Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 240708
Vorher
Seeburger AG
Eingetragen
17.9.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Softwareentwicklung und der Softwarevertrieb, insbesondere auf dem Gebiet des elektronischen Datenaustausches und der Logistik, einschliesslich der Beratung anderer Unternehmen, jedoch ohne Rechts- und Steuerberatung. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar dienen können. Sie kann sich auch an anderen Unternehmen beteiligen, solche erwerben, die Geschäftsführung solcher Unternehmen übernehmen. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Zweigniederlassung kann eine von der Firma der Hauptniederlassung abweichende Firma führen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Florian Pius Kunz
seit 8.4.2024
Prokura
Martin Dr. Kuntz
seit 11.5.2015
Vorstandsmitglied
Axel Haas
seit 25.4.2006
Vorstandsmitglied
Michael Kleeberg
seit 25.4.2006
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SEEBURGER AG

Bretten

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Als Aufsichtsrat haben wir die Geschäftsführung des Vorstands auch im Geschäftsjahr 2024 in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit sorgfältig und regelmäßig entsprechend der Gesetze und der Satzung überwacht und in diesem Rahmen über die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft und wesentliche Einzelmaßnahmen eingehend beraten. Hierzu ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen und durch zusätzliche schriftliche und mündliche Berichte über die Umsetzung der Strategie, die Unternehmensplanung, die Geschäftslage und -entwicklung, Compliance-Themen, die Risikolage und -entwicklung, einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung der Gesellschaft sowie ihrer wesentlichen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften regelmäßig ausführlich und zeitnah in schriftlicher und mündlicher Form unterrichten.

Wir haben die Berichte des Vorstands auf ihre Plausibilität überprüft und kritisch hinterfragt. Der Vorstand entsprach bei der Bereitstellung von Informationen in vollem Umfang unseren Anforderungen.

Daneben standen die Aufsichtsratsvorsitzende und die Co-CEOs in regelmäßigem Kontakt. Dadurch war die Vorsitzende stets unverzüglich über alle wichtigen Ereignisse unterrichtet, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung der SEEBURGER AG sowie für die Unternehmensführung waren.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der SEEBURGER AG setzt sich satzungsgemäß aus drei Mitgliedern zusammen. Alle drei Mitglieder, Ralph Jacoby, Katrin Seeburger und Prof. Dr. Simone Zeuchner-Egli, haben an allen Sitzungen teilgenommen. Im Aufsichtsrat ist es im Laufe des Geschäftsjahres 2024 zu keiner personellen Veränderung gekommen.

Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats

In insgesamt fünf ordentlichen Aufsichtsratssitzungen, - welche am 14. März, 25. April, 11. Juli, 21. Oktober und 12. Dezember 2024 stattfanden - hat der Aufsichtsrat sich mit allen für das Unternehmen relevanten Fragen auseinandergesetzt, die Berichte des Vorstands eingehend beraten und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Die Sitzungen fanden teilweise als Hybridsitzungen statt, bei denen einige Teilnehmer präsent und die anderen virtuell zugeschaltet waren. Die Aufsichtsratsmitglieder berieten regelmäßig auch ohne den Vorstand. Am 19. September fand gemeinsam mit dem Vorstand und externen Beratern der jährliche Strategieworkshop statt. Soweit es erforderlich war, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an sämtlichen Sitzungen und Beschlussfassungen teilgenommen. Schwerpunktthemen der Beratung im Berichtsjahr 2024 waren neben der aktuellen Geschäftsentwicklung u.a .:

Strategische Investitionen: Der Aufsichtsrat beschäftigte sich intensiv mit neuen Konzepten zur Entwicklung zukünftiger Geschäftsfelder und Vertriebswege sowie der weiteren Verfolgung der Cloud First Strategie.

Compliance- und Risikomanagement: Nach wie vor ist die Cyber-Security neben den anderen Risikothemen ein wichtiges Thema in jeder Aufsichtsratssitzung und wird mit Nachdruck verfolgt.

Organisation und Personalentwicklung: Auf Basis der nationalen und internationalen Unternehmensentwicklung in wichtigen Märkten beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit Themen der Aufbau und Ablauforganisation und ließ sich dazu regelmäßig über wesentliche HR- Themen inklusive der Besetzung von Schlüsselpositionen unterrichten.

Ausländische Tochtergesellschaften: Im Rahmen der Wachstumsstrategie werden die ausländischen Tochtergesellschaften immer wichtiger und nehmen in den Sitzungen dadurch mehr Raum ein. Die Vertreter der Landesgesellschaften werden zu ihren Spezialthemen in die Sitzungen geladen.

Nachhaltigkeit: Die Voraussetzungen für nachhaltiges Wirtschaften, Geschäftsaktivitäten an ESG- Zielen und Vorgaben auszurichten, sind fester Bestandteil der Strategie und wurden in einer Sitzung gesondert behandelt. B

Jahres- und Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss nebst Lagebericht der SEEBURGER AG für das Geschäftsjahr 2024, den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht der SEEBURGER AG geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung werden keine Einwendungen erhoben. Die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss inklusive Lagebericht und den Konzernjahresabschluss inklusive zusammengefasstem Lagebericht der SEEBURGER AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt. Diese ließen sich bereits vorab vom Abschlussprüfer über Verlauf und Inhalt der Prüfung informieren. Der Abschlussprüfer nahm an der Aufsichtsratssitzung am 24. April 2025 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2024 der SEEBURGER AG und den Konzernabschluss 2024 der SEEBURGER AG in der Aufsichtsratssitzung am 24. April 2025 gebilligt. Der Jahresabschluss 2024 der SEEBURGER AG gilt damit gemäß § 172 Satz 1 AktG als festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns wurde durch den Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Aufsichtsrat ist somit seiner gemäß Gesetz und Satzung bestehenden Pflicht der Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung nachgekommen.

Die SEEBURGER AG hat 2024 ein weiteres erfolgreiches Jahr ihrer Unternehmensgeschichte verzeichnet. Das gelingt nach wie vor nur mit unseren hochmotivierten, engagierten und enthusiastischen Mitarbeitern. Sie alle tragen dazu bei, die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens täglich aufs Neue zu sichern. Für die Zukunft setzen wir weiterhin auf gesundes, nachhaltiges und werteorientiertes Wachstum. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren besonnenen Umgang mit den Herausforderungen in schwierigen Zeiten, für ihre Flexibilität und für ihre herausragenden Leistungen unter veränderten Rahmen- und Arbeitsbedingungen. Mit diesem erfolgreichen und konstruktiven Einsatz und den anhaltend hervorragenden Leistungen tragen Sie alle gemeinsam zu einer bemerkenswerten Wachstumsstory und zum langfristigen Erhalt dieses Unternehmens bei.

 

Bretten, den 24. April 2025

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Simone Zeuchner-Egli, Vorsitzende des Aufsichtsrates

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 949.165,51 1.146.072,57
949.165,51 1.146.072,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.516.233,24 25.618.725,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.647.558,44 5.699.341,28
4. Geleistete Anzahlungen 50.000,00 0,00
29.213.794,68 31.318.069,33
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.817,09 978,95
2. Unfertige Erzeugnisse 2.790.506,36 2.258.428,40
3. Waren 2.407,11 4.217,70
4. Geleistete Anzahlungen 10.532,64 21.599,04
2.808.263,20 2.285.224,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.124.396,66 25.647.718,57
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3.791.593,97 3.481.075,69
29.915.990,63 29.128.794,26
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3.955.406,25 3.950.543,84
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 30.818.028,72 22.944.689,22
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.514.655,63 4.055.400,47
102.175.304,62 94.828.793,78

Passiva

Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.126.755,00 3.126.755,00
./. Eigene Anteile -93.565,00 -93.565,00
3.033.190,00 3.033.190,00
II. Kapitalrücklage 1.094.629,37 1.094.629,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 89.798,19 89.798,19
2. Andere Gewinnrücklagen 4.564,13 4.564,13
94.362,32 94.362,32
IV. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 479.952,87 93.538,46
V. Gewinnvortrag 37.872.145,76 35.736.662,62
VI. Konzernjahresüberschuss 21.388.325,69 14.268.243,16
63.962.606,01 54.320.625,93
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.003.160,38 3.339.713,62
2. Sonstige Rückstellungen 9.349.565,75 10.303.867,35
12.352.726,13 13.643.580,97
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.959.291,25 12.896.709,04
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.465.125,74 2.145.309,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.657.857,46 2.264.014,44
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.043.758,52 5.930.414,46
davon aus Steuern: EUR 2.621.860,60 (i. V. EUR 3.102.672,45)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 580.606,75 (i. V. EUR 522.641,27)
22.126.032,97 23.236.447,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.733.939,51 3.627.570,48
E. Passive latente Steuern 0,00 568,49
102.175.304,62 94.828.793,78

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 156.050.659,00 147.033.349,20
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen 519.550,95 -409.241,14
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.147.195,84 3.853.224,72
davon aus Währungsumrechnung: EUR 580.606,75 (i. V. EUR 174.915,02)
159.717.405,79 150.477.332,78
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -170.150,92 -567.922,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.201.983,02 -8.175.650,16
-8.372.133,94 -8.743.572,53
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -77.063.538,25 -74.495.535,20
b) Soziale Abgaben -13.702.087,81 -13.175.464,65
-90.765.626,06 -87.670.999,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.135.053,32 -3.978.871,77
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.933.624,91 -27.180.558,65
davon aus Währungsumrechnung: EUR -1.013.402,11 (i. V. EUR -999.836,65)
28.510.967,56 22.903.329,98
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 308.049,26 257.741,17
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -7.808,79 -4.543,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -105.605,51 -113.268,09
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.069.088,44 -8.515.794,29
davon aus latenten Steuern: EUR 0,00 (i. V. EUR -568,49)
-6.874.453,48 -8.375.864,74
12. Ergebnis nach Steuern 21.636.514,08 14.527.465,24
13. Sonstige Steuern -248.188,39 -259.222,08
14. Konzernjahresüberschuss 21.388.325,69 14.268.243,16

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024

A. Allgemeine Angaben

Die SEEBURGER AG hat ihren Sitz in Bretten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HR B Reg. Nr. 240 708).

Der Konzernabschluss der SEEBURGER AG wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren im Sinne des § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen sind neben der SEEBURGER AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die SEEBURGER AG unmittelbar oder mittelbar die einheitliche Leitung bzw. einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Die Jahresabschlüsse aller Gesellschaften sind zum 31. Dezember 2024 erstellt. Der vollständige Konsolidierungskreis ist unter „D. Sonstige Angaben“ aufgeführt.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich einheitlich nach den bei der SEEBURGER AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Soweit eine einheitliche Bewertung nicht vorgenommen wurde, ist sie gemäß § 308 Abs. 2 Satz 3 HGB von untergeordneter Bedeutung.

Die Kapitalkonsolidierung für Erstkonsolidierungen vor 2010 erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Gründung. Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden Unterschiedsbeträge wurden grundsätzlich erfolgswirksam ausgebucht, wenn sie nicht auf stille Reserven entfallen oder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen werden.

Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode.

Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Konzerninterne Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse lagen nicht vor.

3. Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der SEEBURGER AG ist der Euro.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entfalten ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen selbständig. Aus diesem Grund erfolgt die Umrechnung der Bilanzposten, mit Ausnahme des Eigenkapitals, welches zu historischen Kursen umgerechnet wird, aller ausländischen Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag (Stichtagsmethode). Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital dargestellt. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich des Jahresergebnisses werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Jahresabschlüsse von Konzerngesellschaften in Hochinflationsländern liegen nicht vor.

Die Gesellschaften des SEEBURGER-Konzerns entfalten ihre Geschäftstätigkeit überwiegend im Euro-Raum und in den USA.

4. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Software beträgt dabei 3 bis 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen werden beim Gebäude Nutzungsdauern von 25 Jahren bzw. 30 Jahren zu Grunde gelegt. Die Außenanlagen werden über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei den Technischen Anlagen und Maschinen lag überwiegend zwischen 8 und 15 Jahren, bei den anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt sie überwiegend zwischen 3 und 13 Jahren. Dabei wird die EDV Hardware über 3 bzw. 5, der Fuhrpark über 6 Jahre abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden gegebenenfalls entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen Leistungen werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nennwert bilanziert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalabwertungen angesetzt. Für zu erwartende Forderungsausfälle werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form von pauschalen Abschlägen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Pauschalwertberichtigung wurde unverändert zum Vorjahr ein Satz von 2 % angesetzt.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt.

Der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile wurde offen vom Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und den Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für folgende Rückstellungen gelten besondere Ermittlungsmethoden:

Die Rückstellungen für Mitarbeiterboni werden aufgrund voraussichtlicher Verpflichtungen aus den Bonussystemen und einzelvertraglicher Vereinbarungen gebildet.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p. a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung von Gewährleistung/Garantieleistungen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe von unverändert 0,30 % der Umsatzerlöse aus Software, Dienstleistungen und Cloud gebildet. Es wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p. a. zugrunde gelegt. Bei der Verzinsung werden durchschnittliche Laufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten angenommen. Die Abzinsung erfolgt mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, zum Nennwert angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Die kurzfristigen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) Forderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand bzw. Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,01 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,18 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die Verwendung eines einheitlichen Steuersatzes für Konsolidierungsmaßnahmen begründet sich aus der Tatsache, dass die Steuern im Wesentlichen beim Mutterunternehmen, der SEEBURGER AG, anfallen.

B. Angaben zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Konzernanlagenspiegel (Bestandteil des Konzernanhangs) dargestellt.

2. Forderungen

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 284 (i. V. TEUR 120). Hierbei handelt es sich um langfristige Miet-/ Leasingkautionen.

4. Eigenkapital

Für Angaben zum Eigenkapital wird auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel verwiesen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten u.a. Rückstellungen für Mitarbeiter-Boni, Vertragsgarantien, Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaft sowie Rechts- und Beratungskosten.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
(Vorjahr) TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.959 1.921 9.038 0
(12.896) (1.910) (10.601) (385)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.465 2.465 0 0
(2.145) (2.145) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.658 2.658 0 0
(2.264) (2.264) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 6.044 6.044 0 0
(5.931) (5.931) (0) (0)
Gesamt 22.126 13.088 9.038 0
(23.236) (12.250) (10.601) (385)
Verbindlichkeiten
gesichert Art der Sicherheit
(Vorjahr)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.959 Grundschuld
(12.896)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0
(0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
(0)
Sonstige Verbindlichkeiten 0
(0)
Gesamt 10.959
(12.896)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen langfristige Darlehen zur Finanzierung der Gebäudeerweiterung am Hauptsitz in Bretten. Die Verzinsung beträgt 0,69 % bzw. 0,75 %. Für die Darlehen bestehen erstrangige Grundschulden über insgesamt TEUR 20.226 zugunsten des Kreditgebers.

7. Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Wie bereits im Vorjahr wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

C. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Konzern-Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt

2024 2023
TEUR TEUR
Inland 81.281 65.843
Ausland 74.770 81.190
156.051 147.033

Nach Tätigkeitsgebieten gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2024 2023
TEUR TEUR
Software-Lizenzen 7.163 7.185
Subscriptions 6.410 5.628
Consulting 55.970 57.665
Outsourcing/Cloud 57.217 47.509
Wartung 28.930 28.500
Übrige 361 546
156.051 147.033

2. Periodenfremdes Ergebnis

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 831 (i. V. TEUR 2.305) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, der Herabsetzung der Wertberichtigungen, aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten enthalten.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.146 (i. V. TEUR 967) resultieren im Wesentlichen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen und dem Abgang von Anlagevermögen.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 0 (i. V. TEUR 96) sowie periodenfremde Erträge von TEUR 493 (i. V. TEUR 0) ausgewiesen.

D. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Die Sonstige finanzielle Verpflichtungen gliedern sich wie folgt auf:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mitarbeiter-/Firmen-PKW 1.821 1.078 743 0
Geschäftsausstattung 1.265 232 943 90
Mietverpflichtungen 5.151 1.677 3.129 345
Gesamt 8.237 2.987 4.815 435

Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden Miet- und Leasingverträge mit i. d. R. drei- bis vierjährigen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos.

2. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Der Finanzmittelfonds besteht mit TEUR 30.818 in voller Höhe aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Grundsätzen des DRS 21 erstellt.

3. Abschlussprüferhonorare

Im Geschäftsjahr 2024 sind folgende Honorare angefallen:

Abschlussprüfungsleistungen: TEUR 90 (i. V. TEUR 95).

4. Konsolidierungskreis

Unternehmen Anteil
SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, Bretten 100%
SEEBURGER Deutschland Verwaltungs-GmbH, Bretten 100%
SEEBURGER Informatica S.L.U., Madrid/Spanien 100%
SEEBURGER France S.A.R.L,Paris/Frankreich 100%
SEEBURGER Informatik GmbH,Wien/Österreich 100%
SEEBURGER Informatica S.R.L., Mailand/Italien 100%
SEEBURGER Informatik EOOD,Sofia/Bulgarien 100%
SEEBURGER Inc., Atlanta/USA 100%
SEEBURGER Informatik AG,Wollerau/Schweiz 100%
SEEBURGER UK Ltd., West Drayton/UK 100%
SEEBURGER Svenska AB,Stockholm/Schweden 100%
SEEBURGER Benelux B.V., Schiphol-Rijk/Niederlande 100%
SEEBURGER Asia Pacific Ltd., Hong Kong/China 100%
SEEBURGER China Inc.,Shanghai/China 100%
Econtea GmbH,Berlin 100%
SEEBURGER Singapore Pte. Ltd., Singapur 100%
SEEBURGER India Pvt. Ltd.,Chennai/Indien 100%

Die SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, Bretten, nimmt die Befreiungsvorschrift des §264b HGB in Anspruch.

5. Anzahl der Beschäftigten

Im Berichtsjahr hat die SEEBURGER-Gruppe durchschnittlich 1.166 Arbeitnehmer (im Vorjahr 1.129) beschäftigt. Davon betreffen 58 (im Vorjahr 53) Praktikanten, Auszubildende bzw. duale Studenten.

6. Vorstand

Mitglieder des Vorstands der Muttergesellschaft waren im Geschäftsjahr 2024:

 

Axel Haas, Co-CEO - Chief Executive Officer

 

Michael Kleeberg, Co-CEO - Chief Executive Officer

 

Matthias Feßenbecker, Co-CTO - Chief Technology Officer

 

Dr. Martin Kuntz, Co-CTO - Chief Technology Officer

Einzelvertretungsberechtigt: Axel Haas, Michael Kleeberg.

Gemeinsam mit anderem Vorstandsmitglied oder Prokurist vertretungsberechtigt: Matthias Feßenbecker, Dr. Martin Kuntz

7. Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

 

Prof. Dr. Simone Zeuchner-Egli, Aufsichtsratsvorsitzende der SEEBURGER AG,

 

Hochschulprofessorin, Hochschule Esslingen

 

Katrin Seeburger, Lehrerin, Dr. Johannes Faust Schule Knittlingen

 

Ralph Jacoby, Unternehmensberater, Jacoby & Cie. AG

8. Gesamtbezüge des Vorstands

Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.514 (i. V. TEUR 1.602).

9. Bezüge des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 217 (i. V. TEUR 214).

10. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024 der Muttergesellschaft, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.370.920,41 und dem Gewinnvortrag über EUR 34.065.241,95 vermindert um eine Ausschüttung in Höhe von EUR 12.132.760,02 beträgt EUR 46.303.402,34.

Der Vorstand schlägt vor EUR 4,00 pro Aktie an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.

11. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Die Verschärfung der Wirtschafts- und Zollpolitik der neuen US-Administration erhöhte die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit. Dies trifft insbesondere exportorientierte Länder wie Deutschland.

 

Bretten, den 23. April 2025

SEEBURGER AG

Axel Haas, Vorstand, Co-CEO

Michael Kleeberg, Vorstand, Co-CEO

Matthias Feßenbecker, Vorstand, Co-CTO

Dr. Martin Kuntz, Vorstand, Co-CTO

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der SEEBURGER AG, Bretten, im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.066.000,78 299.424,63 0,00 0,00 6.365.425,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 263.614,71 0,00 0,00 0,00 263.614,71
6.329.615,49 299.424,63 0,00 0,00 6.629.040,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.479.536,54 27.370,92 0,00 0,00 36.506.907,46
2. Technische Anlagen und Maschinen 241.410,42 0,00 0,00 0,00 241.410,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 20.242.196,27 1.387.458,91 76.880,65 109.882,64 21.662.657,17
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
56.963.143,23 1.464.829,83 76.880,65 109.882,64 58.460.975,05
63.292.758,72 1.764.254,46 76.880,65 109.882,64 65.090.015,17
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.01.2024 Zugänge Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.919.928,21 496.331,68 0,00 0,01 5.416.259,90
2. Geschäfts- oder Firmenwert 263.614,71 0,00 0,00 0,00 263.614,71
5.183.542,92 496.331,68 0,00 0,01 5.679.874,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.860.811,49 1.129.862,73 0,00 0,00 11.990.674,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 241.407,42 0,00 0,00 0,00 241.407,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.542.854,99 2.508.858,91 88.509,99 51.894,82 17.015.098,73
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
25.645.073,90 3.638.721,64 88.509,99 51.894,82 29.247.180,37
30.828.616,82 4.135.053,32 88.509,99 51.894,83 34.927.054,98
Buchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 949.165,51 1.146.072,57
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
949.165,51 1.146.072,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.516.233,24 25.618.725,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.647.558,44 5.699.341,28
4. Geleistete Anzahlungen 50.000,00 0,00
29.213.794,68 31.318.069,33
30.162.960,19 32.464.141,90

Konzernkapitalflussrechnung der SEEBURGER AG, Bretten, für das Geschäftsjahr 2023

2024 2023
TEUR TEUR
Konzernjahresüberschuss 21.388 14.268
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.135 3.979
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -1.048 597
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 23 195
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.550 4.755
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 878 580
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4 -1.241
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -202 -144
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 7.069 8.516
-/+ Ertragsteuerzahlungen -7.398 -7.469
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 23.299 24.035
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -299 -700
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens -15 1.253
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.465 -4.426
+ Erhaltene Zinsen 308 258
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.471 -3.615
- Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -1.938 -1.483
- Gezahlte Zinsen -106 -113
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -12.133 -15.166
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.177 -16.762
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 7.651 3.658
+/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 224 -264
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 22.943 19.549
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 30.818 22.943

Konzerneigenkapitalspiegel der SEEBURGER AG, Bretten, für das Geschäftsjahr 2024

Mutterunternehmen
Korrigiertes Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile
Stückaktien Stückaktien Summe
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2022 3.126.755,00 -93.565,00 3.033.190,00
Ausschüttung - - -
Währungsumrechnung - - -
sonstige Veränderungen - - -
Konzernjahresüberschuss - - -
Stand am 31. Dezember 2023 3.126.755,00 -93.565,00 3.033.190,00
Ausschüttung - - -
Währungsumrechnung - - -
sonstige Veränderungen - - -
Konzernjahresüberschuss - - -
Stand am 31. Dezember 2024 3.126.755,00 -93.565,00 3.033.190,00
Mutterunternehmen
Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2022 1.094.629,37 89.798,19 4.564,13 94.362,32 1.188.991,69
Ausschüttung - - - - -
Währungsumrechnung - - - - -
sonstige Veränderungen - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - - -
Stand am 31. Dezember 2023 1.094.629,37 89.798,19 4.564,13 94.362,32 1.188.991,69
Ausschüttung - - - - -
Währungsumrechnung - - - - -
sonstige Veränderungen - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - - -
Stand am 31. Dezember 2024 1.094.629,37 89.798,19 4.564,13 94.362,32 1.188.991,69
Mutterunternehmen
Konzerneigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschluss/ der dem Mutterunternehmen zugerechnet ist
EUR EUR EUR
Stand am 31. Dezember 2022 364.616,82 33.124.639,33 17.777.972,98 55.489.410,82
Ausschüttung - -15.165.949,69 - -15.165.949,69
Währungsumrechnung -271.078,36 - - -271.078,36
sonstige Veränderungen - 17.777.972,98 17.777.972,98 0,00
Konzernjahresüberschuss - 14.268.243,16 14.268.243,16
Stand am 31. Dezember 2023 93.538,46 35.736.662,62 14.268.243,16 54.320.625,93
Ausschüttung - -12.132.760,02 - -12.132.760,02
Währungsumrechnung 386.414,41 - - 386.414,41
sonstige Veränderungen - 14.268.243,16 - 14.268.243,16 0,00
Konzernjahresüberschuss - - 21.388.325,69 21.388.325,69
Stand am 31. Dezember 2024 479.952,87 37.872.145,76 21.388.325,69 63.962.606,01

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen der SEEBURGER Gruppe

1. Geschäftsmodell des Konzerns

„Wir beschleunigen das Business unserer Kunden“ - Mit diesem einfachen Satz lässt sich die Kernkompetenz von SEEBURGER zusammenfassen. Im Zeitalter der Digitalisierung wird die Wettbewerbsfähigkeit moderner Unternehmen von der Fähigkeit bestimmt, schnell und flexibel auf neue Veränderungen zu reagieren und sich anzupassen. Ob interne Prozesse oder externe Anbindung und Kommunikation mit Lieferanten, Partnern und Kunden, so gut wie alle Geschäftsprozesse in modernen Unternehmen sind heute IT gestützt. Der sichere und nahtlose Datenaustausch innerhalb und zwischen diesen Systemen, Anwendungen und Partnern ist dabei besonders wichtig. So wie im menschlichen Körper die Signale des Nervensystems erst die reibungslose Zusammenarbeit aller Muskeln und Organe ermöglichen, so nehmen diese Daten und deren Verteilung bzw. Integration im modernen Geschäftsverkehr eine analoge Rolle ein. Die SEEBURGER Gruppe bietet ihren Kunden mit der Business Integration Suite (BIS) ein umfangreiches Lösungsangebot, um die sichere und nahtlose Verteilung und Integration von Daten auf allen Ebenen sicherzustellen. Dabei stützt sich das Geschäftsmodell auf mehrere Pfeiler:

BIS Hub - Cloud basierte Integrationsangebote

Digitalisierung der Kunden und Lieferantenbeziehungen mit unserem B2B/EDI Angebot

Digitalisierung des internen und externen Datenaustauschs mit unseren MFT Lösungen

Digitale Vernetzung von Anwendungen, Cloud-Diensten und Nutzergruppen auch in Echtzeit mit unseren API/EAI Lösungen

Digitalisierung des Rechnungsprozesses mit unseren elnvoice Lösungen

Hierbei differenzieren wir uns am Markt insbesondere durch die hohe Qualität des Betriebes, die Einfachheit der Nutzung auch durch Fachbereiche unserer Kunden sowie die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der angebotenen Integrationsservices - betrieben in der SEEBURGER Cloud oder bei Hyperscalern wie AWS.

Softwareplattform BIS Server als Produktangebot

Der BIS Server ist eine technologisch führende und umfassende Softwarelösung zur Digitalisierung, Automatisierung und Integration von Datenströmen. Diese Softwarelösung vertreiben wir zum „on premise“ Betrieb an unsere Kunden weltweit. Ebenso basieren alle unsere Cloud Integrationsangebote ganz wesentlich auf der Technologie des BIS Server.

Beratung/Consulting - wir beschleunigen die Digitalisierung

Seit unserer Gründung 1986 zeichnet sich SEEBURGER auch dadurch aus, dass wir unseren Kunden passgenaue Beratungs- und Implementierungsleistungen rund um ihre Digitalisierungs- und Integrationsprojekte anbieten können. Dabei profitieren unsere Kunden insbesondere von dem hohen Branchen- und Prozess „Know-how“ unserer Consultants. Wir beschleunigen damit die Digitalisierung der Geschäftsprozesse unserer Kunden.

Investitionen in Innovation, Entwicklung und Cloud Services

SEEBURGER investierte auch 2024 in neue, innovative Lösungen, in die Weiterentwicklung bestehender Lösungen und in den weiteren Ausbau der erbrachten Cloud Services.

Die Weiterentwicklung der Business Integration Suite erfolgte mit den nachfolgend dargestellten Schwerpunkten.

Für das Kernprodukt BIS-Server:

Die permanente Weiterentwicklung zur Verbesserung der Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sowie des Durchsatzes des Systems - insbesondere für die Zielgruppe Großkunden und Nutzer cloud-basierter Infrastrukturen.

Die weitere Erneuerung der Benutzeroberflächen und Umstellung derselben auf eine moderne, cloud-basierte Webtechnologie.

Die weitere branchenorientierte Standardisierung unserer Lösungen für die Zielgruppe Mittelstand.

Die Systematische Verankerung von KI im gesamten Produktangebot

Ferner richten wir die genannten Weiterentwicklungen verstärkt für den optimalen Eigenbetrieb zur Erbringung der BIS HUB Cloud Services aus.

Für die SEEBURGER BIS HUB Cloud Services:

Die Neu-Entwicklung eines an IT-affine Fachbereiche gerichteten Angebotes für SaaS-Integration, das die Digitalisierung und Automatisierung Ihrer Geschäftsprozesse ermöglicht (BIS HUB Integrator Workspace mit Asset Katalog)

Die Weiterentwicklung aller bestehenden BIS HUB Cloud Services für EDI/B2B, MFT, API/EAI, e-Invoicing und IoT

Die Weiterentwicklung branchen- und fachspezifischer BIS HUB Cloud Services für z.B. Utilities, Rechnungsabwicklung, SAP GTS oder die Anbindung kleiner Lieferanten (Web-EDI)

Den Ausbau und die Erneuerung unserer Zertifizierungen für die Erbringung aller Cloud Services

Den Ausbau unseres Cloud Service Angebotes in der SEEBURGER Cloud sowie in Verbindung mit Public Cloud Anbietern wie AWS

Über 350 Mitarbeiter aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Cloud erweitern ständig die Funktionalität des BIS Server sowie der BIS HUB Cloud Services und stellen so deren Zukunftsfähigkeit sicher.

