Erbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für Patente
Liberigo GmbH
Erich-Zeigner-Allee 11A, 04229 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Constanze Beier seit 14.5.2012 | Prokura |
Steffen Kilian seit 19.8.2008 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Taschenkaufhaus GmbHLeipzigJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Geschäft und Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Die Taschenkaufhaus GmbH ist ein Lederwaren-Fachhändler mit Sitz in Leipzig. Das Unternehmen verkauft Taschen, Rucksäcke, Reisegepäck und Accessoires über den Onlinehandel und in zwei stationären Filialen. Über den eigenen Online-Shop und über Kooperationen mit verschiedenen Vertriebspartnern werden die Produkte im deutschsprachigen Raum sowie in ausgewählten EU-Ländern und der Schweiz online vertrieben. In den beiden Filialen in Leipzig und Dresden kann, neben der vor Ort präsentierten Ware, auf das gesamte Sortiment des Online-Shops zurückgegriffen werden. Wirtschaftliches Umfeld Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,1 % weniger Umsatz erzielt, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war. Der nominale Umsatz (nicht preisbereinigt) blieb 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau (+0,1 %), nachdem er im Vorjahr einen besonders hohen Zuwachs (+8,8 %) verzeichnet hatte. Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real (preisbereinigt) um 3,9 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 0,4 % gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1 % bzw. +11,5 %), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0 % niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8 % höher als im Jahr 2019. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html) Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren setzte auch 2023 seine Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie fort und erwirtschaftete real (preisbereinigt) 2,6 % und nominal (nicht preisbereinigt) 3,7 % mehr Umsatz als im Vorjahr. Dennoch lag der Umsatz real noch 4,6 % unter dem Niveau des Jahres 2019, wohingegen der nominale Umsatz 0,1 % höher war. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html) Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 stand die Taschenkaufhaus GmbH erneut vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Die anhaltend hohe Inflation führte bei den Verbrauchern zu einem realen Kaufkraftverlust und zur Konsumzurückhaltung, was zur Folge hatte, dass deren Ausgaben im Einzelhandel zurückgingen. Gleichzeitig sind auch die Betriebs- und Personalkosten der Taschenkaufhaus GmbH deutlich angestiegen. Das Unternehmen konnte die Umsätze zwar um 3,9 % zum Vorjahr steigern, der Umsatzzuwachs war allerdings nicht ausreichend, um die deutlich gestiegenen Kosten zu kompensieren. Entgegen der Erwartung wurde ein negatives operatives Ergebnis von TEUR 606 erzielt. Zusätzlich zu den schwierigen allgemeinen Markbedingungen hatte die Taschenkaufhaus GmbH auch mit verschiedenen internen Problemen zu kämpfen. Der für den Betrieb des E-Commerce-Geschäfts notwendige Online-Shop wurde im 1. Quartal 2023 auf ein neues Shopsystem umgestellt. Das neue Shopsystem wies leider eine Vielzahl von technischen Fehlern auf. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass sich die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen deutlich verschlechterte, wodurch wesentlich weniger Kunden in den Shop gelangten. Zusätzlich gab es im neuen Online-Shop selbst diverse technische Probleme, welche zu geringeren Verkaufsabschlüssen der Kunden im Shop führten. Die technischen Probleme des neu eingeführten Shopsystems haben dazu geführt, dass die Umsätze dieses für die Taschenkaufhaus GmbH wesentlichen Vertriebskanals deutlich geringer ausgefallen sind als im Vorjahresvergleich. Auch die Umsätze im Marktplatzgeschäft haben sich 2023 nicht wie geplant entwickelt. Ursache hierfür war die signifikante Erhöhung der Provisionsätze bei den Vertriebspartnern Zalando und About You, wodurch es für einen Großteil der Ware nicht mehr rentabel war, diese zum Verkauf über diese Partner anzubieten. Die hier weggefallenen Umsätze konnten nur zum Teil über andere Partner kompensiert werden. Die Taschenkaufhaus GmbH hat durch die beschriebenen Probleme hohe finanzielle Verluste erleiden müssen, welche aus den Rücklagen abgefedert werden konnten. Zur Sicherung der Liquidität wurden Lagerbestände, insbesondere an der risikobehafteten Saisonware, deutlich reduziert. Hier gab es aufgrund des Umsatzrückgangs Überbestände, welche nur mit rabattierten Verkaufspreisen veräußert werden konnten. Dies hat zusätzlich erschwerend die Rohertragsquote verringert und das Ergebnis negativ belastet. Mitarbeiterentwicklung Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Mitarbeiter 59 (Vorjahr: 60). Als Ausbildungsbetrieb engagiert sich die Taschenkaufhaus GmbH für die Ausbildung junger Menschen. So setzt sie auch in 2023 auf die eigene Ausbildung zum Kaufmann/zur Kauffrau im Einzelhandel. Weiterhin ist die Taschenkaufhaus GmbH Praxispartnerin für eine duale Studentin im Bereich Betriebswirtschaftslehre sowie für Praktikanten/innen für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Ertragslage wird in folgender verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt:
