Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
MF Folien GmbH
Porschestraße 26, 87437 Kempten (Allgäu), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Werner Müller seit 11.8.2025 | Geschäftsführer |
Rainer Leising seit 17.5.2019 | Prokura |
Roland Saur seit 17.5.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 40.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MF Folien GmbHKempten (Allgäu)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der MF-Folien GmbHI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die MF-Folien GmbH mit Sitz in Kempten (Allgäu), ist Hersteller von Polyamid-Folien. Diese werden in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, sowohl als Monofolien (Cast-PA), als auch als Teil von Kaschierverbunden (gereckte PA- und Cast-PA-Folie). Hierzu zählen Einsatzmöglichkeiten im Non-Food-Bereich für verschiedene Industrie- und Konsumgüter, für Medizin- und Pharmazieprodukte sowie flexible Verpackungen für Lebens- und Futtermittel. Weiter stellt die MF-Folien GmbH auch Cast-Folie aus thermoplastischem Polyester (Polybutylenterephthalat = PBT) her. Diese Cast PBT-Folien sind steifer, dimensionsstabiler und wärmestabiler als Standard-PA Folien und finden deshalb hauptsächlich Verwendung in Verbundfolien zur Verpackung im medizinischen Bereich. Die MF-Folien GmbH ist einer der größten Hersteller von Mono-Polyamid-Folien in Europa. Abnehmer dieser Folien sind zum größten Teil industrielle Weiterverarbeiter im Verpackungsbereich, die größten Absatzmärkte sind Deutschland und die Europäische Union. Eine hohe Kundenzufriedenheit bildet das Fundament des nachhaltigen Erfolgs der MF-Folien GmbH. Durch die jährlichen Zertifizierungen nach BRCGS Packaging untermauert MF-Folien ihre qualitätsbestimmte Philosophie. BRCGS Packaging ist das Standard-Qualitätsmanagementsystem für Unternehmen, die Verpackungen und Verpackungsmaterialien herstellen, die in der Lebensmittelindustrie und für den Handel eingesetzt werden. (Quelle: TÜV Nord) Das Energiemanagementsystem von MF-Folien ist nach DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert. 2. Ziele und Strategien Innovation und Nachhaltigkeit sind wesentliche Ziele bei der MF-Folien GmbH, so werden Randbeschnitte und Konfektionierungsreste aus der Produktion fast komplett in einem geschlossenen Kreislauf erneut dem Produktionsprozess zugeführt. MF-Folien arbeitet zusammen mit Rohstofflieferanten auch an einer neuen Generation von OPA-Folien auf der Basis voll recyclierter Polyamid Qualitäten sowie an neuen Flachfolien auf der Basis von Polyamiden aus erneuerbaren Rohstoffen. In der im Jahr 2021 fertiggestellten neuen Produktionshalle wurde 2022 / 2023 eine neue höchst effiziente Anlage zur Herstellung von BOPA-Folie installiert, diese wurde Mitte 2023 in Betrieb genommen. Mit dieser Produktionserweiterung ist MF-Folien in der Lage, die europäischen Kapazitätsanforderungen zu bedienen. Um künftige Produktionserweiterungen am Standort Kempten realisieren zu können, investiert das Unternehmen in Baugrundstücke für mögliche Erweiterungsbauten, ebenso wurden Vorkaufsrechte für weitere Flächen gesichert. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Konjunktur und Markt Das Jahr 2023 war ein sehr schwieriges für die deutsche Kunststoffverpackungsindustrie. Die Branchenstatistik Kunststoffverpackungen weist insgesamt einen Produktionsrückgang von minus 10% auf 3,8 Millionen Tonnen und einen Umsatzrückgang von minus 7,7% auf 16,8 Milliarden Euro im Vergleich zu Vorjahr aus. Für flexible Verpackungen und Folien ist die Lage noch gravierender, hier lag der Produktionsrückgang im vergangenen Jahr bei 12,4% bzw. 14,1%. Insgesamt verzeichnete die Branche Umsatzeinbußen von 21,9%. (Quelle: Industrievereinigung Kunststoffverpackungen & Plastics Europe) Der wesentliche Grund für die negative Entwicklung liegt in der anhaltenden Nachfrageschwäche der wichtigsten Kundenindustrien. Weiterhin sehr belastend ist auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, dieser