2. Steuerungssystem

Wesentliche Steuerungsgrößen bei SEEBURGER sind Umsatz und EBIT. Als Steuerungshilfsgrößen dienen darüber hinaus noch Kennzahlen wie Auftragseingang, Umsatzerlöse gegliedert nach verschiedenen Merkmalen, Auslastungs-, Kosten-, Liquiditäts- und Ertragskennziffern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage blieb im Jahr 2024 weltweit angespannt. Hierzu trugen die anhaltenden Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten bei. Dies trifft insbesondere exportorientierte Länder wie Deutschland. So verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dies folgte auf einen Rückgang von 0,3 % im Jahr 2023 und stellt somit die ersten zwei aufeinanderfolgenden Rezessionsjahre seit 2002/03 dar.

Global verzeichnete die Weltwirtschaft ebenfalls ein nur moderates Wachstum. Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 etwa 3,2 %. Die Industrieländer wiesen ein durchschnittliches Wachstum von 1,7 % auf, während Schwellen- und Entwicklungsländer mit 4,2 % ein höheres Wachstum erzielten. In den USA zeigte die Wirtschaft eine robuste Entwicklung mit einem BIP-Wachstum von 2,6 % im Jahr 2024. China verzeichnete trotz Herausforderungen ein Wachstum von 5 %, unterstützt durch fiskalische Maßnahmen.

Dennoch stellte die fortschreitende Digitalisierung auch in 2024 eine treibende Kraft für die IT- Branche dar. Die Nachfrage nach cloud-basierten IT-Lösungen, nach Künstlicher Intelligenz (KI), Automatisierung und Datenintegration stieg weiter an. Die zunehmende Vernetzung von Systemen und die Notwendigkeit, dafür effiziente IT-Infrastrukturen zu etablieren, nahm zu. Ein Trend, der sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. SEEBURGER konnte in diesem Kontext mit innovativen Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen und zur Unterstützung von Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 hat sich der Geschäftsverlauf der SEEBURGER Gruppe insgesamt positiv entwickelt. Die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und der Trend zu mehr Automatisierung und Effizienzsteigerung haben zu einer höheren Nachfrage nach den Lösungen der SEEBURGER Gruppe geführt. Die globale Präsenz, die kontinuierliche Fokussierung auf digitale Transformation und die ständige Weiterentwicklung der Produkte und Services waren wesentliche Treiber für den Erfolg im vergangenen Jahr.

Wachstumstreiber waren dabei insbesondere die angebotenen Cloud-Lösungen sowie die als Software-Subscriptions angebotenen Produkte. Letztere betreiben die Kunden dann in ihren eigenen Cloud-Umgebungen. Der Verkauf von einmaligen Lizenzen war wie erwartet rückläufig, stabil haben sich die Segmente Wartung sowie Consulting gezeigt.

Die regionale Entwicklung war unterschiedlich. In Europa konnte SEEBURGER seine Marktposition weiter ausbauen, vor allem im DACH-Raum, wo das Unternehmen mit seinen Lösungen und der Expertise in der digitalen Transformation von Unternehmen stark vertreten ist. Die im Vorjahr durchgeführte Ausgliederung der SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG konnte abgeschlossen werden und wurde am Markt positiv wahrgenommen. Insbesondere hier konnte man stark wachsen. Dem gegenüber stellte sich der nordamerikanische Markt in 2024 herausfordernd dar, sicher auch beeinflusst durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Hier konnte nur ein geringes Wachstum erzielt werden. In Asien verlief das abgeschlossene Geschäftsjahr solide und überwiegend nach Plan, wenn auch mit deutlich geringeren Wachstumsraten als im Vorjahr.

Insgesamt hat SEEBURGER im Jahr 2024 seine Position als führender Anbieter von Integrationslösungen weiter gefestigt und seine Kunden erfolgreich bei der digitalen Transformation unterstützt.

3. Lage des Konzerns

Insgesamt entwickelte sich der Umsatz nach Produkten und Regionen ausgehend vom Jahr 2023 im Jahr 2024 zusammengefasst wie folgt:

2024 (2023) DACH Süd- Europa Nord- Europa
Software- Lizenzen 2.475 236 2.333
(5.184) (395) (382)
Subscription 5.075 105 447
(1.586) (156) (2.104)
18.383 1.082 2.877
Wartung (18.213) (1.086) (2.846)
43.846 8 5.322
Cloud (36.775) (62) (3.893)
35.623 1123 8.691
Consulting (31.936) (914) (11.914)
148 0 43
Übrige (498) (8) (39)
105.551 2.554 19.715
(94.192) (2.621) (21.178)
2024 (2023) USA Asien Umsatz
Software- Lizenzen 1.970 148 7.163
(611) (613) (7.185)
Subscription 377 405 6.410
(1.664) (119) (5.628)
4.940 1.647 28.930
Wartung (4.923) (1.432) (28.500)
7.742 299 57.217
Cloud (6.499) (280) (47.509)
5.790 4.742 55.970
Consulting (8.175) (4.726) (57.665)
0 170 362
Übrige (0) (2) (546)
20.820 7.411 156.051
(21.871) (7.171) (147.033)

Basierend auf den genannten Zahlen erzielte SEEBURGER im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von TEUR 156.051 und liegt damit in der oberen Bandbreite der Prognose. Haupttreiber für den höheren Umsatz waren starke Cloudumsätze von TEUR 57.217, insbesondere aufgrund signifikanter Vertragsabschlüsse im 2. Halbjahr und einer Vielzahl von Projekten, die schneller als erwartet produktiv und damit zur Abrechnung kamen. Deutlich über Plan entwickelte sich dabei die SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, u.a. auch durch große Cloud-Erfolge im Bereich Utility. Insgesamt ist der Cloud-Umsatz damit erstmalig größtes Umsatzsegment. Gemeinsam mit den stetig wachsenden Subscription-Umsätzen sowie den leicht über Plan liegenden Wartungsumsätzen bildeten die strategisch wichtigen „Recurring Revenues“ mit insgesamt TEUR 92.557 einen Anteil von knapp 60% am Gesamtumsatz. Für SEEBURGER bietet diese Entwicklung den großen Vorteil, dass Umsatzerlöse wiederkehrend und besser planbar werden. Das ist insbesondere in risikobehafteten, unsicheren Zeiten ein großer Mehrwert.

Mit einem Umsatz von TEUR 55.970 schloss der Bereich Consulting leicht unter Vorjahr und dem budgetierten Wert ab. Dabei spielten vor allem die beschriebenen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen eine Rolle, welche kundenseitig zu Zurückhaltungen bei einigen Projekten führten. Dem dabei herrschenden Preis- und Kostendruck wurde u.a. mit einem weiteren Ausbau der SEEBURGER India Pvt. Ltd. begegnet. Strategisch wird dieser Offshore-Anteil internationaler Consultingprojekte auch künftig stetig ausgebaut, um so Ergebnispotentiale zu heben.

Im Geschäftsjahr 2024 betrug das EBIT TEUR 28.511, was einem Anstieg von 24,5 % ggü. Vorjahr entspricht. Es wurde eine EBIT-Marge von 18% erzielt. Das Unternehmen investierte dabei weiterhin kräftig in Innovation und Wachstum, ohne dabei die Kostendisziplin aus den Augen zu verlieren. Die Profitabilität stieg auch aufgrund einer in den Vorjahren begonnenen Effizienzinitiative. So lag der Fokus in 2024 u.a. darin, interne Prozesse zu optimieren und Abläufe sauber und strukturiert aufzustellen. Des Weiteren wurden wichtige Investitionen in Personal und die stetige Weiterentwicklung der SEEBURGER-Produktpalette getätigt.

Die genannten Investitionen in interne Prozesse, Personal und Produktpalette werden als wichtig angesehen, da sie den künftigen Erfolg der SEEBURGER Gruppe sicherstellen.

Die Vermögens- und Finanzlage der SEEBURGER Gruppe ist vor allem durch die folgenden Kennzahlen geprägt:

2024 2023
Anteil Anlagevermögen (in %) 30% 34%
Liquide Mittel (in TEUR)* 34.773 26.895
Eigenkapitalquote (in %) 63% 57%

* inkl. Kurzfristig verfügbarer Wertpapiere

Die Vermögenslage von SEEBURGER ist hauptsächlich geprägt durch Grundstücke und Gebäude inklusive entsprechender Betriebs- und Geschäftsausstattung, durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch liquide Mittel und Wertpapiere.

Wesentliche IT-Investitionen im laufenden Geschäftsjahr standen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Cloud-/Rechenzentrum-Infrastruktur, welche vorrangig dem Kapazitätsausbau für neue Cloud-Kunden dienen.

Die Summe von liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 34.773 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um ca. 29 % erhöht.

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch das verbesserte Konzerneigenkapital. Dieses stieg zum 31. Dezember 2024 um TEUR 9.642 im Wesentlichen aufgrund des Konzernjahresüberschusses abzgl. Ausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft auf TEUR 63.963. Zur Finanzierung der Ausbauarbeiten in der Unternehmenszentrale wurden in den Vorjahren Darlehensmittel abgerufen und weiterhin planmäßig getilgt, sodass zum Jahresende eine Restschuld von TEUR 10.959 ausgewiesen wurde.

Der Geschäftsverlauf 2024 der SEEBURGER Gruppe übertraf aus Sicht des Vorstands die Erwartungen für das Geschäftsjahr, insbesondere durch das entgegen den ursprünglichen Erwartungen deutlich gestiegene EBIT. Dies profitierte von der allgemeinen Kostendisziplin und leicht höheren Umsätzen in der DACH-Region.

4. Bericht über die Entwicklung der SEEBURGER AG

Die SEEBURGER AG mit Sitz in Bretten ist das Mutterunternehmen des SEEBURGER-Konzerns. Sie übt die Holdingfunktion für die SEEBURGER Gruppe aus und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Mitarbeitenden in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Cloud, Support und allgemeiner Verwaltung.

Als Inhaberin der SEEBURGER-Softwarerechte erzielt die SEEBURGER AG ihre Umsatzerlöse hauptsächlich aus Lizenzgebühren, die die Tochterunternehmen für den Vertrieb von Nutzungsrechten an SEEBURGER-Softwarelösungen (Lizenz, Wartung, Cloud) an die SEEBURGER AG als Rechteinhaberin abführen müssen. Des Weiteren werden Umsatzerlöse aus der Verrechnung allgemeiner Verwaltungsfunktionen erzielt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der SEEBURGER AG erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes.

Oberstes Unternehmensziel der SEEBURGER AG ist die Erbringung der zentralen Services, die Weiterentwicklung der Software sowie die Beteiligung an Unternehmen zur Steigerung der Profitabilität der SEEBURGER Gruppe, bei gleichzeitiger Sicherstellung eines ausreichenden Liquiditätsspielraums. Diesem Unternehmensziel entsprechend stellen die Liquidität sowie das Jahresergebnis die maßgeblichen Steuerungsgrößen dar. Das Jahresergebnis umfasst im Vergleich zum EBIT auch die Erträge aus der SEEBURGER Deutschland sowie der weiteren Tochtergesellschaften und ist daher die relevantere Größe auch für die Dividendenpolitik der Konzernmutter-Gesellschaft.

Darstellung der Geschäftsentwicklung 2024:

Insgesamt verlief das Jahr 2024 besser als noch im Vorjahr prognostiziert. Das erwartete niedrige positive EBIT insbesondere aus der Verrechnung von zentralen Services fiel etwas höher aus. Der Jahresüberschuss aber übertrifft die Erwartung, vor allem durch die höher als im Vorjahr geplanten Beteiligungserträge. Im Vorjahr wurde noch von einem leicht sinkenden Jahresüberschuss ausgegangen.

Ursächlich waren gestiegene Produktumsätze der Tochtergesellschaften, was zu höheren Lizenzeinnahmen auf Ebene der SEEBURGER AG führte. Zusammen mit Erträgen aus Konzernumlagen/Management Fees für zentrale Services sowie sonstigen Umsatzerlösen wurde eine operative Gesamtleistung von TEUR 75.286 erzielt. Damit wurde der im Vorjahr prognostizierte Wert deutlich übertroffen. Kostenseitig wirkten begonnene Einspar- und Effektivitätsmaßnahmen, sodass insgesamt ein EBIT von TEUR 3.826 erzielt wurde. Das Finanzergebnis verzeichnete zwar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.438 auf TEUR 24.204. Ursächlich waren aber vor allem in Folge der Ausgliederung der SEEBURGER AG im Vorjahr angepasste Verrechnungspreise und die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Service- und Konzernumlageverträge. Insoweit ist das Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 24.371. Die für Aktionäre wichtige Kennzahl „Gewinn pro Aktie“ beträgt 7,70 EUR.

Die Vermögenslage der SEEBURGER AG ist hauptsächlich geprägt durch Sachanlagen in Grundstücken und Gebäuden inklusive entsprechender Betriebs- und Geschäftsausstattung, durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen, durch Finanzanlagen sowie durch Liquide Mittel und Wertpapiere.

Wesentliche IT-Investitionen im laufenden Geschäftsjahr standen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Cloud-/Rechenzentrums-Infrastruktur, welche vorrangig dem Kapazitätsausbau für neue Cloud-Kunden dienen.

Der Saldo von liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 12.509.

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten gegenüber der SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, die zu wesentlichen Teilen noch aus der Ausgliederung im Vorjahr resultieren. Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2024 im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses abzgl. Ausschüttung an die Gesellschafter auf TEUR 50.526. Zur Finanzierung der Ausbauarbeiten in der Unternehmenszentrale wurden in den Vorjahren insgesamt Darlehensmittel in Höhe von 16.640 TEUR abgerufen. Diese wurden auch in 2024 planmäßig getilgt, sodass zum Jahresende eine Restschuld von TEUR 10.958 ausgewiesen wurde.

Der Geschäftsverlauf 2024 der SEEBURGER AG hat die Erwartungen des Vorstands für das Geschäftsjahr insgesamt übertroffen.

Die Geschäftsentwicklung der SEEBURGER AG unterliegt aufgrund ihrer Funktion als Holdinggesellschaft grundsätzlich den gleichen Chancen und Risiken wie der des SEEBURGER-Konzerns. An den Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften partizipiert die SEEBURGER AG in voller Höhe. Die Chancen und Risiken und das Risikomanagementsystem sind im Chancen- und Risikobericht des Konzerns dargestellt.

