Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 4428
Vorher
NUCLEAR CARGO + SERVICE Gesellschaft mit beschränkter HaftungNUCLEAR CARGO + SERVICE GmbHDAHER NUCLEAR TECHNOLOGIES GmbH
Eingetragen
3.2.2004
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Schifffahrt a. n. g.
Gegenstand
Eintragung laufende Nummer 18, Spalte 2c) von Amts wegen berichtigt, nun: Die Organisation von Speditions-, Fracht-, Lager-, Kommissions-, Verpackungsgeschäften, Vermittlung von Versicherung sowie aller sonstigen damit zusammenhängenden Geschäfte, insbesondere Dienstleistungen auf dem Nuklearsektor, einschließlich Strahlenschutzdienstleistungen für die kerntechnische Industrie,

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Dirsch
seit 16.1.2026
Prokura
Christoph Dr. Geiger
seit 22.11.2024
Geschäftsführer
Jocelyn André
seit 23.8.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DAHER TECHNOLOGIES S.A.S.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DAHER TECHNOLOGIES S.A.S.
France
5.119.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Orano NCS GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Orano NCS GmbH, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Orano NCS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Orano NCS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 31. Januar 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Bergmann, Wirtschaftsprüfer

Johannes Thomas, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 445.724,97 1.515.464,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.101,35 70.618,10
545.826,32 1.586.083,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.550.637,79 3.650.255,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.764,49 184.484,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.485.075,10 2.002.158,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.315.782,12 4.072.870,78
15.601.259,50 9.909.769,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.186.829,44 6.186.829,44
22.333.915,26 17.682.681,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.710.938,41 2.680.699,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.963.952,01 4.389.937,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.751.382,02 6.817.351,33
3. Sonstige Vermögensgegenstände 801.812,63 1.602.793,84
7.517.146,66 12.810.082,63
10.228.085,07 15.490.782,28
C. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 312.396,53 114.485,53
32.874.396,86 33.287.949,41

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.119.000,00 5.119.000,00
II. Gewinnvortrag 8.862.381,31 8.872.440,92
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 985.676,26 -10.059,61
14.967.057,57 13.981.381,31
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.779.949,57 8.858.167,10
2. Steuerrückstellungen 0,00 734.044,95
3. Sonstige Rückstellungen 7.380.591,72 7.137.001,90
16.160.541,29 16.729.213,95
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 425.000,00 430.972,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 326.181,38 534.875,41
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 472.523,44 754.992,09
4. Sonstige Verbindlichkeiten 93.093,18 426.514,65
(davon aus Steuern € 75.319,94; Vorjahr T€ 405)
1.316.798,00 2.147.354,15
D. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 430.000,00 430.000,00
32.874.396,86 33.287.949,41

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 35.010.215,62 36.716.907,73
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 30.238,76 403.654,32
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 110.086,41 69.640,36
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.817.881,99 1.383.060,60
36.968.422,78 38.573.263,01
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.704.160,45 6.627.204,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 18.798.407,65 20.123.564,08
23.502.568,10 26.750.768,60
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.643.321,42 4.729.796,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.172.932,66 1.682.140,23
(davon für Altersversorgung € 341.946,76; Vorjahr T€ 846)
5.816.254,08 6.411.937,17
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.465.068,36 1.708.257,22
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.111.825,85 2.882.154,44
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 302.932,53 23.083,47
(davon aus verbundenen Unternehmen € 185.502,53; Vorjahr T€ 23)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 161.338,86 158.410,08
(davon an verbundene Unternehmen € 8.220,27; Vorjahr T€ 8)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 974.771,34 666.712,28
12. Ergebnis nach Steuern 1.239.528,72 18.106,69
13. Sonstige Steuern 253.852,46 28.166,30
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 985.676,26 -10.059,61

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Der Jahresabschluss der Orano NCS GmbH, Hanau, (Amtsgericht Hanau, HRB 4428) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen und nach den zusätzlichen Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Es gelten Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihren Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung angesetzt. In Höhe des Buchwerts der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände ist eine Ausschüttungssperre gegeben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagegegenstände, mit Ausnahme geringwertiger Software, sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Erworbene Trivialsoftware mit Anschaffungskosten bis € 800 wird im Anschaffungsjahr vollständig als Aufwand verrechnet.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf niedrigere beizulegende Werte werden gegebenenfalls vorgenommen.

