Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 2823
Eingetragen
27.8.1991
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßeVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Organisation und Durchführung von Linienverkehr und Gelegenheitsverkehr, einschließlich touristischer Leistungen, mit Bussen und anderen Verkehrsmitteln, auch grenzüberschreitend.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heike Weber
seit 11.2.2026
Prokura
Rainer Dietze
seit 15.1.2018
Prokura
Grit Jaehner
seit 15.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
TAETER-TOURS GmbHEigenbeteiligung
51.00%
TAETER-TOURS GmbHEigenbeteiligung
49.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Transdev Rheinland GmbH (vormals: Veolia Verkehr Rheinland GmbH)
Germany
25.500 DM
51.00%
Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Germany
24.500 DM
49.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TAETER-TOURS GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TAETER-TOURS GMBH, Dresden

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der TAETER-TOURS GMBH, Dresden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TAETER-TOURS GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 12. Juni 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hohmann, Wirtschaftsprüfer

Assmann, Wirtschaftsprüferin

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Fahrzeuge für Personenverkehr 2.996.046,00 3.516.374,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.296,13 12.517,61
3.004.342,13 3.528.891,88
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Hilfs- und Betriebsstoffe 6.405,75 6.578,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 301.205,31 148.787,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.651.182,24 2.812.938,60
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 915.811,67 572.949,30
4. Sonstige Vermögensgegenstände 164.324,62 48.063,53
4.032.523,84 3.582.739,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 36.260,26 39.209,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 2.279,00
7.079.531,98 7.159.698,16

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.239.425,45 2.015.901,93
III. Bilanzverlust/Bilanzgewinn 1.190.655,19 774.673,57
3.455.645,23 2.816.140,09
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 693.636,76 840.629,20
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 14.622,00 111.507,00
2. Sonstige Rückstellungen 527.474,73 432.340,99
542.096,73 543.847,99
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.451.632,00 1.766.464,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 158.034,58 179.039,71
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.520,39 24.800,20
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 266.140,00 256.936,28
5. Sonstige Verbindlichkeiten 496.826,29 731.840,69
- davon aus Steuern: EUR 114.705,39 (Vj.: EUR 66.155,12)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj.: EUR 0,00) 2.388.153,26 2.959.080,88
7.079.531,98 7.159.698,16

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 10.706.361,88 10.976.143,48
2. Sonstige betriebliche Erträge 414.971,65 456.751,48
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.932.855,43 -2.128.604,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.043.331,93 -3.976.187,36 -2.082.516,25 -4.211.120,37
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.329.759,23 -4.321.478,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -725.381,85 -5.055.141,08 -883.745,31 -5.205.224,28
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -657.561,48 -658.036,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -590.126,76 -515.765,74
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72.219,87 11.937,14
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 72.116,16 (Vj.: EUR 9.495,14)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 103,71 (Vj.: EUR 2.436,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.934,63 -20.566,28
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vj.: EUR 23,09)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 252,00 (Vj.: EUR 11,52)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -254.588,95 -303.306,69
10. Ergebnis nach Steuern 644.013,14 530.812,48
11. Sonstige Steuern 4.508,00 2.966,00
12. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss 639.505,14 527.846,48
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 774.673,57 454.615,38
14. Einstellung in die anderen Gewinnrücklager -223.523,52 -207.788,29
15. Bilanzverlust/Bilanzgewinn 1.190.655,19 774.673,57

Anhang

I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma TAETER-TOURS GmbH mit Sitz in Dresden im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 2823 eingetragen. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Dem Jahresabschluss liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zugrunde. Die Gesellschaft unterliegt zudem den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gesellschaft nimmt bei der Aufstellung des Jahresabschlusses größenabhängige Erleichterungen teilweise in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Bei der Gliederung wird die Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen beachtet.

2. Anlagevermögen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen linear und pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern beruht auf betrieblichen Erfahrungen in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Einlagewerten in einer Höhe von EUR 250,00, die selbstständig nutzbar sind, werden sofort als Betriebsausgaben abgezogen.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten oder Einlagewerten in einer Höhe von mehr als EUR 250,00 aber nicht mehr als EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr seiner Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren linear mit 20 % aufwandswirksam aufgelöst. Verkäufe oder Entnahmen wirken sich auf den Sammelposten nicht aus. Hier werden lediglich Veräußerungserlös oder Entnahmewert gebucht, der Sammelposten bleibt unverändert. Insgesamt ist der Sammelposten von untergeordneter Bedeutung.

3. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der Kontrolle der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, stehen.

