Gelsendienste
Selbe AdresseSammlung nicht gefährlicher Abfälle
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastian Alexander Scholz seit 18.12.2024 | Geschäftsführer |
Bernd Mensing seit 26.7.2024 | Geschäftsführer |
Christoph Heidenreich seit 2.1.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Gelsenkirchen | 89.90% |
Stadt Gelsenkirchen | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (vormals: Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH)GelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231 Grundlagen des Unternehmens Die Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH (kurz: AiR-GE) wurde am 12. März 2021 zum Zwecke der Standortbewerbung zur Ansiedlung der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) im Stadtgebiet von Gelsenkirchen gegründet. Am 06.12.2023 wurde die Gesellschaft in Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (GE GmbH) umfirmiert und umstrukturiert. Die HSPV NRW führte seit Ende Juni 2020 ein Verfahren zur Auswahl eines Standortes zur gemeinsamen Neuansiedlung der Leitungsebene und der Verwaltung der HSPV NRW sowie der Seminarbereiche Gelsenkirchen, Herne, Dortmund und Hagen durch. Das Ziel der AiR-GE/GE GmbH war die Beteiligung an einer ausdrucksstarken und qualitativ hochwertigen Bewerbung zur Erlangung der Zusage für den neuen Zentralstandort der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung des Landes NRW im Stadtgebiet von Gelsenkirchen im Kreuzungsbereich Overwegstraße / Florastraße. Das Vergabeverfahren ist im Jahr 2023 zugunsten des Standortes Herne zum Abschluss gebracht worden. Der Unternehmensgegenstand ist künftig die Planung, die Errichtung, die Sanierung und die Erweiterung städtischer Schul- und Sportbauten und anderer Gebäude der kommunalen Infrastruktur. Dazu gehört auch die Unterhaltung und Verwaltung sowie der Erwerb und die Verwertung solcher Immobilien. Vorrangig konzentriert sich die Gesellschaft auf Neubauprojekte. Im Rahmen der Umstrukturierung wurde zum Ende des Geschäftsjahres durch den Kauf und Verkauf von Anteilen innerhalb der beteiligten Gesellschafter und dem Ausscheiden der ggw GmbH (ggw) zudem eine neue Gesellschafterstruktur implementiert. 2 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Zwar hat im Verlauf des Jahres die Inflation nachgelassen und sich der Anstieg der Lohneinkommen im Vergleich zum Vorjahr beschleunigt. Allerdings blieb die Erholung beim privaten Konsum bislang aus. In realer Rechnung sind die Einkommen in Deutschland über längere Zeit zurückgegangen. Die Zinsanhebungen der Europäischen Zentralbank leiteten zudem auf dem deutschen Immobilienmarkt einen deutlichen Einbruch ein. Bis zuletzt gingen deshalb insbesondere die Investitionen in Wohnbauten stark zurück. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. So lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt nur um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kam damit deutlich ins Stocken. Die Schätzung zur Wachstumsrate des Bruttoinlandproduktes für das Jahr 2024 bewegen sich in einer Spanne von -0,5% bis 1,3%. