellen und branchenspezifischen Einflussfaktoren, insbesondere einer sukzessiven, sich stetig verstärkenden Verschiebung des Frische-Umsatzes in Richtung Aufback-Artikel. Darüber hinaus haben im Berichtsjahr zwei Faktoren den Geschäftsverlauf und das Unternehmensergebnis maßgeblich beeinflusst. Mit Wirkung zum 31.12.2014 hat die Serafin Unternehmensgruppe sämtliche Anteile der Gersthofer Backbetriebe GmbH übernommen und im Wirtschaftsjahr 2015 das Unternehmen am Standort Gersthofen fortgeführt. Im Rahmen dieser Übernahme wurde das ehemals inhabergeführte Unternehmen in die Serafin Unternehmensgruppe integriert. In diesem Zusammenhang kam es, insbesondere im Hinblick auf die Ermittlung des bei der Gesellschaft bestehenden Beratungs-, Optimierungs- und gegebenenfalls Restrukturierungsbedarfs zu Mehraufwendungen, die das Unternehmensergebnis beeinflussten. Operativ stand das Jahr 2015 ganz im Zeichen einer umfassenden Sortiments- und Liefer-Regionen-Umstellung. Zeitgleich konnte die Gesellschaft im größeren Umfang zusätzliche LEH-Filialen für die Belieferung hinzugewinnen, was sich langfristig positiv auf den Umsatz auswirken sollte. Zur Sicherstellung einer reibungslosen Begleitung dieser Umstellung wurden in der zweiten Jahreshälfte hohe Sonderaufwendungen in Kauf genommen, unter anderem aufgrund erhöhter Komplexität in den Bereichen Einkauf (insbesondere Verpackungen), Produktion und Versand/Logistik. Diese Sonderaufwendungen beeinflussen zusammen mit den im Rahmen der Integration in die Serafin-Unternehmensgruppe entstandenen Mehraufwendungen das Unternehmensergebnis im Berichtsjahr 2015 erheblich. Nach dem erfolgreichen Abschluss der oben erwähnten Umstellung liegt im laufenden Geschäftsjahr 2016 das Hauptaugenmerk auf der Optimierung der Bereiche Produktion und Logistik, um durch Prozesseffizienz und weitere Kosteneinsparungen zukünftig wieder positive Ergebnisse erzielen zu können. Zudem wird kontinuierlich an einer Ausweitung des Kundenstamms gearbeitet, um mit Neukunden v.a. im attraktiven Aufback-Segment Umsatzwachstum zu generieren. Hier konnten im ersten Quartal 2016 bereits vielversprechende Erfolge verzeichnet werden. 1.3. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Umsatzseitig verlief das abgelaufene Geschäftsjahr zufriedenstellend. Die Gesamtleistung konnte um 4,1% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Preisniveau des Hauptrohstoffes Mehl war in 2015 weitgehend stabil. Erhebliche Ergebnis-Auswirkungen hatte dagegen ein unerwarteter Preisanstieg beim Einkauf von Haselnüssen von über 150%. In Summe sind die Materialaufwendungen inkl. bezogene Leistungen (i.W. Kosten für Leiharbeiter) gegenüber dem Vorjahr um 7,7% auf TEUR 15.736 (VJ TEUR 14.606) gestiegen und haben in der Folge im Wesentlichen zusammen mit den gestiegenen Personalkosten (siehe nachfolgend) das vorgenannte Umsatzwachstum nahezu aufgezehrt. Die Personalkosten beinhalten Tariflohnerhöhungen sowie tarifliche Einmalzahlungen gemäß dem Lohn- und Gehaltstarifvertrag für Arbeitnehmer in bayrischen Bäckereien, an dem sich die Gesellschaft orientiert. In Summe sind die Personalkosten um 7,1% auf TEUR 11.968 gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 14,7% zum Vorjahr auf TEUR 6.955. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die Einmalkosten im Zusammenhang mit der Ermittlung des Beratungsbedarfs für die Optimierung und Restrukturierung der Gesellschaft enthalten. Bereinigt um diesen Sondereffekt beträgt die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zu 2014 rund 4,6%. Zum Bilanzstichtag weist das Unternehmen ein negatives Jahresergebnis von TEUR -1.210 (VJ TEUR +213) aus. 1.4. Investitionen Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, technische Anlagen, Maschinen, Fuhrpark und Geschäftsausstattung beliefen sich im Berichtsjahr auf rund TEUR 370 (VJ TEUR 558). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erweiterungen und Ersatzinvestitionen im Produktions- und Fuhrparkbereich. Im Rahmen von Sale-And-Lease-Back Verträgen wurden im Berichtsjahr neu angeschaffte LKW in Höhe des Anschaffungswertes von TEUR 331 wieder veräußert. Die Abschreibungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betrugen insgesamt TEUR 73 (VJ TEUR 21). 1.5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die getätigten operativen Investitionen konnten aus dem laufenden Cashflow finanziert werden. Leasingverpflichtungen wurden im erforderlichen Umfang für die Anschaffungen im Fuhrpark eingegangen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft Bankdarlehen in Höhe von TEUR 2.600 aufgenommen. 1.6. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2015 wurden (ohne Geschäftsführer) 275 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Angestellte und 256 gewerbliche Arbeitnehmer. Im Rahmen der Übernahme durch die Serafin Unternehmensgruppe wurde die Stelle des Kaufmännischen Leiters zugunsten einer weiteren Professionalisierung des Unternehmens neu geschaffen. Diese Funktion wurde in der Vergangenheit von einem der beiden geschäftsführenden Gesellschafter selbst wahrgenommen. Die Entlohnung der Mitarbeiter orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und auch bei weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifvorstellungen des Landes-Innungsverbandes für das bayerische Bäckerhandwerk; darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z.B. Unfallschutz, Berufsunfälle u.ä., haben sich im Geschäftsjahr 2015 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. Die Geschäftsführung spricht an dieser Stellen allen Mitarbeitern für die im Jahr 2015 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus. 2. Darstellung der Lage 2.1. Vermögenslage Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und der Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der fertigen Erzeugnisse und Waren erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Betrachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Das Anlagevermögen betrug im Berichtsjahr TEUR 3.353 (VJ TEUR 183). Wesentliche Veränderungen im Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr betreffen die Finanzanlagen mit TEUR 3.182 (VJ TEUR 0,3). Das Umlaufvermögen weist zum Bilanzstichtag einen Vorratsbestand von TEUR 805 (VJ TEUR 681), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 288 (VJ TEUR 383), sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 1.366 (VJ TEUR 1.163) und flüssige Mittel von TEUR 507 (VJ TEUR 1.081) aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 3.498 im Vorjahr auf TEUR 6.951 im Jahr 2015. Das Eigenkapital hat sich von TEUR 582 auf TEUR 0 reduziert. Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 628 (VJ TEUR 0) aus. Die Rückstellungen haben sich von TEUR 584 im Vorjahr auf TEUR 660 im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. 2.2. Finanzlage In 2015 konnte weitgehend auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden. Erst zum Jahresende hin wurden die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien teilweise in Anspruch genommen. Die angefallen finanziellen Verpflichtungen wurden stets - in der Regel unter Erwirtschaftung aller möglichen Skonto-Erträge - fristgerecht erfüllt. Die Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im Berichtsjahr jederzeit gegeben. Die Ermittlung des Cashflows ist aus folgender Übersicht aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten dem Vorjahr vergleichend gegenüber gestellt:
2.3. Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr weist die Gesellschaft einen Verlust von TEUR 1.210 aus. Wesentliche Einflussfaktoren für das negative Unternehmensergebnis waren die Kostensteigerung im Bereich Material, Personal und bei den Einmalaufwendungen sowie die Sortiments- und Liefer-Regionen-Umstellung eines großen Kunden. Nachfolgend ist die aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitete Erfolgsrechnung dem Vorjahr vergleichend gegenüber gestellt.
2.4. Besondere Darstellungsformen zur aktuellen Lage des Unternehmens Die dargestellte wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes wie folgt zu beurteilen: Finanz- und Ertragslage
Das bereits im Berichtsjahr begonnene aktive Liquiditäts-Management wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2016 konsequent fortgeführt. Die fristgerechte Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen unter höchst möglicher Ausnutzung von Skonto-Erträgen ist aktuell gewährleistet. Die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien werden bei Bedarf in Anspruch genommen. Vermögenslage Die Gesellschafterin der Gersthofer Backbetriebe GmbH, die Serafin 10. Verwaltungs GmbH (S10), hat zum 31.05.2016 folgende Änderungen an der Bilanzstruktur der Gersthofer Backbetriebe GmbH veranlasst:
