Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 4157
Vorher
TSP Taunus Vermögensverwaltungs GmbHKarl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
17.8.2006
Branche
Herstellung von Bau- und BaustoffmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Der Bau und/oder der Vertrieb von Maschinen aller Art.

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Lindner
seit 20.5.2025
Prokura
Frank Schmidt
seit 20.5.2025
Prokura
Matthias Hofmann
seit 20.5.2025
Prokura
Sven Hofmann
seit 20.5.2025
Prokura
Micha Riehlein
seit 25.6.2024
Prokura
Tilo Heinen
seit 21.5.2021
Geschäftsführer
Detlef Knorr
seit 12.9.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DBAG Blade International SARLLUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KEF Blade GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Burgkunstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2007 bis zum 31.12.2007

LAGEBERICHT

A.Geschäft und Rahmenbedingungen

I.Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie hat in 2007 - im vierten Wachstumsjahr in Folge - den eigenen Vorjahresrekord wiederum weit übertroffen. Auswertungen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken bezeugen einen Zuwachs von 16 Prozent auf 12,5 Mrd. Euro im Bereich Produktion. Somit wurde in 2007 ein nie dagewesener Höchststand erzielt. Insgesamt hat sich das Wachstum in den vergangenen vier Jahren nunmehr auf 37 Prozent summiert.

Spitzenerfolge feierte der deutsche Maschinenbau wiederum im Ausland. Mit geschätzten 7,8 Mrd. Euro und einem Zuwachs von 10 Prozent erklomm auch der Export abermals ein Rekordniveau. Somit ist die Nachfrage aus dem Ausland ungebrochen. Mit Abstand wichtigster Markt ist und bleibt mit einem Zuwachs von 14 Prozent China. Nach wie vor boomten die Käufe der dortigen Automobilindustrie. Die deutschen Exporteure ließen sich sogar nicht davon abhalten, daß viele Plagiate begangen wurden. Dafür waren die Zuwachsraten im Chinageschäft zu hoch. Zudem hat der Spezialmaschinenbau bezüglich der Exporte nach China eine gewisse Sonderstellung. Dieser Bereich des Maschinenbaus bleibt auch in absehbarer Zukunft aufgrund des hohen Qualitätsniveaus weiterhin gefragt. In vielen Nischen-Segmenten werden die Hersteller aus Deutschland von ihrem Technologievorsprung weiterhin profitieren können.

Trotz der Schwäche des US Dollars konnte der Spezialmaschinenbau auch in Ländern, deren Währung an der Entwicklung des US Dollars hängt, große Erfolge in 2007 erzielen. Die Spezialmaschinen sind auf den Kundenwunsch zugeschnitten und werden sogar verstärkt in Zusammenarbeit mit dem Kunden gebaut. Daher hatte die Euro-Stärke keinen allzu großen Einfluß auf den Export und wird dies voraussichtlich auch in der nahen Zukunft nicht haben.

Erfreulicherweise hatte im Jahr 2007 auch die Nachfrage aus dem Inland angezogen. Dies ist sicherlich bedingt durch steuerpolitische Entwicklungen im Bereich der Abschreibungsgestaltung, wie z. B. dem Wegfall der degressiven Abschreibungsmethodik. Jedoch trägt auch der hohe Ersatzbedarf, die gute Kapazitätsauslastung, die höheren Erträge bei den Abnehmern im Jahr 2007 zu dieser positiven Situation bei.

Auch im Bereich der Beschäftigung schlägt sich die positive Branchenentwicklung deutlich nieder. Im November 2007 beschäftigte der deutsche Werkzeugmaschinenbau rund 67.700 Frauen und Männer. Aktuell sind in der deutschen Metall- und Elektroindustrie knapp 3,6 Millionen Menschen tätig. Dies entspricht einer Zuwachsrate von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. So äußerte Herr Martin Welcker, Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main, daß die Branche derzeit kaum die benötigten hoch qualifizierten Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt finden kann.

Aus weltwirtschaftlicher Sicht war das Jahr 2007 ein Erfolgsjahr. So stellte das Institut für Wirtschaftsforschung ifo an der Universität München im Dezember 2007 eine Expansion der Weltwirtschaft von 5,2% fest. Lediglich gegen Jahresende trübte sich das Konjunkturklima infolge der Immobilienkrise in den USA deutlich ein. Die Krise an den Finanzmärkten ist noch nicht ausgestanden und wird auch die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft in 2008 belasten.

