Daikin Manufacturing Germany GmbH
Langwiesenstraße 10, 74363 Güglingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Krutz seit 21.2.2024 | Geschäftsführer |
Norihito Fukui seit 8.8.2022 | Geschäftsführer |
Martin Dibowski seit 8.8.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
DAIKIN EUROPE N.V. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Daikin Manufacturing Germany GmbHGüglingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensDie Daikin Manufacturing Germany GmbH (DMGG) mit Sitz in Güglingen ist ein mittelständisches Unternehmen der Heizungsbranche. Als Tochterunternehmen der Daikin Europe N.V. ("Daikin Europe") mit Sitz in Oostende, Belgien, ist die Gesellschaft Teil der weltweit tätigen Daikin-Gruppe. Der Schwerpunkt der Gesellschaft ist die Produktion von Heizungsprodukten für den europäischen Markt im Rahmen des Produktionsnetzwerkes der Daikin-Gruppe. Darüber hinaus entwickelt die Gesellschaft für die Daikin-Gruppe Heizungsprodukte und betreibt ein Fertigwarenlager, das in das Logistiknetzwerk der Daikin-Gruppe integriert ist. Der Standort konzentriert sich auf die Herstellung von Wärmepumpen und thermische Solaranlagen sowie jeweils dazugehörige Zubehöre und Ersatzteile. Darüber hinaus werden Baugruppen für Klimaanlagen hergestellt. Auf Grund des geringen Volumens wurde die Produktion von Öl- und Regenwassertanks im Geschäftsjahr 2023/24 eingestellt. Somit können freiwerdende Produktionsflächen zusätzlich als Kapazitätserweiterung zur Herstellung von Wärmepumpen verwendet werden. Die Konzernmutter Daikin Europe ist der einzige Kunde für die oben genannten Fertigprodukte und vertreibt diese sowohl über eigene Vertriebsgesellschaften als auch über unabhängige Distributoren in ganz Europa. Die Baugruppen für Klimaanlagen werden an europäische Schwesterwerke im Produktionsverbund der Daikin-Gruppe geliefert. Die Firma DMGG ist nicht tarifgebunden und hat einen eigenen Betriebsrat. Im Bereich des Qualitätsmanagements ist DMGG nach der ISO 9001, im Bereich Umwelt und Arbeitssicherheit nach ISO 14001, im Bereich Energiemanagement nach ISO 50001 und im Arbeitsschutz nach ISO 45001 zertifiziert. 1.2 Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsabteilung des Unternehmens ist Teil der europäischen Entwicklungsorganisation der Daikin-Gruppe. Somit sind die Entwicklungsprojekte auch vollumfänglich Teil der übergreifenden Entwicklungsarbeit der Gruppe im Bereich Heiztechnik. Im Zentrum der F&E Aktivitäten standen Neu- und Weiterentwicklungen der Wärmepumpenbaureihen. Die Novellierung der F-Gas Verordnung, auch EU Verordnung Nr. 2024/573 über fluorierte Treibhausgase genannt, ist am 11. März 2024 in Kraft getreten. Verschiedene Kältemittel, die F-Gase sind, werden beispielsweise in Kälteanlagen, Wärmepumpen sowie in Kaltwassersätzen verwendet. Ziel der Verordnung aus 2015 ist der Ausstieg aus F-Gasen, die bei Austreten in die Atmosphäre einen Treibhauseffekt verursachen. Mit der Neufassung wird der Ausstieg beschleunigt und der Einsatzverbot bis 2050 festgesetzt. Hieraus ergibt sich ein Entwicklungsschwerpunkt hinsichtlich der sicheren Verwendung des umweltfreundlicheren Kältemittels R290 (Propan). Die neue Wärmepumpengeneration "Altherma 4" soll im Herbst 2024 mit dem neuen Kältemittel R290 in den Markt eingeführt werden. Weitere Entwicklungsschwerpunkte dieser neuen Wärmepumpen-Baureihe sind Sicherheit (aufgrund des brennbaren Kältemittels R290), höchste Effizienz, einfache Bedienung mit Touchdisplay, geräuscharmer Betrieb sowie ästhetisches Design. Insgesamt arbeiteten im Geschäftsjahr 2023/24 46 Mitarbeiter (Vorjahr 35) im Bereich Forschung und Entwicklung. Die Personalkosten bezogen auf den Umsatz betragen im Geschäftsjahr 2023/24 2,6 % (Vorjahr: 1,6 %). Absolut lagen die Personalkosten im Bereich F&E um Mio. EUR 0,8 (+23,8 %) höher als im Vorjahr bedingt durch den strategischen Personalaufbau. Der höhere prozentuale Anteil im Verhältnis zu den Umsatzerlösen resultiert im Wesentlichen aus dem im Vorjahresvergleich deutlich geringeren Umsatzvolumen. Mit DMGG als Wärmespezialist im Daikin-Konzern wird auch im folgenden Geschäftsjahr ein Fokus auf weiteren Forschungs- und Entwicklungsprojekten liegen. 