Stammdaten

Register
Amtsgericht Tostedt HRB 2457
Eingetragen
8.3.1982
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehörGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Handel mit neuen und gebrauchten Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen sowie Zubehör, Kraftstoffen, Motorölen und die Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arndt, Appel Weigel
seit 15.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Stubbenberg 16 21279 Appel
160.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Meyer GmbH

Tostedt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht über das Geschäftsjahr 2022

Autohaus Meyer GmbH

Geschäftsmodell des Unternehmens

Unser Unternehmen ist als Autohaus mit dem Handel von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen, Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, der Instandsetzung und Wartung von Kraftfahrzeugen, aber auch mit der Vermietung von Fahrzeugen sowie aller damit zusammenhängenden und dem Unternehmenszweck dienenden Geschäfte beschäftigt.

Wir halten Handelsverträge mit den Marken Volkswagen und Skoda. Serviceverträge sind mit den Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi und Skoda geschlossen.

Es besteht eine Beteiligung an der AZA Autozentrale Ammerland GmbH in Bad Zwischenahn, welche einen Handels- und Servicevertrag für die Marke Volkswagen Pkw hält.

In 2018 hat die Volkswagen AG beschlossen, die bestehenden Handels- und Serviceverträge zu kündigen. Aufgrund der sich ändernden Anforderungen an den Fahrzeugvertrieb und Service sollten neue Rahmenbedingungen für Vertrieb und Service geschaffen und das Handelsnetz weiter gestrafft werden. Die bestehenden Verträge wurden mit Wirkung zum 31.03.2020 fristgerecht gekündigt. Unser Unternehmen hat für die Marken Volkswagen und Skoda neue unbefristete Handelsverträge unterzeichnet. Diese sind am 01.04.2020 in Kraft getreten.

Über das Jahr 2022 waren 80 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt, davon 9 Auszubildende.

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das wirtschaftliche Geschehen in Deutschland war 2022 laut Dr. Ruth Brandt vom statistischen Bundesamt geprägt durch Fachkräftemangel, den Ausbruch des Ukraine-Krieges, Lieferproblemen im Güter- und Energiebereich und daraus resultierenden erheblichen Preiserhöhungen. Die Inflation war 2022 die Höchste in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Jahresteuerungsrate lag bei 7,9 %. Die Corona-Schutzmaßnahmen wurden im Frühjahr 2022 weitestgehend aufgehoben. Im dritten Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie trug dies trotz der vorgenannten Erschwernisse zur Erholung der Wirtschaft bei. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,9 % gegenüber 2021. Es lag aber 0,7 % unter dem Wachstum des Vorjahres. Das Bruttoinlandsprodukt übertraf das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, fiel aber im internationalen Vergleich geringer aus. Das BIP der übrigen 27 EU-Mitgliedsstaaten stieg im selben Zeitraum um 3,3 % an.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg 2022 insgesamt um 1,8 %. Die Entwicklung lief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen aber sehr unterschiedlich.

Im Dienstleistungssektor kam es zu starken Anstiegen, weil die Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen zu starken Nachholeffekten führte. So stiegen die sonstigen Dienstleistungen zu denen auch die Kreativ- und Unterhaltungsbranche zählt mit 6,3 % am stärksten. Ebenso profitierten die Wirtschaftsbereiche Verkehr und Gastgewerbe. Der Anstieg im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe betrug 4,0 %, obwohl der Bereich Handel rückläufig war. Auch der Bereich Information und Kommunikation wies einen deutlichen Zuwachs von 3,6 % auf. Stagnation gab es im Bereich des verarbeitenden Gewerbes (+0,2 %). Gründe waren die hohen Energiepreise und fehlende Vorprodukte. Im Baugewerbe führten steigende Zins- und Baukosten zu einem deutlichen Rückgang der Bruttowertschöpfung (-2,3 %).

Während die Materialknappheit im Laufe des Jahres abnahm, erhöhten sich die Energiepreise in Folge des Ukraine-Krieges. In der Folge stiegen die Erzeugerpreise von Januar bis November um durchschnittlich 34,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2021: +10,5 %). Die Preissteigerung auf den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen konnte aber nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Inflationsrate lag dennoch im Jahresdurchschnitt bei 7,9 % und erreichte damit einen historischen Höchstwert.

Trotz der enormen Preissteigerung in 2022 waren auf der Nachfrageseite die privaten Konsumausgaben die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Preisbereinigt stiegen diese um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und lagen damit fast auf Vor-Corona-Niveau. Zurückzuführen ist dies auf Nachholeffekte aufgrund der Aufhebung von Corona bedingten Einschränkungen.

Die Bundesregierung versuchte mit Entlastungsmaßnahmen wie Tankrabatten, 9-EURO-Bahntickets, Wegfall der EEG-Umlage und Senkung der Umsatzsteuer auf Gas und Fernwärme dämpfend auf die Veränderung des Verbraucherpreisindex einzuwirken.

Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich deshalb nach zwei Jahren starken Ausgabenwachstums moderat um 1,1 %. Während Subventionen für Unternehmen und Ausgaben zur Bekämpfung der Pandemie sanken, stiegen die Belastungen durch Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine , der daraus folgenden Energiekrise und die Ausgaben für Sozialleistungen.

Für Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen ergab sich ein Finanzierungsdefizit von mehr als 100 Milliarden Euro. Der Finanzierungssaldo war im dritten Jahr in Folge negativ, fiel aber mit -2,6 % geringer aus als in den Jahren 2021 (-3,7 %) und 2020 (-4,3 %). Der Staat griff mit diversen Stützungsmaßnahmen massiv zu Lasten der Neuverschuldung in den Marktprozess ein.

