Familienvermögensverwaltung Dr. Hamm GmbH & Co.KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olaf Werner Mende seit 29.8.2025 | Prokura |
Piotr Lukasz Staczek seit 15.8.2023 | Vorstandsmitglied |
Alexander Willi Blattner seit 10.9.2021 | Prokura |
Stefan Erich Langhirt seit 7.1.2021 | Prokura |
Christian Hantrop seit 15.5.2017 | Prokura |
Michael Schweiggart seit 20.3.2013 | Prokura |
Jürgen Pohl seit 8.3.2006 | Prokura |
Martin Dotterweich seit 8.3.2006 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PROFI Engineering Systems AGEigenbeteiligung | 44.44% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PROFI Engineering Systems AGDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2023 bis zum 30.04.2024Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens A. Geschäftsmodell des Unternehmens Die PROFI Engineering Systems AG (nachstehend PROFI) ist ein mittelständisches, inhabergeführtes und finanzkräftiges IT-Lösungshaus mit Hauptsitz in Darmstadt. Innovationskraft und Kundenorientierung sind wesentliche Säulen der Unternehmensstrategie. Seit mittlerweile 40 Jahren unterstützt PROFI seine Kunden mit individuellen hochwertigen Lösungen zur Optimierung von IT-Prozessen und Systemlandschaften. Die PROFI begleitet Unternehmen bei der digitalen Transformation - von der Strategie über die Umsetzung bis zum Betrieb. Die erfahrenen Berater und Architekten beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit der Digitalisierung aller Geschäftsabläufe und Unternehmensbereiche im Kontext von Hybrid IT, Industrie 4.0, Security, Cloud, Big Data, mobilen Lösungen, Social Media und SAP. Für Kunden übernimmt die PROFI Projektmanagement und Implementierung, einschließlich des Betriebs der Systeme und Plattformen. Der Anspruch ist höchste Kompetenz, Zuverlässigkeit und Qualität, mit messbarem Erfolg und direktem Beitrag zur Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der Kunden. Die angebotenen Lösungen sind branchenunabhängig und richten sich an Unternehmen des Mittelstands, an große Firmen und Konzerne. Kommunen, Städten und Landesbehörden bietet PROFI darüber hinaus spezielle Software-Lösungen für Anwendungsgebiete in öffentlichen Verwaltungen an. Seit vielen Jahren gehört das Unternehmen zu Deutschlands erfolgreichsten Systemhäusern und pflegt langjährige Partnerschaften mit allen führenden IT-Herstellern. B. Forschung und Entwicklung PROFI entwickelt in Zusammenarbeit mit ihren Geschäftspartnern und ihren Kunden neue, innovative IT-Gesamtlösungen. Die wesentlichen Faktoren sind die Innovationskultur im Unternehmen und die hochqualifizierten Mitarbeiter. Hohe Investitionen in Aus- und Fortbildung sichern die notwendige Wissensbasis und die Methodenkompetenz der Mitarbeiter. Wissenstransfer zwischen Geschäftspartnern und PROFI wird u.a. durch gegenseitige Hospitanz von Mitarbeitern gefördert. PROFI hält eine Vielzahl von Zertifizierungen namhafter IT-Hard- und Software-Hersteller und ist damit in der Lage, individuelle IT-Lösungen für die Kundenbedürfnisse zu entwickeln. 2. Wirtschaftsbericht A. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 geschrumpft. Nach einem Anstieg im Vorjahr um 1,7 %, ist die deutsche Wirtschaft in 2023 um 0,3 % gesunken (Quelle: Statistisches Bundesamt). Der deutsche IT-Markt hat sich im Vergleich zur Gesamtwirtschaft besser entwickelt und ist laut dem Branchenverband Bitkom im Jahr 2023 um 2,2 % gestiegen. Innerhalb der IT-Branche sah die wirtschaftliche Entwicklung wie folgt aus. So stiegen die Bereiche IT-Service um + 5,1 % und Software um + 9,6 %. Der Bereich Hardware (inklusive Halbleiter) sank um - 5,4 %. Die weltwirtschaftlichen Krisen lassen volkswirtschaftliche und branchenspezifische Prognosen erweisen sich schnell als obsolet. Sehr differenziert sind die wirtschaftlichen Auswirkungen im Einzelnen zu betrachten und zu bewerten. Sanktionen, Lieferproblematiken und generelle Unsicherheiten erschweren die Planung auf unternehmerischer Seite. Zu spüren ist eine zunehmende Investitionszurückhaltung der Unternehmen, bei gleichzeitiger Zunahme von Unternehmensinsolvenzen. Die höhere Inflation der jüngsten Zeit führt zu einem Kostendruck. Erhöhungen u.a. der Lohn- und Mietkosten konnten und können nicht über höhere Preise, aufgrund des starken Wettbewerbs, an den Markt weitergegeben werden. Das Statistische Bundesamt wies im April 2024 eine Inflation von 2,2 % aus, im Mai 2024 betrug sie 2,4 %. Nachdem die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 noch mit - 0,3 % gesunken ist, geht das Statistische Bundesamt von einem Wachstum und einer leichten Steigerung von 0,2 % im Jahr 2024 aus (Stand: Juni 2024). Die IT-Branche bleibt dabei deutlich über diesen Werten und soll laut Bitkom um 6,1 % zulegen. B. Geschäftsverlauf Das Unternehmen weist im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz in Höhe von 173 Mio. € (VJ 167 Mio. €) aus. Der Anteil Hardware-Erlöse blieb konstant und betrug 67,3 Mio. € (VJ 67,4 Mio. €). Der Anteil Software-Erlöse belief sich auf 59,8 Mio. € (VJ 49,3 Mio. €), was eine deutliche Steigerung von 21,3 % bedeutet. Im Bereich Dienstleistung ist der Umsatz gestiegen. Die Gesamterlöse für Dienstleistung sind von 50,2 Mio. € im Vorjahr auf 52 Mio. € gestiegen. Ein Wachstum von 3,6%. Der Personalaufwand ist von 26 Mio. € auf 27,8 Mio. € um 6,9 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 7,5 Mio. € (VJ 6,8 Mio. €), was eine Steigerung von 10,3 % zum Vorjahr bedeutet. Das EBITDA belief sich auf 4,2 Mio. € (VJ 3,3 Mio. €). Eine Steigerung von 27,3 %. Das Ergebnis vor Steuern ist von 2,5 Mio. € im Vorjahr auf 3 Mio. € und somit um 20 % gestiegen. Die Bilanzsumme beträgt 51,0 Mio. € (VJ 45,4 Mio. €). Veränderungen ergaben sich auf der Aktivseite in den Posten Finanzanlagen und auf der Passivseite im Wesentlichen in der Position Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote beträgt 35,3 % gegenüber 36,4 % im Vorjahr. Die Liquiditätslage ist weiterhin solide und zeigt sich in einem angemessenen Bankbestand i.H.v. 