Abgeleitet aus der Konzernprognose geht der Vorstand für die SEEBURGER AG von einem leicht höheren Jahresüberschuss und folglich auch von einer etwas höheren Liquidität aus.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Entscheidende Grundlagen für die Sicherstellung des Markterfolges der Integrationslösungen der SEEBURGER Gruppe waren:

der qualifizierte und zum Großteil bereits langjährig bei SEEBURGER tätige Stamm von Entwicklern, IT-Consultants und Vertriebsfachleuten. Zusätzlich gelang es, weitere hochqualifizierte IT-Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen;

der zielgerichtete Ausbau weiterer hochqualifizierter und spezialisierter Entwicklungskapazitäten außerhalb des Stammsitzes mit den Entwicklungszentren in Köthen (Sachsen-Anhalt) und Trier (Rheinland-Pfalz) sowie dem weiteren Ausbau der Entwicklungszentren in Sofia (Bulgarien) und Chennai (Indien);

der Fokus auf die Zielgruppe der weltweiten SAP Anwender und die weiterhin bestehende enge Partnerschaft mit der SAP in Form von Reseller- und OEM-Verträgen sowie für SAP zertifizierte Lösungen der Business-Integration-Suite;

der konsequente Auf- und Ausbau von Beratungs-, Vertriebs- und Servicegesellschaften als 100%-ige Töchter der SEEBURGER AG in europäischen Schlüsselmärkten, Asien sowie den USA.

III. Nachhaltigkeit

Mit den Produkten und Dienstleistungen leistet SEEBURGER schon im Kerngeschäft einen relevanten Beitrag für eine nachhaltigere Welt. SEEBURGER hilft so Unternehmen Prozesse und Anwendungen zu digitalisieren und folglich ressourcenschonend zu arbeiten.

Unsere Werte - Innovation, Wertschätzung, Vertrauen, Nachhaltigkeit und Teamarbeit - bilden hier die Grundlage entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese werden ergänzt durch eine gute, solide Unternehmensführung und Wahrnehmung sozialer Verantwortung.

Hierbei messen wir dem Schutz von Umwelt und Klima eine besondere Bedeutung bei. Um den Anstieg von Emissionen so gering wie möglich zu halten, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen. Einige möchten wir an dieser Stelle exemplarisch nennen:

Gebäudemanagement

Im Rahmen der Büroerweiterung und Modernisierung der Unternehmenszentrale steht der Schutz von Klima und Umwelt stets im Fokus. Durch den Ausbau von Photovoltaikmodulen konnten bereits mehr als 350 MWh an grüner Energie gewonnen werden.

Hybrides Arbeitsmodell

Durch die Umstellung auf mobiles Arbeiten wird eine deutliche Reduktion der Emissionen des beruflichen Pendelns erzielt.

Geschäftsreisen / Fuhrpark

Steigerung der Reiseeffizienz und bewusste Förderung von Elektromobilität durch den Ausbau von Lademöglichkeiten am Hauptsitz des Unternehmens.

IV. Prognosebericht

Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen ist der Ausblick auf 2025 mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Folglich schätzt auch die Europäische Zentralbank die Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum als äußerst volatil ein. Dies wird auch auf die bereits beschriebenen geopolitischen Spannungen und Handelsfragen zurückgeführt. So könnten Spannungen zwischen USA und China, Unsicherheiten in Bezug auf Handelsbeschränkungen und Zölle, aber auch die Konflikte in der Ukraine und dem Nahen Osten nach wie vor globale Lieferketten beeinflussen. Trotz allem wird das weltweite BIP-Wachstum 2025 laut den neuesten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei etwa 3,3% liegen, was im Vergleich zu den Jahren während der Pandemie eine langsame, aber stetige Erholung darstellt. In entwickelten Märkten wie den USA und der EU wird das Wachstum moderat ausfallen (etwa 1,5-2,5%), während Schwellenländer wie Indien und Afrika weiterhin deutlich stärkere Wachstumsraten von 5-6% aufweisen könnten, wurde die Prognose für Deutschland erneut gesenkt und liegt nun bei 0,3%.

Für die IT-Branche scheint die Prognose 2025 etwas entspannter zu sein. Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet weiterhin mit signifikant steigenden IT-Ausgaben in 2025. Besonders starke Zuwächse sind in den Bereichen Cloud Computing, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit zu erwarten. Unternehmen investieren verstärkt in digitale Transformation und IT-Infrastrukturanpassungen. Dieses branchenspezifische Wachstum dürfte auch in 2025 von staatlichen Investitionsprogrammen weiter angetrieben werden. So werden Regierungen weltweit weiterhin Programme zur Förderung der Digitalisierung von Unternehmen und der Entwicklung neuer Technologien anbieten.

In diesem Umfeld kann SEEBURGER mit seinem breiten Produktportfolio optimistisch auf das Jahr 2025 blicken. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2025 eine positive Geschäftsentwicklung. Es wird mit einem Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Auf der Kostenseite wird sich zwar die bereits angelaufene Effektivitätsinitiative positiv auswirken, dem gegenüber stehen allerdings weiterhin anhaltende und notwendige Investitionen in Personal und das erweiterte Produktportfolio der SEEBURGER Gruppe. Zusammenfassend wird im Vergleich zum Vorjahr mit leicht steigenden absoluten EBIT-Werten sowie einer etwas niedrigeren EBIT-Rate ausgegangen.

Unseren Planungen liegen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie detaillierte Vertriebsprognosen zugrunde. Bei den Kosten werden erwartete Steigerungen berücksichtigt. Weitere Auswirkungen durch die sich verändernde gesamtwirtschaftliche Situation sind derzeit nicht bekannt, könnten jedoch für unsere Geschäftsaktivitäten möglicherweise erhebliche negative Folgen haben, sollte sich die Lage über das aktuelle Maß hinaus weiter verschärfen.

V. Chancen- und Risikobericht

Die unternehmerische Entwicklung der Gesellschaft war in den vergangenen Jahren durch ein stetiges Wachstum gekennzeichnet. Die Gesellschaft geht aufgrund des innovativen Produkt- und Dienstleistungsangebotes und ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbssituation davon aus, dass dieses Wachstum mittel- und langfristig fortgesetzt werden kann. Ungeachtet der dargestellten positiven Aspekte der bisherigen Entwicklung und gezeichneten Zukunftsperspektiven muss auf folgende, für die IT-Branche (Anbieter von Cloud- und Software-Lösungen mit B2B-Fokus) allgemein gültigen, möglichen - aber nicht zwangsläufig eintretenden - Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung hingewiesen werden.

Um diese Risiken zu erkennen, die das Unternehmen gefährden könnten, ist ein Risikofrüherkennungs- und Kontrollsystem eingerichtet. Es dient dazu, potentielle Ereignisse zu erkennen. Darüber hinaus soll es gewährleisten, dass die Ziele des Unternehmens wie geplant erreicht werden können.

Im Rahmen dieser Systematik werden Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftsziele klassifiziert. Die Risikoeinschätzung erfolgt hierbei aufgrund einer Bewertung der Faktoren Eintrittswahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich bis sehr hoch) und Schadensklasse (unbedeutend bis sehr hoch).

So kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass die Gesellschaft beim Ausbau bzw. Aufbau weiterer Geschäftsfelder ähnlich erfolgreich sein wird, wie in den etablierten Geschäftsfeldern bzw. der technologische Vorsprung in einem durch permanenten technologischen Wandel und kurze Produktlebenszyklen gekennzeichneten IT-Markt aufrechterhalten werden kann. In diesem Zusammenhang besteht insbesondere das Risiko, dass die technologischen Impulse insbesondere der Unternehmen, die Produkte im Cloud- und/oder ERP-Bereich anbieten, den technologischen Vorsprung der Gesellschaft beeinträchtigen. Die SEEBURGER Gruppe hat sich dieser Herausforderung mit der Entwicklung und permanenten Weiterentwicklung der Business Integration Suite und deren immer stärkere Ausrichtung auf die Erbringung als Cloud-Dienste erfolgreich gestellt. Die Funktionalität und Qualität der Integrationsprodukte, unserer darauf basierenden Cloud-Dienste sowie unsere hervorragende Branchenkenntnis stellen ein wesentliches Chancenpotential für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Gleichzeitig wird jedoch auch das Dienstleistungsangebot der SEEBURGER Gruppe verstärkt ausgebaut, um das Technologierisiko abzufedern. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko, dass Ausfälle unserer Produkte im Einsatz beim Kunden oder Ausfälle bei den verstärkt erbrachten Cloud Services in unseren Rechenzentren zu Haftungsansprüchen gegen die Gesellschaft führen. Die SEEBURGER Gruppe hat sich diesen produktbezogenen Herausforderungen u. a. mit dem Ausbau der Qualitätssicherung und dem Ausbau der Standardisierung gestellt. Bei den erbrachten Cloud Services werden ISO27001-zertifizierte, hochsichere, redundante Rechenzentren eingesetzt. Auch der Cloud-Betrieb selbst ist ISO27001 zertifiziert. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko, dass bestehende IT-Systeme durch externe Bedrohungen, beispielsweise Virenangriffe oder Hacking, geschädigt werden und zu Ausfällen führen. Gerade durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ist hier auch in 2024 eine weitere Zunahme solcher Angriffe durch Täter in Osteuropa und Asien festzustellen. Unsere auch 2024 fortgesetzten hohen Investitionen (in entsprechende Hard- und Software, in IT Personal, in interne Prozesse für IT Notfälle und vieles mehr) sollen dazu beitragen, dieses Schadenspotential zu minimieren. Risikoeinschätzung: noch mittel, aber weiter steigend

Das Gelingen der organisatorischen Umsetzung der Unternehmensziele und die Verbreiterung des Managements im Inland und Ausland. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass die geplante Anschub- und Vorfinanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften nicht ausreicht, um die geplanten Geschäftsfelder in diesen Ländern zu erschlie- ßen oder aber, dass Managementprobleme in diesen relativ kleinen Landesgesellschaften das Wachstum hemmen. Risikoeinschätzung: mittel, Finanzierungsrisiko: gering

Der allgemeine, in der IT-Branche immer noch vorherrschende Fachkräftemangel qualifizierter Fachkräfte kann sich wachstumshemmend auf die Gesellschaft auswirken. Daneben besteht das Risiko von überproportional steigenden Gehältern in der IT-Branche, vor allem in westlichen Industrieländern. Dem wird insbesondere mit dem Aufbau von Fachpersonal in Regionen mit niedrigeren Gehaltsstrukturen entgegengewirkt (bspw. die Gesellschaften in Bulgarien und in Indien). Risikoeinschätzung: mittel

Bei der Vermarktung von IT-Produkten und korrespondierenden Dienstleistungen/Cloud Leistungen und der Einhaltung bestehender Import- und Exportregelungen/Restriktionen kann ein potentielles Haftungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Risikoeinschätzung: gering

Im Zuge der Fortentwicklung der patentrechtlichen Rechtsprechung kann Software verstärkt dem Patentschutz zugänglich werden. Dadurch erhöht sich einerseits das Risiko auf unbeabsichtigte Verletzung von Rechten Dritter, andererseits kann sich dadurch aber auch die eigene rechtliche Situation verbessern. Auch kann die Notwendigkeit bestehen, wegen möglicher Schutz- und Markenrechteverletzungen gegen Dritte vorgehen zu müssen. Risikoeinschätzung: gering

Es kann keine Gewähr übernommen werden, dass der zunehmende Wettbewerb in der IT- Branche nicht zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und geringeren Gewinnspannen sowie zu Einschränkungen der Expansionsbestrebungen führen kann. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko von Zinserhöhungen und Veränderungen in den Währungsparitäten, was sowohl Auswirkungen auf variabel verzinsliche Kreditverbindlichkeiten als auch auf Umsatzerlöse und Margen haben kann. Risikoeinschätzung: gering

Es besteht ein allgemeines Ausfallrisiko bei Forderungen, welches durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert wird. Risikoeinschätzung: gering

Die globalen Krisen (Ukraine, Nahost, Spannungen mit China, Zollpolitik) und all ihre Folgen stellen Unternehmen generell vor erhebliche gesamtwirtschaftliche Herausforderungen. Mittel- bis langfristige Auswirkungen auf das Kundenverhalten sind schwer einzuschätzen. Durch die Messung des Auftragsobligos überwachen wir regelmäßig unseren Auftragsbestand und analysieren, ob es zu signifikanten Auftragsverschiebungen kommt. In diesem Fall leiten wir umgehend entsprechende Maßnahmen ein, um die wirtschaftliche Auswirkung zu minimieren. Risikoeinschätzung: mittel

Als global agierende Gruppe wird SEEBURGER durch verschiedene externe Faktoren beeinflusst, die sich nur schwer vorhersagen lassen. Unsicherheit in der globalen Wirtschaft und an den Finanzmärkten sowie gesellschaftliche und politische Instabilität, beispielsweise verursacht durch innerstaatliche Konflikte, Terroranschläge, Krieg oder internationale Konflikte, könnten unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Auch wenn wir derzeit keinem unmittelbaren Risiko konfrontiert sind, so wurden trotzdem Maßnahmen ergriffen, die den Risiken begegnen und ihre negativen Folgen mindern sollen. Hierzu gehören der laufende Ausbau des Anteils von Cloud-, Softwaremieten (bzw. Software Subskriptionen) und Wartungsumsätzen sowie interne Kostendisziplin und eine konservative Finanzplanung. Risikoeinschätzung: mittel

Die bestehenden Risikofrüherkennungs- und Kontrollsysteme werden in den kommenden Jahren permanent weiter angepasst und optimiert. Zusammenfassend ist der Vorstand davon überzeugt, dass die identifizierten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend für die SEEBURGER Gruppe sind.

Auf Basis verschiedener Trends bieten sich der SEEBURGER Gruppe vielfältige Wachstumschancen. Der Vorstand der SEEBURGER AG hat insbesondere die folgenden Chancen identifiziert:

Der Bereich Business Integration wird mit der vorhandenen Personaldecke sowie mit Neueinstellungen von Fachkräften im In- und Ausland konsequent weiter ausgebaut. Zielgerichtet werden weitere hochqualifizierte und international ausgerichtete, branchenerfahrene IT-Beratungs- und Vertriebsfachleute rekrutiert, um das angestrebte technologische und vertriebliche Wachstum auch in den Folgejahren personell abzusichern. Gleichzeitig soll die Managementbasis vor allem in der 2. Führungsebene weiter verbreitert werden.

Mit der erfolgreich vollzogenen Ausrichtung auf eine voll Cloud-fähige, Plattform unabhängige Architektur unserer Lösungen unterstreichen wir die kundenorientierte Ausrichtung auf neue Anforderungen und bilden damit die technologische Basis für ein nachhaltiges Wachstum der SEEBURGER Gruppe in den kommenden Jahren.

Aktiv werden unsere Cloud-Dienste in verschiedenen Varianten (als Full-Service, als Betriebsmodell „iPaaS“ zur Mitarbeit) positioniert, um so vom weiter wachsenden Trend zur Cloud profitieren zu können. Dies führt jedoch dazu, dass sich die Umsatzrealisierung, im Gegensatz zum einmaligen Softwareverkauf, auf mehrere Jahre verteilt.