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Bei Betrachtung der letzten 10 Jahre gab es zwei Jahre mit einer negativen Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) und zwar das Pandemiejahr 2020 und das Jahr 2023. Auf Grund der konjunkturellen Bedingungen in Deutschland wurde im Jahr 2023 eine negative Wachstumsrate von -0,3 %1 erzielt. Dies ist weiterhin auf die hohe Preisinflation 6,0 %2 (Vorjahr: 8,7 %), stark angestiegenen Preise bei den Produktionsmaterialen und Transportkosten (See- und Luftfracht) zurückzuführen. Damit blieb Deutschland unter dem Durchschnitt der Länder im Euroraum von 0,4%1 (Vorjahr: 3,5 %1). Die Entwicklung der europäischen Baubranche ist einer der wesentlichen Einflussfaktoren für die Geschäftstätigkeit. In Europa (EU-27) ist hier die Konjunkturentwicklung auf Grund der gestiegenen Material- und Energiepreise etwas gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Allerdings zeigt sich kein einheitliches Bild. In Deutschland ging die Bautätigkeit um -1,1 %3 zurück, und liegt damit im Euroraum deutlich unter dem Durchschnitt für EU-27 von 1,4 %3. In den für DMGG wichtigen europäischen Märkten haben sich in dem Zeitraum unterschiedliche Änderungen der Bauproduktion ergeben3:
Die Entwicklung des Baugewerbes ist abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, wird aber durch wirtschaftspolitische Maßnahmen (Konjunkturprogramme; Fördermaßnahmen wie Sonderabschreibungen, etc.) beeinflusst. Die seit 1. Januar 2021 in Deutschland eingeführten Förderungen für Wärmepumpen haben den Absatz in 2022 und 2023 positiv beeinflusst. Im Jahr 2022 fanden zwei Wärmepumpengipfel statt, mit der Forderung durch das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz die Produktionskapazitäten auf 500.000 installierte Wärmepumpen pro Jahr zu erhöhen4. Zielvorgabe sind 6 Millionen installierte Wärmepumpen bis 2030 in Deutschland. Der Absatz an Wärmepumpen im Jahr 2023 lag laut BWP (Bundesverband Wärmepumpen e.V.) bei 356.000 Geräten (Vorjahr: 236.000) und somit um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr5. Ein weiterer Einfluss war der geplante Ausstieg aus Gas- und Ölbrennern im neuen Heizungsgesetz vor der Sommerperiode 2023. Das neue Heizungsgesetz (offiziell: Gebäudeenergiegesetz "GEG") wurde auf Grund diverser politischer Debatten in abgeschwächter Form im Oktober 2023 verabschiedet. Ab dem 1. Januar 2024 soll jede eingebaute Heizung zu 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden, um Ressourcen zu schonen, die Treibhausgas-Emissionen stark zu senken und die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffimporten zu erlangen. Jedoch wurde eine Sonderregelung für kommunale Wärmeplanung eingeräumt mit Fristen bis 30. Juni 2026 (>100.000 Einwohner) und 30. Juni 2028 (<100.000 Einwohner). Auch dürfen Öl- und Gasheizungen weiterhin betrieben und repariert werden - es besteht keine Austauschpflicht. Denn es gibt Übergangsfristen von fünf Jahren bzw. bei Gasetagenheizungen von bis zu 13 Jahren, um den Umstieg auf eine Heizung mit 65 % erneuerbarer Energie gut vorbereiten zu können. Weiterhin sind neue Öl- und Gasheizungen erlaubt, wenn diese den Anteil regenerativer Energien nach dem festgelegten Fristenplan einhalten. Durch das neue Gebäudeenergiegesetzt wurde auch die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) angepasst. Ab dem 1. Januar 2024 gelten niedrigere förderfähige Investitionssummen für Wärmepumpen, dafür höhere Zuschüsse. Erhältlich sind Zuschüsse von 30 bis 70 %. Die maximale Förderung 2024 für die 1. Wohneinheit liegt bei TEUR 21 gegenüber TEUR 24 maximale Förderung 2023 je Wohneinheit. Damit ergibt sich eine Absenkung der Förderbeträge. Der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) meldet im 1. Quartal 2024 den stärksten Absatzeinbruch bei Wärmepumpen mit einem Minus von 52 % gegenüber Vorjahresperiode. Das entspricht 46.000 Geräten in absoluten Zahlen