10,4 Mio. € (VJ 9,3 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurde der überwiegende Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Warenkreditversicherung abgesichert, um dem Ausfallrisiko entgegenzuwirken. Auch durch Verkauf von einzelnen Forderungen konnten Kundenanforderungen bezüglich verlängerter Zahlungsziele nachgekommen werden. Die durchschnittliche und gewichtete Anzahl der im Geschäftsjahr 2023/2024 Beschäftigten belief sich auf 295 Mitarbeiter (Vorjahr 289 Mitarbeiter). Davon waren 41 Mitarbeiter in der Administration, 155 Mitarbeiter als System-Ingenieure (SE's) und 99 Mitarbeiter im Vertrieb tätig. C. Lage Corona hatte seit März 2020 die Welt in Atem gehalten und großen Einfluss in weite Teile des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens. Mittlerweile ist die Pandemie beendet, Auswirkungen wirken nach wie vor nach. Unternehmen haben sich mehr und mehr auf zukünftige Pandemien vorbereitet, Risikobetrachtungen über Zugangsbeschränkungen, Störungen der Lieferketten etc. führen zu veränderten Risikovorsoge und zu notwendigen Investitionen. Ein Großteil der Unternehmen sind von der ursprünglichen Arbeitsweise der örtlich gebundenen Arbeit abgekommen und haben auch nach der Pandemie das Mobile Arbeiten oder Homeoffice ergänzend zur Büroarbeit umgesetzt. PROFI hatte bereits vor Corona in vielen Bereichen flexible Arbeitsformen etabliert. Während der Pandemie war das Mobile Arbeiten nahezu in der gesamten Organisation sowohl kulturell als auch technisch schnell umsetzbar. Das Hybride Arbeiten hat sich nach Corona bewährt. Büroarbeit wird aber nach wie vor für die Zusammenarbeit und Identifikation mit dem Unternehmen wichtig sein. Der im März 2022 durch Russland begonnene Ukraine Krieg hat ebenfalls Auswirkungen. Verunsicherte Märkte, Kunden und ebenfalls gestörte Lieferketten zeigen sich. Weites gehend ist PROFI von größeren Auswirkungen verschont geblieben. Sanktionen haben im Einzelfall dazu geführt, dass bestimmte Produkte nicht mehr an entsprechende Kunden geliefert werden durften. Fachkräftemangel zeigt sich zunehmend als wachstumshemmend und kostenbelastend. Hohe Fluktuationsrate in der IT-Branche (lt. ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik 20 % im Jahr 2022) treffen auch die PROFI AG, wenngleich das Unternehmen deutlich unter diesem Branchenwert liegt. PROFI unterscheidet zwischen der allgemeinen und der ungewollten Fluktuation. Diese Letzt genannte liegt bei unter 6 %. Der Vorstand der PROFI besteht seit dem 01.05.2022 aus dem Vorstandsmitglied Herrn Lutz Hohmann. Ab dem 01.06.2023 wurde Piotr Staczek als weiteres Vorstandsmitglied bestellt, Lutz Hohmann ist Vorsitzender des Vorstandes. Eine erweiterte Geschäftsführung, bestehend aus den Prokuristen des Unternehmens, unterstützt den Vorstand bei seiner Unternehmensleitung. I. Ertragslage Im Geschäftsjahr konnte ein Dienstleistungsumsatz (eigen erbrachte Dienstleistung, Fremddienstleistung, Wartung) von 52 Mio. € erwirtschaftet werden. Dies entspricht einer Steigerung von 3,6 % gegenüber Vorjahr. Gesamtumsatz im Bereich Handel (Hard- und Software, Sonstige) lag bei 120,7 Mio. € gegenüber 116,7 Mio. € im Vorjahr. Die Gesamtkosten lagen bei 35 Mio. € (Vorjahr 33 Mio.). II. Finanzlage Die Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Forderungsmanagement setzt auf eine enge Kommunikation direkt mit dem Kunden und dem jeweiligen Kundenverantwortlichen. Ein tägliches Finanz-Reporting, eine wöchentliche kurzfristige Liquiditätsplanung unterstützten das Liquiditätsmanagement und sichern die Fristenkongruenz. Der überwiegende Teil der Forderungen wird über eine Warenkreditversicherung abgesichert. Langfristige Zahlungsziele für Kundenprojekte werden zum Teil über Factoring abgewickelt. PROFI verfügt bei seinen Lieferanten über ausreichend hohe Finanzierungslinien, um Projekte in Höhe und Laufzeit abzubilden. Die Corona-Krise wirkt sich allerdings weiterhin auf die Refinanzierung aus. U.a. ist der Factoringmarkt deutlich schwieriger geworden. Die Limitvergaben der Lieferanten und der Finanzierer sind zurückhaltender. Eine noch intensivere Liquiditätsbetrachtung und eine enge Abstimmung mit den Refinanzierern sind daher notwendig. Über den bewährten Refinanzierungsquellen hinaus, hat PROFI zur Sicherstellung von Projektfinanzierungen mit ihrer Geschäftsbank eine zusätzliche Basiskreditlinie in Höhe von 5 Mio. € vereinbart. Im Bedarfsfalle besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer kurzfristigen Erhöhung dieser Linie. Die Kapitalstruktur zeigt weiterhin ein solides Eigenkapital und eine geringe Abhängigkeit von klassischen Kapitalgebern. Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. III. Vermögenslage Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist stabil. Das Verhältnis zwischen Verbindlichkeiten und Forderungen ist ausgewogen. Der Großteil des Vermögens zeigt sich in den Positionen Forderungen, sonst. Vermögensgegenstände und Bankguthaben. IV. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens dienen aufeinander abgestimmte Controlling-Instrumente. Das Unternehmen ist in operative, regionale Vertriebsbereiche und überregionale Geschäftsbereiche gegliedert; die Wirtschaftlichkeit wird über Deckungsbeitrags-, Umsatz- und Kennzahlenberechnungen pro Geschäftsbereich ermittelt. Kennzahlen wie EBT, EBITDA, Umsatzrendite, Umsatz pro Kopf, Ertrag pro Kopf und weitere spezifische Indikatoren werden zur betriebswirtschaftlichen Beurteilung herangezogen. Zusätzlich zu den Ergebniskennzahlen werden regelmäßig unabhängige Kunden- und Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, um Verbesserungspotentiale zu erkennen. Im Berichtszeitraum konnte ein operatives Ergebnis von 3,0 Mio. € gegenüber 2,5 Mio. € im Vorjahr erwirtschaftet werden. Damit wurde der Plan leicht übererfüllt. Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum von 167,0 Mio. € auf 172,7 Mio. € (Plan 175,5 Mio. €). Im Hardware-Handel beliefen sich die Erlöse auf Vorjahresniveau 67,4 Mio. € (Vorjahr) auf 67,3 Mio. € (Plan 77 Mio. €). Der Software-Handel konnte im Vergleich zum Vorjahr von 49,3 Mio. € auf 59,8 Mio. € (Plan 51 Mio. €) gesteigert werden. Die Dienstleistungsumsätze sind von 50,2 Mio. € auf 52 Mio. € gestiegen (Plan 47,5 Mio. €). Bei der letzten Kundenbefragung 2024 hat PROFI erneut einen guten Wert erreicht. Der Net Satisfaction Index (NSI) beträgt 81,4 (Vorjahr 89,3). Durch eine deutliche größere Teilnahmezahl und Rücklaufquote wird diesem weiterhin gutem Feedback eine besondere Bedeutung beigemessen. Die Ende 2022 stattgefundene Mitarbeiterbefragung, welche durch die Universität St. Gallen begleitet wird, hat PROFI ebenfalls wiederholt zu einem der besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand verholfen. Zum neunten Mal schaffte es PROFI in die Bestenliste und erhielt dafür das Siegel "TOP JOB 2023", verliehen durch den ehemaligen Vize-Kanzler Sigmar Gabriel Schirmherr von TOP JOB. Im Jahr 2024 wird erneut an dem Wettbewerb teilgenommen. 3. Chancen- und Risikobericht A. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Der IT-Markt steht in einem starken Wandel. IT-Infrastrukturen werden nach und nach in hybride oder reine Cloud-Lösungen überführt. Für das klassische Systemhausgeschäft ergeben sich daraus Risiken, aber auch enorme Geschäftschancen. Festzustellen ist, dass die Nachfrage nach klassischen IT-Infrastrukturen zurückgeht bzw. verlagert wird hin zu sogenannten Cloud-Providern. Die Entwicklung zeigt aber auch, dass viele Unternehmen Mischformen wünschen und sich zum Teil weiterhin bewusst für sogenannte On-Premise-Lösungen, bzw. hybride Ansätze, entscheiden. Auf der anderen Seite werden IT-Lösungen immer komplexer und bedürfen einer gesamtheitlichen Beratung. Unternehmen müssen ihre interne IT-Infrastruktur und IT-Anwendungen mit den in die Cloud verlagerten verbinden und entscheiden, welche Services in welchem Modell für sie jeweils der beste Ansatz ist. Die Herstellervielfalt, sei es bezogen auf Hardware oder Software, nimmt in IT-Projekten stetig zu. Hier ergeben sich für ein Systemhaus wie der PROFI neue Beratungsansätze und Chancen im Hinblick auf Intensivierung und Aufbau neuer Partnerschaften. Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Multi Cloud Computing, Hybrid IT, Security, Big Data, Mobile Computing, Social Networks, Agile Projektmethoden, Künstliche Intelligenz stellen weitere beratungsintensive Wachstumsfelder dar. Die Ausrichtung auf diese Themen, sowie der Ausbau des Managed-Service Angebotes, bieten für PROFI die Chancen, Marktanteile im Beratungsumfeld zu sichern und auszubauen. PROFI trägt dieser Entwicklung Rechnung. Zentral organisierte Dienstleistungsbereiche bündeln alle Beratungsfelder und verantworten unternehmensweit die Auslastung und Wirtschaftlichkeit. Effiziente Ressourcen- und überregionale Projektsteuerung wird dadurch gewährleistet. Die Dienstleistungsbereiche umfassen: Beratung & Services, Hybrid IT-Lösungen, Projekte & Managed Lösungen, Security und Netzwerk, Digital Workplace, Softwarelösungen, Serverlösungen, Storage & Business Continuity Lösungen und IT-Automation. Innerhalb dieser Hauptbereiche gliedern sich entsprechende Geschäftsfelder. Im Berichtsjahr wurde der Vertrieb gestärkt, um das breite Portfolio der PROFI bei ihren Kunden besser zu platzieren. Der Vertrieb ist auf Regionen, Kundensegmente und Themen ausgerichtet. Ertragsorientierte Risiken: Ertragsrisiken liegen im Rückgang und der Volatilität des Handelsgeschäftes, sowie von fallenden Margen. Server-Systeme werden stetig leistungsfähiger und preiswerter. Große Hardware-Projekte sind seltener, der Wettbewerbsdruck entsprechend größer. Der daraus resultierende Margendruck im IT-Bereich erfordert ein effektives Vertriebs-, Kosten- und Prozess-Controlling. Durch ein Gesamtangebot von der Beratung über Implementierung, der Lieferung und Nachbetreuung, unterscheidet sich PROFI von vielen Wettbewerbern und wird unabhängiger von der reinen Handelsmarge. Darüber hinaus wurden Maßnahmen zur Effizienz- und Wachstumssteigerung umgesetzt. U.a. eine Neuausrichtung der Kundenbetreuung, stärkere Fokussierung, Optimierung und Standardisierung von Vertriebsprozessen und ein noch stärkeres ergebnisbezogenes Incentive-Modell. Das Handelsgeschäft ist, aufgrund der Veränderung hin zu mehr Cloud-Infrastrukturen, tendenziell rückläufig. Internationale Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google bieten Rechnerleistungen an und große Investitionen in eigene IT-Infrastrukturen werden nach und nach überflüssig. Durch Kooperationen mit Cloud-Anbietern werden aber auch zusätzliche Leistungen in das Gesamtportfolio der PROFI übernommen. Durch die komplexer werdenden Projekte mit einer wachsenden Zahl von Herstellern, ergeben sich Wachstumschancen, durch Intensivierung der Zusammenarbeit mit diesen Partnern. Der deutsche IT-Markt ist stark von hybriden Modellen geprägt. Viele Kunden nutzen, insbesondere für geschäftskritische Anwendungen, weiterhin eigene IT-Infrastrukturen und bedienen sich verschiedener Cloud-Lösungen für stark standardisierte Anwendungen und Services. Mittlerweile öffnen sich auch mehr und mehr mittelständische Unternehmen, welche vormals zurückhaltender waren, einer Cloud-Lösung. PROFI hat sich auf die Beratung im Hinblick auf die zutreffende Kundenentscheidung, welches Betriebsmodell für ihn sinnvoll ist, spezialisiert. Insbesondere die wirtschaftliche und IT-Sicherheits-Betrachtung ist hierbei für den Kunden entscheidend und führt oftmals zu einer Mischform des IT-Betriebes. PROFI hat sich in den letzten Jahren stark auf diese Veränderung eingestellt und verfügt über eine Vielzahl von Spezialisten, welche mit Fach- und Methodenwissen die Kunden beraten können. Insbesondere der Ausbau des Managed-Service Angebotes, also die Übernahme oder Teilübernahme von Betriebsverantwortung, Bereitstellungen von IT-Services wird in Zukunft immer wichtiger. Auch das Managen unterschiedlicher Cloud-Plattformen (Multi-Cloud) wird zunehmend wichtiger. PROFI hat