Bei den Bruttoanlageninvestitionen waren in 2022 neben den privaten Konsumausgaben die Ausrüstungsinvestitionen ein Wachstumstreiber der Konjunkturentwicklung in Deutschland.

Investitionen in Ausrüstung, zu denen auch Fahrzeuge zählen, stiegen preisbereinigt um 2,5 % (2021: +3,5 %). Bauinvestitionen nahmen dagegen preisbereinigt um 1,6 % ab (2021: +0,0 %). Hohe Baupreise und steigende Zinsen verstärkten den negativen Trend der Bauinvestitionen im Verlauf des Jahres.

Der Außenhandel erholte sich 2022 weiter. Preisbereinigt exportierte Deutschland 3,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2021 (Vorjahr: +9,7 %). Die Importe legten im selben Zeitraum um 6,7 % zu. Der Außenbeitrag wirkte sich insgesamt negativ auf das Bruttoinlandsprodukt aus. Die Target II-Salden der Bundesbank sanken.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich laut des Jahresrückblick der Agentur für Arbeit in 2022 positiv. Im Jahresdurchschnitt wurde die Wirtschaftsleistung von 45,6 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren 1,3 % oder in Zahlen 589.000 Arbeitstätige mehr als in 2021.

Beschäftigungszuwächse gab es dabei fast ausschließlich im Dienstleistungsbereich. Den größten Zuwachs verzeichnete der Informations- und Kommunikationsbereich (+4,9 %). Beschäftigungsgewinne gab es auch im Bereich öffentlicher Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (+1,6 %), im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (+1,8 %) sowie bei den Unternehmensdienstleistern (+1,4 %). Die Bereiche verarbeitendes Gewerbe und Bau hatten nur leichte Zugewinne (+0,3 % bzw. +0,5 %). Die Arbeitslosenquote lag laut Bundesagentur für Arbeit im Jahresdurchschnitt bei 5,3 %. Im Mittel waren das 2.418.133 erwerbsfähige Personen.

Erwähnenswert ist, dass die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen im zweiten Jahr in Folge abnahm.

Trotz der erhöhten Erwerbstätigkeit lag die Anzahl der geleisteten Stunden 900.000 Millionen Stunden unter dem Höchstwert von 2019. Grund war ein deutlich erhöhter Krankenstand.

Die hohe Beschäftigungsquote sorgte in Verbindung mit den Preis-, Lohn- und Gehaltssteigerungen dafür, dass die Einnahmen des Staates um 6,1 % stiegen.

Die Nettolöhne und Gehälter der Vollzeitbeschäftigten gemessen am Anstieg des Medianentgelts nahm in 2022 um 3,7 % zu. Dennoch ergaben sich merkliche Reallohnverluste für die Arbeitnehmer, da zu den allgemeinen Preissteigerungen auch die Beiträge zu den Sozialversicherungen und die Lohnsteuer angestiegen sind.

Verloren haben auch die Unternehmens- und Vermögenseinkommen. Sie gingen 2022 um -0,6 % zurück.

Zusammenfassend ist die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands in 2022 als kritisch zu bewerten. Die enormen Preissteigerungen, die nicht allein durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges und damit verbundenen Versorgungsengpässen im Güter- und Energiebereich, sondern auch durch eine politisch geleitete Fiskalpolitik der EZB verursacht wurde, haben eine Lohn-Preis-Spirale in Gang gesetzt, welche die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand in Deutschland bedroht.

Die Erhöhung der Lohnkosten konnte aber nicht durch Effektivitätsgewinne in der Arbeitsproduktivität kompensiert werden. Die Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je geleisteter Erwerbstätigenstunde, nahm in 2022 nur leicht um 0,3 % zu. Insgesamt stieg die Arbeitsproduktivität nur um 0,6 %. Die durchschnittlichen Lohnkosten gemessen am Arbeitnehmerentgelt pro Stunde stieg dagegen um 3,7 %. Folglich stiegen die Lohnstückkosten (Lohnkosten zu Arbeitsproduktivität) um 3,3 % gegenüber 2021.

Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes 2022 basierte zu einem wesentlichen Teil auf den gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte.

Die Staatsquote, also die Ausgaben des Staates in Relation zum Bruttoinlandsprodukt, blieb mit 49,7 % auf einem hohen Niveau. Der historische Vorjahreswert von 51,3 % wurde aber unterschritten.

Die Defizitquote betrug 2,6 % des nominalen Bruttoinlandsproduktes und unterbot damit den Referenzwert des Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Das Haushaltsdefizit lag trotz geringerer Corona-Ausgaben und Mehreinnahmen aus erhöhter Beschäftigung und gestiegenen Lohnsteuereinnahmen bei 101,6 Milliarden Euro.

Gestörte Lieferketten, Materialmangel und hohe Preise für Energie und Arbeit beeinträchtigten die Industrieproduktion und Bauwirtschaft. Die erhöhten Erzeugerpreise konnten nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben werden. Eine bedenkliche Entwicklung für einen Industriestandort wie Deutschland.