4. Vorräte

Die Vorräte (geschätzte Dieselbestände in den Fahrzeugen) werden zu Anschaffungskosten bewertet.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko sowie den Mahnkosten, den Skonti und Zinsverlusten bei verspäteter Zahlung wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen.

6. Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zum Nennwert bewertet.

7. Aktivische Rechnungsabgrenzung

Im Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben, soweit sie Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgebildet.

8. Latente Steuern

Die Gesellschaft verzichtet aufgrund des Aktivierungswahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Bilanzierung des Aktivüberhangs der latenten Steuern.

9. Eigenkapital

Bisher erfolgte keine Umstellung des im Handelsregister eingetragenen Stammkapitals von TDM 50 (TEUR 26) in Euro.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet.

10. Sonderposten für Investitionszuschüsse

Erhaltene Investitionszuschüsse zum Anlagenvermögen werden in einem Sonderposten passiviert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände aufgelöst.

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden soweit vorhanden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

12. Verbindlichkeiten

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

13. Schätzungen von Aufwendungen und Erträgen

Im Rahmen der zeitnahen Erstellung des Jahresabschlusses werden auf dem Stand der Buchhaltung im Dezember 2023 Aufwands- und Ertragsschätzungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2023 vorgenommen. Für Teile dieser Aufwands- und Ertragskomponenten liegen Abrechnungen erst nach dem Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses vor.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel.

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.651 (Vorjahr TEUR 2.813) sind Forderungen aus dem Cash-Management-System in Höhe von TEUR 2.615 (Vorjahr TEUR 2.648) und im Übrigen Forderungen aus Lieferung und Leistungen enthalten.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 916 (Vorjahr TEUR 573) resultieren, im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 428 und deren Abgrenzung zum Bilanzstichtag am 31.12.2023 von TEUR 488. Diese betreffen fast ausschließlich Erlöse aus dem Linienverkehr. Bei den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen handelt es sich auch um Forderungen gegen Gesellschafter.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr TEUR 48) resultieren im Wesentlichen aus erwarteten Schadenersatzansprüchen und Steuererstattungen.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 26. Gesellschafterinnen der TAETER-TOURS GmbH sind mit 51 % die Transdev Rheinland GmbH, Aachen, und mit 49 % die Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden.

4. Rückstellungen

Im Zusammenhang mit den terminlichen Vorgaben der Transdev-Konzernmuttergesellschaft sieht der Jahresabschlusserstellungsprozess der Gesellschaft einen Buchungsschluss für die Erfassung von eingehenden Rechnungen auf dem jeweiligen Kreditorenkonto am 08. Dezember 2023 vor. Systembedingt werden Rechnungen, die zwischen dem oben genannten Datum und dem 31. Dezember 2023 eingehen und das Berichtsjahr betreffen, nicht auf den entsprechenden Kreditoren, sondern in einer Alternativposition, ebenfalls in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. in den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Personalverpflichtungen TEUR 307 (Vorjahr TEUR 202) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 192 (Vorjahr TEUR 198).

5. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von TEUR 1.452. Es erfolgte eine Sicherungsübereignung der angeschafften Busse.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 261 (Vorjahr TEUR 315) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und TEUR 1.190 (Vorjahr TEUR 1.451) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die restlichen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 266 (Vorjahr TEUR 257) resultieren, wie im Vorjahr, im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen handelt es sich auch um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 10.706 (Vorjahr TEUR 10.976) beinhalten im Wesentlichen Linienverkehr TEUR 9.034 (Vorjahr TEUR 8.841) und sonstigen Beförderungsleistungen TEUR 1.141 (Vorjahr TEUR 1.817) und werden hauptsächlich im Inland erwirtschaftet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr TEUR 457) resultieren im Wesentlichen aus Erlösen aus Schadenersatzansprüchen sowie den Erträgen aus der Auflösung von Sonderposten.

3. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von TEUR 1.933 (Vorjahr TEUR 2.129) betreffen insbesondere Aufwendungen für Treibstoffe.

Die bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 2.043 (Vorjahr TEUR 2.083) resultieren hauptsächlich aus Reparaturen, Reinigungen und Miet- bzw. Leasingaufwendungen sowie Subunternehmerleistungen (z. B. für Schienenersatzverkehr).

4. Personalaufwand

Der Personalaufwand beläuft sich auf insgesamt TEUR 5.055 (Vorjahr TEUR 5.205), davon betragen die Löhne und Gehälter TEUR 4.330 (Vorjahr TEUR 4.321) und die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung TEUR 725 (Vorjahr TEUR 884).

