LINDE + WIEMANN Deutschland SE

Industriestraße 4, 35683 Dillenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wetzlar HRB 7324
Vorher
Blitz 17-657 SE
Eingetragen
11.4.2017
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Gegenstand
Montage von Baugruppen, Modulen und Komponenten, die Herstellung von gewalzten Profilen jeder Art und deren Weiterverarbeitung, die Herstellung und der Vertrieb von Stanz-, Warmform-, Feinstanzund Kunststofferzeugnissen und Hochleistungsfaserverbundwerkstoffen (Advanced Composits) sowie der Vertrieb und Handel mit solchen Produkten. Die Gesellschaft ist berechtigt sämtliche Geschäftsgegenstände zu verwirklichen, die dem Geschäftszweck dienlich oder förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Milind Narayan Phulse
seit 8.10.2025
Geschäftsführer
Oliver Schwencker
seit 26.9.2024
Prokura
Lars Vogler
seit 16.5.2024
Prokura
Markus Wilhelm Herber
seit 29.4.2024
Geschäftsführer
Michael Lindner
seit 24.11.2021
Geschäftsführer
Tim Pitzer
seit 10.12.2020
Prokura
Josef Zacherl
seit 4.4.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Linde + Wiemann GmbH-KG
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Linde + Wiemann SE & Co. KG

Dillenburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Die Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, (nachfolgend auch L + W, Linde + Wiemann oder L + W-Konzern genannt) legt im Folgenden den zusammengefassten Lagebericht für die Linde + Wiemann SE & Co. KG sowie den Konzern für das Geschäftsjahr 2021, zum Stichtag 31. Dezember 2021, vor. Die L + W und der Konzern bilanzieren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises wird detailliert im Anhang dargestellt.

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell

1.1 Organisatorische Struktur des Konzerns

Der L + W-Konzern führt seine Geschäfte in einer Kombination aus zentraler und dezentraler Struktur. Die Produktion ist dezentral in den jeweiligen Regionen organisiert. Damit folgen wir den Bedürfnissen und Anforderungen unserer Kunden nach lokalen Partnern. Hinzu kommt eine zentrale Struktur für Vertrieb, Technologie und Produktentwicklung. So gewährleisten wir einen effizienten Einsatz unserer Investitionen in Markterschließung und Weiterentwicklung von Technologien. Die Gesamtführung für den L + W Konzern lag im Geschäftsjahr 2021 bei einem Gremium bestehend aus CEO, COO, CFO, CCO und CTO (bis 31. Dezember 2021).

Ulrich Schoof, langjähriger CEO und Vorstandsvorsitzender des Konzerns, hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 seine Position an Michael Hengstmann (ehemals CTO) übergeben und wird das Unternehmen künftig als aktiver Gesellschafter in den Gremien weiter begleiten. Die Zentrale des Konzerns befindet sich am deutschen Standort Dillenburg, an dem unter anderem der Vertrieb, Technologie und Produktentwicklung konzentriert sind.

Im Jahr 2019 hatte sich die JBM Global Technologies GmbH, Wetzlar, ein Unternehmen der indischen JBM Gruppe, im Rahmen einer Kapitalerhöhung an der Linde + Wiemann SE & Co. KG beteiligt. Damit stärkte die Linde + Wiemann Gruppe ihre globale Marktposition. Des Weiteren ermöglicht die Nutzung der komplementären Stärken von Linde + Wiemann und der JBM-Gruppe vielfältige Synergien und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nachhaltig.

Die Komplementärin der Linde + Wiemann SE & Co. KG, die Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, verfügt über einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern, wobei Herr Nishant Arya (JBM) den Vorsitz des Gremiums innehält. Die Linde + Wiemann Holding SE übt mit Ihrem Vorstand die Geschäftsführung der Linde + Wiemann SE & Co. KG aus.

Die Produktionsgesellschaften in Europa, Nordamerika und Südafrika werden, neben dem Joint Venture in der Türkei, ausschließlich vom Konzern gehalten. In der Region Asien führen wir unsere Aktivitäten mit einem lokalen Partner in einem Joint Venture.

1.2 Standorte

Die internationale Aufstellung des Konzerns umfasst 18 Produktionsstandorte, verteilt über vier Kontinente. Mit dieser Struktur haben wir uns als anerkannter Zulieferer für die internationale Automobilindustrie etabliert.

In Deutschland wird zurzeit an den Standorten Dillenburg, Elstra, Südbrookmerland, Hagenbach, Ingolstadt und Bremen gefertigt. Der Produktionsstandort in Bremen hat im Geschäftsjahr 2021 die Serienproduktion aufgenommen. In der Tschechischen Republik verfügen wir mit den Standorten Lysá, Benátky und Břeclav über einen aufeinander abgestimmten Produktionsverbund. In Spanien wird an den Standorten La Garriga, Esparraguera und Zaragoza gefertigt. Der Produktionsstandorte in Kecskemét, Ungarn unterstützt die globale Plattformstrategie eines unserer Kunden. Auf Basis des in 2020 erstellten Restrukturierungskonzeptes 1 wurde entschieden, dass der Standort Lysä im Geschäftsjahr 2021 und der Standort in Südbrookmerland im Geschäftsjahr 2022 sozialverträglich geschlossen werden sollen. In diesem Zuge erfolgt bereits eine Verlagerung der Fertigungskapazitäten von Südbrookmerland nach Bremen.

L + W ist über ein Joint Venture, mit einem Produktionsstandort in Gebze in der Türkei vertreten. Der Konzern hat in Südafrika einen Fertigungsstandort in East London. Am Standort Port Elizabeth werden administrative Kapazitäten vorgehalten. In China wird an den Standorten Changchun, Chongqing und Baodi produziert. Bewährt hat sich dabei die Zusammenarbeit mit unserem Joint Venture Partner Engley (Changchun Engley Automobile Industry Co., Ltd., Changchun/China). In Lavonia (Hardville), Georgia, USA, wurde im Jahre 2017 die Produktion, insbesondere zur Belieferung unserer langjährigen Kunden Daimler und BMW, aufgenommen.

1 Eine detaillierte Erläuterung erfolgt im Abschnitt Geschäftsverlauf.

Die Funktionen Vertrieb, Produktentwicklung und Technologie werden in der Zentrale in Dillenburg gebündelt und den Regionen zur Verfügung gestellt. Ziel dieses Zentralisierungsansatzes ist es, in den Produktionsstandorten weltweit einheitliche Technologien anzubieten und hohe Qualitätsstandards zu garantieren.

1.3 Produkte und Technologien

Linde + Wiemann ist langjähriger Entwickler und Hersteller von sicherheitsrelevanten Metallkomponenten und Subsystemen für die Automobilindustrie. Mit unseren Produkten sind wir dabei grundsätzlich unabhängig vom Antriebsstrang und damit unabhängig von Antriebstechnologien.

Um den steigenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden, kommen bei L + W eine Vielfalt aus Werkstoffen und Technologien zum Einsatz. Es werden sowohl höchstfeste Stähle, als auch höherfeste Aluminiumlegierungen, über verschiedene Verfahrenstechnologien, als innovative Lösungen zur Verbesserung der Fahrzeugperformance und Sicherheitsanforderungen kombiniert. Der überwiegende Anteil der Produkte wird für global agierende Kunden der Automobilindustrie im Premiumsegment produziert. Dabei achten wir auf ein breites Kundenportfolio. Ferner beliefern wir ausgewählte System- und Modullieferanten, sogenannte Tier-1-Kunden.

Als weltweiter Partner unserer Kunden fertigen wir anspruchsvolle Lösungen für Metallkomponenten und Systeme in Leichtbauweise. Wir bilden hierbei im eigenen Hause, die gesamte Wertschöpfungskette von der Bauteilentwicklung und Prototypenbau über das Programmmanagement bis hin zur Serienfertigung ab. Innovationskraft, Liefertreue sowie Einhaltung höchster Qualitätskriterien unserer Kunden sichern die Lieferantenposition von L + W für die Automobilindustrie ab.

Unsere Kompetenz in der Produkt-, Technologie- und Prozessentwicklung bildet die Grundlage unserer heutigen Wettbewerbsposition. Dabei basieren innovative Lösungen strukturrelevanter Bauteile für die Fahrgastzelle auf Prozessinnovationen in den Technologiefeldern Stanzen, Profilieren, Warmumformen und den Verbindungstechnologien zur Herstellung komplexer Baugruppen. Im Geschäftsjahr 2020 hatten wir für die Herstellung hochkomplexer Großserienbaugruppen unsere Produktionsstandorte in Spanien, Südafrika und Bremen erweitert um die selbst definierten Wettbewerbsvorteile durch die technologische Bandbreite wie Rollformung, Warmumformung, Stanzen und Verbinden optimal einzusetzen.

Am L + W Standort in Spanien wurden AGV's (Automatic Guided Vehicle) eingeführt und diese Technologie wird zunehmend auf unsere übrigen Produktionswerke adaptiert. Das L + W Produktionssystem ermöglicht dabei, entsprechend den am jeweiligen Standort gegebenen Bedingungen, den optimalen Materialfluss und die entsprechende Liefertreue gegenüber unseren Endkunden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden konsequent auf Basis des CI- und Lessond Learned Management allen anderen Standorten zur Verfügung gestellt und finden weltweit Anwendung. Für die neue Baureihe eines OEM's wurde ein modulares Anlagenkonzept entwickelt, basierend auf den neuesten Steuerungs- und Technologiepaketen, um die standardisierte Umsetzung einer globalen Kundenplattform in den L + W Produktionswerken effizient und wirtschaftlich zu realisieren. Die Serienfertigung hat im Q2/2021 entsprechend den verschiedenen Derivaten dieser Baureihe begonnen und befindet sich weiterhin im Anlauf. Der Einsatz virtueller Technologien zur Überprüfung von ggf. notwendigen Anpassungen von Anlagen und der Absicherung mittels "Bottle Neck" Analyse gehört dabei zum Standard Repertoire. Sowohl Neuanlagen als auch "modifizierte / modernisierte" Bestandsanlagen sind im Einsatz.

Die Herstellung von Robscan-laserstrahlgeschweißten Aluminium-Baugruppen in einzelnen Werken ist ebenfalls im Hochlauf. Weiterhin sind in unserem Produktionswerk in Ingolstadt für eine Kundenplattform neue Produktionsanlagen für die Fertigung von rollprofilierten und zu Baugruppen gefügten Schwellern in der Installation und Inbetriebnahme. Diese Plattform beinhaltet neben bewährten Verbrennungsmotoren auch einen hohen Anteil an PHEV (plug-in hybrid electric vehicle) und BEV (battery electric vehicles) Antriebskonzepten, dazu wurden die ZB-Schweller entsprechend von Beginn an optimiert. Umgesetzt mit einem weiteren deutschen OEM wurde zudem eine Baugruppe, welche zu 100% aus Aluminium Komponenten besteht und zu einem komplexen Cockpitquerträger gefügt wird.

Im Bereich der Warmumformtechnologie hält der L + W-Konzern weltweite Patente an einer Prozessinnovation zur Herstellung gehärteter Stähle mit geschlossenen Querschnittsverläufen. L + W vermarktet diese Produkte unter einer eigenen Marke - "ACCRA®". Mit "ACCRA®" hat L + W eine Technologie entwickelt, die es erlaubt, vollständig oder partiell gehärtete, profilartige Komponenten mit beliebigem Querschnitts- und Konturverlauf herzustellen. Damit ist es möglich, insbesondere die hochbelasteten, crash-relevanten Fahrzeug-Komponenten hinsichtlich ihrer Energieaufnahme und Gewicht weiter zu optimieren.