Das Kfz-Gewerbe konnte sich laut Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) in 2022 trotz verschiedener Widrigkeiten gut behaupten. Der anhaltende Chipmangel und andere Störungen in den globalen Lieferketten beeinträchtigten die Fahrzeugproduktion und somit die Verfügbarkeit von Neuwagen. Lange Lieferzeiten und Preissteigerungen erschwerten den Autohäusern den Fahrzeugverkauf. Davon betroffen waren ebenso Elektro- und Hybridfahrzeuge, welche aufgrund der hohen staatlichen Bezuschussung stark nachgefragt wurden. Folglich war das Verkaufsvolumen von Neuwagen aufgrund der Produktions- und Lieferengpässe niedriger. Hinzu kamen regulatorische Erschwernisse , wie strengere Emissions- und Sicherheitsvorschriften, welche sich ebenfalls negativ auf Verfügbarkeit und Preis der Fahrzeuge auswirkten. Autohäuser und Verbraucher mussten sich mit langen Lieferzeiten arrangieren. Der Gebrauchtwagenmarkt profitierte allerdings von der Knappheit an Neufahrzeugen. Die Preise für gebrauchte Pkw stiegen aufgrund der erhöhten Nachfrage und des begrenzten Angebotes. Das Werkstattgeschäft entwickelte sich in 2022 stabil. Der ZDK stellte fest, dass die Wartung und Reparatur weiterhin eine wichtige Säule des Kfz-Gewerbes darstellte und rief die Autowerkstätten zu stärkeren Bemühungen in der Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften auf.

Die Pkw-Neuzulassungen betrugen 2022 laut DAT-Report 2.651.357. Das war eine Steigerung um 1,1 % (2021: 2.622.132). Die Verteilung lag bei 64,1 % gewerblichen Käufern und 35,9 % privaten Käufern.

Der Pkw-Gesamtbestand legte um + 0,5 % auf 48.763.036 zu (2021: 48.540.878). Das durchschnittliche Fahrzeugalter verringerte sich von 10,1 Jahren in 2021 auf 10,0 Jahren in 2022. Der durchschnittliche Neuwagenpreis erhöhte sich um + 13,2 % auf 42.790,- brutto (2021: + 4 % auf EUR 37.790,- brutto).

Bei den Antriebsarten nahmen Elektro- und Hybridantriebe weiter zu. Die staatlichen Bafa-Zuschüsse für diese Antriebe sorgten bei den Käufern für starke Kaufanreize. 31,20 % der Neuwagenkäufer kauften einen Hybrid- (2021: 28,78 %) und 17,75 % ein Elektrofahrzeug (2021: 13,6 %). Damit erreichten Hybrid- und Elektrofahrzeuge mit 48,95 % annähernd das gleiche Niveau wie Neuwagen mit Verbrennungsmotor, deren Anteil 50,38 % am Gesamtmarkt betrug. 32,57 % der Neuwagenkäufer entschieden sich für einen Benziner (2021: 37,09 %) und 17,81 % wählten einen Dieselmotor als Antrieb (2021: 20 %).

Die Pkw-Besitzumschreibungen verringerten sich um - 15,8 % auf 5.641.516 (2021: 6.703.245).

Dabei wurden 38 % über den Markenhandel, 26 % über den freien Handel und 36 % über private Verkäufer gehandelt.

Die Preise für Gebrauchtwagen im Markenhandel stiegen um 11,2 % auf EUR 23.640,- brutto an (2021: EUR 21.250,- brutto). Im freien Handel erhöhten sich die Preise um 27 % von EUR 14.470,- brutto auf EUR 18.370,- brutto. Preise der privat gehandelten Gebrauchtwagen lagen um 39,8 % über den durchschnittlichen Preisen des Vorjahres. Der durchschnittliche Preis eines Gebrauchtwagens im Gesamtmarkt stieg um + 19,4 % von 15.740,- brutto auf 18.800,- brutto.

Das Durchschnittsalter der Gebrauchtwagen lag über alle Vertriebskanäle bei 6,5 Jahren (2021: 6,1Jahren) bei einer durchschnittlichen Laufleistung von 63.759 km (2021: 67.744 km).

Der Gesamtumsatz im Kfz-Gewerbe erhöhte sich in 2022 um 3 % auf EUR 185,2 Mrd. Es gab in fast allen Bereichen Zuwächse. Der Umsatz im Pkw-Neuwagen stieg um + 13,2 % auf EUR 64,9 Mrd. Der Pkw-Gebrauchtwagen-Umsatz über den freien Handel stieg um + 3,7 % auf EUR 26,9 Mrd. Der Umsatz im Service-Geschäft stieg um + 10,8 % auf EUR 28,7 Mrd. Auch der Umsatz im Lkw-Geschäft stieg an. Rückläufig war nur der Umsatz im Gebrauchtwagenverkauf über Markenhandel. Hier wurden EUR 50,7 Mrd. Umsatz erzielt (- 11,7 %).

Das Servicegeschäft erholte sich gut in 2022. Die Aufhebung der Corona-Einschränkungen und die dadurch wieder zunehmenden Fahrleistungen, das hohe Fahrzeugalter und der gewachsene Bestand trugen dazu bei, dass der Bedarf an Wartungs- und Reparaturleistungen hoch war. Die Werkstattauslastung war gegenüber 2021 um 5 % auf 85 % verbessert. Die Reparaturkosten legten zu und sorgten für Umsatzsteigerungen. Der Anteil der Markenwerkstätten an den Wartungsarbeiten lag bei 47 %. Der Anteil der freien Werkstätten an den Wartungsarbeiten betrug 48 %.

Die Anzahl der fabrikatsgebundenen Betriebe nahm um - 1,2 % auf 14.290 (2021: 14.460) ab. Die Zahl der fabrikatsungebundenen Betriebe stieg um 0,1 % auf 22.130 (2021: 22.110). Die Gesamtanzahl der Kfz-Betriebe verringerte sich in 2022 um - 0,4 % auf 36.420.