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 590 (Vorjahr TEUR 516) werden im Wesentlichen Versicherungen, Mieten und Pachten und Reisekosten ausgewiesen.

IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für die langfristige Anmietung von Bussen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von TEUR 238 im Folgejahr. Weitere wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren 150 (Vorjahr 145) Arbeitnehmer (nach Köpfen) beschäftigt. Davon sechs in der Verwaltung und 144 als operatives Personal.

2. Geschäftsführung

Alleinige Geschäftsführerin der TAETER-TOURS GmbH ist Frau Grit Jähner. Die Geschäftsführerin ist berechtigt, die Gesellschaft allein zu vertreten. Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführerin ergibt sich aus der Organstellung..

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Beteiligungsverhältnisse und Konsolidierung

Die TAETER-TOURS GmbH ist eine 51 %-ige Tochtergesellschaft der Transdev Rheinland GmbH (nachfolgend kurz "Transdev"), Aachen. Von der Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden werden 49 % der Anteile gehalten.

Die Gesellschaft wird sowohl als Tochterunternehmen der Transdev in deren Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) als auch in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind im deutschen bzw. französischen Unternehmensregister bzw. auf der Internetseite der Unternehmen erhältlich.

Die Transdev Group S.A. zählt zu den international aufgestellten Unternehmensgruppen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Anteilseigner der französischen Transdev Group S.A., Paris, sind die Caisse des Depots et Consignations, Paris, Frankreich, sowie Rethmann SE & Co. KG, Deutschland.

4. Ergebnisverwendung

Aus dem Ergebnis wurde die satzungsmäßige Rücklage in Höhe von 25 % des Überschusses vor Belastung mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr TEUR 208) gebildet. Der verbleibende Überschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Nachtragsbericht nach § 285 Nr. 33 HGB

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Dresden, den 12. Juni 2024

Grit Jähner, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungskosten
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Sachanlagen
1. Fahrzeuge für Personenverkehr 6.903.159,70 131.720,13 0,00 7.034.879,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 90.945,61 1.291,60 3.793,12 88.444,09
6.994.105,31 133.011,73 3.793,12 7.123.323,92
Abschreibungen Buchwerte
Stand 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
Sachanlagen
1. Fahrzeuge für Personenverkehr 3.386.785,43 652.048,40 0,00 4.038.833,83 2.996.046,00 3.516.374,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.428,00 5.513,08 3.793,12 80.147,96 8.296,13 12.517,61
3.465.213,43 657.561,48 3.793,12 4.118.981,79 3.004.342,13 3.528.891,88

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die Taeter Tours GmbH ist eine 51%ige Tochtergesellschaft der Transdev Rheinland GmbH, Aachen. Von der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, Dresden werden 49 % der Anteile gehalten. Die Gesellschaft wird sowohl als Tochterunternehmen der Transdev GmbH (nachfolgend kurz "Transdev") in deren Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) als auch in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich (größter Konsolidierungskreis), einbezogen. Die Transdev Group S.A. zählt zu den international aufgestellten Unternehmensgruppen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Anteilseigner sind die Caisse des Depots et Consignations, Paris, Frankreich, sowie Rethmann SE & Co. KG, Selm, Deutschland.

Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG).

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Deutschland verzeichnet damit seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie. Während der Energiekrise entwickelte sich die deutsche Wirtschaft jedoch sehr schwach. Die aktuelle Entwicklung ist angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. 1

Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. 2

1 vgl. Sachverständigenrat: Wachstumsschwäche überwinden - in die Zukunft investieren, Kurzfassung zum Jahresgutachten 2023/24, 8. November 2023
2 vgl. Destatis: Bruttoinlandsprodukt (BIP), 4. Quartal 2023, Pressemitteilung Nr. 038 vom 30. Januar 2024

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

C. Allgemeiner Geschäftsverlauf

1. Wirtschaftliche Grundlagen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende Verkehrsleistungen durch die Gesellschaft erbracht:

Linienverkehrsleistungen in der Landeshauptstadt Dresden (LH Dresden) auf Grundlage eines seit Juni 2001 bestehenden und im April 2013 neu abgeschlossenen, angepassten Beförderungsvertrages mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG (DVB AG). Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Eine ordentliche Kündigung kann jeweils mit einer Frist von sechs Monaten erfolgen.

Schülerverkehrsleistungen für die LH Dresden, Schienenersatzverkehre für Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Übernahme des KaufparkShuttles ab August 2023, welche in den Gelegenheitsverkehr integriert sind.