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die deutsche Volkswirtschaft war bereits vor dem Krieg in der Ukraine und der Pandemie mit vielfältigen langfristigen Veränderungen konfrontiert. Der Strukturwandel - ausgelöst durch den technologischen Fortschritt, den demografischen Wandel und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft - ist eine große Herausforderung, bietet aber zugleich Chancen. Die Wirtschaftspolitik ist gefordert, die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen, die ökonomische Resilienz in Deutschland zu erhöhen und das Wachstumspotenzial zu stärken. Die wirtschaftliche Lage der GE GmbH hängt insbesondere von der Baupreisentwicklung sowie der Entwicklung der Bauzinsen ab. 3 Verlauf des Geschäftsjahres 2023 3.1 Strategische Ausrichtung der Gesellschaft Durch die Vergabe zu Ungunsten des Standortes Gelsenkirchen ist der ursprüngliche Gesellschaftszweck, die Ansiedlung der HSPV in Gelsenkirchen zu unterstützen, nicht mehr umsetzbar. Auf Grund eines erheblichen Bedarfs an der Errichtung insbesondere neuer und nachrangig der Sanierung bestehender Schul-, Sport-, Verwaltungs- und Sonderbauten erfolgte eine von der Gesellschafterin initiierte Anpassung des Gesellschaftszwecks. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftstätigkeit der AiR-GE/GE GmbH weiterhin noch ohne eigenes Personal. Aufgrund der umfassenden immobilien- als auch betriebswirtschaftlichen Kenntnisse der Gesellschafterin ggw wurde die gesamte kaufmännische und technische sowie die immobilien- und betriebswirtschaftliche Geschäftsbesorgung der GE GmbH bereits im Gründungsprozess auf die ggw übertragen. Sämtliche Managementaufgaben der AiR-GE/GE GmbH wurden somit im Rahmen eines entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrages von der ggw ausgeführt. Im Zuge des Geschäftsbesorgungsvertrages stellte die ggw auch bis zum 31.12.2023 die Geschäftsführung. Zukünftig erfolgt die Geschäftsbesorgung durch die Stadtwerke Gelsenkirchen. Weiterhin wurde eine neue Geschäftsführung bestellt. Die kfm. Geschäftsbesorgung erfolgte zu einem Pauschalpreis von monatlich 2 T€ netto. Der Vertrag hatte zunächst eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2022 und wurde bis zum 31.12.2023 verlängert und ist nun ausgelaufen. 3.2 Entwicklung der Projektgrundstücke zur Realisierung der HSPV NRW Zur Erfüllung des Gesellschaftszweckes der GE GmbH hält die GE GmbH an einem rund 18.000 m 2 großen Grundstücksareal im Bereich Florastraße / Overwegstraße einen werthaltigen Grundbesitz auf welchem der neue Standort der HSPV NRW angesiedelt werden sollte. Das Vergabeverfahren der HSPV wurde inzwischen abgeschlossen. Die ursprünglich für die Projektrealisierung vorgesehenen Flächen des mittlerweile abgerissenen Zentralbades sowie der ebenfalls abgerissenen ehemaligen Polizeiinspektion Süd sollen neu entwickelt werden. Vorgesehen ist die Errichtung eines neuen Zentralbades sowie einer weiteren Baulichkeit, die voraussichtlich der schulischen und beruflichen Bildung dienen wird. 3.3 strategische Partnerschaft mit einem privaten Investor Wie zuvor beschrieben agierte die GE GmbH im Vergabeverfahren für den neuen Zentralstandort der HSPV NRW als Grundstücksgeberin für einen privaten Investor. Mit dem Investor waren unterschiedliche Vereinbarungen zur Verfolgung und Realisierung des Projektzieles sowie zur dauerhaften Refinanzierung des Bewerbungsverfahrens einschließlich der für den Wettbewerb zu erstellenden Gebäudeplanung und Architektur geschlossen worden. Durch die Entscheidung zuungunsten des Standorts Gelsenkirchen wurde die Zusammenarbeit mit dem Investor beendet und die werthaltigen Teile der Planungskosten aktiviert. 