diesbezüglich ein breites Know-How und verfügt über zahlreiche Projekterfahrungen. Weitere Risiken liegen in der Auslastung und der Steuerung der Berater und der Service-Mitarbeiter. Monatliche Reports geben zeitnah Aufschluss. Prozess- und Organisationsveränderungen, aber auch Investitionen in Managementsystemen, tragen der stetigen Veränderungen zu einem immer wichtiger werdenden Beratungsgeschäft Rechnung. Mit der Weiterentwicklung der Dienstleistungsorganisation werden Produktivitätssteigerungen. Grundsätzlich liegen Risiken der künftigen Entwicklung in den marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Investitionsbereitschaft der Unternehmen, der Fähigkeit der PROFI, sich weiter flexibel auf veränderte Kundenanforderungen einzustellen, sowie neue IT-Themen aufzugreifen und umzusetzen. Der IT-Markt ist durch rasante Veränderungen, immer kürzer werdenden Innovationszyklen sowie stetige Verbesserungen des Preis-/Leistungsverhältnisses geprägt. Das schnelle Reagieren auf diese Veränderungen ist existenziell; die Entwicklung innovativer Lösungen und Produkte ist die Voraussetzung für ein IT-Unternehmen wie der PROFI, sich am Markt zu behaupten. Das Thema Digitalisierung treibt nahezu alle Branchen und alle Unternehmen um. Hierin liegen für Beratungs- und Dienstleistungshäuser wie der PROFI enorme Geschäftschancen. Der Verkauf der VMware an die Broadcom und der damit verbunden Verunsicherung beschäftigt den IT-Markt so stark wie lange nicht. VMware als Anbieter von Virtualisierungs- und Cloud Lösungen ist in fast allen IT-Umgebungen vertreten. Partnerverträge wie u.a. mit der PROFI AG wurden aufgekündigt und bislang unter z.T. unklaren Bedingungen neu aufgesetzt. Klarheit besteht bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Das ursprüngliche Lizenz- wurde in ein Subscription-Modell mit veränderten Inhalten und deutlich höheren Preisen umgestellt. Betroffen sind alle VMware-Kundensituationen. Im Geschäftsjahr 2023/24 hatte PROFI ein sehr gutes VMware Geschäft, welches für die Zukunft unter erheblichem Risiko steht. Die Risiken belaufen sich auf ein mittleres zweistelliges Millionen Umsatzvolumina mit entsprechendem Ertragsrisiko. PROFI erarbeitet Alternativlösungen zur teilweisen Geschäftskompensation. Weitere Risiken liegen in der Abhängigkeit von einzelnen Kunden. Das Verbreitern der Kundenbasis und das Platzieren des kompletten Portfolios der PROFI bei der Kundenbasis mindert dieses Risiko. Das Vertriebsmodell mit einem Key-Account-Vertrieb und einem Fachvertrieb unterstützt dies. Es werden Kundensegmentierungen vorgenommen und durch zielgruppengerechte Betreuung bearbeitet. Eine jährliche unabhängige Kundenbefragung gibt darüber hinaus Rückschlüsse, inwieweit PROFI die Kundenerwartungen in unterschiedlichen Kriterien erfüllt. PROFI hat auch bei der letzten Befragung einen guten Wert erhalten. Der Net Satisfaction Index (NSI) lag bei 81,4 (Maximum 100). Risiken liegen in der Abwanderung von Leistungsträgern und der Herausforderung, ausreichend gut ausgebildete und eigenmotivierte Mitarbeiter zu gewinnen. Mitarbeiterbindungs-, Employer-Branding-, Aus- und Fortbildungsprogramme, die Einbindung von Leistungsträgern in Entscheidungsprozesse, Teamevents, sowie ein leistungsorientiertes und auf Eigenverantwortung ausgerichtetes Betriebsklima sollen diese Risiken mindern. Seit Beginn des Ukraine-Krieges im März 2022 ist die Inflation deutlich gestiegen. Hier liegt ein Risiko auf der Kostenseite, neben höheren Energiepreise auch durch höhere Gehaltsforderungen der Mitarbeiter/innen. Preiserhöhungen auf der Kundenseite sind durch Wettbewerbssituationen oftmals nicht möglich. Risiken liegen darin, das Leistungsportfolio rechtzeitig auf die neuen Markterfordernisse auszurichten. Entscheidend ist, wie es der PROFI gelingt, notwendige Veränderungen organisatorisch umzusetzen und die Mitarbeiter für diese Entwicklung zu begeistern. Management-Gremien, hierarchie- und bereichsübergreifende Arbeitsgruppen sowie eine definierte Kommunikationsstrategie unterstützen diese Veränderungsprozesse. PROFI 2022 einen neuen Strategieprozess entwickelt, welcher ausgehend von Marktentwicklungen strategische Entscheidungen unter Einbindung unterschiedlicher Stakeholder der internen Organisation oder Externe systematisch und transparent ermöglicht. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wurde zwei große Handlungsstränge im Portfolioprozess festgelegt. Entwicklung von Beratungsleistungen und Lösungen im Kontext von KI und Multi-Cloud. Die Corona-Krise hat ein erhebliches Risiko der gesamtdeutschen Wirtschaft gezeigt. Lockdowns führten in weiten Teilen der Wirtschaft zu Produktionsausfällen, Lieferschwierigkeiten bis hin zum kompletten Stillstand einzelner Unternehmen. PROFI bedient Kunden unterschiedlicher Branchen, welche auch unterschiedlich stark von der Krise betroffen waren. PROFI ist es gelungen sich schnell auf die besondere Situation einzustellen und hat das Beratungsangebot entsprechend den Bedürfnissen des Marktes angepasst. PROFI ist es gelungen Neukunden zu gewinnen, insbesondere über Managed-Service Angebote. Die Offenheit von Unternehmen sich einer Cloud-Strategie zu widmen, ist ebenfalls gestiegen und eröffnet PROFI weiteres Geschäftspotenzial. Durch den seit März 2022 laufenden Ukraine-Krieg gibt es Risiken in den Lieferketten und durch Sanktionsverordnungen. Dies sowohl auf der Partnerseite als auch auf der Kundenseite, wenn entsprechende Unternehmen direkt oder indirekt betroffen sind. Durch diese weiterhin existierende wirtschaftliche Verunsicherung besteht das Risiko, dass die Unternehmens- und Projektfinanzierungen weiter erschwert bleiben. Bonitätsbeurteilung von einzelnen Kunden sind deutlich gesunken und Projektfinanzierungen somit erschwert. Die Insolvenzrate ist in den letzten Monaten stark gestiegen. Laut Creditreform um fast 30 % im 1. Halbjahr 2024. Auch Kunden der PROFI AG waren und sind betroffen. Die Warenkreditversicherung und der Bonitätsprüfungsprozess der PROFI AG haben allerdings