Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 5135
Eingetragen
12.2.2002
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlBeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Gegenstand
Die industrielle Herstellung, Verarbeitung und der Vertrieb von Rohren und Rohrprodukten sowie die Beratung bei Rohranwendungen und Rohrverarbeitungen und der Qualitätssicherung. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu tätigen, die mit dem vorgenannten Zweck mittelbar oder unmittelbar zusammenhängen. Die Gesellschaft ist befugt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten, zu erwerben und/oder sich an ihnen zu beteiligen. Die Gesellschaft darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Wulfkuhle
seit 30.8.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RTW Rohrtechnik GmbH Warburg

Warburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31.12.2023

RTW Rohrtechnik GmbH Warburg Rohrverarbeitung und -vertrieb, Warburg

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 107.377,00 114.311,00
2. geleistete Anzahlungen 78.000,00 78.000,00
185.377,00 192.311,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2,00 2,00
2. technische Anlagen und Maschinen 935.129,00 1.289.987,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 386.959,00 232.881,00
1.322.090,00 1.522.870,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 481.094,99 454.721,17
2. sonstige Ausleihungen 0,00 11.193,94
481.094,99 465.915,11
Summe Anlagevermögen 1.988.561,99 2.181.096,11
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.597.367,69 1.470.854,67
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 26.524,25 44.035,08
3. fertige Erzeugnisse und Waren 786.736,88 983.272,10
2.410.628,82 2.498.161,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.544.044,89 2.213.229,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.371.483,49 2.667.929,90
3.915.528,38 4.881.159,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.775,69 112,37
Summe Umlaufvermögen 6.327.932,89 7.379.433,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.126,40 32.733,55
8.345.621,28 9.593.263,41

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 57.046,63 57.046,63
III. Gewinnvortrag 1.943.717,56 1.493.489,03
IV. Jahresüberschuss 641.455,40 450.228,53
Summe Eigenkapital 2.672.219,59 2.030.764,19
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 954.123,00 994.432,00
2. sonstige Rückstellungen 251.100,00 227.000,00
1.205.223,00 1.221.432,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.492.274,21 3.164.093,99
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 12.265,21 (EUR 1.260.717,19)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 1.480.009,00 (EUR 1.903.376,80)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.394.706,13 1.987.633,30
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.394.706,13 (EUR 1.987.633,30)
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.581.198,35 1.189.339,93
- davon aus Steuern EUR 21.471,01 (EUR 21.960,40)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.747,18 (EUR 7.358,92)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 1.499.839,29 (EUR 1.109.576,14)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 81.359,06 (EUR 79.763,79)
4.468.178,69 6.341.067,22
8.345.621,28 9.593.263,41

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

RTW Rohrtechnik GmbH Warburg Rohrverarbeitung und -vertrieb, Warburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 6.998.376,76 6.884.031,60
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.237.831,91 2.161.807,56
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 438.409,41 381.066,35
- davon für Altersversorgung EUR -51.665,12 (EUR -37.424,82)
2.676.241,32 2.542.873,91
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 582.662,81 773.763,91
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.974.782,50 3.031.100,09
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.306,79 (EUR 5.035,87)
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131.040,80 132.071,77
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 131.040,04 (EUR 132.071,14)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 247.875,16 211.961,89
- davon an verbundene Unternehmen EUR 28.019,16 (EUR 17.785,69)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,18 0,16
8. Ergebnis nach Steuern 647.855,59 456.403,41
9. sonstige Steuern 6.400,19 6.174,88
10. Jahresüberschuss 641.455,40 450.228,53

Handelsrecht

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Angaben zum Unternehmen sowie zur Bilanzierung und Bewertung

Die RTW Rohrtechnik GmbH Warburg, mit Sitz in Warburg, Amtsgericht Paderborn, HR B 5135, ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wurde nach §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für die Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Anhang gewählt.

Die dem Jahresabschluss zum 31.12.2023 zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde vom Fortbestand des Unternehmens ausgegangen (going-concern-Prinzip).

Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt:

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und, sofern erforderlich, außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet und bilanziert.

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung des Auslastungsgrades vorgenommen.

Die Bestände des Vorratsvermögens wurden zum Bilanzstichtag aufgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt auf der Grundlage gleitender Durchschnittspreise. Bestandsrisiken wurde ausreichend Rechnung getragen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, oder soweit erforderlich, dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten und der Wertverzehr des Anlagevermögens, der durch die Fertigung veranlasst ist, angesetzt. Der niedrigere beizulegende Wert wurde retrograd unter Abzug angemessener Abschläge für die noch anfallenden Produktions-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie des durchschnittlichen Unternehmergewinns vom Verkaufspreis abzüglich Erlösschmälerungen ermittelt. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird gemäß dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos, des Zinsverlustes, der Skonti-Inanspruchnahme und der Mahn- und Beitreibungskosten wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand gebildet.