Die Internationalisierung des Vertriebs wird weiter fortgesetzt, um vor allem konstantere und nachhaltigere Umsätze auch langfristig zu generieren. Schwerpunkte für die künftigen Jahre sind der Auf- und Ausbau der Märkte in Asien, USA und Westeuropa. In den Ländern, in denen die SEEBURGER Gruppe nicht selbst vertreten ist, wird auf kompetente Partner mit starkem Branchenfokus gesetzt.

Die Liquidität für die Finanzierung der Geschäftstätigkeit sowie die geplante Expansion ist durch den Finanzmittelbestand und den erwarteten Cashflow gesichert.

Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die identifizierten Risiken derzeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend für den Konzern oder eines seiner wesentlichen Tochterunternehmen sind. Aufgrund der weiteren Professionalisierung des Compliance-Teams und der ständigen Weiterentwicklung interner Prozesse zur Risikofrüherkennung ist der Vorstand zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den Risiken in unserem derzeitigen Risikoprofil ergeben, auch 2025 begegnen zu können.

VI. Gesamtaussage

Trotz des unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds blickt SEEBURGER auf eine sehr zufriedenstellendes Jahr 2024 zurück.

Insgesamt wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht über Plan um insgesamt 6%. Hervorzuheben ist dabei erneut die starke Dynamik im Cloudgeschäft, schließlich stiegen die Umsatzerlöse hier um 17% und bilden nun den größten Umsatzblock. Dies macht deutlich, dass die strategische Ausrichtung hin zu wiederkehrenden Umsatzerlösen (Cloud / Softwaremiete / Wartung) weiter umgesetzt und vorangetrieben wurden. Diese wird Stabilität und Planungssicherheit fördern. Auf der Kostenseite führten nachhaltige Einsparmaßnahmen und eine laufende Effektivitätsinitiative zu unterproportional steigenden Gesamtkosten der SEEBURGER Gruppe. Insgesamt stieg das EBIT damit deutlich auf TEUR 28.511.

Der Vorstand ist der Überzeugung, mit der organisatorischen Positionierung sowie seines breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots eine gute Marktposition aufgebaut zu haben und vor allem im Bereich von Business Integration die Marktführerschaft in Deutschland und Europa für sich reklamieren zu können. Es gibt nach Ansicht der Gesellschaft daher keinen Anhaltspunkt dafür, dass die SEEBURGER AG ausgehend von u. a.

dem Leistungswillen, dem Wissen und der Erfahrung von fast 1.100 hochqualifizierten Mitarbeitern im Konzern sowie der herrschenden leistungs- und teamorientierten Unternehmenskultur,

einer vorausschauenden Technologie- und Produktstrategie, einer permanenten Beobachtung der Märkte, engen strategischen Partnerschaften und dem eingeleiteten Ausbau der Entwicklungskapazitäten im In- und Ausland,

der Stärkung des Vertriebs durch lokalen Präsenz auf allen relevanten Märkten der Welt,

einem im Unternehmen geschaffenen Risikokontroll- und Steuerungsmechanismus,

vorsorglich getroffenen Maßnahmen gegen das Risiko von Schutzrechtsverletzungen durch Dritte,

nicht in der Lage ist, ihre Marktpositionen zukünftig zu verteidigen und weiter auszubauen.

 

Bretten, den 23. April 2025

SEEBURGER AG

Axel Haas Vorstand, Co-CEO

Michael Kleeberg, Vorstand, Co-CEO

Matthias Feßenbecker, Vorstand, Co-CTO

Dr. Martin Kuntz, Vorstand, Co-CTO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SEEBURGER AG, Bretten

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der SEEBURGER AG, Bretten, und ihrer Tochtergesellschaftten (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der SEEBURGER AG, Bretten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

planen wir die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns einzuholen als Grundlage für die Bildung der Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 23. April 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Karsten Bender, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Straub, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.015.946,54 2.424.950,00
2.015.946,54 2.424.950,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.516.233,24 25.618.725,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.781.605,66 4.640.748,00
4. Geleistete Anzahlungen 50.000,00 0,00
28.347.841,90 30.259.476,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.403.311,60 11.403.311,60
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.817,09 978,95
2. Waren 2.407,11 4.217,70
7.224,20 5.196,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173.188,06 187.768,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 55.116.398,42 35.460.414,51
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.294.055,53 2.862.088,53
57.583.642,01 38.510.271,88
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3.955.406,25 3.950.543,84
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.553.574,78 3.203.614,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.186.256,97 3.096.037,62
115.053.204,25 92.853.402,35

Passiva

Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.126.755,00 3.126.755,00
./. Eigene Anteile -93.565,00 -93.565,00
3.033.190,00 3.033.190,00
II. Kapitalrücklage 1.094.629,37 1.094.629,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 89.798,19 89.798,19
2. Andere Gewinnrücklagen 4.564,13 4.564,13
94.362,32 94.362,32
IV. Bilanzgewinn 46.303.402,34 34.065.241,95
50.525.584,03 38.287.423,64
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.380.962,00 151.683,99
2. Sonstige Rückstellungen 2.490.970,24 4.199.407,06
3.871.932,24 4.351.091,05
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.957.740,62 12.895.370,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.091.086,67 1.389.620,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.074.471,44 31.878.403,91
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.497.202,76 3.981.120,40
davon aus Steuern: EUR 1.709.367,69 (i. V. EUR 1.806.117,50)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 283.919,44 (i. V. EUR 194.166,62)
60.620.501,49 50.144.514,68
D. Rechnungsabgrenzungsposten 35.186,49 70.372,98
115.053.204,25 92.853.402,35

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 75.286.448,32 52.372.730,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.895.548,89 4.082.606,65
davon aus Währungsumrechnung: EUR 395.686,51 (i. V. EUR 247.424,06)
77.181.997,21 56.455.337,42
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -56.129,42 -317.054,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.161.045,96 -16.845.924,39
-17.217.175,38 -17.162.978,90
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -28.927.473,96 -27.162.822,42
b) Soziale Abgaben -4.737.522,27 -4.756.791,05
-33.664.996,23 -31.919.613,47
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.764.570,29 -3.717.480,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.708.780,28 -17.178.638,58
davon aus Währungsumrechnung: EUR -484.893,91 (i. V. EUR -533.849,23)
3.826.475,03 -13.523.373,97
7. Erträge aus Beteiligungen 24.218.683,28 31.868.294,64
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.218.683,28 (i. V. EUR 31.868.294,64)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 209.722,04 64.490,98
davon aus Abzinsung: EUR 4.709,73 (i. V. EUR 956,82)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -7.808,79 -4.543,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -216.794,70 -285.711,13
davon an verbundene Unternehmen: EUR -90.790,75 (i. V. EUR -145.854,93)
davon aus Aufzinsung: EUR -2.308,94 (i. V. EUR -2.764,82)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.706.316,63 -2.073.167,27
20.497.485,20 29.569.363,69
12. Ergebnis nach Steuern 24.323.960,23 16.045.989,72
13. Sonstige Steuern 46.960,18 -185.203,17
14. Jahresüberschuss 24.370.920,41 15.860.786,55
15. Gewinnvortrag 21.932.481,93 18.204.455,40
16. Bilanzgewinn 46.303.402,34 34.065.241,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben

Die SEEBURGER AG hat ihren Sitz in Bretten und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HR B Reg. Nr. 240 708).

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend Aktiengesellschaften erstellt.

Die SEEBURGER AG, Bretten, ist gem. § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt dabei drei bis fünf Jahre.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen werden beim Gebäude Nutzungsdauern von 25 bzw. 30 Jahren zu Grunde gelegt. Die Außenanlagen werden über 15 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bei den Technischen Anlagen und Maschinen lag überwiegend zwischen acht und 15 Jahren, bei den anderen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt sie überwiegend zwischen drei und 13 Jahren. Dabei wird die EDV Hardware grundsätzlich über drei, der Fuhrpark über sechs Jahre abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden gegebenenfalls entsprechende Abwertungen vorgenommen.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren erfolgt anhand der letzten Einkaufsrechnung.

Die unfertigen Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nennwert vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalabwertungen angesetzt. Für zu erwartende Forderungsausfälle werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit dem Nennwert vermindert um angemessene Einzelabwertungen angesetzt. Für Risiken aus Forderungsausfällen werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Forderungen in ausländischer Währung sind zum Konzernverrechnungskurs gebucht und aktiviert.

Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nennwerten bilanziert. Die Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital sowie die Rücklagen werden zum Nennwert bilanziert.

Der Nennbetrag der erworbenen eigenen Anteile wurde offen vom Posten gezeichnetes Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und den Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Für folgende Rückstellungen gelten besondere Ermittlungsmethoden:

Die Rückstellungen für Mitarbeiterboni werden aufgrund voraussichtlicher Verpflichtungen aus den Bonussystemen und einzelvertraglicher Vereinbarungen gebildet.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Archivierungskosten wurden voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 2 % p. a. zugrunde gelegt.

Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Die kurzfristigen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) Forderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip).

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Aufwand bzw. Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 30,01 % zugrunde (15,83 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,18 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. EUR 15.197 (i. V. TEUR 12.523) sowie sonstige Forderungen i. H. v. TEUR 22.938 (i. V. TEUR 22.938)

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 284 (i. V. TEUR 284). Hierbei handelt es sich um langfristige Miet-/ Leasingkautionen.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 3.126.755,00. Es ist eingeteilt in 3.126.755 auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je EUR 1,00. Darin enthalten sind eigene Anteile von EUR 93.565,00.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 7. Juli 2026 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu Stück 1.500.000 neuen Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um insgesamt bis zu EUR 1.500.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 25. Juni 2010 ist die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. In der Hauptversammlung vom 8. Oktober 2020 wurde die bisherige Ermächtigung durch eine bis zum 7. Oktober 2025 geltende ersetzt. Die Gesellschaft wurde unter Berücksichtigung des Bezugsrechtsauschlusses ermächtigt, erworbene eigene Anteile zu veräußern. Die eigenen Aktien wurden in den Jahren 2004, 2005, 2010 und 2022 erworben.

Der Bestand an eigenen Aktien zum 31. Dezember 2024 beträgt 93.565 Stück zum Nennwert von EUR 1,00. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 3 %.

Die Anschaffungskosten betrugen in den Vorjahren TEUR 615.

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB und die gesetzliche Rücklage sind unverändert.

Die anderen Gewinnrücklagen haben sich um den, den Nennbetrag übersteigenden Teil der Anschaffungskosten der eigenen Anteile reduziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für:

2024 2023
TEUR TEUR
Mitarbeiter-Boni 1.565 1.594
Ausstehende Eingangsrechnungen 143 1.543
Urlaubsansprüche 359 432
Rechts- und Beratungskosten 100 219
übrige 324 411
2.491 4.199

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten Restlaufzeit
gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
(Vorjahr) TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.958 1.921 9.037 0
(12.895) (1.909) (10.601) (385)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.091 1.091 0 0
(1.390) (1.390)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 44.074 44.074 0 0
(31.878) (31.878)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.714 2.714 0 0
(3.981) (3.981)
Gesamt 58.837 49.800 9.037 0
(50.144) (39.158) (10.601) (385)
Verbindlichkeiten
Art der Sicherheit
(Vorjahr) gesichert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.958
(12.895) Grundschuld
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0
Gesamt 10.958
(12.895)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen langfristige Darlehen zur Finanzierung der Gebäudeerweiterung am Hauptsitz in Bretten. Die Verzinsung beträgt 0,69 %, 0,75% bzw. 1,48 %. Für die Darlehen bestehen erstrangige Grundschulden über insgesamt TEUR 20.226 zugunsten des Kreditgebers.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.591 (i. V. TEUR 581) sowie von Tochtergesellschaften gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 13.000 (i. V. TEUR 2.890). Des Weiteren ist eine Verbindlichkeit von TEUR 28.408 gegenüber der SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG enthalten. Diese Verbindlichkeit ist im Rahmen der rückwirkend durchgeführten Ausgliederung und Übernahme der Jahresverkehrszahlen entstanden.

Latente Steuern

Die sich im Jahresabschluss ergebenden Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich aus den folgenden temporären Differenzen:

Ansatz und Bewertung des Anlagevermögens

Bewertung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bewertung der Rückstellungen

Währungsumrechnung

Bewertung sonstiger Wertpapiere

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2024 ergab sich ein Aktivüberhang latenter Steuern. Wie bereits im Vorjahr wurde von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2024 2023
TEUR TEUR
Inland 51.016 35.219
Europa 7.737 8.651
außereuropäische Länder 16.533 8.503
75.286 52.373

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2024 2023
TEUR TEUR
Software-Lizenzen 7.063 6.025
Consulting 5.419 2.806
Outsourcing/Cloud 33.114 26.292
Wartung 14.474 13.106
Übrige 15.216 4.144
75.286 52.373

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 739 (i. V. TEUR 2.477) enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen, von Rückstellungen und Versicherungsleistungen.

Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 34 (i. V. TEUR 565) resultieren im Wesentlichen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen und dem Abgang von Anlagevermögen.

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 493 (i. V. TEUR 96).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt auf:

Restlaufzeiten
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Mitarbeiter-/Firmen-PKW 1.651 908 743 0
Geschäftsausstattung 1.185 232 863 90
Mietverpflichtungen 791 222 471 98
Gesamt 3.627 1.362 2.077 188

Zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes werden Miet- und Leasingverträge mit mehrjährigen Laufzeiten eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie Entfall des Verwertungsrisikos.

Beteiligungsbesitz

Unternehmen, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit 20 % oder mehr i. S. v. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt ist:

Unternehmen Anteil Währung Eigenkapital 31.12.20241 Ergebnis des letzten Geschäftsjahres2
a) Unmittelbarer Anteilsbesitz
SEEBURGER Deutschland Verwaltungs GmbH, Bretten (ehemals Seeburger electronic commerce Verwaltungs-GmbH, Bretten) 100% EUR 33.767 2.177
SEEBURGER INFORMATICA S.L.U., Madrid/Spanien 100% EUR 414.157 11.319
SEEBURGER France S.A.R.L., Paris/Frankreich 100% EUR 620.979 -50.357
SEEBURGER Informatik GmbH, Wien/Österreich 100% EUR 186.344 14.992
SEEBURGER Informatica S.R.L., Mailand/Italien 100% EUR 376.071 78.306
SEEBURGER Informatik EOOD, Sofia/Bulgarien 100% EUR 2.204.713 1.098.891
SEEBURGER Inc., Atlanta/USA 100% EUR 6.450.695 249.551
SEEBURGER Informatik AG, Wollerau/Schweiz 100% EUR 2.647.688 729.561
SEEBURGER UK Ltd., West Drayton/UK 100% EUR 1.905.142 -20.557
SEEBURGER Svenska AB, Stockholm/Schweden 100% EUR 973.318 834.427
SEEBURGER Benelux B.V., Schiphol-Rijk/Niederlande 100% EUR 1.567.700 2.071.683
SEEBURGER Asia Pacific Ltd., Hong Kong/China 100% EUR 563.277 319.743
SEEBURGER China Inc., Shanghai/China 100% EUR 4.283.856 696.356
SEEBURGER Singapore Pte. Ltd., Singapur 100% EUR 179.133 -30.003
SEEBURGER India Pvt. Ltd., Chennai/Indien 99,9% EUR 826.555 220.919
SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, Bretten 100% EUR 6.308.544 16.981.739
b) Mittelbarer Anteilsbesitz
SEEBURGER India Pvt. Ltd., Chennai/Indien 0,01% EUR 826.555 220.919
ECONTEA GmbH, Berlin 100% EUR 1.208.164 29.489

1 Daten gemäß lokalen Rechnungslegungsvorschriften umgerechnet zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag.
2 Daten gemäß lokalen Rechnungslegungsvorschriften umgerechnet zum Durchschnittskurs am Bilanzstichtag.