im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2023 mit 96.500 Wärmepumpen6. Als CO 2 -arme Heizungslösung sind Wärmepumpen ein wichtiger Wegbereiter für die Umstellung Europas auf erneuerbare Energien. Auch wenn die Geschwindigkeit dieser Umstellung in den einzelnen Ländern aufgrund der jeweiligen Dynamik und Anreizprogramme unterschiedlich ist, so wirken sich doch allgegenwärtige Herausforderungen, wie hohe Inflation und steigende Zinssätze, weiterhin auf die Kaufkraft und das Vertrauen der Verbraucher auf dem gesamten Kontinent aus. Darüber hinaus hat der Rückgang der Gaspreise im Jahr 2023 Gasheizkessel wieder zu einer finanziell attraktiven Option für Hausbesitzer in ganz Europa gemacht. 2.2 Geschäftsverlauf der DMGG Den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen konnte sich DMGG nicht entziehen. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr Mio. EUR 166,9 und verringerte sich somit zum Vorjahr um Mio. EUR 48,8 bzw. 22,6 %. Das hieraus abgeleitete, operative Jahresergebnis (Jahresergebnis vor Steuern) betrug Mio. EUR 7,0 nach Mio. EUR 9,6 im Vorjahr. Die für das Geschäftsjahr 2023/24 geplante Steigerung des Produktions- und Umsatzvolumens um über 50 % und des hieraus abgeleiteten operativen Jahresergebnis, dessen Höhe ebenfalls um mindestens 50 % über dem Niveau des Vorjahres erwartet wurde, konnte somit nicht erreicht werden. Die Planabweichungen resultieren insbesondere aus dem Absatzrückgang im 1. Quartal 2024 sowie in geringerem Maße auch im 4. Quartal 2023 im Geschäftsbereich Wärmepumpen. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren durchschnittlich 568 Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (durchschnittlich 483 Mitarbeiter) resultiert aus der deutlichen Erhöhung der Produktionskapazitäten vor dem Hintergrund der geplanten Erhöhung des Produktionsvolumens. Die Erwartungen, die einen deutlichen Anstieg von bis zu 326 Mitarbeitern vorsahen, wurden damit - in Folge des Rückgangs des Produktions- und Umsatzvolumens - nicht erreicht. Auf die einzelnen Sachverhalte bzw. Hintergründe gehen wir im Folgenden näher ein. 2.2.1. Ertragslage Das aus der starken Verunsicherung auf dem Heizungsmarkt resultierende niedrigere Produktionsvolumen führte zur situativen Anpassung der Produktionskapazitäten. Im zweiten Halbjahr musste die Produktionsauslastung von Dreischichtbetrieb bzw. Dauerschichtbetrieb auf ein Einschichtmodell angepasst werden. Ab Oktober 2023 wurde in ausgewählten Produktionsbereichen die Kurzarbeit eingeführt und sukzessive in alle Fertigungsbereiche ausgedehnt. Die Personalkapazität konnte dem gesunkenen Produktionsbedarf schnell angepasst werden, durch Nichtverlängerung der Leiharbeitskraftverträge. Dadurch konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um Mio. EUR 2,6 resultiert im Wesentlichen aus den folgenden Effekten: • Der Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) erhöhte sich um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 63,3. Die Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung) lag mit 62,0 % deutlich unter dem Vorjahr (71,4 %). Dabei ist jedoch anzumerken, dass das Vorjahr durch erhebliche Materialpreissteigerungen, anhaltende Lieferkettenprobleme in der Materialbeschaffung sowie gestiegene Energiepreise stark beeinflusst war. • Von dem deutlichen Anstieg der Personalkosten um Mio. EUR 5,5 entfallen ca. Mio. EUR 2,9 auf die Haustariferhöhung und die vereinbarte Inflationsausgleichsprämie. Der Personalstand im April 2023 war der höchste Stand in der Geschichte von DMGG. In der Planung hatten wir weiteres Wachstum erwartet. Durch den Rückgang der Auftragseingänge musste jedoch der Personalbestand reduziert werden, vorwiegend in der Produktion, aber auch in den indirekten Bereichen, um die Produktionskapazitäten an den Bedarf anzupassen. Die Einführung von Kurzarbeit dämpfte die Auswirkungen, konnte jedoch nicht alle Aufwendungen decken, da über den Haustarifvertrag eine Zusage zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds auf 90 % vereinbart wurde. Die anteiligen