Die Anzahl der Beschäftigten sank leicht auf 434.000 (2021: 435.000). Die Anzahl der Auszubildenden kaufmännisch wie handwerklich nahm zu auf 90.200 (2021: 89.700).

Die durchschnittliche Umsatzrendite im Kfz-Gewerbe verdoppelte sich in 2022 auf 3,3 % (2021: 1,6 %).

Darstellung der Lage

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Unser Unternehmen konnte das Rekordergebnis des Vorjahres in 2022 nicht halten, blieb im Ergebnis aber deutlich über dem Branchenschnitt.

Im Neufahrzeugverkauf wurden 964 Fahrzeuge ausgeliefert (2021: 929). Der Gebrauchtfahrzeugabsatz erreichte 1.262 Fahrzeugen (2021: 1.905).

Die Umsatzerlöse sanken um - 10,27 % auf EUR 47.693.375 (2021: EUR 53.155.826).

Der Deckungsbeitrag I betrug 9.931 TEUR und lag - 1,1 % unter dem Vorjahr. Am Gesamtumsatz betrug der Anteil des DB I 20,8 % (2021: 18,9 %).

Der Personalaufwand erhöhte sich um 6,25 % und betrug TEUR 3.705 (2021: TEUR 3.487).

Der Personalkostenanteil am Gesamtumsatz erhöhte sich auf 7,8 % (2021: 6,6 %).

Der Deckungsbeitrag II verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um - 5,0 % auf TEUR 6.226 (2021: TEUR 6.554).

Direkte Betriebskosten entstanden in Höhe von TEUR 2.011 (2021: 1.788) und machten 4,2 % des Gesamtumsatzes aus.

Der Betriebsgewinn (EBITDA) verringerte sich um - 11,7 % auf TEUR 4.193 (2021: TEUR 4.746) und machte 8,8 % des Gesamtumsatzes aus.

Als Ergebnis vor Steuern wurden TEUR 3.652 erzielt. Damit lag das Ergebnis TEUR 1.137 unter dem Vorjahresergebnis in Höhe von TEUR 4.789. Die Umsatzrendite vor Steuer betrug 7,8 % (2021: 8,9 %). Zum Vergleich - Im gleichen Zeitraum lag die durchschnittliche Umsatzrendite im Kfz-Gewerbe laut ZDK bei 3,3 % vor Steuern und damit deutlich über Vorjahresniveau (2021: 1,6 %).

Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug TEUR 2.584 (2021: TEUR: 3.513).

Unsere Umsatz- und Renditeziele haben wir in 2022 dennoch erreicht.

Die AZA Autozentrale Ammerland GmbH hat in 2022 ein Jahresergebnis vor Steuer in Höhe von TEUR 233 (2021: TEUR 543) ausgewiesen.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft war 2022 gut. Die Liquidität war durchgängig ausreichend und jederzeit gesichert. Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten waren vollständig durch kurz- und mittelfristige Vermögensgegenstände gedeckt. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Unsere Kreditlinien lagen deutlich über unserer durchschnittlichen Inanspruchnahme.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Jahresverlauf um TEUR 4.910 und betrug zum 31.12.2022 TEUR 26.309 (2021: TEUR: 21.398). Die Sachanlagen wuchsen um TEUR 1.056 an. Die Vorräte erhöhten sich um TEUR 6.303. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände legten um TEUR 585 zu. Der Kassenbestand verminderte sich um TEUR 3.007.

Das Eigenkapital betrug TEUR 15.242 und machte 57,93 % der Bilanzsumme aus (2021: 60,32 %). Die Rückstellungen nahmen um TEUR 58 zu auf TEUR 1.782. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich deutlich um TEUR 2.528 und lagen bei TEUR 9.176.

Unsere Finanzkennzahlen verschlechterten sich aufgrund der Ausweitung des Fahrzeugbestandes und Zunahme der Kosten. Die Eigenmittelquote (Eigenkapital und langfristig gebundenes Fremdkapital mit Eigenkapitalcharakter) verringerte sich auf 61,21 % (2021: 64,55 %) der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalrendite (Gewinn nach Steuern / durchschnittliches Eigenkapital) fiel auf 18,35 % (2021: 29,5 %).

Die Gesamtkapitalrendite (Gewinn nach Steuern / durchschnittliches Gesamtkapital) betrug 10,83 % (2021: 16,31 %).

Die Anlagendeckung 1.Grades (Eigenkapital/Anlagevermögen) lag bei 424 % (2021: 655 %).

Die Anlagendeckung 2.Grades (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital / Anlagevermögen) ergab 448 % (2021: 701 %).

Die Anlagendeckung 3.Grades (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital / Anlagevermögen + Vorräte) lag bei 74 % (2021: 100 %).

Das Working Capital (Umlaufvermögen/kurzfristige Verbindlichkeiten) bei 251 % (2021: 280 %).

Das langfristig gebundene Kapital deckte zum Großteil das Anlage- und Umlaufvermögen ab. Kurzfristige Verbindlichkeiten waren durch das Umlaufvermögen vollständig gedeckt.

Die Liquidität 1.Grades (flüssige Mittel/ kurzfristige Verbindlichkeiten) betrug 4,26 % (2021: 52 %), die Liquidität 2. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen / kurzfristige Verbindlichkeiten) betrug 39,42 % (2021: 86 %) und die Liquidität 3. Grades (flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen + Vorräte / kurzfristige Verbindlichkeiten) lag bei 180 % (2021: 262 %).