Die Herstellungskosten von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen umfassen neben den Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie planmäßige Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallenden Kosten ermittelt. Zinsen auf Fremdkapital und Verwaltungskosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear. Die Abschreibungen werden entsprechend der erwarteten Nutzungsdauern ermittelt und erfolgen "pro rata temporis". Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
EDV-Programme, sonstige Rechte 3
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände 5
Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten 5-50
Maschinen und maschinelle Anlagen 8-15
Sonstige technische Anlagen, Maschinen und Fahrzeuge 5-25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-20

Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten zwischen € 250 und € 800 betragen, werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, ausgewiesen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet (zu den Bestandteilen der Herstellungskosten siehe Anlagevermögen). Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt, soweit nicht in Einzelfällen ein niedrigerer Wertansatz geboten ist. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Pensionsrückstellungen werden nach den Vorschriften des HGB bewertet. Hierfür wird die "Projected Unit Credit Method" angewendet und die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt, ein Gehaltstrend von 2,0 %, ein Rententrend von 2,2 % berücksichtigt und ein Diskontierungszinssatz von 1,83 % verwendet. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstatt der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 80 (im Vorjahr T€ 366). Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Die Jubiläumsrückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 1,75 % p. a. (Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für Restlaufzeiten von 15 Jahren) abgezinst.

Die Dekontaminationsrückstellung wird mit einem Diskontierungszinssatz von 1,15 % p. a. (Abzinsungssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) für Restlaufzeiten von 5 Jahren) abgezinst.

Alle anderen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken Rechnung. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundene(n) Unternehmen werden nicht miteinander saldiert.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten aus Leistungsbeziehungen in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(2) Erläuterungen zur Bilanz

(a) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist der Anlage zum Anhang zu entnehn Anlagen im Bau belaufen sich auf T€ 9.316 (Vorjahr T€ 4.073).

(b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In T€ 2023 davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.964 2.964 4.390
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.751 3.751 6.817
Sonstige Vermögensgegenstände 802 802 1.603
Insgesamt 7.517 7.517 12.810

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 233 (Vorjahr: T€ 562) und Forderungen aus dem Cashpool mit der Gesellschafterin in Höhe von T€ 3.518 (Vorjahr: T€ 6.256).

(c) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Vorauszahlungen auf zukünftige Wartungs- und Supportverträge ausgewiesen.

(d) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Orano NCS GmbH beträgt T€ 5.119, ist voll eingezahlt und wird von der Orano Nuclear Packages and Services S.A.S., Montigny-le-Bretonneux/Frankreich, gehalten.

(e) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 2023 2022
Ausstehende Eingangsrechnungen 3.596 3.274
Dekontamination 2.741 2.769
Verpflichtungen im Personalbereich 940 969
Übrige Risiken 104 125
Insgesamt 7.381 7.137

Die Verpflichtungen im Personalbereich betreffen vor allem Urlaubs- und Überstundenansprüche, Tantiemen sowie Jubiläen.

(f) Verbindlichkeiten

in T€ 2023 davon mit Restlaufzeit 2022
bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen 425 425 0 0 431
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 326 326 0 0 535
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 473 473 0 0 755
davon gegenüber Gesellschafter 0 0 0 0 738
Sonstige Verbindlichkeiten 93 93 0 0 426
davon aus Steuern 75 75 0 0 405
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 0 0 5
Insgesamt 1.317 1.317 0 0 2.147
davon zinspflichtig 0 0 0 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 473 (Vorjahr: T€ 17) und aus dem Cashpool T€ 0 (Vorjahr: T€ 738).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

(g) Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern beruhen auf dem handels- und steuerrechtlich unterschiedlichen Ansatz und Bewertung von sonstigen Rückstellungen und der unterschiedlichen Bewertung von Pensionsverpflichtungen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde ein aktiver Überhang der latenten Steuern nicht aktiviert. Zur Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30,9 % zu Grunde gelegt.

(3) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(a) Umsatzerlöse

in Mio. € 2023 2022
Nukleartransporte (KBU-BSR-BES) 27,1 32,8
Auslegung und Technik (AT) 7,0 3,6
Serviceleistungen (SSD) 0,9 0,3
Insgesamt 35,0 36,7

Die Umsatzerlöse wurden mit 51,1 % im Inland und mit 48,9 % im Ausland erzielt.

(b) Sonstige betriebliche Erträge

in T€ 2023 2022
Kursgewinne 28 250
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.448 1.058
davon periodenfremd 1.448 1.058
Übrige sonstige betriebliche Erträge 342 75
davon periodenfremd 339 0
Insgesamt 1.818 1.383

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind vor allem bei Kundenprojekten auf mögliche Risiken, die im Jahr 2023 nicht eingetreten sind, zurückzuführen.

(c) Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter für Arbeitnehmer 4.643 4.730
Gesamt 4.643 4.730
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung für Arbeitnehmer 1.173 1.682
Gesamt 1.173 1.682
davon für Altersversorgung 342 846
Insgesamt 5.816 6.412

Die Altersvorsorgeaufwendungen entfallen mit T€ 206 (Vorjahr: T€ 708) auf die Zuführung zur Pensionsrückstellung.

