Swisslog (Deutschland) GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeanette Walter seit 19.3.2026 | Prokura |
Markus Kirchhoff seit 14.8.2025 | Prokura |
Maximilian Schmid seit 1.7.2024 | Prokura |
Stefan Kuppelwieser seit 1.7.2024 | Prokura |
Sascha Bennewitz seit 7.12.2023 | Prokura |
Roland Oster seit 7.3.2022 | Prokura |
Heino Heitplatz seit 18.3.2020 | Prokura |
Markus Stefan Dr. Kuhn seit 5.10.2017 | Prokura |
Gerd Jennissen seit 23.4.2007 | Geschäftsführer |
Dietmar Johannes Halterbeck seit 21.10.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Swisslog AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Swisslog GmbHDortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2019Die Swisslog GmbH, eingetragen unter der Handelsregisternummer 13397 am Amtsgericht Dortmund, ist gemäß § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Alleinige Gesellschafterin ist die Swisslog (Deutschland) GmbH, Dortmund. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften sowie der ergänzenden Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert (Nutzungsdauer 3 bis 5 Jahre). Die fortgesetzte planmäßige Abschreibung des aktivierten Firmenwertes über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren basiert auf der Schätzung der Gesellschaft. Die Schätzung erfolgt auf Basis der voraussichtlichen Länge der Lebenszyklen der Produkte der verschmolzenen Gesellschaft Swisslog Automation GmbH sowie der Einschätzung zu Stabilität und Bestandsdauer der Produkte in der Branche. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert (Nutzungsdauer 1 bis 13 Jahre). Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Netto-Einzelwert von weniger als 800,00 € werden im Geschäftsjahr des Zugangs vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Unter Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung wurden unfertige Erzeugnisse und Leistungen mit Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, umfassen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Diese wurden mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen werden nach kaufmännischem Ermessen einzelwertberichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Das Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern wurde nicht ausgeübt. 2. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, weil Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen wie technische Mängel, wirtschaftliche Überholung, geänderte Fertigungsverfahren oder ein geändertes Fertigungsprogramm nicht vorlagen. Im Rahmen der Verschmelzung der Swisslog Automation GmbH wurde ein Firmenwert am 01.01.2017 i.H.v. 717,5 T€ übernommen und planmäßig über 5 Jahre weiter abgeschrieben. Die fortgesetzte planmäßige Abschreibung des aktivierten Firmenwertes über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren basiert auf der Schätzung der Gesellschaft. Die Schätzung erfolgt auf Basis der voraussichtlichen Länge der Lebenszyklen der Produkte der verschmolzenen Gesellschaft Swisslog Automation GmbH sowie der Einschätzung zu Stabilität und Bestandsdauer der Produkte in der Branche. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden verbraucht (Vj. 15 T€), da Lagerbestände in Projekten verwendet wurden. Der Lagerbestand an Handelswaren wurde aufgebaut und beläuft sich zum Stichtag auf 891 T€ (Vj. 0 T€). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 74.533 T€ (Vj. 24.540 T€) beinhalten in Höhe von 70.940 T€ (Vj. 22.003 T€) Forderungen aus Cash Pool, in Höhe von 1.278 T€ (Vj. 753 T€) Forderungen aus Verlustübernahme sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beträgt weniger als ein Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Swisslog (Deutschland) GmbH, Dortmund unverändert. Rückstellungen Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen betreffen Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen, Nachlaufleistungen, Boni, Überstunden, Gleitzeit und noch nicht genommenen Urlaub. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 22.187 T€ (Vj. 2.763 T€). Davon entfallen 19.800 T€ auf Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin Swisslog (Deutschland) GmbH aus einem in 2019 ausgegebenen Darlehen. Der Rest entfällt auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 4.332 T€ (Vj. 409 T€), wovon 4.247 T€ (Vj. 308 T€) auf Steuerverbindlichkeiten entfallen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse, welche nicht auf der Passivseite der Bilanz enthalten sind. Die Gesellschaft hat keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB weder gegenüber verbundenen Unternehmen noch gegenüber Dritten. Es werden Bürgschaften insbesondere für Anzahlungen ausgestellt, welche aber nicht auf die Gesellschaft lauten, sondern auf Kreditinstitute, sowie Konzernbürgschaften ausgegeben von der KUKA AG. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingverhältnissen bestehen folgende Verpflichtungen in den folgenden Geschäftsjahren (in T€):
Die Restlaufzeit der Leasingverträge beläuft sich auf 1 bis 36 Monate. Die Mietverträge laufen noch 1 bis 3 Jahre. Die Gesellschaft hat bewegliches und unbewegliches Anlagevermögen gemietet bzw. geleast, um die eigene Liquidität zu erhalten und kalkulierbare Zahlungsströme zu gewährleisten. Das Bestellobligo betrug am Abschlussstichtag 37.233 T€ (Vj. 52.546 T€). Derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaften des KUKA-Konzerns sind im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Die Absicherung gegen diese Risiken erfolgt durch marktübliche Instrumente wie Devisentermingeschäfte und Non-Deliverable-Forwards in Form von OTC-Geschäften. Einheitliche Konzernrichtlinien regeln die Abwicklung der Geschäfte unter strenger Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle. Zur Absicherung des Währungsänderungsrisikos zielt die Kurssicherungsstrategie auf eine generelle Absicherung von Fremdwährungsbeträgen. Die Bewertung bei Abschluss und die entsprechende Folgebewertung derivativer Finanzinstrumente durch die KUKA Aktiengesellschaft bei Banken erfolgt größtenteils für inländische Konzerngesellschaften nach der Mark-to-Market Methode und steht in direktem Zusammenhang mit der Herstellung oder dem Verkauf der Produkte und Dienstleistungen. Dabei werden die von der KUKA Aktiengesellschaft erreichten Banken- und Sicherungskonditionen unverändert an die Gesellschaften intern weitergegeben. Für Devisentermingeschäfte, welche zum Bilanzstichtag einen negativen beizulegenden Zeitwert innerhalb einer Währung aufweisen, wurden im Berichtsjahr keine Rückstellungen gebildet, da diese nicht bestanden. Positive beizulegende Zeitwerte innerhalb einer Währung bleiben entsprechend dem Imparitätsprinzip außer Ansatz. Für die Swisslog GmbH bestehen zum 31.12.2019 folgende nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente:
Ziel ist ausdrücklich nicht die Erzielung eines Überschusses, sondern die Absicherung gegen das Verlustrisiko aus Schwankungen. Die Risiken aus den Finanzderivaten werden angemessen dargestellt. 3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind von 58,5 Mio. € auf 61,0 Mio. € gestiegen. In den Kerngeschäften "Neuanlagen" (NB) wurden 22,9 Mio. € (Vj. 42,6 Mio. €), im "Customer Service" (CS) 31,7 Mio. € (Vj. 11,8 Mio. €) und im Bereich "Technologie Center" (TC) 6,4 Mio. € (Vj. 4,1 Mio. €) realisiert. Geographisch verteilen sich die Umsätze wie folgt:
Im Jahresabschluss 2018 wurden vier Projekte nicht zutreffend nicht als Umsatz ausgewiesen, obwohl die Abnahme durch den Kunden vorlag. Diese Projekte wurden als Bestandsveränderung ausgewiesen. Der Effekt für das Jahr 2018 war ein um 14,7 Mio. € zu geringer Umsatz und ein um 15,7 Mio. € zu hoher Vorratsbestand. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung war um 1,0 Mio. € zu hoch ausgewiesen. Die Korrektur erfolgte in laufender Rechnung. Bestandsveränderung Der Bestandveränderungen sind weiterhin positiv, der Anstieg ist jedoch von 51,8 Mio. € auf 45,9 Mio. € zurückgegangen und resultiert wie im Vorjahr aus langfristigen Großprojekten mit Restlaufzeiten zwischen 1 bis 3 Jahren. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren und Leistungen Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren und Leistungen sind von 80,3 Mio. € auf 73,8 Mio. € gesunken. Personalaufwand und Mitarbeiter Der Personalaufwand ist entsprechend dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl von 16,8 Mio. € auf 20,6 Mio. € angestiegen. Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende und ohne Geschäftsführer) betrug 231 Personen und teilt sich wie folgt auf:
Abschreibungen Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Diese beinhaltet unter anderem die Abschreibung auf den Geschäftswert, der ehemaligen Swisslog Automation GmbH, die 2017 auf die Swisslog GmbH verschmolzen wurde. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 13,2 Mio. € (Vj. 13,3 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungseffekten von 0,1 Mio. € enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Aufwendungen Das Zinsergebnis betrug im Vorjahr -202 T€. Im Berichtsjahr besteht ein Zinsergebnis von -173 T€. Dieses setzt sich im Wesentlichen aus Zins und Bürgschaftskosten i.H.v. 301 T€, sowie Zinsertrag i.H.v. 129 T€ zusammen. Steuern Durch die steuerliche Organschaft mit der Swisslog (Deutschland) GmbH fallen keine Ertragsteuern an. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Zum Bilanzstichtag ergaben sich keine passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuerüberhänge werden nicht angesetzt. Erträge aus Verlustübernahme Aufgrund des für das Geschäftsjahr 2019 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft wird der entstandene Verlust in Höhe von 1.277.920,02 € von dieser übernommen. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr: • Herr Dipl.-Ing. Gerd Jennissen, Bochum, Bereich Customer Support und Central Services • Herr Dipl.-Ing. Heinz Ennen, Ibbenbüren, Bereich NB Sales Herr Dipl.-Ing. Gerd Jennissen und Herr Dipl.-Ing. Heinz Ennen üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Seit dem 01. Juli 2020 Geschäftsführer, der seine Tätigkeit hauptberuflich ausübt: • Herr Dr.-Ing. Martin Thomaier, Riedstadt, Bereich Technology Center Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzern Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KUKA AG, Augsburg zum 31.12.2019 einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der KUKA AG erhältlich. Der Abschluss der KUKA AG wird in den Konzernabschluss der Midea Group Co Ltd mit Sitz in Foshan China einbezogen (größter Konzernkreis). Nachtragsbericht Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus Epidemie). Laut Schätzung der EU Kommission im November 2020 wird erwartet, dass die deutsche Wirtschaft gegenüber 2019 um ca. 5,6% sinken wird. Die Gesellschaft hat auf Basis der aktuellen Kenntnisstände die möglichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung bewertet und die Auswirkungen in der aktuellen Prognose berücksichtigt. Es ist von geringerem Volumen im Bereich Kerngeschäft "Neuanlagen" auszugehen. Verspätete Auftragseingänge führen zu geringerer Umsatzrealisierung und Auslastung. Die Gesellschaft hat die folgenden Maßnahmen zur Eindämmung des Effektes gestartet:
Die Einschätzungen zum Verlauf der Coronavirus-Pandemie sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, so dass die tatsächliche Entwicklung der Ertragslage von der Prognose signifikant abweichen kann. Durch den Ausbruch des Virus ergeben sich für den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum 31. Dezember 2019 keine Auswirkungen. Weitere wesentliche berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag lagen nicht vor.