Personalkosten erhöhten sich insgesamt von 14,0 % im Vorjahr auf 21,4 % der Gesamtleistung in 2023/24. • Die Abschreibungen sind im laufenden Geschäftsjahr um Mio. EUR 0,8 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies rührt daher, dass DMGG in den letzten zwei Jahren intensive Investitionen in die Erweiterung der Produktionsflächen und -kapazitäten, sowie die Modernisierung von Produktionsmaschinen und Gebäude investierte. Des Weiteren sind auch Investitionen in neue Werkzeuge und Vorrichtungen für die neue Wärmepumpengeneration "Altherma 4" notwendig. • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um Mio. EUR 3,4 bzw. 16,5 % nur unterproportional zur Gesamtleistung gesenkt werden. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem teilweisen Fixkostencharakter der Aufwendungen. In Relation zur Gesamtleistung sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen somit von 9,5 % im Vorjahr auf 10,3 % im Geschäftsjahr 2023/24 leicht angestiegen. • Ferner stiegen die Zinsaufwendungen aufgrund des höheren Zinsniveaus als auch der höheren Cash-Pool-Verbindlichkeiten um Mio. EUR 1,4. 2.2.2. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die mit der Daikin Europe Coordination Center N.V., Brüssel/Belgien bestehende Cash-Pooling-Vereinbarung mit einem Limit von aktuell Mio. EUR 65,0 mittelfristig gesichert. Zum Bilanzstichtag bestand eine Cash-Pool-Verbindlichkeit von Mio. EUR 52,3. Wir gehen aufgrund der soliden finanziellen Konzernverhältnisse unverändert davon aus, dass die Finanzierung über die Konzernmutter gesichert ist. Somit verfügt die Gesellschaft jederzeit über ausreichende Liquidität. Zum Bilanzstichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Derzeit ist keine Aufnahme von langfristigem Fremdkapital vorgesehen. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023/24 betrugen Mio. EUR 13,9, davon Mio. EUR 8,2 Anlagen im Bau. Neben dem laufenden Ersatz vorhandener Einrichtungsgegenstände war der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit die Anschaffung neuer Produktionseinrichtungen mit höherer Effizienz, um die Fertigungskapazitäten zu erhöhen. Weiter lag der Fokus bei der Erweiterung der Laborräume und der technischen Testanlagen. Die Erhöhung der Anlagen im Bau im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 5,8 resultiert vorwiegend aus der Anschaffung von Produktionseinrichtungen und -anlagen sowie ein neuer Gebäudeanbau zur Schaffung zusätzlicher Produktionsflächen. 2.2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag Mio. EUR 98,5 nach Mio. EUR 95,8 im Vorjahr; dies entspricht einem Anstieg von Mio. EUR 2,7. Das Anlagevermögen hat sich dabei um Mio. EUR 10,5 erhöht. Aufgrund des verminderten Produktionsvolumens sind die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen von Mio. EUR 35,7 um Mio. EUR 10,5 auf Mio. EUR 25,2 gesunken. Das Vorratsvermögen hat sich leicht um Mio. EUR 1,8 auf Mio. EUR 27,8 erhöht. Auf der Passivseite stiegen insbesondere die in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthaltenen Cash-Pool-Verbindlichkeiten um Mio. EUR 17,2 sowie die Steuerrückstellungen um Mio. EUR 1,9. Gegenläufig haben sich insbesondere aufgrund der aktuell verminderten Produktionsauslastung die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inkl. verbundene Unternehmen) um Mio. EUR 19,5 sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um Mio. EUR 2,2 vermindert. Das Eigenkapital erhöhte sich um Mio. EUR 5,1, was dem Jahresüberschuss des Berichtsjahres entspricht. Eine Dividendenausschüttung erfolgte im Geschäftsjahr 2023/24 nicht. Die Erhöhung des Eigenkapitals spiegelt sich in der Eigenkapitalquote des Unternehmens wider, die sich auf rd. 27,0 % (Vorjahr: 22,4 %) erhöht. Insgesamt betrachten wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als stabil. 