Aufgrund der zunehmenden Anforderungen zur CO 2 -Reduzierung durch den Gesetzgeber werden die zukünftigen Modellgenerationen unserer OEM-Kunden weiteres Gewicht einsparen müssen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt damit auf dem Leichtbau als wichtiger Hebel zur Senkung des Kraftstoffverbrauches, Erhöhung der Reichweite und Reduktion von CO 2. Diese Herausforderungen bei gleichzeitiger Erhöhung der Fahrzeugsicherheit, erfordern höchste Produkt- und Technologie-Innovationskompetenz. Hierzu wurden gemeinsam mit unseren Kunden im Bereich der Crash- und Strukturbauteile neue Produkte entwickelt, die auf höchstfesten Stählen basieren, welche speziell mit unserer Rollformtechnologie hoch effizient produziert werden können. Neben der klassischen Fahrzeugstruktur entwickelt L + W ebenso innovative Module in Hybridbauweise für Cockpits, Türen sowie Front- und Rear-Ends. Somit kann sichergestellt werden, dass L + W in verschiedenen Baureihen und Fahrzeugmodellen vertreten ist. Damit sind wir unabhängig vom Markterfolg sowohl einzelner Kunden als auch einzelner Fahrzeugmodelle und können durch gezielte Akquisitionstätigkeit frühzeitig auslaufende Serienaufträge durch Nachfolgeaufträge ersetzen.

Auch im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete L + W weitere Fortschritte bei der Entwicklung neuer und intelligenter Lösungen innerhalb der Fahrzeugstruktur. So wurde unter anderem die Entwicklung von leichten, bauraum- und crashoptimierten Türaufprallträgern vorangetrieben, welche unter Einsatz der ACCRA®-Technologie hergestellt werden sollen. In enger Zusammenarbeit mit Kunden wurden diese Lösungen bereits in Serienprodukte umgesetzt und weitere Vorentwicklungsprojekte angestoßen.

Neben Technologie-Kooperationen und Entwicklungen im Bereich hochfester Profile im Stahlsegment, strukturrelevanter Bauteile aus hochfesten Aluminiumwerkstoffen, konnte das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt LESS (Leichtbau Stahl Space Frame) mit den Konsortialpartnern erfolgreich zum Abschluss gebracht werden. L + W entwickelte in einem Konsortium, bestehend aus Fahrzeugherstellern, Lieferanten und Hochschulen, Lösungen zur weiteren gesamtfahrzeugbezogenen Reduzierung des Karosseriegewichts. Grundlage dieser Gewichtsreduktion war die Entwicklung einer hochfesten Stahlprofilkonstruktion mit dünnwandigen Stahlgussknoten. L + W leistete hiermit einen aktiven Beitrag zur breiten Umsetzung eines Leichtbaukonzeptes für zukünftige Elektro-Fahrzeuge.

Ebenso wurde mit Simulationssoftwareherstellern zwei Kooperationsverträge zur Entwicklung von Softwarelösungen im Bereich Fahrzeugrohbausimulation und Simulation von Accra-Bauteilen abgeschlossen. Erste Ergebnisse werden im Laufe des Jahres 2022 erwartet. Mit diesen Lösungen können wir die Ergebnisse unserer Technologien noch besser in kürzerer Zeit voraussagen und Optimierungsaufwände reduzieren.

1.4 Absatzmärkte

Im Besonderen konzentriert sich L + W auf Automobilhersteller, die im Premiumbereich eine führende Stellung einnehmen. Ziel ist es, insbesondere den deutschen Premiumherstellern globale Produktionskapazitäten und innovative Produktlösungen anzubieten sowie als Entwicklungspartner innerhalb der weltweiten Produktionsnetzwerke unserer Kunden aufzutreten. Unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2021 - im Wesentlichen in den neuen Produktionsstandort in Bremen - sind Folge dieser Strategie.

Dabei war in den letzten Jahren die Branchenentwicklung durch das Wachstum in den asiatischen Märkten, vornehmlich in China, geprägt. Der Wechsel vom Verbrennungsmotor zum Elektromotor wird dort von der Regierung weiter vorangetrieben. Hier sind wir über das Joint Venture mit Engley gut aufgestellt und verfolgen vor Ort einen Ausbau unserer Kapazitäten. Erfolgreich wurde in diesem Rahmen auch der Standort Chongqing für die Verarbeitung warmverformter Teile aufgenommen.

2. Ziele und Strategien

Im Mittelpunkt der strategischen Ausrichtung steht die Verbindung unserer guten Position im Premiumsegment mit dem profitablen Grundgeschäft sowie der Erschließung weiteren Wachstumspotentials. Dabei bieten wir unseren Kunden eine frühzeitige Einbindung in Fahrzeugentwicklungen als Problemlösungspartner an. Die einheitliche, strategische Ausrichtung und Koordination aller Unternehmensaktivitäten wird durch folgende Leitlinien gewährleistet.

Unsere Materialkompetenz liegt, neben der Verarbeitung von Stahl, zunehmend auch in der Verarbeitung von Aluminium. Im Aluminium-Segment haben wir auch in 2021 erfolgreich Projekte von deutschen Premium-OEM's akquirieren können. Die langjährigen Kundenbeziehungen bilden die Basis für unser nachhaltiges Wachstum. Die Grundlage hierfür haben wir mit unserer Internationalisierungsstrategie gelegt. Komponenten für verschiedene Fahrzeugtypen fertigen wir sowohl in Nordamerika, Europa, Asien als auch Südafrika. Damit sind wir mit eigenen Produktions-Kapazitäten in solchen Märkten vertreten, in denen aktuell und perspektivisch hohe Stückzahlen an Premium-Fahrzeugen produziert werden.

Dies ist für uns entscheidend, da sich so die Vorleistungsinvestitionen für die neuen Produktionsstandorte schnell amortisieren.

Bei den Produkten konzentriert sich L + W auf die beiden Felder Struktur und Module. Unter Strukturbauteilen werden Produkte verstanden, die in enger Abstimmung mit unseren Kunden in der Fahrzeugstruktur verbaut werden.

Bei diesen Produkten handelt es sich in erster Linie um sicherheits- und crashrelevante Komponenten. Diese Bauteile werden daher ausschließlich direkt an unsere OEM-Kunden geliefert.

Unter Modulen werden Bauteile verstanden, die als Montagekomponenten nicht unmittelbar mit der Fahrzeugstruktur verbunden sind und daher sowohl auf der 1st-Tier-Ebene als auch auf der 2nd-Tier-Ebene eingesetzt werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In 2021 - mehr als ein Jahr nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie - erholt sich die Weltwirtschaft geringfügig. Die konjunkturelle Erholung bleibt trotzdem ungleichmäßig und abhängig von gesundheitspolitischen Maßnahmen sowie von wirtschaftspolitischen Impulsen der jeweiligen Länder. Nach Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lässt sich im Jahr 2021 mit einem globalen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 5,6 % rechnen. Aufgrund zunehmender Normalisierung der pandemiebedingten verschobenen Güter- und Dienstleistungsnachfrage sowie durch den fortschreitenden Abbau der überwiegend produktionshemmenden und preistreibend wirkenden angebotsseitigen Engpässen nahm der Inflationsdruck ab.

Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet für 2021 ein BIP-Wachstum im Euroraum von 5,0 %. Es zeigen sich anlässlich des lokal unterschiedlichen Infektionsgeschehens jedoch nationale Unterschiede.

Nach den Prognosen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wird in Deutschland im Jahr 2021 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 2,7 % erwartet. Die Industrieproduktion wird durch angebotsseitige Engpässe stark belastet und einen Gutteil der industriellen Erholung weiterhin verschieben, da insbesondere die weltweiten Liefer- und Kapazitätsengpässe das stark in die globalen Wertschöpfungsketten eingebundene Deutschland treffen. Hinzu kommen die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten, die Verbraucher überrascht haben. Zudem dämpfen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, im Laufe des vierten Quartals, die private Nachfrage.

Für die USA senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für 2021 nochmals deutlich. Im Oktober 2021 wurde noch von einem Wirtschaftswachstum von 5,2 % ausgegangen, welches im Januar des laufenden Jahres auf 4,0 % nach unten korrigiert wurde. Gründe sind unter anderem der frühere Rückzug des akkommodierenden geldpolitischen Kurses und anhaltende Angebotsengpässe. Für China wurde das Wirtschaftswachstum ebenfalls um 0,8 Prozentpunkte auf 5,2 % nach unten korrigiert, da die pandemiebedingten Störungen im Zusammenhang mit der Zero-COVID-Politik zu wirtschaftlichen Einbußen führten.

2. Rahmenbedingungen der globalen Automobilindustrie

Das Jahr 2021 lässt sich aus Sicht der Automobilindustrie als turbulent beschreiben. Trotz stillstehender Fabriken und Absatzeinbußen ließen sich vereinzelt Gewinne verzeichnen.

Während in der ersten Jahreshälfte, aufgrund des niedrigen Vorjahresniveaus und auch aufgrund von Nachholeffekten, ein deutlicher Zuwachs verzeichnet werden konnte, ließ sich in der zweiten Jahreshälfte eine negative Entwicklung beobachten. Diese Entwicklung lässt sich vor allem auf die Halbleiterkrise zurückführen, aber auch die Knappheit weiterer Vorprodukte und Rohstoffe sowie gestiegene Energiepreise. Jedoch musste bei den drei größten Absatzregionen im Gesamtjahr 2021 nur Europa einen Absatzrückgang verbuchen.

In den USA haben die PKW und Light-Trucks-Verkäufe um 3 % auf 14,9 Mio. Fahrzeuge zugelegt - trotzdem liegt dies unter dem Vorkrisenniveau aus 2019 (17 Mio. Fahrzeuge).

Der chinesische PKW-Markt verzeichnete Neuzulassungen in Höhe von 21,1 Mio. Fahrzeugen und wuchs um 7,0 %. Dies ist zwar ein auskömmliches Wachstum im Vergleich zum pandemiegeprägten Vorjahr 2020, aber kein Vergleich zum Rekordjahr 2019. In Japan ist der Absatz von Neuwagen um 4,0 % auf 3,7 Mio. Fahrzeuge zurückgegangen.

Auf dem indischen PKW-Markt wurde im Jahr 2021 über ein Viertel mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Damit wuchs das indische Marktvolumen mit einem Plus von 27,0 % auf 3,1 Mio. Neufahrzeuge.

Auf dem europäischen Markt wurden im Jahr 2021 mit 11,8 Mio. Fahrzeuge ca. 2,0 % weniger PKW als im Vorjahr zugelassen, wodurch eine Erholung des pandemiebedingten Rückgangs aussteht. Dabei wurden gerade in Deutschland 10,0 % weniger PKW zugelassen als im Jahr 2020.

Der technologische Wandel der Automobilindustrie hin zu alternativen Antrieben scheint aufgrund von Klimaschutzinitiativen, Knappheit fossiler Brennstoffe und einem alternativen Mobilitätsbedarf auch im Jahr 2021 unermüdlich zu sein. Gerade Deutschland kann im Bereich der alternativen Antriebsarten das Jahr mit positiven Vorzeichen abschließen. Gerade hybridangetriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybride scheinen auf dem deutschen Markt, aufgrund der fehlenden Ladeinfrastruktur, sehr beliebt zu sein. Von den 3.233.891 neu zugelassenen Fahrzeugen kann das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), für Plug-in-Hybride einen Anstieg von 62,3 % und für hybridangetriebene Fahrzeuge ein Plus von 43,0 % bei den Neuzulassungen feststellen.