*) Verminderungen der jeweiligen Position werden mit negativem Vorzeichen dargestellt. Die Zunahme des Personalaufwands ist bedingt durch die Erhöhung der Löhne und Gehälter. Preissteigerungen der umsatzabhängigen Kosten, wie bspw. die Provisionen der Vertriebspartner, aber auch bei den fixen Kosten, führten zusätzlich zur Erhöhung des sonstigen Betriebsaufwands, welcher nur teilweise durch Einsparungen innerhalb der gleichen Position kompensiert werden konnte. Höhere Zinsen für kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten führten zusätzlich zu Kostensteigerungen. Vermögenslage Die Vermögenslage wird in folgender verkürzter Bilanz dargestellt:
Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert aus den die Investitionen (TEUR 115) übersteigenden Abschreibungen (TEUR 369). Der Rückgang des Umlaufvermögens wird im Wesentlichen verursacht durch den Abbau des Vorratsbestands (TEUR 680) sowie dem stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen (TEUR 370). Der Rückgang des Gesamtkapitals beruht im Wesentlichen auf der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 698. Finanzlage Die Liquidität ist gegenüber 2022 weiter gesunken. Der Rückgang resultiert in erster Linie aus der Rückführung kurzfristiger Geldmarktkredite. Die Gesellschaft konnte alle Zahlungsverpflichtungen gegenüber Kreditoren jederzeit erfüllen und hat die Kredite fristgerecht bedient. In der folgenden Darstellung ist die Liquiditätssituation verkürzt aufgezeigt:
Insgesamt sind die Finanzmittelbestände gegenüber dem Vorjahr um TEUR 314 auf TEUR -462 gesunken. Der Finanzmittelfonds beinhaltet zum Bilanzstichtag die flüssigen Mittel sowie den Kontokorrentkredit. Zum Stichtag bestanden nicht ausgenutzte Kreditlinien von TEUR 638. Über ein Liquiditätsmanagement ist sichergestellt, dass die Taschenkaufhaus GmbH jederzeit allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird. Chancen und Risikobericht Risiken Die wirtschaftliche Unsicherheit bei den Verbrauchern, verursacht durch geopolitische Spannungen und anhaltender Inflation, führt zu einem zurückhaltendem Konsumverhalten. Auch bei den Produkten der Lederwarenbranche bleibt die Nachfrage niedrig und es kommt zu einer großen Menge an nicht verkaufter Ware am Markt. Die starke Zunahme des Wettbewerbs im Online-Handel, der große Warendruck und ein gesteigertes Insolvenzrisiko der Marktteilnehmer führt zu einem Preisverfall der Ware insbesondere im Online-Markt. Die gestiegenen Kosten belasten die Wirtschaftslage vieler Handelsunternehmen stark. Die Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen, wie Energie-, Personal- und Mietkosten, haben weitreichende Auswirkungen auf die Rentabilität. Diese Inflationstendenzen mit den verbundenen Preiserhöhungen, um die gestiegenen Kosten zu kompensieren, könnten dazu führen, die ohnehin schon vorhandene Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu verstärken. Zuverlässige Lieferbeziehungen spielen eine wesentliche Rolle im Zusammenspiel zwischen Verfügbarkeit und möglichst geringer Kapitalbindung im Lagerbestand. Eine effiziente, datengetriebene Steuerung der Lagerbestände und des Abverkaufs sind essentiell, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch den Vertrieb von über 60 verschiedenen Marken, bei einem ausgewogenen Mix aus nachbestellbarer und saisonaler Ware, wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten weitestgehend reduziert. Eine Veränderung der Kundennachfrage bei den von der Taschenkaufhaus GmbH geführten Marken birgt das Risiko der saisonalen Veralterung des Lagerbestands. Durch die datengestützte, gezielte Steuerung von Einkauf und Abverkauf wird unmittelbar auf Nachfrageänderungen und aktuelle Trends reagiert. Zusätzlich wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von Nachorder- und saisonaler Vororder-Ware geachtet. Durch das erprobte, kontinuierlich weiterentwickelte, datengesteuerte Warenmanagementsystem der Taschenkaufhaus GmbH kann das