Dortmund, den 17.12.2020 Swisslog GmbH Die Geschäftsführung Dipl.Ing. Gerd Jenissen Dipl.-Ing. Heinz Ennen Dr.-Ing. Martin Thomaier Entwicklung des Anlagevermögens
LAGEBERICHTDER SWISSLOG GMBH, DORTMUND1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Im Geschäftsjahr 2019 zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Situation in dem für unsere Gesellschaft relevanten deutschen und europäischen Logistiksystem-Markt als weiterhin attraktiv. Da der gesamte industrielle Investitionsgüterbereich und insbesondere die Logistik zu den spätzyklischen Wirtschaftsbereichen zählen, sind leichte Veränderungen nur bedingt für die Gesellschaft zu spüren. Auch in 2019 setzte sich der für die Gesellschaft positive und nachhaltige Trend fort, dass die Optimierung der logistischen Prozesse sowie der effiziente Systembetrieb und -unterhalt gerade für Betreiber komplexer logistischer Anlagen in guten wie in schwierigen Zeiten einen hohen Stellenwert einnehmen. Treiber ist das Potenzial für Kostensenkungen, Anforderungen an eine hohe Verfügbarkeit und ständig steigende Qualitätsansprüche an die Geschäftsprozesse. Hieran partizipiert die Gesellschaft mit den Kerngeschäftsfeldern Logistik-Gesamtanlagen, Logistik-Software, System Modernisierung, Umbauten, Systembetrieb und allgemeiner Service in ausgeprägtem Maße. Dies gilt für neu akquirierte Kunden genauso wie für langjährige Bestandskunden sowie für die hinzu gewonnenen Kunden mit Bestandsanlagen fremder Hersteller. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres 2019 Die Swisslog GmbH konnte im Berichtsjahr ein moderates Wachstum sowohl auf der Umsatzseite als auch der personellen Seite erzielen. Die organisatorischen als auch strategischen Änderungen haben innerhalb der Gesellschaft die Regionsstruktur Central Europe weiter gestärkt. Darüber hinaus hat die Swisslog-Gruppe in Zusammenarbeit mit der KUKA AG die Stärkung des Bereichs Technology Center am Standort Dortmund fortgesetzt. Mit dem Ausbau des Standorts in Dortmund setzt die Swisslog-Gruppe auf eine nachhaltige Wachstumsstrategie. Innerhalb der Division Swisslog wird der Standort Dortmund zukünftig von besonderer Bedeutung sein. Mit dem Ausbau wird Know-how gebündelt und unsere Kompetenz und Leistungsfähigkeit insbesondere im Leichtgut- & Robotics-Bereich gestärkt. Mit diesen Voraussetzungen ist das Kerngeschäft unverändert die Entwicklung neuer technischer Lösungen für den Swisslog Konzern und das Projektgeschäft mit eigenen Produkten. Neue Auftragseingänge im Geschäftsbereich "Neuanlagen" werden weiterhin in Kooperation der beiden Länderorganisationen Swisslog AG, Schweiz und Swisslog GmbH, Deutschland realisiert. Im Geschäftsbereich "Customer Service" der Gesellschaft (Kundendienst) werden unseren Kunden optimierte Dienstleistungen und Produkte angeboten. 2. Absatzentwicklung, Auftragslage und Ertragslage in 2019 Neben den für uns wesentlichen finanziellen Steuerungsgrößen Auftragseingang, Umsatzerlöse und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme liegt ein wesentlicher Schwerpunkt im Ausbau und der Optimierung der Kundenbeziehungen. Letzteres wollen wir mit der Nähe zum Kunden und zum Markt sowie bestmöglicher Qualität unserer Produkte und Services erreichen. Dieses wiederum messen und überwachen wir mit der Produktivität, unseren Servicestandards und Kundenzufriedenheitsbefragungen. Besonderer Wert wurde und wird auf die Qualifizierung der Mitarbeiter gelegt. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, um den fortschreitenden Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Die Umsatzerlöse sind von EUR 58,5 Mio. auf EUR 61,0 Mio gestiegen. In den Kerngeschäften "Neuanlagen" wurden EUR 22,9 Mio. (Vj. EUR 42,6 Mio.) im Bereich "Customer Service" EUR 31,7 Mio. (Vj. EUR 11,8 Mio.) realisiert. Der Bereich "Technology Center" hat im Berichtsjahr einen Umsatz von EUR 6,4 Mio. (Vj. EUR 4,1 Mio.) realisiert. Der gesunkene Umsatz im Bereich "Neuanlagen" resultiert aus länger laufenden Projekten, die erst in Folgejahren abgerechnet werden. Der Anstieg im Bereich "Customer Service" ist insbesondere aufgrund der durchgeführten Wartungen für in den letzten Jahren abgewickelten Projekten deutlich gestiegen. Aufgrund des erhöhten Auftragseinganges im Vorjahr hat sich der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um EUR 45,9 Mio (Vj. EUR 51,8 Mio.) erhöht. Der Materialaufwand ist von EUR 80,3 Mio. auf EUR 73,8 Mio. gesunken. Der Personalaufwand ist mit EUR 20,6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr (EUR 16,8 Mio.) gestiegen. Dies korrespondiert mit dem erhöhten Personalbestand. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr investitionsbedingt leicht auf EUR 0,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit EUR 13,3 Mio. in etwa auf Vorjahresniveau (EUR 13,2 Mio.). Rohergebnis Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist wesentlich geprägt durch die meist über mehrere Geschäftsjahre laufenden Großaufträge. Rohergebnis (definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand), Auftragseingang und Auftragsbestand sind daher abrechnungsbedingt Schwankungen unterworfen, ohne dass dieses gleichzeitig entsprechende Schwankungen der Auslastung oder der laufenden Auftragsbearbeitung bedeuten würde. Dies gilt insbesondere für den Tätigkeitsbereich "Neuanlagen". Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,4 Mio. gestiegen. Die Entwicklung des Rohergebnisses stellt sich für 2019 wie folgt dar:
Auftragseingang Im Vergleich zum Vorjahr ist der Auftragseingang der Gesellschaft signifikant gestiegen. Wenn eigene Auftragseingänge realisiert werden, so umfassen diese alle Zukaufkomponenten in wesentlicher Höhe, wie z. B. Regale und Hoch-/Tiefbaukomponenten. Werden Aufträge für andere Geschäftseinheiten ausgeführt, so werden lediglich die zu realisierenden Stunden als Auftragseingang transferiert und in der GmbH ausgewiesen. Der realisierte Auftragseingang in 2019 stellt sich wie folgt dar:
Auftragsbestand Die Gesellschaft verfügte per 31. Dezember 2019 über einen Auftragsbestand in Höhe von EUR 348,5 Mio. (Vorjahr EUR 167,6 Mio.), der zu rund 41 % (Vorjahr 45 %) angearbeitet ist. Der noch zur Bearbeitung anstehende Restauftragswert stellt für einen Großteil der Gesellschaft die Basisauslastung bis zum Jahresende 2020 und darüber hinaus sicher. Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung bzw. Verlustübernahme beträgt im Berichtsjahr TEUR-1.278 (Vorjahr TEUR -754). Im Kerngeschäft "Neuanlagen" konnten weniger Großprojekte fertiggestellt werden. Das Geschäft im "Customer Service" ist deutlich angestiegen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Rahmen der strategischen und organisatorischen Neuausrichtung mit dem Ziel des angestrebten Wachstums in Central Europe und im Bereich Technology Center den Personalbestand ausgebaut. Der Anstieg der Umsatzerlöse begründet sich im Wesentlichen auf den im Vergleich zu den Vorjahren gestiegenen "Customer Services". Die Gesamtleistung ist abrechnungsbedingt unter dem Vorjahresniveau. Das gestiegenen Servicegeschäft bei den deckungsbeitragsstarken Wartungsaufträgen führt zu einem gestiegenen Rohertrag. Kundenbeziehung und Qualität als Wettbewerbsfaktor In dem für unsere Gesellschaft relevanten Logistiksystem-Markt wollen wir führend sein. Neben Verfahren und Methoden, die unseren Kunden besten Service und Mehrwert bieten, verbessern wir die Prozesse, Standards und Lösungen ständig. Regelmäßige Kundenbefragungen und die langjährigen Beziehungen zu unseren Wartungs- / Supportvertragskunden, bestätigen uns als zuverlässigen und präferierten Anbieter. Um die Qualität unserer Produkte und Leistungen zu sichern und auszubauen haben wir einen sog. "Continuous Improvement