Als Ergebnis dieser Änderungen wird neben einer einfacheren und weniger kostenintensiven Struktur der Gersthofer Gruppe auch mit einem positiven Ergebnisbeitrag gerechnet, um auf diese Weise dem Verlust aus dem Geschäftsjahr 2015 entgegenzuwirken. In der Folge dieses außerordentlichen Ertragseffektes erwartet die Geschäftsführung eine Konsolidierung der aktuellen Eigenkapitalsituation der Gesellschaft. 3. Darstellung der wesentlichen Risiken (Risikobericht) Aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgende Makro-Risiken bestehen für die Gersthofer Backbetriebe GmbH nur in geringem Umfang. Brot und Backwaren sind Grundnahrungsmittel und ihr Absatz ist von der Konjunktur nahezu unabhängig. Auch sinkende Konsumausgaben der privaten Haushalte wirken sich nur gering auf den Verbrauch aus. Der Konsum von Brot und Backwaren bewegte sich in Deutschland während der letzten Jahre bei geringen Schwankungen auf einem Niveau von ca. 80-85 kg pro Kopf. Branchenspezifische Risiken bestehen in dem weiterhin unverändert schwierigen Marktumfeld fort. Der starke Verdrängungswettbewerb wird sich auch weiterhin fortsetzen. Zu nennen sind hier insbesondere die Aufbackstationen des Lebensmitteleinzelhandels, die mit den klassischen Bäckereibetrieben im Verdrängungswettbewerb stehen; dies vor allem, wenn diese Stationen zukünftig vermehrt mit Tiefkühl-Teiglingen bedient werden. Dieser strukturelle Wandel hin zu Tiefkühl-Teiglingen kann zukünftig zur Beeinträchtigung des Lieferumsatzes der Gesellschaft führen. Die vom Kunden zunehmend gewünschte Ausweitung des Mindesthaltbarkeitsdatums bei Frische-Backprodukten könnte ebenfalls zu Lasten des Lieferumsatzes im Bereich Frische und damit des Kerngeschäftes der Gersthofer Backbetriebe GmbH gehen. Insgesamt können diese Marktentwicklungen zukünftig einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Risiken bestehen auch in dem Wegfall größerer Kunden, da der stark konzentrierte Lebensmitteleinzelhandel die Hauptkunden der Gesellschaft darstellt. Weitere Risiken können sich aus dem Bereich der Einstandspreise für Rohwaren, insbesondere bei dem Hauptrohstoff Mehl ergeben, welche zu höheren Materialkosten insgesamt führen können. Auch eine sich verändernde Preisvolatilität, z. B. bei den Energiekosten für Strom, Heizöl und Diesel stellt ein potenzielles Risiko dar. Diese Kostenrisiken sind allerdings nicht konkret vorhersehbar; aktuell verläuft z. B. das Preisniveau des Hauptrohstoffes Mehl stabil und die Energiepreisvolatilität ist gering. In jüngster Vergangenheit konnten steigende Einkaufspreise nicht oder nicht vollständig durch Verkaufspreisanpassungen gegenüber den Kunden weitergegeben werden. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko mit einer möglichst vorausschauenden Einkaufspolitik und der Optimierung des strategischen Einkaufs. Risiken im Zusammenhang mit der IT-Struktur des Unternehmens werden durch die laufende Verbesserung vorhandener Schutzmaßnahmen reduziert. Der IT-Bereich wird in Zukunft noch stärker im Fokus liegen, um die Zukunftssicherheit des Unternehmens auch IT-seitig zu gewährleisten. Durch gezielte Investitionen in diesem Bereich soll die Professionalisierung des Unternehmens weiter vorangetrieben werden. Rechtliche Risiken, die zu einer Bestandsgefährdung des Unternehmens führen könnten, sind nicht bekannt. Alle bekannten Risiken lassen derzeit keine Bestandsgefährdung für die Gersthofer Backbetriebe GmbH erkennen. Den möglichen Risiken ist mit Budget- und Liquiditäts-Planungen und deren regelmäßigen Überprüfungen und Anpassungen sowie mit Investitions- und Rationalisierungsüberlegungen zu begegnen. Diese Maßnahmen versetzen die Gesellschaft in die Lage, im Rahmen des Risikomanagements zeitnah auf auftretende Risiken reagieren zu können. Die Risikoberichterstattung bezieht sich auf die Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht auch in der Backwarenbranche eine grundsätzliche Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. 4. Einschätzung zur voraussichtlichen Entwicklung Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die Geschäftsleitung einen Umsatz, der leicht unter dem Vorjahresniveau liegt. Die Notwendigkeit einer umfassenden Rationalisierung in den Bereichen Produktion und Logistik führt zu einem Einsatz externer Beratungs- und Umsetzungsunterstützung und damit zu zusätzlichen Kosten. Auch die interimistisch zu überbrückenden Vakanzen in der Geschäftsleitung des Unternehmens führen in der ersten Jahreshälfte noch zu zusätzlichen Aufwendungen. Die Umsatzreduzierungen versus Vorjahr und die aktuelle Kostensituation können das Ergebnis 2016 negativ beeinflussen. Positiv sollten sich im Gegenzug die erwähnte Ausdehnung des Liefergebietes sowie die gewonnenen Neukunden auswirken. Eine Aussage für 2017 und Folgende ist aufgrund von erheblichen Unwägbarkeiten äußerst schwierig und kann daher an dieser Stelle nicht belastbar quantifiziert getroffen werden. 5. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und über die im vorliegenden Lagebericht nicht bereits berichtet wurden, liegen nicht vor.