bislang nennenswerte Risiken verhindert. PROFI hat durch die starke Eigenfinanzierungskraft die Möglichkeit, ein Großteil des Projektgeschäftes zu finanzieren. Der zufriedenstellende Geschäftsverlauf der PROFI hält die Bonitätsbewertung von Finanzierungspartnern stabil. Parallel steht PROFI mit ihren Refinanzierern im engen Kontakt, um kunden- und projektbezogene Lösungen zu finden. Darüber hinaus hat die Hausbank der PROFI einen entsprechenden Kreditrahmen zur Verfügung gestellt. B. Chancenbericht und Prognosebericht Das Ifo-Institut geht von einem sehr verhaltenen Wachstum (+ 0,4 %, Stand 20. Juni 2024) der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Deutschland aus. Investitionen in das Thema Digitalisierung wird weiterhin der Haupttreiber für ein entsprechendes Wachstum des IT-Marktes sein. Der IT-Branchenverband Bitkom (Stand: Juni 2024) geht daher von einem Wachstum im Bereich IT-Service um 4,5 %, im Bereich Software um 9,8 % und im Bereich Hardware um 2,8 % aus. PROFI plant ein entsprechendes Wachstum in den jeweiligen Geschäftsbereichen. Die verhängten Sanktionen und generellen Lieferschwierigkeiten, aufgrund des Ukraine-Krieges, betreffen nahezu alle Branchen. Bei differenzierter Betrachtung ergeben sich aber auch Chancen. Unternehmen erkennen, dass Digitalisierung gerade in dieser jetzigen Zeit enorm an Bedeutung zugenommen hat und für die eigene Marktposition und zur Existenzsicherung unerlässlich ist. PROFI ist durch die Kundendiversifikation auf der einen Seite durch Investitionsstopps, Projektverschiebungen und Lieferengpässen betroffen, auf der anderen Seite aber auch Profiteur der erhöhten Nachfrage nach Digitalisierung wie Cloudlösungen, Virtual Desktop Lösungen, Managed Service etc. PROFI wird sich strategisch weiterhin als Komplettanbieter aufstellen und die Beratungskompetenz ausbauen. Das Handelsgeschäft bleibt weiterhin ein wichtiges Kernelement. Die Vielzahl von Herstellerverbindungen erhöhen die Umsatzpotentiale. Dedizierte Wachstumspläne mit den Herstellern sollen zu einer positiven Umsatzentwicklung führen. Investiert wird in den Ausbau der Bereiche Softwarelösungen, Managed-Services und des Beratungsgeschäftes. Durch die hohe Fluktuation in der IT-Branche bestehen Chancen und Risiken. Die Positionierung als guter Arbeitgeber ist dabei eine Schlüsselaufgabe, die eigene Fluktuation gering zu halten und neue Mitarbeitende zu gewinnen. Aber auch der zunehmende Fachkräftemangel stellt Unternehmen wie die PROFI vor große Herausforderungen. PROFI bietet u.a. langgedienten Mitarbeitern Aushilfsverträge auch bei Erreichen des Renteneintrittes an. Durch Stärkung der eigenen Ausbildung werden Nachwuchskräfte gezogen. PROFI geht von einer weiter anhaltenden Marktkonsolidierung aus; der Preisdruck im Handelsbereich wird weiter fortschreiten. Das breite Herstellerportfolios ermöglicht PROFI eine unabhängige Technologieberatung. Eine Verschlankung der Prozesse von Auftragsgewinnung über Leistungserbringung bis zur Abrechnung bieten Kostensenkungspotentiale. Weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sollen auch bei anhaltendem Margendruck das Handelsgeschäft als ein profitables Geschäftsfeld erhalten. Ein neues CRM-Systems und die Migration auf S4Hana haben und werden dabei maßgeblich unterstützen. Der Wettbewerbsdruck, insbesondere bei großvolumigen Projekten, wird weiterhin hoch sein. Der Preisdruck im Bereich der Dienstleistungen wird ebenfalls auf hohem Niveau verbleiben. Allerdings zeigt der Mangel an einsetzbaren Fachkräften, dass vereinzelt höhere Tagessätze möglich sind. Differenzierungsmöglichkeiten bietet das nahezu einzigartige Komplettangebot der PROFI, die Wachstumsbereiche in den komplexeren Dienstleistungsprojekten, sowie das stetig breitere Angebot im Managed-Service. PROFI entwickelt das Portfolio stetig weiter, hierfür wurde ein Portfolio-Strategie-Prozess etabliert. Beratungsleistungen und Lösungen im Kontext von KI und Multi-Cloud sind die diesjährigen Schwerpunkte. Die PROFI geht im nächsten Geschäftsjahr von einem Umsatz von 190,5 Mio. € und einem Ergebnis vor Steuern von + 3,3 Mio. € aus. Maßgeblich für das Erreichen dieser Ziele ist, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung, die Inflation auswirkt. Weiter anhaltende Verunsicherung, steigende Insolvenzzahlen, hohe Inflation könnte weiterhin die Wirtschaft stark treffen und erhebliche Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Unternehmen haben. Darüber hinaus wird von hoher Relevanz sein, wie sich das VMware Geschäft entwickeln lässt und mögliche Alternativlösungen sich am Markt etablieren lassen. Entscheidend ist auch wie es PROFI weiterhin gelingt, sich als Komplettanbieter von IT-Lösungen am Markt zu positionieren und sich mit innovativen Lösungen und Beratungsansätzen zu differenzieren. PROFI baut ihre Beratungskompetenz, insbesondere im Hinblick auf die Digitale Transformation, weiter konsequent aus. Entscheidend wird auch das Partnergeschäft mit VMware/Broadcom haben, inwieweit die Vermarktung und die Beratung durch Partner wie PROFI AG ermöglicht wird und wie verschiedenen Kunden auf die Verunsicherung reagieren. PROFI baut parallel Handlungsstränge als Alternative und zur Kompensation dieses Risikos auf. PROFI plant im Segment Handel (Hard- und Software) einen Erlös von 140 Mio. € (Vorjahr 128 Mio. €). Im Bereich Dienstleistung geht PROFI für das kommende Geschäftsjahr von einem Erlös von 50 Mio. € (Vorjahr Ist 47,5 Mio. €) aus. Die Stärkung und die Weiterentwicklung des Portfolios mit unterschiedlichen Herstellern und Dienstleistungspartnern öffnet neue und zusätzliche Marktpotentiale. Kunden können unabhängig und herstellerneutral beraten und in größerer Breite in IT-Strategie, IT-Infrastrukturen bis hin zu Managed-Service unterstützt werden. C. Gesamtaussage Der IT-Markt bietet enorme Chancen und Marktpotentiale und wird gestützt durch den Bedarf an Digitalisierung in allen Branchen. Durch die Corona Pandemie und dem Ukraine Krieg ist der Druck vieler Unternehmen