Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 16265
Eingetragen
3.5.1999
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialElektroinstallationReparatur und Instandhaltung von elektrischen Ausrüstungen
Gegenstand
der Betrieb eines Unternehmens der Elektroinstallation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Meier
seit 27.10.2015
Geschäftsführer
Reiner Moosburger
seit 15.1.2013
Prokura
Christian Hamann
seit 8.7.2011
Geschäftsführer
Tibor Farkas
seit 8.7.2011
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DEHN INSTATEC GmbH

Neumarkt i.d.OPf.

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2021 bis zum 30.06.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/22

A. ALLGEMEINE LAGE

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 um 2,7 % höher als im Vorjahr. "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert.

Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern:

Auch 2021 erwies sich für die Unternehmen des Elektrohandwerks als gutes Jahr - trotz Pandemie, Lieferengpässen und zum Teil dramatischen Preissteigerungen. So konnte der Umsatz um 5,6 Prozent auf nun 72,2 Mrd. Euro gesteigert werden. Auch bei den Beschäftigtenzahlen legte die Branche nochmals zu. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich ebenfalls leicht und liegt nun bei circa 518.000. Der Umsatz der Elektrotechnik stieg um 6,2 % auf 63,3 Mrd. Euro und repräsentiert weiterhin den umsatzstärksten Bereich im Elektrohandwerk. gefolgt von der Informationstechnik mit 6,5 Mrd. Euro sowie dem Elektromaschinenbau mit 2,4 Mrd. Euro. Trotz Corona und anhaltender Lieferengpässe vermeldeten die elektrohandwerklichen Betriebe auch im Frühjahr 2022 weiterhin eine gute Geschäfts- und Auftragssituation: So zeigte die traditionelle Frühjahrskonjunkturumfrage des ZHEV im Februar 2022 wieder einen stabilen Geschäftsklimaindex, der sich mit 83,9 Punkten auf einem hohen Niveau eingependelt hatte.

2. Geschäftsverlauf

Die DEHN INSTATEC GmbH (DIC) deckt mit ihren Aktivitäten ein breites Leistungsspektrum des elektro- und informationstechnischen Handwerks ab. Der Schwerpunkt liegt im Bereich der Energietechnik und bei Schwachstrominstallationen verschiedenster Art und Anforderung. Strategisch konzentrieren wir uns seit vielen Jahren auf Großprojekte in den Zielgruppen Handel/Logistik, Gewerbe, Industrie, öffentliche Hand sowie private Investoren.

Die traditionell von starkem Wettbewerb gekennzeichnete Situation auf dem Markt der Elektroinstallation hat sich auch im Verlauf dieser Berichtsperiode nicht wesentlich verändert. Wir konnten in diesem Geschäftsjahr einen erfreulichen Auftragsbestand erzielen und können auch einen guten Auftragsvorlauf vorweisen. Einer weiterhin hinreichenden Auslastung sind wir uns infolgedessen sicher. Unsere Kalkulationsabteilung war im gesamten Berichtsjahr mit der Akquisition neuer Aufträge ausgelastet. Wir haben an vielen Ausschreibungen gemäß unseren Zielgruppen teilgenommen, wählten jedoch gezielt jene Submissionen aus, die sich für uns als relevant herausgestellt haben.

Bei DEHN INSTATEC ist die Kennzahl Rohertrag zu Mitarbeiter laut HGB ein wesentlicher Leistungsindikator zur Bewertung der Produktivitätsentwicklung und der Unternehmenssteuerung. Gegenüber Vorjahr konnte diese Kennzahl im Berichtjahr signifikant um TEUR 8,6 pro Mitarbeiter auf TEUR 83,9 pro Mitarbeiter gesteigert und somit die Erwartungen erfüllt werden.

Covid-19 machte sich weiterhin nur in geringen Umfängen in der operativen Steuerung bemerkbar. Die Taskforce, die uns in den letzten Jahren erfolgreich durch die Pandemie geführt hat, ruht aktuell und wird reaktiviert sobald erneut politische Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung beschlossen werden sollten. Die Fallzahlen im Unternehmen behalten wir jedoch auch weiterhin im Blick.

Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die regionale Präsenz der DEHN INSTATEC an zwei Standorten in Deutschland erweitert. Im Februar 2022 wurde die EAS Elektro-Anlagen-Service GmbH rückwirkend zum 01.01.2022 im Rahmen einer Finanzbeteiligung übernommen und verstärkt nun die DEHN INSTATEC als 100%ige Tochtergesellschaft. In Folge der bestehenden Kundenbeziehungen in der Metropolregion, wurde außerdem zum 01.03.2022 eine neue unselbstständige Zweigniederlassung in Berlin gegründet. Der Schwerpunkt liegt hier in der Bearbeitung von Serviceaufträgen aus dem Bereich der Elektromobilität.

Im Berichtsjahr wurde das neue Datenvisualisierungstool PowerBI erfolgreich an bestehende Datenbankstrukturen angebunden. Im Jahresverlauf konnten sukzessive die wichtigsten Kennzahlen zur operativen Steuerung des Projektgeschäfts und der Produktivität, sowie Reportings aus den Bereichen Einkauf, Vertrieb und Qualitätsmanagement erarbeitet und bereitgestellt werden.

Im Herbst 2021 haben wir unseren jahrzehntelangen Standort und ehemaligen Firmensitz am Rennweg in Nürnberg verlassen und unsere neuen Räumlichkeiten an der Andernacher Straße in Nürnberg bezogen.

In Folge der weltweiten Knappheit von Baumaterialien mussten teilweise starke Einschnitte gegenüber dem regulären Beschaffungsprozess überbrückt werden. Bei nicht verfügbaren Materialien wurde auf den Einsatz von mindestens gleichwertigen Alternativprodukten zurückgegriffen. Alle Projekte, die sich zu dieser Zeit in der Fertigstellungsphase befanden, konnten jedoch termingerecht abgeschlossen werden.

3. Qualitätsmanagement

Unser Qualitätsmanagementsystem führen wir entsprechend der Norm ISO 9001:2015 durch, wobei wir darauf achten, den besonderen Bedingungen im Handwerk gerecht zu werden.

Der nächste Termin für das externe Überwachungsaudit des Unternehmens ist für Mitte November 2022 angesetzt.

Sowohl interne Reviews des Qualitätsmanagements als auch externe Audits werden turnusmäßig durchgeführt. Die Geschäftsführung erhält, ergänzend zu mündlichen Besprechungen, schriftliche Informationen zum Zustand des Managementsystems.

4. Sitz der Gesellschaft und Niederlassungen

Sitz der Gesellschaft ist Neumarkt. Zweigniederlassungen werden in Nürnberg, Reichenbach/Hermsdorf in Thüringen, in Hamburg und seit diesem Geschäftsjahr auch in Berlin unterhalten.

5. Risikomanagementziel und die Methoden

Die Darstellung der Risikolage bei DEHN INSTATEC wurde im Geschäftsjahr 2021/22 im Rahmen der Gesamtrisikoanalyse der DEHN SE erstmalig durch ein externes Consulting Unternehmen "von Dehn & Neelsen Consulting GmbH" durchgeführt.

B. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Ertragslage

Die Betriebsleistung (Umsatzerlöse plus Bestandsveränderung) lag im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021/2022 mit TEUR 34.366 um 1,2 % unter dem Vorjahreswert. Mit einer zum Vorjahr reduzierten Materialaufwandsquote von 41,0 %, konnte ein gestiegener Rohertrag (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung, sonstige betriebliche Erträge und Materialaufwand) in Höhe von TEUR 20.638 erzielt werden. Die Produktivität, dargestellt im Verhältnis von Rohertrag zu Anzahl der Mitarbeiter laut HGB, konnte um TEUR 8,6 gegenüber Vorjahr auf TEUR 83,9 gesteigert werden. Die Personalaufwandsquote ist um 1,5 Prozentpunkte auf 43,1 % angestiegen. Der Anstieg lässt sich durch eine höhere Mitarbeiteranzahl, eine freiwillige Sonderzahlung an die Mitarbeiter und einen steigenden Pensionsaufwand bzgl. der Pensionsverpflichtungen erklären.

Insgesamt kann ein positives EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) in Höhe von TEUR 2.212,7 (Vorjahr TEUR 1.253) ausgewiesen werden. Insbesondere die deutlich verbesserte Rohertragssituation wirkte sich positiv auf das EBIT im Vergleich zum Vorjahr aus. Hintergrund zur verbesserten Ertragslage sind die oben genannte verbesserte Produktivität, positiv abgeschlossene Bauvorhaben und ein um TEUR 2.303 reduzierter Materialaufwand (TEUR 14.098). Die eingesetzten Standardmaterialien werden im Wesentlichen bei in Deutschland ansässigen Großhändlern beschafft.

