NKD Group GmbH
Bühlstraße 5, 95463 Bindlach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ramona Suermann seit 21.1.2026 | Prokura |
Florian Jürgen Klaus Walter seit 13.8.2025 | Prokura |
Gabriele Maria Fluck seit 20.6.2024 | Prokura |
Nils Bolender seit 2.10.2023 | Geschäftsführer |
Abraham Tadesse Gemeda seit 18.4.2023 | Prokura |
Andreas Manfred Braun seit 22.12.2022 | Prokura |
Mario Reich seit 5.4.2022 | Prokura |
Bernd Hans Behr seit 5.4.2022 | Prokura |
Thomas Bauhüs seit 23.9.2020 | Prokura |
Torsten Schwiers seit 23.9.2020 | Prokura |
Alexander Pasquazi seit 23.9.2020 | Prokura |
Norbert Siedlaczek seit 23.9.2020 | Prokura |
Udo Stefan Wiedemann seit 7.11.2019 | Prokura |
Bernd-Dietrich Bockamp seit 10.7.2019 | Prokura |
Alexander Schmökel seit 10.1.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Fliegendes Pferd Midco Limited | 98.22% |
| 1.78% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
NKD Group GmbHBindlachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021Allgemeine Hinweise Die Gründung der Gesellschaft erfolgte mit Datum vom 5. Juli 2013 unter der Firmierung Blitz 13-466 GmbH. Die Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 208387) erfolgte mit Datum vom 14. November 2013. Durch Gesellschafterversammlung vom 16. Dezember 2013 erfolgte eine Umfirmierung in NKD Holdings GmbH. Die Eintragung beim Amtsgericht München erfolgte am 19. Dezember 2013. Durch Gesellschafterversammlung vom 27. Januar 2014 erfolgte eine Verlegung des Sitzes nach Bindlach. Die Eintragung beim Amtsgericht Bayreuth (HRB 5902) erfolgte am 17. Februar 2014. Die Löschung beim Amtsgericht München erfolgte am 25. Februar 2014. Mit Datum vom 31. Mai 2019 erwarb die Fliegendes Pferd Bidco GmbH, Bindlach sämtliche Anteile an der Gesellschaft. Die Eintragung Fliegendes Pferd Bidco GmbH mit der neuen Firmierung Pegasus International GmbH beim Amtsgericht Bayreuth (HRB 7021) erfolgte am 30. August 2019. Durch Gesellschafterversammlung vom 8. September 2020 erfolgte eine Umfirmierung in NKD Group GmbH. Die Eintragung beim Amtsgericht Bayreuth erfolgte am 28. September 2020. Auf die Gesellschaft als übernehmender Rechtsträger (übernehmende Gesellschaft) wurde rückwirkend zum 1. Januar 2020 (Verschmelzungsstichtag im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG) das damalige Tochterunternehmen NKD Services GmbH, Bindlach (Amtsgericht Bayreuth, HRB 5758) ("NKD Services", übertragende Gesellschaft), aufgrund eines Verschmelzungsvertrags vom 29. Oktober 2020, der Beschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom selben Tag sowie der nachträglichen Erklärung zum Vertrag vom 15. Dezember 2020 verschmolzen. Die Eintragung beim Amtsgericht Bayreuth erfolgte am 11. November 2020. Die NKD Services hat ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung auf die NKD Group GmbH als übernehmenden Rechtsträger gem. § 2 Nr. 1, §§ 46 ff. UmwG (Verschmelzung durch Aufnahme) übertragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für den Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). Angaben, die wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses vorwiegend im Anhang aufgeführt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit Ausnahme der Ermittlung der Anschaffungsnebenkosten der Warenbestände die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der planmäßigen Abschreibung wird die lineare Abschreibungsmethode verwendet. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen mit begrenzter Nutzungsdauer liegen den planmäßigen linearen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig mittels der linearen Methode abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände bis zu einem Nettowert von Euro 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben, ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Geringwertige Anlagegüter die Euro 250,00 aber Euro 1.000,00 nicht übersteigen, werden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz in einen steuerlichen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Abschreibungen für die Sachanlagen erfolgen linear, basierend auf der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände:
Das als Finanzierungsleasing ausgewiesene Gebäude des Logistikzentrums wird über die unkündbare Grundmietzeit von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. In fremder Währung angeschaffte Waren werden zum jeweiligen Transaktionskurs unter Berücksichtigung eventueller Sicherungsgeschäfte im Zeitpunkt der Anschaffung bilanziert. Zum Stichtag erfolgt eine Abwertung auf den Stichtagskurs, wenn dieser zu geringeren Anschaffungskosten führt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Gesellschaft bewertet die Warenbestände zu den historischen Anschaffungskosten oder zu geringeren Verkaufspreisen abzüglich der noch anfallenden Verkaufskosten. Die noch anfallenden Verkaufskosten werden ermittelt als ein Prozentsatz des erwarteten Verkaufspreises für den jeweiligen Warenartikel. In die Ermittlung der Verkaufskosten gehen die Logistikkosten (für im Zentrallager inventarisierte Artikel) und alle variablen Kosten der Filialen über den Abverkaufszeitraum (im Wesentlichen Marketingkosten) ein. Die Gesellschaft hat sämtliche Kosten der Verbringung der Handelswaren vom Zentrallager zu den Filialen als Anschaffungskosten aktiviert. Die wesentlichen Bestandteile dieser Kosten betreffen die Personalkosten des Zentrallagers, die direkt dem Handling der Handelswaren zuzurechnen sind, interne und externe Transportkosten vom Zentrallager in die Filialen, Mautgebühren und Verpackungskosten. Die Gesellschaft verspricht sich von der Einbeziehung der beschriebenen Kosten eine bessere Darstellung der Anschaffungskosten, die für die Gesellschaft anfallen, um die Waren in den NKD Filialen zu verkaufen. Zusätzlich ist die Gesellschaft davon überzeugt, dass der gewählte Bewertungsansatz zu einer besseren Vergleichbarkeit der Kosten mit den Wettbewerbern von NKD führt. Im Rahmen der verlustfreien Bewertung werden Bewertungseinheiten hinsichtlich gleichartiger Artikel vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Ausfallrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellt vorausbezahlte Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag dar. Das Gezeichnetes Kapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die zu dem fortgeschriebenen Barwert angesetzte Finanzverbindlichkeit aus dem Finanzierungsleasing wird über die unkündbare Grundmietzeit annuitätisch aufgelöst. Der angewendete Zinssatz beträgt 5,0%. Die Leasingverbindlichkeit aus dem Finanzierungsleasing wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Grundlage für die Umrechnung von Fremdwährungsguthaben bzw. -verbindlichkeiten in Euro sind die jeweiligen Mittelkurse zum Entstehungstag unter Beachtung des niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurses am Bilanzstichtag. Zum Bilanzstichtag noch offene Devisenoptionen werden mit ihren bezahlten Prämien als Anschaffungskosten oder dem geringeren Marktwert zum Bilanzstichtag bewertet; über die historischen Anschaffungskosten hinausgehende Marktwerte der Devisenoptionen werden nicht für die Bilanzierung berücksichtigt. Das von staatlichen Behörden gezahlte Kurzarbeitergeld stellt einen durchlaufenden Posten dar und wird daher nicht erfolgswirksam erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen NKD Group GmbH (HGB) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.
Anlagevermögen Die Abschreibung der Dachmarke "NKD", die im Jahr 2020, im Zuge der Verschmelzung und damit einhergehend der Aufdeckung stiller Reserven, aktiviert wurde, beträgt TEUR 1.042 (Vorjahr TEUR 1.039). Mit Gesellschafterbeschluss vom 9. März 2021 beschließt die Gesellschaft eine Erhöhung der Kapitalrücklage bei der NKD d.o.o. (Slowenien) in Höhe von EUR 1.383.469,22. Mit Gesellschafterbeschluss vom 9. März 2021 beschließt die Gesellschaft eine Erhöhung der Kapitalrücklage bei der NKD Moda d.o.o. (Kroatien) in Höhe von HRK 9.114.163,61. Zum Bilanzstichtag stellt sich der Anteilsbesitz wie folgt dar:
* vor Ergebnisabführungsvertrag
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Mietkautionen in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr TEUR 750) für das Zentrallager in Bindlach, die eine Restlaufzeit bis zum 30. November 2029 haben. Die Restlaufzeit aller übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt wie im Vorjahr weniger als ein Jahr. Des Weiteren weist die die NKD Group im Wesentlichen Steuerrückforderungen in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr TEUR 270) aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 42.610 (Vorjahr TEUR 36.822) Forderungen gegen die Gesellschafterin Pegasus International GmbH, Bindlach. Es handelt sich dabei um Darlehensforderungen, sowie Forderungen aus Leistungen, Verrechnungen im Zuge der umsatzsteuerlichen Organschaft und Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beläuft sich zum Stichtag auf 25.000 Anteile zu je EUR 1, in Summe TEUR 25 (Vorjahr TEUR 25) und ist zum Bilanzstichtag voll eingezahlt. Kapitalrücklage Es besteht eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 8.022 (Vorjahr TEUR 8.022). Jahresergebnis Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt TEUR -37.633 (Vorjahr TEUR -12.865) für das aktuelle Geschäftsjahr und wird aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages von der Pegasus International GmbH ausgeglichen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Personalrückstellungen (TEUR 1.280, Vorjahr TEUR 1.889), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 19.018, Vorjahr TEUR 6.967), Rückstellung für Retouren (TEUR 60, Vorjahr TEUR 60) und übrigen Rückstellungen (TEUR 455, Vorjahr TEUR 2.382) zusammen. Daneben bestanden noch Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr TEUR 120). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 60.407 (Vorjahr TEUR 77.352) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Pegasus International GmbH, Bindlach. Es handelt sich dabei um Darlehensverbindlichkeiten, Verrechnungen und Managementumlagen. Zum 30. September 2019 haben die Fliegendes Pferd Group S.à r.l., Luxemburg ("Fliegendes Pferd Group") und die Gesellschaft einen konzerninternen Darlehensvertrag (Brückendarlehensvertrag) geschlossen, gemäß dem die Fliegendes Pferd Group der NKD Services ein konzerninternes Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 30 Mio zur Verfügung stellt. Der Nominalzinssatz beträgt 4,0% p. a. Der ausstehende Restbetrag einschließlich aufgelaufener Zinsen ist spätestens zum 31. Dezember 2025 rückzahlbar, eine frühere Rückzahlung durch die Gesellschaft ist möglich. Der ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Brückendarlehens beläuft sich damit zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 27.129 zzgl. aufgelaufener Zinsen von TEUR 274 (Vorjahr TEUR 26.086 zzgl. TEUR 263). Mit Rangrücktrittsvereinbarungen vom 8. April 2020 sind die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe des Nominalbetrags nachrangig gestellt. Die Verbindlichkeiten treten hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der übrigen Gläubiger der NKD Gruppe, einschließlich der Gläubiger im Rang des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO. Mit ebenfalls zurückgetretenen Gläubigern besteht Gleichrang. Mit Vertrag vom 9. April 2020 erhielt die Gesellschaft ein Darlehen (ABL-Finanzierung) in Höhe von TEUR 21.000 von der NKD Finance S.à r.l., das spätestens bis zum 30. September 2023 zurückzuzahlen ist. Der Zinssatz beträgt derzeit 5% p.a. Der ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Darlehens beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 21.852 zzgl. aufgelaufener Zinsen von TEUR 1.184 (Vorjahr TEUR 21.000 zzgl. TEUR 764). Mit Vertrag vom Februar 2021 hat die Gesellschaft ein Bankdarlehen in Höhe von TEUR 25.000 mit einem Jahreszinssatz von 1,5% p. a. im Rahmen einer Landesbürgschaft bei der Oberbank AG aufgenommen. Der noch ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Darlehens beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 17.500. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus einem mehrjährigen Miet- und Pachtvertrag im Zusammenhang mit den in Bindlach befindlichen Lager- und Verwaltungsgebäuden in Höhe von jährlich TEUR 3.400 (Vorjahr TEUR 2.910). Insgesamt belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen über die verbleibende Restlaufzeit des Vertrags auf TEUR 26.917 (Vorjahr TEUR 11.398). Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit bis zum 30. November 2029. Die Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung. Zudem hat die Gesellschaft diverse Leasingverträge im IT-Bereich abgeschlossen, die Mindestverpflichtungen über die verbleibenden Leasinglaufzeiten belaufen sich auf TEUR 58 in den nächsten 5 Jahren (Vorjahr TEUR 74). Weitere Leasingverträge bestehen im Bereich von Automobilleasingverträgen mit einer Gesamtverpflichtung von TEUR 1.437 in den nächsten 5 Jahren (Vorjahr TEUR 1.784). Im EDV-Bereich bestehen zum 31. Dezember 2021 Wartungsverträge mit einem Gesamtvolumen von ca. TEUR 442 (Vorjahr TEUR 482). Zudem ist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 Verpflichtungen zum Bezug von Waren in Höhe von TEUR 137.168 (Vorjahr TEUR 90.818) eingegangen. Am 17. Februar 2021 schloss die NKD Group GmbH einen Support Letter mit der NKD Moda d.o.o. (Kroatien) ab, in der die Gesellschaft sich verpflichtet, mindestens für die nächsten zwölf Monate die erforderliche finanzielle und sonstige Unterstützung zu gewähren, damit die NKD Moda d.o.o. weiterhin Handel treiben und seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Gesellschaft bestätigt mit dem Schreiben, dass es die Absicht ist, die Beteiligung an der NKD Moda d.o.o. aufrechtzuerhalten. Am 20. April 2021 schloss die NKD Group GmbH einen Support Letter mit der NKD d.o.o. (Slowenien) ab, in der die Gesellschaft sich verpflichtet, mindestens für die nächsten zwölf Monate die erforderliche finanzielle und sonstige Unterstützung zu gewähren, damit die NKD d.o.o. weiterhin Handel treiben und seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Gesellschaft bestätigt mit dem Schreiben, dass es die Absicht ist, die Kontrolle an der NKD d.o.o. mindestens für die nächsten zwölf Monate zu behalten. Unter der Position Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden Bankguthaben in Höhen von TEUR 1.835 (Vorjahr TEUR 1.070) an Dritte verpfändet. Außerdem wurde in 2020 durch die NKD Finance S.à r.l. eine neue Finanzierung über TEUR 21.000 gegenüber Barclays Bank PLC abgeschlossen. Dieses Darlehen ist durch die Verpfändung des gesamten Vorratsvermögens der NKD Group GmbH besichert. Die Gesellschaft muss jederzeit ein Sicherheitendeckungsverhältnis von mindestens 1,00:1 einhalten (Financial Covenant) einhalten. Aufgrund des über das komplette Geschäftsjahr hinweg hohen Vorratsbestands ist mit einer vorzeitigen Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Mit nahestehenden Unternehmen, zu denen die Gesellschaft nicht in einem mittel- oder unmittelbar 100%-igem Anteilsverhältnis steht und die in den Konzernabschluss einbezogen werden, und Personen wurden keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgeschlüsselt nach Warengruppen setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:
Unterteilt nach regionalen Aspekten teilen sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:
Sonstige betriebliche Erträge Die "sonstigen betrieblichen Erträge" enthalten:
Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 331 (Vorjahr TEUR 48) und resultieren im Wesentlichen aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten. Aus Währungsumrechnungen sind Erträge in Höhe von TEUR 1.266 (Vorjahr TEUR 2.501) enthalten, davon TEUR 1.266 (Vorjahr TEUR 625) aus realisierten Währungsumrechnungen. Materialaufwand Skontoerträge sind vom Materialaufwand abgesetzt. Personalaufwand Das von staatlichen Behörden gezahlte Kurzarbeitergeld beträgt TEUR 111 (Vorjahr TEUR 364). Das Kurzarbeitergeld stellt einen durchlaufenden Posten dar und wird daher nicht erfolgswirksam erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" setzt sich aus folgenden Posten zusammen:
Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 52 (Vorjahr TEUR 63) und resultieren im Wesentlichen aus Mietnebenkosten. Aus Währungsumrechnungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.902 (Vorjahr TEUR 1.876) enthalten, davon TEUR 1.606 (Vorjahr TEUR 302) aus realisierten Währungsumrechnungen. Sonstige Angaben Es waren durchschnittlich die folgenden Mitarbeiter bei der Gesellschaft beschäftigt (Ermittlung erfolgt nach §§ 285 Nr. 7, 267 Abs. 5 HGB):
Derivative Finanzinstrumente Als derivative Finanzinstrumente werden Devisentermingeschäfte zur Steuerung des Währungsrisikos - im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Liefer- und Leistungsverkehr mit ausländischen Lieferanten - eingesetzt. Die Kontrakte werden nur über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
Bei dem Bilanzposten für die Devisenoptionen zum 31. Dezember 202 handelt es sich um den geringeren Betrag aus dem Vergleich der Anschaffungskosten/Prämien, die die Gesellschaft für diese Optionen gezahlt hat, und dem Marktwert der Devisenoptionen zum Bilanzstichtag; in allen Fällen war der Marktwert der Devisenoptionen höher als die historischen Anschaffungskosten und daher erfolgte dann die Bilanzierung entsprechend dem Anschaffungskostenprinzip. Der Ausweis der Devisenoptionen in der Bilanz erfolgt im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände". Die ausgewiesenen Zeitwerte (= Marktwerte) entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente werden durch finanzmathematische Berechnungen auf der Grundlage marktüblicher Modelle (Barwertmethode) ermittelt. Wesentliche Verträge Verkaufskommissionsvertrag mit der NKD Deutschland GmbH Mit Vereinbarung vom 26. Juni 2014 und mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 sowie mit letzter Änderung vom 20. Dezember 2017 wurde zwischen der Gesellschaft (im Folgenden "Services" oder "Kommittent") und der NKD Deutschland GmbH, Bindlach, (im Folgenden "Deutschland" oder "Kommissionär") ein Verkaufskommissionsvertrag (im Folgenden "VKV") geschlossen. Dabei verkauft die NKD Deutschland GmbH als Kommissionär im eigenen Namen, aber für Rechnung der Services als Kommittent Handelsware in den NKD Filialen. Die Handelswaren bleiben bis zum Erhalt des vollständigen Kaufpreises von dem Endverbraucher aus den jeweiligen Kommissionsgeschäften im Eigentum des Kommittenten. Ein Eigentumsübergang auf den Kommissionär findet nicht statt. Der Kommissionär haftet für den Verlust und Beschädigung der ihm zum kommissionsweisen Verkauf bereitgestellten Handelswaren, es sei denn, dass der Verlust oder die Beschädigung auf Umständen beruht, die durch die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns nicht abgewendet werden konnten. Der Kommittent legt die Preise fest und gibt sie dem Kommissionär vor. Forderungen gegen die Endverbraucher aus Geschäftsabschlüssen über die Internetplattform werden vom Kommissionär an Zahlungsdienstleister abgetreten. Der Kommissionär erhält Aufwendungsersatz sowie einen Gewinnaufschlag jeweils zzgl. Umsatzsteuer. Der Gewinnaufschlag beträgt 2,5% des Aufwands mit Ausnahme der u. a. Aufwandsposten, die ohne Aufschlag zu berechnen sind:
Ergebnisabführungsverträge Mit Datum vom 18. November 2020 wurde zwischen der Pegasus International GmbH als herrschendem Unternehmen (Organträger) und der NKD Group GmbH (Organgesellschaft) rückwirkend mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Diesem hat die Gesellschafterversammlung vom 3. Dezember 2020 zugestimmt. Mit Datum vom 18. November 2020 wurde zwischen der NKD Group GmbH als herrschendem Unternehmen und der NKD Deutschland GmbH rückwirkend mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Diesem hat die Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2020 zugestimmt. Abschlussprüferhonorar Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 gliedert sich wie folgt:
Angaben zum Mutterunternehmen und zum Konzernabschluss Muttergesellschaft der NKD Group GmbH ist die Pegasus International GmbH mit Sitz in Bindlach. Der Jahresabschluss der NKD Group GmbH wird in den Konzernabschluss der Pegasus International GmbH einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar und ist elektronisch beim Betreiber des deutschen Bundesanzeigers erhältlich. Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der NKD Group GmbH in den Konzernabschluss der Fliegendes Pferd Group einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt den größten Konsolidierungskreis dar und ist am Sitz der Muttergesellschaft in Luxemburg erhältlich. Der Konzernabschluss der Pegasus International GmbH sowie der Konzernabschluss der Fliegendes Pferd Group soll gemäß § 291 HGB die NKD Group GmbH von der Verpflichtung zur Erstellung eines Teilkonzernabschlusses und eines Teilkonzernlageberichts befreien. Angaben zur Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft waren
Die Geschäftsführer waren und sind nicht unmittelbar bei der NKD Group GmbH beschäftigt. Insoweit wurden ihnen von der Gesellschaft auch keinerlei Bezüge gewährt. Die Gesellschaft und die NKD Deutschland GmbH haben jedoch im Geschäftsjahr 2021 in Summe Weiterbelastungen von der Pegasus International GmbH in Höhe von TEUR 1.782 für die Gehälter, Abfindungszahlungen sowie für sonstige Vergütungen der Geschäftsführung bekommen. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Folgen des Coronavirus sind auch noch in 2022 spürbar und stellen ein exogenes Ereignis dar, mit ebensolchen Auswirkungen sowohl auf die Unternehmen selbst als auch auf ihr Umfeld. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Zugangsbeschränkungen von Einzelhandelsgeschäften sieht sich die gesamte Einzelhandelsbranche umfangreichen Herausforderungen ausgesetzt. Dies führte zwangsläufig dazu, dass die NKD Gruppe in den ersten Monaten des Jahres 2022 die geplanten Werte für Umsatz, Profitabilität und Cashflow nicht erreichen konnte. Hinzu kommt seit Februar 2022 der Ukraine/Russland Konflikt, dessen Auswirkungen für NKD gegenwärtig nicht unmittelbar sind, jedoch noch nicht abgesehen werden können. Es liegt weiterhin keine erkennbaren Beeinträchtigungen der Lieferkette vor, weswegen die NKD Gruppe in der Lage war, Filialen regelmäßig mit neuer Ware zu beliefern. Als Reaktion auf diese Beeinträchtigung des Geschäftsverlaufs wurden umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung des Free Cashflow und zur Begrenzung der negativen Auswirkungen auf das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2022 eingeleitet. Folgende Maßnahmen wurden getroffen:
Die weitere Entwicklung der Covid-19 Pandemie und der Umfang der damit verbundenen Maßnahmen und die Entwicklungen des Ukraine/Russland Konflikts sind nach derzeitigem Kenntnisstand ungewiss und erschweren die Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2022. Dementsprechend hat die Geschäftsleitung die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2022 gegenüber der ursprünglichen Planung angepasst und die sich durch die staatlichen Eingriffe in den Einzelhandel zur Bekämpfung der Pandemie ergebenden Chancen und Risiken für den Geschäftsverlauf einbezogen. Mögliche Auswirkungen des Ukraine/Russland Konflikts, v. a. im Hinblick auf das Konsumverhalten sind derzeitig nicht einschätzbar und bleiben deshalb unberücksichtigt. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden sämtliche Beschränkungen im Einzelhandel für den Kernmarkt Deutschland aufgehoben. Im Verlauf der erfolgten Öffnungsschritte hat sich bereits eine positive Geschäftsentwicklung gezeigt und die täglichen Umsatzerlöse der Filialen entwickeln sich wieder auf dem Niveau des ursprünglichen Plans für das Jahr 2022. Unter der Annahme der Fortführung dieser Entwicklung und ohne nennenswerte Auswirkungen der Ukraine/Russland Krise auf das Geschäft der NKD Gruppe werden für das Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von EUR 640 Mio bis EUR 675 Mio erwartet. Für das entsprechende EBITDA wird ein Wert zwischen EUR +100 Mio und EUR +120 Mio prognostiziert. Basierend auf der aktualisierten Planung für das Jahr 2022 und der Entwicklung der ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres erwarten wir auch für die Gesellschaft, für die Umsatzerlöse eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um 34 bis 41 Prozent und für das EBITDA, eine Bandbreite von EUR 19 Mio bis EUR 31 Mio, da die Gesellschaft sämtliche operativen Konzerngesellschaften mit Ware ausstattet. Basierend auf der momentanen Prognose und der grundsätzlich stabilen Gesamtkostensituation, erwartet das NKD-Management, alle Zahlungsverpflichtungen für die kommenden 12 Monate stets erfüllen zu können. Alle Investitionen sowie laufende Zahlungsverpflichtungen werden voraussichtlich durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf den Lagebericht. Am 28. März 2022 schloss die NKD Group GmbH einen Support Letter mit der NKD d.o.o. (Slowenien) ab, in der die Gesellschaft sich verpflichtet, mindestens für die nächsten zwölf Monate die erforderliche finanzielle und sonstige Unterstützung zu gewähren, damit die NKD d.o.o. weiterhin Handel treiben und seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Die Gesellschaft bestätigt mit dem Schreiben, dass es die Absicht ist, die Kontrolle an der NKD d.o.o. mindestens für die nächsten zwölf Monate zu behalten. Mit Gründungsurkunde vom 26. April 2022 hält die NKD Group GmbH 100% der Anteile an der NKD Moda spółka z o.o. ("in Gründung"), Lubin, Polen.
Bindlach, den 3. Mai 2022 Alexander Schmökel, Vorsitzender der Geschäftsführung Stefan Macheleidt, Geschäftsführer Finanzen Christian Welles, Geschäftsführer Vertrieb Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021der NKD Group GmbH, Bindlach1. Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell der Gesellschaft Die NKD Group GmbH (im Folgenden kurz: "NKD Group" oder die "Gesellschaft"), ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Pegasus International GmbH, Bindlach, und hat im Rahmen des NKD Konzerns die Funktion für sämtliche Vertriebsgesellschaften des Konzerns
In diesem Zusammenhang und zu einem besseren Verständnis der wirtschaftlichen Beziehungen der NKD Group GmbH mit den restlichen verbundenen Unternehmen ist nachfolgend die Konzernstruktur der Pegasus International (NKD) Gruppe dargestellt.
Zudem vertreibt die Gesellschaft auf der Grundlage eines mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 abgeschlossenen und letztmalig am 20. Dezember 2017 geänderten Verkaufskommissionsvertrages als Kommittent die gesamten Waren der NKD Gruppe in Deutschland über das Filialnetz des Kommissionärs und verbundenen Unternehmens NKD Deutschland GmbH, Bindlach. Die NKD Gruppe mit Sitz in Bindlach ist ein internationaler Value-Retailer- und Nahversorger mit Schlüsselmärkten in Mitteleuropa. Die Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2021 ca. 2.000 Filialen (31. Dezember 2020: ca. 1.900 Filialen) in hauptsächlich kleineren und mittleren Städten und Einkaufszentren mit Schwerpunkt Deutschland, Österreich und Italien, sowie in geringerer Filialanzahl in Kroatien, Slowenien und Tschechien. Mit etwa 8.700 Angestellten (31. Dezember 2020 etwa 8.500 Angestellte) stellt die NKD Gruppe einen der größten deutschen Textildiscounter dar. NKD bietet eine ausgewogene Auswahl an Textilien und Gebrauchsgütern, sowohl als dauerhaftes und saisonales Sortiment. 1.2 Ziele und Strategien Die NKD Group GmbH hat als zentrale Dienstleistungsgesellschaft des NKD Konzerns eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung der Strategie und deshalb ist die Entwicklung der Gesellschaft eng mit der des Konzerns verbunden. Filialportfolio Trotz des durch Covid-19 herausfordernden Umfelds hat NKD weiterhin in die Zukunft investiert und das Filialportfolio durch neue Eröffnungen weiter vergrößert. Die NKD Gruppe hat zum 31. Dezember 2021 insgesamt 1.993 (31. Dezember 2020 1.896) Filialen betrieben. Neben dem Schlüsselmarkt Deutschland (ca. 1.320 Filialen), in dem mehr als 59,3% der Umsatzerlöse erzielt werden, ist die NKD Gruppe in Österreich (ca. 300 Filialen), Italien (ca. 240 Filialen), Slowenien (ca. 60 Filialen), Kroatien (ca. 40 Filialen) sowie in der Tschechischen Republik (30 Filialen) vertreten. Im Betrachtungszeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 wurden insgesamt 97 Filialen eröffnet. Online-Geschäft Der Fokus von NKD liegt auch in 2022 weiterhin auf dem stationären Filialportfolio. Für 2022 sind daher weitere 205 Eröffnungen über alle Länder hinweg geplant. Vor allem Deutschland und Italien stehen in der Expansion dabei stark Fokus. Neben Filialen betreibt die NKD Gruppe auch einen Onlineshop. Das Onlinegeschäft ist bereits im Jahr 2020 aufgrund der Coronakrise im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16% gewachsen. Auch im Jahr 2021 konnte wieder ein Wachstum von 11% im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden. Während die Click & Collect Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um etwa 33% zurückgegangen sind, stieg der Umsatz der Direktbelieferung zum Kunden um ca. 45%. Investitionen in die IT Infrastruktur Investitionen in unsere IT-Landschaft und -Infrastruktur sind ein wichtiger Faktor, um die Effizienz des Unternehmens weiter zu verbessern und neue Möglichkeiten durch Digitalisierung zu realisieren. In 2021 wurden klassische Virenschutzlösungen durch moderne EDR-Systeme ersetzt und Alt-Systeme durch moderne ausgetauscht. Soziale Verantwortung Als Unternehmen sind wir uns über unsere soziale Verantwortung im Klaren und sehen diese als einen integralen Bestandteil unserer Firmenpolitik. Seit Jahren unterliegt die Einhaltung unserer Sozialstandards in unseren Produktionsländern einem Verhaltenskodex für Hersteller und Lieferanten des NKD Konzerns und damit der Gesellschaft. Dieser Verhaltenskodex ist so konzipiert, dass sichergestellt wird, dass sich alle unsere Partner bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit fair, ehrlich und verantwortungsbewusst verhalten. Der Verhaltenskodex von NKD umfasst die folgenden Schlüsselelemente: Keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, keine Bestrafung oder Belästigung, keine Diskriminierung, Vereinigungsfreiheit, Schutz von Gesundheit und Sicherheit, Löhnen/Gehältern und Arbeitszeiten sowie der Umwelt. Als Teil unserer weiteren Entwicklung streben wir die Einhaltung unseren sozialen Verpflichtungen im In- und Ausland an. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Als Teil des NKD Konzerns wirken sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in gleichem Maße auf die NKD Group GmbH aus, weshalb gerade in Bezug auf die Rahmenbedingungen, die Konzernsicht eine ganzheitliche Sichtweise der NKD Gruppe darstellt. Aufgrund der starken Präsenz der NKD Gruppe in Zentraleuropa haben sowohl wirtschaftliche Entwicklung als auch das Verbraucherverhalten in dieser Region einen starken Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Andererseits, aufgrund der starken Abhängigkeit von den internationalen Beschaffungsmärkten ist NKD mit strategischen Supply Chain Risiken konfrontiert, insbesondere in den südostasiatischen Ländern. Die weiteren Ausführungen zu diesem Punkt sind aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit Unsicherheit belastet. Insbesondere sind verlässliche Aussagen zur künftigen Entwicklung gegenwärtig nicht belastbar darstellbar und im Wesentlichen davon abhängig, ob es zu erneuten Einschränkungen beim Einzelhandel in den für NKD bedeutsamen Märkten kommen wird. Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2021 war weiterhin durch die Corona-Krise beeinträchtigt. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagnen und der allmählichen Aufhebung der Beschränkungen erholte sich die EU-Wirtschaft im Frühjahr jedoch kräftig und setzte das Wachstum im Sommer weiter fort. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt verbesserten sich im zweiten Quartal deutlich: Es wurden etwa 1,5 Millionen Arbeitsplätze geschaffen, und die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden stieg rasch wieder an, da viele Arbeitnehmer aus den Beschäftigungsprogrammen ausgeschieden sind. Im dritten Quartal erreichten Produktion und Arbeitslosigkeit in der EU insgesamt praktisch wieder das Vorkrisenniveau, wenngleich das Tempo der Erholung in den einzelnen Ländern unterschiedlich ist. Dank der starken und gut koordinierten Krisenreaktion der EU scheint der Schaden für die EU-Wirtschaft deutlich geringer zu sein als zu Beginn der COVID-19-Pandemie befürchtet. Allerdings ist die Nachfrage - in der EU, aber auch in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften - so stark gestiegen, dass das Angebot damit nur schwer Schritt halten kann. Logistikstaus, überlastete Lieferketten und Engpässe bei Rohstoffen und Zwischenprodukten wie Mikrochips beeinträchtigen die Produktion und die Lieferzeiten. Steigende Energiepreise, vor allem für Erdgas und Elektrizität, hemmen ebenfalls das Wachstum und verstärken den Inflationsdruck. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Produktion einschränkt, ist der Mangel an Arbeitskräften, der sich zumindest in einigen Sektoren abzeichnet. Die Unsicherheit ist jedoch nach wie vor groß. Der jüngste Anstieg der COVID-19-Fälle in ganz Europa hat uns eindringlich daran erinnert, dass COVID-19 noch nicht besiegt ist und dass eine weitere Erhöhung der Impfraten - innerhalb und außerhalb der EU - für eine nachhaltige Erholung von entscheidender Bedeutung ist. Die Angebotsseite der Wirtschaft hat Mühe, mit den abrupten Schwankungen in Höhe und Zusammensetzung der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten. Davon sind mehrere Schlüsselindustrien betroffen, darunter die globale Logistik und die Produktion von Rohstoffen und Mikroprozessoren. Sporadisch auftretende lokale pandemiebedingte Schließungen und ein sich abzeichnender Arbeitskräftemangel verstärken die Störungen noch. Steigende Energiepreise, vor allem für Erdgas und Strom, dürften die Wachstumsdynamik kurzfristig ebenfalls dämpfen. Nach einem drastischen Rückgang im Jahr 2020 sind die Energiepreise in den letzten Monaten in rasantem Tempo gestiegen und liegen nun über dem Niveau vor der Pandemie. Die hohen Energiegroßhandelspreise schlagen sich auf die Endverbraucherpreise für Haushalte und Produzenten nieder, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß und Tempo in den einzelnen Ländern, was sich möglicherweise auf den Verbrauch und die Unternehmensinvestitionen auswirkt. 1 Die Entwicklung der für die relevantesten Märkte stellt sich wie folgt dar: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Jahr 2021 um 2,8% und ist somit nach dem Rückgang im Vorjahr wieder gestiegen. In Zukunft wird das BIP schätzungsweise in 2022 um 3,6% steigen. Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf und den damit zusammenhängenden staatlichen Maßnahmen. Die Lockerung der Eindämmungsmaßnahmen hat in den letzten Monaten die Ausgaben für Dienstleistungen angekurbelt; allerdings bremsen Versorgungsengpässe das verarbeitende Gewerbe und dämpfen den Aufschwung der Exporte und Investitionen. Auch die Materialknappheit dürfte in den kommenden Monaten zusammen mit Basiseffekten und höheren Energiepreisen für zusätzlichen Inflationsdruck sorgen. Dennoch sind die Voraussetzungen für eine Erholung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes gut. Das Haushaltsdefizit wird sich den Projektionen zufolge in den Jahren 2022 und 2023 verringern, wenn die politische Unterstützung zurückgenommen wird und die Wirtschaft von der Erholung in die Expansion übergeht. 2 Österreichs BIP stieg 2021 nach dem Rückgang im Jahr 2020 um 4,7% und wird 2022 voraussichtlich um 4,3% wachsen. Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf. Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen führten im Jahr 2020 zu einem starken wirtschaftlichen Rückgang. Im Jahr 2021 begann sich die Wirtschaftstätigkeit aufgrund des starken Nachholbedarfs zu erholen. Die wirtschaftliche Expansion dürfte sich 2022 beschleunigen und 2023 fortsetzen. Trotz erheblicher Steuererleichterungen wird das gesamtstaatliche Defizit im Jahr 2022 mit dem schrittweisen Auslaufen der Unterstützungsmaßnahmen zurückgehen.
1 Quelle: Autumn 2021 Economic Forecast,
European Commission
Italiens BIP stieg 2021 nach dem Rückgang in 2020 um 6,5% und wird voraussichtlich 2022 um 4,1 % wachsen. Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf. Nach dem Aufschwung im Jahr 2021 dürfte das reale BIP weiterwachsen, auch wenn es in nächster Zeit auf Gegenwind stoßen wird. Es wird erwartet, dass die Inlandsnachfrage, insbesondere die lebhaften Investitionsausgaben, das Wachstum stützen wird. Das öffentliche Defizit und der öffentliche Schuldenstand dürften dank der wirtschaftlichen Erholung im Verhältnis zum BIP zurückgehen. Der Preisdruck bei den Rohstoffen dürfte die Inflation im nächsten Jahr auf über 2 % ansteigen lassen. 3 Der Aufschwung der kroatischen Wirtschaft setzte sich 2021 - nach dem Rückgang in 2020 - fort, vor allem gestützt durch den starken privaten Verbrauch und eine unerwartet gute Entwicklung des Tourismussektors. Die günstigen wirtschaftlichen Entwicklungen wirkten sich auch auf den Arbeitsmarkt aus, der eine starke Beschäftigungsdynamik verzeichnete. Da sich auch das gesamtstaatliche Defizit nach der Verschlechterung im Jahr 2020 verbessert hat, dürfte der Schuldenstand stetig sinken. Obwohl die Aussichten günstig sind, könnten mehrere Risiken den Wachstumspfad belasten. 4 Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf. Die slowenische Wirtschaft ist 2021 im Vergleich zu 2020 rasch gewachsen. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft bereits im dritten Quartal 2021 wieder das Niveau von 2019 erreicht und auch 2022-23 ein starkes Wachstum verzeichnen wird, das von Konsum und Investitionen getragen wird. Hohe laufende Ausgaben werden voraussichtlich eine stärkere Verbesserung der öffentlichen Finanzen behindern. Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf. Die tschechische Wirtschaft hat sich zwar von der Rezession im Jahr 2020 erholt, doch die negativen Auswirkungen der Unterbrechung der Lieferkette werden der tschechischen Wirtschaft im Jahr 2021 zu schaffen machen. Für Anfang 2022 wird eine Beschleunigung der Wirtschaftstätigkeit prognostiziert, die sowohl von der Inlands- als auch der Auslandsnachfrage getragen wird, einschließlich öffentlicher Investitionen, die durch die Fazilität für Konjunkturbelebung und Widerstandsfähigkeit unterstützt werden. Die Inflation wird den Projektionen zufolge in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund der Kombination aus steigenden Energiepreisen, angebotsseitigen Engpässen und robuster Nachfrage ansteigen, sich danach aber abschwächen. Das staatliche Haushaltsdefizit soll zwar ab 2022 sinken, doch wird erwartet, dass das Defizit durch dauerhafte Maßnahmen über dem Niveau vor der Pandemie bleibt. Der öffentliche Schuldenstand im Verhältnis zum BIP ist nach wie vor niedrig, wird aber voraussichtlich ansteigen. Die Prognose für 2022 unterliegt hoher Unsicherheit und ist abhängig vom weiteren Pandemie-Verlauf. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Weiteres Potenzial erwarten wir auch aus dem anhaltenden Wachstum des Discount- und Value-Marktsegments, das in stabilen und leicht wachsenden Bekleidungsmärkten weiter Marktanteile hinzugewinnt. Die zugrundeliegenden konsum- und gesamtwirtschaftlichen Trends unterstützen die Nachhaltigkeit der positiven Entwicklung dieses Segments.