3.4 Maßnahmen zur Umsetzung der Neuausrichtung der Gesellschaft Mit dem 18.000 qm großen Grundstück an der Overwegstraße kann die Gesellschaft ein attraktives und baureifes Grundstück in prominenter Innenstadtlage vermarkten. Die Gesellschaft befindet sich hierzu im Austausch mit der Stadt Gelsenkirchen. Es soll ein Erbbaurechtsvertrag geschlossen werden, der zu dauerhaften jährlichen Einnahmen in Höhe von 200 - 300 T€ der GE GmbH beitragen könnte. Daneben soll sich die Gesellschaft als Bauträger an der Errichtung und Erweiterung sowie nachrangig Sanierung städtischer Schul- und Sportbauten und anderer Gebäude der kommunalen Infrastruktur beteiligen. Auch hierzu befindet sich die Gesellschaft bereits seit einigen Monaten in enger Abstimmung mit der Stadt Gelsenkirchen. Unter anderem wurden Planungsleistungen beauftragt für den Ersatzbau des ehemaligen Zentralbades. Zur Erfüllung der neuen Aufgabenstellung hat die Gesellschaft bereits Anstrengungen unternommen eine eigene Personalstruktur aufzubauen. 3.5 Analyse des Jahresergebnisses Die GE GmbH hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.552,3 T€ abgeschlossen. Verglichen mit dem Wert des Wirtschaftsplans, einem Jahresfehlbetrag von rd. 2.999 T€, hat sich das Jahresergebnis besser als erwartet entwickelt. Die Gründe hierfür liegen zum einen darin, dass im Wirtschaftsplan eine um 101 T€ höhere Abschreibung einer Ausleihung zugrunde gelegt wurden. Darüber hinaus war der außerplanmäßige Abschreibungsbedarf für das Grundstück um 503 T€ niedriger als geplant. Gegenläufig überstieg der Zinsaufwand die Planung um 150 T€. 4 Ertragslage Grundlage des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 sind die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in seiner zum Abschlussstichtag gültigen Fassung. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr erwartungsgemäß keine Umsatzerlöse erwirtschaftet. Die Ertragslage der Gesellschaft ist insofern ganz überwiegend durch eine Abschreibung der kurzfristigen Ausleihung des Investors in Höhe von 2.317,4 T€ und eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Grundstücksbuchwert in Höhe von 829,6 T€, geprägt. Demgegenüber steht die Auflösung der Wertberichtigung auf die an den privaten Investor gewährten Zwischenfinanzierung in Höhe von 925,7 T€. Daneben sind noch Bewirtschaftungsaufwendungen in Höhe von 51,8 T€ angefallen - von denen 27,7 T€ für Nachzahlungen für Vorjahre verauslagt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen neben der Wertberichtigung auf die kurzfristige Ausleihung im Wesentlichen Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten in Höhe von 15,0 T€ sowie die Kosten der Geschäftsbesorgung durch die ggw in Höhe von 28,6 T€. Der Zinsaufwand resultiert aus Zinsen aus dem Cash-Pool mit der Stadt Gelsenkirchen sowie aus Zinsen für ein kurzfristiges Darlehn der Stadtwerke Gelsenkirchen. 5 Vermögenslage Da der Verkauf des Grundstückes nicht vollzogen wurde und die Gesellschaft das Grundstück eigenständig entwickeln wird, wurde eine Umwidmung aus dem Umlaufvermögen in die Bilanzposition Grundstücke ohne Bauten des Anlagevermögens vorgenommen. Hier werden die bis zum Abschlussstichtag getätigten Anschaffungskosten für das Grundstücksareal im Bereich Florastraße / Overwegstraße - reduziert um außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 (3) HGB - in Höhe von 7.100,0 T€ ausgewiesen. Die Bauvorbereitungskosten umfassen Planungskosten für den Neubau des Zentralbades über 44 T€ und allgemeine Planungskosten für das Grundstück Florastraße / Overwegstraße in Höhe von 272 T€. Unter den Forderungen gegen Gesellschafter wird ein von der Stadt Gelsenkirchen eingeforderter Nachschuss in Höhe von 1.630 T€ bilanziert. Die Kapitalrücklage enthält neben den fiktiven Anschaffungskosten des Grundstücksareals im Bereich Florastraße / Overwegstraße in Höhe von 4.785,0 T€ auch eine in die Kapitalrücklage