3 Erklärung zur Unternehmensführung Die Gesellschaft überschreitet im Berichtsjahr mit durchschnittlich 568 (Vorjahr: 483) Mitarbeitern erstmals die Grenze von 500 Mitarbeitern; zum Bilanzstichtag waren 547 Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage - insb. im Geschäftsbereich Wärmepumpen - und dem Wegfall der Möglichkeit von Kurzarbeit gehen wir davon aus, dass bereits im laufenden Geschäftsjahr 2024/25 die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 500 wieder unterschritten wird. Vor diesem Hintergrund wurden zur Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst (FührposGleichberG) noch keine Beschlüsse gefasst, die Thematik wird jedoch fortlaufend beobachtet und ggf. werden im Rahmen der nächsten Gesellschafterversammlung entsprechende Beschlüsse gefasst, sofern sich die wirtschaftliche Lage stabilisiert. 4 Prognosebericht Das ifo Institut hat in seiner Pressemitteilung vom 6. März 2024 ein Wachstum von 0,2 % für 2024 und von 1,5 % für 2025 prognostiziert. Die Frühindikatoren geben keinen Hinweis auf eine konjunkturelle Trendwende. Das Ifo Institut nennt hier die Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, einen geringen Auftragsbestand, hohen Krankenstand und andauernde Streiks. Positiv ist die Prognose hinsichtlich der sinkenden Inflationsrate von durchschnittlich 5,9 % in 2023 auf 2,3 % in 2024 und 1,6 % in 2025. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für den Verbraucher günstiger. Hiervon dürften die Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Der Markt für Heizungsmodernisierung ist aktuell geprägt von einer tiefen Verunsicherung der Verbraucher. Die langwierige öffentliche und politische Debatte bis zum aktuellen GEG und der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Förderung der Gebäudewärme hat einen Vertrauensverlust bei der Bevölkerung nach sich gezogen. Für den Neubau ist die Wärmepumpentechnologie der gesetzte Standard. Im Neubaugeschäft befindet sich die Baukonjunktur in einer schwierigen Phase. Laut Statistischen Bundesamt sind in 2023 294.400 Wohnungen fertiggestellt worden, das sind 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr7. Das ursprüngliche Ziel der Regierung lag bei 400.000 Wohnungen. Das Bauen ist aufgrund des Anstiegs der Kreditzinsen und der Baukosten in den vergangenen zwei Jahre sehr viel teurer geworden. Das wird die Kaufkraft als auch die Investitionsbereitschaft senken. Als Indikatoren für die zukünftige Entwicklung können die Wohnungsbaugenehmigungen herangezogen werden. Die Zahl der neuen Genehmigungen lag in 2023 um ein Viertel niedriger bei 260.100 Wohnungen und damit auf den niedrigsten Stand seit 20128. Laut Statistischen Bundesamt dauert es zwei Jahre7 zwischen einer Genehmigung und dem tatsächlichen Bau einer Wohnung oder eines Hauses, d.h. die geschrumpfte Zahl der Genehmigungen wird ab 2024 Auswirkungen auf die Bautätigkeit haben. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25 ist auf Grund der genannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gedämpft. Für Details wird auf die Erläuterungen zur Unternehmenssteuerung im nachfolgenden Abschnitt verwiesen. Für die kommenden Jahre ist eine Wachstumsplanung wie bisher sehr schwierig. Der Wärmepumpenmarkt befindet sich in einer Konsolidierungsphase, d.h. die Anstrengungen hinsichtlich Kostenführerschaft müssen weiter intensiviert werden. Ein weiterer Fokuspunkt liegt weiterhin auf der Sicherstellung der Lieferfähigkeit und einer hohen Produktqualität. 5 Chancen- und Risikobericht, Finanzinstrumente, Unternehmenssteuerung Aus den weiteren gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklungen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Das Risikomanagement der Firma beruht seit Eintritt in den Daikin-Konzern auf der Analyse monatlicher Plan-Ist-Abweichungen im Rahmen der monatlichen Berichterstattung. Dies ermöglicht es, erforderliche Anpassungsmaßnahmen zeitnah einleiten zu können. Das interne Kontrollsystem basiert auf den japanischen J-SOX Richtlinien. Eine quartalsweise durchgeführte Risikoerfassung und Risikobewertung ist implementiert. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle und sonstige Risiken jeder Art. Mit einem quartalsweisen Risk Assessment werden alle wesentlichen Risiken über das Management Team erfasst. Ergänzend gibt es eine detaillierte Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit aller Rechtsfälle. Wesentliche Chancen und Risiken DMGG ist sehr stark von der allgemeinen Baukonjunktur in Europa abhängig. Chancen ergeben sich hierbei für die Gesellschaft durch die Positionierung der Produkte im Neubau- und Renovierungsgeschäft. Bedingt durch starke Abhängigkeit der Heiztechnikbranche von teilweise volatilen Förderbedingungen in Einzelmärkten können sich jederzeit Verschiebungen zu Gunsten oder Lasten einzelner Produktgruppen ergeben. Eine Vergrößerung des Produktportfolios an Wärmepumpen durch Neuentwicklungen und die Verlagerung weiterer Produktgruppen wirkt dieser Abhängigkeit entgegen. Aus der Geschäftstätigkeit im produzierenden Gewerbe besteht ein allgemeines technisches Risiko. Diesem Risiko entgegnen wir mit einem entsprechenden Qualitätsmanagement und insbesondere Prüfzyklen im Rahmen der Neueinführung von Produkten. Für Gewährleistungsansprüche bestehen ausreichende Rückstellungen. Wesentliche Finanzinstrumente von DMGG sind die konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die konzerninterne Finanzierung durch den Cash-Pool. Die Gesellschaft setzt keine derivativen Finanzinstrumente ein. Da es sich bei den konzerninternen Forderungen ausschließlich um solche in EUR handelt bestehen keine Risiken (Preisänderung-, Ausfall-, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen). Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten bestehen nicht; Fremdwährungspositionen sind vernachlässigbar. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch die bestehende konzerninterne Cash-Pooling-Vereinbarung gesichert. Wir gehen aufgrund der soliden finanziellen Konzernverhältnisse unverändert davon aus, dass diese jährlich vereinbarte Kreditlinie entsprechend den Bedarfen der DMGG weiterhin verlängert wird und uns somit auch mittel- und langfristig zur Verfügung steht. Nennenswerte Zinsänderungsrisiken sind auf Grund der variablen Verzinsung nicht vorhanden. Insgesamt ist die Gesellschaft derzeit keinen größeren Preisänderungs-, Ausfall-, Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt. Unternehmenssteuerung (finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren) Die wesentliche Kennzahl (finanzieller Leistungsindikator) für das Management ist die Höhe des operativen Ergebnisses. Durch die vollständige Eingliederung in den europäischen Produktionsverbund von Daikin wird das Ergebnis im Wesentlichen von der Höhe des Produktionsvolumens bestimmt und leitet sich aus der Daikin-Transferpreisrichtlinie ab. Verglichen mit dem operativen Ergebnis des Geschäftsjahres 2023/24 von Mio. EUR 7,0 (Jahresergebnis vor Steuern) haben wir für das Geschäftsjahr 2024/25 vorsichtig mit einem Produktions- und Umsatzvolumens auf gleichem Niveau geplant. Aufgrund der aktuellen Marktsituation wird das geplante Produktions- und Umsatzvolumen voraussichtlich jedoch um circa ein Drittel - im Vergleich zum Vorjahr - unterschritten. Dennoch gehen wir von einem positiven operativen Jahresergebnis aus, dessen Höhe mit einem Wert im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet wird. Eine weitere Kennzahl für die Unternehmensteuerung durch das Management ist die Anzahl der Mitarbeiter (nichtfinanzieller Leistungsindikator), da diese die Basis für neue Entwicklungen/Innovationen und Wachstum durch den Ausbau der Produktionskapazitäten darstellen. Im Geschäftsjahr 2023/24 waren durchschnittlich 568 Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (durchschnittlich 483 Mitarbeiter) resultiert aus der geplanten deutlichen Erhöhung der Produktionskapazitäten. Im Gegenzug wurden die Leiharbeitsverträge im Laufe des Geschäftsjahres 2023/24 von 186 Verträge auf nur einen Vertrag reduziert. Im Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir eine Reduzierung der Mitarbeiterzahlen, aufgrund der Anpassung auf das geringere Produktions- und Umsatzvolumen. Sollte sich der Markt gegen den Trend positiv entwickeln, sind wir durch unsere Personalpolitik in der Lage dies gut zu bewältigen.