3 Quelle: Autumn 2021 Economic Forecast,
European Commission
Wechselkurs US Dollar/Euro Die NKD Gruppe bezieht Textilwaren zu einem großen Teil in südostasiatischen Ländern mit dem US-Dollar als Rechnungswährung (USD Beschaffungsvolumen 2021: ca. 190 Mio USD; 2020: ca. 200 Mio USD). 2021 sank der US-Dollar/Euro-Kurs von 1,23 (31. Dezember 2020) auf 1,13 (31. Dezember 2021). Der Durchschnittskurs stieg von 1,14 in 2020 auf 1,18 in 2021. Um die Auswirkungen der US-Dollar/Euro-Wechselkursentwicklung abzuschwächen, nutzt die NKD Gruppe Devisenoptionen und Devisentermingeschäfte, um den US-Dollarbedarf für die jeweiligen folgenden sechs Monate abzusichern. 2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.2.1 Ertragslage Der Nettoumsatz der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 ist auf EUR 434,0 Mio im Vergleich zu EUR 476,8 Mio im Vorjahr und damit um ca. 9,0% gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen die Oberbekleidung, Hartwaren und Heimtextilien. Die Gesellschaft hat aufgrund des Abschlusses eines Verkaufskommissionsvertrages mit der NKD Deutschland GmbH direkte Warenhandelsumsätze. Gemäß Verkaufskommissionsvertrag verkauft die NKD Deutschland GmbH als Kommissionär im eigenen Namen, aber für Rechnung der NKD Group GmbH als Kommittent Handelsware in den NKD Filialen. Details zum Verkaufskommissionsvertrag zwischen der NKD Group und der NKD Deutschland GmbH sind im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt. Die Materialkosten betrugen EUR 226,8 Mio (2020: EUR 249,1 Mio). Die Materialkosten als Prozentzahl des Nettoumsatzes blieben auf konstantem Niveau von 52,2%. Dadurch blieb auch die Bruttoertragsmarge konstant bei 47,8%. Der im Vergleich zum Euro schwächere US-Dollar wirkte sich positiv auf die Einkaufspreise aus. Der Personalaufwand ist in Folge der Inanspruchnahme von Kurzarbeit und eines Mitarbeiterrückgangs gegenüber dem Vorjahr auf EUR 25,8 Mio gesunken (2020: EUR 26,4 Mio). Die Personalkostenquote (Personalkosten im Verhältnis zum Umsatz) erhöhte sich auf 5,9% (2020: 5,5%). Das von staatlichen Behörden gezahlte Kurzarbeitergeld beträgt EUR 0,1 (Vorjahr EUR 0,3). Sonstige Betriebsaufwendungen von EUR 216,6 Mio (2020: EUR 211,6 Mio) entfielen hauptsächlich auf Aufwendungen für die Umlage aus dem Kommissionsvertrag mit NKD Deutschland GmbH, Verwaltungs- und Vertriebskosten, Raumkosten für die Zentralläger und das Verwaltungsgebäude in Bindlach, Fremdarbeitslöhne sowie Kursverluste. Die Gesellschaft erzielte für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR -37,6 Mio (2020: EUR -12,9 Mio). Das EBITDA der Gesellschaft als operative Steuerungskennzahl veränderte sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR -31,4 Mio (2020: EUR-6,1 Mio). Die Entwicklung der Ertragslage im Berichtsjahr ist vor dem Hintergrund der Auswirkungen von Covid-19 zu beurteilen. Durch die staatlich verordneten Filialschließungen im Zuge des landesweiten "Lockdowns" im Frühjahr und behördlich angeordneter 3G- bzw. 2G-Pflicht im Einzelhandel ist das Ergebnis belastet, so dass es sich deutlich gegenüber dem Vorjahr reduziert hat. Die Materialaufwandsquote der Gesellschaft ist bei rückläufigen Umsätzen nahezu konstant im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind rückläufig was auf gesunkene Währungsgewinnen zurückzuführen ist. Darüber hinaus gab es einen Anstieg bei den Verwaltungs- und Vertriebskosten, bei den Kursverlusten und bei den Fremdarbeitslöhnen. 2.2.2 Finanzlage Die Gesellschaft verfügte zum 31. Dezember 2021 über liquide Mittel in Höhe von EUR 5,4 Mio (Vorjahr: EUR 24,7 Mio), was im Wesentlichen aus der Teiltilgung eines Darlehens bei der Oberbank AG im Dezember 2021 in Höhe von EUR 7,5 Mio resultiert. Mit Rangrücktrittsvereinbarungen vom 8. April 2020 sind für die Gesellschaft die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 99,7 Mio nachrangig gestellt worden. Die Verbindlichkeiten treten hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der übrigen Gläubiger der NKD Group, einschließlich der Gläubiger im Rang des § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO. Mit ebenfalls zurückgetretenen Gläubigern besteht Gleichrang. Die Liquidität der Gruppe und der Gesellschaft ist ausreichend und die notwendigen Betriebsmittel der Gruppe sollten unter der Annahme einer positiven Ergebnisentwicklung gesichert sein. Der Konzern und auch die Gesellschaft konnten ihre Zahlungsverpflichtungen während des Geschäftsjahres jederzeit pünktlich erfüllen. Zahlungswirksame Investitionen wurden von der Gesellschaft in Höhe von EUR 6,6 Mio getätigt. Die Liquidität der NKD Gruppe zum 31. Dezember 2021 beträgt EUR 40,1 Mio und erscheint insofern ausreichend, um die planmäßigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Hinsichtlich Eventualverbindlichkeiten und sonstiger finanzieller Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang zum Jahresabschluss. Während des Jahres 2021 gab es keine wesentlichen Veränderungen bei den Eventualverbindlichkeiten und anderen finanziellen Verpflichtungen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin von der Finanzlage der Gruppe geprägt und hat sich, unter Berücksichtigung der Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr im Rahmen der Erwartungen entwickelt. 2.2.3 Vermögenslage Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 beläuft sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags unverändert auf EUR 9,9 Mio Die Eigenkapitalquote beträgt 3,6% (31. Dezember 2020: 3,6%) aufgrund der nur gering gesunkenen Bilanzsumme. Dem Anlagevermögen in Höhe von EUR 101,6 Mio (31. Dezember 2020: EUR 96,0 Mio) steht zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von EUR 9,9 Mio (31. Dezember 2020: EUR 9,9 Mio) und langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von EUR 194,0 Mio (31. Dezember 2020: EUR 187,1 Mio) gegenüber, während dem Umlaufvermögen von EUR 172,5 Mio (31. Dezember 2020: EUR 181,5 Mio) kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen von EUR 70,9 Mio (31. Dezember 2020: EUR 218,1 Mio) gegenüberstehen. Die Gesellschaft nahm in 2019 ein Brückendarlehen bei der Fliegendes Pferd Group S.à r.l. auf. Der ausstehende Restbetrag des Brückendarlehens einschließlich aufgelaufener Zinsen ist spätestens zum 31. Dezember 2025 rückzahlbar, eine frühere Rückzahlung durch die Gesellschaft ist möglich. Der ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Brückendarlehens beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 27,1 Mio zzgl. Aufgelaufener Zinsen in Höhe von EUR 0,3 Mio (31. Dezember 2020: EUR 26,1 Mio zzgl. EUR 0,3 Mio). Die Gesellschaft nahm in 2020 ein Darlehen in Höhe von EUR 21 Mio von der Finance S.à r.l. auf, dass spätestens bis zum 30. September 2023 zurückzahlbar ist. Der ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Darlehens beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 21,9 Mio zzgl. aufgelaufener Zinsen in Höhe von EUR 1,0 Mio (31. Dezember 2020 EUR 21 Mio zzgl. EUR 0,7 Mio). Die Gesellschaft nahm in 2021 ein Darlehen in Höhe von EUR 25 Mio von der Oberbank AG auf, das bis zum 30. Juni 2023 zurückzahlbar ist. Der ausstehende Betrag des von der Gesellschaft zurückzuzahlenden Darlehens beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf EUR 17.5 Mio. Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich auf EUR 101,6 Mio erhöht (31. Dezember 2020: EUR 96,0 Mio). Im aktuellen Geschäftsjahr gab es Anlagezugänge in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von EUR 7,2 Mio (2020: EUR 0,9 Mio). Diesen stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 3,7 Mio (Vorjahr: EUR 4,0 Mio) gegenüber. Investitionen in Finanzanlagen wurden von der Gesellschaft in Höhe von EUR 5,1 Mio getätigt. Diese entfielen auf Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften in Slowenien und Kroatien. Die Vorräte der Gesellschaft sind auf EUR 97,8 Mio angestiegen (31.12.2020: EUR 84,9 Mio). Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem unterjährigen Lockdown sowie den Umsatzeinbußen aufgrund behördlich angeordneter 3G- bzw. 2G-Pflicht im Einzelhandel. Die Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Finanzierungstätigkeit innerhalb des Konzerns, aus Ergebnisabführungsverträgen sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber der NKD Deutschland GmbH aufgrund des gemeinsamen Kommissionsvertrags. Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 274,9 Mio reduziert (31. Dezember 2020: EUR 278,3 Mio). Die Vermögenslage ist wesentlich geprägt von der Reduktion bei den liquiden Mittel sowie den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. 2.2.4 Gesamtbewertung zur wirtschaftlichen Lage Die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr ist vor dem Hintergrund der Auswirkungen von Covid-19 zu beurteilen. Damit entwickelte sich die Ertragslage den Erwartungen der Geschäftsführung entsprechend. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung ist durch Einmaleffekte, insbesondere bedingt durch die temporären Filialschließungen und behördlich angeordneter 3G- bzw. 2G-Pflicht im Einzelhandel belastet. Die Marktposition der NKD Gruppe ist nach wie vor eine solide Basis für weiteres Unternehmenswachstum, was durch die Corona Pandemie nicht grundlegend in Frage gestellt wird. Die im Vorjahr prognostizierte stabile Umsatz- sowie EBITDA-Entwicklung, wurde nicht erreicht, was im Wesentlichen auf Zusatzbelastungen im Zuge der Covid-19 Pandemie zurückzuführen ist. Die Umsatzentwicklung der Filialumsätze in Deutschland in den Monaten Juni bis Oktober des Geschäftsjahres 2021, in denen die Filialen ohne Einschränkung geöffnet waren liegt mit 7,1 % über dem Vorjahr. Dies zeigt, dass NKD seine Ziele und die Vorjahresleistung in Phasen, in denen es keine Covid-Beeinträchtigungen gab, deutlich übertreffen kann.