Gemessen an der Branche und der Gesamtwirtschaft liegt das Unternehmen Karl Eugen Fischer GmbH in 2007 in seiner Entwicklung deutlich über dem Durchschnitt. Auch in 2007 konnte das Unternehmen seine führende Marktposition behaupten und weiter ausbauen. Die Karl Eugen Fischer GmbH besetzt eine Nischenposition im Bereich Spezialmaschinenbau. In Übereinstimmung mit der Branche Werkzeugmaschinenbau ist das Unternehmen deutlich exportgetrieben. Abweichend zu den Erwartungen der Experten für die Weltwirtschaftslage wird das Unternehmen Karl Eugen Fischer GmbH auch in 2008 in der Lage sein, den positiven Wachstumstrend aus den Vorjahren fortzusetzen.

2.Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesamtleistung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 beträgt rd. 53,0 Mio. Euro. Dies bedeutet eine Steigerung der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr von 27,2 Prozent. Ein großes Projekt für einen Kunden in Chile gelangte erst kurz nach dem Bilanzstichtag zur Auslieferung und wird somit in der Bilanz im Umlaufvermögen als Fertiges Erzeugnis zum 31.12.2007 ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2006 wurden insgesamt 27 Komplettanlagen sowie 13 Teilaufträge ausgeliefert. Der durchschnittliche Umsatzerlös pro Projekt belief sich auf rund 1,0 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2007 wurden insgesamt 31 Komplettanlagen sowie 3 Teilaufträge ausgeliefert. Der Durchschnittspreis beläuft sich somit auf ca. 1,3 Mio. Euro. Der Anstieg des durchschnittlichen Verkaufserlöses ist auf eine Erweiterung der Produktpalette des Unternehmens zurückzuführen. In das Produktprogramm wurden Anlagen für den Großreifenbereich aufgenommen. Mit Hilfe dieser Anlagen können Reifen im OTR Bereich produziert werden. Die Größe einer Anlage entspricht dem Umfang von 2 handelsüblichen Cordschneidanlagen.

Nach wie vor ist die Karl Eugen Fischer GmbH stark exportgetrieben. Rund 81 Prozent der erzielten Umsatzerlöse konnten mit Abnehmern im Drittlandbereich erzielt werden. Dominierendes Lieferland bleibt hier China. Circa 13 Prozent der Umsätze entfielen auf Europa und rund 6 Prozent auf den inländischen Markt.

Die für 2008 geplante Gesamtleistung in Höhe von rd. 64,3 Mio. Euro ist bereits nahezu vollständig mit festen Aufträgen hinterlegt. Weiterhin existieren Projekte für die Angebote abgegeben worden sind und hohe Realisierungschancen bestehen.

Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31.12.2007 belief sich auf rund 63 Mio. Euro.

Auch in 2007 konnte das Unternehmen seine Wettbewerbsposition halten und die führende Marktposition sogar ausbauen.

3.Produktions- bzw. Leistungsbereich

Als Spezialmaschinenbauer für die Reifenindustrie ist Haupt-Geschäftsmodell der Gesellschaft Produktion und Vertrieb von Cord-Schneideanlagen. Alleiniger Produktionsstandort ist Burgkunstadt / Bayern. Die Gesellschaft agiert weltweit und ist bekannt für ihre Innovationsstärke und die Zuverlässigkeit der Produkte.

Karl Eugen Fischer GmbH ist seit nunmehr 66 Jahren weltweit ein Begriff für innovative Schneidtechnologie. FISCHER ist vom Markt anerkannter "Maßschneider" technisch und qualitativ hochwertiger Konzeptlösungen, die für die individuellen Bedürfnisse der Kunden zurechtgeschnitten werden. Alle namhaften Reifenhersteller der Welt vertrauen auf die Spitzentechnologie der Burgkunstadter Maschinenfabrik.

Bedingt durch die hervorragende Auftragslage im Geschäftsjahr 2007 waren die Produktionskapazitäten des Unternehmens vollständig ausgelastet. Produktionsspitzen konnten durch den Zukauf von Fremdleistungen bzw. dem Einsatz von Leihpersonal überbrückt werden.

Im Geschäftsjahr 2008 sind Erweiterungsinvestitionen im Bereich Produktion geplant. Neben diversen Bearbeitungsmaschinen und Bearbeitungszentren wird die Produktionsfläche vergrößert. Zu diesem Zweck wurden bereits zum Ende des Geschäftsjahres 2007 Verträge über den Erwerb von Teilgrundstücksflächen geschlossen. Baubeginn ist für das Frühjahr 2008 geplant.

4.Beschaffungsbereich

Die Auswahl unserer Zulieferanten wird im Wesentlichen durch die Pflichtenhefte unserer Kunden bestimmt.

Um absolute Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten zu vermeiden, bemüht sich das Unternehmen konsequent das Prinzip des double sourcing umzusetzen. Die Beschaffung erfolgt nahezu ausschließlich über inländische Lieferanten. Um eine gewisse Preisstabilität zu erzielen, schließt das Unternehmen mit den A-Lieferanten Rahmenverträge. Die Laufzeit erstreckt sich in der Regel über ein Geschäftsjahr.