Learning Log"-Prozess implementiert, der sowohl das betriebliche Vorschlagswesen als auch die Optimierung der Kundenbeziehungen abdeckt. Realisierung der Vorjahresprognose, Umsatz- und Auftragsentwicklung Im Kerngeschäft "Neuanlagen" wurden wie erwartet hohe Auftragseingänge verzeichnet. Die Umsätze dieses Geschäftsbereiches sind aufgrund weniger abgerechneter Großprojekte deutlich zurückgegangen. Im Kerngeschäft "Customer Service" wurde das prognostizierte Umsatzwachstum deutlich übertroffen. Insgesamt ist das Rohergebnis aufgrund des deckungsbeitragsstarken Wartungsgeschäftes um 11,3% gestiegen. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist vor allem bedingt durch das gestiegene Volumen erhaltener und geleisteter Anzahlungen auf Bestellungen und des daraus resultierenden Anstieges der Forderungen aus Cash Pool auf EUR 132,3 Mio. gestiegen (Vorjahr EUR 69,9 Mio.). Der Ergebnisabführungsvertrag besteht weiter. Die Gesellschaft benötigt neben Software und der üblichen Büroausstattung keine wesentlichen Anlagegüter. Die Büros sind gemietet. Das Working Capital als Saldo aus Vorräten, Kundenforderungen, geleisteten Anzahlungen, Lieferantenverbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen beträgt EUR -44,9 Mio. (Vorjahr EUR -17,9 Mio.). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die Forderungen gegen die KUKA AG aus Cash-Pool. Die Swisslog (Deutschland) GmbH als Gesellschafter hat der Swisslog GmbH in 2019 ein Darlehen in Höhe von EUR 19,8 Mio. zur Verfügung gestellt, wodurch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen deutlich angestiegen sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind insbesondere aufgrund von Umsatzsteuerverbindlichkeiten deutlich angestiegen. Die Gesellschaft verfügte zum Jahresende aufgrund des Geschäftsmodells über ausreichend Liquidität. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch Einbezug in den Cash-Pool der KUKA-Gruppe gesichert. Das Finanz- und Vermögensmanagement wird zentral durch den Konzern gesteuert, um finanzielle Stabilität und Flexibilität zu gewährleisten. 4. Organisation und Personal Die Swisslog GmbH ist als Unternehmen derart aufgestellt, dass ein Auftragsmix zwischen Neugeschäft und Customer Service eigenständig akquiriert und realisiert werden kann. Im Tagesgeschäft geschieht dies in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Swisslog AG, mit denen in der Organisationseinheit Central Europe länderübergreifend zusammengearbeitet wird. Auch in anderen Bereichen und dem Technology Center wird in Swisslog weiten Teams zusammengearbeitet. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (inklusive Auszubildende) liegt mit 241 Mitarbeitern deutlich über dem Niveau des Vorjahres (188 Mitarbeiter). 5. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind in die laufenden Projekte integriert. Der Fokus liegt hierbei auf der Erhöhung des Kundennutzens. Forschung und Entwicklung stellen keine wesentliche Funktion am Standort Dortmund dar. 6. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Die Swisslog GmbH verfügt nach Abschluss der Großprojekte in den letzten Jahren über eine exzellente und moderne Referenzanlagenstruktur in Deutschland. Die Auslastung der Realisierungseinheiten wird durch eigene Akquisitionen als auch durch die Mitarbeit an Projekten anderer Swisslog-Organisationen sichergestellt. Durch die weitere Fokussierung auf die Industriesegmente im Bereich E-Commerce/Retail, Pharma sowie Food & Beverage ist die strategische Ausrichtung weiter konzentriert worden. Diese Industriebereiche versprechen auch für kommende Jahre ein stetiges Wachstum. Die Gesellschaft erbringt auftragsbezogene Leistungen, d.h. es gibt keine wesentlichen Risiken aus einer längerfristig festgelegten Serienproduktion oder aus Produktion auf Lager. Als typische Risiken aus der Projekttätigkeit der Gesellschaft sind Folgende zu nennen:
Die Gesellschaft ist bereits langjährig mit diesen typischen Aspekten des Kerngeschäfts vertraut und im hohen Maße auf die Bewältigung derartiger Themen ausgerichtet. Das hauptsächliche Risiko der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist in der weiteren Entwicklung der Logistikkonjunktur zu sehen, d. h. im Wesentlichen im Ausbleiben oder verspäteten Erhalt der erforderlichen Projektaufträge im Neuanlagen- und Modernisierungsgeschäft. Die Kompensation dieses Risikos ist gewährleistet durch die einheitliche Software- und Steuerungsarchitektur innerhalb der Swisslog, die den Mitarbeitern eines Standortes die Projektmitarbeit für andere Standorte ermöglicht. Für die Gesellschaft entstehen aus der Coronavirus-Pandemie zusätzliche Risiken und gewisse Unsicherheit. Die Nachfrage nach unseren Produkten könnte aufgrund eines weltweiten Rückgangs der Produktionstätigkeit absinken. Darüber hinaus könnte es zu Lieferengpässen bei unseren Vorprodukten mit einhergehenden Produktionsverzögerungen und damit verbundenen Absatzeinbußen kommen. Außerdem würde eine erhöhte Anzahl von erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denen Quarantäne auferlegt würde sowie eine gesetzliche vorübergehende Schließung der Unternehmen die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes erheblich einschränken oder sogar verhindern. Die Insolvenz von Kunden könnte zu einem Ausfall von Forderungen führen, sofern noch offene Posten bestehen. Bisher haben sich für uns folgende Auswirkungen ergeben.
Die Einschätzungen zum Verlauf der Coronavirus-Pandemie sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, so dass die tatsächliche Entwicklung der Ertragslage von der Prognose signifikant abweichen kann. Durch den Ausbruch des Virus ergeben sich für den Ansatz und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum 31. Dezember 2019 keine Auswirkungen. Aus heutiger Sicht sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. 7. Risikomanagement Die Gesellschaft arbeitet nach einem konzernweit implementierten Qualitäts- und Risikomanagementsystem, das explizit auf die Erfordernisse des kundenspezifischen Einzelprojektgeschäfts ausgelegt ist. Alle relevanten Geschäftsprozesse sind detailliert vorgegeben, einschließlich Festlegung der einzusetzenden Tools. Als Beispiel seien Verkaufsprozess, Realisierungsprozess und Serviceprozess genannt. Für alle Geschäftsprozesse erfolgt kurzzyklisch ein detailliertes Controlling, um zeitnah eventuelle Plan-Ist-Abweichungen zu erkennen und entsprechend kurzfristig reagieren zu können. Dies geschieht sowohl auf Basis der einzelnen Kundenprojekte als auch bezüglich der definierten Geschäftssegmente. Im Falle von Plan-Ist-Abweichungen bestehen eindeutige Eskalationsregeln, die die jeweils erforderliche bzw. angemessene Einbindung des Managements sicherstellen. Entsprechend der langjährigen Geschäftserfahrung der Gesellschaft ist das grundsätzliche Risiko von Finanzausfällen (Forderungsverluste) als vergleichsweise gering einzustufen. Preisänderungsrisiken bestehen ebenfalls nur in geringfügigem Maße, da die Gesellschaft nicht "auf Lager" arbeitet, sondern Einzelprojekte zum Festpreis ausschließlich auf Bestellung realisiert und größere Zukäufe von Material und Dienstleistungen ebenfalls nur auf Festpreis-Basis erfolgen. Währungs- und Liquiditätsrisiken werden durch die einheitlichen Konzernrichtlinien und Prozesse, sowie Tools von KUKA minimiert und zentral gesteuert. Für die Währungsrisiken werden geeignete und marktübliche Finanzinstrumente, bzw. Termingeschäfte verwendet, welche durch KUKA AG Treasury abgeschlossen werden. Das Management und Controlling plant und überwacht diese Risiken. 