Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 15463
Eingetragen
14.4.1998
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialReparatur und Instandhaltung von elektrischen AusrüstungenErbringung von haushaltsbezogenen Dienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Dienstleistungen aller Art, soweit sie nicht erlaubnis- bzw. genehmigungspflichtig sind, insbesondere Durchführung von Büroarbeiten und Elektroinstallateurarbeiten sowie damit im Zusammenhang stehende Geschäfte im Inund Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nils-Hagen Fleischer
seit 18.7.2024
Prokura
Cathleen Fleischer
seit 12.9.2003
Geschäftsführer
Dirk Homilius
seit 12.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CF Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
CF Holding GmbH
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LF Elektro GmbH

Annaberg-Buchholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. immaterielle Vermögensgegenstände 1.105,00 7.483,50
II. Sachanlagen 1.638.614,35 1.460.608,85
1.639.719,35 1.468.092,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 620.872,89 1.106.652,34
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.183.544,47 4.006.698,75
davon mit einer RLZ von mehr als einem Jahr: € 3.526,05 (VJ: € 3.350,00)
III. Wertpapiere 0,00 1.900,52
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.274.329,71 615.378,37
7.078.747,07 5.730.629,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.750,83 9.518,29
davon Disagio: € 2.280,00 (VJ: € 2.660,00)
8.736.217,25 7.208.240,62

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 2.988,50 2.988,50
III. Gewinnvortrag 2.926.718,63 2.903.758,95
IV. Jahresüberschuss 1.561.519,66 973.723,68
4.541.226,79 3.930.471,13
B. Rückstellungen 1.205.244,62 536.994,89
C. Verbindlichkeiten 2.989.745,84 2.740.774,60
davon mit einer RLZ bis zu einem Jahr: € 2.667.490,89 (VJ: € 2.426.937,43);
davon mit einer RLZ von mehr als einem Jahr: € 322.254,95 (VJ: € 313.837,17);
davon aus Steuern: € 368.503,17 (VJ: € 193.364,08);
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 800,00 (VJ: € 720,00) 8.736.217,25 7.208.240,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
1. Rohergebnis 12.672.094,71 10.277.061,01
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.491.121,52 4.773.739,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.159.777,76 1.008.893,36
davon für Altersversorgung: € 35.099,49 (VJ: € 35.169,96) 6.650.899,28 5.782.633,28
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 214.781,57 226.312,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.591.944,70 2.765.178,11
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 73.114,42 2.229,34
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 99,48
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.671,14 22.251,70
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 688.846,10 478.361,57
9. Ergebnis nach Steuern 1.584.066,34 1.004.454,16
10. sonstige Steuern 22.546,68 30.730,48
11. Jahresüberschuss 1.561.519,66 973.723,68

(eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz, HRB 15463)

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Dirk Homilius, Elektroinstallateur, und Frau Cathleen Fleischer, Kauffrau. Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angaben gem. § 285 Nr. 9 HGB wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 126 Mitarbeiter beschäftigt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des HGB und GmbHG erstellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode zeitanteilig bemessen.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Soweit ein niedrigerer Marktpreis am Bilanzstichtag bestand, wurde dieser angesetzt.

Die Bewertung der Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie der Kassenbestand sind zu Nennwerten angesetzt.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Zins-, Mahn- und Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zum Rücknahmepreis bzw. mit den Anschaffungskosten bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungen wurden für wesentliche Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Sie werden in Höhe desjenigen Erfüllungsbetrages gebildet, der nach kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der ungewissen Verbindlichkeiten erforderlich sein wird.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens stellt sich wie folgt auf der nachfolgenden Seite dar:

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
I. immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 61.707,57 0,00 0,00 0,00 61.707,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.394.660,18 118.874,10 0,00 0,00 1.513.534,28
2. technische Anlagen und Maschinen 64.785,20 4.015,87 0,00 0,00 68.801,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 540.065,66 298.296,10 134.622,14 0,00 703.739,62
1.999.511,04 421.186,07 134.622,14 0,00 2.286.074,97
2.061.218,61 421.186,07 134.622,14 0,00 2.347.782,54
Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
I. immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.224,07 6.378,50 0,00 60.602,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 274.965,83 45.711,10 0,00 320.676,93
2. technische Anlagen und Maschinen 17.576,20 4.102,87 0,00 21.679,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 246.360,16 158.589,10 99.844,64 305.104,62
538.902,19 208.403,07 99.844,64 647.460,62
593.126,26 214.781,57 99.844,64 708.063,19
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
I. immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.105,00 7.483,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.192.857,35 1.119.694,35
2. technische Anlagen und Maschinen 47.122,00 47.209,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.635,00 293.705,50
1.638.614,35 1.460.608,85
1.639.719,35 1.468.092,35