Gersthofen, den 25. Mai 2016 Gersthofer Backbetriebe GmbH Geschäftsführung Marco Pagacz BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Gersthofer Backbetriebe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches - §§ 242 ff. und ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften im Sinne der §§ 264 ff. HGB - aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 288 HGB gelten, wurde Gebrauch gemacht. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Im Einzelnen erfolgen Bilanzierung und Bewertung nach folgenden Grundsätzen: Die im Vorjahr aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände, bei denen von einer insgesamt dreijährigen Nutzung ausgegangen wird, werden weiterhin linear abgeschrieben. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR liegen, wird ein Sammelposten gebildet, der in den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich, zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, sowie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Berechnungen der Pensionsrückstellungen erfolgen gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG zum 31. Dezember 2015. Der Erfüllungsbetrag der Altersvorsorgeverpflichtung beträgt zum 31.12.2015 insgesamt 539.887,00 EUR (466.130,00 EUR im Vorjahr). Die Forderung aus der Rückdeckungsversicherung wird ab 2010 gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HG (i.d.F.d. BilMoG) mit der Pensionsverpflichtung verrechnet. Die fortgeführten Anschaffungskosten (entsprechen dem beizulegenden Zeitwert) dieser Forderung betragen zum 31.12.2015 356.135,00 EUR (322.697,00 EUR im Vorjahr). Diese Forderung wurde bei Pensionszusage durch die Verpfändung zur Sicherheit der Versorgungsansprüche an die Begünstigten dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen: Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015 ist aus dem als Anlage zu diesem Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Eigenkapital: Die Gesellschaft weist zum 31.12.2015 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 627.788,79 EUR aus. Die Geschäftsführung geht von einer positiven Fortführungsprognose für die Gesellschaft in den nächsten Wirtschaftsjahren aus. Rückstellungen: In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 475.982 EUR sind im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen (423.737 EUR), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Rechtsberatung (20.600 EUR) und Rückstellungen für die Schwerbehindertenabgabe (18.200 EUR) enthalten. Verbindlichkeiten: Zum 31.12.2015 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2.890.880 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 76,64 EUR; VJ: 72,29 EUR sowie mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren i.H.v. 2.890.803,52 EUR; VJ: 0 EUR), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.452.607 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 2.452.607 EUR; VJ: 1.673.616 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 278.441 EUR (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren i.H.v. 150.838 EUR; VJ: 0 EUR sowie mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 127.602 EUR; VJ: 0 EUR). In den sonstigen Verbindlichkeiten (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr i.H.v. 662.665 EUR) sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn (551.040 EUR; VJ: 470.660 EUR), Verbindlichkeiten aus Steuern (101.282 EUR; VJ: 158.300 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (13.001 EUR; VJ: 5.346 EUR) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zum 31.12.2015 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Pachtvertrag für ein Grundstück in Gersthofen mit Parkplatz über 74.136 EUR. Für den Pachtvertrag über das zweite Grundstück in Gersthofen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen pro Jahr über 929.089 EUR Pacht sowie einem variablen Pachtbestandteil. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen Leasingverträgen in Höhe von 367.803 EUR für 2015, 336.074 EUR für 2016, 200.518 EUR für 2017, 102.232 EUR für 2018 und 24.289 EUR für 2019. Die gesamten Restlaufzeitverpflichtungen für Folgejahre betragen somit ca. 663 TEUR. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Versicherungsentschädigungen in Höhe von 31.385 EUR, Erträge aus Vermietung in Höhe von 15.338 EUR sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 974 EUR. In der Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 13.221 EUR (11.485 EUR im Vorjahr) enthalten, welche die Pensionsrückstellung betreffen. Es erfolgte eine Saldierung gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. V. Sonstige Angaben Mitarbeiter: Im Jahresdurchschnitt 2015 wurden 275 Mitarbeiter beschäftigt, davon 19 Angestellte und 256 gewerbliche Arbeitnehmer. Geschäftsführer: Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte die Geschäftsführung der Gersthofer Backbetriebe GmbH durch:
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und befugt die Gesellschaft alleine zu vertreten. Konzernabschluss: Gersthofer Backbetriebe GmbH wird in den Konzernabschluss der Serafin GmbH, München einbezogen. Serafin GmbH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offen gelegt.
Gersthofen, am 25.05.2016 Der Geschäftsführer der Gersthofer Backbetriebe GmbH: Marco Pagacz Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.08.2016 festgestellt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gersthofer Backbetriebe GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weise ich auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 2 der negative Geschäftsverlauf sowie die hieraus resultierende bilanzielle Überschuldung dargestellt. Gleichzeitig erfolgt der Hinweis, dass der Fortbestand der Gesellschaft derzeit nicht gefährdet ist. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 6. Juli 2016 gezeichnet Martina Berger, Wirtschaftsprüfer |
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