Die Entwicklungskosten belaufen sich auf die Höhe der aktivierten Eigenleistungen von T€ 110 (Vorjahr: T€ 70). Diese entfallen vollständig auf die Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau.

(d) Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten eine außerplanmäßige Abschreibung auf Sachanlagen in Höhe von T€ 713.

(e) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 3.112 (Vorjahr: T€ 2.882). Darin enthalten sind keine periodenfremden Aufwendungen, aber Serviceleistungen in Höhe von T€ 100 (Vorjahr: T€ 0) an die ORANO SA.

(f) Beteiligungsergebnis

Es wurden keine Beteiligungserträge erzielt (Vorjahr: T€ 0).

(g) Zinsergebnis

in T€ 2023 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 303 23
- davon aus verbundenen Unternehmen 186 23
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 161 158
- davon an verbundene Unternehmen 8 8
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 151 150
Insgesamt 142 -135

(4) Sonstige Angaben

(a) Konzernzugehörigkeit

Die Orano NCS GmbH ist mittelbares Tochterunternehmen der Orano Nuclear Packages and Services S.A.S., Montigny-le-Bretonneux, Frankreich, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen, der entsprechend den Vorschriften der IAS/IFRS des IASB erstellt wurde. Der Konzernabschluss der Orano Nuclear Packages and Services S.A.S. wird offengelegt.

(b) Anteilsbesitz

Anteilsbesitzliste

Buchwert zum 31.12.2023 Eigenkapital zum 31.12.2023 Ergebnis 2023 Anteil am Kapital
%
Anteile an verbundenen Unternehmen
Orano NT GmbH, Leese 6.186.829,44 749.385,42 12.143,17 100,0

Die Angaben zum Eigenkapital sowie dem Jahresergebnis wurden den nach IFRS aufgestellten Reporting Packages entnommen.

(c) Beschäftigte

2023 2022
im Jahresdurchschnitt am Jahresende im Jahresdurchschnitt am Jahresende
Arbeitnehmer 63 67 60 60

(d) Ausschüttungssperre

Folgende ausschüttungsgesperrte Beträge gem. § 253 Abs 6. HGB und § 268 Abs. 8 HGB bestehen zum 31. Dezember 2023:

T€ 446 Buchwert selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände
T€ 138 abzgl. passive latenter Steuern
T€ 308 grundsätzlich ausschüttungsgesperrter Betrag
T€ 80 Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB

Insoweit der Betrag von T€ 388 nicht durch das Jahresergebnis und frei verfügbare Rücklagen gedeckt ist, besteht eine Ausschüttungssperre.

(e) Gesamtbezüge der Geschäftsführung

In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Die gebildete Rückstellung für frühere Mitglieder der Geschäftsführung für laufende Pensionen beträgt T€ 1.599 (Vorjahr: T€ 1.461).

(f) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in T€ 2023 2022
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen 784 444
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Insgesamt 784 444

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Die zukünftigen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und anderen Drittschuldverhältnissen werden wie folgt fällig:

in T€ 2023 2022
Fälligkeiten:
fällig bis 1 Jahr 470 422
fällig 1 bis 5 Jahre 268 22
fällig über 5 Jahre 45 0
Insgesamt 783 444

(g) Orano NCS GmbH: alleinige Gesellschafterin

ORANO NUCLEAR PACKAGES AND SERVICES S.A.S.

Vertreter: Frederic de Agostini, Chief Executive Officer

(h) Orano NCS GmbH: Geschäftsführung

Olaf Oldiges, Jülich, Geschäftsführer (bis 18. November 2024)

Dr. Christoph Geiger, Dachau, Geschäftsführer (seit 18. November 2024)

(i) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe, aber vorbehaltlich der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs 6. HGB und § 268 Abs. 8 HGB, an die Gesellschafterin auszuschütten.

(j) Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

 

Hanau, den 1. Dezember 2024

Orano NCS GmbH

Der Geschäftsführer

Dr. Christoph Geiger

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.312.729,57 0,00 0,00 0,00 5.312.729,57
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 544.811,93 114.761,20 21.851,14 0,00 637.721,99
5.857.541,50 114.761,20 21.851,14 0,00 5.950.451,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.346.253,63 11.083,16 0,00 0,00 8.357.336,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.755.957,58 155.500,00 2.210.439,63 0,00 3.701.017,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.596.015,35 166.749,63 74.944,71 1.430.518,76 10.118.339,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.072.870,78 6.673.430,10 0,00 -1.430.518,76 9.315.782,12
26.771.097,34 7.006.762,89 2.285.384,34 0,00 31.492.475,89
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.186.829,44 0,00 0,00 0,00 6.186.829,44
38.815.468,28 7.121.524,09 2.307.235,48 0,00 43.629.756,89
Kumulierte Abschreibung
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.797.264,66 1.069.739,94 0,00 4.867.004,60
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 474.193,83 80.815,45 17.388,64 537.620,64
4.271.458,49 1.150.555,39 17.388,64 5.404.625,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.695.998,37 110.700,63 0,00 4.806.699,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.571.473,07 90.220,02 2.210.439,63 3.451.253,46
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.593.856,75 1.113.592,32 74.185,14 7.633.263,93
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
16.861.328,19 1.314.512,97 2.284.624,77 15.891.216,39
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
21.132.786,68 2.465.068,36 2.302.013,41 21.295.841,63
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 445.724,97 1.515.464,91
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 100.101,35 70.618,10
545.826,32 1.586.083,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.550.637,79 3.650.255,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 249.764,49 184.484,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.485.075,10 2.002.158,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.315.782,12 4.072.870,78
15.601.259,50 9.909.769,15
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.186.829,44 6.186.829,44
22.333.915,26 17.682.681,60