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 3.526,05 (VJ: € 3.350,00).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahreswerte in Klammern):

Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2.989.745,84 2.667.490,89 234.144,44 88.110,51
(2.740.774.60) (2.426.937.43) (191.174.88) (122.662,29)
davon:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 403.153,41 80.898,46 234.144,44 88.110,51
(373.799,80) (59.962,63) (191.174,88) (122.662,29)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Grundschuld auf dem Betriebsgrundstück besichert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Zuwendungen aus Förderprogrammen in Höhe von insgesamt € 155.049,31 (VJ: € 227.554,00) sowie erhaltener Schadenersatz für Mängel in Höhe von € 200.000,00 (VJ: € 0,00) enthalten.

Forderungsausfälle in Höhe von insgesamt € 248.794,23 (VJ: € 0,00) werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sonstiges

Zum Stichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Volumen in Höhe von € 372.292,85 (Volumen jeweils bis erste Kündigungsmöglichkeit der Verträge).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Leasingaufwendungen für Verträge über bewegliche Wirtschaftsgüter. Ziel der Verträge ist die Bereitstellung der für die betrieblichen Prozesse erforderlichen Wirtschaftsgüter, ohne die Investitions- und Kapitalbindungsrisiken zu übernehmen.

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, die bereits erfolgte Gewinnausschüttung in Höhe von € 950.764,00 beizubehalten und den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Die Corona-Pandemie sowie die Ukraine-Krise hatte auf unser Unternehmen in 2023 keine negative Auswirkung. Insgesamt können wir aktuell keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäft erkennen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

 

Annaberg-Buchholz, den 28. März 2024

LF Elektro GmbH

gez. Dirk Homilius

gez. Cathleen Fleischer

Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die LF Elektro GmbH ist im Bereich der Elektroinstallationen, der IT-Infrastruktur sowie der energetischen Sanierungen tätig. Die Dienstleistungen umfassen die Entwicklung, Planung, Einrichtung und Service an elektrotechnischen Einrichtungen und Anlagen, einschließlich Energieanlagen, Steuerungstechnik, Blitzschutz, Photovoltaik, Kommunikationstechnik, Beleuchtung, Brandmelde- und Alarmanlagen. Es werden Großaufträge im Rahmen von Neubauten sowie bei Sanierungen durchgeführt.

Ziele und Strategien

Die Erfüllung von Kundenwünschen hat oberste Priorität. Die Firma ist daher bestrebt, Kundenaufträge in bester Qualität bei Einhaltung der vereinbarten Fertigstellungstermine zu realisieren. Gesetzliche und behördliche Vorschriften werden von der Firma eingehalten. Zur Erreichung dieser Ziele setzt das Unternehmen auf Qualität, Zuverlässigkeit, Reaktionsschnelle, das Eingehen auf Kundenwünsche und die individuelle Beratung sowie Einhaltung zugesicherter Liefertermine. Zudem beeinflussen die solide Ausrüstung und die Mitarbeiterqualifikation in einem hoch professionellen und dennoch sozialen Umfeld die Produktkonformität positiv.

Steuerungssystem

Die strategische Entwicklung und die operative Steuerung obliegen der Geschäftsführung.

Die wirtschaftliche Planung und Steuerung des Unternehmens erfolgt über eine terminorientierte Auftragsplanung. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird permanent ergänzt durch die zeitnahe Überprüfung und Nachkalkulation sämtlicher Projekte und der Geschäftsentwicklung sowie durch die Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung bei etwaigen negativen Entwicklungen. Dabei bilden Umsatz- und Ergebnisgrößen die maßgeblichen wirtschaftlichen Steuerungskennzahlen in der Gesellschaft.

II. Wirtschaftsbericht

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Für die E-Handwerke war 2023 erneut ein erfolgreiches Jahr. Das ergab eine Berechnung des ZVEH auf Grundlage der aktuellen Handwerkszählung sowie der vorläufigen Handwerksberichterstattung des Statistischen Bundesamts für 2023. So konnte die Branche ihren Umsatz im vergangenen Jahr erneut steigern - und das trotz der zunehmend schwierigen Situation im Bausektor.