geleistete Bareinlage der Gesellschafterin ggw in Höhe von 1,8 Mio. €. Darüber hinaus enthält die Kapitalrücklage eingezahlte Nachschüsse der Stadtwerke Gelsenkirchen in Höhe von 2.454 T€ sowie eingeforderte Nachschüsse der Stadt Gelsenkirchen über 1.630 T€. Gegenläufig vermindert sich das Eigenkapital um den Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.552,3 T€ auf 5.112,8 T€ (Vorjahr: 3.581,1 T€). Die sonstigen Rückstellungen umfassen Aufwendungen für einen Bauzaun, sowie Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung und die Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen. Aus der Cash-Pooling Vereinbarung mit der Stadt Gelsenkirchen resultieren außerdem Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 3.743,9 T€. 6 Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling System der Stadt Gelsenkirchen eingebunden. Über dieses System wird der GE GmbH von der Stadt Gelsenkirchen ein Kreditrahmen von 10,0 Mio. € bereitgestellt. Die Cash-Pool Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf rd. 3.743,9 T€. Der Bilanzausweis erfolgt unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch die folgenden Cash-Flows dargestellt:
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beinhaltet neben den Aufwendungen für die Bewirtschaftung des Grundstücksareals im Bereich Florastraße / Overwegstraße vor allem Zinsaufwendungen aus dem Cash-Pool sowie einem kurzfristigen Darlehen der Stadtwerke Gelsenkirchen. Im Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit ist im Wesentlichen die Endabrechnung mit dem privaten Investor ausgewiesen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hat sich insgesamt besser entwickelt als erwartet. Bis zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, welche die dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachträglich beeinflussen. 7. Risikobericht 7.1 Risikomanagement Die Gesellschaft besitzt ein auf ihre Betriebsgröße abgestimmtes Risikomanagementsystem. Die zukünftige Entwicklung wurde noch nicht durch einen Erfolgs- und Finanzplan der Wirtschaftsplanung bis Ende 2024 dargestellt. Derzeit wird mit Blick auf die neue Aufgabenstellung die Zusammenarbeit zwischen der GE GmbH und der Stadt Gelsenkirchen konkretisiert bzw. finalisiert. Hierzu gehört auch die Aktualisierung der vom Rat der Stadt Gelsenkirchen beschlossenen Projektliste, die Grundlage der Haushaltsanmeldungen für die Jahre 2024 und folgende war. In den nächsten Wochen soll aus diesen abgestimmten Daten die Wirtschaftsplanung für das Jahr 2024 bestehend aus einem Erfolgs-, Invest- und Stellenplan sowie eine Mittelfristplanung erstellt werden. 7.2 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken Aus Sicht der Geschäftsführung birgt die zukünftige Entwicklung im Wesentlichen folgende Chancen für die Gesellschaft: Durch die Neuausrichtung der GE GmbH ergeben sich aus geänderten Aufgabenstellungen neue Tätigkeitfelder für die Gesellschaft. Die Stadt Gelsenkirchen rechnet mit einem erheblichen Zusatzbedarf an Schulplätzen. Die GE GmbH soll daran mitwirken, dass der hohe Bedarf gedeckt werden kann. Im Bereich der Gelsenkirchener Sportanlagen ist ein Sanierungsstau zu benennen. Dieser umfasst neben Sportplätzen und Turnhallen auch Schwimmbäder, deren Betriebsfähigkeit für das Vereins- und Schulschwimmen naturgemäß unabdingbar ist. Mit dem Abriss des Zentralbades ist eine Bedarfslücke entstanden, welche nun schnellstmöglich durch einen Neubau geschlossen werden soll. Sofern die künftigen Personal- und Verwaltungskosten geringer ausfallen als