Risiko hoher Altwarenbestände geringgehalten werden. Der Anteil von Marktplätzen am Gesamtvolumen des Online-Handels nimmt immer weiter zu. Die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern birgt dabei die Gefahr von temporären oder dauerhaften Ausfällen dieser Dienste, eine Veränderung der strategischen Ausrichtung der Partner oder der Veränderung der rechtlichen oder vertraglichen Rahmenbedingungen. Durch die Zusammenarbeit mit mehreren Vertriebspartnern wird eine Abhängigkeit von einzelnen Partnern reduziert. Die Taschenkaufhaus GmbH ist wesentlich auf die Funktion des Online-Shops und der IT-Systeme angewiesen. Die eigene Entwicklungsabteilung prüft die Systeme systematisch auf Funktion und stellt die schnelle Behebung von Störfällen sicher. Durch den hohen Automatisierungsgrad und ausgeprägte Kontrollsysteme werden bestehende Prozessrisiken weiter reduziert. Die Risikoausprägung ist mittel. Im Endkundengeschäft besteht kein Zahlungsausfallrisiko, da alle Zahlungsarten, mit Ausnahme der Vorauskasse, über Zahlungsdienstleister abgesichert sind. Die finanziellen Risiken werden aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation, den vorhandenen Finanzmitteln sowie der permanenten Überwachung im Rahmen des Liquiditätsmanagements als gering eingeschätzt. Chancen Die aufgetretenen Probleme nach der Umstellung des Online-Shop auf ein neues Shopsystem können alle abgestellt werden, so dass die Funktionalität des Shops wieder den aktuellen Kundenerwartungen entspricht. Auch die Auffindbarkeit des Shops in den Suchmaschinen kann wieder signifikant gesteigert werden, wodurch wieder mehr Kunden in den Shop gelangen. Diese positiven Effekte lassen eine deutliche Steigerung der Umsätze des Online-Shops erwarten. Durch eine weitere permanente Verbesserung des Markenportfolios, angepasst an Kundenbedürfnisse, werden Neukunden begeistert und Bestandskunden gesichert. Die kontinuierliche Verbesserung der Analysen des Kaufverhaltens mit dem Ziel der Optimierung und Automatisierung von Wareneinkauf, die Erhöhung des durchschnittlichen Bestellwerts und der gezielten Steuerung des Abverkaufs der Warenbestände führen zur Sicherstellung eines stabilen Deckungsbeitrags. Durch eine zielgerichtete, kontrollierte Erhöhung der Investitionen in Marketing und nachhaltigen Markenaufbau kann die Bekanntheit des eigenen Online-Shops wieder gestärkt, neue Kunden gewonnen und die Umsätze erhöht werden. Die stetige Verbesserung des Einkaufserlebnisses erhöht die Kundenbindung, führt so zu Wiederholungskäufen und kann damit die Marketingkosten im Verhältnis zum Umsatz senken. Durch die Kooperation mit zusätzlichen Vertriebspartnern können neue Märkte im In- und Ausland erschlossen werden. Ausblick/Voraussichtliche Entwicklung Das Jahr 2024 wird von allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheit und Volatilität geprägt sein und auch für die Taschenkaufhaus GmbH wieder eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen. Das Hauptrisiko ist die anhaltend geringe Konsumnachfrage der Verbraucher und der damit verbundenen Schwierigkeit, die notwendigen Umsätze zu erzielen. An zweiter Stelle stehen die weiter steigenden Betriebs- und Personalkosten, was die Margen weiter unter Druck setzt. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, durch den es immer schwieriger wird, Stellen mit qualifiziertem und motiviertem Personal zu besetzen sowie die Konsolidierung am Lieferantenmarkt. Es wird notwendig sein, die Prozesse im Unternehmen weiter zu verschlanken und noch mehr zu automatisieren. Außerdem muss die Zusammensetzung des Sortiments unter Berücksichtigung des einzusetzenden, gebundenen Kapitals und deren Umsatz- und Ertragschancen noch kritischer erfolgen. Bei einer Bewertung der genannten Risiken und Unsicherheiten aufgrund der allgeneinen gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Lage wird bei einer konservativen Planung für das Jahr 2024 von einem leicht verbesserten negativen operativen Ergebnis ausgegangen. Die Zahlungsfähigkeit der Taschenkaufhaus GmbH wird jederzeit gesichert sein. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Risiken für das Jahr 2024 bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Finanzierung ist durch die gewährten Kreditlinien, soweit die Planungen so eintreten, gesichert. Die getroffenen Aussagen bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens, beruhen auf Einschätzungen der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses. Bei sich ändernden Rahmenbedingungen können die Ergebnisse von den hier getroffenen Angaben abweichen. Die Aussagen werden bei Änderung nicht aktualisiert.