Gelegenheitsverkehre im Nah- und Fernverkehr mit Reisebussen

Linienleistung für die Regionalbus Oberlausitz GmbH im Bediengebiet Radeberg.

2. Entwicklung der Geschäftstätigkeit

Die Umsätze im Linienverkehr sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und die Umsätze im Gelegenheitsverkehr sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, dies hängt u.a. mit den gesunkenen Dieselpreisen und der der Anpassung der Kalkulation zusammen.

Kostenentwicklung

Die Dieselkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 0,22 EUR/l gesunken. Für den Geschäftsbereich Linienverkehr ist dies nicht ergebniswirksam, da die Dieselkosten 1:1 weiterberechnet werden. Im Geschäftsfeld Gelegenheitsverkehr werden Dieselpreisveränderungen bei der Kalkulation der Fahrten angepasst. Die Kosten im Instandhaltungsbereich im Gelegenheitsverkehr sind auf Grund des steigenden Fahrzeugalters gestiegen. Im Linienverkehr sind die Instandhaltungskosten ebenso auf Grund steigenden Fahrzeugalters weiter gestiegen. Für 9 Linienfahrzeuge aus 2021 besteht ein Wartungs- und Instandhaltungsvertrag. Die Kosten für die Anmietung von Ersatzfahrzeugen für den Linienverkehr sind auf Grund längerer Standzeiten (u.a. bedingt durch Lieferschwierigkeiten für Ersatzteile) der eigenen Fahrzeuge in den Werkstätten gestiegen. Der Tarifvertrag zur Jahressonderzahlung wurde zum 30.09.2023 gekündigt und am 12.01.2024 final verhandelt. Er trat mit Wirkung vom 01.01.2024 in Kraft und kann erstmals zum 31.03.2025 gekündigt werden. Im Jahr 2023 wurden 650 EUR Jahressonderzahlung ausgezahlt. Der Rahmentarifvertrag hat noch eine Laufzeit bis 30.06.2025. Der Vergütungstarifvertrag bis 30.04.2024.

Maßnahmen zur Erlösverbesserung

Eine im Jahr 2023 verhandelte Preisanpassung mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG wurde zum 01.01.2023 umgesetzt.

Für den Gelegenheitsverkehr wurde die Reparatur- und Personalkostensteigerung sowie die Reduzierung des Dieselpreises eingepreist und umgelegt sowie diverse Schienenersatzverkehrsleistungen und der KaufparkShuttle angenommen.

Die Leistung für die Regionalbus Oberlausitz GmbH trägt ebenso zur Erlösverbesserung bei.

3. Personalentwicklung

Im Fahrerbereich gab es 32 Neueinstellungen, was mit entsprechendem enormen Einarbeitungsaufwand verbunden waren. 15 Fahrer haben das Unternehmen verlassen. Die stellvertretende Betriebsleiterin und Disponentin im Gelegenheitsverkehr verlies das Unternehmen zum 31.05.2023. Ihre Funktion als Stellvertretende Betriebsleiterin übernahm ein Omnibusfahrer mit entsprechender Qualifikation. Ihre Stelle als Disponentin im Gelegenheitsverkehr wurde zum 15.06.2023 neu besetzt. Für die polnischen Fahrer wurde eine Teamleiterin mit Muttersprache polnisch auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung eingestellt.

D. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen verringerte um TEUR 525 auf TEUR 3.004 (Vorjahr: TEUR 3.529). Die Abschreibungen betrugen im Berichtsjahr 2023 TEUR 658 (Vorjahr: TEUR 658).

Die Veränderungen der Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände und des kurzfristigen Fremdkapitals ergeben sich stichtagsbezogen.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über ein Cash-Management-System mit der Transdev GmbH, Berlin, welches unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist bisher nicht erfolgt und wird auch nicht erwartet.

Zum Stichtag bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus dem Cash-Management-System in Höhe von TEUR 2.615 (Vorjahr: TEUR 2.648). Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 4.033 und haben sich somit um TEUR 450 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Im Dezember 2023 wurde der seit 2017 von der Transdev Stadt GmbH gemietete Reisebus gekauft. Weitere Fahrzeugbeschaffung gab es nicht. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt. Zum 31. Dezember 2023 belaufen sich die investiven Darlehen auf TEUR 1.452 (Vorjahr: TEUR 1.766).

Der Cashflow der Gesellschaft gestaltete sich im Berichtsjahr wie folgt:

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 364 1.057
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -69 3
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -331 -451
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -36 609
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 2.687 2.078
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.651 2.687

Es kam 2023 zu keinen Finanzierungsengpässen.