schwächt nach wie vor im besonderen Maße das Geschäft mit Russland, hier ist auf absehbare Zeit mit keiner Verbesserung zu rechnen. Neben der Nachfrageschwäche belastet die Branche die anhaltenden hohen Energiekosten sowie die deutlich gestiegenen Logistikkosten. Die Mitbewerbersituation ist auch wie in den Vorjahren unverändert aggressiv, hier haben wir vor allem asiatischen und südamerikanischen Mitbewerbern gegenüber einen schweren Stand, da diese von wesentlich niedrigeren Lohn- und Energiekosten profitieren. Trotz aller widrigen Umstände konnten wir unsere Marktanteile halten, die Versorgung war zu jeder Zeit dem Bedarf entsprechend gegeben. Für das Jahr 2024 rechnen wir mit einer auf dem Niveau Dezember 2023 stagnierenden Produktionsauslastung. Einen Ausbau der Margen versuchen wir durch konkrete Maßnahmen zu Materialeffizienzsteigerungen und durch die Verschlankung der Arbeitsabläufe sowie den Einsatz effizienterer und leistungsbezogener Fertigungsanlagen zu erreichen. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse lagen 2023 deutlich (33,4%) unter dem Vorjahreswert. Die Gesamtleistung ist somit gegenüber dem Vorjahr um 25.052 TEUR oder 33,2% gesunken. Hauptursächlich für den Umsatzrückgang sind Preisreduzierungen am Absatzmarkt. Der Auftragsbestand ist derzeit im Bereich Cast-Folien zufriedenstellend, im Bereich OPA-Folien sind wir nicht ausgelastet. Für das Jahr 2024 erwarten wir eine sich stabilisierende Gesamtleistung. Beschaffungsmarkt Die Rohstoffverfügbarkeit war unverändert zu den Vorjahren gut. Die Preise für Rohstoffe sanken ab Ende des 1. Quartales merklich. Dieser Trend setzte sich bis zum Ende des 3. Quartals fort. Mit Beginn des 4. Quartals stiegen die Preise wieder spürbar an. In Summe lag der Durchschnittspreis für das Jahr 2023 um 34,25% unter dem des Vorjahres. Für 2024 zeichnet sich bereits eine sehr deutliche Erhöhung der Rohstoffpreise ab. Die Beschaffungskosten für Energie bleiben bis Ende 2024 stabil. Durch eine erweiterte Qualifizierung von Lieferanten und Rohstoffen, ist MF-Folien in der Lage, zukünftigen Herausforderungen auf dem Versorgungsmarkt entgegenzutreten. Eine frühzeitige Planung mit den Lieferanten sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Lieferanten reduziert dabei mögliche Risiken auf dem Beschaffungsmarkt. 3. Lage Produktion Hauptproduktgruppen der MF-Folien GmbH sind OPA-Folien (biaxial gereckte Polyamid-Folien) und Cast-Polyamid-Folien. Die Produktionsverfahren sind insgesamt auf dem neuesten Stand der Technik; ältere Maschinen werden laufend gewartet und dem Stand der Technik angepasst. Im Produktionsbereich BOPA haben wir eine neue und sehr effektive Produktionslinie installiert. Mit dieser Kapazitätserweiterung gewährleisten wir die Versorgungssicherheit unserer deutschen und europäischen Kunden und werden damit unserer Stellung im Markt gerecht. Ertragslage Die Ertragslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 nicht zufriedenstellend. Die Materialeinsatzquote erfuhr eine Veränderung von 72,9% auf 62,5%. Bei einer Verringerung der Gesamtleistung um 33,2% verminderte sich der Rohertrag um 1.531 TEUR oder 7,5%. Die Personalaufwendungen waren lediglich um 5 TEUR höher als im Vorjahr und sind stabil geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 711 TEUR. Die Gesamtkosten erhöhten sich somit um 463 TEUR. Das Betriebsergebnis verringerte sich um 1.956 TEUR oder 42,3%. Die Abschreibungen erhöhten sich um 1.169 TEUR bzw. 56,3% zum Vorjahr, was in der Aktivierung der neuen OPA-Produktionslinie begründet ist. Aufgrund des verminderten Betriebsergebnisses sanken analog die Ertragssteuern. Finanzlage Die Finanzlage war stets ausgeglichen und der Cash-Flow (vereinfacht) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,1 Mio. EUR (Vj. 5,3 Mio. EUR). Die Mittelbereitstellung aus operativer Tätigkeit hat sich auf 3,9 Mio. EUR (Vj. 7,5 Mio. EUR) vermindert. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 investierte die MF-Folien GmbH 1,56 Mio. EUR in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Die Mittelverwendung fiel mit 1,1 Mio. EUR dabei zum größten Teil in die Investition für eine neue OPA-Produktionslinie. Weitere kleinere Ersatz- und Ergänzungsinvestitionen erfolgten im üblichen Rahmen. Finanzierungsmaßnahmen Die getätigten Neuinvestitionen wurden vollständig aus dem Cashflow und vorhandenen liquiden Mitteln finanziert. Vermögenslage Das Anlagevermögen des Unternehmens beträgt zum Bilanzstichtag 39,9 Mio. EUR (Vj. 41,7 Mio. EUR). Was einer Verringerung um 4,1% entspricht, während es sich in 2022 um 19,5% erhöhte. Hauptursächlich waren die Nettoinvestitionen in Höhe von 1,58 Mio. EUR (Vj. 8,9 Mio. EUR) bei planmäßigen Abschreibungen von 3,2 Mio. EUR (Vj. 2,1 Mio. EUR). Die erhöhten Abschreibungen resultieren aus der Inbetriebnahme der neuen OPA III Produktionslinie in 2023. Das Unternehmen wird in hohem Maße durch Eigenkapital finanziert. Das Gesamtvermögen des Unternehmens war zum Bilanzstichtag zu 91,6% (Vj. 83,9 %) mit Eigenkapital finanziert. Die Anlagenintensität beträgt 73,4 % (Vj. 72,8 %). 4. Steuerungssystem Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der Geschäftsverlauf und die künftige Entwicklung der Gesellschaft werden wesentlich vom technischen Zustand der Produktionsanlagen bestimmt, so dass wir zum einen die Betriebsbereitschaft durch permanente Überwachung und Wartung gewährleisten. Zum anderen wollen wir durch stetige Verbesserungen und Innovationen unseren technischen Vorsprung sichern. Unsere Maschinen sind auf dem neuesten Stand. Insbesondere unsere Anstrengungen zur Rückgewinnung und Wiederverwertung von produktionsbedingten Folienresten gewährleisten eine sehr hohe Effizienz in der Produktionssicherheit und dies nicht zuletzt durch unser eigenes Recyclingsystem. Im Jahr 2023 wurden die gesetzlichen Vorgaben für das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz, welches gemäß der EU-Richtlinie (EU 2019/1937 Hinweisgeberrichtlinie) in nationales Recht umgesetzt wurde, in unserem Unternehmen implementiert. Durch das Hinweisgeberschutzgesetz werden Hinweisgeber (Whistleblower) geschützt und einheitliche Standards zur Meldung von Missständen und zum Schutz der Meldenden vorgeschrieben. Eine dem Gesetzestext entsprechende Meldestelle wurde durch uns über die Plattform "WhistlePort" installiert. Mit der Implementierung dieser Meldestelle erfüllen wir als mittelständisches Unternehmen die regulatorischen Vorgaben der EU-Whistleblower-Richtlinie und des Hinweisgeberschutzgesetzes, WhistlePort erfüllt die strengen datenschutzrechtlichen Vorgaben des Hinweisgeberschutzgesetzes. 5. Personal- und Sozialbereich Aufgrund des sich verschärfenden Fachkräftemangels bleibt die Suche nach gut qualifiziertem Personal problematisch, es konnten aber ausreichend Arbeitnehmer gefunden und eingestellt werden, um die Betriebsleistungen zu erzielen. Das Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 101 Mitarbeiter (Vj. 117 Mitarbeiter). Die Personalkosten sind nahezu gleichgeblieben und erhöhten sich lediglich um 0,1% (Vj. 2,7%). III. Prognose- Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Der Ausblick auf das Jahr 2024 ist durchwachsen, nach wie vor ist allgemeine wirtschaftliche Lage sehr angespannt und eine Besserung nicht in Sicht. Aufgrund der aktuellen Entwicklung ist mit steigenden Rohstoffpreisen zu rechnen. Bei Kunststoffverpackungen könnte der gestiegene regulatorische Druck die Nachfrage zunehmend hemmen. Das Baugewerbe wird weiterhin durch hohe Zinsen und Rohstoffkosten ausgebremst, und bei Fahrzeugen und Elektroartikeln drückt die angespannte Wirtschaftslage nach wie vor auf die Kaufbereitschaft der Verbraucher. Ein langfristiger Konjunkturtrend aufgrund der Unwägbarkeiten bei der Bewältigung verschiedener Probleme und Konjunkturrisiken ist schwer abzuschätzen. Die weitere Entwicklung der Kunststoffindustrie ist auch in Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und sich verändernden Konsumgewohnheiten zu sehen. Wir rechnen mit einer sich stabilisierenden Ertragssituation, soweit die Margen, verursacht durch Rohstoffpreissteigerungen und sinkenden Verkaufspreisen, nicht zu stark beinträchtig werden. Die Energiepreise bleiben für 2024 auf dem Niveau von 2023, der Forecast für die Jahre 2025 bis 2027 zeigt aktuell entspannende Tendenzen. Bei Rohertrag und Jahresüberschuss erwarten wir Ergebnisse auf Vorjahresniveau. 