Durch eine kommissionsbezogene Beschaffungspolitik wird der Lagerbestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen auf ein notwendiges Minimum reduziert. Zur Beurteilung der Kapitalbindung im Bereich Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, ist eine Relation zwischen der Entwicklung der Vorräte und den Umsätzen herzustellen.

Die Umsätze im Vergleichszeitraum bis 2007 liegen zwischen 35 und 50 Millionen.

200334,9 Millionen EUR

200437,9 Millionen EUR

200546,9 Millionen EUR

200639,5 Millionen EUR

200750,2 Millionen EUR

Die Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) schwanken im Vergleichszeitraum um den Mittelwert von rund 1.000.000,-- Euro.

20031.009.000,-- EUR

2004 801.000,-- EUR

20051.110.000,-- EUR

2006 953.000,-- EUR

20071.232.000,-- EUR

Die Politik bezüglich der Vorräte war und ist die Konzentration auf die wiederkehrenden Teile. Das überwiegende Volumen wird im Durchlaufzyklus der projektbezogenen Fertigung umgeschlagen.

Die Qualität der eingekauften Produkte ist die Basis für einen hohen technischen Standard.

5.Investitions- und Finanzierungsbereich

Im Geschäftsjahr 2007 tätigte die Karl Eugen Fischer GmbH Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen i. H. v. 619.949,43 Euro. Im Einzelnen teilen sich die Investitionen wie folgt auf:

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnliche Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 105.653,08 Eur
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.372,16 Eur
Technische Anlagen und Maschinen 270.321,36 Eur
Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 218.602,83 Eur

Bei den getätigten Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um zwei eigengefertigte Anlagen für Metallbearbeitung, einen Kran sowie diverse Ersatzinvestitionen. Aus auslaufenden Leasingverträgen übernahm die Gesellschaft diverse Güter ins Anlagevermögen. Des Weiteren werden derzeit Investitionen in das CAD-System der Gesellschaft vorgenommen. Im Rahmen eines zweijährigen Projektes wird das CAD-System ausgetauscht. Die Konstruktion erfolgt dann über ein 3-D-Produkt.

Die Finanzierung der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgte aus eigenen Mitteln. Einlagen oder Darlehensaufnahmen zum Zwecke der Finanzierung gab es keine.

Leasingverträge wurden keine abgeschlossen.

6.Darstellung des Geschäftsergebnisses

Position 2007 2006
  In Euro In Euro
Umsatzerlöse 50.205.685,53 39.454.797,11
Bestandsveränderungen 2.615.414,47 2.006.554,83
Andere aktivierte Eigenleistungen 218.751,00 239.931,00
Gesamtleistung 53.039.851,00 41.701.282,94
Sonstige betriebliche Erträge 129.032,10 571.726,74
Materialaufwand -13.699.269,88 -10.613.016,88
Rohertrag 39.469.613,22 31.659.992,80
Personalaufwand -16.094.785,86 -15.376.099,00
Abschreibungen -2.984.534,43 -2.920.533,49
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.370.112,81 -8.643.027,83
Betriebsergebnis 8.020.180,12 4.720.332,48
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.952,44 148.280,19
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.031.373,54 -1.118.114,09
Finanzergebnis -1.907.421,10 -969.833,90
Ergebnis vor Ertragssteuern 6.112.759,02 3.750.498,58
Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -947.806,01
Steuern vom Einkommen und Ertrag 21.293,69 -93.650,06
Sonstige Steuern -8.440,49 -8.897,49
Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -6.125.612,22 -2.700.145,02
Jahresüberschuß/-fehlbetrag 0,00 0,00

Bei einer um 27,19 Prozent höheren Gesamtleistung gegenüber Vorjahr konnte eine Steigerung des Betriebsergebnisses um rund 70 Prozent gegenüber 2006 erzielt werden. Aufgrund der Neustrukturierung des Unternehmens im Juni 2006 enthalten die Vorjahreswerte Zinsaufwendungen für ein halbes Kalenderjahr. Im Geschäftsjahr 2007 sind Zinsaufwendungen für ein Gesamtjahr enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen in 2006 beziehen sich auf die Umstrukturierung und sind daher einmalig. So konnte trotz deutlich gestiegenem Finanzergebnis ein um 63 Prozent höheres Ergebnis vor Ertragssteuern im Geschäftsjahr 2007 gegenüber 2006 erzielt werden.

