Rebs Zentralschmiertechnik GmbH
Duisburger Straße 115, 40885 Ratingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Rebs seit 1.10.2024 | Prokura |
Alexander Andreas Rebs seit 19.2.2003 | Geschäftsführer |
Harald Christian Rebs seit 19.2.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% | |
| 37.50% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rebs Zentralschmiertechnik GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 263 HGB). Darüber hinaus werden die Vorschriften des GmbHG beachtet. Von den Erleichterungsvorschriften nach § 288 Absatz 2 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Unternehmensfortführung Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren bilanziert. Zugänge werden im Berichtsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer von drei bis zwanzig Jahren vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Für die Zugänge an beweglichen Anlagegütern des Geschäftsjahres werden die Jahresabschreibungen pro rata temporis angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2017 erworben wurden, mit Anschaffungskosten von EUR 250,00 bis 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden mit der Anschaffung als Aufwand gebucht. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet. Es wurde die Durchschnittsmethode angewandt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Fertige und unfertige Erzeugnisse bzw. Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten, soweit diese aktivierungsfähig sind. Das sind insbesondere Aufwendungen für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergeben, wurde ausreichend Rechnung getragen. Die Erzeugnisse bzw. Leistungen sind verlustfrei nach den Verhältnissen am Absatzmarkt bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Kassenbestände sowie Bankguthaben werden mit den Nominalwerten ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten weisen Ausgaben aus, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Aktive latente Steuern stellen Unterschiede in der Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden in der Handels- und Steuerbilanz dar, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Bewertung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die gemäß § 256 a HGB zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet wurden. 3. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens kann aus dem Anlagenspiegel, welchen wir als Anlage zum Anhang beigefügt haben, entnommen werden. Beteiligungen
Die Gesellschaft Rebs Lubrication India Private Ltd. mit Sitz in Mumbai erstellt ihren Jahresabschluss auf ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr. Die ausgewiesenen Werte für das Eigenkapital und das Jahresergebnis 2023 entstammen dem Jahresabschluss mit dem Stichtag 31. März 2023. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.165.261,18 (Vorjahr: EUR 614.845,13) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 52.438,20 (Vorjahr: EUR 9.195,70). Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres betragen EUR 187.730,34 (Vorjahr: EUR 225.517,33). Differenzen im Zusammenhang mit latenten Steuern bestehen auf der Aktivseite bei den Wertpapieren des Anlagevermögens, Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen und Pauschalwertberichtigungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf der Passivseite bestehen Differenzen in den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen bei Urlaub und Archivierung. Die Bewertung erfolgt zum kombinierten Steuersatz für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 32,0 %. Pensionsrückstellungen Die Pensionsrückstellungen betragen zum Stichtag EUR 1.233.695,72 (Vorjahr: EUR 1.284.849,92). Die 2023 noch nicht zugeführten Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften betragen zum Stichtag EUR 7.374,00. Die Rückstellungen für unmittelbare Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen haben wir dem "Versicherungsmathematischen Gutachten über die Pensionsverpflichtung" erstellt von der HEUBECK AG mit Datum vom 2. Mai 2024 entnommen. Ein weiteres Pensionsgutachten wurde von der Clever Software GmbH mit Datum vom 18. April 2024 erstellt. Gemäß diesen versicherungsmathematischen Gutachten werden die Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) auf Basis der Generationstafeln von Prof. Heubeck ("Richttafeln 2018 G") und unter Verwendung eines Zinssatzes von 1,82 % (Abzinsungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB / 10-Jahresdurchschnitt) berechnet. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82% Rechnungszins, 10-Jahres-Durchschnitt) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % Rechnungszins, 7-Jahres-Durchschnitt) beträgt EUR 16.652,00 wobei sich die Ermittlung zum Stichtag (ohne Saldierung) wie folgt darstellt:
Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sowie Erträgen und Aufwendungen Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt: Es sind bei den Pensionsrückstellungen nach § 246 Abs. 2 HGB Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit diesen Schulden verrechnet worden; entsprechend ist mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren worden. Es sind Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 837.698,00 mit dem Zeitwert der verrechenbaren Deckungsvermögen in Höhe von EUR 518.696,28 verrechnet worden. Die Anschaffungskosten des verrechenbaren Deckungsvermögens betragen EUR 509.150,23. Demnach beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und den Anschaffungskosten des Deckungsvermögens EUR 9.546,95. Sonstige Rückstellungen Die zum 31. Dezember 2023 unter dem Posten sonstige Rückstellungen zusammengefassten Positionen setzten sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf EUR 1.126,99 (Vorjahr: EUR 960,88) und wird wie im Vorjahr auch in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 346.690,19 (Vorjahr: EUR 442.543,63) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 61.549,31 (Vorjahr: EUR 127.550,56) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. Als Sicherheit sind Gegenstände des Anlagevermögens sicherungsübereignet worden. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 112.292,89 (Vorjahr: EUR 132.752,38) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 20.969,26) von mehr als fünf Jahren enthalten. Alle übrigen Verbindlichkeiten EUR 150.983,39 (Vorjahr: EUR 483.716,12) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 122.004,08 (Vorjahr: EUR 137.790,41) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen EUR 0,58 (Vorjahr EUR 0,00) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen EUR 6.548,89 (Vorjahr EUR 55,02). Beteiligungserträge Die im Geschäftsjahr 2023 gebuchten Beteiligungserträge enthalten Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 713.786,15 (Vorjahr: EUR 557.552,00). 4. Sonstige Pflichtangaben Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen für technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen zum 31. Dezember 2023 insgesamt EUR 439.920,71 (Vorjahr: EUR 433.694,48). In diesen Verpflichtungen sind EUR 272.331,66 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und EUR 0,00 mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten. Der Vorteil dieser Geschäfte liegt vor allem in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall von Verwertungsrisiken. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, worauf es jedoch derzeit keine Anzeichen gibt.
Es ergeben sich finanzielle Verpflichtungen aus gegenwärtigen Mietverhältnissen für Betriebsgrundstücke (hochgerechnet auf 10 Jahre) von insgesamt EUR 5.832.000,00. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffend die Altersversorgung betragen insgesamt EUR 221.624,00. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
4.1 Mitglieder der Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Dipl. Ing. Alexander Rebs jun., Geschäftsführer, Ratingen Dipl. Ing. Harald Rebs, Geschäftsführer, Ratingen Von der Erleichterung gemäß § 286 Absatz 4 HGB wurde entsprechend Gebrauch gemacht. 4.2 Konzernzugehörigkeit Von den größenabhängigen Befreiungen für die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach § 293 HGB wird Gebrauch gemacht. 4.3 Ausschüttungssperre Die Ausschüttungssperre nach § 285 Nr. 28 HGB beträgt EUR 208.964,54 und entfällt in Höhe von EUR 21.234,20 auf die Bewertung von Vermögensgegenständen i.S.v. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB zum beizulegenden Zeitwert und in Höhe von EUR 187.730,34 auf die (Netto-)Aktivierung aktiver latenter Steuern. 4.4 Nachtragsbericht Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. 4.5 Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 736.023,04 auf neue Rechnung vorzutragen. Unterschrift der Geschäftsführung