Die Neuzulassungen für Elektro-PKW (BEV) erfuhren in Deutschland eine Steigerung von 83,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

3. Geschäftsverlauf

3.1 Restrukturierung

Die im Sanierungskonzept ermittelten Optimierungspotentiale wurden im Jahr 2021 intensiv vorangetrieben. In den vier Handlungsfeldern (Strukturelle Optimierung, Operative Exzellenz, Unternehmensführung und Finanzwirtschaftliche Maßnahmen) konnten durchweg die gesetzten Ziele erreicht bzw. übererfüllt werden. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse im Handlungsfeld Operative Exzellenz. Hier konnten sowohl im Bereich der Einkaufsaktivitäten als auch im Projektmanagement die Erwartungen übertroffen werden.

Darüber hinaus konnten Effizienzsteigerungen in den Werken erzielt werden, die die ambitionierten Vorgaben wesentlich übertrafen und somit, aufgrund ihrer Langfristwirkung, schon eine solide Basis für die Folgejahre bilden. Die permanente Identifizierung von Optimierungspotentialen, die konsequente Umsetzung und die daraus abgeleitete Standardisierung für die Werke der L + W-Gruppe sind hier die Schlüsselfaktoren.

Im Handlungsfeld Strukturelle Optimierung konnte die Schließung des Standortes Südbrookmerland mit den beteiligten Parteien final vertraglich vereinbart werden. Entgegen der ursprünglichen Planung im Sanierungsgutachten konnte sogar eine vorzeitige Schließung zum 31. März 2022 (anstatt 31. Dezember 2022) erzielt werden.

Aufgrund der positiven Entwicklung des Standortes Lysa mit deutlich höheren Umsätzen bzw. Planumsätzen im Zeitraum 2021 - 2023 und einer deutlich verbesserten operativen Performance, wird die Schließung des Standortes im ersten Halbjahr 2022 neu bewertet.

3.2 Auftragslage

Die Auftragslage im Jahr 2021 war weiterhin geprägt von deutlichen Abrufreduzierungen der Kunden. Die Hauptgründe hierfür waren die andauernde COVID-19-Pandemie sowie eine signifikante weltweite Verknappung von Chip-Modulen für die Fahrzeugelektronik.

Quer durch nahezu sämtliche Regionen und verteilt auf sämtliche OEMs führten kurzfristig vorgenommene Abrufstornierungen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Planungs- und Produktionsprozesse. Besonders hart war hiervon unser Standort in Südafrika im Q4/2021 betroffen. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten von zum größten Teil aus Europa bezogenen Materialien - im Schnitt drei Monate - kam es hier zu einem massiven Bestandsaufbau bei gleichzeitig fast vollständig eingebrochenen Absätzen.

In unseren Hauptregionen Deutschland und Spanien belief sich der Umsatzausfall auf ca. -10 % auf das bereits aufgrund der Pandemie zurückhaltend geplante Absatzvolumen. Speziell in Deutschland verhinderten zusätzliche Werkzeugumsätze ein noch größeres Defizit.

Einzig unser Werk in den USA konnte eine positive Umsatzabweichung verzeichnen, die zudem auch mit +38 % sehr deutlich ausfiel. Eine sehr gute Auftragslage unseres (fast) einzigen Kunden BMW sowie eine realisierte Nachforderung aus Vorjahren sind hier die wesentlichen Gründe.

Die Auftragseingänge für neue Projekte/Modelle waren erwartungsgemäß einerseits durch die bereits genannten COVID- und Chip-Gründe im letzten Jahr gering. Andererseits lag der Fokus aufgrund der in den Vorjahren erzielten Erfolge nicht auf der weiteren Akquirierung von Neuaufträgen, sondern auf der Abwicklung der sich im Neuanlauf befindlichen Serienvolumen.

3.3 Lage

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin geprägt von der Corona-Pandemie. Hinzu kamen die Auswirkungen aus der Chipkrise. Dennoch konnten die Umsatzerlöse und insbesondere das operative Ergebnis im Vergleich zu den Vorjahreswerten deutlich gesteigert werden. Die Folgen der Corona-Pandemie stellen die gesamte Wirtschaft und auch L + W nach wie vor vor große Herausforderungen. Hinzu kommen die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine. Hieraus werden sich weitere zukünftige Marktverwerfungen ergeben.

Trotz des besonderen Marktumfelds konnte eine EBITDA von TEUR 31.859 gegenüber negativen TEUR 2.847 im Vorjahr erzielt werden. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen und des Finanzergebnisses wurde ein Ergebnis vor Steuern von TEUR 3.586 (Vorjahr: TEUR -28.546) erwirtschaftet.

Im Vorjahreslagebericht sind wir von einer sukzessiven Bewältigung der Krise im Jahr 2021 ausgegangen. Es bestand die Erwartung, dass das EBITDA voraussichtlich das Niveau des Geschäftsjahres 2019 (TEUR 21.823) erreichen wird. Ferner wurde nicht mit einem so starken Umsatzwachstum gerechnet. In Summe stellt sich somit die Ertragslage der L + W Gruppe im Geschäftsjahr 2021 deutlich verbessert dar.

Das erzielte Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 1.800 (Vorjahr: TEUR -25.656), dabei ist zu berücksichtigen, dass das Jahr 2020 im Besonderen durch die hohen (außerordentlichen) Aufwendungen für Restrukturierungsprojekte (u.a. Beratung (TEUR 1.894), Transfergesellschaft (TEUR 1.477) sowie für Abfindungen, Umstrukturierungen und Sozialpläne (TEUR 11.713)) geprägt war. Im Geschäftsjahr 2020 ist als Folge der hohen Aufwendungen ein hohes negatives außerordentliches Ergebnis entstanden. Dies konnte in 2021 deutlich verbessert werden.

Vermögens- und Finanzlage

Insgesamt ist die Bilanzsumme des L + W-Konzerns im Berichtsjahr auf EUR 290,5 Mio. (Vorjahr: EUR 269,6 Mio.) gestiegen.

Dies resultiert insbesondere aus dem signifikanten Anstieg des Vorratsvermögens auf EUR 65,7 Mio. (Vorjahr: EUR 45,0 Mio.) sowie des Anstiegs des Anlagevermögens auf EUR 154,8 Mio. (Vorjahr: EUR 144,5 Mio.) Demgegenüber steht der Rückgang der liquiden Mittel auf EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 19,4 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterlagen nur einem geringfügigen Anstieg auf EUR 42,1 Mio. (Vorjahr: EUR 40,8 Mio.).

Der Konsortialkredit wurde mit Vereinbarung vom 12. Mai 2021 bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Grundlage war u.a. ein Sanierungsgutachten für die L + W-Gruppe unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH, der Andersch AG, Frankfurt am Main, vom 25. Juni 2021. Danach kommt der Gutachter zu dem Ergebnis, dass die L + W-Gruppe objektiv sanierungsfähig ist und die konkret in Angriff genommenen Maßnahmen zusammen objektiv geeignet sind, die L + W-Gruppe in überschaubarer Zeit durchgreifend sanieren zu können.

Ergänzend wurden Darlehen (TEUR 1.200) von Gesellschaftern zur Verfügung gestellt.

Wir gehen davon aus, dass zumindest bis Ende 2024 die Finanzierung gesichert ist.

Die Passivseite ist gekennzeichnet durch einen Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 11,2 Mio. auf EUR 158,4 Mio. (Vorjahr: EUR 147,2 Mio.) sowie des Eigenkapitals um EUR 6,3 Mio. auf EUR 58,0 Mio. (Vorjahr: EUR 51,7 Mio.). Die Veränderungen der Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 6,1 Mio. auf EUR 73,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,2 Mio.) sowie dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 6,2 Mio. auf EUR 23,3 Mio. (Vorjahr: EUR 17,1 Mio.) zurückzuführen. Der Anstieg des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (+ EUR 4,5 Mio.) als Folge der signifikant guten Kursentwicklung zum chinesischen Renminbi sowie dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,8 Mio. Die Rückstellungen verzeichnen einen leichten Anstieg um EUR 3,7 Mio. auf EUR 71,3 Mio. (Vorjahr: EUR 67,6 Mio.), der überwiegend aus dem Anstieg der Pensionsrückstellungen (+ EUR 2,5 Mio.) resultiert.

Durch die dargestellte Eigenkapitalveränderung im Geschäftsjahr 2021 verbesserte sich die Eigenkapitalquote des wirtschaftlichen Eigenkapitals (bilanzielles Eigenkapital unter Berücksichtigung des Ausgleichspostens für aktivierte eigene Anteile, der Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, einschließlich des Mezzanine-Kapitals) im Berichtszeitraum leicht von 24,6 % auf 25,5 %. Das Mezzanine-Kapital in Höhe von EUR 12 Mio. steht dem Unternehmen mit einer Laufzeit bis 2025 zur Verfügung. Die Konsortialfinanzierung umfasst einen Finanzierungsrahmen von EUR 85,0 Mio. (Laufzeit ebenfalls bis 2025),

Der Cashflow wurde nach DRS 21 aufgestellt. Im Berichtsjahr beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 34,6 Mio.). Die Abschreibungen bewegen sich dabei mit EUR 25,6 Mio. (Vorjahr: EUR 27,6 Mio.) etwas unter Vorjahresniveau.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -23,8 Mio. gegenüber EUR -21,9 Mio. im Vorjahr. Der Cash-Abfluss steht im Wesentlichen für Investitionen in einen neuen Standort in Deutschland.

Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein positiver Cashflow (Zufluss von liquiden Mitteln) in Höhe von EUR 1,7 Mio. gegenüber EUR 1,0 Mio. im Vorjahr. Die Netto-Finanzveränderung lag im Berichtszeitraum somit bei EUR 18,9 Mio.

3.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzkennzahlen

Unser Konzernumsatz erreichte im Berichtsjahr EUR 424,9 Mio. und lag damit über dem pandemiebedingten, niedrigeren Vorjahreswert (EUR 394,3 Mio.). Die Auswirkungen der Pandemie und der Halbleiterkrise wirkten sich trotz allen Anstrengungen auch im Geschäftsjahr 2021 auf die marktseitigen Kennzahlen des Unternehmens aus. Der Restrukturierungspfad konnte auch in 2021 erfolgreich umgesetzt werden und Rückgänge am Absatzmarkt konnten bei Einsparungen in der Kostenstruktur überkompensiert werde. Das EBITDA konnte somit um EUR 34,7 Mio. auf EUR 31,9 Mio. deutlich verbessert werden und übertrifft das budgetierte EBITDA von EUR 21,8 Mio. um EUR 10,1 Mio.

Qualitätsmanagement

L + W befindet sich in einer Transformationsphase hin zu einem integrierten Managementsystem. Darunter verstehen wir eine zentrale Verantwortung für Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Energiemanagement und Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement. Gestützt wird dies durch die Einführung einer neuen Software / Datenbanklösung zur Sicherstellung der Einhaltung der globalen Standards. Wir beziehen in unser Qualitätsverständnis den integrierten Ansatz mit ein, fokussieren uns nicht nur auf die internen produktionsrelevanten Prozesse und betrachten darüber hinaus die gesamte Liefer- und Wertschöpfungskette. Damit werden wir den hohen Qualitätsanforderungen unserer Kunden gerecht und untermauern unsere Position als führender Partner mit höchster Qualität, Zuverlässigkeit und Liefertreue.