Die Bewertung der, Kassenbestände, Bundesbank- und Postbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) angesetzt, das nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinsfuß auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 10 Jahren ergibt, ermittelt wurde. Dieser Zinssatz beträgt für das Geschäftsjahr 1,82 %. Die Ermittlung der Pensionsrückstellung basiert im Übrigen auf der Sterbetafel von Dr. Klaus Heubeck Richttafeln 2018 G. Zukünftige Kosten- und Preissteigerungen wurden nicht einbezogen, da diese keinen Einfluss auf die Pensionszusage haben. Die Gesellschaft hat sich für das versicherungsmathematische Bewertungsverfahren in Form des Anwartschaftsbarwertverfahrens entschieden, weil dieses internationalen Standards entspricht.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten abzudecken. Der Erfüllungsbetrag beinhaltet künftige Preis- und Kostensteigerungen sowie bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr eine Abzinsung auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit der Rückstellung.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Erfüllungsbetrag beinhaltet künftige Preis- und Kostensteigerungen. Fremdwährungsverbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

II. Angaben mit weiteren Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr haben sich wie folgt entwickelt:

Innerhalb der Posten des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr keine Zinsen für Fremdkapital aktiviert.

Im Geschäftsjahr erfolgten keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB und auch keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Umlaufvermögen nach § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter dem Bilanzposten sonstige Vermögensgegenstände sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 0,00 €) enthalten.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der geleisteten Zahlungen gebildet und zeitanteilig aufgelöst. Dieser beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Instandhaltungen, Mietkaufraten, Versicherungsbeiträge und Kfz-Steuern.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von 30.000,00 € ist in voller Höhe eingezahlt.

Entwicklung des Bilanzgewinns

2023 2022
Jahresüberschuss 641.455,40 450.228,53
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.943.717,56 1.493.489,03
Bilanzgewinn 2.585.172,96 1.943.717,56

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 6.760,00 €. Deshalb besteht zum Bilanzstichtag für die Kapitalgesellschaft nach § 268 Abs. 8 HGB ein ausschüttungsgesperrter Betrag in Höhe von 6.760,00 €.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von 178.900,00 € die Rückstellung für nicht genommenen Urlaub und sonstige Personalverpflichtungen (Vorjahr: 166.800,00 €). Die Rückstellung für Aufbewahrung beträgt 11.700,00 € (Vorjahr: 10.900,00 €) und für Abschluss und Prüfung 60.500,00 € (Vorjahr: 49.300,00 €).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (Vorjahresbeträge in Klammern) und deren Besicherung sind wie folgt:

Bilanz davon Restlaufzeit
31.12.2023 (31.12.2022) bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr über 5 Jahre
TEuro TEuro TEuro TEuro TEuro
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.492 645 847 125 1.492
(3.164) (1.934) (1.230) (245) (3.164)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.395 1.395 0 0 1.395
(1.988) (1.988) 0 0 (1.988)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.581 1.581 0 0 0
(1.189) (1.189) (0) (0) (0)
4.468 3.621 847 125 2.887
(6.341) (5.111) (1.230) (245) (5.152)
Sicherheiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sicherungsübereignung Maschinen, Sicherungs- und Forderungsabtretung, Rückdeckungsversicherung Warenlagerübereignung
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (teilweise Eigentumsvorbehalt)
Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 21.471,01 € (Vorjahr: 21.960,40 €) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 4.747,18 € (Vorjahr: 7.358,92 €) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 132.566,31 € (Vorjahr: 81.814,12 €) enthalten.

Mit der Pensionsrückstellung stehen die folgenden Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang:

Ausweis unter den Personalaufwendungen:

2023 2022
Auflösung zur Pensionsrückstellung 57.364 45.265
Sonstiger betrieblicher Ertrag 57.364 45.265
2023 2022
Zuführung zur Pensionsrückstellung 0 0
Sonstiger betrieblicher Aufwand 0 0

Ausweis unter dem Finanzergebnis:

2023 2022
Erträge aus der Abzinsung 0 0
Aufwendungen aus der Abzinsung 17.055 17.391
Zinsaufwand 17.055 17.391

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 3.170,11 € (Vorjahr: 1.295,90 €) enthalten. Aufwendungen aus Währungsumrechnungen bestehen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.306,79€ (Vorjahr: 5.035,87 €).

Als unregelmäßige sonstige betriebliche Aufwendung wird die zurückzuzahlende Überbrückungshilfe in Höhe von 149.122,50 € (Vorjahr: 0,00 €) ausgewiesen.

III. Sonstige Angaben

1. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

2023 2022
Angestellte 6 6
Arbeiter 43 42
49 48

2. Mitglieder der Geschäftsführung und Aufwendungen für Organe

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Horst Wulfkuhle Ingenieur, Warburg

Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung verzichtet.

3. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen Bürgschaften für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 550.000,00 € und für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen von 8.728.366,50 € sowie eine Bilanzrelationserklärung zur Erreichung und Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mindestens 25 % der Bilanzsumme und mindestens 1.500.000,00 € für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen. Des Weiteren erfolgte die Sicherungsübereignung der Handelsware/Vorräte, die Verpfändung von Sachen und Rechten an Mobilien sowie die Sicherungsabtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln/Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen/Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
T€ T€
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 550 550
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 8.728 9.068
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 8.728 9.068

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nach derzeitigem Stand nicht zu rechnen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. des § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, betragen insgesamt 811.324,02 € (Vorjahr: 762.863,97 €).

Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Verbundene Unternehmen Andere
T€ T€
Pachtverträge 774 8
(722) (8)
- davon mit unbestimmter Dauer 344 8
(344) (8)
Leasingverträge für Maschinen und Einrichtungen 0 29
(0) (33)
- davon mit unbestimmter Dauer - 0 0
(0) (0)
774 37
(722) (41) )
- davon mit unbestimmter Dauer 344 8
(344) (8)

5. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Entsprechend § 285 Nr. 21 i. V. m. § 288 Abs. 2 S. 3 HGB lagen im Geschäftsjahr keine nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte, die direkt oder indirekt mit dem Hauptgesellschafter/ Unternehmen, an denen die Gesellschaft selbst eine Beteiligung hält oder Mitgliedern des Geschäftsführungs- oder Verwaltungsorgans abgeschlossen wurden, vor.

6. Abtretung Forderungen

Im Geschäftsjahr 2023 wurde, wie bereits in Vorjahren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an ein Factoringunternehmen abgetreten. Des Weiteren erfolgte eine Sicherungsabtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die VerbundVolksbank OWL eG.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich, mit Ausnahme der fortdauernden Corona-Pandemie, des fortdauernden Materialmangels in der Autoindustrie (insbesondere Halbleiter), durch den Ukrainekrieg und damit erheblich angestiegener Erdgas- und Strompreise, nicht ergeben Hier wäre m.E. nach auf den deutlichen Anstieg von Insolvenzen im Bereich der Automobilzulieferer im Jahr 2024 einzugehen (auch im Lagebericht!). Die Unternehmensinsolvenzen von Unternehmen mit mehr als 10. Mio. € Umsatz haben in 2024 in Deutschland um 30 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Unter den Automobilzulieferern sogar um 65 %. Fast jede sechste Insolvenz betraf davon einen Automobilzulieferer. Die Automobilbranche liegt auf den vordersten Plätzen der Insolvenzstatistik. Da sich die Auftragslage aktuell entspannt hat und wir an neuen Projekten zur Stromversorgung arbeiten, sehen wir keine aktuelle Bestandsgefährdung für unser Unternehmen und stellen eine positive Fortführungsprognose auf. Dennoch hängt die Entwicklung unseres Unternehmens und die Möglichkeit der Fortführung der Geschäftstätigkeit von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Wir verweisen hierzu auf den Abschnitt D. Chancen- und Risikobericht im Lagebericht. Ein im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auftretender langfristiger Lockdown, verbunden mit zunehmenden Absatzbegrenzungen oder mangelnde Verfügbarkeit von Ressourcen einschließlich weiter stark steigende Energiekosten sowie eine mögliche tiefe wirtschaftliche Rezession kann unsere Liquidität und unser Eigenkapital derart schwächen, dass eine Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit eintritt. Unsere Planungen bleiben mit Unsicherheiten verbunden.

IV. Vorschlag der Geschäftsführung für die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 641.455,40 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Warburg, 07. Feb. 2025

Gez. Horst Wulfkuhle, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die RTW Rohrtechnik GmbH steht ihren Kunden seit dem Jahr 1999 als Partner für innovative Technologielösungen und höchste Fertigungs- und Materialqualität in der Präzisions-Rohrbearbeitung zur Verfügung.

Seit der letzten Hallenerweiterung verfügen wir über ca. 4000 m 2 Fertigungs- und Lagerfläche.

Das Fertigungsprogramm der RTW Rohrtechnik GmbH umfasst zwei Trennverfahren sowie verschiedene Möglichkeiten der Rohrbearbeitung. Es werden ausschließlich Rohre namhafter und zertifizierter Rohrhersteller verarbeitet. Diese Rohre genügen höchsten Qualitätsansprüchen.

Auf modernsten Fertigungsanlagen werden Fixlängen für die Automobilindustrie unterschiedlichster Produktsparten gefertigt. Die RTW Rohrtechnik GmbH ist nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001 zertifiziert und mit ihrem spanlosen und spanenden Trennverfahren, sowie der Rohrendenbearbeitung, ein zugelassener Lieferant der Automobilindustrie.

B. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber dem Jahr 2022 gesunken. Wegen dem andauernden Ukrainekrieg und der dadurch bedingten Energieverteuerung konnte die deutsche Wirtschaft die Erholung nach dem Einbruch im Jahr 2020 nicht wie in 2022 fortsetzen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Wirtschaftsleistung konnte nicht an die Vorcoronajahre anschließen. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2023 stark vom Ukrainekrieg und den damit einhergehenden Sanktionen und Energiemangel geprägt. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Konjunktur wurde durch die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen gedämpft.

Nach dem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen 2023 in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % ab. Die Erdgas- und Strompreise sind durch den Ukrainekrieg unverändert hoch. Hinzu kamen in 2023 wie bereits 2022 weiterhin steigende Preise sowie der Fachkräftemangel. Durch Maßnahmen der EZB kam es 2023 zwar zu Rückgängen der nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen aber auch zu einer gedämpften Konjunktur.

Hinzu kamen in 2023 ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ansteigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland, auch nach Autos. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen stehen auch im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung entgegen, wovon insbesondere das verarbeitende Gewerbe betroffen ist. Dazu zählen zunehmende Konkurrenz für die deutsche Exportwirtschaft auf wichtigen Absatzmärkten, hohe Energiekosten, ein nach wie vor erhöhtes Zinsniveau, als auch unsichere wirtschaftliche Aussichten. Die deutsche Autoindustrie sieht sich einem zunehmenden Rückgang bei der Nachfrage nach batteriebetriebenen Fahrzeugen, insbesondere in Deutschland und China ausgesetzt. Damit einhergehen Schwierigkeiten der Produktionsumstellung in Deutschland auf diese Antriebsart bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern. Die beabsichtigten Investitionen zum Aufbau der Batteriefertigung in Deutschland haben durch Rücknahme und Aufschub der Investitionsentscheidungen in 2024 einen Dämpfer erhalten. Gleichzeitig steht der deutschen Autoindustrie die Konkurrenz chinesischer batteriebetriebener Fahrzeuge gegenüber und zwar nicht nur in China, sondern zunehmend auch in Europa. Dadurch hat sich die Unsicherheit der weiteren Entwicklung nochmals drastisch verschärft. Eine seriöse Prognose über die weitere Entwicklung der Gesamtwirtschaft und die diesbezüglichen Auswirkungen auf unser Unternehmen ist somit nicht möglich.

C. Geschäftsverlauf, Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

C.1. Ertragslage

Die Gesamtleistung der RTW GmbH ist im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % auf TEUR 15.171,3 angestiegen. Dieses resultiert aus der Lockerung von Beschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Erholung von den weltweiten Lockdowns, sowie dem verbesserten Bezug von Halbleitern.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die EU- und Drittlanderlöse gestiegen, aber auch die Inlandserlöse. Nach wie vor sind die Kunden der Automobilzuliefererbranche ein wichtiges Standbein unseres Umsatzes. Unser Produktionsprogramm umfasst insbesondere die Segmente spanlose und spanende Trennverfahren, Rohrendbearbeitung, Entschichten, Rändeln und Stanzen. Wir bedienen Kunden im In- und Ausland. Die Auslandsumsätze haben einen Anteil am Gesamtumsatz von ca. 48 Prozent (Vorjahr 45 Prozent). Der erhöhten Gesamtleistung (+5,4 %) steht ein gestiegener Materialeinsatz (+8,8 %) gegenüber.

Nach wie vor sind im Zuge der Erweiterung des Produktionsprogramms auch Veränderungen und Optimierungen der technischen Verfahrensabläufe erforderlich.

Mit einem Rohergebnis (vor sonstigen betrieblichen Erträgen), das TEUR 107,4 (1,6 %) über dem Vorjahresergebnis liegt und operativen Personalaufwendungen, Abschreibungen und Betriebsaufwendungen - in Summe 1,8 % unter dem Vorjahresniveau - konnten wir ein Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 765,6 erzielen. Dieses liegt über dem Vorjahresniveau.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 56,3 resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Produktions- und Energiekosten (TEUR -260,3) bei gleichzeitigen Anstieg von Instandhaltungskosten (TEUR +91,1) und unregelmäßigen Aufwendungen (TEUR +149,1) durch die rückzuzahlenden Überbrückungshilfen.

Der Jahresüberschuss liegt mit TEUR 641,5 über dem Ergebnis des Vorjahres (TEUR 450,2).

Die Ertragslage stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

Ertragslage
Gesamtleistung Materialaufwand Personalaufwand Abschreibungen
2021 13.088,6 7.783,9 2.618,0 806,0
2022 14.393,4 7.606,6 2.542,9 773,8
2023 15.171,3 8.277,1 2.676,2 582,7
sonst. betriebl Aufwand Finanzergebnis Jahresüberschuss / -fehlbetrag
2021 2.772,0 -58,0 -912,7
2022 3.031,1 -79,9 450,2
2023 2.974,8 -116,8 641,5

Neue Anforderungen unserer Kunden führen zu Entwicklungs- und Vorlaufkosten, die aus dem operativen Geschäftsergebnis finanziert werden müssen. Die Eigenkapitalrendite liegt mit +24,0 % nach +22,2 % im Vorjahr über dem Vorjahreswert.