Vorstand

Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr 2024:

Axel Haas, Co-CEO - Chief Executive Officer

Michael Kleeberg, Co-CEO - Chief Executive Officer

Matthias Feßenbecker, Co-CTO- Chief Technology Officer

Dr. Martin Kuntz, Co-CTO - Chief Technology Officer

Einzelvertretungsberechtigt: Axel Haas, Michael Kleeberg

Gemeinsam mit anderem Vorstandsmitglied oder Prokurist vertretungsberechtigt: Matthias Feßenbecker, Dr. Martin Kuntz

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr an:

Prof. Dr. Simone Zeuchner-Egli, Aufsichtsratsvorsitzende der SEEBURGER AG, Hochschulprofessorin, Hochschule Esslingen

Katrin Seeburger, Lehrerin, Dr. Johannes Faust Schule Knittlingen

Ralph Jacoby, Unternehmensberater, Jacoby & Cie. AG

Anzahl der Beschäftigten

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Abs. 5 HGB hat die SEEBURGER AG im Berichtsjahr durchschnittlich 384 Arbeitnehmer beschäftigt. Darüber hinaus waren 50 duale Studenten und Auszubildende angestellt.

2024 2023
Vertrieb / Marketing 53 54
Consulting 41 40
Support 28 28
Cloud 63 52
Entwicklung 116 120
Verwaltung 84 79
384 373

Konzernverhältnisse

Die SEEBURGER AG erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen.

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren nach § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernanhang.

Bezüge der Geschäftsführung

Die Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.514 (i. V. TEUR 1.602).

Bezüge des Aufsichtsrates

Die Aufsichtsratsbezüge betrugen im Geschäftsjahr TEUR 217 (i. V. TEUR 214).

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2024, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 24.370.920,41 und dem Gewinnvortrag über EUR 34.065.241,95 vermindert um eine Ausschüttung in Höhe von EUR 12.132.760,02 beträgt EUR 46.303.402,34. Der Vorstand schlägt vor EUR 4,00 pro Aktie an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Die Verschärfung der Wirtschafts- und Zollpolitik der neuen US-Administration erhöhte die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit. Dies trifft insbesondere exportorientierte Länder wie Deutschland.

 

Bretten, den 23. April 2025

SEEBURGER AG

Axel Haas, Vorstand, Co-CEO)

Michael Kleeberg, Vorstand, Co-CEO

Matthias Feßenbecker, Vorstand, Co-CTO

Dr. Martin Kuntz, Vorstand, Co-CTO

Entwicklung des Anlagevermögens der SEEBURGER AG, Bretten, im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.956.916,25 299.424,63 0,00 8.256.340,88
7.956.916,25 299.424,63 0,00 8.256.340,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 36.185.705,83 27.370,92 0,00 36.213.076,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 241.405,65 0,00 0,00 241.405,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.408.114,55 1.067.137,13 0,00 16.475.251,68
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 50.000,00 0,00 50.000,00
51.835.226,03 1.144.508,05 0,00 52.979.734,08
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.403.311,60 0,00 0,00 11.403.311,60
71.195.453,88 1.443.932,68 0,00 72.639.386,56
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.531.966,25 708.428,09 0,00 6.240.394,34
5.531.966,25 708.428,09 0,00 6.240.394,34
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.566.980,78 1.129.862,73 0,00 11.696.843,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 241.402,65 0,00 0,00 241.402,65
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.767.366,55 1.926.279,47 0,00 12.693.646,02
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
21.575.749,98 3.056.142,20 0,00 24.631.892,18
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
27.107.716,23 3.764.570,29 0,00 30.872.286,52
Buchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.015.946,54 2.424.950,00
2.015.946,54 2.424.950,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.516.233,24 25.618.725,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 3,00 3,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.781.605,66 4.640.748,00
4. Geleistete Anzahlungen 50.000,00 0,00
28.347.841,90 30.259.476,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.403.311,60 11.403.311,60
41.767.100,04 44.087.737,65

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen der SEEBURGER Gruppe

1. Geschäftsmodell des Konzerns

„Wir beschleunigen das Business unserer Kunden“ - Mit diesem einfachen Satz lässt sich die Kernkompetenz von SEEBURGER zusammenfassen. Im Zeitalter der Digitalisierung wird die Wettbewerbsfähigkeit moderner Unternehmen von der Fähigkeit bestimmt, schnell und flexibel auf neue Veränderungen zu reagieren und sich anzupassen. Ob interne Prozesse oder externe Anbindung und Kommunikation mit Lieferanten, Partnern und Kunden, so gut wie alle Geschäftsprozesse in modernen Unternehmen sind heute IT gestützt. Der sichere und nahtlose Datenaustausch innerhalb und zwischen diesen Systemen, Anwendungen und Partnern ist dabei besonders wichtig. So wie im menschlichen Körper die Signale des Nervensystems erst die reibungslose Zusammenarbeit aller Muskeln und Organe ermöglichen, so nehmen diese Daten und deren Verteilung bzw. Integration im modernen Geschäftsverkehr eine analoge Rolle ein. Die SEEBURGER Gruppe bietet ihren Kunden mit der Business Integration Suite (BIS) ein umfangreiches Lösungsangebot, um die sichere und nahtlose Verteilung und Integration von Daten auf allen Ebenen sicherzustellen. Dabei stützt sich das Geschäftsmodell auf mehrere Pfeiler:

BIS Hub - Cloud basierte Integrationsangebote

Digitalisierung der Kunden und Lieferantenbeziehungen mit unserem B2B/EDI Angebot

Digitalisierung des internen und externen Datenaustauschs mit unseren MFT Lösungen

Digitale Vernetzung von Anwendungen, Cloud-Diensten und Nutzergruppen auch in Echtzeit mit unseren API/EAI Lösungen

Digitalisierung des Rechnungsprozesses mit unseren elnvoice Lösungen

Hierbei differenzieren wir uns am Markt insbesondere durch die hohe Qualität des Betriebes, die Einfachheit der Nutzung auch durch Fachbereiche unserer Kunden sowie die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der angebotenen Integrationsservices - betrieben in der SEEBURGER Cloud oder bei Hyperscalern wie AWS.

Softwareplattform BIS Server als Produktangebot

Der BIS Server ist eine technologisch führende und umfassende Softwarelösung zur Digitalisierung, Automatisierung und Integration von Datenströmen. Diese Softwarelösung vertreiben wir zum „on premise“ Betrieb an unsere Kunden weltweit. Ebenso basieren alle unsere Cloud Integrationsangebote ganz wesentlich auf der Technologie des BIS Server.

Beratung/Consulting - wir beschleunigen die Digitalisierung

Seit unserer Gründung 1986 zeichnet sich SEEBURGER auch dadurch aus, dass wir unseren Kunden passgenaue Beratungs- und Implementierungsleistungen rund um ihre Digitalisierungs- und Integrationsprojekte anbieten können. Dabei profitieren unsere Kunden insbesondere von dem hohen Branchen- und Prozess „Know-how“ unserer Consultants. Wir beschleunigen damit die Digitalisierung der Geschäftsprozesse unserer Kunden.

Investitionen in Innovation, Entwicklung und Cloud Services

SEEBURGER investierte auch 2024 in neue, innovative Lösungen, in die Weiterentwicklung bestehender Lösungen und in den weiteren Ausbau der erbrachten Cloud Services.

Die Weiterentwicklung der Business Integration Suite erfolgte mit den nachfolgend dargestellten Schwerpunkten.

Für das Kernprodukt BIS-Server:

Die permanente Weiterentwicklung zur Verbesserung der Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sowie des Durchsatzes des Systems - insbesondere für die Zielgruppe Großkunden und Nutzer cloud-basierter Infrastrukturen.

Die weitere Erneuerung der Benutzeroberflächen und Umstellung derselben auf eine moderne, cloud-basierte Webtechnologie.

Die weitere branchenorientierte Standardisierung unserer Lösungen für die Zielgruppe Mittelstand.

Die Systematische Verankerung von Kl im gesamten Produktangebot

Ferner richten wir die genannten Weiterentwicklungen verstärkt für den optimalen Eigenbetrieb zur Erbringung der BIS HUB Cloud Services aus.

Für die SEEBURGER BIS HUB Cloud Services:

Die Neu-Entwicklung eines an IT-affine Fachbereiche gerichteten Angebotes für SaaS-Integration, das die Digitalisierung und Automatisierung Ihrer Geschäftsprozesse ermöglicht (BIS HUB Integrator Workspace mit Asset Katalog)

Die Weiterentwicklung aller bestehenden BIS HUB Cloud Services für EDI/B2B, MFT, API/EAI, e-Invoicing und IoT

Die Weiterentwicklung branchen- und fachspezifischer BIS HUB Cloud Services für z.B. Utilities, Rechnungsabwicklung, SAP GTS oder die Anbindung kleiner Lieferanten (Web-EDI)

Den Ausbau und die Erneuerung unserer Zertifizierungen für die Erbringung aller Cloud Services

Den Ausbau unseres Cloud Service Angebotes in der SEEBURGER Cloud sowie in Verbindung mit Public Cloud Anbietern wie AWS

Über 350 Mitarbeiter aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Cloud erweitern ständig die Funktionalität des BIS Server sowie der BIS HUB Cloud Services und stellen so deren Zukunftsfähigkeit sicher.

2. Steuerungssystem

Wesentliche Steuerungsgrößen bei SEEBURGER sind Umsatz und EBIT. Als Steuerungshilfsgrößen dienen darüber hinaus noch Kennzahlen wie Auftragseingang, Umsatzerlöse gegliedert nach verschiedenen Merkmalen, Auslastungs-, Kosten-, Liquiditäts- und Ertragskennziffern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage blieb im Jahr 2024 weltweit angespannt. Hierzu trugen die anhaltenden Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten bei. Dies trifft insbesondere exportorientierte Länder wie Deutschland. So verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dies folgte auf einen Rückgang von 0,3 % im Jahr 2023 und stellt somit die ersten zwei aufeinanderfolgenden Rezessionsjahre seit 2002/03 dar.

Global verzeichnete die Weltwirtschaft ebenfalls ein nur moderates Wachstum. Laut Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) betrug das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 etwa 3,2 %. Die Industrieländer wiesen ein durchschnittliches Wachstum von 1,7 % auf, während Schwellen- und Entwicklungsländer mit 4,2 % ein höheres Wachstum erzielten. In den USA zeigte die Wirtschaft eine robuste Entwicklung mit einem BIP-Wachstum von 2,6 % im Jahr 2024. China verzeichnete trotz Herausforderungen ein Wachstum von 5 %, unterstützt durch fiskalische Maßnahmen.

Dennoch stellte die fortschreitende Digitalisierung auch in 2024 eine treibende Kraft für die IT- Branche dar. Die Nachfrage nach cloud-basierten IT-Lösungen, nach Künstlicher Intelligenz (KI), Automatisierung und Datenintegration stieg weiter an. Die zunehmende Vernetzung von Systemen und die Notwendigkeit, dafür effiziente IT-Infrastrukturen zu etablieren, nahm zu. Ein Trend, der sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. SEEBURGER konnte in diesem Kontext mit innovativen Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen und zur Unterstützung von Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation einen Wettbewerbsvorteil erzielen.

2. Geschäftsverlauf

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 hat sich der Geschäftsverlauf der SEEBURGER Gruppe insgesamt positiv entwickelt. Die zunehmende Digitalisierung von Unternehmen und der Trend zu mehr Automatisierung und Effizienzsteigerung haben zu einer höheren Nachfrage nach den Lösungen der SEEBURGER Gruppe geführt. Die globale Präsenz, die kontinuierliche Fokussierung auf digitale Transformation und die ständige Weiterentwicklung der Produkte und Services waren wesentliche Treiber für den Erfolg im vergangenen Jahr.

Wachstumstreiber waren dabei insbesondere die angebotenen Cloud-Lösungen sowie die als Software-Subscriptions angebotenen Produkte. Letztere betreiben die Kunden dann in ihren eigenen Cloud-Umgebungen. Der Verkauf von einmaligen Lizenzen war wie erwartet rückläufig, stabil haben sich die Segmente Wartung sowie Consulting gezeigt.

Die regionale Entwicklung war unterschiedlich. In Europa konnte SEEBURGER seine Marktposition weiter ausbauen, vor allem im DACH-Raum, wo das Unternehmen mit seinen Lösungen und der Expertise in der digitalen Transformation von Unternehmen stark vertreten ist. Die im Vorjahr durchgeführte Ausgliederung der SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG konnte abgeschlossen werden und wurde am Markt positiv wahrgenommen. Insbesondere hier konnte man stark wachsen. Dem gegenüber stellte sich der nordamerikanische Markt in 2024 herausfordernd dar, sicher auch beeinflusst durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten. Hier konnte nur ein geringes Wachstum erzielt werden. In Asien verlief das abgeschlossene Geschäftsjahr solide und überwiegend nach Plan, wenn auch mit deutlich geringeren Wachstumsraten als im Vorjahr.

Insgesamt hat SEEBURGER im Jahr 2024 seine Position als führender Anbieter von Integrationslösungen weiter gefestigt und seine Kunden erfolgreich bei der digitalen Transformation unterstützt.