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell

Gegenstand der Orano NCS GmbH ist der Betrieb von Speditions-, Fracht- und Lagergeschäften, einschließlich weiterer Dienstleistungen, vor allem im Nuklearsektor. Die Orano NCS GmbH ist hierbei weltweit tätig.

Um die Rückgänge im Nuklearbereich in Deutschland auszugleichen, setzt die Orano NCS GmbH weiterhin verstärkt auf den Ausbau der Aktivitäten im Ausland.

Als externer Einflussfaktor für den Rückgang der nuklearen Aktivitäten in Deutschland muss nach wie vor der Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung aus der Atomenergie im Jahr 2011 ff. und die sich daraus ergebenden Folgen gesehen werden. Mit den in diesem Zusammenhang einhergehenden Vedränderungen in der Verantwortung bei der nuklearen Entsorgung in Verbindung mit den neu gegründeten Bundesgesellschaften für die Zwischenlagerung (BGZ) und die Endlagerung (BGE) ist ein deutlicher Rückgang des Transportvolumens feststellbar da sowohl die Lagerung der ausgedienten Brennelemente an den jeweiligen Kraftwerksstandorten als auch die Abfallverarbeitung und die daran anschließende Lagerung ebenfalls fast ausnahmslos auf den Kraftwerksgeländen durchgeführt wird. Mit der im Jahr 2017 getroffenen Vereinbarung der Bundesregierung mit den 4 Energieversorgungsunternehmen, wird auch in naher Zukunft keine Veränderung der Transportvolumina im Logistik- und Transportsektor der Orano NCS GmbH zur erwarten sein. Jedoch sehen wir insbesondere für die Zukunft hier eine Verbesserung unserer Ausgangslage als zentraler Logistikdienstleister bei der Anlieferung radioaktiver Abfälle an das Bundesendlager - auch wenn die Inbetriebnahme offizieller Verlautbarungen des Umweltministeriums erst im Jahr 2030 zu erwarten sein wird. Weiterhin ist aufgrund der stetig ansteigenden Forderungen von den bundesdeutschen Behörden, die mit dem Transport von radioaktiven Stoffen in Deutschland befasst sind, zu erwarten, dass Zug um Zug hier die Bereitschaft der normalen Speditionen sinken wird, weiterhin im Bereich des Transportes von radioaktiven oder kontaminierten Materialien aktiv zu sein und damit die von Orano NCS angebotenen Dienstleistungen stärkere Beachtung finden werden. Aufgrund der Tatsache, dass das Unternehmen - bedingt durch unsere Genehmigungslage - stetig in der Lage war (und auch bleiben soll), radioaktive Stoffe in der höchsten Sicherungskategorie gem. deutschem Regelwerk zu transportieren, haben wir aus Sicht der Geschäftsführung ggü. dem Wettbewerb im nuklearen Transportsektor einen elementaren Vorteil, der weiter aufrecht erhalten bleiben soll und ggf. sogar ausgebaut wird.

Des Weiteren unterliegt die Gesellschaft den Vorschriften des AtG (Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren - Atomgesetz).

b) Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung der neuen Schutzverpackung für UF6-Zylinder - DN30 PSP - wurde mit Erteilung der Zulassung in Frankreich im Dezember 2018 abgeschlossen, sodass im Jahr 2019 mit dem Beginn der Serienfertigung begonnen werden konnte. Die Entwicklungskosten beliefen sich auf insgesamt € 5,3 Mio. und wurden als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand aktiviert.

Die in diesem Zusammenhang als weitere Ergänzung vorgenommene Entwicklung eines Transportzylinders (30B-X) für höher angereichertes Uran (bis zu 20% Anreicherung) wurde 2023 in den USA zugelassen. Momentan befindet sich diese Verpackung in Frankreich in der Zulassung.