Die Gesellschaft mietet derzeit 12 Busse (davon 3 für das Geschäftsfeld Gelegenheitsverkehr) zur Erhöhung der Flexibilität.

3. Ertragslage

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge) ist zum Vorjahr um TEUR 312 auf TEUR 11.121 gesunken; die Aufwendungen für die Betriebsleistung (betriebliche Aufwendungen) sind ebenfalls um TEUR 311 auf TEUR 10.279 zurückgegangen.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 270 auf TEUR 10.706 geringer.

2023
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
TEUR
Betriebsleistung 11.121 11.433 -312
Aufwendungen für die Betriebsleistung -10.279 -10.590 311
Betriebsergebnis 842 843 -1
Zinsergebnis 56 -9 65
Ertragsteuern -259 -306 47
Jahresüberschuss 639 528 111

Das geplante Ergebnis vor Steuern von TEUR 595 wurde mit TEUR 894 um TEUR 299 übertroffen.

Die Dieselpreisreduzierung um ca. 0,22 EUR/l sowie die Personalkostensteigerungen wurden im Gelegenheitsverkehr berücksichtigt bzw. einkalkuliert und im Linienverkehr 1:1 mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG abgerechnet. Personalkostensteigerungen wurden über eine Preisanpassung mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG abgefedert.

In monatlichen Review Meetings wird das Betriebsergebnis nach IFRS analysiert. Unterschiede zwischen Handelsrecht und internationaler Rechnungslegung ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern und Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen.

4. Beschaffung

Die Beschaffungsstruktur blieb im Wesentlichen unverändert.

5. Investitionen

Es wurde ein Reisebus, der seit 2017 von der Transdev Stadt gemietet wurde, im Dezember 2023 gekauft.

6. Fahrleistungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurde folgende Fahrleistung erbracht:

2023 2022
Linienverkehr für die DVB AG 2.429.877 2.542.632
Gelegenheitsverkehr 409.218 430.005
Linienverkehr für die RBO GmbH 115.069 105.153

7. Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 150 (im Vorjahr 145) Mitarbeiter (nach Köpfen).

Die Beschäftigungsstruktur stellt sich wie folgt dar:

Bereich 2023 2022
Verwaltung 6 6
Fahrer 144 139
Gesamt 150 145

Im Geschäftsjahr haben 15 Fahrer das Unternehmen verlassen. 32 Fahrer wurden unbefristet eingestellt und ausgebildet.

Das Fahrpersonal wurde im Rahmen des Berufskraftfahrerqualifizierungsgesetzes geschult. Mit dem Betriebsrat erfolgte eine kontinuierliche und konstruktive Zusammenarbeit.

Zur Vermeidung weiterer Abwanderung von Fahrpersonalen in angrenzende Betriebe wurde in der Gesellschafterversammlung am 02.06.2023 vereinbart, für die Monate Juni bis Dezember 2023 eine steuer- und sozialabgabenfreie Inflationsausgleichszahlung nach § 3 Nr. 11c EstG in Höhe von je EUR 200 auszuzahlen. Zum 01.07.2023 wurde die im Rahmentarifvertrag vereinbarte Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 39,5 Stunden umgesetzt. Der Tarifvertrag zur Jahressonderzahlung wurde zum 30.09.2023 gekündigt und am 12.01.2024 final verhandelt.

Er trat mit Wirkung vom 01.01.2024 in Kraft und kann erstmals zum 31.03.2025 gekündigt werden.

Im Jahr 2023 wurden 650 EUR Jahressonderzahlung ausgezahlt.

E. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 wird von einer positiven Entwicklung ausgegangen. In der Budgetplanung werden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 10.988 und ein Jahresüberschuss von TEUR 541 erwartet.

Es bestehen Unsicherheiten, wie sich die geopolitischen Entwicklungen auf das Geschäftsfeld Gelegenheitsverkehr auswirken. Aktuell gibt es eine gute Nachfrage und Auftragslage.

2. Chancen - und Risikobericht

Durch die monatliche Analyse der Plan/Ist Abweichung, die durch das regionale Controlling in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer erstellt und an die Transdev GmbH, Berlin, gemeldet werden, ist die Einbettung in das Risikomanagement der Transdev-Gruppe gegeben.