4. Verantwortung des Unternehmens

4.1 Grundsätze

L + W hat gruppenweite Standards zu Menschenrechten und Arbeitsstandards, Geschäftsethik sowie zu Umweltschutz und Sicherheit formuliert. Sie sind weltweit gültig und richten sich darüber hinaus sowohl an produzierende Lieferanten als auch an Dienstleister. Die Inhalte dieser Grundsätze sind auch Bestandteil unserer Vertragsbedingungen mit den weltweiten Lieferanten.

Bezugsrahmen sind dabei auch die Erklärung der Menschenrechte sowie der Global Compact der Vereinten Nationen, die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) und die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Wir haben umfangreiche Richtlinien formuliert und über unser Intranet unseren Mitarbeitern verbindlich vorgegeben.

4.2 Nachhaltigkeit

Die Verantwortung gegenüber der Umwelt hat einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensstrategie. Daher ist L + W nicht nur seit Jahren nach den Richtlinien der DIN EN ISO 14001 zertifiziert, sondern richtet seine Unternehmensprozesse nachhaltig und konsequent auf einen schonenden Umgang mit unseren Ressourcen aus. Permanent laufende Projekte haben nicht nur Kosteneinsparungspotentiale, sondern im Besonderen die Vermeidung von unnötigem Ressourceneinsatz zum Ziel. Dabei haben die Reduzierung des Energieverbrauchs in allen Wertschöpfungsprozessen (Produktions- und Administrationsprozesse) und die damit verbundene CO 2 -Reduzierung einen hohen Stellenwert.

4.3 Mitarbeiter

L + W pflegt eine Unternehmenskultur, die die Wertschätzung der Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Zu unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern zählt ein möglichst weitreichender Arbeitsschutz. Darüber hinaus bildet L + W in mehreren Standorten in eigenen Ausbildungswerkstätten zukünftige Mitarbeiter im administrativen Bereich als auch in verschiedenen metallischen Berufen aus.

Übergeordnet werden Weiterbildungsprogramme angeboten, die unseren Mitarbeitern ermöglichen, sich kontinuierlich sowohl auf die permanent steigenden Anforderungen in dem bestehenden Arbeitsumfeld vorzubereiten als auch die Weiterentwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe wahrnehmen zu können.

4.4 Geschäftsethik und Compliance

Bei allen Geschäftsaktivitäten und -beziehungen wird ein Höchstmaß an Integrität erwartet. Lieferanten sind aufgefordert, jede Form von Betrug oder Untreue, Insolvenzstraftaten, Korruption, Vorteilsgewährung, Bestechung oder Bestechlichkeit zu unterlassen. Der Lieferant ist verpflichtet, alle auf ihn sowie die Geschäftsbeziehung mit L + W anwendbaren Gesetze und Regelungen einzuhalten.

Gesetze, die den Wettbewerb schützen und fördern, insbesondere die Kartellgesetze, müssen eingehalten werden. Unternehmen müssen den fairen Wettbewerb achten und sich an das Verbot der Absprachen mit Wettbewerbern und anderer Maßnahmen, die den freien Markt behindern, halten.

Kein Beschäftigter darf Geschenke oder andere Vorteile von Personen oder Firmen fordern, sich versprechen lassen oder annehmen, die zu L + W eine Geschäftsverbindung anstreben oder unterhalten.

Zur Unterstützung der Compliance Anforderungen haben wir einen gruppenübergreifenden Compliance-Lenkungskreis installiert, der Inhalte für die Compliance Organisation weiterentwickelt und im Bedarfsfall zusammenkommt. Die Compliance Organisation ist in der jeweiligen Regionen-Organisation installiert, um die länderspezifischen Anforderungen zu berücksichtigen. Die Zugänglichkeit zu allen relevanten Compliance Informationen und ein Hinweisgebersystem ist für die Beschäftigten über das Firmenintranet gewährleistet. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine nennenswerten Verstöße bzw. Hinweise gemeldet.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns

Der L + W-Konzern hat sich im Rahmen seiner strategischen Planung als verlässlicher Partner der Kunden innerhalb der Automobilindustrie stetig weiterentwickelt. Durch den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Internationalisierung konnte eine erfolgsversprechende Nähe zum Kunden erzielt werden.

Der Konzern ist durch die dadurch entstehenden Aufwendungen, die COVID-19- Pandemie und die Halbleiterkrise weiterhin belastet. Die Konzernfinanzierung ist bis Ende 2024 stabil. Die Unternehmensgruppe ist somit auch in Zukunft als globaler Partner mit hoher Produkt- und Technologiekompetenz erfolgsorientiert aufgestellt.

Im Inland wie im Ausland muss der bisher eingeschlagene Restrukturierungsprozess weiter fortgesetzt werden und das Produktionsnetzwerk kritisch hinterfragt werden.

Zur Absicherung der Einhaltung von Ergebnis- und Produktivitätszielen wurde in 2021 ein umfassendes Maßnahmenprogramm erarbeitet, dessen Umsetzung bereits im Geschäftsjahr 2020 begonnen wurde und fortlaufend über ein "Project-Management- Office" sichergestellt und regelmäßig auf Aktualität überprüft wird. Ausgearbeitete Maßnahmen wie die Verschlankung der Overhead-Strukturen in der Muttergesellschaft, die Portfoliobereinigung und Ausrichtung auf die Kernkompetenz, die Optimierung des Produktionsnetzwerkes wurden umgesetzt bzw. sind weiterhin in der Umsetzung.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

1.1 Erwartete allgemeine wirtschaftliche und Branchenentwicklung

Auch im Jahr 2021 zeigte die COVID-19-Pandemie Auswirkungen auf die nationalen und internationalen Märkte. Die Weltwirtschaft startete schwächer in das Jahr 2022 als erhofft. Denn durch die Ausbreitung der COVID-19-Variante "Omikron" wurden in einigen Ländern wieder Mobilitätsbeschränkungen eingeführt. Es wird laut IWF erwartet, dass sich das globale Wachstum im Jahr 2022 auf 4,4 % abflacht. Hinzu kommen die Auswirkungen aus der aktuellen Entwicklung in der Ukraine.

Zusätzlich zeichnet sich ab, dass die erhöhte Inflation länger anhalten wird als zu Beginn des Jahres 2022 erhofft. Das Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) geht jedoch davon aus, dass durch das prognostizierte Abebben der Coronawelle und dem allmählichen Ende der Lieferengpässe im Sommerhalbjahr 2022 eine kräftige Erholung der deutschen Wirtschaft einsetzen wird und schätzt dadurch eine positive BIP-Veränderung von 3,7 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Halbleiterkrise wird die Automobilindustrie weiterhin stark belasten, auch wenn sich hier erste vorsichtige Anzeichen einer Stabilisierung abzeichnen lassen. Nach Berechnungen von IHS Markit liegt die globale Produktionsprognose für leichte Nutzfahrzeuge im Jahr 2022 bei 82,4 Mio. Einheiten, im Vergleich zu 79,4 Mio. Einheiten in 2021. Dass die Automobilindustrie hinter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurückbleibt, ist unter anderem auf umfassende Produktionsausfälle bei den drei größten europäischen Automobilherstellern zurückzuführen.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet für den PKW-Weltmarkt im Jahr 2022 ein Plus von 4,0 %. Dabei dürften die Märkte in den USA und in China um 2,0 % zulegen. Europa ist noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Auf dem deutschen Markt wird im Jahr 2022 ein Wachstum auf 2,8 Mio. PKWs (7,0 %) erwartet. Die Inlandsproduktion wird auf 3,5 Mio. Einheiten geschätzt, was zwar gegenüber 2021 ein Plus von 13,0 % bedeutet, jedoch nur einem Angleichen an das Produktionsniveau aus 2020 entspricht. Die Auslandsproduktion soll auf 9,9 Mio. Einheiten (+ 5,0 %) zulegen. Gerade für Deutschland wird mehr Fortschritt und mehr Geschwindigkeit beim Auf- und Ausbau der Infrastruktur gefordert, um nicht nur mit den ambitionierten Klimazielen Schritt halten zu können, sondern auch um dem zunehmenden internationalen Wettbewerb standhalten zu können.

1.2 Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung

Die oben beschriebenen Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit direkt und indirekt verbundene Halbleiterkrise hat in 2021 innerhalb der Linde + Wiemann Gruppe umsatzseitig deutliche Spuren hinterlassen. Zwar konnte der Umsatz im Geschäftsjahr um EUR 30,6 Mio. auf EUR 424,9 Mio. gesteigert werden, verfehlte jedoch das prognostizierte Ziel von EUR 458,3 Mio. deutlich. Das EBITDA konnte hingegen durch Einsparungen auf der Ausgabenseite auf EUR 31,9 Mio. deutlich verbessert werden und übertrifft das budgetierte EBITDA von EUR 21,8 Mio. deutlich.

Das Geschäftsjahr 2022 wird im Wesentlichen durch die sehr hohen Preise und die knappen Mengen am Beschaffungsmarkt für Rohstoffe (Stahl, Aluminium, etc.) geprägt sein. Durch flexible Kontrakte mit unseren Kunden können die Effekte aus Materialpreissteigerungen weiterbelastet werden und liquiditätsseitig weitestgehend neutralisiert werden. Prognostiziert führt dieser Effekt jedoch zu einer deutlich geringeren Rohertragsmarge in 2022 (30,6 %) als im Geschäftsjahr 2021 (40,1 %).

Das EBITDA wird voraussichtlich leicht über dem Vorjahresniveau (2021: TEUR 31,9) liegen, wobei mit einem deutlichen Umsatzwachstum in 2022 (rd. EUR 580,0 Mio.) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 (EUR 424,9 Mio.) gerechnet wird. Geplante Restrukturierungsmaßnahmen sollen sich im Wesentlichen im Personalaufwand und konkret in der Effizienz-Steigerung der Produktionswerke niederschlagen. Zudem wird ein Jahresüberschuss im einstelligen Millionenbereich erwartet. Als wesentliche Unsicherheit sind jedoch insbesondere die weiteren Entwicklungen und kurz- bis mittelfristigen Auswirkungen des Ukraine Konflikts zu nennen.

Aufgrund hoher Investitionen, verbunden mit bestehenden Kundenaufträgen, in unsere deutschen Werke gehen wir im Geschäftsjahr 2022 von einem deutlich negativen Free-Cashflow aus.

2. Chancen- und Risikobericht

Ziel unseres Risikomanagements ist die Vermeidung bestandsgefährdender sowie die Begrenzung und Bewältigung strategischer und operativer Risiken. Zur Risikovermeidung gehört die vollständige Einhaltung der jeweils gesetzlichen Vorschriften. Im Rahmen unserer detaillierten monatlichen Finanzberichterstattung sind unsere Tochtergesellschaften angehalten auch über Finanz- und sonstige operative Risiken zu berichten. Risiken, die sich nicht zwingend aus unserem operativen Geschäft ergeben, werden so weit möglich vermieden. Darüber hinaus besteht weiterhin das Risiko, dass die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht rechtzeitig greifen. Allerdings geben die schon gestarteten und noch geplanten Maßnahmen diesbezüglich keinerlei Anlass zum Zweifel, so dass das Risiko als gering eingestuft werden kann.

L + W ist dabei grundsätzlich folgenden wesentlichen Risiken ausgesetzt:

1.

Preisrisiken aus dem Bezug von Stahl und sonstigen wesentlichen Materialien

2.

Währungsrisiken

3.

Zinsrisiken

4.

Delkredererisiken

5.