die noch zu vereinbarenden Gebühren im Zusammenhang mit der Errichtung von Neubauten oder Sanierungen, sowie der Vereinnahmung von Erbbauzinsen, kann die Gesellschaft höhere Gewinne erwirtschaften als vorgesehen. Für die Gesellschaft bestehen allerdings auch Risiken in der zukünftigen Entwicklung, die sich wie folgt zusammenfassen lassen: Anhaltende internationale Konflikte wie der Russland-Ukraine Krieg, der Krieg in Gaza sowie terroristische Anschläge auf Schiffe im roten Meer können zu Versorgungsengpässen führen und die Energiepreis- oder auch die Verbraucherpreisinflation wieder antreiben. Kostensteigerungen im Bauhauptgewerbe, sowie eine Verknappung benötigter Rohstoffe können zu Verzögerungen bei der Vorbereitung und Umsetzung der neu vorgesehenen Projekte führen. Die GE GmbH muss eine auf den neuen Unternehmenszweck ausgerichtete Organisationsstruktur weiter auf- und ausbauen, um die vorgesehenen Projektumsetzungen erfolgreich voran zu bringen. Hier könnte sich der bestehende Fachkräftemangel hinderlich auswirken. Den daraus drohenden steigenden Personalkosten und eventuellen Vertragsstrafen kann gegebenenfalls nicht immer rechtzeitig entgegengewirkt werden. 8 Prognosebericht Die Gesellschaft befindet sich aufgrund der Umfirmierung im Dezember 2023 in einem Umstrukturierungsprozess. Eine fundierte Wirtschaftsplanung für die kommenden fünf Jahre befindet sich noch in der Umsetzungsphase. Die finanziellen Leistungsindikatoren können daher aktuell noch nicht exakt benannt werden. Für das erste Halbjahr 2024 plant die GE GmbH die Übernahme von drei schlüsselfertigen Modulschulbauten, die die ggw aktuell errichtet. Diese Modulschulen sollen von der GE GmbH an die Stadt Gelsenkirchen zum Schuljahresbeginn 2024/2025 für voraussichtlich rund 12,5 Mio € veräußert werden. Hierin enthalten ist ein Aufschlag von 4 %. Durch diesen Erlös sind die operativen Aufwendungen der Gesellschaft mindestens für 2024 gesichert. Stadt Gelsenkirchen rechnet mit einem signifikanten Zusatzbedarf an Schulplätzen. Die Maßnahmen im Schulbaubereich und bei weiteren Gebäuden der kommunalen Infrastruktur stellen in der Zukunft hohe personelle und organisatorische Anforderungen an die Bauverwaltung. Die GE GmbH soll sich auf Schulbauprojekte konzentrieren und zusätzliche Ressourcen im Schulneubau schaffen und vorrangig daran mitwirken, dass der hohe Bedarf gedeckt werden kann. Die Finanzierung dieser Projekte soll durch die in den jeweiligen Verträgen der Bauprojekte vereinbarten Abschlagszahlungen gesichert werden. Das im Eigentum der GE GmbH befindliche Grundstück Overwegstraße / Florastraße liegt in einer attraktiven Vorzugslage in Innenstadtnähe, ist auch aufgrund seiner Größe vielfältig nutzbar und eignet sich auch zur Umsetzung anderer Projekte diverser Investoren. Eine Teilfläche ist als neuer Standort des Zentralbades vorgesehen. Bezüglich der Verwendung der Restfläche hinsichtlich des Nutzungszweckes erfolgt aktuell eine Diskussion im politischen Raum. Aktuell konkretisiert sich die Vereinbarung eines langfristigen Erbpachtrechtsvertrages mit der Stadt Gelsenkirchen für dieses Grundstück der bereits ab 2024 zu weiteren und dauerhaften Einnahmen der Gesellschaft beitragen soll. Die GE GmbH ist aufgrund der ausschließlich kommunalen Beteiligungsstruktur, darauf ausgerichtet langfristig leichte Überschüsse zu erwirtschaften. Die Geschäftsführung wird mit Unterstützung durch die Geschäftsbesorgerin Stadtwerke Gelsenkirchen den aufgeführten Risiken aktiv entgegentreten und die sich bietenden Chancen konsequent nutzen.