In diesem Rahmen werden besonders die Auswirklungen folgender Indikatoren berücksichtigt:

Die Entwicklung der Kilometer- und Stundenleistungen

Die Entwicklung des Dieselpreises

Die Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges im Rahmen der Tarifentwicklungen und

Die Entwicklung der Krankenquoten

Konkret unterliegt die Gesellschaft den Chancen und Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge.

Aus aktueller Sicht ist die Fortführung der Geschäftstätigkeit nicht gefährdet. Die Gesellschaft wird die aktuellen Entwicklungen weiterhin analysieren und bei Bedarf die entsprechenden Maßnahmen anpassen bzw. ausweiten.

Die Inflation hat Auswirkungen auf die Gesellschaft. Es bestehen Unsicherheiten darüber, wie sich diese Entwicklung im Jahresverlauf 2024 gestalten und welche Folgen für die Konjunktur bestehen. Die Energie- und Treibstoffkosten verteuerten sich enorm. Da die Dieselkosten im Linienverkehr vertragsgemäß Preisbestandteil sind, werden die Auswirkungen aus der Kostenerhöhung sich hauptsächlich auf die sonstigen Beförderungsleistungen auswirken und einen begrenzten Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben.

Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u.a. durch folgende Maßnahmen fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:

Freigabe von Teilbudgets nach sorgfältiger Risiko- und Wirtschaftlichkeitsanalyse,

Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Kompensation von Erlösausfällen

Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnungen und Abweichungsanalysen des Working Capital.

Derivate und ähnliche Finanzinstrumente werden im Unternehmen nicht eingesetzt. Durch langfristige Zinsvereinbarungen und Besicherung der Darlehen kann das Risiko für Preisänderungen als gering eingeschätzt werden. Durch das Mahnwesen und Forderungsmanagement werden Risiken durch Forderungsausfälle kontrolliert und es kann darauf zeitnah Einfluss genommen werden.

 

Dresden, den 12. Juni 2024

Grit Jähner, Geschäftsführerin

Analysierende Darstellungen

Zur Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geordnet, wobei sich die Darstellung auf eine kurze Entwicklungsanalyse beschränkt. Die Analyse ist nicht auf eine umfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft ausgerichtet. Zudem ist die Aussagekraft von Bilanzdaten - insbesondere aufgrund des Stichtagsbezugs der Daten - relativ begrenzt.

Ertragslage

Aus den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage I) haben wir die folgende wirtschaftliche Erfolgsrechnung entwickelt:

2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 10.706 96,3 10.976 96,0 -270 -2,5
Sonstige betriebliche Erträge 415 3,7 457 4,0 -42 -9,2
Betriebliche Erträge 11.121 100,0 11.433 100,0 -312 -2,7
Materialaufwand 3.976 35,8 4.211 36,8 -235 -5,6
Personalaufwand 5.055 45,5 5.205 45,5 -150 -2,9
Planmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 658 5,9 658 5,8 0 0,0
Übrige Betriebsaufwendungen 590 5,3 516 4,5 74 14,3
Betriebliche Aufwendungen 10.279 92,5 10.590 92,6 -311 -2,9
Betriebsergebnis 842 7,5 843 7,4 -1 -0,1
Finanzergebnis 56 0,5 -9 -0,1 65 < - 100,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 898 8,0 834 7,3 64 7,7
Ertragsteuern -255 -2,3 -303 -2,7 48 15,8
Sonstige Steuern -4 0,0 -3 0,0 -1 -33,3
Jahresüberschuss 639 5,7 528 4,6 111 21,0

Der Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 270 resultiert im Wesentlichen mit TEUR 676 aus den weiteren Beförderungsleistungen (Sonderverkehre). Mehreinnahmen bei Erlösen aus Subunternehmertätigkeiten (TEUR +192) und aus Schienenersatzverkehren/Busnotverkehren (TEUR +237) konnten dies nicht vollständig kompensieren.

Die geringeren sonstigen betrieblichen Erträge resultieren insbesondere aus Effekten bei den Auflösungen von Rückstellungen.

Der Rückgang in den Materialaufwendungen beruht insbesondere auf verminderten Dieselkosten (TEUR 1.641, Vorjahr TEUR 1.885) und einer rückläufigen Inanspruchnahme von Subunternehmern (TEUR 99, Vorjahr TEUR 395) bei zugleich höheren Instandhaltungskosten (TEUR 1.166, Vorjahr TEUR 1.050) und geringfügig höheren Ausgaben für Schmierstoffe, Reifen und Ersatzteile (TEUR 291, Vorjahr TEUR 242). Die geringeren Dieselkosten beruhen im Wesentlichen auf Preisminderungen, welche im Linienverkehr aufgrund der Vertragsgestaltung mit der DVB an diese weitergegeben wurden.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft insbesondere gestiegene Haftpflicht-Versicherungsprämien für den Fuhrpark mit TEUR 62 (Vorjahr TEUR 29) und allgemeinen Preissteigerungen auf diverse Dienstleistungen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind TEUR 25 periodenfremder Ertrag (Vorjahr TEUR 52 periodenfremder Aufwand) insbesondere aufgrund abweichender Berücksichtigung von Rückstellungen in der Steuererklärung enthalten.