II.Lage der Gesellschaft / Finanzielle Leistungsindikatoren

1.Ertragslage

Wichtige Aussagen über die Ertragslage können aus den nachstehenden Kennzahlen abgeleitet werden:

Umsatzrentabilität

= Ergebnis vor Ertragssteuern u. Finanzergebnis : Umsatzerlöse x 100

2006: 9,5 %

2007: 16,0 %

Eigenkapitalrentabilität

= Ergebnis vor Gewinnabführung : Eigenkapital x 100

2006: 32,0 %

2007: 73,0 %

Materialeinsatzquote

2006: 25,4 %

2007: 25,8 %

Personalaufwandsquote

2006: 36,9 %

2007: 30,3 %

2.Finanzlage

Liquidität I. Grades

= Liquide Mittel : Kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

2006: 68,29 %

2007: 42,23 %

Liquidität II. Grades

= ( Liquide Mittel + kurzfristige Forderungen ) : Kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

2006: 143,13 %

2007: 129,84 %

Liquidität III. Grades

= Umlaufvermögen : Kurzfristige Verbindlichkeiten x 100

2006: 213,09 %

2007: 184,02 %

Die oben angeführten Kennzahlen besagen, daß die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen durch entsprechende flüssige oder flüssig zu machende Vermögensteile gedeckt sind.

Die Gesellschaft verfügte im Geschäftsjahr 2007 über eine zufriedenstellende Liquiditätslage. Es wurden keine Kontokorrentkredite in Anspruch genommen.

Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich für 2007 auf 1.897 TEUR.

3.Vermögenslage

Der Jahresüberschuß 2007 wurde aufgrund eines am 11.05.2006 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages mit der Karl Eugen Fischer Holding GmbH dem Verrechnungskonto des Gesellschafters gutgeschrieben.

Somit beträgt die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft zum Abschlußstichtag 16,5% des Gesamtkapitals.

Working Capital = Umlaufvermögen ./. kurz- + mittelfristigen Verbindlichkeiten

2006: - 483 TEUR

2007: - 6.676 TEUR

Das negative Working Capital resultiert aus der Akquisitionsfinanzierung sowie dem Ergebnisabführungsvertrag.

III.Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a)Personal und Sozialbereich

Zum 31.12.2007 waren 322 Mitarbeiter bei der Karl Eugen Fischer GmbH beschäftigt. Darin enthalten waren 40 Auszubildende, die in insgesamt 7 Ausbildungsberufen den Einstieg ins Berufsleben suchen. Der Personalstand der Karl Eugen Fischer GmbH zum 31.12.2006 betrug 310 Mitarbeiter. In 2007 wurde somit ein leichter Personalaufbau betrieben. Zum 31.12.2007 wurden zusätzlich 33 Personen aus diversen Leihpersonalfirmen eingesetzt.

Das Unternehmen ist tarifgebunden. Die Entlohnung erfolgt gemäß den Richtlinien des Tarifvertrages der Bayerischen Metall- u. Elektroindustrie in der jeweils gültigen Fassung.

Dank der engen Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen, liegt die Fluktuationsrate der Gesellschaft unter einem Prozent. Auch im Geschäftsjahr 2007 konnte die Karl Eugen Fischer GmbH wieder insgesamt 18 Personen für Dienstjubiläen auszeichnen, darunter auch eine Mitarbeiterin für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit.

b)Umweltschutz

Umweltmanagement-Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001:2005

Vom 25. - 27.06.2007 fand im Zusammenhang mit der Re-Zertifizierung unseres QUM-Systems die Anpassung unseres UM-Systems an die aktuelle Norm DIN EN ISO 14001:2005 statt. Die Rezertifizierung wurde erfolgreich bestanden.

B.Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

Da das Unternehmen international tätig ist, ist es allgemeinen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, also Kapazitäts- und Auslastungsrisiken, politische Risiken, tarifpolitische Risiken sowie Finanzrisiken.

Sämtliche Erwartungen und Annahmen, die hinsichtlich einer künftigen Unternehmensentwicklung getroffen werden, sind grundsätzlich aufgrund ihrer Zukunftsorientierung von einer gewissen Unsicherheit behaftet. Dennoch läßt sich nach bestem Wissen und Gewissen eine im Kern positive Zukunftsprognose treffen.

Der Auftragsbestand des Unternehmens zum Bilanzstichtag 31.12.2007 deckt die Planerwartungen an das Geschäftsjahr 2008 bereits vollständig mit festen Bestellungen ab. Ebenfalls verfügt die Gesellschaft zum Stichtag über Aufträge, die in das Geschäftsjahr 2009 reichen. Für die Planjahre 2008 bis 2010 wird nochmals eine Steigerung der Gesamtleistung angestrebt. Für die Planjahre kann wiederum von Vollbeschäftigung ausgegangen werden.