2. Vermögens- und Finanzlage

Vom Gesamtvermögen in Höhe von TEUR 15.091 entfielen auf das langfristig gebundene Vermögen TEUR 3.087 (20,5 %) und auf das kurzfristig gebundene Vermögen sowie die liquiden Mittel TEUR 12.004 (79,5 %).

Zum 30.06.2022 konnten wir eine positive Entwicklung im Working Capital feststellen sowie eine ausreichende Liquidität verzeichnen. Die liquiden Mittel reduzierten sich nur geringfügig um TEUR 288 auf TEUR 6.482, obwohl im Geschäftsjahr die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2020/21 an die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 400, sowie die Finanzbeteiligung an der EAS Elektro-Anlagen-Service GmbH getätigt worden ist.

Auch im Berichtsjahr 2021/22 wurde die Wirksamkeit eines effizienten Debitorenmanagements entsprechend dokumentiert. Wiederum ist es uns gelungen, in Relation zum Gesamtvolumen nur geringfügige Zahlungsausfälle zu erleiden. Die darüber hinaus bestehenden Forderungsausfälle beruhen zumeist auf nachträglich gewährten Preisnachlässen bei Großprojekten. Um dies auch weiterhin positiv zu beeinflussen, stehen auch in Zukunft die Anforderung von Kundenvorauszahlungen, Erstellung leistungsgerechter Zwischenrechnungen und eine schnelle Abrechnung im Vordergrund. Mahnläufe für ausstehende Debitoren erfolgen im 2-wöchigen Turnus.

Das Eigenkapital beträgt TEUR 5.387. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 35,7 % (Vorjahr 30,6 %). Auf das kurzfristige Fremdkapital entfielen zum Stichtag TEUR 7.203 und auf das langfristige Fremdkapital TEUR 2.502. Wesentlicher Bestandteil der langfristigen Verbindlichkeiten sind Pensionszusagen aus einem geschlossenen Versorgungswerk der Vergangenheit. Diese sind aufgrund der derzeitigen Niedrigzinsphase weiterhin ansteigend.

Die Steuerrückstellungen sind von TEUR 17,5 auf TEUR 285,7 gestiegen, was dem positiven Geschäftsverlauf geschuldet ist. Des Weiteren haben sich die Sonstigen Rückstellungen von TEUR 2139 auf TEUR 2556 erhöht. Diese enthalten Rückstellungen für Personal Urlaub/Gratifikationen, welche sich im Geschäftsjahr von TEUR 1.066,1 auf TEUR 1.302,8 erhöht haben. Dies resultiert insbesondere aus der freiwilligen Sonderzahlung in Höhe von TEUR 127 an die Mitarbeiter. Auch die Rückstellung für Schadensfälle hat sich um TEUR 45,5 auf TEUR 59,5 erhöht. Die Begründung hierfür ergibt sich aus der Erhöhung der Selbstbeteiligung bei unserer Versicherungsgesellschaft auf TEUR 25, sodass "kleinere" Schäden ohne Versicherungsbeteiligung bezahlt werden müssen.

3. Investitionen

Die Investitionskosten in Höhe von TEUR 307 in immaterielle Vermögensgegenstände sowie in das Sachanlagevermögen im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden primär in den Bereichen IT, Geschäftsausstattung und Fuhrpark getätigt. Im Februar 2022 wurde die EAS Elektro-Anlagen-Service GmbH rückwirkend zum 01.01.2022 im Rahmen einer Finanzbeteiligung übernommen und verstärkt nun die DEHN INSTATEC als 100%ige Tochtergesellschaft.

4. Gesamtaussage

Insgesamt sind der Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Gesellschaft im Berichtsjahr als recht erfreulich zu betrachten.

C. CHANCEN, RISIKEN UND VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG IM GESCHÄFTSJAHR 2022/23

1. Chancen

Wir gehören durch die im Vergleich zum Branchendurchschnitt respektable Anzahl an erfahrenen Mitarbeitern zu den größeren Installateuren und können dadurch umfangreiche Installationsvorhaben professionell und schnell abwickeln. (IBISWorld)

Durch die überdurchschnittliche Betriebsgröße, einhergehend mit einem umfangreichen Leistungsspektrum, können wir eine abwechslungsreiche Ausbildung anbieten. Dies ist an unserer hohen Ausbildungsquote im Branchenvergleich erkennbar und versetzt uns in die Lage weiterhin nachhaltig Fachkräfte ausbilden zu können. Die offenen Ausbildungsstellen für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2022 wurden bereits vollständig besetzt.