Vermögenslage

Nachfolgend erläutern wir den Vermögens- und Kapitalaufbau der TAETER-TOURS GmbH am 31. Dezember 2023 anhand der nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen.

Innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällige Teilbeträge der Forderungen und Verbindlichkeiten werden dabei als kurzfristig behandelt, alle anderen - soweit nicht besonders vermerkt - als mittel- und langfristig.

31.12.2023 Vorjahr Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
VERMÖGEN
Fahrzeuge für den Personenverkehr 2.996 42,3 3.516 49,1 -520 -14,8
Übrige Anlagen 8 0,1 13 0,2 -5 -38,5
Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen 3.004 42,4 3.529 49,3 -525 -14,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.254 17,7 887 12,4 367 41,4
Flüssige Mittel und Forderungen aus Cash-Management 2.651 37,4 2.687 37,5 -36 -1,3
Übrige Aktiva 171 2,4 57 0,8 114 >100,0
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.076 57,6 3.631 50,7 445 12,3
Vermögen insgesamt 7.080 100,0 7.160 100,0 -80 -1,1
KAPITAL
Eigenkapital 3.456 48,8 2.816 39,3 640 22,7
Sonderposten 694 9,8 841 11,7 -147 -17,5
Mittel- und langfristige Bankschulden 1.190 16,8 1.451 20,3 -261 -18,0
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 1.884 26,6 2.292 32,0 -408 -17,8
Übrige Rückstellungen 542 7,7 544 7,6 -2 -0,4
Kurzfristige Bankschulden 261 3,7 315 4,4 -54 -17,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 440 6,2 461 6,4 -21 -4,6
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 497 7,0 732 10,2 -235 -32,1
Kurzfristiges Fremdkapital 1.740 24,6 2.052 28,7 -312 -15,2
Kapital insgesamt 7.080 100,0 7.160 100,0 -80 -1,1

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 80 bzw. 1,1 % verringert.

Der Rückgang im Anlagevermögen ist auf Abschreibungen in Höhe von TEUR 658 zurückzuführen, denen Investition in Höhe von TEUR 133 gegenüberstehen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt (höhere Umsätze im Dezember und Verschiebung der Zahlungseingänge auf den Januar 2024) gestiegen.

Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt.

In den Übrigen Verbindlichkeiten werden hauptsächlich die monatlich nachträglich ausgezahlten Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten (TEUR 360; Vorjahr TEUR 573) ausgewiesen. Der Rückgang zum Vorjahr resultiert aus den Sonderzahlungen für Dezember 2022, die in 2023 ausbezahlt wurden.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. Das Eigenkapital hat sich durch den Jahresüberschuss erhöht. Sein Anteil an der gestiegenen Bilanzsumme beträgt 48,8 % (Vorjahr 39,3 %). Das Anlagevermögen ist zu 177,8 % (Vorjahr 144,7 %) durch langfristige Mittel finanziert.

Finanzlage

Zur Darstellung von Herkunft und Verwendung der Finanzmittel sowie zur Offenlegung der Entwicklung der finanziellen Lage während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir die nachstehende Kapitalflussrechnung herangezogen.

2023
TEUR
Vorjahr
TEUR
Periodenergebnis 639 528
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens +658 +658
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -2 +82
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) -147 -147
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -481 -284
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -256 + 174
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) -56 +21
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) +255 +303
Ertragsteuerzahlungen; erhaltene Zahlungen (+), geleistete Zahlungen (-) -246 -278
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 364 1.057
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Anlagevermögen (+) 0 +9
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen (-) -133 -6
Erhaltene Zinsen (+) 64 0
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -69 3
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten (-) -315 -430
Gezahlte Zinsen (-) -16 -21
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -331 -451
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -36 609
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode (+) 2.687 2.078
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.651 2.687

Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit deckt nicht vollständig die Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Bestand an Finanzmittel hat sich um nur TEUR 36 leicht reduziert.

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtszeitraum gegeben.