In 2007 mußte das Unternehmen bereits verstärkt externe Kapazitäten in Anspruch nehmen. Bei einer erneuten Steigerung der Gesamtleistung erhöht sich somit zwangsläufig der Anteil der zugekauften Leistungen. Da jedoch die Zulieferbetriebe ebenfalls vom Konjunkturaufschwung in der Metall- und Elektroindustrie partizipieren, kam es bereits 2007 zu Engpässen in der Fremdvergabe. Daher hat die Geschäftsführung der Karl Eugen Fischer GmbH beschlossen, die eigenen Fertigungskapazitäten zu erweitern, um für das zukünftige Wachstum gerüstet zu sein.

Trotz der starken internationalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft ergeben sich nur geringe Risiken aus Lieferungs- und Zahlungsströmen. Die Kontrakte werden in der Regel auf Eurobasis abgeschlossen. Bei Ausnahmen, d. h. Abschluß eines Liefervertrages mit Kunden in Fremdwährung, wird unter Zuhilfenahme von Devisentermingeschäften das Währungsrisiko begrenzt.

Die Gesellschaft operiert im kurzfristigen Bereich auf Guthabenbasis. Zur Strukturierung der Guthaben wurden Tagesgeldkonten eingerichtet. Im Bereich der längerfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurde das Zinsrisiko über den Abschluss eines Zinssicherungsgeschäftes, einen sog. CAP, minimiert.

Im Zuge des Risikomanagements wird vom internen Controlling der Gesellschaft eine regelmäßige Liquiditätsvorschau erstellt, mit deren Hilfe die Zahlungsströme überwacht werden.

Zur Absicherung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde über eine Kreditversicherungsgesellschaft eine Investitionsgüterkreditversicherung abgeschlossen. Diese Versicherung deckt das Fabrikationsrisiko, das politische Risiko und das Delkredererisiko ab. Zudem wird in der Regel Zahlung gegen Akkreditiv vereinbart.

Außerordentliche Risiken sind nach heutigem Stand keine vorhanden.

Gewährleistungsansprüche, die über das normale Maß hinausgehen, sind nicht zu befürchten.

Risiken für eine grundsätzliche Gefährdung des Unternehmens in einem zeitlich beurteilbaren Rahmen sind nicht erkennbar.

C.Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und zu einer Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft geführt haben.

D.Forschung und Entwicklung

Konzentrierte und intensive Forschung & Entwicklung, Kompetenz und Flexibilität bei der Lösung spezieller Kundenwünsche und perfekter Maschinenbau sind Gründe dafür, dass FISCHER Ansprechpartner Nr. 1 und Weltmarktführer bei Cordschneidanlagen für die Reifenindustrie ist. Schwerpunkt unseres Strebens ist Erhalt und Ausbau der Markt- und Technologieführerschaft. Wir erreichen dies durch die Absicherung unseres Innovationsvorsprungs. Unternehmensstrategie ist "dem Wettbewerb mindestens 1 Jahr voraus zu sein".

Forschung und Entwicklung sind für Karl Eugen Fischer GmbH als ausschließlich kundenspezifisch agierenden Hersteller im Sondermaschinenbau ein absolutes Muss und Invest in die Zukunft.

Die Kosten für Forschung und Entwicklung werden dokumentiert durch projektspezifische Versuchsaufträge VA und FE; in 2007 in der Größenordnung von EUR 183.109.

Nicht berücksichtigt sind dabei die Engineeringsaufwendungen im Managementbereich.

E.Zweigniederlassungen

Es existieren keine Zweigniederlassungen der Karl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Burgkunstadt, den 17. März 2008

Simone Thies

(Geschäftsführung)

Bernd Hoffmann

(Geschäftsführung)

Heinrich Holzmann

(Geschäftsführung)

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2007

KARL EUGEN FISCHER GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, BURGKUNSTADT

A K T I V A

  31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 28.031.932,00 30.396.517,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.543.763,00 24.180.714,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.050,00 18.100,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 22.436.713,00 24.162.614,00
II. Sachanlagen 5.488.169,00 6.215.803,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.292.721,00 2.398.939,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.347.590,00 2.768.887,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.858,00 1.026.636,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 21.341,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 21.954.865,90 16.236.297,21
I. Vorräte 4.173.807,39 4.883.659,65
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.232.175,67 952.939,09
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 9.568.585,47 7.184.451,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 865.187,00 633.907,00
4. Geleistete Anzahlungen 74.850,00 0,00
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -7.566.990,75 -3.887.637,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.269.807,19 5.817.783,02
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.379.265,01 3.340.279,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.867.732,80 141.968,28
3. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 1.969.541,87
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.022.809,38 365.993,47
- davon mit einer Restlaufzeit über einem Jahr: EUR 116.243,37 (Vorjahr: EUR 105.546,93)    
III. Wertpapiere 473.376,52 331.402,26
1. Sonstige Wertpapiere 473.376,52 331.402,26
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.037.874,80 5.203.452,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.298.486,69 1.244.481,22
  51.285.284,59 47.877.295,43