Die Umsatzentwicklung der Gruppe stellt sich wie folgt dar:
2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Das Management führt eine ganzheitliche Analyse der finanziellen und nicht-finanziellen Faktoren aus. Es nutzt zahlreiche Instrumente und Indikatoren, um die Unternehmensleistung zu messen, die Strategie zu verbessern und Investitionsentscheidungen zu treffen. Finanzielle Leistungsindikatoren Verschiedene Berichtssysteme werden zur Messung von finanziellen Leistungsindikatoren genutzt. Es wird zwischen der Gruppen- und Gesellschaftsebene sowie auf der Ebene der einzelnen Sortimentsbereiche unterschieden. Das Management informiert sich laufend über die Entwicklung des operativen Geschäfts wozu verschiedene Informationssysteme genutzt werden. Tatsächliche Zahlen werden mit Planzahlen verglichen, Abweichungen analysiert und, falls nötig, Gegenmaßnahmen ergriffen. Als wichtigste Kennzahlen auf Gruppenebene und als bedeutende Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20 werden die Kennzahlen EBITDA sowie Umsatzerlöse verwendet. Besondere Bedeutung für die Gruppe hat zudem die Beobachtung von Frühindikatoren, die zur Vorhersage der zukünftigen Entwicklung genutzt werden können. Bedeutende Frühindikatoren sind unter anderem die Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses und die erreichte Bruttogewinnspanne. Das Monitoring von Währungsentwicklungen und die Absicherung gegen Währungsschwankungen wird vom Konzern zentral vorgenommen, weshalb die Entwicklung des USD/EUR-Wechselkurses nicht als bedeutender Frühindikator für die NKD Group dargestellt ist. Ebenso ist die Entwicklung der Bruttoertragsmarge, aus Sicht des Einzelunternehmens, im Gegensatz zur Konzernsicht, nicht als bedeutender Frühindikator anzusehen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft ist sich der großen Wichtigkeit von Mitarbeitertraining und -entwicklung bewusst. Zu diesem Zweck bietet sie praktische und bedarfsorientierte interne und externe Schulungs- und Weiterbildungsprogramme für die einzelnen Funktionen an, um den anhaltenden Erfolg des Unternehmens zu gewährleisten. Zur Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchskräften bieten wir Arbeitsplätze für Auszubildende sowie für Handelsfachwirte an. Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft 622 (31.12.2020: 627) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als Unternehmen sind wir uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und sehen diese als einen integralen Bestandteil unserer Firmenpolitik. Seit Jahren unterliegt die Einhaltung unserer Sozialstandards in unseren Produktionsländern einem Verhaltenskodex für Hersteller und Lieferanten der NKD Gruppe. Dieser Verhaltenskodex ist so konzipiert, dass sichergestellt wird, dass sich alle unsere Partner bei der Ausübung ihrer Geschäftstätigkeit fair, ehrlich und verantwortungsbewusst verhalten. Der Verhaltenskodex von NKD umfasst die folgenden Schlüsselelemente: Keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit, keine Bestrafung oder Belästigung, keine Diskriminierung, Vereinigungsfreiheit und Freiheit für Tarifverhandlungen, Gesundheit und Sicherheit, Löhne/Gehälter und Arbeitszeiten sowie Umweltschutz. Als Teil unserer fortwährenden Entwicklung streben wir die Einhaltung unserer sozialen Verpflichtungen im In- und Ausland an. Eine engagierte CSR-Abteilung ist ein bedeutender Teil der NKD-Managementstruktur, die die Einhaltung des Verhaltenskodex monitort. Das Lieferkettengesetz wird für die NKD Gruppe ab 2023 Gültigkeit erlangen. Durch die langjährige und intensive Arbeit im Textilbündnis (inklusive der öffentlichen Berichtspflicht) sowie weiteren Mitgliedschaften und Initiativen wie Amfori, dem Verband der Fertigwarenimporteure (German Importers vormals VFI) und Pelzfrei-Abkommen von Vier Pfoten sehen wir uns aktuell gut aufgestellt und künftig gut vorbereitet. Das Team der Globalen CSR wird die betroffenen Prozesse und Strukturen weiterhin analysieren und notwendige Anpassungen initiieren. Die NKD Gruppe ist Mitglied in folgenden Organisationen:
Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen Gemäß dem am 24. April 2015 verabschiedeten Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat die Geschäftsführung der NKD Gruppe den derzeitigen Anteil der Frauen in der ersten und zweiten Führungsebene bei der Pegasus International GmbH, bei der NKD Group GmbH und bei der NKD Deutschland GmbH festgestellt und Mindestzielgrößen bis zum 31. August 2025 für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene und für die zweite Führungsebene jeweils mit 0% festgelegt. Derzeit liegt für die deutschen Gesellschaften der NKD Gruppe der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den beiden Hierarchiestufen unterhalb der Geschäftsführung bei insgesamt etwa 20% (Vorjahr: 30%). In Anbetracht der geringen Anzahl an Mitgliedern der Geschäftsführung wurde die Mindest-Zielgröße für die Geschäftsführung mit 0% angesetzt, da sich derzeit keine Frau in der Geschäftsführung befindet und für den Fall von Neubesetzungen die fachliche und die persönliche Eignung, aber nicht das Geschlecht entscheidend sein soll. Da die Gesellschaft momentan keinen Aufsichtsrat hat, war es nicht relevant, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat festzulegen. Eine erneute Evaluierung der Daten erfolgt bedarfs- und fristgerecht und anschließend eine neue Festlegung der Zielgrößen. 3. Prognose, Chancen und Risiken Als europäisches Bekleidungsunternehmen, das sich auf das Value Retail Segment konzentriert, sind wir von verschiedenen Entwicklungen betroffen. Daraus ergeben sich für unsere Unternehmensgruppe Chancen und Risiken. Unser Ziel ist es, diese Chancen frühzeitig zu erkennen und schnell Maßnahmen zu ergreifen und auftretenden Risiken entschlossen entgegenzuwirken. Dabei definieren wir Chancen und Risiken als potenzielle Abweichungen von der prognostizierten Unternehmensentwicklung, die wir in unserem umfassenden aktuellen Geschäftsplan, der die Basis für unser operatives Handeln ist, beschrieben haben. Mit geeigneten Abwehrstrategien wollen wir negative Auswirkungen, die aus Risiken entstehen können, vermeiden bzw. vermindern, um so den Unternehmenswert unserer Unternehmensgruppe nachhaltig zu steigern. Dabei stützen wir uns auf ein Chancen- und Risikomanagementsystem, welches einen verantwortungsvollen Umgang mit möglichen Chancen und vorhandenen Risiken in unserem täglichen Handeln ermöglicht. Das Chancenmanagement ist nicht Teil des Risikomanagementsystems. Der Prognosebericht enthält wie der Chancen- und Risikobericht in die Zukunft gerichtete Aussagen und beruht auf Annahmen, Einschätzungen und erwarteten Entwicklungen. Die getroffenen vorausschauenden Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und wurden unter bestimmten Annahmen getroffen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten und können sich im weiteren Zeitablauf durchaus ändern. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb unseres Einflussbereichs liegen, können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Ereignisse - sowohl positiv als auch negativ - von denen abweichen, wie sie hier als erwartet angesehen werden. Hervorzuheben sind insbesondere folgende Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, staatliche Eingriffe in den Einzelhandel zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie, Einführung konkurrierender Geschäftsfelder durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz von Kunden. 3.1 Prognose Durch die Struktur der Geschäftstätigkeit in Deutschland (s. Ziff. 1.1.) bedingt, wird keine separate Planung für die einzelnen deutschen Gesellschaften erstellt. Aufgrund der Bedeutung der NKD Group GmbH für die Gruppe erfolgt die nachfolgende Darstellung aus der Perspektive der NKD Gruppe unter Bezugnahme der erwarteten Auswirkungen auf die Gesellschaft. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Zugangsbeschränkungen von Einzelhandelsgeschäften sieht sich die gesamte Einzelhandelsbranche nach wie vor umfangreichen Herausforderungen ausgesetzt. Hinzu trat in den letzten Tagen der Ukraine/Russland Konflikt, dessen Auswirkungen für NKD gegenwärtig nicht unmittelbar sind, jedoch auch noch nicht vollständig absehbar sind. Es liegen weiterhin keine erkennbaren Beeinträchtigungen der Lieferkette vor, weswegen die NKD Gruppe in der Lage war, Filialen regelmäßig mit neuer Ware zu beliefern. Die Rahmenbedingungen führten dazu, dass die NKD Gruppe im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr 2021 um 60 Mio oder 110 % steigern konnte. Aus Vorsichtsgründen wurden umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung des Free Cashflow und zur Stabilisierung des Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2022 eingeleitet.
Die weitere Entwicklung der Covid-19 Pandemie und der Umfang der damit verbundenen Maßnahmen und die Entwicklungen des Ukraine/Russland Konflikts sind nach derzeitigem Kenntnisstand ungewiss und erschweren die Prognose für die Geschäftsentwicklung des Jahres 2022. Bei dem als zum Zeitpunkt der Prognoseerstellung als wahrscheinlich angesehenen Szenario wird für den Kernmarkt Deutschland von der Umsetzung der von Bund und Ländern vereinbarten Öffnungsschritte ausgegangen. Neben der bereits erfolgten Aufhebung der Zugangsbeschränkungen und Kontrollen im Einzelhandel geltenden seit dem 20. März 2022 nur noch Basisschutzmaßnahmen, wie z.B. die Maskenpflicht in Innenräumen. Im Verlauf der erfolgten Öffnungsschritte hat sich bereits eine noch positivere Geschäftsentwicklung gezeigt. Unter der Annahme der Fortführung dieser Entwicklung und ohne nennenswerte Auswirkungen der Ukraine/Russland Krise auf das Geschäft der NKD Gruppe werden für das Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von EUR 640 Mio bis EUR 675 Mio erwartet. Für das entsprechende EBITDA wird ein Wert zwischen EUR +100 Mio und EUR +120 Mio prognostiziert. Basierend auf der momentanen Prognose verbunden mit der grundsätzlich stabilen Gesamtkostensituation, erwartet das NKD-Management, alle Zahlungsverpflichtungen für die kommenden 12 Monate -in beiden Szenarien- stets erfüllen zu können. Alle Investitionen sowie Rückzahlungen von Darlehen und Zinsen werden voraussichtlich durch Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit abgesichert sein. Zudem hat der Gesellschafter TDR Capital LLP, London, UK mit Datum vom 27. Januar 2021 seine Bereitschaft erklärt, im Bedarfsfälle bis zu 6,5 Mio EUR Liquidität der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen. Zum 3. Mai 2022 betrug die frei verfügbare Liquidität in der Gruppe EUR 12,5 Mio, worauf auch die NKD Group GmbH zurückgreifen kann. Es ist nicht auszuschließen, dass die Entwicklung der NKD Gruppe wiederum beeinträchtigt wird, falls sich im Verlauf des Jahres erneute Einschränkungen des Einzelhandels ergeben würden oder falls sich aus der Ukraine/Russland Konfliktes Auswirkungen auf die NKD Gruppe ergeben sollten. Prognose für die Gesellschaft Basierend auf der derzeitigen Planung für das Jahr 2022 erwarten wir für die Gesellschaft, eine Erhöhung der Umsatzerlöse in der Bandbreite 30 bis 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr und des EBITDA in Höhe von EUR 16 Mio bis EUR 26 Mio. Das Management wird weiterhin die Implementierung der vom Konzern beschlossenen strategischen Initiativen vorantreiben und die Filialkonzepte, die Struktur der Produktpalette und der Preise sowie die logistischen Prozesse und die Verteilung der Waren basierend auf den Erfolgen der letzten Jahre weiter optimieren. Auf Basis dieser Prognose geht das NKD-Konzernmanagement davon aus, alle Liquiditätsanforderungen für die kommenden 12 Monate erfüllen zu können. 3.2 Risiken Das Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, vor existierenden und künftigen Risiken zu schützen. Unser Risikomanagement basiert auf einem systematischen Prozess der Risikoerkennung und -einschätzung im gesamten Unternehmen. Risiken zu kontrollieren, schützt das Reinvermögen des Unternehmens, seine Finanz- und Ertragslage und ermöglicht es dem Management, ungünstige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, das heißt bevor ein Verlust auftritt, und sie schnell zu bekämpfen, sollte dies nötig sein. Das Risikomanagementsystem des Unternehmens ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Es umfasst alle bedeutenden Planungs-, Kontroll- und Berichtsprozesse der Gruppe. Die Hauptrisiken, denen die NKD Gruppe ausgesetzt ist, stehen im Zusammenhang mit Marktentwicklungen auf der Verkaufsseite sowie bzgl. der Corona-Pandemie mit Verkaufseinschränkungen und der Beschaffungsseite des Geschäfts (Kaufpreisveränderungen aufgrund von Währungsschwankungen, Entwicklung der Rohstoffpreise und politischen Risiken in den Beschaffungsländern). Wesentliches Risiko bildet dabei das Liquiditätsrisiko, dass die NKD Gruppe in Folge der Auswirkungen der Corona-Pandemie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommen kann. Um mögliche Risiken im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten so früh wie möglich zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, nutzen wir durchgehend Planungs- und Berichtssysteme sowie interne Analysen, die einen essenziellen Bestandteil unserer Geschäftsprozesse darstellen und einen starken Einfluss auf unsere Geschäftsentscheidungen ausüben. Das Risikomanagementsystem richtet sich grundsätzlich an den finanziellen Ressourcen und der operativen Planung aus. Es umfasst mehrere Bausteine, die aufeinander abgestimmt sind und zunehmend methodisch in die gruppenweite Aufbau- und Ablauforganisation eingebettet werden. Das Risikomanagementsystem wird fortlaufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Chancen und Risiken der NKD Gruppe haben eine unmittelbare oder mittelbare Auswirkung auf die Gesellschaft. Deshalb beinhaltet die folgende Darstellung die Chancen und Risiken aus Sicht der NKD Gruppe. Gesamthaft bestehen für den NKD Konzern und somit auch für die Gesellschaft weder zum Bilanzstichtag noch zum Zeitpunkt der Aufstellung bestandsgefährdende Risiken. Nachfolgend werden Risiken und Chancen beschrieben, die aus heutiger Sicht die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des NKD Konzerns wesentlich beeinflussen können und geben eine Beurteilung der Risikosituation ab. Die Reihenfolge der aufgeführten Risiken geht dabei nicht einher mit ihrer Wertigkeit.