Das Elektrohandwerk wird sich in den kommenden Jahren vor allem mit den Geschäftsfeldern rund um die Energiewende beschäftigen müssen. Die neuen Gesetzgebungen, beispielsweise die in Teilen Deutschlands greifende Pflicht zur Errichtung von Photovoltaikanlagen, wird für einen langanhaltenden Auftragsboom in der Branche sorgen. Auch die Entwicklungen hin zur Verkehrswende mit Förderung von E-Fahrzeugen und der dafür benötigten Ladeinfrastruktur haben einen positiven Einfluss auf die Auftragslage. Somit gewinnt das Gebäude und vor allem die Gebäudetechnik als Baustein der Energiewende weiter an Bedeutung. Die DEHN INSTATEC ist auf diese wachsenden Anforderungen gut vorbereitet. Im Berichtsjahr wurde ein neues Team speziell für diesen Wachstumsmarkt ins Leben gerufen und verknüpft jahrelange Erfahrung in der technischen Umsetzung mit einer jungen, agilen Organisationsstruktur.

2. Risiken

Covid-19 ist und bleibt weiterhin ein nicht prognostizierbares Risiko. Es kann im schlimmsten Fall zu einem kompletten Lockdown in Deutschland kommen. Infolgedessen könnte unsere Geschäftstätigkeit im Gesamten über einen ungewissen Zeitraum zum Erliegen kommen. Außerdem könnten krankheitsbedingte Schließungen einzelner Betriebsteile oder Baustellen erfolgen. Wir behalten die Fallzahlen und politischen Entwicklungen weiterhin im Auge und gehen von einem moderaten Risiko für uns Geschäfts aus.

Neben der Coronavirus-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die Wirtschaft und das gesellschaftliche Zusammenleben, hat der Krieg in der Ukraine den Ausblick auf die weltwirtschaftliche Entwicklung deutlich verschlechtert. Auch in Deutschland wird dies aller Voraussicht nach, zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft führen. Ein Liefer- oder Importstopp für russische Energieträger könnte insbesondere bei Erdgas zu weltweit steigenden Energiepreisen und zu gravierenden Versorgungsengpässen führen. Die Kombination von Energiepreisanstiegen und anhaltenden Lieferengpässen birgt das Risiko einer Stagflation, d. h. einer Situation mit ausbleibendem oder negativem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig hoher Inflation. Des Weiteren wird mit mittelfristig steigenden Zinsen in Deutschland gerechnet. Es ist daher mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen. Das daraus für uns ableitbare Risiko bewerten wir als moderat.

Die Bauwirtschaft kämpft auch weiterhin mit Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialien. Da diese Engpässe nicht nur die Elektrohandwerke, sondern zahlreiche Zweige der Baubranche betreffen, ist vermehrt mit Störungen und Verzögerungen des Bauablaufs von Großprojekten zu rechnen. Zudem führen die Rohstoffknappheit, der weltweite Zins- und Inflationsentwicklung und erneut gestiegene Treibstoffpreise zu deutlichen Materialpreissteigerungen. Diese schwierig prognostizierbare Entwicklung kann nicht nur bei langlaufenden Projekten mit fixierten Angebotspreisen, sondern auch bei der Kalkulation neuer Angebote zu Schwierigkeiten führen, das Risiko ist als gering einzustufen.

Monetäre Einzelrisiken aus laufenden und künftigen Bauvorhaben wurden von uns nach aktuellem Kenntnisstand ausreichend in Betracht gezogen. In der Bewertung der Teilfertigen Baustellen wurde dies im Rahmen einer verlustfreien Bewertung berücksichtigt.

Von weiteren, insbesondere bestandsgefährdenden, Risiken gehen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht aus.

3. Voraussichtliche Entwicklung

Wir sind mit einem Auftragsüberhang in die Planperiode gestartet, der die Beschäftigung im Kalenderjahr 2022 weitgehend sichert. Die im Kalenderjahr 2021 vorherrschende Euphorie signalisiert durch eine positive Stimmung im Einkaufsmanagerindex, hat sich im Juni 2022 auf einen Wert von 52 Punkten abgekühlt. Dies zeigt eine neutrale Zukunftsprognose der Befragten.

Jedoch, die aktuell am Markt befindlichen Ausschreibungen stimmen uns zuversichtlich, unsere monetären Planwerte in den Bereichen Rohertrag und EBIT im Geschäftsjahr 2022/2023 zu erreichen.

Mitarbeiter sind mit Abstand die wichtigste Ressource, über die ein Unternehmen verfügt. Sie bringen Fähigkeiten, lang erlerntes Fachwissen und Erfahrung mit ein, die für Betriebe die Grundlage ihres handwerklichen Angebots bilden. Solch ausgewiesenes Fachpersonal gilt es zu halten und zu fördern sowie die nächste Generation am Wissen teilhaben zu lassen. Aus diesem Grund hat sich die DEHN INSTATEC entschieden nach jahrzehntelanger Betreuung durch den Mutterkonzern, eine eigene Personalabteilung aufzubauen. Neben dem Aufbau entsprechender Organisationsstrukturen, wird auch im neuen Personalbereich die Digitalisierung eine große Rolle spielen. Zentrales Augenmerk liegt hier auf der Einführung einer neuen HR Software und der digitalen Zeiterfassung.

Für das Geschäftsjahr 2022/23 gehen wir von einer deutlichen Leistungssteigerung gemessen an der Betriebsleistung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, einer leichten Verbesserung der Produktivitätskennzahl und einem positiven EBIT leicht unter Vorjahrsniveau aus. Das Ausmaß der Effekte durch die obengenannten weltweiten Risiken auf den Geschäftsverlauf im prognostizierten Zeitraum, kann derzeit noch nicht verlässlich geschätzt werden. Wir gehen jedoch aufgrund der verbesserten Datenlage und neuer Analysemöglichkeiten davon aus, anstehende Veränderungen frühzeitig zu erkennen und starke negative Auswirkungen aktiv eindämmen zu können.

 

Neumarkt, den 30. September 2022

Dipl.-Ing. (FH) Christian Hamann, Geschäftsführer

Florian Meier, Geschäftsführer

Bilanz zum 30. Juni 2022

Aktiva

30.6.2022 30.6.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.951,30   40.959,87  
2. Geschäfts- oder Firmenwert 98.891,96 140.843,26 110.526,31 151.486,18
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   693.529,67   688.529,12
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen   2.252.967,75   0,00
    3.087.340,68   840.015,30
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 534.337,52   465.939,16  
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 17.510.536,81   14.720.440,56  
3. Geleistete Anzahlungen 3.523,29   12.807,50  
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -16.717.490,27 1.330.907,35 -12.985.832,82 2.213.354,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.534.391,36   3.568.680,65  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 126.575,17   75.556,60  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 484.973,43 4.145.939,96 486.269,32 4.130.506,57
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   6.481.571,85   6.769.995,97
    11.958.419,16   13.113.856,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten   45.783,61   46.658,22
    15.091.543,45   14.000.530,46

Passiva

       
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage     500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag     388.430,24 0,00
IV. Jahresüberschuss     1.498.442,96 788.430,24
      5.386.873,20 4.288.430,24
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     2.306.896,00 2.174.471,00
2. Steuerrückstellungen     285.687,63 17.456,86
3. Sonstige Rückstellungen     2.555.729,25 2.139.279,64
      5.148.312,88 4.331.207,50
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     0,00 9.227,33
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     2.473.673,63 3.640.688,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     42.720,66 19.502,32
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 42.720,66 (i. Vj. EUR 19.502,32) -        
4. Sonstige Verbindlichkeiten     2.039.963,08 1.711.474,13
- davon aus Steuern EUR 694.296,68 (i. Vj. EUR 837.293,62) -        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 23.974,93 (i. Vj. EUR 13.486,87) -        
      4.556.357,37 5.380.892,72
      15.091.543,45 14.000.530,46