Die Kennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Aufgrund von erhebliche Lieferengpässen haben wir in 2022 den Fahrzeugbestand zu Lasten der Liquidität ausgeweitet. Das Unternehmen erfüllte dennoch durchgängig alle Verpflichtungen. Die Liquidität war zu jeder Zeit gesichert.

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ziehen wir die Kennzahlen Deckungsbeitrag I bis IV, liquide Mittel sowie das unterjährige, operative Ergebnis vor Steuern der einzelnen Unternehmensbereiche heran.

Über alles betrachtet sind wir mit unserem Geschäftsergebnis zufrieden.

Hinweise auf wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Der Branchenverband VDA (Verband der deutschen Autohersteller) erwartete für 2023 einen leichten Anstieg der inländischen Neuwagenverkäufe auf 2.700.000 Pkw. Der ZDK prognostizierte 2.600.000 Neuzulassungen. Die Auftragsbücher der Hersteller waren zu Beginn des Jahres 2023 gut gefüllt, da diverse Lieferengpässe in 2022 zu Produktionsausfällen führten. Der VDA rechnet für 2023 mit einer deutlichen Entspannung der Lieferengpässe und einer Steigerung der inländischen Produktion. Die Besitzumschreibungen sollten sich 2023 laut ZDK um die 5.750.000 Fahrzeuge bewegen. Die Werkstattauslastung erwartete das ZDK bei 86 %.

Der Ausblick des Autohandels auf das Jahr 2023 war laut Umfrage des Fachmagazins Autohaus verhalten.

Weiterhin fehlende Liefertreue der Hersteller, veränderte Vertriebs- und Bonusmodelle, Fachkräftemangel sowie unsichere Konjunkturaussichten sorgten für Herausforderungen im Handel. Hohe Kostensteigerungen durch gestiegene Energie-, Lohn- und Zinskosten belasteten den Autohandel zusätzlich. Unsere Annahme für 2023 deckte sich mit der allgemeinen Stimmungslage im Handel.

Die Rentabilität der vergangenen Jahre konnte nicht mehr erzielt werden.

Im Laufe des Jahres sollte sich der Neuwagenauftragsbestand verringern. Neue Auftragseingänge blieben aufgrund der unsicheren Lieferzeiten, der erheblichen Preisanstiege und fehlender Vertriebsaktionen aus. Die Hersteller reagierten erst im 2. Halbjahr mit Verkaufsaktionen auf die ausbleibenden Neuwagenauftragseingänge. In der Folge sanken auch die Preise von Jahreswagen und EU-Importen. Nur Gebrauchtfahrzeuge ab einem Alter von 3 bis 4 Jahre waren vom Preisverfall nicht in gleichem Maße betroffen.

Bei den Elektrofahrzeugen blieben die Preise hoch, da die staatliche Förderung fortgeführt wurde. Mit Förderauslauf Ende 2023 ging die Nachfrage allerdings erheblich zurück. Das bekamen auch die neuen vornehmlich chinesischen Marktteilnehmer zu spüren, welche hofften, am deutschen Markt partizipieren zu können.

Der Verkauf von Hybridfahrzeug brach 2023 ebenfalls ein. Dort wurde die staatliche Förderung bereits Ende 2022 eingestellt.

Bei den klassischen Gebrauchtwagen blieb das Hauptproblem das fehlende Angebot. Die daraus resultierenden hohen Preise, das hohe Zinsniveau für Finanzierung und Leasing aber auch Rezessionsängste und die Verunsicherung, welcher Antrieb in Zukunft der "Richtige" ist, sorgten für Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern. Viele Kunden warteten ab und fuhren ihr altes Auto weiter.

Die Auslastung der Werkstätten blieb hoch. Die Erträge im Service wurden aber durch Lohn- und Gehaltssteigerungen, Schulungskosten und zunehmende bezahlte Abwesenheiten belastet. Unser Unternehmen hat diese Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben, da wir Gefahr laufen Serviceaufträge an freie Serviceanbieter zu verlieren. Der DAT-Report zeigt, dass 50 % aller Pkw Halter mittlerweile Angst haben, sich zukünftig kein Auto mehr leisten zu können.

Die Wartung und Reparatur von Hybrid- und Elektrofahrzeugen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Wir haben frühzeitig in Ausbildung und Werkstattausrüstung investiert und können alle Arbeiten in diesem Bereich abdecken.

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine am 24.02.2022 hat ein einschneidendes Ereignis dargestellt, das in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen hat. Die Konsequenzen für die Weltwirtschaft zeigten sich bereits unmittelbar durch Versorgungsengpässe bei Energie, Nahrungsmitteln und Vorprodukten, wie Fahrzeugzulieferteilen. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise sind gegenwärtig nicht möglich. Weitere Risiken treffen die Realwirtschaft z.B. aus ihren Lieferketten (insb. hinsichtlich des Energiebedarfs), auf ihren Absatzmärkten, hinsichtlich der Kreditversorgung durch Banken oder aus Cyberangriffen sowie der mit dem Krieg einhergehenden Parteinahme und Verstärkung von Blockbildungen (G7 vs. BRICS).

Aufgrund dieser gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen besteht eine hohe Unsicherheit, die dazu führt, dass die Prognosefähigkeit für uns wesentlich beeinträchtigt ist. Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes haben sich keine bestandsgefährdenden Auswirkungen ergeben. Unter Berücksichtigung der in den Vorjahren aufgebauten sehr guten Kapitalstruktur halten wir eine Bestandsgefährdung des Unternehmens für unwahrscheinlich.