Rechtliche, wirtschaftliche und steuerliche Verhältnisse

Rechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde am 15. Juni 1990 gegründet. Der Sitz der Gesellschaft ist in Dresden.

Es gilt der Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 4. September 1990.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dresden unter der Nr. HRB 2823 eingetragen. Der letzte uns vorliegende Auszug datiert vom 30. April 2024

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Gegenstand des Unternehmens ist die Organisation und Durchführung von Linienverkehr und Gelegenheitsverkehr, einschließlich touristischer Leistungen, mit Bussen und anderen Verkehrsmitteln, auch grenzüberschreitend.

Die Firma darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Sie darf auch Geschäfte vornehmen, die der Förderung und Erreichung des Unternehmenszweckes dienlich sein können und Zweigniederlassungen gründen.

Das Stammkapital beträgt DM 50.000,00 (EUR 25.564,59).

Gesellschafter sind:

Transdev Rheinland GmbH, Aachen, mit einem Geschäftsanteil von 51 % (EUR 13.037,94)

Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden, mit einem Geschäftsanteil von 49 % (EUR 12.526,65)

Organe der Gesellschaft sind nach § 4 des Gesellschaftsvertrags:

die Geschäftsführung und

die Gesellschafterversammlung.

Einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführerin ist seit dem 1. Januar 2018 Frau Grit Jähner. Sie vertritt die Gesellschaft allein.

Durch Gesellschafterbeschlüsse vom 2. Juni 2023 wurde der von der Geschäftsführung aufgestellte, von der KOMM-TREU GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Markkleeberg, geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 festgestellt und der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt.

Vom Bilanzgewinn am 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 774.673,57 wurden für das Jahr 2022 EUR 207.788,29 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 454.615,38 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Wirtschaftliche Verhältnisse

Personenbeförderungsvertrag mit der Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden

Für das Stadtgebiet Dresden wurde zwischen der TAETER-TOURS GmbH und der Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft ein Beförderungsvertrag geschlossen. Dieser umfasst den Linien- und Ersatzverkehr.

Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten beendet werden.

Vertrag zur Versorgung von Bussen mit der Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden

Die Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft führt für die TAETER-TOURS GmbH vertraglich festgelegte Servicearbeiten durch, um den betriebsbereiten Zustand der im Vertrag aufgeführten Busse zu gewährleisten. Der Vertrag endet grundsätzlich mit dem Ausscheiden der Busse aus dem Vertrag, mit Beendigung von Verkehrsleistungen für die Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft oder bei erfolglosen Preisänderungsverhandlungen.

Mietvertrag über Büro- und Freiflächen mit der Dresdner Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Dresden

Gegenstand des Mietvertrags ist die Anmietung von Büro- und Freiflächen durch die TAETER-TOURS GmbH, im Objekt Tiergartenstraße 96, 01219 Dresden. Der Mietvertrag wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der Mieter hat ein ordentliches Kündigungsrecht von drei Monaten zum Monatsende.

Rahmenvertrag

Der Vertrag regelt die durchzuführenden Dienstleistungen der Transdev GmbH gegenüber der TAETER-TOURS GmbH. Der Vertrag ist jeweils auf ein Jahr begrenzt. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende die schriftliche Kündigung ausgesprochen wird.

Steuerliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt Dresden-Süd unter der Steuernummer 203/121/06524 geführt und ist unbeschränkt körperschaftsteuer-, gewerbesteuer- und umsatzsteuerpflichtig.

Für die Bescheide bis zum 31. Dezember 2018 ist der Vorbehalt der Nachprüfung aufgehoben.

Gesellschafterbeschlüsse

Die unterzeichnenden Transdev Rheinland GmbH Dresdner Verkehrsbetriebe AG als Gesellschafter der TAETER-TOURS GmbH fassen hiermit in der Gesellschafterversammlung vom 17.06.2024 die folgenden Beschlüsse:

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Jahresüberschuss EUR 639.505,14) wird festgestellt.

Der Jahresüberschuss i.H.v. EUR 639.505,14 wird mit einem Betrag i.H.v. EUR 223.523,52 satzungsgemäß in die Gewinnrücklagen eingestellt sowie mit einem Betrag i.H.v. EUR 415.981,62 auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Geschäftsführung wird für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Die BDO AG wird als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 bestellt.

 

Dresden, 17.06.2024

Transdev Rheinland GmbH

i.V. André Jalowy

 

Dresdner Verkehrsbetriebe AG

Lars Seiffert, Vorstand Betrieb und Personal

Andreas Hemmersbach, Vorstand Finanzen und Technik

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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