Für den DN30 PSP liegen Patente vor, die sowohl das Produkt als solches als auch die dazugehörige Transportlogistik wirksam schützen.

c) Unternehmenssteuerung und Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren (Kennzahlen) Umsatzerlöse, EBIT (nach IFRS) und Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gesteuert. Diese Indikatoren werden monatlich an die Geschäftsführung und an den Gesellschafter berichtet.

Andere Leistungsindikatoren werden nicht zur nachhaltigen Unternehmenssteuerung herangezogen. Sie werden seitens des Controllings zur Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und zur Steuerung von Nebenprozessen verwendet.

II. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Auswirkungen der Havarie der Reaktoren in Fukushima auf Grund eines Tsunamis mit dem sich daran anschließenden Ausstiegs Deutschlands aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie wirken sich immer noch negativ auf den inländischen Markt aus.

Die Wettbewerbssituation ist auf Grund des kontrahierenden Marktes und starker Wettbewerber in nahezu allen Hauptgeschäftsbereichen unseres Unternehmens nach wie vor sehr intensiv.

Bedingt durch den Krieg in der Ukraine sind die wirtschaftlichen Beziehungen zu einem wichtigen Kunden, der Tenex-Tochter-Gesellschaft NFCL, in 2023 beeinträchtigt, da einige bisher in der Lieferkette befindlichen Staaten die Handelsbeziehungen mit Russland eingestellt haben, oder - wie in Schweden - die aus Russland ankommenden Frachtschiffe nicht "bedient" werden.

b) Geschäftsverlauf 2023

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Jahr 2023 um 4,6% auf € 35,0 Mio. zurückgegangen und war geringer als geplant. Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,5 Mio. € auf 2,2 Mio. verbessert. Dieser Anstieg steht in direktem Zusammenhang mit der Verzögerung bei der Auslieferung des NCS45 Nr. 3 und 4 in 2022 und mit dem kontinuierlichen Aufbau des DN30-Geschäfts in 2023.

c) Lage

Die Lage des Unternehmens stellt sich folgendermaßen dar:

ca) Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind von € 36,7 Mio. auf € 35,0 Mio. gesunken. Sie liegen damit nur geringfügig unter der Vorjahresprognose von € 36,0 Mio., was hauptsächlich auf die Lieferverzögerung bei der Auslieferung des Behälters NCS45 Nr. 3 zurückzuführen ist. Die Umsatzerlöse werden zum Großteil im Bereich Nukleartransporte erzielt und betreffen zu etwa 51% das Inland und zu 49% das Ausland.

Das EBIT (nach IFRS) war im Vorjahr auf € 3,1 Mio. prognostiziert und liegt nun in 2023 bei € 3,4 Mio., dank des Fortschritts des AVR-Projekts (insbesondere wegen der Beschaffung wesentlicher Komponenten, die im Rahmen der späteren Durchführung der Transporte von Bedeutung sein werden; Einhausung und Befüllstation). Außerdem liegen die Margen bei der Abteilung KBU (Front-End Transport) über den Erwartungen.

Die Rohmarge (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzgl. Materialaufwendungen) ist dabei mit € 11,5 Mio. um 11,3% gestiegen, was vor allem an dem AVR-Projekt und der Rentabilität des Front-End Transports lag. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) ist mit 67,1% (im Vorjahr: 72,1%) nicht wesentlich verändert.

Die Betriebsaufwendungen (Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) sind mit € 11,4 Mio. um € 0,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Es ergibt sich ein um Sondereffekte 1 bereinigtes Betriebsergebnis von € +0,3 Mio., welches um € 0,5 Mio. über dem des Vorjahres liegt.

Das Finanzergebnis der Gesellschaft beläuft sich auf € 0,1 Mio. (im Vorjahr € -0,1 Mio.).

Insgesamt ergibt sich ein Gewinn nach Steuern von € 1,0 Mio., der um € 1,0 Mio. über dem des Vorjahres liegt. Dies lässt sich vor allem durch die Verzögerung bei der Auslieferung des NCS45 Nr. 3 in 2022 erklären.

cb) Finanzlage

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf € +5,1 Mio. (Vorjahr € -0,9 Mio.). Die Vorjahresprognose für den Cashflow von € -0,6 Mio. wurde somit deutlich übertroffen. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass das AVR-Projekt und insbesondere die Beschaffung der Befüllstation und der Einhausung zum Jahresende sich beschleunigt hat, wodurch es zu ungeplanten Mehreinnahmen kam.

Der Cashflow stellt sich folgendermaßen dar:

Cashflow aus Investitionstätigkeit € Mio. -5,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit € Mio. 0,0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit € Mio. 5,1
Gesamtcashflow € Mio. 0,0
Finanzmittelfonds zum Anfang des Geschäftsjahres € Mio. 0,0
Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres € Mio. 0,0
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds € Mio. 0,0

1 im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenständen von € 7,1 Mio. betrafen vor allem geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Hier wird hauptsächlich eine Flotte von Behältern hergestellt, die den Kunden zu einem späteren Zeitpunkt zur Vermietung oder (begrenzt) zum Verkauf bestimmt sind.