Mit einem Plus von 7,9 Prozent und einem Gesamtumsatz von 87,8 Milliarden Euro (2022: 81,4 Mrd. €) stellen die E-Handwerke weiterhin das größte installierende Gewerk dar. Zwar geht ein Teil der von den E-Handwerken erzielten Umsatzsteigerungen auf inflationsbedingte Preiserhöhungen zurück. Die Analyse der Umsatzentwicklung zeigt aber auch, dass die E-Handwerke von der mit Energiewende und Digitalisierung einhergehenden Elektrifizierung profitieren und Einbrüche im Neubau-Bereich erfolgreich durch Sanierungen kompensieren konnten.

Bei den Beschäftigtenzahlen, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen waren, verzeichneten die E-Handwerke indes erstmals wieder ein, wenn auch leichtes, Minus. So ging die Zahl der Mitarbeiter/-innen nach dem Rekordwert im Jahr 2022 (527.354 Beschäftigte) leicht zurück (- 0,6 %) und lag 2023 bei 524.224.

Ein Minus von 0,8 Prozent verzeichnete die Branche auch bei der Zahl der Unternehmen. Diese ging 2023 auf 48.225 zurück (2022: 48.616). Damit setzt sich der Trend zu wachsenden Betriebsgrößen bei gleichzeitigem Rückgang der Betriebszahl fort. Hintergrund für diese Entwicklung ist, dass größere Unternehmen erfolgreicher in der Diversifikation ihrer Geschäftsfelder sind und damit besser und flexibler auf neue Märkte wie beispielsweise Photovoltaik oder E-Mobilität reagieren können.

Die Branchenkennzahlen für 2023 belegen, was zuvor auch schon die Frühjahrskonjunkturumfrage des ZVEH deutlich gemacht hat: Die E-Handwerke als wichtiges Klimahandwerk profitieren von Energiewende und Digitalisierung. E-handwerkliche Leistungen sind trotz Baukrise stark nachgefragt.

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft, Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis von € 1.561.519,66 (VJ: € 973.723,68) ab.

Die Umsatzerlöse betrugen im Berichtszeitraum € 24.507.389,73. Im Vorjahr 2022 wurde demgegenüber ein Betrag von € 19.267.260,41 ausgewiesen. Der Umsatz konnte somit um € 5.240.129,32 erhöht werden, das entspricht 27,2 %.

Die Aufwendungen für bezogene Waren in 2023 betrugen € 5.465.255,32 gegenüber € 4.004.604,72 im Vergleichszeitraum 2022.

Zudem haben sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen von im Vorjahr € 5.398.364,03 um 23,74 % auf in 2023 € 6.680.106,87 erhöht.

Der gesamte Personalaufwand 2023 betrug € 6.650.899,28 gegenüber € 5.782.633,28 im Vergleichszeitraum 2022. Die absolute Veränderung beträgt damit € 868.266,00. Dies ergibt eine Erhöhung von 15,02 %.

Die guten Umsätze sowie das gute Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2022 konnten in 2023 weit übertroffen werden, dies entspricht der Einschätzung entsprechend dem Lagebericht 2022 für das Geschäftsjahr 2023.

Finanz- und Vermögenslage

Das Anlagevermögen besteht überwiegend aus Betriebsimmobilien in Annaberg-Buchholz einschließlich Garagen und Außenanlagen. Im Geschäftsjahr wurde in Sachanlagen in Höhe von T€ 421 investiert.

Die Quote der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände am Gesamtvermögen ist von 56 % auf 48 % gesunken und liegt somit um 6 % unter der Quote aus 2022.

Der Anteil der liquiden Mittel am Gesamtvermögen hat sich dagegen von ca. 9 % auf ca. 26 % erhöht. Die Zahlungsfähigkeit war in 2023 und ist zum jetzigen Zeitpunkt jederzeit gesichert.

Die Eigenkapitalquote ist von 55 % auf 52 % leicht gesunken. Das Eigenkapital beträgt per Ende 2023 T€ 4.541.

Die Rückstellungen haben sich um T€ 668 von T€ 537 auf T€ 1.205 erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch die höheren Rückstellungen für Ertragsteuern, Personalkosten sowie für Gewährleistungsansprüche begründet. Die Verbindlichkeiten erhöhen sich um T€ 249 von T€ 2.740,8 auf T€ 2.989,7. Die Erhöhung resultierte hauptsächlich aus den erhaltenen Anzahlungen.

Die Bilanzsumme hat sich dementsprechend um T€ 1.528 auf T€ 8.736 erhöht.