P A S S I V A

  31.12.2007
EUR
31.12.2006
EUR
A. EIGENKAPITAL 8.453.897,00 8.453.897,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.428.897,00 8.428.897,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 5.450.492,11 4.703.827,92
1. Steuerrückstellungen 26.900,00 46.400,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.423.592,11 4.657.427,92
C. VERBINDLICHKEITEN 37.380.895,48 34.719.570,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.100.000,00 22.400.000,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.650.000,00 (Vorjahr: EUR 1.300.000,00)    
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre: EUR 8.750.000,00 (Vorjahr: EUR 12.000.000,00)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.541.629,40 3.120.411,08
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.541.629,40 (Vorjahr: EUR 3.120.411,08)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.348.005,06 2.700.120,02
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 5.348.005,06 (Vorjahr: EUR 2.700.120,02)    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.391.261,02 6.499.039,41
- davon aus Steuern: EUR 221.402,94 (Vorjahr: EUR 307.748,34)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.635,48 (Vorjahr: EUR 20.090,66)    
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 391.261,02 (Vorjahr: EUR 499.039,41)    
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.000.000,00)    
  51.285.284,59 47.877.295,43

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2007

  2007
EUR
2006
EUR
1. Umsatzerlöse 50.205.685,53 39.454.797,11
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.615.414,47 2.006.554,83
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 218.751,00 239.931,00
4. Gesamtleistung 53.039.851,00 41.701.282,94
5. Sonstige betriebliche Erträge 129.032,10 571.726,74
6. Materialaufwand -13.699.269,88 -10.613.016,88
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -11.767.093,98 -9.139.039,74
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.932.175,90 -1.473.977,14
7. Personalaufwand -16.094.785,86 -15.376.099,00
a) Löhne und Gehälter -13.385.193,83 -12.532.619,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.709.592,03 -2.843.479,70
- davon für Altersversorgung: EUR 54.005,89 (Vorjahr: EUR 48.664,49)    
8. Abschreibungen -2.984.534,43 -2.920.533,49
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.984.534,43 -2.920.533,49
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.370.112,81 -8.643.027,83
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 123.952,44 148.280,19
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 4.906,49 (Vorjahr: EUR 1.586,16)    
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.031.373,54 -1.118.114,09
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.112.759,02 3.750.498,58
13. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -947.806,01
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.293,69 -93.650,06
15. Sonstige Steuern -8.440,49 -8.897,49
16. Aufgrund von Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne -6.125.612,22 -2.700.145,02
17. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2007

KARL EUGEN FISCHER GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, BURGKUNSTADT

I.Allgemeine Hinweise

Die Gesellschaft wurde als TSP Taunus Vermögensverwaltungs GmbH am 11. Mai 2006 (UR-Nr. 69 / 2006 des Notars Hanspeter Steffan / Offenbach) gegründet.

Mit Kaufvertrag vom 16. Mai 2005 wurden durch die Gesellschaft die von den ehemaligen Gesellschafterinnen, Frau Monica Riebeling und Frau Victoria Trojanus, gehaltenen Geschäftsanteile an der Karl Eugen Fischer GmbH, Burgkunstadt, und die Kommanditanteile an der Karl Eugen Fischer GmbH & Co. KG, Burgkunstadt, erworben.

Am 25. Juli 2006 wurde dem Verschmelzungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Karl Eugen Fischer GmbH zugestimmt (handelsrechtlicher Verschmelzungsstichtag = 1. Januar 2006).

Ebenfalls am 25. Juli 2006 wurde der Name der Gesellschaft geändert in Karl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Der Jahresabschluss wurde auf Grund der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie der Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften i. S. von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Der Verschmelzungsmehrwert zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligungen und den anteiligen Buchwerten des Eigenkapitals wurde zum 1. Januar 2006 wie folgt verteilt:

ehemalige Karl Eugen Fischer GmbH EURO
~ Technische Anlagen und Maschinen 48.100,00
~ Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.500,00
~ KSt-Guthaben 115.633,72
~ Latente Steuern -65.900,00
~ Geschäfts- und Firmenwert 25.075.966,04
~ Summe 25.298.299,76
ehemalige Karl Eugen Fischer GmbH & Co. KG  
~ Bauten auf fremdem Grund und Boden 412.104,00
~ Außenanlagen 49.909,50
~ Technische Anlagen und Maschinen 2.379.220,00
~ Betriebs- und Geschäftsausstattung 476.547,00
~ Geschäfts- und Firmenwert 812.570,53
~ Summe 4.130.351,03

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Sie ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

In den Salden der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres sind die kompletten Jahreswerte der ehemaligen Karl Eugen Fischer GmbH, der Karl Eugen Fischer GmbH & Co. KG und der TSP Taunus Vermögensverwaltungs GmbH enthalten.