Liquidität

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

cc) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € -0,4 Mio. auf € 32,9 Mio. verringert. Auf der Aktivseite waren hierfür die geringeren Forderungen gegen verbundene Unternehmen, trotz der hohen Anlagen im Bau, die Ursache. Das hohe Investitionsvolumen in die DN30-Flotte hat zu einem Anstieg des Anlagevermögens geführt.

Die Veränderung der Passivseite ist insbesondere geprägt durch die Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Reduzierung der Steuerrückstellungen.

Die Eigenkapitalquote ist mit 45,5% höher als im Vorjahr (42%).

Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen und Verbindlichkeiten ist vergleichbar zum Vorjahr, alle Positionen sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Großteil der Forderungen und Verbindlichkeiten ist nach wie vor in Euro dotiert.

Als wesentliche (und einzige) Tochtergesellschaft ist die Orano NT GmbH, Leese, hervorzuheben. Die Orano NT GmbH ist ein Speditions- und Frachtunternehmen im Güternah- und Fernverkehr, welches im Wesentlichen als Subunternehmer der Orano NCS GmbH für Nukleartransporte aktiv ist. Diese Tochtergesellschaft ist auch ein wichtiger Geschäftspartner für die Orano NCS GmbH, weil sie über besondere Transportgenehmigungen im Nuklearen Bereich sowie über Fahrer mit hohen Qualifikationen verfügt. Dadurch können die meisten Großprojekten bei der Orano NCS GmbH durchgeführt werden.

d) Gesamtaussage

Zusammenfassend können wir sagen, dass die kommerzielle Entwicklung und die Situation des Unternehmens nach wie vor sehr gut sind. Die Eigenkapitalquote hat sich verbessert. Die Prognosen für das Jahr 2024 sind weiterhin vielversprechend.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Prognosebericht

Mit der Zusage der Bundesregierung das Endlager für nicht wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle, Schacht KONRAD, in kürzester Zeit in Betrieb (aktuell verlautbarter Termin hierfür ist 2030) zu nehmen und mit den bis dato hierzu getroffenen Entscheidungen, wie z.B. die Gründung der Bundesgesellschaft für Endlagerung GmbH (BGE) und der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung GmbH (BGZ) aus den Mitteln der Energieversorgungsunternehmen, steigen für das Unternehmen Orano NCS GmbH die Aussichten als Logistikdienstleister im Bereich des Transportes radioaktiver Abfälle. Hinzu kommt für unsere Unternehmen noch der positive Effekt, dass die für den Transport von radioaktiven Stoffen vorhandenen Gesamtanforderungen angestiegen sind und weiter ansteigen werden. International werden weitere Kernkraftwerke zur Stromerzeugung errichtet, wodurch auch zukünftig mit Aufträgen im Bereich der Transportlogistik bei Uran- Produkten und Brennelementlieferungen - auch aus Deutschland - zu rechnen ist. Die hierzu notwendigen Kontakte aus früheren Kundenbeziehungen, insbesondere mit unseren Kunden in Japan, China und Namibia, werden vor diesem Hintergrund weiter intensiv gepflegt und, wo möglich, ausgebaut.

Weiterhin ist festzuhalten, dass die Auftragslage mit einem Auftragsbestand zum Stichtag von € 40,0 Mio. nach wie vor auf einem hohen Niveau liegt.

Aufgrund der zuvor genannten Rahmenbedingungen erwartet die Geschäftsführung in den nächsten Jahren die Erzielung eines angemessenen Ertragsüberschusses. Für die Jahre 2024 und 2025 sieht die Planung einen Umsatz von rund € 41,8 Mio. für 2024 und € 47,5 Mio. für 2025, ein EBIT nach IFRS von jeweils € 4,5 Mio. und € 7,2 Mio. und einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von € -3,8 Mio. und € +0,9 Mio. Ende 2025 vor. Die negativen bzw. leicht positiven Cashflows erklären sich durch die Herstellung einer Flotte von DN30-Verpackungen, die zur Vermietung oder (begrenzt) zum Verkauf bestimmt sind. Der handelsrechtliche Jahresabschluss wird nicht in den Planungsprozess einbezogen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass somit die Geschäftsgrundlage des Unternehmens mittelfristig gesichert ist und dass es auch weiterhin gelingen wird, die mittelfristig unvermeidlichen Auftragsrückgänge national durch internationale Neugeschäfte (insbesondere dank der erwarteten DN-30 Geschäfte) abzufangen.

b) Risikomanagementziele und -methoden der Gesellschaft

Grundsätzlich beinhaltet jede unternehmerische Entscheidung auch Risiken, welche die zukünftige Entwicklung im Umfeld beeinflussen können. Damit ist unternehmerisches Handeln nahezu untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Vor dem Hintergrund steigender Dynamik und Komplexität unserer Unternehmensumwelt ist eine risikoorientierte Unternehmenssteuerung unerlässlich, da ein wirksames Risikomanagement die Entscheidungsqualität verbessert und damit den Unternehmenserfolg unterstützt. Die für die Orano NCS GmbH relevanten Risiken und Risikopotentiale sind hauptsächlich im regulations-, konjunktur- und wettbewerbsinduzierten Umfeld zu finden.