Ratingen, 19. Dezember 2024 Dipl. Ing. Alexander Rebs jun. Dipl. Ing. Harald Rebs Entwicklung des Anlagevermögens der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH, Ratingen im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 2023A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 1. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit Die Rebs Zentralschmiertechnik GmbH wurde am 13.11.1979 gegründet und hat ihren Sitz in Ratingen. Die rechtliche Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Es bestehen Beteiligungen an drei Tochterunternehmen mit Sitz in China und Indien. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH liegt in der Entwicklung, Projektierung, Herstellung, Montage, Inbetriebnahme und Wartung von Komponenten, Anlagen und Systemen der Zentralschmiertechnik, Fördertechnik, Bahntechnik und anderen branchenverwandten Geräten und Zubehörteilen. 2. Strategie Die Strategie der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH richtet sich auf den Erhalt und den Ausbau der Marktanteile durch hohe Kundenzufriedenheit, Aufbau und Pflege von nachhaltigen Kundenbeziehungen, preissensiblen Standardprodukten, innovative und individuelle Kundenlösungen, engagierten Service für unsere Kunden und die konsequente Einhaltung von Verhaltensregeln in Bezug auf Menschenrechte, Sicherheit, Umweltstandards und Compliance innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Seit 2012 ist das Unternehmen entsprechend der IRIS (International Railway Industry Standard) zertifiziert. In allen bisherigen Rezertifizierungs- und Überwachungsaudits konnten die erzielten Ergebnisse stetig verbessert werden. Unternehmensweite und fortwährende Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen sichern diesbezüglich einen kontinuierlichen, positiven Verlauf. Im September 2018 wurde die IRIS Revision 02 durch die ISO/TS 22163:2017 abgelöst und das Zertifizierungsaudit mit großem Erfolg bestanden. Ständig dokumentierte Kontroll- und Verbesserungsmaßnahmen innerhalb des gesamten Wertestroms bilden die Basis für den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Die Beschaffung von Material und Dienstleistungen obliegt einer ständigen Prüfung in Bezug auf Qualität, Preisgestaltung, Preisverlauf und marktgerechten Lieferzeiten. Nichtkonformitäten werden konsequent mittels geeigneter Maßnahmen aufgearbeitet, bis hin zur Beendigung auch von langjährigen Geschäftsbeziehungen. Der Ausbau der Entwicklungstätigkeiten, in Kooperation mit den Tochtergesellschaften, ermöglicht die ständige Produktpflege, bzw. Produkterweiterung, um weiterhin die wachsenden Kundenanforderungen optimal bedienen zu können. 3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Das Wachstum der Weltwirtschaft verläuft sehr schleppend. Gründe hierfür sind u.a. ein erhöhtes Zinsniveau und hohe Energiekosten. Der IWF prognostizierte im Januar 2024 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 %. 1 Deutschland gehört weiterhin zu den schwach wachsenden Industriestaaten. Die Deutsche Bundesbank berichtet, dass sich die deutsche Wirtschaft aus einer langanhaltenden Schwächephase zu erholen beginnt. Obwohl die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2023 um 0,5 Prozent zurückging, verzeichnete sie im ersten Quartal 2024 einen Anstieg von 0,2 Prozent. Für das laufende Jahr 2024 verzeichnete des kalenderbereinigten realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) somit einen moderaten Zuwachs um 0,3 Prozent. In ihren Prognosen für die kommenden Jahre sieht die Deutsche Bundesbank weiteres Wachstum voraus, mit einem Anstieg von bis zu 1,1 Prozent im Jahr 2025 und 1,4 Prozent im Jahr 2026. 2 Die Entwicklung der Stahlindustrie hat sich im Vergleich zum Vorjahr stabilisiert. Nach einem starken Rückgang im Jahr 2022 von 4% stagnierte die Rohstahlproduktion im Jahr 2023 bei ca. 1.888,2 Mio. Tonnen. Großes Wachstum verzeichnet weiterhin der Stahlmarkt in Indien, mit einem Wachstum 2023 von 11,8 %. 3 Die aktuelle Projektlage im Bereich Stahl- und Aluminiumindustrie bestätigt diesen Wert. Aktuelle Trends, wie die Erzeugung von grünem Stahl, führen weiterhin dazu, dass die Branche investiert. Große Stahlerzeuger in Europa wie ThyssenKrupp oder H2GS investieren Milliarden in die Erzeugung von grünem Stahl. 4 Auch die Anlagenbauer profitieren von diesem Trend. Der Absatz der deutschen Automobilindustrie stieg im Jahr 2023 um ca. 10 %. Rund 70 % des Gesamtumsatzes wurden mit dem Auslandsgeschäft erwirtschaftet. 5 China konnte seinen Absatz trotz lahmer Konjunktur weiter steigern und schließt mit einem Allzeithoch von 25,8 Millionen verkauften PKWs ab. Grund hierfür ist die hohe Nachfrage an chinesischen E-Autos. 6 Dieser Trend lässt sich auch an den Umsatzzahlen von Rebs China deutlich erkennen.