Prognosebericht

Unsere Umsätze konnten wir in 2023 über alle Betriebsbereiche steigern. Die Rentabilität konnten wir nicht halten, da sich unser Bruttogewinn verringerte und sich die Kosten im gleichen Zeitraum erhöhten. Diese Entwicklung sehen wir auch für 2024.

Ein wesentlicher Grund für die Kostenausweitung und gesunkene Rentabilität ist die Übernahme eines nahegelegenen Autohauses. Um uns zukünftig besser im Aftersales-Geschäft aufzustellen, haben wir Ende 2022 die Immobilie eines ehemaligen Opel- und Ford-Händlers übernommen. Der Zustand erfordert leider eine umfangreiche Sanierung. Diese Investition sowie weitere Investitionen in die Optimierung unseres Standortes in Tostedt werden unseren Cash-Flow auch in 2024 beeinflussen.

Trotzdem sind wir sicher, uns mit diesem Schritt im Marktumfeld besser zu positionieren. Individualmobilität bleibt ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtverkehrs und benötigt dezentrale Serviceplätze. Die Anzahl markengebundener Handelsplätze hat sich in den vergangenen Jahren stark verringert. Deshalb ist für die kommenden Jahre nicht mit weiteren Vertriebsnetzoptimierungen seitens der Hersteller zu rechnen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich der Konsolidierungsprozess im Autohandel fortsetzen wird. Unser Unternehmen ist unabhängig und handlungsfähig. Wir verfügen über eine gute Eigenmittelausstattung, eine gut ausgebildete Belegschaft und eine hohe Kundenzufriedenheit. Dem Wettbewerb stellen wir uns mit Kompetenz, Erfahrung, Qualität, Verlässlichkeit und Kundenorientierung.

Unser Berichtswesen ist aussagekräftig und versetzt und in die Lage kurzfristig negative Entwicklungen zu erkennen und gegenzusteuern. Im Bereich der IT arbeiten wir mit langjährigen Partnern zusammen, welche die Vorgaben des Volkswagen Betriebskonzeptes zur Sicherstellung der Datensicherheit einhalten.

Das Durchschnittsalter unserer Belegschaft ist unter dem Branchenschnitt.

Unser Marktumfeld ist überdurchschnittlich kaufkräftig.

Unser langfristiges Ziel bleibt, unser Unternehmen wirtschaftlich zu stärken und Arbeitsplätze zu erhalten.

Wir prognostizieren für die kommenden zwei Jahre bei rückläufiger Umsatzentwicklung ein weiterhin positives Unternehmensergebnis. Trotz der erheblichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen versuchen wir unsere finanziellen Leistungsindikatoren durch Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne über dem Branchenschnitt zu halten. Hierfür sind Investitionen in Planung, welche unsere finanzielle Leistungsfähigkeit zwischenzeitlich mindern können.

 

Tostedt, den 13.08.2024

Autohaus Meyer GmbH

Dipl.-Kfm. Arndt Weigel

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.592.296,87 2.544.659,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.688,00 13.117,01
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.688,00 13.117,01
II. Sachanlagen 3.026.292,89 1.970.226,89
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.153,51 22.536,51
2. technische Anlagen und Maschinen 640.433,22 502.065,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.365.706,16 1.445.625,16
III. Finanzanlagen 561.315,98 561.315,98
1. Beteiligungen 336.315,98 336.315,98
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 225.000,00 225.000,00
B. Umlaufvermögen 22.497.576,24 18.616.751,59
I. Vorräte 18.026.355,88 11.722.487,18
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 229.968,15 218.027,73
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 18.886,24 33.841,81
3. fertige Erzeugnisse und Waren 17.597.144,58 11.422.897,19
4. geleistete Anzahlungen 180.481,30 48.285,71
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 124,39 565,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.044.271,18 3.459.764,93
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.415.730,70 1.002.437,27
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.628.540,48 2.457.327,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 426.949,18 3.434.499,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 126.111,91 135.370,70
D. Aktive latente Steuern 93.728,00 101.994,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 26.309.713,02 21.398.776,17

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 15.242.268,63 12.908.360,88
I. gezeichnetes Kapital 160.000,00 160.000,00
II. Gewinnvortrag 12.498.360,88 9.235.181,78
III. Jahresüberschuss 2.583.907,75 3.513.179,10
B. Rückstellungen 1.782.036,99 1.723.402,22
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 862.082,00 904.716,00
2. Steuerrückstellungen 433.257,62 285.736,78
3. sonstige Rückstellungen 486.697,37 532.949,44
C. Verbindlichkeiten 9.176.507,40 6.648.213,07
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.336.098,66 5.122.749,79
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 395.097,47 145.810,24
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 299.428,03 165.144,46
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.217,60 8.763,09
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.131.665,64 1.205.745,49
D. Rechnungsabgrenzungsposten 108.900,00 118.800,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 26.309.713,02 21.398.776,17