Das Risikomanagementsystem besteht aus Methoden zur Risikoerkennung, Risikoanalyse und -bewertung sowie zur Risikoüberwachung und Risikosteuerung. Schwerpunkte liegen insbesondere im Vertragsmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Dokumentation gewerblicher Verträge in Abhängigkeit ihrer wirtschaftlichen Bedeutung werden konzernübergreifend verstärkt geprüft und koordiniert) und im Kreditmanagement (Richtlinien zur Prüfung, Genehmigung und Überwachung von Geschäftspartnerrisiken bzw. Kundenforderungen). Ein monatliches Berichtswesen liefert der Geschäftsführung und dem Gesellschafter zeitnah aktuelle Informationen über die gesamte wirtschaftliche Situation des Unternehmens. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen kommt der Risikokultur, d.h. der Stärkung des Risikobewusstseins der Mitarbeiter im täglichen Geschäft, eine wesentliche Bedeutung zu.

Dem Geschäftsrisiko auf dem deutschen Markt, welches nach wie vor nach der Katastrophe der Reaktoren in Fukushima von dem Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung für die Kernenergiebranche maßgebend ist, trägt die Geschäftsführung mit vorsichtigen Prognosen als Basis für Personal- und Anlagenplanung Rechnung. Der Risikomix, aus einerseits stabilen mit unterdurchschnittlichen Margen behafteten und andererseits ertragsstarken, aber dabei fluktuierenden unsicheren Geschäftsfeldern, gewährleistet die Stabilität des Gesamtunternehmens und bietet ausreichende Zeiträume für Anpassungsmaßnahmen im Falle nachhaltig gestörter Geschäfte.

c) Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken

Die von der Geschäftsführung gesehenen Risiken werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Die Aussichten für das nukleare Stammgeschäft haben sich auf dem nationalen Markt durch den Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung erheblich verschlechtert. Durch die bereits Mitte 2005 eingestellten Entsorgungstransporte abgebrannter Brennelemente zur Wiederaufbereitung von Deutschland nach Frankreich und England werden zwangsläufig auch die Rück-Transporte von hochaktiven Abfällen aus diesen Regionen in absehbarer Zeit auslaufen (aktuell Ende 2026 in Planung).

Weiterhin bestehen grundsätzlich Risiken aus derzeit nicht absehbaren rechtlichen und behördlichen Verfahren, denen sich die Orano NCS GmbH nicht entziehen kann und die, je nach Ausgang, zu nicht vorhersehbaren Wechselwirkungen auf das Geschäftsergebnis und damit auf die Reduzierung der Liquiditätsabflüsse führen könnten. Die allgemeinen Geschäftsrisiken sind jedoch durch ausreichend dotierte Versicherungspolicen abgedeckt.

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Risiken ist bedingt durch die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ein weiteres Risikoelement in einem umsatzstarken Dienstleistungsbereich zu erwarten. Die Blockade von russischen Materialien - auch wenn diese nicht auf den europaweit gültigen Embargolisten aufgeführt sind (z.B. in Schweden und auch in England und Deutschland) - hat bereits dazu geführt, dass bisher etablierte Transporte solcher Materialien ganz zurückgegangen sind, dafür aber an anderer Stelle angestiegen sind und zusätzlich monetär höher bewertet werden konnten.

Liquiditätsrisiken werden jedoch aufgrund der Einbindung in den Orano-Konzern und der vorhandenen Kreditlinien bei Banken nicht gesehen.

Wesentliche Ausfallrisiken bei Forderungen sind wegen der Bonität der Kundschaft nicht zu erwarten.

Von dem im Jahr 2020 in den Vordergrund gerückten Risiko "Pandemie" werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gesellschaft erwartet.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts unterliegt die Orano NCS GmbH aus Sicht der Geschäftsführung keinen wesentlichen bekannten Einflüssen aufgrund des seit Ende Februar 2022 anhaltenden Krieges Russlands gegen die Ukraine und den damit verbundenen wirtschaftspolitischen Einschränkungen.

Die Folgen möglicher oder zukünftiger Sanktionen gegen Russland und steigender Rohstoffpreise können derzeit jedoch nicht abgeschätzt werden.

Risiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind derzeit nicht zu erkennen.