C.2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um TEUR 1.247,6 (-13,0 %) vermindert. Abschreibungen des Anlagevermögens und Anlagenabgänge, saldiert mit Zugängen, führten zu einer Verminderung des langfristigen Vermögens um 8,8 %.

Innerhalb der Vorräte verzeichnen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einen Anstieg von TEUR 126,5 und die unfertigen und fertigen Erzeugnisse einen Rückgang um TEUR 214,0. Die Vorräte haben insgesamt an Bedeutung gewonnen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 2023 28,9 % (i. Vj. 26,0 %).

Die Forderungen aus Lieferung und Leistung sind zum Großteil durch Factoring finanziert.

Der Wert der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 19,8 % reduziert. Die Forderungen an Kunden verminderten sich um TEuro 669,2. Einen beträchtlichen Anteil an den sonstigen Vermögensgegenständen haben die Forderungen gegenüber der nahestehenden Horst Wulfkuhle KG (TEuro 1.904,1).

Die Eigenkapitalquote beträgt aufgrund des Jahresüberschusses (TEUR 641,5), bei verminderter Bilanzsumme, rd. 32,0 % (i. Vj. 21,2 %).

Innerhalb der Verbindlichkeiten, die insgesamt rd. 53,5 % der Bilanzsumme betragen, sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 29,8 % vermindert. Diese haben mit 16,7 % (i. Vj. 20,7 %) ihren Anteil an der Bilanzsumme verringert. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte keine neue Aufnahme von Darlehen, sondern nur die Tilgung der bereits bestehenden Darlehen. Der Kontokorrent- und Darlehensbestand ist im Vergleich zum Vorjahr um 52,8 % gesunken. Diese Verbindlichkeiten haben mit 17,9 % (i. Vj. 33,0 %) einen beträchtlichen Anteil an der Bilanzsumme. Hierin enthalten ist der aufgrund der Corona-Pandemie erhaltene KfW Schnellkredit, der in Höhe von TEUR 541,7 zum 31.12.2023 valutiert.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

Vermögensstruktur
Sachanlagen Finanz- anlagen Vorräte Forderungen
2021 2.240,7 441,0 2.085,5 4.501,4
2022 1.715,2 465,9 2.498,2 4.881,2
2023 1.507,5 481,1 2.410,6 3.915,5
Vermögensstruktur
Liquide Mittel Rechnungsabgrenzung Vermögensverrechnung
2021 0,1 9,2 0,0
2022 0,1 32,7 0,0
2023 1,8 29,1 0,0
Kapitalstruktur
Eigenkapital Rückstellungen Verblk. Kreditinst. Verblk. L. u. L. sonst. Verblk.
2021 1.580,5 1.176,3 3.897,9 1.501,3 1.121,8
2022 2.030,8 1.221,4 3.164,1 1.987,6 1.189,3
2023 2.672,2 1.205,2 1.492,3 1.394,7 1.581,2

C.3. Finanzlage

Der einfache Cash-Flow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) beträgt TEUR 1.224,2. Im operativen Geschäft ist die Finanzlage gekennzeichnet durch einen Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 2.180,7. Dieser beruht insbesondere auf einer Reduzierung des Umlaufvermögens, einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten.

Im Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit von TEUR -259,2 (i. Vj. TEUR -141,1) spiegeln sich insbesondere die Investitionen in das Anlagevermögen und die Zinserträge wieder.

Die Investitionen wurden in der Vergangenheit über Finanzkredite finanziert. Es ist ein Tilgungsüberhang von TEUR 1.671 zu verzeichnen. Der negative Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - unter Abzug von Zinszahlungen - beträgt TEUR -1.919.

Finanzielle Leistungsindikatoren, mit denen wir das Unternehmen steuern, sind insbesondere die Umsatzrentabilität, das Betriebsergebnis, der Umsatz pro Mitarbeiter und die Kennziffern zur Liquiditätsentwicklung.

Die Zahl der Beschäftigten im Produktionsbereich hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 1 Mitarbeiter (2,0 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die wirtschaftliche Lage unseres Unternehmens im Geschäftsjahr 2023 war gekennzeichnet durch eine Gesamtleistung von 14,3 % unter dem Planansatz, ausgelöst insbesondere durch die Corona-Pandemie und Materialengpässe in der Automobilindustrie. Verringerungen des Materialaufwands zum Planansatz konnten diesen Rückgang weitestgehend auffangen. Durch die Reduzierung des Personalaufwands zum Planansatz und der übrigen Betriebsaufwendungen wurde die geplante Entwicklung der Ertragslage auf Basis vor Corona und Materialengpässen weit übertroffen. Zur Erhaltung der Zahlungsfähigkeit diente unter anderem der KfW-Schnellkredit.