2. Chancen und Risiken Durch die ständige Weiterentwicklung bestehender Produktionsprozesse hinsichtlich Effizienz und Qualität sehen wir auch in Zukunft Potenzial für eine Steigerung der Nachfrage nach unseren Produkten. Somit können Gesamtleistung und Produktivität gesteigert werden. Der Nachhaltigkeit unserer Produkte betreffend, arbeiten wir unermüdlich an unserem CCF (Corporate Carbon Footprint) und PCF (Product Carbon Footprint) um auch hier bestehende Wettbewerbsrisiken zu verringern und um unsere Marktposition auszubauen. Möglichen Risiken, die aus den umfangreichen steuer-, handels-, wettbewerbs- und umweltrechtlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, begegnet MF-Folien mit Weiterbildungsmaßnahmen sowie entsprechender Beratung durch Experten. Risiken, welche über das allgemeine unternehmerische Risiko einer unternehmerischen Tätigkeit hinausgehen, sind nicht erkennbar. Die Entwicklung des Unternehmens wird konsequent vorangetrieben. Neue Entwicklungspotentiale werden durch Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Fertigungsprozesse und Anlagen gefördert. Eine große Unsicherheit stellt immer noch der Krieg in der Ukraine dar. So ist derzeit nicht abzusehen in welchem Maße Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie davon beeinflusst werden und ob daraus resultierende Preiserhöhungen weitergegeben werden können. Die Situation auf den Rohstoffmärkten bleibt unerfreulich. Wenn sich auch die Versorgungslage zurzeit stabilisiert hat, besteht das Risiko, dass sich die Lage schnell wieder ändern kann und die erforderlichen Rohstoffmengen nicht immer rechtzeitig zu bekommen sind. Diesem Risiko wird mit einer vorausschauenden Beschaffungsstrategie Rechnung getragen. Durch hohe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht das Risiko, dass insbesondere im Ausland größere Forderungen ausfallen könnten. Dem wirken wir mit einem aktiven Forderungsmanagement entgegen. Produktionsrisiken, wie dem Ausfall von Produktionsanlagen, beugen wird mit regelmäßigen und umfassenden Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen vor. Die Rohstoffpreisentwicklung ist aktuell höchst unerfreulich, es wird mit weiterhin steigenden Preisen gerechnet. Preissteigerungen können auf Grund der Wettbewerbssituation nicht immer vollumfänglich an unsere Kunden weitergegeben werden. Daher beobachten wir laufend die Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt, um künftige Preisänderungen in unserer Kalkulation berücksichtigen zu können. Mittelfristig werden chemische Recyclingverfahren hinsichtlich einer europäischen Kreislaufwirtschaftsstrategie eine echte Chance für die deutsche Kunststoffindustrie darstellen, da in der Transformation zu einer fossilfreien Kreislaufwirtschaft Europa gegenüber anderen Regionen der Welt zurzeit einen Technologievorsprung hat. Zusammenfassung Für das Geschäftsjahr 2024 erhoffen wir uns eine stabile Margensituation bei sich international regulierenten Rohstoffpreisen. Hinsichtlich der Energiekosten bleiben wir stabil auf dem Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund, dass Konjunkturindikatoren eine hohe Volatilität aufweisen und die Auswirkungen der gegenwärtigen Konjunkturrisiken nur schwer einzuschätzen sind, werden langfristige Prognosen schwierig. Gesamtheitlich kann für die Entwicklung der Gesellschaft gesagt werden, dass wir aufgrund unserer Stellung in der europäischen Mitbewerbersituation, unsere Marktstellung behalten und weiter ausbauen können. Wir erwarten einen Rohertrag sowie einen Jahresüberschuss auf Vorjahresniveau. Den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken sind derzeit nicht bekannt.