Leistungsindikatoren

Das Unternehmen misst sich an der Zufriedenheit ihrer Kunden. Gelebte Kundenorientierung, höchste Qualität, Einhaltung von Fertigstellungsterminen sowie das Einhalten von gesetzlichen und behördlichen Vorgaben sind dabei die wesentlichen Leistungsindikatoren und gleichzeitig unsere wichtigsten Erfolgsgaranten.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren des Unternehmens sind der Cashflow, das EBT und das EBIT. Diese stellen sich im Geschäftsjahr wie folgt dar (mit Vorjahreswerten):

2023 2022
T€ T€
Jahresüberschuss 1.561,52 973,72
Abschreibungen 214,78 226,31
Cashflow 1.776,30 1.200,03
Jahresüberschuss 1.561,52 973,72
Steuern vom Einkommen und Ertrag 688,85 478,36
EBT 2.250,37 1452,08
Jahresüberschuss 1.561,52 973,72
Steuern vom Einkommen und Ertrag 688,85 478,36
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14,67 22,25
EBIT 2.265,04 1.474,33

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Wir verfügen über ein sehr gutes Geschäftsklima und sind sehr zufrieden mit der wirtschaftlichen Situation. Die Einschätzung der wirtschaftlichen Situation erreicht wieder den sehr guten Wert von vor Corona. Lieferengpässe gibt es nicht mehr und die Materialpreise haben sich relativiert, erhebliche oder nicht kalkulierbare Verteuerungen erfolgen nicht mehr.

Grund für die gute Stimmung ist unter anderem der weiterhin hohe Auftragsbestand. So verfügen wir wieder wie im Vorjahr über ein Auftragspolster von mehr als zwölf Monaten.

Aufgrund des gesicherten Auftragsbestandes bis Frühjahr 2025 erwarten wir gleichbleibende Umsätze und ein sehr gutes Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Ein nicht kalkulierbares Risiko besteht in der Entwicklung des Kupferpreises, eine erhebliche Verteuerung hat dann Auswirkung auf das Ergebnis, da wir Preisbindungen vereinbaren müssen und erst mit Ablauf der Bindefristen, die wir immer versuchen so knapp als möglich zu vereinbaren, eine Preiserhöhung erhalten.

Die Auftraggeber befinden sich zum größten Teil nicht in der Krise und können die angespannte wirtschaftliche Lage gut überstehen, trotzdem besteht ein nicht zu unterschätzendes Risiko insbesondere durch:

Gesamtkostensteigerung und Inflation

Fachkräftemangel

neue Richtlinien und Vorschriften - viele Unternehmen müssen alte Abläufe umstellen und auf zum Teil kostspielige Alternativen umstellen

Investoren springen ab

unattraktive Finanzierungen

Mit einem Aussetzen von Baumaßnahmen kann jederzeit gerechnet werden, da geplante Investitionen wegen Liquiditätsproblemen, verhaltener Kreditvergaben und hohen Zinsen nicht realisiert werden. Außerdem fehlen die hochqualifizierten Fachkräfte für erforderliche Planungsleistungen, dadurch entstehen erhebliche Verzögerungen beim Baubeginn, auch wegen fachlich falscher Planung, da Projekte teilweise nur noch kopiert werden.

Im Februar 2023 gab es ganze 237 Unternehmensinsolvenzen im Baugewerbe, das entspricht etwa 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Handwerk gab es im vergangenen Jahr sogar 3.270 Insolvenzfälle. Das sind rund zwölf Prozent mehr als im Jahr 2021.

Wir können diesen Problemen entgegengehen, indem wir vorausschauend denken. Dazu gehört auch, den Markt zu beobachten und aktuelle Trends und Herausforderungen frühzeitig zu erkennen.

Bei einigen Kunden nehmen wir die Aufträge nur bei Zahlung einer Vorauskasse bis 30 % an, die erst bei Schlussrechnung verrechnet wird, um etwaigen Forderungsausfällen vorzubeugen.

Durch den Ausbau unserer Dienstleistungen im Bereich der erneuerbaren Energien, energetische Sanierungen sowie der Informationstechnik sind wir sehr gut aufgestellt. Der IT-Bereich gewinnt durch die Digitalisierung immer weiter an Bedeutung und wird weiterhin ausgebaut.

Auch soziale Faktoren spielen eine entscheidende Rolle. Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit bindet Fachkräfte.

Eine Verschiebung der Projekte können wir immer sehr gut mit "Ersatzvornahmen" gegen andere Unternehmen puffern, die ihr Auftragspensum überschätzt haben, ausfallen oder auch im Bereich der Mängelbeseitigung gegen andere Unternehmen, bedingt durch den Fachkräftemangel und immer erheblicheren "Pfusch am Bau,,.

In 2024 planen wir Investitionen in Höhe von T€ 115 für die Erneuerung der Fassade, Sicherung Stützmauer und Dach Verbindungsbau - Glasgeländer mit Werbung und Austausch Boden mit Steinzeug.