Gelsenkirchen, den 15. März 2024 Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH Christoph Heidenreich, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gelsenkirchen, 15. März 2024 Christoph Heidenreich, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2023
Gelsenkirchen, 15. März 2024 Christoph Heidenreich, Geschäftsführer Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Die Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH (kurz: AiR-GE) wurde am 12. März 2021 gegründet. Am 06.12.2023 wurde die Gesellschaft in Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft (GE GmbH) umfirmiert. Sie hat ihren Sitz in Gelsenkirchen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen, Abteilung B Nr. 16325 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss der GE GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Für die Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sind nach § 14 (1) des Gesellschaftsvertrages die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Der Jahresabschluss der GE GmbH ist nach den Vorschriften für die Aufstellung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen gegliedert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 (2) HGB. Die Vergleichszahlen für das Vorjahr sind entsprechend angegeben. B. Erläuterungen zur Bilanzierung und Bewertung sowie zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Unbebaute Grundstücke des Anlagevermögens Das unbebaute Grundstück ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken wurde durch Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die ausgewiesenen Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen wurden gemäß § 249 (1) i. V. m. § 253 (1) HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Alle ausgewiesenen Rückstellungen beinhalten die bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Es handelt sich um kurzfristige Rückstellungen. Von dem Wahlrecht zur Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert. II. Angaben zu Posten der Bilanz Unbebaute Grundstücke des Anlagevermögens Das Grundstücksareal im Bereich Florastraße / Overwegstraße in Gelsenkirchen soll zeitnah neu entwickelt werden und im Wege eines Erbbaurechts verpachtet werden. Daher erfolgte der Ausweis im Anlagevermögen. Das Grundstück ist mit 7.100,0 T€ bewertet. Im Vorjahr war das Grundstück noch mit 7.833,0 T€ im Umlaufvermögen unter Grundstücke ohne Bauten ausgewiesen worden. Bauvorbereitungskosten Die Bauvorbereitungskosten in Höhe von 316,4 T€ resultieren aus Vorbereitungskosten für die Entwicklung des Grundstückareals Florastraße / Overwegstraße. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 1.630,0 T€ bestanden gegen die Stadt Gelsenkirchen und resultierten aus eingeforderten Nachschüssen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten im Vorjahr im Wesentlichen die wertberichtigte kurzfristigen Ausleihung in Höhe von 926,7 T€, welche dem privaten Investor zur erfolgreichen Bewerbung um den neuen Standort der HSPV NRW gewährt wurde. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist mit 740,0 T€ voll eingezahlt. Im Geschäftsjahr wurden Anteile von der ggw und den Stadtwerken Gelsenkirchen an die Stadt Gelsenkirchen mit Wirkung zum 31.12.2023 veräußert. Das Kapital wird nun zu 89,90 % von der Stadt Gelsenkirchen und zu 10,10 % von den Stadtwerken Gelsenkirchen gehalten. Kapitalrücklage Zur Eigenkapitalstärkung haben die beiden verbliebenen Gesellschafter Nachschüsse geleistet und die Kapitalrücklage auf 10.669,0 T€ erhöht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus zurückgestellten Beträgen für einen Bauzaun (12,3 T€), die Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen (9,5 T€) sowie für die Jahresabschlussprüfung (8,0 T€). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 124,0 T€ (Vorjahr: 19,8 T€) betreffen bezogene Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit der Baureifmachung des Projektgrundstücks. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 3.773,3 T€ bestehen in voller Höhe gegenüber der Stadt Gelsenkirchen und resultierten aus der Inanspruchnahme des Cash-Pool Rahmens in Höhe von 3.743,9 T€ sowie aus Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 29,3 T€ aus dem Cash-Pool Management. Darüber hinaus ist die Zusammensetzung und Entwicklung der Verbindlichkeiten im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. III. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Bestandsveränderungen Die Bestandsveränderungen des Vorjahres in Höhe von 6.631,1 T€ beinhalteten Bestandserhöhungen aus aktivierten Fremdkosten in Höhe von 4.626,6 T€ sowie aus Zuschreibungen auf den Grundstückwert in Höhe von 2.004,5 T€. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 925,7 T€ resultieren aus der Auflösung der Wertberichtigung einer kurzfristigen Ausleihung aus Vorjahren, welche in 2023 gewinnmindernd ausgebucht wurde. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen Die Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen resultieren aus Grundbesitzabgaben in Höhe von 51,8 T€ (Vorjahr: 32,7 T€). Im Vorjahr waren hier zudem noch die aktivierten Fremdkosten für das im Vorjahr im Umlaufvermögen ausgewiesene Grundstück in Höhe von 4.626,6 T€ ausgewiesen. Abschreibungen auf Sachanlagen Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurde das in das Sachanlagevermögen umgebuchte Grundstück in Höhe von 829,6 T€ auf den gutachterlich festgestellten Wert abgeschrieben. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.365,9 T€ (Vorjahr: 967,8 T€) bestehen im Wesentlichen aus der Wertberichtigung auf die Investoren-Zwischenfinanzierung in Höhe von 2.317,4 T€. Daneben bestehen sächliche Verwaltungskosten die zum Großteil aus Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 18,0 T€ (Vorjahr: 12,8 T€) sowie aus Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung durch die Gesellschafterin ggw in Höhe von 28,6 T€ (Vorjahr: 28,6 T€) resultieren. Finanzergebnis Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 230,8 T€ (Vorjahr 33,9 T€) ergeben sich aus Zinsen aus dem Cash-Pooling mit der Stadt Gelsenkirchen in Höhe von 123,5 T€ (Vorjahr 32,9 T€) sowie Zinsen für ein kurzfristiges Darlehn der Stadtwerke Gelsenkirchen in Höhe von 107,2 T€ (Vorjahr: 0,00 T€). Beschlussvorschlag zur ErgebnisverwendungDie Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.552,3 T€ erzielt, welcher auf neue Rechnung vorzutragen ist. C. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. D. Sonstige Angaben Finanzielle Verpflichtungen Ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit den Stadtwerken Gelsenkirchen ist geplant, liegt aber aktuell noch nicht vor. Abschlussprüferhonorar Für die Prüfung des Jahresabschlusses wurde ein Betrag von 8,0 T€ zurückgestellt. Organe der Gesellschaft Die Organe der Gesellschaft waren im Berichtsjahr wie folgt besetzt: Geschäftsführer: Harald Förster hat das Amt im Zusammenhang mit dem Ausscheiden der ggw GmbH als Gesellschafterin am 06.12.2023 mit Wirkung zum 31.12.2023 niedergelegt. Der Geschäftsführer erhielt keine Bezüge von der Gesellschaft. Die Geschäftsführungstätigkeit war Bestandteil des mit der ggw zum 22. Juli 2021 geschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrages. Die Leistungsentgelte aus diesem Vertrag gingen vollständig der ggw zu. Christoph Heidenreich wurde am 06.12.2023 mit Wirkung zum 01.01.2024 zum Geschäftsführer bestellt. Es ist geplant, dass die Gesellschaft künftig aus einer drei Personen bestehenden Geschäftsführung geleitet wird. Belegschaft Neben dem Geschäftsführer wurden im Berichtsjahr keine weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
Gelsenkirchen, 31. März 2024 Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH Christoph Heidenreich, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Feststellung des Jahresabschlusses 2023 In der Gesellschafterversammlung vom 19.09.2024 wurde der Jahresabschluss der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH festgestellt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 2.552.300,07 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (vormals: Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH), Gelsenkirchen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (vormals: Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH), Gelsenkirchen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gelsenkirchener Entwicklungsgesellschaft mbH (vormals: Akademie im Revier Projektgesellschaft Gelsenkirchen mbH), Gelsenkirchen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 14. Juni 2024 BDO
AG
Reichenberger, Wirtschaftsprüfer Dirks, Wirtschaftsprüfer |
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Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Erbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen
Sonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne Verteilung
Buchführung ohne Datenverarbeitungsdienste
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen