Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 3478
Eingetragen
27.2.1992
Branche
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tGroßhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen, Kraftfahrzeug-Instandsetzung, der Verkauf von Kfz-Ersatzteilen und Kfz-Zubehör sowie Kfz-Vermietung

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marko Schiefelbein
seit 4.1.2013
Geschäftsführer
Frank Schiefelbein
seit 17.3.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

02879 Risterheide OT, Seidewinkel, Zur, Friedenseiche 6
41.600 €
80.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AUTOHAUS SCHIEFELBEIN GMBH

Hoyerswerda

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Die Aufstellung des Lageberichts der Autohaus Schiefelbein GmbH (nachfolgend auch kurz ,,Autohaus Schiefelbein" erfolgte gemäß§ 289 HGB.

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Autohaus Schiefelbein GmbH wurde am 15. Oktober 1990 gegründet und hat ihren Sitz satzungsgemäß in Hoyerswerda. Seit der Gründung ist die Gesellschaft als Kfz Handels- und Werkstattbetrieb tätig und unterhält neben dem Hauptsitz in Hoyerswerda, eine weitere Betriebsstätte in Hoyerswerda sowie in Senftenberg.

Zum Stichtag beschäftigte die Autohaus Schiefelbein GmbH durchschnittlich 66 Mitarbeiter (Vorjahr: 67).

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand und Hauptgeschäftsfeld der Autohaus Schiefelbein GmbH ist - nach wie vor - der markenbezogene Handel mit Neuwagen der Automobilhersteller TOYOTA und SKODA, der Verkauf von Gebrauchtwagen jeglicher Marken sowie dem hierzu erforderlichen Zubehör. Selbstverständlich zählen die Durchführung von Reparatur- und Wartungsarbeiten, die Vermittlung von Finanzierungs- und Leasingverträgen sowie die Vermittlung von Versicherungen zum regulären Betätigungsfeld.

Es bestehen unverändert Händlerverträge mit der SKODA AUTO Deutschland GmbH für den Vertrieb und Service an den Standorten Hoyerswerda und Senftenberg sowie ein Händlervertrag für den Vertrieb und Service mit der TOYOTA Deutschland GmbH für den Standort Hoyerswerda. Die Vertriebsverantwortung für die Marke SKODA betrifft einen Großteil der Ostlausitz, welches sich von Spremberg in Sachsen über Hoyerswerda bis nach Brandenburg hinter Senftenberg erstreckt. Das Vertragsgebiet (CDA - Customer Driving Area) für die Marke Toyota erstreckt sich vom östlichen Teil Sachsens, von Bad Muskau über Weißwasser nach Hoyerswerda, bis hin nach Bernsdorf und Lauta.

2. Strategie

Die Autohaus Schiefelbein GmbH zielt darauf ab, den Unternehmenswert sowohl durch profitables Wachstum als auch durch Rentabilität langfristig zu steigern und entsprechend zu sichern. Die Basis dieser Strategie bilden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Auftragsbearbeitung, langjährige Kundenbeziehungen sowie ein hohes Maß an Qualität verbunden mit einem Komplettservice für die Kunden. Mittelfristig sieht sich das Unternehmen als Mobilitätsdienstleister in Gänze.

3. Compliance

Die Einhaltung geltender Gesetze, unternehmensinterner Richtlinien sowie ethischer Standards ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Autohaus Schiefelbein GmbH. Die Geschäftsführung des Unternehmens hat unternehmensweit gültige Verhaltensgrundsätze aufgestellt und allen im Unternehmen beschäftigten Mitarbeitern bekannt gegeben. Die Verhaltensgrundsätze sind verbindlicher Maßstab für das Handeln sowie Verpflichtung und Schutz aller Mitarbeiter zugleich.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, brachenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 ist die deutsche Wirtschaftsleistung in Zusammenhang mit dem Ausklang der COVID-19-Pandemie leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt entwickelte sich preisbereinigt um +1,9%. Dies geht aus den Berechnungen des Statistischen Bundesamts Destatis" vom 30.01.2023 hervor.

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie den massiven Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe sowie ein sich verstärkender Fachkräftemangel. Der zunehmende Anstieg der Inflation aufgrund preistreibender Einflussfaktoren - dabei speziell auf den Energiemärkten - stellen eine signifikante Herausforderung für die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft dar. Das Resultat: Nach einer Spitze on 10,6 % im Oktober nahm zwar die Inflation in der Eurozone zum Jahresende auf 9,2 % ab, blieb aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Besonders betroffen waren Nahrungsmittel und herstellungsbedingt energieintensive Güter und Dienstleistungen.

Als Reaktion erhöhte die US-Notenbank Fed die Leitzinsen seit dem Frühjahr 2023 in mehreren kurz aufeinanderfolgenden Schritten auf bis zu 5,25 % im März 2024. Auch die EZB begann Ende Juli 2023 die Zeitenwende in der Zinspolitik von 0 % in mehreren Schritten bis auf 4,5 % im September 2023, was Finanzierungen zunehmend verteuerte.

Entwicklung der Branche

Nach den Abwärtsentwicklungen in den Vorjahren konnte in Deutschland im abgelaufenen Kalenderjahr wieder ein leichter Aufwärtstrend verzeichnet werden. Dieser wurde jedoch durch die Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg sowie dem anhaltenden Chipmangel ausgebremst.

Die Anzahl der Pkw-Neuzulassungen erhöhte sich um 1,1 % auf 2,65 Millionen Fahrzeuge, davon rund 64 % auf Gewerbekunden. Wesentlich konnte sich besonders die Anzahl der neu zugelassenen Elektroautos um 32 % auf 470.559 Fahrzeuge steigern, die Anzahl der Hybride stieg um 11,3 % auf 362.093 Fahrzeuge.

Zu Lasten dem Zuwachs bei alternativ angetriebenen Fahrzeugen entwickelte sich die Anzahl der neuzugelassenen Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor dahingegen rückläufig - Benzin-Fahrzeuge um -11,2 % und Diesel-Fahrzeuge um -9,9 %. Kumuliert bilden benzin- und dieselbetriebene Fahrzeuge 50,4 % der Neuzulassungen ab.

Die gestiegene und weiterhin hohe Teuerungsrate hat jedoch auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Kunden des Autohaus Schiefelbein und führt wiederum zu einer geringeren Kaufkraft.

Positiv zu vermerken ist der Trend hin zu kürzeren Fahrzeughaltezeiten, welcher unter anderem durch das breite Spektrum von Finanzierungs- und Leasingangeboten aufrechterhalten wird, wodurch das Marktvolumen weiter ansteigt.

In Zusammenhang mit den zu Jahresbeginn anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie der fortwährenden Halbleiter-Knappheit bis hin zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, konnte die Toyota Motor Europe rund 11 % weniger Fahrzeuge absetzen als noch im Vorjahr 2022, insgesamt wurden in Europa 1,08 Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Die weltweite Produktion des Toyota Konzerns stiegt dahingegen von 10,08 auf 10,5 Millionen Fahrzeuge.

Anders verhielt sich die Entwicklung bei der Marke Skoda. SKODA AUTO musste im Vergleich zum Vorjahr einen erneuten Rückgang der ausgelieferten Fahrzeuge um 17 % von 878.200 auf 731.300 verzeichnen. Wesentliche Einflussfaktoren waren auch hier die Folgen der Pandemie sowie der durch den Halbleitermangel ausgelöste Stresstest.

2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Rohertrag um 11,12 % auf TEUR 6.790, die Geschäftskosten haben sich dementsprechend entwickelt, der Materialaufwand ist in Zusammenhang mit dem Umsatzanstieg der Gesamtleistung gestiegen und liegt damit im Branchendurchschnitt.

Auch für das Geschäftsjahr 2023 kann das Unternehmen auf ein durchweg positives Vertriebs/ After-Sales- und Finanzergebnis zurückblicken. Speziell vor dem Hintergrund der immer noch anhaltenden Corona-Pandemie, dem Ausbruch des "Ukraine-Krieges" und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Unternehmen, unsere Mitarbeiter und die deutsche Bevölkerung ist das Geschäftsergebnis unserer Gesellschaft als hervorragend zu bewerten. Im nach wie vor unveränderten Marktverantwortungsgebiet bzw. CDA (Customer Driving Area) konnte der Marktanteil mit beiden vertretenden Marken mit 8,3% marginal gesteigert werden. Somit er reicht das Unternehmen eine Marktausschöpfung von 192,3% gegenüber dem Bundesschnitt beider Importeure. Gerade im Hinblick auf die vorgenannten Einschränkungen und Unsicherheiten stufen wir dieses Ergebnis als äußerst respektabel ein.

Der Gebrauchtwagenabsatz entwickelte sich wiederholt positiv. Eine zeigt die kontinuierliche Fokussierung auf dieses Geschäftsfeld und die aktuelle Marktentwicklung aufgrund der Lieferkettenprobleme bei Neufahrzeugen und die damit verbundenen Preissteigerungen bei Gebrauchtfahrzeugen.

Der After-Sales-Bereich trug ebenfalls zu unserem positiven Jahresergebnis bei. Trotz der weiterhin anhalten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sowie den sich zuspitzenden Lieferkettenproblemen, konnte der Umsatz in diesem Bereich deutlich gesteigert werden. Wie in den vergangenen Jahren auch, plant die Geschäftsführung mit weiteren Prozessoptimierungen und Kostensenkungen in diesem Bereich.

3. Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Autohaus Schiefelbein GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2023 insgesamt positiv entwickelt.

E rtragslage

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Veränderung
1. Rohergebnis 6.790.721,89 6.381.109,98 409.611,91
2. Personalaufwand 3.070.193,42 2.771.897,43 298.295,99
3. Abschreibungen 364.009,36 311.044,30 52.965,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.487.687,46 1.360.083,45 127.604,01
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.079,38 20.078,41 7.000,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 187.701,43 67.246,48 120.454,95
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 498.801,06 555.159,92 -56.358,86
8. sonstige Steuern 41.765,11 45.833,32 -4.068,21
9. Jahresüberschuss 1.167.643,43 1.289.923,49 -122.280,06

Finanzlage

Die Geschäftsführung verfolgt das finanzpolitische Ziel, die finanzielle Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten und jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, um die Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft erfüllen zu können. Grundlage für die Liquiditätssicherung sind die jährliche Finanzplanung sowie die laufende Überprüfung des Liquiditätsstatus unter Berücksichtigung der täglich aktualisierten Daten zum Auftrags-, Vorrats-, Forderungs- und Verbindlichkeitenbestand.

Zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2023 beliefen sich die liquiden Mittel auf TEUR 3.969 (Vorjahr: TEUR 3.139). Diese enthielten den Kassenbestand und die Bankguthaben.

Die Liquiditätslage ist als gut zu bezeichnen, es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Abschluss einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Vermögenslage

Die Entwicklung der Vermögenslage wird anhand der nachfolgenden Tabelle beschrieben:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Veränderung
Anlagevermögen 2.469.312 1.884.482 584.829
Umlaufvermögen 12.562.839 11.251.451 1.311.387
Rechnungsabgrenzungsposten 2.288 2.289 -1
Eigenkapital 8.084.623 7.116.979 967.643
Rückstellungen 422.096 470.721 -48.625
Verbindlichkeiten 6.527.719 5.550.522 977.198
Bilanzsumme 15.034.438 13.138.222 1.896.216

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem Jahresergebnis im Verhältnis zum Rohergebnis, den Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen. Diese Kennzahlen weisen einen leichten Rückgang auf, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Umsatz und die damit verbundene Anpassung der Kosten zurückzuführen ist.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Europäische Kommission hat zuletzt am 11. September 2023 eine Analyse zur wirtschaftlichen Entwicklung der Europäischen Union publiziert.

Die Wirtschaft der Europäischen Union setzt ihr Wachstum fort, wenn auch mit einer verminderten Dynamik. Dies verdeutlicht die Sommerprognose von 2023 der EU-Kommission. Gemäß dieser Prognose wird das Wirtschaftswachstum in der EU für das Jahr 2023 von der zuvor angenommenen Rate von 1 Prozent auf nun 0,8 Prozent nach unten korrigiert. Für das Jahr 2024 wird ebenfalls eine geringere Wachstumsrate von 1,4 Prozent erwartet, im Gegensatz zu den früheren Schätzungen von 1,7 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wird gemäß dieser Prognose im Jahr 2023 um 0,4 Prozent schrumpfen. Für das kommende Jahr wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft um 1,1 Prozent wächst.

Trotz des gedämpften Wachstums weist der Arbeitsmarkt in der gesamten EU bemerkenswerte Stabilität auf, und es wird erwartet, dass sich die Inflation weiter abschwächt.

Im zweiten Quartal 2023 verzeichnete die deutsche Wirtschaft eine Stagnation, nachdem das reale BIP im ersten Quartal um 0,1 Prozent gesunken war. In beiden Quartalen war das Wachstum deutlich schwächer als erwartet. Die anhaltenden Reallohnverluste beeinträchtigten den privaten Konsum in der ersten Jahreshälfte 2024. Die gedämpfte Nachfrage aus dem Ausland führte zu geringeren Exporten. Im ersten Quartal ging auch der öffentliche Verbrauch zurück, da die mit COVID-19 zusammenhängenden Ausgaben schrittweise abnahmen. Hin gegen trug die Erholung der Investitionen, nach einem schwachen vierten Quartal 2023, zum Wachstum bei.

Die Prognose für die deutsche Wirtschaft im Jahr 2024 sieht nun voraussichtlich ein Schrumpfen um 0,4 Prozent vor. Dies stellt eine Abwärtskorrektur im Vergleich zur früheren Prognose eines Wachstums von 0,2 Prozent im Frühjahr dar. Schwächen im Konsumbereich und ein Rückgang der Bauinvestitionen werden voraussichtlich das Wachstum beeinträchtigen, ob wohl es durch höhere Ausrüstungsinvestitionen gestützt wird. Während die schwache Auslandsnachfrage die Exporte belastet, dürften die Nettoexporte aufgrund rückläufiger Importe positiv zum Wachstum beitragen.

Im Großen und Ganzen wird die verminderte Wachstumsdynamik in der EU voraussichtlich bis 2025 anhalten, und die Auswirkungen einer restriktiveren Geldpolitik dürften die wirtschaftliche Aktivität weiterhin dämpfen. Für das kommende Jahr wird jedoch eine leichte Erholung des Wachstums erwartet, da man davon ausgeht, dass die Inflation weiter abnimmt, der Arbeitsmarkt stabil bleibt und die Realeinkommen sich allmählich erholen werden.

Für das Jahr 2024 wird eine Steigerung des realen BIP um 1,1 Prozent erwartet, die auf eine Erholung der Nachfrage zurückzuführen ist. Diese Prognose ist niedriger als die im Frühjahr prognostizierten Werte, was auf eine Verlangsamung im Bausektor und ein weniger dynamisches Exportwachstum zurückzuführen ist.

2. Chancenbericht

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Umsätze und Cashflows und damit auf unsere Ertrags- und Finanzlage. Unsere Planung für das Geschäftsjahr 2024 basiert auf den Erwartungen, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend unserer Darstellungen im Prognosebericht entwickeln. Sollte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung besser als ursprünglich prognostiziert ausfallen, kann sich das positiv auf unseren Umsatz und das Ergebnis auswirken und unsere Planungen übertreffen.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Ebenso möchten wir nach wie vor das Potential von Modellneueinführungen der Marken Skoda und Toyota nutzen.

Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir mit langfristiger Verkaufsplanung im Sortiment. Durch weitere Prozessoptimierungen im After-Sales-Bereich, die aktive und systematische Kundenrückgewinnung sowie die Etablierung eines leistungsbezogenen Entlohnungssystems und die dadurch erhoffte Motivationssteigerung der Mitarbeiter im produktiven Be reich, soll das Jahresergebnis der Gesellschaft langfristig verbessert werden.

Im Zuge der Digitalisierung soll der Verwaltungsaufwand reduziert werden und parallel soll durch die stärkere Nutzung von vorhandenen Online-Kanälen (Facebook, YouTube, lnstagram) ein neuer Kundenkreis angesprochen werden.

3. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Zur Sicherung der Unternehmensentwicklung und zur Erkennung von Geschäftsrisiken hat die Geschäftsführung ein internes Risikomanagementsystem eingerichtet. Wir schätzen ein, dass dieses ausreichend geeignet ist, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und auf diese angemessen zu reagieren. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden sind nicht erkennbar.

Der Anpassungsdruck der Branche ist weiterhin enorm. Nach Expertenkenntnissen wird es durch massiven Wettbewerbsdruck, einer anhaltenden Ertragsschwäche und neu auf den Markt drängenden Wettbewerbern zu weiteren Konzentrationsprozessen im Kfz-Gewerbe kommen. Für die mittelständischen Anbieter kommt hinzu, dass die Hersteller das Vertriebs netz straffen, um die Kostenstruktur effektiver zu gestalten.

Noch nicht konkret einschätzbar sind die längerfristigen Folgen der durch die Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen und Verunsicherungen. Möglich sind negative Auswirkungen auf die Rentabilität im Bereich Fahrzeughandel und Service. Ein Ausgleich findet teilweise aus den Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung und des Bundeslandes Sachsen zur Bewältigung der Pandemiefolgen statt.

Ertragsorientierte Risiken

Wir gehen daher auch davon aus, dass unsere Marktanteile mittelfristig kaum noch ausgedehnt werden können. Da unsere Haupt - Markenaufstellung gute Wettbewerbsvorteile bietet, gehen wir davon aus, dass unsere leistungswirtschaftlichen Risiken eher gesunken sind. Die Erträge im After-Sales- Geschäft könnten aufgrund den weiterhin bestehenden Lieferengpässen bei Ersatzteilen unter Druck geraten. Jedoch ist das Unternehmen gewillt und bestrebt neue Ertragsquellen zu erschließen.

Die hohen Rabatte schmälern die Margen weiter. Zudem ist es schwer möglich, die Preise wieder auf ein Normalmaß zurückzuführen. Hinzu kommt, dass extreme Rabatte den Marktwert der Gebrauchtfahrzeuge reduzieren. Im Zuge weiterer Organisations-Optimierungen wer den wir weiter an der Kostenoptimierung arbeiten.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Ei genkapital.

Für den kurzfristigen Bedarfsfall im Tagesgeschäft sind mit den Hausbanken zusätzlich Kreditlinien vertraglich vereinbart. Währungsrisiken bestehen aufgrund nationaler Beauftragungen in Euro-Valuta nicht. Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

4. Gesamtaussage

Die Gesellschaft verfügt über ein in allen wesentlichen Schlüsselrisiken ausreichend formalisiertes Risikofrüherkennungssystem.

Wir erwarten voraussichtlich eine solide Entwicklung des Unternehmens. Die Automobilbranche ist im Jahr 2024 inmitten eines Strukturwandels, geprägt von der zunehmenden Digitalisierung und alternativen Antriebsformen für Kraftfahrzeuge, muss sich aber parallel mit weiteren Innovationstrends, wie vernetzten Fahrzeugen oder autonomen Fahren auseinandersetzen und sich bestmöglich darauf einstellen.

Aufgrund der langfristig vereinbarten Kundenverträge kann für das Jahr 2024 mit einem konstanten Geschäftsverlauf gerechnet werden. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Die Position unserer Gesellschaft als Skoda- und Toyota-Händler in der Region kann für das Geschäftsjahr 2022 auch weiterhin als gesichert dargestellt werden. Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant.

Die Strategie der Autohaus Schiefelbein GmbH setzt auf eine Steigerung des Unternehmens wertes sowohl durch profitables Wachstum als auch durch Rentabilität. Die Basis dieser Strategie bilden Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei der Auftragsbearbeitung, langjährige Kundenbeziehungen sowie ein hohes Maß an Qualität verbunden mit einem Komplettservice für die Kunden.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmitteln und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und Eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Hoyerswerda eine weitere Niederlassung in Hoyerswerda und Senftenberg.

 

Hoyerswerda, 27.06.2024

Gez. die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.469.311,85 1.884.482,46
I. Sachanlagen 1.680.439,00 1.181.058,00
II. Finanzanlagen 788.872,85 703.424,46
B. Umlaufvermögen 12.562.838,76 11.251.451,27
I. Vorräte 6.943.195,10 6.386.501,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.650.155,77 1.725.522,72
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.969.487,89 3.139.426,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.287,77 2.288,61
Summe Aktiva 15.034.438,38 13.138.222,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.084.622,91 7.116.979,48
I. Gezeichnetes Kapital 52.000,01 52.000,01
II. Gewinnvortrag 6.864.979,47 5.775.055,98
III. Jahresüberschuss 1.167.643,43 1.289.923,49
B. Rückstellungen 422.096,00 470.721,00
C. Verbindlichkeiten 6.527.719,47 5.550.521,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.396.630,18 5.412.620,72
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 131.089,29 137.901,14
Summe Passiva 15.034.438,38 13.138.222,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.790.721,89 6.381.109,98
2. Personalaufwand 3.070.193,42 2.771.897,43
a) Löhne und Gehälter 2.575.159,44 2.312.215,46
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 495.033,98 459.681,97
davon für Altersversorgung -6.602,00 -5.705,00
3. Abschreibungen 364.009,36 311.044,30
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 364.009,36 311.044,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.487.687,46 1.360.083,45
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.079,38 20.078,41
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 187.701,43 67.246,48
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.450,00 4.783,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 498.801,06 555.159,92
8. Ergebnis nach Steuern 1.209.408,54 1.335.756,81
9. sonstige Steuern 41.765,11 45.833,32
10. Jahresüberschuss 1.167.643,43 1.289.923,49

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Autohaus Schiefelbein GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk im Anhang vorgenommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 (2) HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Von den größenabhängigen Erleichterungen für Angaben im Anhang gemäß § 288 (2) HGB wurde entsprechend Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: AUTOHAUS SCHIEFELBEIN GMBH
Firmensitz laut Registergericht: Hoyerswerda
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Dresden
Register-Nr.: HRB 3478

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel (Anlage) zu entnehmen. Ausgewiesene Werte in den Spalten Umbuchungen entsprechen Umgliederungen ins Umlaufvermögen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs-/Herstellungskosten bis 800 EUR wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

Ausleihungen zum Nennwert.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten gemäß § 253 (4) HGB angesetzt. Die Fahrzeugbestände wurden durch Einzelfeststellung bewertet. Sofern die Verkaufswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen (Gebrauchtfahrzeuge wurden um EUR 99.154,89 wertberichtigt).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten angesetzt und erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen gewürdigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Im Rahmen der Abschlussarbeiten wurde die Berechnung der Gewerbesteuer und der Körperschaftsteuer vorgenommen und entsprechend in den Steuerforderungen/- rückstellungen ausgewiesen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abzuzinsen. Der anzuwendende Abzinsungssatz wird von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe einer Rechtsverordnung ermittelt und bekanntgegeben.

Die Rückstellung für Gewährleistung ermittelte sich auf der Grundlage des garantiebehafteten Umsatzes unter Anwendung der Erfahrungswerte des Unternehmens zur durchschnittlichen Inanspruchnahme; durchschnittliche Preissteigerungen wurden berücksichtigt ebenso der anzuwendende Abzinsungssatz.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zu Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern

Der Wert der Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 788.872,85 - davon wurden EUR 160.000,00 erst im Berichtsjahr ausgereicht (Vorjahr: EUR 703.424,46). Die Darlehen wurden um EUR 74.551,61 getilgt. Der Zinssatz beträgt p.a. 4 % für die aus Vorjahren bestehenden Ausleihungen. Für das im Berichtsjahr neu ausgereichte Darlehen beträgt der Zinssatz 2,86 %.

Pensionsrückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte gemäß versicherungsmathematischem Gutachten der Allianz Lebensversicherungs-AG zum 31.12.2023 und basiert auf folgenden Parametern:

Zinssatz: 1,82
Gehaltstrend: 0,00
Bewertungsmethode: Project Unit Credit (PUC)
Biometrische Paramter: Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 2.003,00. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Eine Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten war nicht gegeben, da ein Anwärter zur Personengruppe technischer Rentner gehört und die verpfändete Rückdeckungsversicherung ausgezahlt wurde.

Erfüllungsbetrag: 253.442,00 EUR
Zinsaufwand: 4.450,00 EUR

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Rückstellungen wurden angesetzt, soweit sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf 119,7 TEuro.

Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt TEUR 6.396,7 und für solche mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 131,1.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fahrzeugfinanzierungen) sind durch Hinterlegung der Kfz-Briefe besichert. Im Geschäftsjahr betrugen die Verbindlichkeiten aus Fahrzeugfinanzierungen EUR 4.530.041,50. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Ausgaben führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits als Aufwand erfasst wurden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Weitere Verpflichtungen bestehen zu folgenden Mietverträgen:

- Elsterstraße 106, Hoyerswerda: Mietvertrag mit jährlichem Mietaufwand 96,0 T€ (jährliche Kündigungsfrist)

- Elsterstraße 102, Hoyerswerda: Mietvertrag mit jährlichem Mietaufwand 132,0 T€ (unbefristet)

- Ahlbecker Str. 1, Senftenberg: Mietvertrag mit jährlichem Mietaufwand 90 T€ (unbefristet)

- Nardter Weg 1, Hoyerswerda: Mietvertrag mit jährlichem Mietaufwand 42 T€ (befristet bis 31.08.2024)

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 32,00
Angestellte 31,00
leitende Angestellte 2,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 65,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 52,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 11,00

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Frank Schiefelbein, Dipl. Ingenieur

Weiterer Geschäftsführer: Marko Schiefelbein, Betriebswirt

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung werden unter Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB nicht aufgeführt. Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung im Unternehmen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1.167.643,43.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages ergibt sich ein Betrag von EUR 8.032.622,90 der zu verwenden ist.

Auf neue Rechnung werden EUR 8.032.622,90 vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

gez. die Geschäftsführung

Bericht des Aufsichtsrats

In Übereinstimmung mit dem Gesellschaftsvertrag wurde kein Aufsichtsrat im Sinne des § 52 GmbHG bestellt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Frank Schiefelbein, Geschäftsführer

und

Marko Schiefelbein, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Gemäß §328 (1a) HGB wird darauf hingewiesen, dass bei der Offenlegung des Jahresabschlusses für die Autohaus Schiefelbein GmbH für das Geschäftsjahr 2023, die Offenlegung nur teilweise, das heißt nicht in vollem Umfang und entsprechend gesetzlicher Auflagen gekürzt (§276, §288, §327 HGB), erfolgt ist.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Autohaus Schiefelbein GmbH, Hoyerswerda

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Schiefelbein GmbH, Hoyerswerda, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Schiefelbein GmbH, Hoyerswerda, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 30. Oktober 2024

KS auditing GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kffr. Steffi Krätzschmar, Wirtschaftsprüferin

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