D. Chancen- und Risikobericht

Als ein Unternehmen im Segment Industrie- und Automobilzulieferer sind wir zahlreichen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken resultieren zum einen aus der Entwicklung der Konjunktur in Deutschland und auf den Weltmärkten und der damit verbundenen Nachfrage nach Industrieprodukten und Automobilen. Andererseits bestehen Risiken dadurch das unsere Kunden fast ausschließlich im Automobilbereich angesiedelt sind und durch einen Verdrängungswettbewerb wegen Überkapazitäten von Automobilzulieferern in Europa und China.

Ebenfalls liegen Risiken in der Dieselaffäre und dem Wandel zur Elektromobilität, den Wirkungen von globalen Zoll- und Handelsstreitigkeiten. Hinzu kommen aktuell die Risiken durch die Auswirkungen des Nachfragerückgangs nach Autos, der Transformation sowie der steigenden Inflation und steigender Zinsen und der massiven Energiepreiserhöhung - ausgelöst durch den Ukrainekrieg. Negative wirtschaftliche Entwicklungen bei einzelnen Kunden können Auswirkungen auf unseren Umsatz und unser Ergebnis nach sich ziehen. Diesen Risiken können wir nur durch eine möglichst breite Streuung der Kunden sowie die laufende Beobachtung wichtiger Marktinformationen begegnen.

Das Risiko, für die hohen Investitionen keine angemessene Amortisation zu erzielen, besteht dann, wenn die geplante und kalkulierte Auslastung unserer Anlagen durch Nachfragerückgänge oder Material- und Energieengpässe gefährdet wird.

Veränderungen auf den Beschaffungsmärkten können dazu führen, dass wir unsere Kalkulationskoeffizienten anpassen müssen. Preissteigerungen sind möglicherweise nicht auf die Absatzpreise umlegbar.

Durch einen Fehler im Prozessablauf sowie durch technisches oder menschliches Versagen besteht das operative Risiko einen betriebswirtschaftlichen Verlust zu erfahren. Naturgemäß ist dieses Risiko nicht abstellbar, daher können wir mit diesem Risiko jederzeit konfrontiert werden. Die internen Leistungsprozesse sind an unseren Qualitätsvorgaben ausgerichtet. Die Beschaffung, die Produktion und die interne Organisation werden regelmäßig überwacht. Qualitätsnormen unserer Auftraggeber sind in unseren internen Kontrollen implementiert.

Die Risikolage hat sich nach unserer Einschätzung im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Unsicherheit im Segment Automobilindustrie, durch veröffentlichte Konsolidierungs- und Sanierungsmaßnahmen einiger Kunden, die Corona-Pandemie und damit verbundenen Lockdowns wesentlich verändert. Hinzu kommen Beeinträchtigungen in Folge des Ukraine-Krieges. Insbesondere durch den Energiepreisanstieg, durch die Inflation und den Zinsanstieg. Aktuell ergeben sich weitere Beeinträchtigungen für den Export durch drohende Zölle und Handelskonflikte, steuerliche und wirtschaftliche Förderprogramme in den USA und der steigenden Konkurrenzfähigkeit ausländischer Produkte, insbesondere von chinesischen Batterie-Autos.

In der Automobilzulieferindustrie liegen die Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ in der Entwicklung des Automobilsektors. Durch die Einführung von Produktionsstraßen soll ein Wettbewerbsvorteil generiert werden.

Wir investieren weiterhin in neue Technologien und Verfahren, um unseren Kunden immer die höchste Fertigungs- und Materialqualität zu liefern.

Im Rahmen unseres Controllings entwickeln wir Kostensenkungs- und Prozessverbesserungspotenzial, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.

Trotz der deutlich zu spürenden Verunsicherung bei einigen Kunden und trotz der vorstehend beschriebenen Risiken, sehen wir als Geschäftsleitung derzeit keine Bestandsgefährdung unserer Gesellschaft. Wir weisen jedoch auf unsere Angaben zur Corona-Pandemie, den Mangel an Halbleiter sowie die durch den Ukrainekrieg stark angestiegenen Erdgas- und Strompreise sowie die Inflation und den damit verbundenen Nachfragerückgang hin. Angesichts der bestehenden Abhängigkeiten ist für uns nicht absehbar, welche Auswirkungen Konjunkturschwankungen und Nachfragerückgänge, der Mangel an Material bei den Autoherstellern sowie ein möglicher Engpass der Energie für unsere Gesellschaft haben wird. Beim Eintritt unerwarteter Ereignisse, beispielsweise dem Ausbleiben oder der zeitlichen Verschiebung von Aufträgen, besteht das Risiko, dass Liquiditätsengpässe eintreten, in deren Folge der Bestand unseres Unternehmens gefährdet sein könnte bzw. bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Unternehmensfortführung auftreten können. Die aktuelle Lage im Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichtes zeigt jedoch eine Verschlechterung unserer Absatz- und Ergebniskennziffern. Da wir aber bisher ein positives Ergebnis ausweisen und die Gewinne der Vorjahre zur Stärkung des Eigenkapitals im Unternehmen verblieben sind, müssen wir derzeit nicht von Bestandsgefährdungen ausgehen.