3. Lage des Konzerns

Insgesamt entwickelte sich der Umsatz nach Produkten und Regionen ausgehend vom Jahr 2023 im Jahr 2024 zusammengefasst wie folgt:

2024 DACH Süd- Europa Nord-Europa
(2023)
Software- Lizenzen 2.475 236 2.333
(5.184) (395) (382)
Subscription 5.075 105 447
(1.586) (156) (2.104)
Wartung 18.383 1.082 2.877
(18.213) (1.086) (2.846)
Cloud 43.846 8 5.322
(36.775) (62) (3.893)
Consulting 35.623 1123 8.691
(31.936) (914) (11.914)
Übrige 148 0 43
(498) (8) (39)
105.551 2.554 19.715
(94.192) (2.621) (21.178)
2024 USA Asien Umsatz
(2023)
Software- Lizenzen 1.970 148 7.163
(611) (613) (7.185)
Subscription 377 405 6.410
(1.664) (119) (5.628)
Wartung 4.940 1.647 28.930
(4.923) (1.432) (28.500)
Cloud 7.742 299 57.217
(6.499) (280) (47.509)
Consulting 5.790 4.742 55.970
(8.175) (4.726) (57.665)
Übrige 0 170 362
(0) (2) (546)
20.820 7.411 156.051
(21.871) (7.171) (147.033)

Basierend auf den genannten Zahlen erzielte SEEBURGER im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von TEUR 156.051 und liegt damit in der oberen Bandbreite der Prognose. Haupttreiber für den höheren Umsatz waren starke Cloudumsätze von TEUR 57.217, insbesondere aufgrund signifikanter Vertragsabschlüsse im 2. Halbjahr und einer Vielzahl von Projekten, die schneller als erwartet produktiv und damit zur Abrechnung kamen. Deutlich über Plan entwickelte sich dabei die SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, u.a. auch durch große Cloud-Erfolge im Bereich Utility. Insgesamt ist der Cloud-Umsatz damit erstmalig größtes Umsatzsegment. Gemeinsam mit den stetig wachsenden Subscription-Umsätzen sowie den leicht über Plan liegenden Wartungsumsätzen bildeten die strategisch wichtigen „Recurring Revenues“ mit insgesamt TEUR 92.557 einen Anteil von knapp 60% am Gesamtumsatz. Für SEEBURGER bietet diese Entwicklung den großen Vorteil, dass Umsatzerlöse wiederkehrend und besser planbar werden. Das ist insbesondere in risikobehafteten, unsicheren Zeiten ein großer Mehrwert.

Mit einem Umsatz von TEUR 55.970 schloss der Bereich Consulting leicht unter Vorjahr und dem budgetierten Wert ab. Dabei spielten vor allem die beschriebenen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen eine Rolle, welche kundenseitig zu Zurückhaltungen bei einigen Projekten führten. Dem dabei herrschenden Preis- und Kostendruck wurde u.a. mit einem weiteren Ausbau der SEEBURGER India Pvt. Ltd. begegnet. Strategisch wird dieser Offshore-Anteil internationaler Consultingprojekte auch künftig stetig ausgebaut, um so Ergebnispotentiale zu heben.

Im Geschäftsjahr 2024 betrug das EBIT TEUR 28.511, was einem Anstieg von 24,5 % ggü. Vorjahr entspricht. Es wurde eine EBIT-Marge von 18% erzielt. Das Unternehmen investierte dabei weiterhin kräftig in Innovation und Wachstum, ohne dabei die Kostendisziplin aus den Augen zu verlieren. Die Profitabilität stieg auch aufgrund einer in den Vorjahren begonnenen Effizienzinitiative. So lag der Fokus in 2024 u.a. darin, interne Prozesse zu optimieren und Abläufe sauber und strukturiert aufzustellen. Des Weiteren wurden wichtige Investitionen in Personal und die stetige Weiterentwicklung der SEEBURGER-Produktpalette getätigt.

Die genannten Investitionen in interne Prozesse, Personal und Produktpalette werden als wichtig angesehen, da sie den künftigen Erfolg der SEEBURGER Gruppe sicherstellen.

Die Vermögens- und Finanzlage der SEEBURGER Gruppe ist vor allem durch die folgenden Kennzahlen geprägt:

2024 2023
Anteil Anlagevermögen (in %) 30% 34%
Liquide Mittel (in TEUR)* 34.773 26.895
Eigenkapitalquote (in %) 63% 57%

* inkl. Kurzfristig verfügbarer Wertpapiere

Die Vermögenslage von SEEBURGER ist hauptsächlich geprägt durch Grundstücke und Gebäude inklusive entsprechender Betriebs- und Geschäftsausstattung, durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch liquide Mittel und Wertpapiere.

Wesentliche IT-Investitionen im laufenden Geschäftsjahr standen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Cloud-/Rechenzentrum-Infrastruktur, welche vorrangig dem Kapazitätsausbau für neue Cloud-Kunden dienen.

Die Summe von liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 34.773 und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um ca. 29 % erhöht.

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch das verbesserte Konzerneigenkapital. Dieses stieg zum 31. Dezember 2024 um TEUR 9.642 im Wesentlichen aufgrund des Konzernjahresüberschusses abzgl. Ausschüttung an die Gesellschafter der Muttergesellschaft auf TEUR 63.963. Zur Finanzierung der Ausbauarbeiten in der Unternehmenszentrale wurden in den Vorjahren Darlehensmittel abgerufen und weiterhin planmäßig getilgt, sodass zum Jahresende eine Restschuld von TEUR 10.959 ausgewiesen wurde.

Der Geschäftsverlauf 2024 der SEEBURGER Gruppe übertraf aus Sicht des Vorstands die Erwartungen für das Geschäftsjahr, insbesondere durch das entgegen den ursprünglichen Erwartungen deutlich gestiegene EBIT. Dies profitierte von der allgemeinen Kostendisziplin und leicht höheren Umsätzen in der DACH-Region.

4. Bericht über die Entwicklung der SEEBURGER AG

Die SEEBURGER AG mit Sitz in Bretten ist das Mutterunternehmen des SEEBURGER-Konzerns. Sie übt die Holdingfunktion für die SEEBURGER Gruppe aus und beschäftigt die meisten der in Deutschland tätigen Mitarbeitenden in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Cloud, Support und allgemeiner Verwaltung.

Als Inhaberin der SEEBURGER-Softwarerechte erzielt die SEEBURGER AG ihre Umsatzerlöse hauptsächlich aus Lizenzgebühren, die die Tochterunternehmen für den Vertrieb von Nutzungsrechten an SEEBURGER-Softwarelösungen (Lizenz, Wartung, Cloud) an die SEEBURGER AG als Rechteinhaberin abführen müssen. Des Weiteren werden Umsatzerlöse aus der Verrechnung allgemeiner Verwaltungsfunktionen erzielt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses der SEEBURGER AG erfolgt nach den Bilanzierungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes.

Oberstes Unternehmensziel der SEEBURGER AG ist die Erbringung der zentralen Services, die Weiterentwicklung der Software sowie die Beteiligung an Unternehmen zur Steigerung der Profitabilität der SEEBURGER Gruppe, bei gleichzeitiger Sicherstellung eines ausreichenden Liquiditätsspielraums. Diesem Unternehmensziel entsprechend stellen die Liquidität sowie das Jahresergebnis die maßgeblichen Steuerungsgrößen dar. Das Jahresergebnis umfasst im Vergleich zum EBIT auch die Erträge aus der SEEBURGER Deutschland sowie der weiteren Tochtergesellschaften und ist daher die relevantere Größe auch für die Dividendenpolitik der Konzernmutter-Gesellschaft.

Darstellung der Geschäftsentwicklung 2024:

Insgesamt verlief das Jahr 2024 besser als noch im Vorjahr prognostiziert. Das erwartete niedrige positive EBIT insbesondere aus der Verrechnung von zentralen Services fiel etwas höher aus. Der Jahresüberschuss aber übertrifft die Erwartung, vor allem durch die höher als im Vorjahr geplanten Beteiligungserträge. Im Vorjahr wurde noch von einem leicht sinkenden Jahresüberschuss ausgegangen.

Ursächlich waren gestiegene Produktumsätze der Tochtergesellschaften, was zu höheren Lizenzeinnahmen auf Ebene der SEEBURGER AG führte. Zusammen mit Erträgen aus Konzernumlagen/Management Fees für zentrale Services sowie sonstigen Umsatzerlösen wurde eine operative Gesamtleistung von TEUR 75.286 erzielt. Damit wurde der im Vorjahr prognostizierte Wert deutlich übertroffen. Kostenseitig wirkten begonnene Einspar- und Effektivitätsmaßnahmen, sodass insgesamt ein EBIT von TEUR 3.826 erzielt wurde. Das Finanzergebnis verzeichnete zwar einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.438 auf TEUR 24.204. Ursächlich waren aber vor allem in Folge der Ausgliederung der SEEBURGER AG im Vorjahr angepasste Verrechnungspreise und die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen Service- und Konzernumlageverträge. Insoweit ist das Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 24.371. Die für Aktionäre wichtige Kennzahl „Gewinn pro Aktie“ beträgt 7,70 EUR.

Die Vermögenslage der SEEBURGER AG ist hauptsächlich geprägt durch Sachanlagen in Grundstücken und Gebäuden inklusive entsprechender Betriebs- und Geschäftsausstattung, durch Forderungen gegen verbundene Unternehmen, durch Finanzanlagen sowie durch Liquide Mittel und Wertpapiere.

Wesentliche IT-Investitionen im laufenden Geschäftsjahr standen im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Cloud-/Rechenzentrums-Infrastruktur, welche vorrangig dem Kapazitätsausbau für neue Cloud-Kunden dienen.

Der Saldo von liquiden Mitteln und Wertpapieren des Umlaufvermögens betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 12.509.

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch das Eigenkapital sowie die Verbindlichkeiten gegenüber der SEEBURGER Deutschland GmbH & Co. KG, die zu wesentlichen Teilen noch aus der Ausgliederung im Vorjahr resultieren. Das Eigenkapital erhöhte sich zum 31. Dezember 2024 im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses abzgl. Ausschüttung an die Gesellschafter auf TEUR 50.526. Zur Finanzierung der Ausbauarbeiten in der Unternehmenszentrale wurden in den Vorjahren insgesamt Darlehensmittel in Höhe von 16.640 TEUR abgerufen. Diese wurden auch in 2024 planmäßig getilgt, sodass zum Jahresende eine Restschuld von TEUR 10.958 ausgewiesen wurde.

Der Geschäftsverlauf 2024 der SEEBURGER AG hat die Erwartungen des Vorstands für das Geschäftsjahr insgesamt übertroffen.

Die Geschäftsentwicklung der SEEBURGER AG unterliegt aufgrund ihrer Funktion als Holdinggesellschaft grundsätzlich den gleichen Chancen und Risiken wie der des SEEBURGER-Konzerns. An den Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften partizipiert die SEEBURGER AG in voller Höhe. Die Chancen und Risiken und das Risikomanagementsystem sind im Chancen- und Risikobericht des Konzerns dargestellt.

Abgeleitet aus der Konzernprognose geht der Vorstand für die SEEBURGER AG von einem leicht höheren Jahresüberschuss und folglich auch von einer etwas höheren Liquidität aus.

5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Entscheidende Grundlagen für die Sicherstellung des Markterfolges der Integrationslösungen der SEEBURGER Gruppe waren:

der qualifizierte und zum Großteil bereits langjährig bei SEEBURGER tätige Stamm von Entwicklern, IT-Consultants und Vertriebsfachleuten. Zusätzlich gelang es, weitere hochqualifizierte IT-Fachkräfte für das Unternehmen zu gewinnen;

der zielgerichtete Ausbau weiterer hochqualifizierter und spezialisierter Entwicklungskapazitäten außerhalb des Stammsitzes mit den Entwicklungszentren in Köthen (Sachsen-Anhalt) und Trier (Rheinland-Pfalz) sowie dem weiteren Ausbau der Entwicklungszentren in Sofia (Bulgarien) und Chennai (Indien);

der Fokus auf die Zielgruppe der weltweiten SAP Anwender und die weiterhin bestehende enge Partnerschaft mit der SAP in Form von Reseller- und OEM-Verträgen sowie für SAP zertifizierte Lösungen der Business-Integration-Suite;

der konsequente Auf- und Ausbau von Beratungs-, Vertriebs- und Servicegesellschaften als 100%-ige Töchter der SEEBURGER AG in europäischen Schlüsselmärkten, Asien sowie den USA.

III. Nachhaltigkeit

Mit den Produkten und Dienstleistungen leistet SEEBURGER schon im Kerngeschäft einen relevanten Beitrag für eine nachhaltigere Welt. SEEBURGER hilft so Unternehmen Prozesse und Anwendungen zu digitalisieren und folglich ressourcenschonend zu arbeiten.

Unsere Werte - Innovation, Wertschätzung, Vertrauen, Nachhaltigkeit und Teamarbeit - bilden hier die Grundlage entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese werden ergänzt durch eine gute, solide Unternehmensführung und Wahrnehmung sozialer Verantwortung.

Hierbei messen wir dem Schutz von Umwelt und Klima eine besondere Bedeutung bei. Um den Anstieg von Emissionen so gering wie möglich zu halten, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen angestoßen. Einige möchten wir an dieser Stelle exemplarisch nennen:

Gebäudemanagement

Im Rahmen der Büroerweiterung und Modernisierung der Unternehmenszentrale steht der Schutz von Klima und Umwelt stets im Fokus. Durch den Ausbau von Photovoltaikmodulen konnten bereits mehr als 350 MWh an grüner Energie gewonnen werden.

Hybrides Arbeitsmodell

Durch die Umstellung auf mobiles Arbeiten wird eine deutliche Reduktion der Emissionen des beruflichen Pendelns erzielt.

Geschäftsreisen / Fuhrpark

Steigerung der Reiseeffizienz und bewusste Förderung von Elektromobilität durch den Ausbau von Lademöglichkeiten am Hauptsitz des Unternehmens.

IV. Prognosebericht

Angesichts der Vielzahl aktueller und potenzieller wirtschaftlicher und politischer Herausforderungen ist der Ausblick auf 2025 mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet.

Folglich schätzt auch die Europäische Zentralbank die Aussichten für das Weltwirtschaftswachstum als äußerst volatil ein. Dies wird auch auf die bereits beschriebenen geopolitischen Spannungen und Handelsfragen zurückgeführt. So könnten Spannungen zwischen USA und China, Unsicherheiten in Bezug auf Handelsbeschränkungen und Zölle, aber auch die Konflikte in der Ukraine und dem Nahen Osten nach wie vor globale Lieferketten beeinflussen. Trotz allem wird das weltweite BIP-Wachstum 2025 laut den neuesten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei etwa 3,3% liegen, was im Vergleich zu den Jahren während der Pandemie eine langsame, aber stetige Erholung darstellt. In entwickelten Märkten wie den USA und der EU wird das Wachstum moderat ausfallen (etwa 1,5-2,5%), während Schwellenländer wie Indien und Afrika weiterhin deutlich stärkere Wachstumsraten von 5-6% aufweisen könnten, wurde die Prognose für Deutschland erneut gesenkt und liegt nun bei 0,3%.

Für die IT-Branche scheint die Prognose 2025 etwas entspannter zu sein. Das Marktforschungsunternehmen Gartner rechnet weiterhin mit signifikant steigenden IT-Ausgaben in 2025. Besonders starke Zuwächse sind in den Bereichen Cloud Computing, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit zu erwarten. Unternehmen investieren verstärkt in digitale Transformation und IT-Infrastrukturanpassungen. Dieses branchenspezifische Wachstum dürfte auch in 2025 von staatlichen Investitionsprogrammen weiter angetrieben werden. So werden Regierungen weltweit weiterhin Programme zur Förderung der Digitalisierung von Unternehmen und der Entwicklung neuer Technologien anbieten.