Chancen

Die von der Geschäftsführung gesehenen Chancen werden im Folgenden in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung für die Gesellschaft beschrieben.

Ersatz für die ab 2012 weggefallenen Transporte von hochradioaktiven Reststoffen bietet zunächst für 2 bis 3 Jahre die angesetzte Umlagerung von 152 CASTOR Behältern von Jülich nach Ahaus. Die hierzu notwendigen Arbeiten in Sachen Planung und Beschaffung des zugehörigen Equipments laufen anforderungsgerecht und zielführend auf einen geplanten Start der Umlagerung zum Ende des Jahres 2024 hin. Parallel zu dem hier geplanten Transport nach Ahaus wird auch die Errichtung eines neuen Lagers in Jülich durch den Auftraggeber untersucht. Hier ist aus heutiger Sicht festzuhalten, dass das Umweltministerium der Räumung des Lagers in Jülich Richtung Ahaus den uneingeschränkten Vorzug vor anderen Lösungen einräumt. In entsprechenden "Kalthandhabungen" hat das Unternehmen gezeigt, dass ein Transport der AVR Behälter von Jülich nach Ahaus technisch gelöst ist und das dafür notwendige Equipment zur Verfügung steht. Neben dem Neubau eines Lagers in Jülich wurde auch die zwischenzeitlich beendete Option des Transportes der Behälter in die USA erwogen, die aber vollkommen verworfen worden ist.

Aus der völkerrechtlichen Verpflichtung der Bundesregierung zur Rücknahme der im Ausland befindlichen, deutschen Abfälle aus der Wiederaufarbeitung von Brennelementen aus Frankreich und dem Vereinigten Königreich ergibt sich in den kommenden Jahren noch ein erheblicher Bedarf an Leistungen unseres Unternehmens. Nach neuesten Erkenntnissen - und basierend auf den Vereinbarungen zwischen der Bundesregierung und den betroffenen Firmen im Ausland - sind noch ein Transport aus Frankreich zu einem grenznahen Kernkraftwerk (Philippsburg) sowie zwei weitere Transporte aus England zu deutschen kerntechnischen Einrichtungen (Isar und Brokdorf) in der Planung. Für die Durchführung dieser Transporte wird insgesamt mit einer Dauer von 2 bis 3 Jahren gerechnet.

Insbesondere im Bereich der Nachbetriebs- und Stilllegungsphase der deutschen Kernkraftwerke bietet die Orano NCS GmbH an vielen Stellen erprobte Serviceleistungen an, deren Vermarktung weiter in den Fokus der Vertriebstätigkeiten rücken wird. Beispielhaft seien hier die Organisierung und Durchführung von Transporten schwerer Komponenten (z.B. Dampferzeuger) sowie der Brennelement Service mit dem Behälter NCS45 Service in Verbindung mit dem patentierten Verfahren zur Einkapselung defekter, einzelner Brennstäbe genannt.

Die neue Schutzverpackung für UF6-Zylinder - DN30 PSP wird in den kommenden Jahren dafür sorgen, dass ein neues und attraktives Geschäftsfeld für Orano NCS erschlossen werden kann. Die Weltwirtschaft wird nicht umhinkommen, diese neue Umverpackung tatsächlich nahezu überall einzusetzen. Hinzu kommt in diesem Zusammenhang noch die Nutzung der 30B-X Zylinder, in welchem bis zu 20% angereichertes Uran sicher transportiert werden kann. Diese Verpackung wurde in 2023 in den USA genehmigt und erste Prototypen werden aktuell bei Orano und Urenco getestet.

International befinden sich nach wie vor weitere Kernkraftwerke im Bau. Seit Anfang des Ukraine Krieges wächst weltweit das Interesse, neue Kernreaktoren zu bauen, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Energien zu reduzieren. Von dieser Entwicklung wird auch die Orano NCS GmbH in dem angebotenen Leistungsprofil profitieren und den Ausbau der internationalen Aktivitäten in diese Richtung weiter vorantreiben.

Dadurch bieten sich der Orano NCS GmbH Gelegenheiten, neue Projekte zu akquirieren und dadurch höhere Umsatzerlöse und Ertragsüberschüsse zu generieren.

Gesamtaussage

Trotz des Ausstiegs aus der Kernenergie in Deutschland sieht die Geschäftsführung nach wie vor mehr Chancen als Risiken, vor allem durch den Rückbau der Kernkraftwerke in Deutschland und dem Ausbau der Kerntechnik im Ausland aufgrund des permanenten Anstiegs der Temperaturen weltweit.

 

Hanau, den 1. Dezember 2024

Orano NCS GmbH

Der Geschäftsführer

Dr. Christoph Geiger

Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 10.04.2025 festgestellt.

 

Gez. Dr. Christoph Geiger, Geschäftsführer

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