Güglingen, 23. August 2024 Daikin Manufacturing Germany GmbH Die Geschäftsführung Norihito Fukui, Geschäftsführer Martin Krutz, Geschäftsführer 1 Quelle: Eurostat; Wachstumsrate des realen BIP - Volumen - online data code: TEC00115 2 Quelle: Eurostat; HVPI - Inflationsrate - online data code: TEC00118 3 Quelle: Eurostat; Produktion im Baugewerbe - jährliche Daten - online data code: STS_COPR_A 4 Quelle: BMWK, Pressemitteilung vom 29. Juni 2022: "Breites Bündnis will mindestens 500.000 neue Wärmepumpen pro Jahr" 5 Absatzzahlen | Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V. (waermepumpe.de) 6 Quelle: BDH, Pressemitteilung vom 2. Mai 2024: "Heizungen: Absatz bricht im ersten Quartal 2024 ein" 7 Quelle: Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung vom 23. Mai 2024: "0,3 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2023" 8 Quelle: Statistischen Bundesamt, Pressemitteilung vom 29. Februar 2024: "26,6 % weniger Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2023" BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen, ist eingetragen in das Handelsgericht B beim Amtsgericht Stuttgart (HRB 320157). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des GmbHG aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind unverändert gegenüber dem Vorjahr. Als verbundene Unternehmen werden Unternehmen angesehen, die über den Daikin-Konzern (Daikin Industries Ltd., Osaka/Japan) in den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen einzubeziehen sind. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibung vermindert. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene fertigungsbedingte Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände pro rata temporis und linear vorgenommen. Soweit dauerhafte Wertminderungen vorliegen, wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Für die Ermittlung der Abschreibungen wurden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern angesetzt:
Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu durchschnittlichen, gewichteten, Einstandspreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten der Fertigung auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene fertigungsbedingte Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Zinsen für Fremdkapital werden nicht angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken wurde durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt auf der Basis versicherungsmathematischer Grundsätze unter Anwendung der PUC-Methode (Projected-Unit-Credit-Method) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Als Parameter wurden ein Zinssatz von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.) und ein Rententrend von 1,5 % p.a. (Vorjahr: 1,5 % p.a.) angesetzt. Ein Gehaltstrend wird nicht berücksichtigt, da sich die Pensionszusagen auf festgelegte Betragszusagen beziehen. Die Pensionszusagen wurden ferner in Hinblick auf eine Altersrente ab dem 65. Lebensjahr berechnet. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungssatzes werden unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Bewertung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfassen die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Erfüllungsrückstand und Aufstockungsbetrag werden als Barwert mit einem Rechnungszins von 1,08 % p.a. (Vorjahr: 0,66 % p.a.) unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Die durchschnittliche Restlaufzeit beträgt 1,91 Jahre (Vorjahr: 2,66 Jahre). Vorhandenes Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dient (Altersteilzeit), wird gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB mit den Rückstellungen saldiert. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Auf- bzw. Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr wurden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung erfasst. Positionen, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Längerfristige Fremdwährungspositionen bestehen unverändert nicht. Latente Steuern Für die Gesellschaft ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden für Pensionsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen aktive latente Steuern. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt aufgrund der Ausübung des dafür bestehenden Aktivierungswahlrechts. Der kombinierte Ertragssteuersatz belief sich zum Stichtag 31. März 2024 auf 27,4 %. III. Erläuterungen zur Bilanz Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Forderungen In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind wie im Vorjahr keine Beträge mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit TEUR 25.159 (Vorjahr: 35.738) aus Lieferungen und Leistungen. Diese enthalten in Höhe von TEUR 24.524 (Vorjahr: TEUR 32.810) Forderungen gegen Gesellschafter. Rückstellungen Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde die Rückstellung für Altersteilzeit mit dem bestehenden Planvermögen per 31. März 2024 verrechnet.