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 47.693.375,05 53.155.826,37
2. sonstige betriebliche Erträge 88.337,18 114.268,89
davon Erträge aus Währungsumrechnung 0,00 749,72
3. Materialaufwand 37.762.122,57 43.114.864,89
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 37.274.721,81 42.622.686,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 487.400,76 492.178,63
4. Personalaufwand 3.705.538,75 3.487.091,09
a) Löhne und Gehälter 3.073.410,27 2.874.439,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 632.128,48 612.652,02
davon für Altersversorgung 18.620,68 41.246,81
5. Abschreibungen 543.653,55 445.833,21
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 543.653,55 445.833,21
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.010.994,83 1.787.821,71
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 846,85 0,00
7. Erträge aus Beteiligungen 927,25 449.417,40
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.810,38 17.412,77
davon aus Abzinsung 613,69 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113.248,67 91.741,08
davon aus Abzinsung 16.196,00 22.523,54
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.068.278,48 1.276.263,00
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 8.266,00 4.570,00
11. Ergebnis nach Steuern 2.605.613,01 3.533.310,45
12. sonstige Steuern 21.705,26 20.131,35
Jahresüberschuss 2.583.907,75 3.513.179,10

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Autohaus Meyer GmbH, Tostedt

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Autohaus Meyer GmbH hat ihren Sitz in Tostedt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Tostedt unter HR B 2457 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Autohaus Meyer GmbH gilt zum Abschlussstichtag als große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Handelsgesetzbuch (HGB). Im Geschäftsjahr 2022 erfüllt die Gesellschaft aufgrund der rückwirkenden Anhebung der Schwellenwerte erstmals wieder die Größenmerkmale einer mittelgroßen Gesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Gemäß § 267 Abs. 4 Satz 1 HGB gilt die Gesellschaft im Geschäftsjahr daher weiter als große Kapitalgesellschaft.

Der vorliegende Jahresabschluss der Autohaus Meyer GmbH wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 1, 266 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Gegen Entgelt erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das erworbene Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die Zu- und Abgänge erfolgten pro rata temporis. Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800,00, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Der Bestand der Vorräte wurde durch körperliche Bestandsaufnahmen ermittelt. Der Bestand des Vorratsvermögens wurde mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben.

Gegenstände des Ersatzteil-/Zubehörlagers wurden mit dem gewogenen Durchschnittswert der Anschaffungskosten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bilanziert. Auf die zweifelhaften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden für erkennbare Ausfallrisiken in ausreichendem Maße Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes Rechnung getragen.

Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Zu Nennwerten erfasste Ausgaben im Geschäftsjahr, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Erhaltene und gegebene Investitionszuschüsse wurden als Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Abs. 1 und 2 HGB bilanziert. Die ertragswirksame Auflösung erfolgt ratierlich nach Maßgabe der Erfüllung der Gegenleistungsverpflichtung.

Aktive latente Steuern wurden anhand der Steuersätze bemessen, die voraussichtlich in der Periode des Ausgleichs der temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz Gültigkeit haben. Dabei wurden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag galten.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Bewertung erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Abzinsungssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser wurde gem. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf der Grundlage der vergangenen 10 Geschäftsjahre ermittelt. Für den Stichtag 31.12.2022 beträgt dieser Zins 1,78 % (i.V.: 1,87 %). Berücksichtigt wurden bei der Bewertung künftige Rententrends mit 2,0 % pro Jahr.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von € 25.091,00 (i.V.: € 41.863,00).

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten und bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). In anderen Fällen werden (nur) eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 602.594,67 (i.V.: € 0,00) enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von € 654.897,93 (i.V.: € 1.162.393,93). Alle weiteren Forderungen, auch soweit sie in den sonstigen Vermögensgegenständen enthalten sind, sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Aktive latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

• Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: € 311.495,00 (aktiv)

• Sonstige Rückstellungen: € 10.313,33 (aktiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,125 % (15 % für KSt, 0,825 % für SolZ und 13,3 % für GewSt) zugrunde gelegt. Zu berücksichtigende steuerliche Verlustvorträge bestanden nicht.

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr stellt sich wie folgt dar:

Stand 01.01.2022 € 101.994,00
Zugang € 0,00
Verbrauch/Abgang € 8.266,00
Stand 31.12.2022 € 93.728,00

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betreffen Rückstellungen für laufende Renten und Anwartschaften aus Pensionszusagen. Sie decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Die Steuerrückstellungen beinhalten noch nicht veranlagte Ertragsteuern.

Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt T€ 487 entfallen im Wesentlichen auf ungewisse Verbindlichkeiten aus der Verpflichtung zur Rücknahme von Leasingfahrzeugen (T€ 175) sowie auf drohende Verluste aus Leasingrückläufern (T€ 8). Weiterhin bestehen Verpflichtungen gegenüber dem Personal aus Urlaub, Tantiemen und Provisionen (T€ 192) sowie auf ausstehende Rechnungen (T€ 70). Darin enthalten sind Kosten für den Jahresabschluss sowie die Prüfung. Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen sind mit T€ 23 enthalten, eine Rückstellung für die Erfüllung der Aufbewahrungspflicht besteht in Höhe von T€ 19.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (€ 9.176.507,40; i.V.: € 6.648.213,07).

Von den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 7.336.098,66 (i.V.: € 5.122.749,79) durch Sicherungsübereignung von Fahrzeugen gesichert.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Verbindlichkeiten aus Steuern € 966.455,79 (i.V.: € 1.055.384,14).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von € 0,00 (i.V.: € 3.238,33) enthalten.