E. Prognosebericht

Die konjunkturelle gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit ist durch die Corona-Pandemie in 2020 eingebrochen und durch den bis ins Jahr 2021 in Deutschland fortdauernden Lockdown beeinträchtigt. Zudem führten in 2021 Lieferengpässe, insbesondere der Mangel an Halbleitern, bei den Autoherstellern zu weiteren Beeinträchtigungen die bis in das Jahr 2022 andauerten. Durch den Ukrainekrieg kam es in 2022 zu einem Erdgasmangel und damit einhergehenden Anstieg der Erdgas- und Strompreise. Der Mangel an Erdgas konnte zwar durch neue Bezugsquellen in 2023 reduziert werden, aber die Preise erreichten nicht mehr das Niveau vor Beginn des Krieges. Die Inflation ist in 2023 im zweiten Jahr in Folge hoch und wird begleitet von Leitzinserhöhungen durch die EZB seit Mitte 2022 vom Nullzinsniveau auf 4,5 % zum Ende 2023. Dadurch wird sich die konjunkturelle Entwicklung in den nächsten Jahren verlangsamen. Geopolitische Entwicklungen und umweltpolitische Maßnahmen sowie Inflationsgefahren werden zu verändertem Konsum- und Investitionsverhalten führen. Vor diesem Hintergrund gehen wir von einem sehr volatilen Marktumfeld aus. Eine Verschärfung der Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten und China bzw. der Europäischen Union sowie der Ukrainekrieg und der Gaza-Konflikt in Israel und die damit einhergehende Energieverknappung durch Sanktionen gegenüber Russland und Iran wird eine spürbare Dämpfung der Weltkonjunktur bzw. der europäischen Konjunktur zur Folge haben. Letztere wird auch durch steuerliche und wirtschaftspolitische Förderprogramme in den USA beeinflusst. Auch in welchem Umfang neue Coronavirusvarianten die Wirtschaft, insbesondere in China beeinträchtigen wird, ist nicht abschätzbar. Ebenso nicht die von China ausgehende Offensive bei der Elektromobilität und die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Zölle und Handelskonflikte.

Auf Grund der bestehenden Überkapazitäten der Automobilisten und der schwierigen Transformation der E-Mobilität in Deutschland kann es zu Standortschließungen kommen. In 2024 ist es zu einem deutlichen Anstieg von Insolvenzen im Bereich der Automobilzulieferer gekommen. Die Unternehmensinsolvenzen von Unternehmen mit mehr als 10. Mio. € Umsatz haben 2024 in Deutschland um 30 % gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Unter den Automobilzulieferern sogar um 65 %. Fast jede sechste Insolvenz betraf davon einen Automobilzulieferer. Die Automobilbranche liegt auf den vordersten Plätzen der Insolvenzstatistik. Die Branche wird aber auch zukünftig durch Innovationen und Optimierungen versuchen, Kompensationseffekte zu erzielen.

Die RTW rechnet wegen des zunehmenden Nachfragerückgangs in Europa und China nach deutschen Autos sowie dem Konjunkturprogramm in den USA zugunsten der dort ansässigen Unternehmen, mit einem Ergebnisrückgang. Unsere Erfolgsplanung für 2024 wies ursprünglich einen Wert für die Gesamtleistung von 17,5 Mio. Euro aus. In unserer betriebswirtschaftlichen Auswertung per 31.11.2024 wird eine Gesamtleistung in Höhe von 11,4 Mio. Euro ausgewiesen, die um 2,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert und 4,8 Mio. Euro nach der Planerreichung 11/2024 unter der geplanten Gesamtleistung kumuliert 12/2024 liegt. Bei entsprechend einkalkulierten Kostendegressionen rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 mit einem EBIT von ca. TEUR 150.