1
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2024/03/10-globale-wachstumsperspektive.html;
abgerufen am 26.08.2024
Trotz zahlreicher Krisen der letzten Jahre konnten die Hersteller von Schienenfahrzeugen 2023 einen Gesamtumsatz von ca. 56,8 Milliarden Euro erwirtschaften. Das weltweite Wachstum im Markt für Schienenfahrzeuge lag bei ca. 5 %. Die weltweit 10 größten Hersteller von Schienenfahrzeugen machen hiervon einen Gesamtumsatz von ca. 75 % aus. Personenfahrzeuge machen dabei weltweit den größten Anteil des Umsatzes aus. 7 Vielen Herstellern gelang es Produktionsrückstände aufzuholen und zugesagte Kapazitäten wieder zu erfüllen. 4. Geschäftsverlauf 2023 und Einschätzung der Geschäftsführung Das Geschäftsjahr 2023 verlief zufriedenstellend. Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 % gesteigert. Der Geschäftsverlauf der einzelnen Branchen entwickelte sich folgendermaßen: Schwerindustrie: Aufgrund von vielen Projekten für den indischen Markt konnte ein Umsatzwachstum von 16,1 % verzeichnet werden. Die Auftragseingänge im Bereich der Stahl- und Aluminiumindustrie sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 11,4 % gestiegen. Grund hierfür sind Projekte für den Bereich Green Steel. In diesem Bereich rechnen wir 2024 mit weiteren Umsatzsteigerungen. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das Unternehmen insgesamt mit einem gleichbleibenden Spartenumsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Bahnindustrie: Der Umsatz im Bereich der Bahntechnik lag 2023 -6,9 % unterhalb des Umsatzes aus dem Geschäftsjahr 2022. Dennoch ist das Unternehmen mit dem Gesamtumsatz in diesem Bereich sehr zufrieden, da die Umsatzzahlen im Bereich der Bahntechnik inzwischen auf einem konstanten Niveau von ca. 35 % des Gesamtumsatzes liegen. Aufgrund von gewonnen Plattformen bei einigen Fahrzeugherstellern konnte der Auftragseingang 2023 um 68,21 % erhöht werden. Aufgrund des hohen Auftragseinganges rechnen wir 2024 mit einem erhöhten Umsatzvolumen. Kettenschmierung für den Bereich Schwer- und Automobilindustrie: Der Umsatz für den Bereich der Kettenschmierung wächst konstant. Grund hierfür sind die technologischen Lösungen des Unternehmens, bei denen man sich als einer der Marktführer positionieren konnte. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 10 % erhöht werden. Der Auftragseingang liegt dabei konstant auf Vorjahresniveau, sodass 2024 mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Die finanziellen Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis und das Jahresergebnis. Das Rohergebnis in Höhe von EUR 9.104.511,92 ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 8.120.107,25 gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein positives Ergebnis von 736.023,04 EUR erzielt, welches die Erwartungen der Geschäftsleitung übertraf. Diese hatten das Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres eingeschätzt. B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch zukünftig erfolgreich arbeiten zu können. Unsere Finanzierung erfolgt dabei weitestgehend aus Eigenmitteln. 1. Ertragslage Der Jahresüberschuss ist im Geschäftsjahr 2023 deutlich von EUR 19.726,08 im Jahr 2022 auf EUR 736.023,04 angestiegen. Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 984.404,67 auf EUR 9.104.511,92 gestiegen. Der Anstieg des Rohergebnis ist insbesondere auf die hohen Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Das gegenüber dem Vorjahr gesteigerte Jahresergebnis resultiert vor allem aus den vereinnahmten Beteiligungserträgen der Tochterunternehmen. Die Personalkosten stiegen im Geschäftsjahr 2023 um EUR 292.888,07 auf EUR 6.189.325,34 infolge der gestiegenen Löhne und Gehälter und der erfolgsabhängigen Tantiemen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch höhere Werbe- und Messekosten und steigende Reisekosten im Jahr 2023 um EUR 98.360,50 auf EUR 2.622.757,65 gestiegen. Der Umsatz konnte sowohl bei den beiden Tochterunternehmen in China als auch beim Tochterunternehmen in Indien im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Auf Grund der äußerst erfolgreichen Vorjahre konnte somit von der REBS Lubrication Technology Ltd., Shanghai, im Geschäftsjahr 2023 nachträglich für die Geschäftsjahre 2002 bis 2005 ein Beteiligungsertrag in Höhe von EUR 713.786,15 (im Vorjahr: EUR 557.552,00) vereinnahmt werden. Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Mit der Beibehaltung unseres hohen Lagerbestands konnten wir die erforderliche Kontinuität der Fertigung sichern und uns gegenüber wechselnden Verhältnissen an den Beschaffungsmärkten unabhängig machen. 2. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 9.385.191,35. Sie ist gegenüber dem Vorjahr (EUR 8.375.547,05) um 12,1% gestiegen. An der Bilanzsumme hat unser Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 einen Anteil von rd. 25,00%. Im Geschäftsjahr ist es um 3,3% bzw. EUR 81.171,43 auf EUR 2.342.374,73 gesunken. Diese Entwicklung ist für die Sachanlagen auf geringere Investitionen sowie auf hohe planmäßige Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023 infolge der Investitionen des Vorjahres zurückzuführen. Das Umlaufvermögen und die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind insgesamt um EUR 1.128.602,72 gestiegen. Dabei haben sich die Vorräte um EUR 119.637,15 auf EUR 2.815.576,23 reduziert. Dieser Rückgang der Vorratsbestände ist das Ergebnis einer optimierten Lagerstrategie, die darauf abzielt, einerseits die Versorgungssicherheit der Produktionsprozesse zu gewährleisten und andererseits die Lagerhaltungskosten zu minimieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Stichtag mit EUR 1.302.828,41 rund 0,90% über dem Vorjahr (EUR 1.291.513,44). Die liquiden Mittel haben sich um EUR 674.244,22 auf EUR 1.347.594,08 erhöht. Zur Entwicklung verweisen wir auf die Darstellung der Finanzlage. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 69,2% (Vorjahr 68,8%) gekennzeichnet. Auf der Passivseite blieben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einem Anstieg von EUR 39.419,20 auf EUR 397.384,55 auf Vorjahresniveau. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund von gesunkenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten um EUR 12.496,03 auf EUR 149.856,40 gesunken. Die die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch den normalen Tilgungsverlauf zum Stichtagsvergleich um EUR 94.084,90 auf EUR 442.551,17 gesunken. Neue Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt. 3. Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich von EUR 673.349,86 um EUR 674.244,22 auf EUR 1.347.597,08 erhöht. Dieser Anstieg ist auf das gute Jahresergebnis und nur wenige Investitionen zurückzuführen. Der operative Cashflow beträgt EUR 162.984,79 und resultiert im Wesentlichen aus dem sehr guten Periodenergebnis von EUR 736.023,04. Gegenläufig dazu wirkten sich die Beteiligungserträgen in Höhe von EUR 713.786,15 auf den Cashflow aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist mit EUR 622.905,56 positiv und resultierte aus den vereinnahmten Beteiligungserträgen und gegenläufig Auszahlungen in das Anlagevermögen von netto EUR 110.024,08. Der Cashflow auf der Finanzierungstätigkeit beträgt minus EUR 111.646,13. Dieser ist im Wesentlichen durch die Tilgung von Krediten im Zusammenhang mit den Investitionen in das Anlagevermögen beeinflusst. In Summe ergeben sich zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds in Höhe von EUR 674.244,22 die zu einem Anstieg der liquiden Mittel im Vorjahresvergleich führen. C. Prognosebericht Das Unternehmen blickt