gestiegen in die Automatisierung ihrer Abläufe zu investieren und ihre Produkte und Dienstleistungen auf den digitalen Wandel vorzubereiten. Entscheidend wird sein, inwieweit sich die deutsche Wirtschaft unter den weltpolitischen Bedingungen im Hinblick auf Lieferketten, Inflation und Sanktionen entwickeln wird. Der Trend zu Cloudmodellen nimmt stetig zu. Je nach Kundensituationen kommen unterschiedliche Betriebsmodelle zum Tragen. PROFI ist der Lage sowohl On-Premises-, reine Cloud-, Multi-Cloud oder hybride Lösungen anzubieten. PROFI hat das komplette Portfolio, um den Kundenanforderungen einer digitalen Agenda zu entsprechen. Beratungs- und Umsetzungskompetenz zeichnet PROFI aus. PROFI hat sich in den vergangenen Jahren strukturell und personell aufgestellt und bietet mittelständischen, großen Unternehmen und Öffentlichen Auftraggebern individuelle Beratung an, welche die Themen Cloud, Digitalisierung, Big Data, Mobile Computing, Hybrid IT, Security, Managed-Services und IT-Strategie- und Prozessberatung adressiert. PROFI hat sich auf diese Wachstumsthemen fokussiert und mit seiner Strategie "Digitale Agenda" das Portfolio auf die veränderten Anforderungen der Kunden im Rahmen ihrer Digitalen Transformation angepasst. Die Aussagen einschlägiger Analysten und die Umsatzsteigerung in diesen Bereichen belegen die Dynamik des Marktes und die damit verbundenen Chancen. Prozessoptimierungen sollen zur Effizienzsteigerung führen und die Ertragssituation verbessern. Entscheidend für den zukünftigen Erfolg von PROFI ist die Fähigkeit, hochqualifizierte Mitarbeiter zu binden und zu gewinnen. Die in der IT-Branche bekannt hohe Fluktuationsrate soll unterschritten werden. Der Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung stellen zusätzlich große Herausforderungen an die Personalentwicklung und Personalrekrutierung. PROFI reagiert mit unterschiedlichen Aktionen im Rahmen von Employer Branding die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Durch Kooperationen mit Hochschulen, Fachhochschulen und Berufsakademien bietet die PROFI jungen Nachwuchskräften die Möglichkeit, ein Studium im IT-Umfeld durchzuführen. Weiterhin bildet die PROFI selbst junge Menschen aus, um in der Zukunft einen Teil des Bedarfes an gut ausgebildeten Fachkräften sicherzustellen. PROFI verstärkt seine Aktivitäten in Richtung Personalentwicklung, einschließlich Führungskräfteentwicklung durch interne und externe Coachingangebote. Mit Programmen zur Mitarbeiterentwicklung, sowohl in fachlicher als auch persönlicher Richtung werden Mitarbeiter in ihren Kompetenzen gestärkt und entwickelt. PROFI bietet seinen Mitarbeitern eine Unterstützung bei der Altersversorgung an. Abhängig von der Beschäftigungsdauer, werden Beiträge in eine Direktversicherung einbezahlt (PROFI Rente). Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen und das betriebliche Vorschlagswesen (PROFIdee) sollen darüber hinaus Mitarbeiter stärker an der Gestaltung der PROFI beteiligen und eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen bewirken. Als einer der besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand schaffte PROFI bereits zum neunten Mal den Sprung in die Bestenliste und erhielt dafür das Siegel "TOP JOB 2023". Im Jahr 2024 wird erneut an diesem Wettbewerb teilgenommen. 4. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind nur in geringem Maße zu verzeichnen. Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht zudem eine Warenkreditversicherung. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Verunsicherung stellt sich die Forderungsabsicherung weiterhin schwieriger da. Warenkreditversicherer senken ihre Bonitätsbewertungen und sichern zum Teil nur geringere Volumen ab. Bei größeren Projekten mit längeren Laufzeiten und längeren Zahlungszielen wird i.d.R. über den Verkauf der Forderung (Factoring) die Liquidität gesichert und dem Forderungsausfall entgegengewirkt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bedient. Die Finanzierung von Projektgeschäft geschieht zum überwiegenden Teil über Herstellerfinanzierung, welche verlängerte Zahlungsziele und Forderungsankauf anbieten. Durch Corona sind die Hersteller deutlich restriktiver in ihren Zahlungszielen, insbesondere bei der Zurverfügungstellung von Finanzierungsvolumina. Ein zusätzlicher Kreditrahmen der Hausbank dient der Überbrückung längerer Projektlaufzeiten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art und die Sicherstellung der Unternehmensfinanzierung. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Das Unternehmen erstellt täglich einen Liquiditätsstatusbericht und wöchentlich eine Liquiditätsplanung. Zukünftig wird es immer wichtiger sein, unterschiedliche Finanzierungsquellen zu erschließen und die Eigenfinanzierungskraft zu stärken. Sofern Risiken bezüglich Ausfall- und Bonitätsrisiken bei Kunden erkennbar sind, nimmt das Unternehmen Wertberichtigungen vor. 5. Bericht über Zweigniederlassungen PROFI ist deutschlandweit mit 12 rechtlich unselbständigen Standorten vertreten. Der Standort Weiden wurde aufgegeben, in Dresden wurde eine neue Niederlassung gegründet. Neue Arbeitsmodelle, wie Home-Office, mobiles Arbeiten, ermöglichen der PROFI Büroflächen zu verdichten. Weiterhin wird aber PROFI mit Büros in Deutschland vertreten sein, um die Regionalität und die Nähe zum Kunden sicher zu stellen. Die Unternehmenszentrale mit den Zentralfunktionen Unternehmensleitung, Marketing, Rechnungswesen, Controlling, Personal, Business-Operations, Qualitätssicherung und operative Einheiten der Region Mitte haben ihren Sitz in Darmstadt. Einzelne Standorte bilden sich aus Vertriebs- und Beratungsteams. Deutschlandweit sind in den Regionen Nord, Nord-Ost, West, Mitte, Süd und Süd-West Key-Account-Teams (Primärvertrieb) tätig. Die Standorte Hamburg und Hannover gehören zur Region Nord, Berlin, Dresden und Chemnitz zu Nord-Ost, Bochum und Köln zu West, Darmstadt zu Mitte, München, Nürnberg zu Süd, Stuttgart und Karlsruhe zu Süd-West. Überregional besteht ein Softwarevertrieb und ein dediziertes Vertriebsteam für Öffentliche Auftraggeber. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zentral geführten Dienstleistungsorganisation sind örtlich den regionalen Standorten zugeordnet und für Projekteeinsätze deutschlandweit tätig. 6. Sonstige Angaben Abhängigkeitsbericht: Die PROFI AG befindet sich im Mehrheitsbesitz der PROFI Engineering Holding GmbH. Gesellschafter der PROFI Engineering Holding GmbH ist zu 100% die Familienvermögensverwaltung Dr. Hamm GmbH & Co. KG (Rechtsnachfolger Dr. Hamm, nachfolgend Familienvermögensverwaltung). Wir haben daher den nach § 312 AktG notwendigen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung: Wir erklären hiermit, dass die PROFI AG für jedes Rechtsgeschäft mit der PROFI Engineering Holding GmbH und der Familienvermögensverwaltung eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Sinne des §312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die PROFI Engineering Systems AG hat ihren Sitz in Darmstadt und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 7833). II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Ergänzend wurden die Vorschriften des Aktiengesetzes beachtet. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Zum Bilanzstichtag bestehen weder Forderungen noch Verbindlichkeiten in fremder Valuta. Das Aktivierungswahlrecht bezüglich des Ausweises aktiver latenter Steuern wurde nicht ausgeübt. IV. Angaben zur Bilanz Aktiva A. Anlagevermögen Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten aktiviert. Gegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden linear nach der pro-rata-temporis-Methode abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beiliegenden Anlagespiegel. Die Finanzanlagen, die sonstigen Ausleihungen, wurden mit dem Barwert bewertet. B. Umlaufvermögen Die Position Fertige Erzeugnisse und Waren wird aus Übersichtlichkeitsgründen als projektbezogener Warenbestand bezeichnet. Bei dem projektbezogenen Warenbestand handelt es sich um Handelswaren, die zur Abwicklung der Projektarbeiten erforderlich sind. Diese Handelswaren stehen unter Eigentumsvorbehalt. Der Bestand wurde zu Anschaffungskosten unter Abzug von Bonus-Ansprüchen gegenüber Lieferanten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die flüssigen Mittel und die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie einer Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Für einzelne Forderungen wurden zum Zwecke der Risikoabsicherung und Finanzierung Factoringverträge abgeschlossen. Dabei erfolgte ein Zufluss an finanziellen Mitteln vor dem Bilanzstichtag und Bezahlung des Kunden nach dem Bilanzstichtag. Damit konnten auch langfristige Zahlungsziele mit den Kunden realisiert werden. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen i. H. v. € 1.353.874,54, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betreffen im Wesentlichen Vorsteuerbeträge. C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Aufgrund des Aktivüberhangs der Rückdeckungsansprüche (einzelner Pensionsberechtigter) sind € 156.163,56 unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auszuweisen. Die Rückdeckungsansprüche wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen verrechnet, weil diese dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und nur der Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dienen. Weiterhin ergeben sich Passivüberhänge i. H. v. € 31.771,72 die unter dem Posten "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" auszuweisen sind. Zur Bewertung wird auf die Angaben unter den Rückstellungen verwiesen. Passiva A. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nun € 1.000.000 und ist in 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt. B. Rückstellungen Mit der Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in der Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Entwicklung der Rückstellungen wird im folgenden Rückstellungsspiegel aufgezeigt:
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "modifizierten Teilwertmethode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83% (Vorjahr 1,80%) und unter Berücksichtigung von Rentenanpassungen von 2,0 % pro Jahr bewertet. Sie betragen zum 30.04.2024 € 2.665.164,00 darin enthalten sind € 209.042,00 für Hinterbliebene eines früheren Vorstandsmitglieds. Passiviert wurden € 31.771,72. Die Rückdeckungsansprüche wurden gemäß einem Gutachten zum Aktivwert der Rückdeckungsversicherung i. H. v. € 1.176.714,00 nach dem Passivprimat sowie die Investmentfonds mit dem Zeitwert von € 1.612.841,84 bewertet, sie wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Dabei wurden Erträge i. H. v. € 104.476,78 und Aufwendungen i. H. v. € 67.507,83 verrechnet. Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 3. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sind zum größten Teil (207,4 T€) für Waren und Leistungen aus dem Handelsgeschäft. In den Urlaubs- und sonst. Personalverpflichtungen in Höhe von 3.329 T€ sind Urlaubsrückstellungen i.H.v. T€ 559 enthalten. C. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fälligkeit zeigt die folgende Darstellung:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 7) bestehen gegenüber der PROFI Holding GmbH. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland getätigt und setzen sich wie folgt nach regionaler Aufteilung zusammen:
Durch die Auflösung einer Drohverlustrückstellung ergab sich ein Ertrag von 700 T€. VI. Sonstige Angaben Zahl der Beschäftigten Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr Beschäftigten belief sich auf 295 (Vorjahr 289) Mitarbeiter. Davon waren 41 in der Verwaltung/Administration, 155 als System-Ingenieure (SE's) und 99 im Vertrieb tätig. In dieser Zahl sind nicht enthalten die Mitglieder des Vorstands. Vorstand Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 vertreten durch Herrn Lutz Hohmann, Hainburg, Dipl.-Betriebswirt (FH) (Vorstandsvorsitzender seit 01.06.2023) Herr Piotr Staczek, Lütjensee, Dipl. Kaufmann (seit 01.06.2023) Aufsichtsrat Herr Dr. Udo Hamm, Rüsselsheim, Dr.-Ing. Elektrotechnik (Vorsitzender) Herr Michael Neff, Gau-Bischofsheim, Unternehmensberater Herr Erwin Staudt, Leonberg, Unternehmerberater Herr Clemens Gutting, Darmstadt, Rechtsanwalt Herrn Manfred Lackner, Eppertshausen, Dipl.-Ing. Elektrotechnik Frau Martina Koederitz, Stuttgart, Diplom Betriebswirtin (bis 30.04.2024) Bezüge Dem Aufsichtsrat wurden Bezüge von insgesamt 170 T€ (Vorjahr 106,2 T€) gewährt. Mutterunternehmen Die PROFI Engineering Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Darmstadt, ist seit 24.05.2002 alleinige Aktionärin der PROFI Engineering Systems AG. Die Gesellschaftsanteile der PROFI Engineering Holding GmbH werden vollständig von der Familienvermögensverwaltung Dr. Hamm GmbH & Co. KG mit Sitz in Darmstadt gehalten. Die Familienvermögensverwaltung Dr. Hamm GmbH & Co. KG mit Sitz in Darmstadt erstellt als Mutterunternehmen für das Geschäftsjahr 2023/2024 einen Konzernabschluss gem. § 293 HGB. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Ergebnisverwendung In Übereinstimmung mit Gesetz und Satzung schlägt der Vorstand folgende Ergebnisverwendung vor:
Der sich ergebende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der PROFI Engineering Systems AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 vom Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung, die beabsichtigte Geschäftspolitik, die strategische Planung sowie über bedeutende Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen. Wie schon in den vergangenen Geschäftsjahren stand die technologische Entwicklung der Branche und die daraus folgende Entwicklung der Märkte, die Entwicklung der Konjunktur und die Kostenentwicklung der PROFI Engineering Systems AG im Fokus der Beratung. Der Aufsichtsrat trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu vier Sitzungen zusammen. In den Sitzungen erörterte der Aufsichtsrat den Geschäftsverlauf, die strategische Positionierung, die Erteilung von Prokuren sowie andere Vorgänge von wesentlicher Bedeutung. Sofern zu einzelnen Vorhaben des Vorstandes Entscheidungen des Aufsichtsrates erforderlich waren, wurden hierüber entsprechende Zustimmungsbeschlüsse gefasst und protokolliert. Die Umsetzung der strategischen Planungen sind vom Aufsichtsrat auch im abgelaufenen Geschäftsjahr aufmerksam verfolgt und analysiert worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Vorstand darüber hinaus den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herrn Dr. Udo Hamm, und seinen Stellvertreter, Herrn Giemens Gutting, in nahezu wöchentlichen, persönlichen Gesprächen im Hauptsitz der PROFI Engineering Systems AG regelmäßig über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, der Energiekrise und anderer politischer bzw. wirtschaftlicher Ausnahmesituationen auf die Geschäftssituation sowie die deshalb geplanten Maßnahmen bzgl. des Geschäftsbetriebs und der Liquiditätssicherung unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat damit die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben hinsichtlich der Überwachung der Geschäftsführung ordnungsgemäß wahrgenommen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht der PROFI Engineering Systems AG zum 30. April 2024 für das abgelaufene Geschäftsjahr sind von der beauftragten Firma MS+P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bad Kreuznach, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer stellt in seinem Bericht fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner gesonderten Prüfung die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen, der Jahresabschluss und Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat an der Besprechung des Aufsichtsrates über die Vorlagen teilgenommen, über die Prüfungsschwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet und Fragen dazu ausführlich beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und stimmt dem Ergebnis zu. Auch der vom Vorstand gemäß§ 312 AktG. aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde von der Firma MS+P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen: Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zur Kenntnis gebracht und von ihm geprüft. Der Aufsichtsrat sieht daher keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung, die vorgelegten Abschlüsse und den Abhängigkeitsbericht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der PROFI Engineering Systems AG in seiner Sitzung am 24. September 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Herrn Dr. Udo Hamm (Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Clemens Gutting (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Herrn Erwin Staudt, Herrn Michael Neff, Herrn Manfred Lackner und Frau Martina Koederitz.
Darmstadt, den 24. September 2024 Dr. Udo Hamm, Vorsitzender des Aufsichtsrates Clemens Gutting, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige Berichtsbestandteile
gez. Darmstadt, den 25.07.2024 Lutz Hohmann, Vorstandsvorsitzender Piotr Staczek, Vorstand Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PROFI Engineering Systems AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der PROFI Engineering Systems AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PROFI Engineering Systems AG für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2023 bis zum 30. April 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks. Schlussbemerkung Den vorstehenden Bericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (Prüfungsstandard 450 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.). Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus. Bei Veröffentlichungen oder der Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Der von uns mit Datum vom 28.08.2024 erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerk ist unter TZ 4 auf Seite 25 wiedergegeben.
Bad Kreuznach, den 28.08.2024 MS+P
GmbH
Clemens Merk, Wirtschaftsprüfer Ralf Blum, Diplom-Betriebswirt (FH), Wirtschaftsprüfer |
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