8. Prognosebericht Das Jahr 2020 wird von der sich weltweit ausbreitenden Coronavirus-Pandemie geprägt. Dabei sind die wirtschaftlichen, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Folgen noch nicht absehbar. Wir gehen davon aus, dass auch Swisslog im Geschäftsjahr 2020 durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie betroffen sein wird. Die prognostizierte Wirtschaftskrise wird auch bei uns zu Rückgängen im Neuanlagengeschäft in 2020 führen. Für den Berichtszeitrum Januar bis Oktober 2020 liegt der Auftragseingang unter dem für diesen Zeitraum budgetierten Wert. Im Einzelnen heißt das für Swisslog, dass Kunden und potenzielle Kunden ihre Standorte geschlossen haben und Investitionsentscheidungen vor allem im Neuanlagengeschäft verschoben werden. Dies führt zu Senkungen bei Auftragseingängen und Umsätzen sowie teils zu Projektverschlechterung und Ergebnisrückgängen. Darüber hinaus beeinflussen weitere globale Unsicherheiten wie z.B. der USA Handelsstreit und der ungelöste Brexit Investitionsentscheidungen. Im ursprünglichen Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 und die Folgejahre waren die vorgenannten Auswirkungen nicht berücksichtigt. Die Auswirkungen der Krise und Ihrer Folgen resultieren in einem angepassten Wirtschaftsplan für 2020, der geringere Auftragseingänge und Umsätze als 2019 vorsieht. Insgesamt erwarten wir ein Ergebnis, das deutlich unter dem des Jahres 2019 liegt. Im Jahr 2020 wird es daher bedingt durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie eine Konsolidierung am Standort Dortmund geben. Für die Folgejahre geht die Gesellschaft von einer Erholung der Märkte und einer weiteren Fokussierung auf automatisierte Läger aus. Um Kompetenzen optimal zu bündeln und den Service für ihre Kunden weiter zu optimieren, hat sich die Swisslog-Gruppe in 2020 zu einer Anpassung der regionalen Struktur entschieden. Das Zielbild hierbei ist eine starke EMEA-Region (Europe, Middle East & Africa) mit rund 1.000 Mitarbeitenden. Synergien und länderübergreifende Nutzung von Kompetenzen werden fokussiert. Gleichzeitig wird die Kundennähe durch lokale Strukturen gestärkt. Die Central Europe Organisation wird aus diesem Grund innerhalb des Konzerns im Jahr 2020 in die gesamteuropäische Organisation "EMEA" integriert. Für 2020 wird ein im Vergleich zum Berichtsjahr geringerer Auftragseingang erwartet. Für das Kerngeschäft "Neuanlagen" ist ausgehend von dem hohen Niveau 2019 im kommenden Jahr mit niedrigeren Auftragseingängen zu rechnen, allerdings in ausreichender Höhe, um die zukünftige Auslastung sicherzustellen, vorausgesetzt, dass sich der Einfluss der Corona-Pandemie in Grenzen hält und sich die Konjunktur belebt. Für den Berichtszeitrum Januar bis Oktober 2020 liegt der Auftragseingang bereits unter dem für diesen Zeitraum budgetierten Wert. Im Bereich "Customer Service" ist ein leichtes Wachstum des Auftragseinganges budgetiert, welches für den Berichtszeitraum Januar bis Oktober 2020 auch erreicht werden konnte. Aufgrund der deutlich kürzeren Realisierungszeiträume entspricht die Umsatzentwicklung in etwa der Entwicklung des Auftragseinganges. Unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken und insbesondere den Einflüssen durch die Auswirkungen des Coronavirus erwarten wir, dass die Swisslog GmbH das ursprünglich budgetierte positive Ergebnis in 2020 nicht erreichen wird. Wir gehen jedoch für die Folgejahre wieder von steigenden Auftragseingängen, Umsätzen und Margen aus.
Dortmund, den 17.12.2020 Swisslog GmbH Die Geschäftsführung Dipl.-Ing. Gerd Jennissen Dipl.-Ing. Heinz Ennen Dr.-Ing. Martin Thomaier Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Swisslog GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Swisslog GmbH, Dortmund - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Swisslog GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 18. Dezember 2020 KPMG
AG
Querfurth, Wirtschaftsprüfer Sauter, Wirtschaftsprüfer |
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