3.2.1 Allgemeine und betriebliche Risiken Die Unternehmen sind abhängig vom Geschäft mit dem Endkunden. Deshalb können Marktveränderungen oder Veränderungen bei Konsumausgaben Auswirkungen für Einzelhändler mit sich bringen. Die Branche sieht sich mit starkem Wettbewerb konfrontiert, der sich erheblich auf unsere Gewinn- und Wachstumschancen auswirken kann. Der Absatz unserer Produkte unterliegt saisonalen Schwankungen und kann von schlechten Wetterbedingungen negativ beeinflusst werden. 3.2.2 Marktrisiken Währungskursschwankungen können die Beschaffungskosten erhöhen Die NKD Gruppe kauft ca. 80% der Waren in Asien, wofür üblicherweise in Fremdwährungen (bislang ist Fremdwährung nur USD) bezahlt wird. Besonders der Preis für Baumwolle, die von entscheidender Bedeutung für die Textil- und Bekleidungsindustrie ist, wird meistens in USD gehandelt. Wenn der Außenwert des Euros in Relation zum USD an Wert verliert, steigen die Preise für Rohmaterialien und Handelswaren. Die NKD Gruppe könnte Verluste erleiden, falls die Steigerung der Kosten durch Währungskurse auf der Beschaffungsseite nicht durch einen entsprechenden Anstieg der Preise auf der Verkaufsseite ausgeglichen werden können. Das Währungsrisiko wird - wie im Vorjahr - durch eine Absicherung der gesamten Beschaffungsmenge über derivative Finanzinstrumente eingegrenzt. Momentan nutzt die Gruppe Devisenoptionen und Termingeschäfte, um sich gegen künftige Kursänderungen abzusichern. Die Gruppe sichert mit den derivativen Finanzinstrumenten keine Einzelkäufe ab, sondern den erwarteten USD-Cash Abfluss aus Warenrechnungen pro Monat. Die NKD Gruppe wird dem Risiko aus Wechselkursschwankungen weiterhin durch die Vereinbarung von Devisenoptionen und Termingeschäften begegnen. Es ist jedoch weiterhin möglich, dass Wechselkursschwankungen sich mittel- und langfristig auf die Umsatzkosten auswirken. Für 2022 besteht ein eingeschränktes Risiko, da ein wesentlicher Teil (ca. 80%) der getätigten und geplanten US-Dollar-Käufe durch Sicherungsgeschäfte gesichert ist und das mögliche Sicherungsvolumen durch neue oder erweiterte Vereinbarungen erhöht wurde. Anstieg der Beschaffungskosten Die Beschaffungskosten der NKD Gruppe werden teilweise von den Kosten für Rohmaterialien bestimmt, die sich in den Preisen der Produzenten niederschlagen, besonders Baumwolle und Garn. Obwohl Baumwolle nur einen Teil der gesamten Beschaffungskosten ausmacht, kann es nicht ausgeschlossen werden, dass eine negative Preisentwicklung auch die Bruttogewinnspanne der NKD Gruppe beeinflussen könnte (falls die gestiegenen Kosten nicht an den Absatzmarkt weitergegeben werden können). Ebenso bestehen weitere Preisrisken in höheren Lohn- und Nebenkosten, Energiekosten, sowie sonstigen Kosten in den Beschaffungsländern. Es ist möglich, dass die NKD Gruppe in den kommenden Jahren nicht im Stande sein wird, die relativen Kostensteigerungen, die aus der Preisinflation resultieren, durch die Anhebung der Verkaufspreise komplett auszugleichen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Gruppe auf einem umkämpften Markt tätig ist, auf dem Preissteigerungen für ähnliche Produkte nicht immer kurzfristig umgesetzt werden können, ohne zu Lasten des Umsatzes zu gehen. Mittel- und langfristig können Preissteigerungen eher an die Kunden weitergegeben werden, da die genannten Effekte alle Marktteilnehmer betreffen. Politische, wirtschaftliche, Umwelt- und andere vorherrschende Risiken Fast die gesamten Handelswaren der NKD Gruppe werden außerhalb von Deutschland, hauptsächlich in Asien, produziert. Risiken, die in den Produktionsstätten auftreten und auch sich in diesen geographischen Märkten ausweitende Risiken aus dem Ukraine/Russland Konflikt könnten daher die Geschäftsentwicklung der Gruppe negativ beeinflussen. Die politischen, sozialen, wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Rahmenbedingungen an den Produktionsstandorten, vor allem in Asien, könnten sich somit zu Lasten der NKD Gruppe und anderen Wettbewerbern ändern. Dies kann sich auf Handelsbeschränkungen, Zahlungsverkehrskontrollen, Änderungen der Zollbestimmungen oder einen Anstieg der Zollgebühren beziehen, was eine negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit hat. Darüber hinaus könnten politische Unruhen und Umstürze in den Produktionsländern zu erheblichen negativen Konsequenzen für die Geschäftstätigkeit der Gruppe führen. Ganz ähnlich könnten sich ungünstige Veränderungen hinsichtlich anderer wichtiger Beschaffungs- und Produktionsanforderungen, wie zum Beispiel wirtschaftlicher Stabilität, Infrastruktur, Verfügbarkeit und vor allem der Kosten von qualifizierten Arbeitskräften in diesen Ländern negativ auf die Gruppe auswirken. Die Möglichkeit künftiger Streiks an den Produktionsstandorten im Ausland, die zu Lieferverzögerungen und Stornierungen führen können, muss auch berücksichtigt werden. Darüber hinaus könnten Umweltrisiken wie Naturkatastrophen zu Lieferengpässen oder ausfällen führen. Die bedeutenden Produktionsländer der NKD Gruppe liegen in Regionen mit einer hohen Zahl von Naturkatastrophen, die sich entsprechend auswirken könnten. Rückgang der Nachfrage und Absatzmenge aufgrund von allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklungen (v. a. gegenwärtig Corona und dem Ukraine/Russland Konflikt) Die Unternehmensleistung der NKD Gruppe wird erheblich von der Nachfrage nach seinen Produkten auf dem Einzelhandelsmarkt geprägt. Diese ist wiederum unter anderem abhängig vom verfügbaren Einkommen seiner Kunden. Eine allgemeine Abschwächung der wirtschaftlichen Situation könnte dazu führen, dass die aktuelle Kundengruppe ein vergleichsweises niedriges Einkommen zur Verfügung hat und somit die Umsatz- und Gewinnlage beeinträchtigen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass sich die prognostizierten wirtschaftlichen Aussichten insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie und dem Ukraine/Russland Konflikt in der allgemeinen makroökonomischen Lage in Europa und insbesondere in den Schlüsselmärkten der NKD Gruppe wieder weiter verschlechtern. Auf der anderen Seite könnte eine konjunkturelle Verlangsamung eine Vergrößerung der NKD Kundengruppe bewirken, wenn aktuelle Konsumenten der höheren Preisklasse dazu veranlasst werden, in das NKD-Preissegment zu wechseln. Insbesondere aus der Ausbreitung des Coronavirus besteht für die NKD Gruppe zudem das Risiko, dass aufgrund befristeter, flächendeckend wieder geschlossener Verkaufsstellen oder aus Zugangsbeschränkungen in den Filialen Umsatzverluste resultieren könnten. Insgesamt schätzen wir das verbleibende Risiko als mittel ein. 3.2.3 Unternehmensrisiken Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken bestehen darin, dass das Unternehmen nicht in der Lage sein könnte, bestehende finanzielle Verpflichtungen hinsichtlich Zeitpunkt, Volumen und Währungsstruktur zu bedienen. Die Finanzabteilung der Gruppe nutzt ein effizientes Cash-Managementsystem, um die Liquiditätsrisiken zu überwachen. Im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie bestehen auch weiterhin, beispielsweise durch vorübergehende Schließungen von Einzelhandelsgeschäften oder durch Zugangsbeschränkungen in den Filialen, Liquiditätsrisiken für das Unternehmen. Unter Berücksichtigung der Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalent-Salden auf Gruppenebene in Höhe von ca. EUR 40,1 Mio zum 31. Dezember 2021 (31. Dezember 2020: EUR 54,2 Mio), der vorliegenden Zusage des Gesellschafters über EUR 6,5 Mio sowie weiteren Maßnahmen zur Sicherung des Cashflows, geht das Management davon aus, dass die Rückzahlung der Fazilitäten wie erforderlich von statten gehen und allen finanziellen Verpflichtungen für die kommenden 12 Monate vollständig nachgekommen werden kann. Verlust der Kundenakzeptanz hinsichtlich der Handelsware Die Geschäftsentwicklung der NKD Gruppe ist stark abhängig davon, ob die Waren den Geschmack der Kunden treffen und somit für diese attraktiv sind. Jedoch unterliegen die Präferenzen der Kunden einem ständigen Wandel, weshalb die Kollektionen laufend auf den neuesten Stand gebracht werden müssen, um aktuellen Trends gerecht zu werden. Es besteht das Risiko, dass die NKD Gruppe Trends nicht hinreichend und frühzeitig identifizieren und somit die Kollektion nicht entsprechend anpassen kann. Bei entsprechend niedrigerer Akzeptanz durch die Kunden können die produzierten Waren nur zu reduzierten Preisen verkauft werden. Deshalb hat die NKD Gruppe Schritte eingeleitet, um Trends so früh wie möglich zu erkennen, um sie in den umfangreichen Kollektionsplanungsprozess einzubinden. Negative Auswirkungen von minderwertiger Handelsware Die NKD Gruppe produziert die Handelsware, die sie verkauft, nicht selbst, sondern lässt sie von Dritten herstellen. Obwohl die NKD Gruppe umfassende Maßnahmen zur Überprüfung der gesetzten Standards eingeführt hat, ist es möglich, dass in äußerst seltenen Fällen mangelhafte Ware an Kunden der Gruppe verkauft wird. Dies könnte dazu führen, dass Kunden ihre Garantierechte ausüben und der Ruf der NKD Gruppe geschädigt wird. Darüber hinaus könnte die Nutzung einer unerlaubten Chemikalie nach der Straffung der Regeln der EU-Verordnung zu Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) strafrechtliche Konsequenzen haben. Die NKD Gruppe achtet bei ihren internen Qualitätskontrollen und ihrem internen Qualitätsmanagement besonders auf dieses Thema. Somit soll verhindert werden, dass