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2022

2021/2022 2020/2021
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis   20.638.881,31   18.965.259,59
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -12.172.685,09   -11.806.100,13  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.635.456,88 -14.808.141,97 -2.653.299,79 -14.459.399,92
- davon für Altersversorgung EUR 141.665,31 (i. Vj. EUR 185.525,00) -        
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -308.862,24   -302.506,51
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -3.309.163,79   -2.950.319,74
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   127,49   420,99
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -45.225,13   -49.684,64
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 44.915,00 (i. Vj. EUR 49.294,00) -        
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -667.153,21   -412.931,24
8. Ergebnis nach Steuern   1.500.462,46   790.838,53
9. Sonstige Steuern   -2.019,50   -2.408,29
10. Jahresüberschuss   1.498.442,96   788.430,24

Anhang 2021/22

DEHN INSTATEC GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet DEHN INSTATEC GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter HRB 16265 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Neumarkt in der Oberpfalz.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§267 Abs.2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§275 Abs.2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren), bewertet.

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird analog zu den steuerlichen Vorschriften lt. BMF vom 20.11.1986 (BStBl I S. 532) auf eine Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben, da die zukünftigen Ressourcenzuflüsse eine solche Nutzungsdauer adäquat erscheinen lassen.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Nutzungsdauer für Werkzeuge liegt zwischen 3 und 15 Jahren.

Die Nutzungsdauer für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt zwischen 3 und 15 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter Langheinrich wurden bis zum Ende der Nutzungsdauer im Dezember 2020 weiterhin mit der GWG Poolabschreibung abgeschrieben.

Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Finanzanlagen bzw. Anteile an verbunden Unternehmen gem. § 271 Abs. 2 HGB sind mit den Anschaffungskosten zu bewerten § 253 Abs 1 HGB, sie sind außerdem nicht abnutzbar und deshalb nicht planmäßig abzuschreiben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen § 253 Abs.3 S.3. Bei nur vorübergehender Wertminderung besteht ein Abwertungswahlrecht § 253 Abs.3 S.4.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten entsprechend dem Fertigungsgrad bewertet worden, soweit nicht der technische Leistungsstand unter diesem Wert lag. Die Herstellungskosten wurden aus den Materialkosten und dem jeweiligen Leistungsstand entsprechenden Fertigungslohn zuzüglich Fertigungsgemeinkosten ermittelt.

Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet.

Im Rahmen der verlustfreien Bewertung wurden die zum Bilanzstichtag ermittelten Herstellungskosten mit dem Ergebnis der Kosten- und Leistungsrechnung verglichen. Abschläge wurden -soweit notwendig- vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden von diesen offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Beim Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt keine Saldierung.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei sind Teilzahlungen in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung nicht mit eingeflossen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem PUCM-Verfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Der Berechnung des Barwerts der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:

%
Rechnungszinssatz 1,78
erwartete Rentensteigerungen 1,50

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beim Ansatz von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen beträgt TEUR 170. Das Versorgungswerk wurde für Neuzugänge ab 01.07.1995 geschlossen.

Die im Geschäftsjahr 2020/21 geschlossene Vereinbarung über eine freiwillige Unternehmensleistung für Jubiläumsleistungen besteht weiterhin. Die Rückstellung für Jubiläumszuwendungen an Mitarbeiter wird in Abhängigkeit von der Betriebszugehörigkeit der Mitarbeiter und einer ermittelten Fluktuationsquote gebildet und passiviert. Die Bewertung der Rückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der PUCM-Methode unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G bei einem Rechnungszinssatz von 1,78 %. Zudem erfolgte eine Rückstellung für die Aufwendungen für die noch nicht durchgeführten Jubiläumsveranstaltungen der vergangenen Geschäftsjahre.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Zu erwartende Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung einbezogen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

In den Rechnungsabgrenzungsposten werden Aufwendungen bzw. Erträge für das folgende Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Sachanlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/22 ist im Anlagenspiegel der DEHN INSTATEC GmbH (Anlage) dargestellt.

Finanzanlagevermögen

Zudem wurden im Geschäftsjahr 2021/22 100% der Anteile an der EAS Elektro-Anlagen-Service GmbH, mit Sitz in Ebersberg erworben. Das verbundene Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2021, also vor dem Erwerb durch die DEHN INSTATEC GmbH, ein Ergebnis von TEUR 534 und wies ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 696 aus.

2. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 3.000.