II.Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Der Bestandsnachweis für das Anlagevermögen erfolgt durch eine Anlagenbuchhaltung, aus der neben Anschaffungsdatum und den Anschaffungskosten auch die Abschreibungen und die jeweiligen Restbuchwerte sowie die Zu- und Abgänge ersichtlich sind.

Die immateriellen Wirtschaftsgüter und Sachanlagen wurden mit den ursprünglichen Anschaffungskosten angesetzt und unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze abgeschrieben.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, die Vorschriften des § 6 Abs. 2 EStG wurden beachtet.

Die Abschreibung der Mehrwerte aus der Verschmelzung in 2006 erfolgt linear über drei Jahre (Betriebs- und Geschäftsausstattung), fünf Jahre (Technische Anlagen und Maschinen), 10 Jahre (Außenanlagen), 15 Jahre in Anlehnung an § 7 Abs. 1. S. 3 EStG (Geschäfts- und Firmenwert) und 33 Jahre (Gebäude).

Das Vorratsvermögen ist am Bilanzstichtag körperlich aufgenommen worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des gesetzlichen Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen angesetzt worden.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte unter Zugrundelegung der Einzelkosten (Material- und Fertigungslohn) und der steuerlich zulässigen Zuschlagssätze für die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Im Rahmen der Aktualisierung der Zuschlagssätze wurde für die Verwaltungsgemeinkosten ein Zuschlag in Ansatz gebracht. Des Weiteren wurden im Rahmen der Bewertung der unfertigen Erzeugnisse die Konstruktionskosten nach dem Fertigungsstand am Bilanzstichtag zum Verhältnis der Konstruktionskosten-Rückrechnung (Basis 100 %) in Ansatz gebracht.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen - wie überdurchschnittliche Lagerdauer, geminderte Verwertbarkeit und niedrigere Wiederbeschaffungskosten von Dauer - sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die Forderungen gegen Gesellschafter und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurde mit 3 % abgezinst. Erstattungsansprüche aus Altersteilzeit mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit 4,5 % abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Zins- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt worden.

Die Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Des Weiteren werden die Forderungen gegebenenfalls mit dem niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Umrechnung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährungen erfolgt mit dem jeweiligen amtlichen Devisenkurs.

Für Guthaben bei bzw. für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Saldenbestätigungen zum Bilanzstichtag vorgelegen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die latenten Steuern aus der Verschmelzung der ehemaligen Karl Eugen Fischer GmbH. Die Auflösung dieser Position erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren, korrespondierend zu den aufgedeckten Mehrwerten aus der Verschmelzung.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs für den Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Des Weiteren werden gegebenenfalls die Verbindlichkeiten mit dem höheren Geldkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

III.Erläuterungen der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet das Verrechnungskonto mit der TSP Rheingau GmbH (TEUR 125) und das Verrechnungskonto mit der K.E. Fischer LLC (TEUR 1.743).

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (TEUR 907) und von mehr als einem Jahr (TEUR 116).

Die Wertpapiere wurden mit Vertrag vom 09.03.2005 über die Absicherung der Wertguthaben im Blockmodell Altersteilzeit in voller Höhe verpfändet.

Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft im Wesentlichen abgegrenzte Gebühren für den Darlehensvertrag (TEUR 487) mit der Investkredit Bank AG, abgegrenzte Kosten für die Zinssicherung (CAP) des Darlehensvertrages (TEUR 114) und den über die Auflösung der Pensionsrückstellung für die ehemalige Gesellschafterin Frau Riebeling hinausgehenden Betrag aus der Übertragung der Zusage auf einen Pensionsfonds (TEUR 398). Letzterer Betrag wird noch über einen Zeitraum von 9 Jahren linear aufgelöst.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Montageleistungen (Nachlaufkosten), Resturlaub und Überstunden, Gewährleistungen, Altersteilzeit, ERA sowie ausstehende Rechnungen enthalten.

Die in der Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem höheren Geldkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen wurden im Berichtsjahr gem. § 268 Abs. 5 HGB offen von den Vorräten abgesetzt.

Die Restlaufzeit und der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten sowie deren Sicherheiten ergeben sich aus dem beigefügten Verbindlichkeitenspiegel.

IV.Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen:

2008: 380 TEUR

2009: 372 TEUR

2010: 293 TEUR

2011: 207 TEUR

2012: 207 TEUR

V.Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze im Berichtsjahr setzen sich auf Grund der unterschiedlichen Kundenstruktur (geografische Märkte) aus Erlösen Inland in Höhe von TEUR 2.907 (Vorjahr TEUR 8.275), aus Erlösen EU in Höhe von TEUR 6.689 (Vorjahr TEUR 3.931) und aus Erlösen Drittland in Höhe von TEUR 40.610 (Vorjahr TEUR 27.249) zusammen.