Trotz der Liquiditätsbeeinträchtigung durch die Corona-Pandemie und die Material- und Energiekrise sowie der Beendigung von Factoring zum 31.12.2024 verfügt unser Unternehmen in 2024 nach derzeitigem Stand und dem vorläufigen Gewinn 2024 und Verrechnungen mit verbundenen Unternehmen über ausreichende Liquidität. Insofern gehen wir nach derzeitiger Informationslage nicht von einem Liquiditätsengpass aus. Auch die Aufrechterhaltung eines positiven Eigenkapitals ist aus derzeitiger Sicht nicht gefährdet. Diese Einschätzung spiegelt jedoch den derzeitigen Erkenntnisstand wider und ist zu revidieren, sofern die Corona-Pandemie, der Mangel an Material und Energie, sowie der Finanzierungsersatz des Factorings oder andere beeinträchtigende Entwicklungen nicht kurzfristig beherrscht werden können. Somit hängt die Entwicklung unseres Unternehmens und die Möglichkeit der Fortführung der Geschäftstätigkeit von den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Treten z.B. ein erneuter länger anhaltender Lockdown, sich ungünstig entwickelnde neue Virusvarianten oder andere Umstände ein, verbunden mit zunehmenden Begrenzungen von Absatz und Produktion oder Einschränkungen in der Verfügbarkeit von Ressourcen, insbesondere von Energie bzw. stark ansteigender Strompreise oder Zölle, kann das unsere Liquidität und unser Eigenkapital derart schwächen, dass eine Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit eintritt. Ebenso falls es durch Inflationsmaßnahmen der Notenbanken zu einem konjunkturellen Einbruch kommt.

Sofern diese negativen Entwicklungen nicht eintreten und die Corona-Pandemie nicht wieder durch neue Virusvarianten aufflammt, die Energieversorgung gewahrt ist, die Inflation weiterhin zurückgeht ohne das es zur fortgesetzten Rezession kommt und zusätzliche Zölle für den Export sich nicht realisieren, erwarten wir auch für unser Unternehmen eine weitere wirtschaftliche Erholung. Auch durch die fortschreitende innerbetriebliche Umstrukturierung rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung der Abläufe, was zu einer Optimierung der Kostensituation führen soll.

In diesem Fall erwarten wir für 2024 und 2025 eine stabile wenn auch abgeschwächte Ergebnissituation zum Vergleichsjahr 2023. Das Produktionsprogramm soll auch in Zukunft weiter ausgebaut und der Strombezug soll verstärkt auf Photovoltaik- und Biogasstrom umgestellt werden.

Der Aufrechterhaltung ausgewogener Bilanzstrukturen und Finanzierungsrelationen ist Priorität einzuräumen.

Entwicklungen und Innovationen werden auch in Zukunft durch die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit den Kunden fortgeführt.

Die Geschäftsführung wird sich auch 2024 weiterhin der Produktion und Entwicklung der Schwestergesellschaft in Halberstadt / Sachsen-Anhalt widmen.

F. Forschung und Entwicklung

Wir sind in der angewandten Forschung und Entwicklung tätig, um neue Produkte und Verfahren zu kreieren und die vorhandenen zu verbessern. Hierzu wird keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterhalten; die entsprechenden Tätigkeiten sind vielmehr integraler Bestandteil des Aufgabengebietes der Geschäftsleitung und der Techniker.

 

Warburg, 07. Februar 2025

Gez. Horst Wulfkuhle, Geschäftsführer

Niederschrift über die Gesellschafterversammlung der RTW Rohrtechnik GmbH Warburg

Die RHW Verwaltungs-GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Horst Wulfkuhle ist die alleinige Gesellschafterin der RTW Rohrtechnik GmbH mit Sitz in Warburg.

Unter Verzicht auf alle Frist- und Formvorschriften hält sie hiermit eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt:

1.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wird festgestellt.

2.

Der Jahresüberschuss in Höhe von 641.455,40 Euro wird mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 1.943.717,56 Euro verrechnet. Der sich daraus ergebene Bilanzgewinn in Höhe von 2.585.172,96 Euro wird auf neue Rechnungen vorgetragen.

3.

Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr vom 01.01.-31.12.2023 Entlastung erteilt.

 

Warburg, 21.03.2024

RHW Verwaltungs-GmbH

Gez. Horst Wulfkuhle

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die RTW Rohrtechnik GmbH, Warburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RTW Rohrtechnik GmbH, Warburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RTW Rohrtechnik GmbH, Warburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt III. 7. "Ereignisse nach dem Abschlussstichtag" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt C.2. "Vermögenslage", C.3. "Finanzlage", D. "Chancen- und Risikobericht" und E. "Prognosebericht" des Lageberichts der Gesellschaft. Dort beschreibt der gesetzliche Vertreter, dass die Liquidität der Gesellschaft im Jahr 2021 durch einen KfW-Schnellkredit gestützt werden musste. Die Gesamtleistung hat sich, insbesondere durch die Folgen externer Einflüsse, um 14,3% unterhalb des Planansatzes entwickelt. Bei weiterer wesentlicher Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können Absatz- und Produktionsbegrenzungen sowie eine Gefährdung der angemessenen Amortisation der durchgeführten Investitionen eintreten. Wie der gesetzliche Vertreter in den genannten Abschnitten des Anhangs und des Lageberichts darlegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder

Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kassel, 25. Februar 2025

LSW GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Oec. Jörg Löber, Wirtschaftsprüfer

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