Der Gewinnvortrag der Gesellschaft beträgt TEUR 388. Es wurden im Geschäftsjahr 2021/22 TEUR 400 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 500.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich auf TEUR 170 und gliedert sich in nachfolgende Bestandteile auf:

30.06.2022
TEUR
Beträge aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen auf den beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 6 HGB (Unterschiedsbetrag) 170
  170

Die Bewertung mit einem Rechnungszinssatz von 1,38 % auf Basis eines Durchschnittszeitraums von 7 Jahren ergibt zum 30.06.2022 einen Sollwert von TEUR 2.477.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2.307, Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 286 und den sonstigen Rückstellungen zusammen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:

30.06.2022
TEUR
Personalbezogene Rückstellungen 1.849
Verkaufsbezogene Rückstellungen 167
andere Rückstellungen 540
  2.556

4. Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 3a) zusammengefasst dargestellt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

30.06.2022
TEUR
30.06.2021
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 6.884 7.004
  6.884 7.004

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2022
TEUR
Bürgschaften für Vertragserfüllung 3.645
Bürgschaften für Anzahlungen 1.070
Bürgschaften für Gewährleistungen 2.169
  6.884

Die Bürgschaften sind durch Avale der Sparkasse Neumarkt-Parsberg abgedeckt. Mit einer Inanspruchnahme der Berichtsgesellschaft ist nicht zu rechnen.

Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

30.06.2022
TEUR
Verpflichtungen aus mehrjährigen Mietverträgen 1.310
Verpflichtungen aus mehrjährigen Leasingverträgen 1.662
  2.972

Von den oben genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen TEUR 547 gegenüber verbundenen Unternehmen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021/2022
EUR
Verwaltungsaufwand 1.480.843,68
Betriebsaufwand 228.018,88
Vertriebsaufwand 1.367.616,68
übrige Aufwendungen 232.684,55
  3.309.163,79

2. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Von dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB zur Aktivierung aktiv latenter Steuern wurde kein Gebrauch gemacht.

3. sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern enthalten ausschließlich Kfz.-Steuern.

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

2021/22
gewerbliche Arbeitnehmer 181
Angestellte 65
  246

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2021/22 an:

Dipl.-Ing. (FH) Christian Hamann

Geschäftsführer

Florian Meier

Geschäftsführer

Auf Angaben gem. § 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen ist die DEHN Beteiligungen GmbH mit Sitz in Neumarkt i. d. OPf. Darüber hinaus wird die DEHN INSTATEC GmbH in den Konzernabschluss der HANS DEHN Holding SE + Co KG mit Sitz in Neumarkt i. d. OPf. mit einbezogen.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Neumarkt, den 30. September 2022

Dipl.-Ing. (FH) Christian Hamann

Florian Meier

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.7.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 338.622,15 22.184,25 0,00 0,00 360.806,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 172.902,47 0,00 0,00 0,00 172.902,47
  511.524,62 22.184,25 0,00 0,00 533.708,87
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.843.745,88 285.465,61 33.596,28 0,00 2.095.615,21
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2.252.967,75 0,00 0,00 2.252.967,75
  2.355.270,50 2.560.617,61 33.596,28 0,00 4.882.291,83
Kumulierte Abschreibungen
1.7.2021
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
Abgänge
EUR
30.6.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 297.662,28 21.192,82 0,00 318.855,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 62.376,16 11.634,35 0,00 74.010,51
  360.038,44 32.827,17 0,00 392.865,61
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.155.216,76 276.035,07 29.166,29 1.402.085,54
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.515.255,20 308.862,24 29.166,29 1.794.951,15
Buchwerte
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.951,30 40.959,87
2. Geschäfts- oder Firmenwert 98.891,96 110.526,31
  140.843,26 151.486,18
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 693.529,67 688.529,12
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.252.967,75 0,00
  3.087.340,68 840.015,30

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 9.227,33 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.473.673,63 3.640.688,94 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.720,66 19.502,32 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.039.963,08 1.711.474,13 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.556.357,37 5.371.665,39 0,00 9.227,33 0,00 0,00
Gesamtbetrag davon besichert
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
30.6.2022
EUR
30.6.2021
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 9.227,33 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.473.673,63 3.640.688,94 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.720,66 19.502,32 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.039.963,08 1.711.474,13 0,00 0,00
  4.556.357,37 5.380.892,72 0,00 0,00

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Bescheinigung zur Offenlegung

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEHN INSTATEC GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEHN INSTATEC GmbH, Neumarkt in der Oberpfalz, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DEHN INSTATEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Nürnberg, den 30. September 2022

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