Kempten, 22. April 2024 Der Geschäftsführer Max Müller BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023MF-Folien GmbHSitz: Kempten (Allgäu) Registergericht: Amtsgericht Kempten (Allgäu) Handelsregisternummer: HRB 2401 1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1.1 Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. 1.2 Die MF Folien GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. 1.3 Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 1.4 Die "Davon"-Vermerke zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in Form eines Verbindlichkeitenspiegels im Anhang dargestellt. 1.5 Die Vergleichszahlen des Vorjahres sind den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres gegenübergestellt. Die Bewertung der einzelnen Bilanzpositionen erfolgte nach den gleichen Methoden wie im Vorjahr. 2. Bilanzierung und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Bei beweglichen Anlagegütern wird linear und degressiv abgeschrieben. Bei der degressiven Abschreibungsmethode erfolgt der Übergang zur linearen Abschreibungsmethode sobald die lineare Abschreibung auf die Restnutzungsdauer die degressive Abschreibung übersteigt. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wird bei der Bewertung durch entsprechende Abschläge Rechnung getragen. Fertigerzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Zuschläge für Material- und Fertigungsgemeinkosten gemacht. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt retrograd. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Individuelle Bewertungsabschläge wurden bei erkennbaren Ausfallrisiken vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung abgedeckt. Gegen Gesellschafter bestehen keine Forderungen. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Leistungsverpflichtung wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) mit dem anhand des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelten Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Entgelt- und Rentensteigerungen sind bei der Ermittlung der Verpflichtung zu berücksichtigen. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte individuelle Zinssatz herangezogen. Bei der Bemessung der Sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend Rechnung getragen. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Latente Steuern werden für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen gebildet. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Berichtsjahr ergeben sich aktive latente Steuern aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 49 (Vj. TEUR 54), sowie aus der Bewertung der Urlaubsrückstellung in Höhe von TEUR 30 (Vj TEUR 21) und passive latente Steuern aus der Bewertung des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 111 (Vj. TEUR 172). Es besteht somit ein Überhang an passiven latenten Steuern von TEUR 32 (Vj TEUR 98). Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein Ertragssteuersatz von 30 % zugrunde, der Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer umfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der Anlagepositionen im Geschäftsjahr 2023 ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt:
3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind nach Ablauf eines Jahres TEUR 0 (Vj. TEUR 0) fällig. 3.3 Pensionsrückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt am Bilanzstichtag TEUR 574 (Vj. TEUR 595). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem individuellen Abzinsungssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) und einem Rententrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %). Der Abzinsungssatz ergibt sich aus dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei einer Ableitung des Abzinsungssatzes aus den vergangenen sieben Jahren ergäbe sich eine um TEUR 2,9 höhere Rückstellung. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre. Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Die zugehörigen Aufwendungen aus der Aufzinsung (TEUR 10,8; Vj. TEUR 10,9) sind in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. 3.4 Sonstige Rückstellungen Sie werden im Wesentlichen gebildet für Personalaufwendungen (TEUR 535; Vj. TEUR 441) und Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 232; Vj. TEUR 357). 3.5 Sonstige Verbindlichkeiten Sämtliche Sonstigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Es sind erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 54 (Vj. 43 TEUR) enthalten. Gegenüber Gesellschaftern bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 210 (Vj. TEUR 109). 3.6 Aufgliederung der Verbindlichkeiten
3.7 Passive latente Steuern Die latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:
Die Bewertung erfolgt mit dem am Abschlussstichtag gültigen Steuersatz von 30 % (Vj. 30 %). 4. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit dem Verkauf selbst hergestellter Folien erzielt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Umsatzerlöse in folgenden Regionen erbracht:
4.2 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Position enthält Erträge aus der Anpassung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 66 (Vj. Erträge TEUR 75). 4.3 Periodenfremde Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Auflösungen nicht verwendeter Rückstellungen in Höhe von TEUR 126 (Vj. 78) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 0 (Vj. 14) sowie aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von TEUR 18 (Vj. 18). 5. Ergänzende Angaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 HGB Es bestehen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.
Das Bestellobligo am Bilanzstichtag aus begonnenen Investitionen betrug 152 TEUR. 5.2. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres, über die zu berichten wäre, liegen nicht vor. 5.3 Geschäftsführung Die Führung der Geschäfte und die Vertretung der Gesellschaft obliegen dem alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer: Herrn Max Müller Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 5.4 Durchschnittliche Beschäftigtenzahl
5.5 Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 24 (Vj. TEUR 23) und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. 6. Ergebnisverwendungsvorschlag des Geschäftsjahres 2023Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 1.865.085,99 wird dem Gewinnvortrag zugeschlagen und der Gesamtbetrag in Höhe von EUR 49.852.654,01 auf neue Rechnung vorgetragen.
Kempten, den 22. April 2024 Der Geschäftsführer Max Müller sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MF Folien GmbH, Kempten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MF Folien GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MF Folien GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kempten, den 22. April 2024 asr GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst Schafheitle, Wirtschaftsprüfer Tatjana Puscher, Wirtschaftsprüferin |
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