Operationelle Risiken und Chancen

Stahlpreisrisiken versuchen wir grundsätzlich zu minimieren in dem wir teils Festpreise mit unseren Lieferanten abschließen. Dennoch konnte L + W sich den steigenden Rohstoffpreisen Ende 2021 nicht entziehen und zeichnete kostenintensivere Abschlüsse für die Beschaffung im Geschäftsjahr 2022 als noch bei der letzten Zeichnung Ende 2020. Auch besteht die Möglichkeit, wie unter 1.2 beschrieben, Preissteigerungen an unsere Kunden weiterzugeben. Die Einkaufspolitik wird dabei über eine zentrale Einkaufsabteilung gesteuert.

Für Währungs- und Zinsrisiken gilt, dass Finanzinstrumente nur zur Absicherung von Risiken aus einem operativen Grundgeschäft eingesetzt werden dürfen. Wir haben Zinsänderungsrisiken langfristig abgesichert. Für derartige Geschäfte ist im Konzern alleine die zentrale Treasury-Abteilung verantwortlich.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden zur Teilabsicherung (TEUR 40.000) der variablen Zinszahlungen aus dem Konsortialkreditvertrag (EURIBOR zzgl. Marge) zwei Zinssatzswaps über insgesamt TEUR 40.000 mit einer Laufzeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2026 abgeschlossen (antizipativer Mikro-Hedge). Die Sicherung dient der Teilabsicherung der zukünftigen Zinszahlungen. Dabei wird von einem Mindestkreditvolumen von TEUR 40.000 ausgegangen. Es wurde eine Sicherungsbeziehung unter Anwendung der Einfrierungsmethode hergestellt. Zum Abschlussstichtag betrug der negative Marktwert der Zinssatzswaps nach Auskünften der Kreditinstitute und unter Verwendung anerkannter mathematischer Modelle TEUR 1.616.

Delkredererisiken sind bei L + W kundenübergreifend, aufgrund weitestgehend guter bis sehr guter Bonität, als gering einzustufen.

Im Hinblick auf mögliche operative Risiken konzentrieren wir uns in 2022 neben dem Monitoring des neuen Werks in Bremen und dessen Produktionshochlauf auf die konsequente Restrukturierung und die damit einhergehende Fortschrittskontrolle. Es erfolgt eine monatliche Neubewertung der Situation und die entsprechende Ableitung von Handlungsbedarfen. Dies liegt im Wesentlichen im Zuständigkeitsbereich von unserem COO.

Im Hinblick auf die Erkennung von Marktchancen spielt die enge und langjährige Beziehung zu unseren Kunden eine zentrale Bedeutung. Frühzeitig, zukünftige Entwicklungen und Trends auf den internationalen Automobilmärkten zu identifizieren ist zentrale Aufgabe. Hier ist vor allem das potenzielle substantielle Wachstum durch neue Produkte/Anwendungen in BEV's zu nennen. Des Weiteren ist das Synergiepotential mit JBM im Hinblick auf den Einkauf von Rohstoffen sowie den erweiterten Marktzugang zu neuen Kunden und Marktfeldern zu nennen.

Lagebericht

für die Linde + Wiemann SE & Co. KG

Die Linde + Wiemann SE & Co. KG hat ihren Stammsitz in Dillenburg. Die Entwicklung der internationalen Standorte des Konzerns wird eng durch den Standort Dillenburg koordiniert und gesteuert.

Die grundsätzlichen Aussagen des zusammengefassten Lageberichts für den L + W-Konzern, vor allem zu Markt, Strategie sowie den Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit, gelten auch für die Linde + Wiemann SE & Co. KG.

Im Finanzergebnis waren im Vorjahr Erträge aus Beteiligungen an unseren Joint Ventures in Höhe von TEUR 4.892 enthalten. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine nennenswerten Ausschüttungen vereinnahmt (TEUR 7). Als Folge des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurden Verluste der Tochtergesellschaft LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, in Höhe von TEUR 13.591 (Vorjahr: TEUR 12.398) übernommen.

Die Umsatzerlöse sind bedingt durch die Pandemie, aber auch durch den ab 2021 sukzessiv direkten Verkauf der Produkte an Dritte durch die LINDE + WIEMANN Deutschland SE, von EUR 245,0 Mio. auf EUR 172,8 Mio. zurückgegangen. Der ebenfalls deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge beruht auf dem außerordentlichen Vorjahreseffekt aus dem innerkonzernlichen Verkauf von Anlagevermögen zum Zeitwert. Im Vorjahr ist ein Gewinn aus Anlageabgängen von TEUR 9.187 gegenüber TEUR 2.134 im aktuellen Jahr entstanden

Die Ertragslage ist ferner durch die weiterhin hohen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 18.152 gegenüber TEUR 24.075 im Vorjahr) gekennzeichnet. Im Vorjahr waren u.a. hohe Zuführungen zu Rückstellungen als Folge von Restrukturierungsaufwendungen enthalten. Durch die überwiegende Inanspruchnahme dieser Aufwendungen ist im aktuellen Geschäftsjahr eine Reduzierung zu verzeichnen. Dem gegenüberstehen Gebühren und weiterbelastete Aufwendungen aufgrund der in 2021 abgeschlossenen Verlängerung des Konsortialkredits.

Der eingetretene Umsatzrückgang kann trotz der bereits genannten Verlagerung von Umsatzerlösen auf eine Tochtergesellschaft (direkte Veräußerung der Produkte an Dritte) nicht als zufriedenstellend bezeichnet werden. Weiterhin hohe Aufwendungen und eine insgesamt weiterhin unzureichende Produktivität in den Werken zeigen sich auch im erzielten Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 19.235 (Vorjahr: Fehlbetrag von TEUR 12.857). Unter Außerachtlassung des außerordentlichen Buchgewinns aus dem Verkauf des Anlagevermögens im Vorjahr, hätte der Fehlbetrag im Vorjahr TEUR 22.044 betragen.

Im Vorjahreslagebericht wurde von einer tendenziellen Verbesserung der Lage ausgegangen. Bezogen auf das operative Ergebnis konnte das Ziel erreicht werden. Das operative Ergebnis hat sich mit TEUR 1.172 gegenüber TEUR 338 im Vorjahr verbessert.

In Summe ist festzustellen, dass die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft der Linde + Wiemann SE & Co. KG sich im Geschäftsjahr 2021, auch weiterhin COVID-19 bedingt, noch nicht deutlich niedergeschlagen haben. Das negative Finanzergebnis (einschließlich der Verlustübernahme) hat das Ergebnis weiterhin deutlich belastet.

2022 werden auf Ebene des Einzelabschlusses weiterhin verstärkt Teile direkt von der Tochtergesellschaft LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, an Dritte veräußert und damit keine internen Umsatzerlöse auf Ebene der L + W erzielt. Nach den vorliegenden Planungen wird es daher zu einem Rückgang der Umsatzerlöse im Einzelabschluss der L + W und auch zu einem erneuten Jahresfehlbetrag kommen. Die Höhe des Fehlbetrags kann aufgrund der aktuellen Preis- und Marktentwicklungen nicht verlässlich geschätzt werden, sollte aber geringer als im Geschäftsjahr 2021 ausfallen.

Das Jahresergebnis wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags weiterhin deutlich von der Entwicklung der Tochtergesellschaft LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, abhängen.

Die Bilanzsumme 2021 (EUR 145,9 Mio.) ist im Vergleich zum Vorjahr (EUR 141,0 Mio.) nahezu unverändert.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt nunmehr EUR 44,0 Mio. (Vorjahr EUR 24,7 Mio.).

Die Finanzlage ist durch einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: positive EUR 26,3 Mio.) gekennzeichnet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt EUR -6,0 Mio. (Vorjahr: EUR -8,7 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf EUR -4,4 Mio. (Vorjahr: EUR -6,0 Mio.). Alle Cashflow-Komponenten führen damit in Summe zu einer Reduzierung des Finanzmittelfonds auf EUR -0,6 Mio. (Vorjahr: EUR +10,5 Mio.).

Hinsichtlich der Ertragskraft der Linde + Wiemann SE & Co. KG gehen wir davon aus, dass unsere fortlaufenden Anstrengungen zur Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerung weiterhin geeignet sein werden, eine nachhaltige Verbesserung erzielen zu können. Effekte aus der COVID-19 Pandemie und einer möglichweise weiter zuspitzenden Lage in der Ukraine sowie deren negative Auswirkungen auf den Automobilmarkt sind jedoch weiterhin schlecht abschätzbar.

Im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung gelten die Aussagen zu den Chancen und Risiken des Konzerns grundsätzlich auch für die Linde + Wiemann SE & Co. KG.

 

Dillenburg, den 24. März 2022

Michael Hengstmann

Sanjeev Goyal

Michael Lindner

Dr. Wend von Wietersheim

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
(Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten) 197.440,55 319
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.160.411,81 21.368
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.937.612,49 57.648
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.806.684,93 10.395
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.516.501,32 19.268
109.421.210,55 108.679
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 44.985.573,36 35.347
2. Beteiligungen 21.000,00 21
3. Sonstige Ausleihungen 136.367,19 138
45.142.940,55 35.506
154.761.591,65 144.504
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 34.987.335,53 16.269
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.448.082,78 7.857
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 20.301.667,70 16.666
4. Geleistete Anzahlungen 5.081.067,38 11.237
67.818.153,39 52.029
5. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -2.160.264,79 -7.017
65.657.888,60 45.012
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.124.796,45 40.763
2. Forderungen gegen Gesellschafter 35.278,26 35
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.229.168,94 1.918
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.192.616,57 4.164
Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 336.165,90 (495)
47.581.860,22 46.880
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.503.824,66 19.391
121.743.573,48 111.283
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.166.443,82 6.412
D. Aktive latente Steuern 7.862.003,91 7.423
290.533.612,86 269.622

Passiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile (Kapitalanteile der Kommanditisten) -43.960.020,54 -24.725
II. Rücklagen 49.238.006,99 49.179
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -325.537,15 -4.807
IV. Bilanzgewinn 53.019.498,22 32.043
57.971.947,52 51.690
B. Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile 132.000,00 132
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen 2.592.078,24 2.910
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 31.169.779,69 28.649
2. Steuerrückstellungen 915.522,84 462
3. Sonstige Rückstellungen 39.211.746,71 38.458
71.297.049,24 67.569
E. Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital 12.000.000,00 12.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 73.278.004,50 67.187
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.999.141,86 48.220
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.895.842,68 2.619
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.271.175,03 17.125
Davon aus Steuern: EUR 1.824.826,06 (1.910)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 543.042,09 (673)
158.444.164,07 147.151
F. Rechnungsabgrenzungsposten 96.373,79 170
290.533.612,86 269.622

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020
EUR EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 424.853.908,11 394.284
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie unfertigen Leistungen (Vorjahr: Verminderung) 1.200.159,14 -756
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.463.206,53 2.523
430.517.273,78 396.051
4. Sonstige betriebliche Erträge 14.013.734,37 11.550
444.531.008,15 407.601
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -239.836.756,03 -230.097
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -26.294.486,52 -25.137
-266.131.242,55 -255.234
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -76.337.176,65 -74.302
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -16.590.949,30 -16.090
Davon für Altersversorgung: EUR -206.633,00 (-592)
-92.928.125,95 -90.392
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -25.620.217,27 -25.711
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -53.612.580,78 -64.822
-438.292.166,55 -436.159
6.238.841,60 -28.558
9. Erträge aus assoziierten Unternehmen 6.912.578,57 9.973
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 7.971,74 0
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 155.399,32 169
7.075.949,63 10.142
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -1.878
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.728.855,05 -8.252
Davon aus Aufzinsung: EUR -3.078.548,78 (-2.895)
-9.728.855,05 -10.130
-2.652.905,42 12
3.585.936,18 -28.546
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.785.742,87 2.890
Davon aus latenten Steuern: EUR -438.848,75 (3.969)
15. Ergebnis nach Steuern /
Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 1.800.193,31 -25.656
16. Gewinnvortrag 32.043.038,78 54.598
17. Ergebnisverwendung bei einbezogenen Personengesellschaften 19.235.145,70 12.857
18. Einstellungen in Rücklagen -58.879,57 -9.756
19. Bilanzgewinn 53.019.498,22 32.043

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar unter HR A 5061 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Dillenburg.

