Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 26931
Eingetragen
16.4.2019
Branche
Ambulante PflegediensteAmbulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Ambulante Pflege, Tagespflege, Vermietung, Durchführung von Krankenfahrten, Betreiben einer Großküche und Erzeugung von Strom.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vico Acker
seit 16.4.2019
Geschäftsführer
Romy Meyer
seit 16.4.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.66% identifiziert33.33% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
33.33%
33.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
VK Servicegesellschaft mbH
33.33%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Romy Meyer
Allstedt
15.000 €
33.33%
Vico Acker
Sangerhausen
15.000 €
33.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kamillus GmbH

Sangerhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens

Die Kamillus GmbH, mit Sitz in Sangerhausen, betreibt verschiedene Dienstleistungen in der Pflege- und Betreuungsbranche. Zu den Schwerpunkten zählen die ambulante Pflege, die Betreuung von Seniorenwohngruppen, Servicewohnen für Senioren und der Krankentransportdienst. Hinzu kommt die Vermietung von Wohnraum, welche das Portfolio der GmbH abrundet. Diese diversifizierte Ausrichtung trägt zur Stabilität des Unternehmens bei und ermöglicht es, auf die spezifischen Bedürfnisse einer älter werdenden Gesellschaft zu reagieren. Der Jahresabschluss wurde nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuchs erstellt und von der Steuerberatung Karsten Stade betreut.

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Das Geschäftsjahr 2023 war durch eine moderate Erholung der deutschen Wirtschaft gekennzeichnet. Die Inflation blieb weiterhin hoch, was sich auf die allgemeinen Kosten für Unternehmen auswirkte, insbesondere in den Bereichen Energie und Personal. Auch die Auswirkungen der Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie und die geopolitischen Spannungen im internationalen Umfeld waren spürbar, jedoch stabilisierte sich die Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegedienstleistungen durch die hohe Altersstruktur der Bevölkerung.

1.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Pflegebranche verzeichnete im Jahr 2023 eine anhaltend hohe Nachfrage, insbesondere im Bereich der ambulanten und teilstationären Pflege. Gesetzliche Reformen und die Einführung höherer Standards in der Pflege haben jedoch gleichzeitig die Kosten für viele Unternehmen in diesem Sektor erhöht. Pflege- und Betreuungseinrichtungen stehen zudem zunehmend unter Druck, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten, was zu steigenden Personalkosten führte. Die Branche sieht sich zudem weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert, die Betreuungskapazitäten auszubauen, um dem demografischen Wandel gerecht zu werden.

1.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 konnte die Kamillus GmbH ihre Erträge steigern und ihre Marktposition in der Region ausbauen. Die Gesamtleistung stieg um 5,94 % auf €2.820.498,09. Insbesondere die Pflegeleistungen entwickelten sich positiv mit einem Zuwachs von 18,64 %. Die Ertragslage profitierte von der hohen Nachfrage nach ambulanten Pflegeleistungen sowie einer zunehmenden Nutzung der Krankentransporte. Diese Geschäftsfelder bildeten den Kernbereich des Unternehmens, während die Vermietung und die Erträge aus Investitionen ebenfalls zum Gesamterfolg beitrugen.

Lage des Unternehmens

1.4 Vermögenslage

Die Vermögenswerte der Kamillus GmbH zeigen eine stabile Struktur. Das Anlagevermögen betrug am Ende des Jahres €6.320.621,41, was eine leichte Verringerung gegenüber dem Vorjahr darstellt und hauptsächlich auf Abschreibungen sowie die Veräußerung von Vermögenswerten zurückzuführen ist. Die Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf €26.822,20 sowie die planmäßigen Tilgungen bei den Kreditverbindlichkeiten auf €4.751.265,60 zeigen eine Verbesserung der kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen und bestätigen eine solide Finanzstruktur.