Leipzig, den 19. Juni 2024 Steffen Kilian, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023TASCHENKAUFHAUS GMBH, LEIPZIGAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 ff. HGB erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Es wird von der Erleichterungsvorschrift nach § 276 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht und in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Rohergebnis" ausgewiesen. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Angaben zur Gesellschaft: Taschenkaufhaus GmbH, Karl-Heine-Straße 92, 04229 Leipzig Amtsgericht Leipzig, HRB 24287 Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt linear. Als Nutzungsdauer wurde bei entgeltlich erworbenen Lizenzen fünf Jahre unterstellt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen, linear vorgenommen. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch die zugehörigen Gemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bilanziert. Im Rahmen der Bewertung der Handelswaren fand das Lifo-Verfahren Anwendung. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben sind zum Nennwert angesetzt. Soweit bei den Forderungen Einzelrisiken erkennbar waren, wurde diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das latente Ausfallrisiko sowie das Zins- und Skontorisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Die Gesellschaft hat umfangreiche Investitionszuschüsse erhalten. Diese wurden in einen gesonderten Passivposten eingestellt (Sonderposten für Investitionszuschüsse) und korrespondierend zu den Abschreibungen der bezuschussten Vermögensgegenstände ertragswirksam aufgelöst. Die Steuerrückstellungen wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt und beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung ergeben sich aus dem Anlagespiegel. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von EUR 2.051 (Vorjahr: EUR 0,00) betreffen sonstige Forderungen. Bankguthaben Guthaben in Höhe von EUR 59,66 sind verfügungsbeschränkt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 158.698,19 (Vorjahr: EUR 214.034,84) wurden für Retouren, rückständigen Urlaub und positive Zeitkonten, Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen sowie Dokumentationsverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten
und sind in Höhe von EUR 1.102.428,94 (Vorjahr: EUR 1.350.875,88) durch eine erstrangige Grundschuld sowie durch unbefristete selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften des Gesellschafters besichert. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.991 für Miet-, Leasing-, Wartungs- sowie Einkaufsverträge. Anzahl der Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt Im Geschäftsjahr waren auf Basis des § 267 Abs. 5 HGB durchschnittlich 50,75 (Vorjahr: 54,25) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 31,00 weibliche (Vorjahr: 33,00) und 19,75 männliche (Vorjahr: 21,25) Arbeitnehmer. Angaben zur Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch:
Der Geschäftsführer vertritt die Gesellschaft allein und ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9a HGB verzichtet. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Geschäftsführer schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 622.407,39 in das neue Geschäftsjahr vorzutragen. Nachtragsbericht Im Zeitraum zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.
Leipzig, den 19. Juni 2024 Steffen Kilian, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Taschenkaufhaus GmbH, Leipzig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Taschenkaufhaus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Taschenkaufhaus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, 24. Juni 2024 ECOVIS
Wirtschaftstreuhand GmbH
Christoph Daut, Wirtschaftsprüfer Katja Nötzel, Wirtschaftsprüferin Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 28. August 2024. Durch den Gesellschafter wurde in der Gesellschafterversammlung am 28. August 2024 beschlossen, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag der Gewinnrücklage zuzuführen. |
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