Die Linde + Wiemann SE & Co. KG ist als Personengesellschaft nach § 290 HGB i.V.m. § 264a HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offen zu legen. Die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss wurden neben der Linde + Wiemann SE & Co. KG als Muttergesellschaft die Abschlüsse der in der "Aufstellung des Anteilsbesitzes" (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten Gesellschaften wie folgt einbezogen.

Die LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/Türkei, wird wegen gemeinsamer Leitung mit einem anderen Unternehmen nach der Quotenkonsolidierung gemäß § 310 HGB einbezogen.

Die SLW Versicherungsvermittlungs GmbH i.L., Neunkirchen, die Linde Engley (Changchun) Auto Parts Co. Ltd., Changchun/China, und die Linde Engley (Tianjin) Auto Parts Co. Ltd., Tianjin/China, werden, da jeweils ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, nach der At-Equity-Methode (§ 311 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Linde + Wiemann SE & Co. KG hält 100 % der Anteile der in den Konzernabschluss einbezogenen Komplementärin, der Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg.

Die Linde + Wiemann Vermögensverwaltung SE & Co. KG, Dillenburg, wurde im Dezember 2021 gegründet und am 21. Dezember 2021 unter HR A 7971 im Handelsregister beim Amtsgericht Wetzlar eingetragen. Die Einlage wurde im Geschäftsjahr 2021 noch nicht geleistet. Gegenstand der Gesellschaft ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Ein Einbezug ist unterblieben.

Auf die MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elstra KG, Düsseldorf, wird kein beherrschender bzw. maßgeblicher Einfluss ausgeübt. Die Beteiligung wird daher nicht einbezogen.

Die Gordica Verwaltungs GmbH, Netphen, und die Gordica Engineering GmbH & Co. KG, Netphen, werden, da kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, jeweils als Beteiligung ausgewiesen.

Die Aufstellung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach folgenden Grundsätzen:

Bis einschließlich Geschäftsjahr 2009 Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Buchwertmethode durch Verrechnung mit den Anteilen der Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung,

Ab dem Geschäftsjahr 2010 Aufrechnung des anteiligen Eigenkapitals der konsolidierten Tochterunternehmen nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung mit den Anteilen der Muttergesellschaft zum Zeitpunkt des Erwerbs,

Fortschreibung der Buchwerte der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Rahmen der At-Equity-Methode,

Eliminierung der bestehenden gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten,

Verrechnung von konzerninternen Umsatzerlösen, sonstigen Erträgen und Aufwendungen (insbesondere Umlagen, Pachten und Zinsen),

Eliminierung von Ergebnisübernahmen einbezogener Gesellschaften und von Beteiligungserträgen sowie Zu- und Abschreibungen auf Anteile an den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften,

Zwischengewinne im Umlaufvermögen (Vorräte) wurde ermittelt und eliminiert,

Vornahme von Steuerabgrenzungen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten.

III. Währungsumrechnung

1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral als separater Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfasst. Umrechnungsdifferenzen im Brutto-Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral verrechnet.

2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu den jeweiligen Monatsdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden erfolgsneutral in dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" verrechnet.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden.

2. Soweit bei der Konsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 222 (technischer Unterschiedsbetrag). Der Unterschiedsbetrag beruht auf thesaurierten Gewinnen von Tochtergesellschaften, die zwischen Erwerb und erstmaliger Einbeziehung in den Konzernabschluss entstanden sind. Der Unterschiedsbetrag hat somit Eigenkapitalcharakter und wurde in den Vorjahren bereits in die Rücklagen umgebucht.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde die LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, erworben. Der sich ergebende aktive Unterschiedsbetrag von TEUR 12 wurde sofort in voller Höhe erfolgswirksam abgeschrieben.

Bei der LINDE + WIEMANN CZ, s.r.o., Lysä nad Labem/Tschechien, hat sich ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergeben, der in Vorjahren bereits in voller Höhe abgeschrieben bzw. verrechnet wurde.

Die Einbeziehung der Accra Teknik AB, Öjebyn/Schweden, ergab bei Accra Teknik AB, Öjebyn/Schweden, einen aktiven Unterschiedsbetrag von TEUR 1.730. Dieser wurde als Geschäftswert aktiviert und planmäßig auf 8 Jahre abgeschrieben.

Die Accra Teknik AB, Öjebyn/Schweden, verfügte über besondere Kenntnisse im Bereich der Warmumformung. Die Nutzbarmachung dieser Kenntnisse und Lizenzierung in anderen Bereichen der L + W-Gruppe benötigte einen längeren Zeitraum.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden 50 % der Anteile der LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/Türkei, erworben. Die Gesellschaft wird von der Linde + Wiemann SE & Co. KG gemeinsam mit einem anderen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geführt. Die Gesellschaft wird anteilsmäßig (§ 310 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der Kapitalkonsolidierung hatte sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 28 ergeben, der im Geschäftsjahr 2010 in voller Höhe abgeschrieben wurde.

Die SLW Versicherungsvermittlungs GmbH i.L., Neunkirchen, wird nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Ein Unterschiedsbetrag besteht nicht.

Aus dem Erwerb von 75 % der Anteile an der Linde and Wiemann RSA (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika, im Geschäftsjahr 2013 hat sich ein Geschäftswert von TEUR 34 ergeben, der im Geschäftsjahr 2013 in voller Höhe abgeschrieben worden ist. Durch den Erwerb weiterer 25 % im Geschäftsjahr 2015 hat sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.136 ergeben, der planmäßig über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wurde. Die Nutzungsdauer bemaß sich nach der erwarteten Laufzeit der vorhandenen Aufträge.

Aus der erstmaligen Konsolidierung der LINDE + WIEMANN US Inc., Lavonia/USA, im Geschäftsjahr 2014 hat sich kein Unterschiedsbetrag ergeben.

Die Linde + Wiemann Montagetechnik Kft., Budapest/Ungarn, wurde in 2016 erstmals einbezogen, ein Unterschiedsbetrag hat sich nicht ergeben.

3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer zwischen 2 und 17 Jahren abgeschrieben.

4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außerplanmäßigen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von längstens 50 Jahren für Gebäude überwiegend nach der linearen Methode und von 2 bis 33 Jahren für technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung nach der linearen sowie der degressiven mit Übergang zur linearen Methode. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 netto werden im Zugangsjahr in voller Höhe sofort aufwandswirksam ausgewiesen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften wurde die dort festgelegte Nutzungsdauer für die jeweiligen Vermögensgegenstände in den Konzernabschluss übernommen, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. Enthaltene grundstücksgleiche Rechte sind zu Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.

5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Wertpapiere des Anlagevermögens sind, soweit es sich nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB um verrechenbare Vermögensgegenstände handelt, zum Zeitwert bewertet. Sie werden in voller Höhe mit den Rückstellungen für Pensionen saldiert ausgewiesen.

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert At-Equity bewertet. Sonstige Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

6. Die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewerteten Vorräte enthalten in angemessenem Umfang anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile der Abschreibungen soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse bzw. unfertigen Leistungen erfolgte unter Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrads. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, sind Abwertungen vorgenommen worden.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag, die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstanden, mit dem Erfüllungsbetrag, ohne Umsatzsteuer, offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt.

7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. Barwert bilanziert. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Wertberichtigungen angemessen Rechnung getragen worden. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos sind weitere Abwertungen vorgenommen worden.

8. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten kurz-, mittel- und langfristigen Abgrenzungen.

9. Zu den aktiven latenten Steuern wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt V.3. "Latente Steuern" verwiesen. In der Konzernbilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen.

10. Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen sind bei der Auszahlung ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird.

11. Rückstellungen für Pensionen entfallen auf inländische Gesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrundeliegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Bewertungsverfahren Projected-Unit-Credit Methode
Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck
Rechnungszins (10-Jahres-Durchschnitt) 1,87%
Rechnungszins (7-Jahres-Durchschnitt) 1,35 %
Rententrend 1,75%
Anwartschaftstrend 2,50 %
Fluktuation 4,50 %

Als Rechnungszins wurde der von der Deutschen Bundesbank nach der Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichte Zehn-Jahres-Durchschnittszins zum 31. Dezember 2021 bei einer Laufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt (Inanspruchnahme der Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 3.312.

Die verrechneten Vermögensgegenstände und Schulden sowie Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind aus der nachstehenden Tabelle ersichtlich:

Rückstellungen für Pensionen EUR
Anschaffungskosten der verrechneten Wertpapiere des Anlagevermögens (verrechenbares Planvermögen) 991.693
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Wertpapiere des Anlagevermögens 895.130
Erfüllungsbetrag der Rückstellungen 3.897.300
Verrechnungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsertrag aus dem verrechneten Planvermögen 4.617
Verrechneter Ertrag aus der Veränderung der Aktivwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen 30.949
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen 313.810

Die Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes (Aufwand in Höhe von TEUR 1.132) sind im Finanzergebnis erfasst.

Der Zinsaufwand ergibt sich aus der Anwendung des im Vorjahr verwendeten Rechnungszinses auf den Verpflichtungswert des Vorjahrs unter Berücksichtigung der hälftigen Versorgungszahlungen des abgelaufenen Jahres.

Für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht notwendig ist. Die Bewertung erfolgt zum notwendigen Erfüllungsbetrag.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind zum 31. Dezember 2021 mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutsche Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnittszins abgezinst worden.

12. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag, Rentenverpflichtungen zum Barwert bilanziert.

13. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind kurzfristige Abgrenzungen enthalten.

V. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gem. § 284 Abs. 3 HGB nach der sog. Bruttomethode und ist aus Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich.

Zum verrechenbaren Planvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wird auf die Erläuterungen unter Abschnitt IV. 11. verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen.

3. Latente Steuern

Die latenten Steuern wurden mit einem jeweils individuellen Steuersatz von rd. 13 % für die inländischen Gesellschaften, soweit sie in den steuerlichen Organkreis der Linde + Wiemann SE & Co. KG einbezogen sind (beinhaltet nur die Gewerbesteuer), mit Sätzen von rd. 29 % für zwei weitere Inlandsgesellschaften sowie 9 % bis 27 % für die ausländischen Gesellschaften ermittelt. Die latenten Steuern aus den Einzelabschlüssen wurden mit den latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen saldiert ausgewiesen. Im Ergebnis wurden TEUR 470 passive latente Steuern mit TEUR 8.332 aktiven latenten Steuern verrechnet, so dass in der Bilanz aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 7.862 ausgewiesen sind.

Die Differenzen beruhen u.a. auf abweichenden Wertansätzen bei Vorräten, Rückstellungen, aus der unterschiedlichen bilanziellen Behandlung von Leasingverträgen aus ausländischen einbezogenen Abschlüssen sowie aus dem nur steuerlich anzusetzenden Sonderposten mit Rücklageanteil.