aufgrund des hohen Auftragseinganges positiv in das Geschäftsjahr 2024. Die Zahlen zeigen, dass Rebs weiterhin nah am Markt arbeitet und einen guten Kontakt zum Kunden hat. Die strategisch wichtigen Auslandsgesellschaften in Indien und China sorgen dafür, dass Rebs auch in den wichtigsten Industrie-, bzw. Wachstumsstaaten vertreten ist und das wachsende Projektgeschäft außerhalb von Deutschland nicht verpasst. Die Inflation ist inzwischen deutlich zurückgegangen. Laut Prognose der ifo wird das Wachstum 2024 auf 2,2% zurückgehen. Im Jahr 2025 rechnet die ifo mit einem deutschen Wachstum von 1,5%. Auch die Gesamtwirtschaft wächst stetig weiter. Mit einem prognostizierten Wachstum für die Jahre 2024 und 2025 von jeweils 2,5% ist hier auch weiterhin ein konstantes Wachstum zu erkennen. 8 Im Hinblick auf die finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein weiterhin ansteigender Rohertrag (+ TEUR 390) und ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 323, was jedoch unter Niveau von 2023 liegt. Der anbahnende Konflikt zwischen China und Taiwan ist derzeit wirtschaftlich noch nicht zu erkennen. Der Ukrainekrieg beeinträchtigt das Projektgeschäft kaum spürbar und auch die konstant angestiegenen Materialkosten konnte durch entsprechend notwendige Preisanpassungen größtenteils weitergegeben werden, sodass weiterhin keine Liquiditätsrisiken zu erkennen sind. Das Unternehmen rechnet mit steigendem Umsatz im Vergleich zu den beiden Vorjahren. Die ersten beiden Quartale 2024 entwickelten sich bereits sehr vielversprechend und auch der aktuelle Auftragseingang ist im Vergleich zum Vorjahr in den ersten beiden Quartalen gestiegen. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der letzten Monate und der rückläufigen Inflation, rechnen wir mit gleichbleibender Nachfrage des Projektgeschäftes. Generell müssen unsere Absatzmärkte aufgrund der aktuellen Ereignisse, siehe China, zunehmend differenziert betrachtet werden. Wegen des weltweit steigenden Bedarfs im Bereich der Infrastruktur führt dies zu einem Ausbau des Auftragsbestandes in dieser Produktsparte unseres Geschäftes. Zukunftsbranchen werden zudem genau beobachtet und in aktuelle Entwicklungsprojekte des Unternehmens miteinbezogen. Aus heutiger Sicht erscheinen folgende Prognosen als realistisch:
Aufgrund des stabilen Auftragsbestands und langjährigen Kundenbeziehungen gehen wir von einem positiven Geschäftsverlauf aus. Wie bereits in den Vorjahren werden zur Sicherstellung unserer Qualitätsansprüche Kernkomponenten weiterhin ausschließlich am Standort Deutschland produziert. D. Risikobericht 1. Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen werden stetig Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation zu jedem Zeitpunkt sichergestellt werden. Die Sicherstellung erfolgt im Wesentlichen und insbesondere durch die Eingebundenheit der Führungskräfte in die getroffenen Maßnahmen. Die Risikolage ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bestandsgefährdende Risiken werden weiterhin nicht gesehen. 2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Risiken aufgrund steigender Rohstoffpreise können wieder gezielter ausgeschlossen werden, da sich die Situation seit Mitte des Jahres spürbar erholt hat. Kostensteigerungen im Bereich der Beschaffung sind aber weiterhin spürbar, werden aber konsequent überwacht und hinsichtlich ihrer Grundursachen bewertet. Resultierende Gegenmaßnahmen, wie zum Beispiel die Vereinbarung von Preisgleitklauseln, werden umgesetzt und hinsichtlich nachhaltigen Erfolges überwacht. Zahlungsausfälle werden durch ein kontinuierliches Mahnwesen weitestgehend vermieden. Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Verbindlichkeiten werden ausschließlich durch den Cashflow des operativen Geschäfts bedient. Angebotene Skontierungen werden konsequent wahrgenommen. 3. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Rebs Zentralschmiertechnik GmbH wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Es herrscht ein direkter Kontakt der Geschäftsführung zu den wichtigsten Kunden. Zudem ermöglichen monatliche Besprechungen mit den Tochtergesellschaften in China und Indien sowie dem weltweiten Vertrieb frühe Erkenntnisse über Marktrisiken und aufkommende Trends. 4. Produktrisiken Produktrisiken werden durch geeignete Kontrollmaßnahmen weitestgehend minimiert. Sämtliche Komponenten, Anlagen und Systeme unterliegen einer vollumfänglichen Prüfung vor Auslieferung. Beschaffte Waren und bezogene Dienstleistungen werden mittels einer Wareneingangskontrolle hinsichtlich unserer Qualitätsanforderungen geprüft. 5. Investitions-/Finanzierungsrisiken Momentan sind in dieser Hinsicht keine Risiken bekannt. Der Ausbau und die Modernisierung unserer Baugruppenmontage sind weiterhin zentrale Investitionspläne für die kommenden Jahre. Auch der Maschinenpark und die Büroräumlichkeiten werden vollständig modernisiert. Alle getätigten Investitionen der Gesellschaft dienen der kontinuierlichen Optimierung des Warenstroms und verfolgen das klare Ziel den Produktionsstandort Deutschland langfristig zu sichern. 6. Personalrisiken Die Rebs Zentralschmiertechnik GmbH benötigt qualifizierte Fach- und Führungskräfte, um ihre strategischen Ziele zu erreichen. Der Bedarf an qualifiziertem Personal erfordert auch verstärkte Anstrengungen im Bereich der unternehmensinternen Weiterentwicklung. Daher legen wir besonderen Wert auf die ständige Weiterbildung unserer Mitarbeiter, sowohl intern als auch extern. Dies gewährleistet die hohe fachliche Kompetenz unseres Personals. Auch im Berichtszeitraum wurden erneut zahlreiche Schulungen durchgeführt. Der Fachkräftemangel ist auch in diesem Jahr deutlich spürbar. Um dieser Herausforderung entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen seit einigen Jahren verstärkt auf die eigene Ausbildung von Facharbeitern in den Bereichen der Fertigung und der Verwaltung. Trotz des spürbaren Mangels gelingt es dem Unternehmen, weiterhin qualifizierte Auszubildende zu finden. Social-Media-Plattformen und Team-Events fördern zudem den Zusammenhalt unter den Auszubildenden. Durch Weiterbildungsmöglichkeiten und Karrierepläne bietet das Unternehmen den Fachkräften langfristige Perspektiven. Seit dem 25. März 2014 hat die Rebs Zentralschmiertechnik GmbH ein Arbeitsschutz-Managementsystem mit dem Gütesiegel "Sicher mit System" der BGHM entsprechend NLF/ILO-OSH 2001. Die erfolgreiche Rezertifizierung erfolgt alle drei Jahre und wurde zuletzt am 17. Mai 2023 durchgeführt. 7. Umweltrisiken Der Umweltschutz ist dem Unternehmen Rebs ein besonderes Anliegen, was sich auch im Produktportfolio und der Branche widerspiegelt, in dem das Unternehmen tätig ist. Das Unternehmen ist seit dem 26. Oktober 2014 nach ISO 14001:2015 zertifiziert. Die zuletzt erfolgreich bestandene Rezertifizierung erfolgte am 26. September 2023. Umweltrisiken sind für unser Unternehmen auch weiterhin nicht zu erkennen. Durch die Investition in zwei Photovoltaikanlage für die Verwaltung und die Produktion, setzt das Unternehmen zudem verstärkt auf die Erzeugung grüner Energie und wirkt so dem Risiko von steigenden Öl-, Gas- und Strompreisen entgegen. 