defekte Produkte oder Produkte, die die Gesundheit der Kunden gefährden, auf den Markt kommen. Darüber hinaus wird diesem Risiko durch die Bewertung bestehender Lieferanten und die ständige Identifizierung und Bewertung neuer Lieferanten begegnet. Risiko des Verlusts an Reputation durch Nichteinhaltung sozialer Standards Die Handelsware, die von Dritten im Auftrag der NKD Gruppe produziert wird, wird hauptsächlich in Niedriglohnländern hergestellt. Die Gruppe achtet besonders auf die Einhaltung sozialer Mindeststandards, besonders in Bezug auf Arbeitnehmer- und Umweltschutz durch die Hersteller. Außerdem stellt die Gruppe sicher, dass die Lieferanten vertraglich verpflichtet sind, diese Standards einzuhalten. Auch wenn die NKD Gruppe das von ihr eingeführte und betriebene System zur Überprüfung und Sicherstellung der Einhaltung der vereinbarten sozialen Standards als gründlich und effektiv ansieht, kann die Nicht-Einhaltung dieser Standards nicht ausgeschlossen werden. Negative öffentliche Aufmerksamkeit könnte den Ruf der NKD Gruppe schädigen. Die NKD Gruppe ist davon in den letzten Jahren weitgehend verschont geblieben. Diesem Risiko wird dadurch entgegengewirkt, indem bestehende Lieferanten bewertet und ständig neue Lieferanten identifiziert und bewertet werden. Beeinträchtigung der Geschäftsaktivitäten durch Störung und/oder Ausfall zentraler IT-Anlagen Die Aufrechterhaltung der Logistik und der Kassensysteme der Gruppengesellschaften ist abhängig vom reibungslosen und ununterbrochenen Betrieb der IT-Anlagen (Computer und Datenverarbeitungssysteme), die das Versorgungsmanagementsystem unterstützen. Störung und/oder Ausfall der zur Aufrechterhaltung des Versorgungsmanagementsystems notwendigen IT-Anlagen können nicht ausgeschlossen werden. Dies kann aufgrund von externen Faktoren wie Computerviren, Brandschäden, Blitzschlag, Stromausfällen oder ähnlichen Ereignissen geschehen. Eine Störung und/oder ein Ausfall dieser Art bei den IT-Anlagen würden die Geschäftsaktivitäten der NKD Gruppe beeinträchtigen und Probleme wie Verzögerungen in der Lieferkette verursachen. Im Jahre 2021 wurde die Strategie zur IT-Sicherheit konsequent weiterverfolgt. Speziell wurde der Schutz digitaler Identitäten durch eine Awareness-Kampagne der Mitarbeiter geschärft und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Multi-Faktor-Authentisierung und Conditional-Access implementiert. Klassische Virenschutzlösungen wurden durch moderne EDR-Systeme (Endpoint Detection and Response) ersetzt und Alt-Systeme durch moderne ausgetauscht. Ebenfalls wurde im Rahmen des Securityprojekts ein Audit des POS durchgeführt und Maßnahmen abgeleitet. Zusammenfassend halten wir fest, dass IT-Risiken in Zukunft einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aus heutiger Sicht als mittel an. Personelle Risiken Wir sind auf qualifizierte und motivierte Beschäftigte angewiesen, um langfristig erfolgreich zu sein. Aus einer hohen Fluktuation, dem Wechsel von Fach- und Führungskräften zu Wettbewerbsunternehmen und einem damit verbundenen Know-how-Verlust können entsprechende Personalrisiken entstehen. Mit unserer strategischen Personalplanung und individuellen Personalentwicklungsprogrammen begegnen wir diesem Risiko. Mit einer langfristig orientierten Nachfolgeplanung und entsprechenden Stellvertreterregelungen minimieren wir das Risiko von kurzfristigen Personalwechseln. Zusammenfassend halten wir fest, dass Personalrisiken in Zukunft lediglich einen überschaubaren negativen Einfluss auf die Geschäfts-, Vermögens- und Ertragslage haben könnten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit sehen wir aus heutiger Sicht als wenig wahrscheinlich an. 3.2.4 Risikobericht bezüglich der Nutzung von Finanzinstrumenten Zur Steuerung des Währungsrisikos setzt die NKD Gruppe Devisenoptionen, Termingeschäfte sowie einfache Kombinationen aus Termingeschäften und Optionen mit dem Zweck einer Limitbegrenzung zum Ankauf von US-Dollar ein. Ziel dieser Sicherungsmaßnahmen ist es, finanzielle Risiken aus sich verändernden Wechselkursen des USD gegenüber EUR in planbare, sichere Cashflows zu transferieren. Beim Einsatz dieser Finanzinstrumente wird ein risikoaverser Ansatz gewählt. Abgesichert werden zukünftige Wareneinkäufe USD (Grundgeschäfte) wobei eine Absicherungsquote zwischen 90% und 100% mit einem Zeithorizont von acht Monaten angestrebt wird. Dabei wird nicht die einzelne Transaktion, sondern das Einkaufsvolumen im jeweiligen Betrachtungszeitraum unter Verwendung einer rollierenden saisonalen Einkaufsplanung abgesichert (Macro-hedge). Korrespondierend mit dem risikoaversen Einsatz als Sicherungsinstrumente werden Risiken und Chancen von Preisänderungen der Instrumente der Devisensicherung zu einem großen Teil durch eine gegenläufige Preisentwicklung der jeweiligen Grundgeschäfte kompensiert. Durch die ausschließliche Anwendung der Instrumente der Devisensicherung zur Währungssicherung sind auch Liquiditätsrisken sowie Risken aus der Schwankung von Zahlungsströmen dieser Instrumente durch die Entwicklungen der jeweils abgesicherten Fremdwährungspositionen bzw. Zahlungsströme begrenzt. Zur Minimierung des Kreditrisikos in Zusammenhang mit eingesetzten Finanzinstrumenten wird die Devisensicherung ausschließlich mit Finanzinstituten mit hoher Bonität abgeschlossen. 3.3 Chancen Trotz der sich ändernden Wettbewerbssituation und der starken Konkurrenz übertrifft NKD regelmäßig den Markt (bewertet durch den "Textilwirtschaft" wöchentlichen Trendbericht für flächenbereinigtes Wachstum zum Vorjahr). Insbesondere hat sich in den Zeiträumen, in denen die Filialen ohne Einschränkung betrieben werden konnten in allen Kernmärkten jeweils eine sehr positive Entwicklung gegenüber dem Vergleichszeitraum gezeigt. Basierend auf diese Entwicklung sowie den dem kontinuierlich weiter optimierten Filialportfolio, sehen wir Chancen auf eine positive Geschäftsentwicklung, wenn sich die Geschäftstätigkeit weiter normalisiert hat und die Filialen wieder durchgehend und ohne Einschränkungen geöffnet haben. Weiteres Potenzial erwarten wir auch aus dem anhaltenden Wachstum des Discount- und Value-Marktsegments, das in stabilen und leicht wachsenden Bekleidungsmärkten weiter Marktanteile hinzugewinnt. Die zugrundeliegenden konsum- und gesamtwirtschaftlichen Trends unterstützen die Nachhaltigkeit der positiven Entwicklung dieses Segments. Basierend auf unserem optimierten Filialportfolio mit einem Anteil von ca. als 80% profitabler Standorte sehen wir weitere Expansionsmöglichkeiten mit zusätzlichen Ladeneröffnungen. Eine White-Spot-Analyse potenzieller Standorte für neue Filialeröffnungen erbrachte in unseren Kernmärkten eine wesentliche Anzahl an möglichen weiteren Eröffnungen. Neben einer weiteren Expansion unseres Filialnetzwerks sehen wir Potenzial, den Anteil des NKD-Online-Geschäfts wesentlich anzuheben. Wir erwarten, mit dem Online-Geschäft neue Kunden und zusätzliche Kundensegmente zu gewinnen. Die internen Beschaffungsprozesse, die funktionsübergreifende Zusammenarbeit sowie die Zusammenarbeit mit strategischen Partnern werden stetig verbessert. Diese erfolgreiche Ausführung in der Einkaufstrategie hat und wird auch zukünftig zu einer weiteren Effizienzsteigerung, schnelleren Senkungen von Markt- und Fixkosten sowie Margenverbesserungen führen. Wir haben ein Programm zur Optimierung der Beschaffungsprozesse entlang der gesamten Supply Chain mit dem Ziel gestartet, den laufenden Verbesserungsbedarf zu ermitteln und die zu ergreifenden Maßnahmen zu definieren und umzusetzen. Investitionen in unsere IT-Landschaft und -Infrastruktur sind ein wichtiger Faktor, um die Effizienz des Unternehmens weiter zu verbessern und neue Möglichkeiten durch Digitalisierung zu realisieren. In 2021 wurden klassische Virenschutzlösungen durch moderne EDR-Systeme ersetzt und Alt-Systeme durch moderne ausgetauscht. 3.4 Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Risiko- und Chancensituation Die Beurteilung der Gesamtrisiko- und Chancensituation der Gruppe ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung der zuvor dargestellten Einzelrisiken. Der Geschäftsleitung sind derzeit keine wesentlichen Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Gruppe gefährden könnten, da die NKD Gruppe sich in ausreichend hohem Maße abgesichert hat. Wir können jedoch nicht ausschließen, dass in Zukunft Einflussfaktoren, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir momentan als nicht wesentlich oder unrealistisch einschätzen, insbesondere wiederum mögliche staatliche Maßnahmen in Zusammenhang mit Covid-19, mögliche mittelbaren Auswirkungen des Ukraine/Russland Konfliktes, den Fortbestand der Gruppe und deren konsolidierten Gesellschaften beeinflussen können.
Bindlach, den 3. Mai 2022 Alexander Schmökel, Vorsitzender der Geschäftsführung Stefan Macheleidt, Geschäftsführer Finanzen Christian Welles, Geschäftsführer Vertrieb Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die NKD Group GmbH, Bindlach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der NKD Group GmbH, Bindlach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NKD Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 9. Juni 2022 KPMG
AG
Herr, Wirtschaftsprüfer Hocker, Wirtschaftsprüfer Auf der Gesellschafterversammlung der NKD Group GmbH vom 20. Juli 2022 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 festgestellt. |
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