Verschiedene Faktoren erklären positive Entwicklung

Die positive Entwicklung ist damit zu erklären, dass die E-Handwerke sehr breit aufgestellt sind und über sehr diverse Tätigkeitsbereiche verfügen. Diese reichen vom Wohnungsbau bis zum industriellen Anlagenbau. Auch die steigende Nachfrage nach Leistungen im Bereich der erneuerbaren Energie trägt zu der positiven Konjunkturentwicklung bei.

Unsere Branche erweist sich, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, einmal mehr als relativ krisenfest. Das hat auch damit zu tun, dass den E-Handwerken mit der fortschreitenden Elektrifizierung, mit Energiewende und Digitalisierung eine hohe Bedeutung zukommt und dass das Aufgabenspektrum der Betriebe wächst.

Steigende Umsatzanteile im PV-Bereich

Nach Angaben des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) wurden im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als eine Million neue Solaranlagen zur Strom- oder Wärmeerzeugung installiert. Die hierzulande installierten rund 3,7 Millionen Photovoltaik-Anlagen produzierten im Jahr 2023 insgesamt 62 Milliarden Kilowattstunden und deckten damit rund zwölf Prozent des deutschen Stromverbrauchs.

Rund sieben GW und damit die Hälfte der 2023 neu installierten Solarstromleistung entfiel auf das Heimsegment, das gegenüber 2022 mit einem Plus von 135 Prozent ein kräftiges Wachstum verzeichnete. 31 Prozent der 2023 neu installierten Solarstromkapazität (rd. 4,3 GW) wurden im Rahmen ebenerdig errichteter Solarparks realisiert (+ 40 % ggü. 2022). Für dieses Marktsegment erwartet der BSW 2024 mit dem im Solarpaket I vorgesehenen Abbau von Marktbarrieren eine weiter wachsende Nachfrage.

Gleiches gilt für Solaranlagen auf Gewerbedächern. Auf Firmendächern wurden 2023 mit rund 2,5 GW knapp ein Fünftel (18 %) der neu installierten solaren Kraftwerksleistung installiert. Das entspricht einem Wachstum von 75 Prozent gegenüber 2022.

Zahl der offenen Stellen als Indikator für Fachkräftelücke

Der erfreulich hohe Auftragsbestand hat allerdings auch eine Kehrseite. Denn mit den durch Energiewende, Digitalisierung und Elektrifizierung kontinuierlich wachsenden Einsatzgebieten der E-Handwerke nimmt auch der Fachkräftebedarf überproportional zu und übersteigt damit das vorhandene organische Mitarbeiter-Wachstum.

Die wachsende Fachkräftelücke spiegelt sich dabei in der Zahl der offenen Stellen wider.

Durch Teilnahme an Ausbildungsmessen, Tag der offenen Unternehmen, Bannerwerbung und Kooperation mit Schulen können neue Lehrlinge in den verschiedenen Berufszweigen gewonnen werden. In den nächsten sechs Monaten gehen wir von einer Steigerung der Beschäftigtenzahl aus.

Durch den Einsatz von Fachkräften aus dem osteuropäischen Ausland können wir den Fachkräftemangel in Deutschland sehr gut ausgleichen.

Positiver Ausblick

Wir können steigende Kosten durch höhere Preise kompensieren.

Alle Entscheidungen und Prognosen unterliegen möglichen Risiken und Unsicherheiten. Um diesen entgegenzutreten und zukünftig zu minimieren, verbessern wir stetig unser Risikomanagement.

Hierbei werden die notwendigen unternehmerischen Entscheidungen bei veränderten Bedingungen angepasst und alle betrieblichen Teilbereiche einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen. Controlling und strategische Unternehmensplanung sind dabei die Grundlagen der Risikominimierung. Einzelne Risiken gefährden nicht das Unternehmen.

Bestandsgefährdende Risiken für die Zukunft des Unternehmens sehen wir in der aktuellen Entwicklung des Marktes sowie der sich abzeichnenden Nachfragesituation nicht.

 

Annaberg-Buchholz, den 28. März 2024

LF Elektro GmbH

gez. Dirk Homilius

gez. Cathleen Fleischer

Geschäftsführer

Vorstehender, zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LF Elektro GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LF Elektro GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LF Elektro GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.

Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung unserer Verantwortung für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Dortmund, den 27. Mai 2024

S & R WP Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Reineke, Wirtschaftsprüfer

Anlage zum Bestätigungsvermerk: Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Offenlegungsangabe gemäß § 328 Abs. 1 HGB

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses und Lageberichtes 2023: 7. Juni 2024

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