8. Unsichere politische Ausgangssituation Politische Ereignisse, wie der seit 2022 andauernde Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine oder das angespannte Verhältnis zwischen der Volksrepublik China und Taiwan, bilden ein weiteres Risiko. Gerade China ist ein sehr wichtiger Wachstumsmarkt für das Unternehmen, sodass potenzielle Sanktionen sich negativ auf den Unternehmenserfolg auswirken könnten. Um dem entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen Rebs kontinuierlich auf den Erfolg im Wachstumsmarkt Indien und plant zudem die Eröffnung weiterer Tochtergesellschaften in anderen wichtigen Industriemärkten. Der Ukraine-Konflikt ist auch für das Unternehmen weiterhin durch hohe Rohstoff- und Energiepreise spürbar. Die Investition in Photovoltaiktechnik war eine der großen Maßnahmen, um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken. Erste positive Auswirkungen sind bereits spürbar. E. Chancenbericht Trotz der unsicheren weltpolitischen Ausgangssituation, aufgrund von anhaltenden politischen Spannungen, Fachkräftemangel u. Handelskonflikten zwischen der EU und China, liegen die gesamtwirtschaftlichen Chancen auf dem weiteren internationalen Ausbau und der Diversifizierung des Produktportfolios. Durch die starke internationale Ausrichtung der Gesellschaft mit ihren Tochtergesellschaften in China und Indien können der weltweite Vertrieb, lokale Distribution im Ausland und eine fristgerechte Lieferung der Produkte sichergestellt werden. Die Geschäftsführung sieht weiterhin wachsende Potenziale und Möglichkeiten neue Märkte zu erschließen und unser vielseitiges Produktportfolio weiter auszubauen und zu diversifizieren. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in:
Die Produktstrategie wird wie bisher durch die Anforderungen der Märkte und Kunden geprägt sein. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. Insbesondere in den Bereichen Konstruktion und Produktion konnten verschiedene Verbesserungen realisiert werden, die zur Reduzierung der Durchlaufzeiten und zur Senkung der Herstellungskosten beitragen. Durch das umfassende Expertenwissen unserer Fach- und Führungskräfte sehen wir zudem erhebliche Chancen, Themen wie Lean Management noch stärker in den Produktionsprozess zu integrieren. Diese Maßnahmen haben bereits zu einem Abbau des Vorratsvermögens im Jahr 2023 beigetragen. Weitere Chancen der Rebs Zentralschmiertechnik liegen in der permanenten Weiterentwicklung und Modularisierung des Produktportfolios. Durch den kontinuierlichen Ausbau des Know-How's bei der Anwendung minimaler Schmierstoffmengen und eines nachhaltigen, umweltfreundlichen Umgangs mit Ressourcen, sehen wir große Chancen uns auch in bislang fremden Branchen zu etablieren und neue Absatzmärkte zu generieren. Hierzu nutzen wir die Chance das internationale Vertriebsnetz von Partnern und Händlern im Ausland weiter auszubauen. So sollen in Ländern mit aktuell geringerer Marktpräsenz die vertrieblichen Aktivitäten weiter gesteigert werden. Mobile-Office Reglungen, flexible Arbeitszeiten und der Fokus auf Aus- und Weiterbildung sind zudem ein Indikator, um auch langfristig noch Zugang zu Fachkräften auf dem Markt zu erhalten. F. Forschung und Entwicklung Die Konstruktions- und Entwicklungsabteilung ist einer der wichtigsten Teilbereiche des Unternehmens und wurde daher auch im Berichtszeitraum ausgebaut. Das Entwicklungsteam wurde abermals verstärkt und durch weitere Prozessoptimierungen und Meilensteinplanungen optimiert. Neue Kooperationspartner und naher Kundenkontakt unseres Vertriebsteams sorgen für weitere Entwicklungsanreize.
Ratingen, 19. Dezember 2024 Dipl. Ing. Alexander Rebs jun. Dipl. Ing. Harald Rebs Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Rebs Zentralschmiertechnik GmbH, Ratingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH, Ratingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rebs Zentralschmiertechnik GmbH, Ratingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 19. Dezember 2024 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
ppa. Sarah Christoph, Wirtschaftsprüferin Guido Glörfeld, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2024. |
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