4. Eigenkapital und Ergebnisverwendung (Mutterunternehmen)

Die Pflichteinlagen (Hafteinlagen) der Kommanditisten betragen TEUR 20.000. Der Einzelabschluss der Linde + Wiemann SE & Co. KG weist aufgrund des gemäß § 264c Abs. 2 HGB mit den Rücklagen und den Kapitalanteilen verrechneten Jahresfehlbetrags einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 43.960 aus. Es wird weiterhin von einer positiven Fortführungsprognose ausgegangen.

5. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Sonderposten entfällt im Wesentlichen auf die LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, und die LINDE + WIEMANN US Inc., Lavonia/USA.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich (TEUR 15.129), ausstehende Kundengutschriften (TEUR 8.851), Garantieleistungen (TEUR 1.122), Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 850) sowie Rückbauverpflichtungen (TEUR 717).

Es liegt ein Beschluss des Vorstands der Linde + Wiemann SE & Co. KG vor, dass der Standort der Gesellschaft in Südbrookmerland zum 31. März 2022 geschlossen werden soll. Zum Abschlussstichtag besteht eine Rückstellung für im Wesentlichen Schließung, Verlagerung und Abfindung von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 6.000.

7. Verbindlichkeiten

Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang).

Die Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG hat mit Vertrag vom 12. Februar 2016 Genussrechte in einer Gesamthöhe von TEUR 12.000 gewährt. Die Genussrechte nehmen nicht am Verlust teil.

Darüber hinaus hat die Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG mit mehreren Banken einen Konsortialkreditvertrag (Restructuring Amendment and Restatement Agreement) in der Fassung vom 12. Mai 2021 über TEUR 85.000, davon TEUR 20.000 Kontokorrentlinie, abgeschlossen. Mittels dieses Vertrags soll die Finanzierung der in- und ausländischen Standorte des L+W Konzerns sichergestellt werden. Der Kreditrahmenvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit TEUR 15.000 durch Eintragungen von Grundschulden sowie der Sicherungsübereignung von Maschinen und Warenlägern sowie Globalzessionen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert.

Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte.

8. Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse (Linde and Wiemann RSA (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika) in Höhe von TZAR 29.225 (TEUR 1.618) gegenüber der Absa Bank Limited, Johannesburg/Südafrika.

Die Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG hat gegenüber der DMG MORI Finance GmbH, Wernau, zwei Garantieerklärungen in Höhe von TEUR 120 und TEUR 108 zur Absicherung von Mietraten zugunsten der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, unterzeichnet. Die Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH hat Insolvenz angemeldet. Derzeit wird von keiner Inanspruchnahme ausgegangen, da die Maschinen sich im verlängerten Eigentumsvorbehalt der DMG MORI Finance GmbH befinden sollten.

Für die Risiken wurde ausreichend Vorsorge getragen.

9. Derivate Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Der Konsortialkredit wird variabel mit EURIBOR zzgl. einer Marge verzinst. Zur Teilabsicherung hat die Gesellschaft zwei Zinssatzswaps über insgesamt TEUR 40.000 mit einer Laufzeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2026 abgeschlossen. Die Gesellschaft hat über diese Posten eine Sicherungsbeziehung nach der Einfrierungsmethode hergestellt. Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft stimmen in allen wesentlichen Parametern überein, so dass ein Micro-Hedge vorliegt. Die Bewertung erfolgte nach den Auskünften der herausgebenden Bank unter Anwendung eines anerkannten mathematischen Verfahrens und betrug zum Abschlussstichtag minus TEUR 1.616 zu Lasten der Gesellschaft. Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB wurde für den negativen Marktwert keine Rückstellung gebildet. Weitere derivative Finanzinstrumente bestehen nicht.

10. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Darüber hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtobligo von TEUR 476, das wie folgt fällig wird:

TEUR
2022 459
2023 - 2026 17
2027 ff. 0
476

Das Bestellobligo beträgt TEUR 48.379. Davon entfallen TEUR 25.849 auf Investitionen für Anlagen und Vorrichtungen.

Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken aus diesen Verträgen.

11. Außerbilanzielle Geschäfte

Zum Abschlussstichtag bestehen Miet- und Leasingverträge, aus denen über die Restlaufzeit der Verträge bis längstens 2030 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 42.588 bestehen. Zweck der Geschäfte ist eine Verbesserung der Liquidität. Das Risiko besteht in den Restlaufzeiten der Verträge, die eine kurzfristige Reduzierung oder einen Austausch der gemieteten bzw. geleasten Vermögensgegenstände erschweren.

Die Beträge werden wie folgt fällig:

TEUR
2022 8.247
2023 - 2026 26.665
2027 ff. 7.676
42.588

In dem Gesamtobligo sind Verpflichtungen aus einem Immobilien-Leasing-Vertrag (TEUR 7.366) der Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG enthalten. Leasinggegenstand ist eine von der Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG als Generalunternehmerin zu erstellende Produktionshalle, die im Anschluss an den Leasinggeber veräußert wird. Zum Ende der ersten Mietperiode (10 Jahre) besteht ein Ankaufsrecht der Gesellschaft in Höhe des vertraglichen Restwerts, mindestens aber in Höhe des steuerlichen Restbuchwerts. Dieser wird voraussichtlich TEUR 120 (nach Abzug von anrechenbaren Mietvorauszahlungen) betragen. Die Leasingverpflichtungen einschließlich des zu zahlenden Restbetrags sind in der Fälligkeitsdarstellung bis zu diesem Zeitpunkt berücksichtigt.

In dem Gesamtobligo sind Verpflichtungen aus einem Immobilien-Miet-Vertrag (TEUR 4.240) der LINDE + WIEMANN CZ, s.r.o., Lysä nad Labem/Tschechien, enthalten. Mietgegenstände sind Produktions-, Lager- und Büroflächen. Zum Ende der ersten Mietperiode (10 Jahre) besteht ein zweimaliges Verlängerungsrecht um jeweils 5 Jahre. Die Mietverpflichtungen sind in der Fälligkeitsdarstellung bis zum Ende der ersten Mietperiode berücksichtigt. Sie sind darüber hinaus jährlich mit dem Verbraucherpreisindex der Tschechischen Republik zu indexieren.

Die Muttergesellschaft Linde + Wiemann SE & Co. KG hat sich im Zuge des Verkaufs der Gebr. Rath Werkzeugbau GmbH, Kreuztal, bereits in 2018 verpflichtet, zwei Darlehen über jeweils TEUR 1.000 zu gewähren. Die Darlehen wurden zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 903 abgerufen.

Zwischen einer tschechischen Tochtergesellschaft und einer Bank besteht zum Abschlussstichtag eine Factoring-Vereinbarung in Höhe von TCZK 100.000 (TEUR 4.023). Darüber hinaus besteht mit einer weiteren Bank eine Factoring Vereinbarung über einen Verkauf bestimmter Forderungen in unbegrenzter Höhe. Zum Abschlussstichtag waren Forderungen von TEUR 777 an die Banken verkauft. Ferner besteht eine Reverse Factoring Vereinbarung, nach der bestimmte Forderungen an eine Bank veräußert werden können. Zum Abschlussstichtag waren hieraus Forderungen von TEUR 8.340 veräußert.

Zweck der Geschäfte ist die Verbesserung der Liquidität. Darüber hinaus bestehen Vorteile in der Reduzierung der zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Übernahme des Delkredererisikos durch den Factor. Risiken seitens der Gesellschaft bestehen in der Veritätshaftung der Forderung und dem zu leistenden Factorentgelt.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2021 2020
TEUR % TEUR %
a) Nach Tätigkeitsbereichen
Profile und Stanzteile 352.154 82,9 338.272 85,8
Werkzeuge 41.682 9,8 39.115 9,9
Schrotterlöse 19.969 4,7 10.881 2,8
Sonstige 8.210 1,9 2.107 0,5
Handelswaren 2.839 0,7 3.909 1,0
424.854 100,0 394.284 100,0
b) Nach Märkten
Inland 197.229 46,4 167.064 42,4
Europa 162.578 38,3 177.126 44,9
Übriges Ausland 65.047 15,3 50.094 12,7
424.854 100,0 394.284 100,0

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen (TEUR 813) sowie Zuschüsse aus Förderprogrammen in Höhe von TEUR 2.398.

Aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.221), Anlageabgängen (TEUR 1.817), nachträglichen Kostenerstattungen und Entschädigungen für Vorjahre (TEUR 374) sowie der Ausbuchungen im Kontokorrent und Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 58) haben sich periodenfremde Erträge ergeben.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus sonstigen Nachbelastungen für Vorjahre (TEUR 322), Anlageabgängen (TEUR 84) und Forderungsausbuchungen (TEUR 7) enthalten. Darüber hinaus sind sonstige Steuern von TEUR 392 ausgewiesen.

4. Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung

Vertragliche Liefermengen wurden seitens der Kunden nicht abgerufen. Die Kunden haben Ausgleichszahlungen von insgesamt TEUR 3.400 geleistet.

5. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Für Restrukturierung, Abfindungen und Sozialplanaufwendungen sind im Personalaufwand sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen für bereits angefallene Aufwendungen sowie Zuführung zu Rückstellungen, Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.252 enthalten.

6. Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer beträgt TEUR 223 und entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss.

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Finanzmittelfonds

Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 8.504 19.391
Kontokorrentkredite -6.568 0
1.936 19.391

Davon entfallen auf quotal einbezogene Unternehmen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 1.566 1.247
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Kontokorrent 0 0
1.566 1.247

VIII. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt wurden folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2021 2020
Gewerbliche Arbeitnehmer 1.413 1.396
Angestellte 514 504
Auszubildende 62 64
1.989 1.964

Das quotal in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/Türkei, hat im Geschäftsjahr 2021 153 (Vorjahr: 138) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Geschäftsführung/Aufsichtsrat

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern bzw. deren Hinterbliebenen wurden insgesamt TEUR 2.367 zurückgestellt.

Die Bezüge des Vorstands der Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, haben im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.613 betragen.

Die Bezüge des Aufsichtsrates der Linde + Wiemann Holding SE im Geschäftsjahr 2021 betrugen TEUR 240, davon wurden TEUR 165 noch nicht ausbezahlt.

3. Anteilsbesitz

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 3 zum Konzernanhang beigefügt.

4. Unbeschränkt haftende Gesellschafterin

Die in den Konzernabschluss einbezogene Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg, ist die unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg.

5. Befreiung von der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften

Die Jahresabschlüsse und Lageberichte für das Geschäftsjahr 2021 der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaft LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg, wird unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB nicht offengelegt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, werden unter Inanspruchnahme von § 264b HGB nicht offengelegt.

IX. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine haben wirtschaftliche Auswirkungen auf den Konzern. Dies äußert sich in Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt aber auch möglicherweise in Verschiebungen oder Ausfällen von kundenseitigen Lieferabrufen.

 

Dillenburg, den 24. März 2022

Michael Hengstmann

Sanjeev Goyal

Michael Lindner

Dr. Wend von Wietersheim

Brutto - Anlagengitter

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Veränderung aus Währungsdifferenzen Zugänge
U = Umbuchung
1.1.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände U 3.400,00
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.928.942,79 -161.215,07 75.699,11
2. Geschäftswert 6.771.559,42 0,00 0,00
U 3.400,00
12.700.502,21 -161.215,07 75.699,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 58.694.388,97 765.639,95 70.045,56
U 12.914.589,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 239.991.892,17 1.222.311,26 14.916.658,28
U 22.504,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.049.709,49 240.886,13 3.428.075,15
U
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.268.301,37 441.262,11 8.753.263,71
U 12.937.094,11 U
359.004.292,00 2.670.099,45 27.168.042,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 6.691.928,84 2.725.896,11 0,00
2. Beteiligungen 21.000,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 137.444,64 0,00 1.200,00
6.850.373,48 2.725.896,11 1.200,00
U 12.940.494,11 U
Insgesamt 378.555.167,69 5.234.780,49 27.244.941,81
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Abgänge Wertveränderung At-Equity zum 31.12.2021
U = Umbuchung
31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 397.281,99 5.449.544,84 0,00
2. Geschäftswert 0,00 6.771.559,42 0,00
397.281,99 12.221.104,26 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.090.821,62 55.439.252,86 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.054.184,79 261.991.266,29 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.127.355,98 43.613.819,53 0,00
12.940.494,11
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.831,76 5.516.501,32 0,00
12.940.494,11
12.278.194,15 376.560.840,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 0,00 9.417.824,95 35.567.748,41 *
2. Beteiligungen 0,00 21.000,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 2.277,45 136.367,19 0,00
2.277,45 9.575.192,14 35.567.748,41
12.940.494,11
Insgesamt 12.677.753,59 398.357.136,40 35.567.748,41
Kumulierte Abschreibungen
Veränderung aus Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge
1.1.2021 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.609.565,23 -85.514,61 125.321,67 397.268,00 5.252.104,29
2. Geschäftswert 6.771.559,42 0,00 0,00 0,00 6.771.559,42
12.381.124,65 -85.514,61 125.321,67 397.268,00 12.023.663,71
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.326.686,74 598.419,85 1.406.360,65 3.052.626,19 36.278.841,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 182.344.269,66 1.156.812,00 21.122.043,06 6.569.470,92 198.053.653,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.654.291,39 215.367,85 2.966.491,89 1.029.016,53 32.807.134,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
250.325.247,79 1.970.599,70 25.494.895,60 10.651.113,64 267.139.629,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.878.245,68 0,00 0,00 1.878.245,68 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.878.245,68 0,00 0,00 1.878.245,68 0,00
Insgesamt 264.584.618,12 1.885.085,09 25.620.217,27 12.926.627,32 279.163.293,16
Buchwerte wert
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 197.440,55 319.377,56
2. Geschäftswert 0,00 0,00
197.440,55 319.377,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.160.411,81 21.367.702,23
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.937.612,49 57.647.622,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.806.684,93 10.395.418,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.516.501,32 19.268.301,37
109.421.210,55 108.679.044,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an assoziierten Unternehmen 44.985.573,36 35.347.098,68
2. Beteiligungen 21.000,00 21.000,00
3. Sonstige Ausleihungen 136.367,19 137.444,64
45.142.940,55 35.505.543,32
Insgesamt 154.761.591,65 144.503.965,09

* Davon:

Wertveränderung At-Equity zum
31. Dezember 2020 EUR 30.533.415,52
+ Ertrag in 2021 EUR 5.034.332,89
- Ausschüttungen in 2021 EUR 0,00
EUR 35.567.748,41

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
31.12.2021 Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Genussrechtskapital 12.000.000,00 0,00 12.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1) 73.278.004,50 8.177.916,64 65.100.087,86 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.999.141,86 45.999.141,86 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.895.842,68 0,00 3.895.842,68 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 23.271.175,03 8.921.798,14 14.349.376,89 0,00
Davon aus Steuern (1.824.826,06) (1.824.826,06) (0,00) (0,00)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (543.042,09) (543.042,09) (0,00) (0,00)
158.444.164,07 63.098.856,64 95.345.307,43 0,00
Restlaufzeit
31.12.2020 Davon bis 1 Jahr Davon mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Genussrechtskapital 12.000.000,00 0,00 12.000.000,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1) 67.187.403,62 5.873.102,21 61.314.301,41 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.219.492,15 48.219.492,15 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.618.876,84 2.618.876,84 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 17.125.154,37 8.580.309,93 8.544.844,44 0,00
Davon aus Steuern (1.909.559,41) (1.909.559,41) (0,00) (0,00)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (672.623,26) (672.623,26) 0,00 (0,00)
147.150.926,98 65.291.781,13 81.859.145,85 0,00

1) Mit Vereinbarung vom 12. Mai 2021 wurden TEUR 57.048 bis zum 30. Juni 2025 verlängert und haben somit ab dem Abschlussdatum der Vereinbarung eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Eigenkapital zum 31.12.2021 Ergebnis 2021 Konzernanteil in % Beteiligung über
1. LINDE + WIEMANN Deutschland SE, Dillenburg EUR - EUR - * 100 -
2. L + W Montagetechnik GmbH, Dillenburg EUR - EUR - ** 100 3.
3. Linde + Wiemann Beteiligungs GmbH, Dillenburg EUR 38.037.429,10 EUR 5.233.055,97 100 -
4. LIWI Solutions GmbH, Dillenburg EUR 499.504,29 EUR 4.232,43 100 -
5. Linde + Wiemann Holding SE, Dillenburg EUR 485.451,29 EUR 59.780,61 100 -
6. Linde + Wiemann Vermögensverwaltung SE & Co. KG, Dillenburg EUR 0,00 EUR 0,00 100 -
7. LINDE + WIEMANN US., Inc., Lavonia/USA USD - USD - 100 3.
8. Accra Teknik AB, Öjebyn/Schweden SEK - SEK - 100 3.
9. LINDE + WIEMANN CZ, s.r.o., Lysá nad Labem/Tschechien CZK - CZK - 100 3.
10. LINDE Y WIEMANN S.A., La Garriga/Spanien EUR - EUR - 100 3.
11. LINDE Y WIEMANN ESPARRAGUERA, S.L.U., Esparraguera/Spanien EUR EUR - 100 10.
12. LINDE Y WIEMANN Zaragoza, S.L., Zaragoza/Spanien EUR - EUR - 100 10.
13. LINDE Y WIEMANN LA GARRIGA, S.L.U., La Garriga/Spanien EUR - EUR - 100 10.
14. Linde + Wiemann Montagetechnik Kft., Budapest/Ungarn EUR EUR - 100 3.
15. LINDE OPSAN A.S. Otomotiv Parca Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi, Gebze/Türkei 1) 1 -
TRY - TRY - 49 3.
16. Linde Engley (Changchun) Auto Parts Co. Ltd., Changchun/China 2) CNY - CNY - 46 -
17. Linde Engley (Tianjin) Auto Parts Co. Ltd., Tianiin/China 2) CNY - CNY - 46 -
18. Linde and Wiemann RSA (Pty) Ltd., Port Elizabeth/Südafrika ZAR - ZAR - 100 10.
19. MOLVERA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Elstra KG, Düsseldorf *** 3) EUR 0,00 EUR 4.419,67 *** 100 -
20. SLW Versicherungsvermittlungs GmbH i.L., Neunkirchen *** 2) EUR EUR - 40 3.
21. Gordica Verwaltungs GmbH, Netphen *** 3) EUR 37.348,35 EUR 952,17 20 3.
22. Gordica Engineering GmbH & Co. KG, Netphen *** 3) EUR -34.069,50 EUR -3.714,09 20 3.

* Ergebnisabführungsvertrag mit der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg. Die Gesellschaft wurde von der Aufstellung eines Lageberichts befreit.
** Ergebnisabführungsvertrag mit der Linde + Wiemann Beteiligungs GmbH, Dillenburg
*** Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020
1) Die Gesellschaft wird entsprechend § 310 HGB anteilig mit 50 % einbezogen. Das Unternehmen wird gemeinsam mit einem anderen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geführt.
2) Die Beteiligung wird entsprechend § 311 HGB nach der At-Equity-Methode bewertet.
3) Es besteht kein beherrschender bzw. maßgeblicher Einfluss.

Die Devisenkassamittelkurse betragen zum Abschlussstichtag (1 EUR= ... Währungseinheiten):

USD 1,1326 CNY 7,1947
SEK 10,2503 TRY 15,2335
CZK 24,8580 ZAR 18,0625

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021 (2020)

2021 2020
TEUR TEUR
1. Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag) 1.800 (25.656)
2. Abschreibungen (Zuschreibungen) auf Gegenstände des Anlagevermögens 25.620 27.589
3. Zunahme (Abnahme) der Rückstellungen 42 21.441
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (Erträge) (3.615) 748
5. (Zunahme) Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (20.961) 15.223
6. Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (196) 1.621
7. (Gewinn) Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (1.733) (333)
8. Zinsaufwendungen/-erträge 9.573 8.083
9. Sonstige Beteiligungserträge (6.921) (9.973)
10. Ertragsteueraufwand/-erträge (1.786) (2.890)
11. Ertragsteuerzahlungen/-erstattungen 1.347 (1.220)
12. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.170 34.633
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (76) (35)
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.354 457
15. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (27.168) (26.808)
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2 0
17. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (1) (6)
18. Erhaltene Zinsen 116 164
19. Erhaltene Ausschüttungen 8 4.298
20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (23.765) (21.930)
21. Einzahlungen von Gesellschaftern 1.200 0
22. Auszahlungen an Gesellschafter 0 (105)
23. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 9.381 7.791
24. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten (3.612) (1.761)
25. Gezahlte Zinsen (5.247) (4.898)
26. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.722 1.027
27. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus Z. 12., 20., 26.) (18.873) 13.730
28. Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen 628 460
29. Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 790 (1.865)
30. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 19.391 7.066
31. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.936 19.391

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021 (2020)

Kapitalanteile Rücklagen bei Tochtergesellschaften Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2021 -24.724.874,84 49.179.127,42 -4.807.050,71 32.043.038,78 51.690.240,65
Entnahmen / Einstellungen in Rücklagen 0,00 58.879,57 0,00 -58.879,57 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 4.481.513,56 0,00 4.481.513,56
Sonstige Veränderungen (Ergebnisverwendung bei einbezogenen Personengesellschaften / Mutterunternehmen) -19.235.145,70 0,00 0,00 19.235.145,70 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 1.800.193,31 1.800.193,31
Stand 31.12.2021 -43.960.020,54 49.238.006,99 -325.537,15 53.019.498,22 57.971.947,52

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021 (2020)

Kapitalanteile Rücklagen bei Tochtergesellschaften Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
Stand 01.01.2020 -11.868.101,53 39.422.887,29 62.007,09 54.598.052,66 82.214.845,51
Entnahmen / Einstellungen in Rücklagen 0,00 9.756.240,13 0,00 -9.756.240,13 0,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 -4.869.057,80 0,00 -4.869.057,80
Sonstige Veränderungen (Ergebnisverwendung bei einbezogenen Personengesellschaften / Mutterunternehmen) -12.856.773,31 0,00 0,00 12.856.773,31 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 -25.655.547,06 -25.655.547,06
Stand 31.12.2020 -24.724.874,84 49.179.127,42 -4.807.050,71 32.043.038,78 51.690.240,65

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: Konzernlagebericht) der Linde + Wiemann SE & Co. KG, Dillenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Lagebericht (Anlage 6) und im Anhang (Anlage 3), in denen die gesetzlichen Vertreter darstellen, dass ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 43.960 beim Mutterunternehmen besteht. Dies deutet zunächst auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. In den genannten Abschnitten wird ausgeführt, dass durch die Verlängerung der Kreditlinien auf der Grundlage des von der Andersch AG, Frankfurt am Main, erstellten Sanierungsgutachten unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung des BGH ausreichende liquide Mittel für den laufenden Liquiditätsbedarf zur Verfügung stehen. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontroll System und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillenburg, den 25. März 2022

WESTTREU GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Droste, Wirtschaftsprüfer

Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin

Eine Verwendung oder Weitergabe des obigen Bestätigungsvermerks bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts, der mit dem Lagebericht des Einzelabschlusses zusammengefasst wurde, in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 wurde durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 19. April 2022 gebilligt.

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