Bei den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um solche aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich im Berichtsjahr gem. § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen und geografischen Märkten folgendermaßen:

2022
Vertrieb von Kraftfahrzeugen 40.254.506,38
davon im Ausland 630.794,41
Service und Ersatzteile 5.874.536,80
sonstige Erlöse 1.564.331,87
Summe Umsatzerlöse 47.693.375,05

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Erträge in Höhe von € 25.759,97 (i.V.: € 53.361,80) enthalten. Es handelt sich dabei um die Überschussbeteiligung aus der Kündigung der Lebensversicherung HanseMerkur (Rückdeckungsversicherung). Im Vorjahr standen die Erträge im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und betrafen Überbrückungshilfen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von € 45.288,32 enthalten. Die Aufwendungen betreffen die Ausbuchung einer uneinbringlichen Forderung aufgrund eines Betrugsfalles bei einem Fahrzeugverkauf im Jahr 2022.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Pachtverträgen für die Grundstücke mit aufstehenden Gebäuden in Tostedt und Trelde von T€ 814 jährlich. Die Verträge haben eine Laufzeit bis Ende 2032 bzw. 2033 (mit Verlängerungsoption). Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zwei Leasingverträgen für Elektroautos mit Laufzeiten bis 2023 und 2024 in Höhe von insgesamt T€ 16. Für die nächsten 11 Jahre bestehen damit Verpflichtungen aus den Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt T€ 8.511.

Angaben zur Geschäftsführung der Gesellschaft

Geschäftsführer der Autohaus Meyer GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Dipl.-Kfm. Arndt Weigel, Appel.

Hinsichtlich der Angaben gem. § 285 Nr. 9a und 9b HGB wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mit Darlehensvertrag vom 11. Januar 2022 wurde dem Gesellschafter-Geschäftsführer Herrn Arndt Weigel ein Darlehen über € 600.000,00 im Berichtsjahr gewährt. Die Verzinsung des Darlehens erfolgt mit 1 % p.a. Die Zinsen sind jeweils zum Jahresende fällig. Das Darlehen hat eine Laufzeit längstens bis zum 31. Dezember 2022. Die Laufzeit des Darlehens verlängert sich um ein halbes Jahr wird nicht mit einer Frist von einem Monat gekündigt. Das Darlehen wird kontokorrentmäßig geführt. Tilgungen sind jederzeit möglich. Zum 31. Dezember 2022 valutiert das Darlehen nach der Verrechnung mit noch offenen Zinsverbindlichkeiten aus dem Vorjahr mit € 602.594,67.

Angaben zu Arbeitnehmern

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 71,25 (i.V.: 69,00) Mitarbeiter beschäftigt.

Beteiligungsunternehmen gem. § 285 Nr. 11 HGB

Ausschüttungssperre und Ergebnisverwendung

Name: Sitz: Anteil am gez. Kapital Eigenkapital 2022 Ergebnis 2022
AZA Autozentrale Ammerland GmbH Bad Zwischenahn € 43.500,00 T€ 1.546 T€ 157
(43,5 %)

Insgesamt ist zum 31.12.2022 ein Betrag in Höhe von € 118.819,00 für Ausschüttungen gesperrt.

Zum einen betrifft die Ausschüttungssperre den Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen mit € 25.091,00 (i.V.: € 41.863,00).

Weiterhin unterliegt zum 31.12.2022 nach § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag in Höhe von € 93.728,00 (i.V.: € 101.994,00) der Ausschüttungssperre. Der Betrag betrifft die aktive Steuerlatenz. Im Geschäftsjahr 2022 wurden € 8.266,00 aufgelöst.

Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt € 2.583.907,75. Es ist geplant, diesen auf neue Rechnung vorzutragen.

Abschlussprüferhonorar

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist ein Honorar des Abschlussprüfers in Höhe von € 18.000,00 enthalten. Das Honorar betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag gem. § 285 Nr. 33 HGB

Hinsichtlich der Auswirkung durch die Risiken aus dem von Russland gegen die Ukraine geführten Krieg verweisen wir auf unsere Anmerkungen im Lagebericht.

 

Tostedt, den 16. August 2023

Arndt Weigel, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum 31. Dezember 2022

Autohaus Meyer GmbH, Tostedt

Anschaffungskosten
Stand 1.1.2022
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 60.636,34 0,00 0,00 60.636,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 163.288,58 0,00 0,00 163.288,58
2. technische Anlagen und Maschinen 1.423.944,91 213.010,63 0,00 1.636.955,54
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.863.968,29 2.060.420,37 942.250,36 3.982.138,30
Summe Sachanlagen 4.451.201,78 2.273.431,00 942.250,36 5.782.382,42
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 336.315,98 0,00 0,00 336.315,98
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 225.000,00 0,00 0,00 225.000,00
Summe Finanzanlagen 561.315,98 0,00 0,00 561.315,98
Summe Anlagevermögen 5.073.154,10 2.273.431,00 942.250,36 6.404.334,74
Abschreibungen
Stand 1.1.2022
Zugang
Abgang
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 47.519,34 8.429,00 0,00 55.948,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 140.752,07 2.383,00 0,00 143.135,07
2. technische Anlagen und Maschinen 921.879,69 74.642,63 0,00 996.522,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.418.343,13 458.198,92 260.109,91 1.616.432,14
Summe Sachanlagen 2.480.974,89 535.224,55 260.109,91 2.756.089,53
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.528.494,23 543.653,55 260.109,91 2.812.037,87
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 4.688,00 13.117,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 20.153,51 22.536,51
2. technische Anlagen und Maschinen 640.433,22 502.065,22
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.365.706,16 1.445.625,16
Summe Sachanlagen 3.026.292,89 1.970.226,89
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 336.315,98 336.315,98
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 225.000,00 225.000,00
Summe Finanzanlagen 561.315,98 561.315,98
Summe Anlagevermögen 3.592.296,87 2.544.659,88

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Meyer GmbH, Tostedt:

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Meyer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Meyer GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften i.S.v. § 264 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Buchholz in der Nordheide, den 10. September 2024

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