1.5 Finanzlage

Die Liquiditätssituation der Kamillus GmbH ist stabil und ausreichend, um die laufenden Verpflichtungen und geplanten Investitionen zu erfüllen. Die liquiden Mittel beliefen sich zum Jahresende auf €657.955,46. Die Finanzierungstätigkeit wurde im Rahmen der planmäßigen Tilgung von Verbindlichkeiten gesteuert, was die langfristige Liquidität stärkt. Das Eigenkapital erhöhte sich im Jahresverlauf auf €1.878.863,25, was das Vertrauen der Eigentümer in die nachhaltige Finanzkraft des Unternehmens widerspiegelt.

1.6 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss von €466.297,82 ab, eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von €323.641,99. Die Ertragslage wird maßgeblich durch die ambulante Pflege, Krankentransporte und Vermietung gestützt. Die Personalkosten stiegen um 17,23 % auf €2.011.142,09, getrieben durch steigende Löhne und die Erhöhung der Mitarbeiterzahl. Sachaufwand und Investitionsaufwand konnten durch Effizienzmaßnahmen weitgehend stabil gehalten werden. Die Rentabilität wurde durch eine straffe Kostenkontrolle und ein verbessertes Kundenmanagement unterstützt.

Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

1.7 Voraussichtliche Entwicklung

Die Kamillus GmbH erwartet für das Jahr 2024 ein anhaltendes Wachstum, unterstützt durch die weiterhin steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Geplante Investitionen in den Bereichen Pflegeinfrastruktur und Krankentransport sollen das Wachstum weiter fördern und zur Stabilisierung der Ertragslage beitragen. Die Umsetzung von Maßnahmen zur Digitalisierung und Effizienzsteigerung wird angestrebt, um betriebliche Abläufe zu verbessern und die Kostenstrukturen langfristig zu optimieren. Insgesamt geht das Unternehmen von einem positiven Geschäftsjahr 2024 aus, in dem es seine Marktstellung weiter ausbauen kann.

1.8 Chancen

Der demografische Wandel in Deutschland bietet der Kamillus GmbH langfristige Wachstumschancen. Die hohe Nachfrage nach Pflege- und Betreuungsdiensten und die Entwicklung von Servicewohnen für Senioren lassen erwarten, dass das Unternehmen in Zukunft weiter expandieren kann. Die Kamillus GmbH plant, neue Kunden durch maßgeschneiderte Dienstleistungen zu gewinnen und den Bereich des seniorengerechten Wohnens weiter auszubauen. Durch gezielte Investitionen in Personalentwicklung und Digitalisierung soll die Kundenzufriedenheit weiter gesteigert und die Effizienz des Unternehmens verbessert werden.

1.9 Risiken

Die Pflegebranche bleibt anfällig für regulatorische Änderungen, die sich auf die Vergütung und die Kostendeckung auswirken können. Ein zunehmender Fachkräftemangel und die damit verbundenen steigenden Personalkosten stellen ebenfalls ein Risiko für die Rentabilität dar. Die Kamillus GmbH begegnet diesen Herausforderungen mit einem regelmäßigen Risikomanagement, das potenzielle Schwachstellen identifiziert und Maßnahmen zur Risikoreduzierung implementiert. Rücklagen für unerwartete Entwicklungen in der Gesetzgebung und der Personalwirtschaft sind eingeplant, um die langfristige Stabilität zu gewährleisten.

Bilanz

Aktiva

scroll
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.320.218,41 6.790.809,41
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 14.020,00 16.024,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 14.015,00 16.019,00
3. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5,00 5,00
II. Sachanlagen 6.293.948,41 6.762.535,41
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 5.741.615,00 6.194.836,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschließlich der Wohnbauten auf fremden Grundstücken (KHBV, PBV) 18.030,00 19.669,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten (KHBV; PBV) 226.208,41 226.208,41
4. Technische Anlagen 20.231,00 22.642,00
5. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 112.418,00 115.981,00
6. Fahrzeuge 175.446,00 183.199,00
III. Finanzanlagen 12.250,00 12.250,00
1. Beteiligungen 12.250,00 12.250,00
B. Umlaufvermögen 1.259.160,60 1.327.971,48
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 601.205,14 545.108,21
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 505.797,79 376.790,74
2. sonstige Vermögensgegenstände 95.407,35 168.317,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 50.470,00 49.000,00
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 657.955,46 782.863,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.102,11 14.916,51
Aktiva 7.585.481,12 8.133.697,40