Durch die Zinssatzänderung von Sieben-Jahres-Durchschnitt auf Zehn-Jahres-Durchschnitt bei den Pensionen resultiert gemäß § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschiedsbetrag von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 55). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen des Personalbereichs und Gewährleistungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 1.161 (Vorjahr: TEUR 7.454) aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 52.343 (Vorjahr: TEUR 35.145) aus Cash-Pool-Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen mit TEUR 841 (Vorjahr: TEUR 6.315) den Gesellschafter. Im Rahmen der Cash-Pool-Vereinbarung mit der Daikin Europe Coordination Center N.V., Brüssel/Belgien, steht der Gesellschaft aktuell eine Kreditlinie über TEUR 65.000 kurzfristig zur Verfügung. Ausschüttungsgesperrte Beträge Es besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB (Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellungen, die sich aus dem Ansatz des zehnjährigen Marktzinssatzes im Vergleich zum siebenjährigen Marktzinssatz ergibt) von TEUR 7. Diese ist jedoch durch den frei verfügbaren Gewinnvortrag abgedeckt. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 20), diese betreffen ausschließlich Mietkautionen. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird als sehr gering eingestuft. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 1.653 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen; davon TEUR 759 mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, mit TEUR 809 von einem bis fünf Jahren und mit TEUR 85 über fünf Jahren. Diese Miet- und Leasingverträge wurden abgeschlossen, um keine eigenen Ressourcen aufbauen zu müssen und um ein Verwertungsrisiko zu vermeiden. Nennenswerte Chancen und/oder Risiken bestehen nicht. Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Das Bestellobligo für Wareneinkäufe liegt im üblichen Bereich und beträgt rd. Mio. EUR 69,2, davon gegenüber verbundenen Unternehmen rd. Mio. EUR 0,8. Das Bestellobligo aus Investitionen beläuft sich auf rd. Mio. EUR 7,0. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 166,9 (Vorjahr: Mio. EUR 215,6) resultieren nahezu ausschließlich aus konzerninternen Lieferungen an die Gesellschafterin bzw. andere Schwestergesellschaften. Nach Produktgruppen verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 315) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr ist ein Ertrag aus Ansprüchen auf Grund beantragter Forschungszulagen in Höhe von TEUR 792 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Im Vorjahr beinhalteten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 550 Erträge aus Ansprüchen gegenüber der Versicherung in Gewährleistungsangelegenheiten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten - wie im Vorjahr - keine nennenswerten aperiodischen Bestandteile. In Höhe von TEUR 446 enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen Aufwand aus der Ausbuchung von Vorauszahlungen für eine Maschine, für die aufgrund der Insolvenz des Lieferanten nicht mehr mit einer Leistungserbringung zu rechnen ist. Gewinne (TEUR 88, Vorjahr: TEUR 212) und Verluste (TEUR 53, Vorjahr: TEUR 119) aus der Fremdwährungsumrechnung sind vernachlässigbar, da nahezu alle Transaktionen in Euro erfolgen. V. Sonstige Angaben Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs bzw. zum aktuellen Zeitpunkt wurden bzw. werden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Erster Geschäftsführer: Norihito Fukui, Bietigheim-Bissingen, Geschäftsführer/Managing Director Weitere Geschäftsführer: Filip De Graeve, Zwevezele/Belgien, Geschäftsführer/ Managing Director (bis 31.Dezember 2023) Martin Krutz, Gießhübl/Österreich, Geschäftsführer/Managing Director (ab 1. Januar 2024) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird mit Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen von TEUR 1.552 (Vorjahr: TEUR 1.619) gebildet. Die Gesamtbezüge an frühere Mitglieder der Geschäftsführung bzw. deren Hinterbliebene (Rentenzahlungen) betrugen TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 90). Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während der letzten 12 Monate im Unternehmen durchschnittlich beschäftigt:
Mutterunternehmen Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von DAIKIN Europe N.V., Oostende/Belgien, gehalten. Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen der Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Daikin Industries Ltd., Osaka/Japan. Der Konzernabschluss wird in Tokio/Japan offengelegt. Er kann über das Electronic Disclosure for Investors ́ NET work (EDINET) der japanischen Financial Services Agency unter EO 1570 abgerufen werden. Mutterunternehmen der Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Daikin Europe N.V., Oostende/Belgien. Der Konzernabschluss wird in Brüssel/Belgien offengelegt. Er kann auf der Webseite der Belgischen Nationalbank eingesehen werden. Sonstige Angaben Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr TEUR 65 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, sind nicht eingetreten.
Güglingen, 23. August 2024 Daikin Manufacturing Germany GmbH Die Geschäftsführung Norihito Fukui, Geschäftsführer Martin Krutz, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der der Daikin Manufacturing Germany GmbH, Güglingen, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23. August 2024 Deloitte
GmbH
Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer Katja Rastetter, Wirtschaftsprüfer |
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