In diesem Umfeld kann SEEBURGER mit seinem breiten Produktportfolio optimistisch auf das Jahr 2025 blicken. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2025 eine positive Geschäftsentwicklung. Es wird mit einem Umsatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Auf der Kostenseite wird sich zwar die bereits angelaufene Effektivitätsinitiative positiv auswirken, dem gegenüber stehen allerdings weiterhin anhaltende und notwendige Investitionen in Personal und das erweiterte Produktportfolio der SEEBURGER Gruppe. Zusammenfassend wird im Vergleich zum Vorjahr mit leicht steigenden absoluten EBIT-Werten sowie einer etwas niedrigeren EBIT-Rate ausgegangen.

Unseren Planungen liegen Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie detaillierte Vertriebsprognosen zugrunde. Bei den Kosten werden erwartete Steigerungen berücksichtigt. Weitere Auswirkungen durch die sich verändernde gesamtwirtschaftliche Situation sind derzeit nicht bekannt, könnten jedoch für unsere Geschäftsaktivitäten möglicherweise erhebliche negative Folgen haben, sollte sich die Lage über das aktuelle Maß hinaus weiter verschärfen.

V. Chancen- und Risikobericht

Die unternehmerische Entwicklung der Gesellschaft war in den vergangenen Jahren durch ein stetiges Wachstum gekennzeichnet. Die Gesellschaft geht aufgrund des innovativen Produkt- und Dienstleistungsangebotes und ihrer nationalen und internationalen Wettbewerbssituation davon aus, dass dieses Wachstum mittel- und langfristig fortgesetzt werden kann. Ungeachtet der dargestellten positiven Aspekte der bisherigen Entwicklung und gezeichneten Zukunftsperspektiven muss auf folgende, für die IT-Branche (Anbieter von Cloud- und Software-Lösungen mit B2B-Fokus) allgemein gültigen, möglichen - aber nicht zwangsläufig eintretenden - Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung hingewiesen werden.

Um diese Risiken zu erkennen, die das Unternehmen gefährden könnten, ist ein Risikofrüherkennungs- und Kontrollsystem eingerichtet. Es dient dazu, potentielle Ereignisse zu erkennen. Darüber hinaus soll es gewährleisten, dass die Ziele des Unternehmens wie geplant erreicht werden können.

Im Rahmen dieser Systematik werden Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftsziele klassifiziert. Die Risikoeinschätzung erfolgt hierbei aufgrund einer Bewertung der Faktoren Eintrittswahrscheinlichkeit (unwahrscheinlich bis sehr hoch) und Schadensklasse (unbedeutend bis sehr hoch).

So kann keine Gewähr dafür übernommen werden, dass die Gesellschaft beim Ausbau bzw. Aufbau weiterer Geschäftsfelder ähnlich erfolgreich sein wird, wie in den etablierten Geschäftsfeldern bzw. der technologische Vorsprung in einem durch permanenten technologischen Wandel und kurze Produktlebenszyklen gekennzeichneten IT-Markt aufrechterhalten werden kann. In diesem Zusammenhang besteht insbesondere das Risiko, dass die technologischen Impulse insbesondere der Unternehmen, die Produkte im Cloud- und/oder ERP-Bereich anbieten, den technologischen Vorsprung der Gesellschaft beeinträchtigen. Die SEEBURGER Gruppe hat sich dieser Herausforderung mit der Entwicklung und permanenten Weiterentwicklung der Business Integration Suite und deren immer stärkere Ausrichtung auf die Erbringung als Cloud-Dienste erfolgreich gestellt. Die Funktionalität und Qualität der Integrationsprodukte, unserer darauf basierenden Cloud-Dienste sowie unsere hervorragende Branchenkenntnis stellen ein wesentliches Chancenpotential für die weitere Geschäftsentwicklung dar. Gleichzeitig wird jedoch auch das Dienstleistungsangebot der SEEBURGER Gruppe verstärkt ausgebaut, um das Technologierisiko abzufedern. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko, dass Ausfälle unserer Produkte im Einsatz beim Kunden oder Ausfälle bei den verstärkt erbrachten Cloud Services in unseren Rechenzentren zu Haftungsansprüchen gegen die Gesellschaft führen. Die SEEBURGER Gruppe hat sich diesen produktbezogenen Herausforderungen u. a. mit dem Ausbau der Qualitätssicherung und dem Ausbau der Standardisierung gestellt. Bei den erbrachten Cloud Services werden ISO27001-zertifizierte, hochsichere, redundante Rechenzentren eingesetzt. Auch der Cloud-Betrieb selbst ist ISO27001 zertifiziert. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko, dass bestehende IT-Systeme durch externe Bedrohungen, beispielsweise Virenangriffe oder Hacking, geschädigt werden und zu Ausfällen führen. Gerade durch die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ist hier auch in 2024 eine weitere Zunahme solcher Angriffe durch Täter in Osteuropa und Asien festzustellen. Unsere auch 2024 fortgesetzten hohen Investitionen (in entsprechende Hard- und Software, in IT Personal, in interne Prozesse für IT Notfälle und vieles mehr) sollen dazu beitragen, dieses Schadenspotential zu minimieren. Risikoeinschätzung: noch mittel, aber weiter steigend

Das Gelingen der organisatorischen Umsetzung der Unternehmensziele und die Verbreiterung des Managements im Inland und Ausland. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko, dass die geplante Anschub- und Vorfinanzierung der ausländischen Tochtergesellschaften nicht ausreicht, um die geplanten Geschäftsfelder in diesen Ländern zu erschlie- ßen oder aber, dass Managementprobleme in diesen relativ kleinen Landesgesellschaften das Wachstum hemmen. Risikoeinschätzung: mittel, Finanzierungsrisiko: gering

Der allgemeine, in der IT-Branche immer noch vorherrschende Fachkräftemangel qualifizierter Fachkräfte kann sich wachstumshemmend auf die Gesellschaft auswirken. Daneben besteht das Risiko von überproportional steigenden Gehältern in der IT-Branche, vor allem in westlichen Industrieländern. Dem wird insbesondere mit dem Aufbau von Fachpersonal in Regionen mit niedrigeren Gehaltsstrukturen entgegengewirkt (bspw. die Gesellschaften in Bulgarien und in Indien). Risikoeinschätzung: mittel

Bei der Vermarktung von IT-Produkten und korrespondierenden Dienstleistungen/Cloud Leistungen und der Einhaltung bestehender Import- und Exportregelungen/Restriktionen kann ein potentielles Haftungsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Risikoeinschätzung: gering

Im Zuge der Fortentwicklung der patentrechtlichen Rechtsprechung kann Software verstärkt dem Patentschutz zugänglich werden. Dadurch erhöht sich einerseits das Risiko auf unbeabsichtigte Verletzung von Rechten Dritter, andererseits kann sich dadurch aber auch die eigene rechtliche Situation verbessern. Auch kann die Notwendigkeit bestehen, wegen möglicher Schutz- und Markenrechteverletzungen gegen Dritte vorgehen zu müssen. Risikoeinschätzung: gering

Es kann keine Gewähr übernommen werden, dass der zunehmende Wettbewerb in der IT- Branche nicht zu Preisreduzierungen, verminderten Umsatzerlösen und geringeren Gewinnspannen sowie zu Einschränkungen der Expansionsbestrebungen führen kann. Risikoeinschätzung: mittel

Es besteht das Risiko von Zinserhöhungen und Veränderungen in den Währungsparitäten, was sowohl Auswirkungen auf variabel verzinsliche Kreditverbindlichkeiten als auch auf Umsatzerlöse und Margen haben kann. Risikoeinschätzung: gering

Es besteht ein allgemeines Ausfallrisiko bei Forderungen, welches durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert wird. Risikoeinschätzung: gering

Die globalen Krisen (Ukraine, Nahost, Spannungen mit China, Zollpolitik) und all ihre Folgen stellen Unternehmen generell vor erhebliche gesamtwirtschaftliche Herausforderungen. Mittel- bis langfristige Auswirkungen auf das Kundenverhalten sind schwer einzuschätzen. Durch die Messung des Auftragsobligos überwachen wir regelmäßig unseren Auftragsbestand und analysieren, ob es zu signifikanten Auftragsverschiebungen kommt. In diesem Fall leiten wir umgehend entsprechende Maßnahmen ein, um die wirtschaftliche Auswirkung zu minimieren. Risikoeinschätzung: mittel

Als global agierende Gruppe wird SEEBURGER durch verschiedene externe Faktoren beeinflusst, die sich nur schwer vorhersagen lassen. Unsicherheit in der globalen Wirtschaft und an den Finanzmärkten sowie gesellschaftliche und politische Instabilität, beispielsweise verursacht durch innerstaatliche Konflikte, Terroranschläge, Krieg oder internationale Konflikte, könnten unsere Geschäftstätigkeit beeinträchtigen. Auch wenn wir derzeit keinem unmittelbaren Risiko konfrontiert sind, so wurden trotzdem Maßnahmen ergriffen, die den Risiken begegnen und ihre negativen Folgen mindern sollen. Hierzu gehören der laufende Ausbau des Anteils von Cloud-, Softwaremieten (bzw. Software Subskriptionen) und Wartungsumsätzen sowie interne Kostendisziplin und eine konservative Finanzplanung. Risikoeinschätzung: mittel

Die bestehenden Risikofrüherkennungs- und Kontrollsysteme werden in den kommenden Jahren permanent weiter angepasst und optimiert. Zusammenfassend ist der Vorstand davon überzeugt, dass die identifizierten Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend für die SEEBURGER Gruppe sind.

Auf Basis verschiedener Trends bieten sich der SEEBURGER Gruppe vielfältige Wachstumschancen. Der Vorstand der SEEBURGER AG hat insbesondere die folgenden Chancen identifiziert:

Der Bereich Business Integration wird mit der vorhandenen Personaldecke sowie mit Neueinstellungen von Fachkräften im In- und Ausland konsequent weiter ausgebaut. Zielgerichtet werden weitere hochqualifizierte und international ausgerichtete, branchenerfahrene IT-Beratungs- und Vertriebsfachleute rekrutiert, um das angestrebte technologische und vertriebliche Wachstum auch in den Folgejahren personell abzusichern. Gleichzeitig soll die Managementbasis vor allem in der 2. Führungsebene weiter verbreitert werden.

Mit der erfolgreich vollzogenen Ausrichtung auf eine voll Cloud-fähige, Plattform unabhängige Architektur unserer Lösungen unterstreichen wir die kundenorientierte Ausrichtung auf neue Anforderungen und bilden damit die technologische Basis für ein nachhaltiges Wachstum der SEEBURGER Gruppe in den kommenden Jahren.

Aktiv werden unsere Cloud-Dienste in verschiedenen Varianten (als Full-Service, als Betriebsmodell „iPaaS“ zur Mitarbeit) positioniert, um so vom weiter wachsenden Trend zur Cloud profitieren zu können. Dies führt jedoch dazu, dass sich die Umsatzrealisierung, im Gegensatz zum einmaligen Softwareverkauf, auf mehrere Jahre verteilt.

Die Internationalisierung des Vertriebs wird weiter fortgesetzt, um vor allem konstantere und nachhaltigere Umsätze auch langfristig zu generieren. Schwerpunkte für die künftigen Jahre sind der Auf- und Ausbau der Märkte in Asien, USA und Westeuropa. In den Ländern, in denen die SEEBURGER Gruppe nicht selbst vertreten ist, wird auf kompetente Partner mit starkem Branchenfokus gesetzt.

Die Liquidität für die Finanzierung der Geschäftstätigkeit sowie die geplante Expansion ist durch den Finanzmittelbestand und den erwarteten Cashflow gesichert.

Der Vorstand ist davon überzeugt, dass die identifizierten Risiken derzeit weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdend für den Konzern oder eines seiner wesentlichen Tochterunternehmen sind. Aufgrund der weiteren Professionalisierung des Compliance-Teams und der ständigen Weiterentwicklung interner Prozesse zur Risikofrüherkennung ist der Vorstand zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den Risiken in unserem derzeitigen Risikoprofil ergeben, auch 2025 begegnen zu können.

VI. Gesamtaussage

Trotz des unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds blickt SEEBURGER auf eine sehr zufriedenstellendes Jahr 2024 zurück.

Insgesamt wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht über Plan um insgesamt 6%. Hervorzuheben ist dabei erneut die starke Dynamik im Cloudgeschäft, schließlich stiegen die Umsatzerlöse hier um 17% und bilden nun den größten Umsatzblock. Dies macht deutlich, dass die strategische Ausrichtung hin zu wiederkehrenden Umsatzerlösen (Cloud / Softwaremiete / Wartung) weiter umgesetzt und vorangetrieben wurden. Diese wird Stabilität und Planungssicherheit fördern. Auf der Kostenseite führten nachhaltige Einsparmaßnahmen und eine laufende Effektivitätsinitiative zu unterproportional steigenden Gesamtkosten der SEEBURGER Gruppe. Insgesamt stieg das EBIT damit deutlich auf TEUR 28.511.

Der Vorstand ist der Überzeugung, mit der organisatorischen Positionierung sowie seines breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots eine gute Marktposition aufgebaut zu haben und vor allem im Bereich von Business Integration die Marktführerschaft in Deutschland und Europa für sich reklamieren zu können. Es gibt nach Ansicht der Gesellschaft daher keinen Anhaltspunkt dafür, dass die SEEBURGER AG ausgehend von u. a.

dem Leistungswillen, dem Wissen und der Erfahrung von fast 1.100 hochqualifizierten Mitarbeitern im Konzern sowie der herrschenden leistungs- und teamorientierten Unternehmenskultur,

einer vorausschauenden Technologie- und Produktstrategie, einer permanenten Beobachtung der Märkte, engen strategischen Partnerschaften und dem eingeleiteten Ausbau der Entwicklungskapazitäten im In- und Ausland,

der Stärkung des Vertriebs durch lokalen Präsenz auf allen relevanten Märkten der Welt,

einem im Unternehmen geschaffenen Risikokontroll- und Steuerungsmechanismus,

vorsorglich getroffenen Maßnahmen gegen das Risiko von Schutzrechtsverletzungen durch Dritte,

nicht in der Lage ist, ihre Marktpositionen zukünftig zu verteidigen und weiter auszubauen.

 

Bretten, den 23. April 2025

SEEBURGER AG

Axel Haas, Vorstand, Co-CEO

Michael Kleeberg, Vorstand, Co-CEO

Matthias Feßenbecker, Vorstand, Co-CTO

Dr. Martin Kuntz, Vorstand, Co-CTO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SEEBURGER AG, Bretten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SEEBURGER AG, Bretten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der SEEBURGER AG, Bretten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 23. April 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Karsten Bender, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Straub, Wirtschaftsprüfer

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