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 1.843.509,79 1.532.565,43
I. Gezeichnetes Kapital 45.000,00 45.000,00
II. Kapitalrücklage 894.627,14 894.627,14
III. Gewinnvortrag 472.938,29 269.296,30
IV. Jahresüberschuss 430.944,36 323.641,99
B. Rückstellungen 104.242,53 116.032,49
1. Steuerrückstellungen 9.464,50 1.157,75
2. sonstige Rückstellungen 94.778,03 114.874,74
C. Verbindlichkeiten 5.595.538,04 6.477.650,98
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.751.265,60 5.540.230,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.822,20 85.659,61
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 26.822,20 85.659,61
3. Sonstige Verbindlichkeiten 817.450,24 851.760,38
davon aus Steuern 25.947,68 16.241,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 563.706,24 564.760,38
D. Rechnungsabgrenzungsposten 7.240,30 7.448,50
E. Passive latente Steuern 34.950,46
Passiva 7.585.481,12 8.133.697,40

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie aus Kurzzeitpflege 1.629.137,60 1.439.360,70
2. Erträge aus Unterkunft und Verpflegung 10.041,70 1.680,00
3. Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB (PBV), soweit nicht vorstehend enthalten 2.215.487,15 1.770.357,31
4. sonstige betriebliche Erträge 360.544,24 222.317,74
5. Materialaufwand 370.166,38 333.880,85
a) Lebensmittel 134.768,63 22.314,55
b) Wasser, Energie, Brennstoffe 62.572,53 49.846,63
c) Wirtschaftsbedarf/Verwaltungsbedarf 172.825,22 261.719,67
6. Personalaufwand 2.705.916,03 2.256.625,24
a) Löhne und Gehälter 2.271.493,74 1.899.644,66
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen 434.422,29 356.980,58
7. Steuern, Abgaben, Versicherungen 186.029,60 95.544,00
8. Mieten, Pacht, Leasing 28.224,18 7.366,37
9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten 208,20 173,50
10. Abschreibungen 191.791,40 121.394,70
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 191.791,40 121.394,70
11. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung 97.991,69 83.462,38
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 113.590,75 114.449,96
13. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.575,87 614,98
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 1.961,67 490,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 93.340,37 98.138,74
15. Jahresüberschuss 430.944,36 323.641,99

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

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Firmenname laut Registergericht: Kamillus GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Sangerhausen
Registereintrag: 16.04.2019
Registergericht: Stendal
Register-Nr.: HRB26931

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen und -forderungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die passiven latenten Steuern betreffen steuerliche Sonderabschreibungen gemäß § 7b EStG.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 50.470,00 EUR (Vorjahr: 49.000,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 4.751.265,60 EÜR (Vorjahr 5.540.230,99 EÜR).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 4.751.265,60 EUR.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um Zuschüsse der Investitionsbank Sachsen-Anhalt zur Abmilderung der Kosten im Zusammenhang mit der Corona Pandemie (Rettungsschirm).

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 70,00.

 

Sangerhausen, 25.11.2024

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Vico Acker

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.11.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kamillus GmbH, Sangerhausen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kamillus GmbH, Sangerhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kamillus GmbH, Sangerhausen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Inanspruchnahme der Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 264 Abs. 1 Satz 5 HGB ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hettstedt, den 05. November 2024

TAXON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Schlenker, Wirtschaftsprüfer

Jan Ballnus, Wirtschaftsprüfer

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