VI.Sonstige Angaben

Organe

Die laufenden Geschäfte wurden im Berichtsjahr von

- Herrn Bernd Hoffmann,

- Herrn Heinrich Holzmann,

- Herrn Joachim Raps (bis 17.08.2007) und

- Frau Simone Thies

getätigt.

Die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2007 waren durchschnittlich 146 gewerbliche Arbeitnehmer und 131 Angestellte beschäftigt, also insgesamt 277 Mitarbeiter. Bei den Angestellten sind 15 Halbtagskräfte enthalten. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 23 Auszubildende beschäftigt.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende derivative Finanzinstrumente:

a. Zinssicherungsgeschäfte

Die Gesellschaft hat zur Sicherung des Zinssatzes aus dem Darlehen bei der Investkredit Bank AG ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag beträgt der Zeitwert des abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfts (CAP) TEUR 208.

b. Devisentermingeschäfte

Mit einer Laufzeit bis 2009 sind insgesamt 3,05 Mio. USD zu Kursen in der Bandbreite von 1,3688 bis 1,3732 veräußert. Bezogen auf einen Mittelkurs von 1,472 ergibt sich ein Marktwert dieser Geschäfte zum Stichtag von TEUR 156.

Gruppenabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Karl Eugen Fischer Holding GmbH, Burgkunstadt, einbezogen.

Ergebnisverwendung

Mit der Karl Eugen Fischer Holding GmbH, Burgkunstadt, wurde ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.126 wurde gemäß dieses Vertrages als Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen.

Burgkunstadt, den 17. März 2008

(Bernd Hoffmann)

(Heinrich Holzmann)

(Simone Thies)

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2007

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  1. Jan. 2007 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2007
  EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 331.963,79 105.653,08 0,00 0,00 437.616,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 25.888.536,57 0,00 0,00 0,00 25.888.536,57
  26.220.500,36 105.653,08 0,00 0,00 26.326.153,44
II. SACHANLAGEN          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.814.102,94 25.372,16 0,00 0,00 3.839.475,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.382.240,72 270.321,36 21.341,00 0,00 6.673.903,08
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.798.913,21 218.602,83 0,00 20.791,15 2.996.724,89
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21.341,00 0,00 -21.341,00 0,00 0,00
  13.016.597,87 514.296,35 0,00 20.791,15 13.510.103,07
  39.237.098,23 619.949,43 0,00 20.791,15 39.836.256,51
  AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN NETTOBUCHWERTE
  1. Jan. 2007 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2007 31. Dez. 2007 31. Dez. 2006
  EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 313.863,79 16.703,08 0,00 330.566,87 107.050,00 18.100,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.725.922,57 1.725.901,00 0,00 3.451.823,57 22.436.713,00 24.162.614,00
  2.039.786,36 1.742.604,08 0,00 3.782.390,44 22.543.763,00 24.180.714,00
II. SACHANLAGEN            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.415.163,94 131.590,16 0,00 1.546.754,10 2.292.721,00 2.398.939,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.613.353,72 712.959,36 0,00 4.326.313,08 2.347.590,00 2.768.887,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.772.277,21 397.380,83 20.791,15 2.148.866,89 847.858,00 1.026.636,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 21.341,00
  6.800.794,87 1.241.930,35 20.791,15 8.021.934,07 5.488.169,00 6.215.803,00
  8.840.581,23 2.984.534,43 20.791,15 11.804.324,51 28.031.932,00 30.396.517,00

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2007

  Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit:   Sicherheiten
Art der Verbindlichkeit   bis zu 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre gesicherter Art der
    (kurzfristig) (mittelfristig) (langfristig) Betrag Sicherung
  EUR EUR EUR EUR EUR  
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.100.000,00 1.650.000,00 10.700.000,00 8.750.000,00 21.100.000,00 Verpfändung aller Bankkonten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.541.629,40 4.541.629,40 0,00 0,00   Abtretung aller Forderungen, insbesondere aus den Akquisitionsdokumenten sowie aus Warenlieferungen und Leistungen, Versicherungsforderungen und Gruppendarlehen
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.348.005,06 5.348.005,06 0,00 0,00    
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.391.261,02 391.261,02 6.000.000,00 0,00   Abtretung aller gewerblichen Schutzrechte Übereignung aller beweglichen Vermögensgegenstände
Gesamtsumme 37.380.895,48 11.930.895,48 16.700.000,00 8.750.000,00    

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2007

KARL EUGEN FISCHER GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, BURGKUNSTADT

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Ich habe den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Karl Eugen Fischer Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007 geprüft.

Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Überzeugung vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Coburg, 31. März 2008

Dipl.-Kfm. Michael Härer

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